Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Ein Traum aus Sand in Jericoacoara: Die schönste Oase Brasiliens

Als ich 2014 nach meiner ersten Nomad Cruise in Brasilien angekommen war, bin ich unter anderem nach Jericoacoara.

 

Sand und Dünen so weit das Auge reicht

Du willst wissen, wie es in Jericoacoara so ist?

Stell dir ein Dorf vor, das aus nur fünf Straßen besteht. Keine gepflasterten oder asphaltierten Straßen. Nein, die Straßen sind einfach aus Sand.

jeri main street

Der Ort liegt inmitten von Wanderdünen. Um dort hinzugelangen, muss man durch eine kleine Wüste hindurch, die immer wieder von kleinen Oasen mit riesigen Palmen durchzogen ist. Da die Dünen sich ständig bewegen, kommt es auch mal vor, dass sie über eine solche Oase „drüberwandern“ und die Palmen im Laufe der Zeit verschlucken.

dunes jericoacoara

 

palmen jericoacoara

Die berühmteste Düne ist die sunset dune, auf der sich zum Sonnenuntergang fast das gesamte Dorf versammelt, um dieses Naturspektakel zu bewundern.

barbara sunset dune

Die Häuschen haben hier fast alle nur ein Stockwerk und vor den Türen stehen Jeeps und Beach-Buggys, die so ziemlich die einzigen Fahrzeuge sind, die durch den Sand kommen. Vereinzelt findet man auch normale Autos, bei denen Druck von den Reifen genommen wurde, damit sie ihren Weg durch den Sand finden.

Am Rande der Stadt befindet sich das Meer. Darüber kommen auch die Warenlieferungen, da ein Lastwagen hilflos im Sand steckenbleiben würde. Dort gibt es zahlreiche Bars und Restaurants. Außerdem warten hier Pferde darauf, mit den Reisenden im Galopp über die Dünen zu reiten.

Wer ein bisschen Action haben möchte, kann mit einem Beach Buggy über die Dünen brettern oder Sandboarden.

barbara beach buggy jeri

 

barbara dune jeri

 

Ein Traum aus Sand!

Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Wer Jericoacoara betritt, Muss sich im Klaren sein: Es gibt keinen Geldautomaten und das Internet ist in den meisten Bereichen und Hostels bescheiden. Zum Arbeiten kommen nur einige wenige Plätze infrage.

Warum kommt man dann als digitaler Nomade genau hierher und geht nicht lieber nach Rio und in andere Teile Südamerikas?

laguna jeri

Die Antwort liegt auf der Hand: Weil Jericoacoacoara eine Oase ist. Hier ist die Work-Life-Balance nahezu perfekt! Denn neben dem Arbeiten kann man hier wunderbar sportlich aktiv werden – ob Kiten, Windsurfen, Reiten oder Beach Volleyball… In Jeri (wie es liebevoll von den Travellern genannt wird) ist alles möglich. Mit den Beach-Buggys kann man außerdem ganz tolle Ausflüge zu den nahegelegenen Lagunen machen, in denen man entweder ebenfalls kitesurfen oder einfach entspannen kann.

mangroven jericoacoara

Wie klingt Jericoacoara für dich? Ist das nicht das perfekte Reiseziel?

 

Meine Unterkunft in Jericoacoara

Während meines Aufenthalts bin ich in diesem Hostel untergekommen: Pousada Tirol.

Ich war ziemlich begeistert von dem Preis-Leistungs-Verhältnis hier, muss aber sagen, dass ich in einem Dorm übernachtet habe. Einzelzimmer gab es keine, soweit ich mich erinnere.

 

Mein Fazit zu Jericoacoara

Um genau von solchen Orten zu arbeiten und sie intensiv zu erleben, bin ich überhaupt erst digitale Nomadin geworden. Für mich ist Jericoacoara ein absolutes Traumziel und ich würde gerne wieder zurück.

 

Deine Barbara

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3 Wege, wie du Kontakte auf Reisen knüpfen kannst

3 Wege, wie du Kontakte auf Reisen knüpfen kannst

Du bist Solo-Traveller und suchst manchmal Kontakte auf Reisen, aber es will nicht immer klappen? Dann habe ich heute genau das Richtige für dich! Joe Görbert (mehr Infos zu seiner Person findet ihr unter dem Beitrag), den ich auf der Nomad Cruise kennengelernt habe, ist seit viele Jahren unterwegs und hat seine besten Tipps für dich ausgepackt!

Vorhang auf für Joe:

Während der mittlerweile fünf Jahre, die ich entweder mit BrainHive.de in Remote Work Freelancertum oder mit Entsendungsauftrag in Anstellung/Quasi-Anstellung die Welt erkunden durfte, musste ich mir Dutzende Male von Null an ein soziales Zirkel aufbauen. Wer es versäumt, großartige Menschen um sich zu scharen, der verpasst das Beste – egal ob daheim oder auf Achse.

Ich bin von Natur aus eher introvertiert. Wer mich heute sieht, würde niemals glauben, woher ich komme. Noch heute machen meine ehemaligen Klassenkameraden Witze über mein Verhalten als Schulkind. Ich war ein echter Sonderling und Außenseiter, meine niedrige soziale und emotionale Intelligenz das Resultat meines Aufwachsens als Einzelkind in einem zuweilen äußerst skurril agierenden Elternhauses und einer Erziehung, die wohl am besten mit Wohlstandsverwahrlosung beschrieben ist. Ich habe hart an mir gearbeitet, mich ab dem ca. 14. Lebensjahr verschiedenen sozialen Tribes angeschlossen (Schulteam-Athleten, Hiphopper, Rastas, Skater) und hatte irgendwann das Glück, Freundschaft mit einem besonderen Mädchen zu schließen. All dies führte dazu, dass meine soziale Intelligenz sich mit rasantem Tempo entwickeln konnte.

Vom Outsider zum Yes-Man: Das Wandeln in den weiten Feldern

Heute bin ich derjenige, der alle kennt, den sie high-fiven und der Leute verbindet. Ich erkenne die Konflikte, Leidenschaften und Emotionen in meinem Gegenüber bevor jener diese verbalisieren muss und bewege mich mit vollendeter Eleganz durch verschiedenste Schichten auf den verschiedensten Parketten. Man könnte sagen, ich bin das ultimative soziale Chamäleon!

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Fashion-Party in Chicago, USA

In diesem Blogbeitrag werde ich versuchen, meine besten Tipps zum Jump-Starten eines einigermaßen potenten sozialen Zirkels und raschem Kennenlernen vernünftiger Menschen darzulegen. Ich verstehe, es geht hier um ein sensibles Thema und niemand will in der sozialen Interaktion mit anderen einem Taktiker gegenüberstehen. Ich möchte daher, bevor ich einsteige deutlich unterstreichen: Die schönste Interaktion ist von Fluidität, Luzidität und Intuition geprägt, ohne künstliche Motive, 100% authentisch und freiwillig. Alles andere ist Business – und es ist dann auch nur fair, dem anderen seine Motive relativ schnell auf die eine oder andere Weise klarzumachen.

Manipulative Interaktion, Value-Seeking und Circle-Hopping enthalten Komponenten von Gewalt und vergiften das Klima zwischen den Menschen. Wir, die das erkennen, sollten meiner Meinung nach jeden Tag versuchen, in diesen verdrehten Zeiten die Summe alles Schönen und Richtigen auf der Welt zu mehren. Ich bitte deshalb jeden, der dies liest, mit seiner Präsenz und wachen Wahrnehmung, Liebe und Integrität den Grundsatz, dass soziale Interaktion ethisch sein soll, in seiner gesamtumfänglichen Bedeutung zu respektieren.

1. The Obvious: Couchsurfing, Meetup.com & Facebook-Gruppen

Ohne Drumherum zu reden: Ist der Standort groß genug, lohnt es sich immer sofort Möglichkeiten zu prüfen, über das Internet bestehende Stammtische, Interessengruppen, gemeinsame Aktivitäten/Veranstaltungen und sonstige soziale Zusammenkünfte zu recherchieren. Dabei sollte man auch ruhig kreativ sein und verschiedene Quellen abklopfen. In manchen Städten sind etwa Language Exchange Gruppen (z.B. Toytown in München), Expat-Netzwerke (Internations) oder Studenten-Foren etc. die erste Wahl.

Die Erfahrung zeigt zwar, dass diese offenen und frei zugänglichen Zusammenkünfte häufig auch viele Menschen mit geringer sozialer Intelligenz anziehen, deren Umgang man manchmal nicht langfristig pflegen möchte. Trotzdem sind diese Gelegenheiten großartig, um sich warmzuschießen, ein „soziales Trampolin“ zu haben um interessante Menschen in der unmittelbaren Umgebung (Bar, Restaurant, Veranstaltungsraum) anzusprechen und wichtige Informationen zu anderen Möglichkeiten der sozialen Teilhabe am Standort zu sondieren.

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Couchsurfing-Meetup in Cali, Kolumbien

2. „Imposter“-Strategie: Hostel-Parties, Charity-/Training Events und Barcrawls

Sobald die grundsätzliche Recherche oder andere Aktivitäten zur Einholung von Informationen abgeschlossen sind, sollte man Pläne schmieden, um sich bei den etwas „höher“ gelagerten sozialen Zusammenkünften einzubringen. Unter normalen Umständen sind diese Zusammenkünfte Orte, wo man „nichts verloren hat“. Doch sind es genau diese, welche das nächste Level zum Aufbau potenter sozialer Zirkel erschließen.

Um ohne größere Kosten und Probleme mit Zugangsbarrieren auf diesen Zusammenkünften zugegen sein zu können, darf uns wie ich finde eigentlich jedes Mittel recht sein (denn wir sind ja ethisch*). Es reicht von dem wie auch immer gearteten Erwerb von Einladungen über das Replizieren von Stempeln und Bändchen, die kreative und/oder spontane Generierung von Rechtfertigungen, warum man just auf dieser Veranstaltung zugegen ist über ein gutes Timing und Abpassen und Annäherung an Organisatoren und andere Multiplikator-Personen. Dies gilt speziell für Bar Crawls, die häufig total überteuert sind, tendenziell aber sowieso immer in denselben Lokalitäten enden. Dort kann man dann einfach die Party crashen und Bekanntschaften zwischen lauter Newcomern knüpfen, die alle auf demselben sozialen Stand sind.

* = Ein Widerspruch? Nein, denn in der Welt herrschen derzeit wie gesagt verdrehte Energien; deren Führung und ihr fragwürdiges Regelwerk ist zu beachten, aber nicht in jedem Fall ethisch korrekt, aufgrund von dessen Kaputtheit, Krankheit und Unvollständigkeit.

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Hostel-Gathering in Santiago, Chile

3. Drei Fragen zu Social Hotspots, die du jedem Local stellen solltest

Noch einige spezielle Tipps zu den Fragen, die du sowohl zur Einholung von Informationen als auch zum Aufbau eines Gesprächsflusses nutzen kannst:

– Frage immer danach, wo sich die „kreative Szene“ des jeweiligen Standortes tummelt. Nicht nur kannst du so relativ schnell feststellen, ob der Gegenüber ein wertvoller Insider ist, auch gibt es eine Steilvorlage für Rückfragen rund um deinen eigenen Lifestyle, welche die Qualität der Interaktion verbessern. Und natürlich führt es dazu, dass du im Idealfall die hippsten Locations direkt serviert bekommst.

– Frage nach den öffentlichen Orten, Plätzen/Parks etc., wo sich „die jungen Leute“ tummeln. Auf diese Weise erfährst du, wo man mit einem billigen Bier in der Hand, einem Arsch in der Hose und einem Lächeln auf den Lippen sich ganz einfach zu den verschiedenen Gruppen gesellen kannst, bevor diese sich zu ihren jeweiligen Party-Locations aufmachen – idealerweise mit dir im Schlepptau.

– Frage nach besonderen Veranstaltungen, Ausstellungen und Märkten, die in der Stadt oder in der Region oder je nach Größe des Landes auch landesweit organisiert werden. Möglicherweise kommen so wertvolle Informationen zu frei zugänglichen als auch Insider-Events in deine Sphäre, wo du dein Netzwerk um weitere wertvolle Kontakte ergänzen kannst.

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Geburtstagsparty in Córdoba, Argentinien

Schlussfolgerung: Immer ohne Scheu reinhauen!

Es gibt auf jeden Fall noch eine ganze Menge mehr Ideen, um als Solo-Traveller schnell unter die Leute zu kommen und einen ganzen Sack voll, wenn es um Annäherung, Gesprächseinstieg, Vertiefung und Zielerfüllung geht. Der eigene Habitus (Style, Äußeres), Energie-Level, Voice, Mirroring und Parroting und eine ganze Menge weiterer Themen rund um Social Dynamics wie bspw. Value-Giving (gut riechen, Feuer, Kaugummi, Erdnüsse, Taschentuch, Lampe, Tabak oder was zu trinken dabeihaben, auch wenn man es selbst nicht konsumiert) und Interaktionspsychologie sind allesamt auch noch abzuklopfen.

Diese Punkte muss ich mir aus Platzgründen aber für einen anderen Post aufheben. Ich hoffe trotzdem, dass die hier dargestellten Ideen dem einen oder anderen nützlich sind. Das Wichtigste ist, dass man immer mutig ist, auch allein rausgeht (heißer Tipp: Während des Gangs zur Location schon auf der Straße in Zimmerlautstärke Lieblingslieder vor sich her singen! Nimmt einem im Vorfeld schon die Schüchternheit, speziell wenn die Passanten einen komisch angucken) und zur Not auch mal mit einiger Dreistigkeit in den Dialog einsteigt.

Speziell als Nomad/Traveller hat man schließlich nichts zu verlieren! Wobei ich allerdings auch manchmal gern mit Basecap und Fake-Nerdbrille unterwegs bin, falls ich doch mal geburnt werde. Ist man „verkleidet“, sind Burns leichter abzustreifen und verbleiben nicht im Alltagsgedächtnis. Ist vielleicht auch noch ein guter Tipp, besonders für die Anfänger.

Über den Autor

20150928-Joe-2015-circle-300x293Joe Görbert ist digitaler Nomade seit drei Jahren und seit acht Jahren mit einer Existenzgründerberatung namens BrainHive.de unterwegs, die er 2012 mit einer Digitalmarketingagentur namens BrainHive Ethical Marketing erweitert hat. Sein soziales Leben bewegt sich zwischen Blüten und einsamen Tälern mit dem Fluss seiner Reisen, wobei er jedoch mittlerweile auf der ganzen Welt tolle Menschen zu seinen Freunden zählt. Trotzdem fehlt ihm bis heute ein echter „Busenfreund“ fürs Leben, seine nächststehenden Freunde sind sämtlich weiblich. Früher oder später wird er wohl mal irgendwo anwurzeln und auch diese Lücke schließen. Bis dahin ist er heilfroh, einfach das Rolling Stone Ding rocken zu dürfen und durch die weiten Felder zu wandeln, Good Vibrations teilend mit all den Leuten, die er auf dem Weg antrifft.

Wie Minimalismus dein Leben verändert

Wie Minimalismus dein Leben verändert

Wie Minimalismus dein Leben verändert

Wie Minimalismus dein Leben verändert

Minimalismus ist voll im Trend…

Ob Backpacker, Langzeitreisende oder digitale Nomaden: Alle wissen, weniger ist mehr!

Bevor ich mich auf meine neunmonatige Reise begeben habe, dachte ich, es würde mir unheimlich schwer fallen, aus einem Rucksack zu leben und nicht jeden Tag aufs Neue zwischen 100 Paar Schuhen (das meine ich leider wörtlich) und zig Kleidungsstücken wählen zu können.

Trotzdem habe ich mir eine Packliste gemacht und wollte nur mit Handgepäck abreisen.

Zu meiner Überraschung habe ich äußerst selten etwas vermisst!

In New York war ich wirklich etwas underdressed und hatte leider nicht die Kleidung für das dortige Wetter dabei (ich kam aus Rio mit 42 Grad und dort waren es Minusgrade), aber das konnte ich mit einer kleinen (aber leider teuren) Shoppingtour ausgleichen.

Ansonsten war ich immer sehr froh, dass ich nicht lange überlegen musste, was ich denn anziehen könnte, welche Farben denn gut zusammenpassen und ob es für die Situation passte.

Ich hatte nichts anderes und basta.

Welche Vorteile bringt also ein minimalistischeres Leben?

#1 Du befreist dich von Altlasten

Wir alle haben viel zu viel von allem. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir in einer Konsumgesellschaft leben. Vor meiner Weltreise habe ich viele meiner Kleidungsstücke und Schuhe auf dem Flohmarkt verkauft, in die Altkleidersammlung gegeben oder einfach weggeworfen, weil die Sachen so alt und kaputt waren, dass ich nichts anderes damit hätte tun können. Auch DVDs und CDs habe ich verkauft. Alle möglichen Gegenstände, die ich einfach nicht mehr verwendet habe und somit nicht mehr brauchte, haben den Besitzer gewechselt. Heute frage ich mich vor jedem Kauf: „Brauche ich das wirklich?“. Dadurch kaufe ich nur noch sehr selten neue Sachen, weil die Antwort auf meine Frage meistens „nein“ lautet.

#2 Du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren

Wenn du weniger besitzt, hast du den Kopf frei, um dich auf das Wesentliche in deinem Leben zu konzentrieren. Du räumst auf: Nicht nur deine Habe, sondern auch deinen Geist. Dadurch kannst du produktiver sein, mehr leisten und besser auf deinen Körper hören. Verbinde Minimalismus mit Meditation. Du wirst sehen, wie du deine Aufmerksamkeit besser bündeln bzw. das fokussieren kannst, was für dich wichtig ist und kannst auf diese Weise ausgeglichener werden.

#3 Du lernst dich selbst besser kennen

Indem du nicht einfach konsumierst, sondern dich nach dem Nutzen fragst, wirst du dir deiner selbst bewusst. Du fragst dich regelmäßig, was deine Bedürfnisse sind und was du benötigst, um deine Ziele zu erreichen und ein glücklicheres Leben zu führen. Durch eine ehrliche Beantwortung der Fragen gelangst du zu einem besseren Verständnis deiner selbst und lebst bewusster. Aus dem Backpack zu leben und ein minimalistisches Leben zu führen, hat dazu beigetragen, dass ich mich verändert habe. Lies hier nach, was das genau für Veränderungen waren. Ich kann dir sagen, dass eigentlich alle damit zusammenhängen, dass ich mich durch den Minimalismus selbst kennengelernt habe.

#4 Du erlangst Freiheit und Unabhängigkeit

Wenn du dich von den Altlasten befreit hast, wirst du schnell merken, wie sehr sie dich in deiner Freiheit und Unabhängigkeit eingeschränkt haben. Sie haben dich verpflichtet. Wozu? Sie zu tragen, zu lagern, zu putzen… Je nachdem, worum es geht. Am besten finde ich in diesem Zusammenhang das folgende Zitat von Nietzsche:

„Wer wenig besitzt, wird umso weniger besessen“

Das bringt es auf den Punkt. Je mehr wir besitzen, desto mehr Dinge ergreifen Besitz von uns! Das beste Beispiel ist mein Auto: Ja, ich habe immer noch ein Auto bei meinen Eltern vor der Tür stehen. Während meiner Weltreise wurde es von einem Freund gefahren. Aber jetzt steht es einfach rum. Abgesehen davon, dass es mich Geld kostet, zwingt mich mein früheres Symbol der Freiheit heute dazu, mich zu binden und Dinge zu tun, die ich vielleicht nicht tun möchte. Ich musste mich zum Beispiel wieder in Deutschland anmelden (ich hatte meinen Wohnsitz abgemeldet), weil man ohne Wohnsitz in Deutschland kein Auto zulassen darf. Es gibt Schlimmeres, das gebe ich zu. Aber es schränkt mich trotzdem ein und nimmt mir einen gewissen Spielraum, in dem ich allein eine Entscheidung treffen kann.

#5 Du bringst mehr Freude in dein Leben

Besitz macht nicht glücklich. Das haben wir sicher alle schon oft gehört. Aber ich dachte, das sei zumindest teilweise Quatsch. Klar war ich happy, als ich mir mein Auto gekauft habe! Klar war ich happy, wenn ich mit zig Tüten von der Shoppingtour kam. Und klar war ich happy, wenn mein Dad die neueste DVD gekauft hat, damit sie einmal geschaut wird und dann im Regal verstaubt. Aber hat es mich wirklich glücklich gemacht? Wohl eher nicht! Durch weniger Besitz, mehr Konzentration auf das Wesentliche und eine damit verbundene Produktivitätssteigerung, ein größeres Verständnis deiner selbst und die neu erlangte Freiheit sowie Unabhängigkeit gewinnst du Lebensfreude. Abgesehen davon, dass du nur noch Dinge konsumierst, die du wirklich brauchst, kannst du die kleinen Freuden dann umso mehr genießen. Auf diese Art bringst du dauerhaft das Gefühl in dein Leben, glücklich zu sein.

Was meinst du? Meinst du auch, dass Minimalismus ein Leben verändern kann?

Deine Barbara

Warum ich nicht mutig bin

Warum ich nicht mutig bin

Wenn ich erzähle, dass ich acht Monate auf Weltreise war und nun als digitale Nomadin allein durch die Welt reise, ist das nächste, was mein Gesprächspartner sagt, in vielen Fällen:

„Du bist aber mutig!“

Zum ersten hat mir das 2010 jemand gesagt, als ich auf dem Weg zu meinem Volontariat in Costa Rica drei Tage in New York verbracht habe.

Mein Hostel lag nur einen Block von Harlem entfernt.

Ich weiß nicht mehr genau, warum – ich glaube, ich musste mein Ticket für den Weiterflug nach San José drucken – auf jeden war ich auf der Suche nach einem Ort mit Internet.

Ich wurde zur nächsten Bibliothek geschickt – ohne zu wissen, dass die bereits mitten in Harlem liegt.

Dort angekommen, ließ ich mir Zeit, denn draußen war es eisig kalt. Ich war bisher zweimal in New York und beide Male habe ich mir den Februar für meinen Besuch ausgesucht.

Sehr unlogisch für eine Frostbeule wie mich.

Irgendwann kam ich mit einer Angestellten ins Gespräch, die sich wunderte, was ich da so allein trieb, und als ich erzählte, dass ich auf dem Weg nach Mittelamerika war, um dort Freiwilligenarbeit zu leisten, sagte sie ganz erstaunt:

„You’re so brave“

Ich wusste nicht, ob ich das als Kompliment nehmen sollte. Deswegen fragte ich nach, warum ich denn mutig sei.

„Naja“, sagte sie, „du stehst hier ganz allein mitten in einem der gefährlichsten Stadtteile New Yorks und erzählst mir, dass du – ebenfalls allein – nach Mittelamerika reist. Ich würde mich das nicht trauen.“

Diese Äußerung hatte ich schnell wieder vergessen, da das für mich völlig absurd war! Sie kam mir aber wieder in den Sinn, als ich plötzlich regelmäßig mit dieser Aussage konfrontiert wurde.

Ich glaube nicht, dass da etwas dran ist.

Ich bin nicht mutig.

 

Oder ist es Mut, wenn man seinem Herzen folgt?

Ich habe schon als Teenager gesagt, dass ich mich erst „vollständig“ fühle, wenn ich am Meer bin. Wenn die Sonne auf meine Haut strahlt. Wenn ich den Sand unter meinen Füßen spüre. Somit war es für mich eine logische Konsequenz, mein Leben so auszurichten, dass ich mich möglichst häufig „vollständig“ fühle. Verständlich, oder? Aber mutig?

 

Oder ist es Mut, wenn man auf seinen Körper hört?

Seit vielen Jahren habe ich Knieprobleme und Sehnenscheidenentzündung in so ziemlich allen Gelenken, in denen man sie haben kann. Die Schmerzen habe ich aber im Normalfall nur, wenn es kalt und nass wird. Es ist dann wohl eine logische Entscheidung, dass ich mich so viel wie möglich in warmen und trockenen Gegenden aufhalten möchte. Auch das kann man nachvollziehen, oder? Aber ist das mutig?

 

Oder ist es Mut, wenn man dort arbeiten möchte, wo man produktiver ist?

Büroarbeit war noch nie mein Ding. Auch einen Schreibtisch finde ich grundsätzlich eher abschreckend. Wenn ich aber am Meer bin, werde ich plötzlich kreativ. Mir kommen neue Ideen und meine Finger tippen die Worte wie von selbst. Ist es also nicht die einzig mögliche Schlussfolgerung, so oft wie es in meiner Macht steht, für ein solches Umfeld zu sorgen? Verständlich, oder? Aber ist es mutig?

 

Oder ist es Mut, wenn man seine Ziele erreichen möchte?

Ich hatte mit Anfang zwanzig genau drei Ziele, die ich bis zu meinem 30. Geburtstag erreichen wollte.

  1. Ich wollte nach dem Magister einen Master in Konferenzdolmetschen machen… Dieses Ziel habe ich im September 2014 mit 27 Jahren erreicht.
  2. Ich wollte einmal die Welt umrunden… Dieses Ziel habe ich am 20. Juni 2015 mit 28 Jahren erreicht.
  3. Ich wollte meine Doktorarbeit schreiben… Dieses Ziel werde ich nicht erreichen.

Und was ist mein neues Ziel?

Schlicht und ergreifend: gesund und glücklich zu sein!

Es gibt sicher noch mehr, das gegen Mut spricht.

Was es ist, weiß ich nicht. Und vielleicht werde ich es auch nie wissen.

Allerdings bin ich ganz sicher, dass ich nicht mutig bin.

Deine Barbara

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Arbeiten auf Reisen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Arbeiten auf Reisen – Welche Möglichkeiten gibt es?

 

Arbeiten auf Reisen? Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten!

Zunächst solltest du versuchen, herauszufinden, ob es wirklich etwas für dich ist, auf Reisen zu arbeiten. Du brauchst auf jeden Fall Disziplin und Durchhaltevermögen. Außerdem ist es wichtig, dass du verstehst, was deine Talente sind und wie du sie auf Reisen einsetzen kannst, um damit Geld zu machen.

Arbeiten auf Reisen: Arbeite gegen Kost und Logis

Wenn du auf einer Farm, in einem Hostel oder in einer Familie leichte Arbeiten gegen Kost und Logis verrichten möchtest, empfehle ich dir, dich bei einem der folgenden drei Portale anzumelden: WorkAway, HelpX, Wwoofing.

Die Anmeldung ist schnell gemacht, kostet nur 23 € für zwei Jahre und dann kannst du sofort loslegen und dich bei Gastgebern in deiner Wunschregion bewerben.

Als ich während meiner Weltreise in San Francisco war, habe ich mich für die nächste Etappe in Neuseeland auf WorkAway angemeldet und bei ein paar Familien beworben.

Das hat wunderbar geklappt! Ich hatte nach nicht mal einem Tag meine erste Unterkunft in Auckland.

Insgesamt habe ich dadurch in Neuseeland und Australien bestimmt 1500 € sparen können.

Arbeiten auf Reisen: Unterrichte

Du kannst tauchen oder surfen und machst das schon seit Jahren? Klasse! Mache deinen Instructor und gehe mit den Touristen baden.

Du kannst tanzen, machst Yoga oder Pilates? Super! Ich bin Zumba® Instructor und liebe es, wenn ich auf Reisen ein paar Stunden geben kann. Die Ausbildung dauert nur ein Wochenende und ist recht erschwinglich. Dafür hast du in kürzester Zeit eine weitere Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Du sprichst mehrere Sprachen oder beherrschst deine Muttersprache, auch wenn es um grammatikalische Feinheiten geht? Wunderbar! Dann kannst du entweder vor Ort oder sogar über Skype Sprachkurse geben.

Oder frag doch mal bei der ein oder anderen Volkshochschule nach, ob die noch Dozenten suchen. Ich unterrichte seit 2016 an der Volkshochschule Frankfurt am Main und gebe mittlerweile acht verschiedene Kurse. Seit 2020 finden meine Kurse sogar alle online statt, sodass ich nun auch ortsunabhängig unterrichten kann.

Arbeiten auf Reisen: Arbeite online als digitaler Nomade

Ich als digitale Nomadin arbeite zumeist online: ich blogge und verdiene über Affiliate-Marketing und gesponserte Artikel Geld, ich schreibe und verkaufe E-Books bzw. Bücher und arbeite als Texterin und Web-Designerin. Was ich genau alles anbiete, kannst du hier nachlesen: Wie verdiene ich mein Geld als digitale Nomadin?

Andere Möglichkeiten sind Programmierung/Entwicklung, Fotografieren, Virtuelle Assistenz, Coaching und alles andere, was man auch vom Computer aus machen kann.

Arbeiten auf Reisen: Computer in Koh Chang

Arbeiten auf Reisen: Computer in Koh Chang

Arbeiten auf Reisen: Such dir vor Ort einen Job

Nutze die vorhandenen Möglichkeiten, um an deinem Zielort zu arbeiten. In Hostels wird eigentlich immer nach einer helfenden Hand gesucht. Auch im Supermarkt oder im Restaurant um die Ecke von deiner Unterkunft lohnt es sich, zumindest zu fragen, vor allem wenn du die Landessprache flüssig beherrschst. Allerdings heißt es dann: Klinken putzen!

Außerdem kannst du darüber nachdenken, ob du Hotels oder, wie ich in Spanien und Portugal, Strände testen möchtest.

Du bist nicht der Typ für die Selbstständigkeit? Auch das ist kein Problem! Es gibt einige Jobs, bei denen du als Angestellter viel rumkommst:

Arbeiten auf Reisen: Als Angestellter durch die Welt

Der bekannteste Beruf, bei dem du viel reist, ist der des Flugbegleiters. Natürlich ist das harte Arbeit und du bist auch nicht lange an einem Ort. Da will ich dir keine großen Hoffnungen machen. Aber nach Langstreckenflügen muss man eine gewisse Zeit am Zielort bleiben und sich bis zum Rückflug ausruhen. In der Zeit kann man durchaus auch etwas von der Stadt sehen, in der man gelandet ist.

Eine weitere Möglichkeit ist, auf einem Schiff anzuheuern. Dort werden Leute für verschiedenste  Jobs gesucht: Animateure, Köche, Dolmetscher, Reisebegleiter für Landgänge,… Für jeden dürfte hier was passendes dabei sein.

Als Animateur oder Reisebegleiter kann man zudem auch an Land durchaus einen Job finden. Dabei kann man entweder bei der organisierenden Firma angestellt sein oder auf freiberufliche Basis abrechnen.

Auch als AuPair (übrigens gibt es auch Granny AuPairs) kannst du in einem fernen Land Geld verdienen. Zugegeben: Du reist dabei nicht unbedingt und Unmengen Geld gibt es auch nicht. Aber du kannst einen dir fremden Ort bis ins Detail entdecken und alle Einkünfte sparen, da alle „normalen Ausgaben“ übernommen werden.

Falls du einen Job hast, bei dem du ausschließlich am Computer arbeitest, kannst du auch deinen Chef fragen, ob er/sie etwas dagegen hat, wenn du eine Zeit lang remote arbeitest. Also nicht vom Büro, sondern deinem Laptop aus. Um ihn/sie an den Gedanken zu gewöhnen und zu beweisen, dass die Qualität deiner Arbeit nicht darunter leidet, schlage vor, erst mal aus dem Home Office zu arbeiten.

Barbara am Computer in Bali

Barbara am Computer in Bali

 

Mein Fazit

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Artikel anregen, kreativ zu werden. Nur, weil du momentan Arbeiten und Reisen nicht verbindest, heißt das nicht, dass das so bleiben muss. Vorausgesetzt du möchtest ;)

Denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Oder was meinst du?

Deine Barbara

 

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