Lissabon – Portugals Stadt der sieben Hügel

Lissabon – Portugals Stadt der sieben Hügel

Lissabon – Portugals Stadt der sieben Hügel

Lissabon ist eine Stadt, die man in ihren Höhen und Tiefen erkunden muss.

Nach der zweiten Nomad Cruise von Cartagena nach Lissabon habe ich hier drei Tage verbracht. Das ist eindeutig viel zu wenig, um die Stadt gebührend zu genießen. Einen Ausflug in das wundervolle Sintra konnte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen.

Lissabon

Am ersten Tag habe ich eine Free Walking Tour mit Sandeman gemacht. Die gibt es mittlerweile in 18 Städten und das Konzept ist immer dasselbe: Die Tour kostet erstmal nichts! Am Ende gibst du einfach ein Trinkgeld in selbst gewählter Höhe.

Straße Lissabon Rossio

Free Walking Tour

Unser Tourguide Francisco (auf Portugiesisch Franzischku ausgesprochen) führte uns ab der Praça Camões im Barrio Alto bis an den Arco da Rua Augusta, der wahrscheinlich einer der meist gewählten Treffpunkte der Stadt ist.

Arco da Rua Augusta Lissabon

Die Tour war gespickt mit zahlreichen Tipps und Tricks, wie man in Lissabon gut zurecht kommt. Von einem Besuch des bekanntesten Aufzuges der Stadt riet er beispielsweise ab, da es eine reine Touristenfalle sei.

Aufzug Lissabon

Tourguide Walking Tour Lissabon

Die Touren starten übrigens dreimal täglich: um 10:00 Uhr, 11:00 Uhr und 14:30 Uhr.

In Lissabon

Lissabon Brücke

Es geht durch wundervolle Gassen und Gässchen, die auch noch bunt geschmückt waren, während ich dort war. Ich hatte nämlich zufällig genau das Wochenende erwischt, an dem ein alljährliches Fest zu Ehren des Heiligen Antonius stattfindet, der der Schutzpatron von Lissabon ist. Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie viel in der Stadt los war?

Geschmückte Straße

Kleines Kind bei den Festtagsvorbereitungen

Bei der Tour gab es vor allem viel geschichtlichen Hintergrund. Wenn du also ein heimlicher (oder auch un-heimlicher) Historiker bist, ist diese Tour wie für dich gemacht!

Die Tour endet nach gut drei Stunden und zwei schmerzenden Füßen.

Prädikat: Äußerst wertvoll!

Sintra

Am darauffolgenden Tag habe ich mich für eine Tour nach Sintra entschieden. Die Bahn fährt von Lissabon Rossio immer zur vollen Stunde und braucht nur etwa 40 Minuten.

Sintra ist eine malerische kleine Stadt inmitten der Serra de Sintra mit mehreren Palästen, traumhaften Gärten und einer Burg aus dem 9. Jahrhundert. Ein Tagesausflug ist das Weltkulturerbe auf jeden Fall wert. Ich würde dir sogar raten, ein ganzes Wochenende dort zu bleiben.

Sintra World Heritage

Zu Sintra gehören verschiedene Areale. In den sechs Stunden, die ich dort verbracht habe, konnte ich zwei davon ansehen: die Quinta da Regaleira und das Castelo dos Mouros:

Quinta da Regaleira

Die Quinta da Regaleira ist eine pompöse Fürstenresidenz in gotischem Stil, die von einem riesigen Garten mit einigen Highlights umgeben ist.

Barbara vor Haus Quinta da Regaleira

Das Interessanteste im Garten ist wohl die Initiative Well, die eigentlich keine echte Quelle ist, sondern ein Turm, der anstatt nach oben in die Erde gebaut wurde und von einer Treppe umgeben ist.

Initiative Well Quinta da Regaleira

Initiative Well Quinta da Regaleira

Des Weiteren findest du hier zahlreiche zwischen Büschen versteckte Türme, von denen du einen tollen Ausblick auf den Garten und zum Teil auf das höher gelegene Castelo dos Mouros hast.

Turm und Platz Quinta da Regaleira

Turm in der Quinta da Regaleira

Brunnen Quinta da Regaleira

Durch die idyllische Waldlandschaft führen unscheinbare Wege zu Brücken über kleine Flüsse und Seen und durch mysteriöse Tunnel – die den Blick auf Teiche freigeben, sodass sich die Öffnungen der Grotten im Wasser spiegeln – kommst du plötzlich an einer ganz anderen Ecke des Parks wieder ans Sonnenlicht.

Wege Quinta da Regaleira

Spiegelungen Höhle Quinta da Regaleira

Spiegelung Höhle Quinta da Regaleira

Ohne zu übertreiben, kann ich dir sagen: Allein hier kannst du problemlos einen ganzen Tag vertrödeln!

Castelo dos Mouros

Wir sind dann aber nach drei Stunden doch weitergezogen und mit einem der Buggies auf den Berg hinauf gefahren, wo zwei Sehenswürdigkeiten warten. Eine davon ist die Maurenburg Castelo dos Mouros.

Castelo dos Mouros

Im 9. Jahrhundert erbaut und im 12. Jahrhundert von den christlichen Kreuzrittern erobert. So thront die mittlerweile restaurierte Ruine über den Gärten des Pena Palastes und ist heutzutage ein Symbol desselben.

Castelo dos Mouros vom rechten Rand

Da ich Ruinen schon immer geliebt habe – spätestens als meine Eltern mich nach Pompeji gebracht haben, war es wohl um mich geschehen – war ich auch von dieser begeistert. Ich bin an den langen Steinwände entlang gewandert und habe die atemberaubende Aussicht von den höchsten Türmen der Burg genossen, während mir der Wind die Haare ins Gesicht geweht hat.

Ausblick vom Castelo dos Mouros

Und bei jedem Schritt habe ich mich gefragt, wie es wohl gewesen sein mag, als die Mauren von ihrer erhöhten Position das vormittelalterliche Tal beobachtet haben. Nicht zum ersten Mal habe ich die Steine mit meinen Händen berührt, die Augen geschlossen und gehofft, sie würde beginnen, mir ihre Geschichte zu erzählen.

Pena Palast und Garten

In den Palacio da Pena habe ich es leider zeitlich nicht mehr geschafft. Deswegen solltest du bei einem Tagesausflug so früh wie möglich aufbrechen.

Schon von außen macht der Palast einen außergewöhnlichen Eindruck – wie aus einer zu bunt geratenen Folge von Game of Thrones. Von innen bietet es surreale und aufwendige Steinmeißelungen, die dir den Atem verschlagen werden. Ich habe leider nur die Fotos gesehen. Also lass dir das nicht entgehen!

Palácio da Pena

Zurück in Lissabon

An meinem letzten Tag habe ich Francisco von der Free Walking Tour kontaktiert. Ich wollte wissen, ob ich eine seiner anderen Touren durch Lissabon mitmachen könne. Und… hatte Glück: Es fand eine Tour nach Alfama statt!

Die Alfama Tour

Alfama ist ein Stadtteil von Lissabon, der zur Zeit der Mauren sogar das Stadtzentrum war, das sich immer weiter in Richtung Westen bewegt hat. Dementsprechend findest du hier viele Sehenswürdigkeiten wie das Castelo São Jorge (wo bis ins 16. Jahrhundert der portugiesische König residierte) und das Panteão Nacional. Außerdem bist du hier genau richtig, wenn du gerne von Bar zu Bar ziehst oder die Restaurants der Einheimischen ausprobierst.

Blick auf Kirche São Vicente Fora

Die Tour beginnt dort, wo die Free Walking Tour endet: Am Arco da Rua Augusta.

Arco da Rua Augusta von vorne

Und hier kommt ein Insider-Tipp: Alfama liegt zwar auf einem der sieben Hügel, du kannst aber über zwei Aufzüge von ganz unten nach beinahe ganz oben kommen. Frag einfach danach, dann zeigen dir die Einheimischen den Weg.

Elevador Baixa

Oben angelangt, geht es durch die vielen, kleinen Gassen des Stadtteils. Für die meisten war das Highlight dieser Tour das Ginja-Testen – einem portugiesischen Kirschlikör mit etwa 20 Prozent Alkohol.

Ginja Lissabon

Ginja Verkäuferin Lissabon

Ein unerwarteter, aber sehr rührender Moment war eine ältere Dame: Die Anwohnerin hatte uns von ihrem Fenster aus beobachtet und begann dann aus voller Seele ein Fado-Ständchen zu geben. Jedes Mal, wenn sie Luft holte, wollte Francisco weiterreden, aber dann setzte sie schon zur nächsten Strophe an. Es war ein Fest, der alten Dame zuzuhören.

Portugiesin am Fenster singt

Warst du schon einmal in Lissabon? Findest du nicht auch, dass es eine der schönsten Hauptstädte Europas ist? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

 

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Bruecke ueber Guadalquivir Sevilla
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Bruecke und Wasserfall Ronda

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RONDA

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Unser Taxifahrer fand einfach das Hostel nicht. Mich hat es nicht gestört, denn so habe ich gleich zu Beginn eine Stadtrundfahrt durch Cartagena erhalten.

Mit 15 anderen digitalen Nomaden kam ich aus San Andrés, wo ich direkt nach meinem Aufenthalt in Oaxaca hingeflogen war, in die Stadt von Gabriel García Márquez. Wir waren guter Laune und teilten uns auf die Taxis auf. Meine zwei Mitfahrerinnen und ich kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus, als wir die dritte Runde drehen mussten, weil unser Taxifahrer wieder in die falsche Straße abgebogen war. Aber am Ende kamen wir doch wohlbehalten in unserem Hostel an.

 

Eine Walking Tour durch Cartagena

Am nächsten Tag machte ich mit einigen anderen gemeinsam eine Walking Tour, um die Stadt besser kennenzulernen.

Bewachsenes Haus

Hüte Cartagena

Schnell wurde mir klar: Ich musste die Tour nochmal alleine machen! Sie fand nämlich um die Mittagszeit herum statt, wo einfach zu viel in der Stadt los war, um wirklich schöne Fotos zu machen. Die Atmosphäre fiel mir allerdings sofort auf! Ich weiß nicht, ob es die wieder mal bunten Häuser der Kolonialstadt waren oder die unzähligen Obstverkäufer, bei denen man erfrischende Ananas- und Wassermelonenstücke für kleines Geld kaufen konnte.

Traditionell gekleidete Obstverkäuferinnen

Aber die Stadt hatte mich bereits in ihren Bann gezogen.

Gabriel García Márquez Cartagena

Ich stand extra um sechs Uhr auf, um das fesselnde Licht der Morgenstunden einfangen zu können. Es tauchte die Straßen in ein ganz besonderes Gold.

Morgenlicht in Cartagena

Arbeitender Mann in den Straßen von Cartagena

Der Plan war, die Walking Tour noch einmal zu laufen. Aber etwas zog mich wie magisch an: das Meer! So landete ich 10 Minuten später in einer ganz anderen Ecke, die aber nicht minder schön war als die Gassen und Gebäude, die bei der Tour im Vordergrund standen.

Barbara an einem Torbogen am Meer

Blick auf Cartagena

Barbara am Meer in Cartagena

Nur widerstrebend wand ich mich vom tiefen Blau ab, das mich zu hypnotisieren schien, und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Cartagena selbst.

Kirchturm über Cartagena

Chillende Katze Cartagena

Der Schlammvulkan Totumo

Ein einzigartiges Erlebnis ist das Bad im Schlammvulkan Totumo. Der Vulkan selbst ist wenig beeindruckend: Ein kleiner Kegel mit zwei schlecht gebauten Treppen an den Seiten, damit man einfacher hoch und wieder runter gelangt.

Totumo

Wer einfach einen Vulkan sehen möchte, kann sich den Weg sparen. Wobei der Ausblick auf die Lagune von oben durchaus schön ist:

Blick vom Schlammvulkan Totumo

Wenn du allerdings mal in einem Schlammbad ohne Boden (also natürlich gibt es einen Boden, aber eben 2000 Meter unter dir!) massiert werden möchtest, bist du hier genau richtig. Leider kostet die Massage extra und ist nicht in der recht teuren „Tour“ enthalten. Wenn man es genau nimmt, ist die sogenannte Tour nichts anderes als die Fahrt. Alles andere kostet extra.

Möchtest du Fotos, musst du deine Kamera oder dein Handy abgeben. Ein dafür abgestellter Mitarbeiter macht dann Fotos von dir und hält im Nachhinein die Hand auf.
Barbara auf dem Weg in den Schlammvulkan Totumo Das Bad selbst dauert etwa 15 Minuten. Der Schlamm ist lauwarm und fühlt sich seltsam gut auf der Haut an.

Ein sehr komisch Gefühl ist, dass man nicht untergeht, obwohl man keinen Boden unter den Füßen hat. So stelle ich mir vor, fühlt es sich an, schwerelos zu sein. Du hast kaum Kontrolle über deinen Körper und sobald du sie richtig verlierst, bekommst du sie nur schwer zurück.

Wundere dich also nicht über Füße, Knie oder Ellbogen anderer in deinem Gesicht. Es ist gar nicht so leicht, sich einfach vertikal zu halten. Und ein Lachen kann dazu führen, dass du vollkommen die Kontrolle verlierst.

Massage im Schlammvulkan Totumo.JPG

Danach geht es zum obligatorischen Waschen. Das nervige ist nur: Das darfst du nicht selbst tun! Ältere Damen schrubben alle ab, die ein Bad genommen haben. Und zwar überall! Das mein Bikini plötzlich meinen Bauchnabel verdeckte, interessierte sie genauso wenig wie die Tatsache, dass sie mich überall anfasste. Also nicht zimperlich sein!

Mein Fazit?

Alles in allem war meine Woche in Cartagena richtig toll und ich werde bestimmt wiederkommen.

Hast du schon einmal ein Schlammbad in einem Vulkan genommen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

 

Deine Barbara

 

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Auf Klein Curaçao

LATEINAMERIKA

CURAÇAO

Barbara in Ek Balam
LATEINAMERIKA
7 MAYA-RUINEN IN MEXIKO UND GUATEMALA
laguna dudu 2

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LAGUNEN UND STRÄNDE IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

Oaxaca – zwei Tage in der bunten Stadt in den Bergen Mexikos

Oaxaca – zwei Tage in der bunten Stadt in den Bergen Mexikos

Oaxaca – zwei Tage in der bunten Stadt in den Bergen Mexikos

Oaxaca darf bei deinem Trip in den Süden Mexikos auf keinen Fall fehlen. Von San Cristóbal oder Palenque bist du schnell mit dem Nachtbus dort.

Ich hatte nach meiner Maya-Ruinen-Tour noch vier Tage bis zu meinem Weiterflug nach Kolumbien und hatte die Wahl zwischen Mexiko-Stadt, Aguascalientes und Oaxaca. Obwohl in Aguascalientes eine Freundin lebt, die ich schon mehrere Jahre nicht gesehen habe, fiel es mir nicht sehr schwer, dieses Ziel auszuschließen. Es wäre einfach zu weit und zu teuer gewesen für einen 4-Tages-Trip.

Zwischen Mexiko-Stadt und Oaxaca konnte ich mich nur schwer entscheiden. Der Gedanke, nach San Cristóbal, Antigua de Guatemala und Valladolid noch eine Kolonialstadt zu besichtigen, hat mich nicht unbedingt gereizt. Der Hauptgrund, warum ich mich am Ende doch nach Oaxaca gefahren bin, ist die Sehenswürdigkeit Hierve el Agua, zu der ich einen Tagesausflug inklusive Stopp in der Stadt Mitla gemacht habe.

Oaxaca

Die Stadt selbst kannst du in kurzer Zeit ablaufen und die wichtigsten Plätze und Kirchen bestaunen. Nicht umsonst wurde die Altstadt 1987 in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen.

Kirche am Zócolo im Sonnenuntergangshimmel

Kirche am Zócolo im Sonnenuntergang

Die Straßen sind hier so schön, dass man einfach stundenlang schlendern möchte.

Oaxaca im Sonnenuntergang

Sonnenuntergang in Oaxaca durch einen Baum

Auf dem Hauptplatz, dem Zócalo, spenden große Bäume wohltuenden Schatten, der vor der brennenden Sonne schützt, und die umliegenden Arkaden laden ein, bei einem Kaffee die Atmosphäre der Stadt zu genießen.

Am Zócolo in Oaxaca

Oaxaca Zócolo im Sonnenuntergang

Sonne strahlt durch die Kirchentüren

Tag und Nacht ist hier was los. Regelmäßig gibt es Veranstaltungen, die Touristen und Einheimische gleichermaßen erfreuen.

Tänzer in Oaxaca

Tänzer in Oaxaca

Am zweiten Tag war für mich klar: Ich muss einen Ausflug machen. Einer der Stopps war die Zapoteken-Stadt Mitla:

Mitla

Mitla ist eine präkolumbische Stadt der Zapoteken und die wichtigste archäologische Stätte im Bundesstaat Oaxaca. Die Wandornamente sind einzigartig in Mesoamerika. Die Friese mit den Mosaiken aus geometrischen Dekorationen sind aus bis zu 100.000 Steinchen gefertigt. Auch deswegen wurde es zum Weltkulturerbe ernannt.

Ruinen in Mitla

Ruinen und Kakteen in Mitla

Die Anlage ist ziemlich klein, aber durchaus einen kurzen Besuch wert.

Zapoteken Ruinen Mitla

Im Saal der Säulen (‚Salón de las columnas‘) wurden neben den sechs Säulen auch zwei Gräber entdeckt.

 

Nach einem etwa einstündigen Aufenthalt ging es weiter zu meinem Must See Hierve el Agua.

Hierve el Agua

Mein Hauptgrund, überhaupt nach Oaxaca zu fahren, war wie gesagt Hierve el Agua, eine Felsformation etwa 70 Kilometer östlich von Oaxaca, die aus zwei Klippen besteht, die wie Wasserfälle aussehen.

Wasserfall Hierve el Agua

Genau, du hast das richtig verstanden: Das auf dem Bild ist ein Wasserfall aus Stein! Da fließt kein Wasser…

Diese sind durch die natürlichen Wasserbecken mit kohlensaurem Kalk (oder Calciumcarbonat) entstanden. Sobald das Wasser überläuft, setzen sich die Mineralstoffe fest. Das ist ähnlich wie bei Stalaktiten in Höhlen…

Natürliche Pools Hierve el Agua

Die Becken, in denen man auch baden kann, sind deutlich kleiner, als ich erwartet hatte. Ich gebe zu, ich war ein klein wenig enttäuscht, weil ich davon ausgegangen war, dass die Becken die Größe eines Fußballfeldes haben. Dennoch hat es sich für mich gelohnt und du solltest einen Ausflug dorthin auf jeden Fall einplanen, wenn du in der Gegend bist. Stell dich einfach darauf ein, dass es nicht so groß ist… Dann wirst du einen wundervollen Tag haben!

Deine Barbara

 

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Barbara auf den Ruinen in
LATEINAMERIKA
PALENQUE – VON WASSERFÄLLEN UND MAYARUINEN
Kirche von Chamula
LATEINAMERIKA

SAN CRISTOBAL DE LAS CASAS

Ruine-in-Palenque
LATEINAMERIKA

7 MAYA-RUINEN

7 Maya-Ruinen in Mexiko und Guatemala

7 Maya-Ruinen in Mexiko und Guatemala

7 Maya-Ruinen in Mexiko und Guatemala

Ich habe den gesamten April und Mai in Mexiko, Belize und Guatemala verbracht. Dabei wollte ich mir die Maya-Ruinen natürlich nicht entgehen lassen und habe einige gesehen. Die Reihenfolge hier ist chronologisch. Ein Ranking zu machen, fällt mir unheimlich schwer, weil ich alle auf ihre eigene Weise ganz besonders fand. Zu den Ruinen in Guatemala, Tikal und Yaxhá, bin ich von Martsam eingeladen worden.

Die Maya-Ruinen von Tulúm 

Die Ruinen von Tulúm liegen direkt am Meer. Es muss unheimlich beeindruckend gewesen sein, als die spanischen Eroberer an diesen imposanten Tempeln ankamen, die in den Regenwald eingebettet am Strand lagen. Heute ist die Anlage eine der beliebtesten Touristenattraktionen des kleinen Ortes Tulúm. Die Anlage am Meer ist imposant, aber wohl nur, wenn man noch nicht bei den großen Pyramiden Mexikos und Guatemalas war.

FAZIT: Wunderbar für Maya-Ruinen-„Einsteiger“ und Strandliebhaber geeignet.

Barbara vor den Maya-Ruinen in Tulum

Die Maya-Ruinen von Cobá

Cobá liegt rund 45 Kilometer nordwestlich von Tulúm und kann von dem Küstenort mit einem Taxi, einem Colectivo (das sind Minivans, die wie Busse bestimmte Strecken abfahren) oder mit einer Tour besichtigt werden. Ich habe dort für eine Nacht in einem Hotel eingecheckt, weil mir gesagt wurde, dass ich am besten gleich um acht Uhr morgens dort sein solle, da es später am Tag wahnsinnig voll würde. Und es stimmt. Als ich das Gelände verließ, war es kaum mehr möglich, ein Bild von einer Ruine ohne Menschen zu machen. Das kann ich also jedem nur empfehlen. Die Ruinen selbst liegen im Regenwald verteilt und sind durch Wege mit einander verbunden, die du entweder ablaufen kannst oder du mietest dir ein Fahrrad. Ich habe mit dem Fahrrad zwei Stunden gebraucht, um alles anzuschauen.

FAZIT: Für mich hatte Cobá das beste Preis-Leistungs-Verhältnis! Die Anlage ist riesig und der Preis dafür klein.

Pyramide der Maya-Ruinen in Cobá

Die Maya-Ruinen von Chichén Itzá

Chichén Itzá ist eines der 7 Weltwunder und dementsprechend gut besucht. Jeder möchte ein Foto mit der Hauptpyramide der Anlage machen. Ich rate dir daher auch hier so früh wie möglich da zu sein. Ab 11 Uhr kommen die großen Touristenbusse mit ihren Touren an. Um 8 Uhr hingegen hast du die Anlage noch fast für dich allein. Ein weiterer Vorteil: Die Verkäufer, die mit ihren Ständen nur darauf warten, dir irgendwelchen Ramsch anzudrehen, sind noch am Aufbauen und lassen dich eher in Ruhe.

Wenn du dir alle Ruinen ansehen und auch mal die ein oder andere Pause im Schatten einlegen möchtest, solltest du einen ganzen Vormittag einplanen. Gönnst du dir außerdem ein Hotel in der direkten Umgebung von Chichén Itzá, kannst du dir die Lichtshow nach Sonnenuntergang anschauen. Dabei wird auf der Hauptpyramide die Geschichte der Maya, der Conquista (Eroberung) und der Moderne anhand von Bildern und Musik gezeigt. Ich habe das leider nicht gesehen, weil ich in Valladolid untergekommen war. Allerdings gibt es dort ebenfalls eine Lichtshow (am Kloster etwas außerhalb der Stadt), sodass du dir hier einen Eindruck verschaffen kannst, wie das ungefähr ist.

FAZIT: Chichén Itzá gehört einfach dazu, wenn man sich ein bisschen für Kultur, Geschichte und Archäologie interessiert. Aber es ist überteuert und die Verkäufer sind sehr aufdringlich.

Chichén Itzá Pyramide

Die Maya-Ruinen von Ek Balam

Ek Balam ist eine fast schon enttäuschend kleine Anlage, die aus kaum mehr als einem Platz besteht, um den alle Ruinen herum verteilt sind. Zumindest was den bisherigen Ausgrabungsstand betrifft. Dafür ist der Preis mit etwa 200 Pesos (10 Euro ohne Filmerlaubnis – die kostet extra) ganz schön prall. Einen Besuch ist Ek Balam meines Erachtens dennoch wert, denn der Ausblick von den Gebäuden, auf die man hinauf kann, ist fantastisch. Die Anlage liegt mitten im Regenwald und man sieht weit und breit nichts als Bäume und Wald. Von Valladolid kommt man ganz einfach mit einem Sammeltaxi dorthin. Das kostet nicht viel, allerdings muss man warten, bis es voll ist, bevor es losfährt.

FAZIT: Klein, aber fein!

Ek Balam

Die Maya-Ruinen von Tikal

Die Maya-Ruinen von Tikal in Guatemala haben mich wahrscheinlich am meisten beeindruckt. Die Anlage ist noch größer als die in Cobá. So kam es mir zumindest vor, allerdings hatte ich in Tikal auch kein Fahrrad, sondern war in einer Gruppe mit einem Tourguide unterwegs. Die vom Tour Operator Martsam organisierte Tour hat vier bis fünf Stunden gedauert. Für die harten Frühaufsteher empfehle ich die Tour zum Sonnenaufgang. Mir persönlich war es jedoch zu früh, um drei Uhr abgeholt zu werden.

Außerdem war Tikal der Ort mit den höchsten Maya-Ruinen. Auf mehrere kann man zudem hinauf, sodass das nochmal ein ganz anderer Eindruck ist, als wenn du einfach nur davor stehst. Beim Rundgang kannst du im Normalfall Spinnen- bzw. Brüllaffen beobachten und mit etwas Glück auch Tukane und andere interessante Vögel sehen.

FAZIT: Tikal gehört auf jeden Fall auf deine Liste, wenn du dich für Tempelanlagen interessierst.

Der Tempel des Großen Jaguar

Die Maya-Ruinen von Yaxhá

Die Ruinen von Yaxhá werden von Reisenden häufig stiefmütterlich behandelt. Tikal steht im Vordergrund und viele möchten nicht unbedingt „noch eine Maya-Stätte“ sehen. Was mir persönlich aber richtig gut gefallen hat, war auf der einen Seite, dass in Yaxhá so wenig los war, dass die Tiere viel aktiver waren und sich nicht so versteckt haben. Zum Beispiel hat ein Brüllaffe vor meinen Füßen aus einer Pfütze am Boden Wasser getrunken und zwei Rudel Brüllaffen haben um ihr Territorium gekämpft. Der lautere Alpha-Affe gewinnt… Zum anderen ist die Maya-Stadt direkt an einer Lagune gewesen, auf die man vom höchsten Tempel, dem Tempel 216, einen hervorragenden Blick hat. Der Sonnenuntergang hier soll wundervoll sein.

FAZIT: Wer Maya-Ruinen abseits der Touristenmassen mal ganz für sich allein haben möchte, ist hier richtig!

Maya-Ruinen und Pyramiden in Yaxhá

Die Maya-Ruinen von Palenque

Wer meint, dass alle Maya-Ruinen gleich aussehen, sollte sich Palenque nicht entgehen lassen. Die Anlage ist auf Terrassen angeordnet. Nur die höchsten Terrassen haben freigelegte Ruinen. Kommt man in die tiefer gelegenen Terrassen sind die Tempel noch mit Urwald überwachsen, wenn auch teilweise freigelegt. Dort gibt es kleine Wasserfälle und Bäche, die einem mit ihrem friedlichen Plätschern das Gefühl vermitteln, dass man gerade eine Zeitreise gemacht hat. Ich hätte dort einen ganzen Tag verbringen können.

FAZIT: Für mich die Maya-Ruinen, die mich am meisten zum „Zeitreisen in Gedanken“ angeregt haben.

Maya-Ruine in Palenque

Puh, auf der einen Seite kommt mir das ganz schön viel vor! Auf der anderen Seite weiß ich, dass es noch so viele Maya-Ruinen für mich zu entdecken gibt.

Was meinst du? Welche muss ich unbedingt noch sehen? Welche hat dir am besten gefallen?

Deine Barbara

PS: ***WERBUNG*** Dieser Teil über Guatemala ist entstanden, weil Martsam so freundlich war, mich in ihr Heimatland einzuladen und mich bei der Planung und Umsetzung der Reise zu unterstützen.

 

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Barbara auf den Ruinen in Palenque
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PALENQUE – VON WASSERFÄLLEN UND MAYARUINEN

Palenque – Von Maya-Ruinen und Wasserfällen

Palenque – Von Maya-Ruinen und Wasserfällen

Palenque – Von Maya-Ruinen und Wasserfällen

In Palenque gibt es eine von unzähligen Maya-Ruinen in Mexiko. Mit meiner lieben Kollegin Melanie von Good morning world und der Unterstützung von Shoestring habe ich dort drei Tage verbracht. Mit dem einfach Baukastensystem von Shoestring kann man sich ganz einfach seine Reise zusammenbasteln.

Von San Cristóbal de las Casas sind wir an einem kalten Mittwochmorgen Richtung Nordosten aufgebrochen, um auf dem Weg nach Palenque die Wasserfälle Agua Azul und Misol-Ha anzuschauen. Die Autofahrt dauert deutlich länger als man denkt, da die Strecke sehr kurvenreich ist. Etwa vier Stunden benötigt man für die nur 160 Kilometer. Wenn dir beim Fahren schnell schlecht wird, solltest du Reisetabletten griffbereit haben.

Agua Azul

Agua Azul besteht aus über 500 einzelnen kleinen Wasserfällen, die zwischen zwei und 30 Metern hoch sind.

Agua Azul großers Felsen

Agua Azul Felsen mit Wasserfall

Wasserfall in Agua Azul

Du solltest am besten in der Trockenzeit hierher kommen, da die Farbe des Wassers in der Regenzeit braun wird. Ansonsten erstrahlen die Becken in hellem Blau bis intensivem Grün, da sie Mineralstoffe enthalten, die das Wasser färben.

Agua Azul

Agua Azul Spiegelung

Agua Azul mit Ausblick

Zwischen den Wasserfällen warten unterschiedlich große Becken, die teilweise zum Baden geeignet sind. Erkundige dich aber genau, bevor du ins Wasser gehst, da es in einigen schon zu Todesfällen kam.

Über die gesamte Länge des touristisch erschlossenen Teiles findest du viele Händler für Souvenirs und Kleidung sowie Restaurants und Stände, an denen Kokosnüsse oder Früchte verkauft werden. Es laufen auch Kinder umher, die Früchte verkaufen.

Verkaufsstände Agua Azul

Außerdem kommen die Touristen vor allem in der Hochsaison in Scharen, sodass man sich darauf einstellen kann, auch mal zehn Minuten zu warten, bis man an der Reihe ist, auf die Fotoposition zu kommen. Dadurch geht leider ein großer Teil der Atmosphäre verloren, weil ungestörtes Genießen der wundervollen Landschaft nahezu unmöglich gemacht wird.

Misol-Ha

Misol-Ha ist ein 35 Meter hoher Wasserfall, der in der Regenzeit wohl beeindruckend breit ist. Als ich dort war, war er relativ schmal.

Misol Ha

Man kann wohl nicht beides haben: einen schönen breiten Wasserfall in Misol-Ha und türkises Wasser in Agua Azul…

Du gelangst innerhalb von drei Minuten vom Parkplatz mit einem überteuerten Restaurant zum großen Wasserbecken, in das sich Misol-Ha ergießt. Auch hier musst du möglicherweise warten, bis du auf die Fotoposition kannst.

Hinter dem Wasserfall führt ein Weg entlang zu einer kleinen Höhle.

Tunnel hinter dem Wasserfall Misol-Ha.JPG

Von Misol-Ha sind es nur noch 30 Kilometer bis nach Palenque.

Palenque

Palenque ist eine archäologische Ausgrabungsstätte mit Maya-Ruinen, die mitten im Regenwald liegt. Die Stadt wurde auf Terrassen angelegt und von ihr sind erst 5 Prozent freigelegt. Der Rest verbirgt sich noch unter dem Wald, der über die Ruinen gewachsen ist.

Maya-Ruinen in Palenque

Du kannst eine Tagestour von San Cristóbal buchen und an einem einzigen Tag Agua Azul, Misol-Ha und Palenque besichtigen. Allerdings bleibt dir dann nicht viel Zeit für die einzelnen Orte, was du wahrscheinlich spätestens in Palenque bereuen könntest.

Ruinen durch die Büsche in Palenque

Palenque Ruinen

Ich war zweieinhalb Stunden in der Anlage, hätte aber auch deutlich länger bleiben können. Ich bin nur raus, weil ich ein bisschen spät dran war und die Anlage dann geschlossen hat.

Der Tempel der Inschriften ist wohl zusammen mit dem Palast, der ihm gegenüber liegt, das bekannteste Gebäude der Ausgrabungsstätte. Diese Gruppe bildet auch das Zentrum.

Ruine in Palenque

Pyramiden in Palenque

Neben der Kreuzgruppe gibt es noch weitere allein stehende Gebäude.

Pyramide durch die Bäume

Der Weg führt irgendwann rechts in den Wald hinein. Geh da nur lang, wenn du den Rest der Anlage bereits gesehen hast. Dort geht es zu einem der Ausgänge und man kann nicht zurück.

Über eine Treppe kommt man auf tiefer gelegene Terrassen. Dieser Teil ist nicht vollständig freigelegt und es scheint, als wären Ruinen und Natur eins.

Ruinen in der Idylle Palenque

Neben den Ruinen fließen Bäche entlang, es gibt kleine Wasserfälle und wenn du die Augen schließt, kannst du dir beinahe vorstellen, wie es hier vor 600 Jahren gewesen sein muss.

Idylle in Palenque

Brücke in Palenque

Idylle durch die Büsche Palenque

Ich hätte sehr gerne noch ein paar Stunden dort verbracht und den Geräuschen des Waldes gelauscht.

Warst du schon mal in Palenque? Oder warst du von einer anderen Maya-Ruine ähnlich begeistert wie ich von dieser? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

 

Deine Barbara

PS: ***WERBUNG*** Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Shoestring entstanden, die mich auf die Reise eingeladen haben.

 

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Reisen in Guatemala – Maya-Ruinen, Kolonialstädte und Vulkane

Reisen in Guatemala – Maya-Ruinen, Kolonialstädte und Vulkane

Reisen in Guatemala – Maya-Ruinen, Kolonialstädte und Vulkane

Reisen in Guatemala stand eigentlich gar nicht weit oben auf meiner Bucket List. Das muss ich zu meiner Schande gestehen. Aber ähnlich wie Chile – in das ich mich spätestens in Valparaíso total verliebt habe – für mich immer von seinem übermächtigen Nachbarn Argentinien aus meinem Kopf verdrängt wurde, habe ich auch in dieser Region immer nur Mexiko vor Augen gehabt.

Als ich im März dann aber am Guatemala-Stand auf der ITB entlang lief, war ich mir der Nähe zu meinem nächsten Reiseziel Mexiko durchaus bewusst und sprach den Tour Operator Martsam an. Wir waren uns gleich sympathisch, also luden sie mich in ihre Heimat ein.

Gesagt, getan! Das Team organisierte mir einen einwöchigen Aufenthalt.

Reisen in Guatemala – Flores, Tikal und Yaxhá

Los ging es auf der süßen, kleinen Insel Flores. Das war mein Ausgangspunkt für zwei Tagesausflüge: nach Tikal, der bekanntesten Maya-Stätte in Guatemala und nach Yaxhá, ebenfalls Maya-Ruinen, aber etwas weniger touristisch.

Für die Tagestour nach Tikal wurde ich um 7 Uhr in meinem Hotel abgeholt. Ganz schön früh für meinen Geschmack, aber je früher man ist, desto ist die Chance, dass man ein paar Tiere zu sehen bekommt.

Auf dem Weg hielten wir an einem der größten Seen des Landes: dem Petén Itzá See mit dem größten Krokodil der Welt. Das ist natürlich ein Scherz, denn die Einwohner bestehen darauf, dass die Form des angrenzenden Bergs die eines Krokodils ist. Was meinst du dazu?

Das größte Krokodil der Welt am Lage Petén Itzá

Aber auch die Laguna an sich ist einen kurzen Halt wert, oder?

Petén Itzá See

Tikal liegt mitten im Regenwald und ist nicht nur die wichtigste Maya-Stätte Guatemalas, sondern auch eine der am besten erforschten der Maya-Welt. Die Tour führt durch den Wald hindurch, da die einzelnen Ruinen verteilt sind und nicht wie in Ek Balam um einen einzigen Platz herum liegen.

Tikal Maya-Pyramide

Einige der Pyramiden kann man besteigen, so zum Beispiel gleich die erste, auf die man trifft: eine der Zwillingspyramiden, vor der eine Schamanin ein Ritual durchführte. Ich habe mich nicht getraut, sie anzusprechen, obwohl sie sehr freundlich schien. Aber ich habe sehr großen Respekt vor diesen alten Traditionen und möchte nicht bei etwas stören, dass ich nicht verstehe. Auf jeden Fall können Schamanen und andere, die ein Maya-Ritual durchführen möchten, dies ganz einfach hier tun, ohne Eintritt zu bezahlen.

Schamanin in Tikal

Danach ging es auch schon Richtung Tempel IV, dem mit 70 Metern höchsten Tempel der Anlage, auf den ich geschlagene fünf Minuten hoch brauchte. Der Ausblick von dort zeigt ein Bild, das Star Wars Fans nicht unbekannt sein dürfte. Denn George Lucas nutzte Tikal als Schauplatz für den ersten Film der Saga: Krieg der Sterne.

Tikal Ausblick Tempel IV

An verschiedenen kleineren Plätzen vorbei ging es schon zum letzten Ziel, dem Großen Platz mit den Tempeln I (auch Tempel des Großen Jaguar genannt) und II, von dem man einen wundervollen Ausblick auf den Platz und den gegenüberliegenden Tempel I hat. Ein würdiger Abschluss für einen tollen Tag!

Am Großen Platz von Tikal

Der Tempel des Großen Jaguar

Hier ist mein Video dazu:

Tikal

Am Abend genieße ich die Streetfood-Stände, die in Flores direkt am Wasser zu finden sind, und den atemberaubenden Sonnenuntergang von der Dachterrasse meines Hotels Casa Amelia*.

Sonnenuntergang in Flores durch Streben

Am nächsten Tag geht es zu einer etwas humaneren Zeit nach Yaxhá. Um 11 Uhr werde ich abgeholt.

Die Anlage lag wie verlassen da. Während meiner drei Stunden vor Ort, begegneten wir einem einzigen weiteren Reisenden. Es war also nicht ganz so verwunderlich, dass wir direkt zu Beginn einem Brüllaffen beobachten konnten, der seine Siesta unterbrochen hat und vom Baum heruntergekommen ist, um Wasser zu trinken.

Brüllaffe am Boden

Er schien über uns hingegen sehr überrascht zu sein und floh sofort zurück in die Sicherheit der Baumkronen.

Die Tempel waren ähnlich beeindruckend wie in Tikal. Allerdings sind mir hier viel mehr kleine Hügel aufgefallen, unter denen sich weitere Ruinen befinden, die bisher nicht ausgegraben wurden, weil es zum Einen viel Arbeit ist und zum Anderen die Pyramiden auch Wind und Wetter ausgesetzt sind, sobald sie freigelegt sind. Sie erstmal nicht auszugraben, dient also ihrem eigenen Schutz.

Pyramiden in Yaxhá

Der durstige Brüllaffe sollte nicht das einzige Tier gewesen sein, dass ich zu sehen bekomme. Ich beobachtete zwei Brüllaffenfamilien beim Kampf um das Territorium. In meinem Video zu Yaxhá kannst du dir einen Eindruck davon verschaffen, wie sich so etwas anhört. Mach dich auf was gefasst! Denn der Brüllaffe ist das lauteste Tier an Land, der wahre König des Dschungels, wie mein Tourguide anmerkte.

Von der Spitze einer einsamen Pyramide konnte ich außerdem Tukane und Montezuma-Stirnvögel beobachten. Tukane sind zwar deutlich schöner, aber Montezuma-Stirnvögel sind die interessanteren. Sie bauen ihre Nester nämlich hängend zwischen die Äste der höchsten Bäume.

Das Highlight einer jeden Yaxhá-Tour ist der Tempel 216, der auch der Tempel der roten Hände genannt wird. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf den Regenwald, unter dessen Dach die meisten Pyramiden verschwinden, und über die Laguna Yaxhá.

Blick vom Tempel 216 auf die Laguna Yaxhá

Versuche deinen Ausflug so zu planen, dass du gegen Sonnenuntergang dort bist. Ich war leider zwei Stunden zu früh und wollte nicht so lange warten.

In meinem Video kannst du einen Eindruck bekommen, wie es dort ist:

Tikal

Reisen in Guatemala – Antigua und der Vulkan Pacaya

Die ehemalige Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika ist nicht umsonst seit über 35 Jahren Weltkulturerbe. Antigua ist eine entzückende Kleinstadt, deren bunte Häuser und erhabenen Arkaden vor allem dann zur Geltung kommen, wenn man die Vulkane, die sich in der nahen Umgebung erheben, im Hintergrund sieht. Dieser Ausblick ist spektakulär.

Leider weiß auch ich das nur von Bildern anderer, denn ich hatte das Pech, zur Zeit der Bruma dort zu sein. Das sind Wolken, die die Stadt während der gesamten Regenzeit umhüllen. Die beste Zeit für eine klare Sicht ist im November oder Dezember. Meine beste Sicht war diese hier:

Blick auf einen Vulkan von Antigua Guatemala

Aber die Wolken konnten mich nicht davon abhalten, die Stadt mit ihren farbenfrohen Häusern, den grünen Platzen und imposanten Kirchen zu erkunden.

Kirche in Antigua Guatemala

Im Kloster von Antigua Guatemala

Torbogen Antigua Guatemala

Hier kannst du einfach durch die Straßen laufen. Jedes Haus, jede Straße ist es wert, dass man sie näher betrachtet. Nicht selten verbirgen sich in Hauseingängen wunderschöne Innenhöfe, die mit kleinen Cafés zum Entspannen einladen. Deine Füße werden es dir danken!

Im Klostergarten in Antigua Guatemala

An einem Tag solltest du auf jeden Fall auf einen der Vulkane. Der Volcán del Fuego ist angeblich eine 10/10, wenn es um den Schwierigkeitsgrad geht, und wohl absolut nichts für ungeübte Wanderer. Ich bin deswegen auf den leicht zu begehenden Vulkan Pacaya rauf. Da ich mir nur eine gute Woche zuvor auch noch den Fuß umgeknickt hatte, habe ich außerdem ein Pferd genommen.

Reiten auf dem Vulkan Pacaya

Die anderen fanden die Wanderung aber alles andere als schwer und wenn du gerne läufst, kannst du das hier bedenkenlos tun. Allerdings verdienen die Einheimischen daran, wenn du dir ein Pferd nimmst. Wenn du also nicht nur deine Füße schonen, sondern auch was gutes tun möchtest, reite einfach nach oben.

Volcán de Agua y Volcán de Fuego

Die Pferdeguides stehen am Anfang des Wanderpfades bereit und begleiten dich bis nach oben. Als ich dort war, kostete es 200 Quetzales (etwa 25 Euro), wenn man zu Pferd rauf und runter wollte.

Der Ausblick ist es definitiv wert. Man sieht von oben den Volcán de Fuego (der aktiv ist und etwa alle 15 Minuten kleinere Explosionen hat) und den Volcán de Agua sowie das Tal. Die Landschaft dortoben sieht in etwa so aus, wie wir uns wahrscheinlich den Mond vorstellen. Rabenschwarze Lava , die in eine grüne Buschlandschaft eingebettet ist.

Ausblick vom Pacaya auf den Volcán de Agua

Krater des Vulkan Pacaya

Wenn du gute Sicht auf den Volcán del Fuego hast, solltest du sogar die ein oder andere Explosion beobachten können. Alle 15 Minuten findet eine kleine Eruption statt und etwa einmal in der Woche eine größere.

Explosion Volcán del Fuego

Reisen in Guatemala – Chichicastenango und der Lago de Atitlan

Der Markt von Chichicastenango ist in ganz Guatemala bekannt. Er ist riesig, wunderschön und ein wenig gefährlich.

Markt Chichicastenango

Marktszene Chichicastenango

Szene auf dem Markt in Chichicastenango

Vielleicht macht auch gerade dieser Hauch Gefahr für einige den Reiz aus. Denn dadurch, dass der Markt so gut besucht ist, haben Langfinger es leicht. Unbemerkt können sie sich an ihr Opfer annähern und mit einer schnellen Handbewegung hattest du mal ein Handy… Mir fiel es ein bisschen schwer, mich auf die Schönheit in all dem zu konzentrieren. Aber sie ist definitiv da!

Frauen auf dem Markt in Chichicastenango

Gemüseverkäuferinnen Chichicastenango

Und wenn du noch ein Souvenir von deinen Reisen in Guatemala brauchst, wirst du hier garantiert fündig.

An zwei Seiten des Marktes findest du eine Kirche, die einen kurzen Besuch wert ist.

Kirche Chichicastenango

Nicht nur an den Marktständen, die sich in endlich scheinenden Reihen aneinander ketten, sondern auch direkt auf den Treppen der Kirche werden Waren feilgeboten.

Auf dem Markt in Chichicastenango

Frau mit Kind auf dem Markt in Chichicastenango

Chichicastenango war für mich nur ein Zwischenstopp von Antigua zum Lago de Atitlan, wo ich zwei Stunden später ins Hotel eincheckte.

Der Ort, in dem die meisten Touristen unterkommen, um den Lago de Atitlan zu erkunden, ist Pajachel. Der Ort ist recht klein und es gibt nur eine Hauptstraße, auf der alle möglichen Waren anboten werden und wo du am Abend leckeres und günstiges Streetfood bekommst.

Meine erste Nacht in Pajachel war ziemlich kurz. Denn mir wurde empfohlen, dass ich um 6 Uhr an den See gehen sollte, weil da das Licht am schönsten ist. Und so war es! Die Sonne ging in meinem Rücken auf und schickte glänzende Strahlen über das noch ruhige Wasser.

Sonnenaufgang Panajachel am Lago de Atitlan

Sonnenaufgang Pajachel

Ich habe jede Sekunde hier genossen und mich im Schneidersitz auf einen der Stege gesetzt.

Sonnenaufgang in Panajachel Lago de Atitlan

Um 9 Uhr wurde ich zu meiner Tour abgeholt. Wir fuhren mit dem Boot zu zwei Dörfern auf der anderen Seite des Sees.

Barbara auf einem Boot im Lago de Atitlan

In den Dörfern werden viele Maya-Traditionen am Leben gehalten. Teil der Tour war der Besuch in einem Tuchladen, einem Kräutergarten und bei einer Dame namens Doña María, die bis heute den Tocoyal, einen typischen Damenhut, der um die Haare herum gewickelt wird, trägt.

Tucherstellung am Lage de Atitlan

María am Lago de Atitlan

Ich habe die einzigartige Atmosphäre in den Dörfern wirklich sehr genossen. Ich hätte den ganzen Tag einfach nur an der Kirche sitzen und die Einheimischen beobachten können.

Kirche am Lago de Atitlan

Vier Maya-Schülerinnen

Meine Woche auf Reisen in Guatemala ging schneller rum, als ich gucken konnte. Ich habe unglaublich schöne Orte sehen dürfen, während Touren die Hintergründe zur Maya-Kultur und ihren Traditionen erfahren dürfen und las but not least wahnsinnig nette Menschen kennengelernt. Ich bin Martsam sehr dankbar für diese tolle Woche!

Was meinst du? Lohnt sich das Reisen in Guatemala? Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und beim nächsten Mal bleibe ich ein bisschen länger!

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist entstanden, weil Martsam so freundlich war, mich nach Guatemala einzuladen und mich bei der Planung und Umsetzung der Reise zu unterstützen. Meine Meinung ist und bleibt jedoch die meinige und wurde von dieser Zusammenarbeit nicht beeinflusst.

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