Alleine reisen: Wie plane ich meine erste Solo-Reise?

Alleine reisen: Wie plane ich meine erste Solo-Reise?

Alleine reisen: Wie plane ich meine erste Solo-Reise?

Obwohl alleine reisen Menschen über sich hinauswachsen lässt und die ultimative Freiheit bedeutet, gibt es viele, die sich nicht trauen, solo in die Welt zu ziehen. Immer wieder höre ich, wie mutig ich doch sei. Warum ich meiner Meinung nach nicht mutig bin, kannst du hier nachlesen.

Alleine reisen heißt, dass du alle Entscheidungen selbst treffen kannst, niemandem Rechenschaft ablegen musst und vor allem herausfinden kannst, wer du wirklich bist und was du wirklich willst. Diese Freiheit scheint manchmal auch gleichzeitig ein negativer Punkt zu sein: Denn es kann erschreckend sein, 100 Prozent Verantwortung für sich zu haben.

Wie auch du deine erste Reise allein angehen kannst, sage ich dir hier:

 

#1 Wähle dein Reiseziel mit Köpfchen!

Nicht jedes Reiseland ist gleichermaßen gut für deine erste Solo-Reise geeignet. Ich rate meist, drei Fragen zu stellen:

 

In welcher Sprache kannst du dich verständigen?

Die Möglichkeit, vor Ort kommunizieren zu können erleichtert das Reisen ungemein. Bis heute reise ich daher am liebsten in Lateinamerika. Ich liebe es, mich mit jedem unterhalten zu können. Sprachbarrieren sind für mich eine kleine Katastrophe – nicht umsonst bin ich Übersetzerin und Dolmetscherin geworden. Daher habe ich auch meine Weltreise in Südamerika begonnen: In Brasilien ging es los und dann weiter nach Argentinien und Chile.

Natürlich kannst du im Hostel und mit anderen Reisenden auf Englisch oder oft sogar auf Deutsch reden. Aber im Taxi, am Bahnhof oder einfach im Supermarkt hast du damit vielleicht weniger Glück. Und ich sage dir: Es gibt nichts schöneres als einen Plausch mit Locals an der Bushaltestelle. Ok, der Sonnenaufgang über Angkor Wat war wahrscheinlich schon schöner. Aber was eine Reise wirklich einzigartig macht, sind die Begegnungen. natürlich geht das auch mit Händen und Füßen, aber mit Sprache ist es so viel einfacher.

Alleine reisen – Der Israeli und ich

Bist du ein Meer- oder ein Bergtyp bzw. welches Klima passt zu dir?

Mich zieht es immer wieder zum Meer und in die Wärme. Ich liebe es, eine Promenade auf und ab zu laufen oder einfach unter einer Palme im Schatten zu sitzen und aufs Wasser zu blicken. Deswegen wäre ich niemals auf die Idee gekommen, Nepal für meine erste Reise einzuplanen. Mittlerweile denke ich immer öfters darüber nach, aber es gibt immer noch zu viele Orte am Meer, die ich zuerst sehen möchte. Genauso eine Prioritätenliste solltest du auch haben!

Ähnlich ist es mit dem Klima: Such dir für die erste Reise einen Ort aus, wo du mehr oder weniger sicher bist, dass du dich vom Klima her wohlfühlst. Wenn du kühle Bergluft liebst, solltest du vielleicht nicht nach Jericoacoara reisen, egal wie viele Reisende dir gesagt haben, dass es dort wundervoll ist und toll vor allem für angehenden digitale Nomaden ist. Schon eher würde ich da zu Gran Canaria mit dem schönen Bergdorf Artenara raten.

Wie sieht dein Budget aus?

Egal wie gern du in den Bergen Kanadas wandern gehen möchtest… Das Land ist vielleicht für den Anfang nicht die beste Wahl, wenn du ein Budget zwischen 500 und 1000 Euro im Monat hast. Mit mehr Erfahrung und eventuell mehr Budget sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Wie du auch mit wenig Geld viel unterwegs sein kannst, erkläre ich in meinem E-Book Reisen fürs schmale Portemonnaie.

Mithilfe von Google und Reiseblogs sowie Gruppen für Reisende auf Facebook kannst du rausfinden, wie viel Geld man für welches Land einplanen sollte. Ich hätte zum Beispiel nie erwartet, dass Israel und Jordanien so teure Länder sind.

 

Reisen fürs schmale Portemonnaie

Um die Welt zu bereisen, muss man reich sein? Falsch! Reisen fürs schmale Portemonnaie ist ein Ratgeber für alle Low Budget-Reisenden. Hier findet ihr zum einen Tipps und Tricks zum Sparen…

  • beim Transport
  • bei der Unterkunft
  • beim Essen
  • in der Freizeitgestaltung (Sightseeing etc.)

Mit 8.000 Euro inklusive aller Flüge bin ich einmal um diesen Planeten gereist. Mit meinen Tipps kannst du das auch! Plane deine eigene große Reise besser und stelle dich auf das ein, was auf dich zukommt.

Reisen fürs schmale Portemonnaie

#2 Wähle deine bevorzugte Reiseart!

Deine Reiseart hängt zu einem Großteil von deinem Budget ab. Bist du mehr der Backpacking-Typ oder reist du lieber mit Stil und ziehst einen Koffer? Bist du lieber in Städten oder mit dem Auto unterwegs? Es gibt viele verschiedene Arten des Reisens:

Budgetpacking

Lange war ich als Budgetpacker unterwegs. Mit einem Budget von maximal 30 Euro am Tag müssen Budgepacker echt gucken, wo sie bleiben. Unterkünfte sind meistens Mehrbettzimmer in Hostels, das Essen in der Hostelküche selbst gemacht. In Südostasien konnte ich mir auch mal ein Einzelzimmer im Guest House leisten, aber das war schon eine Besonderheit. Auch Couchsurfing nutzen viele Budgetpacker, um Geld zu sparen und Locals kennenzulernen. Die meisten Budgetpacker findet man in Südostasien und Teilen Lateinamerikas.

Flashpacking

Wer ein bisschen mehr Geld zur Verfügung hat, darf sich Flashpacker nennen. Normalerweise wird mit 50 Euro Tagesbudget gerechnet, wenn man den Budgetpacking-Schuhen entwachsen ist. Sie leisten sich schon eher mal ein Einzelzimmer im Hostel oder auch mal hier und da eine Nacht im Hotel. Außerdem ist unter den Flashpackern Airbnb ziemlich beliebt.

Städtereisen

Die bist gerne in großen Städten? Rom, New York und Hong Kong stehen ganz oben auf deiner Bucket List? Dann bist du vielleicht nicht der typische Backpacker. Bedenke, dass Städte (vor allem Hauptstädte) oft teurer sind. Dafür ist es hier wahrscheinlich leichter, sich mit Englisch durchzuschlagen, auch wenn das nicht die Amtssprache des Landes ist.

Roadtrips

Ich kenne eigentlich niemanden, der nicht gerne Roadtrips macht. Mit einem Auto (oder Motorrad) eine Küstenstraße entlangfahren (ich war zum Beispiel auf dem Highway 1 und auf der Great Ocean Road) oder einmal quer durch ein Land brettern… Roadtrips machen einfach Spaß. Allerdings sind sie auch mit zusätzlichen Kosten verbunden. Das Auto muss gemietet (oder gekauft?!) werden, es braucht Benzin und in vielen Ländern gibt es Autobahngebühren. Auch übernachten im Auto ist nicht in jedem Land erlaubt, sodass sich diese vermeintliche Kostenersparnis oft in ein Fass ohne Boden verwandelt, da man jede Nacht den Campingplatz zahlen muss.

Abenteuerreisen

Wenn das für dich alles mega langweilig klingt und du gleich gähnend vom Hocker fällst, bist du vielleicht eher der Abenteurer. Wenn du dich erst richtig wohlfühlst, wenn du Abstand zwischen dich und die Zivilisation gebracht hast, dein Handy kein Signal mehr empfängt und du mit ziemlicher Sicherheit keine Touristen mehr triffst, solltest du dich auf Abenteuerreise begeben. Wobei das fürs allererste Mal alleine reisen vielleicht ein bisschen übermütig ist.

 

#3 Planung deiner ersten Solo-Reise!

Ok, jetzt weißt du, wo es hingehen soll und was für ein Reisetyp du bist. Das ist schon eine ganze Menge. Der nächste Schritt ist die konkrete Planung.

Option 1: Lass dir eine Individualreise zusammenstellen!

Wenn du dir noch unsicher bist oder nicht viel Zeit in die Planung stecken möchtest, empfehle ich dir, eine individuelle Reise von einem Anbieter planen zu lassen. Diese haben Bausteine, die du ganz einfach mit einander kombinieren kannst. Ich habe immer mühsam alles vor Ort zusammengesucht und bin teilweise erst zu den Hostels hin, als ich angekommen war, ohne etwas gebucht zu haben. Mit besagten Bausteinen bist du auf der sicheren Seite und hast die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Baustein inkludiert. Zusätzliche Attraktionen oder Touren kannst du ganz einfach hinzubuchen.

 

Option 2: Alleine reisen und alleine planen!

Wenn du die Freiheit magst, spontan umplanen und neu entscheiden zu können, dann mach es einfach wie ich! Ich hatte zu meiner Weltreise ausschließlich die erste Nacht gebucht und den Rest auf mich zukommen lassen.

Flüge beobachte ich meist über Flugsuchmaschinen wie Google Flights, Skyscanner, Momondo oder Kiwi. Ich persönlich bin ein großer Fan von Kiwi.

Ich buche Unterkünfte meistens über Hostelworld oder Booking bzw. schaue dort nach verfügbaren Betten/Zimmern. Wenn noch genug frei ist, beobachte ich das und gehe dann direkt hin. Dabei springt nicht selten ein besserer Preis raus. Wenn ich was längerfristiges brauche frage ich ebenso entweder direkt oder nutze auch mal Airbnb. So habe ich das zum Beispiel in Cabarete gemacht.

Was ich mir dann genau anschaue, entscheide ich meistens spontan. Entweder ich lasse mich im Hostel beraten oder schaue nach Blogposts anderer Blogger zur Inspiration. Auch Info Points vor Ort können eine große Hilfe sein. Allerdings ist das nicht immer der Fall! In Prag zum Beispiel haben sie mir zu einem Hop-on-Hop-Off-Bus-Ticket geraten, das sich in meinen Augen gar nicht gelohnt hat.

Alleine reisen leicht gemacht: Das waren meine Tipps für deine erste Solo-Reise!

Wenn du jetzt noch nicht überzeugt bist, hol dir doch mein Buch Travel Solo:

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Immer wieder werde ich gefragt, ob ich nicht Angst hätte, allein zu reisen. Ob ich mich nicht unwohl fühle, immer wieder neue Orte zu erkunden anstatt ein echtes Zuhause zu haben. Meine Antwort darauf ist dieses E-Book. Nach über zwei Jahren allein reisen, kann ich aus voller Überzeugung sagen, dass ich es nicht nur liebe, Länder und Kulturen kennenzulernen, sondern auch dass ich daran gewachsen bin. Ich habe mich besser kennengelernt und Selbstbewusstsein, Vertrauen sowie Freiheit erlangt. Wenn du noch zweifelst, ob du den Schritt wagen sollst, ist dieses Buch perfekt für dich! Denn ich zeige dir, wie Soloreisen auch dich verändern kann…
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Nun sollte dem Alleinereisen wirklich nichts mehr im Wege stehen! Falls doch: Kommentiere unter diesem Beitrag und lasse mich wissen, warum du immer noch zweifelst!

Deine Barbara

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Schlösser an Brücke Helsinki
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Angkor Wat im Sonnenaufgang
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Travel Hack House Sitting – So sparst du das Geld für die Unterkunft!

Travel Hack House Sitting – So sparst du das Geld für die Unterkunft!

Travel Hack House Sitting – So sparst du das Geld für die Unterkunft!

Ich bin auf der ersten Nomad Cruise auf das Thema House Sitting aufmerksam geworden. Dort habe ich einen Workshop von einer einer Mutter besucht, die mit ihrem Kind die Welt bereist, während sie auf Häuser, Hunde und Katzen aufpasst. Das fand ich von Anfang an spannend und fing an, mich über die einzelnen Portale zu informieren.

Was genau ist House Sitting?

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Stell dir vor, du hast ein Haus, vielleicht auch noch Haustiere und Pflanzen, einen Briefkasten, der geleert werden müsste. Und dann kannst du eine Weile nicht zu Hause sein. Egal ob du in den Urlaub fahren willst, geschäftlich weg musst oder aus anderen Gründen nicht selbst dafür sorgen kannst, dass alles gepflegt wird, die Tiere versorgt werden und das Haus belebt ist… Wir wissen ja alle, dass leer stehende Häuser auch gerne mal Einbrecher anziehen. Wärst du da nicht auch dankbar für eine einfache Lösung?

Diese kam mit House Sitting! Denn House Sitter leben in den Wohnungen der Hausbesitzer wie sie selbst. Das heißt, sie kümmern sich um die Haustiere, die Pflanzen, den Briefkasten und einfach darum, dass jemand da ist. Ich habe sogar schon House Sits gesehen, bei denen es keine Tiere oder Pflanzen gab. Die Hausbesitzer wollten einfach nur, dass das Haus nicht wochenlang leer steht.

Und was hast du vom House Sitting?

Nun zum Einen kannst du als Gegenleistung kostenfrei wohnen. Die Unterkunft ist an den meisten Orten ein riesiger Kostenpunkt, den du auf diese Weise ganz einfach los bist – zumal du eine ganze Wohnung oder im besten Fall sogar wirklich ein Haus für dich allein hast. Zum Anderen kannst du als Nomade das tun, was du wahrscheinlich sowieso am liebsten tust: Unter Einheimischen sein, leben wie ein Local! Außerdem sind die Wohnungen von House Sits im Normalfall über dem Durchschnitt. Es gibt häufig tolle Poolanlagen und sogar hauseigene Fitnesscenter. Auch eine vollausgestattete Küche ist ein echter Vorteil.

Zum Anderen kannst du als Nomade das tun, was du wahrscheinlich sowieso am liebsten tust: Unter Einheimischen sein, leben wie ein Local! Außerdem sind die Wohnungen von House Sits im Normalfall überdurchschnittlich luxoriös. Es gibt häufig tolle Poolanlagen und sogar hauseigene Fitnesscenter. Auch eine vollausgestattete Küche ist ein echter Vorteil. Die Putzfrau war bei meinen House Sits bisher auch inklusive.

Es gibt aber auch Schattenseiten…

…mit denen ich jedoch sehr gut leben kann! Eine ist, dass die meisten Wohnung eher nicht zentral gelegen sind. Bei meinen zwei House Sits habe ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils 40 bis 60 Minuten in die Innenstadt gebraucht. Außerdem sind die Daten so gut wie nie flexibel. Die Hausbesitzer haben eine gebuchte Reise und du kannst im besten Fall noch selbst entscheiden, ob du einen Tag früher anreist und hinterher noch eine weitere Nacht bleibst. Aber wenn du bereits eine geplante Reise an einen Ort hast, ist es sehr unwahrscheinlich, dass du den passenden House Sit dazu findest. Im besten Fall findest du dann einen Sit für einen Teil des Aufenthalts.

Allgemein ist es aber dennoch eine Win-Win-Situation!

Welche Plattformen gibt es?

Es gibt verschiedene Plattformen, über die House Sitter mit Hausbesitzern zusammengebracht werden. Alle kosten eine Jahresgebühr, die zwischen 20 und 100 Euro liegt. Im Normalfall sollte allerdings ein einziger House Sit genügen, um die Jahresgebühr wett zu machen. Ich selbst hatte bisher zwei House Sits (einen in Dubai und einen in Singapur) und hätte für Unterkünfte in den beiden Städten definitiv ein Vielfaches gezahlt. So komme ich auf einen Preis von 2,50 Euro pro Nacht. Und das in geräumigen Apartments mit Pool in einer Minute Entfernung in zwei der teuersten Städe der Welt…Gar nicht schlecht, würde ich sagen.

Die Plattformen sind:

Nachdem ich gehört hatte, dass Trusted Housesitters die größte Plattform ist, habe ich dort ohne zögern ein Konto angelegt. Das kostet erstmal nichts! Allerdings kannst du dich erst auf House Sits bewerben und dein Profil richtig anlegen, wenn du zahlendes Mitglied bist. Du kannst also erstmal in Ruhe den Newsletter verfolgen und schauen, was so für dich in Frage käme und dann zuschlagen, wenn es so weit ist.

Wenn du mehr über die einzelnen Plattformen erfahren möchtest, schau am besten mal hier vorbei: Which House Sitting Site is Best?

 

Für wen eignet sich House Sitting?

House Sitting ist eine perfekte Möglichkeit für Nomaden, die keine festen Reisepläne haben. Außerdem ist es ideal, wenn du tierlieb bist und vielleicht sogar ein Haustier auf Reisen vermisst. So geht es mir nämlich, wenn ich unterwegs bin: Ich freue mich immer, wenn es in meiner Unterkunft eine Katze gibt. Umso mehr bin ich happy, wenn ich mich um sie kümmern darf.

Also nochmal im Überblick, wann House Sitting genau das Richtige für dich ist:

  • Du reist gerne, bist aber flexibel und kannst dich anpassen!
  • Du möchtest gerne ganz nach dem Motto „Live like a local“ unterkommen!
  • Du liebst Tiere, weißt, wie du mit umgehen musst und könntest auch mit Problemen umgehen (zB mit einer kranken Katze)!
  • Du lebst gerne allein und brauchst nicht viel Rummel, um dich wohlzufühlen!
  • Du hast kein Problem damit, nicht gerade in Downtown zu wohnen!

So kommst du an House Sits

Tipp #1: Dein Profil

Versetze dich kurz in die Lage der Hausbesitzer! Sie überlassen ihr Zuhause und ihre geliebten Haustiere einem völlig Fremden. Das Mindeste, das wir tun können, ist ihnen den bestmöglichen Eindruck von uns zu geben. Fülle also dein Profil ausführlich und detailliert aus und gib ihnen einen guten Überblick über dich als Person.

Tipp #2: Deine Fotos

Verwende Fotos, auf denen man dich gut erkennen kann und auf denen du freundlich aussiehst. Ein Bonus sind Fotos von dir mit Tieren – wie du sie kraulst, mit ihnen spielst, sie auf deinem Schoß liegen. Zeige den Hausbesitzern, dass du ein tierlieber Mensch bist.

Tipp #3: Sicherheitscheck

Es gibt verschiedene Sicherheitsstufen, die du durchlaufen kannst, die deine Vertrauensbasis erhöhen. Der Basischeck beinhaltet eine Überprüfung deiner E-Mail-Adresse, Telefonnummer und ID. Außerdem kannst du dir Reviews von Bekannten schreiben lassen. Diese sind zwar natürlich nicht so aussagekräftig wie „echte“ Reviews, aber für den Anfang besser als nichts. Die letzte Stufe ist ein Führungszeugnis. Das kostet allerdings 65 Pfund extra, sodass ich darauf bisher verzichten habe.

Tipp #4: Deine eigene Seite

Am besten ist es, wenn du eine ganz eigene Seite für dich als House Sitter erstellst. Entweder machst du eine Landingpage, wenn du das kannst, oder einfach eine eigene Facebook-Page. Das hat mehrere Vorteile:

  1. Du kannst mehr Fotos, Videos und Texte hochladen und dich damit besser präsentieren.
  2. Du kannst Reviews von verschiedenen Plattformen sammeln und auch von außerhalb aller Plattformen. Also wenn dich zum Beispiel jemand privat bittet, auf seine Tiere aufzupassen, hast du im Normalfall keine Möglichkeit, dir eine Review geben zu lassen. Mit einer eigenen Seite geht das.
  3. Auf der Seite kannst du die Hauseigentümer im Prinzip sogar zu deinem House Sit „mitnehmen“. Poste Selfies von dir mit ihrem Liebling oder teile andere Informationen, die relevant sein könnten. Bei jeder weiteren Bewerbung werden die neuen Hausbesitzer sehen, was du in der Vergangenheit alles getan hast, um den Hausbesitzern und Tieren ein gutes Gefühl zu geben.

Tipp #5: Geschwindigkeit

Gerade bei House Sits an „coolen Orten“ ist es wichtig, dass du unter den ersten bist. Da kann nämlich die Anzahl an Bewerbungen schnell hochgehen. Für Bali oder Inseln in Thailand wie Phuket habe ich nicht selten gesehen, dass sich über 50 House Sitter beworben haben. Der Erste zu sein, kann also das Zünglein an der Waage ausmachen.

Tipp #6: Skype-Call

Biete am besten gleich bei der Bewerbung einen Skype-Call an. Einige werden es annehmen, anderen reicht es, dass sie deine Fotos sehen. Jeder ist anders. Aber allein die Tatsache, dass sie die Möglichkeit haben, mit dir direkter zu kommunizieren, wird ihnen zeigen, dass du es ernst meinst.

Tipp #7: Namen und Rassen

Erwähne bei deiner Bewerbung unbedingt den Namen des Tieres. Wenn irgendwie möglich, solltest du auch auf die Rasse des Tieres eingehen. So zeigst du, dass du das Inserat genau gelesen hast und den Gig ausgewählt hast, weil er zu dir passt und nicht, weil du das Haus so cool findest.

Tipp #8: Qualität

Sei ein guter House Sitter! Verhalte dich so, wie du dich in deinem eigenen Zuhause verhalten würdest. Gib den Hausbesitzern immer mal wieder ein Update, auch wenn sie dich nicht darum bitten. Sie werden sich freuen, wenn du ihnen mitteilst, dass es ihrem Liebling gut geht. Die Freude darüber, dass sie die richtige Wahl getroffen haben, werden sie in ihrer Review bestimmt ausdrücken. Und das wirkt sich dann wieder positiv auf kommende Bewerbungen aus.

 

Nun bleibt mir nichts weiter, als dir viel Erfolg und gany besonders viel Spaß zu wünschen! Ich freue mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen mit House Sitting in den Kommentare berichtest!

Deine Barbara

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3 Wege, wie du Kontakte auf Reisen knüpfen kannst

3 Wege, wie du Kontakte auf Reisen knüpfen kannst

Du bist Solo-Traveller und suchst manchmal Kontakte auf Reisen, aber es will nicht immer klappen? Dann habe ich heute genau das Richtige für dich! Joe Görbert (mehr Infos zu seiner Person findet ihr unter dem Beitrag), den ich auf der Nomad Cruise kennengelernt habe, ist seit viele Jahren unterwegs und hat seine besten Tipps für dich ausgepackt!

Vorhang auf für Joe:

Während der mittlerweile fünf Jahre, die ich entweder mit BrainHive.de in Remote Work Freelancertum oder mit Entsendungsauftrag in Anstellung/Quasi-Anstellung die Welt erkunden durfte, musste ich mir Dutzende Male von Null an ein soziales Zirkel aufbauen. Wer es versäumt, großartige Menschen um sich zu scharen, der verpasst das Beste – egal ob daheim oder auf Achse.

Ich bin von Natur aus eher introvertiert. Wer mich heute sieht, würde niemals glauben, woher ich komme. Noch heute machen meine ehemaligen Klassenkameraden Witze über mein Verhalten als Schulkind. Ich war ein echter Sonderling und Außenseiter, meine niedrige soziale und emotionale Intelligenz das Resultat meines Aufwachsens als Einzelkind in einem zuweilen äußerst skurril agierenden Elternhauses und einer Erziehung, die wohl am besten mit Wohlstandsverwahrlosung beschrieben ist. Ich habe hart an mir gearbeitet, mich ab dem ca. 14. Lebensjahr verschiedenen sozialen Tribes angeschlossen (Schulteam-Athleten, Hiphopper, Rastas, Skater) und hatte irgendwann das Glück, Freundschaft mit einem besonderen Mädchen zu schließen. All dies führte dazu, dass meine soziale Intelligenz sich mit rasantem Tempo entwickeln konnte.

Vom Outsider zum Yes-Man: Das Wandeln in den weiten Feldern

Heute bin ich derjenige, der alle kennt, den sie high-fiven und der Leute verbindet. Ich erkenne die Konflikte, Leidenschaften und Emotionen in meinem Gegenüber bevor jener diese verbalisieren muss und bewege mich mit vollendeter Eleganz durch verschiedenste Schichten auf den verschiedensten Parketten. Man könnte sagen, ich bin das ultimative soziale Chamäleon!

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Fashion-Party in Chicago, USA

In diesem Blogbeitrag werde ich versuchen, meine besten Tipps zum Jump-Starten eines einigermaßen potenten sozialen Zirkels und raschem Kennenlernen vernünftiger Menschen darzulegen. Ich verstehe, es geht hier um ein sensibles Thema und niemand will in der sozialen Interaktion mit anderen einem Taktiker gegenüberstehen. Ich möchte daher, bevor ich einsteige deutlich unterstreichen: Die schönste Interaktion ist von Fluidität, Luzidität und Intuition geprägt, ohne künstliche Motive, 100% authentisch und freiwillig. Alles andere ist Business – und es ist dann auch nur fair, dem anderen seine Motive relativ schnell auf die eine oder andere Weise klarzumachen.

Manipulative Interaktion, Value-Seeking und Circle-Hopping enthalten Komponenten von Gewalt und vergiften das Klima zwischen den Menschen. Wir, die das erkennen, sollten meiner Meinung nach jeden Tag versuchen, in diesen verdrehten Zeiten die Summe alles Schönen und Richtigen auf der Welt zu mehren. Ich bitte deshalb jeden, der dies liest, mit seiner Präsenz und wachen Wahrnehmung, Liebe und Integrität den Grundsatz, dass soziale Interaktion ethisch sein soll, in seiner gesamtumfänglichen Bedeutung zu respektieren.

1. The Obvious: Couchsurfing, Meetup.com & Facebook-Gruppen

Ohne Drumherum zu reden: Ist der Standort groß genug, lohnt es sich immer sofort Möglichkeiten zu prüfen, über das Internet bestehende Stammtische, Interessengruppen, gemeinsame Aktivitäten/Veranstaltungen und sonstige soziale Zusammenkünfte zu recherchieren. Dabei sollte man auch ruhig kreativ sein und verschiedene Quellen abklopfen. In manchen Städten sind etwa Language Exchange Gruppen (z.B. Toytown in München), Expat-Netzwerke (Internations) oder Studenten-Foren etc. die erste Wahl.

Die Erfahrung zeigt zwar, dass diese offenen und frei zugänglichen Zusammenkünfte häufig auch viele Menschen mit geringer sozialer Intelligenz anziehen, deren Umgang man manchmal nicht langfristig pflegen möchte. Trotzdem sind diese Gelegenheiten großartig, um sich warmzuschießen, ein „soziales Trampolin“ zu haben um interessante Menschen in der unmittelbaren Umgebung (Bar, Restaurant, Veranstaltungsraum) anzusprechen und wichtige Informationen zu anderen Möglichkeiten der sozialen Teilhabe am Standort zu sondieren.

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Couchsurfing-Meetup in Cali, Kolumbien

2. „Imposter“-Strategie: Hostel-Parties, Charity-/Training Events und Barcrawls

Sobald die grundsätzliche Recherche oder andere Aktivitäten zur Einholung von Informationen abgeschlossen sind, sollte man Pläne schmieden, um sich bei den etwas „höher“ gelagerten sozialen Zusammenkünften einzubringen. Unter normalen Umständen sind diese Zusammenkünfte Orte, wo man „nichts verloren hat“. Doch sind es genau diese, welche das nächste Level zum Aufbau potenter sozialer Zirkel erschließen.

Um ohne größere Kosten und Probleme mit Zugangsbarrieren auf diesen Zusammenkünften zugegen sein zu können, darf uns wie ich finde eigentlich jedes Mittel recht sein (denn wir sind ja ethisch*). Es reicht von dem wie auch immer gearteten Erwerb von Einladungen über das Replizieren von Stempeln und Bändchen, die kreative und/oder spontane Generierung von Rechtfertigungen, warum man just auf dieser Veranstaltung zugegen ist über ein gutes Timing und Abpassen und Annäherung an Organisatoren und andere Multiplikator-Personen. Dies gilt speziell für Bar Crawls, die häufig total überteuert sind, tendenziell aber sowieso immer in denselben Lokalitäten enden. Dort kann man dann einfach die Party crashen und Bekanntschaften zwischen lauter Newcomern knüpfen, die alle auf demselben sozialen Stand sind.

* = Ein Widerspruch? Nein, denn in der Welt herrschen derzeit wie gesagt verdrehte Energien; deren Führung und ihr fragwürdiges Regelwerk ist zu beachten, aber nicht in jedem Fall ethisch korrekt, aufgrund von dessen Kaputtheit, Krankheit und Unvollständigkeit.

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Hostel-Gathering in Santiago, Chile

3. Drei Fragen zu Social Hotspots, die du jedem Local stellen solltest

Noch einige spezielle Tipps zu den Fragen, die du sowohl zur Einholung von Informationen als auch zum Aufbau eines Gesprächsflusses nutzen kannst:

– Frage immer danach, wo sich die „kreative Szene“ des jeweiligen Standortes tummelt. Nicht nur kannst du so relativ schnell feststellen, ob der Gegenüber ein wertvoller Insider ist, auch gibt es eine Steilvorlage für Rückfragen rund um deinen eigenen Lifestyle, welche die Qualität der Interaktion verbessern. Und natürlich führt es dazu, dass du im Idealfall die hippsten Locations direkt serviert bekommst.

– Frage nach den öffentlichen Orten, Plätzen/Parks etc., wo sich „die jungen Leute“ tummeln. Auf diese Weise erfährst du, wo man mit einem billigen Bier in der Hand, einem Arsch in der Hose und einem Lächeln auf den Lippen sich ganz einfach zu den verschiedenen Gruppen gesellen kannst, bevor diese sich zu ihren jeweiligen Party-Locations aufmachen – idealerweise mit dir im Schlepptau.

– Frage nach besonderen Veranstaltungen, Ausstellungen und Märkten, die in der Stadt oder in der Region oder je nach Größe des Landes auch landesweit organisiert werden. Möglicherweise kommen so wertvolle Informationen zu frei zugänglichen als auch Insider-Events in deine Sphäre, wo du dein Netzwerk um weitere wertvolle Kontakte ergänzen kannst.

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Geburtstagsparty in Córdoba, Argentinien

Schlussfolgerung: Immer ohne Scheu reinhauen!

Es gibt auf jeden Fall noch eine ganze Menge mehr Ideen, um als Solo-Traveller schnell unter die Leute zu kommen und einen ganzen Sack voll, wenn es um Annäherung, Gesprächseinstieg, Vertiefung und Zielerfüllung geht. Der eigene Habitus (Style, Äußeres), Energie-Level, Voice, Mirroring und Parroting und eine ganze Menge weiterer Themen rund um Social Dynamics wie bspw. Value-Giving (gut riechen, Feuer, Kaugummi, Erdnüsse, Taschentuch, Lampe, Tabak oder was zu trinken dabeihaben, auch wenn man es selbst nicht konsumiert) und Interaktionspsychologie sind allesamt auch noch abzuklopfen.

Diese Punkte muss ich mir aus Platzgründen aber für einen anderen Post aufheben. Ich hoffe trotzdem, dass die hier dargestellten Ideen dem einen oder anderen nützlich sind. Das Wichtigste ist, dass man immer mutig ist, auch allein rausgeht (heißer Tipp: Während des Gangs zur Location schon auf der Straße in Zimmerlautstärke Lieblingslieder vor sich her singen! Nimmt einem im Vorfeld schon die Schüchternheit, speziell wenn die Passanten einen komisch angucken) und zur Not auch mal mit einiger Dreistigkeit in den Dialog einsteigt.

Speziell als Nomad/Traveller hat man schließlich nichts zu verlieren! Wobei ich allerdings auch manchmal gern mit Basecap und Fake-Nerdbrille unterwegs bin, falls ich doch mal geburnt werde. Ist man „verkleidet“, sind Burns leichter abzustreifen und verbleiben nicht im Alltagsgedächtnis. Ist vielleicht auch noch ein guter Tipp, besonders für die Anfänger.

 

Über den Autor

20150928-Joe-2015-circle-300x293Joe Görbert ist digitaler Nomade seit drei Jahren und seit acht Jahren mit einer Existenzgründerberatung namens BrainHive.de unterwegs, die er 2012 mit einer Digitalmarketingagentur namens BrainHive Ethical Marketing erweitert hat. Sein soziales Leben bewegt sich zwischen Blüten und einsamen Tälern mit dem Fluss seiner Reisen, wobei er jedoch mittlerweile auf der ganzen Welt tolle Menschen zu seinen Freunden zählt. Trotzdem fehlt ihm bis heute ein echter „Busenfreund“ fürs Leben, seine nächststehenden Freunde sind sämtlich weiblich. Früher oder später wird er wohl mal irgendwo anwurzeln und auch diese Lücke schließen. Bis dahin ist er heilfroh, einfach das Rolling Stone Ding rocken zu dürfen und durch die weiten Felder zu wandeln, Good Vibrations teilend mit all den Leuten, die er auf dem Weg antrifft.

 

Die 5 besten Kreditkarten für Reisende

Die 5 besten Kreditkarten für Reisende

Die 5 besten Kreditkarten für Reisende

Das Thema Konto und Kreditkarten für Reisende ist ziemlich umfangreich und komplex. Du musst aufmerksam vergleichen, denn alle haben Vor- aber auch Nachteile, die nicht immer gleich ersichtlich sind.

 

Welche sind die besten Kreditkarten für Reisende?

Generell macht es Sinn, mindestens zwei verschiedene (am besten natürlich Visa und Mastercard) Kreditkarten-Anbieter im Portemonnaie zu haben.

Es kann durchaus mal vorkommen, dass ein Automat nur Visa oder eben nur Mastercard akzeptiert. Wenn man nicht zum nächsten Automaten laufen möchte, um am Ende vielleicht wieder vor demselben Problem zu stehen, bietet es sich an, beide zur Verfügung zu haben. Kreditkarten für Reisende sind nämlich ein echter Segen und es gibt nichts schlimmeres, als in einem fremden Land vor einem Automaten zu stehen, der deine Kreditkarte nicht akzeptiert.

Meine Kreditkarten fürs Reisen sind:

  • Miles and More Mastercard Gold
  • American Express Platinum
  • Revolut Visa
  • N26 Mastercard
  • DKB als eine Art Backup

 

Miles&More Mastercard Gold

Meine Mastercard von Miles&More*, über die ich schon jahrelang Meilen gesammelt hatte und mein Round The World Ticket (fast) umsonst geholt habe. Die Mastercard hat für mich den Vorteil, dass ich bei Bezahlung damit Meilen sammle und die wiederum gegen Flüge eintauschen kann.

Innerhalb der Eurozone ist Bezahlen mit dieser Karte kostenlos. Außerhalb davon werden Gebühren sowohl für Abhebungen als auch fürs Bezahlen fällig.

 

Vorteile der Mastercard von Miles&More

  1. Meilensammeln – Wie bereits erwähnt, sammelst du mit jedem Karteneinsatz Meilen bei Miles&More. Um genau zu sein bekommst du für einen Euro Umsatz eine Prämienmeile, wenn du die Karte nur geschäftlich nutzt. Andernfalls bekommst du 1 Meile für je zwei Euro. Zusätzlich gibt es Aktionen mit doppelten oder mehrfachen Meilen, sodass es manchmal recht schnell geht mit dem Wachstum des Meilenkontos. Mittlerweile kannst du sogar Überweisungen von dieser Kreditkarte machen, sodass man auch für die Zahlung der Miete oder sonstigem Meilen bekommt.
  2. Weitere Vorteile mit der Business Gold Card – Abgesehen von den Meilen, die du als Willkommensbonus erhältst, gibt es noch weitere Vorteile, wie eine Reise-Rücktrittsversicherung, eine Auslands-Krankenversicherung und eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung (die letzten beiden sind nur bei Gold Business im Paket enthalten). Wenn du die zusätzlichen Versicherungen nutzt, lohnt sich der Preis dieser Kreditkarten für Reisende.

 

Nachteile der Mastercard von Miles&More

Diese Kreditkarte hat leider zwei große Nachteile.

  1. Jahresgebühr zwischen 55 und 110 € – Im Vergleich zur kostenlosen DKB-Card kostet die Kreditkarte von Miles&More jährlich zwischen 55 und 110 €. Der Preis hängt von der Art der Kreditkarte ab.
  2. Auslandseinsatz – Den zweiten Nachteil habe ich bereits erwähnt: Leider kann man mit dieser Mastercard nicht kostenlos Geld abheben und auch nicht kostenfrei außerhalb der Eurozone damit zahlen.

 

Fazit zur Mastercard von Miles&More

Innerhalb der Eurozone benutze ich die Mastercard von Miles&More gerne und viel, da sie keine Gebühren kostet und Meilen einbringt, die ich dann gegen Flugtickets eintauschen kann. So bin ich bereits einmal zu einem Round the World Ticket gekommen und der Plan ist, das ein zweites Mal so zu machen.

 

American Express Platinum

Die American Express Platinum* Karte habe ich seit Oktover 2019. Ehrlich gesagt hatte ich mit ihr schon lange geliebäugelt, war aber abgeschreckt durch die durchaus hohen Gebühren von 55 Euro pro Monat. Am Ende habe ich mich doch dafür entschieden, es mit ihr zu probieren, da die Vorteile die Kosten eigentlich komplett ausgleichen. Diese sind:

 

Vorteile der American Express Platinum

  1. Priority Pass – Der Priority Pass ist ein Mitgliedsausweis, mit dem du in Business Lounges an Flughäfen kommst. Der allein kostet rund 400 Euro im Jahr, wenn du ihn allein beantragst.
  2. 200 Euro jährliches Reiseguthaben – American Express hat einen eigenen Reiseservice. Dort kannst du Flüge oder Hotels buchen und hast dafür 200 Euro Guthaben jedes Jahr zur freien Verfügung.
  3. Rewards Punkte – Du sammelst mit jedem Karteneinsatz und bei bestimmten Aktionen Punkte. Diese kannst du dann entweder im Reiseservice einsetzen, um zum Beispiel Flüge damit zu zahlen oder du kannst sie im Verhältnis von 2 zu 1 in Payback-Punkte umwandeln und von dort 1 zu 1 in Meilen bei Miles&More umwandeln.
  4. Attraktives Versicherungspaket – Abgesehen von Reisekrankenversicherungen, Reisegepäckversicherungen und Mietwagenversicherungen hast du im Portfolio der American Express noch weitere Attraktive Versicherungen, sodass sich das für Vielreisende definitiv lohnen kann.
  5. Weitere Vorteile – Weitere Vorteile der American Express Platinum Karte beinhalten zum Beispiel einen Valet Service, bessere Preise bzw. Upgrades in bestimmten Hotels rund um die Welt und Partnerprogramme. Partner sind unter anderem Sixt, Avis und Hertz oder Hilton, Radisson und Shangri-La.
  6. Angebote – Außerdem gibt es regelmäßige Angebote, die ich persönlich zwar nicht immer wahrnehme, aber es trotzdem immer mal wieder etwas dabei. Meistens sind das Cashback-Aktionen bei bestimmten Händlern. So habe ich im letzten Jahr etwa 300 Euro als Cashback wiederbekommen.
  7. Partnerkarte – Du kannst eine Partnerkarte beantragen, mit der dein Partner die gleichen Vorteile nutzt wie du. Ausgenommen sind das Reiseguthaben und die Rewards Punkte.

 

Nachteile der American Express Platinum

  1. Die Gebühr – Die Gebühr von 55 Euro im Monat ist natürlich happig. Deswegen solltest du gut durchrechnen, ob es sich für dich lohnt. Ich persönlich habe in den fünf Monaten zwischen Erhalt der Karte und Lockdown 15x Business Lounges genutzt und auf meinem Rückflug direkt vor dem Lockdown, der super chaotisch war, sogar ein eigenes Zimmer für 12 Stunden in einer Business Lounge in Muskat bekommen. Das hat die anstrengende Reise wirklich viel angenehmer gemacht.
  2. Fremdwährungsgebühr – Bei der Zahlung in einer Fremdwährung fallen 1,99 Prozent Gebühren an.
  3. Abhebegebühr – Beim Abheben am Automaten fallen Gebühren von 4 Prozent bzw. mindestens 5 Euro an.
  4. Reine Kreditkarte – Leider ist dies eine reine Kreditkarte, was bedeutet, dass du keine Einzahlungen darauf vornehmen kannst.

 

Fazit zur American Express Platinum

Für mich lohnt sich die American Express in Zeiten, in denen es möglich ist zu reisen, absolut. Allerdings eignet sie sich nicht sehr als einzige Kreditkarte, außer du möchtest unbedingt Fremdwährungs- und Abhebegebühren zahlen.

 

Revolut Visa

Die Revolut Visa* habe ich bereits einigen Jahren. Ich glaube, ich habe sie mehr oder weniger sofort beantragt, als ich von ihr gehört habe. Die Beantragung geht ganz einfach online über die App, die – wie ich finde – sehr übersichtlich ist. Ich püersönlich nutze sie vor allem für Abhebungen, wenn ich mal Bargeld brauche, wobei ich zugeben muss, dass ich mittlerweile nur noch selten Bargeld benutze bzw. abhebe. Hinter Revolut steht übrigens ein britisches Start-up, was Vor- und Nachteile mit sich bringt, wie wir gleich sehen werden.

 

Vorteile der Revolut Visa

  1. Kostenfreies Konto – Bei Revolut kannst du kostenfrei ein Girokonto eröffnen und erhältst ebenfalls kostenlos eine Visakarte dazu.
  2. Kostenfrei zahlen – Zahlungen sind in Euro und in Fremdwährungen kostenfrei.
  3. Kostenfrei abheben – Mit der Revolut Visa kannst du kostenfrei abheben. Allerdings ist der Betrag sehr begrenzt: Bei der kostenlosen Karte beträgt er nur 200 Euro pro Monat. Mir hat das allerdings meistens gereicht. Bei höheren Abhebungen fällt eine Gebühr an.
  4. Money Beam – Du kannst ganz einfach Geld in Echtzeit zu Freunden senden, die ebenfalls einen Account bei Revolut haben.
  5. App – Die App ist wirklich super und du kannst schnell alle nötigen Infos zu dem Girokonto und der Kreditkarte einsehen. Du bekommst außerdem darüber sofort eine Benachrichtigung, wenn du sie verwendest.

 

Nachteile der Revolut Visa

  1. Onlinebank – Dadurch, dass Revolut eine rein digitale Bank ist, kannst du nicht in eine Filiale gehen, um dir Hilfe zu holen.
  2. Der Firmensitz – Der Firmensitz von Revolut ist nicht in Deutschland, sondern in Großbritannien. Das Konto wird demnach in England bzw. nun wegen des Brexit in Lettland eröffnet. Dementsprechend hast du nun auch eine lettische IBAN. Das kann bei der Einlagensicherung sowie beim Kundenservice von Nachteil sein. Ich selbst habe jedoch noch keine negativen Erfahrungen mit Revolut gesammelt.
  3. Abhebungsbetrag – Wie gesagt ist der Abhebebetrag pro Monat begrenzt. Bei der kostenfreien Karte kannst du monatlich nur 200 Euro gebührenfrei abheben.
  4. Prepaid-Kreditkarte – Leider ist die Revolut eine Prepaid-Kreditkarte, sodass du zunächst Geld einzahlen musst, bevor du die Karte verwenden kannst. Naja, vielleicht empfinden das ja manche auch als Vorteile…

 

Fazit zur Revolut Visa

Ich nutze die Revolut Visa vor allem für Abhebungen außerhalb der Eurozone und außerdem als Konto für Geldeingänge aus dem Ausland, da mein geschäftliches Girokonto hohe Gebühren dafür verlangt. So kann ich sagen: Ich nutze die Revolut Visa zwar nicht ständig, aber aus meinem Kreditkarten-Portfolio rauswerfen würde ich sie niemals.

 

N26 Mastercard

Die Mastercard von N26* habe ich ebenfalls recht schnell beantragt, weil ich die Vorteile nicht schlecht fand und auch ein weiteres Girokonto innerhalb Deutschlands gebrauchen konnte. Allerdings nutze ich die Kreditkarte deutlich weniger als die Miles&More Mastercard oder die American Express.

 

Vorteile der N26 Mastercard

  1. Girokonto – Auch bei N26 kommt ein dauerhaft kostenloses Girokonto dazu.
  2. Kostenlose Karten – Hier bekommst du eine Maestrocard und Mastercard Kreditkarte kostenlos dazu.
  3. Abhebungen – Du hast unbegrenzt kostenfreie Abhebungen außerhalb Deutschlands, aber innerhalb der Eurozone zur Verfügung.
  4. Fremdwährungsgebühren – Es fallen keinerlei Gebühren bei Zahlungen in Fremdwährungen an.
  5. App – N26 ist einfach und intuitiv über die App zu bedienen.

 

Nachteile der N26 Mastercard

  1. Onlinebank – Dadurch, dass N26 eine rein digitale Bank ist, kannst du nicht in eine Filiale gehen, um dir Hilfe zu holen.
  2. Abhebungen in Deutschland – Bei N26 hast du nur drei kostenfreie Abhebungen in Deutschland pro Monat zur Verfügung. Danach fallen Gebühren an.
  3. Abhebungen weltweit – Außerhalb der Eurozone fallen bei Abhebungen Gebühren in Höhe von 1,7 Prozent an.
  4. Prepaid-Kreditkarte – Leider ist die N26 eine Prepaid-Kreditkarte, sodass du zunächst Geld einzahlen musst, bevor du die Karte verwenden kannst. Naja, vielleicht empfinden das ja manche auch als Vorteile…

 

Fazit zur N26 Mastercard

Ich persönlich nutze die N26 Mastercard vor allem zum Bezahlen und für Abhebungen innerhalb der Eurozone, aber außerhalb Deutschlands. Damit kann ich ganz gut leben und für mich passt sie gut in mein Portfolio.

 

DKB Visa

Die meisten Reiseblogger empfehlen die DKB Visa. Also habe auch ich bei dieser Bank vor meiner Weltreise ein Konto dort eröffnet. War das wirklich eine gute Entscheidung?

Damals ja! Die Kreditkarte inklusive Girokontos war umsonst, das Abheben war rund um den Globus kostenfrei möglich und selbst etwaige lokale Bankgebühren fürs Abheben wurden zurückerstattet. Das entsprach nach meiner Weltreise um d700€ie 100 Euro.

Ich hatte zwei DKB Visa-Karten auf der Weltreise dabei (eine normale und eine für Studenten, die einen internationalen Studentenausweis integriert hatte) und war damit sehr zufrieden, aber das ist halt leider 2014 gewesen. Seitdem ist viel Zeit vergangen und heute bietet sie mir im Vergleich zu den anderen nicht mehr genug Vorteile.

Denn dann wurden die Konditionen geändert und das oben beschriebene  Angebot galt nur noch für sogenannte Aktivkunden, also Kunden, die einen bestimmten Betrag im Monat (das waren zu Beginn 700 Euro) an Kontoeingängen haben. Da ich das Girokonto nie als Hauptkonto genutzt habe und mein Geschäftskonto als Selbstständige auch ein anderes war, machte das für mich keinen Sinn mehr.

So nutze ich die DKB Visa mittlerweile so gut wie gar nicht mehr, obwohl ich sie noch im Portemonnaie habe.

 

 

Fazit zu Kreditkarten für Reisende

Wie du siehst, nutze ich jede Kreditkarte unterschiedlich. Und ja, ich habe mir das aufgeschrieben, damit ich nicht durcheinander komme…

Wenn ich in einem Land bin, in dem der Euro die Landeswährung ist, bevorzuge ich zum Bezahlen eigentlich immer die Miles&More Mastercard oder die American Express Platinum. Diese beiden nutze ich in der Regel auch für meine Onlineabonnements bzw. Onlinezahlungen im Allgemeinen. Abgesehen davon, dass ich auf diese Weise immer Meilen bzw. Rewards Punkte sammle, habe ich dort auch einen höheren Verfügungsrahmen – was nicht immer gut ist, das gebe ich zu!

Für alle anderen Belange nutze ich die Revolut oder N26 Kreditkarte.

Für mich ist diese Kombination die beste Lösung!

Und du? Welche Kreditkarten für Reisende kannst du empfehlen?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Deine Barbara

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So bekommst du ein Round the World Ticket (fast) geschenkt

So bekommst du ein Round the World Ticket (fast) geschenkt

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Du wolltest schon immer mal eine Weltreise machen? Dachtest aber, das sei viel zu teuer? Irrtum. Ich erkläre dir hier und jetzt, was du tun musst, um ein Round the World Ticket fast umsonst zu bekommen!

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, geht es bei mir am 5. November 2014 auf meine bisher größte Reise:

Los geht es in Brasilien, von wo aus ich Südamerika erkunden werde. Frag bitte nicht, was genau, denn ich möchte spontan entscheiden und mich auf meiner Reise einfach treiben lass. Im Januar geht es weiter in die USA (ich fliege Washington und San Francisco an), von dort aus nach Neuseeland und Australien, dann nach Bangkok, um Südostasien unsicher zu machen, und als letzte Etappe steht im Juni Sri Lanka auf dem Plan.

Mit dem Heimflug sind das insgesamt 8 Flüge.

8 Flüge. Einmal um die Welt.

Und jetzt kommt das Wichtigste:

Weißt du wie viel ich dafür bezahlt habe? 860€!

8 Flüge für 860€!

Also etwas mehr als 100€ pro Flug. Normalerweise würde jeder einzelne dieser Flüge ein Vielfaches kosten. Zusätzliches Schmankerl: Abgesehen vom Rückflug sind auch noch alles Direktflüge.

Ich sage dir: Ich bin im Kreis gesprungen vor Freude, als ich gebucht habe!

Der Trick ist eigentlich ganz einfach. Man braucht dafür allerdings ein bisschen Geduld und Durchhaltevermögen! Hast du das? Dann kannst du auch ein Round the World Ticket für so einen Preis haben.

Nun sage ich dir endlich, wie ich das geschafft habe:

Ich habe seit 2009 eine Kreditkarte von Miles and More und sammle darüber Meilen.

Hintergrund war der, dass ich es mit einer normalen Miles and More Karte nicht geschafft habe, genug Meilen zusammenzubekommen, um dafür eine Prämie zu erhalten. Denn damit erhält man nur Meilen auf Flüge (und natürlich nur Flüge mit Lufthansa oder einer anderen Gesellschaft, die Star Alliance Partner ist), während man mit der Kreditkarte auf jeden Kartenumsatz eine Meile erhält.

Zusätzlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, um das Meilenkonto aufzufüllen:

  • Regelmäßig gibt es Aktionen, in denen man doppelte Meilen bekommt
  • Weitere Partner bieten Meilen (z. B. bei Kontoeröffnung bei bestimmten Banken, Abschluss eines Telekomvertrages, Zeitungsabonnements, etc.)
  • Payback ist Partner von Miles and More, jeder Payback Punkt kann bei Bedarf eins zu eins in Meilen umgewandelt werden

Auf diese Weise kann einiges zusammenkommen. So war das nämlich bei mir. Ich habe in fünf Jahren 180.000 Meilen gesammelt, die ich vor zwei Wochen gegen eine Prämie eingetauscht habe. Du hast sicher schon erraten, dass die Prämie das Round the World Ticket ist.

Es hat zwar eine Weile gedauert, aber es hat sich gelohnt. Denn in weniger als drei Wochen breche ich zu meinem größten Abenteuer auf.

Jetzt fragst du dich sicher, warum ich noch 860€ zahlen musste, wenn das Ticket doch eine Prämie war. Ja, ich gebe zu, das ist ein Haken: Die Flugtickets selbst bekommt man umsonst, aber die Flughafengebühren und den Kerosinzuschlag müssen leider trotzdem gezahlt werden. Diese beliefen sich bei meinen Flügen auf 860€.

Trotz allem bin ich sehr glücklich, dass ich das so gemacht habe. Denn wahrscheinlich hätte ich mir kein Round the World Ticket zum Normalpreis leisten können. Alle Flüge einzeln zu zahlen, wäre auch zu teuer gewesen.

Eine Kreditkarte hat somit dazu beigetragen, dass mein größter Traum wahr wird.

Vielleicht kannst du dir so ja auch einen Wunsch erfüllen!

Und was ist dein größter Wunsch?

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