Die Festung von Masada – Ein Mythos von Stolz und Ehre

von | 18/04/17 | Asien, Reisen | 8 Kommentare

Für die Reisebloggerkonferenz TBEX bin ich im März zum zweiten Mal nach Israel gereist. Dabei standen ein paar Dinge auf meiner ToDo-Liste, die ich beim letzten Mal nicht geschafft hatte. Eines davon war die Tour „Masada Sunrise, Ein Gedi and the Dead Sea“ von Abraham Tours.

Zur unchristlichen Uhrzeit von 3:30 Uhr ging es los: Mit einer kurzen Kaffeepause ging es zur Festung Masada. Halb wach, halb schlafend vergingen die 90 Minuten schneller als ich gucken konnte. Es war noch stockdunkel, als wir um kurz nach fünf unser Ziel erreichten.

Zu unserer Enttäuschung war das Tor noch geschlossen und der Nachtwächter weigerte sich, es vor 5:45 Uhr zu öffnen. Ich ärgerte mich kurz über die verlorenen 30 Minuten Schlaf und setzte mich ins Auto, da es draußen um diese Zeit doch noch recht frisch war.

 

Masada – Eine nächtliche Wanderung

Dann ging es endlich los, der Eintritt von 28 Shekl (etwa 10 Euro) war nicht im Tourpreis enthalten. Einmal durchs Drehkreuz konnte es losgehen: 750 Stufen und etwa 400 Höhenmeter lagen vor mir. Obwohl die Dämmerung ganz langsam Umrisse zu erkennen gab, lief ich die ersten 10 Minuten mit Taschenlampe.

Mit jedem meiner Schritte wurde es heller, bis ich endlich den Berg und das schließlich auch das Tote Meer ausmachen konnte.

Als ich oben ankam, packte ich leicht panisch mein Stativ aus: Denn Masada war schon hell erleutet. Die Sonne musste jede Sekunde mit ihren ersten wärmenden Strahlen erscheinen. Und tatsächlich dauerte es keine zwei Minuten, bis das goldene Licht über den Berg flutete.

 

Die Festung Masada

Ich blieb eine ganze Weile sitzen, bis ich mein Stativ wieder einpackte und mich auf Erkundungstour durch die ehemalige Festung machte:

Ruinen von Masada

Sie wurde zwischen 40 und 30 v. Chr. unter König Herodes erbaut und liegt auf einem Tafelberg innerhalb eines Nationalparks, der nach ihr benannt wurde: Masada. Seit 2001 ist die Festung, die zwischen dem Totem Meer und der Judäischen Wüste thront, Weltkulturerbe.

Ruinen von Masada

Durch ihre Position auf dem Berg galt die Festung als uneinnehmbar.

Die Entstehung des Mythos von Masada

Nicht lange nach König Herodes Tod begann der Jüdische Krieg, der damit endete, dass die Römer im Jahr 70 n Chr. Jerusalem einnahmen. Masada war die letzte Bastion der Juden: Sie hielt bis 74 n. Chr. stand. Nach monatelanger Belagerung beschlossen die Soldaten von Masada sich gegensetig das Leben zu nehmen, da die Lage aussichtslos war. Denn der Tod war eine ruhmreichere Aussicht als ein Leben in Elend.

Die Römer fanden 960 tote Männer, Frauen und Kinder vor. Zwei Frauen und fünf Kinder hatten sich versteckt und konnten von dem Massensuizid berichten, der bis heute als Mythos von Ruhm, Stolz und Ehre weiterlebt.

 

Der Abstieg

Beeindruckt von der traurigen Vergangenheit dieses Ortes machte ich mich auf den Rückweg. Der Weg war diesmal gut zu sehen und ich freute mich über den Ausblick.

Ab 8:00 Uhr bis kurz vor Sonnenuntergang fährt eine Seilbahn für alle, die sich den 40-minütigen Hike auf den Berg nicht zutrauen. Den Sonnenaufgang kann man dann aber leider nicht von oben erleben.

 

Ein Gedi

Das ausgedehnte Naturschutzgebiet liegt nur 15 Minuten von Masada entfernt, sodass es Teil einer jeden Tour in diese Region ist. Die Oase liegt in der Negev-Wüste und führt viel Wasser.

Neben der herrlichen Landschaft kannst du hier mit etwas Glück auch Tiere beobachten – das hängt vor allem davon ab, wie voll Ein Gedi mit Touristen ist… Ich hatte das Glück einem Wasserschwein und mehreren junge nubische Steinböcke zu sehen. Ihre Hörner sind noch recht klein, aber dennoch beeindruckend.

Die sonst so karge Wüste ist hier von zahlreichen Wasserfällen und Bachläufen durchzogen, die die Oase zum Leben erwecken und den Spaziergang zu einer Freude machen.

An einigen Stellen kannst du sogar das Tote Meer sehen! Ein atemberaubender Ausblick, dem die Fotos nicht einmal annähernd gerecht werden.

 

Das Tote Meer

Als letzte Station dieser Tour ging es zum Toten Meer – dem tiefsten Ort der Welt.

In verschiedenen Spas kannst du es dir gutgehen lassen: Schweben im extrem salzhaltigen Wasser oder einmal Schlammkur stehen hier auf dem Programm.

Aber Achtung: Das Wasser enthält so viel Salz, dass es tödlich wäre, es zu schlucken. Deswegen sollte man sich nicht auf den Bauch drehen und mit dem Wasser zu spritzen ist sogar verboten.

Beachtest du diese kleine Regel jedoch, kannst du deinen Muskeln nach der anstrengenden Wanderung zur Festung Masada etwas Gutes tun und den Ausflug „Masada Sunrise, Ein Gedi and the Dead Sea“ entspannt ausklingen lassen.

Gegen 14 Uhr war ich zurück in Jerusalem.

Kanntest du die drei Orte dieser Tour? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara
PS: Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von Abraham Tours entstanden. Ich wurde zur Tour „Masada Sunrise, Ein Gedi and the Dead Sea“ eingeladen. Eine Bezahlung habe ich nicht erhalten und meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
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