Sterzing – Das idyllische Tor nach Italien

Sterzing – Das idyllische Tor nach Italien

Europa

Sterzing liegt in Südtirol direkt hinter der österreichischen Grenze, wenn man über den Brenner kommt, und ist die nördlichste Stadt Italiens. Seit gut 25 Jahren bin ich regelmäßig hier. Grund dafür ist die ideale Lage. Denn als ich klein war, sind wir – also meine Eltern, mein Bruder und ich – alljährlich mit dem Auto nach Sizilien gefahren, wo meine Mutter herkam, und Sterzing eignet sich perfekt für einen ersten Stopp auf dem Weg in den Süden von Bella Italia. Warum du hier aber mehr als nur eine Übernachtung einlegen solltest, zeige ich dir heute:

Sterzing – Wie, was, wo?

Sterzing hat einen unvergleichlichen Charme – egal zu welcher Jahreszeit verzaubert es seine Besucher. Auch wenn ich die Alpinstadt vor allem in der warmen Jahreszeit kenne, weil wir hier meistens einen Stopp eingelegt haben, wenn wir im Mai nach Venedig, im August nach Verona oder im Oktober nach Palermo gefahren sind, versichere ich dir, dass sich der Ort zu jeder Jahreszeit lohnt.

Vom Bergpanorama eingerahmt, warten hier pittoreske Einkaufsstraßen in einer der schönsten Altstädte des Landes mit mittelalterlichen Kirchen und Plätzen.

Du liebst Sport? Dann geh Wandern auf dem Rosskopf, Golfen auf dem Golfplatz oder Schlittschuhlaufen in der Eishalle. Der Hochseilgarten sorgt für Spaß und einen hohen Adrenalinpegel. Auch wenn ich mittlerweile sehr gerne die Wanderstiefel anziehe (was ich hier auch getan habe), bin ich dennoch mehr auf der Seite der Kulturbegeisterten zu finden: Die gotischen Kirchen und mittelalterlichen Burgen hinterlassen bei mir ein Gefühl von Erstaunen und Ehrfurcht.

Das Gute an Sterzing? Hier kannst du alles mit einander verbinden! So hast du die perfekte Mischung.

 

Sterzing – Anreise

Mit dem Zug: Sterzing hat einen Bahnhof. Über die Haltestelle Brenner/Brennero kommst du mit Umsteigen per Zug dorthin.

Mit dem Bus: Von Innsbruck fährt zum Beispiel Flixbus in ca. 50 Minuten direkt nach Sterzing. Preise starten bei 5,99 Euro und es gehen drei bis fünf Flixbusse pro Tag. Das ist sicher die günstigste Alternative für einen Abstecher nach Sterzing.

Mit dem Auto: Mit dem Auto gelangst du ganz einfach über die Brennerautobahn von Österreich nach Sterzing. Nachdem du die Grenze überquert hast, musst du die zweite Ausfahrt nehmen. Die erste Ausfahrt „Colle Isarco“ kannst du aber auch nehmen und dann am Fluss Eisack (Italienisch Isarco) entlang Landstraße bis Sterzing fahren. Wenn du diese Möglichkeit wählst, kommst du um die italienische Autobahnmaut herum.

Da ich innerhalb Europas im Normalfall mit Bus, Bahn oder Auto unterwegs bin und, soweit möglich, auf Flugreisen verzichte, möchte ich die nächstgelegenen Flughäfen gar nicht erst erwähnen, sondern dazu anregen, eine Bus- oder Zugreise nach Südtirol zu unternehmen.

 

Sterzing – Meine Highlights

Wandern

Sterzing bietet sich mit seiner Lage in den südtiroler Alpen wunderbar zum Wandern an. Rundherum gibt es zahlreiche Wanderwege jeden Schwierigkeitsgrades, sodass sie sich für Groß und Klein, Jung und Alt eignen.

Empfehlenswert ist zum Beispiel die Fahrt mit der Gondel rauf auf den Rosskopf. Dort oben kannst du alles machen, was dein Outdoorliebhaberherz begehrt: Wandern, Mountainbiken, Einkehren.

Ich selbst wollte mit meinem Vater und meinem Bruder den Trenser Höhenweg laufen. Der Rundweg führt über knapp sechs Kilometer von der Wallfahrtskirche Maria Trens bis zur Burg Sprechenstein und wieder zurück und ist mit etwa zwei Stunden Wanderung angesetzt.

Kirche in Maria Trens bei Sterzing

Maria Trens ist übrigens nach Maria Weissenstein der bekannteste Wallfahrtsort in Südtirol. Seine Beliebtheit reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück.

Der Weg ist zwar steil und führt zum Teil über nicht befestigte Wege durch den Wald (Achtung: durch feuchten Schlamm war es an einigen Stellen sehr rutschig), aber allgemein empfand ich es als absolut machbar und nicht außergewöhnlich schwer.

Mit ein wenig Glück kannst du hier sogar Tiere beobachten.

Der Ausblick war herrlich und ich freute mich bereits auf die Einkehrmöglichkeit auf der Burg.

Leider war meinem Vater ein Streckenabschnitt zu eng und auf der einen Seite ging es steil runter. Ich bin dankbar, dass er mir gesagt hat, was dieser Abschnitt in ihm ausgelöst hat. Denn 2019 hat meiner Familie schon genug Unglück bereitet. Daher wollen wir unsere Schutzengel erstmal nicht zu sehr in Anspruch nehmen. Wir sind daher umgedreht. Beim nächsten Mal würde ich die Wanderung gerne ganz machen und dann die Burg Sprechenstein nicht nur von unten sehen. Hinein kann man jedoch nicht.

 

Einkehren

Was gibt es Schöneres, als nach oder während einer anregenden Wanderung dem Körper etwas Gutes zu tun, sich auszuruhen und ein kühles Getränk zu genießen oder den hungrigen Magen zu füllen? Dafür warten entlang der Wanderwege zahlreiche Almen, die zudem mit einem Blick belohnen, der jedes Wandererherz zum Leuchten bringt.

Wenn du nicht ganz so fit bist, aber dennoch nicht auf das gesellige Einkehren verzichten möchtest, habe ich einen tollen Tipp für dich: Die Prantner Alm ist mit dem Auto erreichbar. Da mein Vater sich für die Wanderung körperlich nicht in der Lage gesehen hat, habe ich nach einer Alm gesucht, zu der wir mit dem Auto fahren können. Dabei bin ich schnell auf die Prantner Alm gestoßen, die zwar nur 11 km, aber gute 30 Minuten Fahrt von Sterzing entfernt liegt.

Von der Prantner Alm hast du nicht nur einen herrlichen Blick auf den Rosskopf und die umliegenden Berge, sondern kannst auch nach Herzenslust schlemmen. Ich hatte ein leckeres Tris di Knödel – Käseknödel in dreierlei Geschmacksrichtungen.

Sehenswürdigkeiten

Burg Sprechenstein

Bei der Burg Sprechenstein handelt es sich um einen legendenumwobenen Ort. Es heißt, der Geist eines ermordeten Ritters suche die Burg heim, der einst mit seiner geliebten Frau auf der Burg Sprechenstein lebte. Der Pfeil, der ihn sein Leben kostete, steckt noch immer in seinem Herzen. Ein Ritter, der auf der nahegelegenen Burg Reifenstein wohnte, tötete ihn aus Eifersucht. Einen Beleg, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, gibt es nicht.

Auffällig an Burg Sprechenstein ist der kreisförmige Burgfried aus dem 13. Jahrhundert. Der große Saal und die Kapelle, die dem Heiligen Erasmus geweiht ist, mit ihrem kleinen Flügelaltar sowie die Wandmalereien und Fresken entstanden in späteren Jahrhunderten. Das Schloss und seine Kunstwerke wurden im Zweiten Weltkrieg von Bomben getroffen und später restauriert. Seit Ende des 18. Jahrhunderts befindet sich die Burg Sprechenstein im Besitz der Fürsten von Auersperg.

Wie bereits weiter oben in meinem Artikel erwähnt, ist die Burg Sprechenstein nur von außen zu sehen.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Burg Sprechenstein eigentlich im benachbarten Freienfeld liegt.

 

Burg Reifenstein

Südwestlich von Sterzing blickt die imposante Burg Reifenstein von einem felsigen Hügel herunter. In historischen Dokumenten erscheint die Burg erstmals im Jahre 1110, als sie den Adligen von Stilfes als Lehen übergeben wurde. 1410 ging das Eigentum an Reifenstein auf den Deutschen Ritterorden über. 1813 wurde der Orden aufgelöst, und die Fürsten von Thurn und Taxis erhielten die Burg als Ausgleich für die Abschaffung ihres Postmonopols.

Das gotische Innere der Burg versetzt die Besucher in die Zeit des Mittelalters: Das Eingangstor ist durch ein Fallgitter gesichert, und die historische Zugbrücke führt über einen Graben. Brüstungen und Schießscharten in den Mauern erinnern an zahlreiche Kämpfe, die hier ausgetragen wurden. Leider konnte ich nicht hinein, weil dies nur mit einer Führung möglich ist, die zu bestimmten Zeiten stattfindet. Die letzte Führung an dem einzigen zur Verfügung stehenden Tag habe ich dummerweise verpasst.

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz, ist aber für Besucher zugänglich.

Öffnungszeiten: Diese variieren von Monat zu Monat. Prinzipiell finden die Führungen etwa zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober statt. Der Besuch ist wie erwähnt nur im Rahmen einer Führung mit mindestens 4 Personen möglich.
Dieses Jahr (2019) fanden die Führungen zu folgenden Zeiten statt:
Sonntag bis Freitag um 10.30, 14.00 und 15.00 Uhr
Samstags geschlossen

Eintritt:
Euro 7,00 (Erwachsene)
Euro 4,00 (Kinder)

Weitere Informationen:
Tel. +39 339 2643752, info@sterzing.com

 

Sterzing – Hotel

Seit etwa 25 Jahren übernachte ich, wenn ich den Zwischenstopp in Sterzing einlege, im Gasthof Hotel Larch. Eigentlich liegt es im benachbarten Freienfeld – genau wie die Burg Sprechenstein und der Trenser Höhenweg. Das 4-Sterne Hotel ist urig, gemütlich und wir fühlen uns sehr wohl. Luxus solltest du nicht erwarten, dafür eine heimelige Wohlfühl-Atmosphäre. Das Essen ist zubereitet mit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, die Frühstückseier kommen von den Hühner im Stall hinterm Haus und der Jogurt ist hausgemacht. Mit Milch von Kühen von der Alm – und ganz viel Liebe. Das schmeckt man und daher kommen wir seit so vielen Jahren immer wieder.

Wenn du lieber bei Booking buchen möchtest, gelangst du hier zu den verfügbaren Hotels in Sterzing: Sterzing Hotels bei Booking*.

 

Sterzing – Weiterreise

Venedig: Die Stadt der Brücken ist immer eine Reise wert. Ob zum Karneval oder zu einer anderen Jahreszeit, Venedig ist zwar touristisch, hat aber auch viele ruhige Ecken zu bieten. Ich war mittlerweile schon viermal dort und langweilig wird es absolut nicht. Ich entdecke immer Neues und freue mich bereits bei der Abreise auf den nächsten Besuch. Flixbus fährt täglich von Sterzing via Innsbruck nach Venedig.

Verona: Auch in Verona war ich schon viermal. Vor allem für einen Besuch der Oper lohnt es sich aber immer wieder, den Weg auf sich zu nehmen und ein paar Tage in dieser wunderschönen Stadt zu verbringen. Flixbus fährt mehrmals pro Woche von Sterzing via Innsbruck nach Verona.

Palermo: Palermo ist meine zweite Heimat. Daher bin ich ein wenig voreingenommen. Aber ich finde, dass jeder mindestens einmal in der sizilianischen Hauptstadt gewesen sein sollte. Kultur, Gastronomie, Architektur oder einfach die Sonne genießen am Strand von Mondello… Palermo solltest du nicht verpassen!

 

Mein Fazit

Für mich persönlich ist Sterzing seit weit über zwei Jahrzehnten der Startschuss des Urlaubs. Hier begannen fast alle Italienreisen und manchmal, auf dem Rückweg, endeten sie hier auch.

Lange Zeit hat meine Familie hier leider eigentlich nur übernachtet, ohne die Gegend zu erkunden. Ich bin froh, dass ich das nun Schritt für Schritt nachhole.

Warst du schon mal in Sterzing? Hast du nur dort übernachtet oder dir auch die Umgebung angeschaut? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Der Koasa Trail – Wandern in Tirol

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Auf Einladung des Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol bin ich im Juni nach Österreich gefahren, um dort den Koasa Trail zu wandern. Ich konnte es perfekt mit einem weiteren Motorradtrip verbinden, da ich zum zweiten Mal zu den Summer Sensual Days nach Rovinj wollte.

Koasa Trail – Ein Wanderweg in Tirol

Der Koasa Trail dreht sich rund um den Wilden Kaiser, einem Bergmassiv, das Teil des Kaisergebirges ist. Dieses besteht aus dem eben genannten Wilden Kaiser, dem Zahmen Kaiser und dem Niederkaiser. Es befindet sich in den östlichen Alpen und ist ein Magnet für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer. Den offiziellen Koasa Trail gibt es erst seit wenigen Jahren. Er verbindet verschiedene Wanderwege zu einer mehrtägigen Weitwanderung mit 80 Kilometer Strecke, sodass du ganz einfach die Highlights des Wilden Kaisers entdecken kannst. Jeden Tag erwartet dich ein besonderer Naturschauplatz, der dir die Region immer näher ans Herz wachsen lassen wird.

Wegweiser Koasa Trail

Und noch eine Info vorweg mit einem kleinen Outing: Als ich das erste Mal vom Koasa Trail gelesen habe, betonte meine innere Stimme elegant „Ko-Asa Trail“. Dabei blieb es einige Tage, bis ich Google für ein paar Infos bediente und feststellte, dass Koasa Österreichisch für Kaiser ist. Da kann ich nur sagen: Facepalm, Barbara!

 

Koasa Trail – Die Anreise

Salzburg (60 km), Innsbruck (90 km) und München (135 km) sind unweit der Kitzbüheler Alpen und geben dir Orientierungspunkte bzw. Anlaufstellen für deine Anreise. So kommst du schnell und unkompliziert nach Oberndorf, wo der Koasa Trail beginnt:
  • Mit dem Flugzeug: Ich empfehle innerhalb Europas eigentlich eine Anreise mit Bus, Bahn oder gegebenenfalls dem eigenen Auto. Der Vollständigkeit halber möchte ich aber auch erwähnen, dass die Kitzbüheler Alpen von drei Flughäfen gut erreichbar sind: der Flughafen Innsbruck (INN) ist 100 km entfernt, der Flughafen Salzburg (SZG) 60 km und der Flughafen München (MUC) 160 km.
  • Mit dem Bus bzw. Zug: Leider fährt kein Flixbus nach Sankt Johann in Tirol, dafür kannst du aber zum Beispiel nach Innsbruck, Salzburg, München oder Wien fahren und von dort mit der Bahn weiterfahren.St. Johann in Tirol hat eine Haltstelle für einen Schnellzug und Oberndorf eine für Regionalbahnen. Von Innsbruck kannst du mit ca. 80 Minuten Fahrtzeit rechnen, von Salzburg mit 30 Minuten, von München mit ca. 2,5 Stunden und von Wien mit ca. 5,5 Stunden.
  • Mit dem Auto bzw. Motorrad: Mit deinem eigenen fahrbaren Untersatz oder einem Mietwagen kommst du von München oder Innsbruck am besten über die Inntalautobahn A12 und dann über die Bundesstraße 178. Von Salzburg geht es über die A1 oder die A10 zur Bundesstraße 178.

 

Koasa Trail – Die Etappen

Wie bereits erwähnt, umfassen die fünf Etappen des Koasa Trails etwa 80 Kilometer, auf denen du mit atemberaubender Aussicht auf den Wilden Kaiser für deine Mühen belohnt wirst. Jeden Tag erwartet dich ein Highlight:

Etappe 1

Los geht es am Info Point in Sankt Johann. Von dort läufst du rechts die Straße runter, überquerst die Kitzbüheler Ache und verlässt kurz darauf die Stadt. Nach einiger Zeit beginnt ganz langsam der Aufstieg zum Bergkamm des Niederkaisers. Eine gute Stunde geht es bergauf – vorbei an der Einsiedelei mit der kleinen Kapelle Maria Blut, wo eine Nonne mir ein fröhliches „Grüß Gott“ zugerufen hat, und der Gmailkapelle – bis du auf den Bergkamm in 1226 Metern Höhe gelangst. Dort wirst du mit einem fantastischen Ausblick belohnt – zu deiner rechten kannst du den Wilden Kaiser bestaunen und zur linken den Blick ins Tal runter nach St Johann in Tirol genießen. Auf der anderen Seite geht es dann wieder runter. An der Bacheralm wartet eine erfrischende Schorle aus Kräutern, Pfefferminze oder Löwenzahn trinken. Selbstgemacht, versteht sich. Und zu mehr als fairen Preisen von 2,50 Euro für einen halben Liter. Von dort ist es nicht mehr weit in den kleinen Ort Gasteig. In etwa 1,5 Stunden läufst du von dort einmal um den Reitberg drum herum und dann noch einmal 1,5 Stunden entlang des Kaiserbachs in einer idyllischen Szenerie hinauf zur Griesner Alm.

Das Highlight des Tages: Der Niederkaiserkamm! Der Blick in beide Richtungen ist so schön, dass ich gar nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte…

Koasa Trail Wilder Kaiser

 

Etappe 2

Für die zweite Etappe kannst du zwischen zwei Varianten wählen. Die erste hat eine Länge von 10 Kilometern und führt dich auf den Hunds- und Stripsenkopf. Dann läufst du entlang des Bergkamms über die Gipfel Tristecken, Feldberg und Wasserlahnerkopf und über den Gamsgraben zurück ins Tal. Ich habe mich jedoch für die kürzere Variante 2 entschieden (während meines Aufenthalts lag noch recht viel Schnee auf der Route der Variante 1), bei der du zur Fischbachalm läufst und von dort hoch auf den Berg. Oben angekommen, läufst du an der Vorderen und Hinteren Ranggen Alm vorbei, die leider beide keine Bewirtung bieten. Dann beginnt bereits der Abstieg zurück zur Griesner Alm. In den luftigen Höhen der zwei Almen hast du einen perfekten Blick auf die gewaltigen Steilwände des Wilden Kaisers. Als ich dort war, lag noch so viel Schnee, dass die Berge in der Sonne glitzerten und funkelten wie Diamenten.

Das Highlight des Tages: Das Kaiserbachtal! Für mich war aber auch der Anblick der Berge, die auf dieser Etappe greifbar nah waren, ein Highlight, das mich den ganzen Weg begleitet hat.

Kuh am Koasa Trail vorm Wilden Kaiser Etappe 2 

Etappe 3

Die dritte Etappe war bei mir etwas kürzer, da ich spontan die Unterkunft gewechselt habe. So schön die Griesner Alm ist, kann ich trotzdem nicht zwei Tage auf Internet verzichten. Wenn du diese Unterkunft wählst, steckst du zwei volle Tage in einem Funkloch und auch während der Wanderung der zweiten Etappe hast du bestenfalls E-Netz. Daher bin ich in ein Hotel in Gasteig umgezogen, womit sich die Etappe 3 um etwa 5 Kilometer verkürzte. Von Gasteig ging es dann über das kleine Dorf Hinterberg zur Teufelsgasse – eine wunderschöne Schlucht, die der Teufel selbst erschaffen haben soll, damit sich die Sündigen in ihr verirren. Sie war erst kurz vor meiner Anreise geöffnet worden, weil sie zuvor wegen der Schneemassen nicht begehbar gewesen war. Kurz nach der Teufelsgasse öffnet sich ein fantastischer Blick auf das Tal. Nach nur wenigen Kurven gelangst du zur Prostalm: eine willkommene Erfrischung und Stärkung warten hier neben einem erneut perfekten Blick auf den Wilden Kaiser. Ich habe eine gute Stunde Pause gemacht, bevor ich noch die letzten Meter auf den Prostkögel aufgestiegen bin – den höchsten Punkt dieser Etappe. Von da ging es dann nur noch abwärts bis nach Erpfendorf. Leider habe ich die Abzweigung verpasst, weil das entsprechende Schild wohl umgefallen war und bin noch einen Umweg von gut einem Kilometer über das Nachbardorf Weng gelaufen. Ich gebe zu, dass der Abstieg mit dem Umweg eine körperliche Herausforderung war und mir die Temperaturen um die 30 Grad zusetzten. Ich war mehr als froh, als ich endlich im Hotel war und den Tag im Whirlpool ausklingen konnte.

Das Highlight des Tages: Die Teufelsgasse! Der Weg ist abwechslungsreich und birgt eine völlig neue Landschaft.

Teufelsgasse Koasa Trail

 

Etappe 4

Für die vierte Etappe brauchst du Ausdauer und ich rate dir, sehr früh zu starten. Ich bin um 9 Uhr losgegangen und das stellte sich schon als ganz schön spät heraus. Die ersten Kilometer lassen die Etappe zwar harmlos erscheinen, da es erst ohne starken Anstieg durch Erpfendorf und den Nachbarort geht und dann durch die kühle Griesbachklamm. Am Ende der Klamm geht es jedoch plötzlich nach rechts ab und steil aufwärts durch den Wald. Oben angekommen, ist es nicht mehr weit bis zur Angerlalm, die nicht nur die nötige Erfrischung bringt, sondern zumindest mir auch ein fettes Grinsen auf die Lippen gezaubert hat: Mehrere Ziegen und ein Schwein laufen hier frei herum und beglücken Klein und Groß gleichermaßen. Nach etwa 45 Minuten habe ich mir dann wieder den Rucksack aufgeschnallt und den Aufstieg fortgesetzt. Es dauerte etwa 15 Minuten, bis ich an ein Tor gelangte, das ich öffnete. Als ich mich herumdrehte, sah ich einen Wanderer nur wenige Meter hinter mir, dem ich daraufhin das Tor aufhielt. Er bedankte sich und fing sofort an, mir Fragen zu stellen: „Wo willst du hin?“, „Wo kommst du her?“, „Machst du Urlaub?“. Schnell stellte er fest, dass wir gut drei Kilometer lang denselben Weg hätten, bevor er nach links und ich nach rechts abbiegen müsse. Er kannte sich unheimlich gut aus und auch wenn mir sein Schritttempo eigentlich zu schnell war, freute ich mich über die Gesellschaft und seine Informationen zum Wanderweg und der Umgebung. Dennoch war ich auch froh, als sich unsere Wege wieder trennten. Denn ich war ganz schön außer Atem durch den schnellen Gang bergauf. Beim Blick in meine App bekam ich einen ganz schönen Schreck: Es waren noch 10 Kilometer bis zu meinem Ziel! Erschöpft durch die vorherigen 9 Kilometer und die brütenden 33 Grad, vor denen ich mich auf dem Bergkamm und, als es querfeldein durch die Wiesen ging, kaum schützen konnte, ging ich meines Weges. Ich machte noch bestimmt drei Pausen, weil ich immer müder und müder wurde. Gegend 17 Uhr kam ich endlich auf eine Straße. Irgendwann traf ich auf eine Kuhherde, die friedlich am Rand graste. Dann bog ich um die nächste Kurve. Eine rabenschwarze Kuh stand mitten auf der Straße und starrte mir direkt in die Augen. Plötzlich scharrte sie mit den Hufen – wie ein angriffsbereiter Stier. Ich konnte mir zwar eigentlich nicht vorstellen, dass die Kuh wirklich angreifen würde, aber sicher ist ja bekanntlich sicher. Also flüchte ich kurzerhand unter dem Zaun durch ins hoch bewachsene Feld auf der anderen Straßenseite. Die Kuh beäugte mich weiterhin, während ich mich langsam einen Schritt nach dem anderen durch das hohe Gras kämpfte. Ich war froh, die Herde hinter mir zu lassen und kam endlich in die Nähe von St. Johann. Kurz nach 18 Uhr erreichte ich völlig fertig das Hotel. Es war meine bisher längste und schwerste Wanderung.

Das Highlight des Tages: Die Griesbachklamm! Kühl, schön und photogen zeigt sich dieser Teil des Koasa Trails, der mir mit der Teufelsgasse am besten von allem gefallen hat.

Griesbachklamm Koasa Trail

 

Etappe 5

In Absprache mit meiner Ansprechpartnerin von Tourismusverband Tirol hatte ich beschlossen, den letzten Tag ganz langsam angehen zu lassen: Anstelle des Aufstiegs fuhr ich mit der Gondel bis zum Kitzbüheler Horn. Das Highlight des Tages ist auf Etappe 5 ein Wasserfall, an dem du beim Aufstieg vorbeikommst. Leider war dieser aber gesperrt, sodass wir das Gebiet sowieso hätten umgehen müssen. Daher war die Gondelfahrt eine ausgezeihnete Alternative. Von der Gondelstation bis zum Horn kannst du normalerweise wandern. Allerdings war dieser Wanderweg noch gesperrt. Der harte und lange Winter hat einigen Etappen des Koasa Trails ganz schön zugesetzt. Diese Tagestour bestand daher für mich ausschließlich aus dem Abstieg bis nach Oberndorf. Schön waren auch die Pausen an den zwei Almen: die Stanglalm und die Müllneralm.

Das Highlight des Tages: Eigentlich sollte es der zuvor erwähnte Wasserfall sein, aber da ich ihn ja nicht anschauen konnte, war mein persönliches Highlight die Gondelfahrt.

Gondel Koasa Trail

 

Koasa Trail – Die Hotels

Hotel Penzinghof

Das Hotel, in dem meine Wandertour in Tirol begonnen und geendet hat, vereint Alpenliebe und Luxus. Holz bestimmt die öffentlichen Räume. Bring auf jeden Fall den Badeanzug mit! Den Infinity Pool mit Blick auf den Wilden Kaiser solltest du dir nicht entgehen lassen. Und wenn du es lieber trocken magst, gibt es sogar einen Ruheraum mit bequemen Betten, von denen du den Panoramablick genießen kannst.

Hotel Penzinghof Koasa Trail

 

Griesner Alm

Die Griesner Alm ist ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Hier gibt es weder WLAN noch mobiles Internet, dafür viel gute Luft und gutes Essen. Die Alm ist ideal, wenn du mal ein paar Tage abschalten willst – im wahrsten Sinne des Wortes. Dir sollte auch klar sein, dass bei einer Buchung des Trails als Paket diese Alm fpr zwei Nächte vorgesehen ist.

Griesner Alm Koasa Trail

 

Hotel Kramerhof

Das Hotel Kramerhof ist zwar rustikal eingerichtet, überzeugt aber dennoch mit modernen Einrichtungen. Für die Kleinen gibt es einen angeschlossenen Pferdehof. Aber ich gebe zu, dass selbst ich ziemlich begeistert war, am Morgen die Augen zu öffnen und erst einmal ein paar Pferde vor dem Fenster friedlich grasen zu sehen. Einen solchen Anblick hatte ich noch nie.

Kramerhof Koasa Trail

 

Vitalhotel Berghof

Das Vitalhotel Berghof hat mir wirklich gut gefallen. Der Name ist hier zwar Programm, sodass du dich wie auf einem Hof in den Bergen fühlst, aber dennoch fehlen die kleinen Dingen nicht, die den Aufenthalt unvergesslich machen: so zum Beispiel der Spabereich und der Whirlpool. Aber auch die Tatsache, dass du mit einem fröhlichen Lächeln vom Chef persönlich begrüßt und gleich geduzt wirst, führt dazu, dass du dich sogleich wie Zuhause fühlst.

Vitalhotel Berghof Koasa Trail

 

LTI Kaiserfels

Das Hotel in Sankt Johann ist modern und vor allem im Winter super gelegen, da es einen Lift direkt hinterm Haus hat. Auch für die Wanderung des Koasa Trails liegt es ideal. Allerdings ist es eine Kette und kein kleiner Familienbetrieb.

LTI Kaiserfels Koasa Trail

 

Koasa Trail – Fazit

Für mich war der Koasa Trail eine besondere Erfahrung. Nicht nur hat er mich als Meerliebhaber näher zu den Bergen gebracht. Er hat mir auch eine willkommene körperliche Anstrengung beschert. Ich habe ja bereits in meinem Venedig-Beitrag erwähnt, dass meine Mutter vor etwas über einem Monat von uns gegangen ist. Durch diese Erfahrung mit dem Tod habe ich das erste Mal eine gewisse Freude verspürt, Muskelkater zu haben. Es hat mir gezeigt, dass ich am Leben bin. Dass mein Körper so funktioniert, wie er es soll. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine Mutter mich auf diesem Weg begleitet hat und mit mir gemeinsam die Schönheit Tirols entdeckt hat.

Barbara Koasa Trail

Eine weitere Erfahrung habe ich zum ersten Mal gemacht und ich war zutiefst überrascht: Da dies meine erste Wanderung über mehr als zwei Tage war, wusste ich nicht, wie schnell sich die Muskeln an die tägliche Anstrengung gewöhnen. Doch bereits am dritten Tag wurde mein Muskelkater spürbar weniger und nicht mehr. Selbst nach den 19 Kilometern der vierten Etappe waren es nicht meine Muskeln, die mir den Dienst versagten, sondern viel mehr meine generelle Energie, die bei den hohen Temperaturen schnell verbraucht war und einen ruhigeren Tag forderte.

Ich bin dankbar und froh, dass ich den Koasa Trail wandern durfte und hoffe, dass ich bald in diese wunderschöne Region zurückkehren werde, um weitere Wanderwege und Naturschauplätze zu entdecken.

PS: Dieser Beitrag enthält Werbung.
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Sehenswürdigkeiten Venedig – Ein perfekter Tag in der Serenissima

Sehenswürdigkeiten Venedig – Ein perfekter Tag in der Serenissima

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Am 17. Mai 2019 ist meine Mutter nach schwerer Krankheit verstorben. Am 25. Mai wäre ihr 62. Geburtstag gewesen, den sie traditionell in Venedig gefeiert hätte. Ihr zu Ehren und um uns ihr noch einmal nahe zu fühlen, bin ich mit meiner ganzen Familie über das Wochenende in die italienische Stadt der Brücken gefahren. Da wir freitags hin und sonntags wieder zurück sind, hatten wir effektiv nur einen Tag vor Ort: den 25. Mai.

Was wir uns alles angeschaut haben und was auch du an einem Tag in Venedig nicht verpassen solltest, erfährst du hier:

 

Venedig – Von der Serenissima zum Touristenzentrum

Bis 1797 war Venedig die Hauptstadt der Republik Venedig und bis ins 16. Jahrhundert sogar eine der größten Handelsmächte der Welt. Venedig hatte die meisten Handelsschiffe, aber auch Kriegsschiffe und konnte so seine Vormachtstellung über die Jahrhunderte bewahren. Die Stadt  war unheimlich reich, weswegen wir bis heute unermessliche Kulturschätze in der Lagunenstadt bestaunen können.

In dieser Zeit erhielt Venedig auch den Titel La Serenissima Repubblica di San Marco (die durchlauchteste Republik des Heiligen Markus). Zunächst galt der Titel dem Dogen – dem Herrscher Venedigs – und den Adligen. Nach einiger Zeit wurde er jedoch auf die gesamte Republik ausgeweitet.

1866 wurde Venedig in Italien eingegliedert und ist seitdem die Hauptstadt der italienischen Provinz Venetien. Sie liegt im Nordosten des Landes in der Lagune von Venedig. Innerhalb dieser Lagune befinden sich 118 Inseln, von denen nur 11 bewohnt sind. Die Hauptinsel mit der Altstadt hat mit 63.000 Bewohnern die mit Abstand höchste Einwohnerzahl aller Inseln. Seit 1987 stehen sowohl Stadt als auch Lagune auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Heute ist Venedig bei Touristen so beliebt wie noch nie. Venedig steht auf der To Do Liste von Reisenden aus aller Welt und wird auch vermehrt von Kreuzfahrtschiffen angesteuert. Die neue Aufgabe lautet: den Spagat zwischen Schönheit und Massentourismus zu meistern.

 

Venedig – Die Anreise

  • Mit dem Flugzeug: Venedig hat zwei Flughäfen. Der Stadtflughafen heißt Marco Polo (das Kürzel ist VCE) und ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen Italiens. Der zweite ist etwa 40 Kilometer entfernt und liegt bei der Stadt Treviso (er hat das Kürzel TSF).
  • Mit dem Zug: Gerade innerhalb Italiens ist Zugfahren günstig und schnell. Der Bahnhof von Venedig befindet sich an einer Vaporetto-Station, sodass du direkt in einen Wasserbus steigen kannst, falls deine Unterkunft zu weit ist, um hinzulaufen oder wenn du sofort mit dem Sightseeing starten möchtest.
  • Mit dem Bus: Venedig ist ganz einfach mit dem Bus zu erreichen und sehr gut mit anderen Städten in Italien und ganz Europa verbunden. Ich bin zwar selbst noch nicht mit dem Bus nach Venedig gefahren, aber bereits dort umgestiegen. Ich fahre immer mit Flixbus.
  • Mit dem Auto: Das mag im ersten Moment merkwürdig erscheinen, aber da meine Eltern grundsätzlich mit dem Auto angereist sind, möchte ich diese Variante nicht unerwähnt lassen. Wenn du über den Brenner fährst, zahlst du etwa 30 Euro Autobahnmaut bis Venedig. Von Mestre (einem von zwei Stadtteilen auf Venedigs Festland) fährst du über eine Brücke auf die Insel Tronchetto, auf der Parkhäuser für die motorisierten Besucher warten. Diese kosten ab 30 Euro pro Tag und du solltest auf jeden Fall im Voraus reservieren. Über eine Fußgängerbrücke gelangst du dann auf die Hauptinsel und kannst entweder zu deinem Hotel laufen oder ein Vaporetto – einen Wasserbus – nehmen.

 

Venedig – Sehenswürdigkeiten

Da ich diesmal nur einen Tag in Venedig verbracht habe, sind meine Tipps gezielt auf einen Tages- bzw. Wochenendausflug mit Anreise am Freitag und Abreise am Sonntag ausgerichtet.

Die Hauptinsel ist der touristischste Teil der Stadt. Darauf findest du berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Markusdom am Markusplatz und den danebenliegenden Dogenpalast, die Rialto-Brücke und die Seufzerbrücke Ponte dei Sospiri. Mach dich darauf gefasst, dass alle diese Sehenswürdigkeiten tagsüber überfüllt sind.

 

Markusplatz und Markusdom

Da du allerdings kaum nach Venedig fahren und dann den Markusdom auslassen wirst, musst du dich wohl oder übel ins Getümmel stürzen. Falls du das Gedrängel und die Menschenmassen umgehen möchtest, habe ich jedoch einen Tipp für dich: Wenn du, so wie ich, zum Sonnenaufgang zum Markusplatz gehst, wirst du ihn fast für dich alleine haben!

Der Turm ist übrigens der Glockenturm des Markusdoms und wird daher auch Markusturm genannt. Er ist mit 98 Metern das höchste Gebäude Venedigs. Seine Spitze fungierte ursprünglich als Leuchtturm, damit die Schiffe sicher in den Hafen der Lagune fanden. 1902 stürzte der Turm nach mehreren Erdbeben ein, was jedoch darauf zurückzuführen war, dass Metallstreben im Innern entfernt worden waren, um einen Aufzug einzubauen. Der Wiederaufbau, bei dem die zwar 1000 Jahre alten, aber sehr gut erhaltenen Pfahlgründungen verwendeten wurden, dauerte neun Jahre. So wurde der neue Turm am Markustag, dem 25. April 1913, feierlich eingeweiht. Heute kann man über einen Aufzug auf den Glockenturm hinauf. Auch das steht bei mir jedoch weiterhin auf der Bucket List…

 

Der Dogenpalast

Wie bereits zu Beginn erwähnt, wurde der Herrscher über die Republik Venedig Doge genannt. Das Wort leitet sich von dem Lateinischen Wort Dux (Anführer) ab. Der erste Doge wurde im Jahre 726 gewählt. Der Dogenpalast direkt neben dem Markusdom war ab dem 9. Jahrhundert Regierungssitz und ist bis heute ein Zeichen des Reichtums, der Größe und der Macht der Lagunenstadt. Dies zeigt sich nicht nur von außen in der herausragenden venezianischen Baukunst, sondern auch in den mit Stuck, vergoldeten Schnitzereien und prachtvollen Gemälden im Innern. Er ist einer der bedeutendsten gotischen Profanbauten.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie drinnen war. Vielleicht ändere ich das bei meinem nächsten Besuch in der Serenissima.

 

Die Seufzerbrücke

Auch die Ponte dei Sospiri – die Seufzerbrücke – hat in den frühen Morgenstunden eine völlig andere Wirkung. Das Wasser liegt glatt da, anstatt von stets vorbeigleitenden Gondeln aufgewühlt zu sein. Wenn du um 6 Uhr dort bist, kannst du sogar für einen Moment die Gedanken zu den Gefangenen schweifen lassen, die vor langer Zeit den Gang über die Seufzerbrücke antraten und dabei einen letzten Blick auf die Lagune werfen konnten, bevor sie für immer im Gefängnis landeten.

Tagsüber stauen sich hier die Gondeln, die um die Ecke ihre Tour durch die kleinen gewundenen Kanäle beginnen.

 

Die Rialto-Brücke

Die Rialto-Brücke ist eine von nur vier Brücken, die über den Canal Grande führt, der die sechs Stadtviertel, genannt Sestieri, von einander trennt: San Marco, Cannaregio und Castello befinden sich auf der einen und Dorsoduro, San Polo und Santa Croce auf der anderen Seite.

Auch rund um die Rialtobrücke herrscht um 6 Uhr morgens Ruhe. So kannst du entspannt Fotos machen.

Das ist der Blick von der Rialto-Brücke zur Vormittagszeit, wenn Betriebsamkeit herrscht:

 

Murano

Wir haben gegen 12 Uhr ein Vaporetto genommen und sind zur Insel Murano gefahren.

Die Insel ist vor allem berühmt für die Glasbläserkunst. Im frühen Mittelalter wurden die Glasbläser nach Murano verbannt, da man in Venedig selbst Angst vor einem Brand hatte. Seit dem wird hier das kostbare Glas hergestellt und hat es zu Weltbekanntheit gebracht.

Meine Mutter liebte das Murano-Glas und wünschte sich einen Kronleuchter für unser Wohnzimmer. Gerne würde ich ihr diesen Wunsch posthum irgendwann erfüllen.

Burano

Auch wenn die Zeit etwas knapp wurde, wollten wir uns den Besuch der Insel Burano nicht nehmen lassen. Gegen 15 Uhr haben wir ein Vaporetto genommen, das ca. 30 Minuten benötigt, um von Murano nach Burano zu fahren. Die bunten Häuser sind einfach zu schön, um sie zu verpassen. Spätestens hier verstreuen sich die Touristen so sehr, dass du auch zu Peak Zeiten noch Platz hast.

Was in Murano die Glasbläserkunst ist, ist in Burano die Spitze. Hier kannst du ältere Damen beobachten, wie sie Spitze klöppeln. In jedem Laden ist dies das Hauptthema. Ob Dekoartikel oder Kleidung… Hier ist alles aus dem weißen Tuch gemacht.

Meine Mutter hat es geliebt, sich hier durch die Läden zu wühlen und hat erst bei ihrem letzten Besuch ein gesticktes Gemälde von „Der Kuss“ von Gustav Klimt ergattert, das in unserem Wohnzimmer hängt. Es war ein komisches Gefühl, als mein Vater uns genau den Laden zeigte, wo sie es gekauft hat.

 

Gegen 18:00 Uhr machen wir uns auf den Rückweg in Richtung Hauptinsel. Dort planen wir eines der Highlights des Tages:

 

Eine Gondelfahrt in Venedig

Ja, es ist kitschig. Aber darf nicht gerade in einer Stadt wie Venedig auch ein bisschen Kitsch und Klischee auf der Tagesordnung stehen? Ich finde schon!

Die Preise für eine Gondelfahrt sind meines Wissens mittlerweile überall gleich und nicht verhandelbar: An allen Gondelstationen der Stadt stehen Schilder mit Preisen, die besagen, dass die kleine Tour (Giro Turistico genannt) bis 19 Uhr 80 Euro und danach 100 Euro kostet. Der sogenannte Giro Completo kostet 120 Euro bzw. 150 Euro.

Gondelfahrt Venedig

Mit etwas Glück erwischst du so wie wir einen Gondoliere, der ein traditionelles Lied über Liebe und Sehnsucht zum besten gegeben hat. Einfach schön!

 

Venedig – Hotel

Während unseres Aufenthalts sind wir in diesem Hotel untergekommen: Hotel Santa Lucia. Das Hotel ist klein, aber fein und befindet sich nur wenige Minuten zu Fuß vom Bahnhof bzw. von den Parkhäusern. Dafür ist es zwar ein ganzes Stück bis zum Markusplatz, aber meiner Meinung nach stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für zwei Zimmer mit insgesamt fünf Personen und zwei Nächte mit Frühstück haben wir 540 Euro gezahlt.

Du möchtest dir andere Unterkünfte anschauen? Dann schau doch mal bei Booking*, Tripadvisor*, Airbnb* oder Hostelworld* vorbei!

 

Venedig – Weiterreise

Venedig liegt ideal, wenn du entweder Italien weiter erkunden willst oder weiter in den Südosten Europas möchtest. Hier ein paar Beispiele für Städte, die sich anbieten würden:

  • Mailand: Mailand ist vor allem für Shopping-Fans das perfekte Ziel. Aber auch Kulturbegeisterte werden sich am Mailänder Dom oder an der Scala erfreuen.
  • Verona: Die Heimat von Romeo und Julia ist ein idealer Ort für einen Wochenendausflug. Auch wenn du kein Opernfreund bist, ist die Arena di Verona einen Besuch wert. Die Atmosphäre ist einzigartig und es ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das kannst du auch in meinem Beitrag lesen: 48 Stunden in Verona.
  • Florenz: 2009 habe ich ein halbes Jahr in Florenz verbracht. Leider habe ich es nicht dorthin zurück geschafft, um mal einen Beitrag über diese wunderschöne Stadt zu schreiben, die definitiv in meinen Top 3 der italienischen Städte ist – mit Palermo und Rom!
  • Ljubljana: Die slowenische Hauptstadt ist eine Perle der Ruhe. Von hier aus kannst du entweder Slowenien wunderbar erkunden oder weiter in den Süden reisen. Zum Beispiel nach Rovinj.
  • Rovinj: Im Norden Kroatiens direkt am Mittelmeer gelegen, hat mich die Stadt voll in ihren Bann gezogen, als ich letztes Jahr eine Woche dort war. Die entzückende Altstadt auf einer eigenen Halbinsel ist einfach nur malerisch und die Sonnenuntergänge sind ein Traum. Von Venedig kommst du entweder mit dem FlixBus nach Rovinj oder mit einer Fähre. Alternativ mach es wie ich und unternimm einen Motorrad Roadtrip durch Kroatien.

Und auch wenn das nicht gerade um die Ecke liegt, möchte ich als Halbsizilianerin meine Lieblingsinsel nicht unerwähnt lassen: Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eine absolute Schönheit.

 

Venedig – Fazit

Für meine Familie und mich war dies eine besondere und wichtige Reise, bei der wir die Orte, die meine Mutter so sehr geliebt und alljährlich zu ihrem Geburtstag besucht hat, erlebten. Für uns war dies auf der einen Seite ein Abschied, aber auf der anderen Seite hat es auch gezeigt, dass wir uns ihr jederzeit nahe fühlen können, indem wir uns an ihre Lieblingsorte begeben.

Venedig ist aber auch so immer eine Reise wert. Ich war nun dreimal dort und auch wenn es voll ist und an vielen Ecken alles andere als sauber, empfinde ich Venedig als absolutes Must See in Italien und sogar in Europa. Ich bin weiterhin jedes Mal beeindruckt, wenn ich vor dem Markusdom stehe, durch die vielen Gassen über die Brücken wandere oder mit dem Vaporetto über den Canal Grande düse und die alten Gemäuer vom Wasser aus bewundern darf. Die Stadt ist und bleibt einzigartig und ich hoffe, dass ich noch viele Male dorthin reisen werde.

PS: Links mit einem Sternchen (*) sind Affiliate Links.

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Das Vienna House Easy Berlin

Das Vienna House Easy Berlin

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Dieses Jahr war ich zum vierten Mal auf der ITB – der Internationalen Tourismusbörse – in Berlin. Nachdem ich letztes Jahr bereits das Vienna House Andel’s Berlin getestet habe, war also nun die kleine Schwester – das Vienna House Easy an der Reihe. Ich kam direkt von einem Event aus Schweden in die deutsche Hauptstadt und machte nach den zwei Nächten im Vienna House Easy zwei Wochen lang einen House Sit in Berlin Mitte.

Vienna House Easy Berlin – Das Hotel

Angrenzend an den hippen Berliner Stadtteil Friedrichshain, mitten im geschäftigen Prenzlauer Berg erwartet dich neben dem Vienna House Andel’s die kleine Schwester der Hotelgruppe: Das Vienna House Easy Berlin. Hier trifft Wiener Charme auf Berliner Lässigkeit. Knallige Farben, Teppiche mit dem Verlauf der Berliner Mauer, Räume voller Geschichte und Persönlichkeit prägen das charmante Hotel.

 
 
Hier die Fakten auf einen Blick:
  • 154 Zimmer
  • Frühstuckslounge
  • 24/7 Deli, Bar und kleiner Laden
  • 3 Tagungsräume
  • Mobile Concierge
  • Gratis W-LAN
  • Parkplätze vorhanden

Die Lage des Hotels ist nicht nur perfekt geeignet, um es als Ausgangspunkt für Entdeckungstouren in diesem Stadtteil zu nutzen, sondern auch die Klassiker Berlins. Die Straßenbahn hält nur 100 Meter vom Eingang entfernt und so bist du ruck zuck wo auch immer es dich hinzieht.

Vienna House Easy Berlin – Das Zimmer

In den Zimmern herrschen lebendige Farben vor und die Möbel sind die perfekte Mischung aus kuschelig, cool und bequem. Die Betten sind riesig, sodass du dich wunderbar mit all deinen Sachen ausbreiten kannst. Deinen Laptop kannst du am besten auf dem Schreibtisch aufklappen. Anderfalls bietet der kleine Sessel mit dem Fußableger die Möglichkeit für relaxtes Arbeiten.

Das Baumwollsäckchen signalisiert, dass du auf Nachhaltigkeit setzt und dein Zimmer nicht geputzt werden muss. Dafür musst du das Säckchen einfach vor Mitternacht an die Tür hängen.

 

Vienna House Easy Berlin – Frühstückslounge

Im Stile einer Bäckerei gehalten, bietet die Frühstückslounge die Möglichkeit gesund und Energie geladen in den Tag zu starten.

Auch hier machen bunte Farben gute Laune. Da ausreichend Platz ist, brauchst du dir auch zu den Stoßzeiten keine Sorgen zu machen, keinen Platz mehr zu bekommen. Wenn du es besonders ruhig magst, solltest du aber so früh wie möglich da sein.

 

 

Vienna House Easy Berlin – Deli, Bar und kleiner Laden

Direkt neben der Rezeption warten ein Deli, eine Bar und ein kleiner Laden. Diese bieten rund um die Uhr Kleinigkeiten zum Naschen oder was Herzhaftes für Zwischendurch. Ob Berliner Limo oder Longdrink…. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Auch wenn du entspannt arbeiten möchtest, ist das hier ein guter Ort: Während meiner Zeit im Vienna House Easy habe ich hier mehrere Leute mit Laptops konzentriert in ihre Computer schauen sehen.

Hier unten befindet sich außerdem eine offizielle Coworking-Ecke. Wer es ein bisschen offizieller möchte, kann einen der drei Konferenzräume mieten. Dort kann man im Team brainstormen, Pressekonferenzen abhalten oder neue Produkte präsentieren. Ganz nach Gusto. Hier werden Meetings leicht gemacht…

 

Vienna House Easy Berlin – Mein Fazit

Ich habe zwei richtig tolle Tage im Vienna House Easy Berlin verbracht. Im Zimmer habe ich mich pudelwohl gefühlt und gerne entspannt im Sessel am Laptop gearbeitet. Der kleine Laden stand auch mit leckeren Snacks zur Verfügung, wenn ich spät nachts von der Kizomba-Party kam. Und mein kleines, bisher unerwähntes Highlight war, dass ich das Spa des auf der anderen Straßenseite gelegenen Vienna House Andel’s nutzen könnte. Dieses Vergnügen ist zwar im Preis der Übernachtung im Easy nicht enthalten, lohnt sich aber, wenn man einen anstrengenden Tag hinter sich hat.

Mit der richtigen Mischung aus Powern und Entspannung klappt doch alles viel besser…. Oder was meinst du?

Deine Barbara

PS: Ich wurde von Vienna House zu zwei Nächten mit Frühstück eingeladen. Außerdem galt die Einladung für eine Behandlung im Spa. Eine finanzielle Vergütung habe ich nicht erhalten. Meine Meinung ist von dieser Kooperation nicht beeinflusst.

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Rovinj – Ein malerisches Städtchen in Istrien

Rovinj – Ein malerisches Städtchen in Istrien

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Dieses Jahr habe ich mir gleich zwei Träume mit einer Reise erfüllt: Ich war zum ersten Mal auf dem Balkan und speziell in Kroatien, was schon seit langer Zeit auf meiner Bucket List stand. Mit einem Freund und Tanzpartner habe ich eine dreiwöchige Motorradtour unternommen, die in Rovinj ihren Anfang nahm. Und ich war dort für ein Tanz-Festival, von dem ich meine Tänzerfreunde fast ein Jahr lang habe schwärmen hören: Die Summer Sensual Days in Rovinj. Wie mir der Ort selbst gefallen haben und worauf du dich einstellen kannst, wenn du deine Reise dorthin planst, kannst du hier nachlesen.

Rovinj – Anreise

Rovinj liegt auf der Halbinsel Pula und so heißt auch der Flughafen, den du anfliegen solltest. Alternativ kannst du natürlich auch Rijeka, Ljubljana, Triest oder gar Treviso (wie ich anfliegen), aber wenn du es gerne so bequem wie möglich hast, dann ist Pula die richtige Anlaufstelle.

Ansonsten kannst du auch mit dem eigenen Auto oder Motorrad anreisen. So war das bei mir eigentlich auch geplant: Ich wollte mit einem Freund und Tanzpartner von Frankfurt aus nach Rovinj auf zwei Rädern kommen. Kurzfristig musste ich wegen einer familiären Angelegenheit meine Pläne ändern und bin daher nach Treviso geflogen, wo mich mein Freund abgeholt hat. Busse fahren aus Venedig selbst nach Rovinj, aber nicht vom Flughafen Venedig / Treviso.

Und als letzte Möglichkeit gibt es auch Fernbusse, die Rovinj ansteuern. Von Frankfurt gibt es sogar drei Busse am Tag, zwei davon mit Umstieg in München und einer mit Umstieg in Ljubljana.

Rovinj – Unterkünfte

Es gibt einige große Hotels in Rovinj (Lone, Eden, Park, Mulini), die zum Teil sogar als Location für die Workshops des Croatian Summer Salsa Festival dienen. Sie sind alle nah am Stadtzentrum gelegen, sind aber insbesondere zu den Festivalzeiten recht teuer. Also sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.

Ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis bekommst du in den unzähligen Apartments, die es in jeder Größe, Preisklasse und in den verschiedensten Entfernungen zum Zentrum gibt. Ich habe mir dieses Jahr mit sechs anderen Tänzerinnen und Tänzern eine Ferienwohnung geteilt. Das ist definitiv ein anderes Gefühl als alleine oder zu zweit ein Hotelzimmer zu bewohnen.

Wer sich für ein Apartment weiter weg entscheidet, sollte sich überlegen einen Roller oder ein Fahrrad zu mieten. Wenn du viel tanzt, musst bzw. willst du nicht auch noch meilenweit laufen.

Rovinj – Restaurants

Auch Restaurants und Cafés gibt es in Rovinj wie Sand am Meer. Wobei der Strand in Kroatien fast ausschließlich aus Steinen und Kieseln besteht. Aber das ist ein anderes Thema.

Wie in jeder Hafenstadt gilt: je näher am Meer, desto teuerer.

Wir haben in unserem Apartment meistens bei Lidl eingekauft und dann selbst gekocht, aber es gibt zwei Restaurants, die ich dir empfehlen kann.

Zum einen das Restaurant Lovor in dem ich hervorragende Miesmuscheln gegessen habe. Es ist direkt am Hafen gelegen mit einem schönen Blick: Die türkisblauen Wellen auf der einen und die Altstadtinsel auf der anderen Seite.

Und zum anderen in der Altstadt selbst ist das Veli Jože sehr empfehlenswert. Nicht besonders günstig, dafür aber besonders gut.

Und für alle Nachtschwärmer, die nach den Partys noch die leer getanzten Mägen wieder füllen und Kraft tanken wollen, gibt es die Bäckerei mit dem Namen der Programm ist: Dan i noc – Tag und Nacht. 24 Stunden geöffnet bietet die Bäckerei rund um die Uhr Süßes und Herzhaftes für hungrige Tänzer, Touristen und Locals. Die Auswahl ist nicht riesig, aber es gibt eine Menge Leckereien und stets frisch gebackene Mini-Pizza (für 10 Kuna ~ 1,50€).

Rovinj – Einkaufsmöglichkeiten

Neben diverser kleiner Supermärkte (meistens Konzum) und Kiosks gibt es am Stadtrand gelegen drei große Supermärkte. Einen aus Deutschland bekannten Discounter mit vier Buchstaben (nein, nicht ALDI, der heißt in Kroatien wie auch in Österreich Hofer), den ich oben auch schon erwähnt habe.

Neben dem LIDL gibt es einen großen Konzum mit einer wirklich guten Auswahl und dahinter einen Plodine, in dem ich selbst aber noch nicht eingekauft habe. Leider sind sie fußläufig nicht gut erreichbar. Zumindest der LIDL ist 7 Tage die Woche von 7 bis 23 Uhr geöffnet.

Rovinj – Die Altstadt

Auch wenn es sehr verlockend ist, sich tagsüber einfach an den Strand zu legen und sich von dem vielen Tanzen zu erholen, kann ich nur dringend empfehlen wenigstens einen Nachmittag oder Abend damit zu verbringen einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt zu machen.

Der Aufstieg zur Kirche wird mit einem tollen Blick über das Meer und die vorgelagerte Insel Sveta Katarina belohnt. Wer möchte kann es noch im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spitze treiben und den Glockenturm der Kirche erklimmen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen muss man dafür nicht einmal extra bezahlen. Das Panorama ist grandios.

Neben der Kirche auf dem Gipfel der Altstadthalbinsel und dem täglich stattfindenden kleinen Markt an der Nordseite sind die charmanten, verwinkelten Gässchen das eigentliche Highlight Rovinjs. Hier kann man stundenlang über das von unzähligen Touristenschuhen blank polierte Pflaster flanieren, im Schatten der Gassen der Mittagshitze entfliehen und sich dabei den Tag mit einer leckeren Kugel Eis versüßen.

Weiterreise

Wenn du weitere Orte in Kroatien erkunden willst, kann ich dir die Plitvicer Seen und Zadar empfehlen. Beide sind von Rovinj recht gut zu erreichen. Die Strecken dorthin sind richtig schön, wenn du mit dem Mietwagen oder wie wir mit dem Motorrad unterwegs bist.

Plitvicer Seen

Alles in allem hat mir Rovinj richtig gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf die Summer Sensual Days 2019, bei denen ich unbedingt wieder dabei sein möchte.

Deine Barbara
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7 MAYA-RUINEN IN MEXIKO UND GUATEMALA
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The Student Hotel Rotterdam – Ein Ort zum Schlafen, Essen und Arbeiten

The Student Hotel Rotterdam – Ein Ort zum Schlafen, Essen und Arbeiten

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WERBUNG – UNBEZAHLT – KOOPERATION

Im Mai hat es mich zur Traverse18 nach Rotterdam verschlagen. Die Eröffnungsfeier hat im The Student Hotel stattgefunden. Der Name hat meine Aufmerksamkeit erregt. Wieso ein Hotel für Studenten? Also habe ich mich kurzfristig entschlossen, mir diesen Ort nach der Feier mal genauer anzusehen und dort eine Nacht verbracht.

Anreise

Ich bin aus Paris mit dem Bus nach Rotterdam gereist. Busse kommen an der gleichen Haltestelle an wie Bahnen – nämlich bei Rotterdam Centraal, der übrigens der einzige Bahnhof in den Niederlanden ist, an dem nicht der Name der Stadt steht. Von dort ist es jedenfalls nicht weit bis zum Student Hotel.

Alternativ hat Rotterdam auch einen Flughafen. Womöglich findest du aber für Amsterdam bessere Verbindungen.

Tipp: Die OV Card kostet 8 Euro, dafür kannst du mit ihr aber ALLE öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Holland verwenden. Du lädst einfach Geld drauf und kannst dann im Verkehrsmittel (bzw. am Eingang vom Bahnhof) einchecken. Auschecken am Ende nicht vergessen, da sonst der höchstmögliche Betrag für die weitest mögliche Strecke berechnet wird. Aber nicht nur das: Tickets sind mit dieser Karte auch günstiger. Es lohnt sich also doppelt!

Schlafen im Student Hotel

Die ursprüngliche Idee des Student Hotel war ganz einfach: Warum sollten Studenten immer in langweiligen Studentenwohnheimen unterkommen und nicht eine Art Hotel zur Verfügung haben, in dem sie schick für kleines Geld wohnen können?

Es gibt verschiedene Kategorien, die sich vor allem in der Größe der Zimmer unterschieden. Außerdem hat die höchste Kategorie noch einen Balkon zu bieten. Im Prinzip sind die Zimmer aber wie normale Hotelzimmer, nur dass sie für Studenten deutlich günstigere Preise haben. Vor allem bei einer Langzeitbuchung. So kostet ein voller Monat als Student ab 800 Euro. Ich gebe zu: Ich hätte mir das als Student nicht leisten können. Aber dafür, dass man dann zentral in Rotterdam in einem Hotel wohnt, ist das dennoch ein wahnsinnig guter Preis.

The Student Hotel Rotterdam

The Student Hotel Rotterdam

Essen im Student Hotel

Im Erdgeschoss direkt neben der Rezeption gibt es ein Restaurant. Hier gibt es vor allem leckere Burger. Die Preise sind für Rotterdam relativ human. Wenn du Frühstück möchtest, gibt es das ebenso hier. Die Bar im gleichen Raum lädt außerdem zu einem Absacker am Abend ein.

The Student Hotel Rotterdam

The Student Hotel Rotterdam

The Student Hotel Rotterdam

Arbeiten im Student Hotel

Was mich besonders gefreut hat? Dass es im Student Hotel einen Coworking Space inklusive gibt. Klar, Studenten müssen ja lernen und Hausarbeiten schreiben. Daher gibt es im ganzen Erdgeschoss und Keller Räume zum Arbeiten. Die meisten sind mit Glaswänden von einander getrennt, sodass sie auch noch echt cool aussehen. Dort findet jeder ein ruhiges Plätzchen zum Arbeiten.

The Student Hotel Rotterdam Coworking

Fazit

Du suchst die perfekte Mischung aus Schlafen, Essen und Arbeiten und Luxus ist für dich zweitrangig? Dann bist du im Student Hotel genau richtig. Hier findest du alles, was du suchst an einem einzigen Ort.

Deine Barbara

PS: Ich wurde von The Student Hotel zu der einen Nacht, die ich dort verbracht habe, eingeladen. Eine finanzielle Vergütung habe ich dafür nicht erhalten. Meine Meinung ist und bleibt jedoch die meinige und bleibt von dieser Zusammenarbeit unbeeinflusst.

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