Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Cartagena – Eine Stadt zum Verlieben

Unser Taxifahrer fand einfach das Hostel nicht. Mich hat es nicht gestört, denn so habe ich gleich zu Beginn eine Stadtrundfahrt durch Cartagena erhalten.

Mit 15 anderen digitalen Nomaden kam ich aus San Andrés, wo ich direkt nach meinem Aufenthalt in Oaxaca hingeflogen war, in die Stadt von Gabriel García Márquez. Wir waren guter Laune und teilten uns auf die Taxis auf. Meine zwei Mitfahrerinnen und ich kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus, als wir die dritte Runde drehen mussten, weil unser Taxifahrer wieder in die falsche Straße abgebogen war. Aber am Ende kamen wir doch wohlbehalten in unserem Hostel an.

 

Eine Walking Tour durch Cartagena

Am nächsten Tag machte ich mit einigen anderen gemeinsam eine Walking Tour, um die Stadt besser kennenzulernen.

Bewachsenes Haus

Hüte Cartagena

Schnell wurde mir klar: Ich musste die Tour nochmal alleine machen! Sie fand nämlich um die Mittagszeit herum statt, wo einfach zu viel in der Stadt los war, um wirklich schöne Fotos zu machen. Die Atmosphäre fiel mir allerdings sofort auf! Ich weiß nicht, ob es die wieder mal bunten Häuser der Kolonialstadt waren oder die unzähligen Obstverkäufer, bei denen man erfrischende Ananas- und Wassermelonenstücke für kleines Geld kaufen konnte.

Traditionell gekleidete Obstverkäuferinnen

Aber die Stadt hatte mich bereits in ihren Bann gezogen.

Gabriel García Márquez Cartagena

Ich stand extra um sechs Uhr auf, um das fesselnde Licht der Morgenstunden einfangen zu können. Es tauchte die Straßen in ein ganz besonderes Gold.

Morgenlicht in Cartagena

Arbeitender Mann in den Straßen von Cartagena

Der Plan war, die Walking Tour noch einmal zu laufen. Aber etwas zog mich wie magisch an: das Meer! So landete ich 10 Minuten später in einer ganz anderen Ecke, die aber nicht minder schön war als die Gassen und Gebäude, die bei der Tour im Vordergrund standen.

Barbara an einem Torbogen am Meer

Blick auf Cartagena

Barbara am Meer in Cartagena

Nur widerstrebend wand ich mich vom tiefen Blau ab, das mich zu hypnotisieren schien, und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Cartagena selbst.

Kirchturm über Cartagena

Chillende Katze Cartagena

Der Schlammvulkan Totumo

Ein einzigartiges Erlebnis ist das Bad im Schlammvulkan Totumo. Der Vulkan selbst ist wenig beeindruckend: Ein kleiner Kegel mit zwei schlecht gebauten Treppen an den Seiten, damit man einfacher hoch und wieder runter gelangt.

Totumo

Wer einfach einen Vulkan sehen möchte, kann sich den Weg sparen. Wobei der Ausblick auf die Lagune von oben durchaus schön ist:

Blick vom Schlammvulkan Totumo

Wenn du allerdings mal in einem Schlammbad ohne Boden (also natürlich gibt es einen Boden, aber eben 2000 Meter unter dir!) massiert werden möchtest, bist du hier genau richtig. Leider kostet die Massage extra und ist nicht in der recht teuren „Tour“ enthalten. Wenn man es genau nimmt, ist die sogenannte Tour nichts anderes als die Fahrt. Alles andere kostet extra.

Möchtest du Fotos, musst du deine Kamera oder dein Handy abgeben. Ein dafür abgestellter Mitarbeiter macht dann Fotos von dir und hält im Nachhinein die Hand auf.
Barbara auf dem Weg in den Schlammvulkan Totumo Das Bad selbst dauert etwa 15 Minuten. Der Schlamm ist lauwarm und fühlt sich seltsam gut auf der Haut an.

Ein sehr komisch Gefühl ist, dass man nicht untergeht, obwohl man keinen Boden unter den Füßen hat. So stelle ich mir vor, fühlt es sich an, schwerelos zu sein. Du hast kaum Kontrolle über deinen Körper und sobald du sie richtig verlierst, bekommst du sie nur schwer zurück.

Wundere dich also nicht über Füße, Knie oder Ellbogen anderer in deinem Gesicht. Es ist gar nicht so leicht, sich einfach vertikal zu halten. Und ein Lachen kann dazu führen, dass du vollkommen die Kontrolle verlierst.

Massage im Schlammvulkan Totumo.JPG

Danach geht es zum obligatorischen Waschen. Das nervige ist nur: Das darfst du nicht selbst tun! Ältere Damen schrubben alle ab, die ein Bad genommen haben. Und zwar überall! Das mein Bikini plötzlich meinen Bauchnabel verdeckte, interessierte sie genauso wenig wie die Tatsache, dass sie mich überall anfasste. Also nicht zimperlich sein!

Mein Fazit?

Alles in allem war meine Woche in Cartagena richtig toll und ich werde bestimmt wiederkommen.

Hast du schon einmal ein Schlammbad in einem Vulkan genommen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

 

Deine Barbara

 

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LAGUNEN UND STRÄNDE IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

Boarderlines von Andreas Brendt

Boarderlines von Andreas Brendt

Boarderlines von Andreas Brendt

Boarderlines – Worum geht es?

Boarderlines* ist ein autobiographischer Reiseroman. Andi ist Student. Er mag sein Leben und ist eigentlich zufrieden. Als ein Freund ihm vorschlägt nach Bali und Australien zu reisen, ist Andi sofort dabei, ohne zu wissen, was dabei auf ihn zukommt.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten verliebt er sich in das Surfen und entwickelt schnell einen großen Ehrgeiz, besser zu werden. Er spart nach seinem Urlaub jeden Cent, um weitere Auslandsaufenthalte finanzieren zu können und fährt zu den bekanntesten Surfspots der Welt.

Vor allem nach Bali zieht es ihn immer und immer wieder. Dort möchte er mit den ganz Großen surfen.

Neben seinen Surfabenteuern berichtet Andi ehrlich und offen von den vielen Erlebnissen, von den Menschen, die er kennengelernt hat, von den Mädchen, in die er sich verliebt hat, und den Gebräuchen der jeweiligen Länder, die er erkundet.

Ihn plagt jedoch immer wieder der Gedanke, ob es nicht doch die richtige Entscheidung wäre, in die Heimat zurückzukehren und einen richtigen Job anzunehmen. Immerhin hat er studiert und einen guten Abschluss gemacht, sodass sich sein Gewissen immer wieder zu Wort meldet.

Wie wird Andi sich entscheiden? Für seine Leidenschaft, für die er brennt? Oder doch für die Vernunft, die ihm sagt, dass er erwachsen werden soll.

 

Der Schreibstil von Andreas Brendt

Der Autor schreibt in Boarderlines auf eine lockere und witzige Art, die das Lesen des Buches einfach machen. Durch die immer wieder eingeflochtenen Geschichten wird es nie langweilig und man kann sich wunderbar in ihn hineinversetzen.

 

Boarderlines und meine eigenen Erlebnisse

An vielen Stellen musste ich an meine eigenen Erlebnisse denken und einige Stellen habe ich mit meinen Erfahrungen zu vergleichen versucht. So zum Beispiel meine Zeit in Sri Lanka, auch wenn ich selbst ja nicht surfe. Aber die Freundlichkeit der Menschen, die er beschreibt, durfte auch ich kennenlernen. Wenn du mehr von meinen Abenteuern lesen möchtest, lies mal in „Meine Weltreise – Ein Traum wird wahr“ rein!

 

Deine Barbara

PS: Andreas Brendt hat mir das Buch kostenfrei für die Rezension zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

 

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Oaxaca – zwei Tage in der bunten Stadt in den Bergen Mexikos

Oaxaca – zwei Tage in der bunten Stadt in den Bergen Mexikos

Oaxaca – zwei Tage in der bunten Stadt in den Bergen Mexikos

Oaxaca darf bei deinem Trip in den Süden Mexikos auf keinen Fall fehlen. Von San Cristóbal oder Palenque bist du schnell mit dem Nachtbus dort.

Ich hatte nach meiner Maya-Ruinen-Tour noch vier Tage bis zu meinem Weiterflug nach Kolumbien und hatte die Wahl zwischen Mexiko-Stadt, Aguascalientes und Oaxaca. Obwohl in Aguascalientes eine Freundin lebt, die ich schon mehrere Jahre nicht gesehen habe, fiel es mir nicht sehr schwer, dieses Ziel auszuschließen. Es wäre einfach zu weit und zu teuer gewesen für einen 4-Tages-Trip.

Zwischen Mexiko-Stadt und Oaxaca konnte ich mich nur schwer entscheiden. Der Gedanke, nach San Cristóbal, Antigua de Guatemala und Valladolid noch eine Kolonialstadt zu besichtigen, hat mich nicht unbedingt gereizt. Der Hauptgrund, warum ich mich am Ende doch nach Oaxaca gefahren bin, ist die Sehenswürdigkeit Hierve el Agua, zu der ich einen Tagesausflug inklusive Stopp in der Stadt Mitla gemacht habe.

Oaxaca

Die Stadt selbst kannst du in kurzer Zeit ablaufen und die wichtigsten Plätze und Kirchen bestaunen. Nicht umsonst wurde die Altstadt 1987 in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen.

Kirche am Zócolo im Sonnenuntergangshimmel

Kirche am Zócolo im Sonnenuntergang

Die Straßen sind hier so schön, dass man einfach stundenlang schlendern möchte.

Oaxaca im Sonnenuntergang

Sonnenuntergang in Oaxaca durch einen Baum

Auf dem Hauptplatz, dem Zócalo, spenden große Bäume wohltuenden Schatten, der vor der brennenden Sonne schützt, und die umliegenden Arkaden laden ein, bei einem Kaffee die Atmosphäre der Stadt zu genießen.

Am Zócolo in Oaxaca

Oaxaca Zócolo im Sonnenuntergang

Sonne strahlt durch die Kirchentüren

Tag und Nacht ist hier was los. Regelmäßig gibt es Veranstaltungen, die Touristen und Einheimische gleichermaßen erfreuen.

Tänzer in Oaxaca

Tänzer in Oaxaca

Am zweiten Tag war für mich klar: Ich muss einen Ausflug machen. Einer der Stopps war die Zapoteken-Stadt Mitla:

Mitla

Mitla ist eine präkolumbische Stadt der Zapoteken und die wichtigste archäologische Stätte im Bundesstaat Oaxaca. Die Wandornamente sind einzigartig in Mesoamerika. Die Friese mit den Mosaiken aus geometrischen Dekorationen sind aus bis zu 100.000 Steinchen gefertigt. Auch deswegen wurde es zum Weltkulturerbe ernannt.

Ruinen in Mitla

Ruinen und Kakteen in Mitla

Die Anlage ist ziemlich klein, aber durchaus einen kurzen Besuch wert.

Zapoteken Ruinen Mitla

Im Saal der Säulen (‚Salón de las columnas‘) wurden neben den sechs Säulen auch zwei Gräber entdeckt.

 

Nach einem etwa einstündigen Aufenthalt ging es weiter zu meinem Must See Hierve el Agua.

Hierve el Agua

Mein Hauptgrund, überhaupt nach Oaxaca zu fahren, war wie gesagt Hierve el Agua, eine Felsformation etwa 70 Kilometer östlich von Oaxaca, die aus zwei Klippen besteht, die wie Wasserfälle aussehen.

Wasserfall Hierve el Agua

Genau, du hast das richtig verstanden: Das auf dem Bild ist ein Wasserfall aus Stein! Da fließt kein Wasser…

Diese sind durch die natürlichen Wasserbecken mit kohlensaurem Kalk (oder Calciumcarbonat) entstanden. Sobald das Wasser überläuft, setzen sich die Mineralstoffe fest. Das ist ähnlich wie bei Stalaktiten in Höhlen…

Natürliche Pools Hierve el Agua

Die Becken, in denen man auch baden kann, sind deutlich kleiner, als ich erwartet hatte. Ich gebe zu, ich war ein klein wenig enttäuscht, weil ich davon ausgegangen war, dass die Becken die Größe eines Fußballfeldes haben. Dennoch hat es sich für mich gelohnt und du solltest einen Ausflug dorthin auf jeden Fall einplanen, wenn du in der Gegend bist. Stell dich einfach darauf ein, dass es nicht so groß ist… Dann wirst du einen wundervollen Tag haben!

Deine Barbara

 

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Barbara auf den Ruinen in
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PALENQUE – VON WASSERFÄLLEN UND MAYARUINEN
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7 MAYA-RUINEN

7 Maya-Ruinen in Mexiko und Guatemala

7 Maya-Ruinen in Mexiko und Guatemala

7 Maya-Ruinen in Mexiko und Guatemala

Ich habe den gesamten April und Mai in Mexiko, Belize und Guatemala verbracht. Dabei wollte ich mir die Maya-Ruinen natürlich nicht entgehen lassen und habe einige gesehen. Die Reihenfolge hier ist chronologisch. Ein Ranking zu machen, fällt mir unheimlich schwer, weil ich alle auf ihre eigene Weise ganz besonders fand. Zu den Ruinen in Guatemala, Tikal und Yaxhá, bin ich von Martsam eingeladen worden.

Die Maya-Ruinen von Tulúm 

Die Ruinen von Tulúm liegen direkt am Meer. Es muss unheimlich beeindruckend gewesen sein, als die spanischen Eroberer an diesen imposanten Tempeln ankamen, die in den Regenwald eingebettet am Strand lagen. Heute ist die Anlage eine der beliebtesten Touristenattraktionen des kleinen Ortes Tulúm. Die Anlage am Meer ist imposant, aber wohl nur, wenn man noch nicht bei den großen Pyramiden Mexikos und Guatemalas war.

FAZIT: Wunderbar für Maya-Ruinen-„Einsteiger“ und Strandliebhaber geeignet.

Barbara vor den Maya-Ruinen in Tulum

Die Maya-Ruinen von Cobá

Cobá liegt rund 45 Kilometer nordwestlich von Tulúm und kann von dem Küstenort mit einem Taxi, einem Colectivo (das sind Minivans, die wie Busse bestimmte Strecken abfahren) oder mit einer Tour besichtigt werden. Ich habe dort für eine Nacht in einem Hotel eingecheckt, weil mir gesagt wurde, dass ich am besten gleich um acht Uhr morgens dort sein solle, da es später am Tag wahnsinnig voll würde. Und es stimmt. Als ich das Gelände verließ, war es kaum mehr möglich, ein Bild von einer Ruine ohne Menschen zu machen. Das kann ich also jedem nur empfehlen. Die Ruinen selbst liegen im Regenwald verteilt und sind durch Wege mit einander verbunden, die du entweder ablaufen kannst oder du mietest dir ein Fahrrad. Ich habe mit dem Fahrrad zwei Stunden gebraucht, um alles anzuschauen.

FAZIT: Für mich hatte Cobá das beste Preis-Leistungs-Verhältnis! Die Anlage ist riesig und der Preis dafür klein.

Pyramide der Maya-Ruinen in Cobá

Die Maya-Ruinen von Chichén Itzá

Chichén Itzá ist eines der 7 Weltwunder und dementsprechend gut besucht. Jeder möchte ein Foto mit der Hauptpyramide der Anlage machen. Ich rate dir daher auch hier so früh wie möglich da zu sein. Ab 11 Uhr kommen die großen Touristenbusse mit ihren Touren an. Um 8 Uhr hingegen hast du die Anlage noch fast für dich allein. Ein weiterer Vorteil: Die Verkäufer, die mit ihren Ständen nur darauf warten, dir irgendwelchen Ramsch anzudrehen, sind noch am Aufbauen und lassen dich eher in Ruhe.

Wenn du dir alle Ruinen ansehen und auch mal die ein oder andere Pause im Schatten einlegen möchtest, solltest du einen ganzen Vormittag einplanen. Gönnst du dir außerdem ein Hotel in der direkten Umgebung von Chichén Itzá, kannst du dir die Lichtshow nach Sonnenuntergang anschauen. Dabei wird auf der Hauptpyramide die Geschichte der Maya, der Conquista (Eroberung) und der Moderne anhand von Bildern und Musik gezeigt. Ich habe das leider nicht gesehen, weil ich in Valladolid untergekommen war. Allerdings gibt es dort ebenfalls eine Lichtshow (am Kloster etwas außerhalb der Stadt), sodass du dir hier einen Eindruck verschaffen kannst, wie das ungefähr ist.

FAZIT: Chichén Itzá gehört einfach dazu, wenn man sich ein bisschen für Kultur, Geschichte und Archäologie interessiert. Aber es ist überteuert und die Verkäufer sind sehr aufdringlich.

Chichén Itzá Pyramide

Die Maya-Ruinen von Ek Balam

Ek Balam ist eine fast schon enttäuschend kleine Anlage, die aus kaum mehr als einem Platz besteht, um den alle Ruinen herum verteilt sind. Zumindest was den bisherigen Ausgrabungsstand betrifft. Dafür ist der Preis mit etwa 200 Pesos (10 Euro ohne Filmerlaubnis – die kostet extra) ganz schön prall. Einen Besuch ist Ek Balam meines Erachtens dennoch wert, denn der Ausblick von den Gebäuden, auf die man hinauf kann, ist fantastisch. Die Anlage liegt mitten im Regenwald und man sieht weit und breit nichts als Bäume und Wald. Von Valladolid kommt man ganz einfach mit einem Sammeltaxi dorthin. Das kostet nicht viel, allerdings muss man warten, bis es voll ist, bevor es losfährt.

FAZIT: Klein, aber fein!

Ek Balam

Die Maya-Ruinen von Tikal

Die Maya-Ruinen von Tikal in Guatemala haben mich wahrscheinlich am meisten beeindruckt. Die Anlage ist noch größer als die in Cobá. So kam es mir zumindest vor, allerdings hatte ich in Tikal auch kein Fahrrad, sondern war in einer Gruppe mit einem Tourguide unterwegs. Die vom Tour Operator Martsam organisierte Tour hat vier bis fünf Stunden gedauert. Für die harten Frühaufsteher empfehle ich die Tour zum Sonnenaufgang. Mir persönlich war es jedoch zu früh, um drei Uhr abgeholt zu werden.

Außerdem war Tikal der Ort mit den höchsten Maya-Ruinen. Auf mehrere kann man zudem hinauf, sodass das nochmal ein ganz anderer Eindruck ist, als wenn du einfach nur davor stehst. Beim Rundgang kannst du im Normalfall Spinnen- bzw. Brüllaffen beobachten und mit etwas Glück auch Tukane und andere interessante Vögel sehen.

FAZIT: Tikal gehört auf jeden Fall auf deine Liste, wenn du dich für Tempelanlagen interessierst.

Der Tempel des Großen Jaguar

Die Maya-Ruinen von Yaxhá

Die Ruinen von Yaxhá werden von Reisenden häufig stiefmütterlich behandelt. Tikal steht im Vordergrund und viele möchten nicht unbedingt „noch eine Maya-Stätte“ sehen. Was mir persönlich aber richtig gut gefallen hat, war auf der einen Seite, dass in Yaxhá so wenig los war, dass die Tiere viel aktiver waren und sich nicht so versteckt haben. Zum Beispiel hat ein Brüllaffe vor meinen Füßen aus einer Pfütze am Boden Wasser getrunken und zwei Rudel Brüllaffen haben um ihr Territorium gekämpft. Der lautere Alpha-Affe gewinnt… Zum anderen ist die Maya-Stadt direkt an einer Lagune gewesen, auf die man vom höchsten Tempel, dem Tempel 216, einen hervorragenden Blick hat. Der Sonnenuntergang hier soll wundervoll sein.

FAZIT: Wer Maya-Ruinen abseits der Touristenmassen mal ganz für sich allein haben möchte, ist hier richtig!

Maya-Ruinen und Pyramiden in Yaxhá

Die Maya-Ruinen von Palenque

Wer meint, dass alle Maya-Ruinen gleich aussehen, sollte sich Palenque nicht entgehen lassen. Die Anlage ist auf Terrassen angeordnet. Nur die höchsten Terrassen haben freigelegte Ruinen. Kommt man in die tiefer gelegenen Terrassen sind die Tempel noch mit Urwald überwachsen, wenn auch teilweise freigelegt. Dort gibt es kleine Wasserfälle und Bäche, die einem mit ihrem friedlichen Plätschern das Gefühl vermitteln, dass man gerade eine Zeitreise gemacht hat. Ich hätte dort einen ganzen Tag verbringen können.

FAZIT: Für mich die Maya-Ruinen, die mich am meisten zum „Zeitreisen in Gedanken“ angeregt haben.

Maya-Ruine in Palenque

Puh, auf der einen Seite kommt mir das ganz schön viel vor! Auf der anderen Seite weiß ich, dass es noch so viele Maya-Ruinen für mich zu entdecken gibt.

Was meinst du? Welche muss ich unbedingt noch sehen? Welche hat dir am besten gefallen?

Deine Barbara

PS: ***WERBUNG*** Dieser Teil über Guatemala ist entstanden, weil Martsam so freundlich war, mich in ihr Heimatland einzuladen und mich bei der Planung und Umsetzung der Reise zu unterstützen.

 

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Barbara auf den Ruinen in Palenque
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PALENQUE – VON WASSERFÄLLEN UND MAYARUINEN

Palenque – Von Maya-Ruinen und Wasserfällen

Palenque – Von Maya-Ruinen und Wasserfällen

Palenque – Von Maya-Ruinen und Wasserfällen

In Palenque gibt es eine von unzähligen Maya-Ruinen in Mexiko. Mit meiner lieben Kollegin Melanie von Good morning world und der Unterstützung von Shoestring habe ich dort drei Tage verbracht. Mit dem einfach Baukastensystem von Shoestring kann man sich ganz einfach seine Reise zusammenbasteln.

Von San Cristóbal de las Casas sind wir an einem kalten Mittwochmorgen Richtung Nordosten aufgebrochen, um auf dem Weg nach Palenque die Wasserfälle Agua Azul und Misol-Ha anzuschauen. Die Autofahrt dauert deutlich länger als man denkt, da die Strecke sehr kurvenreich ist. Etwa vier Stunden benötigt man für die nur 160 Kilometer. Wenn dir beim Fahren schnell schlecht wird, solltest du Reisetabletten griffbereit haben.

Agua Azul

Agua Azul besteht aus über 500 einzelnen kleinen Wasserfällen, die zwischen zwei und 30 Metern hoch sind.

Agua Azul großers Felsen

Agua Azul Felsen mit Wasserfall

Wasserfall in Agua Azul

Du solltest am besten in der Trockenzeit hierher kommen, da die Farbe des Wassers in der Regenzeit braun wird. Ansonsten erstrahlen die Becken in hellem Blau bis intensivem Grün, da sie Mineralstoffe enthalten, die das Wasser färben.

Agua Azul

Agua Azul Spiegelung

Agua Azul mit Ausblick

Zwischen den Wasserfällen warten unterschiedlich große Becken, die teilweise zum Baden geeignet sind. Erkundige dich aber genau, bevor du ins Wasser gehst, da es in einigen schon zu Todesfällen kam.

Über die gesamte Länge des touristisch erschlossenen Teiles findest du viele Händler für Souvenirs und Kleidung sowie Restaurants und Stände, an denen Kokosnüsse oder Früchte verkauft werden. Es laufen auch Kinder umher, die Früchte verkaufen.

Verkaufsstände Agua Azul

Außerdem kommen die Touristen vor allem in der Hochsaison in Scharen, sodass man sich darauf einstellen kann, auch mal zehn Minuten zu warten, bis man an der Reihe ist, auf die Fotoposition zu kommen. Dadurch geht leider ein großer Teil der Atmosphäre verloren, weil ungestörtes Genießen der wundervollen Landschaft nahezu unmöglich gemacht wird.

Misol-Ha

Misol-Ha ist ein 35 Meter hoher Wasserfall, der in der Regenzeit wohl beeindruckend breit ist. Als ich dort war, war er relativ schmal.

Misol Ha

Man kann wohl nicht beides haben: einen schönen breiten Wasserfall in Misol-Ha und türkises Wasser in Agua Azul…

Du gelangst innerhalb von drei Minuten vom Parkplatz mit einem überteuerten Restaurant zum großen Wasserbecken, in das sich Misol-Ha ergießt. Auch hier musst du möglicherweise warten, bis du auf die Fotoposition kannst.

Hinter dem Wasserfall führt ein Weg entlang zu einer kleinen Höhle.

Tunnel hinter dem Wasserfall Misol-Ha.JPG

Von Misol-Ha sind es nur noch 30 Kilometer bis nach Palenque.

Palenque

Palenque ist eine archäologische Ausgrabungsstätte mit Maya-Ruinen, die mitten im Regenwald liegt. Die Stadt wurde auf Terrassen angelegt und von ihr sind erst 5 Prozent freigelegt. Der Rest verbirgt sich noch unter dem Wald, der über die Ruinen gewachsen ist.

Maya-Ruinen in Palenque

Du kannst eine Tagestour von San Cristóbal buchen und an einem einzigen Tag Agua Azul, Misol-Ha und Palenque besichtigen. Allerdings bleibt dir dann nicht viel Zeit für die einzelnen Orte, was du wahrscheinlich spätestens in Palenque bereuen könntest.

Ruinen durch die Büsche in Palenque

Palenque Ruinen

Ich war zweieinhalb Stunden in der Anlage, hätte aber auch deutlich länger bleiben können. Ich bin nur raus, weil ich ein bisschen spät dran war und die Anlage dann geschlossen hat.

Der Tempel der Inschriften ist wohl zusammen mit dem Palast, der ihm gegenüber liegt, das bekannteste Gebäude der Ausgrabungsstätte. Diese Gruppe bildet auch das Zentrum.

Ruine in Palenque

Pyramiden in Palenque

Neben der Kreuzgruppe gibt es noch weitere allein stehende Gebäude.

Pyramide durch die Bäume

Der Weg führt irgendwann rechts in den Wald hinein. Geh da nur lang, wenn du den Rest der Anlage bereits gesehen hast. Dort geht es zu einem der Ausgänge und man kann nicht zurück.

Über eine Treppe kommt man auf tiefer gelegene Terrassen. Dieser Teil ist nicht vollständig freigelegt und es scheint, als wären Ruinen und Natur eins.

Ruinen in der Idylle Palenque

Neben den Ruinen fließen Bäche entlang, es gibt kleine Wasserfälle und wenn du die Augen schließt, kannst du dir beinahe vorstellen, wie es hier vor 600 Jahren gewesen sein muss.

Idylle in Palenque

Brücke in Palenque

Idylle durch die Büsche Palenque

Ich hätte sehr gerne noch ein paar Stunden dort verbracht und den Geräuschen des Waldes gelauscht.

Warst du schon mal in Palenque? Oder warst du von einer anderen Maya-Ruine ähnlich begeistert wie ich von dieser? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

 

Deine Barbara

PS: ***WERBUNG*** Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Shoestring entstanden, die mich auf die Reise eingeladen haben.

 

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