Bingen – Rhein-Romantik zwischen Reben und einer Heiligen

Bingen – Rhein-Romantik zwischen Reben und einer Heiligen

Bingen – Rhein-Romantik zwischen Reben und einer Heiligen

Bingen steht für Rhein, Romantik und Reben… Und da die Stadt sich auf diese Art als perfektes Ausflugsziel im Sommer präsentiert, habe ich Bingen besucht. Außerdem hatte ich bereits während meines Tagestrips nach Rüdesheim den Mäuseturm in Erinnerung gerufen bekommen. Und so wollte ich nochmal in die Gegend, aber dieses Mal näher heran an das Binger Wahrzeichen!

Bingen Burg Ehrenfels

 

Bingen am Rhein

Bekannt ist Bingen für den sagenumwobenen Mäuseturm, die Landesgartenschau und die Heilige, die hier ein Kloster bauen ließ: Hildegard von Bingen. Der Name stammt wohl von dem keltischen Wort bingium, das so viel wie „Loch im Fels“ bedeutet. Dies bezog sich vermutlich auf die Untiefe, die direkt hinter dem Mäuseturm wartet und auch als Binger Loch bekannt ist.

Bereits als die Römer hier waren, war Bingen ein bedeutsamer Ort: Von hier verlief die sogenannte Ausoniusstraße – eine Militärstraße, die Trier und Bingen mit einander verband.

Heute ist Bingen ein beliebtes Ausflugsziel. Ob Lustwandeln auf dem Kulturufer, Wandern auf den Spuren von Hildegard von Bingen oder mit dem Boot die Rheinromantik genießen… Bingen hat so einiges zu bieten!

 

Bingen Sehenswürdigkeiten

Wenn du die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten besser kennenlernen möchtest, gehören diese Orte auf jeden Fall auf deine Bucket List.

Barbara in Bingen

 

Binger Mäuseturm

Auf der kleinen Rheininsel vor Bingen befindet sich ein Turm mit dem Namen Mäuseturm, um den sich Legenden ranken. Eine kleine Befestigungsanlage gab es hier jedoch wohl bereits zu den Zeiten der Römer. Als dann jedoch die Franken herrschten, verfiel sie immer mehr.

Im 10. Jahrhundert erbaute der Erzbischof von Mainz Hatto II. den Binger Mäuseturm als Wachturm. Dieser soll während einer Hungersnot den Armen die Hilfe verwehrt haben und, als sie weiter um Korn aus seinen gefüllten Kammern bettelten, soll er sie eingesperrt haben und das Gebäude in Brand setzen lassen. Er soll die Schreie höhnisch kommentiert haben: „Hört ihr die Kornmäuslein unten pfeifen?“

Der Sage nach tauchten daraufhin unzählige Mäuse auf, vor denen er mit dem Schiff zum Mäuseturm floh. Doch auch dort erschienen die kleinen Nager und fraßen den Bischof bei lebendigem Leibe auf. Das ist die Legende um den Namen des Mäuseturms. Dieser ist jedoch erst 1516 erstmals belegt, also 500 Jahre nach dem Tod des Bischofs.

Der Turm wurde 1689 zerstört und erst 1855 als Signalturm für die Schifffahrt wieder errichtet.

Binger Mäuseturm

 

Burg Klopp

Das frühere Bingium hatte deutlich geringere Ausmaße als das heutige Bingen. Es passte auf den Kloppberg, den Berg, auf dem bis heute die Burg thront. So war quasi der ganze Berg Teil einer Verteidigungsanlage. Diese fiel jedoch bereits im Jahre 355, woraufhin auf dem Berg immer wieder Burgen gebaut, aber auch zerstört wurden.

Der Name Burg Klopp taucht 1282 zum ersten Mal auf. Sie wurde mehrfach zerstört und nach dem pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde sie zunächst nicht wieder aufgebaut. Als Ruine wurde sie zu einem beliebten Ausflugsziel in der Zeit der Rheinromantik.

Der Kölner Reeder und Kaufmann Ludwig Maria Cron erwarb die Ruine 1853 und baute sie wieder auf. Seit 1897 ist sie im Besitz der Stadt Bingen. Heute ist die Burg eines der schönsten Wahrzeichen der Stadt.

Burg Klopp

Turmbesteigung:
April bis Oktober, 8:00 bis 18:00 Uhr

 

Basilika Sankt Martin

An der Stelle, an der heute die Basilika Sankt Martin steht, stand in der Antike ein römischer Tempel. St. Martin wird 793 in einem Schenkungsverzeichnis der Abtei Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. 883 wird die Kirche jedoch zerstört und erst 1220 wieder eingeweiht. Auch diese Kirche wurde zerstört. Und zwar 1403 von einem Brand, der die ganze Stadt verwüstete. Nur dreizehn Jahre später wird allerdings eine neue errichtet und knapp 100 Jahre später wird der sogenannte Barbarabau als Pfarrkirche zu der Stiftskirche hinzugefügt.

Blick auf die Basilika St Martin und das Rheintal

1930 erhielt die Kirche den Titel einer päpstlichen Basilika verliehen.

Öffnungszeiten
Mo., Mi., Do. und Fr.: 8:00 – 17:00 Uhr
Di., Sa. und So.: 8:00 – 20:00 Uhr

Museum am Strom

Das Museum am Strom wartet am Kulturufer und quasi am Eingang zum oberen Mittelrheintal, dem UNESCO Weltkulturerbe. Hier werden 2000 Jahre Geschichte und Kultur am Rhein lebendig.

Das Museum, das sich im historischen Elektrizitätswerk von 1889 befindet, widmet sich mit Dauerausstellungen in erster Linie drei Themen: Hildegard von Bingen, der Rheinromantik und der Geschichte der Stadt.

Museum am Strom

Auch der sogenannte Hildegarten ist Teil des Museums. Hier wachsen viele Heilpflanzen, mit denen sich bereits Hildegard von Bingen auseinander gesetzt und darüber mehrere Werke verfasst hat.

Hildegarten

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

Eintritt 3 Euro für Erwachsene

 

Rochuskapelle

Südöstlich von Bingen wartet auf dem Rochusberg die Rochuskapelle. Bereits 1666 wurde an dieser Stelle eine Kapelle errichtet, die dem Heiligen Rochus, dem Schutzheiligen der Pestkranken, geweiht war. Diese brannte jedoch im 18. Jahrhundert nieder, weswegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine neue gebaut wurde.

Der Kirchweihe wohnte übrigens sogar Johann Wolfgang Goethe bei.

1889 brannte nach einem Blitzeinschlag allerdings auch diese Kirche nieder, die von 1891 bis 1895 wieder neu errichtet wurde. Die Reliquien von Hildegard von Bingen konnten zum Teil vor dem Feuer gerettet werden, sodass sie sich noch heute im Sockel des Altars befinden.

 

Binger Kulturufer

Vom 18. April bis 19. Oktober 2008 fand die Landesgartenschau Rheinland-Pfalz in Bingen statt. Dafür wurde das Rheinufer zwischen der Autofähre und dem früheren Bahnhof Bingerbrück neu gestaltet. Dieser umgestaltete Abschnitt, der über fast drei Kilometer verläuft, wird seit Anfang 2010 als Kulturufer Bingen bezeichnet.

Karte Binger Kulturufer

Es besteht aus mehreren Teilen: dem Hafenpark bzw. der Gartenstadt, der Hindenburganlage, dem Rhein-Nahe-Eck und dem Park am Mäuseturm. Hier kannst du wunderbar flanieren oder auch einfach nur den Ausblick genießen.

Ausblick vom Kulturufer

Alter Kran am Kulturufer

Binger Kulturufer

Binger Mäusepark

 

Drususbrücke

Die Drususbrücke ist eine der ältesten Steinbrücken Deutschlands. Sie besteht aus sieben Bögen und beherbergt sogar eine Brückenkapelle. Sie wurde vermutlich um das Jahr 1000 herum errichtet.

Auch wenn Drusus ein römischer Feldherr war, ist es nicht wahrscheinlich, dass es zuvor an gleicher Stelle einen römischen Bau gegeben hat.

 

Kaiser-Friedrich-Turm

Vom Kaiser-Friedrich-Turm hast du eine herrliche Rund-um-Sicht und das bereits seit 1888. Es war schon länger im Gespräch auf dem Drususberg einen Holzturm zu errichten, doch die Kasse der Stadt war leer. Der Bürgermeister der Stadt hatte verfügt, dass nach seinem Tod 10.000 Mark aufgewendet werden sollten, um einen Turm aus Basalt-Lava und Sanstein zu bauen. So entstand der Kaiser-Friedrich-Turm.

Den Namen erhielt der Turm von Kaiser Friedrich III, der auch als 99 Tage Kaiser bekannt ist. Länger dauerte seine Amtszeit nicht an. Da aber wohl genau während dieser drei Monate der Turm fertig geworden war, wurde er nach dem Kaiser benannt.

Im Winter ist der Turm aus Sicherheitsgründen geschlossen.

 

Hildegard von Bingen

Bingen war die wichtigste Wirkungsstätte von Hildegard von Bingen. Sie wurde 2012 von Papst Benedikt XVI. offiziell in den Status einer Heiligen und dann einer Kirchenlehrerin erhoben. Erste Anträge auf Heiligsprechung gab es jedoch bereits im 13. Jahrhundert und ihre Verehrung stand in keinster Weise der einer Heiligenverehrung nach. Mehr zu ihrem Leben kannst du hier nachlesen: Wer war Hildegard von Bingen?

Wenn du noch mehr über sie wissen möchtest, schau doch mal im Museum am Strom vorbei. Dort gibt es eine ganze Abteilung über die Heilige inklusive einer multimedialen Ausstellung.

Weitere Tipps

Hier habe ich dir noch ein paar weitere, hoffentlich hilfreiche Tipps zusammengefasst, die dir den Aufenthalt in Bingen verschönern sollen.

Schiffahrt in Bingen

Vor allem als Kind und Jugendliche habe ich mit dem Rheingau und mit Rheinhessen in erster Linie Schiffsrundfahrten verbunden. An den Burgen entlang, zur Loreley oder nach Bacharach… Hier kannst du romantische und interessante Rundfahrten zu jeder Jahreszeit erleben.

Hier kannst du im Voraus schauen, welche Touren es gibt und bei Bedarf auch gleich buchen: Bingen-Rüdesheimer.

Bingen Schifffahrt

Wandern in Bingen

Auch Wanderer werden in Bingen auf ihre Kosten kommen. Es gibt viele Wanderwege – lange wie kurze. Ein paar habe ich dir mal zusammengestellt:

 

Veranstaltungen in Bingen

Wenn du Bingen auf ganz besondere Art erleben möchtest, dann plane deinen Besuch doch während einer der folgenden Veranstaltungen:

  • Binger Winzerfest 
  • Binger Sektfest
  • Bingen swingt 
  • Binger Open Air Festival
  • Nacht der Verführung
  • Rhein in Flammen Bingen
  • Kulturuferfest
  • Rochusfest
  • Hildegard-Herbst
  • Binger Weihnachtsrock

     

    Hotels in Bingen

    Wenn du nicht nur einen Tagesausflug nach Bingen machen möchtest, sondern länger in der schönen Gegend bleiben möchtest, schau doch mal auf Booking vorbei. Da gibt es Hotels in jeder Preiskategorie, sodass für jeden etwas dabei sein sollte:

    Hotels in Bingen*

     

    Blogposts zu Bingen

    Wenn du nun noch mehr Input und verschiedene Perspektiven zu Bingen lesen möchtest, schau doch mal bei meinen Bloggerkollegen vorbei:

      Weitere Ausflugsziele in der Nähe

      Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir den Odenwald, den Spessart oder den Taunus anzuschauen. Zu diesen Regionen werden noch weitere Blogposts folgen.

      Eine gemischte Liste aus Ausflugsorten, Fotospots und Zielen für kleine Städtetrips habe ich dir hier zusammengestellt:

      • Burg Rheinstein: Gegenüber von Assmannshausen liegt die Burg Rheinstein in der Gemeinde Trechtingshausen. Sie gilt als eine der schönsten Burgen im UNESCO Weltkulturerbe Mittelrheintal.
      • Geisenheim: In Geisenheim wartet das Schloss Johannesberg.
      • Eltville am Rhein: Eltville gilt als Wein-, Sekt- und Rosenstadt, hat gleich zwei Burgen am Rhein und eine wunderschöne Altstadt.
      • Kloster Eberbach: Das Kloster Eberbach ist eines der bedeutendsten Klöster Europas und eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Bauten. Es diente auch als Kulisse für diverse Filme wie zum Beispiel für der Name der Rose.
      • Wiesbaden: Die Landeshauptstadt von Hessen ist als Stadt der heißen Quellen und als Weltkurort bekannt. Hier erwarten dich historische Bauten, prachtvolle Grünanlagen und zahlreiche Museen.
      • Mainz: Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz sagt von sich selbst, dass es für Lebenslust am Rhein steht. Hier kannst du in 2.000 Jahre Kultur eintauchen, auf den Spuren des Buchdrucks wandeln oder einfach die Sehenswürdigkeiten genießen.
      • Loreley: Eigentlich ist die Loreley nur ein ca. 130 Meter hoher Schieferfelsen bei St. Georgshausen. Doch um ihn rankt der Mythos eines Mädchens, der ihn berühmt gemacht hat. Außerdem ist das Tal seit 2002 UNESCO Welterbestätte.
      • Koblenz: In Koblenz fließen Mosel und Rhein zusammen. Teile der Stadt gehören außerdem zum UNESCO-Welterbe. Seit 2002 bildet sie mit ihren Kulturdenkmälern das nördliche Tor zum Oberes Mittelrheintal. Koblenz gehört zu den Perlen am Rhein.

      Meine Ausstattung

      Ich werde immer wieder gefragt, mit was für einer Ausstattung ich auf meinen Touren unterwegs bin. daher hier nun eine kleine Erläuterung zu diesem Thema.

      Rucksäcke

      Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke, aus denen ich jeweils für den Ausflug den passenden wählen kann. Gerne verwende ich auf Wanderungen zum Beispiel einen meiner Osprey-Rucksäcke – entweder den DaylitePlus oder den Sylva. Die sind klein genug, um mich nicht zu stören, aber groß genug, um das Wichtigste für die Tagestour greifbar zu haben. Mit den zwei seitlichen Taschen habe ich außerdem Wasser immer griffbereit. Dank der verschiedenen Bereiche kann ich mein Kamera-Equipment von den anderen Dingen wie einer Powerbank und Snacks trennen. Auch in Bingen hatte ich einen Osprey-Rucksack dabei: den Osprey Arcane*.

      Barbara in Bingen mit Osprey Rucksack

      Bei Foto-Touren habe ich aktuell auch oft meinen neuen Fotorucksack von K&F Concept* dabei, der mehr Schutz für mein Foto-Equipment bietet, aber trotzdem noch Platz für zum Beispiel Snacks und eine kleine Flasche Wasser bietet. Seitlich kann ich ein Stativ anbringen, was super praktisch ist. Alternativ habe ich auch noch den CADeN-Kamerarucksack*. Der ist nochmal größer, aber auch wuchtiger und schwerer.

       

      Kleidung und Schuhe

      Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Als Wanderschuhe habe ich zum Beispiel diese wasserdichten Schuhe, die mir auch viel Halt bieten: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Auch Jacken, Wanderleggins und zum Beispiel mein Stirnband* habe ich bei Decathlon gekauft.

       

      Kamera & Stativ

      Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

       

      Mein Fazit zu Bingen

      Bingen ist eine wirklich hübsche Stadt, die für einen City Trip oder einen Wanderausflug viel zu bieten hat. Ich persönlich liebe es, einfach an der Promenade entlangzuflanieren und den Ausblick übers Wasser zu genießen. Das kannst du in Bingen ganz wunderbar! Außerdem hat mir persönlich gut gefallen, dass die Kosten (für z. B. Parken, Toilettenhäuschen, etc.) deutlich humaner sind als im gegenüber gelegenen Rüdesheim.

      Warst du vielleicht auch schon einmal in Bingen? Dann berichte mir davon in den Kommentaren!

      Deine Barbara

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      Rüdesheim

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      RÜDESHEIM SEHENSWÜRDIGKEITEN

      Mainzer Sand

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      DER MAINZER SAND

      Blick auf den Rhein

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      WANDERN IN DEN RHEINAUEN

      Der Schinderhannes Steig – Qualitätsweg im Naturpark Taunus

      Der Schinderhannes Steig – Qualitätsweg im Naturpark Taunus

      Der Schinderhannes Steig – Qualitätsweg im Naturpark Taunus

      Nachdem ich letztes Jahr zu Beginn der Pandemie anfing, meine Heimat zu erwandern, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich auf den Schinderhannes Steig stoßen sollte. Er beginnt sogar in Kelkheim – meinem Heimatort – und führt über Schloßborn bis hinter Schmitten. In beiden Orten habe ich mal jeweils drei Jahre gelebt. Da werden Kindheitserinnerungen wach! Komm also mit mir auf eine Entdeckungstour und lass dich für diese Mehrtageswanderung inspirieren!

      Schinderhannes Steig Wegweiser

      Der Schinderhannes Steig

      Der Schinderhannes Steig wurde nach dem Limeserlebnispfad als zweiter Qualitätswanderweg des Naturparks Taunus im Frühling 2014 eingerichtet. Vom Gimbacher Hof über Eppstein, Glashütten und den Taunuskamm geht es zur Kirchenruine Landstein in Weilrod. Startpunkt der Wanderung sind der Gimbacher Hof bzw. die Kirchenruine Landstein – je nachdem in welche Richtung du laufen möchtest.

      Hier die Eckdaten auf einen Blick:

      Gesamtlänge

      39,3 Kilometer

      Dauer

      4 Tage

      )

      Höhenmeter

      1.220 Meter

      Höchster Punkt

      700 Meter

      Der Wanderweg ist nach Johannes Bückler benannt, der in der Bevölkerung auch gerne mal Robin Hood des Taunus genannt wird. Leider findet man entlang des Weges keine Informationen dazu, inwiefern die Strecke mit dem berühmt berüchtigten Räuber zusammenhängt. Aber was hat es mit diesem Mann überhaupt auf sich?

       

      Johannes Bückler – Der Schinderhannes

      Johannes Bückler wurde vermutlich 1779 geboren und stammte aus einer Familie von Scharfrichtern und Abdeckern. Die beiden Berufe gingen früher oft Hand in Hand, da Scharfrichter von ihrem Henkerdasein allein meist nicht leben konnten. Also haben sie zusätzlich als Abdecker gearbeitet. Das heißt, sie haben sich um die Entfernung und Weiterverarbeitung von Tierkadavern gekümmert. Abdecker wurden im Volksmund auch Schinder genannt. Daher der Spitzname Schinderhannes.

      Aber um Johannes Bückler ranken auch zahlreiche Mythen.

       

      Wirklichkeit und Legenden

      Es ist historisch belegt, dass Johannes Bückler, der Schinderhannes, ein Schwerverbrecher war. Dem gegenüber stehen Legenden, Bücher und auch Filme, in denen ein ganz andere Bild von ihm gezeichnet wird: das Bild eines Robin Hood. Eines Mannes, der den Reichen das Geld nahm und es den Armen schenkte. Bis heute scheiden sich die Geister, wenn es um den Schinderhannes geht. Beide Seiten sind heute Teil des kulturellen Erbes des Taunus.

      Der Schinerhannes war selbst als Lehrjunge bei einem Abdecker tätig. Allerdings geriet er schon früh auf die schiefe Bahn: Er bestahl seinen Meister und erhielt eine öffentliche Prügelstrafe. Er beging immer gewagtere Verbrechen, kam sogar ins Gefängnis, und beging dann auch Raubüberfälle. Quellen belegen, dass er nicht nur reiche Kaufleute, sondern auch arme Menschen überfiel.

      Im Alter von nur 23 Jahren wurde er jedoch festgenommen und im Folgejahr nach einem aufsehenerregenden Prozess mit 19 Räuberkumpanen in Mainz hingerichtet.

       

      Das Schinderhannes-Museum

      In Waldems-Steinfischbach in den Räumen des Gasthauses „Zum Schinderhannes“ wartet das Schinderhannes-Museum. Es liegt etwa sieben Kilometer vom Steig entfernt. Das Restaurant mit dem Namen des Räuberhauptmanns zeigt Bilder und Dokumente, die das Leben des Schinderhannes beschreiben. Ein runder Stammtisch steht in der Gaststube, der aus einem ganz besonderen Material gefertigt ist: Nämlich aus der Schinderhannes-Eiche. Unter dieser 400 Jahre alten Eiche soll der Schinderhannes sein Diebesgut an seine Bande verteilt haben. Sie ist 1975 umgefallen.

      Zum Schinderhannes, Camberger Straße 1, 65529 Waldems-Steinfischbach

       

      Der Weg

      Der Weg ist in vier Etappen geteilt. Ich selbst bin ihn in fünf Etappen gelaufen, weil es an einem Tag viel zu heiß war, um weiter zu wandern und am anderen anfing zu regnen. So ist das manchmal. Aber ich wohne ja ganz in der Nähe, sodass ich mich ganz einfach abholen lassen oder mit dem Bus zurück zu meinem Auto fahren konnte.

      Der Naturpark Taunus hat die Etappen folgendermaßen eingeteilt: Kelkheim – Eppstein, Eppstein – Schloßborn, Schloßborn – Gasthof Rotes Kreuz, Rotes Kreuz – Weilrod. Natürlich kannst du den Weg genauso laufen. Allerdings gibt es weder in Schloßborn, noch am Gasthof Roten Kreuz Übernachtungsmöglichkeiten. Das geht also nur, wenn du – so wie ich – die Möglichkeit hast abgeholt zu werden oder mit dem Bus zu deinem Auto zurückfahren möchtest, um dann zu deiner Unterkunft zu fahren. Ich persönlich finde ich es schöner, wenn ich auch am Weg direkt übernachten kann.

      Deswegen habe ich für dich eine neue Einteilung vorgenommen, an die du dich aber natürlich nicht halten musst: Kelkheim – Eppstein (9 Kilometer) – Glashütten (13 Kilometer) – Schmitten (15 Kilometer) – Weilrod (8 Kilometer). So hast du an deinem Etappenziel immer eine Unterkunft. Der einzige Nachteil an dieser Einteilung ist, dass du in Schmitten vom Weg runter musst, weil er eigentlich nicht durch den Ort hindurch führt. So hast du natürlich ein paar Kilometer mehr Strecke. Dafür ist Schmitten mit der alten Felsenkirche tatsächlich den Umweg wert.

      Am Ende kannst du natürlich den Weg so laufen, wie es für dich am besten ist.

       

      Etappe 1

      Los geht’s am Gimbacher Hof in Kelkheim, von wo du den Feldberg in der Ferne sehen kannst. Der Gimbi, wie er im Volksmund genannt wird, ist ein Bauernhof mit Reitstall und sehr gutem Restaurant. Hier bin ich als Kind häufig gewesen. Vor der Wanderung kannst du dich hier nochmal mit Blick auf Kelkheim und die Ausläufer des Taunus stärken. Der Weg führt dich weg vom Hof in den Wald hinein. Hinter einer kleinen Schranke verläuft ein Forstweg. Nach einigen Hundert Metern gelangst du an den Lehrpfad der Waldjugend, der dich zur Gundelhard bringt.

      Blick auf den Feldberg

      Vom Gimbacher Hof zur Gundelhard

      Im Wald in Kelkheim

      Waldlehrpfad Kelkheim

      Die Gundelhard ist ebenfalls ein Gasthof und ist ein lokaler Tourismusmagnet. Wanderer, Radfahrer und jeder, der bei Sonnenschein in Kelkheim und Umgebung einfach mal raus will, kommt für Speis und Trank hierher. An weitläufigen Wiesen vorbei, die einen atemberaubenden Blick ins Tal und auf den Bahá’i-Tempel in Langenhain bieten, geht es Richtung Eppstein durch den Wald.

      Das Bahai Haus von der Gundelhard

      Nach etwa drei Kilometern kommst du an den Kaisertempel. Dabei handelt es sich um ein klassizistisches Siegesdenkmal, das aussieht wie die Vorhalle eines griechischen Tempels, die auch Pronaos genannt wird. Zur Förderung des Tourismus setzte man hier nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges und zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs ein Denkmal. Der Kaisertempel hat also seinen Namen vom ersten deutschen Kaiser: Kaiser Wilhelm I.

      Kaisertempel

      Du solltest auf jeden Fall durch den Tempel hindurchgehen. Du gehst mehrere Stufen hinab zu einem Aussichtspunkt. Hier liegt ganz Eppstein zu deinen Füßen – samt der malerische Burg. Am Kaisertempel gibt es außerdem ein Restaurant, sodass du vor dem Abstieg einkehren kannst.

      Ausblick vom Kaisertempel

      Restaurant Kaisertempel

      Vom Kaisertempel geht’s dann abwärts nach Eppstein. Eppstein ist bekannt für die gut erhaltene Burg und die schöne Altstadt. Am Wernerplatz wartet auch noch das älteste Fachwerkhaus des Main-Taunus-Kreises. Es stammt aus dem Jahre 1459 und beherbergt heute das Restaurant Pflasterschisser.

      Übernachtungsmöglichkeit: Hotel Zum Taunus*

       

      Etappe 2

      Von Eppstein führt der Schinderhannes hinauf in den Stadtteil Vockenhausen. Hier läufst du eine ganze Weile durch den Ort und an der Straße entlang. Dann geht es aber in den Wald und Richtung Eppenhain.

      Taunus

      Eppenhain ist ein Stadtteil von Kelkheim, der jedoch in der Nähe von Eppstein liegt. Dann führt der Steig hinauf zur Kuppe des 507 Meter hohen Atzelbergs. Bis 2017 stand hier nicht nur ein Funkturm, sondern auch ein Aussichtsturm aus Holz. Nachdem dieser jedoch gleich zweimal abgebrannt ist, beschloss die Stadt Kelkheim ihn nicht wieder aufzubauen. Der Funkturm hat aber auch einen gewissen Charme.

      Atzelberg

      Atzelberg von weitem

      Dann geht es an den Aufstieg auf den 516 Meter hohen Rossert. Auf dem Gipfel befindet sich eine Felsgruppe, die es etwas schwierig macht, dem Weg zu folgen. Diese Felsgruppe war auch der Grund für den Namen des Berges. Rossert heißt nämlich Steingeröll auf Althochdeutsch. Neben dem Namen ist hier auch eine mittelalterliche Sage entsprungen: Hier soll es ein Teufelsschloss gegeben haben.

      Gipfel des Rossert

      Klee

      Nun ist es nicht mehr weit bis Schloßborn – ein altes Dorf, das trotz seiner Unscheinbarkeit von historischer Bedeutung ist. Bereits um 1000 besaß Schloßborn eine Pfarrkirche. Bis heute kann man die Überreste der Ortsbefestigung mit Mauern und sogar einem erhaltenen Turm sehen. Ein kleiner Umweg ab vom Weg kann durchaus interessant sein. Von Schloßborn ist es nicht mehr weit, bis Glashütten und damit das Etappenziel erreicht ist.

      Übernachtungsmöglichkeit: Panorma Hotel*

       

      Etappe 3

      Um Glashütten verändern sich die Wegweiser, die Bänke und die Infotafeln. Alles ist nun aus Glas gemacht. Dies ist nämlich der Waldglasweg, der das Handwerk der Glasmacherei näherbringen soll. Glashütten war nämlich ein Glasdorf, wie schon der Name vermuten lässt. Im Emsbachtal kannst du sogar die Ruinen der Glasöfen sehen.

      Glasbank auf dem Schinderhannes Steig

      Am Limes

      Nun gelangst du an die Grenze des Limes. Dieser Teil des Taunus lag nämlich vor 2000 Jahren in einer Provinz des Römischen Reiches. Die Grenze, ist der 550 Kilometer lange Limes, bzw. um genau zu sein der Obergermanische-Raetische Limes. Seine Reste gehören seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Um den Limes im Taunus besser zu erkunden, wurde der sogenannte Limeserlebnispfad eingerichtet. Der etwa 80 Kilometer lange Wanderweg überschneidet sich auf dieser Etappe für eine Weile mit dem Schinderhannes Steig. Sobald du den Erdwall, den Graben und die Turmstellen hinter dir lässt, ist auch der Limes überschritten.

      Seelenberg

      Dann erreichst du die Kittelhütte, die 1993 erbaut wurde und häufig als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren dient. Die Hütte liegt genau auf dem Scheitelpunkt zwischen Glashütten und Schmitten. Weiter geht es Richtung Seelenberg. Du schneidest das Dorf nur, kannst aber hier auch einen guten Cut machen. Wenn du hier übernachten möchtest, gibt es nur eine Unterkunft in Seelenberg: den Akazienhof. Das ist ein Reiterhof am Ortsrand. Ich bin mir nicht sicher, ob sie das ganze Jahr durch Zimmer vermieten, wesewegen ich das hier als Option angeben möchte:

      Übernachtungsmöglichkeit: Akazienhof*

      Solltest du dich am Ende dieser Etappe abholen lassen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu deinem Auto zurückfahren, solltest ebenfalls in Seelenberg zum Ende kommen.

      Der Schinderhannes Steig führt ansonsten weiter Richtung Schmitten, dann jedoch an dem Ort vorbei. Wenn du also dort übernachten möchtest, solltest du an der Schutzhütte Weißer Stein rechts abbiegen. Alternativ kannst du natürlich die Zähne zusammenbeißen und die restlichen sechs Kilometer auch noch wandern.

      Übernachtungsmöglichkeit: Hotel Haus Freund*

       

      Etappe 4

      Wenn du in Schmitten übernachtet hast, läufst du zurück zur Schützhütte Weißer Stein und von da weiter auf dem Schinderhannes Steig. Am besten lässt du dich von einer App wie komoot oder Outdoor Active leiten. Nun ist es nicht mehr weit bis zum 663 Meter hohen Pferdskopf. Hier gibt es einen Aussichtsturm mit herrlichem Ausblick.

      Durch Treisberg geht es nun ins Tal, wo die Kirchenruine Landstein wartet, das Etappenziel und Ende des Schinderhannes Steigs.

       

      Die Orte am Schinderhannes Steig

      Der Taunus lebt von seinen kleinen, charmanten Ortschaften mit einem guten Mix aus Fachwerkhäusern und Geschichte. Deswegen kommen hier noch ein paar Hintergründe zu den Orten, an denen du bei deiner Wanderung vorbeikommst.

       

      Kelkheim

      Kelkheim ist nach Hofheim die zweitgrößte Stadt im Main-Taunus-Kreis. Allerdings hat es die Stadtrecht erst sehr spät verliehen bekommen: 1938 war es soweit, nachdem die Gemeinden Hornau und Münster an Kelkheim angegliedert wurden. Fischbach, Ruppertshain und Eppenhain kamen erst in den 80er-Jahren hinzu.

      Dennoch blicken die heutigen Stadtteile auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahre 780 wurden bereits Fischbach und Münster (damals als Liderbach) urkundlich erwähnt. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Franziskanerkloster, das auf dem Klosterberg über ihr thront. Wenn du über Kelkheims Romeo und Julia hören möchtest, schau mal hier vorbei: Der Staufen.

      Kelkheim vom Staufen aus

       

      Eppstein

      Die Burg Eppstein wurde bereits 1122 das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Herren von Eppstein, die auch die Burg besaßen, gründeten den Ort (Ersterwähnung 1299), der nur knapp 20 Jahre später Stadtrechte erhielt. Heute ist Eppstein mit der Burg, der Altstadt und dem Kaisertempel ein beliebtes Ziel für Tagestouristen. Es ist also auch so mal ein schönes Ausflugsziel, das sich für Fotos ganz besonders lohnt. Wenn du Richtung Vockenhause läufst, hast du einen tollen Blick auf die Burg, der sich vor allem zum Sonnenaufgang hervorragend einfangen lässt. Vom Kaisertempel kannst du zum Sonnenuntergang stimmungsvolle Fotos machen.

      Barbara mit Osprey in Eppstein

      Schlossborn

      Schloßborn ist die erste nachweisbare Siedlung in der Idsteiner Senke. Während der Zeit der Römer befand sich diese Gegend kurz hinter dem Limes auf römischem Gebiet. Später war es von den Alemannen und Franken besiedelt. Die sogenannte Bardo-Urkunde aus dem Jahr 1043 ist das erste Dokument, in dem Schloßborn erwähnt wird. Zu dieser Zeit war Schloßborn die bedeutendste Siedlung des westlichen Taunus und hatte bereits eine Pfarrkirche.

       

      Glashütten

      In der Antike war die Gegend um Glashütten der Grenzbereich zwischen der römischen Provinz Germania superior und dem freien Germanien. Wo heute Glashütten liegt, verlief damals der Limes. Im frühen Mittelalter war das Gebiet von Alemannen und später von Franken beherrscht. Damals war es im Besitz der Herren von Eppstein.

      Zwischen der damaligen Siedlung und dem Feldberg gab es, wie Funde belegen, mehrere Waldglashütten. Auf diese geht der Name des Ortes zurück. In der Emsschlucht kannst du die Überreste einer solchen Glashütte betrachten.

       

      Schmitten

      Schmitten wird im Jahre 1399 unter dem Namen Waldschmidt das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name stammt von einer Nagel-Schmiede im Wald, die der Burg Hattstein zugeordnet wird. 

      Schmittens touristischer Hintergrund begann allerdings viel später: nämlich erst im 19. Jahrhundert. Der Taunusklub legte Wanderwege fest und baute Schutzhütten. So wurde das Feldberggebiet als Reiseziel bekannt. Im Jahr 1860 eröffnete das erste Gasthaus auf dem Feldberg.

      1883 wurde der Kurverein in Schmitten gegründet, der den Ort als Reiseziel attraktiver machen sollte. Seine Maßnahmen waren erfolgreich. Denn die Zahl der Kurgäste stieg stark an. Der berühmteste Besucher war Kaiser Wilhelm II.

      Der Kurverein löste sich zwar auf, aber auch heute noch ist Schmitten staatlich anerkannter Luftkurort. Um diesen Titel weiter tragen zu dürfen, werden regelmäßig Klimagutachten erstellt und die touristische Infrastruktur überprüft. Die Bedeutung des Tourismus ist heutezutage allerdings stark zurückgegangen. Auch wenn Tagestouristen weiterhin den Weg nach Schmitten finden, kommen mittlerweile nicht mehr so viele Urlauber.

      Felsenkirche Schmitten

       

      Weilrod

      Der Schinderhannes Steig endet in der Nähe von Altweilnau in der Gemeinde Weilrod. Der erste Ort der Gemeinde, der urkundlich erwähnt wurde, ist Mauloff im Jahre 1156.

      Weilrod hat die ein andere Sehenswürdigkeit zu bieten. So zum Beispiel den beeindruckenden Rundturm der Burgruine Altweilnau, der aus der Zeit um 1200 stammt. Wenn du nach der Wanderung noch etwas weiter fähren willst, nämlich nach Neuweilnau, kannst du die Burg Neuweilnau aus dem Jahr 1302 besuchen. Bei Rod an der Weil findest du eine alte Ringwallanlage aus keltischer Vorzeit.

      Literatur zum Taunus

      Ich merke gerade, dass ich viel zu wenig über meine eigene Heimat gelesen habe. Aber es gibt dennoch Literatur, die ich dir empfehlen kann:

      • Wenn du in einen etwas anderen Reiseführer eintauchen willst, der dich vor allem auf Outdoor-Abenteuer schickt, empfehle ich dir den Guide 52 kleine & große Eskapaden in der Region Rhein-Main*. Da ist auch einiges über den Taunus drin und die ein oder andere Tour, die du auf Barbaralicious findest, ist von diesem Buch inspiriert.
      • Du willst nicht unbedingt viel lesen, dafür lieber schöne Fotos anschauen? Wie wäre es dann mit einem Bildband? In Deutschlands Naturparke* darf der Taunus natürlich nicht fehlen! Außerdem hast du hier den Vorteil, dass du auch noch richtig schöne Fotos von anderen Naturparken in der Gegend anschauen kannst.
      • Tatort? Vordertaunus! Solltest du ein Krimifan sein, habe ich noch eine weitere Empfehlung für dich: Die Buchreihe der Taunus-Krimis von Nele Neuhaus! Ich selbst habe sie alle verschlungen und liebe die Bücher von Nele Neuhaus nicht nur weil sie in den Orten spielen, in denen ich aufgewachsen bin oder weil die Autorin dort lebt, wo ich zur Schule gegangen bin. Nein, die Romane sind wirklich spannend und Nele Neuhaus schafft es den Charakteren Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff Leben einzuhauchen, sodass du mit ihnen mitlebst. Das ist der Link zu Band eins aus der Reihe: Eine unbeliebte Frau*. Mittlerweile gibt es übrigens neun Fälle, also neun Bücher aus der Serie.

      Weitere Ausflugsziele in der Nähe

      Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir neben dem Taunus den Odenwald, den Spessart oder den Pfälzerwald. Zu diesen Regionen habe ich schon einiges geschrieben, aber es werden noch weitere Blogposts folgen.

      Eine gemischte Liste aus Ausflugsorten, Fotospots und Zielen für kleine Städtetrips habe ich dir hier zusammengestellt:

      • Der Feldberg: Der Große Feldberg ist mit 881 Metern der höchste Berg im Taunus. Als ich klein war, haben mich meine Eltern und Großeltern zum Schlittenfahren oder zum Drachen steigen lassen dorthin gebracht. Und nicht selten bin ich in Sternschnuppennächten dort hochgefahren. Er ist ein schönes Ausflugsziel für Groß und Klein, ein toller Fotospot und Ausgangspunkt für Wanderungen.
      • Der Mainzer Sand: Der Mainzer Sand hat mich ja ein bisschen geflasht… Ich habe mich gefühlt, als wäre ich in die afrikanische Savanne gebeamt worden. Eigentlich ist es aber ein Relikt aus der Eiszeit und eine von wenigen Binnendünen in Deutschland.
      • Das Kloster Lorsch: Das Kloster Lorsch ist nicht nur ein toller Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren. Es ist auch ein Ort voller Geschichte. Das heutige Weltkulturerbe der UNESCO wurde 764 gegründet und nur wenige Jahre später an Karl den Großen übertragen. So wurde es zum Reichskloster und genoss entsprechende Privilegien. Diese verlor es jedoch im 13. Jahrhundert und wurde in der Folge im Dreißigjährigen Krieg zerstört.
      • Lohr am Main: Das erste Mal wurde Lohr am Main 1295 urkundlich erwähnt und ist allgemein als Schneewittchenstadt bekannt. Dass das Mädchen, das wegen ihrer Schönheit getötet werden sollte, Lohrerin war, ist zwar nicht belegt, jedoch durchaus möglich. Die Gebrüder Grimm lebten unweit von Aschaffenburg, in Hanau, und auf ihrem Weg Richtung Bremen kamen sie auch im Spessart vorbei, sodass sie von der Stadt Lohr inspiriert worden sein könnten.
      • Das Felsenmeer: Das Felsenmeer ist nicht nur der wohl bekannteste Ort des Odenwalds, sondern auch ein tolles Ausflugsziel für Outdoorfans jeden Alters. Du kannst eintauchen in die Sagenwelt zur Entstehung des Felsenmeeres, in die Zeit der Römer, die sich hier ausgetobt haben, oder in die Erdgeschichte. Und nebenbei macht es auch noch einen Riesenspaß über die Felsen zu klettern.

      Meine Ausstattung

      Ich werde immer wieder gefragt, mit was für einer Ausstattung ich auf meinen Touren unterwegs bin. daher hier nun eine kleine Erläuterung zu diesem Thema.

      Rucksäcke

      Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke, aus denen ich jeweils für den Ausflug den passenden wählen kann. Gerne verwende ich auf Wanderungen zum Beispiel einen meiner Osprey-Rucksäcke – entweder den DaylitePlus oder den Sylva. Die sind klein genug, um mich nicht zu stören, aber groß genug, um das Wichtigste für die Tagestour greifbar zu haben. Mit den zwei seitlichen Taschen habe ich außerdem Wasser immer griffbereit. Dank der verschiedenen Bereiche kann ich mein Kamera-Equipment von den anderen Dingen wie einer Powerbank und Snacks trennen.

      Bei Foto-Touren habe ich aktuell auch oft meinen neuen Fotorucksack von K&F Concept* dabei, der mehr Schutz für mein Foto-Equipment bietet, aber trotzdem noch Platz für zum Beispiel Snacks und eine kleine Flasche Wasser bietet. Seitlich kann ich ein Stativ anbringen, was super praktisch ist. Alternativ habe ich auch noch den CADeN-Kamerarucksack*. Der ist nochmal größer, aber auch wuchtiger und schwerer.

      Auf dem Schinderhannes Steig war ich aber ganz leicht unterwegs. Da ich ja quasi um die Ecke wohne, habe ich zu einem meiner kleinsten Rucksäcke gegriffen, den ich aber nicht weniger mag: Den Clässy Mini von Gaston Luga!

      Barbara mit Rucksack in Eppstein

       

      Kleidung und Schuhe

      Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Als Wanderschuhe habe ich zum Beispiel diese wasserdichten Schuhe, die mir auch viel Halt bieten: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Auch Jacken, Wanderleggins und zum Beispiel mein Stirnband* habe ich bei Decathlon gekauft.

       

      Kamera & Stativ

      Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

       

      Fazit zum Schinderhannes Steig

      Der Schinderhannes Steig war der erste Fernwanderweg (auch wenn es ein kurzer war), den ich im Taunus gelaufen bin. Dabei hat es mich an viele Orte gebracht, die ich sonst aus dem Alltag kenne bzw. an denen ich meine Kindheit verbracht habe. Das hat viele Erinnerung geweckt und die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis für mich gemacht. Aber auch, wenn du nicht wie ich deine Kindheit in dieser Gegend verbracht hast, bietet der Schinderhannes Steig einen schönen Einblick in unterschätzte Orte des Taunus und öffnet die Türen der Geschichte.

      Kanntest du den Schinderhannes Steig? Berichte mir davon in den Kommentaren?

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      Malerblick Sonnenstern

      TAUNUS

      SONNENAUFGANGSSPOTS IM TAUNUS

      Hildablick im Sonnenuntergang

      TAUNUS

      KÖNIGSTEIN IM TAUNUS

      Fotospots im Taunus – Dettweiler Tempel im Sonnenaufgang

      TAUNUS

      DER DETTWEILER TEMPEL

      Wandern in den Rheinauen – Erlebnis in Rheinhessen

      Wandern in den Rheinauen – Erlebnis in Rheinhessen

      Wandern in den Rheinauen – Erlebnis in Rheinhessen

      Wer einmal ins Auenland möchte, muss nicht zwangsläufig in die Welt von Herr der Ringe eintauchen. Du kannst auch einfach nach Ingelheim am Rhein fahren und dort die schönen Rheinauen in Rheinhessen genießen. Urlaub kann so einfach sein… Denn hier kannst du auf einer leichten Wanderung, die längenmäßig anpassbar ist, abschalten und genießen!

      Barbara mit Gaston Luga Rucksack

      Die Rheinauen

      Zwischen Mainz und Bingen gibt es zahlreiche Rheinauen. Das sind quasi kleine Inselchen im Rhein, weswegen dieser Abschnitt des Rheins auch allgemein Inselrhein genannt wird. Die Inseln bilden eine Kette von Naturschutzgebieten, zu denen nur die Petersaue nicht zählt, die ein Wasserschutzgebiet ist. Welche Rheinauen es gibt und was die jeweile Besonderheit ist, kann du hier nachlesen: Regionalgeschichte Rheinauen zwischen Mainz und Bingen.

      Die Rheinauen sind das Zuhause vieler Vogelarten, die hier zum Teil nur überwintern, zum Teil aber auch ganzjähriger in den Flussinseln leben. Feuchtwiesen und Sandbänke sind der ideale Rastplatz für Zugvögel. Auch Störche haben ihren Weg hierher gefunden. Ich selbst habe bei meiner Wanderung ein Storchenpaar mit ihrem Kleinen im Nest sehen dürfen.

      Die Rheinauen bieten ihren Besuchern vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

       

      Der Rheinauenerlebnispfad

      Der Rheinauenerlebnispfad ist ein familientauglicher Rundweg, bei dem du selbst entscheiden kannst, wie lange du wandern gehen möchtest.

      Das hier sind die Fakten zu der Wanderung in den Rheinauen, wie ich sie gelaufen bin: 

      Gesamtlänge

      9 Kilometer

      Dauer

      2,5 Stunden

      )

      Höhenmeter

      10 Meter

      Höchster Punkt

      90 Meter

      Den Track dazu kannst du hier herunterladen: GPX-Daten zur Wanderung in den Rheinauen bei komoot.

      Der Rheinauenerlebnispfad hält was der Name verspricht. Er ist nämlich wirklich ein Erlebnis. Nicht nur die Natur in diesem Biotop selbst, die hier vor Artenvielfalt nur so strotzt, sondern auch die Aufmachung machen die Wanderung zu etwas Besonderem. Es gibt nämlich 13 verschiedene Stationen, an denen über den Wanderpfad, den Artenschutz, den Inselrhein und über das Hochwasser informiert wird. Außerdem gibt es noch acht Erlebniselemente.

      Hochwasserstand Rheinauen

      Von mehrere Orten hast du einen wundervollen Panoramablick auf den Rhein und in den Rheingau hinein. So zum Beispiel von der Hafenmole, von verschiedenen Stellen, die den Blick durch die Bäume freigeben und von einem Aussichtsturm. Letzterer bietet im Sommer aber vor allem den Blick auf die Baumlandschaft. Wenn ihr Blättergewand nicht so dicht ist, kannst du aber sich auch von dort auf die andere Rheinseite blicken.

      An der Hafenmole gibt es zwei große Parkplätze, auf denen du dein Auto stehenlassen kannst. Von dort geht es am Rhein entlang. Wenn du den Weg so läufst wie ich, wanderst du etwa 4 Kilometer parallel zum Wasser auf einer Promenade, die einer Alle gleicht. Links der Fluss und rechts Wälder, Felder und Obstbaumplantagen. Das ist Rhein-Romantik pur!

      Rheinauen Blick auf den Rhein

      Rheinauen Landschaft

      Wildapfelbaumplantage

      Ich hatte sogar das Glück, ein Storchenpaar mit ihrem Jungen beobachten zu können. Wenn du zur richtigen Zeit unterwegs bist (etwa Mai bis Juli), solltest du also unbedingt ein Fernglas oder ein Teleobjektiv mitbringen. 

      Storchennest

      Man merkt bei der Wanderung, dass die Stillwasserbereiche wahre Tummelplätze für Vögel sind.

      Enten in den Rheinauen

      Graugänse in den Rheinauen

      Heute mag der einst dichte Auenwald nur noch in Überresten vorhanden sein. Aber dennoch setzen die Trauerweiden und Pappeln ganz eigene Akzente, machen diese Wanderung besonders stimmungsvoll und abwechslungsreich. 

      Weg durch die Rheinauen

      Im zweiten Teil der Wanderung läufst du nicht mehr am Rhein entlang, sondern etwas im Inland und nun auf dem „Festland“. Denn eigentlich verläuft der erste Teil des Weges auf einer Aue, der sogenannten Sandaue. Nur ist sie im Laufe der Zeit verlandet – also quasi eins mit dem Festland geworden und heute daher nicht mehr als Insel erkennbar.

      Hier verändert sich die Landschaft. Es sind nicht mehr so viele Vögel zu beobachten, dafür führt der Weg entlang von Mohnblumenfeldern und Weideflächen mit Kühen und Schafen.

      Weg auf dem Rheinauenerlebnispfad

      Mohnblumenfeld

      Kühe in den Rheinauen

      Kurz vor dem Ziel gelangst du noch an einen Outdoor-Parcour, wo du entweder ein bisschen Sport machen kannst oder aber einfach in einer Hängematte die Wanderung Revue passieren lassen kannst.

      Barbara in Hängematte

      Weitere Tipps

      Hier habe ich dir noch ein paar weitere hoffentlich hilfreiche Tipps zusammengefasst, die dir den Aufenthalt in Rheinhessen verschönern sollen.

      Allgemeines

      Die Rheinauen bieten nicht nur Vögeln eine wundervolle Heimat, sondern auch Insekten. Es wäre also ratsam, wenn du dich mit Mückenschutz bewaffnest! Den wirst du wahrscheinlich brauchen. 

      Außerdem gibt es nur sehr wenige schattige Abschnitte. Sonnencreme und eine Mütze sind also ebenfalls empfehlenswert.

      Leider gibt es auf der Strecke verhältnismäßig wenige Bänke, um im Sitzen einfach mal die Natur zu genießen. Wenn du also eine Picknickdecke hast, kannst du dir so ganz einfach eine Pause gönnen, wann immer es dir passt!

      Auch Einkehrmöglichkeiten gibt es entlang der Strecke nicht. Am Ende des Abschnitts, der am Rhein entlangführt, gibt es ein Anglerheim, das wohl an Wochenenden Getränke ausschenkt und Snacks anbietet.

      Schiff und Fähre

      Schiffsrundfahrten „Rund um die Mariannenaue“ kannst du von der Hafenmole aus machen, die sich direkt am Startpunkt befindet. Von dort kommst du auch mit der Fähre auf die andere Rheinseite für Ausflüge nach Östrich-Winkel, Eltville oder Rüdesheim.

      Wandern in Rheinhessen und im Rheingau

      Wenn du einen Wanderausflug planst und noch mehr erkunden möchtest als nur die Ingelheimer Rheinauen, kann ich dir noch ein paar Empfehlungen geben. Es gibt viele Wanderweg – lange wie kurze. Ein paar habe ich dir mal zusammengestellt:

      Barbara an der Abtei St Hildegard

      Rhein in Flammen

      Rhein in Flammen findet für gewöhnlich Anfang Juli statt. In dieser Nacht wird der Rhein von Feuerwerken erleuchtet. Am besten genießt man das Spektakel von einem Schiff (Karten sollten rechtzeitig reserviert werden!), kann aber zu einem Aussichtspunkt gehen, zum Beispiel dem Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim.

       

      Hotels in Rheinhessen und im Rheingau

      Wenn du nicht nur einen Tagesausflug zu den Ingelheimer Rheinauen machen möchtest, sondern länger in der schönen Gegend bleiben möchtest, bietet es sich an, dass du in folgenden Städten nach Unterkünften schaust:

      Jagdschloss Niederwald

      Weitere Ausflugsziele in der Nähe

      Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir den Odenwald, den Spessart oder den Taunus anzuschauen. Zu diesen Regionen werden noch weitere Blogposts folgen.

      Eine gemischte Liste aus Ausflugsorten, Fotospots und Zielen für kleine Städtetrips habe ich dir hier zusammengestellt:

      • Burg Rheinstein: Gegenüber von Assmannshausen liegt die Burg Rheinstein in der Gemeinde Trechtingshausen. Sie gilt als eine der schönsten Burgen im UNESCO Weltkulturerbe Mittelrheintal.
      • Geisenheim: In Geisenheim wartet das Schloss Johannesberg.
      • Eltville am Rhein: Eltville gilt als Wein-, Sekt- und Rosenstadt, hat gleich zwei Burgen am Rhein und eine wunderschöne Altstadt.
      • Kloster Eberbach: Das Kloster Eberbach ist eines der bedeutendsten Klöster Europas und eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Bauten. Es diente auch als Kulisse für diverse Filme wie zum Beispiel für der Name der Rose.
      • Wiesbaden: Die Landeshauptstadt von Hessen ist als Stadt der heißen Quellen und als Weltkurort bekannt. Hier erwarten dich historische Bauten, prachtvolle Grünanlagen und zahlreiche Museen.
      • Mainz: Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz sagt von sich selbst, dass es für Lebenslust am Rhein steht. Hier kannst du in 2.000 Jahre Kultur eintauchen, auf den Spuren des Buchdrucks wandeln oder einfach die Sehenswürdigkeiten genießen.
      • Loreley: Eigentlich ist die Loreley nur ein ca. 130 Meter hoher Schieferfelsen bei St. Georgshausen. Doch um ihn rankt der Mythos eines Mädchens, der ihn berühmt gemacht hat. Außerdem ist das Tal seit 2002 UNESCO Welterbestätte.
      • Koblenz: In Koblenz fließen Mosel und Rhein zusammen. Teile der Stadt gehören außerdem zum UNESCO-Welterbe. Seit 2002 bildet sie mit ihren Kulturdenkmälern das nördliche Tor zum Oberes Mittelrheintal. Koblenz gehört zu den Perlen am Rhein.

      Meine Ausstattung

      Ich werde immer wieder gefragt, mit was für einer Ausstattung ich auf meinen Touren unterwegs bin. daher hier nun eine kleine Erläuterung zu diesem Thema.

      Rucksäcke

      Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke, aus denen ich jeweils für den Ausflug den passenden wählen kann. Der Tag, an dem ich ich in den Rheinauen unterwegs war, war mit über 35 Grad sehr heiß. Daher habe ich zu einem meiner kleinsten Rucksäcke gegriffen, den ich aber nicht weniger mag: Den Clässy Mini von Gaston Luga!

      Barbara Gaston Luga Rucksack

       

      Kleidung und Schuhe

      Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Als Wanderschuhe habe ich zum Beispiel diese wasserdichten Schuhe, die mir auch viel Halt bieten: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Auch Jacken, Wanderleggins und zum Beispiel mein Stirnband* habe ich bei Decathlon gekauft.

       

      Kamera & Stativ

      Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

       

      Mein Fazit zu den Rheinauen

      Mir hat die Wanderung großen Spaß gemacht und ich war sehr überrascht, wie abwechslungsreich die Landschaft war. Ich kann eine Wanderung in den Rheinauen bei Ingelheim also jedem empfehlen, der nicht unbedingt auf einen Berg klettern muss, um Wander-Feeling zu bekommen.

      Warst du vielleicht auch schon einmal in den Rheinauen? Dann berichte mir davon in den Kommentaren!

      Deine Barbara

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      Rüdesheim

      DEUTSCHLAND

      RÜDESHEIM

      Mainzer Sand

      DEUTSCHLAND

      DER MAINZER SAND

      Kirchenfragment aus dem 11. Jahrhundert Kloster Lorsch

      DEUTSCHLAND

      UNESCO-ERBE KLOSTER LORSCH

      Rüdesheim Sehenswürdigkeiten – 12 Tipps für deinen Ausflug

      Rüdesheim Sehenswürdigkeiten – 12 Tipps für deinen Ausflug

      Rüdesheim Sehenswürdigkeiten – 12 Tipps für deinen Ausflug

      Die Winzerstadt Rüdesheim gilt als Tor zum oberen Mittelrheintal. Alte Weingüter, die Altstadt, Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster prägen das Stadtbild und laden dazu ein, hier auf Erkundungstour zu gehen. Einfach mal die Seele baumeln lassen und dabei den Blick über den Rhein schweifen lassen. So lässt es sich aushalten! Hier in Rüdesheim ganz normal…

      Rüdesheim Oberstraße

      Rüdesheim am Rhein

      Bereits in vorchristlicher Zeit war die Gegend um die Rüdesheim besiedelt. Denn die Kelten waren auch im Rheingau zuhause. Im Laufe des 1. Jahrhunderts fanden die Römer den Weg nach Bingen und siedelten somit auf der anderen Seite des Rheins.

      Nach den Römern kamen die Alemannen und die Franken in den Rheingau. Dies war die Zeit der Völkerwanderung. 

      Im 8. Jahrhundert erscheint die fränkische Edelfamilie von Rüdesheim die Bildfläche, die maßgeblich dazu beiträgt, dass die Stadt ihren Grundriss erhält. Urkundlich erwähnt, wird sie erst einige Jahrhunderte später. Nämlich 1074. Die Haupteinnahmequellen von Rüdesheim waren bereits zu diesem Zeitpunkt der Weinbau und die Schifffahrt.

      Die Kriegswirren des ausgehenden Mittelalters ziehen weitestgehend an Rüdesheim vorüber, aber der Dreißigjährige Krieg hinterlässt sehr wohl seine Spuren.

      Das 19. Jahrhundert ist ereignisreich: 1806 wird Rüdesheim nach dem Ende der Mainzer Herrschaft dem Herzogtum Nassau zugewiesen. 1818 erhält Rüdesheim Stadtrechte. 1825 legt das erste Dampfschiff in der Stadt an. 1867 wird Rüdesheim an Preußen angegliedert. Von 1877 bis 1883 wird das Niederwalddenkmal erbaut.

      So wurde Rüdesheim zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Anziehungspunkt der englischen und deutschen Romantiker. Heute ist die Stadt ein bekanntes Ausflugsziel für Weintourismus und ein wahrer Touristenmagnet in Deutschland.

       

      Rüdesheim Sehenswürdigkeiten

      Auch wenn Rüdesheim mit seinen 10.000 Einwohnern nicht gerade groß ist, so hat die Kleinstadt doch so einiges für Besucher zu bieten. Auch und gerade weil es sich um eine Winzerstadt handelt, hatte man auf den Tourismus ein besonderes Augenmerk gelegt. So bekommen Gäste sowie Touristen bei einem Tages- oder Wochenendausflug einiges geboten. Hier kommen daher meine 11 Rüdesheim-Tipps!

      Rüdesheim

      Mechanisches Musikkabinett

      Blick ins Rheintal

       

      Das Niederwalddenkmal

      Das Wahrzeichen der Region – die Germania thront hoch über Rüdesheim über dem Südhang auf dem gleichnamigen Berg. Das Niederwalddenkmal ist rund 38 Meter hoch. Von oben hast du einen herrlichen Blick auf das Rheintal. Die Germania mit der heiligen römischen Krone in der rechten Hand und dem kaiserlichen Schwert in der linken soll an die Einigung Deutschlands nach dem französisch-preußischen Krieg erinnern.

      Niederwalddenkmal

      Das Denkmal findest du auch in ganz vielen Reiseführern und Bildbänden als Highlight der Gegend. So zum Beispiel in Heimatreise*.
      Barbara Heimatreise

      Der Niederwaldtempel

      Der Niederwald hat zahlreiche Aussichtspunkte. Wer direkt mit der Seilbahn aus Rüdesheim kommt, wird zuerst am Niederwaldtempel vorbeikommen. Er sieht aus wie ein Pavillion mit dorischen Säulen, die um eine Rotunde gebaut sind. Bereits Johann Wolfgang von Goethe war begeistert von diesem Ort und seinem Ausblick. Seitdem er auch als Goethe-Tempel bezeichnet.

      Niederwaldtempel

       

      Die Seilbahn

      Von der Rüdesheimer Altstadt kannst du entweder in etwa 30 Minuten zum Niederwald hinaufwandern oder es dir bequem machen und die Seilbahn nehmen. Dabei handelt es sich um eine offene Kabinenseilbahn. Ob du durch die Weinberge von Rüdesheim schlenderst oder sie von oben bewunderst, ist ganz dir überlassen. Du kannst auch nur eine Strecke mit der Seilbahn fahren. Ganz wie dir beliebt.

      Den Rückweg kannst du entweder zu Fuß auf gleichem Weg antreten, die Seilbahn zurück nehmen oder aber den Niederwald durchqueren und in Assmanshausen wieder zum Rhein hinab gelangen. Dort gibt es einen Sessellift.

      Viele buchen einfach direkt die Romantiktour. Mit dem Ticket kannst du mit der Seilbahn zum Niederwald hochfahren, läufst etwa eine Stunde auf die andere Seite und kannst dann den Sessellift nach Assmannshausen nehmen. Unten angekommen, steigst du in ein Schiff, das dich zurück nach Rüdesheim bringt.

      Rüdesheim Seilbahn

      Rüdesheimer Seilbahn

      Die Drosselgasse

      Die Drosselgasse ist eine schmale Gasse mit Kopfsteinpflaster. Sie ist gesäumt von Fachwerkhäusern, Wein rankt sich bis zu den Vordächern hinauf und komplettiert die malerische Idylle. Hier kannst du Andenken besorgen, in Weinlokalen den Rüdesheimer Riesling kosten oder lokale Köstlichkeiten probieren. Kaffeefans sollten den mit Asbach flambierten Kaffee nicht verpassen.

      Außerdem ist sie eine von nur sechs Straßen, die von der Promenade am Rheinufer bis zur Oberstraße führen. Hier tummeln sich jedes Jahr rund drei Millionen Touristen.

      Drosselgasse

       

      Das Glockenspiel

      Rüdesheim hat eigentlich gleich zwei Glockenspiele. Jeden Tag kannst du sie zwischen 9.30 und 22.00 Uhr bewundern.

      Das erste befindet sich in der Drosselgasse am  Turm des Hotels Rüdesheimer Schloss. 14 Glocken spielen stündlich „Die Lorelei“. Unterhalb befinden sich verschiedene Holzfiguren, die symbolisch für die vier großen Weinjahrgänge des 20. Jahrhunderts stehen.

      Das zweite Glockenspiel befindet sich an der Fassade von Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett. Die Glocken sind aus aus Meissener Porzellanläuten und läuten sogar alle 30 Minuten.

       

      Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett

      Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett liegt um die Ecke von der Drosselgasse. Hier kannst du 350 selbstspielende Musikinstrumente aus drei Jahrhunderten bestaunen. Es war das erste Museum für mechanische Musikinstrumente in Deutschland.

      Am mechanischen Musikkabinett

       

      Das mittelalterliche Foltermuseum

      Ein weiteres Museum, das jedoch keines im klassischen Stil ist, ist das mittelalterliche Foltermuseum. Hier kannst du auf 1.000 Quadratmetern 144 Folterinstrumente betrachten und dich über verschiedene Rechtsthemen des Mittelalters informieren. Zentral sind zum Beispiel die Hexenverfolgung und die Inquisition. Anhand von Skizzen kannst du nachvollziehen, wie die Folterwerkzeuge verwendet wurden.

       

      Die Abtei St. Hildegard

      Ein Benediktinerin aus dem 11. Jahrhundert ist bis heute im Rheingau und in Rheinhessen in aller Munde. Die Rede ist von Hildegard von Bingen, die mit ihren Schriften vor allem zur Medizin und zu Naturheilverfahren den Weg hin zu einer holistischen Medizin ebnete. Vielleicht hast ja schon mal von Hildegardmedizin gehört?

      Oberhalb von Rüdesheim im Stadtteil Eibingen wurde 1904 eine Abtei gegründet, die nach der heiligen Hildegard benannt wurde – die Benediktinerabtei St. Hildegard. Von der Altstadt läufst du zwischen 30 und 40 Minuten durch den Weinberg hinauf zur Abtei. Von oben hast du einen tollen Blick in Rheintal.

      Abtei St Hildegard

       

      Die Brömserburg

      Vermutlich auf den Grundmauern eines eines römischen Kastells erbaut, stammt die Brömserburg aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Sie wurde nach ihren Besitzern im 13. Jahrhundert, den Brömsern, benannt. N ach dem Zweiten Weltkrieg kaufte die Stadt Rüdesheim die Burg, die zuvor regelmäßig den Besitzer gewechselt hatte.

      Die Burg ist bis auf den Ostflügel, der im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, recht gut erhalten. Bis 2017 befand sich in der Burg das Rheingauer Weinmuseum, das jedoch geschlossen wurde. Der Burggarten kann bis heute besichtigt werden.

       

      Asbach Besucherzentrum

      Du kennst bestimmt Asbach Uralt. Das ist der älteste deutsche Weinbrand und er hat seinen Ursprung in Rüdesheim. Daher kannst du hier auch die Brennerei Asbach besichtigen und nach der Führung auch Produkte wie den Klassiker Asbach Uralt, aber auch Pralinen erwerben. Wäre das nicht ein schönes Mitbringsel?

       

      Assmannshausen

      Einige Kilometer Flußaufwärts liegt Assmannshausen, das seit 1977 ein Stadtteil von Rüdesheim ist. Auch von hier kommst du zum Niederwald. Ein Sessellift bringt dich von unten hoch zum Jagdschloss Niederwald, das heute als Restaurant und Hotel fungiert und an ein Wildreservat grenzt.

      Wer nicht die Seilbahn nehmen will, kann auch hinauf wandern.

       

      Burg Ehrenfels

      Die Burg Ehrenfalls diente in vergangenen Tagen als Zollstation und Bollwerk. Heute wirkt sie, als wäre sie Teil der Landschaft. Die Burgruine gehört einfach dazu. Auf dem Weinbergspfad von Rüdesheim nach Assmannhausen kommst du unweigerlich an ihr vorbei. Leider wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und später von den Franzose zum Teil abgerissen. Abgesehen von den 30 Meter hohen Türmen stehen nur noch die Grundmauern.

      Weitere Tipps

      Hier habe ich dir noch ein paar weitere hoffentlich hilfreiche Tipps zusammengefasst, die dir den Aufenthalt in Rüdesheim verschönern sollen.

      Wandern in Rüdesheim

      Auch Wanderer werden in Rüdesheim ihren Spaß haben. Es gibt viele Wanderweg – lange wie kurze. Ein paar habe ich dir mal zusammengestellt:

      Barbara an der Abtei St Hildegard

      Rüdesheimer Kaffee

      Rüdesheimer Kaffe ist weltweit bekannt: Dabei wird der einheimische Asbach auf braunem Zucker geträufelt. Der angewärmte Weinbrand wird mit dem Zucker in eine große Tasse gegeben, das Ganze wird angezündet und unter Rühren mit heißem Kaffee gelöscht.

      Veranstaltungen in Rüdesheim

      Wenn du Rüdesheim auf ganz besondere Art erleben möchtest, dann plane deinen Besuch doch während einer der folgenden Veranstaltungen:

      • Rhein in Flammen: Rhein in Flammen findet für gewöhnlich Anfang Juli statt. In dieser Nacht wird der Rhein von Feuerwerken erleuchtet. Am besten genießt man das Spektakel von einem Schiff (Karten sollten rechtzeitig reserviert werden!), kann aber zu einem Aussichtspunkt, zum Beispiel dem Niederwalddenkmal gehen.
      • Rüdesheimer Weinfest: Das Rüdesheimer Weinfest findet in der 3. Augustwoche statt.
      • Rüdesheimer Märchenwinter: Der Rüdesheimer Märchenwinter findet im Januar statt.

       

      Hotels in Rüdesheim

      Wenn du nicht nur einen Tagesausflug nach Rüdesheim machen möchtest, sonst länger in der schönen Gegend bleiben möchtest, habe ich dir ein paar empfehlenswerte Hotels herausgesucht. Preislich sind sie aufsteigend sortiert. Einige sind in der Altstadt, andere etwas außerhalb mit Blick ins Rheintal. So sollte für jeden etwas dabei sein.

      Jagdschloss Niederwald

      Weitere Ausflugsziele in der Nähe

      Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir den Odenwald, den Spessart oder den Taunus anzuschauen. Zu diesen Regionen werden noch weitere Blogposts folgen.

      Eine gemischte Liste aus Ausflugsorten, Fotospots und Zielen für kleine Städtetrips habe ich dir hier zusammengestellt:

      • Burg Rheinstein: Gegenüber von Assmannshausen liegt die Burg Rheinstein in der Gemeinde Trechtingshausen. Sie gilt als eine der schönsten Burgen im UNESCO Weltkulturerbe Mittelrheintal.
      • Geisenheim: In Geisenheim wartet das Schloss Johannesberg.
      • Eltville am Rhein: Eltville gilt als Wein-, Sekt- und Rosenstadt, hat gleich zwei Burgen am Rhein und eine wunderschöne Altstadt.
      • Kloster Eberbach: Das Kloster Eberbach ist eines der bedeutendsten Klöster Europas und eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Bauten. Es diente auch als Kulisse für diverse Filme wie zum Beispiel für der Name der Rose.
      • Wiesbaden: Die Landeshauptstadt von Hessen ist als Stadt der heißen Quellen und als Weltkurort bekannt. Hier erwarten dich historische Bauten, prachtvolle Grünanlagen und zahlreiche Museen.
      • Mainz: Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz sagt von sich selbst, dass es für Lebenslust am Rhein steht. Hier kannst du in 2.000 Jahre Kultur eintauchen, auf den Spuren des Buchdrucks wandeln oder einfach die Sehenswürdigkeiten genießen.
      • Loreley: Eigentlich ist die Loreley nur ein ca. 130 Meter hoher Schieferfelsen bei St. Georgshausen. Doch um ihn rankt der Mythos eines Mädchens, der ihn berühmt gemacht hat. Außerdem ist das Tal seit 2002 UNESCO Welterbestätte.
      • Koblenz: In Koblenz fließen Mosel und Rhein zusammen. Teile der Stadt gehören außerdem zum UNESCO-Welterbe. Seit 2002 bildet sie mit ihren Kulturdenkmälern das nördliche Tor zum Oberes Mittelrheintal. Koblenz gehört zu den Perlen am Rhein.

      Meine Ausstattung

      Ich werde immer wieder gefragt, mit was für einer Ausstattung ich auf meinen Touren unterwegs bin. daher hier nun eine kleine Erläuterung zu diesem Thema.

      Rucksäcke

      Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke, aus denen ich jeweils für den Ausflug den passenden wählen kann. Gerne verwende ich auf Wanderungen zum Beispiel einen meiner Osprey-Rucksäcke – entweder den DaylitePlus oder den Sylva. Die sind klein genug, um mich nicht zu stören, aber groß genug, um das Wichtigste für die Tagestour greifbar zu haben. Mit den zwei seitlichen Taschen habe ich außerdem Wasser immer griffbereit. Dank der verschiedenen Bereiche kann ich mein Kamera-Equipment von den anderen Dingen wie einer Powerbank und Snacks trennen.

      Bei Foto-Touren habe ich aktuell auch oft meinen neuen Fotorucksack von K&F Concept* dabei, der mehr Schutz für mein Foto-Equipment bietet, aber trotzdem noch Platz für zum Beispiel Snacks und eine kleine Flasche Wasser bietet. Seitlich kann ich ein Stativ anbringen, was super praktisch ist. Alternativ habe ich auch noch den CADeN-Kamerarucksack*. Der ist nochmal größer, aber auch wuchtiger und schwerer.

       

      Kleidung und Schuhe

      Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Als Wanderschuhe habe ich zum Beispiel diese wasserdichten Schuhe, die mir auch viel Halt bieten: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Auch Jacken, Wanderleggins und zum Beispiel mein Stirnband* habe ich bei Decathlon gekauft.

       

      Kamera & Stativ

      Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

       

      Mein Fazit zu Rüdesheim

      Rüdesheim war für mich bereits in der Jugend ein Begriff. Ein oder zweimal war ich mit meinen Eltern dort und bin durch die Weinberge spaziert oder haben auch mal eine Rundfahrt auf dem Rhein mitgemacht. Ich erinnere mich gut, wie ich die Burgen am Ufer bestaunt habe. Rüdesheim hat nichts von dem eingebüßt, was ich damals als imposant empfunden habe. Auch heute noch fasziniert mich das Anblick des Rheintals, der Burgen und Schlösser, der malerischen Altstadt. Ich bin immer wieder gerne dort!

      Barbara am Rossel

      Warst du vielleicht auch schon einmal in Rüdesheim? Dann berichte mir davon in den Kommentaren!

      Deine Barbara

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      Blick auf den Rhein

      DEUTSCHLAND

      WANDERN IN DEN RHEINAUEN

      Mainzer Sand

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      DER MAINZER SAND

      Bingen Burg Ehrenfels

      DEUTSCHLAND

      BINGEN

      Mostar – Eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten auf dem Balkan

      Mostar – Eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten auf dem Balkan

      Mostar – Eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten auf dem Balkan

      Mostar ist eine der schönsten Städte in Bosnien und Herzegowina und eines der absoluten Highlights auf dem Balkan. Die Stadt ist reich an Kultur, Geschichte und schönen Gebäuden. Egal ob für ein paar Tage oder einen Tagesausflug aus dem nahegelegenen Kroatien… Mostar ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich selbst habe auf einer Motorradtour durch Kroatien einen Tag und eine Nacht in Mostar verbracht. Und es war genauso schön, wie ich es mir von den Fotos her vorgestellt hatte.

      In Mostar

      Blick auf die volle Stari Most Mostar

      Hier sind ein paar Infos, damit auch deine Reise nach Mostar perfekt wird!

      Mostar

      Es ist absolut machbar, Mostar an nur einem Tag zu erkunden. Auch wenn die Stadt eigentlich mehr Zeit verdient… Das ist dennoch der Grund, warum es ein so beliebtes Tagesausflugsziel von Orten wie Dubrovnik, Split und Sarajevo ist. Du kannst eine der vielen, organisierten Bustouren buchen oder du kannst mit dem eigenen Fahrzeug bzw. mit einem Mietwagen fahren. Das gibt dir deutlich mehr Freiheit.

      Wenn du selbst anreist, kannst du auf dem Weg nach Mostar auch an anderen Highlights der Gegend stoppen, wie beispielsweise dem Derwisch-Kloster in Blagaj oder dem historischen Dorf Počitelj.

      Mostar ist am Fluss Neretva gelegen und verzaubert mit der berühmten Brücke, den engen Gassen der Altstadt und seinen entzückenden Basaren, die dich gefühlt in eine andere Zeit versetzen. Es scheint fast, als sei das Wort idyllisch hier geprägt worden.

      Gasse in Mostar

      Altstadt Mostar

      Ufer der Neretva

      Doch der Schein trügt: Mostar hat eine traurige Vergangenheit. Die Stadt wurde im Bosnienkrieg stark mitgenommen. Viele Gebäude und der historische Kern wurden zerstört. Dazu zählt auch die Alte Brücke, die heute so symbolträchtig ist. Doch die Stadt wurde wieder aufgebaut und ist heute eine belebte Destination. Ruinen und Einschusslöcher in Gebäuden sind die Narben der Vergangenheit, die noch davon zeugen, dass es hier mal ganz anders ausgesehen hat.

      Ruine in Mostar

      Ruine Mostar

       

      Stari Most

      Die Hauptattraktion und Namensgeber der Stadt ist das UNESCO Welterbe Stari Most – die Alte Brücke, die um 1560 erbaut wurde. Sie ist fast 30 Meter lang und 19 Meter hoch. Mitten im Herzen des alten Stadtzentrums gelegen, überspannt sie den klaren Fluss Neretva und verbindet den muslimisch geprägten Ostteil der Stadt mit dem katholisch geprägten Westen. Sie ist so nicht nur symbolisch die Brücke zwischen Ost und West.

      Sie ist eines der Wahrzeichen nicht nur für Bosnien und Herzegowina, sondern für die gesamte Balkanregion. Allein ihr Anblick und der Gang über diese weltberühmte Brücke machen einen Tag in Mostar lohnenswert.

      Unweit der Brücke befindet sich auch das Besucherzentrum. Dort kannst du mehr Informationen zur Stadt erhalten oder auch einfach nur einen Stadtplan bekommen. So kannst du dich im verwinkelten Labyrinth der Altstadt von Mostar zurechtzufinden.

      1993 wurde sie im Bosnienkrieg zerstört. Übergangsweise gab es eine Hängebrücke, die die Bürger von einer auf die andere Seite brachte. 2004 wurde sie wieder vollständig aufgebaut. Wegen ihrer architektonischen Einmaligkeit und vor allem wegen ihrer Symbolhaftigkeit wurde sie ein Jahr später in die Liste der UNESCO Welterbestätten aufgenommen.

      Stari Most

      Blick auf Stari Most

      Tor Stari Most Mostar

      Auf der Stari Most Mostar

      Altstadt und Stari Most Mostar

       

      Basare

      Die Stari Most ist aber nicht das einzige, das du dir in Mostar anschauen kannst. Mostar ist ideal, um bummeln zu gehen. Kleine Lädchen, Boutiquen und Basare säumen die Altstadt, viele davon in der Kujundžiluk, der Kupferschmiedstraße. Diese Straße findest du ganz leicht: im Grunde ist sie nämlich eine Verlängerung des Kopfsteinpflasters auf der anderen Seite der Stari Most am Ostufer.

      Wie der Name schon sagt, ist diese belebte Straße mit Geschäften gefüllt, die alle Arten von Kupferobjekten verkaufen, von Armbändern und anderem Schmuck bis hin zu Küchenwerkzeugen und Dekorationen. Ein Basar ist aber kein Basar, wenn es nicht auch orientalische Teppiche und andere Dinge zu kaufen gäbe. Spaziere einfach ein bisschen durch die Kopfsteinpflasterstraße und schau dich um! Hier kannst du so Stunden verbringen…

      Basar in Mostar

      Das ist auch der perfekte Ort, um ein Andenken an deine Reise nach Mostar oder Mitbringsel für Familie und Freunde zu kaufen.

       

      Moscheen

      Mostar war schon immer eine Stadt, in der verschiedene Ethnien und Religionen mit einander lebten. Daher gibt es hier Kirchen, Synagogen und Moscheen. Vor allem Minarette prägen das Stadtbild von Mostar. Gleich hinter dem Ende der Kupferschmiedstraße geht’s zum Beispiel zur Koski Mehmet-Pasha-Moschee. Diese beeindruckende Moschee ist für die Öffentlichkeit zugänglich und eines der Highlights der Stadt. Hier kannst du eines der Minarette besteigen und so einen spektakulären Blick auf die Altstadt genießen.

      Blick über Neretva und Moschee Mostar

      Weitere Tipps für deine Reise nach Mostar

      Kurz vor dem Ende dieses Artikels würde ich dir gerne noch ein paar Tipps aus verschiedenen Kategorien mit auf den Weg geben.

       

      Wegen Corona

      Da sich die Regeln für (Flug-) Reisen ständig ändern, möchte ich dir an Herz legen, dich unbedingt selbst über die aktuell geltenden Regeln zu erkundigen. Das kannst du zum Beispiel hier tun: Einreisebestimmungen für Deutsche in Bosnien und Herzegowina.

      Der aktuelle Stand (Anfang Juni 2021) sieht vor, dass maximal 48 Stunden vor Abreise ein PCR-Test gemacht werden muss. Die Reise kann nur angetreten werden, wenn dieser negativ ist. Ich bin Mitte Juni in Europa unterwegs gewesen und da lief es folgendermaßen ab:

      • Einreise nur mit negativem PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) oder einer vollständig abgeschlossenen Impfung (mindestens zwei Wochen)
      • Ausreise ebenfalls mit negativem Test
      • Die Einreise in Deutschland am besten online anmelden, sonst musst du am Flughafen das Formular ausfüllen und das kann dauern: Einreiseanmeldung.
      • Nach der Rückkehr ein weiterer Test, der bis maximal 48 Stunden nach Einreise erfolgen muss
      • Am Flughafen achten sie eher nicht so stark darauf, was du für eine Maske trägst. Im Flieger muss es jedoch unbedingt eine FFP2-Maske sein, sonst darfst du nicht an Board.

      Vor Ort solltest du natürlich immer eine Maske dabei haben. Ob du sie tragen musst, hängt von der Lokalität ab. Halte dich aber bitte unbedingt an die allgemein gültigen Hygieneregeln und informiere dich, wie es zur Zeit deines Aufenthalts in Mostar gehandhabt wird.

      Auf jeden Fall macht es Sinn, Desinfektionstücher* und/oder Desinfektionsgel* dabei zu haben. Ich habe mich damit auch vor meiner letzten Reise nochmal eingedeckt. Das Gel, das ich hier verlinkt habe, kommt in praktischen Silikonhaltern, die man sich an den Rucksack, die Handtasche oder an eine Gürtelschleife machen kann. So hast du es immer griffbereit.

       

      Für Foodies

      Wenn du dich nach dem Stadtrundgang deinem leiblichen Wohl widmen möchtest, brauchst du zum Glück gar nicht weit laufen. Denn am Ende der Kupferschmiedstraße findest du ganz viele Bars und Restaurants. So kannst du den Tag in Mostar mit typisch bosnisch-herzegowinischem Essen ausklingen zu lassen.

      Traditionelles bosnische Küche ist typisch für den Balkan und ist der türkischen und mediterranen Küche sehr ähnlich. Es ist ein Erbe, das auf 400 Jahren osmanischer Herrschaft fußt. Es gibt viel Fleisch, normalerweise Lamm oder Rind, um die Halal-Anforderungen zu erfüllen, langsam gegart in ihrem Saft mit Gewürzen. Gemüse wird vor allem als Beilage gegessen.

      Typische Gerichte sind:

      • ćevapi
      • burek
      • grah
      • sarma
      • pilav
      • gulaš (goulash)
      • ajvar

      Das hier sind ein paar Restaurants, die ich empfohlen bekommen habe:

      • Restoran Kaldrma
      • Lagero
      • Hindin Han
      • Šadrvan
      • Konoba Taurus
      • Harmonija
      • Food House Mostar

       

      Für Coffee Lovers

      Bosnischer Kaffee ist nicht nur ein Getränk. Seine Zubereitung und das Trinken selbst gelten schon fast als Ritual. Er wird langsam und unter Freunden getrunken. Genuss steht im Vordergrund. Wenn du in Mostar bis, solltest du dir also eine Tasse frischen, bosnischen Kaffees nicht entgehen lassen.

      • Café Roth
      • Café Marshall
      • Café De Alma
      • Café Vinyl

       

      Für Roadtrippers

      Wir sind damals ja mit dem eigenen Fahrzeug angereist. Wenn du das auch tun möchtest, gibt es ein paar Dinge zu bedenken:

      Du solltest dich unbedingt um eine Grüne Versicherungskarte kümmern, die auch Greencard genannt wird. Wer die Karte nicht hat, muss an der Grenze eine Zusatzversicherung abschließen.

      Falls du lieber vor Ort ein Auto mieten möchtest, kannst du ja mal bei Billiger Mietwagen Preise vergleichen. Viele starten einen Balkan Roadtrip in Kroatien, deswegen habe ich dir drei Möglichkeiten des Preisvergleichs aufgelistet. Vor allem in der Hauptsaison bietet es sich an, den Mietwagen noch aus Deutschland zu buchen. Sonst kann es sein, dass du am Ende doof dastehst.

       

      Für die Unterkunft

      Ich war für eine Nacht in Mostar in einem Airbnb untergekommen. Das war wirklich sehr schön und hatte einen genialen Blick auf die Stari Most: Goa Mostar auf Airbnb.

      Stari Most Mostar bei Nacht

      Stari Most Mostar bei Sonnenaufgang

      Falls du lieber in ein Hotel möchtest, ist das eine super Wahl: Hotel Kapetanovina*. Es liegt ganz nah an der Brücke und von einigen Zimmern hast du sogar einen Blick darauf. Wenn du einfach mal allgemein durch die Hotels ins Mostar stöbern möchtest, schau doch mal hier vorbei: Hotels in Mostar auf Booking*.

      Mein Reise-Equipment

      Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

       

      Rucksäcke und Koffer

      Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Oft habe ich den Osprey Sojourn 60* dabei, meinen größten Koffer, in den ich wirklich alles reinbekomme.

      Mein Hauptrucksack ist seit knapp zwei Jahren der Nordace Siena. Auch den hatte ich diesmal ausgewählt. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

      Der Trip nach Mostar war ja jedoch mit dem Motorrad, sodass ich keinen Koffer und auch keinen Rucksack mitnehmen konnte. Da haben wir einfach alle Klamotten in Stofftaschen gepackt und die auf die Seitentaschen und die Gepäckrolle verteilt. Hat wunderbar funktioniert!

       

      Kamera

      Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

      Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

       

      Mein Fazit zu Mostar

      Kennst du das? Bei einigen Zielen hast du hohe Erwartungen und dann werden sie enttäuscht. Das kann ich zum Glück von Mostar so gar nicht behaupten. Ich habe mich riesig gefreut, endlich an der alten Brücke Fotos zu machen. Und es war genauso schön, wie ich es erhofft hatte. Das einzige, was mich enttäuscht hat, war das Wetter. Aber dafür kann die Stadt nichts…

      Blick auf Stari Most Mostar

      Ich würde wahnsinnig gerne eine zweite Chance bekommen und irgendwann nochmal nach Mostar reisen. Dann vielleicht mit mehr Zeit und mit der Möglichkeit, auch die Umgebung zu erkunden.

      Warst du schon einmal in Mostar? Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrungen in den Kommentaren mitteilst!

      Deine Barbara

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