Travel Hack House Sitting – So sparst du das Geld für die Unterkunft!

von | 06/10/17 | Reisen | 2 Kommentare

Ich bin auf der ersten Nomad Cruise auf das Thema House Sitting aufmerksam geworden. Dort habe ich einen Workshop von einer einer Mutter besucht, die mit ihrem Kind die Welt bereist, während sie auf Häuser, Hunde und Katzen aufpasst. Das fand ich von Anfang an spannend und fing an, mich über die einzelnen Portale zu informieren.

Was genau ist House Sitting?

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Stell dir vor, du hast ein Haus, vielleicht auch noch Haustiere und Pflanzen, einen Briefkasten, der geleert werden müsste. Und dann kannst du eine Weile nicht zu Hause sein. Egal ob du in den Urlaub fahren willst, geschäftlich weg musst oder aus anderen Gründen nicht selbst dafür sorgen kannst, dass alles gepflegt wird, die Tiere versorgt werden und das Haus belebt ist… Wir wissen ja alle, dass leer stehende Häuser auch gerne mal Einbrecher anziehen. Wärst du da nicht auch dankbar für eine einfache Lösung?

Diese kam mit House Sitting! Denn House Sitter leben in den Wohnungen der Hausbesitzer wie sie selbst. Das heißt, sie kümmern sich um die Haustiere, die Pflanzen, den Briefkasten und einfach darum, dass jemand da ist. Ich habe sogar schon House Sits gesehen, bei denen es keine Tiere oder Pflanzen gab. Die Hausbesitzer wollten einfach nur, dass das Haus nicht wochenlang leer steht.

Und was hast du vom House Sitting?

Nun zum Einen kannst du als Gegenleistung kostenfrei wohnen. Die Unterkunft ist an den meisten Orten ein riesiger Kostenpunkt, den du auf diese Weise ganz einfach los bist – zumal du eine ganze Wohnung oder im besten Fall sogar wirklich ein Haus für dich allein hast. Zum Anderen kannst du als Nomade das tun, was du wahrscheinlich sowieso am liebsten tust: Unter Einheimischen sein, leben wie ein Local! Außerdem sind die Wohnungen von House Sits im Normalfall über dem Durchschnitt. Es gibt häufig tolle Poolanlagen und sogar hauseigene Fitnesscenter. Auch eine vollausgestattete Küche ist ein echter Vorteil.

Zum Anderen kannst du als Nomade das tun, was du wahrscheinlich sowieso am liebsten tust: Unter Einheimischen sein, leben wie ein Local! Außerdem sind die Wohnungen von House Sits im Normalfall überdurchschnittlich luxoriös. Es gibt häufig tolle Poolanlagen und sogar hauseigene Fitnesscenter. Auch eine vollausgestattete Küche ist ein echter Vorteil. Die Putzfrau war bei meinen House Sits bisher auch inklusive.

Es gibt aber auch Schattenseiten…

…mit denen ich jedoch sehr gut leben kann! Eine ist, dass die meisten Wohnung eher nicht zentral gelegen sind. Bei meinen zwei House Sits habe ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils 40 bis 60 Minuten in die Innenstadt gebraucht. Außerdem sind die Daten so gut wie nie flexibel. Die Hausbesitzer haben eine gebuchte Reise und du kannst im besten Fall noch selbst entscheiden, ob du einen Tag früher anreist und hinterher noch eine weitere Nacht bleibst. Aber wenn du bereits eine geplante Reise an einen Ort hast, ist es sehr unwahrscheinlich, dass du den passenden House Sit dazu findest. Im besten Fall findest du dann einen Sit für einen Teil des Aufenthalts.

Allgemein ist es aber dennoch eine Win-Win-Situation!

Welche Plattformen gibt es?

Es gibt verschiedene Plattformen, über die House Sitter mit Hausbesitzern zusammengebracht werden. Alle kosten eine Jahresgebühr, die zwischen 20 und 100 Euro liegt. Im Normalfall sollte allerdings ein einziger House Sit genügen, um die Jahresgebühr wett zu machen. Ich selbst hatte bisher zwei House Sits (einen in Dubai und einen in Singapur) und hätte für Unterkünfte in den beiden Städten definitiv ein Vielfaches gezahlt. So komme ich auf einen Preis von 2,50 Euro pro Nacht. Und das in geräumigen Apartments mit Pool in einer Minute Entfernung in zwei der teuersten Städe der Welt…Gar nicht schlecht, würde ich sagen.

Die Plattformen sind:

Nachdem ich gehört hatte, dass Trusted Housesitters die größte Plattform ist, habe ich dort ohne zögern ein Konto angelegt. Das kostet erstmal nichts! Allerdings kannst du dich erst auf House Sits bewerben und dein Profil richtig anlegen, wenn du zahlendes Mitglied bist. Du kannst also erstmal in Ruhe den Newsletter verfolgen und schauen, was so für dich in Frage käme und dann zuschlagen, wenn es so weit ist.

Wenn du mehr über die einzelnen Plattformen erfahren möchtest, schau am besten mal hier vorbei: Which House Sitting Site is Best?

 

Für wen eignet sich House Sitting?

House Sitting ist eine perfekte Möglichkeit für Nomaden, die keine festen Reisepläne haben. Außerdem ist es ideal, wenn du tierlieb bist und vielleicht sogar ein Haustier auf Reisen vermisst. So geht es mir nämlich, wenn ich unterwegs bin: Ich freue mich immer, wenn es in meiner Unterkunft eine Katze gibt. Umso mehr bin ich happy, wenn ich mich um sie kümmern darf.

Also nochmal im Überblick, wann House Sitting genau das Richtige für dich ist:

  • Du reist gerne, bist aber flexibel und kannst dich anpassen!
  • Du möchtest gerne ganz nach dem Motto „Live like a local“ unterkommen!
  • Du liebst Tiere, weißt, wie du mit umgehen musst und könntest auch mit Problemen umgehen (zB mit einer kranken Katze)!
  • Du lebst gerne allein und brauchst nicht viel Rummel, um dich wohlzufühlen!
  • Du hast kein Problem damit, nicht gerade in Downtown zu wohnen!

So kommst du an House Sits

Tipp #1: Dein Profil

Versetze dich kurz in die Lage der Hausbesitzer! Sie überlassen ihr Zuhause und ihre geliebten Haustiere einem völlig Fremden. Das Mindeste, das wir tun können, ist ihnen den bestmöglichen Eindruck von uns zu geben. Fülle also dein Profil ausführlich und detailliert aus und gib ihnen einen guten Überblick über dich als Person.

Tipp #2: Deine Fotos

Verwende Fotos, auf denen man dich gut erkennen kann und auf denen du freundlich aussiehst. Ein Bonus sind Fotos von dir mit Tieren – wie du sie kraulst, mit ihnen spielst, sie auf deinem Schoß liegen. Zeige den Hausbesitzern, dass du ein tierlieber Mensch bist.

Tipp #3: Sicherheitscheck

Es gibt verschiedene Sicherheitsstufen, die du durchlaufen kannst, die deine Vertrauensbasis erhöhen. Der Basischeck beinhaltet eine Überprüfung deiner E-Mail-Adresse, Telefonnummer und ID. Außerdem kannst du dir Reviews von Bekannten schreiben lassen. Diese sind zwar natürlich nicht so aussagekräftig wie „echte“ Reviews, aber für den Anfang besser als nichts. Die letzte Stufe ist ein Führungszeugnis. Das kostet allerdings 65 Pfund extra, sodass ich darauf bisher verzichten habe.

Tipp #4: Deine eigene Seite

Am besten ist es, wenn du eine ganz eigene Seite für dich als House Sitter erstellst. Entweder machst du eine Landingpage, wenn du das kannst, oder einfach eine eigene Facebook-Page. Das hat mehrere Vorteile:

  1. Du kannst mehr Fotos, Videos und Texte hochladen und dich damit besser präsentieren.
  2. Du kannst Reviews von verschiedenen Plattformen sammeln und auch von außerhalb aller Plattformen. Also wenn dich zum Beispiel jemand privat bittet, auf seine Tiere aufzupassen, hast du im Normalfall keine Möglichkeit, dir eine Review geben zu lassen. Mit einer eigenen Seite geht das.
  3. Auf der Seite kannst du die Hauseigentümer im Prinzip sogar zu deinem House Sit „mitnehmen“. Poste Selfies von dir mit ihrem Liebling oder teile andere Informationen, die relevant sein könnten. Bei jeder weiteren Bewerbung werden die neuen Hausbesitzer sehen, was du in der Vergangenheit alles getan hast, um den Hausbesitzern und Tieren ein gutes Gefühl zu geben.

Tipp #5: Geschwindigkeit

Gerade bei House Sits an „coolen Orten“ ist es wichtig, dass du unter den ersten bist. Da kann nämlich die Anzahl an Bewerbungen schnell hochgehen. Für Bali oder Inseln in Thailand wie Phuket habe ich nicht selten gesehen, dass sich über 50 House Sitter beworben haben. Der Erste zu sein, kann also das Zünglein an der Waage ausmachen.

Tipp #6: Skype-Call

Biete am besten gleich bei der Bewerbung einen Skype-Call an. Einige werden es annehmen, anderen reicht es, dass sie deine Fotos sehen. Jeder ist anders. Aber allein die Tatsache, dass sie die Möglichkeit haben, mit dir direkter zu kommunizieren, wird ihnen zeigen, dass du es ernst meinst.

Tipp #7: Namen und Rassen

Erwähne bei deiner Bewerbung unbedingt den Namen des Tieres. Wenn irgendwie möglich, solltest du auch auf die Rasse des Tieres eingehen. So zeigst du, dass du das Inserat genau gelesen hast und den Gig ausgewählt hast, weil er zu dir passt und nicht, weil du das Haus so cool findest.

Tipp #8: Qualität

Sei ein guter House Sitter! Verhalte dich so, wie du dich in deinem eigenen Zuhause verhalten würdest. Gib den Hausbesitzern immer mal wieder ein Update, auch wenn sie dich nicht darum bitten. Sie werden sich freuen, wenn du ihnen mitteilst, dass es ihrem Liebling gut geht. Die Freude darüber, dass sie die richtige Wahl getroffen haben, werden sie in ihrer Review bestimmt ausdrücken. Und das wirkt sich dann wieder positiv auf kommende Bewerbungen aus.

 

Nun bleibt mir nichts weiter, als dir viel Erfolg und gany besonders viel Spaß zu wünschen! Ich freue mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen mit House Sitting in den Kommentare berichtest!

Deine Barbara

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