Der Koasa Trail – Wandern in Tirol

Der Koasa Trail – Wandern in Tirol

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Auf Einladung des Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol bin ich im Juni nach Österreich gefahren, um dort den Koasa Trail zu wandern. Ich konnte es perfekt mit einem weiteren Motorradtrip verbinden, da ich zum zweiten Mal zu den Summer Sensual Days nach Rovinj wollte.

Koasa Trail – Ein Wanderweg in Tirol

Der Koasa Trail dreht sich rund um den Wilden Kaiser, einem Bergmassiv, das Teil des Kaisergebirges ist. Dieses besteht aus dem eben genannten Wilden Kaiser, dem Zahmen Kaiser und dem Niederkaiser. Es befindet sich in den östlichen Alpen und ist ein Magnet für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer. Den offiziellen Koasa Trail gibt es erst seit wenigen Jahren. Er verbindet verschiedene Wanderwege zu einer mehrtägigen Weitwanderung mit 80 Kilometer Strecke, sodass du ganz einfach die Highlights des Wilden Kaisers entdecken kannst. Jeden Tag erwartet dich ein besonderer Naturschauplatz, der dir die Region immer näher ans Herz wachsen lassen wird.

Wegweiser Koasa Trail

Und noch eine Info vorweg mit einem kleinen Outing: Als ich das erste Mal vom Koasa Trail gelesen habe, betonte meine innere Stimme elegant „Ko-Asa Trail“. Dabei blieb es einige Tage, bis ich Google für ein paar Infos bediente und feststellte, dass Koasa Österreichisch für Kaiser ist. Da kann ich nur sagen: Facepalm, Barbara!

 

Koasa Trail – Die Anreise

Salzburg (60 km), Innsbruck (90 km) und München (135 km) sind unweit der Kitzbüheler Alpen und geben dir Orientierungspunkte bzw. Anlaufstellen für deine Anreise. So kommst du schnell und unkompliziert nach Oberndorf, wo der Koasa Trail beginnt:
  • Mit dem Flugzeug: Ich empfehle innerhalb Europas eigentlich eine Anreise mit Bus, Bahn oder gegebenenfalls dem eigenen Auto. Der Vollständigkeit halber möchte ich aber auch erwähnen, dass die Kitzbüheler Alpen von drei Flughäfen gut erreichbar sind: der Flughafen Innsbruck (INN) ist 100 km entfernt, der Flughafen Salzburg (SZG) 60 km und der Flughafen München (MUC) 160 km.
  • Mit dem Bus bzw. Zug: Leider fährt kein Flixbus nach Sankt Johann in Tirol, dafür kannst du aber zum Beispiel nach Innsbruck, Salzburg, München oder Wien fahren und von dort mit der Bahn weiterfahren.St. Johann in Tirol hat eine Haltstelle für einen Schnellzug und Oberndorf eine für Regionalbahnen. Von Innsbruck kannst du mit ca. 80 Minuten Fahrtzeit rechnen, von Salzburg mit 30 Minuten, von München mit ca. 2,5 Stunden und von Wien mit ca. 5,5 Stunden.
  • Mit dem Auto bzw. Motorrad: Mit deinem eigenen fahrbaren Untersatz oder einem Mietwagen kommst du von München oder Innsbruck am besten über die Inntalautobahn A12 und dann über die Bundesstraße 178. Von Salzburg geht es über die A1 oder die A10 zur Bundesstraße 178.

 

Koasa Trail – Die Etappen

Wie bereits erwähnt, umfassen die fünf Etappen des Koasa Trails etwa 80 Kilometer, auf denen du mit atemberaubender Aussicht auf den Wilden Kaiser für deine Mühen belohnt wirst. Jeden Tag erwartet dich ein Highlight:

Etappe 1

Los geht es am Info Point in Sankt Johann. Von dort läufst du rechts die Straße runter, überquerst die Kitzbüheler Ache und verlässt kurz darauf die Stadt. Nach einiger Zeit beginnt ganz langsam der Aufstieg zum Bergkamm des Niederkaisers. Eine gute Stunde geht es bergauf – vorbei an der Einsiedelei mit der kleinen Kapelle Maria Blut, wo eine Nonne mir ein fröhliches „Grüß Gott“ zugerufen hat, und der Gmailkapelle – bis du auf den Bergkamm in 1226 Metern Höhe gelangst. Dort wirst du mit einem fantastischen Ausblick belohnt – zu deiner rechten kannst du den Wilden Kaiser bestaunen und zur linken den Blick ins Tal runter nach St Johann in Tirol genießen. Auf der anderen Seite geht es dann wieder runter. An der Bacheralm wartet eine erfrischende Schorle aus Kräutern, Pfefferminze oder Löwenzahn trinken. Selbstgemacht, versteht sich. Und zu mehr als fairen Preisen von 2,50 Euro für einen halben Liter. Von dort ist es nicht mehr weit in den kleinen Ort Gasteig. In etwa 1,5 Stunden läufst du von dort einmal um den Reitberg drum herum und dann noch einmal 1,5 Stunden entlang des Kaiserbachs in einer idyllischen Szenerie hinauf zur Griesner Alm.

Das Highlight des Tages: Der Niederkaiserkamm! Der Blick in beide Richtungen ist so schön, dass ich gar nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte…

Koasa Trail Wilder Kaiser

 

Etappe 2

Für die zweite Etappe kannst du zwischen zwei Varianten wählen. Die erste hat eine Länge von 10 Kilometern und führt dich auf den Hunds- und Stripsenkopf. Dann läufst du entlang des Bergkamms über die Gipfel Tristecken, Feldberg und Wasserlahnerkopf und über den Gamsgraben zurück ins Tal. Ich habe mich jedoch für die kürzere Variante 2 entschieden (während meines Aufenthalts lag noch recht viel Schnee auf der Route der Variante 1), bei der du zur Fischbachalm läufst und von dort hoch auf den Berg. Oben angekommen, läufst du an der Vorderen und Hinteren Ranggen Alm vorbei, die leider beide keine Bewirtung bieten. Dann beginnt bereits der Abstieg zurück zur Griesner Alm. In den luftigen Höhen der zwei Almen hast du einen perfekten Blick auf die gewaltigen Steilwände des Wilden Kaisers. Als ich dort war, lag noch so viel Schnee, dass die Berge in der Sonne glitzerten und funkelten wie Diamenten.

Das Highlight des Tages: Das Kaiserbachtal! Für mich war aber auch der Anblick der Berge, die auf dieser Etappe greifbar nah waren, ein Highlight, das mich den ganzen Weg begleitet hat.

Kuh am Koasa Trail vorm Wilden Kaiser Etappe 2 

Etappe 3

Die dritte Etappe war bei mir etwas kürzer, da ich spontan die Unterkunft gewechselt habe. So schön die Griesner Alm ist, kann ich trotzdem nicht zwei Tage auf Internet verzichten. Wenn du diese Unterkunft wählst, steckst du zwei volle Tage in einem Funkloch und auch während der Wanderung der zweiten Etappe hast du bestenfalls E-Netz. Daher bin ich in ein Hotel in Gasteig umgezogen, womit sich die Etappe 3 um etwa 5 Kilometer verkürzte. Von Gasteig ging es dann über das kleine Dorf Hinterberg zur Teufelsgasse – eine wunderschöne Schlucht, die der Teufel selbst erschaffen haben soll, damit sich die Sündigen in ihr verirren. Sie war erst kurz vor meiner Anreise geöffnet worden, weil sie zuvor wegen der Schneemassen nicht begehbar gewesen war. Kurz nach der Teufelsgasse öffnet sich ein fantastischer Blick auf das Tal. Nach nur wenigen Kurven gelangst du zur Prostalm: eine willkommene Erfrischung und Stärkung warten hier neben einem erneut perfekten Blick auf den Wilden Kaiser. Ich habe eine gute Stunde Pause gemacht, bevor ich noch die letzten Meter auf den Prostkögel aufgestiegen bin – den höchsten Punkt dieser Etappe. Von da ging es dann nur noch abwärts bis nach Erpfendorf. Leider habe ich die Abzweigung verpasst, weil das entsprechende Schild wohl umgefallen war und bin noch einen Umweg von gut einem Kilometer über das Nachbardorf Weng gelaufen. Ich gebe zu, dass der Abstieg mit dem Umweg eine körperliche Herausforderung war und mir die Temperaturen um die 30 Grad zusetzten. Ich war mehr als froh, als ich endlich im Hotel war und den Tag im Whirlpool ausklingen konnte.

Das Highlight des Tages: Die Teufelsgasse! Der Weg ist abwechslungsreich und birgt eine völlig neue Landschaft.

Teufelsgasse Koasa Trail

 

Etappe 4

Für die vierte Etappe brauchst du Ausdauer und ich rate dir, sehr früh zu starten. Ich bin um 9 Uhr losgegangen und das stellte sich schon als ganz schön spät heraus. Die ersten Kilometer lassen die Etappe zwar harmlos erscheinen, da es erst ohne starken Anstieg durch Erpfendorf und den Nachbarort geht und dann durch die kühle Griesbachklamm. Am Ende der Klamm geht es jedoch plötzlich nach rechts ab und steil aufwärts durch den Wald. Oben angekommen, ist es nicht mehr weit bis zur Angerlalm, die nicht nur die nötige Erfrischung bringt, sondern zumindest mir auch ein fettes Grinsen auf die Lippen gezaubert hat: Mehrere Ziegen und ein Schwein laufen hier frei herum und beglücken Klein und Groß gleichermaßen. Nach etwa 45 Minuten habe ich mir dann wieder den Rucksack aufgeschnallt und den Aufstieg fortgesetzt. Es dauerte etwa 15 Minuten, bis ich an ein Tor gelangte, das ich öffnete. Als ich mich herumdrehte, sah ich einen Wanderer nur wenige Meter hinter mir, dem ich daraufhin das Tor aufhielt. Er bedankte sich und fing sofort an, mir Fragen zu stellen: „Wo willst du hin?“, „Wo kommst du her?“, „Machst du Urlaub?“. Schnell stellte er fest, dass wir gut drei Kilometer lang denselben Weg hätten, bevor er nach links und ich nach rechts abbiegen müsse. Er kannte sich unheimlich gut aus und auch wenn mir sein Schritttempo eigentlich zu schnell war, freute ich mich über die Gesellschaft und seine Informationen zum Wanderweg und der Umgebung. Dennoch war ich auch froh, als sich unsere Wege wieder trennten. Denn ich war ganz schön außer Atem durch den schnellen Gang bergauf. Beim Blick in meine App bekam ich einen ganz schönen Schreck: Es waren noch 10 Kilometer bis zu meinem Ziel! Erschöpft durch die vorherigen 9 Kilometer und die brütenden 33 Grad, vor denen ich mich auf dem Bergkamm und, als es querfeldein durch die Wiesen ging, kaum schützen konnte, ging ich meines Weges. Ich machte noch bestimmt drei Pausen, weil ich immer müder und müder wurde. Gegend 17 Uhr kam ich endlich auf eine Straße. Irgendwann traf ich auf eine Kuhherde, die friedlich am Rand graste. Dann bog ich um die nächste Kurve. Eine rabenschwarze Kuh stand mitten auf der Straße und starrte mir direkt in die Augen. Plötzlich scharrte sie mit den Hufen – wie ein angriffsbereiter Stier. Ich konnte mir zwar eigentlich nicht vorstellen, dass die Kuh wirklich angreifen würde, aber sicher ist ja bekanntlich sicher. Also flüchte ich kurzerhand unter dem Zaun durch ins hoch bewachsene Feld auf der anderen Straßenseite. Die Kuh beäugte mich weiterhin, während ich mich langsam einen Schritt nach dem anderen durch das hohe Gras kämpfte. Ich war froh, die Herde hinter mir zu lassen und kam endlich in die Nähe von St. Johann. Kurz nach 18 Uhr erreichte ich völlig fertig das Hotel. Es war meine bisher längste und schwerste Wanderung.

Das Highlight des Tages: Die Griesbachklamm! Kühl, schön und photogen zeigt sich dieser Teil des Koasa Trails, der mir mit der Teufelsgasse am besten von allem gefallen hat.

Griesbachklamm Koasa Trail

 

Etappe 5

In Absprache mit meiner Ansprechpartnerin von Tourismusverband Tirol hatte ich beschlossen, den letzten Tag ganz langsam angehen zu lassen: Anstelle des Aufstiegs fuhr ich mit der Gondel bis zum Kitzbüheler Horn. Das Highlight des Tages ist auf Etappe 5 ein Wasserfall, an dem du beim Aufstieg vorbeikommst. Leider war dieser aber gesperrt, sodass wir das Gebiet sowieso hätten umgehen müssen. Daher war die Gondelfahrt eine ausgezeihnete Alternative. Von der Gondelstation bis zum Horn kannst du normalerweise wandern. Allerdings war dieser Wanderweg noch gesperrt. Der harte und lange Winter hat einigen Etappen des Koasa Trails ganz schön zugesetzt. Diese Tagestour bestand daher für mich ausschließlich aus dem Abstieg bis nach Oberndorf. Schön waren auch die Pausen an den zwei Almen: die Stanglalm und die Müllneralm.

Das Highlight des Tages: Eigentlich sollte es der zuvor erwähnte Wasserfall sein, aber da ich ihn ja nicht anschauen konnte, war mein persönliches Highlight die Gondelfahrt.

Gondel Koasa Trail

 

Koasa Trail – Die Hotels

Hotel Penzinghof

Das Hotel, in dem meine Wandertour in Tirol begonnen und geendet hat, vereint Alpenliebe und Luxus. Holz bestimmt die öffentlichen Räume. Bring auf jeden Fall den Badeanzug mit! Den Infinity Pool mit Blick auf den Wilden Kaiser solltest du dir nicht entgehen lassen. Und wenn du es lieber trocken magst, gibt es sogar einen Ruheraum mit bequemen Betten, von denen du den Panoramablick genießen kannst.

Hotel Penzinghof Koasa Trail

 

Griesner Alm

Die Griesner Alm ist ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Hier gibt es weder WLAN noch mobiles Internet, dafür viel gute Luft und gutes Essen. Die Alm ist ideal, wenn du mal ein paar Tage abschalten willst – im wahrsten Sinne des Wortes. Dir sollte auch klar sein, dass bei einer Buchung des Trails als Paket diese Alm fpr zwei Nächte vorgesehen ist.

Griesner Alm Koasa Trail

 

Hotel Kramerhof

Das Hotel Kramerhof ist zwar rustikal eingerichtet, überzeugt aber dennoch mit modernen Einrichtungen. Für die Kleinen gibt es einen angeschlossenen Pferdehof. Aber ich gebe zu, dass selbst ich ziemlich begeistert war, am Morgen die Augen zu öffnen und erst einmal ein paar Pferde vor dem Fenster friedlich grasen zu sehen. Einen solchen Anblick hatte ich noch nie.

Kramerhof Koasa Trail

 

Vitalhotel Berghof

Das Vitalhotel Berghof hat mir wirklich gut gefallen. Der Name ist hier zwar Programm, sodass du dich wie auf einem Hof in den Bergen fühlst, aber dennoch fehlen die kleinen Dingen nicht, die den Aufenthalt unvergesslich machen: so zum Beispiel der Spabereich und der Whirlpool. Aber auch die Tatsache, dass du mit einem fröhlichen Lächeln vom Chef persönlich begrüßt und gleich geduzt wirst, führt dazu, dass du dich sogleich wie Zuhause fühlst.

Vitalhotel Berghof Koasa Trail

 

LTI Kaiserfels

Das Hotel in Sankt Johann ist modern und vor allem im Winter super gelegen, da es einen Lift direkt hinterm Haus hat. Auch für die Wanderung des Koasa Trails liegt es ideal. Allerdings ist es eine Kette und kein kleiner Familienbetrieb.

LTI Kaiserfels Koasa Trail

 

Koasa Trail – Fazit

Für mich war der Koasa Trail eine besondere Erfahrung. Nicht nur hat er mich als Meerliebhaber näher zu den Bergen gebracht. Er hat mir auch eine willkommene körperliche Anstrengung beschert. Ich habe ja bereits in meinem Venedig-Beitrag erwähnt, dass meine Mutter vor etwas über einem Monat von uns gegangen ist. Durch diese Erfahrung mit dem Tod habe ich das erste Mal eine gewisse Freude verspürt, Muskelkater zu haben. Es hat mir gezeigt, dass ich am Leben bin. Dass mein Körper so funktioniert, wie er es soll. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine Mutter mich auf diesem Weg begleitet hat und mit mir gemeinsam die Schönheit Tirols entdeckt hat.

Barbara Koasa Trail

Eine weitere Erfahrung habe ich zum ersten Mal gemacht und ich war zutiefst überrascht: Da dies meine erste Wanderung über mehr als zwei Tage war, wusste ich nicht, wie schnell sich die Muskeln an die tägliche Anstrengung gewöhnen. Doch bereits am dritten Tag wurde mein Muskelkater spürbar weniger und nicht mehr. Selbst nach den 19 Kilometern der vierten Etappe waren es nicht meine Muskeln, die mir den Dienst versagten, sondern viel mehr meine generelle Energie, die bei den hohen Temperaturen schnell verbraucht war und einen ruhigeren Tag forderte.

Ich bin dankbar und froh, dass ich den Koasa Trail wandern durfte und hoffe, dass ich bald in diese wunderschöne Region zurückkehren werde, um weitere Wanderwege und Naturschauplätze zu entdecken.

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Sehenswürdigkeiten Venedig – Ein perfekter Tag in der Serenissima

Sehenswürdigkeiten Venedig – Ein perfekter Tag in der Serenissima

Am 17. Mai 2019 ist meine Mutter nach schwerer Krankheit verstorben. Am 25. Mai wäre ihr 62. Geburtstag gewesen, den sie traditionell in Venedig gefeiert hätte. Ihr zu Ehren und um uns ihr noch einmal nahe zu fühlen, bin ich mit meiner ganzen Familie über das Wochenende in die italienische Stadt der Brücken gefahren. Da wir freitags hin und sonntags wieder zurück sind, hatten wir effektiv nur einen Tag vor Ort: den 25. Mai.

Was wir uns alles angeschaut haben und was auch du an einem Tag in Venedig nicht verpassen solltest, erfährst du hier:

 

Venedig – Von der Serenissima zum Touristenzentrum

Bis 1797 war Venedig die Hauptstadt der Republik Venedig und bis ins 16. Jahrhundert sogar eine der größten Handelsmächte der Welt. Venedig hatte die meisten Handelsschiffe, aber auch Kriegsschiffe und konnte so seine Vormachtstellung über die Jahrhunderte bewahren. Die Stadt  war unheimlich reich, weswegen wir bis heute unermessliche Kulturschätze in der Lagunenstadt bestaunen können.

In dieser Zeit erhielt Venedig auch den Titel La Serenissima Repubblica di San Marco (die durchlauchteste Republik des Heiligen Markus). Zunächst galt der Titel dem Dogen – dem Herrscher Venedigs – und den Adligen. Nach einiger Zeit wurde er jedoch auf die gesamte Republik ausgeweitet.

1866 wurde Venedig in Italien eingegliedert und ist seitdem die Hauptstadt der italienischen Provinz Venetien. Sie liegt im Nordosten des Landes in der Lagune von Venedig. Innerhalb dieser Lagune befinden sich 118 Inseln, von denen nur 11 bewohnt sind. Die Hauptinsel mit der Altstadt hat mit 63.000 Bewohnern die mit Abstand höchste Einwohnerzahl aller Inseln. Seit 1987 stehen sowohl Stadt als auch Lagune auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Heute ist Venedig bei Touristen so beliebt wie noch nie. Venedig steht auf der To Do Liste von Reisenden aus aller Welt und wird auch vermehrt von Kreuzfahrtschiffen angesteuert. Die neue Aufgabe lautet: den Spagat zwischen Schönheit und Massentourismus zu meistern.

 

Venedig – Die Anreise

  • Mit dem Flugzeug: Venedig hat zwei Flughäfen. Der Stadtflughafen heißt Marco Polo (das Kürzel ist VCE) und ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen Italiens. Der zweite ist etwa 40 Kilometer entfernt und liegt bei der Stadt Treviso (er hat das Kürzel TSF).
  • Mit dem Zug: Gerade innerhalb Italiens ist Zugfahren günstig und schnell. Der Bahnhof von Venedig befindet sich an einer Vaporetto-Station, sodass du direkt in einen Wasserbus steigen kannst, falls deine Unterkunft zu weit ist, um hinzulaufen oder wenn du sofort mit dem Sightseeing starten möchtest.
  • Mit dem Bus: Venedig ist ganz einfach mit dem Bus zu erreichen und sehr gut mit anderen Städten in Italien und ganz Europa verbunden. Ich bin zwar selbst noch nicht mit dem Bus nach Venedig gefahren, aber bereits dort umgestiegen. Ich fahre immer mit Flixbus.
  • Mit dem Auto: Das mag im ersten Moment merkwürdig erscheinen, aber da meine Eltern grundsätzlich mit dem Auto angereist sind, möchte ich diese Variante nicht unerwähnt lassen. Wenn du über den Brenner fährst, zahlst du etwa 30 Euro Autobahnmaut bis Venedig. Von Mestre (einem von zwei Stadtteilen auf Venedigs Festland) fährst du über eine Brücke auf die Insel Tronchetto, auf der Parkhäuser für die motorisierten Besucher warten. Diese kosten ab 30 Euro pro Tag und du solltest auf jeden Fall im Voraus reservieren. Über eine Fußgängerbrücke gelangst du dann auf die Hauptinsel und kannst entweder zu deinem Hotel laufen oder ein Vaporetto – einen Wasserbus – nehmen.

 

Venedig – Sehenswürdigkeiten

Da ich diesmal nur einen Tag in Venedig verbracht habe, sind meine Tipps gezielt auf einen Tages- bzw. Wochenendausflug mit Anreise am Freitag und Abreise am Sonntag ausgerichtet.

Die Hauptinsel ist der touristischste Teil der Stadt. Darauf findest du berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Markusdom am Markusplatz und den danebenliegenden Dogenpalast, die Rialto-Brücke und die Seufzerbrücke Ponte dei Sospiri. Mach dich darauf gefasst, dass alle diese Sehenswürdigkeiten tagsüber überfüllt sind.

 

Markusplatz und Markusdom

Da du allerdings kaum nach Venedig fahren und dann den Markusdom auslassen wirst, musst du dich wohl oder übel ins Getümmel stürzen. Falls du das Gedrängel und die Menschenmassen umgehen möchtest, habe ich jedoch einen Tipp für dich: Wenn du, so wie ich, zum Sonnenaufgang zum Markusplatz gehst, wirst du ihn fast für dich alleine haben!

Der Turm ist übrigens der Glockenturm des Markusdoms und wird daher auch Markusturm genannt. Er ist mit 98 Metern das höchste Gebäude Venedigs. Seine Spitze fungierte ursprünglich als Leuchtturm, damit die Schiffe sicher in den Hafen der Lagune fanden. 1902 stürzte der Turm nach mehreren Erdbeben ein, was jedoch darauf zurückzuführen war, dass Metallstreben im Innern entfernt worden waren, um einen Aufzug einzubauen. Der Wiederaufbau, bei dem die zwar 1000 Jahre alten, aber sehr gut erhaltenen Pfahlgründungen verwendeten wurden, dauerte neun Jahre. So wurde der neue Turm am Markustag, dem 25. April 1913, feierlich eingeweiht. Heute kann man über einen Aufzug auf den Glockenturm hinauf. Auch das steht bei mir jedoch weiterhin auf der Bucket List…

 

Der Dogenpalast

Wie bereits zu Beginn erwähnt, wurde der Herrscher über die Republik Venedig Doge genannt. Das Wort leitet sich von dem Lateinischen Wort Dux (Anführer) ab. Der erste Doge wurde im Jahre 726 gewählt. Der Dogenpalast direkt neben dem Markusdom war ab dem 9. Jahrhundert Regierungssitz und ist bis heute ein Zeichen des Reichtums, der Größe und der Macht der Lagunenstadt. Dies zeigt sich nicht nur von außen in der herausragenden venezianischen Baukunst, sondern auch in den mit Stuck, vergoldeten Schnitzereien und prachtvollen Gemälden im Innern. Er ist einer der bedeutendsten gotischen Profanbauten.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie drinnen war. Vielleicht ändere ich das bei meinem nächsten Besuch in der Serenissima.

 

Die Seufzerbrücke

Auch die Ponte dei Sospiri – die Seufzerbrücke – hat in den frühen Morgenstunden eine völlig andere Wirkung. Das Wasser liegt glatt da, anstatt von stets vorbeigleitenden Gondeln aufgewühlt zu sein. Wenn du um 6 Uhr dort bist, kannst du sogar für einen Moment die Gedanken zu den Gefangenen schweifen lassen, die vor langer Zeit den Gang über die Seufzerbrücke antraten und dabei einen letzten Blick auf die Lagune werfen konnten, bevor sie für immer im Gefängnis landeten.

Tagsüber stauen sich hier die Gondeln, die um die Ecke ihre Tour durch die kleinen gewundenen Kanäle beginnen.

 

Die Rialto-Brücke

Die Rialto-Brücke ist eine von nur vier Brücken, die über den Canal Grande führt, der die sechs Stadtviertel, genannt Sestieri, von einander trennt: San Marco, Cannaregio und Castello befinden sich auf der einen und Dorsoduro, San Polo und Santa Croce auf der anderen Seite.

Auch rund um die Rialtobrücke herrscht um 6 Uhr morgens Ruhe. So kannst du entspannt Fotos machen.

Das ist der Blick von der Rialto-Brücke zur Vormittagszeit, wenn Betriebsamkeit herrscht:

 

Murano

Wir haben gegen 12 Uhr ein Vaporetto genommen und sind zur Insel Murano gefahren.

Die Insel ist vor allem berühmt für die Glasbläserkunst. Im frühen Mittelalter wurden die Glasbläser nach Murano verbannt, da man in Venedig selbst Angst vor einem Brand hatte. Seit dem wird hier das kostbare Glas hergestellt und hat es zu Weltbekanntheit gebracht.

Meine Mutter liebte das Murano-Glas und wünschte sich einen Kronleuchter für unser Wohnzimmer. Gerne würde ich ihr diesen Wunsch posthum irgendwann erfüllen.

Burano

Auch wenn die Zeit etwas knapp wurde, wollten wir uns den Besuch der Insel Burano nicht nehmen lassen. Gegen 15 Uhr haben wir ein Vaporetto genommen, das ca. 30 Minuten benötigt, um von Murano nach Burano zu fahren. Die bunten Häuser sind einfach zu schön, um sie zu verpassen. Spätestens hier verstreuen sich die Touristen so sehr, dass du auch zu Peak Zeiten noch Platz hast.

Was in Murano die Glasbläserkunst ist, ist in Burano die Spitze. Hier kannst du ältere Damen beobachten, wie sie Spitze klöppeln. In jedem Laden ist dies das Hauptthema. Ob Dekoartikel oder Kleidung… Hier ist alles aus dem weißen Tuch gemacht.

Meine Mutter hat es geliebt, sich hier durch die Läden zu wühlen und hat erst bei ihrem letzten Besuch ein gesticktes Gemälde von „Der Kuss“ von Gustav Klimt ergattert, das in unserem Wohnzimmer hängt. Es war ein komisches Gefühl, als mein Vater uns genau den Laden zeigte, wo sie es gekauft hat.

 

Gegen 18:00 Uhr machen wir uns auf den Rückweg in Richtung Hauptinsel. Dort planen wir eines der Highlights des Tages:

 

Eine Gondelfahrt in Venedig

Ja, es ist kitschig. Aber darf nicht gerade in einer Stadt wie Venedig auch ein bisschen Kitsch und Klischee auf der Tagesordnung stehen? Ich finde schon!

Die Preise für eine Gondelfahrt sind meines Wissens mittlerweile überall gleich und nicht verhandelbar: An allen Gondelstationen der Stadt stehen Schilder mit Preisen, die besagen, dass die kleine Tour (Giro Turistico genannt) bis 19 Uhr 80 Euro und danach 100 Euro kostet. Der sogenannte Giro Completo kostet 120 Euro bzw. 150 Euro.

Gondelfahrt Venedig

Mit etwas Glück erwischst du so wie wir einen Gondoliere, der ein traditionelles Lied über Liebe und Sehnsucht zum besten gegeben hat. Einfach schön!

 

Venedig – Hotel

Während unseres Aufenthalts sind wir in diesem Hotel untergekommen: Hotel Santa Lucia. Das Hotel ist klein, aber fein und befindet sich nur wenige Minuten zu Fuß vom Bahnhof bzw. von den Parkhäusern. Dafür ist es zwar ein ganzes Stück bis zum Markusplatz, aber meiner Meinung nach stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für zwei Zimmer mit insgesamt fünf Personen und zwei Nächte mit Frühstück haben wir 540 Euro gezahlt.

Du möchtest dir andere Unterkünfte anschauen? Dann schau doch mal bei Booking*, Tripadvisor*, Airbnb* oder Hostelworld* vorbei!

 

Venedig – Weiterreise

Venedig liegt ideal, wenn du entweder Italien weiter erkunden willst oder weiter in den Südosten Europas möchtest. Hier ein paar Beispiele für Städte, die sich anbieten würden:

  • Mailand: Mailand ist vor allem für Shopping-Fans das perfekte Ziel. Aber auch Kulturbegeisterte werden sich am Mailänder Dom oder an der Scala erfreuen.
  • Verona: Die Heimat von Romeo und Julia ist ein idealer Ort für einen Wochenendausflug. Auch wenn du kein Opernfreund bist, ist die Arena di Verona einen Besuch wert. Die Atmosphäre ist einzigartig und es ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das kannst du auch in meinem Beitrag lesen: 48 Stunden in Verona.
  • Florenz: 2009 habe ich ein halbes Jahr in Florenz verbracht. Leider habe ich es nicht dorthin zurück geschafft, um mal einen Beitrag über diese wunderschöne Stadt zu schreiben, die definitiv in meinen Top 3 der italienischen Städte ist – mit Palermo und Rom!
  • Ljubljana: Die slowenische Hauptstadt ist eine Perle der Ruhe. Von hier aus kannst du entweder Slowenien wunderbar erkunden oder weiter in den Süden reisen. Zum Beispiel nach Rovinj.
  • Rovinj: Im Norden Kroatiens direkt am Mittelmeer gelegen, hat mich die Stadt voll in ihren Bann gezogen, als ich letztes Jahr eine Woche dort war. Die entzückende Altstadt auf einer eigenen Halbinsel ist einfach nur malerisch und die Sonnenuntergänge sind ein Traum. Von Venedig kommst du entweder mit dem FlixBus nach Rovinj oder mit einer Fähre. Alternativ mach es wie ich und unternimm einen Motorrad Roadtrip durch Kroatien.

Und auch wenn das nicht gerade um die Ecke liegt, möchte ich als Halbsizilianerin meine Lieblingsinsel nicht unerwähnt lassen: Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eine absolute Schönheit.

 

Venedig – Fazit

Für meine Familie und mich war dies eine besondere und wichtige Reise, bei der wir die Orte, die meine Mutter so sehr geliebt und alljährlich zu ihrem Geburtstag besucht hat, erlebten. Für uns war dies auf der einen Seite ein Abschied, aber auf der anderen Seite hat es auch gezeigt, dass wir uns ihr jederzeit nahe fühlen können, indem wir uns an ihre Lieblingsorte begeben.

Venedig ist aber auch so immer eine Reise wert. Ich war nun dreimal dort und auch wenn es voll ist und an vielen Ecken alles andere als sauber, empfinde ich Venedig als absolutes Must See in Italien und sogar in Europa. Ich bin weiterhin jedes Mal beeindruckt, wenn ich vor dem Markusdom stehe, durch die vielen Gassen über die Brücken wandere oder mit dem Vaporetto über den Canal Grande düse und die alten Gemäuer vom Wasser aus bewundern darf. Die Stadt ist und bleibt einzigartig und ich hoffe, dass ich noch viele Male dorthin reisen werde.

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Das Vienna House Easy Berlin

Das Vienna House Easy Berlin

Dieses Jahr war ich zum vierten Mal auf der ITB – der Internationalen Tourismusbörse – in Berlin. Nachdem ich letztes Jahr bereits das Vienna House Andel’s Berlin getestet habe, war also nun die kleine Schwester – das Vienna House Easy an der Reihe. Ich kam direkt von einem Event aus Schweden in die deutsche Hauptstadt und machte nach den zwei Nächten im Vienna House Easy zwei Wochen lang einen House Sit in Berlin Mitte.

Vienna House Easy Berlin – Das Hotel

Angrenzend an den hippen Berliner Stadtteil Friedrichshain, mitten im geschäftigen Prenzlauer Berg erwartet dich neben dem Vienna House Andel’s die kleine Schwester der Hotelgruppe: Das Vienna House Easy Berlin. Hier trifft Wiener Charme auf Berliner Lässigkeit. Knallige Farben, Teppiche mit dem Verlauf der Berliner Mauer, Räume voller Geschichte und Persönlichkeit prägen das charmante Hotel.

 
 
Hier die Fakten auf einen Blick:
  • 154 Zimmer
  • Frühstuckslounge
  • 24/7 Deli, Bar und kleiner Laden
  • 3 Tagungsräume
  • Mobile Concierge
  • Gratis W-LAN
  • Parkplätze vorhanden

Die Lage des Hotels ist nicht nur perfekt geeignet, um es als Ausgangspunkt für Entdeckungstouren in diesem Stadtteil zu nutzen, sondern auch die Klassiker Berlins. Die Straßenbahn hält nur 100 Meter vom Eingang entfernt und so bist du ruck zuck wo auch immer es dich hinzieht.

Vienna House Easy Berlin – Das Zimmer

In den Zimmern herrschen lebendige Farben vor und die Möbel sind die perfekte Mischung aus kuschelig, cool und bequem. Die Betten sind riesig, sodass du dich wunderbar mit all deinen Sachen ausbreiten kannst. Deinen Laptop kannst du am besten auf dem Schreibtisch aufklappen. Anderfalls bietet der kleine Sessel mit dem Fußableger die Möglichkeit für relaxtes Arbeiten.

Das Baumwollsäckchen signalisiert, dass du auf Nachhaltigkeit setzt und dein Zimmer nicht geputzt werden muss. Dafür musst du das Säckchen einfach vor Mitternacht an die Tür hängen.

 

Vienna House Easy Berlin – Frühstückslounge

Im Stile einer Bäckerei gehalten, bietet die Frühstückslounge die Möglichkeit gesund und Energie geladen in den Tag zu starten.

Auch hier machen bunte Farben gute Laune. Da ausreichend Platz ist, brauchst du dir auch zu den Stoßzeiten keine Sorgen zu machen, keinen Platz mehr zu bekommen. Wenn du es besonders ruhig magst, solltest du aber so früh wie möglich da sein.

 

 

Vienna House Easy Berlin – Deli, Bar und kleiner Laden

Direkt neben der Rezeption warten ein Deli, eine Bar und ein kleiner Laden. Diese bieten rund um die Uhr Kleinigkeiten zum Naschen oder was Herzhaftes für Zwischendurch. Ob Berliner Limo oder Longdrink…. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Auch wenn du entspannt arbeiten möchtest, ist das hier ein guter Ort: Während meiner Zeit im Vienna House Easy habe ich hier mehrere Leute mit Laptops konzentriert in ihre Computer schauen sehen.

Hier unten befindet sich außerdem eine offizielle Coworking-Ecke. Wer es ein bisschen offizieller möchte, kann einen der drei Konferenzräume mieten. Dort kann man im Team brainstormen, Pressekonferenzen abhalten oder neue Produkte präsentieren. Ganz nach Gusto. Hier werden Meetings leicht gemacht…

 

Vienna House Easy Berlin – Mein Fazit

Ich habe zwei richtig tolle Tage im Vienna House Easy Berlin verbracht. Im Zimmer habe ich mich pudelwohl gefühlt und gerne entspannt im Sessel am Laptop gearbeitet. Der kleine Laden stand auch mit leckeren Snacks zur Verfügung, wenn ich spät nachts von der Kizomba-Party kam. Und mein kleines, bisher unerwähntes Highlight war, dass ich das Spa des auf der anderen Straßenseite gelegenen Vienna House Andel’s nutzen könnte. Dieses Vergnügen ist zwar im Preis der Übernachtung im Easy nicht enthalten, lohnt sich aber, wenn man einen anstrengenden Tag hinter sich hat.

Mit der richtigen Mischung aus Powern und Entspannung klappt doch alles viel besser…. Oder was meinst du?

Deine Barbara

PS: Ich wurde von Vienna House zu zwei Nächten mit Frühstück eingeladen. Außerdem galt die Einladung für eine Behandlung im Spa. Eine finanzielle Vergütung habe ich nicht erhalten. Meine Meinung ist von dieser Kooperation nicht beeinflusst.

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Rovinj – Ein malerisches Städtchen in Istrien

Rovinj – Ein malerisches Städtchen in Istrien

Dieses Jahr habe ich mir gleich zwei Träume mit einer Reise erfüllt: Ich war zum ersten Mal auf dem Balkan und speziell in Kroatien, was schon seit langer Zeit auf meiner Bucket List stand. Mit einem Freund und Tanzpartner habe ich eine dreiwöchige Motorradtour unternommen, die in Rovinj ihren Anfang nahm. Und ich war dort für ein Tanz-Festival, von dem ich meine Tänzerfreunde fast ein Jahr lang habe schwärmen hören: Die Summer Sensual Days in Rovinj. Wie mir der Ort selbst gefallen haben und worauf du dich einstellen kannst, wenn du deine Reise dorthin planst, kannst du hier nachlesen.

Rovinj – Anreise

Rovinj liegt auf der Halbinsel Pula und so heißt auch der Flughafen, den du anfliegen solltest. Alternativ kannst du natürlich auch Rijeka, Ljubljana, Triest oder gar Treviso (wie ich anfliegen), aber wenn du es gerne so bequem wie möglich hast, dann ist Pula die richtige Anlaufstelle.

Ansonsten kannst du auch mit dem eigenen Auto oder Motorrad anreisen. So war das bei mir eigentlich auch geplant: Ich wollte mit einem Freund und Tanzpartner von Frankfurt aus nach Rovinj auf zwei Rädern kommen. Kurzfristig musste ich wegen einer familiären Angelegenheit meine Pläne ändern und bin daher nach Treviso geflogen, wo mich mein Freund abgeholt hat. Busse fahren aus Venedig selbst nach Rovinj, aber nicht vom Flughafen Venedig / Treviso.

Und als letzte Möglichkeit gibt es auch Fernbusse, die Rovinj ansteuern. Von Frankfurt gibt es sogar drei Busse am Tag, zwei davon mit Umstieg in München und einer mit Umstieg in Ljubljana.

Rovinj – Unterkünfte

Es gibt einige große Hotels in Rovinj (Lone, Eden, Park, Mulini), die zum Teil sogar als Location für die Workshops des Croatian Summer Salsa Festival dienen. Sie sind alle nah am Stadtzentrum gelegen, sind aber insbesondere zu den Festivalzeiten recht teuer. Also sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.

Ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis bekommst du in den unzähligen Apartments, die es in jeder Größe, Preisklasse und in den verschiedensten Entfernungen zum Zentrum gibt. Ich habe mir dieses Jahr mit sechs anderen Tänzerinnen und Tänzern eine Ferienwohnung geteilt. Das ist definitiv ein anderes Gefühl als alleine oder zu zweit ein Hotelzimmer zu bewohnen.

Wer sich für ein Apartment weiter weg entscheidet, sollte sich überlegen einen Roller oder ein Fahrrad zu mieten. Wenn du viel tanzt, musst bzw. willst du nicht auch noch meilenweit laufen.

Rovinj – Restaurants

Auch Restaurants und Cafés gibt es in Rovinj wie Sand am Meer. Wobei der Strand in Kroatien fast ausschließlich aus Steinen und Kieseln besteht. Aber das ist ein anderes Thema.

Wie in jeder Hafenstadt gilt: je näher am Meer, desto teuerer.

Wir haben in unserem Apartment meistens bei Lidl eingekauft und dann selbst gekocht, aber es gibt zwei Restaurants, die ich dir empfehlen kann.

Zum einen das Restaurant Lovor in dem ich hervorragende Miesmuscheln gegessen habe. Es ist direkt am Hafen gelegen mit einem schönen Blick: Die türkisblauen Wellen auf der einen und die Altstadtinsel auf der anderen Seite.

Und zum anderen in der Altstadt selbst ist das Veli Jože sehr empfehlenswert. Nicht besonders günstig, dafür aber besonders gut.

Und für alle Nachtschwärmer, die nach den Partys noch die leer getanzten Mägen wieder füllen und Kraft tanken wollen, gibt es die Bäckerei mit dem Namen der Programm ist: Dan i noc – Tag und Nacht. 24 Stunden geöffnet bietet die Bäckerei rund um die Uhr Süßes und Herzhaftes für hungrige Tänzer, Touristen und Locals. Die Auswahl ist nicht riesig, aber es gibt eine Menge Leckereien und stets frisch gebackene Mini-Pizza (für 10 Kuna ~ 1,50€).

Rovinj – Einkaufsmöglichkeiten

Neben diverser kleiner Supermärkte (meistens Konzum) und Kiosks gibt es am Stadtrand gelegen drei große Supermärkte. Einen aus Deutschland bekannten Discounter mit vier Buchstaben (nein, nicht ALDI, der heißt in Kroatien wie auch in Österreich Hofer), den ich oben auch schon erwähnt habe.

Neben dem LIDL gibt es einen großen Konzum mit einer wirklich guten Auswahl und dahinter einen Plodine, in dem ich selbst aber noch nicht eingekauft habe. Leider sind sie fußläufig nicht gut erreichbar. Zumindest der LIDL ist 7 Tage die Woche von 7 bis 23 Uhr geöffnet.

Rovinj – Die Altstadt

Auch wenn es sehr verlockend ist, sich tagsüber einfach an den Strand zu legen und sich von dem vielen Tanzen zu erholen, kann ich nur dringend empfehlen wenigstens einen Nachmittag oder Abend damit zu verbringen einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt zu machen.

Der Aufstieg zur Kirche wird mit einem tollen Blick über das Meer und die vorgelagerte Insel Sveta Katarina belohnt. Wer möchte kann es noch im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spitze treiben und den Glockenturm der Kirche erklimmen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen muss man dafür nicht einmal extra bezahlen. Das Panorama ist grandios.

Neben der Kirche auf dem Gipfel der Altstadthalbinsel und dem täglich stattfindenden kleinen Markt an der Nordseite sind die charmanten, verwinkelten Gässchen das eigentliche Highlight Rovinjs. Hier kann man stundenlang über das von unzähligen Touristenschuhen blank polierte Pflaster flanieren, im Schatten der Gassen der Mittagshitze entfliehen und sich dabei den Tag mit einer leckeren Kugel Eis versüßen.

Weiterreise

Wenn du weitere Orte in Kroatien erkunden willst, kann ich dir die Plitvicer Seen und Zadar empfehlen. Beide sind von Rovinj recht gut zu erreichen. Die Strecken dorthin sind richtig schön, wenn du mit dem Mietwagen oder wie wir mit dem Motorrad unterwegs bist.

Plitvicer Seen

Alles in allem hat mir Rovinj richtig gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf die Summer Sensual Days 2019, bei denen ich unbedingt wieder dabei sein möchte.

Deine Barbara

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The Student Hotel Rotterdam – Ein Ort zum Schlafen, Essen und Arbeiten

The Student Hotel Rotterdam – Ein Ort zum Schlafen, Essen und Arbeiten

WERBUNG – UNBEZAHLT – KOOPERATION

Im Mai hat es mich zur Traverse18 nach Rotterdam verschlagen. Die Eröffnungsfeier hat im The Student Hotel stattgefunden. Der Name hat meine Aufmerksamkeit erregt. Wieso ein Hotel für Studenten? Also habe ich mich kurzfristig entschlossen, mir diesen Ort nach der Feier mal genauer anzusehen und dort eine Nacht verbracht.

Anreise

Ich bin aus Paris mit dem Bus nach Rotterdam gereist. Busse kommen an der gleichen Haltestelle an wie Bahnen – nämlich bei Rotterdam Centraal, der übrigens der einzige Bahnhof in den Niederlanden ist, an dem nicht der Name der Stadt steht. Von dort ist es jedenfalls nicht weit bis zum Student Hotel.

Alternativ hat Rotterdam auch einen Flughafen. Womöglich findest du aber für Amsterdam bessere Verbindungen.

Tipp: Die OV Card kostet 8 Euro, dafür kannst du mit ihr aber ALLE öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Holland verwenden. Du lädst einfach Geld drauf und kannst dann im Verkehrsmittel (bzw. am Eingang vom Bahnhof) einchecken. Auschecken am Ende nicht vergessen, da sonst der höchstmögliche Betrag für die weitest mögliche Strecke berechnet wird. Aber nicht nur das: Tickets sind mit dieser Karte auch günstiger. Es lohnt sich also doppelt!

Schlafen im Student Hotel

Die ursprüngliche Idee des Student Hotel war ganz einfach: Warum sollten Studenten immer in langweiligen Studentenwohnheimen unterkommen und nicht eine Art Hotel zur Verfügung haben, in dem sie schick für kleines Geld wohnen können?

Es gibt verschiedene Kategorien, die sich vor allem in der Größe der Zimmer unterschieden. Außerdem hat die höchste Kategorie noch einen Balkon zu bieten. Im Prinzip sind die Zimmer aber wie normale Hotelzimmer, nur dass sie für Studenten deutlich günstigere Preise haben. Vor allem bei einer Langzeitbuchung. So kostet ein voller Monat als Student ab 800 Euro. Ich gebe zu: Ich hätte mir das als Student nicht leisten können. Aber dafür, dass man dann zentral in Rotterdam in einem Hotel wohnt, ist das dennoch ein wahnsinnig guter Preis.

The Student Hotel Rotterdam

The Student Hotel Rotterdam

Essen im Student Hotel

Im Erdgeschoss direkt neben der Rezeption gibt es ein Restaurant. Hier gibt es vor allem leckere Burger. Die Preise sind für Rotterdam relativ human. Wenn du Frühstück möchtest, gibt es das ebenso hier. Die Bar im gleichen Raum lädt außerdem zu einem Absacker am Abend ein.

The Student Hotel Rotterdam

The Student Hotel Rotterdam

The Student Hotel Rotterdam

Arbeiten im Student Hotel

Was mich besonders gefreut hat? Dass es im Student Hotel einen Coworking Space inklusive gibt. Klar, Studenten müssen ja lernen und Hausarbeiten schreiben. Daher gibt es im ganzen Erdgeschoss und Keller Räume zum Arbeiten. Die meisten sind mit Glaswänden von einander getrennt, sodass sie auch noch echt cool aussehen. Dort findet jeder ein ruhiges Plätzchen zum Arbeiten.

The Student Hotel Rotterdam Coworking

Fazit

Du suchst die perfekte Mischung aus Schlafen, Essen und Arbeiten und Luxus ist für dich zweitrangig? Dann bist du im Student Hotel genau richtig. Hier findest du alles, was du suchst an einem einzigen Ort.

Deine Barbara

PS: Ich wurde von The Student Hotel zu der einen Nacht, die ich dort verbracht habe, eingeladen. Eine finanzielle Vergütung habe ich dafür nicht erhalten. Meine Meinung ist und bleibt jedoch die meinige und bleibt von dieser Zusammenarbeit unbeeinflusst.

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Motorradtour durch Kroatien – 3 Wochen und 10 Stationen auf dem Balkan

Motorradtour durch Kroatien – 3 Wochen und 10 Stationen auf dem Balkan

Im Juni war es so weit: Nachdem ich Kroatien und den Balkan lange auf meiner Bucket List hatte, konnte ich nun endlich dorthin reisen. Auslöser war eigentlich das Tanzfestival Summer Sensual Days im kroatischen Rovinj, worüber ich ebenso einen Beitrag geschrieben habe.

Start: Treviso

Der ursprüngliche Plan war es gemeinsam mit einem Freund mit dem Motorrad anzureisen. Leider war dies aus familiären Gründen nicht möglich und ich entschied mich für einen Flug zum venezianischen Flughafen in Treviso von wo mich mein Reisebegleiter dann abholte. Dort gehen übrigens generell ganz günstige Flüge mit Ryanair hin, sodass du diesen Flughafen ruhig in Erwägung ziehen kannst, wenn du nach Kroatien reisen möchtest. Per Bus gelangst du dann bequem auf den Balkan.

Stopp: Triest

Die fünfstündige Strecke von Treviso nach Rovinj unterbrachen wir nur einmal für eine gute Stunde in Triest. Die italienische Stadt ganz in der Nähe der Grenze zu Slowenien ist einen Abstecher absolut wert. Ein Gelato auf dem Platz der Einheit Piazza d’Unita mit den pompösen Palazzi auf der einen Seite und dem Meer auf der anderen hat einen ganz besonderen Reiz. Beim Schlendern durch die Gassen kannst du wie nebenbei ganz wundervolle Sehenswürdigkeiten entdecken. Auch ein römisches Theater wartet einfach am Straßenrand, als wäre es das normalste auf der Welt. So mag ich Sightseeing.

Sonnenuntergang Triest

Fazit: Mindestens ein kurzer Stopp lohnt sich alle mal!

Station #1: Rovinj

Rovinj ist eine wahrhafte Perle. Die Altstadt erhebt sich auf einer Halbinsel und an der höchsten Stelle thront die Kathedrale. Die idyllischen Gässchen haben einen ganz eigenen Charme. Auch der Blick von der anderen Seite auf die Stadt ist traumhaft: Nur das Meer und die Altstadt mit ihren zinkroten Häuserdächern.

Rovinj vom Wasser aus

Fazit: Eine malerische Stadt, die ich gerne nochmal außerhalb des Tanzfestivals erkunden möchte. Nächstes Jahr komme ich bestimmt wieder und dann hoffentlich länger.

Station #2: Plitvicer Seen

Die Plitvicer Seen (kroatisch Plitvička Jezera) waren eines meiner absoluten Highlights. Das türkisblaue Wasser im Kontrast zu den hölzernen Stegen ist für mich der Inbegriff von Ruhe. Obwohl relativ viel los war, verliefen sich die Menschenmassen ziemlich gut. Den großen Hauptwasserfall habe ich allerdings nur von Weitem bewundert. Als ich gesehen habe, wie viele Menschen dort hin sind und da ich ja schon an mehreren deutlich größeren Wasserfällen wie Iguaçu und den Niagarafällen war, habe ich mir den Weg zum Fuße des großen Wasserfalls gespart.

Stege an den Plitvicer Seen

Fazit: Eines meiner absoluten Highlights!

Station #3: Zadar

In Zadar folgte ein weiteres Highlight: Dort haben wir uns ein Boot gemietet (Achtung, Sportbootführerschein nötig) und einen Tagesausflug gemacht. Wir hatten uns zwar einen nicht ganz so ruhigen Tag für unsere Erkundung der Kornaten ausgesucht und haben auch den ein oder anderen Spritzer Wasser abbekommen,aber abgesehen von der Überfahrt vom Festland zu der Inselgruppe war die See doch relativ ruhig.

Brücke Kornaten bei Zadar

Fazit: Eine Bootstour macht den Ausflug in die älteste durchgängig bewohnte Stadt Kroatiens perfekt!

Stopp: Split

Split mag eine wunderschöne Stadt sein. Aber ich persönlich empfand die Menschenmassen als beklemmend und konnte die beinahe zwei Jahrtausende alten Gebäude nicht richtig genießen. Als wir an der Promenade am Rande der Altstadt entspannen wollten, kamen Fußballfans (es war zwar die Zeit der WM, aber an diesem Tag lief kein Spiel) und spielten völlig verrückt: Gläser und Flaschen zerbarsten, es wurde laut gebrüllt und Bengalos wurden gezündet, deren Rauchwolke uns noch eine Weile verfolgte. So stelle ich mir eine angenehme Pause vom Motorradfahren nicht vor. Zu allem Übel kam hinzu, dass wir bei unserer Rückkehr feststellten, dass unsere Jacken geklaut worden waren. Schöner Mist! Wir fuhren in den einzigen Motorradladen, der laut Google noch geöffnet war: Ein Harley Shop! Da die Jacken dort unser Budget jedoch ein klein wenig überschritten, empfahl uns der überaus freundliche Eigentümer einen Second Hand Shop nur fünf Minuten entfernt. Dort gab es tatsächlich Motorradjacken und wie durch ein Wunder genau eine in meiner Größe und eine in der Größe meines Reisebegleiters. So traten wir die letzte Etappe des Tages mit gut zwei Stunden Verspätung an.

Altstadt Split

Fazit: Irgendwann gebe ich Split nochmal eine Chance, aber auf dieser Reise war das ein Stopp, den ich lieber vergessen möchte.

Station #4: Mostar

Ich weiß nicht, ob du das Gefühl kennst, wenn du einen Ort jahrelang auf deiner Bucket List hast. Einen ganz bestimmten Ort, nicht ein Land oder eine Region. Und dann stehst du plötzlich genau da, von wo sonst die ganzen schönen Fotos von Instagram aufgenommen wurden. Als wir an diesem Abend mit mehreren Stunden Verspätung in Mostar ankamen, war ich beinahe zu Tränen gerührt. Die weltbekannte Brücke vom Garten unseres AirBnB zu sehen, war einfach grandios. Am nächsten Morgen bin ich dann sogar ganz früh raus, um sie im Sonnenaufgang zu fotografieren. So hatte ich sie fast für mich alleine!

Alte Brücke Mostar

Fazit: Ein Traum wurde wahr und ich bin froh, dass wir diesen Umweg gefahren sind!

Station #5: Dubrovnik

Auf Dubrovnik habe ich mich sehr gefreut. Leider haben wir ein wenig außerhalb gewohnt und mussten immer mit dem Motorrad in die 15 Minuten entfernte Altstadt fahren. Das haben wir am ersten Abend sowie dem darauffolgenden Morgen getan. Auch hier hat sich das frühe Aufstehen wirklich gelohnt. Die malerischen Straßen der kroatischen Hauptstadt sind nämlich für gewöhnlich so überfüllt, dass man kaum durchkommt. Um 6 Uhr morgen ist zwar auch schon erstaunlich viel los, aber es ist kein Vergleich zu den Menschenmassen, die sich hier ab 8 Uhr morgens bis spät abends tummeln.

Dubrovnik von oben

Fazit: Photogene Stadt, aber bis auf früh morgens für meinen Geschmack zu voll.

Station #6: Trogir

Von Trogir hatte ich noch nie zuvor gehört. Umso mehr war ich überrascht, als ich mit eigenen Augen sah, wie wunderhübsch dieses auf einer kleinen Insel gelegene Städtchen ist. Zu Fuß kannst du innerhalb von nur 15 Minuten einmal um die gesamte Insel laufen. Viel zu tun, gibt es also nicht. Es gibt eine kleine Festung und die Gässchen der Altstadt, in denen du dich einfach treiben lassen kannst. Als Rückzugsort mit schönen Fotomotiven eignet sich Trogir ganz fantastisch.

Die Gassen von Trogir

Fazit: Perfekt für ein paar Tage der Entspannung!

Stopp: Krka Nationalpark

Gibt es eigentlich ein Wort für das Gegenteil von Highlight? Dann möchte ich das nun für den Krka Nationalpark verwenden. Ja, die Wasserfälle sind ganz schön, aber meiner Meinung nach ist dieser Park die reinste Touristenfalle. Der Eintritt kostet beinahe 30 Euro und dafür kann man nur den Steg (der lange nicht so schön ist wie der in Plitvice) entlang eines Flusses laufen, der einen dann am Ende zu zwei Wasserfällen führt. Die übrigens Wasserfälle kann man nur von einem Boot aus sehen, das jedoch zusätzliche 30 Euro kostet. Alles pro Person, versteht sich. Nett! Dann wird damit geworben, dass man vor den Wasserfällen schwimmen kann. Ja, das stimmt. Nur leider war, als wir da waren, so viel los, dass man gar nicht mal ans Wasser kommen konnte. Möglicherweise ist es in der Nebensaison etwas erträglicher. Zudem meint mein Freund, dass ich einfach nicht gut gelaunt war. Ja, auch Reiseblogger haben mal einen schlechten Tag.

Krka Nationalpark

Fazit: Touristenabzocke! Ich fahre dort bestimmt nie wieder hin!

Station #7: Senj

Hier haben wir nur übernachtet. Das Örtchen sah von unserer Dachterrasse des AirBnB ganz süß aus. Aber mehr kann ich zu dem Ort selbst nicht sagen. Auf dem Weg nach Senj hielten wir in einem kleinen Dorf am Meer namens Karlobag , um unsere hungrigen Mägen zu füllen und den Sonnenuntergang zu bestaunen. Dabei kamen zwei ältere Herren vorbei und fragten uns, ob wir eine Unterkunft suchten. Solltest du also in der Gegend sein und noch nichts gebucht haben: Kein Problem! Hier findest du schnell was.

Station #8: Ljubljana

Ljubljana war meine erste Begegnung mit Slowenien. Auch dieses Land stand auf meiner Bucket List, seit ich an der Uni mal ein Referat über die wunderschöne Landschaft gehört hatte. Und allein schon der Weg von Senj in die slowenische Hauptstadt… Das ist wohl der Traum eines jeden Motorradfahrers in Europa. Traumhafte Berg- und Tallandschaften mit malerischen Dörfern, die an ruhig dahin plätschernden Bächen liegen. Die Stadt selbst ist relativ klein, sodass du die Altstadt an einem Nachmittag erkunden könntest. Aber ich denke, dass sie es verdient, ihr ein bisschen mehr Zeit zu widmen. Daher würde ich beim nächsten Mal durchaus gerne ein wenig länger bleiben.

Gassen in Ljubljana

Fazit: Eine hübsche Stadt, in der ich mir vielleicht vorstellen könnte, mal ein paar Wochen zu verbringen.

Station #9: Bled

Bled war mit Mostar zusammen mein absolutes Highlight. Auch Bled war schon seite Jahren auf meiner Bucket List. Denn ich wollte unbedingt die berühmte Insel im Bleder See fotografieren. Also machten wir uns schon am Abend auf die Suche nach einem passenden Ort, von dem aus wir am nächsten Morgen den Sonnenaufgang fotografieren konnten. Wir fanden einen hübschen Steg und kamen nach einer kurzen Nacht um 5:45 Uhr zurück. Die Wolken, die eng über den Bergen hingen, machten mir Sorgen, aber am Ende setzten sich die Strahlen der Sonne durch und der Sonnenaufgang war einfach magisch.

Sonnenaufgang Bled

Fazit: Ein weiteres Highlight. Ich bin sehr froh, dass wir entgegen unserem ursprünglichen Plan diese Übernachtung noch eingeschoben haben.

Station #10: Chiemsee

Auf unserer letzten Station war ein wenig die Luft raus. Ich war müde von der langen und für mich etwas ungewohnten Art zu reisen, aber wir wollten uns den letzten Sonnenuntergang nicht entgehen lassen. Also fuhren wir an den Chiemsee und genossen nach einem deftigen Essen die kühle Abendluft. Es war ein würdiger Abschluss unserer dreiwöchigen Reise.

Sonnenuntergang Chiemsee

Fazit: Ein idealer Stopp auf dem Weg zurück in die deutsche Heimat.

Die Zeit auf dem Balkan verging wie im Fluge und ich bin mir fast sicher, dass ich die Tour nächstes Jahr wieder so in der Art machen werde. Denn die Summer Sensual Days finden auch dann wieder im Juni statt und ich möchte auf jeden Fall dabei sein. Und wer weiß? Vielleicht kann ich mir dann für die einzelnen Orte mehr Zeit nehmen und auch noch den ein oder anderen erkunden, den wir auf dieser Reise auslassen mussten. Der Balkan hat noch einiges zu bieten…

Deine Barbara

Melde dich zu meinem Newsletter an, in dem ich dich über mein Leben auf Reisen und als digitale Nomadin informiere! So verpasst du keinen neuen Blogpost, kein neues E-Book oder wohin mich meine Reisen bringen. Langweilig wird es sicher nicht!

KROATIEN

ZADAR

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7 MAYA-RUINEN IN MEXIKO UND GUATEMALA

ASIEN

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