Der Schinderhannes Steig – Qualitätsweg im Naturpark Taunus

von | 05/07/21 | Deutschland, Europa, Reisen, Taunus | 3 Kommentare

Nachdem ich letztes Jahr zu Beginn der Pandemie anfing, meine Heimat zu erwandern, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich auf den Schinderhannes Steig stoßen sollte. Er beginnt sogar in Kelkheim – meinem Heimatort – und führt über Schloßborn bis hinter Schmitten. In beiden Orten habe ich mal jeweils drei Jahre gelebt. Da werden Kindheitserinnerungen wach! Komm also mit mir auf eine Entdeckungstour und lass dich für diese Mehrtageswanderung inspirieren!

Schinderhannes Steig Wegweiser

Der Schinderhannes Steig

Der Schinderhannes Steig wurde nach dem Limeserlebnispfad als zweiter Qualitätswanderweg des Naturparks Taunus im Frühling 2014 eingerichtet. Vom Gimbacher Hof über Eppstein, Glashütten und den Taunuskamm geht es zur Kirchenruine Landstein in Weilrod. Startpunkt der Wanderung sind der Gimbacher Hof bzw. die Kirchenruine Landstein – je nachdem in welche Richtung du laufen möchtest.

Hier die Eckdaten auf einen Blick:

Gesamtlänge

39,3 Kilometer

Dauer

4 Tage

)

Höhenmeter

1.220 Meter

Höchster Punkt

700 Meter

Der Wanderweg ist nach Johannes Bückler benannt, der in der Bevölkerung auch gerne mal Robin Hood des Taunus genannt wird. Leider findet man entlang des Weges keine Informationen dazu, inwiefern die Strecke mit dem berühmt berüchtigten Räuber zusammenhängt. Aber was hat es mit diesem Mann überhaupt auf sich?

 

Johannes Bückler – Der Schinderhannes

Johannes Bückler wurde vermutlich 1779 geboren und stammte aus einer Familie von Scharfrichtern und Abdeckern. Die beiden Berufe gingen früher oft Hand in Hand, da Scharfrichter von ihrem Henkerdasein allein meist nicht leben konnten. Also haben sie zusätzlich als Abdecker gearbeitet. Das heißt, sie haben sich um die Entfernung und Weiterverarbeitung von Tierkadavern gekümmert. Abdecker wurden im Volksmund auch Schinder genannt. Daher der Spitzname Schinderhannes.

Aber um Johannes Bückler ranken auch zahlreiche Mythen.

 

Wirklichkeit und Legenden

Es ist historisch belegt, dass Johannes Bückler, der Schinderhannes, ein Schwerverbrecher war. Dem gegenüber stehen Legenden, Bücher und auch Filme, in denen ein ganz andere Bild von ihm gezeichnet wird: das Bild eines Robin Hood. Eines Mannes, der den Reichen das Geld nahm und es den Armen schenkte. Bis heute scheiden sich die Geister, wenn es um den Schinderhannes geht. Beide Seiten sind heute Teil des kulturellen Erbes des Taunus.

Der Schinerhannes war selbst als Lehrjunge bei einem Abdecker tätig. Allerdings geriet er schon früh auf die schiefe Bahn: Er bestahl seinen Meister und erhielt eine öffentliche Prügelstrafe. Er beging immer gewagtere Verbrechen, kam sogar ins Gefängnis, und beging dann auch Raubüberfälle. Quellen belegen, dass er nicht nur reiche Kaufleute, sondern auch arme Menschen überfiel.

Im Alter von nur 23 Jahren wurde er jedoch festgenommen und im Folgejahr nach einem aufsehenerregenden Prozess mit 19 Räuberkumpanen in Mainz hingerichtet.

 

Das Schinderhannes-Museum

In Waldems-Steinfischbach in den Räumen des Gasthauses „Zum Schinderhannes“ wartet das Schinderhannes-Museum. Es liegt etwa sieben Kilometer vom Steig entfernt. Das Restaurant mit dem Namen des Räuberhauptmanns zeigt Bilder und Dokumente, die das Leben des Schinderhannes beschreiben. Ein runder Stammtisch steht in der Gaststube, der aus einem ganz besonderen Material gefertigt ist: Nämlich aus der Schinderhannes-Eiche. Unter dieser 400 Jahre alten Eiche soll der Schinderhannes sein Diebesgut an seine Bande verteilt haben. Sie ist 1975 umgefallen.

Zum Schinderhannes, Camberger Straße 1, 65529 Waldems-Steinfischbach

 

Der Weg

Der Weg ist in vier Etappen geteilt. Ich selbst bin ihn in fünf Etappen gelaufen, weil es an einem Tag viel zu heiß war, um weiter zu wandern und am anderen anfing zu regnen. So ist das manchmal. Aber ich wohne ja ganz in der Nähe, sodass ich mich ganz einfach abholen lassen oder mit dem Bus zurück zu meinem Auto fahren konnte.

Der Naturpark Taunus hat die Etappen folgendermaßen eingeteilt: Kelkheim – Eppstein, Eppstein – Schloßborn, Schloßborn – Gasthof Rotes Kreuz, Rotes Kreuz – Weilrod. Natürlich kannst du den Weg genauso laufen. Allerdings gibt es weder in Schloßborn, noch am Gasthof Roten Kreuz Übernachtungsmöglichkeiten. Das geht also nur, wenn du – so wie ich – die Möglichkeit hast abgeholt zu werden oder mit dem Bus zu deinem Auto zurückfahren möchtest, um dann zu deiner Unterkunft zu fahren. Ich persönlich finde ich es schöner, wenn ich auch am Weg direkt übernachten kann.

Deswegen habe ich für dich eine neue Einteilung vorgenommen, an die du dich aber natürlich nicht halten musst: Kelkheim – Eppstein (9 Kilometer) – Glashütten (13 Kilometer) – Schmitten (15 Kilometer) – Weilrod (8 Kilometer). So hast du an deinem Etappenziel immer eine Unterkunft. Der einzige Nachteil an dieser Einteilung ist, dass du in Schmitten vom Weg runter musst, weil er eigentlich nicht durch den Ort hindurch führt. So hast du natürlich ein paar Kilometer mehr Strecke. Dafür ist Schmitten mit der alten Felsenkirche tatsächlich den Umweg wert.

Am Ende kannst du natürlich den Weg so laufen, wie es für dich am besten ist.

 

Etappe 1

Los geht’s am Gimbacher Hof in Kelkheim, von wo du den Feldberg in der Ferne sehen kannst. Der Gimbi, wie er im Volksmund genannt wird, ist ein Bauernhof mit Reitstall und sehr gutem Restaurant. Hier bin ich als Kind häufig gewesen. Vor der Wanderung kannst du dich hier nochmal mit Blick auf Kelkheim und die Ausläufer des Taunus stärken. Der Weg führt dich weg vom Hof in den Wald hinein. Hinter einer kleinen Schranke verläuft ein Forstweg. Nach einigen Hundert Metern gelangst du an den Lehrpfad der Waldjugend, der dich zur Gundelhard bringt.

Blick auf den Feldberg

Vom Gimbacher Hof zur Gundelhard

Im Wald in Kelkheim

Waldlehrpfad Kelkheim

Die Gundelhard ist ebenfalls ein Gasthof und ist ein lokaler Tourismusmagnet. Wanderer, Radfahrer und jeder, der bei Sonnenschein in Kelkheim und Umgebung einfach mal raus will, kommt für Speis und Trank hierher. An weitläufigen Wiesen vorbei, die einen atemberaubenden Blick ins Tal und auf den Bahá’i-Tempel in Langenhain bieten, geht es Richtung Eppstein durch den Wald.

Das Bahai Haus von der Gundelhard

Nach etwa drei Kilometern kommst du an den Kaisertempel. Dabei handelt es sich um ein klassizistisches Siegesdenkmal, das aussieht wie die Vorhalle eines griechischen Tempels, die auch Pronaos genannt wird. Zur Förderung des Tourismus setzte man hier nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges und zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs ein Denkmal. Der Kaisertempel hat also seinen Namen vom ersten deutschen Kaiser: Kaiser Wilhelm I.

Kaisertempel

Du solltest auf jeden Fall durch den Tempel hindurchgehen. Du gehst mehrere Stufen hinab zu einem Aussichtspunkt. Hier liegt ganz Eppstein zu deinen Füßen – samt der malerische Burg. Am Kaisertempel gibt es außerdem ein Restaurant, sodass du vor dem Abstieg einkehren kannst.

Ausblick vom Kaisertempel

Restaurant Kaisertempel

Vom Kaisertempel geht’s dann abwärts nach Eppstein. Eppstein ist bekannt für die gut erhaltene Burg und die schöne Altstadt. Am Wernerplatz wartet auch noch das älteste Fachwerkhaus des Main-Taunus-Kreises. Es stammt aus dem Jahre 1459 und beherbergt heute das Restaurant Pflasterschisser.

Übernachtungsmöglichkeit: Hotel Zum Taunus*

 

Etappe 2

Von Eppstein führt der Schinderhannes hinauf in den Stadtteil Vockenhausen. Hier läufst du eine ganze Weile durch den Ort und an der Straße entlang. Dann geht es aber in den Wald und Richtung Eppenhain.

Taunus

Eppenhain ist ein Stadtteil von Kelkheim, der jedoch in der Nähe von Eppstein liegt. Dann führt der Steig hinauf zur Kuppe des 507 Meter hohen Atzelbergs. Bis 2017 stand hier nicht nur ein Funkturm, sondern auch ein Aussichtsturm aus Holz. Nachdem dieser jedoch gleich zweimal abgebrannt ist, beschloss die Stadt Kelkheim ihn nicht wieder aufzubauen. Der Funkturm hat aber auch einen gewissen Charme.

Atzelberg

Atzelberg von weitem

Dann geht es an den Aufstieg auf den 516 Meter hohen Rossert. Auf dem Gipfel befindet sich eine Felsgruppe, die es etwas schwierig macht, dem Weg zu folgen. Diese Felsgruppe war auch der Grund für den Namen des Berges. Rossert heißt nämlich Steingeröll auf Althochdeutsch. Neben dem Namen ist hier auch eine mittelalterliche Sage entsprungen: Hier soll es ein Teufelsschloss gegeben haben.

Gipfel des Rossert

Klee

Nun ist es nicht mehr weit bis Schloßborn – ein altes Dorf, das trotz seiner Unscheinbarkeit von historischer Bedeutung ist. Bereits um 1000 besaß Schloßborn eine Pfarrkirche. Bis heute kann man die Überreste der Ortsbefestigung mit Mauern und sogar einem erhaltenen Turm sehen. Ein kleiner Umweg ab vom Weg kann durchaus interessant sein. Von Schloßborn ist es nicht mehr weit, bis Glashütten und damit das Etappenziel erreicht ist.

Übernachtungsmöglichkeit: Panorma Hotel*

 

Etappe 3

Um Glashütten verändern sich die Wegweiser, die Bänke und die Infotafeln. Alles ist nun aus Glas gemacht. Dies ist nämlich der Waldglasweg, der das Handwerk der Glasmacherei näherbringen soll. Glashütten war nämlich ein Glasdorf, wie schon der Name vermuten lässt. Im Emsbachtal kannst du sogar die Ruinen der Glasöfen sehen.

Glasbank auf dem Schinderhannes Steig

Am Limes

Nun gelangst du an die Grenze des Limes. Dieser Teil des Taunus lag nämlich vor 2000 Jahren in einer Provinz des Römischen Reiches. Die Grenze, ist der 550 Kilometer lange Limes, bzw. um genau zu sein der Obergermanische-Raetische Limes. Seine Reste gehören seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Um den Limes im Taunus besser zu erkunden, wurde der sogenannte Limeserlebnispfad eingerichtet. Der etwa 80 Kilometer lange Wanderweg überschneidet sich auf dieser Etappe für eine Weile mit dem Schinderhannes Steig. Sobald du den Erdwall, den Graben und die Turmstellen hinter dir lässt, ist auch der Limes überschritten.

Seelenberg

Dann erreichst du die Kittelhütte, die 1993 erbaut wurde und häufig als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren dient. Die Hütte liegt genau auf dem Scheitelpunkt zwischen Glashütten und Schmitten. Weiter geht es Richtung Seelenberg. Du schneidest das Dorf nur, kannst aber hier auch einen guten Cut machen. Wenn du hier übernachten möchtest, gibt es nur eine Unterkunft in Seelenberg: den Akazienhof. Das ist ein Reiterhof am Ortsrand. Ich bin mir nicht sicher, ob sie das ganze Jahr durch Zimmer vermieten, wesewegen ich das hier als Option angeben möchte:

Übernachtungsmöglichkeit: Akazienhof*

Solltest du dich am Ende dieser Etappe abholen lassen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu deinem Auto zurückfahren, solltest ebenfalls in Seelenberg zum Ende kommen.

Der Schinderhannes Steig führt ansonsten weiter Richtung Schmitten, dann jedoch an dem Ort vorbei. Wenn du also dort übernachten möchtest, solltest du an der Schutzhütte Weißer Stein rechts abbiegen. Alternativ kannst du natürlich die Zähne zusammenbeißen und die restlichen sechs Kilometer auch noch wandern.

Übernachtungsmöglichkeit: Hotel Haus Freund*

 

Etappe 4

Wenn du in Schmitten übernachtet hast, läufst du zurück zur Schützhütte Weißer Stein und von da weiter auf dem Schinderhannes Steig. Am besten lässt du dich von einer App wie komoot oder Outdoor Active leiten. Nun ist es nicht mehr weit bis zum 663 Meter hohen Pferdskopf. Hier gibt es einen Aussichtsturm mit herrlichem Ausblick.

Durch Treisberg geht es nun ins Tal, wo die Kirchenruine Landstein wartet, das Etappenziel und Ende des Schinderhannes Steigs.

 

Die Orte am Schinderhannes Steig

Der Taunus lebt von seinen kleinen, charmanten Ortschaften mit einem guten Mix aus Fachwerkhäusern und Geschichte. Deswegen kommen hier noch ein paar Hintergründe zu den Orten, an denen du bei deiner Wanderung vorbeikommst.

 

Kelkheim

Kelkheim ist nach Hofheim die zweitgrößte Stadt im Main-Taunus-Kreis. Allerdings hat es die Stadtrecht erst sehr spät verliehen bekommen: 1938 war es soweit, nachdem die Gemeinden Hornau und Münster an Kelkheim angegliedert wurden. Fischbach, Ruppertshain und Eppenhain kamen erst in den 80er-Jahren hinzu.

Dennoch blicken die heutigen Stadtteile auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahre 780 wurden bereits Fischbach und Münster (damals als Liderbach) urkundlich erwähnt. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Franziskanerkloster, das auf dem Klosterberg über ihr thront. Wenn du über Kelkheims Romeo und Julia hören möchtest, schau mal hier vorbei: Der Staufen.

Kelkheim vom Staufen aus

 

Eppstein

Die Burg Eppstein wurde bereits 1122 das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Herren von Eppstein, die auch die Burg besaßen, gründeten den Ort (Ersterwähnung 1299), der nur knapp 20 Jahre später Stadtrechte erhielt. Heute ist Eppstein mit der Burg, der Altstadt und dem Kaisertempel ein beliebtes Ziel für Tagestouristen. Es ist also auch so mal ein schönes Ausflugsziel, das sich für Fotos ganz besonders lohnt. Wenn du Richtung Vockenhause läufst, hast du einen tollen Blick auf die Burg, der sich vor allem zum Sonnenaufgang hervorragend einfangen lässt. Vom Kaisertempel kannst du zum Sonnenuntergang stimmungsvolle Fotos machen.

Barbara mit Osprey in Eppstein

Schlossborn

Schloßborn ist die erste nachweisbare Siedlung in der Idsteiner Senke. Während der Zeit der Römer befand sich diese Gegend kurz hinter dem Limes auf römischem Gebiet. Später war es von den Alemannen und Franken besiedelt. Die sogenannte Bardo-Urkunde aus dem Jahr 1043 ist das erste Dokument, in dem Schloßborn erwähnt wird. Zu dieser Zeit war Schloßborn die bedeutendste Siedlung des westlichen Taunus und hatte bereits eine Pfarrkirche.

 

Glashütten

In der Antike war die Gegend um Glashütten der Grenzbereich zwischen der römischen Provinz Germania superior und dem freien Germanien. Wo heute Glashütten liegt, verlief damals der Limes. Im frühen Mittelalter war das Gebiet von Alemannen und später von Franken beherrscht. Damals war es im Besitz der Herren von Eppstein.

Zwischen der damaligen Siedlung und dem Feldberg gab es, wie Funde belegen, mehrere Waldglashütten. Auf diese geht der Name des Ortes zurück. In der Emsschlucht kannst du die Überreste einer solchen Glashütte betrachten.

 

Schmitten

Schmitten wird im Jahre 1399 unter dem Namen Waldschmidt das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name stammt von einer Nagel-Schmiede im Wald, die der Burg Hattstein zugeordnet wird. 

Schmittens touristischer Hintergrund begann allerdings viel später: nämlich erst im 19. Jahrhundert. Der Taunusklub legte Wanderwege fest und baute Schutzhütten. So wurde das Feldberggebiet als Reiseziel bekannt. Im Jahr 1860 eröffnete das erste Gasthaus auf dem Feldberg.

1883 wurde der Kurverein in Schmitten gegründet, der den Ort als Reiseziel attraktiver machen sollte. Seine Maßnahmen waren erfolgreich. Denn die Zahl der Kurgäste stieg stark an. Der berühmteste Besucher war Kaiser Wilhelm II.

Der Kurverein löste sich zwar auf, aber auch heute noch ist Schmitten staatlich anerkannter Luftkurort. Um diesen Titel weiter tragen zu dürfen, werden regelmäßig Klimagutachten erstellt und die touristische Infrastruktur überprüft. Die Bedeutung des Tourismus ist heutezutage allerdings stark zurückgegangen. Auch wenn Tagestouristen weiterhin den Weg nach Schmitten finden, kommen mittlerweile nicht mehr so viele Urlauber.

Felsenkirche Schmitten

 

Weilrod

Der Schinderhannes Steig endet in der Nähe von Altweilnau in der Gemeinde Weilrod. Der erste Ort der Gemeinde, der urkundlich erwähnt wurde, ist Mauloff im Jahre 1156.

Weilrod hat die ein andere Sehenswürdigkeit zu bieten. So zum Beispiel den beeindruckenden Rundturm der Burgruine Altweilnau, der aus der Zeit um 1200 stammt. Wenn du nach der Wanderung noch etwas weiter fähren willst, nämlich nach Neuweilnau, kannst du die Burg Neuweilnau aus dem Jahr 1302 besuchen. Bei Rod an der Weil findest du eine alte Ringwallanlage aus keltischer Vorzeit.

Literatur zum Taunus

Ich merke gerade, dass ich viel zu wenig über meine eigene Heimat gelesen habe. Aber es gibt dennoch Literatur, die ich dir empfehlen kann:

  • Wenn du in einen etwas anderen Reiseführer eintauchen willst, der dich vor allem auf Outdoor-Abenteuer schickt, empfehle ich dir den Guide 52 kleine & große Eskapaden in der Region Rhein-Main*. Da ist auch einiges über den Taunus drin und die ein oder andere Tour, die du auf Barbaralicious findest, ist von diesem Buch inspiriert.
  • Du willst nicht unbedingt viel lesen, dafür lieber schöne Fotos anschauen? Wie wäre es dann mit einem Bildband? In Deutschlands Naturparke* darf der Taunus natürlich nicht fehlen! Außerdem hast du hier den Vorteil, dass du auch noch richtig schöne Fotos von anderen Naturparken in der Gegend anschauen kannst.
  • Tatort? Vordertaunus! Solltest du ein Krimifan sein, habe ich noch eine weitere Empfehlung für dich: Die Buchreihe der Taunus-Krimis von Nele Neuhaus! Ich selbst habe sie alle verschlungen und liebe die Bücher von Nele Neuhaus nicht nur weil sie in den Orten spielen, in denen ich aufgewachsen bin oder weil die Autorin dort lebt, wo ich zur Schule gegangen bin. Nein, die Romane sind wirklich spannend und Nele Neuhaus schafft es den Charakteren Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff Leben einzuhauchen, sodass du mit ihnen mitlebst. Das ist der Link zu Band eins aus der Reihe: Eine unbeliebte Frau*. Mittlerweile gibt es übrigens neun Fälle, also neun Bücher aus der Serie.

Weitere Ausflugsziele in der Nähe

Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir neben dem Taunus den Odenwald, den Spessart oder den Pfälzerwald. Zu diesen Regionen habe ich schon einiges geschrieben, aber es werden noch weitere Blogposts folgen.

Eine gemischte Liste aus Ausflugsorten, Fotospots und Zielen für kleine Städtetrips habe ich dir hier zusammengestellt:

  • Der Feldberg: Der Große Feldberg ist mit 881 Metern der höchste Berg im Taunus. Als ich klein war, haben mich meine Eltern und Großeltern zum Schlittenfahren oder zum Drachen steigen lassen dorthin gebracht. Und nicht selten bin ich in Sternschnuppennächten dort hochgefahren. Er ist ein schönes Ausflugsziel für Groß und Klein, ein toller Fotospot und Ausgangspunkt für Wanderungen.
  • Der Mainzer Sand: Der Mainzer Sand hat mich ja ein bisschen geflasht… Ich habe mich gefühlt, als wäre ich in die afrikanische Savanne gebeamt worden. Eigentlich ist es aber ein Relikt aus der Eiszeit und eine von wenigen Binnendünen in Deutschland.
  • Das Kloster Lorsch: Das Kloster Lorsch ist nicht nur ein toller Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren. Es ist auch ein Ort voller Geschichte. Das heutige Weltkulturerbe der UNESCO wurde 764 gegründet und nur wenige Jahre später an Karl den Großen übertragen. So wurde es zum Reichskloster und genoss entsprechende Privilegien. Diese verlor es jedoch im 13. Jahrhundert und wurde in der Folge im Dreißigjährigen Krieg zerstört.
  • Lohr am Main: Das erste Mal wurde Lohr am Main 1295 urkundlich erwähnt und ist allgemein als Schneewittchenstadt bekannt. Dass das Mädchen, das wegen ihrer Schönheit getötet werden sollte, Lohrerin war, ist zwar nicht belegt, jedoch durchaus möglich. Die Gebrüder Grimm lebten unweit von Aschaffenburg, in Hanau, und auf ihrem Weg Richtung Bremen kamen sie auch im Spessart vorbei, sodass sie von der Stadt Lohr inspiriert worden sein könnten.
  • Das Felsenmeer: Das Felsenmeer ist nicht nur der wohl bekannteste Ort des Odenwalds, sondern auch ein tolles Ausflugsziel für Outdoorfans jeden Alters. Du kannst eintauchen in die Sagenwelt zur Entstehung des Felsenmeeres, in die Zeit der Römer, die sich hier ausgetobt haben, oder in die Erdgeschichte. Und nebenbei macht es auch noch einen Riesenspaß über die Felsen zu klettern.

Meine Ausstattung

Ich werde immer wieder gefragt, mit was für einer Ausstattung ich auf meinen Touren unterwegs bin. daher hier nun eine kleine Erläuterung zu diesem Thema.

Rucksäcke

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke, aus denen ich jeweils für den Ausflug den passenden wählen kann. Gerne verwende ich auf Wanderungen zum Beispiel einen meiner Osprey-Rucksäcke – entweder den DaylitePlus oder den Sylva. Die sind klein genug, um mich nicht zu stören, aber groß genug, um das Wichtigste für die Tagestour greifbar zu haben. Mit den zwei seitlichen Taschen habe ich außerdem Wasser immer griffbereit. Dank der verschiedenen Bereiche kann ich mein Kamera-Equipment von den anderen Dingen wie einer Powerbank und Snacks trennen.

Bei Foto-Touren habe ich aktuell auch oft meinen neuen Fotorucksack von K&F Concept* dabei, der mehr Schutz für mein Foto-Equipment bietet, aber trotzdem noch Platz für zum Beispiel Snacks und eine kleine Flasche Wasser bietet. Seitlich kann ich ein Stativ anbringen, was super praktisch ist. Alternativ habe ich auch noch den CADeN-Kamerarucksack*. Der ist nochmal größer, aber auch wuchtiger und schwerer.

Auf dem Schinderhannes Steig war ich aber ganz leicht unterwegs. Da ich ja quasi um die Ecke wohne, habe ich zu einem meiner kleinsten Rucksäcke gegriffen, den ich aber nicht weniger mag: Den Clässy Mini von Gaston Luga!

Barbara mit Rucksack in Eppstein

 

Kleidung und Schuhe

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Als Wanderschuhe habe ich zum Beispiel diese wasserdichten Schuhe, die mir auch viel Halt bieten: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Auch Jacken, Wanderleggins und zum Beispiel mein Stirnband* habe ich bei Decathlon gekauft.

 

Kamera & Stativ

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Fazit zum Schinderhannes Steig

Der Schinderhannes Steig war der erste Fernwanderweg (auch wenn es ein kurzer war), den ich im Taunus gelaufen bin. Dabei hat es mich an viele Orte gebracht, die ich sonst aus dem Alltag kenne bzw. an denen ich meine Kindheit verbracht habe. Das hat viele Erinnerung geweckt und die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis für mich gemacht. Aber auch, wenn du nicht wie ich deine Kindheit in dieser Gegend verbracht hast, bietet der Schinderhannes Steig einen schönen Einblick in unterschätzte Orte des Taunus und öffnet die Türen der Geschichte.

Kanntest du den Schinderhannes Steig? Berichte mir davon in den Kommentaren?

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