8 Spiele im Lockdown – Brett- & Gesellschaftsspiele für Zwei

von | 25/03/21 | Alles und nichts, Anderes, Quarantänetipps | 0 Kommentare

In Zeiten des Lockdowns haben wir alle mit den psychologischen Auswirkungen zu kämpfen. Mir hilft es, wenn ich immer mal wieder mit einem Spiel abschalte. Daher habe ich im Folgenden meine Tipps für Brett- und Gesellschaftsspiele für dich gesammelt. Einige davon können sogar allein gespielt werden, andere ab zwei Personen und nur eines habe ich dir mit reingepackt, für das man zu fünft sein muss. Aber vielleicht habe ich ja auch Familien unter meinen Lesern, die sich über einen Spieletipp für fünf Personen freuen. Für weitere Tipps zu den psychologischen Aspekten des Lockdowns schau doch mal hier vorbei: Gesundheit und Psychohygiene im Lockdown

Meine Spiele-Tipps für den Lockdown

Ich muss zugeben, vor dem Lockdown war das letzte Mal, dass ich ein Brettspiel gespielt habe, vor fast 20 Jahren. Das liegt nicht daran, dass mir Brettspiele nicht gefallen. In meinen Jahren als Nomadin hat es sich einfach nicht ergeben und auch davor hatte ich keine Freunde, die begeisterte Brettspieler gewesen wären. Das hat sich seit dem ersten Lockdown verändert und mittlerweile vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht mindestens einmal ein Brettspiel aufgebaut hätte. Hier kommen daher nun meine Tipps zu zehn Spielen für verregnete Lockdown-Tage.

EXIT – Das Spiel

Hand hoch, wenn du schon mal in einem Escape Room warst! Ich war leider bisher nur in einem einzigen: Und zwar in Rotterdam auf einem alten, ausrangierten Schiff – der SS Rotterdam. Die Geschichte drehte sich rund um den ehemaligen Kapitän, der auf dem Schiff einen Schatz versteckt haben sollte, den er auf einer Schatzinsel geborgen hatte. Wo der Schatz versteckt war, sollten wir über Rätsel und Aufgaben herausfinden, die im Raum zu finden waren. Das war ein spannendes und mitreißendes Erlebnis.

Erst im Lockdown habe ich herausgefunden, dass es solche Escape Room-Spiele auch für Zuhause gibt. Es gibt verschiedene Anbieter, aber ich habe bisher vier Spiele aus der Reihe von EXIT – Das Spiel* gemacht. Meine Erfahrungen waren ein wenig durchwachsen. Am besten haben mir Das Grab des Pharao* und Die verbotene Burg* gefallen. Manchmal muss man bei den Rätseln wirklich sehr um die Ecke denken, aber wenn man das einmal raushat, macht es wirklich Spaß. Außerdem gibt es Hinweis- und Lösungskarten, falls du wirklich mal nicht weiterkommen solltest.

Spieleranzahl: 1 bis 4 (am besten allein oder zu zweit)

Zeit: 45 bis 90 Minuten

 

Exit Grabkammer des Pharao

Exit Decoderscheibe

Exit Karten

Exit Spiel

Adventure Games

Adventure Games gibt es schon lange als Computerspiele, aber erst vor Kurzem habe ich herausgefunden, dass es sie auch als analoge Spiele gibt. Dabei kannst du Räume bzw. Orte untersuchen, Gegenstände finden und dann kombinieren, und so am Ende die Aufgabe lösen oder dem Ort, an dem du gefangen bist, entkommen. Das erste, das ich bestellt hatte, war Das Verlies* aus der Reihe Adventure Games*. Das Konzept ist ganz anders als bei den EXIT-Spielen.

Bei den Adventure Games spielst du einen Charakter und Räume oder Orte werden auf Karten dargestellt. Die Gegenstände oder Möbel im Raum haben Nummern, sodass du sie über das beiliegende Heft oder die App untersuchen kannst. Das Verlies war wie gesagt das erste aus der Reihe, das ich gemacht habe und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Danach habe ich Die Monochrome AG gespielt, die mir leider nicht gut gefallen hat. Ich denke, dafür sollte man mindestens zu viert spielen. Die Vulkaninsel hingegen war wieder eine schöne Beschäftigung an einem Sonntagnachmittag.

Am besten finde ich an dieser Reihe, dass man sich alles in der App vorlesen lassen kann. So muss man nicht lange nach den entsprechenden Zahlen suchen und hat außerdem auch mehr das Gefühl, im Spiel drin zu sein, weil teilweise sehr lebhaft gelesen wird.

Spieleranzahl: 1 bis 4

Zeit: 60 bis 180 Minuten

 

Monochrome AG

Adventure Game Charaktere

Adventure Game

Escape Room – Das Spiel

Da ich verschiedene Escape Room Spiele zum Selbermachen ausprobieren wollte, habe ich einfach mal von jeder Marke eins gekauft. Mittlerweile habe ich auch von dieser ein Spiel gespielt.

Was mir an Escape Room* besonders gut gefällt, ist der sogenannte ChronoDecoder und der damit einhergehende Zeitdruck, die Aufgaben innerhalb einer Stunde zu lösen. Der ChronoDecoder – eine kleine „Maschine“, die mitgeliefert wird – gibt Signale, wenn man Hinweiskarten ziehen darf bzw. soll, um in der Zeit zu bleiben. Ebenfalls im Karton sind kleine Schlüssel, die in den ChronoDecoder passen. Hat man die richtigen Schlüssel in der richtigen Reihenfolge eingesteckt, ertönt eine Fanfare, die anzeigt, dass man zum nächsten Rätsel übergehen kann. Die Rätsel waren insgesamt spannend, teilweise leicht irreführend, aber das meiste hat sehr gut geklappt.

Ich freue mich daher auf jeden Fall jetzt schon auf die nächsten Stunden mit ChronoDecoder und Co.!

Spieleranzahl: 1 bis 4

Zeit: Maximal 60 Minuten

Escape Room Spielregeln

Escape Room

Escape Room ChronoDecoder

Hidden Games Tatort

Auch die Tatort-Fallakten sind mir untergekommen, als ich nach Escape Room Spielen für Zuhause gesucht habe. Bei den Fallakten von Hidden Games Tatort* geht es um Kriminalfälle der Polizei Klein Borstelheim, die Hilfe von Privatdetektiven benötigt – das sind wir… Beim ersten Fall geht es um einen Mord, beim zweiten um ein gestohlenes Diadem. Aktuell gibt es vier Fälle. Die anderen beiden muss ich noch machen. Sie stehen aber bereits im Regal.

Die Unterlagen der Polizei findest du direkt im Umschlag. Dazu gibt es ein Poster, das du aufhängen kannst, auf dem du deine Gedanken und Verbindungen der Involvierten sowie Verdächtigen notieren kannst. Fast wie in einem Film.

Das Tolle an der ganzen Sache ist, dass dir im Laufe des Spiels Telefonnummern oder Internetseiten begegnen, die tatsächlich erreichbar sind. Hidden Games hat da ein ganzes Online-Universum um die Spiele herum aufgebaut. So kommunizierst du plötzlich mit dem „geheimen Auftraggeber“ über WhatsApp, musst eine echte Mailbox abhören oder suchst nach einem Passwort für den Zugang zum „Polizeiserver“ oder zu Krankenhausakten. Interaktiver geht’s kaum und auch wenn es sich erst merkwürdig anfühlt, herumzutelefonieren, zu chatten und auf Internetseiten nach Hinweisen zu suchen, so macht es das Spiel doch zu etwas ganz Besonderem.

Spielerzahl: 1 bis 4

Zeit: ca. 90 Minuten

 

Barbara Fallakte 1

Fallakte 1

Fallakte ausgepackt

Risiko Herr der Ringe

Gehen wir nun über zu den Brettspielen. Risiko Herr der Ringe* war das erste Brettspiel, das ich nach 20 Jahren Abstinenz gespielt habe. Und es hat großen Spaß gemacht!

Ganz wie im Buch bzw. im Film verläuft der Weg der Gefährten und damit des Ringes einmal durch ganz Mittelerde: Vom Auenland bis zum Schicksalsberg. Jedes Mal, wenn ein Spieler seine Züge beendet hat, geht der Ring ein Feld weiter – außer er wird durch Abenteuerkarten davon abgehalten oder man muss würfeln.

Parallel kommandiert jeder Spieler seine Armee – bestehend aus Orks oder Elben. Die Gebietskarten werden nach gut und bzw. Elben und Orks verteilt. In der Zweispieler-Variante gibt es eine neutrale Armee, die zwar Gebiete besetzt, aber nicht angreifen kann. Die Armeen werden in die entsprechenden Gebiete gesetzt und am Ende kommen die zwei Heerführer ins Spiel, die bei Angriff und Verteidigung Vorteile, aber auch Abenteuerkarten erkämpfen können.

Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Siegespunkte erlangt hat. Diese erhältst du, indem du mit den besagten Abenteuerkarten. Denn in jeder Runde, in der mindestens einer deiner zwei Heerführer auf eine Stätte der Macht kommt, also ein Feld mit einem schwarzen Symbol, bekommst du am Ende der Runde eine Abenteuerkarte. Manche Felder haben auch ein goldenes Symbol. Das sind Festungen, die dir zu Beginn einer jeden Runde ein weiteres Bataillon bringen. Außerdem erhältst du einen zusätzlichen Würfelpunkt, wenn du eine Festung kontrollierst und auf diesem Feld angegriffen wirst.

Die Regeln können etwas komplex wirken, aber wenn man es ein-, zweimal gespielt hat, sind sie recht schnell drin.

Mir macht Risiko Herr der Ringe echt Spaß. Allerdings ist der Glücksfaktor für meinen Geschmack ein wenig zu hoch, da man für jeden Angriff sowie jede Verteidigung würfeln muss.

Spielerzahl: 2 bis 4

Zeit: ca. 90 bis 120 Minuten

Herr der Ringe Risiko Ring

Herr der Ringe Risiko Karten

Herr der Ringe Risiko Spielfeld

Herr der Ringe Risiko Heerführer

Catan

Auf einer Rohstoff-reichen Insel namens Catan* geht es in diesem Spiel darum, zu siedeln. Siedlungen wollen gebaut und Straßen angelegt werden. Die Siedlungen können zu Städten ausgebaut werden. Dafür benötigst du Rohstoffe. Diese erhältst du, wenn die Würfel glücklich fallen.

Gleichzeitig können Rohstoffe gehandelt werden, Räuber können über die Städte und Siedlungen herfallen und durch Aktionskarten können unerwartete Wendungen herbeigeführt werden.

Durch die Erweiterung Städte und Ritter kommen neue Aktionskarten, die Möglichkeit, Ritter zu rekrutieren und mit diesen den Ansturm von Wikingern abzuwehren, sowie Städte zu Metropolen auszubauen.

Ziel ist es, eine bestimmte Anzahl Siegpunkte zu erlangen, die davon abhängt, mit wie vielen Spielern gespielt wird. Zu zweit spielen wir für gewöhnlich bis 12 Siegpunkte. Man erlangt sie, indem man Siedlungen und Städte baut oder zum Beispiel die längste Handelsstraße erlangt. Auch wer die meisten Ritter hat, erhält Bonus-Siegpunkte.

Theoretisch ist das Spiel nicht auf eine Zweispielervariante ausgelegt, aber es gibt eine Anleitungen für ein Spiel zu zweit auf der Website von Catan.

Besonders spannend wird Catan dann, sobald man die Seefahrer-Erweiterung gekauft hat. Damit wird nicht nur die Welt, in der gespielt wird, größer, man kann zusätzlich Schiffe bauen und andere Inseln entdecken.

Spielerzahl: 2 bis 4

Zeit: ca. 45 bis 90 Minuten

Catan frontal

Catan Karten

Catan orangene Figuren

Catan blaue Figuren

 

Fallout

Fallout* ist ein Rollen- und Brettspiel, das in der Post-Apokalypse im 23. Jahrhundert spielt. Um genau zu sein, wurde die Welt von einem Atomkrieg verwüstet. Die Charaktere müssen im Laufe des Spiels Entscheidungen treffen und schreiben auf diese Weise ihre eigene Geschichte. Du kannst entweder die Hauptaufgabe verfolgen oder Nebenquests wie zum Besispiel Begegnungen machen. Gleichzeitig wimmelt es nur so von Mosters und Mutanten, die einem natürlich nichts Gutes wollen.

Kurz vorweg: Es gibt insgesamt nur zwei Erweiterung. Wir spielen mit beiden. Ohne die Erweiterungen kannst du Fallout nicht kooperativ spielen und auch einige Features gibt es sonst nicht.

Jeder Charakter (mit wenigen Ausnahmen, die Spezialkräfte haben) kann Erfahrungspunkte sammeln, Schaden und Radioaktivität erleiden. Ab einer gewissen Menge Radioaktivität mutiert der Charakter. Was die Mutation bewirkt, steht auf einer verdeckten Karte, die erst umgedreht werden darf, wenn die Mutation erfolgt ist. Die Auswirkungen können positiv sein, sind aber zumeist eher negativ.

Übrigens kannst du es entweder kooperativ oder gegeneinander spielen.

Es basiert auf der Computerspiel-Reihe von Bethesda, was auch auf den Spielekartons gleich zu erkennen ist.

Für eine genauere Review schau doch mal hier bei Instagram: Fallout Review von Romeo Nightingale.

Spielerzahl: 1 bis 4

Zeit: ca. 150 Minuten

Fallout Spielfeld

Fallout

Fallout Lebensleiste

Fallout Grossansicht

Nemesis

Nemesis spielt im Weltraum und basiert auf den Alien-Filmen. Der Plot beginnt in der Kryo-Kammer, in der wir desorientiert aufwachen. Wir stellen entsetzt fest, dass Aliens – die hier Xenos genannt werden – an Board sind.

Nemesis kann entweder kooperativ oder semi-kooperativ gespielt werden. An den Charakteren ändert es nichts, aber es gibt Missionen, die jeder zu erfüllen hat. Im kooperativen Modus werden die Missionen aufgedeckt und jeder kann Einzelteile davon erfüllen. Spielt man gegeneinander, hat jeder eine eigene Mission. Diese kann auch sein, dass ein bestimmter Spieler sterben muss oder man selbst der einzige Überlebende sein darf. Die Missionen können aber auch so etwas Harmloses sein wie „Das Schiff muss die Erde erreichen“.

Jeder Charakter hat eigene Handkarten. Es sind immer zehn. Auf den Handkarten stehen Aktionen, die man durchführen kann. Außerdem gibt es Basisaktionen wie Bewegen, für die man eine Handkarte abwerfen muss. Dann gibt es noch einige Zusatzregeln, die es erschweren, weiterzukommen und die Mission zu erfüllen. Hinzukommen die Xenos, die in gewissen Situationen angreifen, einem Schaden oder einen sogar töten können.

Alles in allem ist das von den Brettspielen, denke ich, mein Lieblingsspiel. Das Raumschiff erkunden, Alien-Angriffe vermeiden, Waffen bauen… Handlungsstränge und Aktionsmöglichkeiten sind schier grenzenlos. Kein Spiel gleicht dem anderen und so entstehen stets neue Geschichten. Der erste Charakter, der das zeitliche segnet, kann der entsprechende Spieler die Kontrolle über die Aliens übernehmen und so den anderen Spielern das Leben zur Hölle machen.

Mir macht es einen riesigen Spaß und auch wenn man hier nach jedem Zug würfeln muss, habe ich das Gefühl, dass in diesem Spiel vor allem Nachdenken gefragt ist und weniger das Glück das Sagen hat.

Für eine genauere Beschreibung schaut mal hier bei Instagram: Nemesis Review von Romeo Nightingale.

Spielerzahl: 1 bis 5

Zeit: ca. 90 Minuten

Nemesis Spielerkarten

Nemesis Spielfeld

Nemesis Alienangriff

Mein Fazit

Wir haben zwar noch ein, zwei mehr Spiele im Regal stehen, aber das waren nun die, die ich selbst gerne spiele und mit denen ich mich ein bisschen mehr aus einander gesetzt habe. Einen Favoriten unter den Spielen könnte ich gar nicht wählen. Sie haben alle ihren eigenen Reiz und sind für unterschiedliche Stimmungen genau die richtige Wahl. Für die Escape Room Spiele würde ich keinen Tag wählen, an dem ich eher abschalten will, sondern einen, an dem ich voller Elan und hellwach bin, aber nicht rauskann, weil zum Beispiel das Wetter schlecht ist. Verzichten möchte ich daher auf keines der Spiele!

Hast du schon eines dieser Spiele an einem langen Lockdown-Abend gespielt? Oder möchtest du ein anderes Spiel mit mir teilen, das du gerne auspackst?

Berichte mir doch davon in den Kommentaren?

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