Insel-Hopping in Thailand: Auf 6 Inseln von Koh Lipe bis Phuket
Insel-Hopping in Thailand: Auf 6 Inseln von Koh Lipe bis Phuket

Mittlerweile kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon in Thailand war. Aber so richtig Insel-Hopping in Thailand habe ich nie gemacht. Klar, ich war mal hier auf einer Insel, mal da auf einer anderen Insel. Aber so richtig von einer Insel zur nächsten bin ich nie gereist. Daher wurde es mal Zeit, das nachzuholen. Meine Route sah folgendermaßen aus:
- Mit der Fähre ging es von Lagkawi nach Koh Lipe (ich war nämlich schon seit sechs Monaten in Südostasien unterwegs)
- Von Koh Lipe mit der Fähre nach Koh Muk
- Von Koh Muk mit der Fähre nach Koh Lanta
- Von Koh Lanta mit der Fähre nach Phuket
Neben jeder Menge Zeit auf Speedboats war diese Reise geprägt von ganz viel Sonne und Laptop-Arbeit mit Meerblick.
So sah meine Reise aus – inklusive ein paar praktischer Tipps für alle, die die Route nachreisen wollen.
Wie es zu dieser Thailand-Reise kam
Ich habe den ganzen Winter 2025/26 in Südostasien verbracht – abgesehen von einem kurzen Abstecher nach Jeju in Südkorea. Ansonsten war ich das erste Mal auf den Philippinen, bin dann in mein geliebtes Singapur gereist und habe dann mehrere Monate zwischen Indonesien und Malaysia verbracht. Also ich beschlossen habe, nach Thailand zu reisen, war ich gerade wieder in Singapur für einen House Sit. Da ich auch noch nie in Langkawi gewesen bin, habe ich beschlossen auf dem Landweg von Singapur nach Johor Bahru in Malaysia zu reisen und dann einen günstigen Inlandsflug nach Langkawi zu nehmen. Klingt ein wenig kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht.
Langkawi ist neben Penang definitiv eine der malayischen Inseln, die die meisten Touristen anzieht. Und das zurecht. Von Langkawi kommt dann easy mit der Fähre nach Koh Lipe – ohne den Umweg über einen internationalen Flughafen auf dem Festland. Koh Lipe selbst hat nämlich keinen eigenen Flughafen. Mehr zur Anreise findest du weiter unten.



Alle Tickets für die Fähren dieser Strecke habe ich bequem über 12go.asia gekauft. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe sogar zweimal weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.
Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.
Über 12go.asia kannst du übrigens nicht nur Fähren, sondern auch Busse und Zugfahrten buchen.
Insel-Hopping in Thailand
Bevor ich zu den einzelnen Inseln komme, möchte ich kurz ausholen. Denn wer zum ersten Mal nach Thailand reist und die Inselwelt erkunden möchte, steht vor der Frage, wohin genau. Dann wird schnell klar: Thailand hat zwei völlig unterschiedliche Küsten – und das macht einen größeren Unterschied, als viele denken.
Die Andamanensee
Die Andamanensee liegt an der Westküste Thailands, grenzt an Myanmar im Norden und an Malaysia im Süden. Meine gesamte Route dieser Reise – Koh Lipe, Koh Muk, Koh Lanta, Phuket – lag in dieser Region. Auf der anderen Seite des Landes liegt der Golf von Thailand mit Inseln wie Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao.
Unterschiede zum Golf von Thailand
Das Wasser: Die Andamanensee ist bekannt für ihr besonders klares, türkisfarbenes Wasser, die beeindruckenden Kalksteinfelsen (sogenannte Karst-Formationen) und eine artenreiche Unterwasserwelt. Wer schnorcheln oder tauchen möchte, ist hier oft besser aufgehoben.
Gezeiten: Allerdings gibt es hier auch sehr ausgeprägtere Gezeiten. Das heißt, dass der Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt bis zu 2,5 Meter und das merkt man! Im Golf von Thailand ist der Unterschied nicht so gravierend.
Die Reisezeit: Und das ist ein entscheidender Punkt… Die beiden Küsten haben gegenläufige Monsunzeiten. Die beste Reisezeit für die Andamanensee ist von November bis April – in dieser Zeit ist das Wasser ruhig, der Himmel meist blau und die Strände sind in Topform. Ab Mai setzt der Südwest-Monsun ein, und einige Fährverbindungen werden eingeschränkt oder ganz eingestellt. Der Golf von Thailand hingegen hat seine Hochsaison eher von Januar bis September – was bedeutet: Wenn es an der Westküste regnet, kann es an der Ostküste noch wunderbar sein, und umgekehrt.

Der Sunset Beach auf Koh Muk vom Meer aus
Was bedeutet das für dich?
Du willst zwischen April und Oktober Insel-Hopping in Thailand machen? Dann solltest du ernsthaft über die Ostküste nachdenken. Wenn du aber von November bis April unterwegs bist, liegst du mit der Andamanensee goldrichtig.
Ich war im April dort – also am Ende der Hochsaison. Das Wetter war noch super gut, aber die Regenzeit klopfte schon leise an. Für alle, die Flexibilität haben: Am besten sind in den letzten Jahren Januar und Februar gewesen, da es im November und Dezember in dieser Gegend noch öfters zu starkem Regen mit Hochwasser gekommen ist.
Meine Route für 10 Tage Insel-Hopping in Thailand
Kommen wir nun zu meiner Route und zu all meinen Erlebnissen:
Koh Lipe
Von Koh Lipe hatte ich schon viel gehört. Sie gilt als eine der schönsten Inseln Thailands, wird gerne als die „Malediven Thailands“ bezeichnet – und das ist, wenn man ehrlich ist, gar nicht so weit hergeholt. Das Wasser ist wirklich außergewöhnlich türkisfarben, der Sand weiß und weich. Ich wollte mir selbst ein Bild machen – und bin nicht enttäuscht worden.

Koh Lipe im Sonnenuntergang
Ankunft mit Überraschungseffekt: Immigration im Sand
Wer von Langkawi nach Koh Lipe* reist, erlebt direkt beim Ankommen etwas, das ich so noch nirgends gesehen habe: Die Pässe werden schon beim Boarding in Langkawi eingesammelt. Man sitzt auf dem Boot, schippert Richtung Thailand – und wartet. Auf Koh Lipe angekommen, geht es dann nicht etwa in ein offizielles Gebäude, sondern buchstäblich auf einen Plastikstuhl im Sand. Man wartet, bis der eigene Name aufgerufen wird, geht dann zum Beamten – der in einem kleinen Häuschen am Strand sitzt – und bekommt seinen Stempel in den Pass. So informell und gleichzeitig so offiziell. Ich fand es charmant. Und ein bisschen surreal.
Bevor man mit seinem Gepäck dann von Dannen ziehen kann, muss man allerdings noch die 200 Baht Nationalparksgebühr zahlen. Das sind ca. 5 Euro und das Ticket gilt für 5 Tage.



Songkran auf Koh Lipe
Ich wusste, dass ich während Songkran ankomme. Was ich nicht wusste war, wie exzessiv das auf Koh Lipe wird. Ich bin kein Fan von Wasserschlachten – und generell nicht von kaltem Wasser –, weshalb mich die Realität auf der Walking Street auf dem Weg in meine Unterkunft, das Varin Beach Village*, doch ziemlich überwältigt hat. Überall Wasserpistolen, Eimer, laute Musik. Meine erste Amtstat war also – notgedrungen, aber rückblickend eine gute Investition, ein Regenponcho, um mich und mein Hab und Gut zu schützen. Immerhin hatte ich MacBook und Kamera im Rucksack und ich musste irgendwie zu meinem Bungalow kommen.
Infobox: Was ist Songkran?
Songkran ist das thailändische Neujahrsfest und findet jedes Jahr vom 13. bis 15. April statt. Der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Übergang“ – gemeint ist der Übergang der Sonne in ein neues Tierkreiszeichen, was nach dem buddhistischen Kalender den Jahreswechsel markiert.
Ursprünglich war Songkran ein ruhiges, spirituelles Fest: Tempel besuchen, Buddha-Statuen mit duftendem Wasser übergießen, älteren Familienmitgliedern Wasser über die Hände gießen als Zeichen des Respekts (das sogenannte „Rod Nam Dum Hua“). Das Wasser steht dabei symbolisch für Reinigung – das alte Jahr wird buchstäblich abgewaschen.
Heute ist Songkran beides: einerseits ein tief verwurzeltes kulturelles Ritual, andererseits eines der größten Wasserfeste der Welt. Die Straßen verwandeln sich in riesige Wasserschlachtzonen, Wasserpistolen und Eimer sind allgegenwärtig und man kann sie genauso überall kaufen wie Water Bags, Regenponchos und Schutzhüllen für Handys.
Wichtig zu wissen:
- Mönche, ältere Menschen und Babys werden traditionell nicht bespritzt
- Handys und Kameras unbedingt wasserdicht schützen (Hüllen gibt es so ziemlich überall zu kaufen)
- Songkran dauert offiziell 3 Tage
- Auf dem Wasser (also: auf Inseln) kann es besonders intensiv werden
Was ich seit Jahren beobachte: Es sind oft die Touristen, die am exzessivsten dabei sind. Die Thais selbst feiern Songkran durchaus ausgelassen, aber es hat auch eine spirituelle Seite, die in den Touristenzentren schnell in den Hintergrund rückt.
Mein Tipp: Wenn du Songkran nicht erleben möchtest, meide die bekannten Touristeninseln in dieser Zeit. Wenn du es erleben willst – Handy schützen, Erwartungen anpassen. Und: Geh rein in die Sache. Es macht mehr Spaß, wenn man mit Leib und Seele dabei bist. ABER sei bitte kein – sorry – Arsch! Wenn du siehst, dass jemand nicht nass gemacht werden möchte, respektiere das bitte!
Abstecher: Koh Adang
Einen Tag bin ich mit dem Boot-Taxi zur Nachbarinsel Koh Adang übergesetzt. Die Fahrt kostet 200 Baht hin und zurück – du sagst dem Bootsfahrer einfach, wann er dich wieder abholen soll und er kommt zur vereinbarten Zeit zum Pier.
Koh Adang ist das krasse Gegenteil von Koh Lipe: größer, wilder, fast unbewohnt. Kein Tourismustrubel, keine Straßen, kaum Menschen. Nur Dschungel, ein kleiner Campingplatz für alle, die dort übernachten möchten, und jede Menge Natur.
Da ich im April, zum Ende der Trockenzeit da war, hätte es keinen großen Sinn gemacht, zum Wasserfall zu laufen, da dieser zu dieser Jahreszeit kaum Wasser führt. Also habe die drei Aussichtspunkte erwandert – und ich sage es ganz deutlich: Das ist kein leichter Spaziergang. Pro Weg solltest du mindestens eine Stunde einrechnen, wenn du bis zum dritten View Point gelangen möchtest.
Wenn du diesen Hike machen möchtest, solltest du dich auf Folgendes einstellen:
- Gute Fitness ist Voraussetzung. Der Weg ist steil, felsig und teils muss man förmlich klettern.
- Festes Schuhwerk ist Pflicht. Flip Flops sind hier eine schlechte Wahl (kann ich leider aus erster Hand bestätigen, weil ich dachte, es sei ein easy peasy Wanderweg).
- Viel Wasser einpacken. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit sind enorm. Absolut mindestens ein Liter Wasser sind ratsam.
- Mückenspray nicht vergessen. Man schwitzt – und je mehr man schwitzt, desto mehr werden die Mücken aktiv. Das Angebot ist üppig.
Wer das beherzigt, wird mit einem grandiosen Ausblick über die Inselwelt belohnt.

Ausblick vom Viewpoint in Koh Adang
Koh Adang ist allerdings durchaus auch ein Ort für einen entspannten Strandtag! Und so kommt hier jeder etwas abseits der Touristenpfade auf seine Kosten.
Koh Muk
Von Koh Lipe ging es mit der Fähre weiter nach Koh Muk* – und der Unterschied hätte kaum größer sein können. Keine Walking Street, kein Songkran-Chaos, keine Menschenmassen. Koh Muk ist kleiner, ruhiger, irgendwie bodenständiger. Es gibt ein Fischerdorf, ein paar super hübsche Resorts, Restaurants, und das war’s eigentlich schon. Genau das wollte ich.
Der Name der Insel bedeutet übrigens „Perleninsel“ – und wer einmal dort war, versteht warum. Was Koh Muk wirklich besonders macht, ist aber nicht nur die Atmosphäre, sondern ein einziger Ort, für den es sich lohnt, extra herzufahren: die Tham Morakot, die Smaragd-Grotte bzw. auf Englisch Emerald Cave.

Der Sunset Beach vom Meer aus
Endlich wieder mobil: Der Roller vom Smile Resort
Direkt beim Check-in in meiner Unterkunft, dem Smile Resort*, habe ich mir einen Roller gemietet und war so erleichtert. Auf Koh Lipe hatte ich keinen, was mich doch etwas eingeschränkt hatte (wobei ich während Songkran auch gar nicht erst gefragt hatte, was eine Tagesmiete kostet, vermutlich war ich mental noch im Überlebensmodus). Auf Koh Muk war das anders. Mit dem Roller konnte ich die Insel auf eigene Faust erkunden, spontan anhalten, in Ruhe schauen. Dieses Gefühl von Freiheit und Mobilität ist mir auf Reisen wirklich wichtig.
Die Smaragd-Grotte bzw. Emerald Cave
Der Ausflug zur Tham Morakot war der absolute Höhepunkt meiner Zeit auf Koh Muk. Du kannst theoretisch einfach mit dem Roller zur Westküste fahren, von wo aus man zum Eingang der Grotte gelangt. Ich hatte mir aber eine Tour im Resort gebucht und wurde daher mit dem Tuk Tuk abgeholt. Am Sunset Beach, der auch Charly Beach genannt wird, wurde ich dann in ein klassisches Longtail Boot gesetzt und mit einer kleinen Gruppe von insgesamt sechs Personen fuhren wir dann 10 bis 15 Minuten bis zum Eingang des Emerald Cave.

Der Einstieg fürs Emerald Cave
Was mich erwartet hat: Ein rund 80 Meter langer, stockdunkler Tunnel im Fels, den man durchschwimmen muss. Man schwimmt durch absolute Dunkelheit, in der man buchstäblich die eigene Hand nicht vor den Augen sieht– außer man hat eine Stirnlampe bzw ist, wie ich, mit einer Gruppe unterwegs, die von einem Guide mit Lampe angeführt wird. Nach gefühlt einer Ewigkeit wird es plötzlich heller. Nach einer Biegung öffnet sich die Grotte zu einer verborgenen Lagune – umgeben von hohen Kalksteinfelsen, mit einem kleinen weißen Sandstrand und smaragdgrünem Wasser.
Ich weiß nicht, wie ich diesen Moment beschreiben soll, ohne kitschig zu klingen. Es ist einfach einer dieser Reisemomente, die sich ins Gedächtnis brennen.
Ein paar praktische Hinweise dazu:
- Der beste Zeitpunkt für den Besuch ist zwischen 10 und 14 Uhr, wenn die Sonne so einfällt, dass das Wasser sein typisches Smaragdgrün bekommt.
- Am besten bei mittlerem Wasserstand. Bei Ebbe gibt es kein „Smaragd“, bei Hochwasser ist der Tunnel nicht zugänglich.
- Eine Taschenlampe oder Stirnlampe ist sehr hilfreich für die Passage durch den dunklen Tunnel, vor allem wenn du allein durch möchtest.
- Wer die Touristengruppen meiden möchte, sollte früh morgens starten. Ich war mittags dort, aber dafür war es ziemlich voll.
Sunset Beach und Sunrise Beach
Den restlichen Tag habe ich am Sunset Beach auf der Westküste verbracht. Der Sonnenuntergang dort ist wirklich schön. Ruhige Atmosphäre, wenig Betrieb, das Meer direkt vor der Nase.

Sunset Beach zum Sonnenuntergang
Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden und zum Sunrise Beach auf der Ostseite gefahren, um Sonnenaufgangsfotos zu machen. Das weiche Morgenlicht, das ruhige Wasser, kaum Menschen… Perfekte Bedingungen für Fotos und für einen ruhigen Start in den Tag.

Der Pier im Sonnenaufgang

Der Sunrise Beach zum Sonnenaufgang
Koh Muk ist keine Insel für alle. Wer Action, Nachtleben und viel Infrastruktur sucht, ist hier falsch. Aber wer durchatmen, zur Ruhe kommen und dabei einen der beeindruckendsten Naturmomente Südostasiens erleben möchte, ist hier genau richtig.

Blick auf den Sunrise Beach und den Pier
Koh Lanta
Ich muss kurz ehrlich sein: Koh Lanta ist nicht einfach eine weitere Station auf dieser Route. Es ist meine Lieblingsinsel in Thailand. Ich war schon mehrere Male hier und bisher jedes Mal länger. Es ist auch der Ort, an dem ich 2015 beschlossen habe, dass ich definitiv digitale Nomadin sein möchte. Diese Insel hat etwas mit mir gemacht.
Diesmal war ich allerdings nur eine Nacht da. Ich weiß, ich weiß. Für alle, die nicht unter Zeitdruck stehen: Ich empfehle aber mindestens zwei Nächte – besser mehr. Eine Nacht reicht einfach nicht, um diese Insel wirklich zu spüren.
Was Koh Lanta so besonders macht
Koh Lanta ist langgestreckt, mit mehreren Stränden entlang der Westküste, die sich in Charakter und Atmosphäre deutlich voneinander unterscheiden. Der Norden ist etwas lebhafter, der Süden ruhiger und ursprünglicher. Was die Insel aber wirklich auszeichnet, ist ihre Energie: entspannt, authentisch, ohne den Massentourismus, der viele andere Inseln längst überwältigt hat.
Es gibt einen schönen Wasserfall im Inselinneren und einen Leuchtturm am südlichen Ende der Insel mit einem wunderschönen Ausblick. Beides klare Empfehlungen für alle, die ein bisschen mehr sehen wollen als nur den Strand.
Ich war diesmal im Grand House*, der Unterkunft auf Koh Lanta, in der ich auch schon 2015 für drei Wochen war. Es gibt zwar keinen Pool, aber das stört mich hier nie, weil das Meer sowieso direkt um die Ecke und das WLAN gut ist. Wichtiger ist mir persönlich die familäre Atmosphäre und die Nähe zur Infrastruktur für digitale Nomaden.
Wenn du mehr im echten Urlaubsmodus bist, kann ich zum Beispiel das Blue Andaman* oder das New Beach* empfehlen. Da war ich 2024 in der Straße in einem Guest House und habe daher aus beiden relativ häufig gearbeitet bzw. dort gegessen.

Sunset Koh Lanta
Koh Lanta für digitale Nomaden
Wer auf Reisen arbeiten möchte oder muss, ist auf Koh Lanta wirklich gut aufgehoben. Die Insel ist ruhig genug, um produktiv zu sein, hat aber genug Infrastruktur, damit man sich nicht abgeschnitten fühlt. Es gibt tolle Cafés mit gutem Internet, in denen man stundenlang sitzen kann, ohne schräge Blicke zu ernten.
Und dann ist da noch der KoHub – ein Coworking Space, der in der Nomaden-Community einen richtig guten Ruf hat. Von Oktober bis Ende April sind dort regelmäßig viele digitale Nomaden aus aller Welt anzutreffen. Wer also nicht nur arbeiten, sondern auch Gleichgesinnte kennenlernen möchte, ist dort genau richtig. KoHub organisiert auch Community-Events. Es lohnt sich, vorbeizuschauen.
Koh Lanta ist für mich der Beweis, dass man keinen Kompromiss eingehen muss zwischen „ich will Urlaub machen“ und „ich muss auch arbeiten“. Der perfekte Ort für eine Workation, wenn man nicht direkt als digitaler Nomade losziehen möchte.

Live Like a Local
Du suchst nach einem coolen und tropischen Spot für digitale Nomaden in Südostasien? Dann solltest du dir unbedingt Koh Lanta anschauen!
Phuket – und die Ausflüge, die man nicht verpassen sollte
Phuket war für mich kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck. Und das sage ich ganz ohne schlechtes Gewissen. Ich habe drei Nächte im Paradise Inn* am Karon Beach verbracht. Die Lage war praktisch, weil sie im Abholgebiet für die Touren lag. Das war aber tatsächlich der einzige Grund, warum ich überhaupt in diesem Teil der Insel war.
Karon Beach selbst war nichts für mich: zu viel Betrieb, zu viele Partytouristen, zu viele ausländische Restaurants. Wer beim Thailandbesuch gerne russisch, deutsch und italienisch essen möchte, ist hier richtig. Ich gehöre nicht dazu. Meine Empfehlung: Wer Phuket besucht und eher Ruhe sucht, sollte sich andere Ecken der Insel anschauen – z.B. den Südwesten oder die Gegend um Rawai und Nai Harn.
Aber wie gesagt: Ich war wegen der Touren dort. Und die haben sich gelohnt.
Tour 1: Koh Hong und James Bond Island
Der erste Ausflugstag führte uns zunächst nach Koh Hong – und das war ein wirklich schöner Einstieg. Als wir mit dem Speedboat an der kleinen Insel ankamen, warteten bereits ein Haufen Kajaks, mit denen wir durch Höhlen und Meereshöhlen gepaddelt wurden. Ruhig, malerisch, entspannt. Die Kalksteinfelsen der Phang Nga Bay von einem Kajak aus zu erleben ist einfach eine andere Perspektive als vom Boot.

Kajakfahren bei Koh Hong
Danach ging es zum James Bond Island – offiziell Koh Tapu – die 1974 durch den James-Bond-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ weltberühmt wurde. Und ja: Der Felsen, der da so 22 Meter ikonisch aus dem Wasser ragt, ist wirklich beeindruckend. Die Kulisse der Phang Nga Bay mit all ihren Karsttürmen ist atemberaubend.

Ko Ta Pu oder James Bond Island
Aber ich will ehrlich sein: Es ist sehr, sehr touristisch. Sehr voll, sehr laut, und die Verkäufer an den zahlreichen Shops dort sind äußerst hartnäckig. So etwas kostet mich persönlich viel Energie. Mein Tipp: Fotos machen, die Landschaft genießen und dann zügig wieder aufs Boot.
Zum Abschluss des Tages ging es noch in die Höhle auf Phanak Island, die mit ihren Stalagmiten und Stalagtiten und einer Lagune am Ende der Höhle ebenfalls beeindruckend war.
Tour 2: Maya Bay, Schnorcheln und Bamboo Island
Der zweite Ausflugstag startete mit dem wohl bekanntesten Strand Thailands: der Maya Bay auf Koh Phi Phi Leh bekannt aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo di Caprio. Und ja, der Strand ist wirklich atemberaubend schön. Türkisblaues Wasser, weißer Sand und die Felswände, die die Bucht einrahmen. Unfassbar! Aber: Es war sehr, sehr voll. Und das Ankommen per Speedboot von Phuket aus bedeutet, dass man erst am späten Vormittag dort ankommt – also genau dann, wenn bereits die meisten anderen Boote da sind.

Das Highlight vom Insel-Hopping in Thailand Maya Bay
Meine ehrliche Empfehlung: Nicht von Phuket aus zur Maya Bay fahren. Wer auf Koh Phi Phi übernachtet, kann deutlich früher dort sein und ist so vor den Tagestouristen da. Das macht einen riesigen Unterschied.
Danach steuerten wir mehrere Schnorchel-Spots an – die mir persönlich alle zu voll und zu „organisiert“ waren. Wenn zwanzig Boote gleichzeitig am selben Spot ankern und hunderte Touristen ins Wasser springen, vergeht mir ein bisschen die Lust, muss ich leider gestehen.
Den schönsten Abschluss des Tages bot dafür Bamboo Island: weiße Sandstrände, klares Wasser, und obwohl auch hier einige Boote ankerten, war die Atmosphäre deutlich entspannter. Wer einfach am Strand liegen, ins Wasser gehen und Fotos machen möchte – hier ist der richtige Ort dafür.
Ma Doo Bua – eines der instagrammablsten Cafés Thailands
An einem Abend habe ich dem Ma Doo Bua einen Besuch abgestattet – einem der bekanntesten Cafés Thailands und definitiv eines der fotogensten. Das Konzept: Man sitzt an einem riesigen See voller Lotusblüten. Rosa Blüten, hölzerne Pavillons, zartes Licht. Es ist so unwirklich schön, dass man kaum glauben kann, dass es echt ist.
Es gibt auch buchbare Foto-Sessions, bei denen man in einem Boot zwischen den Lotusblüten liegt. Traumhafte Bilder und Drohnenaufnahmen sind garantiert. Ich hatte leider Pech: Die Slots für den Tag waren bereits ausgebucht. Und wichtig zu wissen: Buchungen werden nur direkt vor Ort angenommen, nicht online.
Mein Tipp: Wer eine Foto-Session machen möchte, sollte früh morgens hingehen – dann hat man die besten Chancen auf einen freien Slot, und das Licht ist ohnehin am schönsten.


Die Touren zum James Bond Felsen und zur Maya Bay habe ich übrigens über Get Your Guide* gebucht und war sehr zufrieden damit. Schau mal hier, was es für Touren von und in Phuket gibt:
Anreise zu den Inseln in der Andamanensee
Im Normalfall führt dich die Reise in die Andamanensee erstmal nach Bangkok. Von Frankfurt fliegt zum Beispiel Thai Airways zweimal täglich dorthin. Von München einmal. Weitere Informationen, Verbindungen sowie Preise findest du unter www.thaiairways.de. Sonderpreise warten über das ganze Jahr immer wieder ab 550 Euro inkl. aller Steuern & Gebühren.
Thai Aiways gehört übrigens zur Star Alliance und wenn du bei Miles & More Meilen sammelst, kannst du dir vielleicht sogar irgendwann einen Business Class Prämienflug holen. Das haben mein Mann und ich 2024 gemacht und sind für 300 Euro pro Nase von München nach Bangkok geflogen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.
Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!
Von Bangkok gibt es dann drei Möglichkeiten nach Phuket zu reisen:
- Mit der Fähre: Wenn du, wie ich, aus Malaysia kommst, kannst du ganz einfach mit der Fähre von Langkawi kommen und die Immigration auf Koh Lipe im Sand erleben.
- Mit dem Flugzeug: Flughäfen, die du ansteuern könntest, sind Hat Yai, Trang, Krabi oder Phuket. Wenn du mit Thai Airways nach Bangkok geflogen bist, kannst du einfach umsteigen und zum Beispiel mit der thailändischen Tochter Thai Smile weiterreisen, die die nationalen Flüge abdeckt.
- Mit dem Bus: Mit dem Bus könntest du nach Krabi fahren. In etwa 12 Stunden fahren mehrmals am Tag Busse zwischen Bangkok und Phuket.
- Mit dem Auto: Solltest du einen Mietwagen haben, kannst du natürlich die malerische Landschaft von Bangkok hinunter in den Süden genießen. Allerdings ist ein Mietwagen nur so semi-gut, wenn du danach Insel-Hopping in Thailand machen möchtest.
Du kannst du einfach hier mal bei 12go schauen, wo du in Thailand oder Asien allgemein ankommst und welche Verbindungen dir vorgeschlagen werden:
Weiterreise nach dem Insel-Hopping in Thailand
Wenn du aus Bangkok gekommen bist, lohnt es sich, den Süden des Landes weiter zu erkunden. Es gibt so viele schöne Regionen und ja auch noch den Gold von Thailand. Wie wäre es zum Beispiel mit:
- Ranong: Ranong liegt wie Phuket an der Andamanensee. Dort kannst du wunderbar einsame Strände erkunden und die Seele in heißen Quellen und Spas baumeln lassen.
- Chumphon: Chumphon ist ebenfalls nur wenige Stunden mit dem Minivan entfernt. Die Region ist geeignet, wenn du schnorcheln gehen möchtest, die Natur im Mangroven-Wald bestaunen willst oder von super Fotospots Aufnahmen machen magst. Von dort gelangst du auch einfach nach Koh Tao, die berühmte Taucherinsel im Gold von Thailand.
- Songkhla: Songkhla liegt ebenfalls auf der Seite des Golfes. Hier kannst du durch die traumhaft schöne Altstadt schlendern oder die Lotusblumen im Thale Noi bestaunen – aber dafür musst du natürlich zur richtigen Jahreszeit (zwischen November und April) da sein.
- Koh Samui: Koh Samui liegt im Golf von Thailand. Deswegen musst du quasi einmal auf die andere Seite des Festlandes fahren und dann aus Surat Thani eine Fähre nehmen. Das dauert etwa 4 Stunden mit dem Minivan und dann nochmal zwei Stunden, bis du in Koh Samui bist. Wenn du noch nie dort warst, bietet es sich vielleicht an, diese Ziele mit einander zu verbinden.

Barbara zum Sonnenaufgang am Strand in Koh Samui
Mein Fazit zum Insel-Hopping in Thailand
Was ich an dieser Reiseroute so mag: Sie bietet sowohl Geheimtipps als auch die Klassiker, die wirklich beeindruckend und zurecht so berühmt sind.

Barbara vor dem James Bond Felsen
Als digitale Nomadin liebe ich weiterhin Koh Lanta, aber auch Koh Muk hat mir erstaunlich gut gefallen: Ruhe zum Arbeiten, aber genug Infrastruktur, um nicht abgeschnitten zu fühlen. Koh Lipe ist ideal für ein paar reine Urlaubstage und Phuket für alle, die auch gerne in die Vollen gehen.
Wäre die Route auch was für deinen nächsten Thailand-Trip? Schreib mir gerne in den Kommentaren, was du darüber denkst!
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