Puerto Princesa Underground River: Eines der 7 Weltwunder der Natur
Puerto Princesa Underground River: Eines der 7 Weltwunder der Natur

Ich habe im November und Dezember 2025 einen Monat in Cebu City gewohnt – in einem Condo, von dem aus ich viel gearbeitet und ein wenig die Stadt erkundet habe. Aber Cebu ist auch ein perfekter Ausgangspunkt für digitale Nomaden. Die Insel ist toll, in der Stadt gibt es alles, was man braucht und man kann von Cebu auch super Ausflüge auf andere Inseln auf den Philippinen machen. Zwei davon habe ich gemacht: einen nach Bohol zu den Chocolate Hills und einen nach Palawan, zum Puerto Princesa Underground River.
Was ist der Puerto Princesa Underground River?
Der Puerto Princesa Subterranean River National Park liegt auf der Insel Palawan im Südwesten der Philippinen, rund 80 Kilometer nordwestlich der Stadt Puerto Princesa. Der Park wurde 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt und 2012 zu einem der neuen sieben Naturwunder der Welt gewählt.
Das Herzstück des Parks ist ein 8,2 Kilometer langer unterirdischer Fluss, der direkt ins Meer mündet – eine weltweit einzigartige Besonderheit, da die untere Hälfte des Flusses durch Gezeiteneinflüsse geprägt ist.
Die Höhle beherbergt beeindruckende Stalaktiten, Stalagmiten und mehrere große Kammern. Über dem Boden ist der Nationalpark Heimat einer außergewöhnlichen Artenvielfalt mit acht von dreizehn Waldtypen.
Kurz gesagt: Das ist kein gewöhnlicher Ausflug. Das ist eines der spektakulärsten Naturwunder, das ich je besucht habe.

Underground River



Der Ablauf des Ausflugs
Abholung & Fahrt zum Startpunkt
Morgens wurde ich vom Hotel abgeholt. Wir waren eine kleine Gruppe von etwa sieben Personen. Mit dem Van ging es rund 80 Kilometer Richtung Norden zum Sabang Boat Terminal, dem Startpunkt aller Touren zum Underground River. Hier gibt es auch Stände und du kannst noch Flip Flops oder Wasserschuhe kaufen, falls du keine hast. Ich habe dort Flip Flops für einen Euro bekommen.
Das Boot vom Sabang Boat Terminal
Vom Bootssteg aus fährt man mit einem traditionellen Boot in etwa 10 Minuten zum Nationalpark. Die Fahrt über das ruhige Wasser mit Blick auf die bewaldeten Kalksteinfelsen im Hintergrund ist schon für sich ein schönes Erlebnis.

Die Boote, mit denen man zur Landestelle fährt
Der Weg durch den Dschungel
Am Ufer angekommen, geht es zunächst rund 200 Meter zu Fuß durch den Dschungel zum Eingang der Höhle. Der Weg ist kurz, aber man sollte aufpassen: Im Bereich rund um den Höhleneingang leben Affen und Warane. Die Tiere sind zutraulich, aber man sollte weder Wertsachen noch Essen offen tragen und keinen Augenkontakt mit den Affen suchen. Sie können durchaus frech werden und dir alles mögliche stibitzen.

Landungsstelle der Boote am Puerto Princesa Underground River

Weg von der Landestelle bis zur Höhle

Umstieg in kleinere Boote
Die Fahrt durch den Underground River
Dann kommt der Moment, auf den man gewartet hat: Man steigt in kleine Paddelboote um und bekommt ein Audiogerät, sodass man während der Fahrt zu hören bekommt, was man sieht. Den Kommentar gibt es auch auf Deutsch.
Die Tour führt rund 1,5 Kilometer in die Höhle hinein und dauert etwa 45 Minuten hin und zurück. Was man dabei erlebt, ist schwer in Worte zu fassen: riesige Höhlenkammern, bizarre Felsformationen, Stalaktiten, die wie Kronleuchter von der Decke hängen, und über einem das ständige Flattern Tausender Fledermäuse.
Was mich am meisten beeindruckt hat: die schiere Größe der Höhle – man fühlt sich winzig – und die Stille, die nur vom Plätschern der Paddel und dem Rauschen der Fledermäuse unterbrochen wird. Ein Gruselfaktor ist durchaus vorhanden, aber es überwiegt eindeutig die Faszination.

Boot in der Höhle des Puerto Princesa Underground River
Mittagessen am Rückweg
Nach der Höhlentour ging es zurück durch den Dschungel, zum Boot und zum Startpunkt. Wenige 100 Meter entfernt, erwartete uns in einem Restaurant ein Buffet mit philippinischem Essen und das war wirklich lecker. Frischer Reis, verschiedene Currys und Fleischgerichte, Früchte, frittierte Bananen. Nach einem aufregenden Morgen genau das Richtige.
Mangroventour
Den Nachmittag rundete eine Mangrovenpaddelboottour ab. Ruhig, entspannt und ein schöner Kontrast zum Morgen in der Höhle. Man paddelt durch stille Wasserstraßen, umgeben von dichten Mangrovenwäldern. In den Bäumen schlafen Schlangen und im Wasser kleine Warane. Wer Natur mag, wird das lieben.

Paddelboottour

Schlange in den Mangrovenbäumen

Die Mangroven
Bonus: Die Glühwürmchen-Tour
Am darauffolgenden Abend nach dem Underground River habe ich noch eine Glühwürmchen-Tour gemacht und das war ein perfekter Abschluss für zwei unvergessliche Tage in Puerto Princesa.
Die Tour dauert rund eine Stunde und führt in kleinen Booten durch Mangroven nahe Puerto Princesa. Nach Sonnenuntergang geht es los mit einer Einführung, bevor es wieder mal in Paddelboote geht. Man fährt nicht lang … Dann sieht man sie: Tausende von Glühwürmchen, die in den Mangrovenbäumen sitzen und leuchten. Die Bäume sehen aus, als wären sie mit kleinen Lichtern geschmückt. Es ist einfach magisch! Unter einem im Wasser leuchtet außerdem hin und wieder biolumineszierendes Plankton.
Man kann es kaum in Worte fassen. Kein Lärm, kein Trubel. Nur das leise Plätschern des Wassers vom Paddel und dieses unwirkliche Leuchten um einen herum.
Im Anschluss gab es noch Abendessen. Ein schöner, ruhiger Abschluss eines tollen Kurztrips …
Mein Tipp: Unbedingt einplanen, wenn man ohnehin schon in Puerto Princesa ist. Die Kombination aus Underground River und Glühwürmchen-Tour macht aus einem Wochenendtrip zwei unvergessliche Erlebnisse.
Wie ich die Ausflüge gebucht habe
Ich habe die Touren beide über Get Your Guide* gebucht. Die Tour zum Puerto Princesa Underground River hat mich rund 30 Euro gekostet – für einen ganzen Tag inklusive Hotelabholung, Boot, Eintritt, Mittagessen und Mangroventour ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Mein klarer Tipp: Buche die Tour im Voraus. Der Underground River ist sehr beliebt, die Besucherzahlen sind begrenzt und wer ohne Buchung anreist, riskiert, keinen Platz zu bekommen. Bei der Glühwürmchentour ist es etwas einfacher. Da gab es – zumindest als ich da war – genug last minute Möglichkeiten.
Wichtig: Wer eine Gruppentour bucht, profitiert in der Regel von einer Hotelabholung direkt in Puerto Princesa. Das ist ein echter Vorteil. Deshalb empfehle ich, sich ein Hotel direkt in der Stadt zu suchen, nicht außerhalb.
Praktische Tipps für deinen Besuch
Buchung: Unbedingt im Voraus buchen – z.B. über Get Your Guide*. Die Besucherzahlen sind streng limitiert. Für den Besuch ist außerdem eine Erlaubnis („Visitor’s Permit“) erforderlich, die man vorab beim Buchungsbüro in Puerto Princesa beantragen kann. Bei einer organisierten Tour wird das in der Regel für einen erledigt, was ein weiterer Grund ist, das nicht auf eigene Faust anzugehen.
Unterkunft: Ein Hotel direkt in Puerto Princesa City buchen. So ist die Hotelabholung bei Gruppentouren problemlos möglich. Ich habe drei Nächte hier gebucht: Hotel Palacio*.
Das richtige Schuhwerk: Die Bangka-Boote, mit denen man zum Nationalpark fährt, legen direkt am Strand an und es gibt keinen Steg. Das bedeutet: Man muss durch das Wasser. Feste Schuhe sind daher keine gute Idee. Denn sie werden unweigerlich nass. Ich hatte meine Flip Flops zu Hause vergessen und kam mit festen Schuhen an und wurde direkt darauf hingewiesen, dass ich die besser nicht anziehen sollte. Zum Glück gibt es direkt vor Ort Stände, an denen man für umgerechnet ein bis sieben Euro Flip Flops oder Wasserschuhe kaufen kann. Das habe ich kurzerhand gemacht und diese Flip Flops haben mich dann noch nach Singapur, Indonesien, Malaysia und Thailand begleitet.
Meine Empfehlung: Entweder Wasserschuhe z.B. auf Amazon organisieren und mitbringen, Flip Flops einpacken (ich bin übrigens seit 10 Jahren Fan von Ipanemas*) oder einfach direkt vor Ort kaufen, was du brauchst. Feste Schuhe lieber im Van oder im Hotel lassen. Persönlich habe ich allerdings bei solchen Fahrten im Van lieber Turnschuhe an, da meine Füße sonst kalt werden.
Was mitnehmen:
- Flip Flops oder Wasserschuhe (s.o.)
- Sonnencreme
- Insektenschutz
- Wechselkleidung (es kann sein, dass du nass wirst)
- Wasserfeste Tasche oder Beutel für Wertsachen
Denk dran: Keine wertvollen Gegenstände offen tragen – wegen der Affen!
Anreise nach Puerto Princesa: Direktflüge von Manila, Cebu und anderen philippinischen Städten. Von Cebu aus dauert der Flug rund eine Stunde.
Beste Reisezeit: Die Trockenzeit von November bis Mai ist ideal. In der Regenzeit (Juni bis Oktober) kann es zu Einschränkungen kommen.
Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.
Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!
Weiterreise nach deinem Besuch in Palawan
Puerto Princesa ist ein guter Ausgangspunkt für Weiterreisen in Südostasien. Von Cebu oder Manila aus, das mit einem kurzen Inlandsflug erreichbar ist, stehen dir alle Türen offen:
- Thailand: Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele Südostasiens und das aus gutem Grund. Ob Insel-Hopping in der Andamanensee, Tempel in Chiang Mai oder das pulsierende Bangkok … Thailand bietet für jeden Reisenden etwas.
- Malaysia: Malaysia ist ein unterschätztes Reiseland mit unglaublicher Vielfalt. Penang mit seinem UNESCO-prämierten George Town in Penang, Langkawi mit traumhaften Stränden und Kuala Lumpur als moderne Metropole sind nur drei von vielen Highlights.
- Indonesien: Bali ist der bekannteste Einstiegspunkt, aber Indonesien hat so viel mehr zu bieten. Lombok, Komodo, Sumatra und Java warten auf Entdecker, die abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sein wollen.
- Vietnam: Vietnam ist lang, vielfältig und faszinierend. Von den Reisterrassen im Norden über die Kaiserstadt Hue bis zu den Buchten rund um Ha Long und Hoi An. Ein Reiseziel, das viele immer wieder zurückzieht.
- Singapur: Singapur ist der perfekte Kurztrip. Kompakt, sauber, unglaublich gut organisiert und mit einer Essenskultur, die sich wirklich sehen lassen kann. Ideal als Zwischenstopp auf dem Weg weiter durch die Region.

Stopover in Singapur – Marina Bay Sands Lightshow
Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.
Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.
Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.
Fazit
Der Puerto Princesa Underground River ist eines dieser Reiseziele, bei denen man im Vorfeld denkt: „Wird bestimmt gut.“ Und dann sitzt man dort in dieser riesigen Höhle im Boot, hört die Fledermäuse über sich flattern und sieht das Wasser im Schein der Taschenlampen schimmern und denkt: „Das ist unglaublich.“
Ein absolutes Must-Do auf den Philippinen. Und ein guter Grund, Palawan auf die Reiseliste zu setzen. Denn der Puerto Princesa Underground River ist nur eines von vielen Highlights dieser außergewöhnlichen Insel.
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