Grube Messel – Auf Zeitreise mit Fossilien

Grube Messel – Auf Zeitreise mit Fossilien

Grube Messel – Auf Zeitreise mit Fossilien

Die Grube Messel übt eine ungemeine Faszination aus. Fossilien, 48 Millionen Jahre Erdgeschichte, Grabungen, etc. All das sind Dinge, die man nicht gerade bei uns in Deutschland vermutet. Und doch liegt das Gute manchmal so nah: Nämlich gleich um die Ecke von Darmstadt im schönen Südhessen. Denn hier kannst du all das entdecken. Du kannst auf der Aussichtsplattform deinen Blick über die Grube schweifen lassen, die so ruhig da liegt. Du kannst dich im Besucherzentrum informieren und sogar in einen virtuellen Aufzug steigen, der dich durch das Bohrloch in Tiefe bringt und auf Zeitreise schickt. Oder du machst eine Führung durch die Grube selbst. 

Obwohl ich von der Grube Messel wusste, habe ich es erst dieses Jahr hierher geschafft. Was ich dort erfahren habe, habe ich dir hier zusammengefasst:

Anfahrt

  • Mit dem AutoDie Grube Messel ist mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Sie liegt nahe der Ausfahrt Darmstadt Weiterstadt auf der A5. Die Adresse lautet Roßdörfer Str. 108 in 64409 Messel. Der Parkplatz am Besucherzentrum ist groß genug und da man sich für eine Tour vorher anmelden muss, sollte es wirklich keine Platzprobleme geben.
  • Mit der Bahn: Mit der Bahnlinie 75 bis zum Bahnhof Messel. Von dort ist ein etwa Fußweg von etwa zwei Kilometern bis zum Besucherzentrum der Grube Messel bzw. mit der Buslinie, die nun folgt.
  • Mit dem BusMit dem Bus der F/U Linie von Darmstadt (oder eben vom Bahnhof Messel) bis zur Haltestelle „Grube Messel – Besucherzentrum Grube Messel“ an der Landesstraße 3317. Von dort sind es noch etwa 500 Meter, die du zu Fuß zurücklegen musst.

 

Die Grube Messel

Die Grube Messel hat eine Geschichte, die über 150 Jahre zurückreicht. Und zwar noch in eine Zeit, in der nicht klar war, welchen Schatz sie birgt.

Blick in die Grube Messel

 

Anfänge und Bergbau

Die Geschichte der Grube Messel beginnt mit der Errichtung einer Raseneisenerzgrube im Jahre 1859. Zunächst wurde Erz abgebaut, dann Braunkohle und dann Ölschiefer, auf den man nach einiger Zeit stieß. Dieser wurde dann von der extra gegründeten Gewerkschaft Messel verschwelt, was nötig war, um daraus Erdöl zu gewinnen. Bis 1971, dem Jahr der Schließung der Grube, lag der Fokus auf dem Abbau von Ölschiefer. Die Grube wurde geschlossen, weil die Mineralölgewinnung zunehmend unrentabel wurde und so kein Ölschiefer mehr gebraucht wurde.

Zwischenzeitlich wurden bei den Abbauarbeiten jedoch bereits immer wieder Fossilien gefunden.

 

 

Mülldeponie vs. Grabungsstätte

Zufällig wurde zu der Zeit, in der der Abbau des Ölschiefers bereits unrentabel war, ein Standort für eine Mülldeponie in Südhessen gesucht. Die Grube Messel erfüllte alle Kriterien und da zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, welchen Stellenwert und welchen Umfang die Fossilienfunde haben, fiel die Wahl schnell. Das hätte auch automatisch zum Ende der Grabungen geführt. Als dann nach dem Ende des Abbaus jedoch bei privaten Grabungen von Fossiliensammlern immer mehr Funde gemacht wurde, ging einigen Wissenschaftler auf, was sie da für einen unfassbaren Schatz direkt vor der Nase hatten. 

Das Senkenberg Forschungsinstitut schaltete sich ein und es kam zu wissenschaftlichen Arbeiten, die die Bedeutung der Grube Messel unterstrichen. Was folgte, war ein 20jähriger Kampf auf bürokratischer wie politischer Ebene.

 

UNESCO Welterbe Grube Messel

Am Ende kaufte das Land Hessen die Grübe für über 30 Millionen Mark und übertrug der Senkenbergischen Naturforschenden Gesellschaft den Betrieb. Seitdem wird dort offiziell und zu wissenschaftlichen Zwecken Ölschiefer abgebaut. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kultur reichte dann 1994 den Antrag zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste ein, da mittlerweile klar geworden war, welch unschätzbaren Wert die Grube für die Wissenschaft hat. Sie ist weltweit einzigartig. So war es nicht verwunderlich, dass dem Antrag im Folgejahr stattgegeben wurde und die Grube Messel zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde.

Die Aussichtsplattform am Südhang wurde 1997 errichtet und mit ihr wurde der Führungsbetrieb in der Grube aufgenommen. Das Besucherzentrum folgte erst 13 Jahre später.

 

Auf Zeitreise

Die Fossilienfunde in der Grube Messel erlauben uns einen außergewöhnlichen Blick in die vergangenen 48 Millionen Jahre. Sie umfassen ein breites Spektrum von Pflanzen und Tieren. So wurden zum Beispiel 200 Pflanzenarten und mehr als 30 Gattungen von Säugetieren fossilisiert gefunden. Einige Arten konnten sogar erst durch die Fossilienfunde in der Grube Messel genauer beschrieben werden.

Die Erhaltung im Ölschiefer ist unglaublich gut. So gut, dass teilweise Mageninhalte festgestellt werden konnten, wodurch Rückschlüssen auf die Ernährung gemacht werden konnten. Bei Insekten sind sogar die Adern in den Flügeln erkennbar oder die Färbung des Panzers. Normalerweise gehen solche Details verloren, wenn etwas zu einem Fossil wird. Aber in der Grube Messel ist der Zustand einzigartig gut.

Allerdings gibt es ein Konservierungsproblem. Denn der weiche Ölschiefer reißt enorm schnell, sobald es trocknet. Dann wird es blättrig und zerbröselt. Seit den 60er Jahren ist es zum Glück möglich, die Fossilien auf Kunstharz umzubetten und so zu retten. Andernfalls müssten sie dauerhaft in einer Flüssigkeit gelagert werden, was zu Vorführungszwecken bei Führungen auch getan wird.

Hier einige Eindrücke der Fossilien, die du bei der Führung gezeigt bekommst. Das erste Bild zeigt fossilisierte Exkremente und das zweite Bild sind Fotos von Fossilien. Beim letzten Bild siehst du deutlich, dass der Ölschiefer noch nass ist.

Fossilien in der Grube Messel 2

Fossilien in der Grube Messel 3

Fossilien in der Grube Messel

 

Das Besucherzentrum der Grube Messel

2003 kam die Frage auf, wie sich die Grube Messel präsentieren solle. Zudem gab es zahlreiche Besucher und diesen wollte man natürlich gerecht werden. Ein Museum passte jedoch nicht hierher, das war allen klar. Das Land Hessen stellte also einen Plan auf und versucht ein neues, passendes Konzept zu finden. Das Ergebnis ist eine Begegnungs- und Austauschstätte zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Das Besucherzentrum gewährt einen Blick in die 48 Millionen Jahre Erdgeschichte, die uns durch die Grube Messel eröffnet werden.

Hier findest du alle deine Fragen beantwortet und neben Informationstafeln und Ausstellungsstücken auch einem Aufzug, der dich auf eine Zeitreise in die Tiefe mitnimmt – der Aufzug fährt nämlich virtuell in das Bohrloch, das uns die vergangene Welt wiederbelebt hat. Hier einige Eindrücke aus dem Besucherzentrum der Grube Messel:

Rohr Grube Messel

Kopf des Urpferdchens Grube Messel

Informationszentrum Grube Messel

Im Informationszentrum der Grube Messel – Gesteine in der Grube Messel

 

 

Führungen

Natürlich kannst du dir all das auch mit eigenen Augen ansehen. Führungen finden regelmäßig statt, müssen aber online auf der Website der Grube Messel gebucht werden: Führungen in der Grube Messel.

Die Führungen finden für gewöhnlich zu Fuß statt und dauern ab 1,5 Stunden. Du solltest unbedingt feste Schuhe mitbringen und je nach Wetter auch Sonnenschutz dabei haben. Die Grube ist ein wahrer Kessel, in dem die Sonne nur so brennt. Ich als halbe Sizilianerin habe mich da heimisch gefühlt. Aber der normale Mitteleuropäer kommt mit der Hitze und der prallen Sonne nicht so gut klar. Mütze, Sonnencreme und eventuell lange Kleidung, um dich zu schützen, sind als ratsam.

Bei einigen Touren sind auch Führungen durch das Besucherzentrum inbegriffen. Andernfalls kannst du auch so ein Ticket (mit oder ohne Führung) fürs Besucherzentrum buchen: Tickets Grube Messel.

Wenn du nur mal gucken magst, kannst du auch einfach auf die Aussichtsplattform am Südhang. Sie ist frei zugänglich und du benötigst kein Ticket, um einen Blick von dort in die Grube zu werfen.

Aussichtsplattform Grube Messel

 

Weitere Ausflugsziele in der Nähe

Mit einem Besuch in der Grube Messel lässt sich wunderbar eine Wanderung zum Jagdschloss Kranichstein verbinden. Der Rundweg hat eine Länge von 16 Kilometern und auch wenn die Grube Messel nicht auf dem Weg liegt, ist es nur ein kleiner Umweg. Ich bin die Runde für dich gegangen und du kannst hier die GPX-Daten meiner Tour bei Komoot runterladen: Kranichsteiner Waldweg in abgewandelter Form.

Kranichsteiner Schloss

Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir den Pfälzerwald, den Spessart oder den Taunus anzuschauen. Zu diesen Regionen werden Blogposts folgen. Bisher kann ich dich außerhalb des Odenwalds leider nur auf meinen Blogpost zum Staufen im Taunus verweisen.

Solltest du einen Städtetrip in diesem Teil Deutschlands machen wollen, lege ich dir die folgenden Städte ans Herz:

  • Aschaffenburg: Aschaffenburg trägt den Beinamen Tor zum Spessart. Neben den (zum Teil sehr fotogenen) Sehenswürdigkeiten wie dem Aschaffenburger Schloss, die die Stadt selbst zu bieten hat, bist du von hier außerdem flugs im Wald und kannst dich auf vielen Wanderwegen austoben.
  • Heidelberg: Heidelberg liegt direkt am Neckar und bietet mit dem Fluss, der Altstadt und dem Schloss auf dem Berg eine malerische Kulisse. Auch hier findest du die ideale Mischung aus Stadt und Land.
  • Lohr am Main: Das erste Mal wurde Lohr am Main 1295 urkundlich erwähnt und ist allgemein als Schneewittchenstadt bekannt. Dass das Mädchen, das wegen ihrer Schönheit getötet werden sollte, Lohrerin war, ist zwar nicht belegt, jedoch durchaus möglich. Die Gebrüder Grimm lebten unweit von Aschaffenburg, in Hanau, und auf ihrem Weg Richtung Bremen kamen sie auch im Spessart vorbei, sodass sie von der Stadt Lohr inspiriert worden sein könnten.
  • Mannheim: Die Quadratestadt ist zu jeder Zeit einen Besuch wert. Ob drinnen oder draußen, hier gibt es immer was zu tun oder zu erleben.
  • Michelstadt: Die historische Altstadt mit dem bekannten Rathaus und den Fachwerkhäusern ist einfach zauberhaft. Mein Tipp: Mach eine Fototour zum Sonnenaufgang, wenn du die Kopfsteinpflasterstraßen ganz für dich allein hast! In der Nähe von Michelstadt gibt es unheimlich viele Wanderwege, sodass dir sicher nicht langweilig wird.
  • Miltenberg: Die Kleinstadt in Unterfranken liegt zwischen Odenwald und Spessart und ist ein wahres Kleinod. Die Altstadt ist malerisch und sogar Startpunkt mehrerer Wanderwege. Die Mildenburg und das Museum der Stadt Miltenberg bietet den Kulturinteressierten unter uns die Möglichkeit, ihren Wissensdurst zu löschen.

 

Meine Ausstattung

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Wanderschuhe sind beispielsweise diese hier: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Generell empfehle ich dir, falls du regelmäßig Wanderungen oder Outdoor-Touren unternimmst, dir ein paar entsprechende Kleidungsstücke und Schuhe zuzulegen. Im Notfall reichen aber auch normale Turnschuhe, solange diese dir guten Halt bieten und du damit klarkommst, wenn sie gegebenenfalls dreckig werden. Das kann bei Wanderungen wie der in der Margarethenschlucht schneller passieren, als du gucken kannst.

Wanderschuhe von Decathlon

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit

Die Grube Messel ist ein spannender Ort für alle, die sich auf eine Zeitreise durch die Erdgeschichte einlassen wollen. Ich gebe zu, das Thema ist nicht immer greifbar und vieles ist schwer vorstellbar. Sei es von der technischen und wissenschaftlichen Seite oder einfach in der Vorstellung einer so völlig anderen Mensch in einer Zeit vor dem Homo Sapiens. Meine Vorstellungskraft wurde in jedem Fall auf die Probe gestellt.

Dennoch war der Besuch der Grube Messel für mich ein einzigartiges Erlebnis. Klar, so etwas gibt es ja nirgendwo sonst auf der Welt! 

Warst du schon einmal in der Grube Messel? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

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Gozo und Comino Sehenswürdigkeiten – Meine 8 Highlights

Gozo und Comino Sehenswürdigkeiten – Meine 8 Highlights

Gozo und Comino Sehenswürdigkeiten – Meine 8 Highlights

WERBUNG

Bereits 2019 war ich in Malta. Leider habe ich es während der kurzen Zeit nicht von der Hauptinsel runtergeschafft. Ich war also vorher nicht auf Gozo und Comino. Daher habe ich mich sehr über die Einladung von Visit Malta gefreut und habe die dreitägige Pressereise sogar noch auf eigene Kosten verlängert. So habe ich nun etwas mehr als eine Woche dort verbracht, sodass ich auch in Gozo und Comino Sehenswürdigkeiten anschauen konnte und für dich darüber schreiben kann.

Gozo

Gozo wird auch die Kalypso-Insel genannt. Hier soll die sagenumwobene Nymphe Kalypso gelebt haben, die Odysseus sieben Jahre in ihrem Palast gefangen gehalten haben soll. So zumindest Homer…

Gozo ist für mich vor allem im Vergleich mit der Hauptinsel Malta die ruhigere Insel. Der Verkehr ist angenehmer und die Sehenswürdigkeiten sind deutlich weniger überlaufen. Das macht die Zeit in Gozo weniger hektisch. Außerdem findest du hier noch abgelegene Orte, die du ganz für dich allein hast. Aber lies selbst nach…

 

Comino

Comino ist nochmal deutlich kleiner als Gozo. Die Insel misst nur 3,5 Quadratkilometer. Benannt wurde die Insel übrigens nach dem Gewürz Kümmel, das hier mal gewachsen ist. Ich hatte mich das vor Ort schon die ganze Zeit gefragt, da comino (oder cumino) auch auf Italienisch Kümmel bedeutet und das Maltesische sehr viele Wörter aus dem Italienischen entlehnt hat. Die ganze Insel ist ein Naturreservat und Vogelschutzgebiet.

Hier leben mittlerweile nur noch drei Menschen. Touristen kommen für gewöhnlich nur für Tagesausflüge von Gozo oder Malta, um das unfassbare Türkis der Blauen Lagune zu genießen. Wer es aber abgeschieden mag, kann hier auch ein Hotelzimmer buchen.

 

 

Gozo und Comino Sehenswürdigkeiten

Hier kommt meine Liste mit Vorschlägen für Sehenswürdigkeiten auf Gozo und Comino, die du dir nicht entgehen lassen solltest:

 

Cittadella

Die Cittadella, auch bekannt als das Castello, ist die Zitadelle von Victoria auf Gozo. Das Gebiet ist seit der Bronzezeit bewohnt, und an dieser Stelle befand sich wohl zur Zeit der Römer eine Akropolis. Diese wurde dann aber in eine Burg verwandelt. Sie sollte als Zufluchtsort für die Bevölkerung der Insel sein. Um die Stadtmauern herum liegt der historische Kern von Victoria.

Von hier hast du einen tollen Blick in die Ebene und wieder einige schöne Fotospots. Auch das Alte Gefängnis soll sehr sehenswert sein und einen guten Einblick in die Geschichte geben. Leider war es geschlossen, als ich dort war. Es war vom 16. bis zum 20. Jahrhundert in Betrieb und ist über und über mit Wandmalereien bedeckt. Dargestellt sind vor allem Schiffe, Kreuze, Menschen. Es handelt sich hierbei nicht nur um die größte Sammlung von Wandmalereien des Landes, sondern auch um einen einzigartigen Einblick in das Leben und die Gefühlwelt der Insassen.

Cittadella Gozo Malta

 

Blue Hole & Inland Sea

In der Nähe von Dwerja Point liegt eine kleine eingeschlossene Bucht, die über einen natürlich Tunnel mit dem offenen Meer verbunden ist. Der Tunnel ist etwa 80 Meter lang und er hat steile Wände zu beiden Seiten. Zu Beginn ist er nur sechs Meter tief, aber fällt recht bald auf 15 Meter ab. In der Mitte des Tunnels sind es sogar 25 Meter. Das Wasser ist tief indigoblau. Eine Fahrt mit einem kleinen Motorboot kostet 4 Euro und führt vom Inland Sea durch den Tunnel ins offene Meer. Dort kannst du ein paar der Höhlen und Felsformationen bewundern. Auch die Stelle, an der bis 2017 das sogenannte Azure Window stand, ein imposanter Felsbogen, ist gut erkennbar, da die Reste des sehr hellen Steins in der Tiefe zu leuchten scheinen und sich klar vom Meeresgrund abheben.

Das Blue Hole heißt auf Maltesisch Ghar iż-Żerqa und ist ein kleiner mariner See, an dem du auch bei der Bootstour vom Inland Sea vorbeikommst. Alternativ kannst du ey auch von oben bestauen, wenn du vom Parkplatz links am Inland Sea vorbeiläufst und über die Felsen kletterst. Das Blue Hole ist etwa 15 Meter tief und 10 Meter breit. In etwa 7 Metern Tiefe ist es geöffnet und so mit dem offenen Meer verbunden. Es ist eine der beliebtesten Tauchstellen Maltas.

Blue Hole Gozo Malta

Inland Sea Gozo Malta

 

Felsentor Wied Il-Mielah

Das Wied il-Mielah Window liegt am Ende des Wied il-Mielah Valley. Im Vergleich zum Azure Window am Inland Sea ist Wied Il-Mielah eher unbekannt. Die Straße führt vom Ort Għarb direkt an die Küste. Am Ende des Tals angekommen, führt eine schmale Treppe an der Felswand entlang. Von dort hast du einen herrlichen frontalen Blick auf das Felsentor. Tagsüber ist es gut möglich, dass du dort Kletterer beobachten kannst. Wenn du auf Abenteuerurlaub stehst, solltest du dich nach Klettertouren erkundigen. Wied Il-Mielah ist dafür ideal.

Felsentor Wied Il-Mielah

 

Schlucht Wied Il-Ghasri

An der Nordküste von Gozo befindet sich ca. 2,5 Kilometer von der Ortschaft Għasri ein gleichnamiges Tal. Dort wartet eine faszinierende Schlucht. Diese ist meerseitig ca. 250 Meter lang und 15 bis 30 Meter breit. Touristisch ist dieser Ort erstaunlicherweise ziemlich unerschlossen. Nur ein paar Taucher verirren sich gelegentlich hierher, da es eine Unterwasserhöhle mit einem großen luftgefüllten Hohlraum gibt – die sogenannte Cathedrale Cave oder Blue Dome. Wenn du in dem klaren Wasser der Schlucht schwimmen, schnorcheln oder tauchen gehen möchtest oder ganz einfach mal an einen Ort möchtest, der nicht wirklich bekannt ist, ist Wied Il-Ghasri die richtige Wahl.

Schlucht Wied Il-Ghasri

In der Schlucht Wied Il-Ghasri

 

Salzpfannen bei Xwejni Bay

Salzpfannen gibt es an der maltesischen Küste tatsächlich einige. Die von Xwejni Bay empfang ich am beeindruckendsten.

Sie sind aber fast überall an den Küsten der Inseln zu finden. Bereits zu römischer Zeit wurde an diesen Salinen Salz gewonnen. Selbst die Technik hat sich seit dem nicht wirklich verändert: In den Pfannen wird Meerwasser gesammelt, das von der Sonne getrocknet wird. So wird das Sals aus dem Meerwasser gewonnen, gereinigt und verfeinert. Am Ende hat man Meersalz erzeugt, das im Suüermarkt verkauft werden kann.

Salzpfannen Xwejni Bay

 

Tal Mixta bzw Calypso’s Cave

Oberhalb von Ramla Beach auf Gozo liegt ein wenig versteckt eine Höhle. Das ist Tal Mixta bzw. auch Calypso’s Cave genannt, von wo du Ramla Beach überblicken kannst – einen Strand mit rötlichem Sand. Die Höhle ist nicht nur ein toller Fotospot für sich, sondern auch noch dazu ein sagenumwobener Ort: Dies soll nämlich die Höhle der Nymphe Kalypso gewesen sein, die Odysseus sieben Jahre gefangen gehalten hat. Ich bin mit den Sagen der Odyssee aufgewachsen, weil Odysseus auch auf Sizilien gewesen sein soll, wo er dem schrecklichen Polyphem begegnete. So war Calypso’s Cave für mich eine schöne Ergänzung mythischer Orte, die ich besucht habe.

Tal Mixta Calypso's Cave

Der Strand selbst ist auch einen Besuch wert, wenn du mal eine Runde relaxen möchtest. Parkplätze gibt es selbst in der Hochsaison genug und an Ständen kannst du dich mit Strandequipment und Abkühlungen bzw. Leckerein versorgen.

 

Basilika ‚ta Pinu

Nachdem 1883 eine Frau aus dem Dorf Għarb in Gozo die Stimme der Mutter Gottes in einer kleinen Kapelle vernahm, die damals an dem Ort stand, an dem heute die Basilika ‚ta Pinu steht, entstand hier ein Wallfahrtszentrum. Die Kapelle konnte dem Besucherstrom jedoch nicht gerecht werden, sodass 1920 die heute Basilika errichtet wurde. Der Bau dauerte 11 Jahre. Er ist von innnen wie von außen ein architektonisches Meisterwerk aus maltesischem Stein. Den Ghammar-Hügel hinauf gegenüber der Kirche stehen 14 Marmorstatuen in einer Reihe, die den Kreuzweg bzw die Via Crucis darstellen.

Ta Pinu Basilika

 

Ggantija Tempel

Auf Gozo befindet sich ein weiteres Must See von Malta: Zwei Tempel, die älter als die berühmten Steine von Stonehenge sind und Teil des UNESCO-Weltkulturerbe sind. Sie wurden zwischen 3600 und 3200 v. Chr. erbaut, gerieten aber um 2500 v. Chr. in Vergessenheit und blieben bis zum 19. Jahrhundert vollständig verborgen. Die Bewohner von Gozo glaubten, die Tempel, die aus bis zu fünf Meter langen und fünzig Tonnen schweren Kalksteinblöcken bestehen, seien von Riesen erbaut worden, weswegen sie ihnen den Namen Ġgantija gaben – „ġgant“ ist Maltesisch für Riese.

Ggantija Malta Gozo

Die Anlage besteht aus einem kleinen Informationszentrum, das Auskunft zu allen möglichen Themen rund um die Gegend und die Tempel gibt, und den zwei Tempeln selbst. Vom Informationszentrum musst du etwa 300 Meter zu den Tempel laufen. Du kannst in die Tempel rein, da im Innern Metallstege aufgebaut wurden, damit die Steine nicht beschädigt werden. So bedeutet der Besuch in Ggantija, dass du diesen über 5000 Jahre alten Steinen ganz nah kommen kannst.

 

Blue Lagoon

Die Blaue Lagune ist einer der am häufigsten fotografierten Orte von Malta. Die kleine Bucht liegt an der Westküste von Comino und zieht vor allem im Sommer wahnsinnig viele Touristen an. Als ich dort war, war es leider wahnsinnig voll und die Besucher waren in absoluter Feierlaune. In der Hauptsaison würde ich dir daher nur zu einem Besuch raten, wenn du ein echter Partytyp bist. In der Nebensaison soll es jedoch leerer sein und dann ist die Lagune ein Paradies zum Entspannen, Schwimmen oder Schnorcheln. Außerdem ist die Aussicht einfach traumhaft und an dem Azurblau kannst du sicher kaum sattsehen, wenn es dir geht wie mir.

Blue Lagoon Comino Malta

Unterkunft in Gozo

Wenn du wie ich auch auf Gozo übernachten willst und nicht nur für einen Tagesausflug von Malta rüberkommen möchtest, hast du mal wieder die Qual der Wahl. Ich war sehr zufrieden mit dem Örtchen Xaghra (gesprochen Schara), wo sich mein Airbnb befand. Aber das liegt im Inland und ich kann es gut verstehen, wenn du lieber am Meer unterkommen möchtest.

 

Hotel auf Gozo

Wie gesagt, war ich in dem Örtchen Xaghra, das mir wirklich gut gefallen hat. Wenn du auch dort übernachten willst, kannst du hier schauen: Hotels in Xaghra*. Ansonsten bietet sich sicher die Hauptstadt von Gozo an, Victoria. Leider kann ich da keine Empfehlung aussprechen.

 

Airbnb auf Gozo

Ich hingegen war, wie erwähnt, in einem zuckersüßen Airbnb in Xaghra* mit Pool und tollem Blick über das Tal und die Hügel vom Norden Gozos. Zum Essen kann ich dir The Coronation Bar (hier gibt es auch Frühstück bzw. Brunch) oder das Restaurant Dvenue ans Herz legen.

Für Alternativen schau doch mal bei Booking*, Tripadvisor*, Airbnb* oder Hostelworld* vorbei! Da ist für jedes Budget etwas dabei.

 

Fortbewegung in Gozo

Bei meinen zwei Reisen nach Malta hatte ich jeweils einen Mietwagen. Von Malta kommst du mit der Fähre für 20 Euro nach Gozo und zurück. Comino ist autofrei.

Allerdings habe ich auch schon häufig gehört, wie einfach es ist, Malta mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen. Ich selbst bin nur einmal mit dem Bus in Malta gefahren und das war, um den Mietwagen abzuholen. Hier meine detaillierten Tipps zur Wahl des Transportmittels:

 

Mietwagen in Gozo

In Malta herrscht Linksverkehr. Das ist – genauso wie die Tatsache, dass in Malta so gut wie jeder Englisch spricht – ein Überrest aus der britischen Kolonialzeit. Nicht jeder kann und möchte sich darauf einstellen, auf der anderen Seite Auto zu fahren. Daher solltest du dir genau überlegen, ob du dir einen Mietwagen holst oder nicht. Solltest du dich für einen Mietwagen entscheiden, kannst du bei billiger-mietwagen* Preise vergleichen und dir dort direkt einen Mietwagen für Malta reservieren. Mein Tipp ist, dass du dich in der Preiskategorie um die 15€/Tag bewegst und am besten auch eine der bekannten Autovermietungen wählst. Es gibt zwar auch günstigere Anbieter, aber du willst ja nicht in irgendeiner dubiosen Garage landen, wo man dir einen merkwürdigen Vertrag für ein verbeultes Auto vorlegt, oder? Die kleinste Kategorie reicht übrigens vollkommen, da die Straßen teilweise sehr eng sind.

Auto mieten Malta

 

Öffentliche Verkehrsmittel in Malta

Für alle, die sich einen Mietwagen mit Linksverkehr nicht zutrauen: Du kommst auch mit Bussen so ziemlich überall hin. Ein Ticket kostet nur 2€ (bzw. im Winter sogar nur 1,50€), sodass du so günstig die Insel bereisen kannst. Allerdings musst du dann damit rechnen, von der Bushaltestelle zu deinem eigentlichen Ziel noch ein Stück zu Fuß zurückzulegen. Das kann gerade im Sommer sehr anstrengend sein, wenn du in 35 Grad zerläufst. Da ist ein Auto mit Klimaanlage schon deutlich angenehmer. Für mehr Infos zum lokalen Bustransfer und den Tickets gibt es hier: Malta Public Transport.

 

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf der Reise nach Malta hatte ich den Osprey Sojourn 60* dabei, meinen größten Koffer, in den ich wirklich alles reinbekomme.

Mein Hauptrucksack ist seit knapp zwei Jahren der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

Dazu nutze ich momentan mit Vorliebe den Elias von Johnny Urban aus recycletem Altplastik. Der ist zwar klein, aber es geht erstaunlich viel rein und für Tagesausflüge ist das mehr als ausreichend. Außerdem finde ich, er sieht total super aus.

Barbara mit Johnny Urban Rucksack

 

Kleidung und Schuhe

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Sneaker sind beispielsweise diese hier: Walkingschuhe New Feel*. Die hatte ich auch bei meiner Fototour in Monreal an. Auch für Wanderungen mag ich meine Schuhe von Decathlon: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Neben Wanderausrüstung findest du dort auch Ausrüstung sowie Kleidung und Schuhe für alle möglichen sportlichen Akitvitäten. Ich finde das wirklich praktisch und bin dort Stammkäuferin.

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit zu Gozo und Comino Sehenswürdigkeiten

In Gozo habe ich mich ein bisschen verliebt – das muss ich an dieser Stelle gestehen. Mir hat die süße Insel mit ihren Kirchen, Stränden, der rauen Felslandschaft und tollen Fotospots wirklich gut gefallen. Sogar ein wenig besser als die Hauptinsel, die mir persönlich im Vergleich zu weitläufig ist. In Gozo sind die Strecken kürzer und du verbringst somit weniger Zeit im Auto und mehr an den jeweiligen Highlights. Toll, oder?

Mich hat es überzeugt und würde mich freuen, die Insel nochmal besuchen zu dürfen und dann ein bisschen mehr in Richtung Outdoor Adventure zu gehen. Das mit dem Klettern würde ich unheimlich gerne probieren! Und du?

 

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit Unterstützung von Visit Malta entstanden. Ich war zu drei Tagen auf Pressereise eingeladen. Die übrige Zeit habe ich die Kosten selbst getragen. Meine Meinung ist von dieser Zusammenarbeit unbeeinflusst.

PPS: Alle mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate Links!

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Malta Sehenswürdigkeiten – 14 Must Sees auf Malta

Malta Sehenswürdigkeiten – 14 Must Sees auf Malta

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WERBUNG

Bereits 2019 war ich in Malta. Leider war es nur eine kurze Reise durch den Inselstaat, sodass ich nicht dazu gekommen war, auch darüber zu schreiben. Daher habe ich mich sehr über die Einladung von Visit Malta gefreut und habe die dreitägige Pressereise sogar noch auf eigene Kosten verlängert. So habe ich nun eine Woche dort verbracht, sodass ich in Malta Sehenswürdigkeiten anschauen und für dich darüber schreiben kann.

Malta – Ein Inselstaat im Süden Europas

Keine 100 Kilometer von der italienischen Insel Sizilien entfernt liegt der Staat mit der fünfthöchsten Bevölkerungsdichte: Malta. Die Republik besteht aus insgesamt sieben Inseln, von denen drei bewohnt sind: nämlich Malta, Gozo und Comino. Die Hauptinsel, die also so heißt wie das Land selbst, was manchmal ein zu Verwirrung führen kann, ist mit 246 Quadratkilometern mit Abstand die größte Insel des Archipels. Gozo hat ca. 67 Quadratkilometer, während Comino nur drei Quadratkilometer hat. Die unbewohnten Inseln heißen Cominotto, Filfla, St. Paul’s Island und Fungus Rock. 80% der 500.000 Einwohner Maltas leben im Ballungszentrum Vallettas, der Hauptstadt des Landes.

Barbara in Rabat Malta

Das Land ist ein super interessanter Mix aus italienischen, britischen und arabischen Einflüssen. Das zeigt sich in der Sprache, der Kultur und auch in greifbarem wie der Architektur. Vor allem ich als halbe Sizilianerin sehe starke Parallelen zu meiner zweiten Heimat. Vielleicht fühle ich mich daher so wohl dort und selbst die starke Hitze hat mir kaum zugesetzt. Aber das solltest du bei deiner Planung und Reisevorbereitung sowie dann vor Ort definitiv im Hinterkopf behalten.

 

Malta Sehenswürdigkeiten

In Malta gibt es unheimlich viel zu sehen. Obwohl das Land so klein ist, kannst du hier locker eine Woche verbringen und hast noch lange nicht alles gesehen, was es so an Malta Sehenswürdigkeiten gibt. Das Schöne ist, dass es sehr unterschiedliche Dinge sind, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist: Ob du eher auf Städtetrips oder Natur stehst, auf Kunst oder Geschichte, ob Beach Potato oder voll aktiv mit coolen Outdoor Activities… Auf Malta gibt es wirklich etwas für jeden.

Legen wir also gleich mal los mit meinen 14 Tipps für Sehenswürdigkeiten in Malta:

 

Valletta

Valletta ist die Hauptstadt von Malta und the Place to be, wenn du dich ein bisschen durch den Großstadtdschungel schlagen möchtest. Hier gibt es Museen, Cafés, Parks und ganz viele Straßen zum Flanieren und Bummeln.

Valletta

Mein persönlicher Favorit in Valletta sind die Upper Barrakka Gardens. Das ist eine Parkanlage mir Panoramablick aufs Wasser und über den Grand Harbour. Jeden Tag wird hier zudem um 12 Uhr und um 16 Uhr ein Salutschuss aus einer der ältesten noch genutzten Kanonen der Welt abgegeben. Mit der fast 500 Jahre alten sogenannten Saluting Battery erwacht ein bisschen Geschichte zum Leben. Früher haben diese Kanonen den Hafen beschützt. Später dienten sie zu Salutschüssen zu Jubiläen oder Feiertagen. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden sie genutzt, um die exakte Zeit anzugeben. Jeden Tag um 12 Uhr mittags fiel der Salutschuss und die Seeleute konnten ihre Chronographen entsprechend ausrichten.

Kanonenschuss & Salut Valletta

Ansonsten habe ich es einfach genossen, durch die Straßen zu wandeln, von denen viele schön geschmückt sind, bunte Türen und Balkone haben und einfach unheimlich fotogen sind. Wenn du ein wenig in die Geschichte eintauchen möchtest, kannst du auch einige der Häuser besichtigen. Ich war zum Beispiel in der Casa Rocca Piccola, einem immer noch bewohnten Palast aus dem 16. Jahrhundert einer maltesischen Adelsfamilie. Das war spannend und beeindruckend zugleich.

Mein Tipp: Ansonsten kann ich dir noch dringend ans Herz legen, dich wenigstens einmal ganz früh aus dem Bett zu quälen und zum Sonnenaufgang in Sliema an der Waterfront zu sein. Es ist einfach traumhaft, wie ruhig Valletta in den Morgenstunden daliegt.

Valletta von Sliema im Sonnenaufgang

 

Three Cities

Die drei Städte Birgu (bzw. Vittoriosa), Senglea und Cospicua in Malta werden gemeinhin als The Three Cities bezeichnet. Die älteste der drei ist Birgu, die bereits vor dem Mittelalter gegründet wurde. Die beiden anderen Städte, Senglea und Cospicua, wurden beide im 16. und 17. Jahrhundert vom Johanniterorden gegründet. Die Three Cities werden von der Cottonera-Linie und mehreren anderen Befestigungsanlagen umschlossen.

Vittoriosa

Ich war zweimal in den Three Cities:

Das erste Mal mit einer Tour. Ich bin mit Rolling Geeks mit einem offenen Elektroauto durch die Straßen gefahren. Das war schon ganz cool und ist eine einzigartige Möglichkeit zur Erkundung der Three Cities!

Das zweite Mal bin ich allein wiedergekommen und habe ein paar Fotos in der wahnsinnig fotogenen Altstadt von Vittoriosa gemacht.

Mein Tipp: Für nur 2€ kannst du mit dem Boot von Vittoriosa nach Valletta fahren. Das ist nicht nur günstig und praktisch, sondern gibt dir auch nochmal einen neuen Blickwinkel auf die Städte sowie den Hafen. Bei den Three Cities kannst du außerdem relativ easy parken. Es bietet sich also an, dass du deinen Mietwagen – wenn du einen hast – einfach dort parkst und dich den Rest des Tages zu Fuß und Boot fortbewegst. Das klappt wirklich super und spart auch Nerven bei der Parkplatzsuche.

 

Marsaxlokk

Marsaxlokk ist ein Fischerdorf im Süden von Malta. Das Dorf ist süß und man kann vom rechten Ende der Strandpromenade echt schöne Fotos machen. Postkartenmotiv garantiert!

Marsaxlokk

Barbara in Marsaxlokk

Außerdem findest du auch hier wieder die typischen bunten Türen, vor denen du richtig schöne Fotos machen kannst.

Entlang der Promenade kannst du dir in einem der vielen Restaurants eine Abkühlung gönnen. Direkt unterhalb der Kirche an der Promenade gibt es außerdem regelmäßig einen Markt. Das ist die Gelegenheit, dich mit Souvenirs aus Malta einzudecken!

 

St. Peter’s Pool

Der St. Peter’s Pool ist der bekannteste natürliche Pool in Malta. Diese Bekanntheit verdankt er seinem Wasser: Es ist sehr klar und strahlend türkisblau. Ich konnte sogar ganz viele Fische im Wasser schwimmen sehen. Vor allem Schnorchler finden hier ihr Malta-Paradies. Wenn du mehr der Beach Potato bist und deine Füße lieber im Sand vergräbst, habe ich weiter unten noch ein paar Tipps für dich!

Einen Ausflug nach Marsaxlokk und zum St. Peter’s Pool kannst du übrigens wunderbar verbinden. Von der Strandpromenade in Marsaxlokk gehen auch Boote zum St. Peter’s Pool, sodass du nich mal mit dem Auto hinfahren musst. Der Weg ist nämlich zum Teil ein bisschen eng und es gibt viele Schlaglöcher. Solltest dich das nicht abschrecken, kannst du aber auch ruhig direkt dorthin fahren: Es einen recht großen Parkplatz zwei Minuten zu Fuß vom St. Peter’s Pool entfernt.

St Peters Pool

 

Blue Grotto

Die Blaue Grotto war für mich eines der Must Sees in Malta schlechthin. Für 8 Euro kannst du mit einem Boot reinfahren. Leider fuhren die Boote wegen schlechten Wetters nicht, als ich 2019 auf Malta war. Daher habe ich mich wie ein Keks darauf gefreut, das diesmal nachzuholen. Aber ich muss zugeben, meine Erwartungen wurden ein bisschen enttäuscht. Vielleicht lag es an der Tageszeit, aber leider gab es keinen Lichteinfall, der die Grotte schön blau leuchten ließ. Auf jeden Fall war die Grotto einfach nur schwarz und dunkel.

Blue Grotte Ablegestelle

Blue Grotto von oben

Mein Tipp: Mach Fotos von oben. Es gibt einen Viewpoint oberhalb der Blauen Grotte, von dem du schöne Fotos machen kannst. Die 8 Euro würde ich mir beim nächsten Mal sparen… Stattdessen kannst du lieber in eine coole Kajak-Tour zum Beispiel mit MC Adventure investieren.

 

Hagar Qim-Tempelanlage

Hagar Quim ist eine von fünf großen Tempelanlagen in Malta. Die über 3000 Jahre alten megalithischen Tempel wurden 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Seit 2009 ist Hagar Quim zum Schutz vor Witterungseinflüssen von einem Zelt überdeckt. Wenn du dich für Tempel und alte Geschichte interessierst, ist Hagar Qim definitiv ein Muss. Andernfalls kannst du auch einfach den Wanderweg ablaufen, der um die Tempelanlage herumführt.

Hagar Quim Tempelanlage

Hagar Quim

 

Dingli-Klippen

Die Dingli-Klippen sind eine Klippenformation an der Küste, die das Mittelmeer überblickt. Sie türmen sich bis 253 Meter hoch – und sind damit der höchste Punkt der maltesischen Inseln.

Barbara bei den Dingli Cliffs

Oberhalb der Dingli-Klippen befindet sich eine Kapelle und eine kuppelförmige Anlage. Das ist eine ehemalige Radarstation der Royal Air Force, die heute von der Flugsicherung genutzt wird.

Mein Tipp: Fahr nicht direkt zu den Klippen, sondern zum Dingli Cliffs Viewpoint. Von dort hast du einen tollen Blick über die Klippen. Und wenn du gerne wandern gehst, kannst du hier in der Gegend eine mega schöne Wanderung direkt am Rande der Klippen machen. Zwischen Migra I-Ferha (dort kannst du parken) und Il-Blata tal-Melh verlaufen kleine Trails. Zum Sonnenaufgang ist das Licht besonders schön und die Hitze nicht mehr so stark. Pass aber auf, dass du rechtzeitig vor der Dunkelheit zurück am Auto bist!

Barbara Wandern Malta

 

Ghar Dalam-Höhle

Għar Dalam ist Maltesisch (was übrigens eine Mischung aus Italienisch und Arabisch ist) und heißt Höhle der Finsternis. Dabei handelt es sich um einen natürlich entstandenen Hohlraum unter der Erde und er liegt im Südosten von Malta. Die Höhle ist bis zu 18 Meter breit, bis zu 8 Meter hoch und führt etwa 145 Meter weit in die Felsen hinein. Hier gibt es neben der Höhle selbst auch Fossilien zu bestaunen.

Ghar Dalam Cave

 

Katakomben

Hast du schon mal Katakomben besichtigt? Ich war schon in Palermo und in Rom in solchen unterirdischen Grabstätten, aber die in Malta schienen deutlich größer zu sein. Es gibt mehrere Katakomben in Malta, aber ich habe mir die in Rabat angeschaut, die mit 1,5 Quadratkilometern das größte Gräbersystem auf dem Archipel darstellen: Die St.Paul’s Katakomben, die um 350 ihren Ursprung fanden.

Katakomben Malta Rabat

Eingang Katakomben Rabat Malta

Die oberirdischen Eingänge sehen ein bisschen aus wie kleine Wachhäuser. Davon gibt es 30 an der Zahl, von denen allerdings nicht alle begehbar sind. Über Stufen geht es hinab in die Tiefe. Während der oberirdische Teil immer gleich aussieht, unterscheiden sich die unterirdischen Räume stark in ihren Ausmaßen, der Höhe, der Art der Gräber. Diese Unterschiede kannst du aber über eine Schautafel erkennen, sodass du immer weißt, was auf dich zukommt. Jede Katakombe hat übrigens für den Notfall einen Panikknopf.

Mein Tipp: Nachdem du in den Katakomben warst, empfehle ich dir noch einen Spaziergang durch die süße Altstadt von Rabat. Hier warten süße Straßen und eine schöne Kirche auf dich. Wenn du Richtung Mdina (nächster Punkt) läufst, solltest dir außerdem die frisch gebackenen Pastizzi im Is-Serkin nicht entgehen lassen. Pastizzi sind typisch maltesische Teigtaschen, die entweder mit Spinat oder Ricotta gefüllt sind. Sie sind ein bisschen fettig, aber super lecker. Außerdem kosten sie nur um die 50 Cent.

 

Mdina

Mdina war bis 1571 die Hauptstadt von Malta und blickt auf eine rund 3000-jährige Geschichte zurück. Die Stadt wurde nämlich bereits in der Bronzezeit gegründet. Früher war sie nicht nur das geografische, sondern auch kulturelle Zentrum der Insel. Ihren Spitznamen Silent CIty verdankt Mdina der Tatsache, dass die Bürger nach der Ernennung Vallettas zur neuen Hauptstadt nicht mehr hier leben wollten. So kehrte Ruhe in das rege Treiben von Mdina, auch wenn die Adelsfamilien und Geistlichen noch dort blieben. Heute hat die Stadt nur noch etwa 200 Einwohner. Diese dürfen zwar noch mit dem Auto in die Altstadt fahren, für alle anderen ist dies aber nicht erlaubt.

Mdina Malta

Stadttor Mdina Malta

So kannst du diese fotogene Altstadt zum Großteil ohne Autos genießen. Die Gässchen sind ideal zum Schlendern und die vielen bunten Türen laden zu schönen Fotos ein.

Mein Tipp: Komm möglichst früh, um den Massen zuvorzukommen. Nach deiner Tour empfehle ich dir den Schokokuchen im Fontanella: Er soll der beste Schokokuchen von Malta sein und du kannst ihn dir auf der Stadtmauer mit Blick in die Ebene gönnen.

Schokokuchen im Fontanella

 

Ghajn Tuffieha Viewpoint

Der Ghajn Tuffieha Viewpoint ist nur über Wanderwege erreichbar. Er liegt zwischen Riviera Bay und Karraba Bay. Rechts daneben liegt auch noch die Golden Bay. Zwischen diesen drei Buchten führen Wanderwege über atemberaubende Klippen zum Ghajn Tuffieha Viewpoint zu den Clay Cliffs. Vor allem im Sonnenuntergang bietet diese Szenerie geniale Fotomotive und einfach nur eine traumhafte Atmosphäre, um den Tag ausklingen zu lassen. Parken kannst du übrigens wunderbar hier: Parkplatz zwischen Golden Bay und Riviera Bay. Dann würde ich zum Ghajn Tuffieha-Turm. Von dort kannst du dann entweder zur Golden Bay runter, wieder zurück und zur Riviera Bay bzw. über die Wanderwege zu den Klippen.

Ghajn Tuffieha Viewpoint

Barbara Ghajn Tueffieha Viewpoint

Mein Tipp: Beach Potatoes kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Wanderer. Warum also nicht beides verbinden, den Tag am Strand verbringen und ca. zwei Stunden vor Sonnenuntergang loslaufen, um die Klippen in dem genialen Licht zu erleben? Aber Achtung! Du solltest genug Zeit einplanen, zum Auto zurückzukommen. Nach der Dämmerung noch in den Klippen rumzuturnen, kann sehr gefährlich sein!

 

Mellieha

Mellieha ist eine kleine Stadt im Norden der Hauptinsel Malta. Dort musst du auch definitiv durch, wenn du nach Gozo willst. Obwohl Mellieha echt klein ist, gibt es hier einiges zu entdecken:

Die Pfarrkirche Mellieħa ist im Barockstil mit traditionellem maltesischen Stein gebaut und aus dem 19. Jahrhundert. Die Kirche verfügt über fünf Glocken, die von Mailand nach Malta gebracht wurden. Die Hauptattraktion sind die fünf Gemälde des berühmten maltesischen Künstlers Giuseppe Calì. Ich persönlich finde sie vor allem von außen imposant.

Parish Church Mellieha

Der Red Tower heißt eigentlich St. Agatha’s Tower. Er wacht über die Bucht von Mellieħa. Er wurde als Kommunikationsposten an der Küste gebaut, um mit den Türmen auf Gozo in Kontakt zu bleiben. 30 Soldaten fanden hier Platz. Er bietet einen atemberaubenden Ausblick auf der einen Seite nach Gozo und auf der anderen über die Mellieha Bay.

Red Tower Malta

Dann gibt es auch noch den White Tower, der 1658 erbaut wurde. Er ist ebenfalls ein kleiner Wachturm mit Blick auf die Bucht von Armier. Er ist einer von 13 Wachtürmen, die unter der Herrschaft von Großmeister Martin de Redin zur Verteidigung der maltesischen Küste errichtet wurden. Im Jahr 2009 wurde er als Teil des Kulturerbes der Region an den Gemeinderat übergeben.

 

Popeye Village

Popeye Village liegt an der Küste bei Mellieha und ist ein kleines Dorf, das für den Popeye-Film mit Robin Williams in den 80er Jahren erbaut wurde. Das Filmset wurde nach Ende der Dreharbeiten nicht abgerissen, sondern als Touristenattraktion beibehalten. Hier warten  verschiedene Nachstellungen von Schauspielern. Strandeinrichtungen in der Anchor Bay, ein Kino und Restaurant. Der Eintritt ist gebührenpflichtig, Wenn du das Dorf nur anschauen möchtest, kannst du das von der anderen Seite der Bucht. Dort findest du einen der bekanntesten Fotospots der Insel.

Popeye Village Malta

 

Coral Beach & Devil’s Hole

Die letzte Sehenswürdigkeit auf Malta, die ich dir empfehlen möchte, ist der Coral Beach mit dem sogenannten Devil’s Hole. Dafür musst du an die nördlichste Spitze der Hauptinsel. Vorbei an mehreren, teils sehr vollen Sandstränden, gelangst du nach einiger Zeit an den Coral Beach. Der Felsenstrand mit Leiter, um ins Wasser zu kommen, war zumindest als ich dort war wie leer gefegt. Das Wasser war glasklar. Läufst du über die felsige Mondlandschaft weiter am Coral Beach vorbei, erreichst du bald das Devil’s Hole – ein natürlicher Pool, in den durch einen Tunnel das Meerwasser fließt. Es geht ziemlich weit tief nach unten, aber Abenteuerlustige stürzen sich dennoch in die Tiefe. Ich persönlich bin nicht die beste Schwimmerin und hätte mich das nie getraut und möchte dazu auch nicht ermutigen. Es ist auch einfach schön anzusehen und in dieser spektakulären Kulisse kannst du ein wenig auf den Felsen brutzeln.

Devils Hole Malta

Unterkunft in Malta

Die Frage nach der Unterkunft ist in Malta echt nicht leicht zu beantworten. Das Land ist zwar klein, aber da es ein Inselstaat ist, kannst du dir vielleicht vorstellen, dass du nicht unbedingt schnell von A nach B kommst. Von Marsxaxlokk im Süden zur Fährstation nach Gozo im Norden brauchst du eine gute Stunde. Allerdings ist das zum Großteil über die Autobahn, sodass du davon ausgehen kannst, dass du deutlich länger brauchst, wenn du ins Hinterland möchtest. Bedenke das also bei der Wahl deiner Unterkunft. Ich würde wahrscheinlich wieder zum Norden tendieren, wo ich nun schon zweimal untergekommen bin.

 

Hotel auf Malta

Während des ersten Teils meiner letzten Reise nach Malta war ich im Chapel 5 Palazzo Suites* in Naxxar. Das Boutique Hotel liegt im Landesinneren und ist mit Liebe zum Detail eingerichtet. Und es gibt gleich mehrere Pools, an denen du nach einem langen Tagesausflug relaxen kannst.

5 Chapel Suites

 

Airbnb in Malta

Als ich alleine unterwegs war, bin ich einmal in einem Airbnb in Saint Paul’s Bay* untergekommen und einmal in einem Hotel in Mellieha*. Beides fand ich von der Lage gut zum Erkunden. St. Julian* ist besonders empfehlenswert, wenn du der Partytyp bist. Hier findest du auch die ganzen Sprachschulen, sodass das Publikum hier jung und voller Elan ist.

 

Fortbewegung in Malta

Bei meinen zwei Reisen nach Malta hatte ich jeweils einen Mietwagen. Allerdings habe ich auch schon häufig gehört, wie einfach es ist, Malta mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen. Ich selbst bin nur einmal mit dem Bus in Malta gefahren und das war, um den Mietwagen abzuholen. Hier meine detaillierten Tipps zur Wahl des Transportmittels:

 

Mietwagen in Malta

In Malta herrscht Linksverkehr. Das ist – genauso wie die Tatsache, dass in Malta so gut wie jeder Englisch spricht – ein Überrest aus der britischen Kolonialzeit. Nicht jeder kann und möchte sich darauf einstellen, auf der anderen Seite Auto zu fahren. Daher solltest du dir genau überlegen, ob du dir einen Mietwagen holst oder nicht. Solltest du dich für einen Mietwagen entscheiden, kannst du bei billiger-mietwagen* Preise vergleichen und dir dort direkt einen Mietwagen für Malta reservieren. Mein Tipp ist, dass du dich in der Preiskategorie um die 15€/Tag bewegst und am besten auch eine der bekannten Autovermietungen wählst. Es gibt zwar auch günstigere Anbieter, aber du willst ja nicht in irgendeiner dubiosen Garage landen, wo man dir einen merkwürdigen Vertrag für ein verbeultes Auto vorlegt, oder? Die kleinste Kategorie reicht übrigens vollkommen, da die Straßen teilweise sehr eng sind.

Auto mieten Malta

 

Öffentliche Verkehrsmittel in Malta

Für alle, die sich einen Mietwagen mit Linksverkehr nicht zutrauen: Du kommst auch mit Bussen so ziemlich überall hin. Ein Ticket kostet nur 2€ (bzw. im Winter sogar nur 1,50€), sodass du so günstig die Insel bereisen kannst. Allerdings musst du dann damit rechnen, von der Bushaltestelle zu deinem eigentlichen Ziel noch ein Stück zu Fuß zurückzulegen. Das kann gerade im Sommer sehr anstrengend sein, wenn du in 35 Grad zerläufst. Da ist ein Auto mit Klimaanlage schon deutlich angenehmer. Für mehr Infos zum lokalen Bustransfer und den Tickets gibt es hier: Malta Public Transport.

 

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf der Reise nach Malta hatte ich den Osprey Sojourn 60* dabei, meinen größten Koffer, in den ich wirklich alles reinbekomme.

Mein Hauptrucksack ist seit knapp zwei Jahren der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

Dazu nutze ich momentan mit Vorliebe den Elias von Johnny Urban aus recycletem Altplastik. Der ist zwar klein, aber es geht erstaunlich viel rein und für Tagesausflüge ist das mehr als ausreichend. Außerdem finde ich, er sieht total super aus.

Barbara mit Johnny Urban Rucksack

 

Kleidung und Schuhe

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Sneaker sind beispielsweise diese hier: Walkingschuhe New Feel*. Die hatte ich auch bei meiner Fototour in Monreal an. Auch für Wanderungen mag ich meine Schuhe von Decathlon: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Neben Wanderausrüstung findest du dort auch Ausrüstung sowie Kleidung und Schuhe für alle möglichen sportlichen Akitvitäten. Ich finde das wirklich praktisch und bin dort Stammkäuferin.

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit zu Malta Sehenswürdigkeiten

Wie bereits zu Beginn des Blogposts erwähnt, hat Malta eine unglaubliche Fülle an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Egal ob du mehr der Typ für Städtereisen, Kultur- oder Strandurlaub bist, hier kannst du dich ganz problemslos eine Woche aufhalten, ohne dass es langweilig wird. Auch Aktivurlauber kommen auf ihre Kosten.

Ich habe eine gute Mischung aus allen Kategorien unternommen und habe das nicht bereut. Obwohl ich schon zweimal in Malta war, kann ich ziemlich sicher sagen: Ich komme nochmal wieder!

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit Unterstützung von Visit Malta entstanden. Ich war zu drei Tagen auf Pressereise eingeladen. Die übrige Zeit habe ich die Kosten selbst getragen. Meine Meinung ist von dieser Zusammenarbeit unbeeinflusst.

PPS: Alle mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate Links!

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Monreal in der Eifel – Tagesausflug ins romantische Eltztal

Monreal in der Eifel – Tagesausflug ins romantische Eltztal

Monreal in der Eifel – Tagesausflug ins romantische Eltztal

Letzte Woche war ich zum ersten Mal in der Eifel. Monreal war das Ziel – ein kleines Örtchen mit nicht einmal 800 Einwohnern, das gleichermaßen schön wie bezaubernd ist. Kein Wunder: Hier scheint die Zeit vor ein paar Hundert Jahren stehengeblieben zu sein. Die alten Fachwerkhäuser sehen aus wie aus dem Bilderbuch und nicht nur eine, sondern gleich zwei Burgruinen thronen auf ihren Hügeln unweit des Dorfes. So eine Idylle habe ich selten gesehen. Daher habe ich sofort ja gesagt, als mein Bekannter Jan (@jan_wehnert bei Instagram) mich gefragt hat, ob ich ihn dorthin auf eine Fototour begleiten würde. Mit dabei war außerdem Sven (@sky.pix2016 bei Instagram).

Anreise nach Monreal

  • Mit Bus und Bahn: Monreal liegt an der Bahnlinie RB 23 der Lahn-Eifel-Bahn. Sie fährt täglich einmal pro Stunde. Für Ticketpreise schau am besten direkt auf der Seite des Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) nach. Aus Gerolstein kommend, bist du unter der Woche schneller, wenn du den Regionalbus nimmst und in Ulmen umsteigst. An Wochenenden in der Saison fährt die Vulkaneifel-Bahn (Sonderfahrkarte notwendig, weil privater Sonderzug, erhältlich beim Schaffner in den Zügen. Wenn du dein Fahrrad mitnehmen möchtest, musst du das reservieren).
  • Mit dem Auto: Sowohl die A48 als auch die A61 liegen in der Nähe und von dort kannst du Monreal gut erreichen. Parkplätze gibt es entlang der Hauptstraße.
  • Mit dem Fahrrad: Es gibt auch Fahrradwege in der Umgebung. Allerdings geht es hier viel auf und ab und du musst mit starken Steigungen rechnen.

Wir sind mit dem Auto angereist und ich war vom ersten Moment an verzaubert! Das war mein erster Eindruck von Monreal und mein erster Blick auf die Löwenburg:

Löwenburg im Hintergrund, Monreal im Vordergrund

 

Monreal

Monreal liegt im schönen Vulkanland Eifel. Mit nicht einmal 1000 Einwohnern kann man hier wohl von einer sehr kleinen Gemeinde reden. Der Ort liegt im Eltztal und der Eltzbach fließt durch ihn hindurch.

Wenn du eine Führung buchen oder Informationen erhalten möchtest, kannst du das auf der Homepage von Monreal tun. Ansonsten kannst du einfach selbstständig durch die süßen Gassen streifen und zu den zwei Burgen, die über der Stadt thronen, wandern.

Alte Brücke Monreal in der Eifel

Stiefmütterchen in Monreal als Dekoration vor einem Haus

Monreal – Dekoration an einem Hauseingang

 

Die fast 1000-jährige Geschichte von Monreal

Auch wenn die ältesten Spuren einer Siedlung in Monreal aus vorchristlicher Zeit stammen, wurde der Ort erst im 12. Jahrhundert als Cunisberch (Königsberg) erwähnt. Im folgenden Jahrhundert ging Monreal in die Besitzungen der Grafschaft von Virneburg über. Der damalige Name Königsberg wurde ins Französische übertragen, wie es sich zu dieser Zeit schickte. Monroial war geboren und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zum heutigen Monreal.

Um das Jahr 1220 begann der Bau der Löwenburg, die auch Burg Monreal genannt wird, da sie deutlich größer ist als die später gebaute Philippsburg. Hermann III. von Virneburg begann mit den Arbeiten, obwohl ihm die nötigen Genehmigungen und Rechte über den Grund fehlten, da diese eigentlich seinem Bruder Philipp gehörten. Er sah dies als politischen Schachzug, um seine Grafendynastie zu stärken, da der Stammsitz der Familie – die Virneburg – zu weit weg von wirtschaftlichen Zentren lag. Sein Plan ging auf. 1306 erhielt Monreal das Stadt- und Marktrecht, wonach jeden Montag ein Wochenmarkt abgehalten werden durfte.

Da Monreal zum Gebiet es Erzstifts Trier gehörte, fiel der Besitz nach dem Tod des letzten Grafen von Virneburg im Jahre 1545 an Trier. Der Kurfürst von Trier setzte einen Amtmann ein, anstatt das Lehen neu zu vergeben und wurde später mit dem Amt Obermayen zusammengeführt.

Im 17. Jahrhundert wurde Monreal gleich zweimal zerstört: Einmal 1632 von schwedischen Truppen und dann 1689 von französischen während des Pfälzer Erbfolgekriegs. Zur gleichen Zeit entdeckte man in Monreal die Tuchindustrie für sich, was den Wohlstand in die kleine Stadt brachte. Davon zeugen die Fachwerkhäuser noch heute. Allerdings fand diese Hochphase in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein jähiges Ende, da die Tuchmacher mit der internationalen Konkurrenz nicht mehr mithalten konnten. In der Folge verarmte Monreal.

 

Monreals charmante Altstadt

Die Erholung der Stadt kam in den 1930er Jahren, als die Menschen begannen den Reiz der Eifel zu sehen und Monreals charmante Altstadt mit den hübschen Fachwerkbauten zu einem Ausflugsziel wurde. Ich kann es absolut nachvollziehen, da es wirklich eine romantische Altstadt ist. Das Städtchen liegt im Tal, wird vom Eltzbach durchflossen und die beiden Hälften werden von drei alten Brücken verbunden.

Blick von der alten Brücke Monreal – Langzeitbelichtung

Blick auf die alte Brücke Monreal

Monreal – Langzeitbelichtung vom Eltzbach Richtung alte Brücke

Nicht nur die märchenhaften Fachwerkhäuser kannst du hier bewundern, sondern auch die spätgotische Steinmetzkunst, die sich unter anderem auf den Brücken präsentiert. So zum Beispiel auf der mittleren Elzbrücke: hier erwartet dich das Löwendenkmal. Diese vier Löwen standen zunächst vor den Toren der Burg Monreal, um sie zu bewachen. Aus diesem Grund erhielt sie ihren Namen – die Löwenburg. Hier ist einer von ihnen:

Löwe auf der alten Brücke in Monreal

Monreal bietet dem Besucher einen kleinen Einblick in die oben beschriebene Geschichte. Es waren turbulente Jahrhunderte und hier erwachen sie zum Leben. Um dies zu veranschaulichen, wurden 2003/2004 in ganz Monreal Hinweistafeln angebracht.

 

Die Löwenburg und die Philippsburg

Von Monreal führt ein Weg hinauf zu den beiden Burgen, der Löwenburg und der Philippsburg. Du kannst ihn eigentlich nicht verfehlen, da er erstens ausgeschilder ist, und zweitens Monreal wirklich klein ist.

Zu den Burgen – Schild in Monreal

Gleise und Löwenburg im Hintergrund

Die Löwenburg liegt rechts und ist eine sogenannte Spornburg, das ist der in Deutschland am weitesten verbreitete Stil von Höhenburgen. Es bedeutet, dass die Burg nicht auf dem Gipfel, aber steil über dem Tal auf einem Bergsporn liegt. Sie ist die größere der beiden und schon ein kleines Highlight des ganzen Ausflugs. Das ist der Blick auf die Löwenburg, wenn du an der Philipsburg stehst:

Loewenburg und Lensball von der Philippsburg aus fotografiert

Du kannst sie in Ruhe erkunden und auch hier finden sich Hinweistafeln, sodass du immer weißt, was die Türme und Mauern einmal gewesen sind. Denn so ganz von allein erschließt sich das nicht, wenn du nicht zufällig Mittelalterexperte bist.

Auf der Löwenburg Monreal

Besonders gut hat mir gefallen, dass der Turm begehbar ist. Dafür solltest du entweder eine Taschenlampe haben oder dein Handy als solche verwenden. Weit ist es aber nicht und so kam ich nur ganz leicht außer Atem oben an. Die Mauern sind ganz schön dick, sodass ich persönlich den Ausblick eher mittelmäßig fand. Trotzdem liebe ich es, an solchen Orten zu stehen und mir zu überlegen, wie es den Menschen, die hier gelebt haben, wohl ergangen ist. Was sie gedacht haben. Was mir die Mauern für Geschichten erzählen würden, wenn sie sprechen könnten.

Blick von der Löwenburg auf Monreal

Von der Löwenburg hast du auch einen guten Blick auf die Philippsburg. Sie wurde ebenfalls im 13. Jahrhundert errichtet und wurde aufgrund ihrer geringeren Größe im Volksmund Rech genannt – Reh.

Philippsburg Monreal – Blick von der Löwenburg

Warum die zweite Burg überhaupt erbaut wurde, ist unklar: Eine These besagt, dass sie als Vor- bzw. Außenwerk der Löwenburg erbaut wurde. Es gibt aber auch eine lokale Überlieferung, nach der die Burg eine Art Antwort von Philipp an seinen Bruder Heinrich gewesen sei, der die Löwenburg ja unerlaubt auf dem Grundstück des Bruders erbaut hatte. Mir persönlich erschließt sich das nicht so ganz, warum diese „Antwort“ weniger imposant sein soll als das Original. Aber ich bin ja auch kein mittelalterlicher Graf…

Im 14. sowie 15. Jahrhundert wurde die Anlage weiter ausgebaut und diente mehrfach als Witwensitz der Grafenfamilie. Im 16. Jahrhundert war Monreal bereits die Stammburg der Familie und hatte die Virneburg als Hauptsitz abgelöst.

Die Philippsburg lohnt vor allem deswegen einen Besuch, weil du von ihr einen tollen Blick auf das gesamte Panorama hast und der Turm nach oben offen ist. Du kannst also ganz coole Fotos in die Höhe machen.

Loewenburg und Monreal von der Philippsburg aus fotografiert

 

Traumpfade

In der Region Rhein-Mosel-Eifel gibt es die sogenannten Traumpfade. Dabei handelt es sich um gut beschilderte Premiumwanderwege. Auch durch Monreal führt ein solcher Traumpfad: Der Monreale Ritterschlag, zu dem ich unten mehr schreibe, auch wenn ich ihn leider noch nicht selbst gehen konnte.

 

Traumpfade Eifel

Das Vulkanland Eifel ist heute ein grünes und fruchtbares Land. So ist der Beiname „grünes Herz Europas“ entstanden. Ausflüge in dieser Region sind nicht nur etwas für Naturfreunde, sondern bieten auch eine Reise in längst vergangene Tage: Spitze Bergkegel, geologische Formationen und der Kratersee Laacher See bezeugen die Vergangenheit als Vulkanlandschaft.

Hier sind ein paar der Traumpfade Eifel, die zum Wandern einladen:

 

Monrealer Ritterschlag

Der knapp 14 Kilometer lange Wanderweg gehört zu den Traumpfaden Eifel, geht direkt durch Monreal und führt über die Burgen. Auf meiner Bucket List steht er definitiv und sobald ich ihn gelaufen bin, erfährst du es hier auf Barbaralicious als erstes!

Die Highlights des Monrealen Ritterschlags sind:

  • Monreal mit seiner charmanten Altstadt
  • Die Bachtäler der Elz und Thürelz
  • Waldschluchten- und Bergrückenpfade
  • Das Panorama der Eifel
  • Die Philippsburg und Löwenburg

 

Traumpfädchen Rhein-Mosel-Eifel

Wenn dir diese Touren zu lang sind, kannst du auch einen der Traumpfädchen laufen. Diese sind nur zwischen drei und sieben Kilometer lang und damit in maximal zwei Stunden zu laufen. Sie eignen sich super, um neben der kleinen Wanderung auch noch andere Highlights der Region – wie Monreal oder die Burg Eltz, um zwei Beispiele zu nennen – zu erkunden.

 

Meine Ausstattung

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Wanderschuhe sind beispielsweise diese hier: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Generell empfehle ich dir, falls du regelmäßig Wanderungen oder Outdoor-Touren unternimmst, dir ein paar entsprechende Kleidungsstücke und Schuhe zuzulegen. Im Notfall reichen aber auch normale Turnschuhe, solange diese dir guten Halt bieten und du damit klarkommst, wenn sie gegebenenfalls dreckig werden. Das kann bei Wanderungen wie der in der Margarethenschlucht schneller passieren, als du gucken kannst.

Wanderschuhe von Decathlon

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit

Ich muss gestehen, dass ich von Monreal noch nie etwas gehört hatte. Da ich mich aber über Fototouren mit meinem Kumpel Jan immer freue und er ein gutes Händchen für die Auswahl cooler Locations hat, wäre ich nicht einmal auf die Idee gekommen, nein zu sagen. Und das war goldrichtig! Monreal war einfach entzückend und wir hatten eine tolle Tour.

Barbara in Monreal

Warst du schon einmal in Monreal? Bzw. hast du schon einmal von dem romantischen Ort in der Eifel gehört?

 

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Wandern auf dem Katzenbuckel – Der Weg der Kristalle

Wandern auf dem Katzenbuckel – Der Weg der Kristalle

Wandern auf dem Katzenbuckel – Der Weg der Kristalle

Da es mich in den letzten Wochen viel in den Odenwald gezogen hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich eine Wanderung auf dem Katzenbuckel unternehmen würde. Der Katzenbuckel ist der höchste Berg im Odenwald und mehrere Wanderwege führen über seinen Gipfel. Noch auf dem Plan habe ich den Katzensteig, aber heute stelle ich dir zunächst einmal den Weg der Kristalle vor. Diese Wanderung ist kurz und schmerzlos, aber deswegen nicht minder schön.

Der Katzenbuckel

Der höchste Berg im Odenwald – der Katzenbuckel – liegt im Dreiländereck zwischen Hessen, Baden-Württemberg und Bayern und ist eigentlich ein erloschener Vulkan. Sein Schlot hat einen Durchmesser von fast 1000 Metern. Mit 626 Metern thront er in der Buntsandsteinhochfläche des Odenwald und sticht durch seine leicht wiederzuerkennende Form aus der Umgebung heraus. Bei Waldkatzenbach gelegen, befindet er sich im badischen Odenwald. Auf dem Gipfel steht der Aussichtsturm mit dem gleichen Namen.

Katzenbuckel Infotafel

 

Wie ist der Katzenbuckel eigentlich entstanden?

Vor rund 60 Millionen Jahren ist der Katzenbuckel ausgebrochen, was vermutlich durch eine Wasserdampfexplosion bei der Berührung von Magma und Grundwasser sehr explosiv war. Darauf deuten Tuffe und kleine vulkanische Bomben hin. Heute sind weder Einsturztrichter noch Krater sichtbar. Die Annahme beruht also rein auf geologischen Funden.

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert wurde das vulkanische Gestein in zwei Steinbrüchen abgebaut: Dem Gaffstein und dem Michelsberg. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts war jedoch bereits nur noch ein Steinbruch in den Karten zu finden: Der Gaffstein war dem Abbau zum Opfer gefallen. 1970 führte eine Sprengung dazu, dass die Arbeiten auch am zweiten Steinbruch eingestellt wurde: Grundwasser war in den Steinbruch Michelsberg getreten und der Katzenbuckelsee entstand.

 

Woher kommt der Name des Katzenbuckel?

Es gibt verschiedene Erklärungen, von der jedoch keine gesichtert ist.

  1. Die naheliegendste Erklärung ist, dass die Form des Berges an den Rücken einer Katze erinnert.
  2. Eine andere Vermutung ist die, dass der Name sich etymologisch von den Chatten ableitet. Sie hatten einst ihr Hauptsiedlungsgebiet in Nord- und Mittelhessen und ihr Name lebt im benachbarten Bundesland Hessen weiter, das nur drei Kilometer vom Katzenbuckel entfernt liegt.

 

Der Weg der Kristalle

Für deine Wanderung auf dem Lehrpfad solltest du möglichst einen Tag mit gutem Wetter wählen, da auf dem Gipfel des Katzenbuckels ein Aussichtsturm steht, der dir einen hervorragenden Rundumblick gestattet. Aber eben nur bei gutem Wetter. Hier zunächst einige Fakten kurz und knapp im Überblick:

Gesamtlänge

2,4 Kilometer

Dauer

1 Stunde
)

Höhenmeter

144 Meter

Höchster Punkt

626 Meter

Der Startpunkt an der Turmschenke / Villa Katzenbuckel

Bis zum 1. Januar 2020 war der Gastronomiebetrieb am Katzenbuckel in Händen der Familie Geier. Während der 65 Jahre wurde die Turmschenke zu einem beliebten Ort der Einkehr im Odenwald. Seit dem 18. Mai 2020 ist er nun unter neuer Führung und mit neuem Namen wieder geöffnet: Die Villa Katzenbuckel erwartet Gäste mit Odenwälder Spzialitäten. Das Restaurant ist gleichzeitig, Lounge, Bar und Hotel.

Hier gibt es einen Parkplatz, von dem aus du dich in das kurze Abenteuer stürzen kannst. Zwei große Tafeln markieren den Beginn des Wegs der Kristalle.

Infotafel Weg der Kristalle

 

Weg der Kristalle

 

Der Katzenbuckelsee

Nach einem kurzem Marsch kommst du an den Katzenbuckelsee. Dieser ist wie oben im Abschnitt über die Entstehung des Katzenbuckel beschrieben durch eine Sprengung in dem früheren Steinbruch entstanden. Grundwasser ist in den Steinbruch getreten, wonach dieser verlassen wurde. Du kannst den See durch die Bäume erahnen, aber leider kommt man auf dem Weg der Kristalle nicht nah genug ran, um ein gutes Foto zu machen. Die Bäume sind auch sehr dicht gewachsen. Wenn du an den See möchtest, kannst du es versuchen, indem du den Weg selbst verlässt.

Während du den See zur Hälfte umrundest, kommst du an mehreren Erklärtafeln vorbei, die Informationen zur Entstehung des Katzenbuckel und zu den Mineralien geben. So erhält die Wanderung einen informativen Aspekt und wird zu einer Reise in die Erdgeschichte. Du kannst aber natürlich entscheiden, wie viele Hintergrundinfos du haben möchtest.

Weg der Kristalle Infotafel

 

Der Aussichtsturm Katzenbuckel

Wenn du den See hinter dir lässt, dauert es nicht mehr lange, bis du den alten Turm zwischen den Bäumen erkennen kannst. Verwechsle ihn aber nicht mit der Sprungschanze der 1949 gegründeten Skizunft Eberbach. Die Skischanze ist geschlossen und darf nicht betreten werden.

Wandern auf dem Katzenbuckel

Aussichtsturm Katzenbuckel

Der Aussichtsturm hingegen ist ein 18 Meter hoher Steinturm, der 1820 erbaut wurde. Der Rundturm ist aus Buntsandstein – genauso wie dieser Teil des Odenwald. Oben angekommen, hast du einen hervorragenden Weitblick auf den Taunus, den Spessart und sogar bis in die Rhön.

Panorama Aussichtsturm Katzenbuckel

Auf dem Aussichtsturm des Katzenbuckel

Vom Aussichtsturm ist es nur noch ein Katzensprung zurück zur Villa Katzenbuckel. Auf dem Weg dorthin hast du einen tollen Ausblick auf Waldkatzenbach und kannst auf Bänken am Waldrand den Moment genießen.

Auf dem Katzenbuckel

Aussicht Katzenbuckel

In der Villa Katzenbuckel kannst du nach Lust und Laune einkehren und den Tag in Ruhe ausklingen lassen.

 

Ideen für Aktivitäten in der Nähe

Der Reiterhof Pan Perdu

Ganz in der Nähe des Katzenbuckel liegt der Reiterhof Pan Perdu. Hier habe ich kürzlich ein ganzen Wochenende verbracht (ein eigenständiger Beitrag folgt!) und kann ihn dir sehr empfehlen, falls du Tiere so liebst wie ich und den Odenwald gern mal von einem Pferderücken erkunden möchtest. Die Vierbeiner sind elegant und sanftmütigen und bescheren dir mit Sicherheit einzigartige Erlebnisse, wenn du dafür offen bist.

 

Die Katzenbuckel-Therme

Alternativ kannst du auch deinem Körper eine Pause gönnen: In der Katzenbuckeltherme warten mehrere Schwimmbecken, ein Ruhebereich und eine Saune. Der Besuch hier lässt sich perfekt mit einer Wanderung verbinden. Stell aber sicher, dass sie auch geöffnet hat! Während ich diese Zeilen schreibe, ist sie noch wegen Corona geschlossen.

 

Wandern in der Region

Zum Wandern im Odenwald habe ich bereits einen eigenen Beitrag geschrieben. Ausführliche Berichte habe ich zusätzlich vom Felsenmeer und von der Margarethenschlucht geschrieben.

Wenn du gerne wandern gehst und die umliegenden Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir den Pfälzerwald, den Spessart oder den Taunus anzuschauen. Zu diesen Regionen werden Blogposts folgen. Bisher kann ich dich außerhalb des Odenwalds leider nur auf meinen Blogpost zum Staufen im Taunus verweisen.

 

Städtetrips in der Region

Solltest du einen Städtetrip in diesem Teil Deutschlands machen wollen, lege ich dir die folgenden Städte ans Herz:

  • Aschaffenburg: Aschaffenburg trägt den Beinamen Tor zum Spessart. Neben den (zum Teil sehr fotogenen) Sehenswürdigkeiten wie dem Aschaffenburger Schloss, die die Stadt selbst zu bieten hat, bist du von hier außerdem flugs im Wald und kannst dich auf vielen Wanderwegen austoben.
  • Heidelberg: Heidelberg liegt direkt am Neckar und bietet mit dem Fluss, der Altstadt und dem Schloss auf dem Berg eine malerische Kulisse. Auch hier findest du die ideale Mischung aus Stadt und Land.
  • Lohr am Main: Das erste Mal wurde Lohr am Main 1295 urkundlich erwähnt und ist allgemein als Schneewittchenstadt bekannt. Dass das Mädchen, das wegen ihrer Schönheit getötet werden sollte, Lohrerin war, ist zwar nicht belegt, jedoch durchaus möglich. Die Gebrüder Grimm lebten unweit von Aschaffenburg, in Hanau, und auf ihrem Weg Richtung Bremen kamen sie auch im Spessart vorbei, sodass sie von der Stadt Lohr inspiriert worden sein könnten.
  • Mannheim: Die Quadratestadt ist zu jeder Zeit einen Besuch wert. Ob drinnen oder draußen, hier gibt es immer was zu tun oder zu erleben.
  • Michelstadt: Die historische Altstadt mit dem bekannten Rathaus und den Fachwerkhäusern ist einfach zauberhaft. Mein Tipp: Mach eine Fototour zum Sonnenaufgang, wenn du die Kopfsteinpflasterstraßen ganz für dich allein hast! In der Nähe von Michelstadt gibt es unheimlich viele Wanderwege, sodass dir sicher nicht langweilig wird.
  • Miltenberg: Die Kleinstadt in Unterfranken liegt zwischen Odenwald und Spessart und ist ein wahres Kleinod. Die Altstadt ist malerisch und sogar Startpunkt mehrerer Wanderwege. Die Mildenburg und das Museum der Stadt Miltenberg bietet den Kulturinteressierten unter uns die Möglichkeit, ihren Wissensdurst zu löschen.

 

Meine Ausstattung

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Wanderschuhe sind beispielsweise diese hier: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Generell empfehle ich dir, falls du regelmäßig Wanderungen oder Outdoor-Touren unternimmst, dir ein paar entsprechende Kleidungsstücke und Schuhe zuzulegen. Im Notfall reichen aber auch normale Turnschuhe, solange diese dir guten Halt bieten und du damit klarkommst, wenn sie gegebenenfalls dreckig werden. Das kann bei Wanderungen wie der in der Margarethenschlucht schneller passieren, als du gucken kannst.

Wanderschuhe von Decathlon

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit

Ich bin wahnsinnig gerne in der Natur unterwegs, aber für mich muss es keine Tageswanderung sein. Daher hat mir der Weg der Kristalle auf dem Katzenbuckel sehr gut gefallen. Quick and dirty, wie man so schön auf Neudeutsch sagt, ist der Weg recht schnell gewandert und hat aber mit dem Turm und Aussicht trotzdem ein tolles Highlight. Außerdem hast du so mehr Zeit zum Genießen…

Warst du schon einmal auf dem Katzenbuckel?

 

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DIE MARGARETHENSCHLUCHT

Die Margarethenschlucht – Der höchste Wasserfall im Odenwald

Die Margarethenschlucht – Der höchste Wasserfall im Odenwald

Die Margarethenschlucht – Der höchste Wasserfall im Odenwald

Wenn Corona für mich etwas Positives hatte, dann dass ich nun meine eigene Heimat besser kennenlerne! Während ich bis vor wenigen Monaten nicht eine einzige Wanderung in Deutschland unternommen hatte, bin ich nun mit an die 20 ganz gut dabei, glaube ich. Diese Wanderungen möchte ich natürlich sehr gerne mit dir teilen. Damit habe ich schon vor ein paar Wochen mit meinem Blogpost zum Felsenmeer begonnen, dann mit meinem Blogpost zum Wandern im Odenwald weitergemacht und heute kommt mein dritter Post zu einer Wanderung in dieser schönen Region: zur Margarethenschlucht, in der der höchste Wasserfall des Odenwalds wartet.

Die Margarethenschlucht

Der Wanderpfad in der Margarethenschlucht ist eine Reise durch die Geschichte der Erde. Infotafeln stehen bereit, um über die Hintergründe zur Entstehung der Schlucht zu berichten und zum Beispiel auf Besonderheiten der Flora und Fauna aufmerksam zu machen. So wird beispielsweise erklärt, dass das feuchte Klima dafür sorgt, dass hier viele Farngewächse zu finden sind und Feuersalamander in der Umgebung des Flursbach leben. Leider habe ich keinen gesehen, auch wenn ich besonders aufmerksam Ausschau gehalten habe, nachdem ich das Schild gesehen hatte. Hinunter zu schauen rate ich dir aber alle mal – egal, ob du Feuersalamandern auf der Spur bist oder nicht. Denn es besteht durchaus Stolpergefahr in der teilweise engen Schlucht.

In der Schlucht wartet außerdem der höchste Wasserfall des Odenwalds, der sogar einer der höchsten in ganz Deutschland ist! Über 110 Meter fällt das Wasser des Flursbachs immer wieder in kleineren Kaskaden. Die höchste ist 10 Meter. Der Berg trägt übrigens den Namen Gickelberg.

 

Der Startpunkt in Neckargerach

Neckargerach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort in herrlicher Lage, nämlich im Naturpark Neckartal-Odenwald und dem Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald. Erholungssuchende finden hier – zwischen Heidelberg und Heilbronn – eine ideale Mischung aus Wasser, Wiesen und Wäldern.

Der Startpunkt selbst ist der Bahnhof dieser Perle. Das ist super praktisch, weil du entweder mit dem Auto anfahren und dort parken kannst (so wie ich, die ich aus Frankfurt komme und eine relativ lange Anfahrt habe) oder, wenn du aus der Umgebung kommst, mit der Bahn. Allerdings fand ich den Bahnhof ein bisschen schwer zu finden: Ich hatte in mein Navi nur Bahnstraße eingegeben. Da es aber noch einmal um eine Ecke geht und das Schild zum Bahnhof sehr ausgeblichen ist, bin ich erst zweimal gerade aus gefahren. Alternativ findest du auch auf der Seite, auf der ich zunächst war, ein Park & Ride.

Auf welchem der beiden P&R du auch parkst, überall stehen Schilder, die besser in Schuss sind als die zum Bahnhof. Den Weg zur Schlucht zu finden, ist daher definitiv kein Problem. 

Margarethenschlucht Beschilderung

 

Die Wanderung

Für deine Wanderung solltest du möglichst einen trockenen Tag wählen, da es in der Schlucht rutschig werden kann. Hier zunächst einige Fakten kurz und knapp im Überblick:

Gesamtlänge

4 Kilometer

Dauer

2 Stunden

)

Höhenmeter

281 Meter

Höchster Punkt

291 Meter

Nach zehn bis fünfzehn Minuten Laufens eröffnet sich dir ein fantastischer Blick ins Neckartal. Der Neckar windet sich in einer ziemlich perfekten Schleife um den Zwerrenberg. Das ist ein hervorragender erster Fotospot!

Ausblick ins Neckartal

Dann erreichst du den Eingang zur Schlucht. Ein Schild warnt hier, dass das Betreten auf eigene Gefahr ist, Rutschgefahr besteht und auch, dass gerade jetzt in Zeit von Corona, der Mindestabstand nur schwer einzuhalten ist. Daher möchte ich dich an dieser Stelle bitten, besonnen zu handeln und in dieser Zeit definitiv nicht zu drängeln. Das sollte man natürlich nie, aber aktuell ist nun einmal noch mehr Solidarität gefragt als sonst.

Es dauert nicht lang, da kannst du einen ersten Blick auf den höchsten Teil des Wasserfalls sehen.

Der Wasserfall in der Margarethenschlucht

Der Wasserfall ist wirklich ein atemberaubender Anblick. Du solltest unbedingt eine Kamera dabei haben, um die Tour festhalten zu können. Es ist beeindruckend, wie sich das Wasser seinen Weg ins Tal bahnt und vor meinen Augen auf die Steine plätschert.

Der Wasserfall in der Margarethenschlucht

Ich dachte schon fast, das wäre es gewesen, aber dann stellte sich heraus, dass der Margarethenschlucht-Pfad wirklich durch die Schlucht hindurch und immer wieder über den Flursbach hinüber verläuft. So geht es eine Weile hin und her. An den Felsen finde sich teilweise Drahtseile, an denen du dich festhalten kannst, wenn die „Stufe“ mal etwas hoch ist. Immer wieder erklären die oben erwähnten Infotafeln verschiedene Belange und so wird die Wanderung nochmal zusätzlich kurzweilig.

Farngewächs in der Margarethenschlucht

Der Wasserfall in der Margarethenschlucht

Bis auf eine Stelle ganz am Anfang, an der du links abbiegen musst, um dem Bachlauf weiter zu folgen, kannst du den Weg wirklich nicht verfehlen.

Um ganz sicher zu sein, würde ich aber dennoch empfehlen, dass dir Outdooractive oder Komoot herunterlädst. Beide sind als App verfügbar und dort kannst du die gpx-Daten laden. Dann kannst du dich wirklich nicht verlaufen. Hier kannst du meiner Tour auch einfach folgen:

Meine Tour auf Outdooractive

Prinzipiell denke ich, solltest du trockenen Fußes den Bach überqueren können. Zumindest solange du griffige Schuhe anhast und nicht ausrutschst. Aber das hängt wahrscheinlich auch davon ab, wie viel Wasser der Bach führt. Weiter unten empfehle ich dir noch meine Wanderschuhe, die im Notfall sogar wasserfest sind.

Die Schlucht selbst ist rund zwei Kilometer lang. Oben angekommen, geht es in einem kleinen Schlenker zurück nach Neckargerach. Dabei kommst du noch an einem Wildtiergehege und einem weiteren Gehege mit Ziegen vorbei.

Ziegen nahe der Margarethenschlucht

Nach etwa 1,5 Kilometern trifft der Weg dann wieder auf Pfad, von dem du gekommen bist. Rechts herum geht es schnurstracks zurück zum Ausgangspunkt – dem Bahnhof von Neckargerach.

 

Weitere Ausflugsziele in der Nähe

Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir den Pfälzerwald, den Spessart oder den Taunus anzuschauen. Zu diesen Regionen werden Blogposts folgen. Bisher kann ich dich außerhalb des Odenwalds leider nur auf meinen Blogpost zum Staufen im Taunus verweisen.

Solltest du einen Städtetrip in diesem Teil Deutschlands machen wollen, lege ich dir die folgenden Städte ans Herz:

  • Aschaffenburg: Aschaffenburg trägt den Beinamen Tor zum Spessart. Neben den (zum Teil sehr fotogenen) Sehenswürdigkeiten wie dem Aschaffenburger Schloss, die die Stadt selbst zu bieten hat, bist du von hier außerdem flugs im Wald und kannst dich auf vielen Wanderwegen austoben.
  • Heidelberg: Heidelberg liegt direkt am Neckar und bietet mit dem Fluss, der Altstadt und dem Schloss auf dem Berg eine malerische Kulisse. Auch hier findest du die ideale Mischung aus Stadt und Land.
  • Lohr am Main: Das erste Mal wurde Lohr am Main 1295 urkundlich erwähnt und ist allgemein als Schneewittchenstadt bekannt. Dass das Mädchen, das wegen ihrer Schönheit getötet werden sollte, Lohrerin war, ist zwar nicht belegt, jedoch durchaus möglich. Die Gebrüder Grimm lebten unweit von Aschaffenburg, in Hanau, und auf ihrem Weg Richtung Bremen kamen sie auch im Spessart vorbei, sodass sie von der Stadt Lohr inspiriert worden sein könnten.
  • Mannheim: Die Quadratestadt ist zu jeder Zeit einen Besuch wert. Ob drinnen oder draußen, hier gibt es immer was zu tun oder zu erleben.
  • Michelstadt: Die historische Altstadt mit dem bekannten Rathaus und den Fachwerkhäusern ist einfach zauberhaft. Mein Tipp: Mach eine Fototour zum Sonnenaufgang, wenn du die Kopfsteinpflasterstraßen ganz für dich allein hast! In der Nähe von Michelstadt gibt es unheimlich viele Wanderwege, sodass dir sicher nicht langweilig wird.
  • Miltenberg: Die Kleinstadt in Unterfranken liegt zwischen Odenwald und Spessart und ist ein wahres Kleinod. Die Altstadt ist malerisch und sogar Startpunkt mehrerer Wanderwege. Die Mildenburg und das Museum der Stadt Miltenberg bietet den Kulturinteressierten unter uns die Möglichkeit, ihren Wissensdurst zu löschen.

 

Meine Ausstattung

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Wanderschuhe sind beispielsweise diese hier: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Generell empfehle ich dir, falls du regelmäßig Wanderungen oder Outdoor-Touren unternimmst, dir ein paar entsprechende Kleidungsstücke und Schuhe zuzulegen. Im Notfall reichen aber auch normale Turnschuhe, solange diese dir guten Halt bieten und du damit klarkommst, wenn sie gegebenenfalls dreckig werden. Das kann bei Wanderungen wie der in der Margarethenschlucht schneller passieren, als du gucken kannst.

Wanderschuhe von Decathlon

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit

Die Margarethenschlucht ist ein richtig tolles Ausflugsziel! Der Wasserfall bietet ein super Motiv für tolle Fotos und durch die Beschilderung lernst du auch noch so einiges über die (Erd-) Geschichte, die Entstehung der Schlucht und ihre Flora und Fauna. Der Weg ist außerdem nicht sonderlich schwer zu laufen. Muskelkater hatte ich persönlich so gut wie gar nicht, aber das kommt natürlich darauf an, wie regelmäßig du dich bewegst.

Mir hat es aber dementsprechend sehr gut gefallen.

Warst du schon einmal in der Margarethenschlucht?

 

Deine Barbara

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