Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

von | 22/06/16 | Reisen, Südamerika | 8 Kommentare

Unser Taxifahrer fand einfach das Hostel nicht. Mich hat es nicht gestört, denn so habe ich gleich zu Beginn eine Stadtrundfahrt durch Cartagena erhalten.

Mit 15 anderen digitalen Nomaden kam ich aus San Andrés, wo ich direkt nach meinem Aufenthalt in Oaxaca hingeflogen war, in die Stadt von Gabriel García Márquez. Wir waren guter Laune und teilten uns auf die Taxis auf. Meine zwei Mitfahrerinnen und ich kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus, als wir die dritte Runde drehen mussten, weil unser Taxifahrer wieder in die falsche Straße abgebogen war. Aber am Ende kamen wir doch wohlbehalten in unserem Hostel an.

Eine Walking Tour durch Cartagena

Am nächsten Tag machte ich mit einigen anderen gemeinsam eine Walking Tour, um die Stadt besser kennenzulernen.

Bewachsenes Haus

Hüte Cartagena

Schnell wurde mir klar: Ich musste die Tour nochmal alleine machen! Sie fand nämlich um die Mittagszeit herum statt, wo einfach zu viel in der Stadt los war, um wirklich schöne Fotos zu machen. Die Atmosphäre fiel mir allerdings sofort auf! Ich weiß nicht, ob es die wieder mal bunten Häuser der Kolonialstadt waren oder die unzähligen Obstverkäufer, bei denen man erfrischende Ananas- und Wassermelonenstücke für kleines Geld kaufen konnte.

Traditionell gekleidete Obstverkäuferinnen

Aber die Stadt hatte mich bereits in ihren Bann gezogen.

Gabriel García Márquez Cartagena

Ich stand extra um sechs Uhr auf, um das fesselnde Licht der Morgenstunden einfangen zu können. Es tauchte die Straßen in ein ganz besonderes Gold.

Morgenlicht in Cartagena

Arbeitender Mann in den Straßen von Cartagena

Der Plan war, die Walking Tour noch einmal zu laufen. Aber etwas zog mich wie magisch an: das Meer! So landete ich 10 Minuten später in einer ganz anderen Ecke, die aber nicht minder schön war als die Gassen und Gebäude, die bei der Tour im Vordergrund standen.

Barbara an einem Torbogen am Meer

Blick auf Cartagena

Barbara am Meer in Cartagena

Nur widerstrebend wand ich mich vom tiefen Blau ab, das mich zu hypnotisieren schien, und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Cartagena selbst.

Kirchturm über Cartagena

Chillende Katze Cartagena

Der Schlammvulkan Totumo

Ein einzigartiges Erlebnis ist das Bad im Schlammvulkan Totumo. Der Vulkan selbst ist wenig beeindruckend: Ein kleiner Kegel mit zwei schlecht gebauten Treppen an den Seiten, damit man einfacher hoch und wieder runter gelangt.

Totumo

Wer einfach einen Vulkan sehen möchte, kann sich den Weg sparen. Wobei der Ausblick auf die Lagune von oben durchaus schön ist:

Blick vom Schlammvulkan Totumo

Wenn du allerdings mal in einem Schlammbad ohne Boden (also natürlich gibt es einen Boden, aber eben 2000 Meter unter dir!) massiert werden möchtest, bist du hier genau richtig. Leider kostet die Massage extra und ist nicht in der recht teuren „Tour“ enthalten. Wenn man es genau nimmt, ist die sogenannte Tour nichts anderes als die Fahrt. Alles andere kostet extra.

Möchtest du Fotos, musst du deine Kamera oder dein Handy abgeben. Ein dafür abgestellter Mitarbeiter macht dann Fotos von dir und hält im Nachhinein die Hand auf.
Barbara auf dem Weg in den Schlammvulkan Totumo Das Bad selbst dauert etwa 15 Minuten. Der Schlamm ist lauwarm und fühlt sich seltsam gut auf der Haut an.

Ein sehr komisch Gefühl ist, dass man nicht untergeht, obwohl man keinen Boden unter den Füßen hat. So stelle ich mir vor, fühlt es sich an, schwerelos zu sein. Du hast kaum Kontrolle über deinen Körper und sobald du sie richtig verlierst, bekommst du sie nur schwer zurück.

Wundere dich also nicht über Füße, Knie oder Ellbogen anderer in deinem Gesicht. Es ist gar nicht so leicht, sich einfach vertikal zu halten. Und ein Lachen kann dazu führen, dass du vollkommen die Kontrolle verlierst.

Massage im Schlammvulkan Totumo.JPG

Danach geht es zum obligatorischen Waschen. Das nervige ist nur: Das darfst du nicht selbst tun! Ältere Damen schrubben alle ab, die ein Bad genommen haben. Und zwar überall! Das mein Bikini plötzlich meinen Bauchnabel verdeckte, interessierte sie genauso wenig wie die Tatsache, dass sie mich überall anfasste. Also nicht zimperlich sein!

Mein Fazit?

Alles in allem war meine Woche in Cartagena richtig toll und ich werde bestimmt wiederkommen.

Hast du schon einmal ein Schlammbad in einem Vulkan genommen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

 

Deine Barbara

 

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