Petra und Jerash – Ein Ausflug von Israel nach Jordanien

Petra und Jerash – Ein Ausflug von Israel nach Jordanien

Petra ist eines der sieben Weltwunder und befindet sich im Süden von Jordanien. Bereits bei meinem ersten Besuch in Israel wollte ich unbedingt einen Abstecher ins schöne Nachbarland machen. Allerdings hat es aus Zeitgründen nicht geklappt. Im darauffolgenden Jahr hatte ich mehr Glück. Mit Abraham Hostel machte ich mich auf den Weg und unternahm einen Ausflug nach Jordanien mit einer Übernachtung in einem Beduinen Camp.

Ein paar kleine Tipps vorweg… Solltest du den Ausflug wie ich aus Jerusalem machen, bereite dich darauf vor, dass du völlig andere Temperaturen, ja, ein völlig anderes Klima vorfinden wirst. Denk also bitte auf jeden Fall daran, dass du Sonnencreme, einen Hut und Kleidung, die dich vor der Sonne schützt, einzupacken.

 

Abfahrt in Jerusalem und Grenzübergang nach Jordanien

Pünktlich um 7 Uhr morgens startet die Tour von Jerusalem nach Jordanien. Das Highlight der Tour ist eines der Sieben Weltwunder Petra auch wenn mit Jerash und Amman noch zwei weitere Orte auf dem Programm der nächsten zwei Tage stehen. Wir fahren etwa zwei Stunden, bis wir am Jordan River Border Crossing ankommen. Dort kommen zusätzliche Kosten auf dich zu, die nicht im Preis für die Tour enthalten sind:

Ausreisegebühr für Israel: 107 ILS (also etwa 25 Euro) und du kannst in ILS, USD oder EUR zahlen

Einreisegebühr nach Jordanien: 40 JOD (also knapp 50 EUR) und du kannst nur in JOD zahlen

Das Prozedere an der Grenze ist ein wenig undurchsichtig und keiner weiß so richtig, wo man genau hinmuss. Obwohl wenige Reisende da sind, dauert alles lange und wir müssen bei den verschiedenen Passkontrollen lange warten. Wir brauchen über eine Stunde, bis wir endlich im Van sitzen und Richtung Jerash fahren.

 

Jerash

Jerash ist eines der beliebtesten Reiseziele des Landes. Die antike Stadt, die in der Antike Gerasa hieß, liegt in einer Ebene umgeben von hügeligen Waldgebieten. Sie wurde 63 v. Chr. von General Pompejus erobert, kam unter römische Herrschaft und war eine der zehn großen römischen Städte der Dekapolis – eines Bundes von zehn Städten, die nach der Zeit Alexanders des Großen nach griechischem Vorbild umgebaut wurden. Mit der Eroberung durch die Römer kam das goldene Zeitalter. Die Ausgrabungsstädte gilt als eine der am besten erhaltenen römischen Provinzstädte der Welt.

Jerash

Wir betreten die Ausgrabungsstädte durch den pompösen Hadrianbogen. Dieser sollte einmal das neue Stadttor werden, aber nach einigen Jahren war das Projekt aus Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten eingestellt worden. Heute imponiert er mit seiner einstigen Höhe von 21 Metern. Ende der Nullerjahre wurde er mit den Originalsteinen aus der Umgebung wieder aufgebaut.

 

Hadrian Bogen Jerash Hadrian Door

Jerash

Temple of Zeus Jerash

Theater Jerash

Jerash

Die gepflasterte Hauptstraße, der Cardo Maximus, verbindet den Marktplatz über 800 Meter mit dem nördlichen Stadttor. Noch heute sind 500 der Säulen, die die Straße säumen, gut erhalten.


Kardo Jerash

Jerash

Temple Jerash

Temple of Zeus Jerash

Temple of Zeus Jerash

Während ich in Jerusalem eher gefroren hatte, brennt die Hitze hier. Ich bin froh, als es weitergeht.

Nächster Halt: Die jordanische Hauptstadt.

 

Amman

Im Anschluss steht die Zitadelle von Jordaniens Hauptstadt Amman auf dem Programm.Es ist nur ein kurzer Abstecher, der auch nicht bei jedem Ausflug stattfinden kann. Je nachdem wie spät es ist, wenn die Gruppe Jerash verlässt, kann die Zitadelle noch besichtigt werden oder eben nicht.

Wir sind zwar spät dran, weil unsere Gruppe an der Grenze so lange gebraucht hat, aber für einen kurzen Besuch reicht es.

Im Sonnenuntergang laufen wir über die Tempelanlage, die auf einer Anhöhe liegt und die Stadt überblickt.

Citadelle Amman

Bereits in der frühen Bronzezeit wurde der Hügel besiedelt. Die Befestigungsanlagen im Südosten sind die ältesten und sind etwa von 1500 vor Christus. Für etwa 100 Jahre hatten die Griechen im vierten Jahrhundert vor Christus die Herrschaft über dieses Gebiet. Zu dieser Zeit hieß die Stadt Philadelphia. Danach ging sie an die Römer und im Jahr 661 an die Araber.

Citadelle Amman

Sunset Amman

Hier befindet sich auch das archäologische Museum. Wer sich gerne in Details verliert und Vasen sowie antike Skulpturen mag, wird sich hier wohlfühlen. Wir hatten leider nicht mehr viel Zeit, weil das Museum kurz nach unserer Ankunft den Feierabend eingeläutet hat. Wir konnten aber einen kurzen Blick hinein werfen.

Citadelle Amman Jordan Archeological Museum

Sunset Amman

Kurz nachdem die Sonne verschwunden ist, machen wir uns auf den Weg zurück zum Minivan. Denn wir haben noch gute drei Stunden Autofahrt vor uns.

 

Eine Nacht im Beduinen Camp

Es ging in das Beduinen Camp Seven Wonders, unweit von Petra. Müde und hungrig wurden wir mit einem traditionellen Essen empfangen und saßen noch bis Mitternacht um ein Lagerfeuer. Die Atmosphäre war unglaublich und vor allem die Hügel, die mit unzähligen Kerzen beleuchtet wurden, waren ein absoluter Hingucker. Der Abend war unvergesslich.

Seven Wonders Camp

Am Morgen gab es ein Frühstücksbuffet und dann ging es auch schon weiter. Viel Zeit, um das Wadi zu erkunden, in dem das Camp gelegen war, blieb nicht. Denn das Highlight des Trips lag vor uns:

 

Petra

Obwohl wir sehr früh am Morgen ankamen, war es heiß. Die Sonne brannte bereits erbarmungslos auf uns herab. Unser Tour Guide holte die Tickets ab, die bereits im Tourpreis enthalten waren und schon ging es los.

Wenn du eine selbst organisierte Tour unternehmen möchtest, kannst du dich darauf einstellen, ca. 65 Euro Eintritt für einen Tag zu zahlen. Für jeden weiteren Tag kostet das Ticket dann nur 5 Euro mehr. Ein längerer Aufenthalt lohnt sich also. Und zwar nicht nur finanziell. Denn eigentlich ist ein Tag in Petra viel zu wenig.

Welcome To Petra

Vom Eingang bis zur eigentlichen roten Felsenstadt musst du durch den Siq. Das ist eine tief Felsenschlucht, die sich über viele Jahrhunderte durch die Wassermassen aus dem Wadi Musa hier in den Felsen gegraben hat. Die Nabatäer, die auch Petra erbauten, leiteten das Wasser des Flusses um, sodass sie erstens einen gesicherten Zugang schufen und zweitens nicht mehr Gefahr liefen, von spontanen Überflutungen erfasst zu werden.

Die Schlucht ist 70 Meter tief und 1,5 Kilometer lang. Wir sind diese Strecke gelaufen. Theoretisch gibt es auch Kutschen, aber ich kann diese nicht guten Gewissens empfehlen, da die Pferde da wirklich lang getrieben werden. Aber letzten Endes musst du wissen, ob das mit dir vereinbaren kannst und es kommt auch sicher auf die Allgemeinsituation an.

Roman Street Remains Siq

Und nach unzähligen Kurven in diesem verschlungenen Schluchtengang stand ich plötzlich davor: Das Highlight The Treasury ist das erste, was du sehen wirst, wenn du in der Felsenstadt ankommst.

The Treasurey

Kamele in Petra

Es hat sich ein bisschen so angefühlt, als wäre ich auf Zeitreise. Leider bleibt bei dieser Tagestour nicht viel Zeit, sodass ich mich schnell entscheiden musste: Ich konnte entweder auf den Berg vor dem Treasury klettern und ein Bild von oben machen. Oder aber ich konnte einmal das ganze Tal durchqueren, auf der anderen Seite die Felsen hoch und das zweite Highlight anschauen: The Monastery. Ich entschied mich für Masse statt Klasse. Ich wollte unbedingt mehr von der roten Stadt sehen.

Die folgenden Bilder zeigen die Höhepunkte des Weges bis zum Aufstieg: die heiligen Gräber, die mit Säulen gesäumte Prachtstraße und das Theater.

Petra

Street Petra

Theater Petra

City Gate Petra

Dann ging es aufwärts und ein Schweiß treibender Aufstieg begann. Nach einiger Zeit war ich nicht mehr allein: Die Beduinen, die hier in der Felsenstadt noch immer zu leben scheinen, öffneten ihre Stände. Sie verkaufen billige Souvenirs, aber auch wahrhafte Schätze wie alte Münzen und Keramik. Leider ist der Unterschied für den Laien nicht erkennbar. Auch Getränke werden angeboten, sodass du immer hydriert bist. 

Stairs Petra

Stairs With Bedouins Petra

Selling Bedouins Petra

View Petra

 

Oben angekommen, wartete eine Bar mit leckeren Getränken und Snacks. Wer mehr Zeit mitbringt als ich, kann hier den phänomenalen Ausblick auf das Monastery etwas länger genießen.

Bar Monastery

The Monastry Petra

Barbara Monastery Petra

Ich musste mich leider ziemlich schnell wieder auf den Rückweg begeben, da wir noch am Nachmittag zurück nach Jerusalem fuhren. Zumindest der Rest der Gruppe. Denn ich hatte mit dem Tour Guide abgesprochen, dass ich in Amman rausgeworfen wurde. Ich verbrachte noch eine Nacht in der jordanischen Hauptstadt und fuhr am nächsten Morgen zum Flughafen, von wo ich Reise weiterging: Dubai und mein erster House Sit waren das Ziel.

 

Mein Fazit

Petra ist schon wirklich ein magischer Ort. Rückblickend bereue ich eigentlich nur, dass ich nicht länger geblieben. Mindestens zwei volle Tage in Petra selbst und noch ein weiterer im Wadi Rum solltest du einplanen, wenn du die Gegend einigermaßen ausgiebig erkunden willst. Auch Little Petra, eine weitere Stadt der Nabatäer, die ganz in der Nähe von Petra ist, keinen Eintritt kostet (!) und auch ein kleines Geheimnis und daher nicht von Touristenmassen überrannt ist, würde ich mir gerne anschauen. Und mir blutet das Herz, weil ich die „Lichtershow“ in Petra nicht gesehen habe. An mehreren Abenden werden Kerzen vor dem Hauptgebäude, dem Treasury, aufgestellt und das soll ein ganz fantastisches Lichtspiel sein und ein absolutes Gänsehautfeeling bewirken.

Von daher: Ich war zwar da, aber Petra steht immer noch auf meiner Bucket List. Beim zweiten Besuch lasse ich mir ganz sicher mehr Zeit!

Warst du schon mal in Petra? Wie viele der sieben Weltwunder hast du bereits gesehen? Ich freue mich auf deine Kommentare!

 

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zu der Tour zum Teil eingeladen. 50 % der Kosten habe ich selbst getragen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Mit dem Jeep durch die Wüste Juda – Tagesausflug in die israelische Wüste

Mit dem Jeep durch die Wüste Juda – Tagesausflug in die israelische Wüste

Bereits dreimal bin ich nach Israel gereist, um dieses außergewöhnliche Land zu erkunden. Bei meinem letzten Besuch war ich mit Abraham Hostel unterwegs, um einen City Guide zu Tel Aviv und zu Jerusalem zu erstellen. Da ich in meinen Guides auch über die Ausflugsmöglichkeiten berichte, war klar: ich muss Israel noch ein wenig mehr erkunden und besser kennenlernen. Ein Tagesausflug in die israelische Wüste stand für mich ganz oben auf der Bucket List, da ich das bei meinen vorherigen Besuchen leider nicht wirklich geschafft hatte.

 

Die israelische Wüste Juda

Zwischen Jerusalem und dem Toten Meer liegt die Wüste Juda. Theoretisch ist sie nur eine Halbwüste, da sie feuchter ist als eine Vollwüste. Terrassen und Steilhänge fallen bis ins Tal des Jordan und bis zu 600 Meter tiefe Wadis, ausgetrocknete Flussbetten, schlängeln sich von West nach Ost durch die faszinierende Landschaft.

Wüste Juda – Judaean Desert

Die Wüste Juda liegt im Regenschatten der Jerusalemer Berge. Dies bedeutet, dass die Wolken, die vom Mittelmeer Richtung Osten ziehen, auf der dem Wind zugewandten Seite der Berge abregnen und die Wüste so wenig Niederschlag aufweist. Durch diese geologische Konstellation ist die Entstehung einer Wüste generell begünstigt. Allerdings befindet sich laut der Hebräischen Universität in Jerusalem ein Wasserreservoir unter der Wüste Juda, das für Oasen wie Ein Gedi sorgt.

Wüste Juda – Judaean Desert

Wüste Juda – Judaean Desert

Beduinenstämme leben hier mit Kamel, Kind und Kegel. Sie leben nicht mehr in Zelten, wie du dir das jetzt vielleicht vorstellst. Dadurch, dass Beduinen heutzutage nicht mehr nomadisch sind, ist es auch nicht nötig, die Unterkünfte schnell abbauen zu müssen. Stattdessen leben sie ihn Behausungen, die ich am ehesten als Barracken bezeichnen würde. Die Wände sind zumeist aus Wellblech oder anderem leichtem Material. Auch Decken werden verwendet.

 

Berg Asasel und der Sündenbock

Hast du dich schon mal gewundert, wieso man jemanden Sündenbock nennt, der für die Taten anderer gerade steht? Die Redewendung wurde geprägt, weil die Menschen, einem Ziegenbock symbolisch all ihre Sünden aufluden und diesen dann als Opfer einen Berg hinunterwarfen. Dieser liegt in der Wüste Juda und heißt Berg Asasel. Es ist außerdem der Name des Wüstendämons, dem der Sündenbock geopfert wird. Asasel wird in der Bibel erwähnt und ist bis heute in bestimmten Kreisen als Dämon oder sogar Teufel bekannt.

Wüste Juda – Judaean Desert

Wir stehen auf Berg Asasel und lauschen dem Wind. Sonst ist nichts zu hören. Die Beduinenstämme, die in der Umgebung wohnen, sind für uns von hier oben unsichtbar. Ein Zeichen ihrer Anwesenheit ist jedoch ein Wüstenbrunnen, der bis heute in Benutzung ist.

Diesen Stopp nutzen wir für einen leckeren, heißen Tee. Aus Kräutern und mit viel Zucker. So wie es bei den Beduinen üblich ist.

 

Mar Saba – Eines der ältesten bewohnten Klöster der Welt

Es geht weiter. Es geht auf und ab, durch die Wadis hindurch. Ich sehe nichts als weite, karge Wüstenlandschaft. Es ist wunderschön, aber gleichzeitig auch bedrückend. Ich komme nicht umher, mich zu fragen, was passiert, wenn man hier eine Autopanne hat und bin froh, dass unser Guide einen neuen Jeep fährt.

Und irgendwann erscheint es plötzlich zwischen den Felsen: Das Kloster Mar Saba. Es wurde vor über 1500 Jahren gegründet und ist seit dem durchgehend bewohnt. Das ist schon eine Besonderheit, mit der sich nur wenige Klöster auf der Welt messen können.

Mar Saba

Mar Saba

Mar Saba darf nur von Männern betreten werden und so witzele ich, dass unser Tour Guide die Mönche ja ablenken könne, während wir Damen das Kloster erkunden. Wir lachen, als wir ins Auto zurückkehren und zum Mittagessen fahren.

 

Ein Prat

Gestärkt geht es zur letzten Station: Der Oase Ein Prat im Wadi Qelt. Ich kannte solche Oasen bereits von meinem Ausflug nach Masada, bei dem ein Abstecher nach Ein Gedi auf dem Programm stand. Einfach herrlich, wie der kleine Strom, die sonst so fruchtlose Wüste in ein kleines Paradies verwandelt. Eltern sitzen am Rande auf Felsen und schauen ihren Kindern zu, wie sie fröhlich im kalten Nass plantschen.

Ein Prat

Auch die Mädels aus unserer Gruppe sind dankbar für die Erfrischung. Ich hingegen meide kaltes Wasser für gewöhnlich und nach einem kurzen Test mit dem Zeigefinger ist mir klar, dass ich auch hier keine Ausnahme machen werde. Also lasse ich meinen Rucksack bei der Gruppe und erkunde, bewaffnet mit meiner Kamera, die Umgebung. Ein kleiner Weg führt hinauf zu alten Ruinen.

Ein Prat

Ein Prat

Überreste von Siedlungen, Klöstern und Palästen warten hier auf Wanderer, die sich trotz der brennenden Hitze trauen, den Pfad entlang zu wandern. Der Aufstieg zum Faran-Kloster, das ursprünglich vom Mönch Haritoun im 3. Jahrhundert gegründet wurde, dauert 10 bis 15 Minuten. Es gilt als das erste Kloster in der Wüste Juda. Hier, in der Nähe von Jerusalem, suchten Mönche nach der Ruhe und Abgeschiedenheit der Wüste. Die Oase mit den natürlichen Höhlen, Quellen und verlassenen Festungen war dafür ideal geeignet.

Barbara in Ein Prat

Heute ist die Gegend ein beliebter Erholungsort, perfekt zum Wandern, Picknicken und Schwimmen in den Naturpools.

 

Unterkunft in Jerusalem

Ausgangsort für die Jeep Touren in die Wüste Juda ist für gewöhnlich Jerusalem. Hier gibt es natürlich zahlreiche Unterkünfte – da ist für jedes Budget und jede Vorliebe etwas dabei.

Ich war in Israel, da ich einer Einladung von Abraham Hostels gefolgt war. Das Hostel in Jerusalem war das erste Abraham Hostel. Später folgten Tel Aviv und Nazareth. Ich war dort in einem Einzelzimmer untergebracht. Für einen Urlaub und um Jerusalem sowie die nähere Umgebung zu erkunden eignet sich das Hostel perfekt.

Für digitale Nomaden die länger bleiben wollen, rate ich eher zum Abraham Hostel Tel Aviv, wo die Einrichtung praktischer (ich hatte in Jerusalem zum Beispiel keinen Schrank) und das ganze Gebäude moderner ist. In Jerusalem musste ich zum Beispiel immer einen Timer für heißes Wasser stellen und dann 20 Minuten warten, bevor ich duschen konnte. Persönlich empfinde ich das als keine gute Lösung für Nomaden, die länger an einem Ort bleiben möchten.

 

Mein Fazit

Die Jeep Tour in die Wüste Juda war eines meiner Highlights des Israel-Aufenthalts 2018. Zudem war unser Tour Guide sehr fachkundig und hat auch langweilige Fakten mit Witzigem verbunden und so alle Teilnehmer stets zum Lachen gebracht. Ich würde die Tour am liebsten nochmal machen, da ich mir die vielen, interessanten Details kaum merken konnte.

 

 

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Jeep Tour eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Tagesausflug zum See Genezareth und den Golanhöhen

Tagesausflug zum See Genezareth und den Golanhöhen

Bei meinen vorherigen Besuchen in Israel habe ich es nur einmal geschafft, ein paar Tage in den Golanhöhen zu verbringen. Es war eine kalte Januarwoche vor drei Jahren und ich habe damals relativ wenig von der Gegend gesehen. Am See Genezareth bin ich nur vorbei gefahren, sodass der definitiv noch auf meiner Liste stand. Bei meinem letzten Besuch war ich mit Abraham Hostel unterwegs, um einen City Guide zu Tel Aviv und zu Jerusalem zu erstellen, und war in diesem Rahmen auch fünf Tage in Nazareth. Da ich in meinen Guides auch über die Ausflugsmöglichkeiten berichte, war klar: ich muss Israel noch ein wenig mehr erkunden und besser kennenlernen. Neben dem Nordosten Israels mit Haifa und Acre, wollte ich auch nochmal an den See Genezareth. Daher kam dieser Tagesausflug in den hohen Norden Israels wie gelegen.

 

Stopp #1 Kapernaum – See Genezareth

Kapernaum liegt direkt am See Genezareth und war ein Fischerdorf in Galiläa. Hier soll der Überlieferung zufolge Jesus einige Zeit gelebt und gewirkt haben. Außerdem stammten einige der Jünger aus Kapernaum, so zum Beispiel Petrus, bei dem Jesus während seines Aufenthalts gewohnt haben soll.

An der Stelle, an der das Haus Petrus vermutet wird, wurde eine Gedenkstätte errichtet. Unterhalb des Hauses kann man die archäologische Ausgrabungsstätte betrachten. Das Überreste des Privathauses stammen aus dem 1. Jahrhundert. Darüber wurde zweimal eine Kirche gebaut, weswegen die Vermutung aufkam, dass es sich hierbei um das Wohnhaus von Petrus handelt.

Weitere archäologische Funde zeigen eine Synagoge aus dem 4. Jahrhundert. Obwohl es sich dabei nicht um die Synagoge handeln kann, in der Jesus gewirkt und gelehrt hat, so ist es dennoch eine der ältesten der Welt und für mich ist es immer atemberaubend durch solch alte Gemäuer laufen zu dürfen.

Und die Kulisse mit dem See Genezareth sowie den mediterranen Pflanzen ist wirklich spektakulär.

Tipp: Bring am besten einen Sarong mit! Da es sich um eine heilige Stätte handelt, darfst du hier nur hinein, wenn Schultern und Knie bedeckt sind.

 

Stopp #2 Mount of Beatitudes – Kirche der Seligpreisungen

Im Anschluss ging es auf den Mount of Beatitudes. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich konnte damit erstmal nicht viel anfangen. Erst als ich dann verstanden hatte, dass die Kirche der Seligpreisungen der Ort ist, an dem Jesus die Bergpredigt gehalten haben soll, wurde mir die Bedeutung dieses Hügels klar.

 

 

Hier haben wir ein verhältnismäßig langen Stopp gemacht, obwohl es nur um die eine Kirche ging. Es war also genug Zeit, um in der Sonne zu sitzen und im Shop eine Erfrischung zu besorgen.

 

Stopp #3 Banias

In den Golanhöhen am Fuße des Mount Hermon, dem höchsten Berg Israels im Grenzgebiet zu Syrien und dem Libanon, liegt eine antike Stätte um eine Quelle herum: Banias. Wie durch einen Schrein zu erkennen ist, wurde diese einst mit dem griechischen Gott Pan verbunden. Es handelt sich dabei außerdem um einen Nebenfluss des Jordan, der eine große Bedeutung für die Trinkwasserversorgung des Landes hat. Archäologen entdeckten außerdem die Überreste einer antiken Stadt aus der Zeit nach der Eroberung durch Alexander den Großen. Diese wurde bereits in den Evangelien von Matthäus und Markus unter dem Namen Cäsarea Philippi erwähnt.

Auch hier machen wir eine gute Stunde Halt. In der Zeit können wir den Fluss entlang laufen. Einen Wasserfall gibt es ebenfalls. Leider habe ich davon keine Fotos machen können.

Am Eingang gibt es ein kleines Restaurant.

 

Stopp #4 Mount Bental

Für die Station Mount Bental benötigt es ein wenig Hintergrundwissen:

Bis 1967 gehörten die Hänge im Südwesten von Mount Hermon zum Nachbarland Syrien. Israel eroberte diese Gegend jedoch am 10. Juni 1967 und 1981 wurde sie annektiert. Seitdem ist der Berg für Israel von strategischer Bedeutung. Dort befinden sich vor allem Beobachtungsposten, von denen der israelische Geheimdienst weite Teile Westsyriens überblicken kann. Hier befindet sich auch der weltweit höchstgelegene Stützpunkt der Vereinten Nationen, der mit Soldaten besetzt ist.

Ein Schauplatz des Krieges stellt Mount Bental dar. Dort bekommt man einen kleinen Einblick, wie die Gefechtsstätte damals ausgesehen hat: Bunker und Wehrgräben sind für Besucher geöffnet, sodass man sich einen Eindruck verschaffen kann.

 

Das Tal am Fuße des Mount Hermon wird zu Ehren der Soldaten und zur Erinnerung an die Gräuel des Krieges „Tal der Tränen“ genannt. Dennoch bietet Mount Bental ein fantastisches Panorama und es ist trotzdem der Bunker unvorstellbar, was sich hier zu Zeiten des Yom Kippur Krieges abgespielt haben muss.

Heute ist dieser Ort eine Touristenattraktion. Davon zeugt auch das angrenzende Café, in dem man kalte sowie warme Getränke und Snacks bekommt. 

 

Stopp #5 Weinkeller in den Golanhöhen

Danach ging es weiter: Ein Weinkeller in einem Kibbuz stand auf dem Plan. Ein Kibbuz ist eine ländliche Kollektivsiedlung, die man am besten mit einer Kommune vergleichen kann. Dort herrschen gemeinsames Eigentum und basisdemokratische Strukturen.

Im Kibbuz Ein Zivan gibt es den Weinkeller Bahat, wo jährlich rund 10.000 Flaschen Wein der Reben Cabernet Sauvignon, Merlot und Shiraz produziert werden. Auch für mich als nichtAlkohol-Trinkerin war es interessant, die Vorgänge von der Ernte bis zum Flaschenkorken erklärt zu bekommen.

Die Weinprobe war inklusive, auch wenn ich dankend abgelehnt habe.

 

Stopp #6 Schwimmen im See Genezareth

Zu guter Letzt durften wir uns noch eine Stunde entspannen: Wir hielten an einem Strand am See Genezareth, wo wir eine Stunde plantschen oder relaxen durften. Erfreulicherweise war relativ wenig los, sodass wir beinahe allein waren und die Zeit wirklich genießen konnten.

 

 

Mein Fazit

Der See Genezareth und auch die Golanhöhen üben eine ganz besondere Faszination auf mich aus. Bereits bei meinem ersten Besuch vor drei Jahren fiel mir auf, dass von diesen Orten eine ganz besondere Energie ausgeht. So war es auch bei diesem Besuch. Ich finde die Gegend wirklich interessant und vor allem wunderschön.

Warst du schon mal am See Genezareth und in den Golanhöhen? Wie hat es dir gefallen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

 

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Tour an den See Genezareth und in die Golanhöhen eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Haifa, Acre und Rosh Hanikra – Ein Tagesausflug von Nazareth

Haifa, Acre und Rosh Hanikra – Ein Tagesausflug von Nazareth

Haifa hätte ich eigentlich schon bei meinem ersten Besuch in Israel vor drei Jahren gerne gesehen, aber irgendwie hat es nicht in den Plan gepasst. Daher wollte ich bei meinem dritten Besuch, als die Recherche für den Tel Aviv Guide für digitale Nomaden im Vordergrund stand, unbedingt auch Haifa anschauen. Also buchte ich im Abraham Hostel in Nazareth, in dem ich untergekommen war, gleich eine Tour. Die Haifa, Acre & Rosh Hanikra Tour.

 

Stopp #1 Mount of Precipice

Unser erster Stopp des Tages ist ein biblischer Ort – der Berg Mount Precipice: Dies soll die Klippe sein, von der Jesus von den wütenden Bürgern Nazareths gestürzt werden sollte, weil sie seine Lehren in der Synagoge nicht guthießen (Lukas 4,16-30). Mount Precipice befindet sich südlich von Nazareth in den Klippen des Mount Kedumim.

Der Panoramablick ins Jesreel Tal und auf Mount Tabor ist fantastisch und soll vor allem bei Sonnenaufgang ein Traum sein. Leider konnte ich selbst nicht zum Sonnenaufgang dort hin, da ich nicht mobil war.

Barbara in the Galilee

Wir bleiben eine gute halbe Stunde hier, um Fotos zu machen und den Ausblick zu genießen. Danach ging es weiter in die Hafenstadt Haifa.

 

Stopp #2 Haifa

Haifa ist die drittgrößte Stadt Israels nach Jerusalem und Tel Aviv. Hier befinden sich die Bahá’í-Gärten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören und gleichzeitig die schönste Attraktion der Stadt sind. Es ist das spirituelle und administrative Zentrum des Bahá’í-Glaubens. Es liegt auf dem Berg Karmel und beherbergt zum Beispiel den Schrein des Bab, den Ort, an dem die sterblichen Überrest des Bab, dem Gründer des Babismus. Das ist das Gebäude mit der goldenen Kuppel auf dem folgenden Bild. Dies ist das Ziel zahlreicher Pilgerer und Reisender.

Daher steuern auch wir genau diese Gärten an. Es gibt verschiedene Ebenen. Zunächst schauen wir uns die reinen Gärten an. Achtung: Da es sich um einen heiligen Ort handelt, musst du hier Knie und Schultern bedecken. Nach etwa 30 Minuten fahren wir mit dem Auto zum oberen Teil, von wo du den bekannten Ausblick genießen kannst. Komischerweise musst du dich hier nicht so bedecken wie in den Gärten.

 

 

Stopp #3 Acre

    Acre (oder auch Akko bzw Akkon – sehr verwirrend mit den vielen Namen) ist ebenfalls eine Hafenstadt an der Nordküste Israels. Fund zeigen, dass es bereits in der Bronzezeit, also im 3. Jahrtausend vor Christus Siedlungen gab. Bekannt ist Acre vor allem wegen seiner Altstadt, die auf einer Landzunge am nördlichen Rand der Bucht von Haifa liegt. Diese ist auf der Landseite von einer Festungsanlage umgeben.

    Hier leben vor allem israelische Araber und Acre gilt als eine der orientalischsten Städte Israels. Dies zeigt sich dem Besucher vor allem am riesigen Shouk – dem arabischen Markt, auf dem Kleidung, lokaler Krims Krams und Gewürze, Obst sowie Gemüse feilgeboten werden. 

    Der Hafen der Stadt war im östlichen Mittelmeer über mehrere Jahrhunderte von zentraler Bedeutung. Heute ist er vor allem Ausgangspunkt für Fährfahrten zwischen Haifa und Acre, Rundfahrten und Bootsausflüge allgemein.

    Bekannt ist auch der 350 Meter lange Tunnel von der Templerfestung im Westen bis zum Hafen im Osten der Altstadt, der 1994 entdeckt wurde. Der Tunnel ist in Naturfels gehauen und ist eine der Attraktionen von Acre. Ich habe mich dagegen entschieden, durch den Tunnel zum Hafen zu laufen, da ich für eine 250 Meter lange Strecke keinen Eintritt zahlen wollte und lieber oberirdisch Fotos machen wollte.

    Wir hatten zwei Stunden, um Acre zu erkunden. Das ist gerade genug Zeit, um die Altstadt anzuschauen und zu Mittag zu essen. Danach ging es weiter zu den Höhlen von Rosh Hanikra.

     

    Stopp #4 Rosh Hanikra

    Die Grotten von Rosh Hanikra liegen unmittelbar an der Grenze zum Libanon. Es gibt am oberen Ende der Straße sogar ein Tor, das jedoch verschlossen ist, das den Libanon und Israel von einander trennt.

    Der Ort ist ein Touristenziel geworden, weil das Meer Grotten in die weißen Kalkfelsen gespült hat. Diese sind durch einen Pfad mit einander verbunden, den man ablaufen kann.

    Vom Parkplatz kannst du entweder eine Seilbahn zum Eingang der Höhlen hinab nehmen oder aber hinunterfahren. Weil wir an diesem Tag schon etwas spät dran waren, hat uns der Minivan nach unten gebracht. Von dort gibt es eine Treppe, die noch etwas tiefer in den Berg hinein führt.

    Durch die Grotten rauscht das Wasser des Mittelmeeres und prallt mit lautem Getöse gegen die Kalkfelsen. Dabei kann man auch mal nass werden, wenn man in guter Position steht, um Fotos zu machen. Lachende Kinder freuen sich darüber riesig.

    Alles in allem kam mir der Pfad mit den Grotten aber sehr kurz vor und ich hatte ein bisschen mehr erwartet. Trotzdem ist Rosh Hanikra ein wunderschöner Ort und vor allem der Moment, wenn du die Höhlen hinter dir lässt und wieder ins Freie trittst, ist atemberaubend. Die weißen Kalkfelsen setzen sich drastisch vom türkis-blauen Meer ab und blenden dich, nachdem du aus der Dunkelheit der Höhle hervorkommst. Ich gebe zu, dass das für mich ein unerwartetes Highlight war.

     

    Mein Fazit

    Die Tour nach Haifa, Acre und Rosh Hanikra war für mich schon ein Höhepunkt des diesjährigen Israel-Aufenthalts. Haifa stand, wie bereits erwähnt, schon seit meinem ersten Besuch in diesem Land auf meiner To Do Liste. Auch von Acre hatte ich bereits viel gehört. Rosh Hanikra war mir zwar vorher nicht geläufig, gehört aber seitdem definitiv auf meine Israel-Must See Liste. Daher bin ich sehr froh, dass ich diesen Tagesausflug mitgemacht habe.

    Warst du schon mal an einem dieser Orte? Berichte mir davon in den Kommentaren!

    Deine Barbara

    PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Tour „Haifa, Acre & Rosh Hanikra“ eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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    TAGESAUSFLUG TOTES MEER

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    Tagesausflug ans Tote Meer – Von Jerusalem zum tiefsten Punkt der Welt

    Tagesausflug ans Tote Meer – Von Jerusalem zum tiefsten Punkt der Welt

    Drei Mal war ich bereits in Israel und zweimal bin ich ans Tote Meer gereist. Bei meinem allerersten Besuch habe ich es leider gar nicht geschafft. Aber beim zweiten Mal wollte ich ans Tote Meer – komme was wolle. Also buchte ich im Abraham Hostel in Jerusalem, in dem ich untergekommen war, gleich eine Tour.

    Ein paar Worte vorneweg: Das Wasser des Toten Meeres enthält so viel Salz, dass es tödlich wäre, es zu schlucken. Deswegen solltest du dich nicht auf den Bauch drehen. Mit dem Wasser zu spritzen ist sogar verboten. Sei also bei deinem Besuch vorsichtig.

     

    #1 Tagesausflug ans Tote Meer: Die Masada Sunrise, Ein Gedi & the Dead Sea Tour

    Die Masada Sunrise, Ein Gedi & the Dead Sea Tour brachte mich nicht nur ans Tote Meer, sondern wie der Name bereits sagt, auch an die antike Festung Masada sowie die Wüstenoase Ein Gedi. Klick einfach auf den Namen der Tour, um meinen ausführlichen Bericht dieser Tagestour zu lesen.

    Dieser Ausflug ist perfekt, wenn du Wanderungen liebst und gerne Geschichte und Natur aus erster Hand erlebst.

    Totes Meer von Masada – Dead Sea from Masada

    Der Hike zur Festung Masada hat es schon ein bisschen in sich. Nicht sehr lang, aber dafür anstrengend ist der Weg den Felsen hinauf. Und du läufst gegen das Licht an. Denn wenn du dich schon um 3:30 Uhr nachts aus dem Bett quälst, willst du natürlich auch den Sonnenaufgang von der Festung aus sehen. Ich habe es damals gerade so geschafft und meine Kamera etwa eine Minute, bevor die ersten Strahlen der Sonne das Tal fluteten, ausgepackt und bereit gehabt.

    Tagesausflug ans Tote Meer – Masada Sunrise, Ein Gedi & the Dead Sea

    Das war das erste Mal, dass ich das Tote Meer erblickte. Es war ein Moment voller Erfurcht und ich habe das frühe Aufstehen keine Sekunde bereut.

    Auch der Ausflug in die Oase war wirklich schön. Aber ich konnte es kaum erwarten, endlich ans Tote Meer zu gelangen. Ich weiß gar nicht, warum der Ort so eine immense Faszination in mir auslöst. Aber er tut es bis heute.

    Als wir endlich ankamen, waren alle müde. Wir waren früh aufgestanden, sind zur Festung Masada hinauf gewandert und dann noch durch die Oase Ein Gedi marschiert. Wir waren müde. Das Tote Meer war zwar ein willkommene Wohltat für unsere angestrengten Glieder, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich dem Gewässer die Aufmerksamkeit schenken konnte, die ich wollte.

    Totes Meer – Dead Sea

    Ich plante also bereits, bei einem nächsten Aufenthalt einen erneuten Versuch zu starten.

     

    #2 Halbtagsausflug ans Tote Meer: Dead Sea Chillout

    Gleiches Hostel, gleicher Ausgangpunkt, andere Tour.

    Als ich dieses Jahr erneut in Jerusalem war, startete ich also einen zweiten Versuch. Und um dem Toten Meer die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, wählte ich diesmal eine Tour, bei der es keine Ablenkung gab: Sie hieß Dead Sea Chillout.

    Wir fuhren also direkt zum Toten Meer. Keine Festung, keine Oase, keine Wanderung.

    Totes Meer – Dead Sea

    Man könnte fast meinen, das sei ein wenig langweilig. Aber nein, es war wirklich schön.

    In diesen Spas am Toten Meer stehen überall Liegen mit Sonnenschirmen, sodass du dich sehr gut entspannen kannst. Die meisten bevorzugen es allerdings, den heilsamen Schlamm auf die Haut aufzutragen und ihn ein bisschen einwirken zu lassen. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn er hart wird.

    Du kannst auch ein bisschen auf dem Gelände herumlaufen, aber leider kannst du nicht wirklich aus dem Spa raus und auf die Suche nach coolen Fotospots gehen. Das hätte ich gerne gemacht, aber leider musste die Gruppe zusammenbleiben. Aber ich gebe auch zu, dass es so heiß war, dass ich gar nicht groß durch die Gegend laufen wollte.

    Totes Meer – Dead Sea

    Am Ende gab es noch leckere Datteln und Tee und wir konnten uns im angrenzenden Shop ein wenig umsehen, wo es alles mögliche gab, was aus Totem Meersalz hergestellt worden war.

    Totes Meer – Dead Sea

    #3 Selbst organisierter Ausflug ans Tote Meer

    Sollte ich nochmal nach Israel reisen, möchte ich auf jeden Fall eine Tour selbst organisieren. Das hat den Vorteil, dass du zum Einen in das Spa gehen kannst, das dir gefällt, und du zum Anderen einfach an der Straße halten kannst, um Fotos zu machen. Ich finde es mehr als schade, dass ich bei meinen zwei Besuchen kein einziges wirklich schönes Foto vom Toten Meer machen konnte. Daher steht das nun ganz oben auf meiner Israel-Bucket List.

    Solltest du dich also für eine selbstorganisierte Tour entscheiden, kannst du einfach ein Auto mieten und  von Tel Aviv oder Jerusalem rüberfahren. Einen Mietwagen kannst du ab 10 Euro pro Tag in Jerusalem bekommen. Dafür reicht sogar dein normaler Führerschein. Den international benötigst du nicht.

    Auf diese Weise kannst du auch die Festung Masada oder die Oase Ein Gedi zu der Uhrzeit besuchen, die dir lieb ist und so lange bleiben, wie du möchtest Außerdem habe ich tolle Fotos vom Qumran National Park gesehen, der leider bei keiner der organisierten Touren auf dem Plan steht. Den kannst du dann auch noch mitnehmen. 

    Das solltest du zu deinem Tagesausflug ans Tote Meer mitbringen:

    • Deinen Pass (da das Tote Meer in der Westbank ist, kann es sein, dass du dich ausweisen musst)
    • Genügend Wasser
    • Schwimmsachen und Badeschuhe
    • Wanderkleidung und -schuhe
    • Sonnencreme

    Zudem gibt es viele Hotels am Toten Meer, sodass du auch gleich ein ganzes Wochenende dort verbringen kannst, wenn du genügend Zeit zur Verfügung hast. Dann klappt es bestimmt auch mit dem perfekten Foto!

     

    Deine Barbara

    PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Tour „Masada Sunrise, Ein Gedi and the Dead Sea“ sowie zum „Dead Sea Chillout“ eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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    Singapur Sehenswürdigkeiten: Klassiker und Geheimtipps für die ToDo List

    Singapur Sehenswürdigkeiten: Klassiker und Geheimtipps für die ToDo List

    Ich habe ja mittlerweile in zahlreichen Beiträgen sowie auf Instagram gezeigt, wie sehr ich Singapur liebe. Nicht umsonst habe ich hier in den letzten 1,5 Jahren drei ganze Monate verbracht. Außerdem habe ich über keinen Ort der Welt mehr Blogposts geschrieben. Daher kommt nun mein Post zu den Sehenswürdigkeiten, die du auf keinen Fall verpassen solltest.

     

    #1 Gardens by the Bay

    Gardens by the Bay ist ein 101 Hektar großer Naturpark in der Nähe von Downtown Singapur, für den eine neue Landfläche aufgeschüttet wurde. Ziel war es, den Bürgern der Stadt mehr Grünflächen zu bieten und eine Art Naherholungsgebiet zu schaffen.

    Die Außenanlage von Gardens by the Bay steht kostenfrei zur Verfügung. Hier kannst du also so oft und so lange du möchtest für einen Spaziergang vorbeischauen.

    Die Gewächshäuser hingegen kosten knapp 30 SGD Eintritt. Das ist schon eine ganze Ecke, aber einmal kann man das schon investieren, finde ich.

    Super Tree Grove

    Über das Gelände verteilt, gibt es mehrere sogenannte Super Trees. Diese stählernen Bäume haben eine Höhe zwischen 25 und 50 Metern und sind mit seltenen Pflanzen bewachsen. Die Anlagen haben verschiedene Bezeichnungen: Die meisten Super Trees stehen im Super Tree Grove. Dort findet auch die Lichtshow jeden Abend statt (mehr Infos dazu folgen in wenigen Absätzen).

    Gardens by the Bay – Super Trees – Super Tree Grove – SkyWalk

    Durch Photovoltaik erzeugen sie Elektrizität und durch das Sammeln des Regenwassers dient er Bewässerung und für die Kühlsysteme der Super Trees selbst sowie der Gewächshäuser.

    Zwei der Super Trees im Super Tree Grove werden durch eine Brücke mit einander verbunden: den SkyWalk.

    Gardens by the Bay – Super Trees – Super Tree Grove – SkyWalk

    Gardens by the Bay – Super Trees – Super Tree Grove – SkyWalk

    Flower Dome und Cloud Forest

    Auf dem Gelände warten zwei riesige Gewächshäuser – der Flower Dome und der Cloud Forest – in denen Pflanzen der mediterranen bzw. halbtrockenen Klimazonen gezeigt bzw. die tropische Vegetationszone nachgestellt werden. Der Flower Dome wurde als größtes Glasgewächshaus der Welt ins Guiness Buch der Rekorde eingetragen.

    Gardens by the Bay

    Cloud Forest

    Marina Barrage

    Marina Barrage ist eigentlich ein Damm, aber durch eine Parkanlage auf dem Dach, ist es ein beliebtes Ziel zum Picknicken und Drachensteigenlassen. Der Ausblick auf Gardens by the Bay und Marina Bay Sands und die Skyline ist fantastisch. Wenn du auch noch einen Tag erwischt, an dem es nicht bewölkt ist, kannst du hier einen atemberaubenden Sonnenuntergang erleben. Und ein zusätzlicher Pluspunkt: Hier findest du viel mehr Locals bzw. Expats als Touristen.

    Marina Barrage

    Und hier der Ausblick ohne den Park im Vordergrund:

    Marina Barrage

    Die Lightshow in Gardens by the Bay

    Jeden Abend um 19:45 Uhr und um 20:45 Uhr kannst du eine Lichtershow im Super Tree Grove bestaunen. Zu einem bestimmten Thema wird eine 15-minütige Musik gespielt, die durch ein Lichtspielt der Super Trees untermalt wird. Das ist ein Spektakel, das ich immer wieder gerne genieße und möglichst mindest einmal bei jedem Besuch in Singapur auf meiner To Do Liste habe.

    Gardens by the Bay – Super Trees – Super Tree Grove – SkyWalk

    Gardens by the Bay – Super Trees – Super Tree Grove – SkyWalk

    Auch diese Attraktion steht kostenfrei zur Verfügung.

     

     #2 Marina Bay

    Die Marina Bay ist zwar das jüngste Stadtviertel Singapurs, dafür beherbergt es aber die wahrscheinlich bekanntesten touristischen Attraktionen der Stadt. Wenn du zum ersten Mal in der südostasiatischen Metropole bist oder nur einen kurzen Layover hast, wird dich dein Weg sicherlich zunächst hierher führen.

    Marina Bay Panorama

    Der Merlion

    Der Merlion ist das Wahrzeichen Singapurs. Das Wesen ist halb Fisch, halb Löwe und soll die Bewohner Singapurs der Legende nach von Angreifern und einem schlimmen Unwetter beschützt haben. Danach wurde der Kreatur eine 37 Meter hohe Statue errichtet und die Stadt bekam den Beinamen Lion City – Löwenstadt.

    Marina Bay Merlion

    Die Helixbrücke

    Die Helixbrücke hat ihren Namen von ihrer Struktur: Sie sieht aus wie ein DNS-Strang.

    Helix Bridge – Marina Bay

    Das Museum of Artscience

    Das Museum, das an eine Lotusblüte erinnert, besteht aus 21 Gallerien. Drei von ihnen beherbergen permanente Ausstellungen zum Thema: Curiosity, Inspiration, Expression. Die anderen Säle werden für regelmäßig wechselnde Ausstellungen genutzt.

    Museum of Artscience

    Museum of Artscience – Helix Bridge – Marina Bay

    Marina Bay Sands

    Das wahrscheinlich berühmteste Hotel der Welt ist eigentlich auch eine Art Wahrzeichen der Stadt. Jedes Mal wenn ich die drei Gebäudesäulen mit der gigantischen Dachterrasse sehe, geht mir persönlich das Herz auf. Für mich ist der Anblick genauso schön wie der der Frankfurter Skyline. Er bedeutet Zuhause.

    Marina Bay Sands

    Die Dachterrasse wartet mit dem weltbekannten Infinity Pool auf, der nur Hotelgästen vorbehalten ist.

    Mittig der Terrasse befindet sich eine Bar, das C’est la vie. Tagsüber ist es eine Art Lounge, während es abends zu einem Restaurant wird. Aber vorsichtig: Der Dresscode wird streng beachtet! Shorts oder Bikinis sind hier fehl am Platz.

    Marina Bay – Marina Bay Sands SkyPark

    Und zu guter letzt gibt es auf der Terrasse des Marina Bay Sands auch einen öffentlichen Bereich: Das Observation Deck namens SkyPark. Der Eintritt kostet hierzu jedoch 23 SGD. Allerdings finde ich, dass er sich lohnt. Der Ausblick ist wirklich fantastisch. Und dies ist der einzige Ort, von dem aus du beide Lightshows – die in Gardens by the Bay und die in der Marina Bay – von oben betrachten kannst.

    Gardens by the Bay – Marina Bay Sands SkyPark

     

    Die Lightshow in Marina Bay

    Wie in Gardens by the Bay gibt es auch in der Marina Bay eine Lightshow. Täglich kannst du das Spektakel kostenfrei um 20 Uhr sowie 21 Uhr bewundern. Wenn du ganz nah dran sein möchtest, gehst du einfach einmal durch das Einkaufszentrum The Shoppes hindurch. Die imposante Skyline im Hintergrund, werden bunte Lichter auf tanzende Wasserfontänen projeziert. Auch hier gibt es eine musikalische Untermalung.

    Marina Bay Lightshow

    Von der anderen Seite der Bucht siehst du zwar die Wassfontänen nicht so gut, dafür aber die Lasershow vom Marina Bay Sands.

    Marina Bay Lightshow – Marina Bay Sands

     

    #3 Arab Street

    Arab Street ist, anders als der Name vermuten lässt, nicht nur eine Straße, sondern eigentlich ein eigenes Viertel in Singapur. Rund um die Masjid Sultan Mosque gibt es mehrere Straßen, die die Hipster-Gegend der Stadt beherbergen. Hier leben die Kreativen und Partyhungrigen. Bunte Stoffe, handgeknüpfte persische Teppiche und aromatische arabische Tees – das ist das arabische Viertel von Singapur.

    Sultan Mosque

    Das Herzstück der Arab Street bildet die Masjid Sultan Moschee, deren Geschichte nahezu 200 Jahre zurückreicht. An dieser touristischen Sehenswürdigkeit kannst du über muslimische Geschichte lernen oder einfach die außergewöhnliche Atmosphäre auf dich wirken lassen. Im Gebetsraum finden bis zu 5000 Betende Platz.

    Arab Street

     

    #4 Sentosa

    Vor Singapur liegt die kleine Insel Sentosa. Sie ist künstlich angelegt und ist quasi ein Freizeitpark. Zahlreiche Attraktionen warten auf Familien und Besucher, die bespaßt werden wollen. Ich habe auch ein paar Dinge ausprobiert, aber wirklich überzeugt haben mich ehrlich gesagt nur die Strände und die Beach Bars. Auch wenn vor der Küste Tanker liegen, empfand ich sie als eine Oase.

    Siloso Beach

    Universal Studios

    Die Universal Studios sind ein Themenpark innerhalb der Resorts World auf der Insel Sentosa in Singapur. Hier erwarten dich 28 Fahrgeschäfte, Shows und Attraktionen in sieben verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Themen.

    Singapore Cable Car

    Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich liebe Seilbahnfahrten! Daher ist das Cable Car für mich auch die coolste Art, nach Sentosa zu gelangen. Du kannst entweder über die Fußgängerbrücke laufen, mit einem Taxi fahren, den Sentosa Express nehmen oder eben die besagte Gondel. Das ist auf jeden Fall die teuerste Variante, aber mindestens einmal solltest du das schon einplanen. Du kannst von Harbourfront oder Mount Faber fahren.

    Pro Tipp: Die Henderson Waves sind von der Station Mount Faber nur fünf Minuten zu Fuß entfernt. Du kannst diese zwei Highlights also wunderbar mit einander kombinieren.

    Adventure Cove Waterpark

    Dieser Freizeitpark dreht sich rund um das Thema Wasser und bietet Spaß für die ganze Familie. Es gibt ein Aquarium, Wasserrutschen, ein Wellenbad, du kannst schnorcheln und mehr. Leider war ich selbst noch nicht da, werde das aber mit Sicherheit früher oder später nachholen.

    S.E.A. Aquarium

    Da ich das Einsperren von Tieren nicht unterstützen möchte, war ich auch noch nicht im Aquarium. Vorenthalten möchte ich es dir dennoch nicht. Hier gibt es über 100.000 Meerestiere aus knapp 1.000 verschiedenen Spezies. 50 Becken bieten ein Blick in die Unterwasserwelt und sind quasi ein Fenster in den Ozean.

    Die Lightshow Crane Dance

    Die dritte und letzte Lightshow Singapurs wartet auf Sentosa. Jeden Tag tanzen zwei mechanische Kraniche und erzählen dabei eine Geschichte der Liebe. Wasser, Lichter und Musik untermalen das Schauspiel. Ich persönlich finde die anderen beiden Lightshows viel schöner. Aber wenn du schon auf Sentosa bist, kannst du Show, die täglich um 20 Uhr stattfindet, ruhig mitnehmen. Danach kannst du gemütlich über den Boardwalk zurück zur Harbourfront schlendern.

    Die Strände

    Ich höre immer wieder, dass die meisten Singapur als Betonstadt sehen. Für mich ist das ein völlig falsches Bild. Ja, die Strände sind künstlich. Zumindest hier auf Sentosa. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass du im Sand liegen oder eine frische Kokosnuss in einer Beach Bar genießen kannst.

    Es gibt insgesamt drei Strände auf der Insel: Siloso, Palawan und Tanjong.

    Am Palawan-Strand gibt es eine kleine Hängebrücke, die zu einer vogelagerten Insel führt. Vor allem Familien mit Kindern kommen an diesen Strand. Mir persönlich war ein bisschen zu viel los, auch wenn ich die Hängebrücke echt fotogen fand.

    Palawan Beach

    Der Tanjong Beach ist besser für dich geeignet, wenn du nach Ruhe und Entspannung suchst. Er ist relativ weit von der Bahnstation entfernt, von der du wahrscheinlich kommst. Du kannst aber entweder ein Taxi oder den Shuttle-Service der Insel nehmen. Vor allem an heißen Tagen kann der 30-minütige Spaziergang ganz schön anstrengend sein.

    Dort angekommen, kannst du dich dann aber vollkommen entspannen. Im Tanjong Beach Club gibt es erfrischende Cocktails und wenn du keine Lust auf Sand zwischen den Zehen hast, kannst du dich dort einfach an den Pool legen.

    Tanjong Beach Club

    Tanjong Beach Club

    #5 Chinatown

    Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbeliebt mache: Ich bin kein großer Fan von China Town. Ich kann das gar nicht wirklich begründen. Es ist mehr ein Gefühl. Während ich mich in den meisten Teilen Singapurs pudelwohl fühle, bin ich in China Town irgendwie gar nicht „angekommen“. Dennoch habe ich mir auch diesen Teil der Stadt angeschaut und kann dir daher drei Orte besonders ans Herz legen:

    Chinatown Complex Food Center

    In Singapur gibt es sogenannte Hawker Center. Das sind Food Center, in denen du lokale Gerichte zu günstigen Preisen bekommst. Das bekannteste und mit 260 Ständen auch größte ist das Chinatown Complex Food Center, in dem es sogar einen Stand gibt, der mit einem Michelinstern ausgezeichnet wurde. Das empfohlene Gericht ist Chicken Rice und kostet ein bis zwei Euro. Die Schlange ist teilweise jedoch so lang, dass du Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf nehmen musst.

    Buddha Tooth Relic Temple

    Der Buddha Tooth Relic Temple wurde 2007 erbaut. Die reich gestalteten Innenräume und umfassenden Ausstellungen zur buddhistischen Kunst und Geschichte erzählen Hunderten von Jahren alter Kultur. Im Tempel befindet sich ein Schrein mit einem Zahn, der angeblich der linke Eckzahn Buddhas gewesen sein soll. Er soll vom Scheiterhaufen in Kushinagar, Indien, geborgen und dann hier ausgestellt worden sein.

    Sri Mariamman Temple

    Der älteste Hindutempel der Stadt ist der Muttergöttin Mariamman geweiht und wurde 1827 errichtet. Er ist das Gebetshaus der meisten Tamilen und der Hindu-Bevölkerung von Singapur. Aufgrund seiner historischen Bedeutung wurde er 1972 zum nationalen Denkmal erklärt.

    #6 Naturreservate & Grünanlagen

    Der Grund, warum ich Singapur so sehr liebe, ist, dass es zwar ein Großstadt mit all ihren Vorzügen ist, aber gleichzeitig so viele Parks und Naturreservate schnell erreichbar sind, dass man dem Hustle and Bustle ruck zuck entgehen kann. Daher hier jetzt ein paar Ausflugsmöglichkeiten. Leider habe ich immer noch lange nicht alles getestet. Aber ich werde bestimmt noch öfter in Singapur sein und definitiv weiter auf kleine Wanderungen gehen.

    Macritchie Reservoir

    Das MacRitchie Reservoir ist Singapurs ältester Stausee. Er wurde 1868 gebaut, um die Trinkwasserversorgung in Singapur zu gewährleisten. Heute ist es vor allem ein Naherholungsgebiet. Hier kann man joggen gehen, Kajakfahren oder einfach die Ruhe abseits der Metropole genießen.

    MacRitchie Reservoire

    Macritchie Nature Trails

    Mitten im Herzen Singapurs finden sich 11 km um das Macitchie Reservoir herum. Es ist gut möglich, dass du hier auf einem Spaziergang auf verschiedene Tiere triffst, z.B. Makaken, Warane, Eichhörnchen, fliegende Lemuren oder Eulen.

    Du kannst zwischen verschiedenen Strecken wählen und so genau die für dich perfekte Länge bestimmen. Schilder weisen dir stets den Weg, sodass du immer genau weißt, wo du bist, wie lange es noch zu dem Punkt dauert, den du erreichen willst, und welche anderen Trails du gehen kannst. Denk aber unbedingt daran, genügend Wasser mitzubringen, da du hier keines kaufen kannst.

    MacRitchie Reservoire – MacRitchie Nature Trails

    Das Highlight der Macritchie Nautre Trails ist jedoch der nächste Punkt:

    TreeTop Walk

    Der TreeTop Walk ist Teil des MacRitchie Trails. Der gesamte Rundweg mit dem TreeTop Walk in seiner Mitte ist ca. 7 km lang. Leider gibt es keine MRT-Station in der Nähe des Startpunktes, so dass du mit dem Bus zum Parkplatz am Eingang Venus Drive fahren oder mit dem Grab oder Taxi dorthin fahren musst. Von dort aus folgst du einfach den Schildern.

    Auf der 250 Meter langen Hängebrücke erwartet dich ein Panoramablick auf den Regenwald, während du 25 Meter über dem Boden wanderst.

    Hiking in Singapore – TreeTop Walk – MacRitchie Nature Trail

    Bukit Timah Nature Reserve

    Nur 12 km vom geschäftigen Stadtzentrum Singapurs entfernt liegt das Naturreservat Bukit Timah, das 1883 gegründet wurde und eines der ersten Waldreservate des Landes war. Es verfügt über ein reiches Ökosystem, sodass du als Besucher zahlreiche Pflanzen und Tiere der Region bestaunen kannst. Hier wandelt du förmlich durch ursprüngliche, tropische Vegetation und kannst Singapur so erleben, wie es vor vielen Jahrzehnten mal ausgesehen haben mag.

    BUKIT TIMAH NATURE RESERVE

    Pulau Ubin

    Pulau Ubin ist Malayisch und bedeutet „Granit Insel“ und tatsächlich findet man auf der Insel einige verlassene Granit-Steinbrüche. Sie ist vor allem dafür bekannt, dass sie der letzte Kampong (so nennt man typische Dörfer in Singapur) ist, der noch nicht vollkommen urbanisiert und modernisiert wurde. Hier kann man sich auf Zeitreise begeben. Denn so soll, SIngapur in den 1960er-Jahren ausgesehen haben.

    Pulau Ubin

    Pulau Serangoon aka. Coney Island

    Coney Island oder Pulau Serangoon ist eine 133 Hektar große Insel vor der Nordostküste Singapurs zwischen der eben erwähnten Insel Pulau Ubin im Nordosten und dem Festland im Südwesten.

    Der 50 Hektar große Naturpark beherbergt Küstenwälder, Grasland und Mangroven. Viele Singapurer kommen zum Wandern oder Mountainbiken hierher. Auch campen ist hier angesagt. Leider habe ich es noch nicht auf diese Insel geschafft. Auch sie steht noch auf meiner Singapur To Do Liste…

    Southern Ridges

    Die Southern Ridges sind ein neun Kilometer langer Weg durchs Grüne, aber mitten in der Stadt! Die Wege sind in kleinere Einheiten unterteilt und du kannst deinen Spaziergang jederzeit beginnen oder aufhören.

    Ich habe am Alexandra Arch begonnen und bin zunächst über den Forest Walk gelaufen. Dass du dort in einer Großstadt bist, musst du dir wirklich vor Augen halten. Andernfalls kannst du leicht das Gefühl bekommen, in den tiesten Urwald gebeamt worden zu sein!

    Danach geht der Forest Walk in den Hilltop Walk über. Das Highlight folgt kurz darauf: Die Henderson Waves sind eine Brücke, die sich in Wellen über die Autobahn schlängelt. Von den Autos bekommst du von oben nicht wirklich was mit. Mir wurde das erst bewusst, als ich danach zum Bus gelaufen bin und sie von unten gesehen habe.

    Henderson Waves

    Botanic Garden

    Der Botanische Gardens ist 158 Jahre alt und liegt am Rande der Orchard Road – der bekannten Einkaufsstraße Singapurs. Er ist als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden und damit die einzige bei der UNESCO gelistete Stätte Singapurs.

    Da der Garten sehr einfach zu erreichen ist (die Metrostation ist direkt vor dem Eingang) und keinen Eintritt kostet, suchen viele Singapurer hier ein wenig Ruhe. Ein Picknick in der Mittagspause oder ein Spaziergang nach Feierabend… Das geht hier völlig unkompliziert.

    Mich persönlich hat der Park dennoch nicht umgehauen. Vielleicht auch kein Wunder: Nach Gardens by the Bay, Marina Barrage und Co. fehlte mir hier das Besondere. Kein Dschungel, kein Ausblick auf futuristische Strukturen, keine Skyline im Hintergrund. Einfach nur ein Park mit tropischen Pflanzen.

    Singapur Botanischer Garten – Singapore Botanic Garden

    Wie du siehst, Singapur hat einiges zu bieten. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie so mancher behaupten kann, da würden zwei Tage locker reichen. Hoffentlich konnte ich dir ein bisschen einen Eindruck verschaffen, wie vielfältig und abwechslungsreich dieses Land ist.

    Für noch mehr Input schau doch mal bei Michelle vorbei, die einen ausführlichen Blogpost zu ihrem halben Jahr in Singapur geschrieben hat.

    Welche dieser Sehenswürdigkeiten fasziniert dich am meisten? Was möchtest du unbedingt mal sehen? Oder wenn du schon einmal in Singapur warst: Was hat dir am besten gefallen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

    Deine Barbara

    The Singapore Guide for Digital Nomads

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