Rüdesheim Sehenswürdigkeiten – 12 Tipps für deinen Ausflug

von | 08/06/21 | Deutschland, Europa, Reisen, Taunus | 0 Kommentare

Die Winzerstadt Rüdesheim gilt als Tor zum oberen Mittelrheintal. Alte Weingüter, die Altstadt, Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster prägen das Stadtbild und laden dazu ein, hier auf Erkundungstour zu gehen. Einfach mal die Seele baumeln lassen und dabei den Blick über den Rhein schweifen lassen. So lässt es sich aushalten! Hier in Rüdesheim ganz normal…

Rüdesheim Oberstraße

Rüdesheim am Rhein

Bereits in vorchristlicher Zeit war die Gegend um die Rüdesheim besiedelt. Denn die Kelten waren auch im Rheingau zuhause. Im Laufe des 1. Jahrhunderts fanden die Römer den Weg nach Bingen und siedelten somit auf der anderen Seite des Rheins.

Nach den Römern kamen die Alemannen und die Franken in den Rheingau. Dies war die Zeit der Völkerwanderung. 

Im 8. Jahrhundert erscheint die fränkische Edelfamilie von Rüdesheim die Bildfläche, die maßgeblich dazu beiträgt, dass die Stadt ihren Grundriss erhält. Urkundlich erwähnt, wird sie erst einige Jahrhunderte später. Nämlich 1074. Die Haupteinnahmequellen von Rüdesheim waren bereits zu diesem Zeitpunkt der Weinbau und die Schifffahrt.

Die Kriegswirren des ausgehenden Mittelalters ziehen weitestgehend an Rüdesheim vorüber, aber der Dreißigjährige Krieg hinterlässt sehr wohl seine Spuren.

Das 19. Jahrhundert ist ereignisreich: 1806 wird Rüdesheim nach dem Ende der Mainzer Herrschaft dem Herzogtum Nassau zugewiesen. 1818 erhält Rüdesheim Stadtrechte. 1825 legt das erste Dampfschiff in der Stadt an. 1867 wird Rüdesheim an Preußen angegliedert. Von 1877 bis 1883 wird das Niederwalddenkmal erbaut.

So wurde Rüdesheim zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Anziehungspunkt der englischen und deutschen Romantiker. Heute ist die Stadt ein bekanntes Ausflugsziel für Weintourismus und ein wahrer Touristenmagnet in Deutschland.

 

Rüdesheim Sehenswürdigkeiten

Auch wenn Rüdesheim mit seinen 10.000 Einwohnern nicht gerade groß ist, so hat die Kleinstadt doch so einiges für Besucher zu bieten. Auch und gerade weil es sich um eine Winzerstadt handelt, hatte man auf den Tourismus ein besonderes Augenmerk gelegt. So bekommen Gäste sowie Touristen bei einem Tages- oder Wochenendausflug einiges geboten. Hier kommen daher meine 11 Rüdesheim-Tipps!

Rüdesheim

Mechanisches Musikkabinett

Blick ins Rheintal

 

Das Niederwalddenkmal

Das Wahrzeichen der Region – die Germania thront hoch über Rüdesheim über dem Südhang auf dem gleichnamigen Berg. Das Niederwalddenkmal ist rund 38 Meter hoch. Von oben hast du einen herrlichen Blick auf das Rheintal. Die Germania mit der heiligen römischen Krone in der rechten Hand und dem kaiserlichen Schwert in der linken soll an die Einigung Deutschlands nach dem französisch-preußischen Krieg erinnern.

Niederwalddenkmal

Der Niederwaldtempel

Der Niederwald hat zahlreiche Aussichtspunkte. Wer direkt mit der Seilbahn aus Rüdesheim kommt, wird zuerst am Niederwaldtempel vorbeikommen. Er sieht aus wie ein Pavillion mit dorischen Säulen, die um eine Rotunde gebaut sind. Bereits Johann Wolfgang von Goethe war begeistert von diesem Ort und seinem Ausblick. Seitdem er auch als Goethe-Tempel bezeichnet.

Niederwaldtempel

 

Die Seilbahn

Von der Rüdesheimer Altstadt kannst du entweder in etwa 30 Minuten zum Niederwald hinaufwandern oder es dir bequem machen und die Seilbahn nehmen. Dabei handelt es sich um eine offene Kabinenseilbahn. Ob du durch die Weinberge von Rüdesheim schlenderst oder sie von oben bewunderst, ist ganz dir überlassen. Du kannst auch nur eine Strecke mit der Seilbahn fahren. Ganz wie dir beliebt.

Den Rückweg kannst du entweder zu Fuß auf gleichem Weg antreten, die Seilbahn zurück nehmen oder aber den Niederwald durchqueren und in Assmanshausen wieder zum Rhein hinab gelangen. Dort gibt es einen Sessellift.

Viele buchen einfach direkt die Romantiktour. Mit dem Ticket kannst du mit der Seilbahn zum Niederwald hochfahren, läufst etwa eine Stunde auf die andere Seite und kannst dann den Sessellift nach Assmannshausen nehmen. Unten angekommen, steigst du in ein Schiff, das dich zurück nach Rüdesheim bringt.

Rüdesheim Seilbahn

Rüdesheimer Seilbahn

Die Drosselgasse

Die Drosselgasse ist eine schmale Gasse mit Kopfsteinpflaster. Sie ist gesäumt von Fachwerkhäusern, Wein rankt sich bis zu den Vordächern hinauf und komplettiert die malerische Idylle. Hier kannst du Andenken besorgen, in Weinlokalen den Rüdesheimer Riesling kosten oder lokale Köstlichkeiten probieren. Kaffeefans sollten den mit Asbach flambierten Kaffee nicht verpassen.

Außerdem ist sie eine von nur sechs Straßen, die von der Promenade am Rheinufer bis zur Oberstraße führen. Hier tummeln sich jedes Jahr rund drei Millionen Touristen.

Drosselgasse

 

Das Glockenspiel

Rüdesheim hat eigentlich gleich zwei Glockenspiele. Jeden Tag kannst du sie zwischen 9.30 und 22.00 Uhr bewundern.

Das erste befindet sich in der Drosselgasse am  Turm des Hotels Rüdesheimer Schloss. 14 Glocken spielen stündlich „Die Lorelei“. Unterhalb befinden sich verschiedene Holzfiguren, die symbolisch für die vier großen Weinjahrgänge des 20. Jahrhunderts stehen.

Das zweite Glockenspiel befindet sich an der Fassade von Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett. Die Glocken sind aus aus Meissener Porzellanläuten und läuten sogar alle 30 Minuten.

 

Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett

Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett liegt um die Ecke von der Drosselgasse. Hier kannst du 350 selbstspielende Musikinstrumente aus drei Jahrhunderten bestaunen. Es war das erste Museum für mechanische Musikinstrumente in Deutschland.

Am mechanischen Musikkabinett

 

Das mittelalterliche Foltermuseum

Ein weiteres Museum, das jedoch keines im klassischen Stil ist, ist das mittelalterliche Foltermuseum. Hier kannst du auf 1.000 Quadratmetern 144 Folterinstrumente betrachten und dich über verschiedene Rechtsthemen des Mittelalters informieren. Zentral sind zum Beispiel die Hexenverfolgung und die Inquisition. Anhand von Skizzen kannst du nachvollziehen, wie die Folterwerkzeuge verwendet wurden.

 

Die Abtei St. Hildegard

Ein Benediktinerin aus dem 11. Jahrhundert ist bis heute im Rheingau und in Rheinhessen in aller Munde. Die Rede ist von Hildegard von Bingen, die mit ihren Schriften vor allem zur Medizin und zu Naturheilverfahren den Weg hin zu einer holistischen Medizin ebnete. Vielleicht hast ja schon mal von Hildegardmedizin gehört?

Oberhalb von Rüdesheim im Stadtteil Eibingen wurde 1904 eine Abtei gegründet, die nach der heiligen Hildegard benannt wurde – die Benediktinerabtei St. Hildegard. Von der Altstadt läufst du zwischen 30 und 40 Minuten durch den Weinberg hinauf zur Abtei. Von oben hast du einen tollen Blick in Rheintal.

Abtei St Hildegard

 

Die Brömserburg

Vermutlich auf den Grundmauern eines eines römischen Kastells erbaut, stammt die Brömserburg aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Sie wurde nach ihren Besitzern im 13. Jahrhundert, den Brömsern, benannt. N ach dem Zweiten Weltkrieg kaufte die Stadt Rüdesheim die Burg, die zuvor regelmäßig den Besitzer gewechselt hatte.

Die Burg ist bis auf den Ostflügel, der im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, recht gut erhalten. Bis 2017 befand sich in der Burg das Rheingauer Weinmuseum, das jedoch geschlossen wurde. Der Burggarten kann bis heute besichtigt werden.

 

Asbach Besucherzentrum

Du kennst bestimmt Asbach Uralt. Das ist der älteste deutsche Weinbrand und er hat seinen Ursprung in Rüdesheim. Daher kannst du hier auch die Brennerei Asbach besichtigen und nach der Führung auch Produkte wie den Klassiker Asbach Uralt, aber auch Pralinen erwerben. Wäre das nicht ein schönes Mitbringsel?

 

Assmannshausen

Einige Kilometer Flußaufwärts liegt Assmannshausen, das seit 1977 ein Stadtteil von Rüdesheim ist. Auch von hier kommst du zum Niederwald. Ein Sessellift bringt dich von unten hoch zum Jagdschloss Niederwald, das heute als Restaurant und Hotel fungiert und an ein Wildreservat grenzt.

Wer nicht die Seilbahn nehmen will, kann auch hinauf wandern.

 

Burg Ehrenfels

Die Burg Ehrenfalls diente in vergangenen Tagen als Zollstation und Bollwerk. Heute wirkt sie, als wäre sie Teil der Landschaft. Die Burgruine gehört einfach dazu. Auf dem Weinbergspfad von Rüdesheim nach Assmannhausen kommst du unweigerlich an ihr vorbei. Leider wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und später von den Franzose zum Teil abgerissen. Abgesehen von den 30 Meter hohen Türmen stehen nur noch die Grundmauern.

Weitere Tipps

Hier habe ich dir noch ein paar weitere hoffentlich hilfreiche Tipps zusammengefasst, die dir den Aufenthalt in Rüdesheim verschönern sollen.

Wandern in Rüdesheim

Auch Wanderer werden in Rüdesheim ihren Spaß haben. Es gibt viele Wanderweg – lange wie kurze. Ein paar habe ich dir mal zusammengestellt:

Barbara an der Abtei St Hildegard

Rüdesheimer Kaffee

Rüdesheimer Kaffe ist weltweit bekannt: Dabei wird der einheimische Asbach auf braunem Zucker geträufelt. Der angewärmte Weinbrand wird mit dem Zucker in eine große Tasse gegeben, das Ganze wird angezündet und unter Rühren mit heißem Kaffee gelöscht.

Veranstaltungen in Rüdesheim

Wenn du Rüdesheim auf ganz besondere Art erleben möchtest, dann plane deinen Besuch doch während einer der folgenden Veranstaltungen:

  • Rhein in Flammen: Rhein in Flammen findet für gewöhnlich Anfang Juli statt. In dieser Nacht wird der Rhein von Feuerwerken erleuchtet. Am besten genießt man das Spektakel von einem Schiff (Karten sollten rechtzeitig reserviert werden!), kann aber zu einem Aussichtspunkt, zum Beispiel dem Niederwalddenkmal gehen.
  • Rüdesheimer Weinfest: Das Rüdesheimer Weinfest findet in der 3. Augustwoche statt.
  • Rüdesheimer Märchenwinter: Der Rüdesheimer Märchenwinter findet im Januar statt.

 

Hotels in Rüdesheim

Wenn du nicht nur einen Tagesausflug nach Rüdesheim machen möchtest, sonst länger in der schönen Gegend bleiben möchtest, habe ich dir ein paar empfehlenswerte Hotels herausgesucht. Preislich sind sie aufsteigend sortiert. Einige sind in der Altstadt, andere etwas außerhalb mit Blick ins Rheintal. So sollte für jeden etwas dabei sein.

Jagdschloss Niederwald

Weitere Ausflugsziele in der Nähe

Wenn du gerne wandern gehst und andere Regionen erkunden willst, kann ich empfehlen, dir den Odenwald, den Spessart oder den Taunus anzuschauen. Zu diesen Regionen werden noch weitere Blogposts folgen.

Eine gemischte Liste aus Ausflugsorten, Fotospots und Zielen für kleine Städtetrips habe ich dir hier zusammengestellt:

  • Burg Rheinstein: Gegenüber von Assmannshausen liegt die Burg Rheinstein in der Gemeinde Trechtingshausen. Sie gilt als eine der schönsten Burgen im UNESCO Weltkulturerbe Mittelrheintal.
  • Geisenheim: In Geisenheim wartet das Schloss Johannesberg.
  • Eltville am Rhein: Eltville gilt als Wein-, Sekt- und Rosenstadt, hat gleich zwei Burgen am Rhein und eine wunderschöne Altstadt.
  • Kloster Eberbach: Das Kloster Eberbach ist eines der bedeutendsten Klöster Europas und eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Bauten. Es diente auch als Kulisse für diverse Filme wie zum Beispiel für der Name der Rose.
  • Wiesbaden: Die Landeshauptstadt von Hessen ist als Stadt der heißen Quellen und als Weltkurort bekannt. Hier erwarten dich historische Bauten, prachtvolle Grünanlagen und zahlreiche Museen.
  • Mainz: Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz sagt von sich selbst, dass es für Lebenslust am Rhein steht. Hier kannst du in 2.000 Jahre Kultur eintauchen, auf den Spuren des Buchdrucks wandeln oder einfach die Sehenswürdigkeiten genießen.
  • Loreley: Eigentlich ist die Loreley nur ein ca. 130 Meter hoher Schieferfelsen bei St. Georgshausen. Doch um ihn rankt der Mythos eines Mädchens, der ihn berühmt gemacht hat. Außerdem ist das Tal seit 2002 UNESCO Welterbestätte.
  • Koblenz: In Koblenz fließen Mosel und Rhein zusammen. Teile der Stadt gehören außerdem zum UNESCO-Welterbe. Seit 2002 bildet sie mit ihren Kulturdenkmälern das nördliche Tor zum Oberes Mittelrheintal. Koblenz gehört zu den Perlen am Rhein.

Meine Ausstattung

Ich werde immer wieder gefragt, mit was für einer Ausstattung ich auf meinen Touren unterwegs bin. daher hier nun eine kleine Erläuterung zu diesem Thema.

Rucksäcke

Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke, aus denen ich jeweils für den Ausflug den passenden wählen kann. Gerne verwende ich auf Wanderungen zum Beispiel einen meiner Osprey-Rucksäcke – entweder den DaylitePlus oder den Sylva. Die sind klein genug, um mich nicht zu stören, aber groß genug, um das Wichtigste für die Tagestour greifbar zu haben. Mit den zwei seitlichen Taschen habe ich außerdem Wasser immer griffbereit. Dank der verschiedenen Bereiche kann ich mein Kamera-Equipment von den anderen Dingen wie einer Powerbank und Snacks trennen.

Bei Foto-Touren habe ich aktuell auch oft meinen neuen Fotorucksack von K&F Concept* dabei, der mehr Schutz für mein Foto-Equipment bietet, aber trotzdem noch Platz für zum Beispiel Snacks und eine kleine Flasche Wasser bietet. Seitlich kann ich ein Stativ anbringen, was super praktisch ist. Alternativ habe ich auch noch den CADeN-Kamerarucksack*. Der ist nochmal größer, aber auch wuchtiger und schwerer.

 

Kleidung und Schuhe

Unterwegs auf meinen Touren bin ich vor allem mit Kleidung und Equipment von Decathlon*. Als Wanderschuhe habe ich zum Beispiel diese wasserdichten Schuhe, die mir auch viel Halt bieten: Wasserdichte halbhohe Wanderschuhe*. Auch Jacken, Wanderleggins und zum Beispiel mein Stirnband* habe ich bei Decathlon gekauft.

 

Kamera & Stativ

Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6500*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.

 

Mein Fazit zu Rüdesheim

Rüdesheim war für mich bereits in der Jugend ein Begriff. Ein oder zweimal war ich mit meinen Eltern dort und bin durch die Weinberge spaziert oder haben auch mal eine Rundfahrt auf dem Rhein mitgemacht. Ich erinnere mich gut, wie ich die Burgen am Ufer bestaunt habe. Rüdesheim hat nichts von dem eingebüßt, was ich damals als imposant empfunden habe. Auch heute noch fasziniert mich das Anblick des Rheintals, der Burgen und Schlösser, der malerischen Altstadt. Ich bin immer wieder gerne dort!

Barbara am Rossel

Warst du vielleicht auch schon einmal in Rüdesheim? Dann berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

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