Petra und Jerash – Ein Ausflug von Israel nach Jordanien

Petra und Jerash – Ein Ausflug von Israel nach Jordanien

Petra ist eines der sieben Weltwunder und befindet sich im Süden von Jordanien. Bereits bei meinem ersten Besuch in Israel wollte ich unbedingt einen Abstecher ins schöne Nachbarland machen. Allerdings hat es aus Zeitgründen nicht geklappt. Im darauffolgenden Jahr hatte ich mehr Glück. Mit Abraham Hostel machte ich mich auf den Weg und unternahm einen Ausflug nach Jordanien mit einer Übernachtung in einem Beduinen Camp.

Ein paar kleine Tipps vorweg… Solltest du den Ausflug wie ich aus Jerusalem machen, bereite dich darauf vor, dass du völlig andere Temperaturen, ja, ein völlig anderes Klima vorfinden wirst. Denk also bitte auf jeden Fall daran, dass du Sonnencreme, einen Hut und Kleidung, die dich vor der Sonne schützt, einzupacken.

 

Abfahrt in Jerusalem und Grenzübergang nach Jordanien

Pünktlich um 7 Uhr morgens startet die Tour von Jerusalem nach Jordanien. Das Highlight der Tour ist eines der Sieben Weltwunder Petra auch wenn mit Jerash und Amman noch zwei weitere Orte auf dem Programm der nächsten zwei Tage stehen. Wir fahren etwa zwei Stunden, bis wir am Jordan River Border Crossing ankommen. Dort kommen zusätzliche Kosten auf dich zu, die nicht im Preis für die Tour enthalten sind:

Ausreisegebühr für Israel: 107 ILS (also etwa 25 Euro) und du kannst in ILS, USD oder EUR zahlen

Einreisegebühr nach Jordanien: 40 JOD (also knapp 50 EUR) und du kannst nur in JOD zahlen

Das Prozedere an der Grenze ist ein wenig undurchsichtig und keiner weiß so richtig, wo man genau hinmuss. Obwohl wenige Reisende da sind, dauert alles lange und wir müssen bei den verschiedenen Passkontrollen lange warten. Wir brauchen über eine Stunde, bis wir endlich im Van sitzen und Richtung Jerash fahren.

 

Jerash

Jerash ist eines der beliebtesten Reiseziele des Landes. Die antike Stadt, die in der Antike Gerasa hieß, liegt in einer Ebene umgeben von hügeligen Waldgebieten. Sie wurde 63 v. Chr. von General Pompejus erobert, kam unter römische Herrschaft und war eine der zehn großen römischen Städte der Dekapolis – eines Bundes von zehn Städten, die nach der Zeit Alexanders des Großen nach griechischem Vorbild umgebaut wurden. Mit der Eroberung durch die Römer kam das goldene Zeitalter. Die Ausgrabungsstädte gilt als eine der am besten erhaltenen römischen Provinzstädte der Welt.

Jerash

Wir betreten die Ausgrabungsstädte durch den pompösen Hadrianbogen. Dieser sollte einmal das neue Stadttor werden, aber nach einigen Jahren war das Projekt aus Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten eingestellt worden. Heute imponiert er mit seiner einstigen Höhe von 21 Metern. Ende der Nullerjahre wurde er mit den Originalsteinen aus der Umgebung wieder aufgebaut.

 

Hadrian Bogen Jerash Hadrian Door

Jerash

Temple of Zeus Jerash

Theater Jerash

Jerash

Die gepflasterte Hauptstraße, der Cardo Maximus, verbindet den Marktplatz über 800 Meter mit dem nördlichen Stadttor. Noch heute sind 500 der Säulen, die die Straße säumen, gut erhalten.


Kardo Jerash

Jerash

Temple Jerash

Temple of Zeus Jerash

Temple of Zeus Jerash

Während ich in Jerusalem eher gefroren hatte, brennt die Hitze hier. Ich bin froh, als es weitergeht.

Nächster Halt: Die jordanische Hauptstadt.

 

Amman

Im Anschluss steht die Zitadelle von Jordaniens Hauptstadt Amman auf dem Programm.Es ist nur ein kurzer Abstecher, der auch nicht bei jedem Ausflug stattfinden kann. Je nachdem wie spät es ist, wenn die Gruppe Jerash verlässt, kann die Zitadelle noch besichtigt werden oder eben nicht.

Wir sind zwar spät dran, weil unsere Gruppe an der Grenze so lange gebraucht hat, aber für einen kurzen Besuch reicht es.

Im Sonnenuntergang laufen wir über die Tempelanlage, die auf einer Anhöhe liegt und die Stadt überblickt.

Citadelle Amman

Bereits in der frühen Bronzezeit wurde der Hügel besiedelt. Die Befestigungsanlagen im Südosten sind die ältesten und sind etwa von 1500 vor Christus. Für etwa 100 Jahre hatten die Griechen im vierten Jahrhundert vor Christus die Herrschaft über dieses Gebiet. Zu dieser Zeit hieß die Stadt Philadelphia. Danach ging sie an die Römer und im Jahr 661 an die Araber.

Citadelle Amman

Sunset Amman

Hier befindet sich auch das archäologische Museum. Wer sich gerne in Details verliert und Vasen sowie antike Skulpturen mag, wird sich hier wohlfühlen. Wir hatten leider nicht mehr viel Zeit, weil das Museum kurz nach unserer Ankunft den Feierabend eingeläutet hat. Wir konnten aber einen kurzen Blick hinein werfen.

Citadelle Amman Jordan Archeological Museum

Sunset Amman

Kurz nachdem die Sonne verschwunden ist, machen wir uns auf den Weg zurück zum Minivan. Denn wir haben noch gute drei Stunden Autofahrt vor uns.

 

Eine Nacht im Beduinen Camp

Es ging in das Beduinen Camp Seven Wonders, unweit von Petra. Müde und hungrig wurden wir mit einem traditionellen Essen empfangen und saßen noch bis Mitternacht um ein Lagerfeuer. Die Atmosphäre war unglaublich und vor allem die Hügel, die mit unzähligen Kerzen beleuchtet wurden, waren ein absoluter Hingucker. Der Abend war unvergesslich.

Seven Wonders Camp

Am Morgen gab es ein Frühstücksbuffet und dann ging es auch schon weiter. Viel Zeit, um das Wadi zu erkunden, in dem das Camp gelegen war, blieb nicht. Denn das Highlight des Trips lag vor uns:

 

Petra

Obwohl wir sehr früh am Morgen ankamen, war es heiß. Die Sonne brannte bereits erbarmungslos auf uns herab. Unser Tour Guide holte die Tickets ab, die bereits im Tourpreis enthalten waren und schon ging es los.

Wenn du eine selbst organisierte Tour unternehmen möchtest, kannst du dich darauf einstellen, ca. 65 Euro Eintritt für einen Tag zu zahlen. Für jeden weiteren Tag kostet das Ticket dann nur 5 Euro mehr. Ein längerer Aufenthalt lohnt sich also. Und zwar nicht nur finanziell. Denn eigentlich ist ein Tag in Petra viel zu wenig.

Welcome To Petra

Vom Eingang bis zur eigentlichen roten Felsenstadt musst du durch den Siq. Das ist eine tief Felsenschlucht, die sich über viele Jahrhunderte durch die Wassermassen aus dem Wadi Musa hier in den Felsen gegraben hat. Die Nabatäer, die auch Petra erbauten, leiteten das Wasser des Flusses um, sodass sie erstens einen gesicherten Zugang schufen und zweitens nicht mehr Gefahr liefen, von spontanen Überflutungen erfasst zu werden.

Die Schlucht ist 70 Meter tief und 1,5 Kilometer lang. Wir sind diese Strecke gelaufen. Theoretisch gibt es auch Kutschen, aber ich kann diese nicht guten Gewissens empfehlen, da die Pferde da wirklich lang getrieben werden. Aber letzten Endes musst du wissen, ob das mit dir vereinbaren kannst und es kommt auch sicher auf die Allgemeinsituation an.

Roman Street Remains Siq

Und nach unzähligen Kurven in diesem verschlungenen Schluchtengang stand ich plötzlich davor: Das Highlight The Treasury ist das erste, was du sehen wirst, wenn du in der Felsenstadt ankommst.

The Treasurey

Kamele in Petra

Es hat sich ein bisschen so angefühlt, als wäre ich auf Zeitreise. Leider bleibt bei dieser Tagestour nicht viel Zeit, sodass ich mich schnell entscheiden musste: Ich konnte entweder auf den Berg vor dem Treasury klettern und ein Bild von oben machen. Oder aber ich konnte einmal das ganze Tal durchqueren, auf der anderen Seite die Felsen hoch und das zweite Highlight anschauen: The Monastery. Ich entschied mich für Masse statt Klasse. Ich wollte unbedingt mehr von der roten Stadt sehen.

Die folgenden Bilder zeigen die Höhepunkte des Weges bis zum Aufstieg: die heiligen Gräber, die mit Säulen gesäumte Prachtstraße und das Theater.

Petra

Street Petra

Theater Petra

City Gate Petra

Dann ging es aufwärts und ein Schweiß treibender Aufstieg begann. Nach einiger Zeit war ich nicht mehr allein: Die Beduinen, die hier in der Felsenstadt noch immer zu leben scheinen, öffneten ihre Stände. Sie verkaufen billige Souvenirs, aber auch wahrhafte Schätze wie alte Münzen und Keramik. Leider ist der Unterschied für den Laien nicht erkennbar. Auch Getränke werden angeboten, sodass du immer hydriert bist. 

Stairs Petra

Stairs With Bedouins Petra

Selling Bedouins Petra

View Petra

 

Oben angekommen, wartete eine Bar mit leckeren Getränken und Snacks. Wer mehr Zeit mitbringt als ich, kann hier den phänomenalen Ausblick auf das Monastery etwas länger genießen.

Bar Monastery

The Monastry Petra

Barbara Monastery Petra

Ich musste mich leider ziemlich schnell wieder auf den Rückweg begeben, da wir noch am Nachmittag zurück nach Jerusalem fuhren. Zumindest der Rest der Gruppe. Denn ich hatte mit dem Tour Guide abgesprochen, dass ich in Amman rausgeworfen wurde. Ich verbrachte noch eine Nacht in der jordanischen Hauptstadt und fuhr am nächsten Morgen zum Flughafen, von wo ich Reise weiterging: Dubai und mein erster House Sit waren das Ziel.

 

Mein Fazit

Petra ist schon wirklich ein magischer Ort. Rückblickend bereue ich eigentlich nur, dass ich nicht länger geblieben. Mindestens zwei volle Tage in Petra selbst und noch ein weiterer im Wadi Rum solltest du einplanen, wenn du die Gegend einigermaßen ausgiebig erkunden willst. Auch Little Petra, eine weitere Stadt der Nabatäer, die ganz in der Nähe von Petra ist, keinen Eintritt kostet (!) und auch ein kleines Geheimnis und daher nicht von Touristenmassen überrannt ist, würde ich mir gerne anschauen. Und mir blutet das Herz, weil ich die „Lichtershow“ in Petra nicht gesehen habe. An mehreren Abenden werden Kerzen vor dem Hauptgebäude, dem Treasury, aufgestellt und das soll ein ganz fantastisches Lichtspiel sein und ein absolutes Gänsehautfeeling bewirken.

Von daher: Ich war zwar da, aber Petra steht immer noch auf meiner Bucket List. Beim zweiten Besuch lasse ich mir ganz sicher mehr Zeit!

Warst du schon mal in Petra? Wie viele der sieben Weltwunder hast du bereits gesehen? Ich freue mich auf deine Kommentare!

 

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zu der Tour zum Teil eingeladen. 50 % der Kosten habe ich selbst getragen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Mit dem Jeep durch die Wüste Juda – Tagesausflug in die israelische Wüste

Mit dem Jeep durch die Wüste Juda – Tagesausflug in die israelische Wüste

Bereits dreimal bin ich nach Israel gereist, um dieses außergewöhnliche Land zu erkunden. Bei meinem letzten Besuch war ich mit Abraham Hostel unterwegs, um einen City Guide zu Tel Aviv und zu Jerusalem zu erstellen. Da ich in meinen Guides auch über die Ausflugsmöglichkeiten berichte, war klar: ich muss Israel noch ein wenig mehr erkunden und besser kennenlernen. Ein Tagesausflug in die israelische Wüste stand für mich ganz oben auf der Bucket List, da ich das bei meinen vorherigen Besuchen leider nicht wirklich geschafft hatte.

 

Die israelische Wüste Juda

Zwischen Jerusalem und dem Toten Meer liegt die Wüste Juda. Theoretisch ist sie nur eine Halbwüste, da sie feuchter ist als eine Vollwüste. Terrassen und Steilhänge fallen bis ins Tal des Jordan und bis zu 600 Meter tiefe Wadis, ausgetrocknete Flussbetten, schlängeln sich von West nach Ost durch die faszinierende Landschaft.

Wüste Juda – Judaean Desert

Die Wüste Juda liegt im Regenschatten der Jerusalemer Berge. Dies bedeutet, dass die Wolken, die vom Mittelmeer Richtung Osten ziehen, auf der dem Wind zugewandten Seite der Berge abregnen und die Wüste so wenig Niederschlag aufweist. Durch diese geologische Konstellation ist die Entstehung einer Wüste generell begünstigt. Allerdings befindet sich laut der Hebräischen Universität in Jerusalem ein Wasserreservoir unter der Wüste Juda, das für Oasen wie Ein Gedi sorgt.

Wüste Juda – Judaean Desert

Wüste Juda – Judaean Desert

Beduinenstämme leben hier mit Kamel, Kind und Kegel. Sie leben nicht mehr in Zelten, wie du dir das jetzt vielleicht vorstellst. Dadurch, dass Beduinen heutzutage nicht mehr nomadisch sind, ist es auch nicht nötig, die Unterkünfte schnell abbauen zu müssen. Stattdessen leben sie ihn Behausungen, die ich am ehesten als Barracken bezeichnen würde. Die Wände sind zumeist aus Wellblech oder anderem leichtem Material. Auch Decken werden verwendet.

 

Berg Asasel und der Sündenbock

Hast du dich schon mal gewundert, wieso man jemanden Sündenbock nennt, der für die Taten anderer gerade steht? Die Redewendung wurde geprägt, weil die Menschen, einem Ziegenbock symbolisch all ihre Sünden aufluden und diesen dann als Opfer einen Berg hinunterwarfen. Dieser liegt in der Wüste Juda und heißt Berg Asasel. Es ist außerdem der Name des Wüstendämons, dem der Sündenbock geopfert wird. Asasel wird in der Bibel erwähnt und ist bis heute in bestimmten Kreisen als Dämon oder sogar Teufel bekannt.

Wüste Juda – Judaean Desert

Wir stehen auf Berg Asasel und lauschen dem Wind. Sonst ist nichts zu hören. Die Beduinenstämme, die in der Umgebung wohnen, sind für uns von hier oben unsichtbar. Ein Zeichen ihrer Anwesenheit ist jedoch ein Wüstenbrunnen, der bis heute in Benutzung ist.

Diesen Stopp nutzen wir für einen leckeren, heißen Tee. Aus Kräutern und mit viel Zucker. So wie es bei den Beduinen üblich ist.

 

Mar Saba – Eines der ältesten bewohnten Klöster der Welt

Es geht weiter. Es geht auf und ab, durch die Wadis hindurch. Ich sehe nichts als weite, karge Wüstenlandschaft. Es ist wunderschön, aber gleichzeitig auch bedrückend. Ich komme nicht umher, mich zu fragen, was passiert, wenn man hier eine Autopanne hat und bin froh, dass unser Guide einen neuen Jeep fährt.

Und irgendwann erscheint es plötzlich zwischen den Felsen: Das Kloster Mar Saba. Es wurde vor über 1500 Jahren gegründet und ist seit dem durchgehend bewohnt. Das ist schon eine Besonderheit, mit der sich nur wenige Klöster auf der Welt messen können.

Mar Saba

Mar Saba

Mar Saba darf nur von Männern betreten werden und so witzele ich, dass unser Tour Guide die Mönche ja ablenken könne, während wir Damen das Kloster erkunden. Wir lachen, als wir ins Auto zurückkehren und zum Mittagessen fahren.

 

Ein Prat

Gestärkt geht es zur letzten Station: Der Oase Ein Prat im Wadi Qelt. Ich kannte solche Oasen bereits von meinem Ausflug nach Masada, bei dem ein Abstecher nach Ein Gedi auf dem Programm stand. Einfach herrlich, wie der kleine Strom, die sonst so fruchtlose Wüste in ein kleines Paradies verwandelt. Eltern sitzen am Rande auf Felsen und schauen ihren Kindern zu, wie sie fröhlich im kalten Nass plantschen.

Ein Prat

Auch die Mädels aus unserer Gruppe sind dankbar für die Erfrischung. Ich hingegen meide kaltes Wasser für gewöhnlich und nach einem kurzen Test mit dem Zeigefinger ist mir klar, dass ich auch hier keine Ausnahme machen werde. Also lasse ich meinen Rucksack bei der Gruppe und erkunde, bewaffnet mit meiner Kamera, die Umgebung. Ein kleiner Weg führt hinauf zu alten Ruinen.

Ein Prat

Ein Prat

Überreste von Siedlungen, Klöstern und Palästen warten hier auf Wanderer, die sich trotz der brennenden Hitze trauen, den Pfad entlang zu wandern. Der Aufstieg zum Faran-Kloster, das ursprünglich vom Mönch Haritoun im 3. Jahrhundert gegründet wurde, dauert 10 bis 15 Minuten. Es gilt als das erste Kloster in der Wüste Juda. Hier, in der Nähe von Jerusalem, suchten Mönche nach der Ruhe und Abgeschiedenheit der Wüste. Die Oase mit den natürlichen Höhlen, Quellen und verlassenen Festungen war dafür ideal geeignet.

Barbara in Ein Prat

Heute ist die Gegend ein beliebter Erholungsort, perfekt zum Wandern, Picknicken und Schwimmen in den Naturpools.

 

Unterkunft in Jerusalem

Ausgangsort für die Jeep Touren in die Wüste Juda ist für gewöhnlich Jerusalem. Hier gibt es natürlich zahlreiche Unterkünfte – da ist für jedes Budget und jede Vorliebe etwas dabei.

Ich war in Israel, da ich einer Einladung von Abraham Hostels gefolgt war. Das Hostel in Jerusalem war das erste Abraham Hostel. Später folgten Tel Aviv und Nazareth. Ich war dort in einem Einzelzimmer untergebracht. Für einen Urlaub und um Jerusalem sowie die nähere Umgebung zu erkunden eignet sich das Hostel perfekt.

Für digitale Nomaden die länger bleiben wollen, rate ich eher zum Abraham Hostel Tel Aviv, wo die Einrichtung praktischer (ich hatte in Jerusalem zum Beispiel keinen Schrank) und das ganze Gebäude moderner ist. In Jerusalem musste ich zum Beispiel immer einen Timer für heißes Wasser stellen und dann 20 Minuten warten, bevor ich duschen konnte. Persönlich empfinde ich das als keine gute Lösung für Nomaden, die länger an einem Ort bleiben möchten.

 

Mein Fazit

Die Jeep Tour in die Wüste Juda war eines meiner Highlights des Israel-Aufenthalts 2018. Zudem war unser Tour Guide sehr fachkundig und hat auch langweilige Fakten mit Witzigem verbunden und so alle Teilnehmer stets zum Lachen gebracht. Ich würde die Tour am liebsten nochmal machen, da ich mir die vielen, interessanten Details kaum merken konnte.

 

 

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Jeep Tour eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Tagesausflug zum See Genezareth und den Golanhöhen

Tagesausflug zum See Genezareth und den Golanhöhen

Bei meinen vorherigen Besuchen in Israel habe ich es nur einmal geschafft, ein paar Tage in den Golanhöhen zu verbringen. Es war eine kalte Januarwoche vor drei Jahren und ich habe damals relativ wenig von der Gegend gesehen. Am See Genezareth bin ich nur vorbei gefahren, sodass der definitiv noch auf meiner Liste stand. Bei meinem letzten Besuch war ich mit Abraham Hostel unterwegs, um einen City Guide zu Tel Aviv und zu Jerusalem zu erstellen, und war in diesem Rahmen auch fünf Tage in Nazareth. Da ich in meinen Guides auch über die Ausflugsmöglichkeiten berichte, war klar: ich muss Israel noch ein wenig mehr erkunden und besser kennenlernen. Neben dem Nordosten Israels mit Haifa und Acre, wollte ich auch nochmal an den See Genezareth. Daher kam dieser Tagesausflug in den hohen Norden Israels wie gelegen.

 

Stopp #1 Kapernaum – See Genezareth

Kapernaum liegt direkt am See Genezareth und war ein Fischerdorf in Galiläa. Hier soll der Überlieferung zufolge Jesus einige Zeit gelebt und gewirkt haben. Außerdem stammten einige der Jünger aus Kapernaum, so zum Beispiel Petrus, bei dem Jesus während seines Aufenthalts gewohnt haben soll.

An der Stelle, an der das Haus Petrus vermutet wird, wurde eine Gedenkstätte errichtet. Unterhalb des Hauses kann man die archäologische Ausgrabungsstätte betrachten. Das Überreste des Privathauses stammen aus dem 1. Jahrhundert. Darüber wurde zweimal eine Kirche gebaut, weswegen die Vermutung aufkam, dass es sich hierbei um das Wohnhaus von Petrus handelt.

Weitere archäologische Funde zeigen eine Synagoge aus dem 4. Jahrhundert. Obwohl es sich dabei nicht um die Synagoge handeln kann, in der Jesus gewirkt und gelehrt hat, so ist es dennoch eine der ältesten der Welt und für mich ist es immer atemberaubend durch solch alte Gemäuer laufen zu dürfen.

Und die Kulisse mit dem See Genezareth sowie den mediterranen Pflanzen ist wirklich spektakulär.

Tipp: Bring am besten einen Sarong mit! Da es sich um eine heilige Stätte handelt, darfst du hier nur hinein, wenn Schultern und Knie bedeckt sind.

 

Stopp #2 Mount of Beatitudes – Kirche der Seligpreisungen

Im Anschluss ging es auf den Mount of Beatitudes. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich konnte damit erstmal nicht viel anfangen. Erst als ich dann verstanden hatte, dass die Kirche der Seligpreisungen der Ort ist, an dem Jesus die Bergpredigt gehalten haben soll, wurde mir die Bedeutung dieses Hügels klar.

 

 

Hier haben wir ein verhältnismäßig langen Stopp gemacht, obwohl es nur um die eine Kirche ging. Es war also genug Zeit, um in der Sonne zu sitzen und im Shop eine Erfrischung zu besorgen.

 

Stopp #3 Banias

In den Golanhöhen am Fuße des Mount Hermon, dem höchsten Berg Israels im Grenzgebiet zu Syrien und dem Libanon, liegt eine antike Stätte um eine Quelle herum: Banias. Wie durch einen Schrein zu erkennen ist, wurde diese einst mit dem griechischen Gott Pan verbunden. Es handelt sich dabei außerdem um einen Nebenfluss des Jordan, der eine große Bedeutung für die Trinkwasserversorgung des Landes hat. Archäologen entdeckten außerdem die Überreste einer antiken Stadt aus der Zeit nach der Eroberung durch Alexander den Großen. Diese wurde bereits in den Evangelien von Matthäus und Markus unter dem Namen Cäsarea Philippi erwähnt.

Auch hier machen wir eine gute Stunde Halt. In der Zeit können wir den Fluss entlang laufen. Einen Wasserfall gibt es ebenfalls. Leider habe ich davon keine Fotos machen können.

Am Eingang gibt es ein kleines Restaurant.

 

Stopp #4 Mount Bental

Für die Station Mount Bental benötigt es ein wenig Hintergrundwissen:

Bis 1967 gehörten die Hänge im Südwesten von Mount Hermon zum Nachbarland Syrien. Israel eroberte diese Gegend jedoch am 10. Juni 1967 und 1981 wurde sie annektiert. Seitdem ist der Berg für Israel von strategischer Bedeutung. Dort befinden sich vor allem Beobachtungsposten, von denen der israelische Geheimdienst weite Teile Westsyriens überblicken kann. Hier befindet sich auch der weltweit höchstgelegene Stützpunkt der Vereinten Nationen, der mit Soldaten besetzt ist.

Ein Schauplatz des Krieges stellt Mount Bental dar. Dort bekommt man einen kleinen Einblick, wie die Gefechtsstätte damals ausgesehen hat: Bunker und Wehrgräben sind für Besucher geöffnet, sodass man sich einen Eindruck verschaffen kann.

 

Das Tal am Fuße des Mount Hermon wird zu Ehren der Soldaten und zur Erinnerung an die Gräuel des Krieges „Tal der Tränen“ genannt. Dennoch bietet Mount Bental ein fantastisches Panorama und es ist trotzdem der Bunker unvorstellbar, was sich hier zu Zeiten des Yom Kippur Krieges abgespielt haben muss.

Heute ist dieser Ort eine Touristenattraktion. Davon zeugt auch das angrenzende Café, in dem man kalte sowie warme Getränke und Snacks bekommt. 

 

Stopp #5 Weinkeller in den Golanhöhen

Danach ging es weiter: Ein Weinkeller in einem Kibbuz stand auf dem Plan. Ein Kibbuz ist eine ländliche Kollektivsiedlung, die man am besten mit einer Kommune vergleichen kann. Dort herrschen gemeinsames Eigentum und basisdemokratische Strukturen.

Im Kibbuz Ein Zivan gibt es den Weinkeller Bahat, wo jährlich rund 10.000 Flaschen Wein der Reben Cabernet Sauvignon, Merlot und Shiraz produziert werden. Auch für mich als nichtAlkohol-Trinkerin war es interessant, die Vorgänge von der Ernte bis zum Flaschenkorken erklärt zu bekommen.

Die Weinprobe war inklusive, auch wenn ich dankend abgelehnt habe.

 

Stopp #6 Schwimmen im See Genezareth

Zu guter Letzt durften wir uns noch eine Stunde entspannen: Wir hielten an einem Strand am See Genezareth, wo wir eine Stunde plantschen oder relaxen durften. Erfreulicherweise war relativ wenig los, sodass wir beinahe allein waren und die Zeit wirklich genießen konnten.

 

 

Mein Fazit

Der See Genezareth und auch die Golanhöhen üben eine ganz besondere Faszination auf mich aus. Bereits bei meinem ersten Besuch vor drei Jahren fiel mir auf, dass von diesen Orten eine ganz besondere Energie ausgeht. So war es auch bei diesem Besuch. Ich finde die Gegend wirklich interessant und vor allem wunderschön.

Warst du schon mal am See Genezareth und in den Golanhöhen? Wie hat es dir gefallen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

 

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Tour an den See Genezareth und in die Golanhöhen eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Haifa, Acre und Rosh Hanikra – Ein Tagesausflug von Nazareth

Haifa, Acre und Rosh Hanikra – Ein Tagesausflug von Nazareth

Haifa hätte ich eigentlich schon bei meinem ersten Besuch in Israel vor drei Jahren gerne gesehen, aber irgendwie hat es nicht in den Plan gepasst. Daher wollte ich bei meinem dritten Besuch, als die Recherche für den Tel Aviv Guide für digitale Nomaden im Vordergrund stand, unbedingt auch Haifa anschauen. Also buchte ich im Abraham Hostel in Nazareth, in dem ich untergekommen war, gleich eine Tour. Die Haifa, Acre & Rosh Hanikra Tour.

 

Stopp #1 Mount of Precipice

Unser erster Stopp des Tages ist ein biblischer Ort – der Berg Mount Precipice: Dies soll die Klippe sein, von der Jesus von den wütenden Bürgern Nazareths gestürzt werden sollte, weil sie seine Lehren in der Synagoge nicht guthießen (Lukas 4,16-30). Mount Precipice befindet sich südlich von Nazareth in den Klippen des Mount Kedumim.

Der Panoramablick ins Jesreel Tal und auf Mount Tabor ist fantastisch und soll vor allem bei Sonnenaufgang ein Traum sein. Leider konnte ich selbst nicht zum Sonnenaufgang dort hin, da ich nicht mobil war.

Barbara in the Galilee

Wir bleiben eine gute halbe Stunde hier, um Fotos zu machen und den Ausblick zu genießen. Danach ging es weiter in die Hafenstadt Haifa.

 

Stopp #2 Haifa

Haifa ist die drittgrößte Stadt Israels nach Jerusalem und Tel Aviv. Hier befinden sich die Bahá’í-Gärten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören und gleichzeitig die schönste Attraktion der Stadt sind. Es ist das spirituelle und administrative Zentrum des Bahá’í-Glaubens. Es liegt auf dem Berg Karmel und beherbergt zum Beispiel den Schrein des Bab, den Ort, an dem die sterblichen Überrest des Bab, dem Gründer des Babismus. Das ist das Gebäude mit der goldenen Kuppel auf dem folgenden Bild. Dies ist das Ziel zahlreicher Pilgerer und Reisender.

Daher steuern auch wir genau diese Gärten an. Es gibt verschiedene Ebenen. Zunächst schauen wir uns die reinen Gärten an. Achtung: Da es sich um einen heiligen Ort handelt, musst du hier Knie und Schultern bedecken. Nach etwa 30 Minuten fahren wir mit dem Auto zum oberen Teil, von wo du den bekannten Ausblick genießen kannst. Komischerweise musst du dich hier nicht so bedecken wie in den Gärten.

 

 

Stopp #3 Acre

    Acre (oder auch Akko bzw Akkon – sehr verwirrend mit den vielen Namen) ist ebenfalls eine Hafenstadt an der Nordküste Israels. Fund zeigen, dass es bereits in der Bronzezeit, also im 3. Jahrtausend vor Christus Siedlungen gab. Bekannt ist Acre vor allem wegen seiner Altstadt, die auf einer Landzunge am nördlichen Rand der Bucht von Haifa liegt. Diese ist auf der Landseite von einer Festungsanlage umgeben.

    Hier leben vor allem israelische Araber und Acre gilt als eine der orientalischsten Städte Israels. Dies zeigt sich dem Besucher vor allem am riesigen Shouk – dem arabischen Markt, auf dem Kleidung, lokaler Krims Krams und Gewürze, Obst sowie Gemüse feilgeboten werden. 

    Der Hafen der Stadt war im östlichen Mittelmeer über mehrere Jahrhunderte von zentraler Bedeutung. Heute ist er vor allem Ausgangspunkt für Fährfahrten zwischen Haifa und Acre, Rundfahrten und Bootsausflüge allgemein.

    Bekannt ist auch der 350 Meter lange Tunnel von der Templerfestung im Westen bis zum Hafen im Osten der Altstadt, der 1994 entdeckt wurde. Der Tunnel ist in Naturfels gehauen und ist eine der Attraktionen von Acre. Ich habe mich dagegen entschieden, durch den Tunnel zum Hafen zu laufen, da ich für eine 250 Meter lange Strecke keinen Eintritt zahlen wollte und lieber oberirdisch Fotos machen wollte.

    Wir hatten zwei Stunden, um Acre zu erkunden. Das ist gerade genug Zeit, um die Altstadt anzuschauen und zu Mittag zu essen. Danach ging es weiter zu den Höhlen von Rosh Hanikra.

     

    Stopp #4 Rosh Hanikra

    Die Grotten von Rosh Hanikra liegen unmittelbar an der Grenze zum Libanon. Es gibt am oberen Ende der Straße sogar ein Tor, das jedoch verschlossen ist, das den Libanon und Israel von einander trennt.

    Der Ort ist ein Touristenziel geworden, weil das Meer Grotten in die weißen Kalkfelsen gespült hat. Diese sind durch einen Pfad mit einander verbunden, den man ablaufen kann.

    Vom Parkplatz kannst du entweder eine Seilbahn zum Eingang der Höhlen hinab nehmen oder aber hinunterfahren. Weil wir an diesem Tag schon etwas spät dran waren, hat uns der Minivan nach unten gebracht. Von dort gibt es eine Treppe, die noch etwas tiefer in den Berg hinein führt.

    Durch die Grotten rauscht das Wasser des Mittelmeeres und prallt mit lautem Getöse gegen die Kalkfelsen. Dabei kann man auch mal nass werden, wenn man in guter Position steht, um Fotos zu machen. Lachende Kinder freuen sich darüber riesig.

    Alles in allem kam mir der Pfad mit den Grotten aber sehr kurz vor und ich hatte ein bisschen mehr erwartet. Trotzdem ist Rosh Hanikra ein wunderschöner Ort und vor allem der Moment, wenn du die Höhlen hinter dir lässt und wieder ins Freie trittst, ist atemberaubend. Die weißen Kalkfelsen setzen sich drastisch vom türkis-blauen Meer ab und blenden dich, nachdem du aus der Dunkelheit der Höhle hervorkommst. Ich gebe zu, dass das für mich ein unerwartetes Highlight war.

     

    Mein Fazit

    Die Tour nach Haifa, Acre und Rosh Hanikra war für mich schon ein Höhepunkt des diesjährigen Israel-Aufenthalts. Haifa stand, wie bereits erwähnt, schon seit meinem ersten Besuch in diesem Land auf meiner To Do Liste. Auch von Acre hatte ich bereits viel gehört. Rosh Hanikra war mir zwar vorher nicht geläufig, gehört aber seitdem definitiv auf meine Israel-Must See Liste. Daher bin ich sehr froh, dass ich diesen Tagesausflug mitgemacht habe.

    Warst du schon mal an einem dieser Orte? Berichte mir davon in den Kommentaren!

    Deine Barbara

    PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Tour „Haifa, Acre & Rosh Hanikra“ eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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    Nazareth – Eine muslimische Stadt in Israel

    Nazareth – Eine muslimische Stadt in Israel

    Drei Mal war ich bereits in Israel und zweimal bin ich nach Nazareth gereist. Bei meinem letzten Besuch war ich mit Abraham Hostel unterwegs, um einen City Guide zu Tel Aviv und zu Jerusalem zu erstellen. Da ich in meinen Guides auch über die Ausflugsmöglichkeiten berichte, war klar: ich muss Israel noch ein wenig mehr erkunden und besser kennenlernen. Da habe ich auch fünf Tage Nazareth verbracht.

     

    Wie du nach Nazareth kommst

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten nach Nazareth zu kommen. Am einfachsten ist es, wenn du im Abraham Hostel (bzw. Fauzi Azar in Nazareth) unterkommst und mit deren Shuttle fährst. Das ist zwar ein wenig teurer, aber du musst dich um nichts kümmern, nichts organisieren, sondern wirst direkt an deiner Unterkunft abgeholt und abgesetzt. Praktisch! Der Nachteil am Abraham Shuttle: Es fährt nicht jeden Tag nach Nazareth.

    Die andere Möglichkeit ist ein Sherut. Sheruts sind Minivans, die auf festgelegten Routen hin und her fahren. Du kannst entweder an einer der Stationen einsteigen oder wenn du eines siehst, einfach die Hand raushalten. Sie halten an, wenn noch Platz ist. Andernfalls signalisieren sie dir das per Handzeichen. Der Vorteil an Sheruts: Sie fahren täglich – auch an Shabbat.

    Die dritte Möglichkeit ist der Bus. Er heißt hier Egged Bus und du erkennst ihn durch ein großes grünes X. Der Nachteil: Er fährt leider nicht an Shabbat. Wann genau Shabbat ist, musst du erfragen, da er von der Zeit des Sonnenuntergangs abhängt.

     

    Die Stadt Nazareth

    Nazareth ist mit 69 Prozent muslimischer Bevölkerung als die arabische Hauptstadt Israels bekannt. 30 Prozent sind Christen. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass der Gesamteindruck in der Stadt ein völlig anderer ist. Hier hatte ich immer viel mehr das Gefühl, im Nahen Osten zu sein als in anderen Städten des Landes. Allein schon weil die Bevölkerung hier weitgehend Arabisch spricht.

     

    Bekannt ist Nazareth vor allem als Ort, an dem Jesus seine Kindheit verbracht haben soll. Die Stadt ist geprägt von den vielen Kirchen und vom sogenannten Jesus Trail – ein 65 Kilometer langer Wander- und Pilgerweg, der zahlreiche Stätten verbindet, an denen Jesus gewirkt hat und somit von ihm selbst gelaufen worden sein könnte. Dieser beginnt in Nazareth und endet in Kapernaum.

    Wenn du in die Geschichte von Nazareth eintauchen willst, solltest du dir die kostenfreie Stadttour nicht entgehen lassen. Diese findet täglich statt. Erkundige dich am besten bei deiner Unterkunft, wann genau sie wo startet. Das schöne an der Tour ist, dass sie dich nicht nur zu den geschichtlichen Highlights der Altstadt bringt, sondern dir auch einen Einblick in das heutige Leben gibt. 

     

    Religiöse Stätten in Nazareth

    Die Stadt hat zahlreiche religiöse Stätten. Das hier sind meine persönlichen Highlights:

    Am Rande der Altstadt befindet sich zum Beispiel Mary’s Well. Ein Brunnen, an dem Maria verkündet bekommen haben soll, dass sie ein Kind in sich trage.

    Komischerweise herrscht bei dem Thema „Verkündung der Geburt Jesu“ jedoch keine Einigkeit. Denn nicht nur an Mary’s Well ist der Erzengel Gabriel Maria erschienen. Nicht unweit des Brunnens wurde eine Kirche dort errichtet, wo Maria und Josef gewohnt haben sollen. Die Kirche heißt Church of the Announciation – die Kirche der Verkündung. Ein gutes Foto von der Kirche habe ich leider nicht, da es dort sehr eng ist und die Kirche sehr groß. Es ist übrigens die größte katholische Kirche im ganzen Nahen Osten.

    Wenn du dem Jesus Trail durch die Altstadt auf den Berg hinauf folgst (ja, das bedeutet leider, dass du 15 Minuten treppauf laufen musst – aber es lohnt sich!), erwartet dich die Basilica of Jesus the Adolescent, in der Jesus seine Jugend verbracht haben soll. Nicht nur, dass die Kirche selbst wunderschön ist. Von dort hast du einen unglaublichen Panoramablick auf die Stadt. Meiner Meinung ist das der beste Ausblick in Nazareth.

     

     

    Unterkunft in Nazareth

    Ich war bei beiden Aufenthalten im Fauzi Azar. Beim ersten Mal gehörte es noch nicht zur Kette Abraham Hostels, beim zweiten Mal dann schon. Es ist ein wunderschönes arabisches Gebäude mitten in der Altstadt. Die Zimmer sind wie aus 1001 Nacht. Bzw. waren sie mal. Dieses Jahr war ich in einem neueren Trakt und ich hatte ehrlich gesagt das Gefühl, in einer Höhle untergekommen zu sein, ohne Fenster und jegliche Inneneinrichtung, die über ein Bett hinausgegangen wäre. Wenn du im Fauzi Azar buchst, bitte also um eines der alten Zimmer. Das sieht dann so aus:

    Auch der Aussenbereich ist traumhaft schön. Hier ist es auch nicht so heiß, da die alten Gemäuer eine kühlende Funktion einnehmen. Ich habe wahnsinnig gerne mit meinem Laptop auf dem Schoß im Innenhof gesessen und ganz in Ruhe gearbeitet. Allerdings muss ich auch noch dazu sagen, dass Nazareth nicht groß ist. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Reisenden abends hier nicht in Bars oder zum Pub Crawl gehen. Sie verbringen viel mehr die Abende in entspannter Atmosphäre im Hostel. Das ist schön gesellig, aber nicht für jeden Nomaden ideal.

    Das Schöne am Fauzi Azar ist, dass es durch die Zusammenarbeit von jüdischen und arabischen Israelis zu dem geworden ist, was es heute ist: Einem Treffpunkt für Menschen aller Religionen.

    Zu anderen Unterkünften in Nazareth kann ich leider nichts sagen.

     

    Mein Fazit

    Nazareth ist meiner Meinung nach immer eine Reise wert und sollte bei keinem Israel-Aufenthalt fehlen. Es ist ein einzigartiger Ort, der nicht nur interessant, sondern auch photogen ist. Ich kann mir definitiv vorstellen, noch ein drittes Mal nach Nazareth zu gehen und dann sogar ein bisschen länger zu bleiben. Vielleicht laufe ich ja sogar den Jesus Tail und lasse die Orte so in Ruhe auf mich wirken.

    Warst du schon mal in Nazareth? Wie hat es dir gefallen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

     

    Deine Barbara

    PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde ins Fauzi Azar eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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