Helsinki an einem Tag – So nutzt du die Zeit perfekt

Helsinki an einem Tag – So nutzt du die Zeit perfekt

Helsinki an einem Tag – So nutzt du die Zeit perfekt

Von Stockholm bin ich mit der Triangle City Cruise von Tallink Silja erst nach Helsinki und dann nach Tallinn gefahren.

Während ich so den Artikel über die Mini-Kreuzfahrt geschrieben habe, fiel mir auf, wie viel ich zu Helsinki sagen möchte. Also habe ich mich spontan dafür entschieden, daraus einen eigenen Artikel zu machen.

Ankunft in Helsinki

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffet, packte ich meine Sieben Sachen und bereitete mich gedanklich auf das vor, was vor mir lag. Während wir in den Hafen einliefen, bot sich mir ein erster Blick auf die Hauptstadt Finnlands.

Ankunft in Helsinki - Winzige Insel vor Helsinki

Ankunft in Helsinki - Die Kathedrale von Heslinki von der Symphony

Mein erstes Ziel war das Tourismus Infocenter von Visit Helsinki.

Ich gab mein Ziel bei Google Maps ein und macht mich auf den glücklicherweise kurzen Fußweg. Dort angekommen bekam ich ganz tolle Tipps, wie ich meinen Tag am besten verbringen könnte, und konnte sogar meinen Rucksack dort lassen. Das war wirklich sehr freundlich und hat es mir erspart, mich auf die Suche nach öffentlichen Schließfächern zu machen.

Auf die Helsinki Card habe ich verzichtet, weil alles, was ich machen und sehen wollte, sowieso kostenfrei war. Sie kann sich jedoch lohnen, wenn du die Stadt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erkunden oder eine Bootsfahrt machen möchtest.

 

Sehenswürdigkeiten in Helsinki

 

Der Dom von Helsinki

Der Dom von Helsinki

Als erstes – so wurde mir empfohlen – sollte ich mir den Dom anschauen, der direkt um die Ecke des Sitzes von Visit Helsinki am Senatsplatz zu finden war. Ich hatte die Kuppeln schon vom Schiff aus gesehen und wusste daher, dass ich das auf jeden Fall sehen wollte.

Er ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt und verzeichnet jährlich rund 350.000 Besucher. Nicht nur der ursprüngliche Name ist russisch. Der Dom wurde zunächst nach dem damaligen russischen Zaren Nikolaus II. benannt. Jedoch wurde der Name nach dem Erlangen der Unabhängigkeit 1917 schnell in Suurkirkko („Großkirche“) geändert.

Aber auch der Bau selbst in von den russischen Kirchen inspiriert. Der Kuppelbau hat nämlich die Form eines griechischen Kreuzes, was für orthodoxe Architektur üblich ist.

 

Die orthodoxe Kathedrale

Die orthodoxe Kathedrale

Die orthodoxe Kathedrale oder besser gesagt die Uspenski-Kathedrale ist ein absoluter Hingucker. Sie thront auf ihrem Hügel am Rande der Innenstadt von Helsinki und ist daher – wie auch die katholische Kathedrale – schon bei der Einfahrt mir dem Schiff zu sehen.

Gebaut in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts war sie damals ein weithin sichtbares Symbol der Herrschaft Russlands über Finnland. Angeblich ist sie die größte orthodoxe Kirche in der westlichen Welt.

Sowohl von außen als auch von innen ist sie wunderschön und einen Besuch mehr als wert.

 

Das Museum of Broken Relationships

Das Museum of Broken Relationships - Match Makers Ice Breakers

Ich gebe zu, als die Damen bei Visit Helsinki mir sagte, sie könnte Stunden in diesem Museum verbringen, dachte ich, sie hätte einen Sprung in der Schüssel. Das Museum besteht aus vielen, kleinen Gegenständen, die jemanden an eine zerflossene Liebe erinnerten.

Was machst du mit der Kette, die er dir geschenkt hat? Wegwerfen? Anziehen?

Im Normalfall möchtest du beides nicht, richtig? Um genau solche Gegenstände hat das Museum gebeten und Menschen aus aller Welt haben ihre Erinnerungsstücke zusammen mit der Geschichte dazu eingesandt.

Das Museum of Broken Relationships

Ich gebe zu: Auch ich hätte Stunden mit den Kinderschuhen, Briefen, Kleidungsstücken und Büchern sowie den dazugehörigen Zeilen verbringen können. Sie erzählen von Glückseligkeit und Traurigkeit, von Liebe und Zank, von Funkstillen und nicht endenden Liebesgeschichten.

 

Die Felsenkirche Temppeliaukio

Die Felsenkirche Temppeliaukio

Die 1969 fertiggestellte Kirche wurde direkt in den Granitfelsen hineingebaut. Die Wände im Innenraum sind fünf bis acht Meter hoch und bestehen aus unbearbeitetem Stein. Allerdings kommt durch 180 Fenster Sonnenlicht herein und lässt den sonst so rauen Raum hell erstrahlen.

Der dadurch entstehende Eindruck ist unbeschreiblich und einfach wundervoll!

 

Das Sibelius-Denkmal

Das Sibelius-Denkmal

Das Sibelius-Denkmal liegt im Sibelius-Park und ist von der Temppeliaukio-Kirche zu Fuß in etwa 15 Minuten zu erreichen. Ich war an einem schönen, warmen Sommertag dort und habe den Weg sehr genossen.

Eine kleinere Version davon steht im UNESCO-Hauptquartier in Paris.

 

Wassersport und Spaziergänge in den Parks von Helsinki  

Ich habe es zeitlich leider nicht mehr geschafft, weil ich an mehreren Stellen zu sehr getrödelt habe. Normalerweise ist es aber locker machbar, das noch mit unterzubringen.

Im Herzen der Stadt findest du mehrere Parks mit Seen, auf denen du Standup-Paddling (kurz SUP) machen kannst… Mitten in Helsinki!

Ist das cool oder cool?

 

Lachssuppe am Hafen 

Lachssuppe am Hafen

Auf meine Frage, welches typische Gericht ich unbedingt probieren muss, kam die Antwort sehr schnell: die Salmon Soup sollte es sein! Ich habe meine direkt am Hafen auf dem Markt bekommen.

Markt Helsinki

Für 7,50 Euro nicht gerade ein Schnäppchen, aber für skandinavische Verhältnisse kann man da nichts sagen. Die wässrige Suppe mit vielen Lachsstücken darin und der kleinen Scheibe Brot dazu hat mich jedenfalls besser gesättigt, als ich erwartet hatte.

Helsinki hat auf mich einen weltoffenen und sehr freundlichen Eindruck gemacht. Ich hoffe, ich habe bald die Möglichkeit, die Stadt und auch den Rest des Landes besser kennenzulernen!

Für noch mehr Inspiration schau doch mal bei Nicolò vorbei: Sehenswürdigkeiten in Helsinki.

Warst du mal in Finnland?

Deine Barbara

 

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Starter Kit Smart MockUp
Kabelrolle im Sonnenuntergang
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DIE TRIANGLE CITY CRUISE
Metrostation Kungsträdgården Stockholm

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STOCKHOLMS U-BAHNSYSTEM
Neuer Hafen Kopenhagen 1

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KOPENHAGEN

Triangle City Cruise Tallink Silja: Städtereise mal anders

Triangle City Cruise Tallink Silja: Städtereise mal anders

Triangle City Cruise Tallink Silja: Städtereise mal anders

Die Triangle City Cruise von Tallink Silja – eine Mini-Kreuzfahrt zwischen Stockholm, Helsinki und Tallinn – ist mir ins Auge gefallen, als sich herauskristallisierte, dass ich für die TBEX2016 in der wunderschönen schwedischen Hauptstadt Stockholm sein würde. Das Unternehmen bietet Reisen zwischen diesen drei Städten plus Riga und Turku sowie kleine Kreuzfahrten aus Kombinationen an.

Triangle City Cruise Part 1: Von Stockholm nach Helsinki

Von meinem wunderschönen Hotel Scandic Ariadne waren es nur zehn Minuten zu Fuß zum Fährterminal. Sehr praktisch!

Dank der Automaten konnte ich ganz allein, ohne mich in einer langen Schlange anzustellen, innerhalb von einer Minute einchecken. Meine Bordkarte wurde gedruckt und schon war ich durch die Kontrollen auf der Gangway zum Schiff: der M/S Symphony.

An Bord sah ich als erstes die beeindruckende Promenade mit ihren vielen Restaurants und Bars verschiedener Preisklassen und Shops für Kleidung, Reisebedarf und Elektronik.

Triangle City Cruise: Promenade Symphony

Ich hatte kaum Zeit, mich umzusehen und meine Sachen auf mein Zimmer zu bringen, da fuhren wir schon ab. Während der ersten Stunden verschlechterte sich jedoch das Wetter drastisch, sodass ich die Zeit bis zum Abendessen damit verbracht habe, die Fotos aus Stockholm zu sortieren.

Nach dem leckeren und umfangreichen Buffet habe ich mir meine Kamera geschnappt und bin das Deck rauf und runter gelaufen, um Fotos zu machen. Ich konnte mein Glück kaum fassen, dass nach dem Regen der Himmel aufgebrochen war und wir nun ruhig durch den Stockholmer Schärengarten fuhren.

Im Stockholmer Schärengarten 2

Leuchtturm in der Brandung des Schiffes

Rote Häuser im Stockholmer Schärengarten

Hinter der Symphony

Es dauerte gut zwei Stunden bis zum Sonnenuntergang, da sich sich die Sonne hier sehr langsam senkt und selbst einen Monat nach der Sommersonnenwende zwar untergeht, aber es wird trotzdem nie so richtig dunkel.

Triangle City Cruise: Die Symphony im Sonnenuntergang

So wartete ich wenigstens, bis die letzten Sonnenstrahlen hinterm Horizont verschwanden.

Sonnenuntergang und GoPro

Helsinki

Wir kamen am Morgen in Helsinki an. Nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffet, packte ich meine Sieben Sachen und bereitete mich gedanklich auf das vor, was vor mir lag. Während wir in den Hafen einliefen, bot sich mir ein erster Blick auf die Hauptstadt Finnlands.

Winzige Insel vor Helsinki

Die Kathedrale von Heslinki von der Symphony

Im Tourismus Infocenter erkundigte ich mich nach den Highlights von Helsinki, die ich auf keinen Fall verpassen durfte.

Ein ausführlicher Artikel mit Fotos und allem drum und dran folgt noch, aber hier ein kurzer Abriss meines Tages in der finnischen Hauptstadt:

#1 Kathedrale

Als erstes habe ich mir die Kathedrale angeschaut. Sie thront in imposanter Eleganz über einem  Platz, an dem unentwegt Touristen in Reisebussen angekarrt werden. Das scheint nicht nur meine erste Station gewesen zu sein…

Kathedrale Helsinki

#2 Museen

Direkt gegenüber befindet sich ein Gebäude mit gleich zwei Museen. Das eine ist das Museum of Broken Relationships, das wirklich interessant ist, und das zweite ist das Helsinki City Museum. Dort kannst du die Geschichte der Stadt wunderbar nachempfinden.

#3 Orthodoxe Kirche

Die orthodoxe Kirche ist ein absoluter Hingucker und macht sich ganz toll auf deinen Fotos! Ich würde den kleinen Umweg also jeder Zeit wieder einplanen.

#4 Lachssuppe am Hafen

Die Spezialität des Landes ist Lachssuppe. Am besten gönnst du sie dir direkt am Hafen mit Blick auf die abfahrenden Boote. Mit 7,50 Euro ist das zwar nicht gerade günstig, aber für skandinavische Verhältnisse in Ordnung.

#5 Felsenkirche Temppeliaukio

Die Felsenkirche hat mir so gut gefallen, dass ich gar nicht mehr gehen wollte! Sie ist die schönste Kirche, in der ich je war. Sie wurde in den Granitfelsen hineingebaut, 180 Fenster lassen jedoch viel Tageslicht hinein.

Felsenkirche Helsinki

#6 Sibelius-Denkmal

Das Denkmal ist dem finnischen Komponisten Jean Sibelius gewidmet und ist von der Felsenkirche gut zu Fuß zu erreichen. Eine kleinere Version davon steht in Paris im UNESCO-Hauptquartier.

#7 Parks

Helsinki bietet dir einige Parks zum Schlendern, Picknicken und die Sonne genießen (wenn sie denn scheint). Einige haben auch Seen, in denen du dich auf einem Standup-Paddle-Board vergnügen kannst.

Triangle City Cruise Part 2: Von Helsinki nach Tallinn

Das Terminal der Abfahrt war leider nicht dasselbe, wie das, an dem ich am Morgen angekommen war. So fuhr ich mit meinen Rucksäcken auf die andere Seite der Stadt, um den wieder sehr einfachen Check-In an den vorgesehenen Automaten zu durchlaufen und das Schiff zu boarden.

Diesmal hatte ich keine Kabine, denn für die Strecke Helsinki – Tallinn benötigt das Schiff nur zwei Stunden. Ich hatte einen Platz im Executive-Bereich bekommen. 20 Euro mehr, die für einen digitalen Nomaden gut investiert sind. Denn hier warten Steckdosen, bequeme Sitzmöglichkeiten zum Arbeiten und WLAN auf dich. Zudem gab es kostenfreie Snacks und Getränke.

Die zwei Stunden gingen rum wie im Fluge.

Tallinn

Da ich spät abends ankam, durfte ich diesmal sogar eine Nacht an meinem Zielort verbringen. Tallink Silja verfügt über zahlreiche Hotels, sodass ich von ihnen in einem davon untergebracht werden konnte. Das Pirita SPA ist ein sehr angenehmes Welness-Hotel mit tollem Ausblick aufs Meer und einem unglaublich leckeren Frühstücksbuffet.

Pirita SPA

Am nächsten Morgen fuhr ich ausgeschlafen und erholt ins Zentrum der Stadt.

Auch bei der Touristeninfo von Tallinn bekam ich allerlei Informationen, wie ich meine Zeit in der estnischen Hauptstadt verbringen könnte. Ich entschied mich, zuerst die Kirche der Oleviste Kirik (zu Deutsch: Olaikirche) zu besuchen.

Grund für meine Entscheidung war vor allem der Kirchturm, durch den die Kirche angeblich von 1546 bis 1625 das höchste Gebäude der Welt gewesen sein soll. So zumindest die Legenden der Stadt… Die Höhe brachte auf jeden Fall eine Anfälligkeit für Blitzeinschläge mit sich, sodass die Kirche mehrere Male runtergebrannt ist und wieder aufgebaut werden musste.

So sah es dort oben aus.

Oleviste Kirik von oben

Danach bin ich zum Domberg gegangen. Das ist zwar der älteste Stadtteil, aber ironischerweise nicht der Stadtteil mit den ältesten Gebäuden. Wegen eines Brandes sind die Gebäude auf dem Domberg alle jünger als jene im angrenzenden Teil der Stadt: der sogenannten Unterstadt.

Auf dem Domberg findest du neben anderen Sehenswürdigkeiten den Tallinner Dom, die orthodoxe Kirche und mehrere Aussichtsplattformen.

Dom in Tallinn

Orthodoxe Kirche Tallinn

Aussichtspunkt Altstadt Tallinn

Schlendere ein bisschen durch die Straßen! Du wirst bezaubernde Gassen, Gebäude und Cafés mit ganz viel Atmosphäre finden, in denen du dich stundenlang einfach verirren möchtest.

Gasse Tallinn

Altes Tor Tallinn

Altes Haus Tallinn

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die Stadtmauer, die den Domberg und die Unterstadt von einander trennt.

Stadtmauern Tallinn

Die Zeit ging auch hier wieder viel zu schnell vorbei!

Triangle City Cruise Part 3: Von Tallinn nach Stockholm

Denn irgendwann war es leider Zeit, ein letztes Mal (vorerst) für mein Kreuzfahrtschiff zurück nach Stockholm einzuchecken und es mir in meiner Kabine bequem zu machen.

Tallink Silja Kreuzfahrtschiff

Ich war für das Buffet um 17:30 Uhr zum Abendessen gebucht. Zum Glück konnte ich völlig problemlos und unkompliziert auf die zweite Schicht umbuchen.

So arbeitete ich in meiner Kabine bis 20:30 Uhr, ging dann zur zweiten Schicht zum Abendessen und besuchte im Anschluss die Abendveranstaltungen mit Live-Musik und Tanzeinlagen.

Müde und zufrieden ging ich ins Bett, um am nächsten Morgen wieder in Stockholm aufzuwachen, wo ich direkt die Tour durch Stockholms U-Bahnsystem machte.

Mein Fazit? Ich würde jederzeit gerne wieder eine Mini-Kreuzfahrt mit Tallink Silja unternehmen! Denn ich hatte mit der Triangle City Cruise eine wirklich tolle Fahrt, ein tolles Hotel und atemberaubend schöne Destinationen.

Hast du schon einmal eine Mini-Kreuzfahrt gemacht?

 

Deine Barbara

 

PS: Tallink Silja hat mich auf die Triangle City Cruise eingeladen! Meine Meinung blieb davon unbeeinträchtigt.

 

Schlösser an Brücke Helsinki
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HELSINKI AN EINEM TAG
Metrostation Kungsträdgården Stockholm

EUROPA

STOCKHOLMS U-BAHNSYSTEM

Boot im Sonnenschein in Stockholm

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STOCKHOLM

Stockholm: 6 Must Sees in der schwedischen Hauptstadt

Stockholm: 6 Must Sees in der schwedischen Hauptstadt

Stockholm: 6 Must Sees in der schwedischen Hauptstadt

Stockholm stand schon seit Jahren auf meiner Bucket List. Bis jetzt hatte es sich leider nie ergeben. Im Rahmen der TBEX2016 – einer Konferenz nur für Reiseblogger – war ich im Juli eine Woche in der schwedischen Hauptstadt.

Auf dem Plan standen natürlich die typischen Sehenswürdigkeiten für eine klassische Sightseeing Tour. Allerdings wollte ich es mir nicht nehmen lassen, auch ein paar außergewöhnliche Erkundungstouren zu machen. Zur Unterstützung bin ich mit der Stockholm Card unterwegs gewesen, durch die ich einiges kostenfrei machen konnte.

Falls du direkt mal schauen möchtest, was du für Touren buchen kannst, kannst du das hier tun:

6 Must Sees in Stockholm

Hier kommen nun meine sechs Must Sees bzw. Must Dos in Stockholm:

 

Gamla Stan

Vor dem Nobel Price Museum

Eine Altstadt zum Schlendern

Die Altstadt von Stockholm Gamla Stan auf der Insel Stadsholmen solltest du einfach mal auf dich wirken lassen.

Komm mehrmals hierher: Lauf allein durch die Gassen und halte hier und da für einen Kuchen oder ein paar leckere Hackfleischbällchen. Komm wieder und mach eine Walking Tour (die von OURWAY kann ich nur empfehlen), um mehr über die Geschichten, die die Straßen, Mauern und Gebäude erzählen, zu erfahren.

In den Straßen der Altstadt von Stockholm

Järnpojkes – die kleinste Sehenswürdigkeit von Stockholm

Ohne die Tour hätte ich zum Beispiel nie von dem kleinen Järnpojkes gehört. Järnpojkes ist auch als kleinste Sehenswürdigkeit der Stadt bekannt. Ihm über dem Kopf zu streicheln, soll einem einen Wunsch erfüllen.

Barbara streichelt Järnpojkes Kopf

Die Einheimischen behandeln ihn mit liebevoller Zuneigung: Im Winter findest du ihn mit regelmäßig wechselndem Schal (natürlich selbst gestrickt!) um den kleinen Hals. Denn jeder möchte der winzigen Berühmtheit der Altstadt ein Kleidungsstück schenken.

Wachwechsel, Kirchen und Museen

Bei einem dritten Besuch kannst du dir je nach Vorliebe den Wachwechsel vor dem Palast anschauen, die Kirchen von innen bestaunen (wie die in der das Kronprinzenpaar getraut wird) oder in den Museen einen Crashkurs in Stockholmer Geschichte nehmen.

Für noch mehr Hintergründe und Erfahrungen aus Gamla Stan schau doch mal bei TravelWorldOnline vorbei!

Bootstour

Ich LIEBE das Wasser und ich LIEBE es auf einem Boot zu sein. Deswegen war für mich klar, dass ich gleich mehrere Bootstouren machen würde. Folgende standen auf meinem Plan:

  • Historical Canal Tour
  • Under the Bridges of Stockholm
  • Good Morning Stockholm Tour
  • Drottningholm Boat Tour

Historical Canal Tour

Alte Mühle Stockholm

Sie hatten alle vier etwas für sich und ich kann kaum sagen, welche mir am besten gefallen hat. Die Historical Canal Tour war auf jeden Fall eine hervorragende Tour zum Einstieg mit vielen Informationen zur Stadt selbst und zur Geschichte.

Under the Bridges of Stockholm Tour

Spiegelung Brücke Stockholm

Die Under the Bridges of Stockholm Tour führt tatsächlich unter einigen Brücken hindurch. Ich war ein wenig enttäuscht, dass die meisten Brücken nicht wirklich photogen waren (anders als in Kopenhagen). Schön war die Rundfahrt trotzdem.

Good Morning Stockholm Tour

Auf Fjäderholmarna

Die Good Morning Stockholm Tour führte uns nach Fjäderholmarna, einer idyllischen kleinen Insel kaum eine halbe Stunde von Stockholm entfernt. Dort gab es eine kurze Führung um die Insel und danach Zeit zum Entspannen, bis das nächste Boot zurück nach Stockholm ging.

Drottningholm Boat Tour

Die Drottningholm Boat Tour bringt dich zu einem der Schlösser der königlichen Familie. Seit 1981 haben die schwedischen Royals im südlichen Teil des Gebäudes ihren festen Wohnsitz. Denn sie ziehen die Abgeschiedenheit und Privatsphäre dem Gewusel der Hauptstadt vor, wo sie bis dahin residierten. Da die Fahrt fast eine ganze Stunde one way dauert, ist sie ideal, um mal aus der Großstadt rauszukommen oder einfach den Fahrtwind und die Aussicht zu genießen.

Der Palast selbst ist… eben ein Palast. Er unterscheidet sich für mich nicht maßgeblich von allen anderen Palästen, die ich gesehen habe. Er ist pompös und „mächtig“.

Schloss Drottningholm

In den Zimmern und Sälen, die frei zugänglich sind, kannst du sehen, wie die königlichen Damen (denn ausschließlich für jene war das Schloss ursprünglich vorgesehen) vor vielen, vielen Jahrzehnten gelebt haben. Du kannst dich nicht nur in unzähligen Portraits und anderen Gemälden verlieren, sondern auch durch Prunksäle wandeln und dir vorstellen, wie es hier vor 200 Jahren gewesen sein muss.

Das ein oder andere Fenster lässt einen Blick auf den barocken Garten zu. Spätestens jetzt wirst du verstehen, warum das Schloss auch als Schwedisches Versailles bezeichnet wird.

Schlossgarten Drottningholm

Alle Bootstouren waren in der Stockholm Card enthalten und haben mich keinen Cent extra gekostet! Die allein hatten übrigens einen höheren Gegenwert als die Karte selbst…

Metro-Tour

Über meine Tour durch Stockholms U-Bahnsystem habe ich einen völlig eigenen Artikel geschrieben – so begeistert war ich von der Kunst im Untergrund. Schon während meiner ersten Tage in Stockholm hatte ich von den künstlerisch gestalteten Stationen gehört. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, wie toll sie sein würden. Deswegen machte ich mich erst am Ende meines Stockholmaufenthalts auf den Weg, ein paar Stationen anzusehen.

Rådhuset

Metrostation Kungsträdgården Stockholm.JPG

Nach nur zwei Haltestellen war ich überzeugt: Diese U-Bahnhöfe sind es wert, dass man ihnen einen ganzen Tag (und dann auch einen ganzen Artikel) widmet. Eine dieser zwei Stationen war übrigens Rådhuset, wo ich diese gigantische Höhle vorgefunden habe:

Leider hatte ich für den folgenden Tag schon eine Mini-Kreuzfahrt nach Helsinki und Tallinn geplant. Allerdings wusste ich, dass ich in wenigen Tagen zurück sein würde und mehrere Stunden haben würde, bis mein Zug nach Kopenhagen gehen würde. Das war die perfekte Gelegenheit, um das U-Bahnsystem zu erkunden.

Gesagt, getan!

Ich kam Donnerstags um 10 Uhr mit dem Schiff aus Tallinn an und machte mich sofort auf den Weg zur Metro. Ich hatte eigentlich geplant, mein Gepäck am Hauptbahnhof abzugeben, aber als ich so in der U-Bahn saß, empfand ich es als Zeitverschwendung. Also fuhr ich sechs Stunden von einer Haltestelle zur nächsten – mit 13 Kilo auf dem Rücken! Die Leute müssen mich für völlig verrückt gehalten haben, wie ich da so mit den zwei Rücksäcken und der Spiegelreflex jeden Winkel abfotografierte und mich dafür in unnatürliche Posen verbog.

Das Ergebnis war es mir aber wert!

Tekniska Högskolan

Metrostation Tekniska Högskolan

Fridhemsplan

Fridhemsplan

Solna centrum

Metrostation Solna Centrum

Solna strand

Metrostation Solna Strand

Södermalm-Tour

Södermalm ist ein Stadtteil von Stockholm, in dem vor allem die junge Szene der Stadt lebt, liebt und leidet. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der Szenebezirk SoFo (South of Folkungagatan) mit seinen einzigartigen Geschäften (z.B. für Öko-Jeans), Kunstgallerien und einem ausschweifendem Nachtleben. Genau hier ist der Place to Be für Nachtschwärmer und jegliche Sonderlinge. Das Berlin der schwedischen Hauptstadt – oder so etwas in der Art.

Södermalm

Dieser Stadtteil ist auch der Hauptschauplatz der Trilogie von Stieg Larsson.

Das Interessanteste an Södermalm ist für mich jedoch sein geschichtlicher Hintergrund: Obwohl Södermalm bereits im 13. Jahrhundert in Dokumenten erwähnt wurde, kam es erst 500 Jahre später zu einer richtigen Bebauung. Der Grund liegt ganz einfach in den steilen Felsenklippen, die die Insel schwer begehbar machten. Dadurch wurden nur einige Arbeiterhäuser hier errichtet, die im Nordosten der Insel bis heute erhalten sind.

Alte Häuser in Södermalm

Durch die erhöhte Position durch besagte Klippen ist es zudem bis heute möglich, einige wunderbare Aussichtspunkte zu finden. Falls du dich nicht auf die Suche nach ihnen machen möchtest, kannst du immer noch einen Besuch des Aufzuges in Betracht ziehen, von dem du Gamla Stan und den ganzen Norden der Stadt überblickst:

Aufzug Södermalm

Wenn du also auf der Suche nach der perfekten Mischung aus gestern und heute bist, solltest du dir einen Besuch Södermalms auf keinen Fall entgehen lassen!

Vasa-Museum

Vasa von vorne.jpg

Das Vasa-Museum hat ein Hauptausstellungsstück: die Vasa. Das 1628 während seiner Jungfernfahrt gesunkene Schiff lag über 300 Jahre auf dem Grund des Meeres und ist ungewöhnlich gut erhalten. Zerstörte oder stark beschädigte Teile wurden ersetzt, sodass du von den sechs Etagen einen richtig guten Eindruck bekommen kannst, wie das Schiff ausgesehen hat, als es den Hafen von Stockholm verlassen hat, um nach nur 20 Minuten zu sinken.

So sieht die Vasa aus dem fünften Stock aus… Zum Anfassen nah:

Vasa von hinten

Das gesamte Museum dreht sich rund um das Schiff und die Schifffahrt der vergangenen Jahrhunderte. Über die sechs Ebenen verteilt gibt es noch mehrere Vitrinen mit kleinen Ausstellungsstücken und Beschreibungen. Auch die Museumsguides stehen gern zur Verfügung, um von den Geschichten um das Schiff zu erzählen.

Zum Beispiel wurde mir erklärt, dass man wusste, dass es sich bei diesem Schiff um die Vasa handeln musste, weil es das königliche Emblem am Heck trägt.

Vasa Detail

Skyview Stockholm

Blick auf einen anderen Globe

Skyview ist eine Art Gondel-Aufzug außerhalb der Ericsson Globe Arena im Süden Stockholms. Zwei Gondeln aus Glas fahren seit 2010 an gekrümmten Schienen bis zum Scheitelpunkt der Arena auf über 100 Metern und gewähren damit einen ungehinderten Blick auf die Stadt.

Beschreibung im Globe

Die Gondeln fassen bis zu 16 Personen. Die Fahrt nach oben bzw. unten dauert je fast fünf Minuten und der halt am oberen Scheitelpunkt dauert ebenso lang, sodass du genug Zeit hast, Fotos und Videos zu machen oder einfach die atemberaubende Aussicht zu genießen.

Handyvideo Globe Stockholm

Der Eintritt zum Skyview ist ebenfalls in der Stockholm Card inklusive.

Weitere nützliche Tipps zu Stockholm

Essen und Trinken

Stockholm ist nicht gerade der perfekte Ort für Low Budget-Reisende. Aber selbst hier habe ich es geschafft, in einer ganzen Woche nicht mehr als 50 Euro für Essen und Trinken auszugeben.

Der erste „Trick“ ist mehr als simpel: Das Leitungswasser ist in Schweden ziemlich lecker. Es besteht also kein Grund, teures Wasser zu kaufen.

Was Essen anbelangt, habe schlichtweg im Supermarkt eingekauft und wenn ich doch mal „auswärts essen“ wollte, gab es ein Happy Meal vom großen M. Das kostet auch in Schweden nur 3,50 Euro und mit einem extra Burger für nur einen Euro macht es mich absolut satt.

Einmal hatte ich morgens eine Walking Tour und ich hatte es nicht geschafft, im Supermarkt was zu kaufen. Für ein Sandwich mit einem Saft habe ich ziemlich genau 10 Euro bezahlt! Daraus habe ich also schnell gelernt…

Unterkunft

In Stockholm gibt es zahlreiche Hostels. Die Preise reichen von 20 bis 40 Euro. In ähnlichen Preisklassen findest du auch einige Airbnb-Zimmer.

Ich habe mir tatsächlich mal was gegönnt: Denn die letzte Nacht vor meiner Mini-Kreuzfahrt nach Helsinki und Tallinn habe ich in einem Scandic-Hotel verbracht. Das ist ein Kette von Hotels in gans Skandinavien, Deutschland, Belgien und Polen. Allein in Stockholm gibt es an die zehn Hotels.

Eines davon ist das Scandic Ariadne, das direkt am Hafen der Kreuzfahrtschiffe liegt. Von dort sind es zu Fuß nur zehn Minuten bis zum Terminal. Also entschied ich mich, meine letzte Nacht in einem fabelhaften Zimmer im 15. Stock zu verbringen und eine riesige Badewanne zu genießen.

Transport

Ein großes ACHTUNG vorweg: In den Bussen in Stockholm kannst du keine Tickets kaufen! Du kannst an den SL-Stationen, direkt an der Metrostation oder bei jedem Pressbyrån-Shop Zeitkarten kaufen. Als Papierkarte kannst du sie allerdings nur im Pressbyrån-Shop bekommen. Für alle anderen Orte brauchst du die sogenannte SL Access Card, die du für 20 Kronen (ca. 2 Euro) kaufen und dann immer wieder aufladen kannst. Ein 24-Stunden-Ticket für den ÖPNV kostet 115 Kronen (etwa 11 Euro), ein 72-Stunden-Ticket 230 Kronen (etwa 23 Euro) und ein Wochenticket 300 Kronen (etwa 30 Euro).

 

Sightseeing

Falls du direkt mal schauen möchtest, was du für Touren buchen kannst, kannst du das hier tun:

Mein Fazit zu den Must Sees in Stockholm

Stockholm ist wirklich eine aufregende Stadt, in der man viel unternehmen kann. Hier wird dir so schnell sicher nicht langweilig!

Das war jetzt aber auch ganz schön umfangreich, oder? Lass mich in den Kommentaren wissen, welches der Must Sees in Stockholm dir am besten gefällt!

Deine Barbara

PS: Die Nacht im Scandic Ariadne Hotel wurde mir freundlicherweise gestellt! Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst! Die Stockholm Card habe ich im Rahmen der TBEX von Visit Stockholm zur Verfügung gestellt bekommen.

 

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Stockholms U-Bahnsystem – Eine Welt der Kunst im Untergrund

Stockholms U-Bahnsystem – Eine Welt der Kunst im Untergrund

Stockholms U-Bahnsystem – Eine Welt der Kunst im Untergrund

Dass Stockholms U-Bahnsystem so beeindruckend sein würde, hatte ich nicht erwartet.

Ich hatte mich darauf eingestellt, pompöse Paläste der Königsfamilie, viele Brücken und vor allem ganz viel Wasser zu sehen. Zwei Tage lang hatte ich auch genau darauf den Schwerpunkt gelegt. Meine Tipps dazu findest du übrigens hier: Meine 6 Must Sees in Stockholm. An meinem letzten Tag wollte ich aber etwas ganz besonderes erleben: Also habe ich mich bewusst dafür entschieden, mehrere Stunden in Stockholms U-Bahnsystem namens Tunnelbana oder kurz T-bana zu verbringen. Fotos und meine Eindrücke findest du hier:

 

Stockholms U-Bahnsystem

Visit Stockholm erklärt, dass 90 der 110 Stationen in Stockholms U-Bahnsystem mit Malereien, Skulpturen oder Installationen anderer Art ausgestattet wurden. Über 150 Künstler haben dazu beigetragen, diese Kunstausstellung einzigartig zu machen.

Noch ein Tipp vorneweg: Ein 24-Stunden-Ticket für den ÖPNV kostet 115 Kronen (etwa 11 Euro), ein 72-Stunden-Ticket 230 Kronen (etwa 23 Euro) und ein Wochenticket 300 Kronen (etwa 30 Euro). Diese Tickets kannst du entweder an den SL-Stationen, direkt an der Metrostation oder bei jedem Pressbyrån-Shop kaufen. Als Papierkarte kannst du sie allerdings nur im Pressbyrån-Shop bekommen. Für alle anderen Orte brauchst du die SL Access Card, die du für 20 Kronen (ca. 2 Euro) kaufen und dann immer wieder aufladen kannst.

Ich wollte mir die längste Kunstausstellung der Welt mit 110 Kilometern nicht entgehen lassen! Ich glaube, das war es absolut wert! Aber bilde dir selbst eine Meinung:

Metrostation T-Centralen

T-Centralen Blue Line Rolltreppen

T-Centralen ist der Hauptbahnhof von Stockholm. Hier erwartet dich die Kunst im untersten Bereich: Dort führt die blaue Linie entlang, U-Bahn T10 und T11. Ganz im Sinne der U-Bahnlinie ist auch der Bahnhof hier in verschiedenen Blautönen vermischt mit einem hellen Creme gestaltet. Dargestellt sind Menschen bei der Arbeit und florale Motive – aber immer nur die Schatten. Der Raum sieht aus wie eine riesige Höhle.

T-Centralen Stockholm einfahrender Zug

Metrostation Kungsträdgården

Metrostation Kungsträdgården

Kungsträdgården ist die letzte Haltestelle der blauen Linie T10 und T11. Von hier fahren viele Bootstouren sowie der Hop-on-Hop-off-Bus ab. Für Touristen ist es also eine Haltestelle, die häufig angefahren wird. Es ist schon eine Überraschung, wenn du auf dem Weg zu einer gemütlichen Bootstour zum Stockholmer Schärengarten bist, und dich plötzlich in dieser bunten Höhle wiederfindest.

Dort wandelst du durch eine Landschaft aus archäologischen Ausgrabungsstücken und fühlst dich versetzt in eine andere Zeit oder gar in eine andere Welt. Ich kam mir ein bisschen vor, als wäre ich in Narnia gelandet, und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Metrostation Kungsträdgården

Metrostation Kungsträdgården

Metrostation Universitetet

Metrostation Universitetet

Um zur Haltestelle Universitetet zu kommen, nimmst du einfach von T-Centralen die T14 in Richtung Mörby Centrum. Diese Station ist keine der spektakulärsten, lädt aber dennoch zum Schlendern ein. Der ganze U-Bahnhof ist mit diesen Kacheln geschmückt. Die meisten sind in Blau- oder Grüntönen gehalten und einige erzählen Geschichten von Weltentdeckungen und dem Meer.

Metro Stockholm - Metrostation Universitetet

Am Ende finden sich Notausgänge mit knallroten Kacheln, die in starkem Kontrast zu den grünen Notausgangsschildern stehen.

Universitetet Notausgänge

Metrostation Tekniska Högskolan

Metrostation Tekniska Högskolan

Auch zur Haltestelle Tekniska Högskolan fährst du einfach von T-Centralen mit der T14 in Richtung Mörby Centrum. Das sind nur drei Stationen, die sich aber wirklich lohnen und du kannst es gut mit einem Besuch der Station Universitetet verbinden. Der Raum ist auch hier wie eine Höhle aus verschiedenen Grau- und Blautönen gestaltet. Im Durchgangsbereich in der Mitte der Gehsteige stößt du auf diese beeindruckende Installation, die von der Decke hängt.

 

Metrostation Stadion

Metrostation Stadion

Die Haltestelle Stadion kannst du wunderbar zusammen mit den vorherigen Universitetet und Tekniska Högskolan verbinden. Auch sie liegt nämlich auf der Strecke der orangefarbenen Linie T14 nach Mörby Centrum. Hier findest du dich unter einem hellblauen Himmel wieder. Im Durchgang zwischen den beiden Gehsteigen kannst du unter dem Regenbogen hindurchgehen. Leider wartet an keinem der beiden Enden ein Topf mit Gold auf dich. Trotzdem ist diese Station faszinierend.

Metrostation Stadion

Stadion 4

Metrostation Stadion

Metrostation Östermalmstorg

Metrostation Östermalmstorg

In Östermalmstorg trennen sich die beiden Bahnen der orangefarbenen Linie T13 und T14. Ein guter Grund zum Aussteigen! Die Motive an der Wand geben zwar optisch nicht viel her, haben dafür aber eine tiefe Bedeutung: Sie symbolisieren die Frauenrechte, den Weldfrieden und die grüne Bewegung. Die gesamte Station wurde außerdem als Atombunker errichtet.

 

Metrostation Gärdet

Metrostation Gärdet

Die vorletzte Haltestelle vor Ropsten, der Endstation der orangefarbenen Linie T13, hat mehrere dieser Glasvitrinen in die Wand eingelassen. Sie zeigen ganz unterschiedliche Inhalte.

Metrostation Karlaplan

Metrostation Karlaplan

Karlaplan liegt zwischen Östermalmstorg und Gärdet, also auf der Strecke der Linie T13. Hier sind die Wände mit diesen Mosaiken dekoriert, die geometrische Motive zeigen. Sie ist keine der spektakulären Haltestellen, aber durchaus schön anzuschauen.

Metrostation Hornstull

Metrostation Hornstull

Hornstull, zu erreichen mit einer der beiden orangefarbenen Linien T13 oder T14 in die Richtung Norsborg bzw. Fruängen, ist die einzige U-Bahnstation, die ich gesehen habe, deren Installation nicht dort ist, wo die U-Bahnen abfahren. Diese skulpturartige Säule liegt außerhalb direkt vor einem Kiosk. Sie besteht vollständig aus Gipsabdrücken von Gesichtsteilen (Lippen, Nasen und Ohren), Händen und Füßen. Auch anderes ist abgebildet. Ich erinnere mich noch gut an eine Eule, die mich von oben herab anschaute. Ich hätte Stunden um diese Säule herumgehen können.

Metrostation Bagarmossen

Metrostation Bagarmossen

Die Station Bagarmossen ist mit der T17 der grünen Linie in Richtung Skarpnäck innerhalb von etwa 15 Minuten zu erreichen. Sie ist von allen, die ich gesehen habe, eine der weniger beeindruckenden Haltestellen. Hier gibt es keine Höhlen und Installationen. Dennoch war sie mir den großen Umweg wert. Das bunte Glas in den Wänden sorgt für eine ganz spezielle Atmosphäre.

Metrostation Rådhuset

Metrostation Rådhuset

Für mich eine der beeindruckendsten Haltestellen in Stockholms U-Bahnsystem! Auch Rådhuset liegt auf der blauen Linie und du kannst entweder T10 in Richtung Hjulsta oder T11 in Richtung Akalla nehmen. Hier ist alles in diesem erdigen Braunton gehalten, der auch noch im Rolltreppenbereich fortgesetzt wird.

Kungsträdgården Aufgang

Metrostation Fridhemsplan

Metrostation Fridhemsplan

An der Haltestelle Fridhemsplan von Stockholms U-Bahnsystem kreuzen sich die blaue und die grüne Linie. Du kannst als T10, T11, T18, T17 oder T19 nehmen. Diesen Stopp kannst du wunderbar mit einem Besuch von T-Centralen bzw. Kungsträdgården verbinden. Hier findest du vor allem diese Rollbänder vor, die in eine grau-grüne Höhlenlandschaft eingebettet sind. Die Haltestellen ist mit marinen Motive geschmückt.

Metrostation Fridhemsplan

Metrostation Solna Centrum

Metrostation Solna Centrum

Solna Centrum ist nur mit der blauen Linie T11 Richtung Akalla zu erreichen. Hier wartest du unter einem feuerroten Himmelsdach auf deine U-Bahn. Im unteren Bereich sind verschiedene Szenen dargestellt: Menschen beim Roden, Tiere im Wald, usw. Sie stehen für die Landflucht und die Zerstörung der Wälder sowie der Natur im Allgemeinen.

Metrostation Solna Centrum

Metrostation Solna Centrum

Metrostation Västra skogen

Metrostation Västra skogen

In Västra Skogen trennen sich die Wege der blauen Linie T10 und T11. Wenn du dir also Solna Centrum anschauen möchtest und danach nach Tensta (das ist der nächste Punkt) fährst, kommst du an diesem Umschlagpunkt kaum vorbei. Wirklich außergewöhnlich ist es hier nicht, wenn man schon ein paar andere Stationen von Stockholms U-Bahnsystem gesehen hat. Falls nicht, ist es hier dennoch ziemlich cool.

Metrostation Västra skogen

Metrostation Tensta

Metrostation Tensta

Tensta ist die letzte Station vor der Endstation der blauen Linie T10 Hjulsta. Hier habe ich mich am längsten aufgehalten und die meisten Fotos gemacht. Der Künstler hat die gesamte Haltestelle mit Höhlenmalerei und Zitaten in vielen verschiedenen Sprachen ausgestattet. An jeder Ecke gibt es es was zu sehen, zu lesen, zu bestaunen.

Metrostation Tensta

Zu beiden Seite stehen bunte Schilder, die das Wort „Brüderlichkeit“ in verschiedenen Sprachen zeigen. Im Deutschen wurde es mit „Geschwisterschaft“ übersetzt. Damit feiert der Künstler die vielen Einwanderer, die bis heute in dieser Gegend leben.

Metrostation Tensta

Und obwohl es nicht die schönste Malerei aller Zeiten ist oder sich aus sonst einem Grund hervortut, konnte ich mich nicht von dieser Sonne trennen:

Metrostation Tensta

Metrostation Rissne

Metrostation Rissne

Diese U-Bahnstation lag auf dem Weg, als ich von Tensta zur Station Solna Strand gefahren bin. Wirklich aussteigen muss man nicht, aber sie war durchaus interessant genug, um schnell ein paar Fotos zu machen, bevor sich die Tür wieder schloss.

Metrostation Solna Strand (Vreten)

Metrostation Solna Strand (Vreten)

Im Plan, den ich zusammen mit dem Stockholm Pass bekommen hatte, hieß diese Station komischerweise Vreten! Lass dich also nicht beirren: Du willst nach Solna Strand. Auch diese Haltstelle ist weniger spektakulär als Rådhuset oder Trensta, aber als ich ein Foto von ihr gesehen habe, wusste ich: Hier will ich hin! Die Würfel, die aus Boden, Wänden und Decken herauszuwachsen scheinen, zeigen Wolken und ein Himmelmotiv. Leider sind alle Würfel gleich, sodass es nicht wirklich was zu entdecken gibt. Trotzdem bin ich gerne ausgestiegen.

Metrostation Solna Strand (Vreten)

Das waren sie schon… Die Metrostationen von Stockholms U-Bahnsystem, die ich mir angeschaut habe.

 

Mein Fazit zu Stockholms U-Bahnsystem

Mir hat es in Stockholm allgemein sehr gut gefallen. Dass U-Bahnsystem hat definitiv dazu beigetragen, dass ich Stockholm immer als eine besondere Destination in Erinnerung behalten werde – mit außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten.

Und? Welche der Stationen hat dir am besten gefallen? Welche möchtest du unbedingt mal mit eigenen Augen sehen?

 

Deine Barbara

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KOPENHAGEN

Boot im Sonnenschein in Stockholm 402x268 compressor

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Schlösser an Brücke Helsinki

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Lissabon – Portugals Stadt der sieben Hügel

Lissabon – Portugals Stadt der sieben Hügel

Lissabon – Portugals Stadt der sieben Hügel

Lissabon ist eine Stadt, die man in ihren Höhen und Tiefen erkunden muss.

Nach der zweiten Nomad Cruise von Cartagena nach Lissabon habe ich hier drei Tage verbracht. Das ist eindeutig viel zu wenig, um die Stadt gebührend zu genießen. Einen Ausflug in das wundervolle Sintra konnte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen.

Lissabon

Am ersten Tag habe ich eine Free Walking Tour mit Sandeman gemacht. Die gibt es mittlerweile in 18 Städten und das Konzept ist immer dasselbe: Die Tour kostet erstmal nichts! Am Ende gibst du einfach ein Trinkgeld in selbst gewählter Höhe.

Straße Lissabon Rossio

Free Walking Tour

Unser Tourguide Francisco (auf Portugiesisch Franzischku ausgesprochen) führte uns ab der Praça Camões im Barrio Alto bis an den Arco da Rua Augusta, der wahrscheinlich einer der meist gewählten Treffpunkte der Stadt ist.

Arco da Rua Augusta Lissabon

Die Tour war gespickt mit zahlreichen Tipps und Tricks, wie man in Lissabon gut zurecht kommt. Von einem Besuch des bekanntesten Aufzuges der Stadt riet er beispielsweise ab, da es eine reine Touristenfalle sei.

Aufzug Lissabon

Tourguide Walking Tour Lissabon

Die Touren starten übrigens dreimal täglich: um 10:00 Uhr, 11:00 Uhr und 14:30 Uhr.

In Lissabon

Lissabon Brücke

Es geht durch wundervolle Gassen und Gässchen, die auch noch bunt geschmückt waren, während ich dort war. Ich hatte nämlich zufällig genau das Wochenende erwischt, an dem ein alljährliches Fest zu Ehren des Heiligen Antonius stattfindet, der der Schutzpatron von Lissabon ist. Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie viel in der Stadt los war?

Geschmückte Straße

Kleines Kind bei den Festtagsvorbereitungen

Bei der Tour gab es vor allem viel geschichtlichen Hintergrund. Wenn du also ein heimlicher (oder auch un-heimlicher) Historiker bist, ist diese Tour wie für dich gemacht!

Die Tour endet nach gut drei Stunden und zwei schmerzenden Füßen.

Prädikat: Äußerst wertvoll!

Sintra

Am darauffolgenden Tag habe ich mich für eine Tour nach Sintra entschieden. Die Bahn fährt von Lissabon Rossio immer zur vollen Stunde und braucht nur etwa 40 Minuten.

Sintra ist eine malerische kleine Stadt inmitten der Serra de Sintra mit mehreren Palästen, traumhaften Gärten und einer Burg aus dem 9. Jahrhundert. Ein Tagesausflug ist das Weltkulturerbe auf jeden Fall wert. Ich würde dir sogar raten, ein ganzes Wochenende dort zu bleiben.

Sintra World Heritage

Zu Sintra gehören verschiedene Areale. In den sechs Stunden, die ich dort verbracht habe, konnte ich zwei davon ansehen: die Quinta da Regaleira und das Castelo dos Mouros:

Quinta da Regaleira

Die Quinta da Regaleira ist eine pompöse Fürstenresidenz in gotischem Stil, die von einem riesigen Garten mit einigen Highlights umgeben ist.

Barbara vor Haus Quinta da Regaleira

Das Interessanteste im Garten ist wohl die Initiative Well, die eigentlich keine echte Quelle ist, sondern ein Turm, der anstatt nach oben in die Erde gebaut wurde und von einer Treppe umgeben ist.

Initiative Well Quinta da Regaleira

Initiative Well Quinta da Regaleira

Des Weiteren findest du hier zahlreiche zwischen Büschen versteckte Türme, von denen du einen tollen Ausblick auf den Garten und zum Teil auf das höher gelegene Castelo dos Mouros hast.

Turm und Platz Quinta da Regaleira

Turm in der Quinta da Regaleira

Brunnen Quinta da Regaleira

Durch die idyllische Waldlandschaft führen unscheinbare Wege zu Brücken über kleine Flüsse und Seen und durch mysteriöse Tunnel – die den Blick auf Teiche freigeben, sodass sich die Öffnungen der Grotten im Wasser spiegeln – kommst du plötzlich an einer ganz anderen Ecke des Parks wieder ans Sonnenlicht.

Wege Quinta da Regaleira

Spiegelungen Höhle Quinta da Regaleira

Spiegelung Höhle Quinta da Regaleira

Ohne zu übertreiben, kann ich dir sagen: Allein hier kannst du problemlos einen ganzen Tag vertrödeln!

Castelo dos Mouros

Wir sind dann aber nach drei Stunden doch weitergezogen und mit einem der Buggies auf den Berg hinauf gefahren, wo zwei Sehenswürdigkeiten warten. Eine davon ist die Maurenburg Castelo dos Mouros.

Castelo dos Mouros

Im 9. Jahrhundert erbaut und im 12. Jahrhundert von den christlichen Kreuzrittern erobert. So thront die mittlerweile restaurierte Ruine über den Gärten des Pena Palastes und ist heutzutage ein Symbol desselben.

Castelo dos Mouros vom rechten Rand

Da ich Ruinen schon immer geliebt habe – spätestens als meine Eltern mich nach Pompeji gebracht haben, war es wohl um mich geschehen – war ich auch von dieser begeistert. Ich bin an den langen Steinwände entlang gewandert und habe die atemberaubende Aussicht von den höchsten Türmen der Burg genossen, während mir der Wind die Haare ins Gesicht geweht hat.

Ausblick vom Castelo dos Mouros

Und bei jedem Schritt habe ich mich gefragt, wie es wohl gewesen sein mag, als die Mauren von ihrer erhöhten Position das vormittelalterliche Tal beobachtet haben. Nicht zum ersten Mal habe ich die Steine mit meinen Händen berührt, die Augen geschlossen und gehofft, sie würde beginnen, mir ihre Geschichte zu erzählen.

Pena Palast und Garten

In den Palacio da Pena habe ich es leider zeitlich nicht mehr geschafft. Deswegen solltest du bei einem Tagesausflug so früh wie möglich aufbrechen.

Schon von außen macht der Palast einen außergewöhnlichen Eindruck – wie aus einer zu bunt geratenen Folge von Game of Thrones. Von innen bietet es surreale und aufwendige Steinmeißelungen, die dir den Atem verschlagen werden. Ich habe leider nur die Fotos gesehen. Also lass dir das nicht entgehen!

Palácio da Pena

Zurück in Lissabon

An meinem letzten Tag habe ich Francisco von der Free Walking Tour kontaktiert. Ich wollte wissen, ob ich eine seiner anderen Touren durch Lissabon mitmachen könne. Und… hatte Glück: Es fand eine Tour nach Alfama statt!

Die Alfama Tour

Alfama ist ein Stadtteil von Lissabon, der zur Zeit der Mauren sogar das Stadtzentrum war, das sich immer weiter in Richtung Westen bewegt hat. Dementsprechend findest du hier viele Sehenswürdigkeiten wie das Castelo São Jorge (wo bis ins 16. Jahrhundert der portugiesische König residierte) und das Panteão Nacional. Außerdem bist du hier genau richtig, wenn du gerne von Bar zu Bar ziehst oder die Restaurants der Einheimischen ausprobierst.

Blick auf Kirche São Vicente Fora

Die Tour beginnt dort, wo die Free Walking Tour endet: Am Arco da Rua Augusta.

Arco da Rua Augusta von vorne

Und hier kommt ein Insider-Tipp: Alfama liegt zwar auf einem der sieben Hügel, du kannst aber über zwei Aufzüge von ganz unten nach beinahe ganz oben kommen. Frag einfach danach, dann zeigen dir die Einheimischen den Weg.

Elevador Baixa

Oben angelangt, geht es durch die vielen, kleinen Gassen des Stadtteils. Für die meisten war das Highlight dieser Tour das Ginja-Testen – einem portugiesischen Kirschlikör mit etwa 20 Prozent Alkohol.

Ginja Lissabon

Ginja Verkäuferin Lissabon

Ein unerwarteter, aber sehr rührender Moment war eine ältere Dame: Die Anwohnerin hatte uns von ihrem Fenster aus beobachtet und begann dann aus voller Seele ein Fado-Ständchen zu geben. Jedes Mal, wenn sie Luft holte, wollte Francisco weiterreden, aber dann setzte sie schon zur nächsten Strophe an. Es war ein Fest, der alten Dame zuzuhören.

Portugiesin am Fenster singt

Warst du schon einmal in Lissabon? Findest du nicht auch, dass es eine der schönsten Hauptstädte Europas ist? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

 

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