Prag – 3 Highlights, die du dir nicht entgehen lassen solltest

von | 28/02/17 | Reisen, Europa | 8 Kommentare

Nach meiner Rückkehr aus der Dominikanischen Republik hatte ich eine Lücke von drei Wochen. Und was sollte eine Reisebloggerin wie ich dann wohl tun, wenn nicht spontan zu verreisen?

Nach kurzem Überlegen war klar: Ich möchte nach Prag! Denn schon viel zu lange stand die Tschechische Hauptstadt auf meiner Bucket List. Früher jedoch war die Verbindung von Frankfurt ganz schlecht, sodass es nie geklappt hat. Aber nun war es endlich so weit!

Mit dem Flixbus war ich recht schnell dort und konnte während der Fahrt sogar arbeiten. Bei der Bahn habe ich es irgendwie noch nie geschafft, WLAN zu bekommen bzw. das funktioniert nur über einen Hotspot der Telekom. Auf jeden Fall kam ich an einem ruhigen Montagabend ganz entspannt in Prag an.

In den darauffolgenden Tagen habe ich mir die Stadt angesehen und habe ganz klar drei (auch noch kostenlose) Highlights. Leider habe ich den Beitrag von Sarah zu den besten Fotospots erst später entdeckt. Aber du solltest da unbedingt mal reinschauen!

Prag

Prag ist fast so schön wie Paris und hat eine Jahrtausende zurückreichende Geschichte. Und das Bier? Es soll das beste in Europa sein.

Die Samtene Revolution brachte Tschchien 1989 die Demokratie und Europa ein Juwel von einer Stadt, die es an Beliebtheit mit Metropolen wie Rom, Paris und London aufnehmen kann. Kein Wunder, dass die Besucher aus aller Welt in Scharen kommen. Aber selbst die Menschenmassen können den Anblick einer Steinbrücke aus dem 14. Jahrhundert, eines auf einem Hügel gelegenen Schlosses und eines lieblichen Flusses – der Moldau – nicht trüben.

Die Prager Kunstgalerien haben vielleicht nicht die Anziehungskraft des Louvre, aber die böhmische Kunst bietet viel zu bewundern, von den leuchtenden gotischen Altarbildern im St. Agnes-Kloster über den üppigen Jugendstil von Alfons Mucha bis hin zu der großartigen Sammlung von Surrealisten, Kubisten und Konstruktivisten des 20. Jahrhunderts im Veletržní Palác.

Seit der Erfindung von Pilsner Urquell im Jahr 1842 sind die Tschechen berühmt für die Herstellung einiger der besten Biere der Welt. Aber die international bekannten Markennamen – Urquell, Staropramen und Budvar – wurden von einer Reihe regionaler tschechischer Biere und Mikrobrauereien, die das wiedererwachte Interesse an traditionellem Brauen bedienen, gleichgestellt und sogar übertroffen. Noch nie zuvor gab es in tschechischen Kneipen eine so große Auswahl an Bieren – Namen wie Kout na Šumavě, Primátor, Únětice und Matuška muss man sich erst einmal merken.

Das Prager Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen und versteckten Höfen ist ein Paradies für ziellose Wanderer, das immer wieder zu neuen Erkundungen einlädt. Nur ein paar Blocks vom Altstädter Ring entfernt kannst du über uralte Kapellen, unerwartete Gärten, niedliche Cafés und altmodische Bars stolpern, in denen kaum ein Tourist zu sehen ist.

Eine der großen Freuden der Stadt ist ihr Erkundungspotenzial – Viertel wie Vinohrady und Bubeneč können den urbanen Abenteurer mit unzähligen denkwürdigen Begegnungen belohnen, von der untergehenden Sonne, die von den Kirchenkuppeln glitzert, bis zu den Klängen von Dvořák, die aus einem offenen Fenster wehen.

Kommen wir aber nun zu meinen drei Highlights:

 

Die Promenade der Moldau entlanglaufen

Wenn du schon mehrere Artikel von mir oder sogar meine Bücher gelesen hast, wirst du wissen, wie sehr ich das Meer liebe. Nun ist die Moldau alles, nur kein Meer! Aber immerhin gibt es eine Promenade an der man entlangschlendern und den Ausblick aufs Wasser genießen kann. Deswegen habe ich genau das als erstes gemacht.

Prag

Manchmal habe ich mich auch umgedreht, denn auch über dem Wasser bietet sich dem aufmerksamen Spaziergänger in Prag ein wundervoller Anblick.

Prag

Prag

Aber die meiste Zeit habe ich einfach die Nähe zum Wasser genossen und die Sonnenstrahlen aufgesogen. Das Wetter war während meines kleinen Spaziergangs nämlich richtig gut.

an der moldau

Früher oder später führt dich die Promenade zur berühmten Karlsbrücke. Ein Tor zu jeder Seite und mit zahlreichen Statuen wirkt die Brücke wie aus einer anderen Zeit. Natürlich ist sie das auch, aber mir persönlich wurde es auf dieser Brücke besonders klar. Und wie so oft an alten Gebäuden fragte ich mich, was mir die alten Steine alles erzählen würden, wenn sie denn sprechen könnten.

Karlsbrücke Prag

 

Der Veitsdom

Innerhalb des Geländes der Prager Burg wartet das angeblich wichtigste Gebäude Tschechiens: Der Veitsdom. Im Jahr 1344 begann der Bau der Kathedrale, der erst 1929 beendet wurde. Viele Kriege haben den Bau immer wieder ruhen lassen und so hat es schier ewig gedauert, bis der Dom endlich eingeweiht werden konnte.

Veidskirche Prag

Es ist das größte Kirchengebäude des Landes und im Innern von Notre Dame inspiriert. Schau mal, wie beeindruckend es dort ist:

Veidsdom Prag

Veidsdom Prag

Der Eintritt ist übrigens frei! Am Eingang zur Prager Burg gibt es nur eine Taschenkontrolle und einen Security Check. In die Kathedrale kommst du dann einfach so rein. Nur die Orgel und die Kaiser- und Königsgräber kannst du nicht sehen, ohne dafür zu zahlen.

Veidsdom Prag

Über das Gelände der Prager Burg habe ich übrigens eine Free Walking Tour gemacht. Der Guide Václav hat mich dabei wirklich überzeugt und er hat mir hinterher noch ein Café zum Arbeiten empfohlen. Das findest du weiter unten.

vaclav

 

Der Altstädter Ring von Prag

Der Altstädter Ring ist ein riesiger Platz innerhalb der Altstadt, der von Renaissance-, Barock- und Rokokohäusern umgeben ist.

Altsädter Ring Prag

Neben einer Kirche findet sich hier auch das Rathaus von Prag. Dort wartet eine der größten Touristenattraktionen auf dich: die astronomische Uhr aus dem Jahre 1410! Sie ist ein Meisterwerk der Technik und ein Kulturdenkmal der Stadt.

Astronomische Uhr Prag

Zu jeder vollen Stunde beginnt ein Figurenspiel zu beiden Seiten der Uhr. Diese kamen jedoch erst im 17. Jahrhundert dazu. Ein weiteres Spiel, das die 12 Apostel zeigt, wurde noch später oberhalb der Uhr hinter den zwei Fenstern hinzugefügt.

 

Weitere Tipps

Zum Abschluss möchte ich dir noch drei Tipps für Prag mitgeben, die mir den Aufenthalt versüßt haben.

 

Der ideale Ort zum entspannten Arbeiten

Da ich als digitale Nomadin irgendwie nie zur Ruhe komme und immer irgendwie versuche, noch ein Stündchen Arbeit (während der Arbeit?!) unterzukriegen, habe ich meine Mittagspause vom Sightseeing genutzt, um an meinen Freelancing-Projekten zu arbeiten. Václav hat mir dieses süße Café empfohlen, in dem ich wirklich noch Stunden hätte verbringen können. So sah es im Liberica Café aus:

mein coworking space prag

Mein Tipp für echte tschechische Hausmannskost im Upinkasu

Das Restaurant Upinkasu war vor vielen Jahren das erste Restaurant in Prag, in dem Pilsener Bier ausgeschenkt wurde. Ich trinke ja keinen Alkohol, obwohl mir gesagt wurde, dass das dort eigentlich Pflicht gewesen wäre. Aber vom Essen konnte ich mich überzeugen: Sooo lecker!

Restaurant Prag

Essen Prag

In tschechischen Restaurants wird reichlich aufgetischt, sodass du bestimmt satt wirst. Die Küche ist jedoch sehr fleischlastig. Sie ist von der österreichischen und deutschen Küche geprägt und neben Fleisch findet man sehr viel Weizen, Kartoffeln und Hülsenfrüchte in den Mahlzeiten. Trotzdem ist die Küche vielfältig.

Die folgenden Gerichte kannst du dir auf deine Probierliste schreiben:

  • Bramboračka (Kartoffelsuppe)
  • Koleno (Eisbein)
  • Svíčková na smetaně (mariniertes Filet)
  • Vepřo-knedlo-zelo (Schweinebraten)
  • Knedlíky
  • Gulasch

 

Übernachten in einem Botel

Auf der Moldau warten mehrere Botels auf Besucher. Das sind Hotels auf Booten.

Da ich Boote genauso liebe wie Wasser, war für mich klar, dass ich in so einem übernachten möchte.

prag aus der kabine

Auch wenn mir teilweise ein bisschen schwindelig wurde, wenn ich rausgeschaut habe, würde ich jederzeit wieder in ein Botel gehen und kann das nur jedem raten. Für mich war das eine ganz besondere Erfahrung, die ich mit Prag verbinde.

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf der Reise nach Prag hatte ich den Osprey Sojourn 60* dabei, meinen größten Koffer, in den ich wirklich alles reinbekomme.

Mein Hauptrucksack ist seit knapp zwei Jahren der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

Dazu nutze ich momentan mit Vorliebe den Elias von Johnny Urban aus recycletem Altplastik. Der ist zwar klein, aber es geht erstaunlich viel rein und für Tagesausflüge ist das mehr als ausreichend. Außerdem finde ich, er sieht total super aus.

 

Kleidung und Schuhe

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Sneaker sind beispielsweise diese hier: Walkingschuhe New Feel*. Die hatte ich auch bei meiner Fototour in Monreal an. Auch für Wanderungen mag ich meine Schuhe von Decathlon: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Neben Wanderausrüstung findest du dort auch Ausrüstung sowie Kleidung und Schuhe für alle möglichen sportlichen Akitvitäten. Ich finde das wirklich praktisch und bin dort Stammkundin.

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit zu Prag

Prag gehört für mich zu den Zielen, die ganz oben auf meiner Bucket Liste standen. Ich bin also sehr sehnsüchtig dorthin gereist. Meine Erwartungen wurden – wie das so oft der Fall ist – nicht ganz erfüllt. Ich kann mir aber vorstellen, dass mir Prag im Sommer besser gefallen würde. Ich war leider im späten Winter dort. Alles in allem ist Prag aber natürlich eine wunderschöne Stadt!

Warst du schon mal in Prag? Wie hat es dir gefallen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

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