Saudi-Arabien Rundreise: Zwischen Wüste, Geschichte und moderner Vision

Saudi-Arabien Rundreise: Zwischen Wüste, Geschichte und moderner Vision

Saudi-Arabien Rundreise: Zwischen Wüste, Geschichte und moderner Vision

Saudi-Arabien Rundreise: Zwischen Wüste, Geschichte und moderner Vision

Saudi-Arabien war für mich lange ein Land, das sich weit weg angefühlt hat. Und zwar nicht nur geografisch, sondern auch gedanklich. Und genau deshalb war diese Reise so spannend. Denn was ich vor Ort erlebt habe, war ein Mix aus Tradition, Aufbruch und Orten, die ich so nirgendwo sonst gesehen habe.

Zwei Wochen hat meine Saudi-Arabien Rundreise gedauert und ich bin allen verfügbaren Verkehrsmitteln unterwegs gewesen: Von Riad nach Jeddah bin ich geflogen, von Jeddah nach Medina bin ich mit dem Zug gefahren und zwischen Medina und Al-Ula bin ich mit dem Bus gefahren.

Meine Route führte mich nach Riad, Jeddah, Medinah und Al-Ula – und jede dieser Stationen hatte ihren ganz eigenen Charakter.

Saudi-Arabien-Rundreise im Überblick

Meine Saudi-Arabien Rundreise habe ich bewusst so aufgebaut, dass sie in relativ kurzer Zeit einen vielseitigen Einblick in das Land gibt – von moderner Metropole über historische Stätten bis hin zu beeindruckenden Naturwundern in der Wüste. Gerade wenn du das Land zum ersten Mal bereist, ist diese Route ein spannender Mix aus Kultur, Geschichte und Natur.

Route: Riad – Jeddah – Medinah – Al-Ula
Dauer: 14 Tage
Reiseart: Individualreise
Unterwegs mit: 1x Flug, 1x Zugfahrt, 2x Busfahrt

Der Startpunkt war Riad, wo ich mich erst einmal an das Land und die Kultur gewöhnt habe und direkt einige Highlights wie Diriyya und den Edge of the World erlebt habe. Von dort ging es mit einem Inlandsflug weiter nach Jeddah, wo ich die Altstadt erkundet und entspannte Stunden an der Corniche verbracht habe. Anschließend bin ich mit dem Highspeed Train in die zweit heiligste Stadt der Muslime, nach Medina gefahren, das mit seiner besonderen Atmosphäre und spirituellen Bedeutung einen ganz eigenen Kontrast zur restlichen Reise geschaffen hat. Den Abschluss bildete Al-Ula, das mit seinen Felsformationen und historischen Stätten zu den beeindruckendsten Orten der Reise zählt.

Edge of the World
In der Altstadt von Jeddah
In Al-Ula

Riad – Zwischen Zukunft und Wüste

Riad ist laut, modern und überraschend international. Gleichzeitig dauert es keine Stunde, bis du plötzlich mitten in einer surrealen Wüstenlandschaft stehst.

Highlights meiner Zeit in Riad:

Al Faisaliah Tower – Blick über das moderne Riad

Der Al Faisaliah Tower gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen von Riad und ist der perfekte Einstieg, um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen. Von oben wird dir erst bewusst, wie riesig und weitläufig Riad ist – eine scheinbar endlose Stadt aus Hochhäusern, Straßen und Wüste.

Besonders schön ist der Besuch zum Sonnenuntergang, wenn das Licht die Stadt in warme Farben taucht und langsam die Lichter angehen.

Al Faisaliah Tower

Al Faisaliah Tower

 

Diriyya (At-Turaif) – Die Wiege Saudi-Arabiens

Diriyya ist einer der historisch wichtigsten Orte des Landes und gleichzeitig ein UNESCO-Welterbe. Hier begann die Geschichte der saudischen Dynastie – und genau dieses Gefühl von Ursprung spürt man auch vor Ort.

Die Lehmarchitektur, die warmen Farben und die weitläufige Anlage machen den Besuch besonders. Am Abend, wenn alles beleuchtet ist, wirkt der Ort fast schon wie eine Filmkulisse.

Allerdings darf man dort nicht fotografieren, deswegen habe ich nur ein paar Handyfotos, die ich aber aus Respekt vor der Anweisung hier nicht teilen werde.

 

Edge of the World – Dramatische Weite der Wüste

Der Edge of the World ist einer dieser Orte, die sich kaum in Worte fassen lassen. Steile Klippen fallen scheinbar ins Nichts, dahinter erstreckt sich eine endlose Wüste.

Allein die Fahrt dorthin ist schon ein Abenteuer – und oben angekommen hast du das Gefühl, wirklich am Rand der Welt zu stehen. Einer der beeindruckendsten Spots der gesamten Reise.

Die Weite des Edge of the World

Die Weite des Edge of the World

Barbara blickt über das Edge of the World
Am Edge of the World

Die Tour zum Edge of the World habe ich übrigens über Get Your Guide gebucht und war sehr zufrieden damit. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Jeddah – Das entspannte Saudi-Arabien

Jeddah hat mich komplett überrascht. Die Stadt fühlt sich offener, entspannter und fast schon mediterran an.

Jeddah Altstadt (Al-Balad) – Geschichte mit Charakter

Die Altstadt von Jeddah fühlt sich komplett anders an als der Rest des Landes. Enge Gassen, alte Häuser mit kunstvollen Holzbalkonen und ein leicht chaotisches, lebendiges Flair.

Hier bekommst du einen Eindruck davon, wie Jeddah früher war – bevor moderne Hochhäuser das Stadtbild geprägt haben.

In der Altstadt Al Balad von Jeddah

In der Altstadt Al Balad von Jeddah

 

Jeddah Corniche – Leben am Roten Meer

Die Corniche ist der perfekte Ort, um das entspannte Saudi-Arabien zu erleben. Direkt am Roten Meer gelegen, treffen sich hier Einheimische zum Spazieren, Picknicken oder einfach zum Abschalten.

Gerade am Abend entsteht hier eine richtig schöne Atmosphäre – mit Sonnenuntergang, Meeresrauschen und vielen Menschen, die den Moment genießen.

An der Corniche in Jeddah

An der Corniche in Jeddah

Strand in Jeddah
Moschee an der Corniche in Jeddah 2
Promenade in Jeddah

Medinah – Spirituelle Ruhe

Medinah ist eine der heiligsten Städte im Islam und zieht Massen an muslimischen Pilgern hierher.

Die Prophetenmoschee ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern hat auch eine ganz besondere Atmosphäre.

Wichtig zu wissen:
Nicht-muslimische Besucher dürfen die Moschee selbst nicht betreten, aber schon die Umgebung ist absolut sehenswert und eindrucksvoll. Das Gelände ist allerdings sehr groß und ich bin nur außen herum gelaufen.

Die Atmosphäre ist ruhig, respektvoll und gleichzeitig sehr beeindruckend. Besonders die großen, aufklappbaren Sonnenschirme im Innenhof prägen das Bild um die Moschee.

An der Prophetenmoschee in Medinah

An der Prophetenmoschee in Medinah

Der Platz vor der Prophetenmoschee

Der Platz vor der Prophetenmoschee

Al-Ula – Mein persönliches Highlight

Al-Ula war für mich der Moment, in dem die Reise wirklich magisch wurde.

Diese Region fühlt sich an wie ein Mix aus Petra, Wüste und Filmkulisse.

Das solltest du dir nicht entgehen lassen:

Altstadt von Al-Ula – Zwischen Geschichte und Stille

Die Altstadt von Al-Ula wirkt fast wie eingefroren in der Zeit. Lehmhäuser, enge Gassen und eine besondere Ruhe machen diesen Ort aus.

Hier geht es weniger um große Sehenswürdigkeiten, sondern um das Gefühl – langsam durch die Gassen zu laufen, Details zu entdecken und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

In der Altstadt von Al-Ula

In der Altstadt von Al-Ula

In der Oase in Al-Ula

In der Oase in Al-Ula

Barbara in der Oase von Al-Ula
Barbara in Al-Ula
Barbara in der Altstadt von Al-Ula

Hegra (Al-Hijr) – Saudi-Arabiens Petra

Hegra ist das erste UNESCO-Welterbe Saudi-Arabiens und erinnert stark an Petra in Jordanien – nur deutlich weniger besucht.

Die in den Fels gehauenen Gräber der Nabatäer stehen mitten in der Wüste und wirken fast surreal. Ein Ort, der Geschichte greifbar macht.

UNESCO Welterbe Hegra

UNESCO Welterbe Hegra

In Hegra
Grab in Hegra

Elephant Rock – Naturwunder in der Wüste

Die Elephant Rock ist eine riesige Felsformation, die – wie der Name schon sagt – wie ein Elefant aussieht.

Am schönsten ist es hier zum Sonnenuntergang: Das Licht wird weich, die Farben intensiver und die Stimmung fast schon magisch. Rund um den Felsen gibt es Sitzmöglichkeiten, sodass du einfach dort bleiben und den Moment genießen kannst. Ich war leider erst sehr spät nach Sonnenuntergang dort, sodass es schon sehr dunkel war.

Am Elephant Rock

Am Elephant Rock

Im Restaurant am Elephant Rock kann man toll den Sonnenuntergang genießen

Im Restaurant am Elephant Rock kann man toll den Sonnenuntergang genießen

Ehrliche Tipps & Learnings aus meiner Saudi-Arabien Rundreise

Rückblickend gibt es ein paar Dinge, die ich aus dieser Reise mitgenommen habe und die ich heute genauso oder bewusst anders machen würde. Genau diese Learnings sind oft das, was bei der Reiseplanung am meisten hilft.

Ich würde mir für Riad auf jeden Fall ausreichend Zeit einplanen. Ich war insgesamt vier Nächte dort und hätte problemlos länger bleiben können. Gerade wenn du – wie ich – zwischendurch arbeitest, ist Riad ein super Ort, um beides zu kombinieren. Tagsüber arbeiten, abends die Stadt erkunden – das funktioniert hier wahnsinnig gut. Die Wege sind zwar weit, aber es gibt genug Highlights, die sich gut auf mehrere Tage verteilen lassen.

Was die Route angeht: Ich bin von Riad nach Jeddah geflogen und von dort mit dem Highspeed Train weiter nach Medinah gefahren. Der Zug ist modern, komfortabel und eine richtig entspannte Art zu reisen – definitiv eine Erfahrung, die ich so wieder machen würde.

Medinah selbst war für mich persönlich kein Highlight der Reise. Die Stadt hat eine große religiöse Bedeutung und eine besondere Atmosphäre, aber als nicht-muslimische Reisende ist das Erlebnis vor Ort eher begrenzt. Für mich war es eher ein kurzer Zwischenstopp als ein Ort, an dem ich länger bleiben würde.

Ganz anders war es in Al-Ula. Das war für mich eines der absoluten Highlights der gesamten Reise. Die Landschaft, die historischen Stätten und die besondere Stimmung dort sind wirklich einzigartig. Ich hatte zwei Nächte eingeplant – und das war definitiv zu wenig. Wenn ich nochmal hinreisen würde, würde ich mir hier mehr Zeit nehmen, um alles in Ruhe zu erleben. Außerdem würde ich wohl empfehlen, diese Gegend mit dem Mietwagen zu erkunden.

Auf der Rundreise durch Saudi-Arabien sieht man natürlich viele Moscheen

Auf der Rundreise durch Saudi-Arabien sieht man natürlich viele Moscheen

Was viele unterschätzen, sind die Distanzen im Land. Saudi-Arabien ist riesig, und selbst Inlandsflüge oder Zugfahrten nehmen Zeit in Anspruch. Eine grobe Planung vorab hilft enorm, um die Route sinnvoll aufzubauen und nicht unnötig Zeit zu verlieren.

Und ganz ehrlich: Saudi-Arabien ist kein Land, das sich sofort erschließt. Vieles ist ungewohnt, manches fühlt sich am Anfang fremd an. Aber genau das macht die Reise am Ende so spannend. Wenn man sich darauf einlässt, bekommt man Einblicke, die man so in kaum einem anderen Land bekommt.

Beste Reisezeit für eine Saudi-Arabien Rundreise

Die Frage nach der besten Reisezeit hängt in Saudi-Arabien vor allem vom Klima ab – und davon, wie viel Hitze du aushalten möchtest. Grundsätzlich gelten die kühleren Monate als ideal, weil viele Aktivitäten draußen stattfinden und die Temperaturen im Sommer extrem werden können.

Eine der besten Zeiten ist etwa von November bis März. In diesen Monaten sind die Temperaturen deutlich angenehmer, oft zwischen 20 und 30 Grad, was perfekt ist für Sightseeing in Städten wie Riad oder Jeddah, aber auch für Ausflüge in die Wüste – zum Beispiel zum Edge of the World oder nach Al-Ula.

Jeddah-Zeichen an der Corniche

Jeddah-Zeichen an der Corniche

Gerade für Orte wie Al-Ula ist die Reisezeit entscheidend. Viele Aktivitäten finden draußen statt, und bei milderen Temperaturen kannst du die Landschaft und historischen Stätten viel intensiver erleben, ohne ständig gegen die Hitze anzukämpfen.

Die Sommermonate von Juni bis September können dagegen sehr herausfordernd sein. In Riad sind Temperaturen von über 40 Grad keine Seltenheit, und auch wenn vieles klimatisiert ist, schränkt die Hitze die Erkundung deutlich ein. Wenn du in dieser Zeit reist, verlagert sich vieles in die Abendstunden.

Ich selbst war zu einer Zeit unterwegs, die klimatisch gut machbar war – und habe genau davon profitiert, dass ich viele Orte entspannt erkunden konnte. Besonders abends und nachts entfalten Städte wie Riad oder Jeddah eine ganz eigene Atmosphäre, wenn es etwas abkühlt und das Leben nach draußen verlagert wird.

Wenn du deine Reise planst, lohnt es sich also, zuerst zu überlegen, was dir wichtiger ist: möglichst angenehme Temperaturen für viel Sightseeing oder mehr Flexibilität bei der Reisezeit, auch wenn es heißer wird. Für die meisten Reisenden ist der Winterhalbjahr-Zeitraum aber definitiv die beste Wahl.

Anreise nach Saudi-Arabien

Die Anreise nach Saudi-Arabien lässt sich unkompliziert planen – sowohl aus Europa als auch, wenn du wie ich bereits unterwegs bist und verschiedene Flüge miteinander kombinierst. Ich bin von Kenia nach Riad, denn der King Khalid International Airport (RUH) ist eines der wichtigsten Drehkreuze des Landes und ein idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise.

Innerhalb des Landes bin ich von Riad nach Jeddah geflogen. Inlandsflüge sind in Saudi-Arabien oft die schnellste und sinnvollste Option, da die Distanzen sehr groß sind und man auf dem Landweg viel Zeit verlieren würde. Ich hatte außerdem Probleme, Busse online zu buchen, sodass ich am Ende keine andere Wahl hatte als den Flieger zu nehmen.

Eine besondere Erfahrung war für mich die Weiterreise von Jeddah nach Medinah mit dem Highspeed Train. Der Zug ist modern, komfortabel und verbindet die wichtigsten Städte im Westen des Landes in kurzer Zeit. Gerade im Vergleich zu Inlandsflügen ist das eine entspannte und gleichzeitig effiziente Alternative.

Highspeed Train Jeddah nach Medinah

Highspeed Train Jeddah nach Medinah

Wenn du deine Anreise planst, lohnt es sich also, verschiedene Optionen zu kombinieren: internationaler Flug nach Riad oder Jeddah, Inlandsflug für längere Strecken und – wenn möglich – der Highspeed Train für einzelne Verbindungen. So lässt sich die Route flexibel und gleichzeitig zeiteffizient gestalten.

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, nach Saudi-Arabien zu reisen. Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind Riad und Jeddah, die beide von vielen Airlines mit einem Umstieg angeflogen werden – zum Beispiel über Doha, Dubai oder Istanbul. Je nach Abflugort gibt es inzwischen auch einzelne Direktverbindungen aus Europa.

Nach der Landung hast du mehrere Optionen, um zu deiner Unterkunft zu kommen:

  • Taxi oder Ride-Apps: Die einfachste Variante, gerade nach einem langen Flug. In Saudi-Arabien funktionieren Apps wie Uber oder Careem sehr zuverlässig und sind weit verbreitet. Dafür solltest du direkt nach der Ankunft eine eSIM oder lokale SIM nutzen.
  • Hotelshuttle oder organisierte Abholung: Gerade bei höherwertigen Unterkünften oder Touren ist ein Transfer oft bereits inkludiert oder lässt sich unkompliziert dazu buchen.

Im Anschluss an meine Saudi-Arabien Rundreise bin ich mit Qatar Airways in der First und Business Class auf die Philippinen geflogen. Gebucht habe ich das über Qatar direkt. Die Punkte kamen von meinen American Express Rewards Points, die Zuzahlung betrug nur 240 Euro und da ich den Zubringerflug nach Doha in der First gebucht hatte, konnte ich den 20-stündigen Layover in Doha in der First Lounge verbringen.

Wenn du dich für Punkte- und Meilensammeln interessierst und so etwas auch erleben möchtest, kann es sich also lohnen, Flüge strategisch zu planen und verschiedene Programme miteinander zu kombinieren.

Barbara in der Qatar First Class
Barbara in der First Class
Schlafen in der Qatar Business Class

Hotels & Unterkünfte in Saudi-Arabien

Die Unterkünfte waren auf dieser Reise insgesamt eher zweckmäßig gewählt – mit einer Ausnahme, die für mich wirklich herausgestochen ist.

In Riad war ich in einem Hostel – und das war tatsächlich eine richtig gute Entscheidung. Gerade weil ich dort mehrere Tage geblieben bin und gearbeitet habe, war der Aufenthaltsraum ein großer Pluspunkt. Viele andere Reisende und Remote Worker haben dort ebenfalls gearbeitet, wodurch eine angenehme, produktive Atmosphäre entstanden ist. Für mich war das die perfekte Kombination aus Unterkunft, Coworking und Austausch.

Das Hostel war folgendes: Sand Inn Hostel City Center*

In Jeddah habe ich in einem Hotel in der Nähe der alten Corniche übernachtet. Die Lage war super, um sowohl die Küste als auch Teile der Stadt gut zu erreichen. Das Hotel selbst war eher durchschnittlich – völlig in Ordnung für ein paar Nächte, aber nichts, was besonders in Erinnerung bleibt.

Das Hotel war folgendes: Sunday Harbour Gateway*

In Medinah habe ich mich für ein Hotel etwas außerhalb der Altstadt entschieden. Auch hier lag der Fokus eher auf Funktionalität als auf Erlebnis. Für den kurzen Aufenthalt hat das gut gepasst, vor allem weil ich die Stadt ohnehin eher als Zwischenstopp gesehen habe.

Das Hotel war folgendes: Dosh Services Apartments*.

In Al-Ula habe ich in einem Apartment etwa zehn Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt gewohnt. Die Unterkunft war praktisch und die Lage wirklich gut, um alles schnell zu erreichen. Gleichzeitig hätte ich mir hier im Nachhinein etwas mehr „Erlebnisfaktor“ gewünscht, weil Al-Ula selbst so eine besondere Atmosphäre hat.

Die Unterkunft war die folgende: Rosa Bella Apartments*

Wenn du in Al-Ula was richtig schönes haben möchtest und bereit bist, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen, würde ich dir das Cloud7* empfehlen.

Wenn ich die Reise nochmal planen würde, würde ich vor allem in Al-Ula gezielter in eine besondere Unterkunft investieren und dort auch mehr Zeit einplanen. In Riad dagegen würde ich jederzeit wieder ein Hostel wählen, wenn man Arbeit und Reisen verbinden möchte.

Grundsätzlich würde ich dir empfehlen, die Unterkünfte nicht nur nach Preis oder Verfügbarkeit auszuwählen, sondern auch danach, was du an dem jeweiligen Ort brauchst. Mal ist es ein funktionales Hotel, mal ein Ort zum Arbeiten – und manchmal lohnt es sich, bewusst etwas Besonderes zu buchen, um die Reise noch intensiver zu erleben.

Saudi-Arabien mit anderen Ländern kombinieren

Wenn du ohnehin eine längere Anreise in den Nahen Osten planst, kann es sich lohnen, Saudi-Arabien mit einem weiteren Reiseziel zu kombinieren. Viele internationale Verbindungen führen über große Drehkreuze in der Region, sodass sich Stopover oder Anschlussreisen relativ unkompliziert einbauen lassen.

Eine naheliegende Kombination sind die Vereinigten Arabischen Emirate, zum Beispiel Dubai oder Abu Dhabi. Hier bekommst du einen spannenden Kontrast zwischen ultramoderner Metropole und der noch deutlich traditionelleren Atmosphäre in Saudi-Arabien. Auch Katar – insbesondere Doha – eignet sich gut für einen Stopover, gerade wenn du ohnehin mit Qatar Airways fliegst.

Wenn du eher Natur oder Inseln suchst, kannst du Saudi-Arabien auch mit Zielen wie Oman kombinieren, das für seine abwechslungsreichen Landschaften bekannt ist, oder mit klassischen Fernreisezielen in Asien, da viele Flugrouten ohnehin über den Orient führen.

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf unseren Reisen nach Thailand hatten wir den Osprey Sojourn 60* und den Transporter 90* dabei.

Osprey Koffer

Osprey Koffer

Mein Hauptrucksack ist seit einiger Zeit der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte für zb. den Pass, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6600*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

Mein Fazit – Saudi-Arabien als Rundreise erleben

Wenn ich heute auf meine Saudi-Arabien Rundreise zurückblicke, fühlt sich das Land für mich wie ein Ort voller Gegensätze an. Riad als moderner, weitläufiger Startpunkt, Jeddah mit seiner entspannten, fast schon maritimen Atmosphäre, Medinah als ruhiger, spirituell geprägter Zwischenstopp und schließlich Al-Ula mit dieser fast surrealen Landschaft, die sich komplett anders anfühlt als alles davor. Genau diese Vielfalt hat die Reise für mich so besonders gemacht.

Was mir an dieser Route besonders gefallen hat, ist die Abwechslung. Du bewegst dich zwischen Großstadt, Geschichte und Natur – und hast immer wieder neue Eindrücke, ohne dass es sich überladen anfühlt. Gleichzeitig gibt es Orte wie Riad oder Jeddah, die sich gut eignen, um zwischendurch einen ruhigeren Rhythmus zu finden oder – wie in meinem Fall – Arbeit und Reisen miteinander zu verbinden.

Al-Ula war für mich ganz klar eines der Highlights der Reise. Es ist einer dieser Orte, bei denen du merkst, dass Saudi-Arabien touristisch noch am Anfang steht – und genau das macht den Reiz aus. Vieles wirkt ursprünglich, nicht überlaufen und gleichzeitig unglaublich beeindruckend.

Medinah hat für mich persönlich weniger stark funktioniert, was aber auch mit der besonderen religiösen Ausrichtung der Stadt zusammenhängt. Als nicht-muslimische Reisende nimmt man hier vieles eher von außen wahr. Trotzdem war es spannend, diesen Einblick zu bekommen und die Reise um diese Perspektive zu erweitern.

Saudi-Arabien ist kein klassisches Reiseziel – und genau das macht es so interessant. Vieles ist anders, manches ungewohnt, und nicht alles ist auf den ersten Blick zugänglich. Aber wenn du offen bist für neue Eindrücke und bereit bist, dich auf ein Land im Wandel einzulassen, dann kann diese Route ein unglaublich spannender Einstieg sein, um Saudi-Arabien kennenzulernen.

Deine Barbara

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Der Galataturm in Istanbul

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ISTANBUL

Burji al Arab hinter Palmen

ORIENT

FOTOSPOTS IN DUBAI

Meine 4 before 40-Liste – Ziele, die ich vor meinem 40. Geburtstag erreichen möchte

Meine 4 before 40-Liste – Ziele, die ich vor meinem 40. Geburtstag erreichen möchte

Meine 4 before 40-Liste – Ziele, die ich vor meinem 40. Geburtstag erreichen möchte

Meine 4 before 40-Liste – Ziele, die ich vor meinem 40. Geburtstag erreichen möchte

Ich habe lange darüber nachgedacht, was meine ganz persönlichen „4 before 40“ sein könnten. Also die vier Dinge, die ich unbedingt noch erreichen möchte, bevor ich 40 werde. Nicht, weil ich irgendjemandem etwas beweisen muss. Sondern weil ich gemerkt habe, wie kraftvoll es ist, sich selbst klare Ziele zu setzen – gerade beim Reisen.

Die vier Dinge, die ich erreichen möchte, sind die folgenden:

Meine „4 before 40“

Es sind keine kleinen Ziele. Aber genau das ist der Punkt.

V

100 Länder bereist haben

V

Alle 7 Weltwunder der Moderne gesehen haben

V

Alle 7 Weltwunder der Natur erlebt haben

V

Alle 7 Kontinente bereist haben

Als ich das aufgeschrieben habe, dachte ich kurz: „Okay… das ist schon ambitioniert.“

Und dann kam direkt danach: „Genau deswegen.“

In meinem 88. Land – Kenia

In meinem 88. Land – Kenia

100 Länder bereisen

Das ist wahrscheinlich das klassischste Ziel auf meiner 4 before 40-Liste – aber für mich trotzdem ein ganz persönliches. Ich wollte eigentlich schon längst bei 100 Ländern sein. Allerdings wurde dann 2018 meine Mutter krank, weswegen ich 2019 kein neues Land erkundet habe, während ich bis dahin bei rund 10 neuen Ländern pro Jahr war. Und als ich gerade bereit war, wieder auf Erkundungstouren zu gehen, fing die Pandemie an.

Aktuell stehe ich daher „nur“ bei 92 Ländern. Es fehlen also noch 8. Dieses Ziel sollte ich aber erreichen können.

Meine nächsten Wunschziele sind unter anderem:

Indien, Bahrain, Kuwait, Südafrika, Mauritius, Seychellen, La Réunion, Fidschi und Ecuador.

Ich merke dabei immer wieder: Es geht nicht darum, einfach nur Länder „abzuhaken“, sondern darum, die Welt wirklich zu erleben – mit all ihren Facetten.

Hier kommt eine Auflistung aller Länder, in denen ich war – in chronologischer Reihenfolge und mit Verlinkungen, falls ich darüber geschrieben habe:

Bis 2002

1 Deutschland

2 Italien

3 Schweiz

4 Liechtenstein

5 Österreich

6 Frankreich

2000-2010

2002

7 Niederlande

 

2004

8 Griechenland

 

2007

9 Vatikanstaat

10 UK

 

2009

11 Spanien

12 Portugal

13 Marokko

 

2010

14 USA

15 Costa Rica

16 Panama

17 Nicaragua

2011-2015

2011
18 Luxemburg
19 Belgien

 

2013
20 Irland
21 Norwegen
22 Zypern

 

2014
23 Brasilien
24 Argentinien
25 Chile

 

2015
26 Bolivien
27 Peru
28 Paraguay
29 Kanada
30 Neuseeland
31 Australien
32 Thailand
33 Kambodscha
34 Sri Lanka

2016-2020

2016
35 Israel
36 Mexiko
37 Guatemala
38 Belize
39 Kolumbien
40 Schweden
41 Finnland
42 Estland
43 Dänemark
44 Barbados
45 St. Lucia
46 Antigua
47 Dominikanische Republik

2017
48 Tschechien
49 Polen
50 Palästina
51 Jordanien
52 Vereinigte Arabische Emirate
53 Indonesien
54 Malaysia
55 Singapur
56 Ungarn
57 Slowakei
58 Rumänien
59 Vietnam
60 China

2018
61 Oman
62 Kroatien
63 Bosnien & Herzegowina
64 Slowenien
65 Japan

2019
66 Malta

2020
67 Laos
68 Myanmar

2021-2025

2021
69 Bulgarien
70 Serbien

2022
71 Türkei
72 Tansania

2023
73 Malediven

2024
74 Montenegro
75 Albanien
76 Andorra
77 San Marino
78 Nordmazedonien
79 Kosovo
80 Tunesien
81 Ägypten

2025
82 Taiwan
83 Qatar
84 Ukraine
85 Monaco
86 Litauen
87 Lettland
88 Kenia
89 Saudi-Arabien
90 Philippinen

2026-2030

2026

91 Brunei

92 Südkorea

Alle 7 Weltwunder der Moderne

Hier bin ich tatsächlich schon ziemlich weit. Von den 7 Weltwundern der Moderne habe ich bisher fünf gesehen.

Z

Kolosseum (Italien)

Z

Machu Picchu (Peru)

Z

Christusstatue (Brasilien)

Z

Chichén Itzá (Mexiko)

Z

Petra (Jordanien)

V

Chinesische Mauer (China)

V

Taj Mahal (Indien)

Und gerade die chinesische Mauer und das Taj Mahal stehen schon lange auf meiner Liste. Aber ich denke, es ist realistisch, dass ich das Ziel, alle 7 Weltwunder zu sehen, rechtzeitig erreiche.

Es ist irgendwie ein besonderes Gefühl, an Orten zu stehen, die man vorher nur aus Büchern oder Bildern kennt – und plötzlich ist man selbst dort.

Barbara Monastery Petra

Barbara Monastery Petra

Hier eine Auflistung meiner Besuche bei den 7 Weltwundern:

Die Weltwunder, die ich besucht habe

2006

Kolosseum

 

2015

Machu Picchu

Christusstatue

 

2016

Chichén Itza

 

2017

Petra

Alle 7 Weltwunder der Natur

Das ist für mich mindestens genauso spannend wie die der Moderne.

Z

Iguazú-Wasserfälle (Argentinien/Brasilien)

Z

Halong-Bucht (Vietnam)

Z

Puerto-Princesa-Untergrundfluss (Philippinen)

Z

Jeju-Insel (Südkorea)

V

Komodo-Inseln (Indonesien)

V

Amazonas-Regenwald (Brasilien, Ecuador)

V

Tafelberg (Südafrika)

Natur hat für mich immer eine ganz andere Tiefe. Eine andere Ruhe. Eine andere Kraft.

Gerade hier geht es für mich nicht nur ums „Sehen“, sondern ums Erleben. Nicht nur, aber auch deswegen wird dieser Punkt auf meiner 4 before 40-Liste schwer zu erreichen.

Halong Bay

In der Halong Bay

Hier eine Auflistung meiner Besuche bei den 7 Naturwundern:

Die Weltwunder, die ich besucht habe

2014

Iguazú

 

2018

Halong-Bucht

 

2025

Puerto Princesa Untergrundfluss

 

2026

Jeju-Insel

Alle 7 Kontinente bereisen

Das ist das Ziel, an dem ich ironischerweise am nächsten dran bin, das aber am unwahrscheinlichsten ist, dass ich es (rechtzeitig) erreiche.

Z

Europa

Z

Asien

Z

Afrika

Z

Nordamerika

Z

Südamerika

Z

Ozeanien

V

Antarktis

Und ja… das ist natürlich kein kleines Ziel.

Aber genau solche Ziele sind es, die mich schon immer angetrieben haben.

So am Rande: Wenn du eine Möglichkeit weißt, wie ich in die Antarktis komme – schreib mir!

Warum ich mir diese Ziele setze

Ich glaube, viele denken bei solchen Listen sofort:

„Das ist doch nur dieses typische Abhaken.“

Aber für mich ist es das Gegenteil.

Diese Ziele geben mir:
– Klarheit
– Richtung
– Motivation

Und vor allem: Vorfreude.

Denn jedes einzelne dieser Ziele steht für Erlebnisse, Begegnungen und Momente, die mein Leben prägen.

Barbara auf dem Machu Picchu

Auf dem Machu Picchu

Mein Fazit zu meiner 4 before 40 Liste

Vielleicht schaffe ich nicht alles bis zu meinem 40. Geburtstag.

Und weißt du was? Das ist okay.

Denn am Ende geht es nicht darum, die Liste perfekt abzuhaken, sondern darum, loszugehen.

Sich selbst Ziele zu setzen, die einen herausfordern, die ein bisschen Respekt machen und die gleichzeitig genau das widerspiegeln, wie man leben möchte.

Und genau das sind meine „4 before 40“.

Deine Barbara

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Umwelt- und Tierschutz in Sumatra mit Project Wings

Umwelt- und Tierschutz in Sumatra mit Project Wings

Umwelt- und Tierschutz in Sumatra mit Project Wings

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Du willst gerne auf deinen Reisen etwas bewirken, in ein nachhaltiges Projekt reinschnuppern und als Freiwilliger zu Umwelt- und Naturschutz beitragen, aber irgendwie scheint alles entweder Symbolpolitik oder ein Vollzeitjob zu sein?

Klar, Müll sammeln am Strand ist eine schöne Sache. Spenden natürlich auch. Aber oft bleibt das Gefühl: Verändert das wirklich etwas?

Auf Sumatra habe ich ein Projekt kennengelernt, das das Ganze ganz anders angeht.

Project Wings zeigt, wie Umwelt- und Naturschutz tatsächlich im Alltag funktionieren können. Und zwar nicht nur als Idee, sondern als System, das für die Menschen vor Ort auch wirtschaftlich Sinn ergibt.

Im Zentrum steht das sogenannte Recycling Village, das laut eigenen Angaben das größte seiner Art weltweit ist. Für mich war das vor allem eins: ein echter Proof of Concept dafür, wie Themen wie Waste Management, Organic Farming, Umweltbildung und Naturschutz zusammenspielen können.

Im Recycling Village
Butterfly Pea
Bei Project Wings

Was ich dort besonders spannend fand: Es geht nicht um einzelne Aktionen, sondern um ein System.

Ein gutes Beispiel dafür sind die EcoBricks. Plastik wird nicht einfach entsorgt, sondern als Wertstoff genutzt, wodurch ein niedrigschwelliger Einstieg in funktionierendes Abfallmanagement entsteht. Gleichzeitig entstehen Einkommensmöglichkeiten für lokale Familien, es gibt Bildungsprogramme und Projekte rund um den Nationalpark.

Das Ziel ist dabei klar: nicht kurzfristig helfen, sondern Strukturen schaffen, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich langfristig tragen.

Ich selbst war im März für eine Woche vor Ort, habe im Volunteer Camp gelebt und die Volunteers im Alltag begleitet. Am Ende habe ich noch ein kleines Interview mit dem Projektleiter Johann und mit Cat, die gerade als Volunteer vor Ort war, für meinen Podcast Proud Nomad Vibes aufgenommen.

Hier kannst du dir die Folge anhören:

Wenn du mehr von Proud Nomad Vibes hören möchtest, schau doch gerne auf den folgenden Plattformen vorbei und folge mir dort!

Der Podcast ist verfügbar bei:

Waste Management

Johann arbeitet seit fünf Jahren bei Project Wings und erklärt, wie und warum Project Wings überhaupt gegründet wurde. Der Grundgedanke war, dass es an grundlegender Abfallwirtschaft fehlt. Indonesien ist dabei kein Randfall, sondern ein globaler Hotspot.

„Indonesien ist der zweitgrößte Plastikmüllproduzent der Welt hinter China, hat aber kein ganzheitliches Abfallwirtschaftssystem.“, erzählt mir Johann von Project Wings im Interview

Hier ist der Punkt, den viele unterschätzen: Wenn Müll nicht abgeholt wird, entsteht kein “Müllproblem”, sondern ein Alltagsproblem. Dann bleibt Menschen oft nur, ihn zu verbrennen oder in Flüsse und Natur zu entsorgen. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil Alternativen fehlen.

Project Wings setzt deshalb auf ein Format, das ohne große Technologie startet und gleichzeitig Anreize schafft.

„Was kann man denn mal als ersten Schritt machen, was irgendwie einfach ist, was jeder machen kann, was keine große Technologie auch braucht und viele Menschen mit ins Boot holt.“ (Johann, Project Wings)

Dazu wurden die EcoBricks geschaffen.

 

Was ist ein EcoBrick?

EcoBricks klingen erstmal banal. Eine Plastikflasche, vollgestopft mit Plastik. Aber die Stärke liegt nicht im Bastelprojekt, sondern im System dahinter: Es ist so simpel, dass es so ziemlich jede Person umsetzen kann. Ohne Maschinen. Ohne Infrastruktur. Ohne “wir bräuchten erstmal”.

Ein EcoBrick ist klar definiert, damit er als “Baustein” funktioniert:

„Eine 1,5 Liter Flasche, die mit mindestens 500 Gramm sauberen und trockenem Plastikmüll gefüllt ist.“ (Johann, Project Wings)

“Sauber und trocken” ist keine Pedanterie, sondern entscheidend, damit nichts schimmelt und die Qualität stimmt.

„Sonst können sich Pilze und ähnliches bilden.“ (Johann, Project Wings)

Und ja, es ist Arbeit. Man muss das Plastik wirklich fest stopfen, um das Gewicht zu erreichen.

„Man muss es wirklich sehr sehr fest reindrücken, sonst kommt man eben nicht auf die fünfhundert Gramm.“ (Johann, Project Wings)

Eine Wand aus Ecobricks

Eine Wand aus Ecobricks

 

Warum das als Community-Ansatz funktioniert

EcoBricks sind bei Project Wings kein moralischer Appell, sondern ein Tauschgeschäft mit echtem Nutzen für Haushalte.

Ich versuche es im Gespräch mit Johann auf den Punkt zu bringen:

„Was ihr denen bezahlt, ist quasi schon das Äquivalent zu einer Mahlzeit.“ (Barbara Riedel, Digitale Nomadin und Host)

Der Eingang der Ecobricks Garage

Der Eingang der Ecobricks Garage

Damit wird aus “Müll” eine Ressource. Und aus “Umweltbildung” eine Handlung, die sich im Alltag lohnt.

Johann ordnet das bewusst ein: EcoBricks sollen nicht so tun, als könnten sie allein das gesamte Müllproblem lösen.

„Das ist auch ganz ehrlich gesagt nicht die Lösung des Müllproblems.“ (Johann, Project Wings)

Der Wert liegt woanders: Menschen werden Teil der Lösung, bekommen direkt etwas zurück, und Plastik landet nicht in der Natur oder im Feuer.

„Es ist ein einfacher niedrigschwelliger Ansatz um die Community mit einzubeziehen, dass sie eben einen ökonomischen Mehrwert davon haben.“ (Johann, Project Wings)

 

“Proof of Concept” statt nur PowerPoint

Viele Nachhaltigkeitsprojekte scheitern nicht an guten Ideen, sondern an fehlendem Vertrauen. Menschen sollen ihr Verhalten ändern, ohne zu sehen, ob es funktioniert. Project Wings hat dafür ein starkes Prinzip: Zeigen, nicht erzählen.

Ich beschreibe das Recycling Village als sichtbaren Beweis, dass die Bausteine zusammenpassen.

„Dass ihr hier einen Ort habt, wo ihr einen Proof of Concept habt, dass ihr zeigt, so hey guckt mal hier so kann man das machen, wenn man das alles umsetzt.“

Johann ergänzt, warum das so entscheidend ist:

„Man kann viel erzählen und Leuten was in der Theorie ansabbeln. Aber da ist einfach nicht das gleiche Vertrauen da, als wenn man es selber erfahren hat.“ (Johann, Project Wings)

Das ist mehr als ein netter Satz. Es ist eine Strategie: Wenn Menschen sehen, dass EcoBricks verbaut werden, dass organischer Anbau funktioniert, dass Kompost hergestellt wird, dann wird Nachhaltigkeit greifbar. Und vor allem: glaubwürdig.

 

Nachhaltig bauen: Rückbaubar statt Sondermüll

Ein Detail zeigt, wie ernst Project Wings den Langfristgedanken nimmt. Beim Bauen geht es nicht nur darum, Plastik “irgendwie” zu verbauen, sondern es später wieder trennen zu können. Johann erklärt den Unterschied zwischen Zement und einem natürlichen Bindemittel (Lehm).

„Bei Zement hast du halt das Problem, dass du eigentlich Sondermüll produzierst.“ (Johann, Project Wings)

Die Alternative ist ein Bauprinzip, das eben keinen weiteren Müll produziert.

„Dann ist das Ganze rückbaubar!“ (Johann, Project Wings)

Warum das wichtig ist: Wenn sich die Infrastruktur in der Region irgendwann verbessert (zum Beispiel durch bessere Recycling- oder Verbrennungstechnologien), kann das Plastik wieder aus den Wänden geholt und weiterverarbeitet werden.

„Wir können unsere gesamten Wänden im Recyclingdorf einfach runter bauen, also zurückbauen und Plastik rausgeben und der steht uns sozusagen trocken sauber und ready zur Verfügung.“ (Johann, Project Wings)

 

Organic Farming als Hebel

Nachhaltigkeit wird oft diskutiert. Vor Ort ist sie häufig eine Überlebensfrage. Johann macht sehr klar, aus welcher Realität viele Menschen in der Region kommen.

„Die Menschen hier leben nicht auf der Selbstverwirklichungsebene. Sie leben auf der Ebene, ihre Grundbedürfnisse zu sichern.“ (Johann, Project Wings)

Das verändert die Reihenfolge: Erst kommt Ernährung, Einkommen, vielleicht Bildung. Dann kommen irgendwann langfristige Umweltziele. Project Wings baut seine Projekte deshalb so, dass ökonomischer und ökologischer Nutzen Hand in Hand gehen.

„Unsere Projekte sind langfristig darauf ausgelegt, dass die Menschen davon einen tatsächlichen Mehrwert haben. In dieser Region ganz besonders einen ökonomischen, der dann mit einem ökologischem Mehrwert verbunden ist.“ (Johann, Project Wings)

 

Der Organic Garden im Recycling Village

 Der Organic Garden im Recycling Village von Project Wings ist weit mehr als ein Garten – er ist gelebter Proof of Concept. Hier wird sichtbar, wie ökologische Landwirtschaft ohne Pestizide funktioniert, wie Kompostkreisläufe aufgebaut werden und wie gesunde Ernährung lokal produziert werden kann.

Gleichzeitig ist der Garten ein Bildungsort: Locals und Volunteers lernen praxisnah, wie nachhaltiger Anbau umgesetzt wird und warum Bodenqualität, Saatgut und Wassermanagement entscheidend sind. Und er schafft ganz konkret Arbeitsplätze für Menschen aus der Region. Damit verbindet der Organic Garden drei Ebenen in einem System: ökologische Wirkung, Education durch Vorleben statt Theorie – und ökonomische Perspektiven für die Community.

Der Organic Garden

Der Organic Garden

 

Frauen-Gruppen, Hintergärten, echte Wirkung

Darüber hinaus arbeitet Project Wings mit Frauengruppen aus drei Dörfern, um das Prinzip des Organic Farming großflächig umzusetzen. Die Zahlen sind konkret:

„Jede Frauengruppe besteht aus zwanzig bis dreißig Frauen. Bei drei Drörfern sind das ca. sechszig Frauen insgesamt und ungefähr dreißig Gärten, da manche Frauen sich einen Garten teilen.“ (Johann, Project Wings)

Der Nutzen startet simpel: weniger Geld für Gemüse auf dem Markt ausgeben. Dann kommt der nächste Schritt: Überschüsse. Diese können verkauft werden, sodass nicht nur genug Nahrungsmittel für den Eigenbedarf sind, sondern die Familien auch noch Geld damit verdienen können.

Das ist der Moment, in dem ein Umweltprojekt in den Alltag “einrastet”. Wenn gesunde Ernährung günstiger wird und sogar Zusatzeinkommen möglich ist, entsteht Stabilität. Und Stabilität macht langfristiges Denken erst möglich.

Ein Garten aus der Women Group

Ein Garten aus der Women Group

 

Wissen multiplizieren, Abhängigkeiten vermeiden

Ein ganzer wichtiger Baustein ist die Bildung. Project Wings will nicht gebraucht werden. Das klingt kontraintuitiv für eine Organisation, ist aber genau der Punkt eines nachhaltigen Community-Ansatzes.

Johann sagt es ganz direkt:

„Der Traum ist irgendwann, dass jeder, den wir mal irgendwie begleitet haben, nicht mehr auf uns angewiesen ist.“ (Johann, Project Wings)

Und die Metapher dazu kam von mir:

„Nicht den Fisch verkaufen, sondern zeigen, wie man fischt.“

Das zeigt sich auch beim Thema Saatgut: Selbst Samen zu verkaufen ist rechtlich eingeschränkt, aber das Wissen, wie man eigene Bio-Samen für den Eigenanbau herstellt, kann weitergegeben werden.

„Wir dürfen ihnen beibringen, wie sie diese Biosamen herstellen und das ist sowieso der Ansatz.“ (Johann, Project Wings)

 

Tierschutz in der Buffer Zone: Konflikte lösen, ohne Tiere zu verletzen

Naturschutz bedeutet in Regionen am Rand von Nationalparks oft: Mensch und Tier konkurrieren um Raum und Nahrung. Cat, Volunteer aus Berlin, beschreibt die Ranger Patrol als Mediation zwischen Farmern und Wildtieren in der sogenannten Buffer Zone.

„Das bedeutet einfach, da trifft das Dorf oder auch so die Farmer auf den Dschungel und auf den Nationalpark.“ (Cat, Volunteer)

Die Konflikte sind real: Ernte wird zerstört, Tiere werden als Bedrohung wahrgenommen. Die Ranger Patrol setzt auf Deeskalation und praktische Lösungen.

„Die gibt eben den Farmern Möglichkeiten an die Hand, die Tiere zu verscheuchen, ohne sie zu verletzen.“ (Cat, Volunteer)

Ein Beispiel sind laute Knallkörper, um Tiere zurück in den Dschungel zu treiben. Besonders stark ist der Ansatz bei Kompensation: Wenn Tiere Früchte klauen, werden Farmer entschädigt, damit sie nicht zur Gewalt greifen. Und selbst bei illegalen Fallen geht es nicht um schnelle Bestrafung, sondern um herauszufinden, warum die Fallen aufgestellt wurden und wie die Ranger unterstützen können.

Das ist Community-Arbeit auf einem Niveau, das viele Organisationen nicht erreichen: Es geht um Beziehungen, Sicherheitsnetze und Lösungen, die Menschen wirklich annehmen können.

Bei der Ranger Patrol mitten im Regenwald

Bei der Ranger Patrol mitten im Regenwald

 

Volunteering bei Project Wings

Viele suchen nach einer sinnvollen Art zu reisen. Ich selbst war nur eine Woche im Volunteer-Camp von Project Wings, aber Cats Erfahrungsbericht liefert einen wichtigen Filter: Sinn entsteht, wenn du nicht nur arbeitest, sondern verstehst, wie das System vor Ort tickt.

Sie beschreibt den Unterschied zwischen Touristsein und echter Nähe:

„Man hat dann ein bisschen in die Lebensweise der Menschen eher reingucken können als nur als Tourist.“ (Cat, Volunteer)

Und sie benennt, was für sie den größten Wert hatte: den Impact nicht nur zu hören, sondern zu sehen.

Wenn du überlegst, selbst als Volunteer zu Project Wings zu kommen, ist ihre Empfehlung unmissverständlich:

„Wenn ihr überlegt und die Möglichkeit habt, tut es!“ (Cat, Volunteer)

Ein praktischer Punkt, der für viele entscheidend ist: Du wirst nicht einfach irgendwo “eingeteilt”, sondern kannst Aktivitäten nach Interesse wählen. Und wer länger bleibt, kann sogar eigene Ideen einbringen, abgestimmt mit dem Team. Das ist wichtig, weil es deine Zeit vor Ort wertvoller macht. Du arbeitest nicht nur ab, du baust Kompetenz auf, die du mitnehmen kannst (auch in Job, Studium oder eigenes Projekt).

 

Was du ab heute anders machen kannst, wenn du wirklich “mit Sinn” reisen willst

1. Suche nach Community-Ansätzen, nicht nach Einmal-Aktionen. Ein Strand-Cleanup ist okay. Ein System wie bei Project Wings verbindet Umweltwirkung mit Alltag und Einkommen.
2. Achte auf “Proof of Concept”. Unterstütze Projekte, die zeigen können, wie ihre Lösung funktioniert, vor Ort, sichtbar, nachvollziehbar.
3. Bewerte Nachhaltigkeit an der Lebensrealität der Menschen. Wenn Grundbedürfnisse unsicher sind, müssen Projekte ökonomisch mitdenken.
4. Wenn du volunteerst, geh, um zu lernen und um einen Beitrag zu leisten, nicht für Selbstdarstellung. Nimm Programme, die Perspektivwechsel ermöglichen und lokale Teams stärken.
5. Frag vor einer Unterstützung nach dem Exit-Plan. Gute Projekte wollen, dass Menschen unabhängig werden.

Wenn du Reisen mit Sinn ernst meinst, dann ist das der Maßstab: Dein Beitrag soll bleiben, auch wenn du längst wieder weitergezogen bist.

 

Volunteer bei Project Wings werden

Als Volunteer bei Project Wings wirst du nicht einfach „eingeteilt“, sondern Teil eines bestehenden Systems, das auf Mitgestaltung setzt. Je nach Interesse kannst du dich zum Beispiel in den Bereichen Waste Management (z. B. EcoBricks, aber auch in der sogenannten Trash Bank, einem Partner von Project Wings), Organic Farming oder Naturschutz in der Buffer Zone einbringen.

Bei der Trash Bank – dem Partner von Project Wings

Bei der Trash Bank – dem Partner von Project Wings

Der Fokus liegt nicht auf kurzfristiger Hilfe, sondern auf Lernen, Austausch und nachhaltigem Beitrag: Du verstehst die lokalen Strukturen, arbeitest mit dem Team vor Ort zusammen und siehst konkret, wie Projekte wirken – ökologisch wie sozial. Besonders wertvoll ist, dass du eigene Fähigkeiten einbringen und bei längeren Aufenthalten sogar eigene kleine Projekte mitentwickeln kannst. So wird Volunteering nicht zum „Helfen von oben“, sondern zu echter Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Du kannst entweder ein oder zwei Wochen bleiben – so wie ich – oder auch mehrere Monate hier verbringen, deine eigenen Miniprojekte umsetzen und so einen ganz besonderen Impact haben.

Mein Fazit zu Project Wings

Project Wings zeigt, wie Umwelt- und Tierschutz gelingen können, während gleichzeitig die lokale Bevölkerung einen Mehrwert erfährt. Der Ansatz funktioniert nicht, weil er moralisch appelliert, sondern weil er realistische Lösungen in bestehende Lebensrealitäten integriert. EcoBricks, Organic Farming und Ranger Patrol sind keine isolierten Aktionen, sondern Bausteine eines Systems, das ökologische Ziele mit ökonomischem Nutzen verbindet.

Ein Orang Utan im Regenwald

Ein Orang Utan im Regenwald

Um unsere wunderschöne Welt mit allem, was sie beherbergt, zu schützen.

Der entscheidende Unterschied liegt im Perspektivwechsel: Nicht „Wie rette ich allein die Welt?“, sondern „Wie kann ein Projekt vor Ort so aufgebaut sein, dass es langfristig ohne mich funktioniert?“ Genau hier setzt Project Wings an – mit niedrigschwelligen Einstiegen, sichtbarem Proof of Concept und dem klaren Ziel, Abhängigkeiten zu vermeiden.

Wenn Nachhaltigkeit bedeuten soll, Strukturen zu stärken statt nur Symptome zu lindern, dann ist dieser Community-Ansatz ein Maßstab. Auch wenn das weder perfekt noch allumfassend ist, ist es konkret, messbar und langfristig gedacht.

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BANGKOK

Kenia Rundreise – 10 Tage zwischen Safari & Strand

Kenia Rundreise – 10 Tage zwischen Safari & Strand

Kenia Rundreise – 10 Tage zwischen Safari & Strand

Kenia Rundreise – 10 Tage zwischen Safari & Strand

Eine Kenia Rundreise wollte ich schon ewig machen. Im November war es dann endlich soweit! Ich habe mir dafür zehn Tage genommen und bewusst weniger gearbeitet als sonst. Nicht, weil ich plötzlich zur Pauschalurlauberin geworden bin – sondern weil Kenia ein Land ist, das ich wirklich erleben wollte, ohne ständig aufs Handy zu schauen bzw. am Laptop zu sitzen. Nairobi als Start, dann die Masai Mara mit zwei Nächten im Zelt mitten in der Natur und danach Mombasa am Meer, wo wir die Reise ruhig ausklingen lassen haben. Eine Route, die sich perfekt anfühlt, wenn man Safari, Abenteuer und ein paar Tage Strand miteinander verbinden möchte, ohne dass es sich wie ein durchgetakteter Marathon anfühlt. Die Reise habe ich übrigens mit Steffi von ReiseLife gemacht.

Kenia-Rundreise im Überblick

Unsere Kenia Rundreise haben wir bewusst so aufgebaut, dass sie in relativ kurzer Zeit einen guten Mix aus Stadt, Safari und Küste bietet. Wenn du wie wir zum ersten Mal nach Kenia reist oder nur begrenzt Zeit hast, ist genau diese Kombination ein sehr stimmiger Einstieg.

Route: Nairobi – Masai Mara – Mombasa
Dauer: 10 Tage
Reiseart: Individualreise mit organisierter Safari
Unterwegs mit: Flugzeug, Jeep-Safari und Zugfahrt quer durchs Land*

Der Startpunkt war Nairobi, wo wir nach der Ankunft erst einmal in Ruhe angekommen sind. Von dort ging es mit einem Offroad-Jeep für drei Tage in die Masai Mara, inklusive zwei Übernachtungen in einem Zeltcamp mitten in der Natur. Nach der Rückkehr nach Nairobi sind wir mit dem Zug weiter nach Mombasa gefahren und haben dort vier Nächte verbracht – mit Strand, etwas Remote-Arbeit und viel Zeit zum Durchatmen.

Zebras in der Masai Mara
Küste in Mombasa
Bunte Tür in der Altstadt von Mombasa

Die Route

Auf dieser Reise habe ich eine ganz klassische Touristenroute eingeschlagen. Here we go:

 

Nairobi

Nairobi war für mich in erster Linie ein Startpunkt – eine Stadt, die man nicht unbedingt wegen ihrer Sehenswürdigkeiten bereist, sondern weil hier viele Reisen durch Kenia beginnen. Nach der Landung merkt man schnell, dass Nairobi eine ganz eigene Energie hat: laut, lebendig, manchmal chaotisch, und gleichzeitig voller Kontraste zwischen modernen Vierteln und ganz einfachen Straßen.

Ich fand Nairobi spannend, aber es war kein Ort, an dem ich unbedingt lange bleiben wollte. Vielleicht lag es daran, dass ich wusste, was noch vor uns lag – die Masai Mara war für mich der eigentliche Höhepunkt der Reise. Trotzdem lohnt es sich, sich ein wenig Zeit zu nehmen, um anzukommen, sich an die Atmosphäre zu gewöhnen und nicht direkt weiterzureisen.

Wir haben die erste Nacht in einem Hotel verbracht, bevor wir am nächsten Morgen früh von einem Offroad-Jeep abgeholt wurden. Der Moment, wenn das Fahrzeug vorfährt und man weiss, dass es jetzt wirklich losgeht Richtung Safari, hat sich fast ein bisschen surreal angefühlt. Plötzlich verlässt man die Großstadt, der Verkehr wird weniger, die Landschaft weiter – und mit jedem Kilometer verändert sich das Gefühl von „Reise“ zu „Abenteuer“.

Barbara auf dem Rooftop in Nairobi

Barbara auf dem Rooftop in Nairobi

Wenn du deine Route ähnlich planst, würde ich Nairobi eher als kurzen Zwischenstopp sehen: genug Zeit, um anzukommen und dich zu orientieren, aber den Fokus klar auf die Naturerlebnisse legen, die danach folgen.

Masai Mara

Die Fahrt von Nairobi in die Masai Mara war schon ein Erlebnis für sich. Je weiter wir die Stadt hinter uns gelassen haben, desto weiter wurde die Landschaft, die Straßen holpriger und die Farben intensiver. Einen ersten Stopp machten wir am Great Rift Valley, was ein schöner erster Fotospot ist. Hier gibt es auch einen Souvenirshop. Wenn du noch einen Sonnenhut brauchst, bekommst du den theoretisch hier. Allerdings kostet er hier fast zehnmal so viel wie bei den Straßenverkäufern beim nächsten Stopp.

Barbara am Great Rift Valley

Barbara am Great Rift Valley

 

Einige Stunden später sahen wir auch schon die ersten Tiere, Zebras und Giraffen. Das war eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Von da an suchten meine Augen immer die Landschaft ab. Man weiß nie, was sich im Gras verbrigt.

Nach sieben langen Stunden kamen wir endlich an: Unsere Unterkunft bestand aus einem Zeltcamp, wobei „Zelt“ eigentlich das falsche Wort ist. Es war eher Glamping als Camping: ein festes Bett, ein eigenes Bad und trotzdem das Gefühl, mitten in der Natur zu sein. Morgens aufzuwachen und zuerst die Geräusche der Tiere zu hören, bevor man überhaupt die Augen richtig geöffnet hat, war etwas ganz Besonderes.

Zelt in der Masai Mara

Zelt in der Masai Mara

Bett im Zelt in der Masai Mara

Bett im Zelt in der Masai Mara

Die Game Drives, wie man die Pirschfahrten auf Englisch nennt, waren natürlich das Herzstück dieser Tage. Ich habe zwar nicht alle Big Five gesehen – Nashörner und Leoparden haben sich bei uns leider nicht blicken lassen – aber dafür Momente erlebt, die ich nie vergessen werde. Ein Gepard, der eine Gazelle verspeiste. Elefantenherden, darunter ein Baby, das laut unserem Guide gerade einmal eine Woche alt war. Und eine Giraffe mit einem winzigen Jungtier, das noch etwas wackelig auf den Beinen stand und wohl erst ein bis zwei Tage zuvor geboren war.

Die Big Five sind übrigens Löwe, Leopard, Elefant, Büffel, Nashorn

Löwe ruht im hohen Gras.

Löwe in der Masai Mara

Nicht alle Eindrücke waren leicht. Einmal haben wir beobachtet, wie ein Zebra-Baby von großen Aasvögeln angegriffen wurde – vermutlich Marabus, die man auch zu den sogenannten „Ugly Five“ zählt. Das war ein Moment, der gezeigt hat, wie roh und ehrlich Natur sein kann. Safari bedeutet eben nicht nur schöne Postkartenmotive, sondern auch, dass man das Leben so sieht, wie es wirklich ist.

Die Ugly Five sind übrigens Gnu, Warzenschwein (armer Pumba!), Geier, Hyäne, Marabou-Storch

Zwei der Ugly Five: Marabous und Geier

Zwei der Ugly Five: Marabous und Geier

Genau diese Mischung aus Schönheit und Realität hat die Masai Mara für mich so intensiv gemacht. Jeder Tag begann früh, oft noch vor Sonnenaufgang, und trotzdem hatte ich nie das Gefühl von Stress. Dafür war mein Herz zu sehr gefüllt mit Staunen … Darüber, wie nah man den Tieren kommt und wie klein man sich gleichzeitig in dieser Landschaft fühlt.

Ein Löwe in der Masai Mara
Essen im The Well
Strauß in der Masai Mara

Die Safari habe ich übrigens über Get Your Guide gebucht und war sehr zufrieden damit. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Mit dem Zug von Nairobi nach Mombasa

Nach den intensiven Tagen in der Masai Mara ging es für uns zurück nach Nairobi und von dort am nächsten Morgen weiter Richtung Küste. Statt zu fliegen haben wir uns bewusst für den Zug nach Mombasa* entschieden, weil wir das Land auch unterwegs erleben wollten. Rückblickend war genau diese Zugfahrt ein unerwartetes Highlight der Reise.

Nairobi Terminus

Nairobi Terminus


Kenia Rundreise Zugfahrt Nairobi Mombasa

Kenia Rundreise Zugfahrt Nairobi Mombasa

Der Zug verbindet Nairobi und Mombasa in wenigen Stunden und gilt als eine der bequemsten Möglichkeiten, quer durchs Land zu reisen. Es gibt verschiedene Klassen, die sich vor allem im Sitzkomfort unterscheiden. Wir haben die mittlere Kategorie, die First Class, gebucht. Dort sind die Sitze breiter und die Bestuhlung ist deutlich angenehmer als in der Economy Class, wo man enger sitzt. Die teuerste Klasse erinnert eher an eine Business-Class im Flugzeug und heißt Premium Class. Die First Class war für uns ein sehr guter Kompromiss aus Komfort und Preis.

Barbara im Zug von Nairobi nach Mombasa

Barbara im Zug von Nairobi nach Mombasa

Während der Fahrt verändert sich die Landschaft ständig: weite Ebenen, kleine Dörfer, manchmal Tiere in der Ferne. Gerade nach einer Safari ist es spannend, Kenia einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen – nicht im Jeep auf staubigen Wegen, sondern entspannt im Zug mit Blick aus dem Fenster. Für mich war das ein schöner Übergang vom Abenteuer der letzten Tage hin zu dem ruhigeren Teil der Reise an der Küste.

Wenn du deine Kenia Rundreise planst, kann ich die Zugfahrt von Nairobi nach Mombasa wirklich empfehlen. Sie nimmt etwas Tempo aus der Reise, fühlt sich gleichzeitig authentisch an und verbindet die beiden völlig unterschiedlichen Welten von Nairobi und Mombasa auf eine sehr besondere Art.

Mombasa

Nach der Ankunft in Mombasa hat sich die Stimmung der Reise spürbar verändert. Während die Masai Mara voller Bewegung, früher Morgenstunden und intensiver Eindrücke war, ging es hier deutlich ruhiger zu. Wir haben nicht direkt auf der Insel selbst gewohnt, sondern ein Stück nördlich davon, in einer Gegend, in der auch viele wohlhabendere Locals leben. Unser Guesthouse lag etwa fünfzehn Minuten zu Fuß vom Meer entfernt – ruhig, angenehm und genau richtig, um nach der Safari erst einmal anzukommen.

Mombasa hat mir überraschend gut gefallen. Die Mischung aus tropischem Klima, Meer und entspannter Atmosphäre war ein schöner Kontrast zu den vorherigen Tagen. Wir haben viel Zeit damit verbracht, einfach spazieren zu gehen, kleine Restaurants auszuprobieren und das Gefühl zu genießen, dass die Reise jetzt langsamer wird.

Kreuzung in Mombasa

Kreuzung in Mombasa

Barbara in Mombasa

Barbara in Mombasa

Ein besonderes Highlight war ein Day Pass in einem Hotel, bei dem wir gefrühstückt haben und anschließend den Pool- und Loungebereich nutzen konnten. Dort habe ich auch ein wenig gearbeitet – allerdings deutlich weniger als sonst auf meinen Reisen. Für mich war Kenia eher eine Reise zum Erleben als zum Durcharbeiten, aber genau solche Orte eignen sich gut, wenn man eine Rundreise mit einer kurzen Workation verbinden möchte. Stabiles WLAN, entspannte Umgebung und trotzdem das Meer direkt in der Nähe – das hat überraschend gut funktioniert.

Wenn du die Route deiner Kenia Rundreise ähnlich planst, lohnt es sich meiner Meinung nach, den letzten Teil bewusst ruhiger zu gestalten. Nach den intensiven Safaritagen ist die Küste ein idealer Ort, um alles ein bisschen sacken zu lassen, bevor es wieder zurückgeht.

Die berühmten Stoßzähne von Mombasa

Die berühmten Stoßzähne von Mombasa

In der Altstadt von Mombasa
In Mombasa

Zurück nach Nairobi

Nach vier Nächten an der Küste ging es für uns schließlich wieder mit dem Zug zurück nach Nairobi. Die Rückfahrt fühlte sich ganz anders an als die Hinfahrt: ruhiger, ein bisschen nachdenklicher, fast so, als würde man die Reise innerlich noch einmal Revue passieren lassen. Nach all den Eindrücken aus der Masai Mara und den entspannten Tagen am Meer war es schön, die Landschaft noch einmal langsam vorbeiziehen zu sehen. Und dann kam noch ein Highlight: Wir haben tatsächlich kurz vor unserer Ankunft in der Hauptstadt noch Nashörner im Nairobi Nationalpark gesehen, durch den man quasi durchfährt.

Unser letzter Tag in Kenia stand dann ganz im Zeichen eines entspannten Abschlusses. Wir haben das Giraffe Center besucht, etwas außerhalb von Nairobi – ein Ort, der uns wirklich überrascht hat. Dort kann man den Rothschild-Giraffen sehr nah kommen, sie füttern und gleichzeitig mehr über den Schutz dieser Tiere erfahren. Nach den Begegnungen in der freien Wildbahn war es eine ganz andere, ruhigere Art, Giraffen zu erleben, und ein schöner letzter Moment, bevor die Reise zu Ende ging. Für mich war das Giraffe Center ein unerwartet emotionaler Abschluss, der die Reise auf eine sehr besondere Weise abgerundet hat.

Im Giraffe Center in Nairobi

Im Giraffe Center in Nairobi

Giraffe zwischen den Bäumen
Giraffe am Boardwalk im Giraffe Center

Workation-Potenzial

Auch wenn ich mir bei dieser Reise bewusst mehr Zeit zum Erleben genommen habe und weniger gearbeitet habe als sonst, habe ich schnell gemerkt, dass sich Kenia durchaus mit einer Workation kombinieren lässt – vor allem im Küstenbereich rund um Mombasa.

Gerade nach einer intensiven Rundreise kann es sehr angenehm sein, nicht direkt wieder abzureisen, sondern noch ein oder zwei Wochen an einem festen Ort zu bleiben. In unserem Fall haben wir das schon ein wenig getestet: Das Guesthouse, in dem wir gewohnt haben, war ruhig genug zum Arbeiten, und mit Day Passes in Hotels lassen sich unkompliziert Orte finden, an denen man gutes WLAN, angenehme Arbeitsplätze und gleichzeitig ein bisschen Urlaubsgefühl hat.

Barbara am Macbook in Kenia

Barbara am Macbook in Kenia

Wenn du also darüber nachdenkst, eine Kenia Rundreise nicht nur als klassischen Urlaub zu sehen, sondern als Kombination aus Abenteuer und Remote-Life, lässt sich das gut umsetzen. Besonders die Küstenregion bietet sich dafür an, weil man hier schneller in einen ruhigeren Rhythmus kommt als während der Safaritouren im Landesinneren. Statt jeden Tag weiterzureisen, kann man sich bewusst Zeit nehmen, länger an einem Ort zu bleiben – sei es in einem Guesthouse, einem Co-Living oder einer Unterkunft, die sich für längere Aufenthalte eignet.

Genau diese Mischung aus intensiver Rundreise und anschließendem „Ankommen“ an einem Ort kann eine Reise nicht nur entspannter machen, sondern auch nachhaltiger. Für mich ist das eine Art zu reisen, die sich natürlicher anfühlt als ein reiner Urlaub oder eine reine Workation – irgendwo dazwischen.

Ehrliche Tipps & Learnings aus meiner Kenia-Rundreise

Rückblickend gibt es ein paar Dinge, die ich aus dieser Reise mitgenommen habe und die ich heute genauso oder bewusst anders machen würde. Genau diese Learnings sind oft das, was bei der Planung am meisten hilft.

Ich würde mir für Nairobi weiterhin nicht zu viel Zeit einplanen. Als Start- und Endpunkt ist die Stadt völlig in Ordnung, vor allem wegen der guten Anbindung und Orte wie dem Giraffe Center. Für einen längeren Aufenthalt hat sie mich persönlich aber nicht genug abgeholt.

Für die Safari würde ich immer wieder eine organisierte Tour wählen. Selbst zu fahren würde dem Erlebnis für mich viel nehmen. Die Guides kennen die Gegend, wissen, wo Tiere gesichtet wurden, und erklären unglaublich viel unterwegs. Gerade bei einer ersten Safari macht das einen riesigen Unterschied.

Was viele unterschätzen, ist die Intensität der Eindrücke in der Masai Mara. Früh aufstehen, lange Game Drives, viele Erlebnisse in kurzer Zeit – das ist wunderschön, aber auch anstrengend. Genau deshalb fand ich die Kombination mit mehreren Tagen am Meer danach so perfekt.

Nyali Beach

Nyali Beach

Und ganz ehrlich: Nicht jede Safari ist ein „Big Five Bingo“. Dass wir keine Leoparden oder Nashörner gesehen haben, hat die Reise für mich nicht weniger besonders gemacht. Im Gegenteil. Die Begegnungen mit dem Geparden, den Elefanten und den Jungtieren waren emotional so stark, dass ich keinen Moment das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben.

 

Weitere mögliche Stops für eine Kenia-Rundreise

Auch wenn meine eigene Route aus Nairobi, der Masai Mara und Mombasa bestand, lässt sich eine Kenia-Rundreise problemlos erweitern. Ein sehr beliebter zusätzlicher Stopp ist zum Beispiel der Tsavo Nationalpark, der sich gut zwischen Nairobi und der Küste einbauen lässt. Dort kann man noch einmal ganz andere Landschaften erleben und die Safari-Erfahrung vertiefen, ohne den Fokus komplett zu verschieben.

Je nach verfügbarer Zeit und Interesse lassen sich solche Add-ons gut in eine individuelle Planung integrieren. Für mich war die kürzere Route genau richtig, aber wenn du mehr Zeit hast, lohnt es sich definitiv, über zusätzliche Stationen nachzudenken.

 

Diese Route auf Barbaralicious-Art erleben

Nach meiner Kenia Rundreise haben mich immer wieder Fragen erreicht, ob man diese Route ähnlich planen und erleben kann. Genau deshalb ist es mir wichtig, meine Erfahrungen nicht nur zu teilen, sondern sie auch zugänglich zu machen.

Die Kenia Rundreise, wie ich sie gemacht habe, lässt sich individuell planen – mit Safari, Zugfahrten, Küste und der Möglichkeit, die Reise bei Bedarf mit einer Workation zu kombinieren. Die Organisation der Rundreise selbst erfolgt über einen erfahrenen Reiseanbieter, während ich meine persönlichen Erfahrungen, Routenvorschläge und Ideen für eine mögliche Verlängerung einbringe.

Wenn du Lust hast, Kenia Rundreise auf eine ähnliche Weise zu erleben – mit Raum für Abenteuer, Erholung und eigener Gestaltung – kannst du dich gern bei mir melden. Ich stelle dann den Kontakt her und helfe dir dabei, die Reise so zusammenzustellen, dass sie zu deinem Reisestil passt.

Beste Reisezeit für eine Kenia Rundreise

Die Frage nach der besten Reisezeit hängt in Kenia stark davon ab, was du erleben möchtest. Grundsätzlich gelten die trockeneren Monate als ideal für Safaris, weil die Tiere sich häufiger an Wasserstellen aufhalten und die Vegetation niedriger ist – dadurch sind Sichtungen oft einfacher.

Eine der besten Zeiten ist etwa von Juli bis September, wenn in der Masai Mara die Great Migration stattfindet. Dann ziehen riesige Gnu- und Zebraherden durch die Savanne, was für viele Reisende ein absolutes Highlight ist. Wenn du besonders viele Tierbeobachtungen machen möchtest, kann dieser Zeitraum sehr spannend sein.

Januar bis März gilt außerdem als gute Phase, wenn du mit etwas Glück viele Jungtiere sehen möchtest, vor allem Löwenbabys. Genau das macht Safaris zu dieser Zeit besonders emotional, weil die Natur voller Bewegung ist.

Baby Giraffe

Baby Giraffe, etwa eine Woche alt

Ich selbst war zu einer Zeit unterwegs, die nicht als klassische Hauptsaison gilt – und trotzdem war die Erfahrung intensiv und beeindruckend. Für mich hat sich gezeigt: Kenia funktioniert nicht nur zu „perfekten“ Reisezeiten. Jede Saison hat ihre eigene Stimmung, und oft sind weniger überlaufene Monate sogar angenehmer, wenn du die Landschaft ruhiger erleben möchtest.

Wenn du deine Reise planst, lohnt es sich also, zuerst zu überlegen, was dir wichtiger ist: spektakuläre Tierwanderungen, viele Jungtiere oder eine etwas entspanntere Atmosphäre mit weniger Trubel. Genau danach würde ich die Reisezeit auswählen.

Anreise nach Kenia

Die Anreise nach Kenia lässt sich gut planen – sowohl aus Europa als auch, wenn du wie ich bereits länger unterwegs bist und verschiedene Flüge miteinander kombinierst. Mein Startpunkt war Nairobi, denn der Jomo Kenyatta International Airport (NBO) ist das wichtigste Drehkreuz des Landes und ideal, um eine Rundreise zu beginnen.

Ich bin mit Ethiopian Air geflogen, einer Airline der Star Alliance. Den Flug habe ich komplett über Miles & More Punkte als Award Flight in der Business Class gebucht. Gerade für eine längere Strecke nach Ostafrika lohnt es sich meiner Erfahrung nach, Meilen zu sammeln, weil der Komfortunterschied enorm ist und man deutlich entspannter ankommt – was sich vor allem bei einer Reise mit frühen Safaristarts auszahlt.

Nach Kenia ging es für mich später weiter nach Riad, ebenfalls in der Business Class. Diesen Flug habe ich über Rewards Points von American Express gebucht. Genau solche Kombinationen aus verschiedenen Bonusprogrammen nutze ich gern, um lange Strecken komfortabler zu gestalten, ohne den regulären Ticketpreis zahlen zu müssen. Wenn du dich für Punkte- und Meilensammeln interessierst, kann es sich also lohnen, Flüge strategisch zu planen und verschiedene Programme miteinander zu kombinieren.

Barbara in der Ethiopian Air Business Class
In der Business Class
Essen in der Business Class von Ethiopian Air

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, nach Nairobi zu reisen. Viele internationale Airlines fliegen die Stadt mit einem Umstieg an, zum Beispiel über Addis Abeba, Doha, Dubai oder Istanbul. Direktflüge aus Europa sind ebenfalls verfügbar, je nachdem, von wo du startest.

Nach der Landung hast du mehrere Optionen, um zu deiner Unterkunft zu kommen:

  • Taxi oder Uber: Die einfachste Variante, gerade nach einem langen Flug. Die Fahrzeit ins Zentrum hängt stark vom Verkehr ab. Für die Nutzung von Uber solltest du eine lokale Simkarte oder eine eSIM organisieren.
  • Privater Transfer: Viele Hotels oder Guesthouses bieten einen Abholservice an, was besonders nach einer späten Ankunft angenehm ist.
  • Organisierte Abholung: Wenn du wie ich eine Safari planst, kannst du dich direkt von deinem Anbieter am Flughafen abholen lassen und musst dich um nichts kümmern.

Wenn deine Kenia Rundreise ähnlich aufgebaut ist wie meine, lohnt es sich, Nairobi vor allem als praktischen Start- und Endpunkt zu sehen. Von hier aus erreichst du sowohl die Nationalparks als auch die Küste problemlos – und kannst die Anreise entspannt beginnen, bevor das eigentliche Abenteuer startet.

Hotels & Unterkünfte in Kenia

Die Unterkünfte waren ein wichtiger Teil dieser Reise, weil sie jeweils ganz unterschiedliche Facetten von Kenia widerspiegeln. Vom Stadthotel in Nairobi über ein Zeltcamp in der Masai Mara bis hin zu einem ruhigen Guesthouse nahe der Küste – genau diese Mischung hat für mich den Reiz der Kenia Rundreise ausgemacht.

In Nairobi haben wir uns bewusst für Hotels entschieden, das vor allem praktisch gelegen waren, da wir dort nur jeweils eine Nacht vor und nach der Safari sowie am Ende vor der Abreise verbracht haben. Vor allem kann ich das Woodmeere Hotel* empfehlen.

Unterkunft in Nairobi

Unterkunft in Nairobi

In der Masai Mara war das Zeltcamp eines der Highlights. Auch wenn man „Zelt“ hört, darf man sich das nicht wie klassisches Camping vorstellen. Es war eher Glamping: ein richtiges Bett, ein eigenes Bad und gleichzeitig das Gefühl, mitten in der Natur zu sein. Abends die Geräusche der Savanne zu hören und morgens mit Blick ins Grüne aufzuwachen, war für mich eine der intensivsten Erfahrungen der ganzen Reise. Gerade bei Safaris lohnt es sich meiner Meinung nach, in ein gutes Camp zu investieren, weil die Unterkunft ein großer Teil des Erlebnisses ist.

An der Küste bei Mombasa haben wir ein kleines Guesthouse gewählt, das etwa fünfzehn Minuten zu Fuß vom Meer entfernt lag. Diese Art von Unterkunft hat gut zu unserem Reisestil gepasst: persönlicher, ruhiger und ideal, um nach den intensiven Safaritagen runterzukommen. Gleichzeitig haben wir uns bewusst auch einen Day Pass in einem Hotel gegönnt, um dort zu frühstücken, zu arbeiten und den Poolbereich zu nutzen. Diese Mischung aus Guesthouse und gelegentlichen Hotelaufenthalten fand ich perfekt, wenn man sowohl authentisch reisen als auch zwischendurch ein bisschen Komfort genießen möchte.

Wenn du deine eigene Rundreise planst, würde ich empfehlen, die Unterkünfte nicht alle gleich zu wählen, sondern sie an die jeweilige Station anzupassen. In Nairobi eher praktisch, in der Masai Mara erlebnisorientiert und an der Küste entspannt – genau diese Abwechslung hat die Reise für mich besonders stimmig gemacht.

Kenia mit anderen Ländern kombinieren

Wenn du ohnehin eine längere Anreise nach Ostafrika planst, kann es sich lohnen, Kenia mit einem weiteren Reiseziel zu kombinieren. Viele internationale Verbindungen führen über Drehkreuze im Nahen Osten oder in Ostafrika, sodass sich Stopover oder Anschlussreisen relativ unkompliziert einbauen lassen.

Eine naheliegende Kombination ist zum Beispiel Tansania – vor allem, wenn du noch mehr Safari erleben möchtest oder Orte wie die Serengeti oder Sansibar auf deiner Liste stehen. Auch Uganda ist für Reisende interessant, die sich zusätzlich für Gorilla-Trekking oder eine andere Landschaftsperspektive interessieren. Wenn du eher einen Kontrast suchst, kannst du Kenia auch gut mit einem Stopover in einer modernen Metropole verbinden, etwa in Doha, Dubai oder Riad, je nachdem, über welchen Hub du fliegst.

Sonnenaufgang im Sansibar-Urlaub

Sonnenaufgang im Sansibar-Urlaub

Für mich persönlich spielen bei solchen Kombinationen oft auch Punkte- und Meilenstrategien eine Rolle. Viele Flugverbindungen lassen sich so planen, dass du nicht nur komfortabel reist, sondern gleichzeitig mehrere Ziele in einer Reise verbindest – ohne dass es sich wie ein zusätzlicher Stressfaktor anfühlt. Gerade wenn du ohnehin länger unterwegs bist oder eine Rundreise mit einer Workation kombinieren möchtest, kann eine solche Multi-Stop-Route eine spannende Möglichkeit sein, noch mehr aus der Reise herauszuholen.

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf unseren Reisen nach Thailand hatten wir den Osprey Sojourn 60* und den Transporter 90* dabei.

Osprey Koffer

Osprey Koffer

Mein Hauptrucksack ist seit einiger Zeit der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte für zb. den Pass, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6600*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

Mein Fazit – Kenia als Rundreise erleben

Wenn ich heute an diese zehn Tage unserer Kenia Rundreise zurückdenke, fühlt sich Kenia für mich wie eine Reise voller Kontraste an. Nairobi als lebendiger Startpunkt, die Masai Mara mit ihrer wilden, manchmal rauen Schönheit und schließlich Mombasa mit diesem entspannten Küstengefühl, das alles wieder ein bisschen erdet. Genau diese Mischung hat die Reise für mich so besonders gemacht.

Was mir an dieser Route besonders gefallen hat, ist die Balance. Du hast intensive Momente auf Safari, in denen jeder Tag neue Eindrücke bringt – und gleichzeitig genug Zeit, um am Ende wieder runterzukommen. Für mich war das die perfekte Art, Kenia kennenzulernen, ohne das Gefühl zu haben, ständig weiterziehen zu müssen.

Auch wenn ich auf dieser Reise weniger gearbeitet habe als sonst, habe ich gemerkt, wie gut sich eine solche Rundreise mit einer längeren Auszeit oder einer Workation verbinden lässt. Gerade die Tage an der Küste bieten Raum, die Erlebnisse zu verarbeiten und gleichzeitig wieder langsam in einen eigenen Rhythmus zu finden.

Kenia ist kein Reiseziel, das sich wie ein klassischer Strandurlaub anfühlt. Es ist intensiver, manchmal auch emotionaler – aber genau das macht den Reiz aus. Wenn du offen bist für Natur, Begegnungen und eine Reise, die nicht nur aus perfekten Postkartenmomenten besteht, dann kann diese Route ein unglaublich schöner Einstieg sein, um das Land kennenzulernen.

Deine Barbara

PS: Alle mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate Links!

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Die besten Cafés & Work-Spots in Kuta, Lombok

Die besten Cafés & Work-Spots in Kuta, Lombok

Die besten Cafés & Work-Spots in Kuta, Lombok

Die besten Cafés & Work-Spots in Kuta, Lombok

Kuta, Lombok, ist vor allem für seine Surfspots, traumhaften Strände und spektakulären Sonnenuntergänge bekannt – doch die kleine Stadt im Süden Lomboks entwickelt sich zunehmend auch zu einem spannenden Ort für digitale Nomaden. Neben Yoga-Studios, Fitnessstudios und einer entspannten Community gibt es mittlerweile auch eine wachsende Auswahl an Cafés und Coworking-Spaces, die sich perfekt zum Arbeiten eignen.

Von stylischen Cafés mit stabilem WLAN über ruhige Work-Spots mit Klimaanlage bis hin zu Orten mit atemberaubendem Ausblick über ganz Kuta. Hier findest du deutlich mehr als nur guten Kaffee. Egal, ob du konzentriert arbeiten, dich mit anderen Nomaden vernetzen oder einfach eine inspirierende Umgebung genießen möchtest: Kuta bietet für unterschiedliche Work-Styles passende Locations.

Avocado Brot und Kokosnuss im Ashtari

Avocado Brot und Kokosnuss im Ashtari

In diesem Blogpost zeige ich dir meine persönlichen Lieblingsorte zum Arbeiten als digitaler Nomade in Kuta in Lombok, inklusive Cafés, Coworking-Spaces und besonderen Locations mit Wow-Faktor. Bereit für eine kleine Work-&-Coffee-Entdeckungsreise? Dann lies weiter!

Mana

Mana ist für mich ganz klar einer der besten Orte zum Arbeiten für digitale Nomaden in Kuta – wenn nicht sogar der beste. Vor allem wegen des stabilen und schnellen WLANs, das ich hier über Wochen hinweg als extrem zuverlässig erlebt habe. Gerade in Kuta, wo gutes Internet nicht überall selbstverständlich ist, ist das ein echter Pluspunkt.

Dazu kommt: Mana ist einfach eine wunderschöne, offene und sehr inspirierende Location. Viel Holz, viel Grün, eine angenehme Atmosphäre und genug Platz, um auch länger sitzen zu bleiben. Egal ob du konzentriert arbeiten möchtest oder zwischendurch eine kreative Pause brauchst … Hier fühlt sich beides natürlich an.

Auch das Essen ist richtig gut: von Frühstück über Bowls bis hin zu warmen Gerichten ist alles dabei. Perfekt also, um direkt mehrere Stunden zu bleiben, ohne zwischendurch den Spot wechseln zu müssen. Ich habe tatsächlich einmal 10 Stunden dort gesessen …

Was Mana für mich zusätzlich besonders macht, sind die Mitarbeiter. Sie sind super freundlich, aufmerksam und merken sich sogar deinen Namen. Das sorgt für eine persönliche, fast schon familiäre Stimmung, die man als digitaler Nomade unterwegs sehr zu schätzen weiß.

Wenn du in Kuta nur einen einzigen Ort zum Arbeiten ausprobieren möchtest, dann würde ich dir Mana empfehlen.

Barbara im Mana
Smoothie Bowl im Mana
Yogaraum im Mana

Loka

Loka ist ein beliebter Spot für Frühstück, Lunch und gesunde Bowls – und grundsätzlich auch ein Ort, an dem man gut arbeiten kann, mit kleinen Einschränkungen.

Besonders empfehlenswert sind die täglich wechselnden Bowls of the Day unter der Woche. Frag einfach nach, was es aktuell gibt – ich habe hier mehrfach richtig leckere Bowls gegessen.

Das Internet ist solide und für normales Arbeiten absolut ausreichend. Was man allerdings wissen sollte: Direkt hinter Loka befindet sich ein Fitnessstudio inklusive Sauna und Ice Bath. Dadurch herrscht gefühlt den ganzen Tag über relativ viel Durchgangsverkehr. Menschen kommen rein, gehen raus, holen sich Drinks oder Essen – was die Atmosphäre etwas unruhiger machen kann.

Für kürzere Work-Sessions, E-Mails, Recherche oder leichte Aufgaben finde ich Loka trotzdem gut geeignet. Wenn du jedoch mehrere Stunden tiefen Fokus brauchst, gibt es in Kuta ruhigere Alternativen.

Unterm Strich: ein schöner Ort für eine Kombination aus gutem Essen und ein bisschen Arbeiten – aber kein klassischer Deep-Work-Spot.

Loka

Im Loka

Im Loka

Im Loka

The Well

The Well ist eine richtig gute Mischung aus Café, Restaurant und offiziellem Coworking-Bereich – und damit einer der zuverlässigsten Spots zum Arbeiten in Kuta.

Das Essen ist sehr lecker und vielseitig, was The Well zu einem Ort macht, an dem man problemlos mehrere Stunden verbringen kann. Besonders angenehm: Es gibt sowohl einen schönen Außenbereich für entspannte Sessions als auch einen klimatiserten Innenbereich, der explizit als Coworking-Zone gedacht ist. Wenn du konzentriert arbeiten möchtest, bist du drinnen definitiv besser aufgehoben.

Das Preismodell für den offiziellen Coworking-Bereich ist simpel: Pro Stunde gilt eine Konsumpflicht von 50k IDR. In der Praxis bedeutet das etwa ein Getränk pro Stunde oder ein Essen für zwei Stunden. Fair, wie ich finde, vor allem im Vergleich zu klassischen Coworking-Spaces.

Atmosphärisch ist The Well modern, offen und gleichzeitig ruhig genug für fokussiertes Arbeiten. Ich habe hier allein gearbeitet, aber auch andere digitale Nomaden gesehen, die an Calls saßen oder gemeinsam am Laptop gearbeitet haben.

Wenn du einen Spot suchst, bei dem du gutes Essen, Klimaanlage und Arbeitsfokus kombinieren kannst, ist The Well definitiv eine sehr gute Wahl.

The Well Coworken und Mittagessen
Essen im The Well
Im The Well

Karia Coworking

Karia Coworking ist ein kleiner Coworking Space, der sich in einem Hotelkomplex befindet und sich vor allem für kürzere, strukturierte Work-Sessions eignet.

Der Space selbst ist eher kompakt und meist stark klimatisiert. Wenn du empfindlich auf Kälte reagierst, solltest du dir am besten etwas Langärmeliges mitnehmen. Es gibt separate Call-Räume, die allerdings nicht schallisoliert sind. Das bedeutet: Man hört Gespräche aus den Nachbarräumen, was für wichtige Calls oder tiefe Konzentration nicht ideal ist.

Ein Pluspunkt der Call-Räume ist allerdings der Ausblick: Von dort hast du Pool-Blick. Der Pool gehört zum Hotel und ist leider nicht für Coworking-Gäste nutzbar. Also eher ein visuelles Extra als ein praktisches Feature.

Cool ist, dass du direkt Essen und Getränke vom Hotelrestaurant bestellen kannst, während du arbeitest.

Preislich hast du zwei Optionen:

  • Day Pass für 150k IDR ohne Konsum
  • Day Pass für 250k IDR, den du komplett für Essen und Getränke verwenden kannst

Karia Coworking ist kein riesiger Community-Hub, aber eine brauchbare Option, wenn du einen klassischen Tisch, Klimaanlage und eine klar definierte Arbeitsumgebung suchst. Ich habe in den Call-Räumen außerdem zwei Podcast-Interviews aufgenommen. Eines davon für meinen eigenen Video-Podcast Proud Nomad Vibes.

Karia Coworking von innen

Karia Coworking von innen

Ausblick aufs Tika Hotel

Ausblick aufs Tika Hotel

Bush Radio

Bush Radio gehört für mich zu den angenehmsten Orten zum Arbeiten in Kuta – vor allem, wenn man gerne mitten im Ortskern ist.

Meine persönliche Empfehlung: die Smoothie Bowls. Ohne Übertreibung die besten, die ich in Kuta hatte. Auch die Pizza ist richtig gut, falls du eher etwas Herzhaftes suchst (allerdings ist die von la Baracca nochmal deutlich besser). Dazu kommt stabiles WLAN, was Bush Radio zu einer sehr soliden Wahl für Work-Sessions macht.

Besonders praktisch ist der obere Bereich: Dort ist es meist deutlich ruhiger als unten, und man kann konzentriert am Laptop arbeiten, ohne ständig abgelenkt zu werden.

Ein weiteres kleines Detail, das ich sehr mag: Bush Radio ist cashless only. Heißt: kein Hantieren mit Bargeld, alles läuft unkompliziert per Karte oder digitaler Zahlung und auch ohne zusätzliche Gebühr.

Wenn du einen entspannten, ruhigen Ort mit gutem Essen, guter Atmosphäre und zuverlässigem Internet suchst, ist Bush Radio definitiv eine Top-Adresse für digitale Nomaden in Lombok.

Bush Radio Blick in die untere Etage
Smoothie Bowl im Bush Radio
Bush Radio obere Etage

Guru

Guru ist vor allem für sein sehr leckeres Essen bekannt – und gehört kulinarisch definitiv zu den Highlights in Kuta Lombok. Wenn es ums längere Arbeiten geht, hat der Spot allerdings ein paar Einschränkungen.

Der Hauptgrund: Die Sitzgelegenheiten sind nicht wirklich auf Laptop-Arbeit ausgelegt. Es gibt hauptsächlich große Holztische sowie einige wenige Couches. Wenn du auf einer Couch sitzt, musst du den Laptop auf dem Schoß haben – was auf Dauer nicht besonders bequem ist. Außerdem muss man Glück haben, überhaupt eine Couch zu erwischen, da diese oft schnell belegt sind.

Für eine kurze Session, E-Mails checken oder ein bisschen Planung zwischendurch ist Guru völlig okay. Für mehrere Stunden konzentriertes Arbeiten würde ich persönlich eher andere Orte in Kuta bevorzugen.

Trotzdem lohnt sich Guru absolut – vor allem, wenn du gutes Essen mit einem kurzen Laptop-Stopp kombinieren möchtest.

Avocado Toast im Guru
Guru

Xeno

Xeno ist ursprünglich ein Fitnessstudio – hat aber zusätzlich einen Coworking-Bereich im Café-Teil integriert. Das Gebäude selbst ist richtig schön gestaltet und wirkt modern, offen und hochwertig. Rein optisch ist Xeno definitiv einer der cooleren Spots in Kuta Lombok.

Zum Arbeiten ist Xeno grundsätzlich nutzbar, allerdings mit Einschränkungen. Das Internet habe ich persönlich eher als langsam erlebt. Für einfache Tasks wie E-Mails, leichte Recherche oder Social Media reicht es aus, für größere Uploads, Videocalls oder datenintensive Arbeit kann es jedoch schnell zäh werden.

Der Coworking-Bereich ist eher als Zusatzangebot zu verstehen und kein klassischer Fokus-Workspace. Wenn du also ohnehin ins Gym möchtest und danach noch ein bisschen am Laptop sitzen willst, ist Xeno eine praktische Kombination. Wenn dein Hauptziel jedoch produktives Arbeiten ist, gibt es in Kuta bessere Alternativen.

Unterm Strich: Mega schönes Gebäude, coole Atmosphäre – als reiner Work-Spot aber eher zweite Wahl.

Xeno Eingang

Xeno Eingang

Xeno Fitness

Xeno Fitness

Im Xeno

Ashtari

Ashtari ist weniger ein klassischer Work-Spot und mehr ein Ort für Inspiration, Weitblick und besondere Erlebnisse – aber genau deshalb gehört er für mich unbedingt in diese Liste.

Denn: Ashtari bietet mit Abstand den besten View über ganz Kuta Lombok. Du blickst von oben über Hügel, Küste, Meer und Reisfelder – und allein dafür lohnt sich der Besuch schon.

Das Essen ist sehr lecker, die Atmosphäre ruhig und weitläufig. Ich habe hier zwar nicht regelmäßig stundenlang gearbeitet, aber für leichtere Tasks, Journaling, Brainstorming oder kreatives Arbeiten ist Ashtari ein wunderschöner Ort.

Ein besonderes Extra: Jeden Mittwoch von 15–17 Uhr gibt es eine kostenfreie Bahasa-Indonesia-Class. Außerdem werden Yoga-Kurse angeboten – perfekt, wenn du Arbeiten, Lernen und Bewegung verbinden möchtest.

Ashtari ist damit kein klassischer Laptop-Marathon-Spot, sondern eher ein Ort für bewusste Work-Sessions mit Aussicht und eine schöne Abwechslung zum Alltag in Kuta.

Im Ashtari

Im Ashtari

Avocado Brot und Kokosnuss im Ashtari

Avocado Brot und Kokosnuss im Ashtari

Ausblick aus dem Ashtari

Ausblick aus dem Ashtari

Anreise nach Kuta, Lombok

Die Anreise nach Kuta Lombok ist ganz unkompliziert und gut planbar – egal, ob du aus dem Ausland anreist oder bereits in Indonesien unterwegs bist.

Der nächstgelegene Flughafen ist der Lombok International Airport (LOP). Er liegt etwa 30 Minuten von Kuta entfernt. Es gibt Direktflüge zum Beispiel von Singapur (da kam ich her) oder Kuala Lumpur, aber natürlich auch von Bali sowie Jakarta oder andere indonesische Städte.

Vom Flughafen aus hast du mehrere Möglichkeiten:

  • Taxi: Die einfachste Option. Die Fahrt nach Kuta dauert je nach Verkehr etwa 20–30 Minuten.
  • Privater Transfer: Viele Unterkünfte organisieren auf Anfrage einen Abholservice.
  • Mietwagen: Wenn du bereits Erfahrung im Straßenverkehr Indonesiens hast und ein Auto möchtest, kannst du dir direkt am Flughafen ein Fahrzeug mieten.

Reist du von Bali an, kannst du alternativ auch anstatt mit dem Flugzeug mit dem Boot nach Lombok fahren und von dort per Auto weiter nach Kuta. Diese Route dauert länger, ist aber landschaftlich sehr schön. Ich bin 2018 schon mal mit der Fähre von Bali nach Lombok und habe die Fahrt in positiver Erinnerung.

Einmal angekommen, ist Kuta überschaubar und lässt sich am besten mit dem Roller erkunden. Das ist auch ideal, um zwischen Cafés, Coworking-Spots und Stränden zu wechseln.

Weitere Reiseziele in Indonesien

Wenn du nach deinem Aufenthalt in Kuta noch weiter durch Indonesien reisen möchtest, hast du unzählige Möglichkeiten. Das Land ist riesig, extrem vielfältig und bietet sowohl für digitale Nomaden als auch für Abenteurer, Naturfans und Kulturinteressierte spannende Ziele.

 

Bali

Der Klassiker – und für viele der Einstiegspunkt nach Indonesien. Orte wie Canggu, Ubud oder Uluwatu bieten eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur für digitale Nomaden mit Coworking-Spaces, Cafés und Community-Events. Bali ist deutlich voller und touristischer als Lombok, punktet dafür aber mit Komfort und Auswahl.

 

Nusa Penida, Nusa Lembongan & Nusa Ceningan

Die Nusa-Inseln sind perfekt, wenn du nach Ruhe, Natur und spektakulären Landschaften suchst. Zum Arbeiten eignen sie sich eher für kürzere Aufenthalte oder leichtere Tasks – dafür sind sie landschaftlich absolut beeindruckend.

 

Flores

Ein Traum für Abenteurer. Flores ist deutlich ursprünglicher und weniger touristisch. Highlights sind der Kelimutu-Vulkan mit seinen bunten Kraterseen und natürlich der Komodo-Nationalpark. Für klassisches Digital-Nomad-Arbeiten ist Flores nur eingeschränkt geeignet, aber als Reiseerlebnis unschlagbar.

 

Java

Kulturell extrem spannend: Java ist das Herz Indonesiens. Städte wie Yogyakarta bieten Tempel, Geschichte und lokale Kultur, während Vulkane wie der Bromo oder Ijen beeindruckende Naturerlebnisse liefern. Für längere Work-Stays eher in den größeren Städten geeignet.

 

Sumatra

Wild, grün und noch sehr ursprünglich. Perfekt für Natur- und Tierliebhaber – etwa für Dschungeltouren oder Orang-Utan-Beobachtungen. Weniger klassisch für digitale Nomaden, aber ideal für eine bewusste Auszeit.

Indonesien lässt sich wunderbar kombinieren: erst fokussiert arbeiten in Orten wie Kuta Lombok oder Bali, danach Abenteuer, Natur und neue Perspektiven auf anderen Inseln. Genau diese Vielfalt macht das Land so besonders.

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf unseren Reisen nach Thailand hatten wir den Osprey Sojourn 60* und den Transporter 90* dabei.

Osprey Koffer

Osprey Koffer

Mein Hauptrucksack ist seit einiger Zeit der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte für zb. den Pass, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6600*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

Mein Fazit zu den Coworking-Spots in Kuta, Lombok

Kuta hat mich positiv überrascht. Auch wenn die Stadt (noch) nicht mit klassischen Digital-Nomad-Hotspots wie Chiang Mai oder Bali vergleichbar ist, bietet sie inzwischen eine richtig gute Auswahl an Cafés und Work-Spots für unterschiedliche Arbeitsstile.

Für fokussiertes Arbeiten mit stabilem WLAN ist Mana für mich ganz klar die beste Adresse. Wer lieber Café und Coworking kombiniert, findet mit The Well oder Bush Radio sehr verlässliche Optionen. Orte wie Ashtari zeigen dagegen, dass Arbeiten unterwegs nicht immer nur effizient, sondern auch inspirierend sein darf.

Was ich an Kuta besonders schätze, ist die entspannte Atmosphäre, die Nähe zur Natur und das noch vergleichsweise ruhige Umfeld. Man kann hier gut arbeiten, ohne ständig das Gefühl zu haben, in einem überlaufenen Nomaden-Hotspot zu sein. Gleichzeitig wächst die Infrastruktur spürbar – genau die richtige Mischung aus Entwicklung und Gelassenheit.

Wenn du einen Ort suchst, an dem sich Arbeit, gutes Essen, Bewegung, Community und Natur verbinden lassen, dann ist Kuta in Lombok definitiv eine spannende Option. Für mich ist es ein Platz, an den ich sicher wieder zurückkehren werde.

Warst du schon mal in Kuta oder hast du einen Lieblings-Work-Spot dort? Schreib mir gerne in die Kommentare!

Deine Barbara

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