Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Unser Taxifahrer fand einfach das Hostel nicht. Mich hat es nicht gestört, denn so habe ich gleich zu Beginn eine Stadtrundfahrt durch Cartagena erhalten.

Mit 15 anderen digitalen Nomaden kam ich aus San Andrés, wo ich direkt nach meinem Aufenthalt in Oaxaca hingeflogen war, in die Stadt von Gabriel García Márquez. Wir waren guter Laune und teilten uns auf die Taxis auf. Meine zwei Mitfahrerinnen und ich kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus, als wir die dritte Runde drehen mussten, weil unser Taxifahrer wieder in die falsche Straße abgebogen war. Aber am Ende kamen wir doch wohlbehalten in unserem Hostel an.

 

Eine Walking Tour durch Cartagena

Am nächsten Tag machte ich mit einigen anderen gemeinsam eine Walking Tour, um die Stadt besser kennenzulernen.

Bewachsenes Haus

Hüte Cartagena

Schnell wurde mir klar: Ich musste die Tour nochmal alleine machen! Sie fand nämlich um die Mittagszeit herum statt, wo einfach zu viel in der Stadt los war, um wirklich schöne Fotos zu machen. Die Atmosphäre fiel mir allerdings sofort auf! Ich weiß nicht, ob es die wieder mal bunten Häuser der Kolonialstadt waren oder die unzähligen Obstverkäufer, bei denen man erfrischende Ananas- und Wassermelonenstücke für kleines Geld kaufen konnte.

Traditionell gekleidete Obstverkäuferinnen

Aber die Stadt hatte mich bereits in ihren Bann gezogen.

Gabriel García Márquez Cartagena

Ich stand extra um sechs Uhr auf, um das fesselnde Licht der Morgenstunden einfangen zu können. Es tauchte die Straßen in ein ganz besonderes Gold.

Morgenlicht in Cartagena

Arbeitender Mann in den Straßen von Cartagena

Der Plan war, die Walking Tour noch einmal zu laufen. Aber etwas zog mich wie magisch an: das Meer! So landete ich 10 Minuten später in einer ganz anderen Ecke, die aber nicht minder schön war als die Gassen und Gebäude, die bei der Tour im Vordergrund standen.

Barbara an einem Torbogen am Meer

Blick auf Cartagena

Barbara am Meer in Cartagena

Nur widerstrebend wand ich mich vom tiefen Blau ab, das mich zu hypnotisieren schien, und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Cartagena selbst.

Kirchturm über Cartagena

Chillende Katze Cartagena

Der Schlammvulkan Totumo

Ein einzigartiges Erlebnis ist das Bad im Schlammvulkan Totumo. Der Vulkan selbst ist wenig beeindruckend: Ein kleiner Kegel mit zwei schlecht gebauten Treppen an den Seiten, damit man einfacher hoch und wieder runter gelangt.

Totumo

Wer einfach einen Vulkan sehen möchte, kann sich den Weg sparen. Wobei der Ausblick auf die Lagune von oben durchaus schön ist:

Blick vom Schlammvulkan Totumo

Wenn du allerdings mal in einem Schlammbad ohne Boden (also natürlich gibt es einen Boden, aber eben 2000 Meter unter dir!) massiert werden möchtest, bist du hier genau richtig. Leider kostet die Massage extra und ist nicht in der recht teuren „Tour“ enthalten. Wenn man es genau nimmt, ist die sogenannte Tour nichts anderes als die Fahrt. Alles andere kostet extra.

Möchtest du Fotos, musst du deine Kamera oder dein Handy abgeben. Ein dafür abgestellter Mitarbeiter macht dann Fotos von dir und hält im Nachhinein die Hand auf.
Barbara auf dem Weg in den Schlammvulkan Totumo Das Bad selbst dauert etwa 15 Minuten. Der Schlamm ist lauwarm und fühlt sich seltsam gut auf der Haut an.

Ein sehr komisch Gefühl ist, dass man nicht untergeht, obwohl man keinen Boden unter den Füßen hat. So stelle ich mir vor, fühlt es sich an, schwerelos zu sein. Du hast kaum Kontrolle über deinen Körper und sobald du sie richtig verlierst, bekommst du sie nur schwer zurück.

Wundere dich also nicht über Füße, Knie oder Ellbogen anderer in deinem Gesicht. Es ist gar nicht so leicht, sich einfach vertikal zu halten. Und ein Lachen kann dazu führen, dass du vollkommen die Kontrolle verlierst.

Massage im Schlammvulkan Totumo.JPG

Danach geht es zum obligatorischen Waschen. Das nervige ist nur: Das darfst du nicht selbst tun! Ältere Damen schrubben alle ab, die ein Bad genommen haben. Und zwar überall! Das mein Bikini plötzlich meinen Bauchnabel verdeckte, interessierte sie genauso wenig wie die Tatsache, dass sie mich überall anfasste. Also nicht zimperlich sein!

Mein Fazit?

Alles in allem war meine Woche in Cartagena richtig toll und ich werde bestimmt wiederkommen.

Hast du schon einmal ein Schlammbad in einem Vulkan genommen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

 

Deine Barbara

 

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Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Als ich 2014 nach meiner ersten Nomad Cruise in Brasilien angekommen war, bin ich unter anderem nach Jericoacoara.

 

Sand und Dünen so weit das Auge reicht

 

Du willst wissen, wie es in Jericoacoara so ist?

Stell dir ein Dorf vor, das aus nur fünf Straßen besteht. Keine gepflasterten oder asphaltierten Straßen. Nein, die Straßen sind einfach aus Sand. 

jeri main street

 

Der Ort liegt inmitten von Wanderdünen. Um dort hinzugelangen, muss man durch eine kleine Wüste hindurch, die immer wieder von kleinen Oasen mit riesigen Palmen durchzogen ist. Da die Dünen sich ständig bewegen, kommt es auch mal vor, dass sie über eine solche Oase „drüberwandern“ und die Palmen im Laufe der Zeit verschlucken.

 

dunes jericoacoara

 

palmen jericoacoara

 

Die berühmteste Düne ist die sunset dune, auf der sich zum Sonnenuntergang fast das gesamte Dorf versammelt, um dieses Naturspektakel zu bewundern.

 

barbara sunset dune

 

Die Häuschen haben hier fast alle nur ein Stockwerk und vor den Türen stehen Jeeps und Beach-Buggys, die so ziemlich die einzigen Fahrzeuge sind, die durch den Sand kommen. Vereinzelt findet man auch normale Autos, bei denen Druck von den Reifen genommen wurde, damit sie ihren Weg durch den Sand finden. 

Am Rande der Stadt befindet sich das Meer. Darüber kommen auch die Warenlieferungen, da ein Lastwagen hilflos im Sand steckenbleiben würde. Dort gibt es zahlreiche Bars und Restaurants. Außerdem warten hier Pferde darauf, mit den Reisenden im Galopp über die Dünen zu reiten.

 

Wer ein bisschen Action haben möchte, kann mit einem Beach Buggy über die Dünen brettern oder Sandboarden. 

barbara beach buggy jeri

 

barbara dune jeri

 

 

 

Ein Traum aus Sand!

Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Wer Jericoacoara betritt, Muss sich im Klaren sein: Es gibt keinen Geldautomaten und das Internet ist in den meisten Bereichen und Hostels bescheiden. Zum Arbeiten kommen nur einige wenige Plätze infrage.

 

Warum kommt man dann als digitaler Nomade genau hierher und geht nicht lieber nach Rio und in andere Teile Südamerikas

laguna jeri

Die Antwort liegt auf der Hand: Weil Jericoacoacoara eine Oase ist. Hier ist die Work-Life-Balance nahezu perfekt! Denn neben dem Arbeiten kann man hier wunderbar sportlich aktiv werden – ob Kiten, Windsurfen, Reiten oder Beach Volleyball… In Jeri (wie es liebevoll von den Travellern genannt wird) ist alles möglich. Mit den Beach-Buggys kann man außerdem ganz tolle Ausflüge zu den nahegelegenen Lagunen machen, in denen man entweder ebenfalls kitesurfen oder einfach entspannen kann.

 mangroven jericoacoara

 

Wie klingt Jericoacoara für dich? Ist das nicht das perfekte Reiseziel?

 

Meine Unterkunft in Jericoacoara 

Während meines Aufenthalts bin ich in diesem Hostel untergekommen: Pousada Tirol*.

Ich war ziemlich begeistert von dem Preis-Leistungs-Verhältnis hier, muss aber sagen, dass ich in einem Dorm übernachtet habe. Einzelzimmer gab es keine, soweit ich mich erinnere.

Du möchtest andere Unterkünfte auschecken? Dann schau doch mal bei Tripadvisor*, Airbnb* oder Hostelworld* vorbei! Da ist für jedes Budget etwas dabei!

 

Mein Fazit zu Jericoacoara

Um genau von solchen Orten zu arbeiten und sie intensiv zu erleben, bin ich überhaupt erst digitale Nomadin geworden. Für mich ist Jericoacoara ein absolutes Traumziel und ich würde gerne wieder zurück.

 

Deine Barbara

 

 

 

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Warum mich Buenos Aires nicht inspiriert hat

Warum mich Buenos Aires nicht inspiriert hat

Warum mich Buenos Aires nicht inspiriert hat

Ursprünglich war mein Plan, meine Weltreise in Buenos Aires zu beginnen. Aus irgendeinem Grund, den ich nicht näher bestimmen kann, hatte diese Stadt eine außerordentliche Anziehungskraft auf mich. Aus organisatorischen Gründen war der erste Stopp dann jedoch São Paolo, von wo ich dann mit dem Bus über Iguaçu nach Buenos Aires gefahren bin.

 

Meine Erwartungen an Buenos Aires

Ich hatte viel über Buenos Aires gehört. So sagt man darüber, es sei…

  • die Stadt des Tango.
  • die europäischste Stadt Südamerikas.
  • die Stadt der bekannten lateinamerikanischen Schriftsteller Jorge Luis Borges und Adolfo Bioy Casares.
  • die Stadt, in der 1810 im damaligen Vizekönigreich des Río de la Plata mit der Mairevolution der politische Umbruch stattfand, der dazu führte, dass Argentinien eines der ersten Länder Südamerikas war, das von Spanien unabhängig wurde.
  • die Stadt der umstrittenen Eva (genannt Evita) Perón.

Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen. Vielleicht bin ich falsch mit dieser Stadt umgegangen. Vielleicht kamen auch einfach mehrere Dinge zusammen, die mein Bild dieser Stadt haben bröckeln lassen.

Aber als ich ankam und als erstes hörte, ich solle bloß vorsichtig sein, dass man hier sein Smartphone einfach aus der Hand gerissen bekommt und dass man nach Sonnenuntergang besser mit dem Taxi fahren solle und nicht mit dem Bus, warf das einen sehr dunklen Schatten auf meine Buenos Aires Vorstellung.

Und es wurde nicht gerade besser, als diese Warnung von fast jedem wiederholt wurde, mit dem ich mich unterhielt.

Außerdem stellte ich schnell fest, dass jedes Gebäude in der Stadt einen Pförtner hat, der Tag und Nacht die Bewohner und Gäste hereinlässt. Die Haustüren waren zusätzlich geschlossen. Wollte man heraus und der Pförtner war nicht da, musste man die Türen mit dem Hausschlüssel öffnen.

Der Grund? Zu viele Einbrecher und Diebe!

Klar, dass ich mich bei solch einem ersten Eindruck komisch fühlte, oder?

Hier ein paar Dinge, die ich als nicht sehr touristenfreundlich empfand…

 

Mein Eindruck von Buenos Aires

1. In den Bussen kann man nur mit Münzen oder der sogenannten tarjeta SUBE bezahlen

Wenn man ankommt und mit dem Bus ins Hotel fahren möchte, hat man direkt ein Problem: Man kann in den Bussen nur mit Münzen zahlen. Die Einwohner haben die tarjeta SUBE, eine Karte, die man aufladen kann und einfach an ein Kartenlesegerät halten muss, von dem dann der Betrag abgezogen wird. Man kann sie auch als Tourist erwerben, aber das lohnt sich nur ab einer gewissen Aufenthaltsdauer.

Hat man diese Karte nicht, zahlt man erstens mehr und zweitens kann man das nur mit Münzen. Diese wiederum sind allerdings Mangelware, da es sogar einen Peso (entspricht nach dem offiziellen Wechselkurs etwa 10 Eurocent) als Schein gibt. Das Busticket kostet zwischen sechs und acht Pesos und gilt pro Fahrt und nicht wie in manch anderem Land eine bestimmte Zeit.

Will man also an einen Ort fahren und kurz darauf wieder zurück, benötigt man mindestens sechs Münzen! Das ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit.

 

2. Es gibt unzählige Buslinien und keine Fahrpläne

In keiner anderen Stadt habe ich bisher so viele Buslinien gesehen. An den Knotenpunkten der Stadt kann man bis zu 30 Bushaltestellen finden, da pro Haltestelle höchstens drei Linien halten.

Da es keine Fahrpläne gibt, kann es passieren, dass man eine halbe Stunde auf einen Bus wartet und dann plötzlich drei oder vier derselben Linie kommen. Hat man Pech, kann es dann auch noch passieren, dass diese Busse nicht halten, weil sie zum Beispiel überfüllt sind.

Auf jeden Fall sollte man keinen Porteño (so nennt man die Einwohner von Buenos Aires) fragen, mit welcher Buslinie man wohin kommt. Man bekommt als Antwort grundsätzlich mindestens vier verschiedene Nummern in Lichtgeschwindigkeit entgegengeschleudert, wobei jeder Bus in einer anderen Straße oder an einer anderen Haltestelle hält.

Muss man doch einmal fragen, sollte man sich auf jeden Fall für eine Linie entscheiden. Ansonsten kann folgendes sehr leicht passieren:

Du wartest auf, sagen wir mal, Linie 100 und wartest an der entsprechenden Bushaltestelle. Du könntest aber auch die Linie 150 nehmen, die 200 m weiter ihre Haltestelle hat. Von weitem siehst du die Linie 150 nahen, rennst los, schaffst es aber nicht rechtzeitig. In dem Moment, in dem du an der Haltestelle der Linie 150 ankommst, fährt die Linie 100 vorbei, deren Haltestelle nun viel zu weit weg ist, um sie rechtzeitig zu erreichen.

Fazit: Fahr möglichst mit der Metro (die hier Subte heißt) und wenn du doch mal unbedingt mit dem Bus fahren musst, entscheide dich für eine Linie.

 

3. Die Straßen von Buenos Aires sind extrem lang

Nie zuvor sind mir in einer Stadt so häufig Hausnummern über 3000 begegnet. Selbst 7000 ist keine ungewöhnliche Hausnummer. Will man irgendwohin, muss man also nicht nur die Straße und Hausnummer wissen, sondern die Kreuzung! Sonst muss man eventuell zehn Blocks und mehr laufen.

Als ich nach einer Woche dachte, jetzt habe ich den Dreh raus!, kam ich an die nächste Kreuzung und musste verwirrt feststellen, dass ich schon wieder die Orientierung verloren hatte.

Normalerweise kann ich mich in Städten ziemlich gut orientieren. Vor allem für eine Frau ;) Aber in Buenos Aires wollte es mir einfach nicht gelingen. Bis zum Schluss bin ich immer wieder erst in die falsche Richtung gelaufen.

 

4. Wenn man kein Spanisch spricht, kommt man nicht weit

Zum Glück habe ich kein Problem mit der spanischen Sprache. Wobei ich sagen muss, dass die Argentinier ziemlich viele eigene Begriffe und eine eigene Intonation haben, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Trotzdem wurde ich verstanden und konnte die Antworten mindestens aus dem Zusammenhang auch verstehen.

Ich habe allerdings mehrere Reisende kennengelernt, die kein Spanisch konnten und mit Englisch kaum bis gar nicht weitergekommen sind.

Selbst in den ausgewiesenen Touristeninformationszentren sprach man kein Englisch. Das fällt mir jetzt, wo ich mit zwei Deutschen eine Reisegruppe gebildet habe, ganz deutlich auf:

Wir haben in Puerto Madryn zwei Exkursionen gemacht. Bei der einen sprach der Tourguide so gut wie kein Englisch und ich musste den ganzen Tag dolmetschen.

 

5. Die Bürgersteige sind in einem verheerenden Zustand

Blickt man beim Gehen nicht ständig nach unten, so fällt man alle 20 m über einen hervorstehenden Stein, eine schiefe Platte oder ein Loch. Immer wieder muss man kleinere Baustellen umrunden und dafür auf die vielbefahrene Straße ausweichen. Aber: Bauarbeiter sieht man selten! Die Erneuerungsarbeiten wurden wohl angefangen und bisher nicht beendet.

Ein entspanntes Schlendern durch die Straßen und genießen der Atmosphäre ist – zumindest in einigen Stadtteilen – nahezu unmöglich.

 

Mein Fazit

Trotz allem habe ich mich nie wirklich unwohl gefühlt. Es stimmt, dass Buenos Aires einen eigenen, durchaus europäisch angehauchten Flair hat.

Dennoch war ich froh, es nach 10 Tagen verlassen zu können und mich wieder in eine kleinere Stadt zu begeben.

Kennst du Buenos Aires? Wie waren deine Erfahrung? Oder wenn du noch nicht dort warst: Welches Bild hast du davon im Kopf?

 

Deine Barbara

 

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