Gardens by the Bay: Sehenswürdigkeiten, Tipps & Preise

Gardens by the Bay: Sehenswürdigkeiten, Tipps & Preise

Gardens by the Bay: Sehenswürdigkeiten, Tipps & Preise

Gardens by the Bay: Sehenswürdigkeiten, Tipps & Preise

Singapur zieht mich jedes Mal erneut in seinen Bann. Und die Gardens by the Bay sind vielleicht das beste Beispiel dafür: Eine riesige Gartenanlage, die sich anfühlt wie aus einem Science-Fiction-Film, die aber gleichzeitig einer der schönsten und entspanntesten Orte der Stadt ist.

Ich war schon sehr, sehr oft dort. Und jedes Mal entdecke ich etwas Neues oder genieße einfach wieder die Atmosphäre, die dieser Ort hat. Tagsüber, abends, bei Regen, bei Sonnenschein. Die Gardens by the Bay sind zu jeder Zeit ein Erlebnis.

Barbara auf dem Supertree Observatory

Barbara auf dem Supertree Observatory

Was sind die Gardens by the Bay?

Die Gardens by the Bay sind eine über 100 Hektar große Parkanlage an der Marina Bay in Singapur – direkt neben dem ikonischen Marina Bay Sands Hotel. Die Anlage wurde 2012 eröffnet und ist seither eines der bekanntesten Wahrzeichen Singapurs.

Was die Gardens by the Bay so besonders macht: Sie verbinden Natur und Technologie auf eine Art, die man so wirklich nirgendwo sonst findet. Riesige künstliche Bäume, die Solarenergie erzeugen und Regenwasser sammeln. Gewächshäuser, die die größten der Welt sind. Ein Indoor-Wasserfall mitten in einer gigantischen Halle. Das alles mitten in einer der modernsten Städte Asiens.

Im Cloud Forest

Im Cloud Forest

Und das Beste: Ein großer Teil der Anlage ist kostenlos zugänglich. Nur für die großen Gewächshäuser, Cloud Forest und Flower Dome, und einige weitere Attraktionen (das Supertree Observatory und der Skyway) wird Eintritt erhoben.

Die Anlage besteht aus drei Bereichen: Bay South Garden (der Hauptbereich mit allen bekannten Attraktionen), Bay East Garden und Bay Central Garden. Als Besucher ist man normalerweise fast ausschließlich im Bay South Garden unterwegs.

Sehenswürdigkeiten Gardens by the Bay

Ich persönlich streife mittlerweile einfach gerne in den Gardens by the Bay umher. Aber manchmal habe ich auch ein bestimmtes Ziel wie den Supertree Grove. Am liebsten bin ich dort zur Garden Rhapsody. Was das ist, erfährst du gleich:

 

Supertree Grove

Die Supertrees sind das Herzstück der Gardens by the Bay und wahrscheinlich das ikonischste Bild Singapurs. Zwölf dieser riesigen, baumartigen Stahlkonstruktionen stehen im Supertree Grove zusammen und ragen bis zu 50 Meter in die Höhe. Ihre „Äste“ sind mit über 200 verschiedenen Pflanzenarten bepflanzt. So sind sie quasi vertikale Gärten auf Stahl und Beton.

Der Supertree Grove

Der Supertree Grove

Was viele nicht wissen: Die Supertrees haben eine echte Funktion. Sie sammeln Regenwasser, erzeugen Solarenergie über Solarkollektoren auf den Kronen und dienen als Belüftungsschächte für die umliegenden Gewächshäuser. Singapur hat hier Nachhaltigkeit und Ästhetik auf beeindruckende Weise verbunden.

Der Supertree Grove ist kostenlos zugänglich und rund um die Uhr geöffnet. Tagsüber sind die Supertrees beeindruckend, aber abends sind sie einfach magisch.

Supertrees nach Sonnenuntergang

Supertrees nach Sonnenuntergang

 

Garden Rhapsody – die Licht- und Soundshow

Jeden Abend um 19:45 und 20:45 Uhr verwandelt sich der Supertree Grove in eine Licht- und Musikshow: Die Garden Rhapsody ist eine kostenlose Show, bei der die Supertrees im Takt zur Musik leuchten und flimmern. Jede Show dauert rund 15 Minuten und ist jedes Mal wieder beeindruckend.

Garden Rhapsody Lichtshow in Gardens by the Bay

Garden Rhapsody Lichtshow in Gardens by the Bay

Die Themen wechseln regelmäßig. Ich habe die Show schon mindestens sechs Mal erlebt, mit Themen von Klassik bis zu Filmmusik.

Egal welches Thema: Die Atmosphäre ist jedes Mal besonders, wenn die Supertrees plötzlich in allen Farben des Regenbogens zu tanzen beginnen und das Marina Bay Sands majestätisch im Hintergrund thront.

Garden Rhapsody bei den Supertrees in Gardens by the Bay
Garden Rhapsody bei den Supertrees in Singapur
Garden Rhapsody in pink bei den Supertrees in Singapur
Garden Rhapsody Show bei den Supertrees in Singapur

Mein Tipp: Früh genug da sein und einen Platz unter den Supertrees sichern. Es kann tatsächlich ziemlich kuschelig werden, obwohl eigentlich sehr viel Platz ist. Wer mag, bringt eine Decke mit und legt sich einfach hin. Alternativ kannst du dich aber auch einfach auf den warmen Boden setzen. Der beste Blick ist nach oben!

Eintritt: Kostenlos

 

OCBC Skyway

Der OCBC Skyway ist ein 128 Meter langer Brückenpfad, der zwei Supertrees in 22 Metern Höhe miteinander verbindet. Der Skyway ist nichts für Menschen mit starker Höhenangst, aber für alle anderen ist er ein echtes Highlight.

Super Trees SkyWay

Super Trees SkyWay

Supertrees mit Skyway

Supertrees mit Skyway

Besonders schön: kurz vor der Garden Rhapsody, wenn man die Lichtshow aus der Vogelperspektive erleben kann.

 

Eintritt: 14 SGD (ca. 10 Euro) für Erwachsene

Öffnungszeiten: 9–21 Uhr (bei schlechtem Wetter geschlossen)

Aufenthaltsdauer: ca. 15–30 Minuten

 

Supertree Observatory

Auf dem höchsten der Supertrees – 50 Meter über dem Boden – befindet sich das Supertree Observatory mit zwei Aussichtsdecks. Das offene Rooftop Deck ganz oben bietet einen 360-Grad-Blick über die gesamte Anlage und das Marina Bay Sands. Das darunterliegende Deck ist klimatisiert und hat große Glasfronten. Ideal, wenn es zu heiß oder zu feucht ist.

Blick vom Supertree Observatory

Blick vom Supertree Observatory

Grandioser Blick aufs Marina Bay Sands

Grandioser Blick aufs Marina Bay Sands

Von hier oben sieht man, wie groß die Gardens by the Bay wirklich sind – und wie beeindruckend die Supertrees aus dieser Perspektive wirken.

Eintritt: 14 SGD (ca. 10 Euro) Öffnungszeiten: 9–21 Uhr

 

Cloud Forest

Der Cloud Forest ist eine meiner persönlichen Lieblingsattraktionen in den Gardens by the Bay. Direkt am Eingang empfängt einen ein 35 Meter hoher Indoor-Wasserfall – einer der höchsten der Welt – der von einem künstlichen Berg hinabstürzt. Der Nebel, der dabei entsteht, kühlt die Luft auf angenehme Weise. Eine Wohltat in Singapurs feuchter Hitze.

Cloud Forest im Jurassic World Stil

Cloud Forest im Jurassic World Stil

Rund um den Wasserfall und den Berg schlängeln sich Pfade, Stege und Brücken, vorbei an tropischen Pflanzen, Moosen, Farnen und Orchideen aus aller Welt. Die Atmosphäre ist unwirklich: halb Dschungel, halb Science-Fiction. Auch hier gibt es zumeist ein Thema wie Avatar oder, wie bei meinem letzten Besuch, Jurassic World.

Der Weg im Cloud Forest

Der Weg im Cloud Forest

Der wundervolle Cloud Forest nach Sonnenuntergang

Der wundervolle Cloud Forest nach Sonnenuntergang

Wer möchte, kann mit einem Aufzug nach oben fahren und die verschiedenen Ebenen des Berges erkunden, mit immer neuen Ausblicken und Themenbereichen.

Eintritt: Am besten im Kombiticket mit Flower Dome*

Öffnungszeiten: 9–21 Uhr

 

Flower Dome

Der Flower Dome ist das größte Glasgewächshaus der Welt, laut Guinness-Buch der Rekorde. Die riesige Kuppel beherbergt Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen, Wüstenlandschaften und unterschiedlichen Regionen der Welt. Alte Olivenbäume, Kakteen, Baobabs und wechselnde Blumenausstellungen, alles unter einem Dach.

Im Flower Dome

Im Flower Dome

Was den Flower Dome besonders macht: Die wechselnden saisonalen Ausstellungen verwandeln den Innenraum regelmäßig in etwas völlig Neues. Wer mehrmals kommt, erlebt jedes Mal eine andere Show. Mein letzter Besuch war zum Beispiel während der Zeit der japanischen Kirschblüte, weswegen alles in weiß und pink erstrahlte. Sakura!

Kirschblüte im Flower Dome

Kirschblüte im Flower Dome

Kirschblüten und Hello Kitty im Flower Dome

Kirschblüten und Hello Kitty im Flower Dome

Eintritt: Am besten im Kombiticket mit Cloud Forest*

Öffnungszeiten: 9–21 Uhr

 

Children's Garden

Der Children's Garden ist das Paradies für alle, die mit Kindern unterwegs sind. Wasserfontänen, Kletterstrukturen, interaktive Spielbereiche und ein riesiger Wasserspielplatz warten hier auf die kleinen (und großen) Besucher.

Der Children's Garden ist kostenlos zugänglich.

 

Dragonfly & Kingfisher Lake

Die beiden künstlichen Seen – Dragonfly Lake und Kingfisher Lake – sind die zwei stehenden Gewässer zwischen den Attraktionen. Hier kann man einfach über die Stege und Promenaden schlendern oder auf den Bänken sitzen und die Atmosphäre genießen.

Der Dragenfly Lake mit dem Singapore Flyer im Hintergrund

Der Dragenfly Lake mit dem Singapore Flyer im Hintergrund

Der Dragenfly Lake

Der Dragenfly Lake

Der Kingfisher Lake

Der Kingfisher Lake

Wasserfall am Kingfisher Lake

Wasserfall am Kingfisher Lake

Der Dragonfly Lake hat einen besonderen Charme: Eine Brücke führt über das Wasser und ist besonders schön bei Sonnenuntergang.

Eintritt: Kostenlos

 

Marina Barrage

Der Marina Barrage liegt direkt neben den Gardens by the Bay und ist einer meiner liebsten Orte in Singapur, weil er so gar nicht touristisch ist.

Der Barrage ist ein Staudamm, der das Marina Reservoir vom Meer trennt und gleichzeitig als Hochwasserschutz für die Stadt dient. Aber das interessiert die meisten Besucher herzlich wenig. Denn was sie hierher zieht, ist das riesige, weitläufige Grashügeldach auf dem Gebäude, von dem aus man einen spektakulären Blick auf die Skyline Singapurs, die Gardens by the Bay und das Marina Bay Sands hat.

Marina Barrage am Rande von Gardens by the Bay

Marina Barrage am Rande von Gardens by the Bay

Was ich so mag: Hier kommen keine Touristengruppen, sondern echte Locals. Familien picknicken auf dem Rasen, Kinder laufen herum und überall steigen bunte Drachen in den Himmel. Ein Anblick, der Singapur von einer völlig anderen, entspannteren Seite zeigt. Man setzt sich einfach hin, genießt die Aussicht und schaut den Drachen zu. Mehr braucht es manchmal nicht.

Eintritt: Kostenlos
Anreise: Zu Fuß von der MRT „Gardens by the Bay“ in rund 5 Minuten erreichbar

Aber Achtung: Es gibt kaum Schatten! Also am besten am späten Nachmittag herkommen.

Satay by the Bay

Wer nach all den Attraktionen Hunger bekommt, ist beim Satay by the Bay genau richtig. Das Hawker Center liegt nah am Wasser und unweit der MRT-Station und bietet eine große Auswahl an typisch asiatischen sowie internationalen Gerichten. Die Preise sind – untypisch Hawker Center – nicht ganz günstig. Aber dafür ist man eben mitten in den Gardens by the Bay.

Satay by the Bay

Satay by the Bay

Satay, Seafood, Laksa, Nasi Goreng … Hier bekommt man alles, was die lokale Küche zu bieten hat. Die Atmosphäre ist entspannt und authentisch und du bist in null Komma nichts gesättigt und gestärkt bei den ganzen Attraktionen von Gardens by the Bay.

Mein Tipp: Zum Abendessen kommen, kurz bevor die Garden Rhapsody beginnt. So kann man direkt vom Essen zur Show wechseln und hat den perfekten Abend in den Gardens by the Bay.

Praktische Infos

Anreise

Am einfachsten mit der MRT. Es gibt heutzutage zwei Möglichkeiten:

  1. Die braune Thomson-East Coast Line (kurz TE-Linie) hält an der Station „Gardens by the Bay“. Da bist du am nächsten dran, vor allem wenn du zu Marina Barrage, Satay by the Bay oder dem Kingfisher Lake!
  2. Dann gibt es noch die Haltestelle Bayfront (gelbe Circle Line (CC) oder blaue Downtown Line (DT)). Beim Supertree Grove bist du von da ähnlich schnell wie von der Station „Gardens by the Bay“ und beim Dragonfly Lake bist du von dieser Haltestelle sogar schneller.

Wenn du laufen möchtest und von der Marina Bay kommst, kannst du entweder hinter dem Museum of Artscience lang und dann unter der Helix Bridge durch. Von da bist du in null Komma nichts am Children's Garden (wo im Übrigen auch ein sehr hübscher Starbucks wartet) und, wenn du weiter geradeaus gehst, auch beim Flower Dome und Cloud Forest. Alternativ kannst du durch die Mall The Shoppes hindurch und durch das Marina Bay Sands gehen. Folge dafür einfach den Schildern „Gardens by the Bay“.

Sollte dir heiß sein, empfehle ich den Weg durch Mall und Hotel! Wenn du aber lieber tolle Foto-Locations suchst, würde ich außen entlanggehen, noch am Museum of Artscience vorbeigehen und den tollen Blick auf den Singapore Flyer mitnehmen.

 

Tickets

Tickets für Cloud Forest, Flower Dome, Supertree Observatory und OCBC Skyway am besten vorab online kaufen. Das spart Wartezeit und ist oft günstiger. Buchung z.B. über GetYourGuide*.

Es ist zu schön um keine Fotos zu machen

Es ist zu schön um keine Fotos zu machen

Der Supertree Grove aus dem Cloud Forest

Der Supertree Grove aus dem Cloud Forest

 

Beste Besuchszeit und weitere Tipps

Am besten, du richtest dich nach dem Folgenden:

  • Wenn du nachmittags ankommst, hast du Zeit für die kostenpflichtigen Attraktionen bei Tageslicht und es ist nicht mehr so heiß
  • Achtung: Im Flower Dome ist es richtig kalt! Jacke mitbringen, wenn du leicht frierst!
  • Den Flower Dome solltest du bei Tageslicht besuchen, den Cloud Forest so eine Dreiviertelstunde vor Sonnenuntergang, damit beides erlebst: die Atmosphäre tagsüber und wenn die Lichter angehen
  • Gegen 19 Uhr Sonnenuntergang anschauen und dann zur Garden Rhapsody
  • Unter der Woche ist normalerweise deutlich weniger los als am Wochenende
  • Früh morgens ist es am kühlsten, was gut für ausgedehnte Spaziergänge durch den Park ist
Sakura im Flower Dome

Sakura im Flower Dome

 

Öffnungszeiten

Freigelände: täglich 5–2 Uhr
Cloud Forest, Flower Dome: täglich 9–21 Uhr
Garden Rhapsody: täglich 19:45 und 20:45 Uhr

 

Was mitnehmen

  • Bequeme Schuhe – die Anlage ist weitläufig
  • Sonnencreme für draußen und eine (leichte) Jacke für die klimatisierten Gewächshäuser
  • Powerbank, damit dein Akku nicht versagt

Eintrittskarten oder Touren vorher buchen

Wenn du die Tickets für Flower Dome, Cloud Forest, Skyway oder das Supertree Observatory im Voraus buchen möchtest, kannst du das über Anbieter wie Get Your Guide tun. Hier gibt es außerdem auch geführte Touren, damit du keine Attraktion verpasst. Sie inkludieren manchmal auch eine Fahrt mit dem Boot durch die Marina Bay, was echt schön sein kann!

Schau mal, ob da was für dich dabei ist:

Fazit

Die Gardens by the Bay sind für mich einer der beeindruckendsten Orte in ganz Asien und ich sage das nach vielen Jahren Reisen durch die Region. Die Kombination aus futuristischer Architektur, tropischer Natur und kostenloser Lichtshow lässt mich immer und immer wieder kommen.

Wer in Singapur ist und die Gardens by the Bay nicht besucht, verpasst etwas.

Und wer sie einmal besucht hat, kommt wieder.

Garantiert.

Deine Barbara
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Bohol: Chocolate Hills, Tarsiere, der Man-Made Forest & Loboc River

Bohol: Chocolate Hills, Tarsiere, der Man-Made Forest & Loboc River

Bohol: Chocolate Hills, Tarsiere, der Man-Made Forest & Loboc River

Bohol: Chocolate Hills, Tarsiere, der Man-Made Forest & Loboc River

Ich habe einen Monat in Cebu City gelebt – in einem gemieteten Condo, wie ein Local, viel gearbeitet und an meinem Buch Workation Travel Guide* geschrieben. Aber Cebu ist nicht nur ein toller Ort zum Leben für digitale Nomaden, sondern auch ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge auf die umliegenden Inseln. Zwei davon habe ich gemacht: einen nach Palawan zum Underground River in Puerto Princesa – und einen nach Bohol.

Bohol ist eine der bekanntesten Inseln der Philippinen und zwar vor allem wegen zweier Dinge, die man so wirklich nirgendwo sonst sehen kann: die Chocolate Hills und die winzigen Tarsiere. Beide haben gehalten, was sie versprochen haben. Und dann noch etwas mehr.

Von Cebu nach Bohol: Die Anreise

Die Anreise von Cebu nach Bohol ist unkompliziert. Mit der Fähre von Cebu City nach Tagbilaran, der Hauptstadt Bohols, dauert die Überfahrt rund zwei Stunden. Bei mir war das trotz Regenzeit eine angenehme Fahrt über das ruhige Wasser zwischen den Inseln.

In Tagbilaran angekommen, bin ich mit einem Tuk Tuk zu meiner Unterkunft gefahren. Praktisch, günstig und das typische Fortbewegungsmittel auf den Philippinen. Fähren zwischen den Inseln lassen sich bequem vorab über 12go.asia* buchen.

Ich habe zwei Nächte hier verbracht. Das ist das absolute Minimum. Wer mehr Zeit hat, sollte sich auch die Strände auf Panglao Island anschauen. Die Insel ist direkt mit Bohol verbunden ist und dort war auch meine Unterkunft, sodass ich abends schön am Meer den Sonnenuntergang genießen und zu Abend essen gehen konnte.

Sonnenuntergang in Bohol

Sonnenuntergang in Bohol

Der Ausflug: Buchung über GetYourGuide

Den Ausflug am nächsten Tag habe ich über GetYourGuide* gebucht – und das war die richtige Entscheidung. Ich wurde am Morgen direkt am Hotel abgeholt und die Tour führte zu drei Hauptzielen: den Chocolate Hills, der Tarsier Conservation Area und dem Man-Made Forest. Dann gab es noch eine Minikreuzfahrt auf dem Loboc River.

Wer lieber spontan plant: Touren lassen sich auch direkt in Tagbilaran oder über die Unterkunft buchen. Aber wer auf Nummer sicher gehen möchte, bucht im Voraus. Gerade in der Hochsaison können Plätze schnell ausgebucht sein.

Aufgang zum Viewpoint Chocolate Hills
Barbara bei den Chocolate Hills
Der Loboc River

Die Chocolate Hills – beeindruckend, aber überfüllt

Die Chocolate Hills sind das Wahrzeichen von Bohol und für mich eines der bizarrsten und schönsten Naturwunder Südostasiens. Über 1.200 kegelförmige Hügel erstrecken sich über rund 50 Quadratkilometer in der Mitte der Insel. In der Trockenzeit werden sie braun und erinnern tatsächlich an riesige Schokopralinen. Daher der Name. Ich war in der Regenzeit da und habe sie saftig grün erlebt.

Man steigt zum Aussichtspunkt hinauf – eine Treppe mit rund 200 Stufen – und blickt dann auf ein Meer aus gleichmäßigen, runden Hügeln, das sich bis zum Horizont erstreckt. Das ist wirklich beeindruckend.

Ausblick auf die Chocolate Hills

Ausblick auf die Chocolate Hills

Ich muss aber ehrlich sein: Der Aussichtspunkt war überfüllt. Viele Touristengruppen, wenig Platz, wenig Ruhe. Ich habe aber am Ende doch eine Stelle gefunden, an der ich in Ruhe Fotos machen konnte und die haben sich gelohnt.

Wissenswertes:

  • Die Hügel sind geologische Kalksteinformationen, deren genaue Entstehung bis heute nicht vollständig geklärt ist
  • In der Regenzeit sind die Hügel grün, im trockenen Sommer werden sie braun und „schokoladig“
  • Die Chocolate Hills stehen auf der Tentativliste der UNESCO für das Welterbe

 

Die Tarsiere oder auch Koboldmakis genannt – das heimliche Highlight

Ich habe die Tarsiere ehrlich gesagt fast noch mehr geliebt als die Chocolate Hills. Und wie süß klingt bitte ihr deutscher Name, Koboldmakis?

Der Tarsier ist einer der kleinsten Primaten der Welt – gerade mal 10–15 Zentimeter groß, mit einem Schwanz, der länger ist als sein Körper. Was ihn so unfassbar süß macht: diese riesigen, runden Augen, die so groß sind wie sein gesamtes Gehirn. Sie sehen aus wie kleine animierte Figuren. Total niedlich und irgendwie unreal.

In der Tarsier Conservation Area kann man die Tiere in einem bewaldeten Schutzgebiet beobachten. Sie sitzen in kleinen „Nestern“, Schlafplätzen aus Blättern in den Bäumen, und schauen einen mit diesen riesigen Augen an. Ich habe mehrere gesehen, einige fast in Reichweite.

Aber: Es gibt strenge Regeln und die sind auch wichtig.

Regeln im in der Tarsier Conservation Area:

  • Absolute Stille – Tarsiere sind sehr empfindlich und können durch Lärm ernsthaft gestresst werden
  • Kein Blitzlicht fotografieren
  • Begrenzungen nicht überschreiten – die Tiere dürfen nicht berührt werden
  • Distanz halten

Die Tarsiere sind nachtaktiv, also sieht man sie tagsüber meist schlafend. Trotzdem ist die Begegnung mit diesen winzigen Wesen etwas ganz Besonderes.

Leider sind die Fotos nicht sehr gut geworden. Sie waren zu weit weg mit zu wenig Licht und keiner Möglichkeit, ein Stativ zu nutzen.

Tarsier bzw Koboldmaki

Tarsier bzw Koboldmaki

 

Der Man-Made Forest – nett, aber kein Muss

Der Bilar Man-Made Forest ist ein rund zwei Kilometer langer Streifen aus hohen Mahagonibäumen, die wie ein grüner Tunnel über der Straße zusammenwachsen. Er soll angeblich sehr berühmt sein, aber ich hatte vorher noch nie davon gehört.

Mein ehrliches Fazit: Er ist nett. Das Licht, das durch die Baumkronen fällt, ist schön. Ein kurzer Stop und ein paar Fotos – ja. Ein Highlight, das man extra ansteuern würde? Nicht unbedingt.

Wer ihn auf dem Weg zu den Chocolate Hills mitnimmt, sollte das definitiv tun. Wer aber überlegt, ob er extra dafür auf Bohol bleibt, dem würde ich sagen, dass sich der Zeitaufwand eher für die anderen Highlights lohnt.

Der Man-Made Forest auf Bohol
Barbara im Man-Made Forest
Durchfahrt durch den Man-Made Forest

Minikreuzfahrt auf dem Loboc River

Nach den Tarsieren ging es weiter zu einem der entspanntesten Teile des Tages: einer einstündigen Minikreuzfahrt auf dem Loboc River.

Anlegestelle der Minikreuzfahrt

Anlegestelle der Minikreuzfahrt

Das Boot gleitet langsam durch den von Dschungel gesäumten Fluss – grüne Ufer, ruhiges Wasser, tropische Vegetation rechts und links.

An Bord gab es ein Buffet mit philippinischen Gerichten und eine Mischung aus lokaler und internationaler Musik, die für eine ausgelassene, fröhliche Atmosphäre gesorgt hat.

Die Loboc River Cruise ist fester Bestandteil der meisten Bohol-Gruppentouren.

Minikreuzfahrt auf dem Loboc River

Minikreuzfahrt auf dem Loboc River

Minikreuzfahrt

Minikreuzfahrt

Wie ich die Ausflüge gebucht habe

Ich habe die Touren beide über Get Your Guide* gebucht. Die Tour zum Puerto Princesa Underground River hat mich rund 30 Euro gekostet – für einen ganzen Tag inklusive Hotelabholung, Boot, Eintritt, Mittagessen und Mangroventour ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mein klarer Tipp: Buche die Tour im Voraus. Der Underground River ist sehr beliebt, die Besucherzahlen sind begrenzt und wer ohne Buchung anreist, riskiert, keinen Platz zu bekommen. Bei der Glühwürmchentour ist es etwas einfacher. Da gab es – zumindest als ich da war – genug last minute Möglichkeiten.

Wichtig: Wer eine Gruppentour bucht, profitiert in der Regel von einer Hotelabholung direkt in Puerto Princesa. Das ist ein echter Vorteil. Deshalb empfehle ich, sich ein Hotel direkt in der Stadt zu suchen, nicht außerhalb.

Praktische Infos

Anreise

Per Fähre von Cebu City (Pier 1) nach Tagbilaran – Dauer rund 2 Stunden. Tickets vorab über 12go.asia* buchen.

 

Touren buchen

Am einfachsten vorab über GetYourGuide* – dort gibt es verschiedene Touren, die Chocolate Hills, Tarsiere und weitere Highlights kombinieren.

 

Unterkunft

Tagbilaran ist eine gute Basis für den Ausflug. Wer Strand möchte, schaut sich Panglao Island an. Empfehlen würde ich dieses hier: Bohol Panglao Divers Home*.

 

Beste Reisezeit

Die Trockenzeit von Dezember bis Mai ist ideal – dann sind die Hügel braun und die Fähren zuverlässig. In der Regenzeit (Juni bis November) können Fährverbindungen eingeschränkt sein. Ich war gerade so in der Übergangszeit von Regenzeit zu Trockenzeit da. Die Fähren waren kein Problem, aber die Chocolate Hills hatten leider nichts schokoladiges an sich.

 

Was mitnehmen

  • Sonnencreme und Sonnenbrille
  • Bequeme Schuhe für den Aufstieg zum Aussichtspunkt
  • Wasser
  • Mückenspray

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Weiterreise von Bohol innerhalb der Philippinen

Von Bohol aus hast du mehrere gute Optionen:

  • Cebu: Die nächstgelegene größere Insel und Stadt – mit direkter Fährenverbindung. Cebu ist ein guter Hub für Weiterreisen auf andere Philippineninseln.
  • Siquijor: Die „mystische Insel“ der Philippinen – bekannt für ihre Schamanen, weißen Strände und entspannte Atmosphäre. Von Tagbilaran gibt es direkte Fährverbindungen.
  • Dumaguete: Eine entspannte Universitätsstadt auf Negros, die als Ausgangspunkt für Delfin-Beobachtungen bekannt ist.
  • Palawan / Puerto Princesa: Mein nächster Stop nach Bohol – und absolut empfehlenswert.

Der Eingang zum Puerto Princesa Underground River

Der Eingang zum Puerto Princesa Underground River

Weiterreise von Bohol in andere Länder Südostasiens

Cebu ist ein guter Ausgangspunkt für Weiterreisen in Südostasien. Also würde ich erst wieder dahin übersetzen. Von Cebu oder Manila aus, das mit einem kurzen Inlandsflug erreichbar ist, stehen dir alle Türen offen:

  • Thailand: Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele Südostasiens und das aus gutem Grund. Ob Insel-Hopping in der Andamanensee, Tempel in Chiang Mai oder das pulsierende Bangkok … Thailand bietet für jeden Reisenden etwas.
  • Malaysia: Malaysia ist ein unterschätztes Reiseland mit unglaublicher Vielfalt. Penang mit seinem UNESCO-prämierten George Town in Penang, Langkawi mit traumhaften Stränden und Kuala Lumpur als moderne Metropole sind nur drei von vielen Highlights.
  • Indonesien: Bali ist der bekannteste Einstiegspunkt, aber Indonesien hat so viel mehr zu bieten. Lombok, Komodo, Sumatra und Java warten auf Entdecker, die abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sein wollen.
  • Vietnam: Vietnam ist lang, vielfältig und faszinierend. Von den Reisterrassen im Norden über die Kaiserstadt Hue bis zu den Buchten rund um Ha Long und Hoi An. Ich war vor allem in Ho Chi Minh City und Da Nang. Ein Reiseziel, das viele immer wieder zurückzieht.
  • Singapur: Singapur ist der perfekte Kurztrip. Kompakt, sauber, unglaublich gut organisiert und mit einer Essenskultur, die sich wirklich sehen lassen kann. Ideal als Zwischenstopp auf dem Weg weiter durch die Region.

Stopover in Singapur – Marina Bay Sands Lightshow

Stopover in Singapur – Marina Bay Sands Lightshow

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Powered by 12Go system

Fazit

Bohol ist ein Ausflug, den ich jedem empfehlen kann, der sich in der Region aufhält. Die Chocolate Hills sind bizarr und beeindruckend, die Tarsiere sind das heimliche Highlight und die Anreise von Cebu ist unkompliziert und günstig.

Zwei Nächte sind das Minimum. Wer sich auch die Strände auf Panglao genauer ansehen möchte, plant lieber vier bis fünf Tage ein.

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Flexibel arbeiten und Geld verdienen mit Sinn bei Talk2Move

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Flexibel arbeiten und Geld verdienen mit Sinn bei Talk2Move

Flexibel arbeiten und Geld verdienen mit Sinn bei Talk2Move

Letzte Woche hatte ich Nadine im Podcast zu Gast. Sie ist Prokuristin bei Talk2Move* und Co-Gründerin der NGO Project Wings. Ehrlich gesagt, war das ein Gespräch, das mir nicht nur neue Perspektiven eröffnet hat, sondern mich auch zum Nachdenken angeregt hat.

Nicht nur, weil die Geschichte hinter Talk2Move verdammt inspirierend ist. Sondern auch, weil ich gemerkt habe, dass viele meiner Hörer, Leser und Follower in einer ähnlichen Situation sind wie Nadine damals. Und vielleicht bist du es auch.

Wenn du erstmal in die Podcast-Folge reinhören möchtest, kannst du das direkt hier tun:

Das 9-to-5-Problem (und warum es mehr ist als nur ein Job)

Wenn du hier auf meinem Blog bist, dann kennst du vermutlich schon meine Standard-Erzählung: Menschen, die sich in klassischen Angestelltenverhältnissen nicht erfüllt fühlen. Die morgens aufwachen und denken: „Das kann doch nicht alles sein.“ Die aber gleichzeitig von der Frage wie gelähmt sind:

„Ja, aber wie fange ich an? Und wie soll ich das Geld dafür verdienen?“

An einem ganz ähnlichen Punkt kam Nadine vor Jahren an. Sie war Studentin, brauchte Geld für ihre Studiengebühren und suchte nach einem Nebenjob. Soweit so normal, oder?

Dann entdeckte sie Talk2Move.

Talk2Move: Das steckt wirklich dahinter

Lass mich das kurz erklären, damit es nicht zu abstrakt wird:

Talk2Move ist eine Fundraising-Agentur, die ausschließlich für NGOs und Hilfsorganisationen arbeitet. Während klassisches Fundraising oft digital abläuft – Newsletter, Social Media, Online-Kampagnen – konzentriert sich Talk2Move auf face-to-face-Fundraising. Also: Direkte Gespräche mit Menschen, echte Verbindung, persönliche Überzeugungskraft.

Die Gründung war nicht zufällig. Es gab ein echtes Problem: Viele Hilfsorganisationen wissen gar nicht, wie sie ihre Botschaft in die Welt bringen sollen. Sie kämpfen um Aufmerksamkeit, um Förderer, um finanzielle Sicherheit. Talk2Move löst genau dieses Problem, indem sie qualifizierte Menschen ausbildet, die für diese Organisationen sprechen.

Und hier wird es interessant für dich: Talk2Move braucht ständig neue Fundraiser. Menschen, die flexibel arbeiten können, die kommunikativ sind, die etwas Sinnstiftendes tun wollen.

Warum das für dein Leben relevant ist

Moment – ich höre dich schon sagen: „Barbara, ich bin doch nicht interessiert an Fundraising!“

Klar. Aber hear me out!

Das, was Nadine damals angezogen hat, war nicht primär der Job selbst. Es war die Kombination aus mehreren Dingen:

  • Flexible Arbeitszeit – Sie konnte ihr Studium und ihren Job kombinieren, ohne verrückt zu werden
  • Sinnvolle Arbeit – Sie wusste, dass jedes Gespräch, das sie führte, echten Organisationen hilft, ihre Mission zu erfüllen
  • Skill-Building – Sie hat gelernt, wie man mit Menschen spricht, wie man überzeugt, wie man mit Ablehnung umgeht
  • Netzwerk – Sie traf andere junge Menschen mit ähnlichen Werten
  • Finanzielle Unabhängigkeit – Sie verdiente genug, um ihre Studiengebühren zu bezahlen und sich nicht total abhängig zu fühlen

Das sind Dinge, die viele von euch suchen. Und das ist genau das Fundament, auf dem du dann mehr aufbauen kannst.

Das Credo: „Reden, um zu bewegen“

Nadine hat mir erzählt, was es mit dem Credo von Talk2Move auf sich hat, das so präsent ist, dass es der Name der Agentur ist: „Reden, um zu bewegen.“

Das finde ich großartig, weil es so viel mehr ist als Name und Slogan. Es geht um die Macht von echten Gesprächen. Um die Fähigkeit, Menschen nicht zu manipulieren, sondern zu inspirieren. Um die Idee, dass Worte etwas verändern können. Bei den Menschen, denen du zuhörst, aber auch bei dir selbst.

Genau das mir bei meinem eigenen Business ja auch extrem wichtig. Authentische Kommunikation, echte Geschichten statt Sales-Getue.

Wie aus einem Nebenjob eine Lebensaufgabe wurde

Hier wird Nadines Geschichte richtig spannend.

Sie fing 2007 an. Als Studentin, um Geld zu verdienen. Aber während sie mit Menschen sprach, während sie Kampagnen unterstützte, während sie die Auswirkungen ihrer Arbeit sah, passierte etwas: Sie verliebte sich in den Sektor. In die NGO-Welt. In die Idee, dass Menschen zusammen etwas verändern können.

Das führte dazu, dass sie nicht einfach nur bei Talk2Move blieb – sie stieg auf zur Prokuristin. Aber dann kam etwas, das so nicht geplant war: Sie gründete 2019 eine eigene NGO.

Das Ergebnis: Project Wings. Ursprünglich gedacht, um ein Hostel aus Ecobricks zu eröffnen und dann aber mit dem Ziel, das größte Recyclingdorf der Welt zu bauen. Heute ist das übrigens Realität und ich habe das Projekt in Bukit Lawang, im indonesischen Sumatra vor wenigen Monaten besucht.

Und das Spannende? Die Gründungsmitglieder kamen alle von Talk2Move. Menschen, die sich dort getroffen hatten, ähnliche Werte teilten und dann gemeinsam beschlossen: „Lasst uns etwas noch Größeres aufbauen.“

Das ist so ein schönes Beispiel dafür, wie Netzwerke entstehen, wenn Menschen mit ähnlichen Werten zusammenkommen. Talk2Move war nicht nur ein Job. Es entstand eine richtige Gemeinschaft.

Für wen ist Talk2Move wirklich geeignet?

Lass mich ehrlich sein (das ist ja mein Standard): Talk2Move ist nicht für jeden etwas.

Du solltest es in Betracht ziehen, wenn …

  • Du gerade studierst oder zwischen zwei Phasen steckst und finanzielle Flexibilität brauchst
  • Du viel reist und einen Job suchst, den du überall machen kannst (ja, Flexibilität ist Teil des Modells)
  • Du merkst, dass dir normale 9-to-5-Jobs nicht erfüllen und du etwas Sinnstiftendes tun möchtest
  • Du deine Kommunikations- und Rhetorik-Fähigkeiten trainieren willst (und zwar nicht in einem steifen Kurs, sondern durch echte Praxis)
  • Du neugierig auf den NGO-Sektor bist und schauen möchtest, wie diese Welt funktioniert
  • Du merkst, dass du gut mit Menschen reden kannst, aber bisher nie richtig verstanden hast, dass das ein echter Skill ist, der dir überall helfen kann

Das ist nichts für dich, wenn …

  • Du nur Geld verdienen willst und keine emotionale Connection zum Job willst
  • Du nur am Computer sitzen möchtest (das ist halt face-to-face Fundraising – da läufst du rum)
  • Du leicht demotiviert bist, wenn dich Menschen ablehnen

Die praktische Seite (und ja, das Geld)

Okay, lass mich auch das direkt ansprechen, denn Transparenz ist mir wichtig:

Talk2Move bezahlt nicht wie ein klassischer Bürojob. Das ist kein 9-to-5 mit Festgehalt. Aber die Bezahlung funktioniert so, dass du zwar auch ein Fixum erhältst, aber sonst für tatsächliche Ergebnisse bezahlt wirst. Für erfolgreiche Fundraising-Gespräche, für Menschen, die du gewinnst, um die Organisationen (im besten Falle langfristig) zu unterstützen.

Das heißt: Dein finales Einkommen hängt von deiner Leistung ab. Das ist für manche Menschen ein großer Vorteil (weil es gerecht wirkt), für andere ein Nachteil (weil es weniger Sicherheit gibt).

Aber hier ist das Coole: Es ist eine echte Übung in Unternehmertum. Du lernst, wie dein Output mit deinem Input verbunden ist. Du lernst, was „selbst verdient“ bedeutet. Und das – glaub mir – verändert deine Perspektive.

Warum ich dir das erzähle

Ich schreibe diesen Post, weil ich in Nadines Geschichte etwas gesehen habe, das ich auch in vielen Geschichten erkenne, wenn ich mit Menschen spreche, die im Angestelltenjob unglücklich waren und ihr Leben radikal geändert haben: Dass das Leben plötzlich einen echten Sinn hat. Dass man morgens mit einem Lächeln von der Sonne geweckt wird, anstatt ewig zu snoozen, weil der Wecker einen viel zu früh aus dem eigentlich dringend benötigten Schlaf gerissen hat.

Talk2Move ist nicht „die Lösung“. Es gibt sowieso keine One-Size-Fits-All-Lösung. Aber es könnte der nächste Schritt für dich sein. Der Punkt, an dem du merkst, dass du mehr Fähigkeiten hast, als du dachtest. An dem du in eine Community von Menschen kommst, die ähnliche Werte teilen. An dem du finanziell unabhängiger wirst, ohne dich komplett selbstständig zu machen (was ja auch nicht für jeden der richtige Weg ist).

Und wer weiß? Vielleicht wird aus einem Nebenjob bei Talk2Move für dich ja auch die nächste große Sache. So wie bei Nadine.

Was ich von Nadine gelernt habe

Nach diesem Podcast-Gespräch blieben ein paar Sätze bei mir hängen:

„Wir sind immer nur eine Entscheidung von einer Veränderung entfernt.“

Das ist nicht manipulativer Motivation-Speak. Das ist die reine Wahrheit. Nadine hätte 2007 auch einen anderen Nebenjob nehmen können. Vielleicht würde sie heute woanders arbeiten. Vielleicht würde Project Wings nicht existieren. Vielleicht würden über 100 Menschen nicht in diesem Recyclingdorf arbeiten und hätten heute kein besseres Leben.

Eine Entscheidung. Das war der Anfang.

Und ja, das ist auch ein bisschen die Botschaft, die ich dir mit auf den Weg geben möchte: Mach nicht immer den Job, der „sicher“ aussieht. Mach den Job, der dich wachsen lässt und wo du merkst, dass es sinnvoll ist.

Wenn du jetzt neugierig geworden bist

Schau dir Talk2Move* an. Setz dich mit ihnen in Kontakt. Stell Fragen. Finde heraus, ob es zu dir passt.

Und wenn es dich reizt, über mich als Fundraiser anzufangen – umso besser! Dann weiß ich, dass ich hier nicht nur geredet, sondern auch konkret geholfen habe.

Aber noch wichtiger: Nutze das als Anlass, mal eine ungewöhnliche Entscheidung zu treffen. Nicht weil ich es dir sage, sondern weil du merkst, dass sich etwas in dir verändern muss.

Man sagt ja auch nicht umsonst, dass es Wahnsinn ist, immer dasselbe zu tun, aber unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.

Also: Mach mal was anderes, etwas Unerwartetes, etwas, das du in der Vergangenheit vielleicht nie auch nur in Erwägung gezogen hättest.

Das ist ja eigentlich genau das, was ich mit meinem Blog, Podcast und Social Media-Kanälen erreichen möchte: Menschen dabei helfen, ihre Komfortzone zu verlassen und das Leben zu bauen, das sie wirklich wollen.

Talk2Move könnte ein erster Schritt auf deinem Weg in die Ortsunabhängigkeit sein.

Also? Worauf wartest du?

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P.S.: Wenn du noch Fragen hast – zum Podcast-Gespräch, zu Talk2Move, zum ganzen Thema Neustart im Job – komm gerne in meine Community oder schreib mir eine Mail. Ich antworte. Ehrlich und ohne Umschweife.

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Naysayer, Gegenwind und warum andere Leute dein Traumleben nicht gutheißen

Naysayer, Gegenwind und warum andere Leute dein Traumleben nicht gutheißen

Naysayer, Gegenwind und warum andere Leute dein Traumleben nicht gutheißen

Naysayer, Gegenwind und warum andere Leute dein Traumleben nicht gutheißen

Gegenwind aushalten und mit den Naysayern, also den Schwarzmalern und Pessimisten, umgehen zu müssen, ist eines der Probleme, durch die am Anfang wahrscheinlich alle durchmüssen, die ihr Leben radikal verändern möchten. Darüber musste ich kürlich mal wieder nachdenken, denn eine Bekannte hat mich gefragt:

„Barbara, als du angefangen hast, ein anderes Leben zu leben als deine Freunde damals, oder dein engster Kreis – haben dich da alle unterstützt in der Veränderung??“

Ich hab kurz gelacht. Nicht weil die Frage komisch war, sondern weil sie so vertraut ist. Dann wurde mir fast schon schwer ums Herz, weil ich mir vorstellen konnte, wie sie sich aktuell fühlen muss, wenn sie diese Frage stellt.

Nein. Natürlich hatte ich Gegenwind erfahren. Und bis heute muss ich immer wieder mit diesen sogenannten Naysayern in den Ring steigen – auch nach all den Jahren und obwohl ich das eigentlich gar nicht möchte. Eigentlich möchte ich doch nur entspannt leben und mich nicht ständig rechtfertigen oder mir einen „Vortrag“ über die Grenzen und Vorstellungen anderer anhören …

Daher habe ich dazu eine Folge Proud Nomad Vibes gemacht, in der es genau um dieses Thema geht: Gegenwind aus dem eigenen Umfeld. Die Zweifel, die Warnungen, die gut gemeinten Ratschläge, die sich manchmal anfühlen wie eine Wand, die sich vor deinen Träumen aufbaut. Und vor allem: wie du damit umgehst, ohne dich verbiegen zu müssen.

Hör dir gerne die Folge an oder lies einfach unterhalb des Players weiter, wo ich meine Gedanken und Ideen dazu nochmal verschriftlicht und meine Community sowie mein Buch „Dein ortsunabhängiger Arbeitsplatz“ verlinkt habe.

Wenn dich die eigenen Leute bremsen

Weißt du noch, als du zum ersten Mal laut ausgesprochen hast, was du wirklich willst? Ortsunabhängig arbeiten, reisen, raus aus dem 9-to-5-Job und damit dem Hamsterrad?

Für viele ist genau das der Moment, in dem es losgeht. Nicht mit Problemen bei der Remote-Jobsuche oder dem Aufbau des eigenen Business, sondern wenn man die eigenen Wünsche anfängt, laut auszusprechen. Aber dann kommen auch die Reaktionen aus dem engsten Kreis. Familie, enge Freunde, Kolleginnen. Menschen, die es eigentlich gut mit uns meinen.

Bei mir war das schon ganz früh so. Als ich nach dem Studium eine Weltreise machen wollte, war die Reaktion aus meinem Umfeld… nennen wir es mal: verhalten. Skepsis. Sorge. Fragen, die sich weniger wie echte Fragen angefühlt haben und mehr wie Warnschüsse.

Willst du wirklich ohne festen Wohnsitz reisen?

Aber man braucht doch ein Zuhause?

Ganz alleine losziehen?

Meinst du, das ist wirklich eine gute Idee?

Ich kenne diese Sätze. Und ich weiß, wie sehr sie einen runterziehen können. Genau dann, wenn man eigentlich gerade Anlauf nimmt und eigentlich Rückenwind anstatt Gegenwind brauchen könnte …

Was steckt wirklich dahinter?

Hier ist etwas, das mir über die Jahre wirklich geholfen hat das alles einzuordnen: Wenn jemand meine Pläne in Frage stellt, sagt das meistens mehr über die Person aus als über meinen Plan.

Das klingt erstmal nach einer dieser Phrasen, die man so hört. Aber ich meine das wirklich ernst.

Menschen projizieren. Wenn jemand, dem du nahestehst, sagt: „Das ist doch viel zu riskant“ oder „Damit kannst du kein Geld verdienen“, dann hat diese Person oft selbst eine Geschichte mit Scheitern, Unsicherheit oder Angst. Vielleicht haben sie selbst einen Traum begraben. Vielleicht haben sie nie den Absprung gewagt und wissen deshalb nicht, wie es sich anfühlt, es trotzdem zu versuchen. Vielleicht haben sie selbst aufgegeben, weil auch sie Gegenwind erfahren haben und auf Naysayer gehört haben.

Das bedeutet nicht, dass sie schlechte Menschen sind. Es bedeutet nur, dass ihre Einschätzung durch ihre eigene Brille gefärbt ist und nicht durch deine Realität. Wie könnte es auch anders sein? Der Großteil der Menschen sieht erstmal alles durch die Brille der eigenen Erfahrungen und Erlebnisse und versucht sich gar nicht in dich und dein Leben, geschweige denn deine innersten Wünsche zu versetzen.

Manchmal können sie das auch gar nicht, weil man ja nicht jeden einzelnen Gedanken teilt. Wie sollen andere deine Schlussfolgerungen also verstehen? Aber natürlich gibt es auch die Menschen, die gar nicht anders können und sich nicht in deine Lage versetzen wollen.

Und all das macht einen riesigen Unterschied! Denn es bedeutet, dass dieser gesamte Gegenwind rein gar nichts mit dir zu tun hat.

Leider musst du ihn dennoch aushalten, wenn du deinen Traum wahrmachen möchtest.

Die Frage, die du dir wirklich stellen solltest

Trotzdem – und das ist mir wichtig – bedeutet das nicht, dass du jeden Einwand einfach ignorieren solltest.

Es gibt einen Unterschied zwischen jemandem, der aus eigener Erfahrung spricht, und jemandem, der aus Angst redet. Und diesen Unterschied lohnt es sich herauszuarbeiten.

Wenn eine Person, die selbst als Freiberufler gearbeitet hat oder sich selbstständig gemacht hat, dir sagt: „Pass auf! Das ist der Teil, der wirklich herausfordernd ist“ – dann solltest du zuhören. Das ist wertvolles Wissen.

Wenn jemand sagt: „Das geht nicht, das ist nichts, dafür bist du nicht gemacht“ – ohne eigene Erfahrung, ohne konkreten Grund oder auf der Basis einer Doku im Fernsehen, Hörensagen, etc. – dann ist das kein Ratschlag. Das ist eine Projektion.

Die Frage, die ich mir in solchen Momenten also stelle: Spricht diese Person aus Erfahrung oder aus Angst?

Diese eine Frage hat mir schon oft geholfen, den richtigen Filter zu finden.

Dein Umfeld formt dich mehr, als du denkst

Ich glaube, etwas, das du beim Aufbau eines freien Lebens nicht unterschätzen solltest, ist: mit wem du Zeit verbringst.

Wenn du täglich mit Menschen zusammen bist, die Sicherheit über alles stellen, die Risiken grundsätzlich als Bedrohung sehen und die Selbstständigkeit für etwas halten, das „nichts für normale Menschen“ ist und stattdessen lieber 50 Jahre ihres Lebens Zeit gegen Geld tauschen und dabei nur andere reich machen (ihren Chef), während sie selbst kaum genug zum Überleben haben – dann kämpfst du nicht nur gegen externe Hindernisse. Du kämpfst gegen eine Energie, die dich täglich ein bisschen kleinmacht, die dir Kraft raubt, die dringend brauchst, die die Selbstzweifel anfeuert wie Brandbeschleuniger.

Und glaub mir: Selbstzweifel haben mehr Träume gekillt als alles andere!

Das klingt hart. Aber ich hab's selbst erlebt.

Der Wendepunkt für mich kam, als ich anfing, mich mit Menschen zu umgeben, die diesen Weg bereits gegangen waren oder gerade gingen. Auf Events wie der DNX (heute DNK) oder der Nomad Cruise. In Communities wie Nomad Base oder dem Citizen Circle. Mit Gleichgesinnten in persona bei Live-Events oder online.

Rückenwind statt Gegenwind: Barbara mit MacBook auf der Nomad Cruise

Rückenwind statt Gegenwind: Barbara mit MacBook auf der Nomad Cruise

Plötzlich war mein Vorhaben nicht mehr „mutig“ oder gar „verrückt“. Es war einfach: normal. Machbar. Eine der vielen Möglichkeiten, das eigene Leben zu gestalten.

Und die Tipps, die kamen? Waren aus erster Hand von Machern und nicht mehr vom Hörensagen von Menschen, die ihre eigenen Träume nie verwirklicht haben.

Mein neues Motto war das der damaligen DNX: I CHOOSE FREEDOM! Das klebte groß auf meinem MacBook und auch in meinem Kopf.

Der Effekt, wenn du in einem Raum bist – echt oder digital – wo andere Menschen genau das leben, was du dir vorstellst, ist kaum zu überschätzen. Dein Maßstab verschiebt sich. Und mit ihm auch dein Gefühl dafür, was möglich ist.

Familie und Freunde: Abstand nehmen oder aushalten?

Ich will hier ehrlich sein, weil ich denke, dass du das verdient hast: Du wirst nicht immer dein engstes Umfeld überzeugen. Und das ist okay.

Du musst dich nicht von deiner Familie trennen. Du musst nicht alle alten Freundschaften aufkündigen. Aber du darfst erkennen, dass nicht alle Menschen in deinem Leben eine tragende Rolle spielen müssen.

Manche Menschen sind wunderbar als Freunde, als Geschwister, als Eltern – aber nicht als Sparringspartner für dein Business oder deinen Lebensentwurf. Da darfst (und musst?!) du auf lange Sicht trennen.

Was das praktisch bedeutet: Du musst nicht jede Entscheidung, jeden Plan, jeden Zweifel mit Menschen besprechen, die dich sowieso nicht verstehen werden. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie schlechte Menschen wären, sondern dass sie schlicht nicht die richtigen Ansprechpartner dafür sind.

Such dir stattdessen bewusst Menschen, die ähnliche Ziele haben und dich daher in deinen besser supporten können. Menschen, mit denen du Erfolge feiern kannst. Die mitfiebern. Die eigene Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringen.

Das verändert alles.

Was du dir merken darfst

Ich fasse das mal zusammen … Als Gedanken, die mir selbst immer wieder helfen:

  1. Gegenwind ist normal. Er bedeutet nicht, dass du auf dem falschen Weg bist. Oft ist er einfach ein Zeichen dafür, dass du etwas tust, das sich von der Norm unterscheidet und das ist ja genau das Ziel.
  2. Hinterfrage die Quelle. Kommt dieser Einwand aus Erfahrung oder aus Angst? Das macht einen riesigen Unterschied darin, wie viel Gewicht du ihm gibst.
  3. Bau dir dein eigenes Netzwerk auf. Nicht weil dein altes falsch ist, sondern weil du Menschen brauchst, die deinen Weg kennen und mitgehen können.

Und dann: Mach weiter! Auch wenn's holprig ist. Auch wenn es nicht alle verstehen.

Genau deshalb gibt es die Proud Nomad Vibes Community

Ich habe diese Community nicht aufgebaut, weil ich dachte, die Welt braucht noch eine weitere Gruppe. Ich hab sie aufgebaut, weil ich selbst lange nach einem Ort gesucht habe, an dem Menschen zusammenkommen, die diesen Weg wirklich gehen wollen. Nicht zum Posen, nicht um sich gegenseitig mit Erfolgsgeschichten zu überbieten, sondern um sich ehrlich auszutauschen. Über die Höhen, aber auch über die Momente, in denen man zweifelt oder nicht weiterkommt.

In der Proud Nomad Vibes Community sind das genau die Menschen, die du findest: Leute, die sich ein ortsunabhängiges Leben aufbauen. Manche stehen ganz am Anfang, manche schon mittendrin.

Die einen fragen, die anderen teilen ihre Erfahrungen.

Und alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Umfeld nicht mitkommt. Du musst dort niemanden überzeugen, dass dein Weg Sinn ergibt. Du musst nicht erklären, warum du keinen „sicheren Job“ willst. Du kommst rein, und es ist einfach klar, was deine Ziele sind, weil alle denselben Antrieb kennen. Für mich ist das einer der wichtigsten Bausteine, wenn du ein freies Leben aufbauen willst: nicht nur Strategie und Wissen, sondern echte Menschen, die mitziehen.

Die Community ist genau dieser Ort.

Du willst nicht nur inspiriert sein, sondern wirklich loslegen?

Dein ortsunabhängiger Arbeitsplatz

Dann ist mein Buch „Dein ortsunabhängiger Arbeitsplatz – Wie du als digitaler Nomade durchstartest“ genau das Richtige für dich.

Ich bin seit 2014 digitale Nomadin – eine der ersten Deutschen, die diesen Weg gegangen sind – und habe in diesem Buch alles zusammengefasst, was ich in über zehn Jahren gelernt habe.

  • Wie du dich online selbstständig machst.
  • Wie du dich auf ein Leben als digitaler Nomade vorbereitest.
  • Welche Tools du brauchst, wie du SMARTe Ziele setzt und wie du motiviert bleibst, wenn niemand von außen Druck macht.

Kein theoretisches Wunschdenken, sondern ein praxisnaher Leitfaden aus echter Erfahrung.

Das Buch gibt's als Taschenbuch oder E-Book ab 9,99 € – und wenn du gleich richtig einsteigen willst, kannst du es auch im Bundle mit „Von null auf selbstständig“ und „Instagram für Selbstständige“ für 24,99 € bekommen.

Mein Fazit zum Thema Gegenwind

Ich lebe dieses Leben jetzt seit vielen Jahren. Und ich kann dir sagen: Es wird immer wieder Momente geben, in denen jemand Zweifel und Kritik äußert, negative Kommentare abgibt oder eben Gegendwind erzeugt. In Bezug auf dich, deinen Plan, deine Entscheidung.

Aber ich kann dir auch sagen, dass es sich lohnt. Denn das Leben, das du dir aufbaust, ist wirklich das, was du dir wünschst.

Das ist der Kern von Proud Nomad Vibes und der Grund, warum ich meinen Podcast gestartet habe. Um Menschen bei genau diesem Plan zu unterstützen, auch wenn es nur durch Worte sind, die im besten Fall ein bisschen Rückenwind statt Gegenwind erzeugen.

Bis zum nächsten Mal.

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Was ist eigentlich ein digitaler Nomade?

Was ist eigentlich ein digitaler Nomade?

Was ist eigentlich ein digitaler Nomade?

Was ist eigentlich ein digitaler Nomade?

Der Traum vom ortsunabhängigen Arbeiten ist überall zu sehen: digitale Nomaden mit Laptop am Strand, arbeiten aus exotischen Cafés, absolute Freiheit. Aber wie sieht die Realität wirklich aus? Ich verrate dir, was digitales Nomadentum ist, was nicht, und warum es vielleicht genau das ist, was du dir wünschst.

Barbara am Laptop in Chiang Mai

Barbara am Laptop in Chiang Mai

Meine persönliche Geschichte mit dem digitalen Nomadentum

Ich bin Barbara und ich bin seit 2014 digitale Nomadin. Das ist mittlerweile über ein Jahrzehnt und ja, ich habe verschiedenste Phasen durchlebt, die wahrscheinlich ganz anders aussehen, als das Bild, das viele von diesem Lebensstil haben.

Damals, als ich anfing, wurde ich mit großen Augen angesehen:

„Digitaler was? Nomade? Und wo sind dein Zelt und dein Kamel?“

Der Begriff war neu, unbekannt, irgendwie exotisch und gleichzeitig suspekt. Ich bin damals zufällig darüber gestolpert. Ich war mitten in den Vorbereitungen für meine Weltreise. Ich wollte mir ein Round the World Ticket „kaufen“ (bezahlt in erster Linie mit Meilen –> mehr dazu hier: Round the World Ticket fast umsonst) und um die Welt reisen. Bei meiner Recherche dazu bin ich auf die DNX, die digitale Nomadenkonferenz gestoßen, habe mir sofort ein Ticket gekauft und der Rest ist Geschichte …

Spaß bei beiseite: Ich war dann im Oktober 2014 bei der DNX und bin im November, also ca. einen Monat später auf Weltreise gegangen. Mit Laptop im Gepäck und ganz viel Bock, diesen Lebensstil auszuprobieren!

Heute ist der Begriff deutlich verbreiteter, aber es gibt immer noch jede Menge Verwirrung darüber, was digitales Nomadentum wirklich bedeutet.

Deswegen schreibe ich diesen Artikel.

Was ist ein digitaler Nomade eigentlich?

Die einfache Definition: Digitale Nomaden arbeiten ortsunabhängig mit Hilfe des Internets. Sie haben keinen festen Arbeitsplatz, keinen klassischen Chef, der ihnen ab 9 Uhr morgens die Hölle heiß macht, wenn sie nicht am Arbeitsplatz sind, und können theoretisch von überall arbeiten, wo es Internet gibt. Alles, was sie brauchen, sind ein Computer und eine (möglichst stabile) Internetverbindung.

Das Wichtigste: Es geht nicht um den Ort. Es geht um Freiheit.

Barbara mit Macbook in Nyali

Barbara mit Macbook in Nyali

Digitales Nomadentum ist nicht dasselbe wie:

  • Dauerreisen und Backpacking. Du könntest als digitaler Nomade fünf Jahre um die Welt reisen oder an einem festen Ort in einer Stadt deiner Wahl wohnen und nur gelegentlich verreisen. Beides ist möglich.
  • Reisbloggen oder Content-Erstellung über Reisen. Das kann ein digitaler Nomade tun, muss es aber nicht. Es geht nicht darum, die Reisen zu dokumentieren, sondern einfach zu arbeiten, wo man möchte.
  • Ein Luxuslebensstil ohne Regeln. Digitale Nomaden müssen genauso arbeiten wie angestellte Menschen, nur eben mit einer anderen Gestaltungsfreiheit beim Wann, Wo und Wie.

Die Fragen, die mir ständig gestellt werden

Wie verdient man als digitaler Nomade eigentlich Geld?

Das ist die Eine-Million-Dollar-Frage. Und die Antwort ist: Genauso wie jeder andere auch – nur eben online.

Es gibt nicht „die eine“ Methode. Ich selbst habe als Übersetzerin und Texterin angefangen, bin dann in den Content Creation gewechselt und verdiene mein Geld heute mit einer Kombination: mit meinen Büchern, mit meinem Mentoring-Programm, mit meinen digitalen Produkten, meiner Community und mit meinem Content. Was ich alles mache, erläutere ich hier: Wie verdiene ich eigentlich meine Brötchen?

Andere digitale Nomaden sind:

  • Freiberufler oder Agentur-Gründer (Webdesign, Copywriting, Grafik, Programmierung)
  • E-Commerce-Unternehmer mit Online-Shops
  • Affiliate-Marketer
  • Kurse- und Online-Produkt-Ersteller
  • Virtuelle Assistenten und Service-Anbieter

Oft ist die wichtigste Voraussetzung: Eine Fähigkeit, die Menschen online bereit sind zu zahlen. Und ja, das erfordert Arbeit, Aufbau und Geduld.

Manchmal ist auch Passives Einkommen eine Option. Aber das aufzubauen, kann dauern.

 

Bist du dann nur im Urlaub? Wie sieht dein Alltag aus?

Hier möchte ich mit einem großen Mythos aufräumen: Digitales Nomadentum ist NICHT andauernder Urlaub.

Ich arbeite. Jeden Tag. Von 2014 bis 2020 habe ich sechs Jahre lang während meiner Reisen gearbeitet – und das bedeutete: Während Touristen die Stadt erkundet haben, saß ich morgens im Café und habe am Computer gearbeitet. Ich hatte Video-Calls mit Kunden und Teilnehmern meiner Kurse. Ich habe an immer neuen Kursen gebastelt oder neue Bücher geschrieben.

Zwischen 2020 und 2026 hatte ich sogar eine feste Basis in Deutschland und bin nur gelegentlich gereist. War ich dann noch eine digitale Nomadin? Technisch gesehen ja, weil ich weiterhin ortsunabhängig gearbeitet habe. Aber es zeigt: Digitales Nomadentum ist flexibel. Es geht um die Möglichkeit, nicht um die Verpflichtung zu reisen. Dennoch war ich selbst in dieser Zeit meistens mindestens acht Monate im Jahr auf Reisen.

Mein typischer Arbeitstag sieht aus wie jeder andere Tag auch: Ich stehe auf, ich mache meine Morgenroutine, ich öffne meinen Laptop, ich antworte auf E-Mails, ich arbeite an meinen Projekten – Podcast, Content, Mentoring. Das kann ich von überall machen.

Der Unterschied: Ich bestimme selbst, wann ich das mache. Und wo. Und manchmal kann ich auch vor der ersten Laptop-Session des Tages einen Spaziergang am Meer machen. Das ist die Freiheit.

Barbara zum Sonnenaufgang am Strand in Koh Samui

Barbara zum Sonnenaufgang am Strand in Koh Samui

 

Ist das nicht einsam?

Ja, es kann einsam sein. Darüber habe ich hier geschrieben: Nachteile einer Langzeitreise. Den Blogpost habe ich damals am Ende meiner Weltreise geschrieben. Heute sehe ich das nicht mehr ganz so, aber damals habe ich so empfunden …

Wie dem auch sei: Wenn du zum ersten Mal als digitaler Nomade alleine in einer Stadt unterwegs bist, in der du niemanden kennst, ohne Büro, ohne tägliche Kollegen, ohne die normale soziale Struktur … Kann sich das durchaus einsam anfühlen. Manchmal habe ich das selbst erlebt.

Aber: Es gibt darauf mehrere Antworten.

Erstens: Der Großteil der digitalen Nomaden lebt nicht isoliert, sondern in Hotspots – auf Bali, in Chiang Mai oder Tarifa – wo es Hunderte andere digitale Nomaden gibt. Communities entstehen automatisch.

Zweitens: Es hängt von dir ab. Wenn dir Einsamkeit droht, musst du aktiv werden. Du kannst Coworking-Spaces besuchen, Meetups besuchen, digitalen Communities beitreten. So trainierst du auch deine Sozialkompetenz.

Drittens: Du schließt nicht automatisch Freundschaften, weil du am gleichen Ort sitzt. Und du verlierst nicht automatisch Kontakt zu deinen Freunden zu Hause, nur weil du woanders lebst. Das ist genauso wie überall sonst: du musst daran arbeiten. Lies hier mehr zu dem Thema nach: Auf Reisen Leute kennenlernen.

Viertens: Du kannst du auch ein Hobby suchen und das unterwegs ausüben. So lernst du ganz easy neue Leute kennen. Darüber habe ich auch schon geschrieben (und eine Podcast-Folge gemacht): Hobby als Türöffner.

Ich bin quasi Teil der globalen Community von digitalen Nomaden, aber dafür musste ich auch an die richtigen Orte gehen. Außerdem habe ich auch meinen Podcast und meine Online-Community aufgebaut, um einen Raum zu schaffen, in dem man sich kennenlernen, verabreden und austauschen kann.

 

Ist das nicht total teuer?

Das kommt darauf an. Digitales Nomadentum kann sehr günstig sein oder sehr teuer. Es liegt an dir.

Wenn du in Länder mit niedrigen Lebenshaltungskosten reist (Thailand, Indonesien, Kolumbien, Albanien), kannst du mit 1000 bis 1500 Euro im Monat ganz gut leben. Sehr komfortabel. Mit echtem Spaß und guter Infrastruktur.

Wenn du in Westeuropa oder großen Städten lebst, wird es teurer. Aber nicht teurer als überall sonst auch. Du zahlst für Wohnung, Essen, Internet – wie überall.

Das Wichtigste: Du kannst immer wieder neu entscheiden. Das bedeutet mehr Verantwortung, aber auch echte Kontrolle über dein Budget.

Für wen ist digitales Nomadentum die richtige Wahl?

Spoiler Alert: Nicht für jeden! Und das ist okay.

Digitales Nomadentum funktioniert für dich, wenn du:

  • eine Fähigkeit hast oder aufbauen willst, die du online anbieten kannst
  • bereit bist, Verantwortung für dein eigenes Business zu übernehmen
  • deine Motivation intrinsisch ist (kein Chef, der dich antreibt, keine Kollegen, die dich unterstützen)
  • bereit bist, unregelmäßiges Einkommen mindestens in der Anfangsphase, aber manchmal auch darüber hinaus zu ertragen
  • dich einsam fühlen kannst, ohne in ein Loch zu fallen, oder aktiv soziale Strukturen aufbaust

Digitales Nomadentum ist wahrscheinlich nichts für dich, wenn du:

  • jemanden brauchst, der dir sagt, was zu tun ist und wann
  • finanzielle Stabilität brauchst (zumindest in den ersten Monaten/Jahren)
  • lieber im selben Land/in derselben Stadt mit deinen Liebsten lebst und das nicht aufgeben möchtest
  • eine angestellte Position brauchst, um dich sicher zu fühlen

Meine eigene Reise – die ehrliche Version

Ich erzähle dir meine Geschichte nicht, um dich zu beeindrucken, sondern um zu zeigen, dass dieser Weg nicht linear sein muss. Meiner war es nicht und das ist in Ordnung.

Von 2014 bis 2020 war ich voll in die nomadische Lifestyle-Sache involviert. Ich bin gereist. Viel gereist. Ich war jedes Jahr in mindestens zehn neuen Ländern, bin auf sechs Kontinenten gereist und kaum zu bremsen. Ich habe die Freiheit geliebt.

Aber zwischen 2020 und 2026 war ich wieder in Deutschland gemeldet. Ich hatte eine feste Base, weil ich zum Beginn der Pandemie beschlossen hatte, bei meinem Vater zu sein. Und weißt du was? Das war keine „Niederlage“. Das war eine Entscheidung für das, was ich in diesem Moment brauchte. Digitales Nomadentum bedeutet eben auch: Du darfst dein Leben so ändern, dass es zu den Lebensumständen passt.

Im Laufe des Jahres 2026 habe ich dann aber einen Schlussstrich gezogen. Schon lange hatte ich gemerkt, dass mich das Leben in Deutschland einfach nur unglücklich macht. Meinen Wohnsitz habe ich also wieder abgemeldet und baue meine neue Base in Thailand auf. Natürlich werde ich trotzdem regelmäßig reisen. Es ist ein Mix aus beiden Welten.

Die Lektion: Digitales Nomadentum ist nicht „entweder-oder“. Es ist flexibel, anpassbar, lebbar.

Barbara in Kuala Lumpur

Barbara in Kuala Lumpur

Das Wichtigste: Es geht um Freiheit

Jahrelang bin ich herumgelaufen und wusste nicht, wie ich das, was ich kann und liebe, am besten nutzen kann. Ich habe gedacht, ich muss in eine Box passen, die die Gesellschaft für mich vorbereitet hat: Studium, Job, Karriere, Haus. Klassisch.

Dann habe ich zum Glück verstanden: Keiner kann mich zwingen, diesen Weg zu gehen. Es geht nicht darum, dass dein Konzept perfekt ist. Es geht darum, dass du jeden Tag aufs Neue entscheiden kannst, wie du leben möchtest.

Und genau das ist digitales Nomadentum für mich.

Wie du anfangen kannst

Falls du jetzt – genauso wie ich damals – spürst, dass das dein Weg ist …. Falls du merkst: „Ja, das könnte was für mich sein!“ … Dann habe ich ein paar konkrete nächste Schritte für dich:

Lade dir mein kostenloses StarterKit herunter: „Dein StarterKit, um ortsunabhängig zu arbeiten“. Da findest du konkrete erste Schritte, Checklisten und Klarheit darüber, ob das wirklich für dich passt.

Höre in meinen Podcast rein: „Proud Nomad Vibes“ – da spreche ich regelmäßig allein und mit anderen digitalen Nomaden über die Realität, die Herausforderungen, die Chancen. Echte Erfahrungen, keine Märchen.

Tritt meiner Community bei, wo wir uns austauschen, unterstützen, und zusammen diesen Weg gehen. Du bist nicht allein mit deinen Fragen! Hier geht's zur „Proud Nomad Community“.

Wenn du weißt, dass du das willst, aber nicht, wo du anfangen sollst, ist mein Mentoring-Programm vielleicht genau das richtige. Da begleite ich dich von A bis Z. Von der Idee bis zum laufenden Business: Mentoring.

Mein Fazit

Soll jeder digitaler Nomade werden? Nein.

Aber wenn du an einem Punkt bist, wo du denkst: „So kann ich nicht weitermachen. So will ich nicht leben. Es muss sich etwas ändern“ – dann möchte ich dir das hier sagen:

Es ist möglich.

Es wird bestimmt nicht einfach. Es geht garantiert nicht schnell und schon gar nicht von heute auf morgen. Und es erfordert eine ganze Menge Arbeit.

Aber es ist möglich.

Ich glaube an einen Satz:

„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.“

Aber manchmal muss der Schmied erst viele, einzelne Puzzleteile in die richtige Position bringen, bevor er anfangen kann zu schmieden.

Nichtsdestotrotz: Die Mühe lohnt sich, versprochen!

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PS: Der Beitrag ist ursprünglich am 14. August 2014 entstanden, wurde aber seitdem von mir aktualisiert. Nach größeren Updates verändere ich das Veröffentlichungsdatum.

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