Der Koasa Trail – Wandern in Tirol

Der Koasa Trail – Wandern in Tirol

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Auf Einladung des Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol bin ich im Juni nach Österreich gefahren, um dort den Koasa Trail zu wandern. Ich konnte es perfekt mit einem weiteren Motorradtrip verbinden, da ich zum zweiten Mal zu den Summer Sensual Days nach Rovinj wollte.

Koasa Trail – Ein Wanderweg in Tirol

Der Koasa Trail dreht sich rund um den Wilden Kaiser, einem Bergmassiv, das Teil des Kaisergebirges ist. Dieses besteht aus dem eben genannten Wilden Kaiser, dem Zahmen Kaiser und dem Niederkaiser. Es befindet sich in den östlichen Alpen und ist ein Magnet für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer. Den offiziellen Koasa Trail gibt es erst seit wenigen Jahren. Er verbindet verschiedene Wanderwege zu einer mehrtägigen Weitwanderung mit 80 Kilometer Strecke, sodass du ganz einfach die Highlights des Wilden Kaisers entdecken kannst. Jeden Tag erwartet dich ein besonderer Naturschauplatz, der dir die Region immer näher ans Herz wachsen lassen wird.

Wegweiser Koasa Trail

Und noch eine Info vorweg mit einem kleinen Outing: Als ich das erste Mal vom Koasa Trail gelesen habe, betonte meine innere Stimme elegant „Ko-Asa Trail“. Dabei blieb es einige Tage, bis ich Google für ein paar Infos bediente und feststellte, dass Koasa Österreichisch für Kaiser ist. Da kann ich nur sagen: Facepalm, Barbara!

 

Koasa Trail – Die Anreise

Salzburg (60 km), Innsbruck (90 km) und München (135 km) sind unweit der Kitzbüheler Alpen und geben dir Orientierungspunkte bzw. Anlaufstellen für deine Anreise. So kommst du schnell und unkompliziert nach Oberndorf, wo der Koasa Trail beginnt:
  • Mit dem Flugzeug: Ich empfehle innerhalb Europas eigentlich eine Anreise mit Bus, Bahn oder gegebenenfalls dem eigenen Auto. Der Vollständigkeit halber möchte ich aber auch erwähnen, dass die Kitzbüheler Alpen von drei Flughäfen gut erreichbar sind: der Flughafen Innsbruck (INN) ist 100 km entfernt, der Flughafen Salzburg (SZG) 60 km und der Flughafen München (MUC) 160 km.
  • Mit dem Bus bzw. Zug: Leider fährt kein Flixbus nach Sankt Johann in Tirol, dafür kannst du aber zum Beispiel nach Innsbruck, Salzburg, München oder Wien fahren und von dort mit der Bahn weiterfahren.St. Johann in Tirol hat eine Haltstelle für einen Schnellzug und Oberndorf eine für Regionalbahnen. Von Innsbruck kannst du mit ca. 80 Minuten Fahrtzeit rechnen, von Salzburg mit 30 Minuten, von München mit ca. 2,5 Stunden und von Wien mit ca. 5,5 Stunden.
  • Mit dem Auto bzw. Motorrad: Mit deinem eigenen fahrbaren Untersatz oder einem Mietwagen kommst du von München oder Innsbruck am besten über die Inntalautobahn A12 und dann über die Bundesstraße 178. Von Salzburg geht es über die A1 oder die A10 zur Bundesstraße 178.

 

Koasa Trail – Die Etappen

Wie bereits erwähnt, umfassen die fünf Etappen des Koasa Trails etwa 80 Kilometer, auf denen du mit atemberaubender Aussicht auf den Wilden Kaiser für deine Mühen belohnt wirst. Jeden Tag erwartet dich ein Highlight:

Etappe 1

Los geht es am Info Point in Sankt Johann. Von dort läufst du rechts die Straße runter, überquerst die Kitzbüheler Ache und verlässt kurz darauf die Stadt. Nach einiger Zeit beginnt ganz langsam der Aufstieg zum Bergkamm des Niederkaisers. Eine gute Stunde geht es bergauf – vorbei an der Einsiedelei mit der kleinen Kapelle Maria Blut, wo eine Nonne mir ein fröhliches „Grüß Gott“ zugerufen hat, und der Gmailkapelle – bis du auf den Bergkamm in 1226 Metern Höhe gelangst. Dort wirst du mit einem fantastischen Ausblick belohnt – zu deiner rechten kannst du den Wilden Kaiser bestaunen und zur linken den Blick ins Tal runter nach St Johann in Tirol genießen. Auf der anderen Seite geht es dann wieder runter. An der Bacheralm wartet eine erfrischende Schorle aus Kräutern, Pfefferminze oder Löwenzahn trinken. Selbstgemacht, versteht sich. Und zu mehr als fairen Preisen von 2,50 Euro für einen halben Liter. Von dort ist es nicht mehr weit in den kleinen Ort Gasteig. In etwa 1,5 Stunden läufst du von dort einmal um den Reitberg drum herum und dann noch einmal 1,5 Stunden entlang des Kaiserbachs in einer idyllischen Szenerie hinauf zur Griesner Alm.

Das Highlight des Tages: Der Niederkaiserkamm! Der Blick in beide Richtungen ist so schön, dass ich gar nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte…

Koasa Trail Wilder Kaiser

 

Etappe 2

Für die zweite Etappe kannst du zwischen zwei Varianten wählen. Die erste hat eine Länge von 10 Kilometern und führt dich auf den Hunds- und Stripsenkopf. Dann läufst du entlang des Bergkamms über die Gipfel Tristecken, Feldberg und Wasserlahnerkopf und über den Gamsgraben zurück ins Tal. Ich habe mich jedoch für die kürzere Variante 2 entschieden (während meines Aufenthalts lag noch recht viel Schnee auf der Route der Variante 1), bei der du zur Fischbachalm läufst und von dort hoch auf den Berg. Oben angekommen, läufst du an der Vorderen und Hinteren Ranggen Alm vorbei, die leider beide keine Bewirtung bieten. Dann beginnt bereits der Abstieg zurück zur Griesner Alm. In den luftigen Höhen der zwei Almen hast du einen perfekten Blick auf die gewaltigen Steilwände des Wilden Kaisers. Als ich dort war, lag noch so viel Schnee, dass die Berge in der Sonne glitzerten und funkelten wie Diamenten.

Das Highlight des Tages: Das Kaiserbachtal! Für mich war aber auch der Anblick der Berge, die auf dieser Etappe greifbar nah waren, ein Highlight, das mich den ganzen Weg begleitet hat.

Kuh am Koasa Trail vorm Wilden Kaiser Etappe 2 

Etappe 3

Die dritte Etappe war bei mir etwas kürzer, da ich spontan die Unterkunft gewechselt habe. So schön die Griesner Alm ist, kann ich trotzdem nicht zwei Tage auf Internet verzichten. Wenn du diese Unterkunft wählst, steckst du zwei volle Tage in einem Funkloch und auch während der Wanderung der zweiten Etappe hast du bestenfalls E-Netz. Daher bin ich in ein Hotel in Gasteig umgezogen, womit sich die Etappe 3 um etwa 5 Kilometer verkürzte. Von Gasteig ging es dann über das kleine Dorf Hinterberg zur Teufelsgasse – eine wunderschöne Schlucht, die der Teufel selbst erschaffen haben soll, damit sich die Sündigen in ihr verirren. Sie war erst kurz vor meiner Anreise geöffnet worden, weil sie zuvor wegen der Schneemassen nicht begehbar gewesen war. Kurz nach der Teufelsgasse öffnet sich ein fantastischer Blick auf das Tal. Nach nur wenigen Kurven gelangst du zur Prostalm: eine willkommene Erfrischung und Stärkung warten hier neben einem erneut perfekten Blick auf den Wilden Kaiser. Ich habe eine gute Stunde Pause gemacht, bevor ich noch die letzten Meter auf den Prostkögel aufgestiegen bin – den höchsten Punkt dieser Etappe. Von da ging es dann nur noch abwärts bis nach Erpfendorf. Leider habe ich die Abzweigung verpasst, weil das entsprechende Schild wohl umgefallen war und bin noch einen Umweg von gut einem Kilometer über das Nachbardorf Weng gelaufen. Ich gebe zu, dass der Abstieg mit dem Umweg eine körperliche Herausforderung war und mir die Temperaturen um die 30 Grad zusetzten. Ich war mehr als froh, als ich endlich im Hotel war und den Tag im Whirlpool ausklingen konnte.

Das Highlight des Tages: Die Teufelsgasse! Der Weg ist abwechslungsreich und birgt eine völlig neue Landschaft.

Teufelsgasse Koasa Trail

 

Etappe 4

Für die vierte Etappe brauchst du Ausdauer und ich rate dir, sehr früh zu starten. Ich bin um 9 Uhr losgegangen und das stellte sich schon als ganz schön spät heraus. Die ersten Kilometer lassen die Etappe zwar harmlos erscheinen, da es erst ohne starken Anstieg durch Erpfendorf und den Nachbarort geht und dann durch die kühle Griesbachklamm. Am Ende der Klamm geht es jedoch plötzlich nach rechts ab und steil aufwärts durch den Wald. Oben angekommen, ist es nicht mehr weit bis zur Angerlalm, die nicht nur die nötige Erfrischung bringt, sondern zumindest mir auch ein fettes Grinsen auf die Lippen gezaubert hat: Mehrere Ziegen und ein Schwein laufen hier frei herum und beglücken Klein und Groß gleichermaßen. Nach etwa 45 Minuten habe ich mir dann wieder den Rucksack aufgeschnallt und den Aufstieg fortgesetzt. Es dauerte etwa 15 Minuten, bis ich an ein Tor gelangte, das ich öffnete. Als ich mich herumdrehte, sah ich einen Wanderer nur wenige Meter hinter mir, dem ich daraufhin das Tor aufhielt. Er bedankte sich und fing sofort an, mir Fragen zu stellen: „Wo willst du hin?“, „Wo kommst du her?“, „Machst du Urlaub?“. Schnell stellte er fest, dass wir gut drei Kilometer lang denselben Weg hätten, bevor er nach links und ich nach rechts abbiegen müsse. Er kannte sich unheimlich gut aus und auch wenn mir sein Schritttempo eigentlich zu schnell war, freute ich mich über die Gesellschaft und seine Informationen zum Wanderweg und der Umgebung. Dennoch war ich auch froh, als sich unsere Wege wieder trennten. Denn ich war ganz schön außer Atem durch den schnellen Gang bergauf. Beim Blick in meine App bekam ich einen ganz schönen Schreck: Es waren noch 10 Kilometer bis zu meinem Ziel! Erschöpft durch die vorherigen 9 Kilometer und die brütenden 33 Grad, vor denen ich mich auf dem Bergkamm und, als es querfeldein durch die Wiesen ging, kaum schützen konnte, ging ich meines Weges. Ich machte noch bestimmt drei Pausen, weil ich immer müder und müder wurde. Gegend 17 Uhr kam ich endlich auf eine Straße. Irgendwann traf ich auf eine Kuhherde, die friedlich am Rand graste. Dann bog ich um die nächste Kurve. Eine rabenschwarze Kuh stand mitten auf der Straße und starrte mir direkt in die Augen. Plötzlich scharrte sie mit den Hufen – wie ein angriffsbereiter Stier. Ich konnte mir zwar eigentlich nicht vorstellen, dass die Kuh wirklich angreifen würde, aber sicher ist ja bekanntlich sicher. Also flüchte ich kurzerhand unter dem Zaun durch ins hoch bewachsene Feld auf der anderen Straßenseite. Die Kuh beäugte mich weiterhin, während ich mich langsam einen Schritt nach dem anderen durch das hohe Gras kämpfte. Ich war froh, die Herde hinter mir zu lassen und kam endlich in die Nähe von St. Johann. Kurz nach 18 Uhr erreichte ich völlig fertig das Hotel. Es war meine bisher längste und schwerste Wanderung.

Das Highlight des Tages: Die Griesbachklamm! Kühl, schön und photogen zeigt sich dieser Teil des Koasa Trails, der mir mit der Teufelsgasse am besten von allem gefallen hat.

Griesbachklamm Koasa Trail

 

Etappe 5

In Absprache mit meiner Ansprechpartnerin von Tourismusverband Tirol hatte ich beschlossen, den letzten Tag ganz langsam angehen zu lassen: Anstelle des Aufstiegs fuhr ich mit der Gondel bis zum Kitzbüheler Horn. Das Highlight des Tages ist auf Etappe 5 ein Wasserfall, an dem du beim Aufstieg vorbeikommst. Leider war dieser aber gesperrt, sodass wir das Gebiet sowieso hätten umgehen müssen. Daher war die Gondelfahrt eine ausgezeihnete Alternative. Von der Gondelstation bis zum Horn kannst du normalerweise wandern. Allerdings war dieser Wanderweg noch gesperrt. Der harte und lange Winter hat einigen Etappen des Koasa Trails ganz schön zugesetzt. Diese Tagestour bestand daher für mich ausschließlich aus dem Abstieg bis nach Oberndorf. Schön waren auch die Pausen an den zwei Almen: die Stanglalm und die Müllneralm.

Das Highlight des Tages: Eigentlich sollte es der zuvor erwähnte Wasserfall sein, aber da ich ihn ja nicht anschauen konnte, war mein persönliches Highlight die Gondelfahrt.

Gondel Koasa Trail

 

Koasa Trail – Die Hotels

Hotel Penzinghof

Das Hotel, in dem meine Wandertour in Tirol begonnen und geendet hat, vereint Alpenliebe und Luxus. Holz bestimmt die öffentlichen Räume. Bring auf jeden Fall den Badeanzug mit! Den Infinity Pool mit Blick auf den Wilden Kaiser solltest du dir nicht entgehen lassen. Und wenn du es lieber trocken magst, gibt es sogar einen Ruheraum mit bequemen Betten, von denen du den Panoramablick genießen kannst.

Hotel Penzinghof Koasa Trail

 

Griesner Alm

Die Griesner Alm ist ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Hier gibt es weder WLAN noch mobiles Internet, dafür viel gute Luft und gutes Essen. Die Alm ist ideal, wenn du mal ein paar Tage abschalten willst – im wahrsten Sinne des Wortes. Dir sollte auch klar sein, dass bei einer Buchung des Trails als Paket diese Alm fpr zwei Nächte vorgesehen ist.

Griesner Alm Koasa Trail

 

Hotel Kramerhof

Das Hotel Kramerhof ist zwar rustikal eingerichtet, überzeugt aber dennoch mit modernen Einrichtungen. Für die Kleinen gibt es einen angeschlossenen Pferdehof. Aber ich gebe zu, dass selbst ich ziemlich begeistert war, am Morgen die Augen zu öffnen und erst einmal ein paar Pferde vor dem Fenster friedlich grasen zu sehen. Einen solchen Anblick hatte ich noch nie.

Kramerhof Koasa Trail

 

Vitalhotel Berghof

Das Vitalhotel Berghof hat mir wirklich gut gefallen. Der Name ist hier zwar Programm, sodass du dich wie auf einem Hof in den Bergen fühlst, aber dennoch fehlen die kleinen Dingen nicht, die den Aufenthalt unvergesslich machen: so zum Beispiel der Spabereich und der Whirlpool. Aber auch die Tatsache, dass du mit einem fröhlichen Lächeln vom Chef persönlich begrüßt und gleich geduzt wirst, führt dazu, dass du dich sogleich wie Zuhause fühlst.

Vitalhotel Berghof Koasa Trail

 

LTI Kaiserfels

Das Hotel in Sankt Johann ist modern und vor allem im Winter super gelegen, da es einen Lift direkt hinterm Haus hat. Auch für die Wanderung des Koasa Trails liegt es ideal. Allerdings ist es eine Kette und kein kleiner Familienbetrieb.

LTI Kaiserfels Koasa Trail

 

Koasa Trail – Fazit

Für mich war der Koasa Trail eine besondere Erfahrung. Nicht nur hat er mich als Meerliebhaber näher zu den Bergen gebracht. Er hat mir auch eine willkommene körperliche Anstrengung beschert. Ich habe ja bereits in meinem Venedig-Beitrag erwähnt, dass meine Mutter vor etwas über einem Monat von uns gegangen ist. Durch diese Erfahrung mit dem Tod habe ich das erste Mal eine gewisse Freude verspürt, Muskelkater zu haben. Es hat mir gezeigt, dass ich am Leben bin. Dass mein Körper so funktioniert, wie er es soll. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine Mutter mich auf diesem Weg begleitet hat und mit mir gemeinsam die Schönheit Tirols entdeckt hat.

Barbara Koasa Trail

Eine weitere Erfahrung habe ich zum ersten Mal gemacht und ich war zutiefst überrascht: Da dies meine erste Wanderung über mehr als zwei Tage war, wusste ich nicht, wie schnell sich die Muskeln an die tägliche Anstrengung gewöhnen. Doch bereits am dritten Tag wurde mein Muskelkater spürbar weniger und nicht mehr. Selbst nach den 19 Kilometern der vierten Etappe waren es nicht meine Muskeln, die mir den Dienst versagten, sondern viel mehr meine generelle Energie, die bei den hohen Temperaturen schnell verbraucht war und einen ruhigeren Tag forderte.

Ich bin dankbar und froh, dass ich den Koasa Trail wandern durfte und hoffe, dass ich bald in diese wunderschöne Region zurückkehren werde, um weitere Wanderwege und Naturschauplätze zu entdecken.

PS: Ich wurde vom Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol eingeladen. Meine Meinung wurde von dieser Kooperation nicht beeinflusst.

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Koh Samui Sehenswürdigkeiten – Meine Highlights auf Koh Samui

Koh Samui Sehenswürdigkeiten – Meine Highlights auf Koh Samui

Im Januar diesen Jahres ging es für mich nach Koh Samui, wo ich mit einem Freund, der ebenfalls digitaler Nomade ist, eine Woche verbracht habe. Die Insel liegt im Golf von Thailand und ist sehr beliebt bei Touristen. Langweilig wird es hier nicht so schnell, dafür sorgen die Sehenswürdigkeiten in Koh Samui…

Koh Samui – Das Paradies für Reisende jeden Alters

Koh Samui ist eine Insel vor der Ostküste Thailands, am Kra Isthmus. Die Insel gehört zur Provinz Surat Thani, obwohl Koh Samui seit 2012 einen kommunalen Status hat und damit selbstverwaltet ist. Es ist nach Phuket die zweitgrößte Insel des Landes.

Die Herkunft des Namens Samui ist unbekannt. Die Theorie, die mir persönlich am besten gefällt, besagt, dass sie von frühen hainanesischen Händlern stammt. Angeblich hat es Ähnlichkeit mit dem Hainanesischen Wort für „erste Insel“ oder „Tür“. Da die Händler als erstes auf Samui trafen, wenn sie nach Thailand segelten, wurde dieses Wort zu ihrem Namen. Koh (oder Ko) ist das thailändische Wort für „Insel“.

Bis Ende des 20. Jahrhunderts war Koh Samui eher eine isolierte Gemeinschaft. Noch bis Anfang der 1970er Jahre gab es kaum befestigte Straßen, und die 15 km von einer Seite der Insel zur anderen musste zu Fuß zurückgelegt werden – durch den bergigen Dschungel.

Heute ist Koh Samui stark vom erfolgreichen Tourismus abhängig. Aber auch der Export von Kokosnüssen und Gummi sind primäre Einkommensquellen.

Koh Samui ist beliebt bei Reisenden jeden Alters. Die Infrastruktur ist heute sehr gut, es gibt gleich vier Krankenhäuser auf der Insel und die Bewohner sind auf die Touristen eingestellt. Dies spiegelt sich in der hohen Anzahl Hotels und Restaurants wider. Nicht zuletzt ist die Insel beliebt, weil sie einfach viel zu bieten hat. Atemberaubende Wasserfälle und Strände rund um die Insel sind ein Touristenmagnet.

 

Koh Samui – Die Anreise

Wenn du nicht bereits im Land bist, führt dich die Reise nach Koh Samui im Normalfall erstmal nach Bangkok. Von dort gibt es dann drei Möglichkeiten nach Koh Samui zu reisen:

  • Mit dem Flugzeug: Koh Samui hat als einzige Insel im Golf von Thailand einen eigenen Flughafen. Allerdings gehört dieser Bangkok Airways. Durch die Monopol-Stellung sind die Flüge entsprechend teuer. Wenn du bereit bist, für den Komfort um die 100 Euro für einen inländischen Flug zu zaheln, ist dies eine Option. Alternativ kannst du Surat Thani anfliegen und von dort mit Bus und Fähre weiterreisen.
  • Mit dem Bus und der Fähre: Du günstigste Möglichkeit ist der Bus. Bei meiner ersten Reise nach Koh Samui im Jahr 2015 habe ich mich hierfür entschieden. Alles in allem habe ich damals 30 Euro bezahlt. Dies ist zwar wohl der günstigste, aber auch mit Abstand der am wenigsten komfortable Weg.
  • Mit dem Zug und der Fähre: Ich bin ein großer Fan der Züge in Thailand, seit ich 2017 das erste Mal einen Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok genommen habe. Daher habe ich mich auch im Januar für diesen Weg entschieden und habe es nicht bereut. Von Bangkok nach Koh Samui zahlst du 1400 bis 1500 Baht (also um die 40 Euro), kannst aber in Ruhe im Liegeabteil schlafen und kommst daher am frühen Morgen ausgeschlafen in Surat Thani an, von wo es mit dem Bus zur Fährstation und dann mit der Fähre nach Koh Samui geht. Bei der Buchung solltest du darauf achten, dass du ein „Lower Berth“, also das untere Liegeabteil nimmst. Vertrau mir: Du wirst es nicht bereuen!

 

Koh Samui – Sehenswürdigkeiten

Koh Samui hat so einiges zu bieten. Auf Naturfreunde warten Wasserfälle, Hikes und wunderschöne Strände. Wenn du dich mit der thailändischen Kultur aus einander setzen möchtest, kannst du Tempel besichtigen und über die Märkte schlendern. Ich empfehle eine gute Mischung aus beidem, um die Insel besser kennenzulernen!

 

Wasserfälle

Es gibt unwahrscheinlich viele Wasserfälle auf Koh Samui. Die bekanntesten sind die Namuang Waterfalls, von denen es zwei gibt und die gemeinhin ganz einfach als „Waterfall 1“ und „Waterfall 2“ bezeichnet werden.

Waterfall 1 ist ganz easy mit dem Roller zu erreichen und nicht mal fünf Minuten vom Parkplatz entfernt.

Waterfall 2 hingegen ist etwas tricky. Zunächst muss du vom Parkplatz zum Eingang zum Wasserfall gelangen. Entweder du läufst den Kilometer oder du nimmst einen der Jeeps. Die Wagen fahren alle 15 Minuten ab und fungieren quasi als Shuttles.

Jeep Tour Koh Samui

Waterfall 2 Koh Samui

Hier wartet dann ein kleiner Hike von etwa einer halben Stunde auf dich, bei dem es steil bergauf geht. Ich habe zwar immer wieder auch Traveler mit Flip Flops gesehen, aber ich rate dir dringend zu festen Schuhen. Bring außerdem genug Wasser mit (eine kleine Flasche gibt es bei Bezahlung der 200 Baht für Parkeintritt und Jeepkosten), da der Aufstieg bei der thailändischen Hitze sehr anstrengend ist und du leicht dehydrieren kannst.

Oben angekommen erwartet dich ein traumhafter Ausblick:

Waterfall 2 Koh Samui

Wer ein bisschen Nervenkitzel haben will, sollte einen Tagesausflug zum Tartain Waterfall machen. Der Wasserfall selbst ist eher unspektakulär und der Hike von rund 20 Minuten nicht sonderlich anstrengend. Aber die Fahrt mit dem Roller hat es durchaus in sich. Die Straße im Landesinnern ist nicht gerade in gutem Zustand und es geht streckenweise extrem steil bergab.

Es lohnt sich meiner Meinung nach dennoch, denn neben dem Fluss und den Wasserfällen wartet ein natürlicher Pool – ein winziges Wellnessparadies, das mitten im Nirgendwo das Gefühl gibt, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. Der Eintritt kostet 200 Baht und dazu gibt es einen Soft Drink deiner Wahl.

Tartain Wasserfall Koh Samui

Auf dem Rückweg geht es dementsprechend steil hinauf, was deutlich weniger beängstigend ist und ich habe mich tatsächlich gefragt, warum ich auf dem Hinweg vor Angst geschwitzt habe.

Du kommst außerdem auf dem Weg zum Tartain Waterfall am Tar Nim Waterfall & Magic Garden vorbei. Der Eintritt kostet 80 Baht und auch wenn die Wasserfälle klein sind, fand ich den kurzen Halt sehr nett.

Tar Nim Magic Garden Koh Samui

Im Osten der Insel gibt es zudem den Hin Lad Waterfall oder den Wanorn Waterfall. Leider habe ich es dort nicht mehr hin geschafft.

Strände

Wenn du Strände magst, findest du auf Koh Samui bestimmt einen, der dir gefallen wird. Auch wenn die Klassiker die langen, touristischen Strände von Chaweng und Lamai im Osten der Insel sind, haben mir die einsameren, schmalen Sandflächen im Westen besser gefallen. Allerdings sind die Strände hier auch dreckiger, da die Bewohner nur die Strände aufräumen, an denen sich Touristen tummeln.

Strand Koh Samui

Auch die Strände im Norden sind sehenswert. Maenam und Bophut – wo ich bei meinem ersten Koh Samui-Aufenthalt vor vier Jahren eine Unterkunft hatte – sind deutlich weniger touristisch als Chaweng und Lamai. Es würde sich anbieten, den Strandspaziergang mit dem Besuch des Nachtmarkts zu verbinden. Denn zwischen beiden liegt nur eine Häuserreihe. Du kannst entweder zwischen den Häusern hindurch oder aber durch ein Restaurant oder Massagestudio – ideal um sich für eine Stunde verwöhnen zu lassen.

 

Buddhistische Tempel

Buddhistische Tempel sind ein wichtiger Teil der thailändischen Kultur. Egal wohin du in diesem Land reist, dich werden unzählige Tempel erwarten. So auch hier auf Koh Samui. Besonders bekannt sind der Big Buddha am Tempel Wat Phra Yai, den man bei Ankunft oder Abreise mit der Fähre Richtung Koh Phangan auf seiner kleinen Halbinsel thronen sehen kann, oder Wat Plai Laem. Diese Anlage, bei der die Götterstatuen auf Plattformen in einem künstlich angelegten See warten, liegt nur rund 2 km vom Big Buddha, sodass du einen Besuch bei beiden Tempel sehr gut mit einander verbinden kannst.

Wat Plai Laem Koh Samui

Wat Plai Laem Koh Samui

Im Süden gibt es ebenfalls Tempel. In Wat Khunaram kannst du zum Beispiel einen mumifizierten Mönch bestaunen. Die Laem Sor Pagode ist von dort nicht weit entfernt und liegt direkt am Meer. Ebenfalls in der Nähe liegt Wat Rattanakosin.

 

Aussichtspunkte

Auf Koh Samui gibt es zahlreiche Aussichtspunkte die einen wundervollen Ausblick auf die Insel und das Meer bieten. Ich wollte mir ein paar offizielle Viewpoints anschauen, bin aber jedes Mal wieder umgedreht. Ich sehe es nicht ein, für einen einfach Viewpoint Eintritt zu zahlen, wenn ich einen mindestens genauso schönen Blick völlig kostenfrei von einem Wasserfall oder von der Straße habe.

Solltest du die offiziellen Aussichtspunkte besuchen wollen, schau dir die folgenden an:

  • Samui Viewpoint
  • Lamai Viewpoint
  • Jungle Club Viewpoint
  • Lat Ko Viewpoint
  • Wat Phra Yai Viewpoint

 

Hin Ta und Hin Yai

Diese zwei Felsen, der Grandmother’s und Grandfather’s Rock, heißen auf Thai Hin Ta und Hin Yai und haben die Form eines männlichen und weiblichen Geschlechtsorgans.

Der Legende zufolge erleidete hier ein älteres Ehepaar Schiffbruch und versteinerte an der Küste, um auf ewig vereint zu sein. Auch wenn es sich hierbei um eine Touristenattraktion handelt, sind Hin Ta und Hin Yai vor allem bei Locals sehr beliebt. Ein Besuch soll die Fruchtbarkeit erhöhen und den Kinderwunsch in Erfüllung gehen lassen.

 

Walking Streets und Märkte

Walking Streets und Märkte gehören zu Thailand genauso dazu wie Tempel und dürfen bei keinem Aufenthalt im Land des Lächelns fehlen. In jedem Ort gibt es einen Nachtmarkt. Am besten fragst du in deiner Unterkunft, wann dieser in der Gegend stattfindet. Wir waren in der Nähe des Lamai Beach untergekommen, wo er jeden Sonntag Reisende aus aller Welt anzieht. Ich war zweimal am Bophut Beach auf dem Markt. Am größten ist er freitags.

Was auf so einem Markt gibt? Angefangen bei thailändischen Leckerein, mit denen du dir für kleine Beträge den Magen vollschlagen kannst, bis du fast platzt, über Kleidung, Dekoartikel und Souvenirs bis hin zu Elektroware.

 

Koh Samui – Rollertour

Wenn du dich auf zwei motorisierten Rädern sicher fühlst, gibt es meiner Meinung nach nichts schöneres, als Koh Samui mit dem Roller zu erkunden. So bist du flexibel und kannst alle von mir genannten Orte ganz einfach abfahren. In den meisten Unterkünften kannst du einen Roller mieten. Dafür solltest du mit 150 bis 250 Baht pro Tag rechnen – je nach Modell und Ausleihdauer. Zudem gibt es für gewöhnlich Sonderpreis bei Wochen- bzw. Monatsanmietung. Ich habe meinen Roller direkt bei einem Rollerverleih gemietet, da es im Hotel keinen Wochenpreis gab.

Falls du Angst hast, dich zu verfahren: Die Orientierung auf Koh Samui ist denkbar einfach. Es gibt eine Hauptstraße, die einmal um die Insel herum führt. Von dieser gehen dann kleine Straßen ab, die entweder Richtung Meer oder ins Landesinnere führen. Wenn du nicht mehr weißt, wo du bist, fährst du einfach zurück zur Hauptstraße.

Tanken kannst du entweder an einer der wenigen echten Tankstellen oder du hältst an, wenn du siehst, dass vor einem Haus ein Gestell mit Glasflaschen steht, das eine gelbliche Flüssigkeit – Benzin – enthält.

Besonders schön fand ich den ruhigen Süden der Insel, wo du eine Weil direkt am Meer fahren kannst.

Rollertour Koh Samui

 

Koh Samui – Spots für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Wenn du mir schon eine Weile folgst (zum Beispiel auch auf meinem Instagram-Account von Barbaralicious) weißt du, wie sehr ich Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge liebe. Für mich gibt es nichts schöneres, als zu beobachten, wie die große, gelbe Scheibe ihre wärmenden Strahlen über das Meer ausbreitet bzw. die letzten Sekunden zu verfolgen, bis sie hinter dem Horizont verschwunden ist. Daher waren die folgenden Orte meine persönlichen Highlights…

Beryl Bar

An der westlichen Spitze der nördlichen Küste gelegen, wartet Beryl Bar mit einem außergewöhnlichen Blick auf den Sonnenuntergang. Dadurch, dass die Insel hier noch einen kleinen Schlenker macht, geht die Sonne nicht über dem Meer unter, sondern über den Felsen von Koh Samui. Sei also am besten mindestens eine Stunde vor der angegebenen Sonnenuntergangszeit da, um auch wirklich was zu sehen. Ich wusste das nämlich nicht und kam gerade noch rechtzeitig, um die letzten Strahlen zu fotografieren, bevor sie hinter dem Felsen verschwanden.

Beryl Bar Koh Samui

Das Essen ist super lecker und für Koh Samui sehr günstig, die Portionen sind riesig, sodass auch Vielesser auf ihre Kosten kommen. Das ist in Thailand ja nicht immer leicht.

Bei Ebbe solltest du überlegen noch früher zu kommen. Dann kannst du durch Beryl Bar hindurch gehen und die Felsen umwandern. Nach etwa 400 Metern gelangst du an einen Tempel in einer Höhle, in der gelgentlich sogar Mönche leben. Ich möchte dich an dieser Stelle jedoch um Mäßigung bitten! Ein Tempel ist immer ein Ort der Andacht, ein Heiligtum. Zieh dich entsprechend an und verhalte dich demütig, wie es in jedem anderen Tempel zurecht gefordert wird.

 

Samui Sunset Garden

Der Samui Sunset Garden ist nicht ganz so ein Geheimtipp wie Beryl Bar. Hier solltest du früh da sein, um noch einen Sitzplatz oder gar einen Bean Bag zu erhaschen. Der Ausblick ist genial, aber das Essen… Naja, sagen wir, die Bar hat es nicht nötig mit der Qualität der Speisen zu punkten. Abgesehen davon ist es touristisch-teuer und der Service ließ leider auch zu wünschen übrig, als ich dort war. Teile der Bestellung wurden vergessen oder falsch gebracht. Am besten planst du hier nur einen Cocktail zum Sonnenuntergang zu genießen und gehst zum Essen in ein anderes Restaurant.

Sunset Garden Koh Samui

 

Four Seasons

Jetzt wird es noch eine gute Ecke teurer…

Nachdem ich tolle Bilder vom Four Seasons auf Koh Samui auf Instagram gesehen hatte, dachte ich, ich fahre mal vorbei und schaue, ob ich reinkomme. Die Bar mit Pool und Meerblick ist öffentlich, auch wenn du dich an der Rezeption anmelden musst und dann mit einem Buggy dorthin gebracht wirst (das Hotelgelände scheint riesig zu sein!). Das allein ist es ehrlich gesagt wert. Die Hügel bei angenehmen Fahrtwind mit dem Buggy rauf- und wieder runterzufahren und die Holzbungalows rechts und links zu sehen, das Personal am Straßenrand Platz machen mit gefalteten Händen und einem fröhlichen „Sawadee Kha“…

Am Pool angekommen, kannst du schön relaxen. Leider steht der Pool nur für Hotelgäste zur Verfügung (oder gegen eine Gebühr), aber wenn du mit dem Anblick zufrieden bist, kannst du hier ein paar erholsame Stunden verbringen. Mein alkoholfreier Saft hat 400 Baht gekostet. Mein Kumpel hatte einen Cocktail für 650 Baht. Die Preise haben es also für thailändische Verhältnisse richtig in sich. Aber an einem Nachmittag kann man sich das ruhig gönnen, finde ich.

Four Seasons Koh Samui

 

Lamai Beach

Und nun kommt noch mein Tipp für die Frühaufsteher: Unser Hotel war direkt am Lamai Beach und dieser hat sich als perfekt für Fotos zum Sonnenaufgang herausgestellt. Für mich hat sich das frühe Aufstehen richtig gelohnt und ich würde es jederzeit wieder tun.

 

Koh Samui – Unterkunft

Ich bin mit meinem Kumpel im Beluga Boutique Hotel* untergekommen. Dieses liegt direkt am Grandfather und Grandmother Rock auf der Ostseite von Koh Samui. Mir persönlich hat vor allem das leckere Frühstück mit Meerblick sowie die Freundlichkeit des Personals sehr gut gefallen. Ich habe mich wie zuhause gefühlt!

Beluga Boutique Hotel Koh Samui

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Koh Samui – Weiterreise

Wenn du aus Bangkok gekommen bist, bietet es sich an, weiter den Süden des Landes zu erkunden. Mögliche Ziele wären:

  • Chumphon: Chumphon ist eine angrenzende Provinz, die sich wunderbar eignet, wenn du schnorcheln gehen möchtest, die Natur im Mangroven-Wald bestaunen willst oder von super Fotospots Aufnahmen machen magst. Es gibt auch eine Fähre zwischen Chumphon und Koh Tao, falls du noch eine weitere Insel im Golf von Thailand besuchen möchtest, bevor du wieder aufs Festland zurückkehrst.
  • Ranong: Ranong ist eine Provinz, die an Chumphon grenzt. Sie eignet sich wunderbar, wenn du einsame Strände erkunden und die Seele in heißen Quellen und Spas baumeln lassen möchtest. Von dort kannst du auch ganz einfach nach Myanmar weiterreisen.
  • Phuket: Auch nach Phuket sind es von Ranong noch gute sechs Stunden mit dem Auto bzw. Bus. Dennoch lohnt es sich weiter in den Süden zu fahren. Die Region um Phuket mit Krabi und den Inseln Koh Lanta und Koh Phi Phi ist eine bei digitalen Nomaden beliebte Region.

Chumphon

 

Koh Samui – Fazit

Ich finde Koh Samui sehr schön. Mir persönlich ist die Insel etwas zu groß mit zu weiten Strecken, wenn man zwischen den Enden hin und her fahren möchte, um zum Beispiel Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang anzuschauen. Vielleicht wäre eine Unterkunft oben an der Insel strategisch besser gewesen, sodass man in der Mitte ist und zu den Seiten nicht so lange braucht. Von unserem Hotel, das auf der Ostseite lag und damit ideal für Sonnenaufgang war, dauert es bis zum nächsten Sunset Spot eine gute Stunde mit dem Roller. Mir hätte es besser gefallen, die Zeit an den entsprechenden Orten zu verbringen, anstatt mehrere Stunden pro Tag auf dem Roller zu sitzen, um von A nach B zu kommen. Zumal man von der Straße selten Meerblick hat, der die Fahrt sicher angenehmer gemacht hat.

Dennoch hat mir die Insel gut gefallen und ich kann sie nur empfehlen, wenn du Lust auf  Wasseerfälle, Tempel und unglaubliche Sonnenuntergänge hast!

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Was wir uns alles angeschaut haben und was auch du an einem Tag in Venedig nicht verpassen solltest, erfährst du hier:

 

Venedig – Von der Serenissima zum Touristenzentrum

Bis 1797 war Venedig die Hauptstadt der Republik Venedig und bis ins 16. Jahrhundert sogar eine der größten Handelsmächte der Welt. Venedig hatte die meisten Handelsschiffe, aber auch Kriegsschiffe und konnte so seine Vormachtstellung über die Jahrhunderte bewahren. Die Stadt  war unheimlich reich, weswegen wir bis heute unermessliche Kulturschätze in der Lagunenstadt bestaunen können.

In dieser Zeit erhielt Venedig auch den Titel La Serenissima Repubblica di San Marco (die durchlauchteste Republik des Heiligen Markus). Zunächst galt der Titel dem Dogen – dem Herrscher Venedigs – und den Adligen. Nach einiger Zeit wurde er jedoch auf die gesamte Republik ausgeweitet.

1866 wurde Venedig in Italien eingegliedert und ist seitdem die Hauptstadt der italienischen Provinz Venetien. Sie liegt im Nordosten des Landes in der Lagune von Venedig. Innerhalb dieser Lagune befinden sich 118 Inseln, von denen nur 11 bewohnt sind. Die Hauptinsel mit der Altstadt hat mit 63.000 Bewohnern die mit Abstand höchste Einwohnerzahl aller Inseln. Seit 1987 stehen sowohl Stadt als auch Lagune auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Heute ist Venedig bei Touristen so beliebt wie noch nie. Venedig steht auf der To Do Liste von Reisenden aus aller Welt und wird auch vermehrt von Kreuzfahrtschiffen angesteuert. Die neue Aufgabe lautet: den Spagat zwischen Schönheit und Massentourismus zu meistern.

 

Venedig – Die Anreise

  • Mit dem Flugzeug: Venedig hat zwei Flughäfen. Der Stadtflughafen heißt Marco Polo (das Kürzel ist VCE) und ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen Italiens. Der zweite ist etwa 40 Kilometer entfernt und liegt bei der Stadt Treviso (er hat das Kürzel TSF).
  • Mit dem Zug: Gerade innerhalb Italiens ist Zugfahren günstig und schnell. Der Bahnhof von Venedig befindet sich an einer Vaporetto-Station, sodass du direkt in einen Wasserbus steigen kannst, falls deine Unterkunft zu weit ist, um hinzulaufen oder wenn du sofort mit dem Sightseeing starten möchtest.
  • Mit dem Bus: Venedig ist ganz einfach mit dem Bus zu erreichen und sehr gut mit anderen Städten in Italien und ganz Europa verbunden. Ich bin zwar selbst noch nicht mit dem Bus nach Venedig gefahren, aber bereits dort umgestiegen. Ich fahre immer mit Flixbus.
  • Mit dem Auto: Das mag im ersten Moment merkwürdig erscheinen, aber da meine Eltern grundsätzlich mit dem Auto angereist sind, möchte ich diese Variante nicht unerwähnt lassen. Wenn du über den Brenner fährst, zahlst du etwa 30 Euro Autobahnmaut bis Venedig. Von Mestre (einem von zwei Stadtteilen auf Venedigs Festland) fährst du über eine Brücke auf die Insel Tronchetto, auf der Parkhäuser für die motorisierten Besucher warten. Diese kosten ab 30 Euro pro Tag und du solltest auf jeden Fall im Voraus reservieren. Über eine Fußgängerbrücke gelangst du dann auf die Hauptinsel und kannst entweder zu deinem Hotel laufen oder ein Vaporetto – einen Wasserbus – nehmen.

 

Venedig – Sehenswürdigkeiten

Da ich diesmal nur einen Tag in Venedig verbracht habe, sind meine Tipps gezielt auf einen Tages- bzw. Wochenendausflug mit Anreise am Freitag und Abreise am Sonntag ausgerichtet.

Die Hauptinsel ist der touristischste Teil der Stadt. Darauf findest du berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Markusdom am Markusplatz und den danebenliegenden Dogenpalast, die Rialto-Brücke und die Seufzerbrücke Ponte dei Sospiri. Mach dich darauf gefasst, dass alle diese Sehenswürdigkeiten tagsüber überfüllt sind.

 

Markusplatz und Markusdom

Da du allerdings kaum nach Venedig fahren und dann den Markusdom auslassen wirst, musst du dich wohl oder übel ins Getümmel stürzen. Falls du das Gedrängel und die Menschenmassen umgehen möchtest, habe ich jedoch einen Tipp für dich: Wenn du, so wie ich, zum Sonnenaufgang zum Markusplatz gehst, wirst du ihn fast für dich alleine haben!

Der Turm ist übrigens der Glockenturm des Markusdoms und wird daher auch Markusturm genannt. Er ist mit 98 Metern das höchste Gebäude Venedigs. Seine Spitze fungierte ursprünglich als Leuchtturm, damit die Schiffe sicher in den Hafen der Lagune fanden. 1902 stürzte der Turm nach mehreren Erdbeben ein, was jedoch darauf zurückzuführen war, dass Metallstreben im Innern entfernt worden waren, um einen Aufzug einzubauen. Der Wiederaufbau, bei dem die zwar 1000 Jahre alten, aber sehr gut erhaltenen Pfahlgründungen verwendeten wurden, dauerte neun Jahre. So wurde der neue Turm am Markustag, dem 25. April 1913, feierlich eingeweiht. Heute kann man über einen Aufzug auf den Glockenturm hinauf. Auch das steht bei mir jedoch weiterhin auf der Bucket List…

 

Der Dogenpalast

Wie bereits zu Beginn erwähnt, wurde der Herrscher über die Republik Venedig Doge genannt. Das Wort leitet sich von dem Lateinischen Wort Dux (Anführer) ab. Der erste Doge wurde im Jahre 726 gewählt. Der Dogenpalast direkt neben dem Markusdom war ab dem 9. Jahrhundert Regierungssitz und ist bis heute ein Zeichen des Reichtums, der Größe und der Macht der Lagunenstadt. Dies zeigt sich nicht nur von außen in der herausragenden venezianischen Baukunst, sondern auch in den mit Stuck, vergoldeten Schnitzereien und prachtvollen Gemälden im Innern. Er ist einer der bedeutendsten gotischen Profanbauten.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie drinnen war. Vielleicht ändere ich das bei meinem nächsten Besuch in der Serenissima.

 

Die Seufzerbrücke

Auch die Ponte dei Sospiri – die Seufzerbrücke – hat in den frühen Morgenstunden eine völlig andere Wirkung. Das Wasser liegt glatt da, anstatt von stets vorbeigleitenden Gondeln aufgewühlt zu sein. Wenn du um 6 Uhr dort bist, kannst du sogar für einen Moment die Gedanken zu den Gefangenen schweifen lassen, die vor langer Zeit den Gang über die Seufzerbrücke antraten und dabei einen letzten Blick auf die Lagune werfen konnten, bevor sie für immer im Gefängnis landeten.

Tagsüber stauen sich hier die Gondeln, die um die Ecke ihre Tour durch die kleinen gewundenen Kanäle beginnen.

 

Die Rialto-Brücke

Die Rialto-Brücke ist eine von nur vier Brücken, die über den Canal Grande führt, der die sechs Stadtviertel, genannt Sestieri, von einander trennt: San Marco, Cannaregio und Castello befinden sich auf der einen und Dorsoduro, San Polo und Santa Croce auf der anderen Seite.

Auch rund um die Rialtobrücke herrscht um 6 Uhr morgens Ruhe. So kannst du entspannt Fotos machen.

Das ist der Blick von der Rialto-Brücke zur Vormittagszeit, wenn Betriebsamkeit herrscht:

 

Murano

Wir haben gegen 12 Uhr ein Vaporetto genommen und sind zur Insel Murano gefahren.

Die Insel ist vor allem berühmt für die Glasbläserkunst. Im frühen Mittelalter wurden die Glasbläser nach Murano verbannt, da man in Venedig selbst Angst vor einem Brand hatte. Seit dem wird hier das kostbare Glas hergestellt und hat es zu Weltbekanntheit gebracht.

Meine Mutter liebte das Murano-Glas und wünschte sich einen Kronleuchter für unser Wohnzimmer. Gerne würde ich ihr diesen Wunsch posthum irgendwann erfüllen.

Burano

Auch wenn die Zeit etwas knapp wurde, wollten wir uns den Besuch der Insel Burano nicht nehmen lassen. Gegen 15 Uhr haben wir ein Vaporetto genommen, das ca. 30 Minuten benötigt, um von Murano nach Burano zu fahren. Die bunten Häuser sind einfach zu schön, um sie zu verpassen. Spätestens hier verstreuen sich die Touristen so sehr, dass du auch zu Peak Zeiten noch Platz hast.

Was in Murano die Glasbläserkunst ist, ist in Burano die Spitze. Hier kannst du ältere Damen beobachten, wie sie Spitze klöppeln. In jedem Laden ist dies das Hauptthema. Ob Dekoartikel oder Kleidung… Hier ist alles aus dem weißen Tuch gemacht.

Meine Mutter hat es geliebt, sich hier durch die Läden zu wühlen und hat erst bei ihrem letzten Besuch ein gesticktes Gemälde von „Der Kuss“ von Gustav Klimt ergattert, das in unserem Wohnzimmer hängt. Es war ein komisches Gefühl, als mein Vater uns genau den Laden zeigte, wo sie es gekauft hat.

 

Gegen 18:00 Uhr machen wir uns auf den Rückweg in Richtung Hauptinsel. Dort planen wir eines der Highlights des Tages:

 

Eine Gondelfahrt in Venedig

Ja, es ist kitschig. Aber darf nicht gerade in einer Stadt wie Venedig auch ein bisschen Kitsch und Klischee auf der Tagesordnung stehen? Ich finde schon!

Die Preise für eine Gondelfahrt sind meines Wissens mittlerweile überall gleich und nicht verhandelbar: An allen Gondelstationen der Stadt stehen Schilder mit Preisen, die besagen, dass die kleine Tour (Giro Turistico genannt) bis 19 Uhr 80 Euro und danach 100 Euro kostet. Der sogenannte Giro Completo kostet 120 Euro bzw. 150 Euro.

Gondelfahrt Venedig

Mit etwas Glück erwischst du so wie wir einen Gondoliere, der ein traditionelles Lied über Liebe und Sehnsucht zum besten gegeben hat. Einfach schön!

 

Venedig – Hotel

Während unseres Aufenthalts sind wir in diesem Hotel untergekommen: Hotel Santa Lucia. Das Hotel ist klein, aber fein und befindet sich nur wenige Minuten zu Fuß vom Bahnhof bzw. von den Parkhäusern. Dafür ist es zwar ein ganzes Stück bis zum Markusplatz, aber meiner Meinung nach stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für zwei Zimmer mit insgesamt fünf Personen und zwei Nächte mit Frühstück haben wir 540 Euro gezahlt.

Du möchtest dir andere Unterkünfte anschauen? Dann schau doch mal bei Booking*, Tripadvisor*, Airbnb* oder Hostelworld* vorbei!

 

Venedig – Weiterreise

Venedig liegt ideal, wenn du entweder Italien weiter erkunden willst oder weiter in den Südosten Europas möchtest. Hier ein paar Beispiele für Städte, die sich anbieten würden:

  • Mailand: Mailand ist vor allem für Shopping-Fans das perfekte Ziel. Aber auch Kulturbegeisterte werden sich am Mailänder Dom oder an der Scala erfreuen.
  • Verona: Die Heimat von Romeo und Julia ist ein idealer Ort für einen Wochenendausflug. Auch wenn du kein Opernfreund bist, ist die Arena di Verona einen Besuch wert. Die Atmosphäre ist einzigartig und es ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das kannst du auch in meinem Beitrag lesen: 48 Stunden in Verona.
  • Florenz: 2009 habe ich ein halbes Jahr in Florenz verbracht. Leider habe ich es nicht dorthin zurück geschafft, um mal einen Beitrag über diese wunderschöne Stadt zu schreiben, die definitiv in meinen Top 3 der italienischen Städte ist – mit Palermo und Rom!
  • Ljubljana: Die slowenische Hauptstadt ist eine Perle der Ruhe. Von hier aus kannst du entweder Slowenien wunderbar erkunden oder weiter in den Süden reisen. Zum Beispiel nach Rovinj.
  • Rovinj: Im Norden Kroatiens direkt am Mittelmeer gelegen, hat mich die Stadt voll in ihren Bann gezogen, als ich letztes Jahr eine Woche dort war. Die entzückende Altstadt auf einer eigenen Halbinsel ist einfach nur malerisch und die Sonnenuntergänge sind ein Traum. Von Venedig kommst du entweder mit dem FlixBus nach Rovinj oder mit einer Fähre. Alternativ mach es wie ich und unternimm einen Motorrad Roadtrip durch Kroatien.

Und auch wenn das nicht gerade um die Ecke liegt, möchte ich als Halbsizilianerin meine Lieblingsinsel nicht unerwähnt lassen: Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eine absolute Schönheit.

 

Venedig – Fazit

Für meine Familie und mich war dies eine besondere und wichtige Reise, bei der wir die Orte, die meine Mutter so sehr geliebt und alljährlich zu ihrem Geburtstag besucht hat, erlebten. Für uns war dies auf der einen Seite ein Abschied, aber auf der anderen Seite hat es auch gezeigt, dass wir uns ihr jederzeit nahe fühlen können, indem wir uns an ihre Lieblingsorte begeben.

Venedig ist aber auch so immer eine Reise wert. Ich war nun dreimal dort und auch wenn es voll ist und an vielen Ecken alles andere als sauber, empfinde ich Venedig als absolutes Must See in Italien und sogar in Europa. Ich bin weiterhin jedes Mal beeindruckt, wenn ich vor dem Markusdom stehe, durch die vielen Gassen über die Brücken wandere oder mit dem Vaporetto über den Canal Grande düse und die alten Gemäuer vom Wasser aus bewundern darf. Die Stadt ist und bleibt einzigartig und ich hoffe, dass ich noch viele Male dorthin reisen werde.

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Du suchst nach einem coolen Spot für digitale Nomaden in Südeuropa? Dann solltest du dir unbedingt Palermo anschauen!

 

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Chumphon – Von Kaffeeplantagen, einsamen Inseln und Mangroven

Chumphon – Von Kaffeeplantagen, einsamen Inseln und Mangroven

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Nach der ITB – der Internationalen Tourismusbörse in Berlin – flatterte eine Einladung der Tourism Authority of Thailand and Thai Airways in eine mir bis dahin unbekannte Region Thailands ins Haus: nach Chumphon und Ranong. Über Ranong habe ich bereits berichtet. Daher soll es in diesem Beitrag um das schöne Chumphon gehen. Eine kleine Warnung vorweg: Wenn du verstärkt an Fernweh leidest, könnte dich dieser Reisebericht dazu bringen, direkt einen Flug nach Bangkok mit Weiterreise nach Chumphon zu buchen.

Chumphon – Eine Provinz im Süden Thailands

Chumphon ist eine südliche Provinz Thailands am Golf von Thailand. Die Nachbarprovinzen sind Prachuap Khiri Khan, Surat Thani und Ranong. Im Westen grenzt es an Myanmar.

Chumphon liegt wie Ranong auf dem Isthmus von Kra, der schmalen Landbrücke, die die malaiische Halbinsel mit dem thailändischen Festland verbindet. Im Westen befinden sich die Hügel des Phuket-Gebirges und seine nördliche Fortsetzung, die Tenasserim-Berge. Im Osten liegt die Küstenebene am Golf von Thailand. Der Hauptfluss ist der Lang Suan River, der seinen Ursprung im Phato District hat. Mit einer 222 Kilometer langen Küste und 44 Inseln, dem Chumphon-Archipel, verfügt Chumphon über rauschende Wasserfälle, einsame Strände, grüne Wälder, beeindruckende Mangroven und zahlreiche Flüsse.

Chumphon Aussichtspunkt

Bekannt ist die Provinz vor allem für ihre Kaffeeplantagen, die 60 Prozent des thailändischen Kaffee produzieren.

Chumphon – Die Anreise

Im Normalfall führt dich die Reise nach Chumphon erstmal nach Bangkok. Von Frankfurt fliegt zum Beispiel Thai Airways zweimal täglich dorthin. Von München einmal. Weitere Informationen, Verbindungen sowie Preise findest du unter www.thaiairways.de. Sonderpreise warten über das ganze Jahr immer wieder ab 550 Euro inkl. aller Steuern & Gebühren.

Von Bangkok gibt es dann drei Möglichkeiten nach Chumphon zu reisen:

  • Mit dem Flugzeug: Chumphon hat einen eigenen Flughafen mit dem Kürzel CJM. Thai Smile, die Tochtergesellschaft von Thai Airways fliegt mehrmals täglich von Bangkok Souvarnabhumi hierher. Thai AirAsia und Nok Air fliegen den Airport der Provinzhauptstadt mit dem Kürzel UNN an und verbinden sie mit Bangkoks Don Mueang (DMK).
  • Mit dem Bus: Chumphon verfügt über einen Busbahnhof, von dem aus du in zehn Stunden in Bangkok bist. Tickets bekommst du ab 400 Baht (etwa 12 Euro).
  • Mit dem Zug: Du kennst vielleicht den Nachtzug nach Surat Thani, den viele nehmen, wenn sie auf die Inseln Koh Samui oder Koh Phangan wollen. Dieser Zug hält auch am Bahnhof von Chumphon.

 

Chumphon – Die Kaffeeregion von Thailand

Das Tal Ban Panwal im Tha Sae District ist bekannt für seine Robusta-Kaffeeplantagen. Dort werden mehr als 24 Millionen Tonnen Kaffee pro Jahr produziert. Die Provinz Chumphon trägt 60 Prozent zur gesamten thailändischen Kaffeeproduktion bei.

Wir haben eine Robusta-Kaffeeplantage besucht und konnten selbst sehen, wie die Produktion von statten geht. Von der Ernte über mehrere Trockenvorgänge – mit einem Trockner, in einem Gewächshaus und unter der Sonne – bis hin zum Eintüten vergeht über ein Jahr.

Chumphon Robusta Kaffeeplantage

Trockner Chumphon Robusta Kaffeeplantage

Coffea canephora Bohnen beim Trocknen – Chumphon Robusta Kaffeeplantage

Aber was ist Robusta Kaffee überhaupt?

Robusta Kaffee

Robusta Kaffee entstammt der Pflanze Coffea canephora, einer von über 100 Kaffeepflanzenarten. Nach Arabica wurde sie zur zweit beliebtesten Sorte der Welt und es ist die Bohne, aus der für gewöhnlich der berühmte italienische Espresso gemacht wird.

Der Name ist hier Programm. Denn die Pflanze ist viel robuster als die der Coffea arabica und hält zum Beispiel hohen Temperaturen besser Stand. Grund sind die tiefer liegenden Wurzeln, die auch bei 30 Grad Außentemperatur und damit einhergehendem trockenen Boden in ihren Tiefen noch genug Wasser finden, um fröhlich zu gedeihen. So findet man Robusta-Plantagen auch im Tiefland, während die Arabica-Plantagen meist in bergigen Regionen mit Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad angelegt werden.

Coffea canephora Baum – Chumphon Robusta Kaffeeplantage

Der Robusta-Kaffee schmeckt erdiger und stärker als sein Kontrahent und enthält mehr Koffein (2,2 bis 2,7 Prozent), aber weniger Zucker.

 

Die Robusta-Kaffeebohne

Die Blüten sind weiß und riechen süß nach Jasmin. Die Frucht der Robusta-Kaffeepflanze wird tiefrot, wenn sie reif ist, wofür sie zwischen sechs und acht Monaten braucht. In der Regel befinden sich in jeder Beere zwei Kaffeebohnen.

Du kannst übrigens an der Kerbe in der Mitte der Bohne erkennen, ob es sich um eine Bohne der Coffea arabica oder der Coffea canephora handelt. Bei ersterer ist sie geschwungen und bei letzterer schnurgerade.

Coffea canephora Bohnen beim Trocknen – Chumphon Robusta Kaffeeplantage

 

Chumphon – Inseln, Strände und Schnorcheln

Chumphon ist ein kleines Paradies für dich, wenn du einsame Inseln und weiße Sandstrände liebst. Hier kannst du wunderbar Schnorcheln oder einfach in der Sonne im Sand die Seele baumeln lassen.

 

Mu Koh Chumphon Nationalpark

Mu Koh Chumphon ist ein Nationalpark, der aus etwa 40 sehr üppigen Inseln besteht: Koh Ngam Yai, Koh Ngam Noi, La-Wa Island und Lung-Ga-Jiw Island sind die Inseln, denen wir einen Besuch abgestattet haben. Die vielfältige Landschaft jeder Insel macht den Marinepark einzigartig, einige haben unberührte weiße Sandstrände, andere malerische, wenn auch rauhe Felsen, die gefährlich und zugleich wunderschön aus dem Wasser emporragen.

Mu Koh Chumphon Nationalpark

Zwischen den Felsen kannst du manchmal Holzhütten ausmachen, die den Park-Rangern Obdach gewähren. Bei genauem Hinschauen kannst du eine dieser Hütten auf dem nächsten Bild erkennen. Diese Ranger sind unter anderem dafür da, sich um die Nester der Vögel zu kümmern, die sich hier in den Spalten verbergen. Unser Guide erklärte uns, dass die Vögel ein neues Nest bauen, sobald sie mit dem alten fertig sind. Zum Nisten werden sie also in den seltensten Fällen verwendet. Sobald ein altes Nest fertig und verlassen ist, kommen die Ranger und sammeln es ein. Achtung, jetzt wird es etwas eklig: Aus diesen Nestern wird nämlich dann eine Suppe gemacht: die Bird’s Nest Soup, eine Delikatesse dieser Region!

Mu Koh Chumphon Nationalpark

Hier kannst du auch wunderbar schnorcheln. Die Felseninseln sind von Korallenriffen umgeben und bieten eine wunderbare Kulisse für die Unterwasserwelt. Bunte Fische tummeln sich hier überall und kommen dir zum Greifen nah. Aber Vorsicht ist geboten, denn die gerade in der Nähe der Felseninseln ist das Wasser häufig flacher als erwartet und du kannst dich leicht stoßen.

Mu Koh Chumphon Nationalpark

 

Thung Wua Lan – Chumphons schönster Strand

Thung Wua Lan ist nicht nur ein wunderschöner Sandstrand, er ist auch noch wahnsinnig lang, sodass du hier sicher ein Plätzchen findest, das dir gefallen wird. An einem Abschnitt gibt es zum Beispiel Bars und Restaurants, sodass du den Ausblick mit einer leckeren Kokosnuss oder einem Pad Thai genießen kannst.

Thung Wua Lan - Chumphons schönster Strand

Als wäre es noch nicht genug, am schönsten Strand der Region zu sein, haben uns das Wetter (wir waren zu Beginn der Regenzeit da) und der Himmel mit einem atemberaubenden Regenbogen belohnt.

Thung Wua Lan - Chumphons schönster Strand

Bevor es ans Abendessen ging, habe ich mir noch diese photogene Palme näher angeschaut. Findest du nicht auch, dass so schiefe Palmen ihren eigenen Reiz haben?

Thung Wua Lan - Chumphons schönster Strand – schiefe Palme

 

Chumphon – Der Mangrovenwald

Sehr gut ist mir der Ausflug in den Mangrovenwald in Erinnerung geblieben, der eigentlich auch Teil des bereits oben erwähnten Mu Ko Chumphon Nationalparks ist.

Ich war schon in einigen Mangrovenwäldern, aber dieser hat mir mit Abstand am besten gefallen. Vielleicht hatten wir auch einfach Glück mit den Gezeiten, während ich bei den anderen Parks vielleicht Pech hatte. Denn hier war gerade Ebbe und wir konnten die Verwurzelung der Bäume wunderbar bestaunen.

Mu Koh Chumphon Nationalpark  – Mangrovenwald

An den Stellen, an denen gar kein Wasser stand, konnten wir kleine Krebse beobachten, wie sie schnell in ihre Löcher huschten, als sie unsere Anwesenheit bemerkten. Im Wasser hingegen tummelten sich kleine Bindenwarane, die meist nur neugierig ihre Köpfe zeigten. Aber nicht nur Flora und Fauna waren spannend anzusehen, sondern auch ihre Geräuschkulisse. Es knackte und ploppte in einer unglaublichen Lautstärke. Ich weiß leider nicht, welche Tiere diese Geräusche von sich geben, aber es war irgendwie magisch.

Mu Koh Chumphon Nationalpark  – Mangrovenwald

Mu Koh Chumphon Nationalpark  – Mangrovenwald

Mu Koh Chumphon Nationalpark  – Mangrovenwald

Und eine Bemerkung am Rande möchte ich noch hinzufügen: Nachdem wir von unserem Rundgang durch die Mangroven zurückgekehrt waren, habe ich mir an einem kleinen Kiosk etwas zu trinken gekauft. Normalerweise bekommt man in Thailand automatisch zu Getränken einen Plastikstrohhalm. Nicht so hier. Mit Händen und Füßen hat sie mir zu verstehen gegeben, dass sie sich entschuldige, aber keine Plastikstrohhalme mehr rausgebe. Dafür hat sie von mir einen Daumen hoch bekommen und diese extra Erwähnung in meinem Blogpost. Ich freue mich über jeden Thai (und Touri), der dazu beiträgt, mein geliebtes Thailand umweltfreundlicher zu machen!

 

Chumphon – Unterkunft

Untergekommen sind wir bei unserer Reise nach Chumphon im Loft Mania Boutique Hotel. Klick einfach auf den Hotelnamen, um meine ausführliche Review dazu zu lesen.

Loft Mania Boutique Hotel Chumphon

 

Chumphon – Weiterreise

Wenn du aus Bangkok gekommen bist, kommst du von Chumphon aus wunderbar weiter nach Ranong oder aber in den Süden des Landes.

  • Ranong: Ranong ist eine angrenzende Provinz, die sich wunderbar eignet, wenn du einsame Strände erkunden und die Seele in heißen Quellen und Spas baumeln lassen möchtest. Von dort kannst du auch ganz einfach nach Myanmar weiterreisen.
  • Koh Samui: Koh Samui liegt nicht ganz um die Ecke, ist aber recht gut aus Ranong zu erreichen. Wenn du noch nie dort warst, bietet es sich vielleicht an, diese Ziele mit einander zu verbinden.
  • Phuket: Auch nach Phuket sind es von Ranong noch gute sechs Stunden mit dem Auto bzw. Bus. Dennoch lohnt es sich weiter in den Süden zu fahren. Die Region um Phuket mit Krabi und den Inseln Koh Lanta und Koh Phi Phi ist eine bei digitalen Nomaden beliebte Region.

 

Chumphon – Fazit

Ich hatte Chumphon bis zur Einladung zu dieser Reise nicht auf dem Schirm. Ich muss schon mehrmals durchgefahren sein, da ich schon zweimal im Süden Thailands war und mit Bus und Zug unterwegs war.

Ich bin unheimlich dankbar, dass ich diesen Einblick in das traditionelle Leben der Thais bekommen habe.

Chumphon Aussichtspunkt

Für digitale Nomaden würde ich Chumphon für einen mehrtägigen Aufenthalt uneingeschränkt empfehlen. Mach dich aber darauf gefasst, dass hier das Internet nicht annähernd so schnell ist wie in Chiang Mai. Solltest du aber ein paar Tage zum Schnorcheln und Seele baumeln lassen freinehmen und die Zeit nicht an einem der touristischen Spots verbringen wollen, ist Chumphon ideal dafür geeignet.

PS: Ich wurde von der TAT (Tourism Authority of Thailand) sowie Thai Airways auf die Reise nach Chumphon und Ranong eingeladen. Eine finanzielle Vergütung habe ich nicht erhalten. Meine Meinung wurde von dieser Kooperation nicht beeinflusst.

The Chiang Mai Guide for Digital Nomads

Chiang Mai Guide for Digital Nomads

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Du suchst nach einem coolen Spot für digitale Nomaden in Südostasien? Dann solltest du dir unbedingt die Hauptstadt der digitalen Nomaden Chiang Mai anschauen!

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THAILAND
DOI SUTHEP
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KOH CHANG

Ranong – Wellness und Inselparadies im Süden Thailands

Ranong – Wellness und Inselparadies im Süden Thailands

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Im Mai diesen Jahres ging es für mich auf Einladung der Tourism Authority of Thailand and Thai Airways in eine mir bis dahin unbekannte Region Thailands: nach Chumphon und Ranong. Letzeres grenzt im Westen oben an Myanmar (früher Burma) und unten an die Andamansee. Vielleicht hast du schon mal von Koh Phayam oder Koh Chang (nicht das Koh Chang, über das ich im Sommer vor zwei Jahren berichtet habe!) gehört? Beide Inseln gehören zur Region Ranong. Die gleichnamige Provinzhauptstadt hat einen eignen kleinen Airport und einen Busbahnhof.

Ranong – Eine Provinz im Süden Thailands

Ranong  ist eine der Provinzen Thailands, die ganz im Süden des Landes an der Westküste entlang der Andaman-See liegt. Die Nachbarprovinzen von Ranong sind Chumphon, Surat Thani und Phang Nga. Im Westen grenzt es Myanmar. Das Land rechts im Bild hinter der Insel ist Myanmar.

Kleine Insel in Ranong

Ranong liegt auf dem sogenannten Isthmus von Kra, einem nur 44 Kilometer breiten Streifen Land, der Thailand mit der Malaiischen Halbinsel im Westen des Phuket-Gebirges verbindet. Die Provinz ist zusammen mit der Provinz Trat dafür bekannt, dass sie mit einer etwa acht Monate dauernden Regenzeit einer der nassesten Orte Thailands ist.

Die am dünnsten besiedelte Provinz Thailands. besteht aus rund achtzig Prozent Waldfläche und 67 Prozent Bergen. In früheren Jahren war die Haupteinnahmequelle neben dem Fischfang der Zinnbergbau, aber seit rund 20 Jahren sind die meisten Minen nahezu erschöpft.

Auf unserer Reise konnten wir uns ein Bild davon machen, wie hart der Alltag derer war, die Zinn geschürft haben. Dazu muss man mit einer Schale und drehenden Bewegungen Sand und Steine vom Zinn trennen.

Ranong – Zinn schürfen in einem Bach

Ranong – Zinn schürfen in einem Bach

Heutzutage steht der Abbau von weißem Ton zur Herstellung von Porzellan und die Verarbeitung von Cashewnüssen im Mittelpunkt. Auch diese beiden Handwerke durften wir näher kennen lernen. Die Nüsse werden geröstet und im Anschluss geknackt. Die Schale enthält giftige Öle und muss daher entfernt werden. Dies geschieht hier alles in Handarbeit.

Auch der Tourismus wird immer wichtiger. Ehemalige Fischerboote werden umgebaut und für Touren verwendet und heiße Quellen werden nach und nach auf westliche Touristen ausgelegt. Zudem sollen mehr Hotels entstehen, um die erhofften Urlauber entsprechend unterbringen zu können.

 

Ranong – Die Anreise

Im Normalfall führt dich die Reise nach Ranong erstmal nach Bangkok. Von Frankfurt fliegt zum Beispiel Thai Airways zweimal täglich dorthin. Von München einmal. Weitere Informationen, Verbindungen sowie Preise findest du unter www.thaiairways.de. Sonderpreise warten über das ganze Jahr immer wieder ab 550 Euro inkl. aller Steuern & Gebühren.

Von Bangkok gibt es dann drei Möglichkeiten nach Ranong zu reisen:

  • Mit dem Flugzeug: Ranong hat einen eigenen Flughafen. Thai AirAsia und Nok Air fliegen den Airport der Provinzhauptstadt mit dem Kürzel UNN an und verbinden Bangkok Don Mueang (DMK) mit dem Wellnessort.
  • Mit dem Bus: Ranong verfügt über einen Busbahnhof, von dem aus du in zehn Stunden in Bangkok bist. Tickets bekommst du ab 400 Baht (etwa 12 Euro).
  • Mit dem Auto: Solltest du einen Mietwagen haben, kannst du natürlich die malerische Landschaft von Bangkok hinunter in den Süden genießen. Alternativ kannst du mit zum Beispiel mit Thai Smile nach Chumphon fliegen und von dort fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn du die beiden Regionen bei deinem Besuch verbinden möchtest. Von dort kannst du auch einen Minivan für 200 Baht nehmen.

 

Ranong – Sightseeing

Namtok Ngao Nationalpark: Dieser Nationalpark ist ideal für Hiker. Der Ngao Wasserfall ist mit 300 Metern eine echte Attraktion und insgesamt 13 heiße Quellen sorgen für den entsprechenden Erholungsfaktor.

Ranong – Heiße Quellen im Namtok Ngao Nationalpark

Koh Chang (Ranong): Dies ist ein Juwel der Andaman-See! Hier warten Ruhe und Entspannung. Roller werden an Westler nicht verliehen und Autos gibt es nur wenige, sodass sich der Verkehr in Grenzen hält.

Koh Phayam: Dies ist wahrscheinlich der touristischste Ort der Provinz Ranong. Aber das ist auch berechtigt! Denn auf Koh Phayam warten Traumstrände und ein Dschungel, der zum Hiken einlädt.

Der Nationalpark Laem Son: umfasst eine Gesamtfläche von 31,5 Hektar. Es umfasst auch Inseln in der Andamanensee, nämlich Ko Khangkhao und Mu Ko Kam.  Besonders sehenswert sind folgende Strände: Hat Bang Ben, Hat Laem Son, Hat Praphat, Hat Hin Thung. Außerdem sind diese kleineren und unbewohnten Inseln zu empfehlen: Koh Khang Khao, Koh Kham Tok, Koh Yipun, Koh Kam Yai, Koh Kam Nui.

Insel im Nationalpark Laem Son

 

Ranong – Abschalten mit Wellness und Spa

Auf unserer Reise haben wir drei heiße Quellen besucht. Alle sind für ganz unterschiedliches Publikum und haben ihren eigenen Reiz. Die erste der besuchten heißen Quellen hat erst vor wenigen Monaten geöffnet. Jetzt hast du vielleicht erstmal Fragezeichen in den Augen. Auch ich dachte eigentlich, dass heiße Quellen immer natürlichen Ursprungs sind. Sind sie auch! Aber im Falle der heißen Quellen von Ranong wurde etwa 150 Meter in die Erde gegraben, um an das heiße Nass zu gelangen. Die Hot Springs Kultur reicht in Ranong übrigens rund 100 Jahre zurück.

Taryn Hot Springs: Die Taryn Hot Springs bieten mehrere Becken, die ein bisschen an typische, runde Whirlpools erinnern. Außerdem kannst du eine Massage buchen, um die Entspannung zu vervollständigen. Die gesamte Anlage ist auf Touristen ausgerichtet und die Standards kann ich ohne zu zögern als westlich bezeichnen. Es gibt anständige, saubere Toiletten, Umkleiden, die denen in deutschen Schwimmbädern in nichts nachstehen, und Schließfächer, damit du dir beim Entspannen keine Sorgen um dein Hab und Gut machen musst. Als wäre das noch nicht genug, achtet man hier auch noch auf Nachhaltigkeit! Plastikstrohhalme? Fehlanzeige… Hier trinkst du aus Metallstrohhalmen. Dafür gibt es von mir ein fettes Daumen hoch!

Ranong – Taryn Hot Springs

Pornrung Hot Springs: Das sind die oben bereits erwähnten heißen Quellen, die im Nationalpark Namtok Ngao liegen. Das sind die einzigen heißen Quellen, in denen ich selbst auch Zeit hatte, zu baden. Und ich kann sagen: Rong, rong! (Thai für heiß, heiß!) Das kühlste Becken hatte über 40 Grad und sogar für mich als bekennende Hitzeliebhaberin war es nur mit großer Konzentration auszuhalten. Wenn du gerne zwischen heiß und kalt wechselst, kann du hier ganz einfach von Pools in den nebenan gelegenen Fluss springen und dir Abkühlung verschaffen. In einem kleinen Shop kannst du vergessene Badekleidung kaufen oder an der Bar nebenan Snacks und Erfrischungsgetränke bekommen. Die Toiletten und Umkleiden entsprechen eher südostasiatischen Standards. Solltest du den Besuch bei den heißen Quellen jedoch mit einem Ausflug in den Nationalpark verbinden wollen, ist das die ideale Wahl.

Ranong – Pornrung Hot Springs

Raksa Warin Park:  Raksa Warin ist ein ziemlicher Magnet für Locals. Der Grund ist simpel – es kostet keinen Eintritt. Zumindest nicht der Hauptbereich. Hier warten kleine Becken aus Stein mit bis zu 65 Grad heißem Wasser. Über einen Fluss führt eine Hängebrücke, auf der Thais fröhlich lächelnd Selfies machen. Und zwischen der Hängebrücke und den frei zugänglichen Pool sieht man weitere Becken. Diese sind zwar auch aus Stein, sehen aber mehr wie in der Taryn Hot Spring aus wie Whirl Pools. Der Eintritt kostet hier 40 Baht (etwa einen Euro) und ich erfahre, dass dieser Teil privat geführt ist und Tinidee heißt. Im Eintritt inklusive sind Handtücher. Auf der anderen Straßenseite kannst du dich in einem zertifizierten Spa bei einer Öl- oder Thaimassage so richtig durchkneten lassen.

Ranong – Raksa Warin Park

Ranong – Raksa Warin Park – Tinidee Hot Springs

 

Ranong – Das Inselparadies

Abgesehen von den bereits erwähnten Perlen der Andaman-See Koh Chang und Koh Phayam warten in Ranong noch zahlreiche kleine Inseln. Unsere Reise hat uns nach Koh Khang Khao, Koh Kam Tok und Koh Yipun gebracht.

Besonders hervorheben möchte ich Koh Kham Tok, wo wir einen längeren Stopp zum Mittagessen gemacht haben. Dort gibt es einen atemberaubenden Viewpoint. Aber Achtung! Der Aufstieg hat es ganz schön in sich. Es gibt zwar Seile und der Weg scheint gepflegt zu sein. Aber man muss dennoch klettern. Ich würde festes Schuhwerk empfehlen, was man bei einem Schnorchel- bzw. Bootstrip ja nicht unbedingt dabei hat. Ich hatte meine Sneakers dabei, weil ich mit von den Flip Flops Blasen gelaufen hatte und war mehr als dankbar. Es lohnt sich aber, denn am Ende wartet dieser fantastische Ausblick:

Ranong – Vom Aussichtspunkt auf Koh Kham Tok

Auch die anderen Inseln, die wir besucht haben, sind ganz schön. Allerdings sind sie kleiner, sodass es mehr ins Gewicht fällt, wenn acht Touriboote anlegen. Auf Koh Kham Tok verläuft sich das recht gut und du kannst in Ruhe den Ausblick genießen, am Strand sonnenbaden oder dein Mittagessen verzehren.

Ranong – Unterkunft

Unsere Reisegruppe ist für die Zeit in Ranong im Numsai Khaosuay untergekommen, über das ich einen vollen Bericht geschrieben habe.

Ranong Unterkunft – Numsai Khaosuay

Ranong ist gerade dabei, mehr Hotels zur Verfügung zu stellen, da momentan viel in den Tourismus investiert wird.

 

Ranong – Weiterreise

Wenn du aus Bangkok gekommen bist, kommst du von Ranong aus wunderbar weiter in den Süden des Landes. Mögliche Ziele wären:

  • Chumphon: Chumphon ist eine angrenzende Provinz, die sich wunderbar eignet, wenn du schnorcheln gehen möchtest, die Natur im Mangroven-Wald bestaunen willst oder von super Fotospots Aufnahmen machen magst. Von dort gelangst du auch einfach nach Koh Tao.
  • Koh Samui: Koh Samui liegt nicht ganz um die Ecke, ist aber recht gut aus Ranong zu erreichen. Wenn du noch nie dort warst, bietet es sich vielleicht an, diese Ziele mit einander zu verbinden.
  • Phuket: Auch nach Phuket sind es von Ranong noch gute sechs Stunden mit dem Auto bzw. Bus. Dennoch lohnt es sich weiter in den Süden zu fahren. Die Region um Phuket mit Krabi und den Inseln Koh Lanta und Koh Phi Phi ist eine bei digitalen Nomaden beliebte Region.

 

Ranong – Fazit

Ich hatte Ranong bis zur Einladung zu dieser Reise nicht auf dem Schirm. Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich diesen noch ursprünglichen Teil Thailands erleben durfte und einen kleinen Einblick in die lokale Kultur erhaschen durfte. Ob es das Schürfen von Zinn oder die Porzellanherstellung war, der Besuch der Inseln oder das Kennenlernen der Kultur der heißen Quellen: Ich habe ein ganz anderes Thailand erlebt, als ich es aus dem Norden sonst kenne. Dafür bin ich dankbar und ich freue mich sehr, dass ich diese Gelegenheit bekommen habe.

Für digitale Nomaden würde ich Ranong für einen mehrtägigen Aufenthalt uneingeschränkt empfehlen. Mach dich aber darauf gefasst, dass hier das Internet nicht annähernd so schnell ist wie in Chiang Mai. Solltest du aber ein paar Tage mit Wellness und Natur suchen, während derer du den Computer mal zugeklappt lässt, ist Ranong ein kleiner Himmel auf Erden.

PS: Ich wurde von der TAT (Tourism Authority of Thailand) sowie Thai Airways auf die Reise nach Chumphon und Ranong eingeladen. Eine finanzielle Vergütung habe ich nicht erhalten. Meine Meinung wurde von dieser Kooperation nicht beeinflusst.

The Chiang Mai Guide for Digital Nomads

Chiang Mai Guide for Digital Nomads

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