Bohol: Chocolate Hills, Tarsiere, der Man-Made Forest & Loboc River

von | 05/07/26 | Asien, Philippinen, Reisen | 0 Kommentare

Bohol: Chocolate Hills, Tarsiere, der Man-Made Forest & Loboc River

Ich habe einen Monat in Cebu City gelebt – in einem gemieteten Condo, wie ein Local, viel gearbeitet und an meinem Buch Workation Travel Guide* geschrieben. Aber Cebu ist nicht nur ein toller Ort zum Leben für digitale Nomaden, sondern auch ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge auf die umliegenden Inseln. Zwei davon habe ich gemacht: einen nach Palawan zum Underground River in Puerto Princesa – und einen nach Bohol.

Bohol ist eine der bekanntesten Inseln der Philippinen und zwar vor allem wegen zweier Dinge, die man so wirklich nirgendwo sonst sehen kann: die Chocolate Hills und die winzigen Tarsiere. Beide haben gehalten, was sie versprochen haben. Und dann noch etwas mehr.

Von Cebu nach Bohol: Die Anreise

Die Anreise von Cebu nach Bohol ist unkompliziert. Mit der Fähre von Cebu City nach Tagbilaran, der Hauptstadt Bohols, dauert die Überfahrt rund zwei Stunden. Bei mir war das trotz Regenzeit eine angenehme Fahrt über das ruhige Wasser zwischen den Inseln.

In Tagbilaran angekommen, bin ich mit einem Tuk Tuk zu meiner Unterkunft gefahren. Praktisch, günstig und das typische Fortbewegungsmittel auf den Philippinen. Fähren zwischen den Inseln lassen sich bequem vorab über 12go.asia* buchen.

Ich habe zwei Nächte hier verbracht. Das ist das absolute Minimum. Wer mehr Zeit hat, sollte sich auch die Strände auf Panglao Island anschauen. Die Insel ist direkt mit Bohol verbunden ist und dort war auch meine Unterkunft, sodass ich abends schön am Meer den Sonnenuntergang genießen und zu Abend essen gehen konnte.

Sonnenuntergang in Bohol

Sonnenuntergang in Bohol

Der Ausflug: Buchung über GetYourGuide

Den Ausflug am nächsten Tag habe ich über GetYourGuide* gebucht – und das war die richtige Entscheidung. Ich wurde am Morgen direkt am Hotel abgeholt und die Tour führte zu drei Hauptzielen: den Chocolate Hills, der Tarsier Conservation Area und dem Man-Made Forest. Dann gab es noch eine Minikreuzfahrt auf dem Loboc River.

Wer lieber spontan plant: Touren lassen sich auch direkt in Tagbilaran oder über die Unterkunft buchen. Aber wer auf Nummer sicher gehen möchte, bucht im Voraus. Gerade in der Hochsaison können Plätze schnell ausgebucht sein.

Aufgang zum Viewpoint Chocolate Hills
Barbara bei den Chocolate Hills
Der Loboc River

Die Chocolate Hills – beeindruckend, aber überfüllt

Die Chocolate Hills sind das Wahrzeichen von Bohol und für mich eines der bizarrsten und schönsten Naturwunder Südostasiens. Über 1.200 kegelförmige Hügel erstrecken sich über rund 50 Quadratkilometer in der Mitte der Insel. In der Trockenzeit werden sie braun und erinnern tatsächlich an riesige Schokopralinen. Daher der Name. Ich war in der Regenzeit da und habe sie saftig grün erlebt.

Man steigt zum Aussichtspunkt hinauf – eine Treppe mit rund 200 Stufen – und blickt dann auf ein Meer aus gleichmäßigen, runden Hügeln, das sich bis zum Horizont erstreckt. Das ist wirklich beeindruckend.

Ausblick auf die Chocolate Hills

Ausblick auf die Chocolate Hills

Ich muss aber ehrlich sein: Der Aussichtspunkt war überfüllt. Viele Touristengruppen, wenig Platz, wenig Ruhe. Ich habe aber am Ende doch eine Stelle gefunden, an der ich in Ruhe Fotos machen konnte und die haben sich gelohnt.

Wissenswertes:

  • Die Hügel sind geologische Kalksteinformationen, deren genaue Entstehung bis heute nicht vollständig geklärt ist
  • In der Regenzeit sind die Hügel grün, im trockenen Sommer werden sie braun und „schokoladig“
  • Die Chocolate Hills stehen auf der Tentativliste der UNESCO für das Welterbe

 

Die Tarsiere oder auch Koboldmakis genannt – das heimliche Highlight

Ich habe die Tarsiere ehrlich gesagt fast noch mehr geliebt als die Chocolate Hills. Und wie süß klingt bitte ihr deutscher Name, Koboldmakis?

Der Tarsier ist einer der kleinsten Primaten der Welt – gerade mal 10–15 Zentimeter groß, mit einem Schwanz, der länger ist als sein Körper. Was ihn so unfassbar süß macht: diese riesigen, runden Augen, die so groß sind wie sein gesamtes Gehirn. Sie sehen aus wie kleine animierte Figuren. Total niedlich und irgendwie unreal.

In der Tarsier Conservation Area kann man die Tiere in einem bewaldeten Schutzgebiet beobachten. Sie sitzen in kleinen „Nestern“, Schlafplätzen aus Blättern in den Bäumen, und schauen einen mit diesen riesigen Augen an. Ich habe mehrere gesehen, einige fast in Reichweite.

Aber: Es gibt strenge Regeln und die sind auch wichtig.

Regeln im in der Tarsier Conservation Area:

  • Absolute Stille – Tarsiere sind sehr empfindlich und können durch Lärm ernsthaft gestresst werden
  • Kein Blitzlicht fotografieren
  • Begrenzungen nicht überschreiten – die Tiere dürfen nicht berührt werden
  • Distanz halten

Die Tarsiere sind nachtaktiv, also sieht man sie tagsüber meist schlafend. Trotzdem ist die Begegnung mit diesen winzigen Wesen etwas ganz Besonderes.

Leider sind die Fotos nicht sehr gut geworden. Sie waren zu weit weg mit zu wenig Licht und keiner Möglichkeit, ein Stativ zu nutzen.

Tarsier bzw Koboldmaki

Tarsier bzw Koboldmaki

 

Der Man-Made Forest – nett, aber kein Muss

Der Bilar Man-Made Forest ist ein rund zwei Kilometer langer Streifen aus hohen Mahagonibäumen, die wie ein grüner Tunnel über der Straße zusammenwachsen. Er soll angeblich sehr berühmt sein, aber ich hatte vorher noch nie davon gehört.

Mein ehrliches Fazit: Er ist nett. Das Licht, das durch die Baumkronen fällt, ist schön. Ein kurzer Stop und ein paar Fotos – ja. Ein Highlight, das man extra ansteuern würde? Nicht unbedingt.

Wer ihn auf dem Weg zu den Chocolate Hills mitnimmt, sollte das definitiv tun. Wer aber überlegt, ob er extra dafür auf Bohol bleibt, dem würde ich sagen, dass sich der Zeitaufwand eher für die anderen Highlights lohnt.

Der Man-Made Forest auf Bohol
Barbara im Man-Made Forest
Durchfahrt durch den Man-Made Forest

Minikreuzfahrt auf dem Loboc River

Nach den Tarsieren ging es weiter zu einem der entspanntesten Teile des Tages: einer einstündigen Minikreuzfahrt auf dem Loboc River.

Anlegestelle der Minikreuzfahrt

Anlegestelle der Minikreuzfahrt

Das Boot gleitet langsam durch den von Dschungel gesäumten Fluss – grüne Ufer, ruhiges Wasser, tropische Vegetation rechts und links.

An Bord gab es ein Buffet mit philippinischen Gerichten und eine Mischung aus lokaler und internationaler Musik, die für eine ausgelassene, fröhliche Atmosphäre gesorgt hat.

Die Loboc River Cruise ist fester Bestandteil der meisten Bohol-Gruppentouren.

Minikreuzfahrt auf dem Loboc River

Minikreuzfahrt auf dem Loboc River

Minikreuzfahrt

Minikreuzfahrt

Wie ich die Ausflüge gebucht habe

Ich habe die Touren beide über Get Your Guide* gebucht. Die Tour zum Puerto Princesa Underground River hat mich rund 30 Euro gekostet – für einen ganzen Tag inklusive Hotelabholung, Boot, Eintritt, Mittagessen und Mangroventour ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mein klarer Tipp: Buche die Tour im Voraus. Der Underground River ist sehr beliebt, die Besucherzahlen sind begrenzt und wer ohne Buchung anreist, riskiert, keinen Platz zu bekommen. Bei der Glühwürmchentour ist es etwas einfacher. Da gab es – zumindest als ich da war – genug last minute Möglichkeiten.

Wichtig: Wer eine Gruppentour bucht, profitiert in der Regel von einer Hotelabholung direkt in Puerto Princesa. Das ist ein echter Vorteil. Deshalb empfehle ich, sich ein Hotel direkt in der Stadt zu suchen, nicht außerhalb.

Praktische Infos

Anreise

Per Fähre von Cebu City (Pier 1) nach Tagbilaran – Dauer rund 2 Stunden. Tickets vorab über 12go.asia* buchen.

 

Touren buchen

Am einfachsten vorab über GetYourGuide* – dort gibt es verschiedene Touren, die Chocolate Hills, Tarsiere und weitere Highlights kombinieren.

 

Unterkunft

Tagbilaran ist eine gute Basis für den Ausflug. Wer Strand möchte, schaut sich Panglao Island an. Empfehlen würde ich dieses hier: Bohol Panglao Divers Home*.

 

Beste Reisezeit

Die Trockenzeit von Dezember bis Mai ist ideal – dann sind die Hügel braun und die Fähren zuverlässig. In der Regenzeit (Juni bis November) können Fährverbindungen eingeschränkt sein. Ich war gerade so in der Übergangszeit von Regenzeit zu Trockenzeit da. Die Fähren waren kein Problem, aber die Chocolate Hills hatten leider nichts schokoladiges an sich.

 

Was mitnehmen

  • Sonnencreme und Sonnenbrille
  • Bequeme Schuhe für den Aufstieg zum Aussichtspunkt
  • Wasser
  • Mückenspray

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

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Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Weiterreise von Bohol innerhalb der Philippinen

Von Bohol aus hast du mehrere gute Optionen:

  • Cebu: Die nächstgelegene größere Insel und Stadt – mit direkter Fährenverbindung. Cebu ist ein guter Hub für Weiterreisen auf andere Philippineninseln.
  • Siquijor: Die „mystische Insel“ der Philippinen – bekannt für ihre Schamanen, weißen Strände und entspannte Atmosphäre. Von Tagbilaran gibt es direkte Fährverbindungen.
  • Dumaguete: Eine entspannte Universitätsstadt auf Negros, die als Ausgangspunkt für Delfin-Beobachtungen bekannt ist.
  • Palawan / Puerto Princesa: Mein nächster Stop nach Bohol – und absolut empfehlenswert.

Der Eingang zum Puerto Princesa Underground River

Der Eingang zum Puerto Princesa Underground River

Weiterreise von Bohol in andere Länder Südostasiens

Cebu ist ein guter Ausgangspunkt für Weiterreisen in Südostasien. Also würde ich erst wieder dahin übersetzen. Von Cebu oder Manila aus, das mit einem kurzen Inlandsflug erreichbar ist, stehen dir alle Türen offen:

  • Thailand: Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele Südostasiens und das aus gutem Grund. Ob Insel-Hopping in der Andamanensee, Tempel in Chiang Mai oder das pulsierende Bangkok … Thailand bietet für jeden Reisenden etwas.
  • Malaysia: Malaysia ist ein unterschätztes Reiseland mit unglaublicher Vielfalt. Penang mit seinem UNESCO-prämierten George Town in Penang, Langkawi mit traumhaften Stränden und Kuala Lumpur als moderne Metropole sind nur drei von vielen Highlights.
  • Indonesien: Bali ist der bekannteste Einstiegspunkt, aber Indonesien hat so viel mehr zu bieten. Lombok, Komodo, Sumatra und Java warten auf Entdecker, die abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sein wollen.
  • Vietnam: Vietnam ist lang, vielfältig und faszinierend. Von den Reisterrassen im Norden über die Kaiserstadt Hue bis zu den Buchten rund um Ha Long und Hoi An. Ich war vor allem in Ho Chi Minh City und Da Nang. Ein Reiseziel, das viele immer wieder zurückzieht.
  • Singapur: Singapur ist der perfekte Kurztrip. Kompakt, sauber, unglaublich gut organisiert und mit einer Essenskultur, die sich wirklich sehen lassen kann. Ideal als Zwischenstopp auf dem Weg weiter durch die Region.

Stopover in Singapur – Marina Bay Sands Lightshow

Stopover in Singapur – Marina Bay Sands Lightshow

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Powered by 12Go system

Fazit

Bohol ist ein Ausflug, den ich jedem empfehlen kann, der sich in der Region aufhält. Die Chocolate Hills sind bizarr und beeindruckend, die Tarsiere sind das heimliche Highlight und die Anreise von Cebu ist unkompliziert und günstig.

Zwei Nächte sind das Minimum. Wer sich auch die Strände auf Panglao genauer ansehen möchte, plant lieber vier bis fünf Tage ein.

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