Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Es gibt Momente auf Reisen, die brennen sich wegen ihrer stillen Schönheit ins Gedächtnis. Für mich gehört der Moment dazu, wenn ich morgens im Nachtzug aufwache, den Vorhang zur Seite schiebe und draußen die Landschaft Thailands im ersten Licht des Tages vorbeizieht. Reisfelder, Berge, kleine Dörfer – alles in diesem weichen, goldenen Morgenlicht, das man nur kurz nach Sonnenaufgang kennt.

Ich bin schon sehr oft mit dem Nachtzug in Thailand gefahren. Bangkok–Chiang Mai, Bangkok–Surat Thani, Bangkok–Ubon Ratchathani. Und jedes Mal wieder dieses Gefühl: langsam reisen, ankommen, bevor der Tag richtig beginnt.

Wenn du also überlegst, ob du den Nachtzug nehmen sollst – tu es. Aber lies vorher diesen Post.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Warum Nachtzug statt Flug?

Das ist die Frage, die sich viele stellen. Flüge innerhalb Thailands sind oft günstig und schnell – warum also stundenlang im Zug sitzen?

Weil der Nachtzug mehr ist als ein Transportmittel.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Du sparst eine Übernachtung. Du schläfst im Zug, sparst dir also ein Hotelzimmer – und das oft günstiger als beides einzeln.
  • Kein Flughafenstress. Kein frühes Aufstehen, kein Check-in zwei Stunden vorher, kein Gepäck aufgeben.
  • Du kommst ausgeruht an. Zumindest meistens – das hängt natürlich davon ab, wie gut du schläfst.
  • Es ist ein Erlebnis. Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge aus dem Zugfenster, das Rattern der Gleise, das langsame Versinken in den Schlaf – das ist Reisen im besten Sinne.
  • Es ist nachhaltiger. Im Vergleich zum Fliegen hat der Zug eine deutlich bessere CO₂-Bilanz.

Der einzige echte Nachteil: Es dauert länger. Bangkok–Chiang Mai sind rund 13–14 Stunden im Zug, per Flugzeug unter zwei Stunden. Wer Zeit hat – und die sollte man auf Reisen haben –, ist mit dem Nachtzug oft besser dran.

Mit dem Nachtzug durch Thailand

Die Sitze unten werden zu einem Bett zusammengeschoben

Die wichtigsten Nachtzugstrecken in Thailand

Bangkok – Chiang Mai

Die klassischste und beliebteste Nachtzugstrecke Thailands. Die Strecke ist rund 750 Kilometer lang, die Fahrt dauert ca. 12–14 Stunden – je nach Zug. Abfahrt in Bangkok ist am frühen Abend, Ankunft in Chiang Mai am nächsten Morgen. Perfekt, um keine Nacht im Hotel zu verlieren und ausgeruht in der nördlichen Hauptstadt anzukommen.

Ich bin diese Strecke am häufigsten gefahren und kann sie wärmstens empfehlen. Der Moment, wenn man morgens in Chiang Mai ankommt und die kühlere Luft des Nordens spürt – unbezahlbar.

Abfahrt: Bangkok Krung Thep Aphiwat Central Terminal (ehemals Hua Lamphong) Reisedauer: ca. 12–14 Stunden Preise ab: ca. 600–900 Baht (ca. 15–23 Euro) für 2nd Class Sleeping

 

Bangkok – Surat Thani

Wer auf die Inseln im Golf von Thailand möchte – Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao – der kommt am günstigsten und bequemsten über Surat Thani. Der Flughafen auf Koh Samui ist zwar wunderschön, aber teuer. Der Nachtzug nach Surat Thani mit anschließender Fähre ist die mit Abstand bessere Alternative.

Ich bin diese Strecke mehrmals gefahren und war jedes Mal froh darüber. In Surat Thani angekommen, gibt es Busse und Fähren direkt zu den Inseln – das ist gut organisiert und unkompliziert.

Abfahrt: Bangkok Krung Thep Aphiwat Central Terminal Reisedauer: ca. 10–12 Stunden Preise ab: ca. 700–1.000 Baht (ca. 18–26 Euro) für 2nd Class Sleeping

 

Bangkok – Ubon Ratchathani

Weniger bekannt, aber eine schöne Option für alle, die den Nordosten Thailands (Isan) erkunden möchten. Ich bin diese Strecke einmal gefahren – ruhiger, weniger touristisch, ein anderes Thailand als das, das die meisten kennen. Von Udon Thani aus lässt sich auch gut weiter nach Laos reisen.

Abfahrt: Bangkok Krung Thep Aphiwat Central Terminal Reisedauer: ca. 10–11 Stunden Preise ab: ca. 500–800 Baht (ca. 13–20 Euro) für 2nd Class Sleeping

Im Nachtzug in Thailand
Im Nachtzug in Thailand
Im Nachtzug in Thailand

Klassen im Überblick

Im thailändischen Nachtzug gibt es grundsätzlich drei Klassen:

 

1st Class (Erste Klasse)

Private Abteile mit zwei Betten, Klimaanlage, abschließbarer Tür. Deutlich mehr Privatsphäre – und entsprechend teurer. Auf manchen Zügen gibt es sogar eine kleine Dusche. Ich selbst bin noch nie 1st Class gefahren, aber für alle, die Wert auf Privatsphäre legen, sicher eine Option. Wenn du das möchtest, solltest du sehr früh buchen.

 

2nd Class Sleeping (Zweite Klasse Schlafwagen)

Das ist meine Empfehlung und die Wahl der meisten Reisenden. Liegeabteile mit Klimaanlage oder Ventilator, je zwei Betten übereinander, Vorhang zur Seite des Ganges. Sauber, komfortabel, günstig. Für die meisten Strecken völlig ausreichend.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

 

3rd Class (Dritte Klasse)

Sitzwagen, keine Liegeplätze. Für kurze Strecken okay, für Nachtfahrten eher nicht zu empfehlen, außer man ist sehr reisehart oder sehr sparsam. Tagsüber bin ich schon einmal dritter Klasse gefahren. Und zwar von Bangkok nach Udon Thani. Es war die coolste Zugfahrt meines Lebens: nur Thais, alle waren extrem herzlich und haben geplaudert, Essen geteilt, etc. Es war super schön!

Upper Berth vs. Lower Berth – was lohnt sich?

Kurze Antwort: Lower Berth, wenn verfügbar. Aber da muss man schnell sein. Kurzfristig gibt es oft nur noch Upper Berths.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Das untere Bett hat ein Fenster – und das macht den ganzen Unterschied. Sonnenuntergang, Sonnenaufgang, die Landschaft, die vorbeizieht – all das erlebt man nur von unten. Das untere Bett ist außerdem etwas breiter und man muss nicht die Leiter hinaufklettern. Ein meiner Meinung nach großer Vorteil ist außerdem, dass es unten dunkler ist, da der Vorhang des oberen Bettes die Lücke am oberen Ende des unteren Vorhangs schließt.

Der Nachteil: Das untere Bett ist bis zum Umbau zu Betten auch Sitzplatz für die Passagiere des oberen Bettes. Außerdem besteht unter ein geringes Risiko, beklaut zu werden. Ich habe das bisher weder selbst erlebt noch mitbekommen. Aber ich habe gehört, dass das durchaus passieren kann. Also muss man unten größere Vorsicht walten lassen.

Das obere Bett ist außerdem etwas günstiger und man hat mehr Privatsphäre, weil man höher liegt und die Mitreisenden weniger in Sichtkontakt hat. In manchen Zügen hat man oben auch direkt das Gepck in greifbarer Nähe, was ziemlich praktisch ist.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Mein Rat: Immer zuerst nach einem Lower Berth schauen. Falls nicht mehr verfügbar, ist das Upper Berth aber auch völlig in Ordnung.

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Tickets buchen

Wo kann man die Tickets buchen?

Tickets für den Nachtzug in Thailand kann man direkt am Bahnhof kaufen. Das habe ich früher immer gemacht. Was ich heutzutage klar empfehle, ist jedoch, vorab online über 12go.asia* zu buchen.

Der Vorteil: Man muss nicht erst an den Bahnhof fahren und hat die Buchungsbestätigung direkt auf dem Handy.

 

Wie weit im Voraus buchen?

  • Nebensaison: Oft reicht es, wenige Tage vorher zu buchen
  • Hauptsaison (Mitte Dezember bis Mitte Februar): Mindestens 2 bis 4 Wochen vorher
  • Songkran (April) und andere Feiertage: So früh wie möglich – die beliebten Züge sind schnell ausgebucht und im schlimmsten Fall bleibt nichts anderes als der Flieger
  • Allgemein gilt: Der Ticketverkauf öffnet 90 Tage vor Abfahrt. Wer sicher gehen möchte, bucht gleich am ersten Tag.

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia*. Die Preise dort unterscheiden sich nicht oder nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Powered by 12Go system

Was du einpacken solltest

Der Nachtzug in Thailand ist grundsätzlich gut ausgestattet: Bettwäsche und ein kleines Kissen werden gestellt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ich immer dabeihabe:

  • Reisedecke: Die Klimaanlage kann sehr kalt sein. Das ist der häufigste Kritikpunkt am thailändischen Nachtzug und er ist berechtigt. Einen Pullover oder eine Reisedecke immer einpacken.
  • Ohrstöpsel: Nur so kann ich im Zug schlafen.
  • Schlafmaske: Wer empfindlich auf Licht reagiert, ist damit gut beraten.
  • Evtl. Schloss für das Gepäck: Großes Gepäck kommt unter das untere Bett oder in die Gepäckablage. Ein kleines Schloss kann ein gutes Gefühl geben.
  • Snacks und Wasser: Im Zug kannst du nichts kaufen, also lieber mehr mitnehmen als zu wenig.
  • Powerbank: Steckdosen gibt es im Zug, aber nicht immer und nicht immer zuverlässig.

Essen & Trinken im Zug

Ich esse ehrlich gesagt nie im Zug – ich esse immer vorher und nehme mir Snacks mit. Das empfehle ich auch dir.

Auf manchen Zügen (z.B. dem Special Express Bangkok–Chiang Mai) gibt es einen Speisewagen oder einen Service, der Essen ans Bett bringt – einfache Reisgerichte, Currys, Suppen. Das ist durchaus okay, aber nicht das Highlight der Reise.

Mein Tipp: Vor der Abfahrt am Bahnhof oder in der Nähe essen – am Hauptbahnhof in Bangkok gibt es gute Food-Optionen – und für die Nacht Wasser und ein paar Snacks einpacken.

WLAN & Arbeiten unterwegs

Es gibt kein WLAN im Zug. Das muss man wissen und akzeptieren.

Ich arbeite im Nachtzug trotzdem: mit dem Hotspot meines Handys mit lokaler Simkarte. Das funktioniert auf den meisten Strecken gut, auch wenn es zwischendurch mal schwächelt – gerade in den Bergen zwischen Bangkok und Chiang Mai.

Alternativ: Serien oder Filme vorab herunterladen. Netflix, Disney+, YouTube Premium – alles lässt sich offline nutzen. Alternativ höre ich auch total gerne Hörbücher. Ich mag es eh gerne, den Nachtzug eher als Auszeit vom Bildschirm zu betrachten, aber das muss jeder selbst entscheiden.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Meine persönlichen Tipps & Erfahrungen

Nach vielen Nachtzugfahrten in Thailand habe ich einiges gelernt:

 

Lower Berth ist besser als Upper Berth

Immer Lower Berth buchen – das Fenster ist es wert. Den Sonnenaufgang über den Reisfeldern zu sehen, während alle anderen noch schlafen: das ist einer meiner liebsten Reisemomente überhaupt.

 

Früh da sein

Sei früh genug am Bahnhof, vor allem in Bangkok. Der Hauptbahnhof Krung Thep Aphiwat ist riesig, eher wie ein Flughafen als ein Bahnhof. Es gibt außerdem viele Stände, an denen du noch essen kannst oder dir etwas für die Zugfahrt kaufen kannst. Also lieber etwas früher da sein, das richtige Gleis finden und noch ein bisschen futtern, bevor es losgeht.

 

Zwiebellook einplanen

Pack mindestens eine Jacke ein. Ich kann es nicht oft genug sagen: Die Klimaanlage ist gnadenlos kalt. Für mich persönlich sind daher die Wagons mit Ventilator besser, weil ich in denen mit Klimaanlage extrem friere.

 

Alles griffbereit haben

Pack am besten so, dass du alles, was du während der Zugfahrt brauchst, in Reichweite hast. Je nach Zug ist es möglich, dass du nicht gut an deinen Koffer kommst. Also pack deinen Kulturbeutel und Kleidung für den Zwiebellook, falls es zu kalt wird, in einen Tagesrucksack, den du mit ins Bett nehmen kannst.

 

Schlafmaske & Ohropax

Schließ den Vorhang und genieß die Fahrt. Wenn du schlafen möchtest, setz dir einfach die Schlafmaske auf und mach dir Ohropax rein. Ich schlaf dann bei dem Geruckel immer wie ein Baby. Der Nachtzug ist eine der ruhigsten und schönsten Arten zu reisen. Als: Handy weglegen, Vorhang schließen, dem Rattern lauschen und einschlafen.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Praktische Infos auf einen Blick

Tickets buchen12go.asia*
Hauptbahnhof BangkokKrung Thep Aphiwat
Beste Ziele für die Fahrt mit dem NachtzugChiang Mai, Surat Thani, Ubon Ratchathani
Empfohlene Klasse2nd Class Sleeping
Empfohlener PlatzLower Berth für mehr Platz, bessere Abdunklung und Blick nach draußen
Preis Bangkok-Chiang Maiab 22 Euro
Preis Bangkok-Surat Thaniab 23 Euro
Preis Bangkok Ubon-Ratchathaniab 28 Euro
RestaurantIch habe schon erlebt, dass jemand herumgegangen ist und Essen verkauft hat, aber nicht immer!
WLANLeider nicht vorhanden
KlimaanlageGibt es, muss man aber bei der Buchung drauf achten

 

Empfohlene Gadgets für den Nachtzug

Reisedecke*
Ohrstöpsel*
Schlafmaske*
Powerbank*

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Fazit: Mit dem Nachtzug durch Thailand

Mit dem Nachtzug durch Thailand zu fahren, ist für mich immer auch ein Erlebnis. Langsam reisen, aus der Lower Berth die Landschaft erleben, morgens mehr oder weniger ausgeruht ankommen. Wer einmal damit gefahren ist, versteht, warum so viele Reisende immer wieder gerne darauf zurückgreifen.

Der alte Schlagwagon

Der alte Schlagwagon

Meine klare Empfehlung: Mindestens einmal ausprobieren. Am besten auf der Strecke Bangkok–Chiang Mai.

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Ein Buddha in Bangkok

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Chiang Mai Geheimtipp: Reisfeld im Sonnenuntergang am Farmstay in Chiang Mai

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Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Als ich 2015 auf meiner Weltreise war, hat es mich unter anderem auf die kleine Insel Koh Lanta verschlagen. Etwa sechs Wochen vorher hatte ich mir den Fuß verstaucht und war auf die Insel gekommen, um zur Ruhe zu kommen und zu warten, bis ich wieder richtig laufen konnte. Um meinen Fuß zu schonen, hatte ich mir zum ersten Mal in meinem Leben einen Roller gemietet.

Fast jeden Morgen bin ich damit zu einer kleinen Beach Bar gefahren, habe dort den ganzen Tag gearbeitet. Hin und wieder habe ich damit die Insel erkundet. Ich bin immer einfach losgefahren, wohin ich wollte, wann ich wollte.

Das Freiheitsgefühl, das ich damals zum ersten Mal gespürt habe, hat mich bis heute nicht losgelassen.

Seitdem fahre ich in Thailand eigentlich immer mit dem Roller. Was ich dabei alles gelernt habe und was du wissen solltest, bevor du dich auf einen schwingst, erfährst du in diesem Post.

Roller fahren in Thailand – lohnt sich das?

Kurze Antwort: Ja. Zumindest für alle, die etwas Fahrerfahrung mitbringen.

Ein Roller ist in Thailand das flexibelste, günstigste und oft auch schnellste Fortbewegungsmittel. Du bist unabhängig von Fahrplänen, Taxipreisen und Touristenströmen. Du kannst anhalten, wo du willst, spontan abbiegen und Orte entdecken, die du vom Songthaew (auch Bath Bus genannt) – den großen Pickups mit zwei Bänken hinten drauf – aus nie gesehen hättest.

Für wen es sich besonders eignet:

  • Alle, die schon mal Roller oder Motorrad gefahren sind
  • Alle, die länger an einem Ort bleiben und flexibel sein wollen
  • Alle, die abseits der Touristenpfade unterwegs sein möchten

Für wen ich es eher nicht empfehlen würde:

  • Wer noch nie Roller gefahren ist (Thailand ist nicht unbedingt ein guter Ort zum Üben)
  • Wer in Großstädten wie Bangkok unterwegs ist, denn dort ist der Verkehr wirklich nichts für schwache Nerven

Brauche ich einen Führerschein?

Die ehrliche Antwort: Ja, du brauchst einen Führerschein. Und zwar den richtigen.

Konkret bedeutet das: Du benötigst einen internationalen Führerschein mit gültiger Motorradklasse (A1 oder A). Ein normaler Autoführerschein (Klasse B) reicht nicht. Auch nicht, wenn du damit in Deutschland 125ccm fahren darfst. In Thailand gibt es praktisch keine Roller unter 100ccm, die Standardmodelle haben 110 bis 125ccm, und für die brauchst du die Motorradklasse.

Ohne gültigen Führerschein:

  • Riskierst du ein Bußgeld von mindestens 500 Baht (ca. 12 Euro) bei einer Kontrolle
  • Verlierst du im Falle eines Unfalls deinen kompletten Versicherungsschutz
  • Wirst du im Zweifel als schuldig eingestuft, unabhängig davon, was wirklich passiert ist

Ich bin selbst jahrelang ohne Führerschein gefahren. Ich sage das offen, aber ich rate ausdrücklich davon ab. Das Risiko ist es einfach nicht wert. Nicht wegen des Bußgelds, sondern wegen der Konsequenzen bei einem Unfall.

Meinen thailändischen Führerschein habe ich 2025 in Chiang Mai gemacht und das habe ich keine Sekunde bereut. Der Prozess ist zwar ein wenig zeitraubend, aber machbar. Wer plant, öfters oder länger in Thailand unterwegs zu sein, sollte das ernsthaft in Betracht ziehen.

Barbara auf Honda Wave
Mit Honda Wave

Welchen Roller mieten?

Das Standardmodell in Touristengegenden ist die Honda Click, ein Automatikroller mit 125 oder 160 ccm. Zuverlässig, leicht zu fahren, für die meisten Strecken völlig ausreichend. Mir persönlich ist die Honda Click allerdings zu hoch. Als kleiner Mensch, der gerne mit den Füßen beim Fahren auf den Boden kommt, ist mir ein Scoopy, Fino oder Fazzio deutlich lieber. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Worauf beim Abholen achten:

  • Den Roller vor Übernahme von allen Seiten fotografieren und filmen. Zeig dem Vermieter, dass du das tust. Das schützt dich vor falschen Schadensansprüchen beim Zurückgeben. Allerdings muss ich ehrlich sein: Ich hatte da noch nie Probleme.
  • Bremsen, Lichter, Hupe und Reifen kurz prüfen
  • Tankstand gegebenfalls notieren
  • Niemals den Pass als Pfand hinterlassen, das das illegal ist. Ein Pfand in Form von Bargeld oder eine Kopie des Passes sollten als akzeptable Alternativen akzeptiert werden.

Was kostet ein Roller in Thailand?

Die Preise variieren je nach Ort, Saison, Anmietdauer und Rollertyp:

  • Pro Tag: ca. 200–350 Baht (ca. 6–10 Euro)
  • Pro Woche: ca. 1.000–1.500 Baht (ca. 26–40 Euro)
  • Pro Monat: ca. 3.000–4.500 Baht (ca. 80–120 Euro)

An touristischen Hotspots und in der Hauptsaison ist es natürlich tendenziell teurer.

Zusätzlich wird oft eine Kaution von 1.000 bis 3.000 Baht verlangt, die du beim Zurückgeben zurückbekommst, wenn der Roller unbeschädigt ist.

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Versicherung – was viele nicht wissen

Jeder Roller in Thailand sollte über eine gesetzliche Pflichtversicherung verfügen: erkennbar an einem rosa Dokument unter dem Sitz oder am Kennzeichen. Aber: Die Deckungssummen dieser Versicherung sind sehr niedrig. Im Ernstfall reicht das kaum.

Was außerdem viele nicht wissen: Wenn du ohne gültigen Führerschein unterwegs bist und einen Unfall hast, greift auch deine private Auslandskrankenversicherung unter Umständen nicht. Das kann dich im schlimmsten Fall Zehntausende Euro kosten.

Was du tun solltest:

  • Gültigen Führerschein dabeihaben (s.o.)
  • Deine Reisekrankenversicherung vorab prüfen, ob Motorradfahrten abgedeckt sind
  • Bei Unsicherheit: lieber kein Roller

Verkehrsregeln & Straßenverhältnisse

Thailand hat ein paar Besonderheiten, an die man sich als Europäer erst gewöhnen muss:

  • Linksverkehr: In Thailand wird links gefahren. Das klingt simpel, kann aber besonders an Kreuzungen und in Kreiseln am Anfang verwirrend sein.
  • Links abbiegen: Links abbiegen ist immer erlaubt! Natürlich  muss man nach dem Verkehr schauen, aber prinzipiell ist es wie bei uns mit dem Grünpfeil beim Rechtsabbiegen.
  • Ampeln: Bei großen Kreuzungen sieht man die eigene Ampel zusätzlich auf der gegenüberliegenden Seite. Also auf der anderen Seite der Kreuzung. Das ist zum Roller fahren super praktisch, weil Roller meist weiter vorn an der Kreuzung stehen, um dann, sobald es grün wird, schnell davonzusausen. Als ich das erste Mal an so einer riesigen Kreuzung rechts abgebogen bin, hat mich diese Ampel jedoch verwirrt, weil ich dachte, dass sie für mich gilt. Dem war aber nicht so, sodass ich dann die gesamte Zeit der nächsten Grünphase sehr dumm im Weg des Gegenverkehrs stand. Aber wie die Thais eben sind: keiner hat sich beschwert, keiner hat gehupt. Sie sind einfach um mich herumgefahren. Und ich hatte dazugelernt!
  • Flexible Verkehrsregeln: Rote Ampeln werden manchmal ignoriert, Gegenverkehr auf der eigenen Spur ist keine Seltenheit, und Einbahnstraßen werden vor allem von Rollerfahrern gerne in beide Richtungen benutzt. Klingt chaotisch und das ist es auch. Der Trick: defensiv fahren und immer damit rechnen, dass etwas Unerwartetes passiert.
  • Straßenzustand: In Touristengegenden und auf den Hauptstraßen meist gut. Auf kleineren Inseln oder abgelegenen Wegen kann es aber rutschig, sandig oder holprig werden – besonders nach Regen.
  • Geschwindigkeit: Tempolimits werden kaum beachtet, aber gerade auf unbekannten Strecken: lieber langsam und ankommen als schnell und bereuen.

Helm & Sicherheit

Seit Juni 2025 wird die Helmpflicht in Thailand verschärft durchgesetzt. Geldstrafe bei Verstoß: 500 Baht.

Aber darum geht es eigentlich nicht. Es geht darum, dass ein Helm im Ernstfall Leben rettet. Die Helme, die manche Verleihstationen anbieten, sind oft von zweifelhafter Qualität. Wer öfter fährt oder längere Strecken plant, sollte über einen eigenen Helm nachdenken.

Was ich immer dabei habe:

  • Motorradhandschuhe bei längeren Fahrten (gerade tagsüber, da man sonst ganz schnell Sonnenbrand auf dem Handrücken bekommt)
  • Geschlossene Schuhe – keine Flip Flops! Ich weiß, das sage ich, nachdem ich auf Koh Adang mit Flip Flops gewandert bin. Beim Roller fahren ist das aber wirklich eine schlechte Idee.
  • Lange Klamotten und einen Schal zum Fahren (just in case, falls ich doch einen Unfall baue, aber auch, um keinen Sonnenbrand zu bekommen)
  • Einen Regenponcho, falls man von einem Schauer überrascht wird

Den Helm kannst du übrigens im Normalfall am Roller hängen lassen. In seltenen Fällen lege ich ihn in das Sitzfach, aber das ist auch nicht immer groß genug. Du kannst ihn auf im Sitz einklemmen (also den Verschluss), wenn du Angst hast, dass er geklaut wird. Aber pass auf, dass er nicht so hängt, dass es reinregnet, falls es anfängt.

Außerdem checke ich IMMER die Innenseite des Helms, bevor ich ihn wieder aufsetze. Man weiß nie, ob es sich ein Tier darin gemütlich gemacht hat. Und selbst ein Ameise kann einen ganz schön ablenken, wenn sie plötzlich auf dem Kopf rumkrabbelt. Von größeren Tieren will ich mal gar nicht anfangen. Also lieber Vorsicht als Nachsicht!

Tanken in Thailand

An den meisten größeren Straßen gibt es reguläre Tankstellen. In Thailand sind PTT, PT, Bangchak oder Shell die besonders bekannten. Benzin ist recht günstig: ca. 35 Baht pro Liter (also rund 1 Euro).

Der Tankdeckel ist unterm Sitz. Du musst also an die Zapfsäule heranfahren, den Motor ausschalten, den Sitz öffnen und dann kann getankt werden. Es sind eigentlich immer Angestellte da, die das dann übernehmen und bei denen du am Ende auch bezahlst. Du musst als normalerweise nicht nochmal reingehen und irgendeine Zapfsäulennummer sagen.

Eine Tankfüllung an der Tankstelle kostet aktuell (2026) zwischen 100 und 150 Baht.

Auf kleineren Inseln oder in abgelegenen Gegenden gibt es oft keine klassischen Tankstellen. Stattdessen findest du kleine Läden oder Straßenstände, die Benzin in Glasflaschen oder an Mini-Zapfsäulen verkaufen. Das ist oft etwas teurer, aber praktisch. Auf den Inseln und außerhalb von Städten immer ein Auge auf den Tankstand haben und nicht darauf vertrauen, dass gleich eine Tankstelle kommt.

Was tun bei Unfall oder Panne?

Bei einer Panne: Die meisten Verleiher helfen bei Pannen vor Ort. Frag beim Anmieten nach einer Telefonnummer für Notfälle. Kleine Reifenpannen lassen sich auf den meisten Inseln günstig und schnell reparieren.

Bei einem Unfall:

  • Ruhig bleiben
  • Polizei rufen (191) und warten, bis sie eintrifft und nie die Unfallstelle verlassen, bevor alles dokumentiert ist
  • Fotos von der Situation machen
  • Vermieter informieren
  • Versicherung kontaktieren

Wichtig: In Thailand wird bei Unfällen ohne gültigen Führerschein fast immer dem ausländischen Fahrer die Schuld gegeben, unabhängig vom tatsächlichen Hergang.

Meine persönlichen Erfahrungen & Lieblingsorte zum Roller fahren

Roller fahren macht nicht überall gleich viel Spaß. Meine persönlichen Favoriten:

Koh Lanta – meine erste Rollerinsel und bis heute eine meiner liebsten. Die Straße entlang der Westküste, die kleinen Abzweigungen ins Inselinnere … Mit dem Roller entdeckt man Koh Lanta ganz anders.

Chiang Mai – für alle, die auch mal in den Bergen fahren wollen. Die Mae Hong Son Loop oder kürzere Ausflüge in die umliegenden Dörfer sind mit dem Roller unvergesslich. Hier habe ich auch meinen thailändischen Führerschein gemacht.

Weniger empfehlenswert: Bangkok, Pattaya oder Phuket-Stadt. Dort gibt es zu viel Verkehr, zu viel Chaos für alle, die nicht wirklich geübt sind.

Spannend finde ich übrigens, dass ich mit dem thailändischen Motorradführerschein auch große Maschinen fahren darf …

Barbara auf Harley

Barbara auf Harley

Praktische Infos auf einen Blick

  • Führerschein Internationaler Führerschein, Klasse A1 oder A (Motorrad) oder thailändischer Führerschein
  • Preis pro Tag 200–350 Baht
  • Preis pro Woche 1.000–1.500 Baht
  • Preis pro Monat 3.000–4.500 Baht
  • Benzinpreis ca. 35 Baht/Liter
  • Helmpflicht: Ja, seit Juni 2025 verschärft durchgesetzt
  • Notruf Polizei 191
  • Kaution 1.000–3.000 Baht, in bar
  • Pass niemals als Pfand hinterlassen

Empfohlene Ausrüstung:

  • (Eigener) Helm
  • Motorradhandschuhe
  • Regenponcho (Pflicht in der Regenzeit!)

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Powered by 12Go system

Fazit

Roller fahren in Thailand ist eine der schönsten Arten, das Land zu erleben. Die Freiheit, spontan abzubiegen, anzuhalten, wo es einem gefällt … Das lässt sich mit nichts anderem vergleichen.

Aber: Tu es richtig. Mit Führerschein, mit Helm, mit Vorsicht. Thailand verzeiht Fehler weniger gnädig als manche anderen Länder und ein Unfall ohne die richtigen Papiere kann dich finanziell ruinieren.

Ich bin mit dem Roller in ganz Thailand gefahren und habe es keine Sekunde bereut. Du wirst es bestimmt auch nicht, wenn du vorbereitet bist.

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Penang Sehenswürdigkeiten, Tipps & praktische Infos für deinen Besuch

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Im Januar und Februar hatte ich insgesamt einen Monat auf Lombok verbracht und ehrlich gesagt bin ich da nie so richtig angekommen. Ich kann gar nicht sagen, was das genau Problem war, aber irgendwie war Lombok einfach nicht wirklich meins. Als ich dann aber in Penang ankam, hätte der Kontrast kaum größer sein können: Blühende Frangipani-Bäume, atemberaubende Kolonialarchitektur, herzliche Menschen. Und ein kleines Hawker Center direkt unter meiner Unterkunft – mit günstigem lokalen Essen und herzlichen Köchen. Ich habe mich auf Anhieb wohlgefühlt und bin am Tag meiner Ankunft mit einem fetten Grinsen und bewaffnet mit meiner Kamera durch die Straßen gelaufen.

In der Altstadt von Georgetown

In der Altstadt von Georgetown

Zum Glück hatte ich geplant, einen ganzen Monat zu bleiben und auch Chinese New Year hier zu verbringen.

Hallo Penang!

Penang ist neben Langkawi die bekannteste Insel Malaysias, aber die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Langkawi vor allem mit Stränden und Natur punktet, ist Penang in erster Linie ein kulturelles Juwel. Das Herzstück ist die Hauptstadt George Town, seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe – und das vollkommen zurecht.

Was Penang so besonders macht, ist der einzigartige Kulturmix: Chinesen, Inder, Malaien und die Spuren der britischen Kolonialzeit existieren hier nicht nebeneinander, sondern miteinander. Das spürt man an jeder Ecke – in der Architektur, im Essen, in den Tempeln, auf den Straßen.

Die gemeinsame Sprache all dieser Kulturen? Englisch! Wundere dich also nicht, wenn du hier – anders als in meinem geliebten Thailand oder in Vietnam – sprachlich immer gut zurecht kommen wirst. Malayisch wird zwar grundsätzlich auch gesprochen, aber ich habe viele Locals kennengelernt, die das nicht wirklich sprechen.

Penang gilt außerdem als die kulinarische Hauptstadt Malaysias. Wer Streetfood liebt, findet sich hier im Paradies wieder.

Ich habe in Gurney gewohnt, einem Viertel nördlich von George Town, direkt an der Jalan Burma, der langen Straße, die ins Zentrum führt. Eine ruhigere, etwas lokalere Gegend als die Altstadt selbst, mit allem, was man braucht: Hawker Center (also Food Center mit mehreren Garküchen), Massage, 7-Eleven und lokale Restaurants in wenigen Minuten Laufnähe. Das Meer war ebenfalls zu Fuß in 10 bis 15 Minuten erreichbar. Und George Town selbst war auch nur 20 Minuten zu Fuß entfernt. Oder schnell per Bus oder Grab erreichbar.

Das Fisherman Mural in Georgetown
Die Altstadt von Georgetown ist UNESCO Welterbe
Georgetown ist die Hauptstadt der Region Penang

Penang Sehenswürdigkeiten

Auch wenn ich viel Zeit für mein neues Buch aufbringen musste, während ich in Penang war, habe ich mir auch einiges angesehen. Und ich meine sogar, dass ich so ziemlich alles gesehen habe, was mich interessiert hat. Daher kommt jetzt hier meine Zusammenfassung bzw. Empfehlung für Sehenswürdigkeiten in Penang.

 

Die Altstadt von George Town

Street Art & die Armenian Street

George Town ist weltweit bekannt für seine Street Art und das aus gutem Grund. Der litauische Künstler Ernest Zacharevic hat 2012 im Rahmen des George Town Festivals mehrere ikonische Wandgemälde geschaffen, die Malerei mit echten Objekten verbinden. Das bekannteste: „Little Children on a Bicycle“ in der Armenian Street, ein Klassiker, der in keinem Penang-Album fehlen darf.

Aber Zacharevic ist längst nicht der Einzige. Die Stadt ist voller Kunstwerke verschiedener Künstler, dazu kommen 52 schmiedeeiserne Karikaturen, die humorvoll die Geschichte der einzelnen Straßen und Viertel erzählen. Der Rundgang ist wie eine kleine Schnitzeljagd.

Mein Tipp: Früh morgens losgehen, bevor die Touristengruppen eintreffen. Das Licht ist dann außerdem besser für Fotos und man hat die Kunstwerke eine Weile für sich alleine. Ab 8:30 Uhr teilt man sich die Straßen mit riesigen Gruppen und muss teilweise lange warten, bis man in den Genuss kommt, ein Foto machen zu können.

Barbara am bekannten Mural in George Town Penang

Barbara am berühmte Mural in George Town Penang

Street Art verschiedene Kulturen auf Penang

Street Art in Little India auf Penang

Eisernes Kunstwerk in der Altstadt von George Town

Eisernes Kunstwerk in der Altstadt von George Town

Barbara in George Town Penang
Barbara in der Armenian Street in George Town Penang
Barbara mit Mural in George Town Penang

Clan Jetties

Die Clan Jetties sind eines der faszinierendsten und gleichzeitig unbekanntesten Highlights von George Town. Chinesische Einwandererfamilien haben sich hier einst auf Stelzen über dem Wasser niedergelassen. Jeder Steg gehört einem anderen Clan. Heute gibt es noch sechs dieser Jetties, die man zu Fuß erkunden kann.

Streetart am Chew Jetty

Streetart am Chew Jetty

Der Chew Jetty in einer ruhigen Minute

Der Chew Jetty in einer ruhigen Minute

Ruheoase an einem der nicht-touristischen Clan Jetties

Ruheoase an einem der nicht-touristischen Clan Jetties

Der Chew Jetty ist der bekannteste und touristischste. Mit Souvenirläden und viel Betrieb kann es hier echt voll werden. Wer es ruhiger mag, schaut sich den Tan Jetty an, von dessen Ende man einen schönen Blick auf den schwimmenden Tempel Hean Boo Thean Kuan Yin hat.

Besonders schön: zum Sonnenuntergang hinzugehen, wenn das Licht über dem Wasser golden wird.

 

Tempel-Hopping

Penang ist ein Paradies für Tempel-Fans und das quer durch alle Religionen. Besonders beeindruckend ist die Kapitan Keling Moschee. 1801 erbaut, ist sie eines der schönsten Beispiele islamischer Architektur in Penang. Außerhalb der Gebetszeiten ist sie für Besucher geöffnet, aber denk daran, angemessene Kleidung mitzubringen.

Der Goddess of Mercy Tempel (Kuan Yin Teng) ist der älteste taoistische Tempel in Penang und liegt mitten im Altstadtzentrum. Klein, aber atmosphärisch und immer belebt.

In Chinatown Georgetown

Der Goddess of Mercy Tempel in Chinatown Georgetown

 

Little India & Chinatown

Mit bunten Farben, Gewürzläden und hinduistischen Tempeln begrüßt einen Little India laut, duftend und lebendig. Chinatown hingegen ist geprägt von alten Shophouses, chinesischen Clanhäusern und einer entspannteren Atmosphäre. Beide Viertel lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden und gehören zu den authentischsten Ecken von George Town.

Klick dich doch einfach mal durch den Slider, um die Atmosphäre von Little India und Chinatown zu spüren:

In Georgetown
An den Jetty Piers in Georgetown
Gang in Georgetown

The Top Penang

Wer ein bisschen Touristentrubel nicht scheut, dem empfehle ich einen Besuch von The Top Penang, einer Art Themenpark ganz oben im Komtar Tower, dem 65-stöckigen Wahrzeichen von George Town. Oben erwarten ein Rundlauf um den Turm (man sollte da echt keine Höhenangst haben!) und der Rainbow Skywalk mit Glasboden. Der Ausblick über die Stadt ist herrlich. Es gibt auch weitere Attraktionen, aber die sind eher für Kinder, soweit ich das verstanden habe. Nichts, das man als Erwachsener unbedingt gesehen haben muss, aber für einen spektakulären Blick über Penang und die Straße von Malakka definitiv einen Besuch wert.

Die Aussicht von TOP Penang

Die Aussicht von TOP Penang

Barbara genießt die Aussicht vom TOP Penang
Auf dem Glasboden von TOP Penang
Auf dem TOP Penang

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Penang Hill

Der Penang Hill ist mit 830 Metern der höchste Punkt der Insel und ein klassisches Ausflugsziel. Mit der Standseilbahn (rund 5–10 Minuten Fahrt) gelangt man nach oben – dort erwarten einen ein weiter Blick über George Town und zur malaysischen Halbinsel.

Oben gibt es neben den Aussichtspunkten auch einen hinduistischen Tempel, eine Moschee und den Eingang zu The Habitat, einem Naturpfad durch den Dschungel mit einem Canopy Walkway, der hoch oben durch die Baumkronen führt (Eintritt separat zu zahlen: ca. 70 RM).

Praktischer Tipp: Der Besuch lässt sich hervorragend mit dem Kek Lok Si Tempel kombinieren. Denn die beiden Highlights liegen nur rund 15 Minuten voneinander entfernt.

Barbara auf dem Penang Hill

Barbara auf dem Penang Hill

Kek Lok Si Tempel

Der größte buddhistische Tempel Malaysias liegt etwas außerhalb, lässt sich aber gut mit einem Besuch des Penang Hill kombinieren. Der Name bedeutet „Tempel des höchsten Glücks“ und das Gelände ist recht groß: verwinkelte Gärten, mehrere Ebenen, eine siebenstöckige Pagode und eine rund 30 Meter hohe Bronzestatue der Göttin Kuan Yin. Für einige Bereiche (wie die Pagode oder den Lift zur Statue) wird ein kleines Eintrittsgeld erhoben, der Rest ist kostenlos. 

Botanischer Garten

Der Botanische Garten ist eine der grünen Oasen von George Town und bei Einheimischen genauso beliebt wie bei Touristen. Verschiedene Themengärten mit Orchideen, Farnen, Lotusblüten und seltenen Pflanzen laden zum Schlendern ein. Der Eintritt ist frei.

Ein Besuch lohnt sich besonders am frühen Morgen, wenn es noch nicht zu heiß ist und wenn man Glück hat, trifft man auf Affen, die die Bäume des Parks bevölkern. Ich habe dort jede Menge gesehen!

Im botanischen Garten von Penang

Im botanischen Garten von Penang

Affen im botanischen Garten von Penang

Affen im botanischen Garten von Penang

Batu Ferringhi

Batu Ferringhi liegt rund 16 Kilometer nordwestlich von George Town und ist der bekannteste Strandabschnitt Penangs. Der Strand ist lang, der Sand hell… Ein schöner Ort für einen Strandtag, auch wenn Penang insgesamt keine klassische Badeinsel ist.

Was Batu Ferringhi aber wirklich sehenswert macht, ist der Nachtmarkt, der jeden Abend entlang der Hauptstraße aufgebaut wird. Es gibt Kleidung, Schmuck, Souvenirs und Kunsthandwerk. Ein lebhafter Bummel mit typisch asiatischem Marktflair wartet hier. Auch zum Abendessen gibt es gute, wenn auch verhältnismäßig teure, Optionen entlang der Strandpromenade.

Anreise: Am einfachsten per Bus von George Town (Linie 101 oder 102) oder per Grab. Aber Achtung: Abends kann es schwer sein, wieder zurück nach George Town zu kommen. Die Busse sind überfüllt und die Grabs ausgebucht. Wenn du flexibel bist, würde ich dir raten, mindestens eine Nacht in Bat Ferringhi zu verbringen, um den Vibe ohne Stress zu erleben.

Nationalpark Penang

Der Taman Negara Pulau Pinang oder einfach Penang National Park ist mit rund 25 Quadratkilometern einer der kleinsten Nationalparks der Welt. Er liegt im Nordwesten der Insel und ist ein lohnenswerter Tagesausflug für alle, die dem Stadttrubel kurz entkommen wollen.

Im Park erwarten einen dichte Regenwaldpfade, Warane, Affen und zwei Hauptziele: der Monkey Beach und der Turtle Beach (Pantai Kerachut) mit einer kleinen Schildkrötenauffangstation. Wer möchte, kann die Strände zu Fuß erwandern. Das dauert jeweils etwa 1,5 Stunden und ist ganz schön schweißtreibend. Alternativ kannst du ein Boot nehmen, das direkt zu den Stränden fährt.

Ehrliche Einschätzung: Der Park ist schön, aber kein Highlight, das einen vom Hocker reißt. Für ein paar Stunden in der Natur, ein bisschen Bewegung, einen Eindruck vom malaysischen Regenwald und ein bisschen Chillen am Strand ist er aber sehr gut geeignet.

Wichtig zu wissen: Festes Schuhwerk ist Pflicht, wenn man läuft!

  • Viel Wasser einpacken
  • Mückenspray nicht vergessen
  • Eintritt: 50 RM für Erwachsene (ca. 10 Euro)
  • Anreise am einfachsten per Grab oder Bus von George Town

Im Nationalpark von Penang am Monkey Beach

Im Nationalpark von Penang am Monkey Beach

Street Food – Penangs größtes Highlight

Penang gilt nicht umsonst als kulinarische Hauptstadt Malaysias. Das Streetfood hier ist legendär und das ist keine Übertreibung. Char Kway Teow (gebratene Reisnudeln), Asam Laksa (Fischsuppe), Nasi Kandar (Reis mit verschiedenen Currys) und Cendol (ein Dessert aus Kokosmilch und Pandan-Gelee) gehören zu den Klassikern.

Die besten Spots findet man an den Hawker Centers. Das sind offene Essensmärkte, an denen verschiedene Stände ihre Spezialitäten anbieten. Besonders bekannt ist der Red Garden Food Court in George Town.

Mein Tipp: Einfach hingehen, wo die Einheimischen essen. Lange Schlangen vor einem Stand sind meistens ein gutes Zeichen.

Penang für digitale Nomaden

Penang ist eines der besten Ziele in Südostasien für alle, die ortsunabhängig arbeiten – und das sage ich nach einem Monat dort aus voller Überzeugung.

Was die Insel so angenehm macht: Das WLAN ist an den meisten Orten wirklich gut. Es gibt tolle Cafés zum Arbeiten, darunter sogar eines direkt am Meer – teuer, aber wunderschön. Für Notfälle gibt es auch einen Starbucks in der Nähe, was ich immer als gutes Backup schätze. Die Infrastruktur ist zuverlässig, Grab funktioniert problemlos, die Busanbindung ist gut.

Ich habe die meiste Zeit von zuhause aus gearbeitet – also von meiner Unterkunft in der Jalan Burma – und hatte dabei alles, was ich brauchte: gutes Internet, ein Hawker Center direkt darunter, Restaurants, Massagestudio und 7-Eleven in zwei Minuten Laufnähe. Gleichzeitig war ich nicht in der hektischen Altstadt, sondern in einer ruhigeren, lokaleren Gegend. Das hat mir sehr gut getan.

Wer auch Gleichgesinnte treffen möchte: Es gibt in George Town einige Coworking Spaces, und die digitale Nomaden-Community auf Penang ist aktiv.

Praktische Infos

Anreise

Mit dem Flugzeug: Penang hat einen internationalen Flughafen und ist gut angebunden. Direkte Flüge gibt es von vielen malaysischen Städten sowie aus Singapur, Thailand und anderen Ländern Südostasiens.

Mit dem Bus: Von Kuala Lumpur dauert die Fahrt rund 4 bis 5 Stunden, von der Thai-Grenze (Hat Yai) ca. 3 bis 4 Stunden.

Mit dem Zug: Es fahren mehrere Züge pro Tag zum Beispiel von Kuala Lumpur nach Butterworth, der Stadt auf dem Festland. Von dort kann man dann mit der Fähre nach George Town übersetzen oder einfach ein Grab nehmen.

Alle Tickets kannst du im Voraus bei 12go.asia* kaufen.

 

Fortbewegung vor Ort

George Towns Altstadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Für weitere Ziele auf der Insel (Penang Hill, Batu Ferringhi, Nationalpark) empfehle ich Grab oder den lokalen Bus (RapidPenang). Der Bus ist natürlich günstiger und vor allem preisstabil. Die Grab-Preise variieren in Malaysia leider sehr stark, sodass du nie sicher sein kann, wie viel eine Fahrt kostet. Wer flexibel sein möchte, kann auch einen Roller mieten.

 

Unterkunft

George Town selbst ist die beste Basis. Dort ist man zentral, gut angebunden und mitten im Geschehen. Wer es ruhiger mag, schaut sich Gurney oder gar Batu Ferringhi an, wobei man in letzterem eine gute Stunde von George Town entfernt ist. Unterkünfte vergleichen lohnt sich auf jeden Fall. Ich hatte diesmal ein Airbnb gebucht.

 

Beste Reisezeit

Penang kann das ganze Jahr über besucht werden. Die trockenste Zeit ist von Dezember bis Februar.

 

Währung & Sprache

Bezahlt wird in Malaysischem Ringgit (MYR). Grober Richtwert: 5 MYR ≈ 1 Euro. Englisch wird in Penang fast überall gesprochen, was die Insel besonders angenehm für westliche Reisende macht.

 

Wie lange sollte man bleiben?

Für die wichtigsten Highlights reichen 3–5 Tage. Wer tiefer eintauchen möchte – und das empfehle ich –, sollte eine Woche einplanen. Als digitaler Nomade kann man hier auch gut ein bis drei Monate verbringen. Ich war einen Monat und wäre tatsächlich gerne länger geblieben.

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Weiterreise nach deinem Besuch in Penang

Von Penang aus hast du je nach Reiserichtung viele tolle Möglichkeiten zur Weiterreise. Wer in Malaysia bleiben möchte, hat einige spannende Ziele in der Nähe. Wer weiter nach Thailand will, ist von hier aus ebenfalls bestens aufgestellt:

  • Langkawi: Von Penang aus ist Langkawi leider nicht mehr direkt per Fähre erreichbar – die Verbindung wurde nach der Pandemie eingestellt. Entweder per Flug oder über das Festland weiterreisen.
  • Kuala Lumpur: Die malaysische Hauptstadt ist ein klassisches Stopover-Ziel und mehr als das. Die Petronas Towers, lebhafte Märkte, eine pulsierende Food-Szene und gute Fluganbindungen in alle Welt machen KL zu einem lohnenswerten Ziel, auch wenn man nur ein paar Tage hat. Zwischen Penang und KL fahren Busse und Züge. Ich selbst bin mehrmals mit dem Zug gefahren.
  • Kuching: Wer etwas ganz anderes sucht, sollte einen Blick auf Kuching auf Borneo werfen. Die Hauptstadt des Bundesstaates Sarawak ist charmant, überraschend entspannt und ein perfekter Ausgangspunkt für Dschungelabenteuer, Orang-Utan-Schutzprojekte und die einzigartige Natur Borneos.
  • Sumatra: Für alle, die Indonesien erkunden möchten, bietet sich Sumatra als nächste Station an. Von Langkawi aus ist die Nordspitze Sumatras nicht weit – der Toba-See, der größte Vulkansee der Welt, und das UNESCO-Erbe des Leuser-Nationalparks sind nur zwei der Highlights dieser faszinierenden Insel. Ich selbst war in Bukit Lawang bei einem Umwelt- und Naturschutzprojekt. Mehr dazu hier: Project Wings.
  • Thailand: Von Penang aus gelangt man per Bus oder Minivan über die Grenze nach Südthailand – z.B. nach Hat Yai und dann nach Songkhla oder weiter auf die Inseln für Insel-Hopping in Thailand.

 

Ein Orang Utan im Regenwald von Sumatra

Ein Orang Utan im Regenwald von Sumatra

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Mein Fazit zu Penang

Einen ganzen Monat habe ich in der Jalan Burma gelebt – nicht als Touristin, sondern als jemand, der einkauft, isst, arbeitet und abends beim Hawker Center unten sitzt und mit den Nachbarn redet. Genau das ist es, was Penang für mich so besonders macht: Es lässt einen ankommen. Es fordert einen nicht heraus, es überrollt einen nicht – es nimmt einen einfach auf.

Die Kultur, das Essen, die Menschen, die Architektur – alles greift ineinander. Penang ist nicht perfekt. Es ist laut, es ist manchmal chaotisch, und an manchen Tagen klebt alles vor Hitze. Aber genau das gehört dazu.

Ich werde wiederkommen. Da bin ich mir sehr sicher.

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Sonnenaufgang im Sansibar-Urlaub

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Langkawi: Sehenswürdigkeiten, Tipps & praktische Infos für deinen Besuch

Langkawi: Sehenswürdigkeiten, Tipps & praktische Infos für deinen Besuch

Langkawi: Sehenswürdigkeiten, Tipps & praktische Infos für deinen Besuch

Langkawi: Sehenswürdigkeiten, Tipps & praktische Infos für deinen Besuch

Langkawi war für mich eigentlich nur ein Durchgangsstopp auf dem Weg nach Thailand. Ich war davor in Singapur für einen House Sit und wollte weiter zum Insel-Hopping in der Andamanensee – und Langkawi lag quasi auf dem Weg. Da ich noch nie dort gewesen war und wusste, dass Inlandsflüge in Malaysia wirklich günstig sind, habe ich den Umweg bewusst eingebaut. Der Flug von Johor Bahru nach Langkawi hat mich gerade mal 30 Euro gekostet. Kein Witz!

Was als pragmatische Zwischenstation geplant war, hat mich am Ende allerdings doch sehr überrascht. Langkawi hat mehr zu bieten, als ich erwartet hatte und ich werde definitiv wiederkommen. Dann aber länger und wahrscheinlich wie in Penang einen Monat bleiben.

Aber zurück zum Thema: Wer nicht wie ich nur einen Zwischenstopp hier plant, sondern richtig Urlaub machen möchte, dem würde ich mindestens drei Tage empfehlen, einzuplanen, besser eine Woche.

Blick auf die Mittelstation

Blick auf die Mittelstation

Ankunft auf Langkawi: Plaza Premium Lounge mit Priority Pass

Am Flughafen Langkawi bin ich nicht direkt raus zum Pickup Point für Grab, sondern erstmal in die Plaza Premium Lounge. Da ich ja an dem Morgen aus Singapur abgereist war und auf dem Landweg nach Johor Bahru in Malaysia gereist bin, war ich ganz schön fertig, als ich endlich in Langkawi angekommen war. Daher war ich dankbar, als ich in der App gesehen habe, dass es eine Plaza Premium Lounge gibt.

Die Kette unterscheidet sich nämlich von vielen anderen Business Lounges in einem wichtigen Punkt: Sie erlauben oft auch, dass man bei Ankunft in die Lounge kommt. Die meisten erlauben es nur vor dem Abflug.

Im Falle der Lounge in Langkawi war es aber sogar so, dass sie landseitig war, also im öffentlich zugänglichen Bereich des Flughafens. Wenn man vor dem Abflug dorthin will, ist das eher nervig, weil man nie weiß, wie viel Zeit man dann noch für die Security Kontrolle und so braucht. Aber in diesem Fall war ich ganz dankbar und habe mich gefreut, dass ich in Ruhe ankommen konnte.

Ich habe dort gegessen, mich sortiert und kurz durchgeatmet, bevor der nächste Reiseabschnitt begann.

Zugang bekomme ich übrigens über den Priority Pass, der in meiner American Express Platinum* Karte inkludiert ist. Wer viel reist und regelmäßig Lounges nutzen möchte: Die Amex Platinum zahlt sich durch genau solche Vorteile schnell aus. Der Priority Pass gibt Zugang zu über 1.300 Lounges weltweit und ist oft Gold wert.

Blick von der Mittelstation zum Meer 2
Die SkyBridge Langkawi
Auf der SkyBridge 3

Sunset, Parasailing und Feuershow am Strand

Nach einer halben Stunde in der Lounge habe ich mir ein Grab (das hiesige Uber, unbedingt im Voraus die App laden!) gerufen und bin in meine Unterkunft, das Salsa Resort* gefahren, kurz eingecheckt, umgezogen – und dann direkt weiter zum Strand.

Mein Ziel: das Hidden Langkawi am Pantai Tengah, eine Bar, die jeden Abend eine Feuershow veranstaltet. Ich war rechtzeitig da, um noch den Sonnenuntergang zu erleben und er war wirklich atemberaubend. Langkawi ist bekannt für seine Sonnenuntergänge und dieser hat gehalten, was versprochen wird.

Sonnenuntergang am Pantai Tengah

Sonnenuntergang am Pantai Tengah

Am Strand selbst war das Treiben spannend: Überall konnte man Parasailing und Jetski buchen und der Himmel war gespickt mit Parasailern. Zum Sonnenuntergang bestimmt ein besonderes Erlebnis. Das habe ich mir für den nächsten Besuch vorgemerkt.

Sonnenuntergang am Pantai Tengah 2

Sonnenuntergang am Pantai Tengah 2

Die Feuershow am Abend war dann absolut großartig. Professionell, beeindruckend, unterhaltend und mit toller Musik. Wer in Langkawi ist, sollte das nicht verpassen. Aber Vorsicht: Es wird ganz schön heiß und wenn man vorne sitzt, trifft einen durchaus mal ein Funke!

Außerdem ein ehrlicher Hinweis: Die Getränke und das Essen im Hidden Langkawi sind recht teuer. Das sollte man einkalkulieren, aber die Atmosphäre und die Show machen es wett.

Feuershow Hidden Langkawi 1 (1)
Feuershow Hidden Langkawi 2 (1)
Feuershow Hidden Langkawi 3 (1)

Cable Car, SkyWalk und SkyBridge – Langkawis Wahrzeichen

Am nächsten Morgen ging es früh los, denn meine Fähre ging um 15 Uhr und man muss bei internationalen Fahrten 1,5 Stunden vorher da sein. Da ich unbedingt mit dem Cable Car in die Berge wollte, musste ich früh los, auschecken und mein gesamtes Gepäck mitnehmen. Praktisch zu wissen: An der Talstation gibt es Schließfächer, sodass man sein Gepäck dort lassen kann. Das hat mir den Morgen deutlich erleichtert. Denn die Marina liegt ganz in der Nähe der Talstation und es hätte keinen Sinn gemacht, nochmal zurück ins Hotel zu müssen.

Meine Tickets hatte ich vorab online über GetYourGuide* gekauft und kann das nur empfehlen, weil man damit die lange Warteschlange umgeht. Gerade in der Hochsaison kann das einen großen Unterschied machen.

 

Das SkyCab

Die Seilbahn, genannt SkyCab, verbindet das Oriental Village am Fuß des Berges mit dem Gipfel des Gunung Machinchang. Die Fahrt zur Bergstation dauert rund 15 Minuten. Dann gelangt man zur Mittelstation, an der der SkyWalk Eagle’s Nest wartet.

Im SkyCab Langkawi

Im SkyCab Langkawi

Blick vom SkyCab auf den SkyWalk

Blick vom SkyCab auf den SkyWalk

 

Eagle’s Nest SkyWalk

Einer der Höhepunkte oben ist der Eagle’s Nest SkyWalk, eine Glasplattform, die weit über den Abgrund hinausragt. Mit Überziehern, die man am Eingang zur Plattform für die Schuhe erhält, läuft man über den Glasrundweg. Da bleibt einem schon mal die Luft weg, wenn man in den Abgrund unter einem blickt.

Auf der Glasplattform des SkyWalks Langkawi

Auf der Glasplattform des SkyWalks Langkawi

Weiter geht’s zurück zur Mittestation zum zweiten Abschnitt des CableCars, der einen auf 708 Meter hinaufbringt. Es hatte ziemlich zugezogen, während ich auf dem SkyWalk war, aber zum Glück waren es nur Wolken und kein Regen.

 

SkyGlide

Von der Bergstation gelangt man mit dem SkyGlide – einer kleinen Standseilbahn – zur SkyBridge. Die Warteschlange dort war lang, aber ich habe gewartet. Auf dem Rückweg habe ich jedoch den Fußweg genommen, was ich im Nachhinein empfehlen kann: Der Weg durch den Dschungel ist echt schön, wenn auch etwas anstrengend. Außerdem kostet der SkyGlide extra und ich finde, das Geld kann man sich auch sparen.

Blick auf SkyGlide und SkyCab

Blick auf SkyGlide und SkyCab

Blick aus dem SkyGlide

Blick aus dem SkyGlide

Mein Tipp: Wer keine langen Warteschlangen mag, sollte möglichst früh morgens starten – dann ist es erfahrungsgemäß am ruhigsten.

 

SkyBridge

Ob mit dem SkyGlide oder zu Fuß: Am Ende kommt man dann zum Highlight: der SkyBridge, einer geschwungenen Hängebrücke, die 125 Meter lang ist und 100 Meter über dem Dschungel schwebt

Auf der SkyBridge

Auf der SkyBridge

Auf der SkyBridge

Auf der SkyBridge

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Praktische Infos

Anreise

  • Mit dem Flugzeug: Langkawi hat einen Flughafen. Günstige Inlandsflüge innerhalb Malaysias gibt es z.B. mit AirAsia ab Kuala Lumpur oder Johor Bahru. Die Preise sind teilweise wirklich unschlagbar. Ich habe für meinen Flug ab Johor Bahru nur 30 Euro bezahlt.
  • Mit der Fähre vom malayischen Festland: Fähren fahren von Kuala Perlis (ca. 60–75 min) und Kuala Kedah (ca. 90 min) nach Langkawi. Tickets am besten vorab über 12go.asia* buchen.
  • Mit der Fähre aus Thailand: Von Koh Lipe aus ist Langkawi zweimal täglich gut per Schnellboot erreichbar. Die Überfahrt dauert rund 1,5 Stunden. Achtung: Diese Verbindung gibt es nur in der Hochsaison, etwa von Mitte Oktober bis Ende Mai. Auch hier: Tickets über 12go.asia*.
  • Hinweis: Die direkte Fähre von Penang nach Langkawi ist seit der Pandemie eingestellt. Von Penang aus geht es daher nur per Flug oder über das Festland weiter.

 

Fortbewegung vor Ort

Das beliebteste Transportmittel auf Langkawi ist der Roller – günstig, flexibel und perfekt, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden.

Wer keinen Roller mieten möchte, ist mit Grab (der asiatischen Uber-Alternative) gut bedient. Die App funktioniert auf Langkawi zuverlässig und ist günstiger als klassische Taxis.

 

Unterkunft

Langkawi bietet für jedes Budget etwas – von günstigen Guesthouses ab ca. 15–30 Euro bis zu Luxusresorts. Das touristischste und lebendigste Gebiet ist Pantai Cenang im Westen der Insel. Wer es ruhiger mag, schaut sich den Norden an (z.B. Tanjung Rhu). Unterkünfte vergleichen lohnt sich. Ich habe das Salsa Resort* für 16 Euro pro Nacht gebucht.

 

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Langkawi ist von Dezember bis April. Dann ist es trocken, sonnig und das Meer ruhig. Ab Mai beginnt die Regenzeit, wobei es selten den ganzen Tag regnet. In der Nebensaison sind Unterkünfte und Aktivitäten günstiger und es ist deutlich weniger los.

Herzen an einer Brücke in den Bergen Langkawis

Herzen an einer Brücke in den Bergen Langkawis

 

Währung & Sprache

Bezahlt wird in Malaysischem Ringgit (MYR) – grober Richtwert: 5 MYR ≈ 1 Euro. Geldautomaten gibt es ausreichend, vor allem rund um Pantai Cenang und in Kuah. Kreditkarten werden in vielen Hotels und Restaurants akzeptiert, bei kleineren Anbietern (Rollerverleih, Streetfood) lieber Bargeld dabeihaben. Mit Englisch kommt man auf Langkawi ganz gut klar, obwohl die lokale Bevölkerung in der Regel Bahasa Melayu, also Malayisch spricht.

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Weiterreise nach deinem Besuch in Langkawi

Von Langkawi aus hast du je nach Reiserichtung viele tolle Möglichkeiten zur Weiterreise. Wer in Malaysia bleiben möchte, hat einige spannende Ziele in der Nähe. Wer weiter nach Thailand will, ist von hier aus ebenfalls bestens aufgestellt:

  • Koh Lipe: Die erste thailändische Insel auf dem Weg nach Norden und eine der schönsten überhaupt. Die Fähre von Langkawi nach Koh Lipe dauert rund 1,5 Stunden und ist nur in der Hochsaison (ca. Mitte Oktober bis Mitte Mai) in Betrieb. Das bietet sich auch hervorragend an, wenn man dann Insel-Hopping in Thailand machen möchte.
  • Penang: Penang ist neben Langkawi die bekannteste Insel Malaysias und das aus gutem Grund. Die Hauptstadt George Town ist UNESCO-Weltkulturerbe, bekannt für Street Art, koloniale Architektur und vor allem: für eines der besten Street Food-Angebote ganz Südostasiens.
  • Kuala Lumpur: Die malaysische Hauptstadt ist ein klassisches Stopover-Ziel und mehr als das. Die Petronas Towers, lebhafte Märkte, eine pulsierende Food-Szene und gute Fluganbindungen in alle Welt machen KL zu einem lohnenswerten Ziel, auch wenn man nur ein paar Tage hat.
  • Kuching: Wer etwas ganz anderes sucht, sollte einen Blick auf Kuching auf Borneo werfen. Die Hauptstadt des Bundesstaates Sarawak ist charmant, überraschend entspannt und ein perfekter Ausgangspunkt für Dschungelabenteuer, Orang-Utan-Schutzprojekte und die einzigartige Natur Borneos.
  • Sumatra: Für alle, die Indonesien erkunden möchten, bietet sich Sumatra als nächste Station an. Von Langkawi aus ist die Nordspitze Sumatras nicht weit – der Toba-See, der größte Vulkansee der Welt, und das UNESCO-Erbe des Leuser-Nationalparks sind nur zwei der Highlights dieser faszinierenden Insel. Ich selbst war in Bukit Lawang bei einem Umwelt- und Naturschutzprojekt. Mehr dazu hier: Project Wings.

Ein Orang Utan im Regenwald von Sumatra

Ein Orang Utan im Regenwald von Sumatra

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Mein Fazit zu Langkawi

Langkawi hat mir wirklich gut gefallen. Für einen Zwischenstopp habe ich in kurzer Zeit wirklich viel mitgenommen: einen atemberaubenden Sonnenuntergang, eine großartige Feuershow, eine beeindruckende Seilbahn und Aussichten, die ich so schnell nicht vergesse.

Wer mehr Zeit hat als ich, kann noch einiges mehr entdecken: den Telaga Tujuh Wasserfall (Sieben Brunnen), Mangroventouren durch die Wälder der Insel, Schnorcheln und Tauchen in der Andamanensee oder einfach die Strände genießen.

Ich komme bestimmt wieder. Dann mit mehr Zeit.

Warst du schon mal auf Langkawi?

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Sonnenaufgang im Sansibar-Urlaub

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Der Galataturm in Istanbul

ORIENT

ISTANBUL

Burji al Arab hinter Palmen

ORIENT

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Insel-Hopping in Thailand: Auf 6 Inseln von Koh Lipe bis Phuket

Insel-Hopping in Thailand: Auf 6 Inseln von Koh Lipe bis Phuket

Insel-Hopping in Thailand: Auf 6 Inseln von Koh Lipe bis Phuket

Insel-Hopping in Thailand: Auf 6 Inseln von Koh Lipe bis Phuket

Mittlerweile kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon in Thailand war. Aber so richtig Insel-Hopping in Thailand habe ich nie gemacht. Klar, ich war mal hier auf einer Insel, mal da auf einer anderen Insel. Aber so richtig von einer Insel zur nächsten bin ich nie gereist. Daher wurde es mal Zeit, das nachzuholen. Meine Route sah folgendermaßen aus:

  • Mit der Fähre ging es von Langkawi nach Koh Lipe (ich war nämlich schon seit sechs Monaten in Südostasien unterwegs)
  • Von Koh Lipe mit der Fähre nach Koh Muk
  • Von Koh Muk mit der Fähre nach Koh Lanta
  • Von Koh Lanta mit der Fähre nach Phuket

Neben jeder Menge Zeit auf Speedboats war diese Reise geprägt von ganz viel Sonne und Laptop-Arbeit mit Meerblick.

So sah meine Reise aus – inklusive ein paar praktischer Tipps für alle, die die Route nachreisen wollen.

Wie es zu dieser Thailand-Reise kam

Ich habe den ganzen Winter 2025/26 in Südostasien verbracht – abgesehen von einem kurzen Abstecher nach Jeju in Südkorea. Ansonsten war ich das erste Mal auf den Philippinen, bin dann in mein geliebtes Singapur gereist und habe dann mehrere Monate zwischen Indonesien und Malaysia verbracht. Als ich beschlossen habe, nach Thailand zu reisen, war ich gerade wieder in Singapur für einen House Sit. Da ich auch noch nie in Langkawi gewesen bin, habe ich beschlossen auf dem Landweg von Singapur nach Johor Bahru in Malaysia zu reisen und dann einen günstigen Inlandsflug nach Langkawi zu nehmen. Klingt ein wenig kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht.

Langkawi ist neben Penang definitiv eine der malayischen Inseln, die die meisten Touristen anzieht. Und das zurecht. Von Langkawi kommt dann easy mit der Fähre nach Koh Lipe – ohne den Umweg über einen internationalen Flughafen auf dem Festland. Koh Lipe selbst hat nämlich keinen eigenen Flughafen. Mehr zur Anreise findest du weiter unten.

Phi Phi Island
Der James Bond Felsen
Bamboo Island

Alle Tickets für die Fähren dieser Strecke habe ich bequem über 12go.asia gekauft. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe sogar zweimal weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du übrigens nicht nur Fähren, sondern auch Busse und Zugfahrten buchen.

Insel-Hopping in Thailand

Bevor ich zu den einzelnen Inseln komme, möchte ich kurz ausholen. Denn wer zum ersten Mal nach Thailand reist und die Inselwelt erkunden möchte, steht vor der Frage, wohin genau. Dann wird schnell klar: Thailand hat zwei völlig unterschiedliche Küsten – und das macht einen größeren Unterschied, als viele denken.

 

Die Andamanensee

Die Andamanensee liegt an der Westküste Thailands, grenzt an Myanmar im Norden und an Malaysia im Süden. Meine gesamte Route dieser Reise – Koh Lipe, Koh Muk, Koh Lanta, Phuket – lag in dieser Region. Auf der anderen Seite des Landes liegt der Golf von Thailand mit Inseln wie Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao.

 

Unterschiede zum Golf von Thailand

Das Wasser: Die Andamanensee ist bekannt für ihr besonders klares, türkisfarbenes Wasser, die beeindruckenden Kalksteinfelsen (sogenannte Karst-Formationen) und eine artenreiche Unterwasserwelt. Wer schnorcheln oder tauchen möchte, ist hier oft besser aufgehoben.

Gezeiten: Allerdings gibt es hier auch sehr ausgeprägtere Gezeiten. Das heißt, dass der Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt bis zu 2,5 Meter und das merkt man! Im Golf von Thailand ist der Unterschied nicht so gravierend.

Die Reisezeit: Und das ist ein entscheidender Punkt… Die beiden Küsten haben gegenläufige Monsunzeiten. Die beste Reisezeit für die Andamanensee ist von November bis April – in dieser Zeit ist das Wasser ruhig, der Himmel meist blau und die Strände sind in Topform. Ab Mai setzt der Südwest-Monsun ein, und einige Fährverbindungen werden eingeschränkt oder ganz eingestellt. Der Golf von Thailand hingegen hat seine Hochsaison eher von Januar bis September – was bedeutet: Wenn es an der Westküste regnet, kann es an der Ostküste noch wunderbar sein, und umgekehrt.

Der Sunset Beach vom Meer aus

Der Sunset Beach auf Koh Muk vom Meer aus

 

Was bedeutet das für dich?

Du willst zwischen April und Oktober Insel-Hopping in Thailand machen? Dann solltest du ernsthaft über die Ostküste nachdenken. Wenn du aber von November bis April unterwegs bist, liegst du mit der Andamanensee goldrichtig.

Ich war im April dort – also am Ende der Hochsaison. Das Wetter war noch super gut, aber die Regenzeit klopfte schon leise an. Für alle, die Flexibilität haben: Am besten sind in den letzten Jahren Januar und Februar gewesen, da es im November und Dezember in dieser Gegend noch öfters zu starkem Regen mit Hochwasser gekommen ist.

Meine Route für 10 Tage Insel-Hopping in Thailand

Kommen wir nun zu meiner Route und zu all meinen Erlebnissen:

Koh Lipe

Von Koh Lipe hatte ich schon viel gehört. Sie gilt als eine der schönsten Inseln Thailands, wird gerne als die „Malediven Thailands“ bezeichnet – und das ist, wenn man ehrlich ist, gar nicht so weit hergeholt. Das Wasser ist wirklich außergewöhnlich türkisfarben, der Sand weiß und weich. Ich wollte mir selbst ein Bild machen – und bin nicht enttäuscht worden.

Koh Lipe im Sonnenuntergang

Koh Lipe im Sonnenuntergang

 

Ankunft mit Überraschungseffekt: Immigration im Sand

Wer von Langkawi nach Koh Lipe* reist, erlebt direkt beim Ankommen etwas, das ich so noch nirgends gesehen habe: Die Pässe werden schon beim Boarding in Langkawi eingesammelt. Man sitzt auf dem Boot, schippert Richtung Thailand – und wartet. Auf Koh Lipe angekommen, geht es dann nicht etwa in ein offizielles Gebäude, sondern buchstäblich auf einen Plastikstuhl im Sand. Man wartet, bis der eigene Name aufgerufen wird, geht dann zum Beamten – der in einem kleinen Häuschen am Strand sitzt – und bekommt seinen Stempel in den Pass. So informell und gleichzeitig so offiziell. Ich fand es charmant. Und ein bisschen surreal.

Bevor man mit seinem Gepäck dann von Dannen ziehen kann, muss man allerdings noch die 200 Baht Nationalparksgebühr zahlen. Das sind ca. 5 Euro und das Ticket gilt für 5 Tage.

Das Herz in Koh Lipe am Sunrise Beach
Am Sunrise Beach in Koh Lipe
Die Nordküste von Koh Lipe

Songkran auf Koh Lipe

Ich wusste, dass ich während Songkran ankomme. Was ich nicht wusste war, wie exzessiv das auf Koh Lipe wird. Ich bin kein Fan von Wasserschlachten – und generell nicht von kaltem Wasser –, weshalb mich die Realität auf der Walking Street auf dem Weg in meine Unterkunft, das Varin Beach Village*, doch ziemlich überwältigt hat. Überall Wasserpistolen, Eimer, laute Musik. Meine erste Amtstat war also – notgedrungen, aber rückblickend eine gute Investition, ein Regenponcho, um mich und mein Hab und Gut zu schützen. Immerhin hatte ich MacBook und Kamera im Rucksack und ich musste irgendwie zu meinem Bungalow kommen.

Infobox: Was ist Songkran?

Songkran ist das thailändische Neujahrsfest und findet jedes Jahr vom 13. bis 15. April statt. Der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Übergang“ – gemeint ist der Übergang der Sonne in ein neues Tierkreiszeichen, was nach dem buddhistischen Kalender den Jahreswechsel markiert.

Ursprünglich war Songkran ein ruhiges, spirituelles Fest: Tempel besuchen, Buddha-Statuen mit duftendem Wasser übergießen, älteren Familienmitgliedern Wasser über die Hände gießen als Zeichen des Respekts (das sogenannte „Rod Nam Dum Hua“). Das Wasser steht dabei symbolisch für Reinigung – das alte Jahr wird buchstäblich abgewaschen.

Heute ist Songkran beides: einerseits ein tief verwurzeltes kulturelles Ritual, andererseits eines der größten Wasserfeste der Welt. Die Straßen verwandeln sich in riesige Wasserschlachtzonen, Wasserpistolen und Eimer sind allgegenwärtig und man kann sie genauso überall kaufen wie Water Bags, Regenponchos und Schutzhüllen für Handys.

Wichtig zu wissen:

  • Mönche, ältere Menschen und Babys werden traditionell nicht bespritzt
  • Handys und Kameras unbedingt wasserdicht schützen (Hüllen gibt es so ziemlich überall zu kaufen)
  • Songkran dauert offiziell 3 Tage
  • Auf dem Wasser (also: auf Inseln) kann es besonders intensiv werden

Was ich seit Jahren beobachte: Es sind oft die Touristen, die am exzessivsten dabei sind. Die Thais selbst feiern Songkran durchaus ausgelassen, aber es hat auch eine spirituelle Seite, die in den Touristenzentren schnell in den Hintergrund rückt.

Mein Tipp: Wenn du Songkran nicht erleben möchtest, meide die bekannten Touristeninseln in dieser Zeit. Wenn du es erleben willst – Handy schützen, Erwartungen anpassen. Und: Geh rein in die Sache. Es macht mehr Spaß, wenn man mit Leib und Seele dabei bist. ABER sei bitte kein – sorry – Arsch! Wenn du siehst, dass jemand nicht nass gemacht werden möchte, respektiere das bitte!

Abstecher: Koh Adang

Einen Tag bin ich mit dem Boot-Taxi zur Nachbarinsel Koh Adang übergesetzt. Die Fahrt kostet 200 Baht hin und zurück – du sagst dem Bootsfahrer einfach, wann er dich wieder abholen soll und er kommt zur vereinbarten Zeit zum Pier.

Koh Adang ist das krasse Gegenteil von Koh Lipe: größer, wilder, fast unbewohnt. Kein Tourismustrubel, keine Straßen, kaum Menschen. Nur Dschungel, ein kleiner Campingplatz für alle, die dort übernachten möchten, und jede Menge Natur.

Da ich im April, zum Ende der Trockenzeit da war, hätte es keinen großen Sinn gemacht, zum Wasserfall zu laufen, da dieser zu dieser Jahreszeit kaum Wasser führt. Also habe die drei Aussichtspunkte erwandert – und ich sage es ganz deutlich: Das ist kein leichter Spaziergang. Pro Weg solltest du mindestens eine Stunde einrechnen, wenn du bis zum dritten View Point gelangen möchtest.

Wenn du diesen Hike machen möchtest, solltest du dich auf Folgendes einstellen:

  • Gute Fitness ist Voraussetzung. Der Weg ist steil, felsig und teils muss man förmlich klettern.
  • Festes Schuhwerk ist Pflicht. Flip Flops sind hier eine schlechte Wahl (kann ich leider aus erster Hand bestätigen, weil ich dachte, es sei ein easy peasy Wanderweg).
  • Viel Wasser einpacken. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit sind enorm. Absolut mindestens ein Liter Wasser sind ratsam.
  • Mückenspray nicht vergessen. Man schwitzt – und je mehr man schwitzt, desto mehr werden die Mücken aktiv. Das Angebot ist üppig.

Wer das beherzigt, wird mit einem grandiosen Ausblick über die Inselwelt belohnt.

Ausblick vom Viewpoint in Koh Adang

Ausblick vom Viewpoint in Koh Adang

Koh Adang ist allerdings durchaus auch ein Ort für einen entspannten Strandtag! Und so kommt hier jeder etwas abseits der Touristenpfade auf seine Kosten.

Koh Muk

Von Koh Lipe ging es mit der Fähre weiter nach Koh Muk* – und der Unterschied hätte kaum größer sein können. Keine Walking Street, kein Songkran-Chaos, keine Menschenmassen. Koh Muk ist kleiner, ruhiger, irgendwie bodenständiger. Es gibt ein Fischerdorf, ein paar super hübsche Resorts, Restaurants, und das war’s eigentlich schon. Genau das wollte ich.

Der Name der Insel bedeutet übrigens „Perleninsel“ – und wer einmal dort war, versteht warum. Was Koh Muk wirklich besonders macht, ist aber nicht nur die Atmosphäre, sondern ein einziger Ort, für den es sich lohnt, extra herzufahren: die Tham Morakot, die Smaragd-Grotte bzw. auf Englisch Emerald Cave.

Der Sunset Beach vom Meer aus

Der Sunset Beach vom Meer aus

 

Endlich wieder mobil: Der Roller vom Smile Resort

Direkt beim Check-in in meiner Unterkunft, dem Smile Resort*, habe ich mir einen Roller gemietet und war so erleichtert. Auf Koh Lipe hatte ich keinen, was mich doch etwas eingeschränkt hatte (wobei ich während Songkran auch gar nicht erst gefragt hatte, was eine Tagesmiete kostet, vermutlich war ich mental noch im Überlebensmodus). Auf Koh Muk war das anders. Mit dem Roller konnte ich die Insel auf eigene Faust erkunden, spontan anhalten, in Ruhe schauen. Dieses Gefühl von Freiheit und Mobilität ist mir auf Reisen wirklich wichtig.

 

Die Smaragd-Grotte bzw. Emerald Cave

Der Ausflug zur Tham Morakot war der absolute Höhepunkt meiner Zeit auf Koh Muk. Du kannst theoretisch einfach mit dem Roller zur Westküste fahren, von wo aus man zum Eingang der Grotte gelangt. Ich hatte mir aber eine Tour im Resort gebucht und wurde daher mit dem Tuk Tuk abgeholt. Am Sunset Beach, der auch Charly Beach genannt wird, wurde ich dann in ein klassisches Longtail Boot gesetzt und mit einer kleinen Gruppe von insgesamt sechs Personen fuhren wir dann 10 bis 15 Minuten bis zum Eingang des Emerald Cave.

Der Einstieg fürs Emerald Cave

Der Einstieg fürs Emerald Cave

Was mich erwartet hat: Ein rund 80 Meter langer, stockdunkler Tunnel im Fels, den man durchschwimmen muss. Man schwimmt durch absolute Dunkelheit, in der man buchstäblich die eigene Hand nicht vor den Augen sieht– außer man hat eine Stirnlampe bzw ist, wie ich, mit einer Gruppe unterwegs, die von einem Guide mit Lampe angeführt wird. Nach gefühlt einer Ewigkeit wird es plötzlich heller. Nach einer Biegung öffnet sich die Grotte zu einer verborgenen Lagune – umgeben von hohen Kalksteinfelsen, mit einem kleinen weißen Sandstrand und smaragdgrünem Wasser.

Ich weiß nicht, wie ich diesen Moment beschreiben soll, ohne kitschig zu klingen. Es ist einfach einer dieser Reisemomente, die sich ins Gedächtnis brennen.

Ein paar praktische Hinweise dazu:

  • Der beste Zeitpunkt für den Besuch ist zwischen 10 und 14 Uhr, wenn die Sonne so einfällt, dass das Wasser sein typisches Smaragdgrün bekommt.
  • Am besten bei mittlerem Wasserstand. Bei Ebbe gibt es kein „Smaragd“, bei Hochwasser ist der Tunnel nicht zugänglich.
  • Eine Taschenlampe oder Stirnlampe ist sehr hilfreich für die Passage durch den dunklen Tunnel, vor allem wenn du allein durch möchtest.
  • Wer die Touristengruppen meiden möchte, sollte früh morgens starten. Ich war mittags dort, aber dafür war es ziemlich voll.

 

Sunset Beach und Sunrise Beach

Den restlichen Tag habe ich am Sunset Beach auf der Westküste verbracht. Der Sonnenuntergang dort ist wirklich schön. Ruhige Atmosphäre, wenig Betrieb, das Meer direkt vor der Nase.

Sunset Beach zum Sonnenuntergang

Sunset Beach zum Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden und zum Sunrise Beach auf der Ostseite gefahren, um Sonnenaufgangsfotos zu machen. Das weiche Morgenlicht, das ruhige Wasser, kaum Menschen… Perfekte Bedingungen für Fotos und für einen ruhigen Start in den Tag.

Der Pier im Sonnenaufgang

Der Pier im Sonnenaufgang

Der Sunrise Beach zum Sonnenaufgang

Der Sunrise Beach zum Sonnenaufgang

Koh Muk ist keine Insel für alle. Wer Action, Nachtleben und viel Infrastruktur sucht, ist hier falsch. Aber wer durchatmen, zur Ruhe kommen und dabei einen der beeindruckendsten Naturmomente Südostasiens erleben möchte, ist hier genau richtig.

Blick auf den Sunrise Beach und den Pier

Blick auf den Sunrise Beach und den Pier

Koh Lanta

Ich muss kurz ehrlich sein: Koh Lanta ist nicht einfach eine weitere Station auf dieser Route. Es ist meine Lieblingsinsel in Thailand. Ich war schon mehrere Male hier und bisher jedes Mal länger. Es ist auch der Ort, an dem ich 2015 beschlossen habe, dass ich definitiv digitale Nomadin sein möchte. Diese Insel hat etwas mit mir gemacht.

Diesmal war ich allerdings nur eine Nacht da. Ich weiß, ich weiß. Für alle, die nicht unter Zeitdruck stehen: Ich empfehle aber mindestens zwei Nächte – besser mehr. Eine Nacht reicht einfach nicht, um diese Insel wirklich zu spüren.

 

Was Koh Lanta so besonders macht

Koh Lanta ist langgestreckt, mit mehreren Stränden entlang der Westküste, die sich in Charakter und Atmosphäre deutlich voneinander unterscheiden. Der Norden ist etwas lebhafter, der Süden ruhiger und ursprünglicher. Was die Insel aber wirklich auszeichnet, ist ihre Energie: entspannt, authentisch, ohne den Massentourismus, der viele andere Inseln längst überwältigt hat.

Es gibt einen schönen Wasserfall im Inselinneren und einen Leuchtturm am südlichen Ende der Insel mit einem wunderschönen Ausblick. Beides klare Empfehlungen für alle, die ein bisschen mehr sehen wollen als nur den Strand.

Ich war diesmal im Grand House*, der Unterkunft auf Koh Lanta, in der ich auch schon 2015 für drei Wochen war. Es gibt zwar keinen Pool, aber das stört mich hier nie, weil das Meer sowieso direkt um die Ecke und das WLAN gut ist. Wichtiger ist mir persönlich die familäre Atmosphäre und die Nähe zur Infrastruktur für digitale Nomaden.

Wenn du mehr im echten Urlaubsmodus bist, kann ich zum Beispiel das Blue Andaman* oder das New Beach* empfehlen. Da war ich 2024 in der Straße in einem Guest House und habe daher aus beiden relativ häufig gearbeitet bzw. dort gegessen.

Sunset Koh Lanta

Sunset Koh Lanta

 

Koh Lanta für digitale Nomaden

Wer auf Reisen arbeiten möchte oder muss, ist auf Koh Lanta wirklich gut aufgehoben. Die Insel ist ruhig genug, um produktiv zu sein, hat aber genug Infrastruktur, damit man sich nicht abgeschnitten fühlt. Es gibt tolle Cafés mit gutem Internet, in denen man stundenlang sitzen kann, ohne schräge Blicke zu ernten.

Und dann ist da noch der KoHub – ein Coworking Space, der in der Nomaden-Community einen richtig guten Ruf hat. Von Oktober bis Ende April sind dort regelmäßig viele digitale Nomaden aus aller Welt anzutreffen. Wer also nicht nur arbeiten, sondern auch Gleichgesinnte kennenlernen möchte, ist dort genau richtig. KoHub organisiert auch Community-Events. Es lohnt sich, vorbeizuschauen.

Koh Lanta ist für mich der Beweis, dass man keinen Kompromiss eingehen muss zwischen „ich will Urlaub machen“ und „ich muss auch arbeiten“. Der perfekte Ort für eine Workation, wenn man nicht direkt als digitaler Nomade losziehen möchte.

Cover Mockup Koh Lanta Guide

Live Like a Local

Du suchst nach einem coolen und tropischen Spot für digitale Nomaden in Südostasien? Dann solltest du dir unbedingt Koh Lanta anschauen!

Phuket

Phuket war für mich kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck. Und das sage ich ganz ohne schlechtes Gewissen. Ich habe drei Nächte im Paradise Inn* am Karon Beach verbracht. Die Lage war praktisch, weil sie im Abholgebiet für die Touren lag. Das war aber tatsächlich der einzige Grund, warum ich überhaupt in diesem Teil der Insel war.

Karon Beach selbst war nichts für mich: zu viel Betrieb, zu viele Partytouristen, zu viele ausländische Restaurants. Wer beim Thailandbesuch gerne russisch, deutsch und italienisch essen möchte, ist hier richtig. Ich gehöre nicht dazu. Meine Empfehlung: Wer Phuket besucht und eher Ruhe sucht, sollte sich andere Ecken der Insel anschauen – z.B. den Südwesten oder die Gegend um Rawai und Nai Harn.

Aber wie gesagt: Ich war wegen der Touren dort. Und die haben sich gelohnt.

 

Tour 1: Koh Hong und James Bond Island

Der erste Ausflugstag führte uns zunächst nach Koh Hong – und das war ein wirklich schöner Einstieg. Als wir mit dem Speedboat an der kleinen Insel ankamen, warteten bereits ein Haufen Kajaks, mit denen wir durch Höhlen und Meereshöhlen gepaddelt wurden. Ruhig, malerisch, entspannt. Die Kalksteinfelsen der Phang Nga Bay von einem Kajak aus zu erleben ist einfach eine andere Perspektive als vom Boot.

Kajakfahren bei Koh Hong

Kajakfahren bei Koh Hong

Danach ging es zum James Bond Island – offiziell Koh Tapu – die 1974 durch den James-Bond-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ weltberühmt wurde. Und ja: Der Felsen, der da so 22 Meter ikonisch aus dem Wasser ragt, ist wirklich beeindruckend. Die Kulisse der Phang Nga Bay mit all ihren Karsttürmen ist atemberaubend.

Ko Ta Pu oder James Bond Island

Ko Ta Pu oder James Bond Island

Aber ich will ehrlich sein: Es ist sehr, sehr touristisch. Sehr voll, sehr laut, und die Verkäufer an den zahlreichen Shops dort sind äußerst hartnäckig. So etwas kostet mich persönlich viel Energie. Mein Tipp: Fotos machen, die Landschaft genießen und dann zügig wieder aufs Boot.

Zum Abschluss des Tages ging es noch in die Höhle auf Phanak Island, die mit ihren Stalagmiten und Stalagtiten und einer Lagune am Ende der Höhle ebenfalls beeindruckend war.

 

Tour 2: Maya Bay, Schnorcheln und Bamboo Island

Der zweite Ausflugstag startete mit dem wohl bekanntesten Strand Thailands: der Maya Bay auf Koh Phi Phi Leh bekannt aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo di Caprio. Und ja, der Strand ist wirklich atemberaubend schön. Türkisblaues Wasser, weißer Sand und die Felswände, die die Bucht einrahmen. Unfassbar! Aber: Es war sehr, sehr voll. Und das Ankommen per Speedboot von Phuket aus bedeutet, dass man erst am späten Vormittag dort ankommt – also genau dann, wenn bereits die meisten anderen Boote da sind.

Das Highlight vom Insel-Hopping in Thailand Maya Bay

Das Highlight vom Insel-Hopping in Thailand Maya Bay

Meine ehrliche Empfehlung: Nicht von Phuket aus zur Maya Bay fahren. Wer auf Koh Phi Phi übernachtet, kann deutlich früher dort sein und ist so vor den Tagestouristen da. Das macht einen riesigen Unterschied.

Danach steuerten wir mehrere Schnorchel-Spots an – die mir persönlich alle zu voll und zu „organisiert“ waren. Wenn zwanzig Boote gleichzeitig am selben Spot ankern und hunderte Touristen ins Wasser springen, vergeht mir ein bisschen die Lust, muss ich leider gestehen.

Den schönsten Abschluss des Tages bot dafür Bamboo Island: weiße Sandstrände, klares Wasser, und obwohl auch hier einige Boote ankerten, war die Atmosphäre deutlich entspannter. Wer einfach am Strand liegen, ins Wasser gehen und Fotos machen möchte – hier ist der richtige Ort dafür.

 

Ma Doo Bua – eines der instagrammablsten Cafés Thailands

An einem Abend habe ich dem Ma Doo Bua einen Besuch abgestattet – einem der bekanntesten Cafés Thailands und definitiv eines der fotogensten. Das Konzept: Man sitzt an einem riesigen See voller Lotusblüten. Rosa Blüten, hölzerne Pavillons, zartes Licht. Es ist so unwirklich schön, dass man kaum glauben kann, dass es echt ist.

Es gibt auch buchbare Foto-Sessions, bei denen man in einem Boot zwischen den Lotusblüten liegt. Traumhafte Bilder und Drohnenaufnahmen sind garantiert. Ich hatte leider Pech: Die Slots für den Tag waren bereits ausgebucht. Und wichtig zu wissen: Buchungen werden nur direkt vor Ort angenommen, nicht online.

Mein Tipp: Wer eine Foto-Session machen möchte, sollte früh morgens hingehen – dann hat man die besten Chancen auf einen freien Slot, und das Licht ist ohnehin am schönsten.

Barbara im Ma Doo Bua 1
Barbara im Ma Doo Bua 2

Die Touren zum James Bond Felsen und zur Maya Bay habe ich übrigens über Get Your Guide* gebucht und war sehr zufrieden damit. Schau mal hier, was es für Touren von und in Phuket gibt:

Optional: Phi Phi

Wenn du auch auf Phi Phi übernachten und sonst meiner Route folgen möchtest, rate ich dir, von Koh Lanta dorthin zu fahren. Das ist nur eine gute halbe Stunde mit dem Speedboat entfernt und von dort kannst du dann easy weiter nach Phuket. Von dort kannst du dann aber nicht nur den Ausflug zu Maya Bay am frühen Morgen und damit mit weniger Menschen machen – was sich alleine schon lohnt! –, sondern auch zum Aussichtspunkt wandern, der einen der schönsten Views von Thailand bietet.

Ich selbst habe mich entschieden, nicht auf Phi Phi zu übernachten. Das liegt daran, dass Phi Phi als Partyinsel berühmt ist und ich darauf keine Lust habe bzw. hatte. Außerdem hatte ich gehofft, dass ich während meines Ausflugs von Phuket zur Maya Bay, bei dem wir auf Phi Phi zu Mittag gegessen haben, die Wanderung zum View Point hätte machen können. Der Plan ist leider nicht aufgegangen, sodass ich dir jetzt den Rat geben kann:

Wenn du zum View Point möchtest, übernachte mindestens eine Nacht auf Phi Phi!

Am Pier von Koh Phi Phi

Am Pier von Koh Phi Phi

Anreise zu den Inseln in der Andamanensee

Im Normalfall führt dich die Reise in die Andamanensee erstmal nach Bangkok. Von Frankfurt fliegt zum Beispiel Thai Airways zweimal täglich dorthin. Von München einmal. Weitere Informationen, Verbindungen sowie Preise findest du unter www.thaiairways.de. Sonderpreise warten über das ganze Jahr immer wieder ab 550 Euro inkl. aller Steuern & Gebühren.

Thai Aiways gehört übrigens zur Star Alliance und wenn du bei Miles & More Meilen sammelst, kannst du dir vielleicht sogar irgendwann einen Business Class Prämienflug holen. Das haben mein Mann und ich 2024 gemacht und sind für 300 Euro pro Nase von München nach Bangkok geflogen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Von Bangkok gibt es dann drei Möglichkeiten nach Phuket zu reisen:

  • Mit der Fähre: Wenn du, wie ich, aus Malaysia kommst, kannst du ganz einfach mit der Fähre von Langkawi kommen und die Immigration auf Koh Lipe im Sand erleben.
  • Mit dem Flugzeug: Flughäfen, die du ansteuern könntest, sind Hat Yai, Trang, Krabi oder Phuket. Wenn du mit Thai Airways nach Bangkok geflogen bist, kannst du einfach umsteigen und zum Beispiel mit der thailändischen Tochter Thai Smile weiterreisen, die die nationalen Flüge abdeckt.
  • Mit dem Bus: Mit dem Bus könntest du nach Krabi fahren. In etwa 12 Stunden fahren mehrmals am Tag Busse zwischen Bangkok und Phuket.
  • Mit dem Auto: Solltest du einen Mietwagen haben, kannst du natürlich die malerische Landschaft von Bangkok hinunter in den Süden genießen. Allerdings ist ein Mietwagen nur so semi-gut, wenn du danach Insel-Hopping in Thailand machen möchtest.

Du kannst du einfach hier mal bei 12go schauen, wo du in Thailand oder Asien allgemein ankommst und welche Verbindungen dir vorgeschlagen werden:

Weiterreise nach dem Insel-Hopping in Thailand

Wenn du aus Bangkok gekommen bist, lohnt es sich, den Süden des Landes weiter zu erkunden. Es gibt so viele schöne Regionen und ja auch noch den Gold von Thailand. Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • Ranong: Ranong liegt wie Phuket an der Andamanensee. Dort kannst du wunderbar einsame Strände erkunden und die Seele in heißen Quellen und Spas baumeln lassen.
  • Chumphon: Chumphon ist ebenfalls nur wenige Stunden mit dem Minivan entfernt. Die Region ist geeignet, wenn du schnorcheln gehen möchtest, die Natur im Mangroven-Wald bestaunen willst oder von super Fotospots Aufnahmen machen magst. Von dort gelangst du auch einfach nach Koh Tao, die berühmte Taucherinsel im Gold von Thailand.
  • Songkhla: Songkhla liegt ebenfalls auf der Seite des Golfes. Hier kannst du durch die traumhaft schöne Altstadt schlendern oder die Lotusblumen im Thale Noi bestaunen – aber dafür musst du natürlich zur richtigen Jahreszeit (zwischen November und April) da sein.
  • Koh Samui: Koh Samui liegt im Golf von Thailand. Deswegen musst du quasi einmal auf die andere Seite des Festlandes fahren und dann aus Surat Thani eine Fähre nehmen. Das dauert etwa 4 Stunden mit dem Minivan und dann nochmal zwei Stunden, bis du in Koh Samui bist. Wenn du noch nie dort warst, bietet es sich vielleicht an, diese Ziele mit einander zu verbinden.

Barbara zum Sonnenaufgang am Strand in Koh Samui

Barbara zum Sonnenaufgang am Strand in Koh Samui

Mein Fazit zum Insel-Hopping in Thailand

Was ich an dieser Reiseroute so mag: Sie bietet sowohl Geheimtipps als auch die Klassiker, die wirklich beeindruckend und zurecht so berühmt sind.

Barbara vor dem James Bond Felsen

Barbara vor dem James Bond Felsen

Als digitale Nomadin liebe ich weiterhin Koh Lanta, aber auch Koh Muk hat mir erstaunlich gut gefallen: Ruhe zum Arbeiten, aber genug Infrastruktur, um nicht abgeschnitten zu fühlen. Koh Lipe ist ideal für ein paar reine Urlaubstage und Phuket für alle, die auch gerne in die Vollen gehen.

Wäre die Route auch was für deinen nächsten Thailand-Trip? Schreib mir gerne in den Kommentaren, was du darüber denkst!

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