Home Office Tipps – So fällt die Arbeit von Zuhause leichter

Home Office Tipps – So fällt die Arbeit von Zuhause leichter

Home Office Tipps – So fällt die Arbeit von Zuhause leichter

Da ich noch nie in einem Angestelltenverhältnis war, habe ich persönlich nie die Erfahrung gemacht, ins Büro zu gehen. Home Office war schon immer meine Realität – seit ich mich vor nunmehr 11 Jahren selbstständig gemacht habe. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich mein Büro in den letzten fünf einhalb Jahren im Rucksack hatte, wenn ich auf Reisen bin und dann vor Ort immer wieder neu aufbaue. Das folgt gewissen Strukturen, an denen ich mich orientieren kann. Daher kommen jetzt hier all meine Tipps aus über einem Jahrzehnt im Home Office.

Struktur

Dir und deinem Alltag eine gewisse Struktur zu geben, ist nicht nur wichtig für dich persönlich, sondern auch um deine Arbeitszeit produktiver zu nutzen. Die Struktur hilft dabei, dass du dich fokussieren und konzentriert arbeiten kannst.

 

Routinen

Wenn du bis vor Kurzem noch im Büroalltag warst, solltest du versuchen deine Routine, die du von dort kennst, beizubehalten. Steh zur selben Zeit auf, als würdest du ins Büro fahren müssen, mach dir Kaffee, frühstücke, tu alles genauso, wie du es an einem normalen Arbeitstag tun würdest.

Solltest du bereits im Home Office arbeiten, aber dich noch nicht mit Routinen beschäftigt haben: Versuch dir welche anzueignen. Überlege, bei welchen Routinen du dich am besten fühlst, am produktivsten arbeiten kannst oder du am einfachsten deine anderen Aufgaben (vielleicht hast du Kinder oder hast noch Hobbys, die dich zu bestimmten Zeiten einnehmen) mit der Arbeit vereinbaren kannst.

Ich gebe zu, dass dies einer der Punkte ist, der mir am schwersten fällt. Zumindest, wenn ich auf Reisen bin. Zeitzonenunterschiede, meine Hobbys oder Verpflichtungen bringen mit sich, dass ich meine Routinen häufiger ändern bzw. anpassen muss. Ich spüre aber die positiven Auswirkungen, wenn ich mal eine Weile in meiner Routine bleiben kann: Dann beginne ich den Tag mit meiner Morgenroutine und kann dann entspannt mit der Arbeit beginnen.

 

Outfit

Ob du es glaubst oder nicht: Es macht einen riesigen Unterschied, ob du im Schlafanzug bzw. Jogginganzug vorm Computer sitzt oder ob du dich anziehst, als würdest du ins Büro gehen. Probier es ruhig mal aus! Du wirst sehen, dass du effizienter arbeitest, wenn du entsprechend angezogen bist.

 

Pausen

Wenn ich mal – so wie jetzt in der Corona-Quarantäne – quasi nichts anderes mache, als im Home Office zu arbeiten, ist es ganz schnell passiert: Ich kann gar nicht so schnell gucken, da ist auch schon der Tag rum. Aktuell bin ich ja bei meiner Familie und das ist gut so. Denn wenn ich alleine bin, ist plötzlich Mitternacht und ich merke, dass mir nach 15 Stunden vorm Computer alles wehtut. Das kann mir hier nicht passieren. Aber unabhängig von meinem Aufenthaltsort weiß ich auch, dass das eigentlich alles andere als gut ist.

Besser ist es, gezielt Pausen einzulegen und so geistig und körperlich fit zu bleiben.

 

Feierabend

Wie die Pausen, so ist auch der Feierabend wichtig! Setz dir eine Zeit, zu der du die Arbeit beiseitelegen möchtest und halte dich daran. Im besten Fall machst du deinen Computer zu dieser Zeit aus und schaltest ihn erst am nächsten Tag wieder an.

 

To-Do Liste

Um deinen Tag entsprechend zu planen und die Struktur, die du dir überlegt hast bzw. aus dem ursprünglichen Büroalltag übernommen hast, einzuhalten, ist es unheimlich hilfreich, mit To-Do Listen zu arbeiten. Es ist erstmal sekundär, ob du das über eine App wie zum Beispiel Trello bzw. in den Notizen auf deinem Handy machst oder ob du sie auf Papier niederschreibst.

Ich persönlich unterteile das gerne: Alles, was mit Kunden zu tun hat, habe ich für gewöhnlich in Trello. Genauso halte ich das mit langfristigen Zielen bzw. Projekten und anderen Arten von Listen. Kurzfristige Listen wie Tages-To-Dos schreibe ich entweder in meine Notizen im Handy – zum Beispiel, wenn ich an dem Tag viel unterwegs bin und auf die Infos auch von woanders zugreifen möchte – oder auf Papier. Ich mag es immer noch gerne, mir handschriftliche Notizen zu machen und schreibe zum Beispiel auch Vokabeln auf Papier, wenn ich eine Sprache wie jetzt gerade Thai lernen. Allerdings schreibe ich normale Notizen bzw To-Do Listen fast ausschließlich dann auf Papier, wenn ich bei meinem Vater zu Besuch bin. Wenn ich auf Reisen bin, macht das keinen Sinn.

Allerdings habe ich gehört und das entspricht auch meiner eigenen Erfahrung, dass es einen positiven Einfluss hat, wenn man sich so eine Liste vor Augen führen kann und erledigte Tasks durchstreichen kann. Der Effekt im Gehirn ist ein ganz anderer, wenn ich einen Punkt auf einer Liste im Handy lösche, wenn die Aufgabe getan ist.

 

Ausstattung

Auch die Ausstattung in deinem Home Office hat einen erheblichen Einfluss auf dein Wohlbefinden und auf deine Produktivität. Hier ein paar Dinge, über die es sich lohnen könnte, nachzudenken:

 

Equipment

Für mich mit Abstand der wichtige Punkt der gesamten Liste ist dieser hier. Für mich zumindest ist mein Equipment essentiell.

Dazu gehört natürlich als aller erstes mein MacBook. Da habe ich letztes Jahr investiert und ein großes „Upgrade“ gemacht – nun habe ich ein neues mit 2 TB Speicher. Das war mir persönlich wichtig, weil ich es nicht mag, auf meinen Reisen ständig mit externen Festplatten zu arbeiten. Für Backups ist das natürlich ok, aber für meine täglichen Arbeitsprozesse nervt es mich, wenn ich da rumhantieren muss.

Mein zweitwichtigstes „Arbeitswerkzeug“ sind meine Noise Canceling Kopfhörer von Bose*. Diese habe ich schon seit 2016 und möchte ich nicht mehr missen. Wo immer ich bin, mit diesen Kopfhörern kann ich mich in meine „Bubble“ bringen, in der nur noch meine Arbeit und ich existieren. Im Home Office kann das nötig sein, um Nachbar, spielende Kinder vor Tür oder den laufenden Fernseher, vor dem Mitbewohner sitzen, auszublenden.

Equipment Home Office

Sehr praktisch ist der Laptop-Stand*, mit dem du Nackenschmerzen Adieu sagen kannst. Mit einer zusätzlichen Tastatur* und Maus* kannst du dafür sorgen, nicht mehr ständig nach unten schauen zu müssen. Alternativ zum Laptop-Stand wie ich ihn habe, kannst du auch einen Hochtisch kaufen bzw. bauen. Der Vorteil am Stand ist, dass der Laptop darauf „atmen“ kann und so nicht den Ventilator anschalten muss.

 

Software

Fürs Home Office empfiehlt sich außerdem, Tools zu verwenden, um die Produktivität zu steigern – zumindest, wenn du am eigenen Laptop arbeitest. Ich verwende folgende:

  • SelfControl: Mit der App kann ich von mir festgelegte Internetseiten für einen spezifischen Zeitraum sperren. So kann ich verhindern, dass ich während meiner Arbeitszeit doch in Versuchung komme, auf Facebook oder Youtube Zeit zu verplempern.
  • AppBlocker: Mit dieser App kannst du sogar Apps auf deinem Handy sperren. Wobei ich meistens mein iPhone schlicht auf Do not disturb stelle, während ich am MacBook SelfControl verwende.
  • Trello: Die bereits beim Thema To-Do Liste erwähnte Applikation lässt mich nicht nur Listen jeglicher Art erstellen, sondern ist auch gleichzeitig ein einfaches Tool fürs Projektmanagement. Als Alternative gibt es zum Beispiel Asana, womit ich persönlich aber nicht so gut klarkomme wie mit Trello. Ich nutze Trello sowohl am Handy, als auch am Mac. Dort habe ich es in Franz integriert, was ich als nächstes beschreibe.
  • Franz: Franz ist ein Tool, mit dem ich alle meine Messenger-Dienste in einem haben kann. Damit habe ich weniger Tabs offen und alle meine Kommunikationswege an einer Stelle gebündelt. Ich persönlich habe Facebook Messenger, WhatsApp, Telegram, Skype und Trello aktiviert, aber es gibt noch viel mehr Services, die du anbinden kannst. Für mich ist das ideal und wenn ich mal nicht gestört werden will, mache ich Franz zu und dann habe ich Ruhe am MacBook. Super praktisch!
  • Zoom: Zoom ist so etwas ähnliches wie Skype, nur dass es nicht als Chatdienst gedacht ist, wobei es auch eine Chatfunktion gibt. Du kannst Meetings organisieren, bei denen sich dann alle Teilnehmer sehen. In der kostenfreien Basisversion können bis zu 100 Teilnehmer dabei sein. Dann ist der Call jedoch auf 40 Minuten beschränkt. Bei zwei Teilnehmern ist die Länge des Calls unbegrenzt.
  • TeamViewer: Damit kannst du auf einen anderen Computer zugreifen oder jemand anderen auf deinen Computer zugreifen lassen. Das ist in vielen Situationen praktisch.
  • Google Drive: Ich denke, der Cloud-Dienst Google Drive ist jedem bekannt. Er eignet sich hervorragend, um Dokumente oder andere Dateien zu teilen. Aber Achtung: In der kostenfreien Version ist er nicht DSGVO-konform, das heißt, er entspricht nicht den Gesetzen zum Datenschutz. Dafür braucht es die Businessversion namens G Suite, die 9 Euro im Monat kostet. Einen kostenfreien Cloud-Service, der DSGVO-konform ist, gibt es meines Wissens nach nicht. Alternativ kann man – wenn vorhanden – auf FTP-Server zurückgreifen.
  • Calendly: Da ich ja mein (Berufs-) Leben lang selbstständig war, bin ich mir nicht sicher, ob dieses Tool auch etwas für Remote Worker ist. Calendly ist ein Tool, mit dem du Termine vereinbaren kannst. Du kannst angeben, von wann bis wann an welchen Tagen du Termine annimmst und dann einfach einen Link versenden. Wer den Link hat, kann dann zu deinen verfügbaren Zeiten Termine vereinbaren. Für Freiberufler ist das ideal und funktioniert auch zeitzonenübergreifend.
  • Doodle: Das verwende ich wiederum sehr selten, da ich nicht häufig Termine mit mehreren Leuten abstimmen muss. Denn genau dafür ist dieses Tool da.

 

Möbel

Auch deine Möbel im Home Office sind von Bedeutung. Wenn du mindestens acht Stunden auf einem Stuhl sitzen willst, dann sollte er auch bequem sein, oder? Ein Schreibtisch, an dem du arbeitest, sollte praktisch sein, meinst du nicht? Mein Vorschlag an dich lautet hier: Probiere aus, wenn du kannst! Im Büro hast du keine Wahl, wie und worauf du arbeitest. Bei dir zuhause hast du diese Wahl sehr wohl. Nutze das für dich und finde heraus, in welcher Position du am produktivsten bist und dich am wohlsten fühlst.

Ich habe zum Beispiel herausgefunden, dass es mir am besten geht, wenn ich meinen Kopf anlehnen kann, da ich andernfalls Nackenschmerzen und in der Folge Kopfschmerzen bekomme. Also arbeite ich nach Möglichkeit in einer halb sitzenden, halb liegenden Position und lehne meinen Kopf an. Ich höre ständig, dass man so doch nicht arbeiten kann. Aber für mich funktioniert das wunderbar und gerade, wenn ich viel schreibe, geht für mich nichts über diese Position. Egal ob im Bett, auf der Couch, in der Hängematte oder auf einem Sitzsack an die Wand gelehnt… Im Sitzen am Tisch hingegen kann ich absolut nicht kreativ und entspannt arbeiten, sondern mache nur meine daily tasks wie Emails beantworten.

Aber wie gesagt: Das bin ich und jeder ist anders. Finde als raus, was für dich gut ist und passe dein Home Office entsprechend an.

 

Internet Upgrade

Je nachdem was du für Aufgaben hast, kann es sich lohnen, die Internetgeschwindigkeit upzugraden. Glaub mir: Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es nichts Nervenaufreibenderes gibt, als mit langsamem Internet zu kämpfen. Schau dir also an, was du für Optionen hast und denke über ein Upgrade nach. Im Notfall kannst du ja wieder downgraden, falls du nach der Krise nicht mehr im Home Office arbeiten kannst, willst bzw. sollst.

 

Raumaufteilung

Ich höre immer wieder, wie wichtig es ist, den Bürobereich von dem Teil der Wohnung zu trennen, in dem du deine Freizeit bzw. den Feierabend verbringst. Wenn du diese Möglichkeit hast, solltest du sie wahrnehmen. Wenn du ein extra Zimmer dafür zur Verfügung hast, ist das natürlich ideal. Aber auch wenn nicht kannst du den Schreibtisch zum Büro erklären oder sogar einen Teil des Esstischs abgrenzen. Gerade in dieser Zeit der Quarantäne ist es von Vorteil, wenn du da genau definierte Räume hast und dich daran hältst.

 

Pflanzen und Licht

Auch Pflanzen und vor allem Licht haben einen großen Einfluss auf dein Wohlbefinden und deine Produktivität. Ich selbst kann an dunklen Orten gar nicht gut arbeiten und mache immer so viele Lichter an wie möglich. Auch Pflanzen sorgen dafür, dass du dich besser fühlst. Außerdem verbessern sie das Raumklima.

 

Produktivität und Fokus

Wie schnell ist es passiert? Du klickst dich ein bisschen durch Facebook, bist kurz auf Instagram, liest ein bisschen in Onlinemagazinen und schwupps ist es Nachmittag. Und deine To-Dos für den Tag sind noch nicht erledigt. Daher kommen hier nun meine Tipps für mehr Produktivität und zum Wahren des Fokus:

 

Pomodoro

Pomodoro ist eine Technik fürs Zeitmanagement, die dich produktiver machen soll. Dabei stellst du dir einen Wecker auf 25 Minuten. In dieser Zeit arbeitest du ohne Ablenkung und konzentriert durch. Sobald der Wecker klingelt, machst du eine 5-minütige Pause. Es ist ratsam, die Pause nicht unbedingt für Facebook und Co. nutzen. Erstens verleitet das schnell dazu, die Pause zu verlängern (man will ja nur noch schnell, den Post fertig lesen, das Video zu Ende schauen oder die Nachricht schreiben). Und zweitens solltest du die Zeit nutzen, um dich kurz zu bewegen, den Kopf freizubekommen, kurz frische Luft zu schnappen. Nach viermal 25 Minuten (also nach zwei Stunden) wird eine Pause von 15 Minuten eingelegt.

Durch diese Technik arbeitest du für gewöhnlich durchgehend konzentriert und hältst Körper und Geist während der Arbeit fit! Probier es aus…

 

Richte dich nach dem Flow

Je nachdem in welchem Bereich du arbeitest, kennst du wahrscheinlich auch kreative Phasen. Wenn ich zum Beispiel etwas schreiben möchte – egal ob es ein Blogpost ist, ein Buch oder ein Kundenprojekt – muss ich das spüren. Das klingt bescheuert, aber besser kann ich es nicht beschreiben. Aber ich denke, jeder Kreative weiß genau, wovon ich rede. Und wenn das passiert, dann kann ich schreiben und schreiben, bis ich fertig bin. Wenn ich diesen Flow nicht habe, brauch ich mich eigentlich gar nicht erst an die Arbeit zu machen bzw. beschäftige mich mit anderen Dingen, die nicht meine Kreativität erfordern.

Daher mein Tipp an dieser Stelle: Folge deinem Flow, plane deinen Tag danach und verzeih dir, falls du mal nicht in den Flow kommst, obwohl du das Projekt eigentlich gerne beenden wollen würdest oder sogar musst. Man kann ihn leider nicht erzwingen. Und wenn die Deadline so nahe ist, dass du ihn doch erzwingen musst: Be kind to yourself! Er kommt eher, wenn du dir etwas Gutes tust, Musik laufen lässt, die dich inspiriert, oder du dich durch Meditation oder Sport zurück ins Gleichgewicht bringst.

 

Intermittent Fasting

Intermittent Fasting bzw auf Deutsch intermittierendes Fasten ist eine Art des Fastens bei der du während sechs (streckbar auf acht) Stunden essen darfst und die restlichen 16 bis 18 Stunden des Tages nichts isst. Die meisten Menschen, die Intermittent Fasting machen – und so auch ich – „frühstücken“ gegen 12 und essen gegen 18 oder 20 Uhr zu Abend. Der Vorteil daran, was diese Art der Ernährung zu einem echten Productivity Hack macht, ist die Tatsache, dass der Körper beim Verdauen seine Energie in den Magen steckt. Wenn du also nach dem Aufstehen frühstückst und danach arbeiten möchtest, ist dein Körper eigentlich mit der Verdauung beschäftigt. Die Folge? Du wirst bald müde. Klar, du kannst da einfach versuchen durchzupowern und mit frischer Luft und Bewegung in den Pausen entgegenzuwirken.

ODER du könntest versuchen, das Frühstück hinauszuzögern. Mach dich fertig für die Arbeit und leg los. Es braucht ein bisschen Übung, um es bis 12 Uhr durchzuhalten, bis man das erste Mal isst. Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Man schafft so viel mehr Arbeit am Morgen weg, wenn man intermittierendes Fasten anwendet, dass das „Frühstück“, das dann ja eigentlich das Mittagessen ist, viel besser schmeckt. Danach kann man im Idealfall noch ein Nickerchen machen und anschließend nochmal mehrere Stunden voll powern.

Ich persönlich schwöre darauf, auch wenn es mir schwerfällt, das durchzuhalten, wenn ich in Deutschland bin. Der Grund ist, dass ich hier am Wochenende mit der Familie groß frühstücke und mir fällt es wahnsinnig schwer, mich umzustellen. Ich muss mir das immer antrainieren und die große Pause zwischen der letzten und dann ersten Mahlzeit am nächsten Tag langsam steigern. Das funktioniert hervorragend, wenn ich im Ausland alleine auf Reisen bin, aber eben so gut wie gar nicht, wenn ich bei meiner Familie bin.

 

Power Nap

Es geht gerade gar nichts mehr? Dann kannst du etwas tun, das im Büro wahrscheinlich schwer möglich ist: ein Power Nap! Ich mache Power Naps für gewöhnlich mit einer App. Darin kann ich einstellen, ob ich ein echtes Power Nap von bis zu 20 Minuten machen möchte, ein Recovery Nap von bis zu 45 Minuten oder eine Schlafphase von etwa 120 Minuten. Die Zeiten sind nur grob, da die App dich genau im richtigen Moment weckt: bei einem ganzen Sleep Cycle weckt sie dich, wenn du die ganze Schlafphase durchlaufen hast. Beim Recovery Nap weckt sie dich, bevor du in den Tiefschlaf fällst oder nach 45 Minuten. Und beim Power Nap weckt sie dich ebenfalls bevor du in den Tiefschlaf fällst oder nach 20 Minuten. Die App stellt durch deine Bewegungen und Geräusche fest, in welcher Schlafphase du dich befindest und weckt dich so genau im richtigen Moment.

 

Motivation

Im Home Office motiviert und fokussiert zu bleiben ist nicht immer einfach. Vor allem nicht, wenn du in Quarantäne bist und quasi nicht nach draußen kannst. Das sollte aber auch keine Ausrede sein, denn es gibt zahlreiche Wege, wie du am Ball bleiben kannst:

 

Meditation

Eine Grundvoraussetzung für Motivation und Fokus, ob im Home Office oder anderswo, ist innere Ausgeglichenheit. Diese erreichst du unter anderem durch Meditation. Der einfachste Weg, um mit Meditation zu beginnen, ist sich eine App runterzuladen und durchzustarten. Ich habe mit der App HeadSpace vor vielen Jahren begonnen und nutze sie bis heute immer mal wieder.

Wenn du keine Lust auf eine geführte Meditation hast, kannst du auch alleine meditieren. Die Konzentration auf den eigenen Atem ist dabei ein häufig verwendetes Mittel, das uns auch beim Vipassana im buddhistischen Kloster in Thailand nahegelegt wurde. Viele zählen ihre Atemzüge, um die Gedanken unter Kontrolle zu halten. Ich selbst musste mich austricksen, da ich beim Zählen auf Deutsch trotzdem noch zig Gedanken hatte. Also fing ich irgendwann an, auf Thailändisch zu zählen. Da muss ich mich noch so konzentrieren, dass ich an nichts anderes mehr denke als an meinen Atem und die thailändischen Zahlen.

Meditation Home Office

 

Bewegung

Bewegung ist immer wichtig und hilft, den Kopf freizubekommen. Das war mir eigentlich schon bewusst. Aber wirklich deutlich wurde es mir bei Unleash the Power Within. Tony Robbins sagt da gleich am ersten Tag EMOTION IS CREATED BY MOTION. Unsere Gefühle werden ganz stark von Bewegung beeinflusst. Das hat zum Beispiel auch schlicht mit der Ausschüttung von Endorphinen zu tun. Es gibt also gleich zwei Gründe, warum du möglichst täglich Sport machen solltest:

  1. Du bringst dich selbst durch die Ausschüttung von Endorphinen in einen positiveren Gemütszustand.
  2. Du powerst dich aus und gibst deinem Körper, was er braucht.

Mein Rat lautet daher, dass du täglichen Sport in deine Morgenroutine einbaust. Sei es mit der App SEVEN, mit der du ein Zirkeltraining machen kannst, oder indem du schlicht täglich 20 Liegestützen, 20 Squats und 20 Situps machst. Ganz egal, wofür du dich entscheidest: Sport am Morgen kann den Start in den Tag für dich grundlegend verändern.

Als zweiten Tipp möchte ich dir nahelegen, dass du in Momenten, in denen du merkst, dass du unkonzentriert wirst, kurz aufstehst und dich bewegst. Im besten Fall ist das ein Spaziergang oder gar eine Joggingrunde an der frischen Luft. Aber wenn der Zeitplan oder die Quarantänesituation nicht zulassen, kannst du auch einfach ein paar Squats neben dem Arbeitsplatz machen. Auch tanzen bietet sich an. Kurz die Musik laut drehen und ein paar Tanzbewegungen machen, macht dich wieder wach, konzentrierter und fördert die Motivation ungemein!

 

Musik

Musik ist etwas ganz Besonderes. Sie hat nämlich die Macht, deinen Gemütszustand zu verändern. Bei trauriger Musik wirst du selbst traurig und bei fröhlicher Musik wirst du selbst auch fröhlich. Probier ruhig aus, welche Musik welchen Einfluss auf dich hat und wie sich das auf deine Produktivität auswirkt. Ich höre beim Arbeiten am liebsten Instrumentalmusik. Lyrics lenken mich ab und bringen mich zum Mitsingen. Wenn ich schreibe, vertippe ich mich dadurch häufiger.

Versuch also Musik so einzusetzen, dass sie dich bei der Arbeit unterstützt. Sollte Musik dich generell ablenken, nutze sie nur in den Pausen, um dich auszupowern, kurz auf andere Gedanken zu bringen oder den Kopf freizukriegen. Auch lautes Mitsingen in den Pausen tut gut und wirkt befreiend.

 

Lachen

Das mag erstmal befremdlich erscheinen. Aber gezieltes Lachen kann Wunder bewirken. Bist du gerade schlecht drauf, merkst, dass du nicht weiterkommst? Sitzt du angestrengt da und verspannst die Gesichtsmuskeln vor lauter Denken? Nichts hilft da besser, als eine Runde zu lachen. Probier es aus. Es ist ja keiner da, der dich dafür schräg anschauen oder gar auslachen würde. Lach laut los, als hättest du gerade einen urkomischen Witz gehört. Am Anfang fühlt es sich vielleicht komisch an, aber du wirst bestimmt schnell merken, wie gut es dir tut.

 

Lob

Ok, manche Menschen brauchen eher einen Tritt in den Allerwertesten. Aber viele von uns brauchen vor allem ein Wort des Lobes hier und da. Da du in der Quarantäne bzw. im Home Office allgemein für gewöhnlich niemanden hast, der das übernimmt, musst du das selbst manchmal machen. Sprich es ruhig mal aus: „Das hast du gut gemacht!“ Und ja, ich rede manchmal mit mir selbst in der zweiten Person. Oder wenn du die Lösung für ein großes Problem gefunden hast, kann es auch gerne mal ein „Ich bin echt gut!“ sein. Du brauchst dich nicht zu schämen. Vor wem auch? Ist ja keiner da!

 

Positives Denken

Positives Denken ist für die Quarantänesituation noch wichtiger als sonst. Versuche also mit ein paar kleinen Übungen negative Gedanken von dir fernzuhalten:

  • Wenn du negative Gedanken hast, pack sie in eine imaginäre Box, alle einzeln, mach sie zu und schieb sie in einen imaginären Schrank. Auch den schließt du. Dann rufst du dir etwas Positives vor Augen.
  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch.
  • Auch hier wieder: gezieltes lächeln hilft.
  • Filtere Nachrichten! Klar, es ist wichtig informiert zu sein. Aber Nachrichten helfen nicht immer dabei, gute Laune zu wahren. Und negative Gedanken stören deinen Arbeitsfluss und deine Produktivität ungemein.

 

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Adios Langeweile – Aktivitäten in Quarantäne

Adios Langeweile – Aktivitäten in Quarantäne

Adios Langeweile – Aktivitäten in Quarantäne

Ich muss gestehen: Für die aktuellen Geschehnisse fehlen mir die Worte. Die Welt verändert sich gerade direkt vor unseren Augen und wir können nichts dagegen tun. Angesichts der jüngsten Entwicklungen habe ich beschlossen, mein Nomadenleben auf Eis zu legen und das alles gemeinsam mit meiner Familie durchzustehen. Seit gut einer Woche bin ich zurück in Deutschland.

Erneute Abreise: unbekannt.

 

Meine Tipps für die Quarantäne

Nun sind wir aufgefordert in unseren vier Wänden zu bleiben. Ich muss gestehen, dass das für mich persönlich überhaupt kein Problem darstellt. Ich bin immer so hinterher mit meinen Blogposts, Büchern und anderen Dingen, die ich machen möchte, dass mir so schnell nicht langweilig wird. Und aus dem Home Office arbeite ich so oder so fast die ganze Zeit. Selbst wenn die Situation für zwei Jahre anhalten würde, hätte ich ununterbrochen etwas zu tun. Aber da ich fürchte, dass ich damit die Ausnahme bin, kommen hier ein paar Ideen, wie du dich in der Zeit der Quarantäne beschäftigen kannst.

Bevor es losgeht, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass du all diese Dinge natürlich auch im Alltag machen kannst und vielleicht sogar solltest. Denn eins ist für mich klar: Diese schwierige Zeit birgt auch Chance. Die Chance, gesünder zu leben. Die Chance, mehr auf sich zu achten. Die Chance, mehr zu dem zurückzukehren, was wirklich wichtig ist. Nämlich Freunde und Familie.

Werd wieder fit!

Ja, Fitnessstudio, schwimmen gehen oder Sportclub ist gerade nicht. Aber man kann auch zuhause Sport machen! Ob mit Apps, YouTube, Onlinekurse oder einfach so nach Bauchgefühl… Jetzt kannst du dich richtig in Form bringen. Und Ausreden gibt es eigentlich nicht. Also schnapp dir dein Handy, mach den Rocky-Sound an und bring dich in Stimmung. Dein Körper wird vielleicht erstmal stöhnen, aber es dir langfristig danken. Denn wir sind nicht dafür gemacht, ihn nicht zu benutzen, im Büro und vorm Computer zu sitzen und bestenfalls zur Bahn oder zum nächsten Döner zu laufen. Das ist daher der perfekte Moment, um dein Fitnesslevel zu verbessern. Ein Bekannter von mir hat übrigens gestern eine Facebookgruppe gegründet, in der wir gemeinsam jeden Tag Sport machen, unsere Erfolge (und Misserfolge) teilen und uns gegenseitig virtuell in den Ar*** treten. Genial oder genial?

Geh in dich!

Gestern habe ich ein wunderschönes Bild gesehen, auf dem stand: If you can’t go outside, go inside! Und das kann ich genauso nur unterschreiben. Wir sind gerade in eine Phase des Umbruchs geraten. Also geh in dich und lass Revue passieren, wie dein Leben bisher verlaufen ist und wie es jetzt weitergehen soll. Ist der Moment zum Umdenken gekommen? Ich weiß es nicht. Das kannst nur du wissen. Aber in jedem Fall bin ich mir sicher, dass eines hilft: Innere Ruhe! Und hast du schon mal am Morgen Sport gemacht, dann meditiert, im Anschluss heiß (oder kalt, je nach Vorliebe) geduscht und dann lecker und gesund gefrühstückt? Das ist der perfekte Start in den Tag! Probier’s mal! Oder hast du gerade was besseres zu tun?

Endlich in Ruhe lesen!

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe so viele ungelesene Bücher im Regal und auf meinem Kindle, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Außerdem liebe ich Hörbücher, sodass die Liste dann bei Audible einfach weitergeht. Ich habe mir nun fest vorgenommen, diese Listen abzuarbeiten. Eigentlich denke ich mir schon seit der Tage im buddhistischen Kloster letztes Jahr, dass ich mir dafür wieder mehr Zeit nehmen möchte. Sei es für eine halbe Stunde vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen oder während eines Offline-Wochenendes – was ich eigentlich auf einmal im Monat machen wollte, aber nie geschafft habe. Vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Nicht mehr süchtig nach Instagram und so vielen Likes wie möglich. Sondern süchtig nach dem nächsten guten Buch, das dich intellektuell stimuliert und Tweets, Hashtags oder WordPress vergessen lässt.

Schau Filme auf Netflix & chille auf der Couch!

Ob Filme, Dokumentationen oder Serien… Jetzt ist der perfekte Moment für Binge Watching! Mummel dich auf der Couch oder im Bett ein und los geht’s. Netflix oder Amazon Prime haben für kleines Geld echt viel im Angebot und das kommt uns spätestens jetzt zu Gute. Du willst aber nicht alleine schauen? Dann habe ich eine tolle Nachricht: Für den Browser Chrome gibt es eine coole Extension, die sich Netflix Party nennt. Darüber kannst du mehrere Netflix-Accounts mit einander verbinden und du kannst gleichzeitig mit deinen Freunden schauen. Zusätzlich gibt es einen Chat, sodass ihr euch über den Film austauschen könnt. Leider kostet dieses Add-on extra: ab 7,99 Euro pro Monat musst du für das Feature blechen. Aber es ist jederzeit kündbar und vielleicht eine Option für diese schwere Phase. Und natürlich ist es nicht ganz dasselbe, wie neben einander zu sitzen und gemeinsam um das Schicksal der Charaktere zu bangen oder sich über ihr Glück zu freuen. Das ist klar. Aber in Zeiten wie diesen sollten wir dankbar für alle Möglichkeiten sein, so etwas wie gemeinsames Filmeschauen erleben zu dürfen.

Mach eine Zoom Party!

Hast du schon mal von Zoom gehört? Das ist sowas ähnliches wie Skype. Nur besser! Du kannst einfach einen Link für eine Zoom-Sitzung erstellen und diesen Link teilen. Wenn man daraufklickt, tritt man dem „Meeting“ bei. Aber wer sagt, dass es nur Meetings sein dürfen? Genau… Keiner. Also trommel deine Freunde zusammen und veranstaltet eine Zoom Party! Das kann alles sein von gemeinsamem Abendessen, einer Runde Kaffeeklatsch oder vielleicht einem Buchclub. Wann hast du dich das letzte Mal mit Freunden getroffen und ohne Zeitdruck geplaudert? Gestern habe ich mich mit Reiseblogger-Freunden zu einer Zoom Party getroffen und es war so schön, dass ich dafür keine Worte habe. Wir waren fast 30 Leute. Normalerweise sehen wir uns jeden Jahr auf der ITB in Berlin, die aber ja dieses Jahr ausgefallen ist. Das schönste an dem Treffen war aber, dass wir ALLE mit einander geredet haben. Logischerweise können sich keine kleinen Grüppchen bilden, wenn alle in ein und demselben Chat sind. Also hat immer nur eine Person reden können und alle anderen haben zugehört. Du denkst jetzt vielleicht, dass das in Chaos ausarten muss. Aber Fehlanzeige! Es war einfach nur schön und jeder einzelne war dankbar für diese Gelegenheit des Austauschs. Probier’s aus und lass dich überraschen!

Hinweis: Zoom ist ein kostenloses Tool, aber nur bei der Nutzung mit zwei Partnern oder, wenn es mehr sind, bis 40 Minuten. Solltest du eine Zoom Party mit mehr Leuten und für länger als 40 Minuten veranstalten wollen, benötigst du einen PRO-Account, der um die 12 Euro pro Monat kostet.

Lerne eine Sprache!

Ich kenne wahnsinnig viele Leute, die sich Babbel runterladen, ein paar Lektionen durchhalten und dann aufgeben. Warum? Keine Zeit. Das macht doch so keinen Sinn. Mag sein… Aber nun hast du die Zeit. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, Apps runterzuladen, YouTube zu nutzen und vielleicht sogar ein Notizbuch oder Karteikarten aus dem Schrank zu holen und endlich die Sprache zu lernen, die du schon immer lernen wolltest. Ehrlich gesagt, könnte ich mich alleine durch dieses Thema eine halbe Ewigkeit beschäftigen. Ich liebe Sprachen, weswegen ich auch gleich drei studiert habe (Italienisch, Spanisch und Portugiesisch). Abgesehen davon, dass ich gerne mein Portugiesisch und Französisch auf Vordermann bringen würde, lerne ich seit Ende letzten Jahres Thai. Das macht mir unglaublich viel Spaß. Ich lerne über drei ‚Kanäle‘: Ich habe einen Onlinekurs gekauft (Learn Thai from a White Guy), habe einen Account bei der App Mondly und habe außerdem eine Lehrerin. Diese treffe ich ein- bis zweimal pro Woche, wenn ich in Bangkok bin. Online nehme ich seltener Unterricht, weil ich es im persönlichen Kontakt schöner finde. Aber ich möchte versuchen, einmal pro Woche mit ihr eine Skypestunde zu nehmen. Meine Lehrerin hat außerdem einen Instagramkanal, über den sie regelmäßig Thailandeindrücke inklusive Vokabular teilt.

Lerne eine offline Fähigkeit!

Ok, der Titel ist doof, ich gebe es zu. Aber ich wollte es generell halten. Denn ich möchte, dass du in dich gehst und dir überlegst, was du gerne können würdest, aber immer zur Seite geschoben hast. Hast du vielleicht ein Instrument da, das nur verstaubt? Möchtest du deinen ersten Pullover selbst stricken? Möchtest du malen oder basteln? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber ja, es ist nicht einfach, wenn man sein halbes Leben dazu angehalten wird, sich nur zu fokussieren und in allem sein bestes zu geben. Vielleicht machst du jetzt einfach mal etwas, weil du Spaß dran hast? Ohne weiteren Grund… Wäre das nicht toll?

Lerne eine online Fähigkeit!

Ich habe seit Jahren auf der To Do Liste, mich mit Photoshop aus einander zu setzen. JETZT scheint der Moment gekommen! Ich hab schon vor Ewigkeiten einen Onlinekurs gekauft, der jetzt hoffentlich bald zum Einsatz kommt. Außerdem möchte mir mein Vater programmieren beibringen. Klingt verrückt? Vielleicht ist es das! Aber wir sitzen hier zusammen, Tag ein, Tag aus, in der Quarantäne. Und wenn ich eines aus dem Tod meiner Mutter letztes Jahr gelernt habe, dann ist es, dass wir die gemeinsame Zeit nutzen sollten. Ich habe es so oft gesagt: Carpe Diem (Nutze den Tag auf Latein). Und ja, ich habe mir immer Mühe gegeben, produktiv zu sein. Noch ein Ebook (gestern habe ich übrigens meinen 20. City Guide* veröffentlicht!), noch mehr Blogposts, noch mehr Content auf Instagram. Aber ich habe Carpe Diem nie als Aufforderung gesehen, jeden Tag, der mein letzter sein könnte, für soziale Kontakte, für meine Familie zu nutzen. Und egal wie verrückt es ist und ich glaube, dass programmieren eigentlich nicht meine Welt ist: Ich freue mich wie Bolle, Zeit mit meinem Vater verbringen zu dürfen und ihn stolz zu machen. Denn er hat sich schon immer gewünscht, dass ich programmieren lerne. Und als letzte Anmerkung: Solltest du einen WordPress-Kurs in Erwägung ziehen, um in der Quarantäne mit dem Bloggen anzufangen, melde dich gerne bei mir. Ich gebe Workshops und Kurse zu diesem Thema und helfe gerne.

Koch was Leckeres!

Auf Barbaralicious findest du alle möglichen Infos. Aber kulinarische Streifzüge sind nicht so meins. Ja, auch ich muss essen. Aber ich gehöre zu den wenigen Menschen, die nicht so großen Wert darauf legen, dass jede Mahlzeit einem Gaumenschmaus gleicht. Das spiegelt sich im Kochen wider. Ich koche so gut wie gar nicht. Wenn dann mache ich als gute Halbitalienerin Pasta. Aber nur weil ich nicht gerne koche, heißt das nicht, dass das bei dir auch so ist. Von daher: Nutze die Zeit ruhig, die vielleicht schon eingestaubten Küchengeräte hervorzuholen und was Leckeres zu zaubern.

Räum auf und miste aus!

Zufällig ist genau der richtige Zeitpunkt für einen gründlichen Frühjahrsputz. Auch ich habe bereits angefangen, auszumisten, aufzuräumen und die Wohnung zu putzen. Frage dich, was du wirklich brauchst und was eigentlich nur Staubfänger oder Regalhüter ist. Brauchst du so viel Kleidung? Was ist mit den ganzen Büchern? Oder mit den DVDs? Ich versuche eigentlich jedes Mal, wenn ich bei meinem Vater in Deutschland bin, auszumisten. Aber jetzt kann ich es besonders gründlich machen.

Überarbeite deine Bucket List!

Uh, das ist einer meiner Lieblingspunkte in dieser Liste! Denn auch meine Bucket List ist absolut renovierungsbedürftig. Ja, wir wissen nicht, wie das neue „Normal“ aussehen wird. Wahrscheinlich wird sich unsere Realität ganz schön verändern. Und ich frage mich seit Tagen, welchen Stellenwert Reisen in Zukunft haben werden. Vor allem Fernreisen werden sicher mehr ein Luxusgut sein, als es in den letzten Jahren der Fall war. Aber das hält uns nicht davon ab zu träumen! Also träume von den Orten, die noch sehen willst, von den Dingen, die du noch machen und erleben möchtest. Und ein kleiner Tipp: Es könnte Sinn machen, nicht nur in die Ferne zu schweifen. Vielleicht ist der Moment gekommen, da wir alle unsere Heimat besser erkunden. Sächsische Schweiz statt Schweizer Alpen, Tafelberg in Lilienstein anstatt in Kapstadt, Wat Buddhavihara in Berlin statt buddhistischer Tempel in Thailand. Die Mischung macht’s! Also fang wieder an Reiseblogs zu lesen und lass dich inspirieren! Ob nah oder fern… Reise in Gedanken und pack die Koffer, wenn die Zeit gekommen ist. Und Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude…

Setze Ideen um!

Hast du irgendwann mal eine Idee für ein Projekt gehabt, sie aber aus Zeitgründen nicht umgesetzt? Wolltest du schon immer ein Buch schreiben? Eine App programmieren? Ein Gemälde malen? Nun, dann freut es dich vielleicht zu hören, dass jetzt der Moment gekommen ist: Die eigentlich missliche Lage eignet sich hervorragend, um solche bisher verworfenen Ideen endlich umzusetzen. Wenn das kein Grund zur Freude ist, weiß ich auch nicht…

Melde dich bei Freunden und Familie!

Im Alltag sind die meisten von uns ständig busy. Zeit für Freunde und Familie? Fehl am Platz. Ich sehe es ja an mir: Mit meiner besten Freundin telefoniere ich eigentlich gar nicht mehr, wir treffen uns vielleicht einmal im Jahr, wenn ich in Deutschland bin. Und nun? Ist der Moment gekommen die Situation des Social Distancing zu nutzen, um soziale Kontakte wieder wirklich sozial werden zu lassen? Echte Freundschaften pflegen und mit langjährigen Freunden wieder ausgiebig quatschen… Vielleicht solltest du dir eine Liste machen und diese nach und nach durchgehen. Ich bin ganz sicher, dass du vielen ein Lächeln ins Gesicht zaubern wirst.

Mein Fazit

Nun gehen aber auch mir die Ideen aus. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass da nicht für jeden was dabei ist, um sich ein paar Wochen zu beschäftigen.

Übrigens kannst du die verschiedenen Ideen auch mit einander kombinieren: Überzeuge Freunde, mit dir zusammen Sport zu machen! Vereinbart eine Zeit und trefft euch online zum Beispiel bei Zoom und geht das Fitnessprogramm gemeinsam durch. Du willst deine Bucket List überarbeiten? Macht träumen mit anderen zusammen nicht gleich doppelt Spaß? Ruf eine Freundin an und geht gemeinsam die Ideen für die Bucket List durch. Oder räum nebenbei auf, wenn du mit einer Freundin telefonierst. Wenn ihr euch lange nicht gehört habt, habt ihr euch sicher viel zu sagen. Da kannst du auch gleichzeitig ein bisschen aufräumen.

Ja, die Vorstellung der Quarantäne kann beängstigend sein. Aber wenn du dich auf die vielen Dinge konzentrierst, die du machen kannst, anstatt auf die, die du nicht machen kannst, werden die Wochen sicher schnell vorübergehen.

Und denk immer daran: Gemeinsam sind wir stark! Du bist nicht allein, auch wenn du gerade physisch nicht mit anderen zusammen sein kannst.

Lass mich in den Kommentaren wissen, welche meiner Vorschläge dir am besten gefallen und welche du umsetzt!

PS: Alle mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate Links.

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Wat Pa Tam Wua Forest Monastery – Vipassana in Thailand

Wat Pa Tam Wua Forest Monastery – Vipassana in Thailand

Wat Pa Tam Wua Forest Monastery – Vipassana in Thailand

Die einen machen es, um zu sich zu finden. Die anderen machen es, um einfach mal abzuschalten. Für mich selbst waren die vier Tage im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery eine Mischung aus beidem.

Nach dem Tod meiner Mutter war mir so einiges in meinem Leben einfach zu viel. Ich hatte außerdem einiges verändert, um in den letzten Monat in ihrer Nähe sein zu können. Nun wusste ich nicht mehr, wo mein Platz eigentlich ist. Freunde fragten, warum ich nicht einfach da anknüpfen könne, wo ich im Jahr zuvor alles stehen und liegen gelassen habe. Am Anfang wusste ich nicht, wie ich darauf antworten sollte. Ich wusste nur, dass es sich falsch anfühlte.

Und daher wollte ich ein paar Tage in Stille verbringen. Nur mit meinen Gedanken begleitet vom Sprechchor der Mönche und anderen Teilnehmer.

Zwei Sachen vorneweg: Erstens kannst du zwischen zwei und zehn Tagen so lange bleiben, wie du möchtest. Du kannst ohne Ankündigung oder „Buchung“ einfach hinfahren. Ich weiß, das hört sich etwas scary an, ist aber wirklich kein Problem. Ich wollte ursprünglich fünf Nächte dort bleiben, habe dann aber auf vier verkürzt, wie du im Folgenden lesen wirst.

Die Anreise zum Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Die Reise mit dem Minivan dauert etwa vier Stunden von Chiang Mai. Buch eine Fahrt nach Mae Hong Son (ca. 250 Baht) und sag dem Fahrer, dass du am Wat Pa Tam Wua Forest Monastery rausgelassen werden möchtest.

Die Strecke ist kurvenreich und kann ganz schön auf den Magen gehen. Ich habe sie mehrmals zurückgelegt und muss sagen, dass das abhängig von meiner Tagesform zu sein scheint. Manchmal wird mir extrem übel, manchmal kann ich ganz entspannt die Landschaft betrachten. Vielleicht liegt es aber auch am Fahrstil des entsprechenden Fahrers…

Wer nicht gleich alle Kurven auf einmal nehmen möchte, kann einen Zwischenstopp in dem bekannten Hippie-Dorf Pai machen. Dieses liegt etwa auf halber Strecke zwischen Chiang Mai und Mae Hong Son Stadt. In der gleichnamigen Provinz bist du hier bereits und kannst dort das besondere Flair des Dorfes auf dem Night Market der Hauptstraße auf dich wirken lassen.

Alternativ kannst du übrigens auch direkt mit dem Bus aus Bangkok nach Mae Hong Son fahren und von dort den Minivan Richtung Pai bzw. Chiang Mai nehmen. Von dort dauert die Fahrt etwa eine Stunde.

 

Ankunft im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Das Gelände des Wat Pa Tam Wua Forest Monastery ist paradiesisch und relativ groß. Versuch auf jeden Fall, es ein wenig zu erkunden und vielleicht mal in Ruhe an dem idyllisch vor sich hin plätschernden Bach oder dem großen Teich zu sitzen.

Das Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Der für dich wichtigste Ort ist die Dharma Hall. Hier finden die Meditationen statt bzw. im Falle der Walking Meditation (die verschiedenen Meditationen erkläre ich im Folgenden) ist dies der Ausgangspunkt. Männer und Frauen sitzen übrigens getrennt, woran einen die Voluntäre immer wieder erinnern, falls man es mal vergisst. Es gibt einen Bereich mit Sitzkissen und am Rande stehen Stühle, falls du nicht so lange knien möchtest oder kannst, ist das also absolut kein Problem. Du kannst auch während der Meditation vom Sitzkissen auf den Stuhl wechseln, falls du Schmerzen hast.

Die Dharma Hall von außen – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Die Dharma Hall – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Hier befindet sich auch die „Rezeption“, also deine erste Anlaufstelle und dein Dreh- und Angelpunkt, falls du Fragen haben solltest.

Neben der Rezeption wartet eine kleine Bibliothek, in der du zahlreiche Bücher zum Buddhismus findest, sowie das Buch Walk to the Knower, das sozusagen eine Hilfestellung für deine Zeit im Vipassana in Thailand ist.

Library – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Gegenüberliegend an der Wand steht rund um die Uhr Tee, Kaffee und manchmal Pulver für heiße Schokolade.

Auf der anderen Seite der Regale stehen Tische, an den man tagsüber lesen kann und zu den entsprechenden Zeit verwandelt sich dieser Bereich in das Esszimmer.

 

Weiße Kleidung

Als ich dort ankam, bekam ich meine weiße Kleidung. Du kannst entweder deine eigene weiße Kleidung mitbringen oder dir vor Ort welche leihen. Das ist kostenlos und du kannst jederzeit in das Häuschen mit der Kleidung, falls du mal ein neues T-Shirt oder eine neue Hose brauchen solltest. Direkt nebenan ist ein Häuschen mit einer Wäscherei. Dort kannst du gebrauchte Kleidung abgeben.

Ich im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

 

Kuti vs Schlafsaal

Dann wurde mir ein Kuti – eine kleine Hütte – zugewiesen. Ich hatte das Glück, ein eigenes Kuti zu bekommen. Denn es gibt dort auch Schlafsäle, in denen Dutzende von Menschen schlafen.

Mir persönlich war es wichtig, dass ich in Stille mit mir allein bin. In einem Schlafsaal wäre ich wohl nicht sehr glücklich geworden.

Ob Schlafsaal oder Kuti, deine Bleibe ist sehr einfach: Du bekommst eine Matte, die du auf den Boden legst, eine Decke und ein Kissen. Mir persönlich ist nachts sehr kalt geworden, obwohl ich noch eine eigene Decke hatte und mit langer Kleidung geschlafen habe. Ich denke, dass die Kälte einfach durch das Holz geht. Zum Glück reise ich auch immer mit Wärmflasche, sodass es erträglich war. Aber wirklich warm war mir nachts nie.

Mein Kuti im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Auch wenn du ein Einzelkuti hast, befindet sich nichts weiter in dem Zimmer. Es ist ein kleines Bad angeschlossen. Heißes Wasser gibt es jedoch nicht und auch Spiegel suchst du im ganzen Kloster vergeblich.

Kutis im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

 

Silent Badge

Im Wat Pa Tam Wua herrscht keine Schweigepflicht so wie das bei anderen Vipassana-Einrichtungen die Regel ist. Daher plauderten und lachten 90 Prozent der anderen Besucher. Das ist nicht besonders angenehm und erschwert es extrem, wenn man selbst schweigen möchte! Solltest du dich im Schweigen probieren wollen, kannst du jederzeit ein Silent Badget vom Empfang nehmen und es dir anstecken.

Silent Badges im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Ich versuchte, mich so weit wie möglich von den sprechenden Leuten fernzuhalten, aber das ist nicht immer möglich.

Außerdem hatte ich wahnsinnig viele Fragen in meinem Kopf herumschwirren. Und ich spreche nicht von den Fragen, die mich zum Schweigen brachten und Ruhe brauchten, um beantwortet zu werden. Ich spreche von Fragen für die man reden muss, da man die Antwort nicht in sich selbst findet, wie „Wo ist der Klosterladen bzw. das Café?“ oder „Wie komme ich zu den Höhlen und wie weit sind sie entfernt?“ Außerdem begannen viele Fragen über Meditation oder den Buddhismus im Allgemeinen in meinem Kopf aufzutauchen. Mir fiel es schwer, mich auf die Meditation zu konzentrieren, wo ich doch wissen wollte, in welcher Sprache gebetet wurde, was denn nun Dhamma sei oder wieso die Gewänder von Mönchen braun/orange waren.

 

Die Abläufe im Kloster

Jeder Tag folgt dem gleichen Schema. Es gibt einen Zeitplan, der eingehalten werden muss. Als Gast verpflichtest du dich bei deiner Ankunft, mindestens an den fett gedruckten Aktivitäten immer teilzunehmen. Abwesenheit bedarf triftiger Gründe.

Der Zeitplan

  • 05:00 Morning meditation in your kuti.
  • 06:30 Rice offering to the monks.
  • 07:00 Breakfast.
  • 08:00 Morning Dharma talk, and meditation class.
  • 10:30 Food offering to the monks.
  • 11:00 Lunch.
  • 13:00 Afternoon Dharma talk and meditation class.
  • 16:00 Cleaning the area and helping in the monastery.
  • 17:00 Free time.
  • 18:00 Evening Chanting, meditation and Dharma talk.
  • 20:00 Meditation on your own, or have tea, coffee, hot chocolate & relax.
  • 22:00 Rest time.

 

Die Mahlzeiten

Buddhistische Mönche ernähren sich vegan. Daher wirst du hier im Kloster keinerlei tierische Produkte finden. Ob du willst oder nicht: Während deiner Zeit vor Ort musst auch du mit veganem Essen Vorlieb nehmen.

Um 6:30 Uhr findet in der Dharma Hall das Rice Offering statt. Alle Gäste reihen sich knieend auf, um jedem der Mönche einen Löffel Reis in eine Schüssel zu geben. Dies ist eine Tradition des Buddhismus, die man nicht nur in Klöstern und Tempeln, sondern auch in den Straßen Thailands und anderer buddhistischer Länder beobachten kann.

Rice Offering to the Monks – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Danach erst kannst du selbst zugreifen: Es gibt ein Buffet mit thailändischem Frühstück. Also findest du hier vor allem Reis, Reissuppe, Gemüse und vielleicht Wurzeln und Obst.

Mittagessen gibt es dann um 11:00 Uhr, das ebenfalls auf ein Offering folgt. Diesmal offerierst du den Mönchen aber nicht Reis, sondern allgemein die Speisen, die dann Teil des Buffets sind. Dies ist natürlich wieder vegan.

Das Mittagessen ist die letzte Mahlzeit des Tages. Danach gibt es noch ein bisschen Obst und sonst nur den kleinen Shop am anderen Ende des Geländes, in dem du Nudelsuppe, Chips oder Soft Drinks kaufen kannst.

 

Die Meditation

Es gibt drei obligatorische Meditationsrunden pro Tag. Dafür treffen sich erst einmal alle in der Dharma Hall und vor der Morgen- und Mittagsmeditation erläutert einer der Mönche buddhistische Themen. Danach geht es mit der 45-minütigen Walking Meditation erst richtig los. Dabei geht es vor allem darum, dass man beim Laufen meditiert, achtsam ist und sein Mantra mit dem Gang eins werden lässt. Das empfohlene Mantra lautet Bud (beim Einatmen) – dho (beim Ausatmen), aber du kannst im Prinzip auch dein eigenes Mantra finden. Mir persönlich war das wichtig, weil ich mit Bud-dho nichts anfangen konnte. Es klappte viel besser, als ich nach zwei Tagen mein eigenes Mantra gefunden hatte.

Walking Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Walking Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Nach der Walking Meditation geht es weiter mit 45 Minuten Sitting Meditation in der Dharma Hall und direkt im Anschluss 15 Minuten Lying Meditation. Theoretisch gibt es nach Buddhas Lehren noch die Standing Meditation, die aber in Wat Pa Tam Wua nicht Teil des Programms ist.

Lying Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Die Morgen- und Mittagsmeditation läuft in etwa gleich ab. Der einzige Unterschied ist, dass der betreuende Mönch nach der Meditation da bleibt und Fragen beantwortet. Auch dies war eine Situation, in der ich verunsichert war, ob ich das mit Silent Badge wahrnehmen soll und darf.

Die Abendmeditation unterscheidet sich ein wenig von den anderen Meditationen. Sie beginnt mit dem Chanting, ich glaube, im Deutschen passt das Wort Sprechchor am besten, da es für mich kein Beten ist und auch nicht als Singen bezeichnet werden kann. Dafür gibt es ein Chanting Book und die Mönche sagen an, welche Seite aufgeschlagen muss. Darauf folgt eine 40-minütige Lying Meditation und dann eine kurze Rede durch den leitenden Mönch.

Sitting Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Das Chanting findet in drei Sprachen statt: Thai und Englisch habe ich sofort erkannt, aber die dritte Sprache kannte ich nicht. Ich habe dann herausgefunden, dass es sich dabei um Pali handelt.

Auf den letzten Seiten des Chanting Books befindet sich eine FAQ-Sektion, von der ich leider erst an meinem letzten Tag erfahren habe. Dort werden sehr viele Fragen beantwortet und ich wünschte, ich hätte bereits ganz am Anfang meines Aufenthalts gewusst.

 

Putzen und Aufräumen

Dieser Punkt ist freiwillig, aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass zum Beispiel Laubfegen unheimlich meditativ sein kann. Das ist eine der Aufgaben, die täglich anfallen und mit der man quasi niemals fertig wird. Wichtig ist, dass du dich dabei theoretisch in Achtsamkeit üben sollst. Es ist also nicht Sinn der Sache, sich dabei mit anderen zu unterhalten. In der Praxis geschieht das aber natürlich und auch ich bin schuldig im Sinne der Anklage. Der Gruppenzwang war einfach zu stark und ich kann da leider nicht auf Durchzug schalten.

 

Freizeit

Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als hättest du viel Freizeit. Aber glaube mir, wenn ich dir sage: so viel Zeit für dich wirst du in Wat Pa Tam Wua gar nicht haben. Ich hatte zum Beispiel auch das Problem, dass ich für gewöhnlich frühestens um Mitternacht schlafen gehe. Das hat zum Beispiel auch was damit zu tun, dass Thailand fünf bzw. sechs Stunden vor Deutschland ist und Mitternacht in Thailand 18 Uhr in Deutschland ist. Damit habe ich bis spät abends noch Kontakt zu Freunden, Familie, Kunden. Auch meine Posts in den sozialen Medien gehen erst gegen 18 Uhr deutsche Zeit online.

Auch wenn ich in Wat Pa Tam Wua offline war, konnte ich mich nicht von jetzt auf gleich an diesen völlig anderen Rhythmus gewöhnen. Ich hatte Probleme vor Mitternacht zu schlafen und war dann am nächsten Tag völlig übermüdet. Dadurch bin ich bei den Meditationen oft eingeschlafen, was natürlich auch nicht Sinn des Ganzen ist.

Du solltest dir aber versuchen, die Zeit zu nehmen und das Gelände zu erkunden. Es ist wunderschön! Auch die Höhlen sind einen Ausflug wert. Plane etwa zwei Stunden dafür ein.

Caves – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Caves – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Caves – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

 

Meine Erfahrungen und Gedanken

Zum Schweigen

Für mich war klar: Auch wenn es nicht obligatorisch ist, in Wat Pa Tam Wua zu schreiben, kommt für mich nichts anderes infrage.

Allerdings begann ich ziemlich schnell über das Schweigen nachzudenken. Darf ich mit mir selbst reden, wenn ich alleine bin? Darf ich kurze Fragen stellen wie „Wo ist die Toilette?“? Was steckt hinter dem Schweigen?

Ich kam zu dem Schluss, dass das Schweigen nichts mit dem körperlichen Zustand des Nicht-Redens zu tun hat, sondern mit der Tatsache, dass man mit seinen Gedanken allein bleibt. Meiner Meinung nach ist es also in Ordnung, mit sich selbst zu reden, auch wenn man das Silent Badge trägt. Aber andererseits ist es nicht ok, Gesprächen zuzuhören und irgendwie passiv dabei zu sein, auch wenn man nicht spricht und aktiv am Gespräch teilnimmt. Denn so wäre man ja nicht mehr mit seinen Gedanken allein, sondern denkt über die Gespräche nach.

Am zweiten Tag habe ich das Laub vor meinem Kuti gefegt. Nach etwa zehn Minuten kam ein Mädchen und fragte, ob sie mir helfen könne. Ich nickte. Weitere 5 Minuten später kam ein anderes Mädchen zu uns. Und dann noch eins. Alle drei hatten sie kein Silent Badge und plauderten fröhlich über die Meditation und den Sinn des achtsamen Aufräumens. So dauerte es nicht lange, bis ich beschloss, dass es keinen Sinn machte, zu schweigen, wenn ich ihren Gesprächen gedanklich folgte und mit ihnen lachte, auch ohne zu antworten. Denn nach meiner Definition hatte ich das Schweigen IN MEINEM KOPF bereits gebrochen… Also legte ich mein Silent Badge zur Seite.

Lange Rede, kurzer Sinn: Obwohl ich es schaffte, einige Stunden am Tag zu schweigen und wirklich bei mir zu bleiben, schaffte ich es nicht, ganz zu schweigen. Hätte ich das wirklich durchziehen wollen, hätte ich in so einer Situation wie beim Laubfegen woanders hingehen müssen, um weiter ungestört und achtsam fegen zu können.

 

Zum Offlinesein

ABER… ja, es gibt ein Aber. Ich ging aus einem bestimmten Grund ins Wat Pa Tam Forest Monastery. Ich wollte die Antwort auf eine brennende Frage, die ich in der Stille zu finden suchte. Und ich fand sie! Überraschenderweise fand ich sie nicht in der Stille, obwohl ich glaube, dass die Antwort bereits in mir selbst lag. Aber aus irgendeinem Grund konnte ich sie nicht sehen. Ich konnte sie nur sehen, als ich mit den Menschen sprach, die ich im Kloster traf und mich mit ihnen über meine Frage unterhielt!

Dann kam mir ein Gedanke:

Vielleicht fand ich sie trotzdem in der Stille. Nicht in der Stille meiner Stimme und meiner Gedanken, sondern in der Stille der modernen Welt. Ohne all den „Lärm“, den Telefone und Computer in uns erzeugen… Denn auch wenn ich es nicht geschafft habe, schweigsam zu bleiben, habe ich es sehr wohl geschafft, offline zu bleiben. Auch dass ist hier nämlich kein Muss. Es gab also keinen Lärm von sozialen Medien oder irgendetwas anderem aus der Außenwelt. Ich bin mir sicher, dass diese „Stille“ einen großen Einfluss hatte und viel wichtiger war als nicht zu reden!

Als ich das alles verstanden und meine Antwort gefunden hatte, beschloss ich, das Kloster früher als geplant zu verlassen. Obwohl ich den Aufenthalt genoss und meine Antwort ein großer Erfolg war, merkte ich auch, dass es nicht gut für meine Gesundheit war, im Kloster zu bleiben:

Mir war immer kalt (ich bin einfach nicht dafür gemacht, ständig barfuß zu gehen, und in meinem kleinen Kuti fror ich Tag wie Nacht), ich war immer hungrig (zwischen 11 Uhr und 6:30 nichts zu essen, ist nichts für mich) und immer müde (wie bereits erwähnt entsprechen die Zeiten einfach nicht meinem Biorhythmus und ich konnte mich nicht gut eingewöhnen). Zudem war gefühlt die Hälfte er Besucher krank, trugen dicke Schals, tranken Tee, husteten und nahmen Medikamente aus dem öffentlich zugänglichen Medikamenteschrank.

Ich war daher auch nicht überrascht, als ich am selben Tag, an dem ich ging, Halsschmerzen bekam und dann eine ziemlich schlimme Erkältung bekam, die mich vier Wochen lang hartnäckig begleitete.

 

Mein Fazit

Ich habe zu Beginn geschrieben, dass ich nicht wusste, warum ich nicht da anknüpfen konnte, wo ich im Jahr zuvor aufgehört hatte. Nach meiner Zeit im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery wusste ich es: Ich bin nicht mehr derselbe Mensch.

Walking Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Wir verändern uns alle ununterbrochen. Im Normalfall merken wir das gar nicht so, weil wir unsere Entscheidungen ebendiesen Veränderungen kontinuierlich anpassen. Zumindest soweit wir das können. Nun war ich aber acht Monate in der Situation, dass ich meine Entscheidungen nicht meinen Vorlieben angepasst habe, sondern einzig der Nähe zu meiner Familie. Das prägt und danach kann man nicht zurück, als wäre nie etwas gewesen.

Natürlich ändert die Zeit im Kloster nicht die Realität. Ich war und bin weiterhin stark damit beschäftigt, den Tod meiner Mutter zu verarbeiten, und ich weiß immer noch nicht genau, wer diese neue Barbara eigentlich ist, die so viel mehr in Deutschland und Europa verankert ist als die alte Barbara.

Dennoch bin ich dankbar für die Tage der mehrschichtigen Stille, für die Stunden der Meditation, für die wertvollen Einblicke in das Leben buddhistischer Mönche. Diese Erfahrung möchte ich keinesfalls missen!

Deine Barbara

The Chiang Mai Guide for Digital Nomads

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Du suchst nach einem coolen Spot für digitale Nomaden in Südostasien? Dann solltest du dir unbedingt die Hauptstadt der digitalen Nomaden Chiang Mai anschauen!

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MEA HONG SON

Mae Hong Son – Das Dschungel-Paradies im Norden Thailands

Mae Hong Son – Das Dschungel-Paradies im Norden Thailands

Mae Hong Son – Das Dschungel-Paradies im Norden Thailands

Mae Hong Son ist ein wahres Paradies mitten im thailändischen Dschungel:

Berge.

Wasserfälle.

Seen.

Und sonst weit und breit vor allem eins: Dschungel. Der hohe Norden Thailands ist ein grünes Paradies und ich konnte es kaum erwarten, diesen Ort zu erkunden, an den sich verhältnismäßig wenige Touristen hinwagen.

Die Anreise nach Mae Hong Son

Die Anreise dauert von Chiang Mai etwa fünf Stunden mit einem Minivan, der 1.864 Kurven zurücklegen muss, um ans Ziel zu kommen. Alternativ könntest du von Chiang Mai fliegen, aber die Fahrt hat durchaus auch etwas für sich. Außerdem gibt es einen Bus von bzw. nach Bangkok: Für etwa 30 Euro kommst du mehrmals täglich von der thailändischen Hauptstadt hierher bzw. zurück. So schwierig ist es also gar nicht! Und du wirst es nicht bereuen, auch wenn du eventuell eine Tablette einwerfen oder Anti-Übelkeitspflaster auf die Haut kleben musst, um die Kurven wohlbehalten zu überstehen.

Wer nicht gleich alle Kurven auf einmal nehmen möchte, kann einen Zwischenstopp in dem bekannten Hippie-Dorf Pai machen. Dieses liegt etwa auf halber Strecke zwischen Chiang Mai und Mae Hong Son Stadt. In der gleichnamigen Provinz bist du hier bereits und kannst dort das besondere Flair des Dorfes auf dem Night Market der Hauptstraße auf dich wirken lassen.

 

Was gibt es in Mae Hong Son eigentlich zu sehen?

Mae Hong Son hat tatsächlich für so ziemlich jeden Geschmack etwas zu bieten. Das einzige, was fehlt, ist das Meer…

Naturliebhaber finden sich in einem grünen Dickicht, das gelegentlich den Blick in atemberaubende Täler, auf rauschende Wasserfälle oder weitläufige Seen freigibt. Du liebst die thailändische Kultur? Dann bietet Mae Hong Son dir zahlreiche Tempel und Klöster, in denen du diese hautnah erleben kannst. Und auch entspannen kannst du hier. Ob in einer Hot Spring, einem Mud Spa oder bei einer typisch thailändischen Massage… Gönne deinem Körper doch etwas Gutes!

 

Natur

Hände hoch, wenn du auch ein Wasserfall-Fan bist! Dann bist du in Mae Hong Son genau richtig…

Coole Wasserfälle

Ich habe mir den 10 Meter hohen Pha Sua Waterfall angeschaut, der über Stege sehr einfach und schnell zu erreichen ist. Du musst also nicht groß auf Wanderschaft gehen, um ihn dir anzuschauen und ein paar Fotos machen zu können. Er ist etwa eine Dreiviertelstunde von Mae Hong Son Stadt entfernt und liegt im Tham Phla Namtok Pha Suea Nationalpark, der neben diesem Wasserfall noch mehr zu bieten.

Pha Sua Waterfall

Weitere Wasserfälle sind der Huay Pong-on und Mae Sa-nga Klang oder in die andere Richtung, also südlich von Mae Hong Son, Mae Surin Waterfall.

Idyllische Seen

Ich bin danach jedoch direkt weiter zum Wasserreservoir Pang Ung gefahren. Dieses ist ein Royal Project, also ein Projekt, das von der königlichen Familie ins Leben gerufen wurde. Diese Projekte sollen die lokale Bevölkerung unterstützen. Bald gibt es hier mehr zu diesem Thema zu lesen.

Pang Ung

Der See ist ein wunderbares Ausflugsziel und am besten bringst du gleich ein bisschen Zeit mit. Denn hier kannst du sogar übernachten. Es gibt sowohl Campingplätze, wenn du mir Seeblick einschlafen und aufwachen willst, als auch Pensionen. Das ist der perfekte Ort, um zu entspannen und einfach abzuschalten.

Camping Pang Ung

Ein verirrtes Sonnenblumenfeld

Mein wahrscheinlich größtes Highlight war ein kleines Naturspektakel. Denn einmal im Jahr blühen 80 Kilometer südlich von Mae Hong Son Sonnenblumen, die Anfang November den ganzen Berg für zwei Wochen in grün und gelb erstrahlen lassen. Die Anreise mit dem Scooter dauert zwar zwei ganze Stunden, lohnt sich aber!

Die Sonnenblumen von Mae Hong Son

Die Sonnenblumen von Mae Hong Son

 

Kultur

Ban Rak Thai – Ein chinesisches Dorf in Mae Hong Son

Zum einen kann ich dir das Dort Ban Rak Thai ans Herz legen. Es ist zwar chinesisch und nicht thai, aber es ist nun einmal Teil der örtlichen Geschichte. Die Gründung geht nämlich zurück auf die Zeit, in der die chinesischen Soldaten Kuomintangs das kommunistisch gewordene China ins exil verließen. Noch heute spricht die Mehrheit hier Mandarin.

Ban Rak Thai

Hier kannst du nicht nur wunderschöne Fotos von dem See machen, an dem Ban Rak Thai liegt, sondern auch in die Themen Teeanbau und Jadeimport eintauchen, die wesentlichen Bestandteile der Geschichte der Region sind.

Buddhistische Tempel in Mae Hong Son

Ansonsten ist natürlich wie im Rest Thailands auch hier der Buddhismus ein wichtiger Teil der Kultur. Die Tempel und Klöster solltest du dir also nicht entgehen lassen. Hier meine Empfehlungen:

In der Stadt Mae Hong Son selbst kannst du dir die zwei Tempel Wat Chon Klang und Wat Chong Kham anschauen, die beide direkt am See Chonh Kham liegen. Rund um den See findet auch der Nachtmarkt statt, den ich dir mindestens an einem Abend zum Schlendern und Abendessen ans Herz lege.

Wat Chon Klang und Wat Chong Kham

Mae Hong Son Nachtmarkt

Den Sonnenuntergang solltest du wenigstens einmal über den Dächern der Stadt erleben – nämlich am Kloster Phrat That Doi Kong Mu. Dieses liegt auf einem Berg, sodass du gleichzeitig den Ausblick genießen und dir das Kloster anschauen kannst.

Etwas außerhalt der Stadt – etwa 15 Minuten mit dem Scooter von Mae Hong Son – wartet ein weiterer Tempel: Wat Su Thong Pae throngt auf einem Hügel über einem Reisfeld und ist durch eine 500 Meter lange Bambusbrücke mit dem nächsten Dorf Kung May Sak verbunden. Der Tempel ist wundervoll und bietet viele Fotomotive sowie die Möglichkeit, einen Wunsch auf einem Holzstück geschrieben an den Tempel anzubringen. Das Highlight ist für mich jedoch die Brücke, die das idyllische Tal wie in zwei Teile teilt.

Su Thong Pae Bridge

Wünsche Wat Su Thong Pae

Vipassana im Wat Pha Tam Wua Forest Monastery

Und als letzten Punkt des Bereichs Kultur empfehle ich dir das Wat Pha Tam Wua Forest Monastery. Dort habe ich einen mehrtägigen Aufenthalt für ein Vipassana gemacht. Denn auch Meditation gehört beim Buddhismus einfach dazu. Wenn du also mehr zu diesen Themen erfahren möchtest, solltest du einen Aufenthalt in diesem Kloster in Erwägung ziehen.

Wat Pha Tam Wua Forest Monastery

 

Wellness

Wenn du dir und deinem Körper etwas Gutes tun möchtest, habe ich zwei coole Tipps für dich:

Mud Spa für das besondere Spaerlebnis

Warst du schon einmal in einem Mud Spa? Ganz in der Nähe des Pha Sua Wasserfalls gibt es nämlich eine natürliche Schlammquelle, die reich an Mineralstoffen ist, die gut für die Haut sind und den Kreislauf anregen.

Mud Spa

Für etwa 1000 Baht bekommst du hier eine Schlammbehandlung. Es gibt aber auch heiße Quellen und die Möglichkeit, eine klassische Thaimassage zu bekommen oder am Pool mit Blick auf die Reisfelder zu entspannen.

Hot Springs fürs schmale Portemonnaie

Alternativ kannst du zu den Pha Bong Hot Springs fahren. Diese sind etwa 15 Minuten südlich von Mae Hong Son und für nur 20 Baht (also etwas mehr als 50 Cent) kannst du hier den wohlich warmen Pool genießen. Der Hauptpool ist wirklich sehr heiß und baden ist hier verboten. Die Füße darfst du reinhalten, aber selbst das ist schon fast eine Tortur. Ich habe daher gleich nur mit dem normalen Schwimmbecken vorlieb genommen, das einfach nur angenehm ist.

Pha Bong Hot Springs Mae Hong Son

Pha Bong Hot Springs Mae Hong Son

 

Tipps für deinen Aufenthalt in Mae Hong Son

Hotel in Mae Hong Son

Übernachtet habe ich im Tee Nont Guesthouse, das von einem jungen, thailändischen Ehepaar betrieben wird, die unheimlich sympathisch sind und sich große Mühe geben, das Guesthouse zu führen. Zum Frühstück wartet zum Beispiel jeden Morgen eine kleine Basttasche außen an deiner Tür, die mit lokalen Köstlichkeiten wie Teigtaschen und Kokosreis in Bananenblättern gefüllt ist.

Das Guesthouse ist zwar einfach und Luxus kannst du hier nicht erwarten, aber dafür eine familiäre Atmosphäre und ganz viel Hilfe, wenn du deinen Tag planst.

Zur Buchung bei Booking geht es hier entlang: Tee Nont Guesthouse*

Hier kannst du allgemein nach Unterkünften in der Stadt schauen: Hotels in Mae Hong Son*

 

Scooter in Mae Hong Son

Im Tee Nont Guesthouse wurde mir KTY Motorbike ans Herz gelegt. Dort gibt es gepflegte Scooter für 250 Baht am Tag. Außerdem musst du eine Kaution von 1500 Baht hinterlassen. Mir persönlich ist das jedoch lieber, als meinen Pass da zu lassen, wie das vor allem im Süden regelmäßig gehandhabt wird.

Wenn du dir zutraust, mit einem Scooter zu fahren oder gar Erfahrung hast, ist das definitiv die beste Wahl, um die Region auf eigene Faust zu erkunden.

 

Mein Fazit

Ich habe jede Minute in Mae Hong Son genossen und war am Ende etwas enttäuscht, nur vier Tage dort gewesen zu sein. Ich hätte mindestens doppelt so lange bleiben können – vielleicht auch noch länger. Die Region ist groß und bietet so viel wundervolle Natur, in der man sich verlieren kann, dass ich hier wahrscheinlich sogar einen ganzen Monat hätte bleiben können. Denn langweilig wird es hier mit den zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten so schnell nicht.

Warst du schon einmal in Mae Hong Son oder planst du eine Reise dorthin?

Deine Barbara

The Chiang Mai Guide for Digital Nomads

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WAT PA TAM WUA FOREST MONASTERY

Red Lotus Lake – Ein Ausflug an Thailands schönsten See

Red Lotus Lake – Ein Ausflug an Thailands schönsten See

Red Lotus Lake – Ein Ausflug an Thailands schönsten See

Manchmal reicht ein kurzer Moment, um eine Entscheidung zu treffen. So war es für mich, als ich ein Foto vom Red Lotus Lake gesehen habe. Ich sah das rosafarbene Blütenmeer und wusste: Da will ich hin! Also schaute ich direkt auf einer Karte nach, wo denn dieses Udon Thani überhaupt liegt, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte. Da ich den Post im Dezember sah und für Januar eine weitere Reise nach Januar plante, schloss ich Udon Thani und den Red Lotus Lake in meine Planung mit ein.

Udon Thani – Was, wie, wo?

Udon Thani ist eine Provinz und zugleich Provinzhauptstadt in der nordöstlichen Region Isaan, der größten Region Thailands. Der Mekong trennt sie vom Nachbarland Laos.

Das ist dein Ausgangspunkt, wenn du den Red Lotus Lake besuchen möchtest. Mehr zu der Stadt selbst und was es dort zu sehen gibt, wirst du bald in einem eigenständigen Beitrag lesen können. Du kannst aber auf jeden Fall locker ein bis zwei Tage für Sightseeing einplanen.

Von Bangkok kannst du zwar fliegen, aber Bus oder Zug sind grüner und günstiger, sodass ich dir eines der beiden Vekehrsmittel ans Herz lege. Ich selbst bin mit dem Zug in der dritten Klasse angereist und habe dafür 250 Baht bezahlt.

In Udon Thani habe ich dann einen Scooter für 300 Baht am Tag gemietet und bin am nächsten Morgen ganz früh aufgebrochen, um zum Sonnenaufgang am Red Lotus Lake zu sein.

 

Der Red Lotus Lake

Vor allem einheimische, aber auch einige ausländische Touristen strömen zum Red Lotus Lake ca. 40 Kilometer entfernt von der Stadt Udon Thani. Sein richtiger Name lautet Nong Han-See. Er ist etwa acht Kilometer lang und drei Kilometer breit eine wichtige Wasserquelle in der Region. Er gibt einer Vielzahl von Fischen, Vögeln und Pflanzen eine Heimat. Der See mündet in den Lam Pao-Fluss, einen für die Bewohner der Provinz wichtigen Wasserweg.

Jedes Jahr ereignet sich hier im Dezember und Januar ein unglaubliches Naturschauspiel. Wenn die Lotusblüten blühen, wird der See zu einem rosafarben leuchtenden Blütenmeer.

Red Lotus Lake

 

Du willst die rosafarbene Pracht sehen? So geht’s!

Als ich etwa zur Zeit des Sonnenaufgangs am See ankam, war ich enttäuscht: Keine Lotusblumen in Sicht. Ich hatte zwar Boote auf den Fotos gesehen, wusste aber nicht, dass die Blumen vom Ufer aus nicht sichtbar sind. Also bin ich gut 15 Minuten weiter den See entlang Richtung Norden gefahren, bis ich an die Stelle kam, an der die Boote ablegen: in Ban Diam.

Boote am Red Lotus Lake

Red Lotus Lake

Hier kannst du entweder ein kleines Boot für 300 Baht für zwei Personen buchen (das nächste Foto zeigt ein kleines Boot). Alternativ warten große Boote, in die mehr Leute passen und die 500 Baht kosten. Die Tour dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden.

Red Lotus Lake

Da ich eine Stunde auf ein kleines Boot hätte warten müssen, habe ich mich für ein großes Boot entschieden. Dies war jedoch gar nicht so schlecht, wie sich hinterher herausstellte, da ich so für Equipment und Co. genügend Platz hatte und im Boot sogar aufstehen konnte.

Dann kletterst du an Bord und nach etwa zwanzig Minuten gelangst du in das Herz des Nong Han-Sees. Dort beginnt sich die Szenerie zu verändern. Und plötzlich kannst du das ‚Talay Bua Daeng‘ sehen… das Meer aus Lotusblüten.

Red Lotus Lake

 

Lotusblume oder Seerose?

Einheimische sagen, dass die rosafarbenen Blumen eigentlich tropische Seerosen sind. Sie ähneln den Blüten der Lotusblume und können so leicht verwechselt werden. Die Blätter und Blüten der Lotusblume ragen für gewöhnlich ein paar Zentimeter über die Wasseroberfläche hinaus, während die Blätter und Blüten der Seerose normalerweise direkt auf der Wasseroberfläche schwimmen. Tropische Seerosen bilden dabei jedoch eine Ausnahme, da ihre Blätter zwar auf der Oberfläche schwimmen, aber ihre Blüten etwa 15 Zentimeter über das Wasser hinausragen. Genau dies ist beim Red Lotus Lake der Fall.

Lotusblume

Lotusblume

Barbara macht ein Foto von den Lotusblumen

Ich weiß nur eins: Ob Lotus oder Seerose… Die Blüten sind unbeschreiblich schön!

 

Die Bewohner des Red Lotus Lake

Wie bereits erwähnt, ist der Red Lotus Lake der natürliche Lebensraum von vielen Vögeln. Ein Traum für Ornithologen! Aber auch ich konnte nicht anders, als mit großem Mund dazusitzen, als ich das erste Mal einen der zahlreichen Reiher seine Flügel habe öffnen sehen. Zuzuschauen, wie er sich in die Lüfte schwingt und über das rosarote Meer dahingleitet, ist atemberaubend schön.

Reiher im Red Lotus Lake

Reiher im Red Lotus Lake

 

Nach der Tour

Wenn du nach eineinhalb Stunden zurückkehrst, kannst du das Erlebte in einem der Caffés erst einmal sacken lassen und deine Fotos zum ersten Mal durchgehen. Bei meiner Ankunft am frühen Morgen waren sie noch geschlossen, aber als ich gegen 10 Uhr zurück kam, war alles geöffnet.

Außerdem gibt es kleine Stände, an denen du zum Beispiel gegrillte Bananen oder gegrillten Sticky Rice kaufen kannst.

Local Frühstück

Kaffeehaus

 

Mein Fazit zum Red Lotus Lake

Für mich war der Ausflug an den Red Lotus Lake ein perfekter Auftakt ins neue Jahr 2020. Wenn du meinen Reisen und Abenteuern schon eine Weile folgst, weißt du, dass 2019 nicht wirklich mein Jahr war. Meine Mutter ist nach einer schweren Krebserkrankung ein mehreren Monaten im Krankenhaus verstorben. Das hat einen dunklen Schleier über das gesamte Jahr gelegt. Der See mit seiner atemberaubenden Pracht war für mich ein Lichtblick, dass die Trauerzeit langsam vorüber ist. Dass es noch wundervolle Dinge zu entdecken gibt. Dass ich mit einem Lächeln auf weitere Entdeckungstouren gehen kann und möchte.

Photo of a photo

Neben diesem sehr persönlichen Grund, warum das eine besonders magische Stunde für mich war, kann ich aber auch sagen, dass es objektiv gesehen einfach ein zauberhafter Ort ist. Wenn du also an einen weniger touristischen Ort möchtet und einmal ein ganz anderes Thailand erleben möchtest, als du es vielleicht aus Bangkok, Koh Samui oder Chiang Mai kennst, kann ich dir Udon Thani und den Red Lotus Lake wärmstens empfehlen.

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