Das Thema Konto und Kreditkarten für Reisende ist ziemlich nervig. Man muss vergleichen und alle haben Vor- aber auch Nachteile, die nicht immer gleich ersichtlich sind.

Welche sind denn nun die besten Kreditkarten für Reisende?

Die meisten Reiseblogger empfehlen die DKB Visa. Also habe ich bei eben dieser Bank vor meiner Weltreise ein Konto eröffnet. War das wirklich eine gute Entscheidung?

Und ob!

Die Vorteile der DKB Visa im Überblick:

  1. Keine Jahresgebühr oder sonstige (versteckte) Kosten für Aktivkunden
  2. Weltweit kostenlos Geld abheben
  3. Guthabenzins in Höhe von 0,2 %
  4. Kostenloses Girokonto
  5. Studenten-Visa

Keine Jahresgebühr oder sonstige (versteckte) Kosten

Bei der DKB kannst du sicher sein, dass du keine Kosten hast. Von der Kontoeröffnung über die Kontoführung bis zur Abhebung mit der dazugehörigen Kreditkarte ist hier alles kostenlos. Der einzige Kostenpunkt, der für Reisende relevant ist, ist für Zahlung mit der Kreditkarte im außer-europäischen Ausland. Dabei fällt ein Auslandseinsatz an, den du als Aktivkunde aber zurückerstattet bekommst. Du bist Aktivkunde, wenn du monatliche Geldeingänge von mindestens 700 Euro hast.

Weltweit kostenlos Geld abheben

Das Abheben an Geldautomaten ist mit der Visa der DKB kostenlos. Dadurch kannst du auch problemlos wenig Geld abheben und dafür öfter zur Bank gehen. Ich habe mich so viel wohler gefühlt, als wenn ich dauernd mit 100 oder gar 200 € in der Tasche rumgelaufen wäre. Ich weiß noch, dass ich 2010 für meine drei Tage in New York und vier Wochen Costa Rica 2010 800 US-Dollar in bar mitgenommen habe. Das fühlte sich gar nicht gut an, sag ich dir! Es kann jedoch vorkommen (in Thailand ist das zum Beispiel so), dass die Bank selbst eine Gebühr erhebt. Diese wurde früher von der DKB erstattet. Heute ist das leider nicht mehr der Fall, sodass du auf diesen Kosten sitzen bleibst.

Guthabenzins in Höhe von 0,2 %

Wenn du Geld auf dein Kreditkartenkonto einzahlst, erhältst du darauf als Aktivkunde 0,2 % jährlichen Guthabenzins. Das ist nicht die Welt, aber die Zinsen sind ja leider überall ziemlich niedrig. Auf dem Girokonto gibt es übrigens keine Zinsen, sodass sich die Überweisung lohnen kann. Mit der Einzahlung erhöht sich außerdem auch der Verfügungsrahmen. Dieser beträgt im Normalfall 500 €. Wenn du also mal mehr Geld abheben möchtest, musst du das Geld vorher auf das Kreditkartenkonto einzahlen.

Kostenloses Girokonto

Auch andere Banken bieten kostenfreie Kreditkarten an, dafür gibt es aber nicht immer ein Girokonto dazu. Das kann durchaus praktisch sein, denn dadurch ist es möglich, dass du dein Geld quasi einfach zwischen deinem Giro- und dem Kreditkartenkonto hin- und herschieben kannst.

Kreditkarte 180x114

Studenten-Visa

Wenn du noch Student bist, kannst du außerdem zusätzlich zur normalen Visa die DKB-Student-Card beantragen. Diese ist auf der linken Seite ein ISIC-Ausweis und auf der rechten Seite die normale Kreditkarte. Damit genießt du dieselben Vorteile, die du bei der DKB-Visa hast plus die Vorzüge der ISIC-Karte wie Vergünstigungen in 125 Ländern in Museen & Co. oder bei internationalen Partnern (Autovermietung etc.). Und das alles in einer Karte.

Ich hatte beide Visa-Karten auf der Weltreise dabei und war damit sehr zufrieden.

Trotzdem habe ich auch noch eine dritte Kreditkarte mitgenommen: Meine Mastercard von Miles&More, über die ich schon jahrelang Meilen gesammelt hatte und mir mein Round The World Ticket finanziert habe. Wie ich das gemacht habe?

Die Mastercard hat für mich den Vorteil, dass ich bei Bezahlung damit Meilen sammle und die wiederum gegen Flüge eintauschen kann.

Innerhalb der Eurozone ist Bezahlen mit dieser Karte kostenlos. Außerhalb davon werden Gebühren sowohl für Abhebungen als auch fürs Bezahlen fällig. Allerdings sind die Gebühren beim Zahlen niedriger als bei der DKB-Visa, sodass es sich im Notfall lohnen kann, sie auch noch dabei zu haben.

Generell finde ich es ratsam, zwei verschiedene (am besten natürlich Visa und Mastercard) Kreditkarten-Anbieter im Portemonnaie zu haben.

Es kann durchaus mal vorkommen, dass ein Automat nur Visa oder eben nur Mastercard akzeptiert. Wenn man nicht zum nächsten Automaten laufen möchte, um am Ende vielleicht wieder vor demselben Problem zu stehen, bietet es sich an, beide zur Verfügung zu haben. Kreditkarten für Reisende sind nämlich ein echter Segen und es gibt nichts schlimmeres, als in einem fremden Land vor einem Automaten zu stehen, der deine Kreditkarte nicht akzeptiert.

Vorteile der Mastercard von Miles&More:

  1. Meilensammeln
  2. Weitere Vorteile mit der Business Gold Card

Meilensammeln

Wie bereits erwähnt, sammelst du mit jedem Karteneinsatz Meilen bei Miles&More. Um genau zu sein bekommst du für einen Euro Umsatz eine Prämienmeile, wenn du die Karte nur geschäftlich nutzt. Andernfalls bekommst du 1 Meile für je zwei Euro. Zusätzlich gibt es Aktionen mit doppelten oder mehrfachen Meilen, sodass es manchmal recht schnell geht mit dem Wachstum des Meilenkontos. Mittlerweile kannst du sogar Überweisungen von dieser Kreditkarte machen, sodass man auch für die Zahlung der Miete oder sonstigem Meilen bekommt.

 

Weitere Vorteile mit der Business Gold Card

Abgesehen von den Meilen, die du als Willkommensbonus erhältst, gibt es noch weitere Vorteile, wie eine Reise-Rücktrittsversicherung, eine Auslands-Krankenversicherung und eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung (die letzten beiden sind nur bei Gold Business im Paket enthalten). Wenn du die zusätzlichen Versicherungen nutzt, lohnt sich der Preis dieser Kreditkarten für Reisende. Und damit kommen wir zu den Nachteilen:

Nachteile der Mastercard von Miles&More:

Diese Kreditkarte hat leider zwei große Nachteile. Wenn diese nicht wären, wäre sie mein absoluter Favorit.

Jahresgebühr zwischen 55 und 110 €

Im Vergleich zur kostenlosen DKB-Card kostet die Kreditkarte von Miles&More jährlich zwischen 55 und 110 €. Der Preis hängt von der Art der Kreditkarte ab:

  • Blue World: 55 €
  • Blue Business: 70 €
  • Gold World: 100 €
  • Gold Business: 110 €

Auslandseinsatz

Den zweiten Nachteil habe ich bereits erwähnt: Leider kann man mit dieser Mastercard nicht kostenlos Geld abheben und auch nicht kostenfrei außerhalb der Eurozone damit zahlen.

300x232

Welche Kreditkarten für Reisende sind also gut?

Wenn ich in einem Land bin, in dem der Euro die Landeswährung ist, bevorzuge ich immer die Miles&More Mastercard.

Abgesehen davon, dass ich dann immer Meilen sammle, habe ich dort auch einen höheren Verfügungsrahmen – was nicht immer gut ist, das gebe ich zu!

Auf meiner Weltreise hatte ich sie aber nur für den Notfall dabei und habe grundsätzlich mit der DKB-Card abgehoben.

Für mich ist diese Kombination die beste Lösung!

Und du? Welche Kreditkarten für Reisende kannst du empfehlen? Ich freue mich auf deine Kommentare.

Deine Barbara

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du dich zu meinem Newsletter anmeldest. Darin informiere ich dich dann in regelmäßigen Abständen über neue Beiträge, Bücher oder andere coole Produkte zum Reisen und für digitale Nomaden.

EUROPA

HELSINKI AN EINEM TAG

LATEINAMERIKA

7 MAYA-RUINEN IN MEXIKO UND GUATEMALA

ASIEN

ANGKOR WAT