Nablus und Jenin – Mein erster Ausflug nach Palästina

Nablus und Jenin – Mein erster Ausflug nach Palästina

Nablus und Jenin – Mein erster Ausflug nach Palästina

Eine meiner Touren beim letzten Besuch in Israel ging nach Nablus und Jenin.

Als ich dieses Jahr für die TBEX nach Jerusalem gereist bin, war für mich klar: Ich muss diesmal nach Palästina. Das Land wird auch Westjordanland (bzw. auf Englisch Westbank) genannt, da es an den westlichen Ufern des Jordans liegt. Ich persönlich hatte immer das Gefühl, dass der Begriff Westbank abschätzig verwendet wird. Aber das habe ich nicht bestätigt bekommen und es war nur so ein Gefühl.

Dem Artikel voranstellen möchte ich, dass ich keine Politologin bin und auch nicht Partei ergreifen möchte. Ich bin lediglich eine Reisende und digitale Nomadin, die Länder, Orte und Kulturen aus erster Hand erfahren möchte.

Die Nablus und Jenin Tour

Ich habe zwei Tagestouren bei Abraham Tours gebucht: Die Tour nach Nablus und Jenin und die Best of Westbank Tour. Hier möchte ich dich an die verschiedenen Orte der Tour nach Nablus und Jenin entführen – zwei Orte, die ich zuvor nicht kannte! Aber die Nablus und Jenin Tour wurde mir empfohlen, sodass ich bereitwillig zum ersten Mal nach Palästina fuhr.

Ich döste im Taxi vor mich hin, da wir früh abgeholt worden waren. Nach etwa 20 Minuten hielten wir am Rand der Straße. „Wir müssen jetzt auf den Guide warten“, sagte der Taxifahrer. Ich hatte nur Fragezeichen in den Augen, hoffte aber, dass der Guide uns erklären würde, was hier vorging und fragte nicht weiter.

Weitere fünf Minuten später kam ein schwarzer Minibus. Dort sollten wir einsteigen. Ein Mann kam uns entgegen und stellte sich als Ashraf vor, unser Tourguide für den Tag.

Kiryat Luza

Auf dem Weg zu unserer ersten Station, Nablus, erklärte er, dass er nicht nach Israel einreisen könne und deswegen dieser fliegende Wechsel hinter der Grenze gemacht werden müsse.

„Hinter der Grenze?“, fragte ich verwirrt.

„Ja, hast du den Jackpoint nicht gesehen?“, entgegenete Ashraf. Ich war völlig irritiert, dass mir das entgangen war und dass es offensichtlich keinerlei Kontrollen gab.

Wir fuhren eine ganze Weile, bis wir unser erstes Ziel erreichten. Schon bei dieser Autofahrt fiel mir auf: Das Land ist grün und einfach wunderschön. Irgendwie hatte ich ein lebloses Land erwartet – keine blühenden Bäume und satte Wiesen.

Als wir Kiryat Luza in den Höhen des Berges Garizim erreichten, lag Nablus unter uns in den Wolken – oder war es Nebel? Ich weiß es nicht.  Der Ort ist auf jeden Fall die Heimat der letzten Samaritaner: Etwa 700 Anhänger dieser Religionsgemeinschaft gibt es noch und 90 Prozent davon leben hier.

 

Nablus

Danach sind wir in die Stadt Nablus runtergefahren, die eine römische Gründung namens Flavia Neapolis war, und haben uns die drei Hauptsehenswürdigkeiten angeschaut:

Jakobsbrunnen

Am Jakobsbrunnen soll Jesus auf dem Weg von Jerusalem nach Galiläa auf eine Samariterin getroffen sein und mit ihr ein theologisches Gespräch geführt haben. Um den Brunnen herum wurde eine griechisch-orthodoxe Kirche gebaut.

Nablus und Jenin Tour Stopp 2: Jakobsbrunnen

Nablus und Jenin Tour Stopp 2: Jakobsbrunnen

Nablus und Jenin Tour Stopp 2: Jakobsbrunnen

Nablus und Jenin Tour Stopp 2: Jakobsbrunnen

Der Brunnen befindet sich in der Krypta und man kann bis heute Wasser aus ihm schöpfen. Direkt daneben sitzt der Priester, der maßgeblich die Instandhaltung der Kirche in den letzten Jahrzehnten beeinflusst hat: Abuna Justinus.

Nablus und Jenin Tour Stopp 2: Jakobsbrunnen

Nablus und Jenin Tour Stopp 2: Jakobsbrunnen

Die Ausgrabungsstätte Balata

Nicht weit vom Jakobsbrunnen befindet sich die Ausgrabungsstätte Balata. Sie ist UNESCO Welterbestätte und wird zum Teil auf 4000 vor Christus datiert! Leider ist nicht mehr so viel übrig, was du bewundern kannst. Beeindruckend finde ich es trotzdem:

Nablus und Jenin Tour Stopp 3: Balata

Nablus und Jenin Tour Stopp 3: Balata

Nablus und Jenin Tour Stopp 3: Balata

Der Souq

Als nächstes fuhren wir zum Souq. Dort warteten die üblichen Köstlichkeiten, Obst und Gemüse sowie Gewürze aus der arabischen Welt. Es roch fantastisch und die Rufe der Marktschreier folgten uns durch die engen Gassen.

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Das Highlight war eine Moschee, an der ich garantiert vorbeigelaufen wäre, wenn ich meinen Weg durch den unübersichtlichen Markt ohne Guide hätte finden müssen. Von außen unscheinbar war der Bau von innen ziemich beeindruckend.

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Ich wollte nur noch ein schnelles Foto machen, während die anderen schon weitergingen. Da signalisierte mir ein Mann, ich solle die Schuhe ausziehen. Ich war zwar gar nicht auf dem Teppich, aber gut. Ich wollte ja nicht despektierlich erscheinen. Kaum hatte ich die Schuhe ausgezogen, bedeutete er mir mit einer Handbewegung, ihm zu folgen, er drehte sich um und lief los. Ich schaute nach draußen, in der Hoffnung, ich könnte jemandem aus meiner Gruppe Bescheid geben, sah aber niemanden.

Also hoffte ich, dass sie meine Abwesenheit von allein bemerken würden und folgte ihm auf leisen Sohlen. Ich holte ihn ein und versuchte zu erklären, dass ich zu meiner Gruppe zurück müsse, aber er lächelte nur und ging weiter. Zweimal um die Ecke und dann standen wir vor diesem Raum, der eher einer Höhle glich. Ich machte ein Foto und sagte ehrfürchtig „Shukran, shukran, but I really need to go back“, und war froh wenigstens auf Arabisch danke sagen zu können.

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Der Guide wartete bereits am Eingang zur Moschee auf mich. Ich entschuldigte mich und erklärte ihm, dass ich nicht unhöflich sein wollte. Er verstand es und erklärte mir, dass der Mann es genießt, Touristen den Gebetsraum zeigen zu können. Schließlich ist Nablus keine Touristenhochburg und da freuen sich die Leute, wenn man sich für sie und ihre Kultur interessiert. Ich blickte zurück und mit einem Kopfnicken bedankte ich mich mit einem weiteren „shukran“.

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Wir liefen weiter durch den Markt, der einer der größten war, den ich je besucht habe.

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Nablus und Jenin Tour Stopp 4: Souq von Nablus

Jenin

Die Fahrt ging weiter nach Jenin. Auch von diesem Ort hatte ich noch nie gehört. Ashraf hatte hier etwas Besonderes mit uns vor: „Die Menschen glauben, dass Palästina gefährlich sei. Sie haben Angst. Deswegen möchte ich auf meinen Touren immer, dass die Reisenden einmal alleine durch eine Stadt laufen. Seid in einer Stunde wieder hier!“

Ich war völlig perplex und meine erste Reaktion war: „Meint der das Ernst? Das kann der doch nicht machen! Was, wenn wir uns verirren?“ Aber dann lief ich mit den anderen los und wir schlenderten über den Markt, bekamen Erdbeeren und Mandarinen angeboten und als der Muezzin anfing, von der Moschee zu rufen, war der „Orient-Moment“ perfekt. Keine negativen Gefühle, keine Angst, keine Bedrohung. Nur freundliche, lächelnde Menschen in einer arabischen Stadt.

Nablus und Jenin Tour Stopp 5: Die Stadt Jenin

Flüchtlings-Camp nahe Jenin

Am Schluss fuhren wir noch in ein Flüchtlingslager in der Nähe der Stadt. Ich hatte erwartet, dass Zelte auf uns warten würden. Mit echten Häusern hatte ich nicht gerechnet. Dennoch sind die Bedingungen würdelos: Die Häuser sind – um Platz zu sparen – so eng gebaut, dass man mit den Nachbarn problemlos gemeinsam fernsehen könnte, und wer das Lager verlässt, hat seinen Anspruch verloren.

Nablus und Jenin Tour Stopp 6: Flüchtlingslager in der Nähe von Jenin

Es wurde 1953 infolge des israelisch-arabischen Krieges gegründet. Hier konnten die vertriebenen Palästinenster unterkommen. Sie hatten wahrscheinlich nicht damit gerechnet, dass ihre Enkelkinder hier aufwachsen würden.

Die Kinder freuen sich immer über Touristen! Fröhlich liefen sie um uns herum und fragten uns mit stolz geschwellter Brust: „Hello, what's your name?“.

Der Tag ging zu Ende und während wir ins Abraham Hostel, unsere Unterkunft in Jerusalem, zurückgebracht wurden, blieb Ashraf in Palästina. Die Erfahrung war bewegend und der Tag hat mich wünschen lassen, dass ich mehr Zeit in Palästina verbringen könnte. Ich freute mich schon auf Runde zwei! Denn neben der Nablus und Jenin Tour hatte ich ja noch die Best of Westbank Tour gebucht!

Warst du schon einmal in Palästina bzw. im Westjordanland? Wie waren deine Erfahrungen dort?

Deine Barbara

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Die Festung von Masada – Ein Mythos von Stolz und Ehre

Die Festung von Masada – Ein Mythos von Stolz und Ehre

Die Festung von Masada – Ein Mythos von Stolz und Ehre

Für die Reisebloggerkonferenz TBEX bin ich im März zum zweiten Mal nach Israel gereist. Dabei standen ein paar Dinge auf meiner ToDo-Liste, die ich beim letzten Mal nicht geschafft hatte. Eines davon war die Tour „Masada Sunrise, Ein Gedi and the Dead Sea“ von Abraham Tours. Masada ist eine Festung auf einem Tafelberg und Ein Gedi eine Oase in der Wüste. Das klang in Verbindung mit dem Toten Meer so spannend, dass ich das mit eigenen Augen erleben wollte.

Zur unchristlichen Uhrzeit von 3:30 Uhr ging es los: Mit einer kurzen Kaffeepause ging es zur Festung Masada. Halb wach, halb schlafend vergingen die 90 Minuten schneller als ich gucken konnte. Es war noch stockdunkel, als wir um kurz nach fünf unser Ziel erreichten.

Zu unserer Enttäuschung war das Tor noch geschlossen und der Nachtwächter weigerte sich, es vor 5:45 Uhr zu öffnen. Ich ärgerte mich kurz über die verlorenen 30 Minuten Schlaf und setzte mich ins Auto, da es draußen um diese Zeit doch noch recht frisch war.

 

Masada – Eine nächtliche Wanderung

Dann ging es endlich los, der Eintritt von 28 Shekl (etwa 10 Euro) war nicht im Tourpreis enthalten. Einmal durchs Drehkreuz konnte es losgehen: 750 Stufen und etwa 400 Höhenmeter lagen vor mir. Obwohl die Dämmerung ganz langsam Umrisse zu erkennen gab, lief ich die ersten 10 Minuten mit Taschenlampe.

Mit jedem meiner Schritte wurde es heller, bis ich endlich den Berg und das schließlich auch das Tote Meer ausmachen konnte.

sonnenaufgang totes meer

weg zu masa im sonnenaufgang

Als ich oben ankam, packte ich leicht panisch mein Stativ aus: Denn Masada war schon hell erleutet. Die Sonne musste jede Sekunde mit ihren ersten wärmenden Strahlen erscheinen. Und tatsächlich dauerte es keine zwei Minuten, bis das goldene Licht über den Berg flutete.

sonnenaufgang inception

sunrise in my hand

sonne totes meer

 

Die Festung Masada

Ich blieb eine ganze Weile sitzen, bis ich mein Stativ wieder einpackte und mich auf Erkundungstour durch die ehemalige Festung machte:

Ruinen von Masada

Sie wurde zwischen 40 und 30 v. Chr. unter König Herodes erbaut und liegt auf einem Tafelberg innerhalb eines Nationalparks, der nach ihr benannt wurde: Masada. Seit 2001 ist die Festung, die zwischen dem Totem Meer und der Judäischen Wüste thront, Weltkulturerbe.

Ruinen von Masada

Durch ihre Position auf dem Berg galt die Festung als uneinnehmbar.

Die Entstehung des Mythos von Masada

Nicht lange nach König Herodes Tod begann der Jüdische Krieg, der damit endete, dass die Römer im Jahr 70 n Chr. Jerusalem einnahmen. Masada war die letzte Bastion der Juden: Sie hielt bis 74 n. Chr. stand. Nach monatelanger Belagerung beschlossen die Soldaten von Masada sich gegensetig das Leben zu nehmen, da die Lage aussichtslos war. Denn der Tod war eine ruhmreichere Aussicht als ein Leben in Elend.

Die Römer fanden 960 tote Männer, Frauen und Kinder vor. Zwei Frauen und fünf Kinder hatten sich versteckt und konnten von dem Massensuizid berichten, der bis heute als Mythos von Ruhm, Stolz und Ehre weiterlebt.

 

Der Abstieg

Beeindruckt von der traurigen Vergangenheit dieses Ortes machte ich mich auf den Rückweg. Der Weg war diesmal gut zu sehen und ich freute mich über den Ausblick.

treppe masada

cable car running

Ab 8:00 Uhr bis kurz vor Sonnenuntergang fährt eine Seilbahn für alle, die sich den 40-minütigen Hike auf den Berg nicht zutrauen. Den Sonnenaufgang kann man dann aber leider nicht von oben erleben.

cable car masada

 

Ein Gedi

Das ausgedehnte Naturschutzgebiet liegt nur 15 Minuten von Masada entfernt, sodass es Teil einer jeden Tour in diese Region ist. Die Oase liegt in der Negev-Wüste und führt viel Wasser.

ein gedi eingang

Neben der herrlichen Landschaft kannst du hier mit etwas Glück auch Tiere beobachten – das hängt vor allem davon ab, wie voll Ein Gedi mit Touristen ist… Ich hatte das Glück, einem Wasserschwein und mehreren jungen nubischen Steinböcken zu begegnen. Ihre Hörner sind noch recht klein, aber dennoch beeindruckend.

mini gazelle

mini gazelle 2

Die sonst so karge Wüste ist hier von zahlreichen Wasserfällen und Bachläufen durchzogen, die die Oase zum Leben erwecken und den Spaziergang zu einer Freude machen.

first waterfall ein gedi

another bridge in ein gedi

capybara ein gedi

bridge ein gedi

An einigen Stellen kannst du sogar das Tote Meer sehen! Ein atemberaubender Ausblick, dem die Fotos nicht einmal annähernd gerecht werden.

in ein gedi

berge ein gedi

 

Das Tote Meer

Als letzte Station dieser Tour ging es zum Toten Meer – dem tiefsten Ort der Welt.

dead sea

dead sea lowest place on earth

In verschiedenen Spas kannst du es dir gutgehen lassen: Schweben im extrem salzhaltigen Wasser oder einmal Schlammkur stehen hier auf dem Programm.

dead sea resort

barbara in mud

Aber Achtung: Das Wasser enthält so viel Salz, dass es tödlich wäre, es zu schlucken. Deswegen sollte man sich nicht auf den Bauch drehen und mit dem Wasser zu spritzen ist sogar verboten.

Beachtest du diese kleine Regel jedoch, kannst du deinen Muskeln nach der anstrengenden Wanderung zur Festung Masada etwas Gutes tun und den Ausflug „Masada Sunrise, Ein Gedi and the Dead Sea“ entspannt ausklingen lassen.

Gegen 14 Uhr war ich zurück in Jerusalem.

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey.

Mein Hauptrucksack ist seit knapp zwei Jahren der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

Dazu nutze ich momentan mit Vorliebe den Elias von Johnny Urban aus recycletem Altplastik. Der ist zwar klein, aber es geht erstaunlich viel rein und für Tagesausflüge ist das mehr als ausreichend. Außerdem finde ich, er sieht total super aus.

Barbara mit Johnny Urban Rucksack

 

Kleidung und Schuhe

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Sneaker sind beispielsweise diese hier: Walkingschuhe New Feel*. Die hatte ich auch bei meiner Fototour in Monreal an. Auch für Wanderungen mag ich meine Schuhe von Decathlon: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Neben Wanderausrüstung findest du dort auch Ausrüstung sowie Kleidung und Schuhe für alle möglichen sportlichen Akitvitäten. Ich finde das wirklich praktisch und bin dort Stammkäuferin.

Sneaker Decathlon

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6600*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

Deine Barbara
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Auschwitz in Fotos – Wenn Worte nicht genug sind

Auschwitz in Fotos – Wenn Worte nicht genug sind

Auschwitz in Fotos – Wenn Worte nicht genug sind

Auschwitz

„Ob hier wohl jemals die Sonne scheint?“ Ich kam nicht umhin, mich das zu fragen, als ich bei nur drei Grad und grauem Himmel in Auschwitz aus dem Auto stieg.

Ich war sprachlos!

Ganz bewusst, hat dieser Beitrag ein anderes „Layout“. Kein „Deine Barbara“ am Ende, keine Newsletteranmeldung, keine weiteren empfohlenen Beiträge. Das erschien mir alles nicht wichtig. Und ganz bewusst, wird dieser Beitrag fast nur aus Fotos bestehen. Denn dieses Leid, dieses Gefühl der Ohnmacht… das können Worte nicht beschreiben. Fotos können das zwar auch nicht, aber diese Art von stiller Berichterstattung erschien mir persönlich am pietätvollsten.

Ein Ort, der eigentlich aus über 40 Camps besteht. Gesehen habe ich zwei von ihnen gesehen – Auschwitz I und Auschwitz 2-Birkenau. Mehr als genug Elend für einen einzigen Tag. Eigentlich für ein ganzes Leben.

Daher lasse ich nun meine Bilder sprechen:

 

Auschwitz I

Auschwitz – Arbeit macht frei

Arbeit macht frei

Arbeit macht frei – Schon der Eingang lässt mir das Herz in die Hose sacken. Hier sind die Gefangenen jeden Tag durchgelaufen. Ich ducke mich, als ich hindurchlaufe. Warum ich das tue, weiß ich gar nicht.

Die Häuser in Auschwitz 1

Die Häuserreihen. Bedrückend. Dunkel.

Auschwitz 1 – Das Museum

Das Museum

Auschwitz 1 – Tafeln im Museum

Tafeln im Museum

Zyklon B Auschwitz

Dosen, die das das Zyklon B beinhalteten

Das Museum enthält unter anderem Berge. Berge von Taschen, Berge von Schuhen, Berge von Bürsten, Berge von Töpfen, etc. Die wenigen Habseligkeiten, die die Juden dabei hatten. Alles musste abgegeben werden. Man sagte ihnen, sie sollen die Taschen mit ihren Namen und ihrer Anschrift kennzeichnen, damit man sie wiederfände. So dachten sie bis zum Schluss, dass sie ihre Sachen wiederbekämen und in Auschwitz weiterleben dürften.

taschen auschwitz

Die Taschen, die vor der Vergasung abgegeben wurden

touristen auschwitz schuhe

Berge von Schuhen

Wer ausgewählt wurde, zu arbeiten und nicht gleich ermordet zu werden, musste auf solchen Strohlagern schlafen.

Strohlager Auschwitz

Strohlager

Gang mit Fotos der Deportierten

Gang mit Fotos der Deportierten

Ein Erschießungsstand in Auschwitz 1

Ein Erschießungsstand

Stacheldrahtzaun Auschwitz 1

Stacheldrahtzaun

Unterstand für die SS-Soldaten Auschwitz 1

Unterstand für die SS-Soldaten

jews are a race that must be totally

Am Krematorium

Am Krematorium

 

Auschwitz II-Birkenau

Nach 1,5 Stunden fuhren wir von Auschwitz I zu Auschwitz II-Birkenau. Dort wurden wohl 90 Prozent aller Opfer – zum größten Teil Juden, aber auch Sinti und Roma, Polen, Soviets – ermordet.

Auschwitz II-Birkenau

Auschwitz II-Birkenau – Hier kamen die meisten Züge an

Auschwitz II-Birkenau Gaskammer

Eine zerstörte Gaskammer in Auschwitz II-Birkenau

Auschwitz II-Birkenau

Auschwitz II-Birkenau Denkmal

Auschwitz II-Birkenau Stacheldrahtzaun

Auschwitz II-Birkenau Stacheldrahtzaun

In ein solches Abteil wurden bis zu 80 Menschen gequetscht. Tote wurden zwischendrin rausgeholt. Neue kamen dann hinzu.

Zugabteil in Auschwitz II-Birkenau

Zugabteil in Birkenau

Baracken in Auschwitz II-Birkenau

Baracken in Auschwitz II-Birkenau

Auf dem Tritt dieses Zugabteils siehst du abgelegte Steine. Warum? Sie sind schwerer als Blumen und bleiben daher dort liegen…

Auschwitz II-Birkenau

Steine sind schwerer als Blumen

Und in einer der Baracken sehe ich dann plötzlich dieses Herz aus Steinen:

herz auschwitz 2

Das Licht scheint durch das winzige Fenster, denn die Sonne scheint sich mit aller Kraft den Weg durch die Wolkendecke zu bahnen. Ein Lichtblick auch für uns? Für die Menschheit?

Ich hoffe es inständig.

Krakau und seine Legenden – Eine Tour durch die Altstadt

Krakau und seine Legenden – Eine Tour durch die Altstadt

Krakau und seine Legenden – Eine Tour durch die Altstadt

Der eiskalte Wind pfeift mir um die Ohren, als ich um die Ecke biege und sich der Hauptplatz der Altstadt von Krakau Rynek Glowny vor mir erstreckt. Ich komme mir ein bisschen vor, als wäre ich in einer anderen Zeit gelandet.

Marktplatz von Krakau

Das ist nicht nur der größte mittelalterliche Platz ganz Europas, sondern auch das Zentrum des kulturellen Lebens in Krakau. Ich drücke meine Wärmflasche näher an mich, die ich mir unter meine Jacke geschoben habe. Zum Glück habe ich sie dabei. Denn ohne sie wäre ich der Kälte vollkommen ausgeliefert. Meine nächsten Ziele sind Israel, die Arabischen Emirate und dann Südostasien. In meinem Rucksack war daher kein Platz für dicke Wintersachen, die ich bei den drei Grad bitter benötigt hätte. Auf Handschuhe, Schal und Mütze muss ich daher verzichten. Ich sehe die kleine Gruppe vor der Marienkirche – der Treffpunkt für die Free Walking Tour, die ich heute mitmachen möchte. Ich ahne noch nicht, dass mich neben einer traumhaften Altstadt zahlreiche spannende Legenden erwarten.

Tauben über dem Marktplatz von Krakau

 

Die Türme der Marienkirche

Da wir direkt vor ihr stehen, erzählt unser Tourguide namens Chris zunächst etwas über die Kirche. „Fällt euch etwas auf, das merkwürdig ist?“ Geschickt lenkt Chris unsere Aufmerksamkeit auf die zwei Kirchtürme.

marienkirche krakau

Sie sind nicht gleich hoch! Die Marienkirche wurde Ende des 13. Jahrhundert von zwei Brüdern gebaut. Als der eine Bruder feststellte, dass der andere seinen Kirchturm höher bauen würde, ermordete er ihn kurzerhand mit einem Messer. Am nächsten Morgen erwachte er neben der Leiche seines Bruders, nahm die Tatwaffe, stach sich ins Herz und stürzte sich gleichzeitig vom Turm. Die erste Legende von mehreren… Und gleich eine haarsträubende! Das Messer hängt übrigens in der Tuchhalle (Sukiennice auf polnisch) in der Mitte des großen Platzes als Mahnmal für alle. Der wahre Grund, warum ein Turm höher ist als der andere? Der eine wurde als Ausguck verwendet, um die Stadt vor Eindringlingen warnen zu können.

 

Der Trompeter der Marienkriche

Zu jeder vollen Stunde spielt übrigens ein Trompeter für etwa 30 Sekunden eine Melodie. Diese bricht scheinbar mittendrin ab. Auch hier hat Chris uns wieder eine tolle Legende erzählt: Als die Mongolen Krakau angriffen, haben sie den Trompeter einfach mitten im Spiel abgeschossen. Seit dem bricht das Lied in Gedenken an das Kriegsopfer immer mittendrin ab. Irgendwie romantisch, oder? Entspricht aber leider auch nicht der Wahrheit! Denn zur Zeit der Mongolenangriffe stand die Marienkirche noch gar nicht. Der wahre Grund ist schlicht und ergreifend, dass ein Trompeter auf der anderen Seite der Stadt weiterspielte. Als Zeichen das alles in Ordnung war.

 

Die Tuchhalle

Krakau lag mitten auf einer Handelsroute, weswegen der Markt von enormer Bedeutung für die Stadt war. Durch Zölle und das Vermieten von Marktplätzen wurde Krakau schnell zu einer wohlhabenden Stadt, die auch nach der Zerstörung der alten Hauptstadt als neue Hauptstadt gewählt wurde. In der Halle hängt zudem das Messer aus der Geschichte mit den zwei Brüdern. Die Wahrheit ist jedoch, dass das dort hängende Messer erst seit kurzem dort ist. Denn das angebliche Original wurde vor einiger Zeit geklaut.

 

Der Kopf von Krakau

Der riesige Kopf mitten auf dem Marktplatz heißt Eros Bendato. Er gilt den Menschen in Krakau vor allem als Treffpunkt, da jeder den „Kopf von Krakau“ kennt. Da er leer ist, ist er ein beliebter Fotospot: Kletter ruhig rein und schau durch die Augen des Kopfes auf den Platz. Hierzu gab es unerwarteter Weise keine Legende. Allerdings wird der Kopf vor allem von Jugendlichen gerne Versteck zum Trinken von Alkohol verwendet, da dies in Polen in der Öffentlichkeit verboten ist.

Der Kopf von Krakau

 

Die Dame mit dem Hermelin

Ludovico Sforza gab das Portrait Leonardo Da Vinci in Auftrag, der unbedingt ein Bild von seiner Geliebten haben wollte. Da er aber bereits verheiratet war, konnte er kein offizielles Gemälde anfertigen lassen. Der Spitzname von Ludovico Sforza war „der weiße Hermelin“, sodass Leonardo Da Vinci es durch die Symbolik geschafft hat, die Verliebten mit einander darzustellen.

Dame mit dem Hermelin Krakau

 

Die Universität von Krakau

Das Gebäude des Collegium Maius ist aus dem 14. Jahrhundert. Bis heute kann man die alten Vortragssäle, die Bibliothek und die Unterkünfte für Professoren besichtigen. Denn mittlerweile ist es ein Museum. Der bekannteste Student des Mittelalters war übrigens Nikolaus Kopernikus.

Wenn du eine kleine Sightseeing-Pause benötigst, ist hier der richtige Ort dafür! Denn im Keller befindet sich ein zuckersüßes Café, in dem du dich aufwärmen kannst (so wie ich) oder einfach deine Füße mal ausruhen lassen kannst. Falls du nach Empfehlungen zur polnischen Küche suchst, empfehle ich dir Miriams Blogpost zur kulinarischen Reise nach Polen.

Collegium Maius

Collegium Maius

Die moderne Universität ist übrigens dafür bekannt, dass während des Nationalsozialismus versteckt im Untergrund weiter unterrichtet wurde, obwohl es verboten war. Der bekanntest Student dieser Zeit war Karol Józef Wojtyła, der Papst Johannes Paul der II.

 

Der Drache von Krakau

Vor vielen Jahrhunderten soll Krakau von einem Drachen heimgesucht worden sein. Zur Besänftigung forderte er jeden Morgen eine Jungfrau zum Fraß. Als keine Jungfrau mehr übrig war – außer der Tochter des Fürsten namens Wanda – versprach der Fürst dem Bezwinger des Ungeheuers die Hand seiner Tochter. Während kein Krieger es schaffte, den Drachen zu besiegen, kam der Schusterlehrling Skuba auf eine Idee. Er forderte ein Lamm, schlitzte ihm den Bauch auf und füllte ihn mit Schwefel. Das präparierte Lamm legte er vor die Höhle des Drachen, der es mit Haut und Haaren verschlang. Es dauerte nicht lange, da bekam der Drache von dem Schwefel großen Durst, schleppte sich ans Ufer der Weichsel und begann zu trinken. Er trank und trank und trank… bis er einfach mit einem lauten Knall platzte.

Die Moral von der Geschicht? Verwende nicht Waffen und Manneskraft, sondern dein Köpfchen! Heute hängen am Eingang zur Kathedrale auf dem Wawel (der Berg auf dem der Palast steht) zwei riesige Knochen, die als die Knochen des Drachen bezeichnet werden. In Wahrheit gehörten Sie mal einem Wal und einem Mammut. Wenn du den Drachen einmal sehen willst: Vom Wawelberg kann man hinab zur Weichsel blicken. Dort steht vor einer 80 Meter langen Höhle die Skulptur eines Drachen, die im Abstand weniger Minuten sogar Feuer speit!

Der Drache von Krakau

 

Mein Fazit?

Ich muss Krakau unbedingt noch einmal im Sommer besuchen! Die Legenden, die mittelalterlichen Gebäude, die netten Menschen… Das möchte ich gerne nochmal in Ruhe genießen. Denn Krakau ist es auf jeden Fall wert, dass man sich ein bisschen Zeit nimmt und die Stadt auf sich wirken lässt!

Warst du schon einmal in Krakau oder einer anderen Stadt in Polen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

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Prag – 3 Highlights, die du dir nicht entgehen lassen solltest

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Nach meiner Rückkehr aus der Dominikanischen Republik hatte ich eine Lücke von drei Wochen. Und was sollte eine Reisebloggerin wie ich dann wohl tun, wenn nicht spontan zu verreisen?

Nach kurzem Überlegen war klar: Ich möchte nach Prag! Denn schon viel zu lange stand die Tschechische Hauptstadt auf meiner Bucket List. Früher jedoch war die Verbindung von Frankfurt ganz schlecht, sodass es nie geklappt hat. Aber nun war es endlich so weit!

Mit dem Flixbus war ich recht schnell dort und konnte während der Fahrt sogar arbeiten. Bei der Bahn habe ich es irgendwie noch nie geschafft, WLAN zu bekommen bzw. das funktioniert nur über einen Hotspot der Telekom. Auf jeden Fall kam ich an einem ruhigen Montagabend ganz entspannt in Prag an.

In den darauffolgenden Tagen habe ich mir die Stadt angesehen und habe ganz klar drei (auch noch kostenlose) Highlights.

Prag

Prag ist fast so schön wie Paris und hat eine Jahrtausende zurückreichende Geschichte. Und das Bier? Es soll das beste in Europa sein.

Die Samtene Revolution brachte Tschchien 1989 die Demokratie und Europa ein Juwel von einer Stadt, die es an Beliebtheit mit Metropolen wie Rom, Paris und London aufnehmen kann. Kein Wunder, dass die Besucher aus aller Welt in Scharen kommen. Aber selbst die Menschenmassen können den Anblick einer Steinbrücke aus dem 14. Jahrhundert, eines auf einem Hügel gelegenen Schlosses und eines lieblichen Flusses – der Moldau – nicht trüben.

Die Prager Kunstgalerien haben vielleicht nicht die Anziehungskraft des Louvre, aber die böhmische Kunst bietet viel zu bewundern, von den leuchtenden gotischen Altarbildern im St. Agnes-Kloster über den üppigen Jugendstil von Alfons Mucha bis hin zu der großartigen Sammlung von Surrealisten, Kubisten und Konstruktivisten des 20. Jahrhunderts im Veletržní Palác.

Seit der Erfindung von Pilsner Urquell im Jahr 1842 sind die Tschechen berühmt für die Herstellung einiger der besten Biere der Welt. Aber die international bekannten Markennamen – Urquell, Staropramen und Budvar – wurden von einer Reihe regionaler tschechischer Biere und Mikrobrauereien, die das wiedererwachte Interesse an traditionellem Brauen bedienen, gleichgestellt und sogar übertroffen. Noch nie zuvor gab es in tschechischen Kneipen eine so große Auswahl an Bieren – Namen wie Kout na Šumavě, Primátor, Únětice und Matuška muss man sich erst einmal merken.

Das Prager Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen und versteckten Höfen ist ein Paradies für ziellose Wanderer, das immer wieder zu neuen Erkundungen einlädt. Nur ein paar Blocks vom Altstädter Ring entfernt kannst du über uralte Kapellen, unerwartete Gärten, niedliche Cafés und altmodische Bars stolpern, in denen kaum ein Tourist zu sehen ist.

Eine der großen Freuden der Stadt ist ihr Erkundungspotenzial – Viertel wie Vinohrady und Bubeneč können den urbanen Abenteurer mit unzähligen denkwürdigen Begegnungen belohnen, von der untergehenden Sonne, die von den Kirchenkuppeln glitzert, bis zu den Klängen von Dvořák, die aus einem offenen Fenster wehen.

Kommen wir aber nun zu meinen drei Highlights:

 

Die Promenade der Moldau entlanglaufen

Wenn du schon mehrere Artikel von mir oder sogar meine Bücher gelesen hast, wirst du wissen, wie sehr ich das Meer liebe. Nun ist die Moldau alles, nur kein Meer! Aber immerhin gibt es eine Promenade an der man entlangschlendern und den Ausblick aufs Wasser genießen kann. Deswegen habe ich genau das als erstes gemacht.

Prag

Manchmal habe ich mich auch umgedreht, denn auch über dem Wasser bietet sich dem aufmerksamen Spaziergänger in Prag ein wundervoller Anblick.

Prag

Prag

Aber die meiste Zeit habe ich einfach die Nähe zum Wasser genossen und die Sonnenstrahlen aufgesogen. Das Wetter war während meines kleinen Spaziergangs nämlich richtig gut.

an der moldau

Früher oder später führt dich die Promenade zur berühmten Karlsbrücke. Ein Tor zu jeder Seite und mit zahlreichen Statuen wirkt die Brücke wie aus einer anderen Zeit. Natürlich ist sie das auch, aber mir persönlich wurde es auf dieser Brücke besonders klar. Und wie so oft an alten Gebäuden fragte ich mich, was mir die alten Steine alles erzählen würden, wenn sie denn sprechen könnten.

Karlsbrücke Prag

 

Der Veitsdom

Innerhalb des Geländes der Prager Burg wartet das angeblich wichtigste Gebäude Tschechiens: Der Veitsdom. Im Jahr 1344 begann der Bau der Kathedrale, der erst 1929 beendet wurde. Viele Kriege haben den Bau immer wieder ruhen lassen und so hat es schier ewig gedauert, bis der Dom endlich eingeweiht werden konnte.

Veidskirche Prag

Es ist das größte Kirchengebäude des Landes und im Innern von Notre Dame inspiriert. Schau mal, wie beeindruckend es dort ist:

Veidsdom Prag

Veidsdom Prag

Der Eintritt ist übrigens frei! Am Eingang zur Prager Burg gibt es nur eine Taschenkontrolle und einen Security Check. In die Kathedrale kommst du dann einfach so rein. Nur die Orgel und die Kaiser- und Königsgräber kannst du nicht sehen, ohne dafür zu zahlen.

Veidsdom Prag

Über das Gelände der Prager Burg habe ich übrigens eine Free Walking Tour gemacht. Der Guide Václav hat mich dabei wirklich überzeugt und er hat mir hinterher noch ein Café zum Arbeiten empfohlen. Das findest du weiter unten.

vaclav

 

Der Altstädter Ring von Prag

Der Altstädter Ring ist ein riesiger Platz innerhalb der Altstadt, der von Renaissance-, Barock- und Rokokohäusern umgeben ist.

Altsädter Ring Prag

Neben einer Kirche findet sich hier auch das Rathaus von Prag. Dort wartet eine der größten Touristenattraktionen auf dich: die astronomische Uhr aus dem Jahre 1410! Sie ist ein Meisterwerk der Technik und ein Kulturdenkmal der Stadt.

Astronomische Uhr Prag

Zu jeder vollen Stunde beginnt ein Figurenspiel zu beiden Seiten der Uhr. Diese kamen jedoch erst im 17. Jahrhundert dazu. Ein weiteres Spiel, das die 12 Apostel zeigt, wurde noch später oberhalb der Uhr hinter den zwei Fenstern hinzugefügt.

 

Weitere Tipps

Zum Abschluss möchte ich dir noch drei Tipps für Prag mitgeben, die mir den Aufenthalt versüßt haben.

 

Der ideale Ort zum entspannten Arbeiten

Da ich als digitale Nomadin irgendwie nie zur Ruhe komme und immer irgendwie versuche, noch ein Stündchen Arbeit (während der Arbeit?!) unterzukriegen, habe ich meine Mittagspause vom Sightseeing genutzt, um an meinen Freelancing-Projekten zu arbeiten. Václav hat mir dieses süße Café empfohlen, in dem ich wirklich noch Stunden hätte verbringen können. So sah es im Liberica Café aus:

mein coworking space prag

Mein Tipp für echte tschechische Hausmannskost im Upinkasu

Das Restaurant Upinkasu war vor vielen Jahren das erste Restaurant in Prag, in dem Pilsener Bier ausgeschenkt wurde. Ich trinke ja keinen Alkohol, obwohl mir gesagt wurde, dass das dort eigentlich Pflicht gewesen wäre. Aber vom Essen konnte ich mich überzeugen: Sooo lecker!

Restaurant Prag

Essen Prag

In tschechischen Restaurants wird reichlich aufgetischt, sodass du bestimmt satt wirst. Die Küche ist jedoch sehr fleischlastig. Sie ist von der österreichischen und deutschen Küche geprägt und neben Fleisch findet man sehr viel Weizen, Kartoffeln und Hülsenfrüchte in den Mahlzeiten. Trotzdem ist die Küche vielfältig.

Die folgenden Gerichte kannst du dir auf deine Probierliste schreiben:

  • Bramboračka (Kartoffelsuppe)
  • Koleno (Eisbein)
  • Svíčková na smetaně (mariniertes Filet)
  • Vepřo-knedlo-zelo (Schweinebraten)
  • Knedlíky
  • Gulasch

 

Übernachten in einem Botel

Auf der Moldau warten mehrere Botels auf Besucher. Das sind Hotels auf Booten.

Da ich Boote genauso liebe wie Wasser, war für mich klar, dass ich in so einem übernachten möchte.

prag aus der kabine

Auch wenn mir teilweise ein bisschen schwindelig wurde, wenn ich rausgeschaut habe, würde ich jederzeit wieder in ein Botel gehen und kann das nur jedem raten. Für mich war das eine ganz besondere Erfahrung, die ich mit Prag verbinde.

Mein Reise-Equipment

Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:

 

Rucksäcke und Koffer

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf der Reise nach Prag hatte ich den Osprey Sojourn 60* dabei, meinen größten Koffer, in den ich wirklich alles reinbekomme.

Mein Hauptrucksack ist seit knapp zwei Jahren der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.

Dazu nutze ich momentan mit Vorliebe den Elias von Johnny Urban aus recycletem Altplastik. Der ist zwar klein, aber es geht erstaunlich viel rein und für Tagesausflüge ist das mehr als ausreichend. Außerdem finde ich, er sieht total super aus.

 

Kleidung und Schuhe

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Meine Sneaker sind beispielsweise diese hier: Walkingschuhe New Feel*. Die hatte ich auch bei meiner Fototour in Monreal an. Auch für Wanderungen mag ich meine Schuhe von Decathlon: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Neben Wanderausrüstung findest du dort auch Ausrüstung sowie Kleidung und Schuhe für alle möglichen sportlichen Akitvitäten. Ich finde das wirklich praktisch und bin dort Stammkundin.

 

Kamera

Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6600*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit zu Prag

Prag gehört für mich zu den Zielen, die ganz oben auf meiner Bucket Liste standen. Ich bin also sehr sehnsüchtig dorthin gereist. Meine Erwartungen wurden – wie das so oft der Fall ist – nicht ganz erfüllt. Ich kann mir aber vorstellen, dass mir Prag im Sommer besser gefallen würde. Ich war leider im späten Winter dort. Alles in allem ist Prag aber natürlich eine wunderschöne Stadt!

Warst du schon mal in Prag? Wie hat es dir gefallen? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

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