Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Unser Taxifahrer fand einfach das Hostel nicht. Mich hat es nicht gestört, denn so habe ich gleich zu Beginn eine Stadtrundfahrt durch Cartagena erhalten.

Mit 15 anderen digitalen Nomaden kam ich aus San Andrés, wo ich direkt nach meinem Aufenthalt in Oaxaca hingeflogen war, in die Stadt von Gabriel García Márquez. Wir waren guter Laune und teilten uns auf die Taxis auf. Meine zwei Mitfahrerinnen und ich kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus, als wir die dritte Runde drehen mussten, weil unser Taxifahrer wieder in die falsche Straße abgebogen war. Aber am Ende kamen wir doch wohlbehalten in unserem Hostel an.

Eine Walking Tour durch Cartagena

Am nächsten Tag machte ich mit einigen anderen gemeinsam eine Walking Tour, um die Stadt besser kennenzulernen.

Bewachsenes Haus

Hüte Cartagena

Schnell wurde mir klar: Ich musste die Tour nochmal alleine machen! Sie fand nämlich um die Mittagszeit herum statt, wo einfach zu viel in der Stadt los war, um wirklich schöne Fotos zu machen. Die Atmosphäre fiel mir allerdings sofort auf! Ich weiß nicht, ob es die wieder mal bunten Häuser der Kolonialstadt waren oder die unzähligen Obstverkäufer, bei denen man erfrischende Ananas- und Wassermelonenstücke für kleines Geld kaufen konnte.

Traditionell gekleidete Obstverkäuferinnen

Aber die Stadt hatte mich bereits in ihren Bann gezogen.

Gabriel García Márquez Cartagena

Ich stand extra um sechs Uhr auf, um das fesselnde Licht der Morgenstunden einfangen zu können. Es tauchte die Straßen in ein ganz besonderes Gold.

Morgenlicht in Cartagena

Arbeitender Mann in den Straßen von Cartagena

Der Plan war, die Walking Tour noch einmal zu laufen. Aber etwas zog mich wie magisch an: das Meer! So landete ich 10 Minuten später in einer ganz anderen Ecke, die aber nicht minder schön war als die Gassen und Gebäude, die bei der Tour im Vordergrund standen.

Barbara an einem Torbogen am Meer

Blick auf Cartagena

Barbara am Meer in Cartagena

Nur widerstrebend wand ich mich vom tiefen Blau ab, das mich zu hypnotisieren schien, und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Cartagena selbst.

Kirchturm über Cartagena

Chillende Katze Cartagena

Der Schlammvulkan Totumo

Ein einzigartiges Erlebnis ist das Bad im Schlammvulkan Totumo. Der Vulkan selbst ist wenig beeindruckend: Ein kleiner Kegel mit zwei schlecht gebauten Treppen an den Seiten, damit man einfacher hoch und wieder runter gelangt.

Totumo

Wer einfach einen Vulkan sehen möchte, kann sich den Weg sparen. Wobei der Ausblick auf die Lagune von oben durchaus schön ist:

Blick vom Schlammvulkan Totumo

Wenn du allerdings mal in einem Schlammbad ohne Boden (also natürlich gibt es einen Boden, aber eben 2000 Meter unter dir!) massiert werden möchtest, bist du hier genau richtig. Leider kostet die Massage extra und ist nicht in der recht teuren „Tour“ enthalten. Wenn man es genau nimmt, ist die sogenannte Tour nichts anderes als die Fahrt. Alles andere kostet extra.

Möchtest du Fotos, musst du deine Kamera oder dein Handy abgeben. Ein dafür abgestellter Mitarbeiter macht dann Fotos von dir und hält im Nachhinein die Hand auf.
Barbara auf dem Weg in den Schlammvulkan Totumo Das Bad selbst dauert etwa 15 Minuten. Der Schlamm ist lauwarm und fühlt sich seltsam gut auf der Haut an.

Ein sehr komisch Gefühl ist, dass man nicht untergeht, obwohl man keinen Boden unter den Füßen hat. So stelle ich mir vor, fühlt es sich an, schwerelos zu sein. Du hast kaum Kontrolle über deinen Körper und sobald du sie richtig verlierst, bekommst du sie nur schwer zurück.

Wundere dich also nicht über Füße, Knie oder Ellbogen anderer in deinem Gesicht. Es ist gar nicht so leicht, sich einfach vertikal zu halten. Und ein Lachen kann dazu führen, dass du vollkommen die Kontrolle verlierst.

Massage im Schlammvulkan Totumo.JPG

Danach geht es zum obligatorischen Waschen. Das nervige ist nur: Das darfst du nicht selbst tun! Ältere Damen schrubben alle ab, die ein Bad genommen haben. Und zwar überall! Das mein Bikini plötzlich meinen Bauchnabel verdeckte, interessierte sie genauso wenig wie die Tatsache, dass sie mich überall anfasste. Also nicht zimperlich sein!

Mein Fazit?

Alles in allem war meine Woche in Cartagena richtig toll und ich werde bestimmt wiederkommen.

Hast du schon einmal ein Schlammbad in einem Vulkan genommen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

 

Deine Barbara

 

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Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Du willst wissen, wie es in Jericoacoara so ist?

Stell dir ein Dorf vor, das aus nur fünf Straßen besteht. Keine gepflasterten oder asphaltierten Straßen. Nein, die Straßen sind einfach aus Sand.

Der Ort liegt inmitten von Wanderdünen. Um dort hinzugelangen, muss man durch eine kleine Wüste hindurch, die immer wieder von kleinen Oasen mit riesigen Palmen durchzogen ist. Da die Dünen sich ständig bewegen, kommt es auch mal vor, dass sie über eine solche Oase „drüberwandern“ und die Palmen im Laufe der Zeit verschlucken.

Die berühmteste Düne ist die sunset dune, auf der sich zum Sonnenuntergang fast das gesamte Dorf versammelt, um dieses Naturspektakel zu bewundern.

Die Häuschen haben hier fast alle nur ein Stockwerk und vor den Türen stehen Jeeps und Beach-Buggys, die so ziemlich die einzigen Fahrzeuge sind, die durch den Sand kommen. Vereinzelt findet man auch normale Autos, bei denen Druck von den Reifen genommen wurde, damit sie ihren Weg durch den Sand finden.

Am Rande der Stadt befindet sich das Meer. Darüber kommen auch die Warenlieferungen, da ein Lastwagen hilflos im Sand steckenbleiben würde. Dort gibt es zahlreiche Bars und Restaurants. Außerdem warten hier Pferde darauf, mit den Reisenden im Galopp über die Dünen zu reiten.

Wer ein bisschen Action haben möchte, kann mit einem Beach Buggy über die Dünen brettern oder Sandboarden.

 

So ist Jericoacoara – Ein Traum aus Sand!

Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Wer Jericoacoara betritt, Muss sich im Klaren sein: Es gibt keinen Geldautomaten und das Internet ist in den meisten Bereichen und Hostels bescheiden. Zum Arbeiten kommen nur einige wenige Plätze infrage.

Warum kommt man dann als digitaler Nomade genau hierher und geht nicht lieber nach Rio und in andere Teile Südamerikas?

Die Antwort liegt auf der Hand: Weil Jericoacoacoara eine Oase ist. Hier ist die Work-Life-Balance nahezu perfekt! Denn neben dem Arbeiten kann man hier wunderbar sportlich aktiv werden – ob Kiten, Windsurfen, Reiten oder Beach Volleyball… In Jeri (wie es liebevoll von den Travellern genannt wird) ist alles möglich. Mit den Beach-Buggys kann man außerdem ganz tolle Ausflüge zu den nahegelegenen Lagunen machen, in denen man entweder ebenfalls kitesurfen oder einfach entspannen kann.

Wie klingt Jericoacoara für dich? Ist das nicht das perfekte Reiseziel?

Meine Unterkunft in Jericoacoara?

Während meines Aufenthalts bin ich in diesem Hostel untergekommen: Pousada Tirol*

Ich war ziemlich begeistert von dem Preis-Leistungs-Verhältnis hier, muss aber sagen, dass ich in einem Dorm übernachtet habe. Einzelzimmer gab es keine, soweit ich mich erinnere.

Du möchtest andere Unterkünfte auschecken? Dann schau doch mal bei Tripadvisor*, Airbnb* oder Hostelworld* vorbei! Da ist für jedes Budget etwas dabei!

 

Deine Barbara

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Morro de São Paulo

Morro de São Paulo

Morro de São Paulo…

Bei den Worten mag so mancher an die anonyme Großstadt São Paulo denken, die das erste Ziel meiner Weltreise war, die ich im November 2014 angetreten habe.

Aber weit gefehlt!

Denn Morro de São Paulo hat nichts mit der Stadt im Süden Brasiliens zu tun und liegt hingegen auf der Insel Ilha de Tinharé etwas mehr als zwei Bootsstunden von Salvador entfernt. Keine fünf Minuten vom bekannten elevador besteigt man einen Katamaran, den man im Normalfall verlässt und schon die ersten Schritte in Morro tut – wie es liebevoll von den Touristen genannt wird.

Salvador und elevador

Katamaran Morro de São Paulo

In meinem Fall war es ein wenig komplizierter, da die See wegen schlechten Wetters so rau war, sodass wir den direkten Weg nicht nehmen konnten. Deswegen ging es erst fast zwei Stunden in Richtung Süden nahezu an der Küste entlang. Danach hieß es: Umsteigen! Und zwar in einen Van.

Eine Stunde lang fuhren wir querfeldein. Im Anschluss legten wir das letzte Stück mit einem Boot bis zu der kleinen Insel zurück.

Angekommen, ärgerte ich mich – genauso wie damals auf der Isla del Sol – über die Gebühr, die gezahlt werden muss, um die Insel zu betreten. Auch wenn es nur umgerechnet 2,5o Euro waren.

Gleich darauf fing ich jedoch an, mich mit erstaunten Ohs und Ahs umzusehen. Das Tolle ist, dass auf der ganze Ilha de Tinharé keine motorisierten Fahrzeuge erlaubt sind.

Um den Reisenden mit dem Gepäck zu helfen, haben sich die Anwohner deswegen etwas ganz besonderes überlegt: Schubkarren-Taxis!

Schubkarre in Morro

Das paradiesische kleine Städtchen zieht wahnsinnig viele Reisende an.

Morro

Kein Wunder: Das ist ein Ort zum Wohlfühlen und Genießen! Eine Insel zum Träumen.

Morro Strand 2

Boot in Morro

Auch mein Hostel war sehr schön, mit vielen Pflanzen und Hängematten an jeder Ecke, und ich wäre gerne länger geblieben.

Hostel

Ich glaube, man sieht mir an, wie gut es mir in Morro de São Paulo gefallen hat, oder?

 

Barbara in Morro mit Saft

Barbara in Morro

Leider hatte ich nur 24 Stunden in diesem Paradies. Denn dann musste ich zurück nach Salvador, um Reisen fürs schmale Portemonnaie zu veröffentlichen und sofort danach den Flieger Richtung Recife zu besteigen.

Es war ein toller Kurzausflug, der die anstrengende Anreise auf jeden Fall wert war!

Fazit: Jederzeit wieder nach Morro de São Paulo. Und beim nächsten Mal gerne länger :D

 

Deine Barbara

Gruß aus Pipa

Gruß aus Pipa

Letzte Woche ist einer meiner größten Träume wahr geworden: In Pipa bin ich mit frei lebenden Delfinen geschwommen!

Nicht umsonst stand das auch ganz oben auf meiner Bucket List

Pipa ist ein zuckersüßes Örtchen etwa 80 Kilometer südlich von Natal im tropischen Nordosten Brasiliens mit vielen kleinen Gassen, die zum Schlendern einladen. Hier gibt es außerdem gleich vier Strände, von denen einer schöner ist als der andere.

Bei Ebbe kann man zwischen ihnen hin und her laufen, bei Flut hingegen ist der Weg über den Sand nicht begehbar. Dann reicht das Wasser bis an die Felsen.

Zu der Bucht mit den Delfinen gibt es jedoch keinen anderen Weg. Da der Praia dos Golfinhos keinen eigenen Zugang besitzt, sollte man sich auf den Weg machen, sobald die Flut weit genug zurück gegangen ist. Dann hat man genügend Zeit, um sich im Wasser mit den Delfinen auszutoben und rechtzeitig vor der Flut zurück im Ort zu sein.

Man bemerkt es nämlich aus der Bucht mit den Delfinen gar nicht, wenn der Weg langsam vom Wasser geflutet wird. Also aufpassen!

Zur Orientierung gibt es dafür in den Supermärkten und in einigen Hostels Stadtkarten, die die Gezeiten auf die Rückseite gedruckt haben.

Wer allerdings zum Arbeiten nach Pipa kommt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Internet hier extrem langsam ist. Wenn du also darauf angewiesen bist, solltest du entweder ein paar Tage frei nehmen, sehr (und damit meine ich SEHR) viel Geduld mitbringen oder aber eine brasilianische SIM-Karte (zum Beispiel vom Anbieter TIM) mit mobilen Daten verwenden. Daher habe ich dir alle meine Tipps zu Brasilien für digitale Nomaden zusammengestellt.

Hier nun auf Youtube mein Gruß aus Pipa!

 

Bist du schon einmal mit frei lebenden Delfinen geschwommen? Ist das nicht einfach atemberaubend?

Deine Barbara

Mein Großstadt-Ranking Südamerika Teil 2: Hier habe ich mich richtig wohl gefühlt!

Mein Großstadt-Ranking Südamerika Teil 2: Hier habe ich mich richtig wohl gefühlt!

Letzte Woche gab es die Plätze 6 bis 4 meines ganz persönlichen Großstadt-Ranking Südamerika.

Hier nun die Plätze auf dem Treppchen:

#3 Asunción

Immer wieder gab es Städte, denen ich nicht viel Zeit widmen konnte. Bei keiner anderen habe ich das so bereut wie bei der Hauptstadt Paraguays: Asunción.

Asunción

Eigentlich war Paraguay nicht wirklich auf meiner Liste. Ich musste nur von Bolivien nach Brasilien bzw. nach Rio de Janeiro. Der Direktbus kostete etwa 250€, also beschloss ich in Etappen zu reisen.

Da ich dadurch zusätzliche Übernachtungskosten hatte, war es am Ende wahrscheinlich nicht günstiger, dafür war ich aber nicht 60 Stunden ohne Pause in einem Bus und habe noch Santa Cruz in Bolivien und Asunción in Paraguay kennenlernen dürfen.

Immer wieder hörte ich: Paraguay? Pass bloß auf! Das ist eines der ärmsten Länder Südamerikas und sehr gefährlich.

Als ich also nach einer höllischen 34-Stunden-Busfahrt mitten in der Nacht in Asunción ankam, fuhr ich mit dem Taxi zu meinem (zum Glück gebuchten) Hostel. Ein Deutscher, der mit mir im Bus saß, war so lieb, mit mir zu fahren, obwohl er ein anderes Hostel gebucht hatte. Aber nachts allein als Frau ist es immer besser, einen Mann an der Seite zu haben.

Wir hatten aber noch kein Geld gewechselt, sodass wir das Taxi nicht hätten bezahlen können. Also ging es als erstes zu einem Geldautomaten. Der Fahrer hielt und wir gingen abwechselnd Geld abheben.

Als ich dafür die Straße überquerte kam ein einzelnes Auto angefahren und wurde immer langsamer. Mein erster Gedanke war: Bitte nicht das Fenster runterfahren!

Und genau das passierte: Das Fenster wurde runtergefahren und der Wagen fuhr im Schneckentempo an mir vorbei.

Ich war überzeugt, dass meine letzte Stunde geschlagen hat.

Dann nuschelte mir der Fahrer etwas zu und fuhr weiter. Die einzigen zwei Worte, die ich verstand, waren bonita (hübsch) und rubia (blond).

Ich stand wirklich kurz vorm Herzinfarkt und das nur, weil mir Menschen, die nie in Südamerika waren, so eine Angst gemacht hatten!

Fakt ist: Asunción ist wunderschön! Und die Menschen dort sind unglaublich freundlich, hilfsbereit und offen.

Leider war ich gerade erst dabei, mich richtig von der Höhenkrankheit zu erholen und hatte außerdem einen kleinen Reise-Burnout, sodass ich den Tag vor Ort zum Ausruhen und nicht für Sightseeing genutzt habe.

Beim nächsten Mal bleibe ich garantiert länger!

 

#2 Santiago de Chile

Santiago de Chile ist eine bunte und einfach schöne Stadt!

Vom ersten Moment an habe ich mich hier wohl gefühlt.

Ich kam gerade aus Argentinien, wo mich einige Dinge gegen Ende sehr gestört hatten. So war ich zum Beispiel kurz davor, mich nicht mehr als Deutsche (sondern als Italienerin – was ich ja auch bin) vorzustellen, da so gut wie jeder Argentinier erst mal eine Diskussion über die Fußball WM begann, wenn ich sagte, ich sei Deutsche.

Die Leute waren also freundlich, die Stadt schön und dann?

Dann bin ich auf den Cerro San Cristóbal.

Cerros sind Hügel auf die man meistens mit Standseilbahnen oder natürlich zu Fuß hochkommt.

Der Hügel San Cristóbal liegt mitten in Santiago und man hat von dort oben einen phänomenalen Ausblick auf die Stadt und die sie einrahmenden Berge.

Ich war bestimmt eine Stunde dort oben und habe einfach den Ausblick und die Sonne genossen.

Barbara auf dem Cerro San Cristobal

Traumhaft.

Auch die Freiluftkirche mit der darüber thronenden Madonna ist es absolut wert, dort mal kurz vorbeizuschauen.

Inmaculada Concepción

Andere Must-Dos:

1. Ein Besuch in der Markthalle mit Mittagessen bei Donde Augusto. Der Fisch ist frisch, super lecker und vor allem günstig!

2. Schlendern durch die Straßen der Altstadt insbesondere auf der Plaza de Armas – Lass einfach die Stimmung auf Dich wirken. Du wirst begeistert sein…

3. Ein Besuch im Museo Chileno de Arte Precolombino. Das Museum selbst ist echt interessant, aber vor allem gibt es einen interaktiven Bereich, in dem man spielerisch die Kultur der präkolumbinischen Zeit erkunden kann.

 

#1 Rio de Janeiro

Rio raubte mir den Atem! Rio machte mich sprachlos!

Rio hat alles, was ich in Großstädten mag:

  • Es ist grün!

Abgesehen von den vielen Hügeln und kleinen Bergen, die nicht um sondern IN Rio sind, gibt es eine Vielzahl an Parks und Grünflächen und unzählige Alleen, die von blühenden Bäumen gesäumt waren, als ich da war. Spektakulär!

  • Die Häuser sind einfach schön!

Das klingt vielleicht komisch, ist aber so. In keiner Stadt bin ich so gern einfach mit dem Bus gefahren. Warum? Weil jedes zweite Haus wie eine kleine Stadtvilla aussieht, weil es an jeder Ecke was zu sehen gab, weil jede Fahrt ein Reizüberflutung an Schönheiten gab. Klingt übertrieben, gell? So war es aber…

  • Weil die Entfernung so kurz zu sein scheinen!

Ich war an einem Abend mit ein paar Mädels aus dem Hostel auf einer Straßenparty. Als sie sagten: „Man fährt aber ewig mit dem Bus!“ War ich erst abgeschreckt. Auf meine Nachfrage, wie lange es denn dauert, kam die Antwort: „Fast eine Stunde. Hier in Rio braucht man doch überall etwa eine Stunde hin“. Da wurde mir klar, wie unterschiedlich unsere Wahrnehmung von Zeit in dieser Stadt war. Ich empfand die Busfahrten als so schön, dass eine Stunde wie im Fluge verging!

Aber wirklich aus den Socken gehauen hat mich der Zuckerhut!

Barbara auf dem Zuckerhut

Dort oben habe ich Rio sogar kurzerhand zu meiner neuen Lieblingsstadt erklärt.

Mittlerweile war ich wieder in New York City, meiner vorherigen Lieblingsstadt, und jetzt teilen sich die zwei Städte den obersten Platz auf meinem Treppchen.

In Südamerika ist und bleibt meine liebste Großstadt aber Rio de Janeiro. Davon bin ich überzeugt :)

Wie sieht es bei dir aus? Hast du eine Lieblingsstadt in Südamerika? Dann lass es mich wissen!

Deine Barbara

 

Mein Großstadt-Ranking Südamerika: Wo war der Wohlfühlfaktor am höchsten?

Mein Großstadt-Ranking Südamerika: Wo war der Wohlfühlfaktor am höchsten?

Heute gibt es für euch den ersten Teil von meinem Großstadt-Ranking Südamerika!

Während meiner Südamerika-Rundreise habe ich sechs Großstädte besucht: São Paulo, Buenos Aires, Santiago de Chile, La Paz, Asunción und Rio de Janeiro. In dieser Reihenfolge habe ich sie besucht.

Ganz grundsätzlich bin ich alles andere als ein Großstadt-Fan. Klar liebe ich meine Heimatstadt Frankfurt (wobei das ja mit nicht mal 700.000 Einwohnern eine winzige Großstadt ist), meine zweite Heimatstadt Palermo und europäische Hauptstädte wie Rom, Wien, London oder Paris.

Aber richtig wohl fühle ich mich meistens eher in kleineren Städten mit um die 200.000 bis 300.000 Einwohnern wie Florenz in Italien oder Salamanca in Spanien.

Diese Erfahrung hat sich in Südamerika ganz klar wiederholt. Am wohlsten habe ich mich nämlich in der chilenischen Stadt Valparaíso (ca. 280.000 Einwohner) gefühlt.

Ich möchte die Gelegenheit für ein kleines Großstadt-Ranking Südamerika nutzen. Denn die Städte haben alle sehr unterschiedliche Eindrücke – von totaler Inspirationslosigkeit bis absolutem Hochgefühl war alles dabei – bei mir hinterlassen.

Hier nun mein ganz persönliches Ranking – damit es etwas spannender ist, ist es rückwärts und heute erst mal nur die Plätze 6 bis 4:

#6 São Paulo

São Paulo war mein erstes Ziel. Vielleicht hat mich diese Stadt auch deswegen schlichtweg erschlagen.

Der Temperaturunterschied zu Deutschland war recht groß (auch wenn das nichts im Vergleich zum Temperaturunterschied war, den ich erlebt habe, als ich von Brasilien weiter in die USA geflogen bin -> 40-50°C!), der Jetlag war mit drei Stunden Zeitverschiebung kaum zu spüren und das Wetter war mehr als wechselhaft: morgens überraschend kalt, im Laufe des Tages immer wärmer bis heiß und am späten Nachmittag zogen Gewitter auf, die Weltuntergangsszenarien glichen.

Das war alles ein bisschen viel für mich und so wollte ich eigentlich gleich am zweiten Tag weiterreisen. Dann lernte ich aber ein paar nette junge Leute kennen, sodass ich doch noch zwei weitere Nächte blieb, bis ich nach Iguaçu fuhr.

Klar hat die Stadt auch schöne Ecken:

  • Die Kathedrale da Sé:

Die Kuppel ist im Renaissance-Stil gebaut, während der Rest neugotisch ist. Die Türme erheben sich mit 92 Meter über das Zentrum

Catedral da Sé

  • Die Markthalle:

Exotisches Obst, knackiges Gemüse und frischer Fisch & Meeresfrüchte laden jeden Gourmet zum Schlendern und Probieren der Köstlichkeiten ein. Wer danach noch ein leckeren, frisch gepressten/gemixten Saft haben möchte, kann das für kleines Geld im Obergeschoss machen.

Mercado Municipal

  • Parque do Ibirapuera:

Der Stadtpark Parque do Ibirapuera ist auch ein kulturelles Zentrum von São Paulo und ist von seiner Bedeutung her mit dem Central Parks in New York zu vergleichen. Auf einer Fläche von zwei Quadratkilometern kann man schlendern, die Sonne genießen und sich an der Skyline im Hintergrund erfreuen.

Parque do Ibirapuera

#5 La Paz

La Paz ist die am höchsten liegende Hauptstadt der Welt. Auf fast 4.000 m spürt man die Höhe bei allem, was man tut. Man atmet schwer, selbst wenn man nichts tut.

Ich gebe zu, mein Aufenthalt in La Paz hat schlecht begonnen: Ich hatte mir im Salzsee von Uyuni arg die Unterlippe verbrannt. Über Nacht im Bus begann sie zu pulsieren und zu brennen und als ich am Morgen aufwachte, war sie extrem angeschwollen.

Dafür kann La Paz natürlich nichts… Ich bin selbst schuld, wenn ich keinen Lippensonnenschutz verwende. Aber es hat dafür gesorgt, dass ich keine Lust hatte, die Stadt zu erkunden und die Blicke der Menschen auf mich mit meiner Riesenlippe zu ziehen…

Dennoch habe ich mir – nachdem es im Laufe des Tages immer besser wurde – erst die Kathedrale angeschaut. Auf dem Bild sieht man, wie durch einen Spiegel gezeigt wird, wie der Kreuzgang vor seiner Zerstörung durch einen Brand ausgesehen hat. Interessant, oder?

Catedral La Paz

Danach bin ich mit einer der zwei Seilbahnen zu einem Aussichtspunkt gefahren, von wo ich den Sonnenuntergang beobachten konnte.

Der Ausblick war in der Tat wunderschön!

Aus der Standseilbahn in La Paz

La Paz bei Nacht

#4 Buenos Aires

Mit Buenos Aires bin ich einfach nicht warm geworden.

Das Problem ist nicht, dass die Stadt hässlich ist. Im Gegenteil: Buenos Aires hat eine Vielzahl wunderschöner Ecken, die ich selbst in 10 Tagen nicht geschafft habe, alle zu erkunden.

Eines der Probleme war allerdings auch, dass ich in den zehn Tagen fünfmal umgezogen bin: Ich habe bei vier verschiedenen Couchsurfing-Hosts und in einem Hostel übernachtet. Gefühlt habe ich einen Großteil meiner Zeit mit Packen und Umziehen verbracht… Ich bin also gar nicht richtig angekommen.

Ich denke, der Tag wird kommen, an dem ich diese Stadt nochmal neu kennenlernen werde. Dann in Ruhe und mit viel Zeit.

Bis dahin denke ich durchaus mit Freude immer wieder mal an die schönen Parkgelände, deren Bäume in voller Blüte standen, als ich dort war, an das hübsche Viertel Palermo mit den vielen kleinen Bars und italienischen Restaurants, die Casa Rosada (das roséfarbene Haus, das in meinen Augen nicht wirklich rosé ist) und die Kathedrale, die wie ein Tempel aussieht.

Catedral Buenos Aires

 

Blühende Bäume Buenos Aires

Das war Teil 1 von meinem Großstadt-Ranking Südamerika.

 

Was meinst du? Welche Stadt hat es auf Platz 1 geschafft? Im Rennen sind noch Santiago de Chile, Asunción und Rio de Janeiro… Eigentlich ganz leicht, wenn du regelmäßig meine Vlogs gesehen hast ;)

Hier geht es zu Teil 2 von meinem Großstadt-Ranking Südamerika!

Deine Barbara