Reisen in Guatemala – Maya-Ruinen, Kolonialstädte und Vulkane

Reisen in Guatemala – Maya-Ruinen, Kolonialstädte und Vulkane

Reisen in Guatemala – Maya-Ruinen, Kolonialstädte und Vulkane

Reisen in Guatemala stand eigentlich gar nicht weit oben auf meiner Bucket List. Das muss ich zu meiner Schande gestehen. Aber ähnlich wie Chile – in das ich mich spätestens in Valparaíso total verliebt habe – für mich immer von seinem übermächtigen Nachbarn Argentinien aus meinem Kopf verdrängt wurde, habe ich auch in dieser Region immer nur Mexiko vor Augen gehabt.

Als ich im März dann aber am Guatemala-Stand auf der ITB entlang lief, war ich mir der Nähe zu meinem nächsten Reiseziel Mexiko durchaus bewusst und sprach den Tour Operator Martsam an. Wir waren uns gleich sympathisch, also luden sie mich in ihre Heimat ein.

Gesagt, getan! Das Team organisierte mir einen einwöchigen Aufenthalt.

Reisen in Guatemala – Flores, Tikal und Yaxhá

Los ging es auf der süßen, kleinen Insel Flores. Das war mein Ausgangspunkt für zwei Tagesausflüge: nach Tikal, der bekanntesten Maya-Stätte in Guatemala und nach Yaxhá, ebenfalls Maya-Ruinen, aber etwas weniger touristisch.

Für die Tagestour nach Tikal wurde ich um 7 Uhr in meinem Hotel abgeholt. Ganz schön früh für meinen Geschmack, aber je früher man ist, desto ist die Chance, dass man ein paar Tiere zu sehen bekommt.

Auf dem Weg hielten wir an einem der größten Seen des Landes: dem Petén Itzá See mit dem größten Krokodil der Welt. Das ist natürlich ein Scherz, denn die Einwohner bestehen darauf, dass die Form des angrenzenden Bergs die eines Krokodils ist. Was meinst du dazu?

Das größte Krokodil der Welt am Lage Petén Itzá

Aber auch die Laguna an sich ist einen kurzen Halt wert, oder?

Petén Itzá See

Tikal liegt mitten im Regenwald und ist nicht nur die wichtigste Maya-Stätte Guatemalas, sondern auch eine der am besten erforschten der Maya-Welt. Die Tour führt durch den Wald hindurch, da die einzelnen Ruinen verteilt sind und nicht wie in Ek Balam um einen einzigen Platz herum liegen.

Tikal Maya-Pyramide

Einige der Pyramiden kann man besteigen, so zum Beispiel gleich die erste, auf die man trifft: eine der Zwillingspyramiden, vor der eine Schamanin ein Ritual durchführte. Ich habe mich nicht getraut, sie anzusprechen, obwohl sie sehr freundlich schien. Aber ich habe sehr großen Respekt vor diesen alten Traditionen und möchte nicht bei etwas stören, dass ich nicht verstehe. Auf jeden Fall können Schamanen und andere, die ein Maya-Ritual durchführen möchten, dies ganz einfach hier tun, ohne Eintritt zu bezahlen.

Schamanin in Tikal

Danach ging es auch schon Richtung Tempel IV, dem mit 70 Metern höchsten Tempel der Anlage, auf den ich geschlagene fünf Minuten hoch brauchte. Der Ausblick von dort zeigt ein Bild, das Star Wars Fans nicht unbekannt sein dürfte. Denn George Lucas nutzte Tikal als Schauplatz für den ersten Film der Saga: Krieg der Sterne.

Tikal Ausblick Tempel IV

An verschiedenen kleineren Plätzen vorbei ging es schon zum letzten Ziel, dem Großen Platz mit den Tempeln I (auch Tempel des Großen Jaguar genannt) und II, von dem man einen wundervollen Ausblick auf den Platz und den gegenüberliegenden Tempel I hat. Ein würdiger Abschluss für einen tollen Tag!

Am Großen Platz von Tikal

Der Tempel des Großen Jaguar

Hier ist mein Video dazu:

Tikal

Am Abend genieße ich die Streetfood-Stände, die in Flores direkt am Wasser zu finden sind, und den atemberaubenden Sonnenuntergang von der Dachterrasse meines Hotels Casa Amelia*.

Sonnenuntergang in Flores durch Streben

Am nächsten Tag geht es zu einer etwas humaneren Zeit nach Yaxhá. Um 11 Uhr werde ich abgeholt.

Die Anlage lag wie verlassen da. Während meiner drei Stunden vor Ort, begegneten wir einem einzigen weiteren Reisenden. Es war also nicht ganz so verwunderlich, dass wir direkt zu Beginn einem Brüllaffen beobachten konnten, der seine Siesta unterbrochen hat und vom Baum heruntergekommen ist, um Wasser zu trinken.

Brüllaffe am Boden

Er schien über uns hingegen sehr überrascht zu sein und floh sofort zurück in die Sicherheit der Baumkronen.

Die Tempel waren ähnlich beeindruckend wie in Tikal. Allerdings sind mir hier viel mehr kleine Hügel aufgefallen, unter denen sich weitere Ruinen befinden, die bisher nicht ausgegraben wurden, weil es zum Einen viel Arbeit ist und zum Anderen die Pyramiden auch Wind und Wetter ausgesetzt sind, sobald sie freigelegt sind. Sie erstmal nicht auszugraben, dient also ihrem eigenen Schutz.

Pyramiden in Yaxhá

Der durstige Brüllaffe sollte nicht das einzige Tier gewesen sein, dass ich zu sehen bekomme. Ich beobachtete zwei Brüllaffenfamilien beim Kampf um das Territorium. In meinem Video zu Yaxhá kannst du dir einen Eindruck davon verschaffen, wie sich so etwas anhört. Mach dich auf was gefasst! Denn der Brüllaffe ist das lauteste Tier an Land, der wahre König des Dschungels, wie mein Tourguide anmerkte.

Von der Spitze einer einsamen Pyramide konnte ich außerdem Tukane und Montezuma-Stirnvögel beobachten. Tukane sind zwar deutlich schöner, aber Montezuma-Stirnvögel sind die interessanteren. Sie bauen ihre Nester nämlich hängend zwischen die Äste der höchsten Bäume.

Das Highlight einer jeden Yaxhá-Tour ist der Tempel 216, der auch der Tempel der roten Hände genannt wird. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf den Regenwald, unter dessen Dach die meisten Pyramiden verschwinden, und über die Laguna Yaxhá.

Blick vom Tempel 216 auf die Laguna Yaxhá

Versuche deinen Ausflug so zu planen, dass du gegen Sonnenuntergang dort bist. Ich war leider zwei Stunden zu früh und wollte nicht so lange warten.

In meinem Video kannst du einen Eindruck bekommen, wie es dort ist:

Tikal

Reisen in Guatemala – Antigua und der Vulkan Pacaya

Die ehemalige Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika ist nicht umsonst seit über 35 Jahren Weltkulturerbe. Antigua ist eine entzückende Kleinstadt, deren bunte Häuser und erhabenen Arkaden vor allem dann zur Geltung kommen, wenn man die Vulkane, die sich in der nahen Umgebung erheben, im Hintergrund sieht. Dieser Ausblick ist spektakulär.

Leider weiß auch ich das nur von Bildern anderer, denn ich hatte das Pech, zur Zeit der Bruma dort zu sein. Das sind Wolken, die die Stadt während der gesamten Regenzeit umhüllen. Die beste Zeit für eine klare Sicht ist im November oder Dezember. Meine beste Sicht war diese hier:

Blick auf einen Vulkan von Antigua Guatemala

Aber die Wolken konnten mich nicht davon abhalten, die Stadt mit ihren farbenfrohen Häusern, den grünen Platzen und imposanten Kirchen zu erkunden.

Kirche in Antigua Guatemala

Im Kloster von Antigua Guatemala

Torbogen Antigua Guatemala

Hier kannst du einfach durch die Straßen laufen. Jedes Haus, jede Straße ist es wert, dass man sie näher betrachtet. Nicht selten verbirgen sich in Hauseingängen wunderschöne Innenhöfe, die mit kleinen Cafés zum Entspannen einladen. Deine Füße werden es dir danken!

Im Klostergarten in Antigua Guatemala

An einem Tag solltest du auf jeden Fall auf einen der Vulkane. Der Volcán del Fuego ist angeblich eine 10/10, wenn es um den Schwierigkeitsgrad geht, und wohl absolut nichts für ungeübte Wanderer. Ich bin deswegen auf den leicht zu begehenden Vulkan Pacaya rauf. Da ich mir nur eine gute Woche zuvor auch noch den Fuß umgeknickt hatte, habe ich außerdem ein Pferd genommen.

Reiten auf dem Vulkan Pacaya

Die anderen fanden die Wanderung aber alles andere als schwer und wenn du gerne läufst, kannst du das hier bedenkenlos tun. Allerdings verdienen die Einheimischen daran, wenn du dir ein Pferd nimmst. Wenn du also nicht nur deine Füße schonen, sondern auch was gutes tun möchtest, reite einfach nach oben.

Volcán de Agua y Volcán de Fuego

Die Pferdeguides stehen am Anfang des Wanderpfades bereit und begleiten dich bis nach oben. Als ich dort war, kostete es 200 Quetzales (etwa 25 Euro), wenn man zu Pferd rauf und runter wollte.

Der Ausblick ist es definitiv wert. Man sieht von oben den Volcán de Fuego (der aktiv ist und etwa alle 15 Minuten kleinere Explosionen hat) und den Volcán de Agua sowie das Tal. Die Landschaft dortoben sieht in etwa so aus, wie wir uns wahrscheinlich den Mond vorstellen. Rabenschwarze Lava , die in eine grüne Buschlandschaft eingebettet ist.

Ausblick vom Pacaya auf den Volcán de Agua

Krater des Vulkan Pacaya

Wenn du gute Sicht auf den Volcán del Fuego hast, solltest du sogar die ein oder andere Explosion beobachten können. Alle 15 Minuten findet eine kleine Eruption statt und etwa einmal in der Woche eine größere.

Explosion Volcán del Fuego

Reisen in Guatemala – Chichicastenango und der Lago de Atitlan

Der Markt von Chichicastenango ist in ganz Guatemala bekannt. Er ist riesig, wunderschön und ein wenig gefährlich.

Markt Chichicastenango

Marktszene Chichicastenango

Szene auf dem Markt in Chichicastenango

Vielleicht macht auch gerade dieser Hauch Gefahr für einige den Reiz aus. Denn dadurch, dass der Markt so gut besucht ist, haben Langfinger es leicht. Unbemerkt können sie sich an ihr Opfer annähern und mit einer schnellen Handbewegung hattest du mal ein Handy… Mir fiel es ein bisschen schwer, mich auf die Schönheit in all dem zu konzentrieren. Aber sie ist definitiv da!

Frauen auf dem Markt in Chichicastenango

Gemüseverkäuferinnen Chichicastenango

Und wenn du noch ein Souvenir von deinen Reisen in Guatemala brauchst, wirst du hier garantiert fündig.

An zwei Seiten des Marktes findest du eine Kirche, die einen kurzen Besuch wert ist.

Kirche Chichicastenango

Nicht nur an den Marktständen, die sich in endlich scheinenden Reihen aneinander ketten, sondern auch direkt auf den Treppen der Kirche werden Waren feilgeboten.

Auf dem Markt in Chichicastenango

Frau mit Kind auf dem Markt in Chichicastenango

Chichicastenango war für mich nur ein Zwischenstopp von Antigua zum Lago de Atitlan, wo ich zwei Stunden später ins Hotel eincheckte.

Der Ort, in dem die meisten Touristen unterkommen, um den Lago de Atitlan zu erkunden, ist Pajachel. Der Ort ist recht klein und es gibt nur eine Hauptstraße, auf der alle möglichen Waren anboten werden und wo du am Abend leckeres und günstiges Streetfood bekommst.

Meine erste Nacht in Pajachel war ziemlich kurz. Denn mir wurde empfohlen, dass ich um 6 Uhr an den See gehen sollte, weil da das Licht am schönsten ist. Und so war es! Die Sonne ging in meinem Rücken auf und schickte glänzende Strahlen über das noch ruhige Wasser.

Sonnenaufgang Panajachel am Lago de Atitlan

Sonnenaufgang Pajachel

Ich habe jede Sekunde hier genossen und mich im Schneidersitz auf einen der Stege gesetzt.

Sonnenaufgang in Panajachel Lago de Atitlan

Um 9 Uhr wurde ich zu meiner Tour abgeholt. Wir fuhren mit dem Boot zu zwei Dörfern auf der anderen Seite des Sees.

Barbara auf einem Boot im Lago de Atitlan

In den Dörfern werden viele Maya-Traditionen am Leben gehalten. Teil der Tour war der Besuch in einem Tuchladen, einem Kräutergarten und bei einer Dame namens Doña María, die bis heute den Tocoyal, einen typischen Damenhut, der um die Haare herum gewickelt wird, trägt.

Tucherstellung am Lage de Atitlan

María am Lago de Atitlan

Ich habe die einzigartige Atmosphäre in den Dörfern wirklich sehr genossen. Ich hätte den ganzen Tag einfach nur an der Kirche sitzen und die Einheimischen beobachten können.

Kirche am Lago de Atitlan

Vier Maya-Schülerinnen

Meine Woche auf Reisen in Guatemala ging schneller rum, als ich gucken konnte. Ich habe unglaublich schöne Orte sehen dürfen, während Touren die Hintergründe zur Maya-Kultur und ihren Traditionen erfahren dürfen und las but not least wahnsinnig nette Menschen kennengelernt. Ich bin Martsam sehr dankbar für diese tolle Woche!

Was meinst du? Lohnt sich das Reisen in Guatemala? Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und beim nächsten Mal bleibe ich ein bisschen länger!

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist entstanden, weil Martsam so freundlich war, mich nach Guatemala einzuladen und mich bei der Planung und Umsetzung der Reise zu unterstützen. Meine Meinung ist und bleibt jedoch die meinige und wurde von dieser Zusammenarbeit nicht beeinflusst.

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Barbara auf den Ruinen in
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PALENQUE – VON WASSERFÄLLEN UND MAYARUINEN
Kirche von Chamula
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SAN CRISTOBAL DE LAS CASAS

Ruine-in-Palenque
LATEINAMERIKA

7 MAYA-RUINEN

Gruß aus Bacalar

Gruß aus Bacalar

Gruß aus Bacalar

Bacalar ist ein Ort im Süden des mexikanischen Bundesstaates Quintana Roo und gehört unbedingt auf deine Bucket List für Mexiko. Er wurde als Pueblo Mágico (Magische Ort) ausgezeichnet und liegt direkt an der Laguna de los Siete Colores (Lagune der Sieben Farben), die ihren Namen durch die angeblich sieben verschiedenen Blautöne erhalten hat, in der die Lagune erstrahlt. Unglaublich schön! Bacalar und die Laguna de los Siete Colores

Die Laguna de los Siete Colores

Als ich dort war, hatte ich das Gefühl, mich in einem Poster zu befinden. Ich kam gerade von der malerischen Insel Holbox, die im Golf von Mexiko liegt. Auch dort hatte das Wasser eine faszinierende, fast schon hypnotisierende Farbe. Aber hier war sie einfach perfekt. Deswegen konnte ich nicht aufhören hinzuschauen und habe mich einfach in eines dieser kleinen Häuschen gesetzt und den Ausblick genossen. Main-Header-Bacalar

Die Festung Fuerte de San Felipe

Direkt am Wasser wurde zur Abwehr gegen Piraten die Festung Fuerte de San Felipe gebaut, da Bacalar und die Lagune im 17. Jahrhundert regelmäßig heimgesucht wurden. Heute ist das Gebäude ein kleines Museum ist. Barbara springt im Fuerte San Felipe Museum im Fuerte San Felipe Von hier hast du einen wunderbaren Blick auf die Laguna. Am besten gehst du gleich auf den Turm am Rande des Innenhofs. Von der ist der Ausblick atemberaubend. Ausblick auf die Laguna de los Siete Colores In den Räumen der Festung bekommst zusätzlich einen umfassenden und anschaulichen Überblick über die Geschichte der Region. Neben viele Tafeln und Zeitschienen wirst du hier auch einige Exponate wie Waffen oder Objekte der Gründer der Stadt zu sehen bekommen. Ich fand es wahnsinnig interessant! Fuerte San Felipe

Mein Vlog aus Bacalar

Schau mal in mein Vlog rein… Das ist ganz schön katastrophal gelaufen. Warum? Schau selbst:

Gruß aus Bacalar

Ist Bacalar nicht ein Traum? Nimm dir unbedingt zwei Tage Zeit, um diesen Ort zu genießen! Deine Barbara

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San Cristobal und Umgebung –  Ein Pueblo Mágico in Mexikos Bergen

San Cristobal und Umgebung – Ein Pueblo Mágico in Mexikos Bergen

San Cristobal und Umgebung – Ein Pueblo Mágico in Mexikos Bergen

San Cristobal de las Casas liegt in den Bergen des mexikanischen Bundesstaates Chiapas, im Südosten des Landes. Zusammen mit dem Weltkulturerbe Palenque ist es der touristisch bekannteste Ort der Gegend, der zudem als Pueblo Mágico (magischer Ort) ausgezeichnet wurde.

Guadalupe

Dank Shoestring und dem einfachen Baukastensystem, mit dem du dir deine Reise individuell zusammenstellen kannst, habe ich wundervolle 10 Tage in San Cristóbal verbringen können. Das war eine Individualreise. Wenn du lesen möchtest, wie eine Rundreise in einer kleinen Gruppe durch Mexiko aussehen kann, schau mal bei 2ontheGo vorbei!

Hier spürt man an jeder Ecke das Flair der Kolonialzeit. Die bunten Fassaden, die großen Plätze, die von Arkaden gesäumt sind, und die strahlenden Kirchen, in denen die bekehrten Ureinwohner zu einem fremden Gott beten sollten.

San Cristóbal

Fußgängerzone San Cristóbal

Ausblick Guadalupe

Wenn du mal hier sein solltest und einen Ort suchst, an dem du entspannt arbeiten möchtest, empfehle ich dir das Wakamole. Es ist ganz in der Nähe von der Plaza Central und ist auch noch ziemlich günstig. Ich habe einen Großteil meiner Zeit in San Cristobal hier verbracht, weil das WLAN das schnellste von allen Orten war, an denen ich es getestet habe.

San Juan Chamula

Bis heute leben in der Umgebung von San Cristobal vor allem Mayas, die meisten vom Stamm der Tzotzil. In Dörfern wie San Juan Chamula werden die Traditionen und Lebensweisen bis heute gepflegt, sodass man sie hautnah und live erleben kann.

Bei meinem Besuch dort konnte ich nicht nur sehen, wie sie in einer eigentlich katholischen Kirche zu den Göttern der Maya beten und ihnen sogar Tieropfer darbieten, sondern auch wie eine Prozession über den Platz vor der Kirche zog, die von Böllern und Feuerwerk begleitet wurde, wodurch das Ende eines bestimmten religiösen Kapitels angezeigt wird.

Kirche von Chamula

In der Kirche ist es leider verboten, Fotos oder Videos zu machen, sodass ich dir nicht zeigen kann, wie die Atmosphäre ist. Wenn du reinkommst, müssen sich deine Augen erst ein wenig an die Dunkelheit gewöhnen. Denn die Kirche ist ausschließlich von Kerzen beleuchtet. Davon gibt es jedoch unzählige.

Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte: Der Boden war nahezu vollständig mit vertrockneten Tannennadeln und Blättern bedeckt, während die Decke von den vielen Tüchern  und Segeln versteckt wurde.

An den Seiten stehen Statuen – eigentlich möchte ich sie fast schon als Puppen bezeichnen – von Heiligen, die alle einen Spiegel um den Hals tragen (der Heilige hält dir den Spiegel vor) und in Vitrinen untergebracht sind. Davor wiederum stehen Tische, auf denen dicht an dicht Kerzen in stillem Flackern herunterbrennen.

Auf dem Boden sitzen ganze Familien eng an einander geschmiegt, in ihr Gebet aus murmelndem Singsang versunken, Cola- und Limonadenflaschen neben sich, hunderte schmaler Kerzen vor sich. Schnell verstehe ich: So ein Gebet dauert etwas länger.

Ich erlebe mit, wie eine Gruppe aufbricht, nachdem die Kerzen runtergebracht sind. Die Fläche, auf der sie zuvor standen, besteht nur noch aus einer einzigen großen Wachsfläche. Mit einem Spachtel wird alles entfernt und in einem Eimer gegeben. Es dauert keine zwei Minuten, da kommen die nächsten, um hier im Gebet zu versinken.

Ich beobachte, wie sie die Kerzen aufbauen. Es gibt drei Päckchen, in Zeitungspapier eingewickelt. Jedes Päckchen enthält gut 100 schmale Kerzen. Der ältere Mann kniet sich hin, nimmt den ersten Packen mit Kerzen und tunkt immer drei gleichzeitig in das flüssige Wachs einer bereits brennenden, dicken Kerze und stellt sie dann schnell auf den Boden. So bleiben sie kleben. Es dauert eine Weile, bis das erste Päckchen leer ist. Darin waren weiße Kerzen.

Im zweiten Päckchen befinden sich bunte Kerzen, die ein wenig höher sind, aber ebenso schmal. Das Spiel geht von vorne los und nach weiteren Minuten, die ich wie in Trance auf die flinken Hände schaue, wie sie die Kerzen packen, in das Wachs tunken und auf den Boden stecken, entsteht plötzlich eine zweite Reihe. Selbes Spiel mit dem dritten Päckchen, das kurz darauf die dritte Reihe bildet. Nun beginnt die gesamte Familie zu beten.

Ein für mich unverständliches, aber faszinierendes Ritual.

Lagos de Montebello

Etwa drei Autostunden von San Cristóbal (aber nur wenig mehr als 100 Kilometer) liegen die bekannten Seen Lagos de Montebello. Dabei handelt es sich um über 50 Seen, von denen die meisten kristallklar sind und in verschiedenen Blautönen erstrahlen.

Ich habe mir zusammen mit meiner Bloggerkollegin Melanie von Good morning world ein Auto gemietet und wollte mich selbst davon überzeugen, wie schön sie wirklich sind.

Die erste Überraschung war die Fahrtdauer. Obwohl sie nicht einmal 150 Kilometer von San Cristóbal entfernt liegen, waren wir gute drei Stunden unterwegs. Der Hauptgrund dafür sind Straßenarbeiten und die in Mexiko beliebten Topes. So nennt man hier Bodenschwellen, die man vor allem um Orte herum in Abständen von nur 50 Metern findet. Das macht es schwer, mit einer normalen Geschwindigkeit zu fahren. Selbst 30 km/h sind manchmal nicht drin.

Vor Ort wird man damit überrascht, dass man zweimal Eintritt zahlen muss, um alle touristisch erschlossenen Seen anschauen zu dürfen. Einmal 31 und einmal 25 Mexikanische Pesos (etwa 6 Euro zusammen). Außerdem waren wir ziemlich schockiert, dass wir überall, wo es Verkaufsstände gab, belagert wurden, sobald wir geparkt hatten. Wir saßen noch im Auto, da fingen die Frauen an, uns entgegen zu schreien, was sie verkaufen.

Lagos de Montebello

Die Seen sind durchaus schön. Allerdings waren nicht alle kristallklar und schon gar nicht sauber. Einer hatte bräunliches Wasser und ein anderer sah so eklig aus, dass wir auf dem Absatz kehrt gemacht haben. Empfehlenswert ist der Mirador de los Cinco Lagos, ein Aussichtspunkt, von dem du den besten Ausblick im gesamten Park genießen kannst.

Cascadas de Velo de la Novia

Auf dem Rückweg nach San Cristóbal sind wir zum Wasserfall El Chiflón bzw. zu seinem höchsten Ableger Velo de la Novia. Vom Parkplatz geht man etwa 1,5 Kilometer an einem hell türkisblauen Fluss entlang, der immer wieder mit kleinen Wasserfällen verzückt.

Auf dem Weg zum Velo de la Novia

Zu guter letzt kommt man zum großen Wasserfall selbst, der fast 70 Meter hoch ist. Dort kann man auch schwimmen. Wenn du die Badehose also einpacken willst, kannst du das beruhigt tun.

Barbara vor dem Velo de la Novia

Abenteuerlustige können den Rückweg dann über eine Zipline antreten, anstatt zu laufen. Leider hatte sie schon geschlossen, als ich ankam. Der Ausflug hierher lohnt sich aber auf jeden Fall.

Sumidero Canyon

Der Sumidero ist ein Canyon, der an der tiefsten Stelle 1000 Meter misst. Wir haben uns für den Ausflug ein Taxi gemietet und sind erst runter an den Canyon, von wo wir eine Bootstour unternommen haben.

Vorm Sumidero Canyon

Der Sumidero Canyon

Die Landschaft dort unten ist wirklich atemberaubend.

Im Sumidero Canyon

Außerdem konnten wir neben vielen verschiedenen Vögeln auch zwei Krokodile beobachten (das zweite war im Wasser):

Reiher im Sumidero Canyon

Krokodil im Sumidero Canyon

Anschließend haben wir die einzelnen Aussichtsplattformen über dem Canyon abgefahren. Vor allem die letzte Plattform war absolut spektakulär.

Canyon Sumidero von oben 2

Canyon Sumidero von oben

Für das Taxi haben wir zu zweit 1400 Mexikanische Pesos (etwa 70 Euro) bezahlt. Wer es günstiger haben möchte, kann auch mit einem Bus nach Tuxtla, der Landeshauptstadt von Chiapas, fahren und von dort weiter zum Canyon.

Wir haben uns bewusst für die entspanntere Variante entschieden und es nicht bereut. Die Tour hat insgesamt bestimmt acht Stunden gedauert, wobei es am Morgen geregnet hat und wir deswegen nicht gleich aufs Boot konnten. Der Preis dafür war übrigens in der Tour enthalten.

Deine Barbara

PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Shoestring entstanden, die mich auf die Reise eingeladen haben.

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Schnorcheln im Belize Barrier Reef – Ein traumhafter Ausflug von Caye Caulker

Schnorcheln im Belize Barrier Reef – Ein traumhafter Ausflug von Caye Caulker

Schnorcheln im Belize Barrier Reef – Ein traumhafter Ausflug von Caye Caulker

Das Belize Barrier Reef

Das Belize Barrier Reef ist nach dem australischen Great Barrier Reef das zweitgrößte Riffsystem  der Welt. Nicht nur wegen seines einzigartigen Naturdenkmals, dem Great Blue Hole, ist es ein Magnet für Taucher und Schnorchler. Die Artenvielfalt unter Wasser ist unglaublich groß.

Belize ist übrigens das einzige mittelamerikanische Land, in dem die Amtssprache Englisch ist.

Auch mich hat dieser Ort magisch angezogen. Als ich in Mexiko war, gab es für mich keinen Zweifel: Ich muss auch nach Belize. Leider war es nur ein kurzer Aufenthalt von drei Tagen, bis ich weiter nach Guatemala musste. Ich hatte eine Einladung dorthin bekommen und konnte das nicht verschieben.

Caye Caulker – Eine Karibikinsel im Zeichen von Go Slow

Also bin ich zu der kleinen Insel Caye Caulker gereist, die eine knappe Stunde von Belize City entfernt liegt. Die Insel hat einen typisch karibischen Lifestyle. Alles steht hier im Zeichen von Go slow. Als ich mich einmal beeilt habe, zurück ins Hostel zu kommen, rief mir jemand nach, dass man hier langsam gehen soll. Andernfalls gäbe es einen Strafzettel. Ich musste so grinsen!

Caye Caulker 2

Ähnlich wie in Jericoacoara oder auf der Insel Holbox sind die Straßen hier aus Sand. Betonierte Wege sucht man auf ganz Caye Caulker vergeblich.

Caye Caulker

Sollte es dich hierher verschlagen, lege ich dir Chef Kareem's ans Herz. Das ist ein kleiner Essenstand mitten auf der Hauptstraße. Mehr als dieses Schild und seinen Grill gibt es nicht!. Aber die Garnelen-Spieße sind die besten der Insel und von der Portion mit Kokosreis und Gemüse für etwa 8 Euro wird man so richtig satt. Aber aufpassen, wenn es windig ist (was hier oft der Fall ist): Dann kann der Reise auch gerne mal davonfliegen!

Dementsprechend wollte ich meine kurze Zeit natürlich nutzen und habe mich für meinen ersten Schnorcheltrip EVER entschieden! Jetzt machst du sicher große Augen, gell? Aber es stimmt… Da ich ziemlich kurzsichtig bin und keine Kontaktlinsen vertrage, hatte ich nie die Möglichkeit, schnorcheln zu gehen. Ich hätte ja nichts gesehen.

Nun habe ich mir aber in Mexiko eine Tauchermaske mit geschliffenen Gläsern besorgt und konnte es gar nicht abwarten, endlich die Unterwasserwelt zu entdecken.

Ich mit Tauchmaske

 

Im Belize Barrier Reef – Mein erster Schnorcheltrip

Meine Wahl fiel auf Empfehlung eines Freundes auf Raggamuffin Tours, der verschiedene Touren anbietet. Ich habe direkt eine Tagestour zum Belize Barrier Reef gebucht und mit etwa 15 anderen Schnorchelfans gegen 9:30 Uhr unser Boot, die Ragga Prince, bestiegen. Als Begrüßungsgeschenk bekam jeder, der wollte, eine Tablette gegen Seekrankheit. Denn am Tag zuvor mussten zwei Mädchen die Tour leider abbrechen, wurden auf einer Insel von Bord gelassen und mussten von einem anderen Boot abgeholt werden.

Ich werde zwar eigentlich nicht so schnell seekrank, aber better safe than sorry.

Nach etwa einer Stunde hielten wir an unserem ersten Schnorchelspot inmitten des Belize Barrier Reef, einer Gegend, in der sich viele Haie tummeln.

Wahnsinn!

Erst traute ich mich nicht ins Wasser, aber nachdem ich sah, dass alle anderen fröhlich über Bord sprangen, traute ich mich auch. Und es hat sich wirklich gelohnt! Schau mal:

Haie im Belize Barrier Reef

Danach sind wir weitergefahren und haben an einem zwei Spot gehalten. Diesmal gab's eine kleine Tour. Fast 40 Minuten sind wir auf der Suche nach Schildkröten und anderen Tieren unterwegs gewesen. Atemberaubend!

Rochen im Belize Barrier Reef

Beim dritten Spot gab es vor allem Korallen zu sehen. Allerdings habe ich mich entschieden, an Bord zu bleiben. Nach 40 Minuten im Wasser war ich ganz schön durchgefroren und leider hat uns die Sonne an diesem Tag nicht sehr häufig mit ihrem Besuch beehrt.

Ein toller Tag im Belize Barrier Reef war es allemal!

Am Folgetag habe ich meinen letzten Sonnenuntergang auf Caye Caulker aus dem Hostel (ja, das war der Hinterhof!) festgehalten:

Sonnenuntergang Caye Caulker

Und das Beste? Ich habe alles gefilmt! Schau mal rein:

Schnorcheln Caye Caulker

Warst du schon mal im Belize Barrier Reef schnorcheln? Ist das nicht ein absoluter Traum?

Deine Barbara

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Ausblick Paragliden Jarabacoa
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JARABACOA – WO DOMINIKANER URLAUB MACHEN
BARBARA IN TULÚM

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7 MAYA-RUINEN

LAGUNEN UND STRÄNDE IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK
KARIBIK
LAGUNEN UND STRÄNDE IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

Eine Rundreise durch Israel

Eine Rundreise durch Israel

Eine Rundreise durch Israel

Im Januar und Februar habe ich eine Rundreise durch Israel gemacht. Ein atemberaubendes Land, das mich mit seiner landschaftlichen Schönheit, mit seinen wundervollen und offenen Menschen und aufgrund seiner traurigen Geschichte in seinen Bann gezogen hat.

Meine ersten drei Tage habe ich in Tel Aviv verbracht. Leider hat es durchgängig geregnet. Das war jedoch nur halb so wild, weil ich sowieso ein paar technische Probleme lösen musste und kurz vor meiner Abreise aus Deutschland ein recht umfangreicher Übersetzungsauftrag eingetrudelt war.

 

Jisr Az-Zarqa

Ohne von Tel Aviv mehr als meine vier Hostelwände gesehen zu haben, bin ich also weitergereist. Der Hostelverband hat mich in das letzte arabische Dorf an der israelischen Küste geschickt. Hintergrund ist, dass Baron Rothschild die Hilfe der Bürger benötigte und dieses arabische Dorf – anders als alle anderen – dadurch unter seinem Schutz stand und somit fortbestehen konnte.

Die Konsequenz war jedoch, dass die anderen muslimischen Gemeinschaften die Bürger Jisrs ausschlossen, während die Juden auf sie herabschauten. Heute gibt es dort Juha's Guesthouse, ein soziales Projekt, das zur Reintegration führen soll. Das war sehr beeindruckend.

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Clil

Clil ist ein 500-Seelen-Dorf, das sich perfekt zum Entspannen, Meditieren oder Kreativwerden eignet. Wenn du dich mal zurückziehen magst, ist das dein Zielort! Außerdem kannst du hier tolle Wanderung zu umliegenden Dörfern, Kibbuzen und sogar mittelalterlichen Festungen machen. Meine Wanderung ist leider leicht in die Hose gegangen und ich stand plötzlich mitten im dichten Wald. Was da genau passiert ist, kannst du hier nachlesen.

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Odem

Nach zwei Nächten im dortigen Guesthouse habe ich mich in die Golanhöhen aufgemacht. Dort ist es unbeschreiblich schön. Gleichzeitig aber auch unheimlich traurig und fast schon verstörend. Denn nicht nur, dass ich auf dem Weg in das 100-Seelen-Dorf an zahllosen zerbombten, syrischen Häusern vorbeigefahren bin (die Golanhöhen gehörten nämlich mal zu Syrien und wurden von den Israelis zum eigenen Schutz und zur Sicherung der Grenze erobert), nein, schlimmer noch: Ich konnte sogar die Bomben und Raketen aus Syrien hören. Ich bin immer noch sprachlos.

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Nazareth

Nazareth ist eine muslimische Stadt mit einer Altstadt, die verzaubert. Mit seinen Märkten und Händlern, die an 1001 Nacht erinnern, fühlt man sich fast in der Zeit zurückversetzt. Wenn da nicht die Autos und Handys gewesen wären. Die Hilfsbereitschaft der Bewohner von Nazareth war bemerkenswert. Ich habe dort viele, viele tolle Gespräche geführt. Auf Englisch versteht sich. Das spricht dort nämlich fast jeder. Ein „Shukran“ (danke auf arabisch) zaubert ihnen aber immer ein Lächeln ins Gesicht.

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Jerusalem

Boah! Jerusalem ist eine Stadt, sag ich dir… Hier prallt so einiges auf einander und man spürt von allen Orten in Israel am ehesten eine gewisse Spannung. Die Atmosphäre, dieses Schweben zwischen Altertum und Moderne sowie die Schönheit der Stadt haben mich schwer beeindruckt. Allerdings war das auch der einzige Ort, an dem ich mich als allein reisende Frau manchmal unwohl gefühlt habe.

Auf dem Markt in der Altstadt wird man alle zwei Schritte auf einen Kaffee, Tee oder Saft eingeladen und bei einem freundlichen Danke kriegt man zu hören, dass es beleidigend sei, die Gastfreundschaft abzulehnen. Hier habe ich dir einen Gruß aus Jerusalem geschickt. Dementsprechend habe ich Jerusalem mit gemischten Gefühlen verlassen, möchte aber gerne nochmal wiedergekommen und dann länger bleiben und die Stadt mehr auf mich wirken lassen. Das ist sie wert und sie hat es verdient…

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Arad

Nach der Großstadt hat mich meine Rundreise durch Israel wieder in einen kleinen Ort gebracht. Von Arad kommt man wunderbar ans Tote Meer oder in die Wüste, wo man einzigartige Wanderungen unternehmen kann. Direkt nach meiner Ankunft – ich hatte nicht mal die Zeit meine Jacke auszuziehen – ging es los zu einer Beduinenfamilie.

Uns wurde erklärt, wie Beduinen heute leben, da sie anders als früher nicht mehr als Nomaden durchs Land ziehen, sondern sesshaft sind. Wir wurden über das Grundstück geführt, haben einen atemberaubenden Sonnenuntergang gesehen und dann mit ihnen zu Abend gegessen. Ein Erlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Am nächsten Tag habe ich meinen ersten Adventure-Trip gemacht: Abseilen in einer Salzhöhle im Berg Sodom. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe und mal wieder so richtig aus meiner Komfort-Zone rausgekommen bin, aber ich bezweifle, dass ich das nochmal mache… Ich hatte TOTAL SCHISS! 80 Meter ging es da runter und ich hing nur an einem Seil. Da darf ich wirklich nicht dran denken.

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Neot Hakikar

Hier habe ich eine entspannte Nacht in einer Camplodge verbracht. Ich bin leider nach Sonnenuntergang angekommen, den ich in der facettenreichen Wüste beobachtet habe, und bin am nächsten Morgen recht früh weitergereist, sodass ich dazu nicht viel sagen kann. Aber die Camplodge war der Hammer und ich möchte unbedingt nochmal dorthin.

 

Mitzpe Ramon

Meine letzten zwei Nächte in Israel habe ich in der kleinsten Stadt des Landes verbracht. Sie liegt nicht nur mitten in der Negevwüste, sondern auch noch direkt am Abgrund eines Kraters. Das Besondere? Der Krater ist nicht durch vulkanische Aktivität oder einen Meteoreinschlag entstanden, wie das bei anderen der Fall ist. Dieser hier ist auf natürlich Weise durch Erosion entstanden.

Von dieser Art Krater gibt es nur sieben auf der ganzen Welt und die liegen alle entweder hier in Israel oder auf der Sinai-Halbinsel. Spannend! Hier habe ich eine Jeeptour gemacht und war reiten: ein Pferd UND ein Kamel! Auch das werde ich in Erinnerung behalten.

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Wie du siehst: Langweilig war mir nicht! Ich habe viel erlebt, tolle Sachen gesehen und wundervolle Menschen kennengelernt, die ich hoffentlich allesamt irgendwann wiedersehen werde.

Wenn du die drei Wochen in vier Minuten zusammengefasst sehen möchtest, schau ins Video rein:

Israel

Was meinst du? Möchtest du auch eine Rundreise durch Israel machen?

 

Deine Barbara

 

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Am See Genezareth

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