Puerto Princesa Underground River: Eines der 7 Weltwunder der Natur

Puerto Princesa Underground River: Eines der 7 Weltwunder der Natur

Puerto Princesa Underground River: Eines der 7 Weltwunder der Natur

Puerto Princesa Underground River: Eines der 7 Weltwunder der Natur

Ich habe im November und Dezember 2025 einen Monat in Cebu City gewohnt – in einem Condo, von dem aus ich viel gearbeitet und ein wenig die Stadt erkundet habe. Aber Cebu ist auch ein perfekter Ausgangspunkt für digitale Nomaden. Die Insel ist toll, in der Stadt gibt es alles, was man braucht und man kann von Cebu auch super Ausflüge auf andere Inseln auf den Philippinen machen. Zwei davon habe ich gemacht: einen nach Bohol zu den Chocolate Hills und einen nach Palawan, zum Puerto Princesa Underground River.

Was ist der Puerto Princesa Underground River?

Der Puerto Princesa Subterranean River National Park liegt auf der Insel Palawan im Südwesten der Philippinen, rund 80 Kilometer nordwestlich der Stadt Puerto Princesa. Der Park wurde 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt und 2012 zu einem der neuen sieben Naturwunder der Welt gewählt.

Das Herzstück des Parks ist ein 8,2 Kilometer langer unterirdischer Fluss, der direkt ins Meer mündet – eine weltweit einzigartige Besonderheit, da die untere Hälfte des Flusses durch Gezeiteneinflüsse geprägt ist.

Die Höhle beherbergt beeindruckende Stalaktiten, Stalagmiten und mehrere große Kammern. Über dem Boden ist der Nationalpark Heimat einer außergewöhnlichen Artenvielfalt mit acht von dreizehn Waldtypen.

Kurz gesagt: Das ist kein gewöhnlicher Ausflug. Das ist eines der spektakulärsten Naturwunder, das ich je besucht habe.

Der Underground River ist UNESCO-Welterbe

Underground River

In der Höhle des Puerto Princesa Underground River 3
In der Höhle des Puerto Princesa Underground River 2
Felsformationen in der Höhle des Puerto Princesa Underground River

Der Ablauf des Ausflugs

Abholung & Fahrt zum Startpunkt

Morgens wurde ich vom Hotel abgeholt. Wir waren eine kleine Gruppe von etwa sieben Personen. Mit dem Van ging es rund 80 Kilometer Richtung Norden zum Sabang Boat Terminal, dem Startpunkt aller Touren zum Underground River. Hier gibt es auch Stände und du kannst noch Flip Flops oder Wasserschuhe kaufen, falls du keine hast. Ich habe dort Flip Flops für einen Euro bekommen.

 

Das Boot vom Sabang Boat Terminal

Vom Bootssteg aus fährt man mit einem traditionellen Boot in etwa 10 Minuten zum Nationalpark. Die Fahrt über das ruhige Wasser mit Blick auf die bewaldeten Kalksteinfelsen im Hintergrund ist schon für sich ein schönes Erlebnis.

Die Boote, mit denen man zur Landestelle fährt

Die Boote, mit denen man zur Landestelle fährt

 

Der Weg durch den Dschungel

Am Ufer angekommen, geht es zunächst rund 200 Meter zu Fuß durch den Dschungel zum Eingang der Höhle. Der Weg ist kurz, aber man sollte aufpassen: Im Bereich rund um den Höhleneingang leben Affen und Warane. Die Tiere sind zutraulich, aber man sollte weder Wertsachen noch Essen offen tragen und keinen Augenkontakt mit den Affen suchen. Sie können durchaus frech werden und dir alles mögliche stibitzen.

Landungsstelle der Boote am Puerto Princesa Underground River

Landungsstelle der Boote am Puerto Princesa Underground River

Weg von der Landestelle bis zur Höhle

Weg von der Landestelle bis zur Höhle

Umstieg in kleinere Boote

Umstieg in kleinere Boote

 

Die Fahrt durch den Underground River

Dann kommt der Moment, auf den man gewartet hat: Man steigt in kleine Paddelboote um und bekommt ein Audiogerät, sodass man während der Fahrt zu hören bekommt, was man sieht. Den Kommentar gibt es auch auf Deutsch.

Die Tour führt rund 1,5 Kilometer in die Höhle hinein und dauert etwa 45 Minuten hin und zurück. Was man dabei erlebt, ist schwer in Worte zu fassen: riesige Höhlenkammern, bizarre Felsformationen, Stalaktiten, die wie Kronleuchter von der Decke hängen, und über einem das ständige Flattern Tausender Fledermäuse.

Was mich am meisten beeindruckt hat: die schiere Größe der Höhle – man fühlt sich winzig – und die Stille, die nur vom Plätschern der Paddel und dem Rauschen der Fledermäuse unterbrochen wird. Ein Gruselfaktor ist durchaus vorhanden, aber es überwiegt eindeutig die Faszination.

Boot in der Höhle des Puerto Princesa Underground River

Boot in der Höhle des Puerto Princesa Underground River

 

Mittagessen am Rückweg

Nach der Höhlentour ging es zurück durch den Dschungel, zum Boot und zum Startpunkt. Wenige 100 Meter entfernt, erwartete uns in einem Restaurant ein Buffet mit philippinischem Essen und das war wirklich lecker. Frischer Reis, verschiedene Currys und Fleischgerichte, Früchte, frittierte Bananen. Nach einem aufregenden Morgen genau das Richtige.

 

Mangroventour

Den Nachmittag rundete eine Mangrovenpaddelboottour ab. Ruhig, entspannt und ein schöner Kontrast zum Morgen in der Höhle. Man paddelt durch stille Wasserstraßen, umgeben von dichten Mangrovenwäldern. In den Bäumen schlafen Schlangen und im Wasser kleine Warane. Wer Natur mag, wird das lieben.

Paddelboottour

Paddelboottour

Schlange in den Mangrovenbäumen

Schlange in den Mangrovenbäumen

Die Mangroven

Die Mangroven

Bonus: Die Glühwürmchen-Tour

Am darauffolgenden Abend nach dem Underground River habe ich noch eine Glühwürmchen-Tour gemacht und das war ein perfekter Abschluss für zwei unvergessliche Tage in Puerto Princesa.

Die Tour dauert rund eine Stunde und führt in kleinen Booten durch Mangroven nahe Puerto Princesa. Nach Sonnenuntergang geht es los mit einer Einführung, bevor es wieder mal in Paddelboote geht. Man fährt nicht lang … Dann sieht man sie: Tausende von Glühwürmchen, die in den Mangrovenbäumen sitzen und leuchten. Die Bäume sehen aus, als wären sie mit kleinen Lichtern geschmückt. Es ist einfach magisch! Unter einem im Wasser leuchtet außerdem hin und wieder biolumineszierendes Plankton.

Man kann es kaum in Worte fassen. Kein Lärm, kein Trubel. Nur das leise Plätschern des Wassers vom Paddel und dieses unwirkliche Leuchten um einen herum.

Im Anschluss gab es noch Abendessen. Ein schöner, ruhiger Abschluss eines tollen Kurztrips …

Mein Tipp: Unbedingt einplanen, wenn man ohnehin schon in Puerto Princesa ist. Die Kombination aus Underground River und Glühwürmchen-Tour macht aus einem Wochenendtrip zwei unvergessliche Erlebnisse.

Wie ich die Ausflüge gebucht habe

Ich habe die Touren beide über Get Your Guide* gebucht. Die Tour zum Puerto Princesa Underground River hat mich rund 30 Euro gekostet – für einen ganzen Tag inklusive Hotelabholung, Boot, Eintritt, Mittagessen und Mangroventour ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mein klarer Tipp: Buche die Tour im Voraus. Der Underground River ist sehr beliebt, die Besucherzahlen sind begrenzt und wer ohne Buchung anreist, riskiert, keinen Platz zu bekommen. Bei der Glühwürmchentour ist es etwas einfacher. Da gab es – zumindest als ich da war – genug last minute Möglichkeiten.

Wichtig: Wer eine Gruppentour bucht, profitiert in der Regel von einer Hotelabholung direkt in Puerto Princesa. Das ist ein echter Vorteil. Deshalb empfehle ich, sich ein Hotel direkt in der Stadt zu suchen, nicht außerhalb.

Praktische Tipps für deinen Besuch

Buchung: Unbedingt im Voraus buchen – z.B. über Get Your Guide*. Die Besucherzahlen sind streng limitiert. Für den Besuch ist außerdem eine Erlaubnis („Visitor's Permit“) erforderlich, die man vorab beim Buchungsbüro in Puerto Princesa beantragen kann. Bei einer organisierten Tour wird das in der Regel für einen erledigt, was ein weiterer Grund ist, das nicht auf eigene Faust anzugehen.

Unterkunft: Ein Hotel direkt in Puerto Princesa City buchen. So ist die Hotelabholung bei Gruppentouren problemlos möglich. Ich habe drei Nächte hier gebucht: Hotel Palacio*.

Das richtige Schuhwerk: Die Bangka-Boote, mit denen man zum Nationalpark fährt, legen direkt am Strand an und es gibt keinen Steg. Das bedeutet: Man muss durch das Wasser. Feste Schuhe sind daher keine gute Idee. Denn sie werden unweigerlich nass. Ich hatte meine Flip Flops zu Hause vergessen und kam mit festen Schuhen an und wurde direkt darauf hingewiesen, dass ich die besser nicht anziehen sollte. Zum Glück gibt es direkt vor Ort Stände, an denen man für umgerechnet ein bis sieben Euro Flip Flops oder Wasserschuhe kaufen kann. Das habe ich kurzerhand gemacht und diese Flip Flops haben mich dann noch nach Singapur, Indonesien, Malaysia und Thailand begleitet.

Meine Empfehlung: Entweder Wasserschuhe z.B. auf Amazon organisieren und mitbringen, Flip Flops einpacken (ich bin übrigens seit 10 Jahren Fan von Ipanemas*) oder einfach direkt vor Ort kaufen, was du brauchst. Feste Schuhe lieber im Van oder im Hotel lassen. Persönlich habe ich allerdings bei solchen Fahrten im Van lieber Turnschuhe an, da meine Füße sonst kalt werden.

Was mitnehmen:

  • Flip Flops oder Wasserschuhe (s.o.)
  • Sonnencreme
  • Insektenschutz
  • Wechselkleidung (es kann sein, dass du nass wirst)
  • Wasserfeste Tasche oder Beutel für Wertsachen

Denk dran: Keine wertvollen Gegenstände offen tragen – wegen der Affen!

Anreise nach Puerto Princesa: Direktflüge von Manila, Cebu und anderen philippinischen Städten. Von Cebu aus dauert der Flug rund eine Stunde.

Beste Reisezeit: Die Trockenzeit von November bis Mai ist ideal. In der Regenzeit (Juni bis Oktober) kann es zu Einschränkungen kommen.

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

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Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Weiterreise nach deinem Besuch in Palawan

Puerto Princesa ist ein guter Ausgangspunkt für Weiterreisen in Südostasien. Von Cebu oder Manila aus, das mit einem kurzen Inlandsflug erreichbar ist, stehen dir alle Türen offen:

  • Thailand: Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele Südostasiens und das aus gutem Grund. Ob Insel-Hopping in der Andamanensee, Tempel in Chiang Mai oder das pulsierende Bangkok … Thailand bietet für jeden Reisenden etwas.
  • Malaysia: Malaysia ist ein unterschätztes Reiseland mit unglaublicher Vielfalt. Penang mit seinem UNESCO-prämierten George Town in Penang, Langkawi mit traumhaften Stränden und Kuala Lumpur als moderne Metropole sind nur drei von vielen Highlights.
  • Indonesien: Bali ist der bekannteste Einstiegspunkt, aber Indonesien hat so viel mehr zu bieten. Lombok, Komodo, Sumatra und Java warten auf Entdecker, die abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sein wollen.
  • Vietnam: Vietnam ist lang, vielfältig und faszinierend. Von den Reisterrassen im Norden über die Kaiserstadt Hue bis zu den Buchten rund um Ha Long und Hoi An. Ein Reiseziel, das viele immer wieder zurückzieht.
  • Singapur: Singapur ist der perfekte Kurztrip. Kompakt, sauber, unglaublich gut organisiert und mit einer Essenskultur, die sich wirklich sehen lassen kann. Ideal als Zwischenstopp auf dem Weg weiter durch die Region.

Stopover in Singapur – Marina Bay Sands Lightshow

Stopover in Singapur – Marina Bay Sands Lightshow

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

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Fazit

Der Puerto Princesa Underground River ist eines dieser Reiseziele, bei denen man im Vorfeld denkt: „Wird bestimmt gut.“ Und dann sitzt man dort in dieser riesigen Höhle im Boot, hört die Fledermäuse über sich flattern und sieht das Wasser im Schein der Taschenlampen schimmern und denkt: „Das ist unglaublich.“

Ein absolutes Must-Do auf den Philippinen. Und ein guter Grund, Palawan auf die Reiseliste zu setzen. Denn der Puerto Princesa Underground River ist nur eines von vielen Highlights dieser außergewöhnlichen Insel.

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Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten: 9 Highlights & Tipps

Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten: 9 Highlights & Tipps

Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten: 9 Highlights & Tipps

Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten: 9 Highlights & Tipps

Kuala Lumpur ist eine Stadt, die einen durchaus überwältigen kann. Außerdem geht sie manchmal zwischen den „Nachbar-Metropolen“ Singapur und Bangkok gerne mal unter. Aber wenn man einmal eingetaucht ist, versteht man schnell, warum es doch einige Reisende gibt, die immer wieder zurückkommen.

Ich war mehrmals dort, zuletzt zwei Wochen am Stück. Ich habe in einem Condo in Pudu gewohnt – einem lokalen, authentischen Viertel, das kaum ein Tourist kennt, aber genau deshalb so besonders ist. 48. Stock, Pool, Gym, toller Außenbereich. Restaurants und Massagestudios in wenigen Minuten Laufnähe. Kuala Lumpur kann sich anfühlen wie eine der komfortabelsten Städte Asiens. Und das zu Preisen, die in Europa undenkbar wären.

Blick vom Traders Hotel auf die Petronas Towers

Blick vom Traders Hotel auf die Petronas Towers

Hier sind meine Highlights der Stadt.

Hallo KL!

Kuala Lumpur, kurz KL, ist die Hauptstadt Malaysias und eine der dynamischsten Metropolen Südostasiens. Mit rund 1,8 Millionen Einwohnern in der Kernstadt – und über 7 Millionen in der Metropolregion – ist sie die mit Abstand größte Stadt des Landes.

Was KL so besonders macht, ist der einzigartige Kulturmix: Malaien, Chinesen und Inder leben hier seit Generationen zusammen, und das spürt man überall – in der Architektur, in der Küche, in den Tempeln und Moscheen, in den Märkten und Vierteln. In kaum einer anderen Stadt Asiens stehen Hochhäuser und Tempelanlagen so selbstverständlich nebeneinander.

KL ist außerdem ein wichtiger regionaler Hub: Der internationale Flughafen KLIA ist einer der bestangebundenen in ganz Asien, was die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt für Reisen durch Südostasien und sogar Asien generell macht. Ich bin von hier zum Beispiel nach Jeju in Südkorea geflogen. Wer in der Region unterwegs ist, kommt an KL fast zwangsläufig vorbei. Und wer klug ist, plant dort ein paar Tage extra ein.

KL Tower Selfie
Barbara in KL

Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten

KL hat für jeden etwas zu bieten. Egal ob du Architektur, Geschichte, Kultur oder einfach das pulsierende Stadtleben magst … Die Stadt ist groß, aber die wichtigsten Highlights liegen erstaunlich nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß oder per MRT verbinden. Here we go:

 

Die Petronas Towers – das Wahrzeichen schlechthin

Kein Besuch in Kuala Lumpur ohne die Petronas Towers. Die 452 Meter hohen Zwillingstürme sind das absolute Wahrzeichen der Stadt – und von 1998 bis 2004 war dies sogar das höchste Gebäude der Welt. Auch heute noch sind sie beeindruckend, egal wie oft man sie sieht.

Vom KLCC Park direkt darunter hat man eine super Perspektive auf die Türme, besonders abends, wenn sie beleuchtet sind. Im Park selbst gibt es übrigens auch eine tolle Wassershow mit Fontänen und Lichtspiel, die jeden Abend stattfindet.

Sehenswürdigkeiten Kuala Lumpur – Blick auf die Petronas Towers mit Symphony Lake Water Show

Blick auf die Petronas Towers mit Symphony Lake Water Show

Wer möchte, kann die Skybridge zwischen den beiden Türmen auf dem 41. und 42. Stockwerk besuchen, sowie das Observation Deck auf dem 86. Stock. Tickets am besten vorab online buchen, die Kontingente sind aber begrenzt und schnell ausverkauft. Das ist auch der Grund, warum ich noch nie oben war. Ich bin auf meinen Reisen meistens spontan und da ich ja für gewöhnlich auch länger bleibe, plane ich nicht viel im Voraus, sondern schaue aufs Wetter und mache dann entsprechend das, worauf ich Lust habe. Das ist aber bei den Petronas Towers leider keine gute Herangehensweise … Irgendwann werde ich es aber sicher noch schaffen!

Praktisches:

  • Eintritt Skybridge + Observation Deck: ca. 80 MYR (ca. 16 Euro)
  • Tickets vorab buchen über GetYourGuide, Klook oder die offizielle Website
  • Kostenloser Blick von unten: jederzeit im KLCC Park möglich
  • Mein Lieblingsblick: Von der Skybar vom Traders Hotel hat man den perfekten Ausblick zum Sonnenuntergang (Achtung: Reservierung notwendig!)

Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten – Blick nach Sonnenuntergang vom Traders Hotel auf die Petronas Towers

Blick nach Sonnenuntergang vom Traders Hotel auf die Petronas Towers

Menara KL Tower – der Blick über die Stadt

Der Menara KL Tower ist mit 421 Metern der höchste Fernsehturm Malaysias und einer der imposantesten Türme ganz Südostasiens. Auch von außen ist er beeindruckend: Er thront auf einem Hügel mitten in der Stadt und ist damit aus fast jeder Ecke KLs zu sehen.

Auch hier war ich leider noch nicht oben, aber das steht definitiv auf meiner Liste für den nächsten Besuch. Das Observation Deck bietet einen fantastischen 360-Grad-Blick über die gesamte Stadt. Selbst wenn man nur unten ein paar Fotos macht, ohne hochzugehen, lohnt es sich herzukommen.

Praktisches:

  • Eintritt Observation Deck: ca. 60 MYR (ca. 12 Euro)
  • Lage: Bukit Nanas, fußläufig vom Bukit Bintang-Viertel

I love KL Tower

I love KL Tower

Saloma Link Bridge – mein persönliches Highlight

Die Saloma Link Bridge ist für mich eines der schönsten und unterschätztesten Highlights in Kuala Lumpur. Die geschwungene Fußgängerbrücke verbindet das Kampung Baru-Viertel mit dem KLCC-Bereich und leuchtet abends in bunten Farben – ein echter Hingucker und perfekt für Fotos.

Was ich besonders mag: Sie ist kostenlos und ist gleichzeitig einer der tollsten Fotospots in Kuala Lumpur.

Mein Tipp: Kurz nach Sonnenuntergang hingehen, wenn die Brücke beginnt zu leuchten und die Stadtlichter angehen. Zum Sonnenaufgang hat man die Brücke sogar für gewöhnlich für sich allein.

Saloma Link Bridge

Saloma Link Bridge

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Helipad Bar – Rooftop-Feeling auf einem anderen Level

Es gibt viele Rooftop Bars in Kuala Lumpur, aber die Helipad Bar ist eine Klasse für sich. Sie befindet sich auf dem Dach des 34-stöckigen Menara KH in Bukit Bintang auf einem echten Hubschrauberlandeplatz. Komplett offen, 360 Grad Blick über die gesamte Stadt, ohne Glasscheiben oder Geländer dazwischen.

Ich mag diese Bar sehr. Das Gefühl, so hoch oben zu stehen und KL bei Nacht unter sich zu sehen, ist wirklich besonders. Der Eintritt ist für KL-Verhältnisse nicht ganz günstig, aber zwei Getränke sind inklusive – und das Erlebnis ist es wert.

Mein Tipp: Zum Sonnenuntergang ankommen und dann bleiben, bis die Lichter der Stadt angehen. Das ist der schönste Moment.

Merdeka Square & Sultan Abdul Samad Building

Der Merdeka Square – zu Deutsch: Unabhängigkeitsplatz – ist der historische Mittelpunkt von Kuala Lumpur. Hier wurde 1957 die Unabhängigkeit Malaysias ausgerufen, die britische Flagge gesenkt und die malaysische gehisst.

Umgeben wird der Platz von beeindruckenden Kolonialbauten, allen voran dem Sultan Abdul Samad Building mit seinen roten Ziegelfassaden und goldenen Kuppeln – ein wunderschönes Beispiel für maurisch-britische Architektur. Auch das älteste Cricketfeld Südostasiens befindet sich hier noch.

Der Merdeka Square ist ein guter Startpunkt für einen Fußrundgang durch das historische Zentrum von KL.

Merdeka Square

Merdeka Square

Masjid Negara – die Nationalmoschee

Die Masjid Negara ist eine der schönsten Moscheen Südostasiens und für Nicht-Muslime zugänglich, sofern man angemessen gekleidet ist. Vor Ort werden aber Roben ausgegeben, falls nötig.

Was die Moschee so besonders macht, ist ihr ikonisches Design. Das sternförmige 18-eckige Dach symbolisiert einen geöffneten Regenschirm, das 73 Meter hohe Minarett einen geschlossenen. Das ist ein Verweis auf das typisch malaysische Wetter. Die umliegenden Gartenanlagen sind weitläufig und wunderschön.

Eintritt: kostenlos Öffnungszeiten: außerhalb der Gebetszeiten für Besucher geöffnet – Zeiten vorab prüfen

Masjid Negara Kuala Lumpur

Masjid Negara Kuala Lumpur


An der Masjid Negara

An der Masjid Negara

Chinatown & Petaling Street

KLs Chinatown rund um die Petaling Street ist laut, farbenfroh und voller Leben und eine der authentischsten Ecken der Stadt. Tagsüber gibt es Märkte, Souvenirs und lokale Restaurants, abends wird es noch lebhafter.

China Town

China Town

Eingang zur Jalan Petaling

Eingang zur Jalan Petaling

Wer genauer hinschaut, entdeckt versteckte Innenhöfe mit Street Art, die an George Town in Penang erinnern.

Street Art in China Town

Street Art in China Town


In der Innenstadt von Kuala Lumpur

In der Innenstadt von Kuala Lumpur

Auch der meiner Meinung nach coolste Fotospot der Stadt befindet sich hier: eine Ecke in einer Parallelstraße der Petaling Street ist so bemalt, dass es aus dem richtigen Winkel so aussieht, als würde das der Merdeka 118, das aktuell zweithöchste Gebäude der Welt, aus der Malerei herauswachsen. Richtig, richtig cool!

Immersive Street Art in Kuala Lumpur

Immersive Street Art in Kuala Lumpur

Ebenfalls in Chinatown: der Sri Maha Mariamman Tempel, einer der schönsten hinduistischen Tempel in Malaysia, mit einer beeindruckenden bunten Gopuram-Fassade.

Sri Maha Mariamman Temple

Sri Maha Mariamman Temple

Little India – Brickfields

Das Brickfields-Viertel ist KLs Little India – und wer Penang kennt, wird die Ähnlichkeit sofort spüren. Bunte Farben, Gewürzläden, Blumenverkäufer, hinduistische Tempel und die Düfte der indischen Küche. Ein echter Kontrast zu den gläsernen Hochhäusern ein paar Straßen weiter.

Brickfields liegt direkt neben dem KL Sentral Bahnhof und lässt sich wunderbar als erster oder letzter Stopp in die Reiseroute einbauen.

Bukit Bintang – das pulsierende Herz der Stadt

Bukit Bintang ist das modernste und lebendigste Viertel von KL – hier befinden sich die meisten Malls, Restaurants, Bars und Hotels. Wer das pulsierende, urbane KL erleben möchte, ist hier richtig.

Was ich besonders empfehle: den Bukit Bintang Pedestrian Walkway, einen erhöhten Fußgängersteg, der mehrere Malls und Gebäude miteinander verbindet – so kommt man trockenen Fußes und ohne Straßenverkehr von A nach B.

Abends ist die Jalan Alor – eine Straße voller Streetfood-Stände – einen Besuch wert. Einer der besten Orte in KL, um die Vielfalt der malaysischen Küche kennenzulernen.

Kuala Lumpur für digitale Nomaden

Kuala Lumpur ist eine der besten Städte in Südostasien für digitale Nomaden und das sage ich nach mehreren längeren Aufenthalten aus voller Überzeugung.

Die Infrastruktur ist schlicht hervorragend: schnelles Internet fast überall, zuverlässiges Grab, ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrsnetz und eine Auswahl an Cafés, Coworking Spaces und Restaurants, die keine Wünsche offenlässt. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu europäischen Städten sehr günstig. Ein komfortables Leben in KL kostet einen Bruchteil von dem, was man in europäischen Metropolen zahlen würde.

Ich habe in Pudu gewohnt, einem lokalen Viertel abseits der Touristenpfade, und von dort aus gearbeitet. Pool, Gym und ein toller Außenbereich im Condo, Restaurants und Massagestudio in zwei Minuten Laufnähe, das Zentrum rund 20 Minuten per Grab erreichbar. Mehr braucht man eigentlich nicht.

Was KL für Nomaden außerdem attraktiv macht: Die Stadt hat eine aktive internationale Community, regelmäßige Meetups und Networking-Events. Und wer zwischendurch mal einen Tapetenwechsel braucht: Penang, Langkawi oder Singapur und Thailand sind nur einen kurzen Flug oder eine Busfahrt entfernt.

Kuala Lumpur Guide for Digital Nomads

Live Like a Local

Du suchst nach einem coolen Spot für digitale Nomaden in Südostasien? Dann solltest du dir unbedingt Kuala Lumpur anschauen! 

 

Batu Caves – der Ausflug vor den Toren der Stadt

Die Batu Caves sind eines der bekanntesten Ausflugsziele rund um Kuala Lumpur – und das vollkommen zurecht. Riesige Kalksteinhöhlen, bunte Tempel und eine 42 Meter hohe goldene Statue des hinduistischen Gottes Murugan empfangen einen am Eingang. Die 272 farbenfrohen Treppenstufen hinauf zur Haupthöhle sind das ikonische Bild, das man aus unzähligen Reisefotos kennt.

Ich war 2017 dort – und es hat mich wirklich beeindruckt. Der Höhlentempel selbst ist beeindruckend, die Atmosphäre besonders an Werktagen außerhalb der Hauptsaison fast schon meditativ.

Praktisches:

  • Anreise: mit dem KTM Komuter ab KL Sentral (ca. 30 Minuten), Haltestelle Batu Caves
  • Eintritt Haupthöhle: kostenlos
  • Beste Zeit: früh morgens, unter der Woche

Der Jungle Boardwalk am KLIA

Auch wenn andere Flughäfen wie zum Beispiel Changi in Singapur nochmal deutlich spektakulärer sind, hat auch der Flughafen von Kuala Lumpur KLIA etwas zu bieten. Zumindest für alle, die ab Terminal 1 abreisen. Dort gibt es nämlich einen Jungle Boardwalk, an dem man entspannt auf seinen Flug warten kann.

KLIA Jungle Boardwald 3

KLIA Jungle Boardwald

KLIA Jungle Boardwald 5

KLIA Jungle Boardwald

Praktische Infos

Anreise

KL ist einer der bestangebundenen Flughäfen Südostasiens. Der Kuala Lumpur International Airport (KLIA) liegt rund 60 Kilometer südlich der Stadt. Am schnellsten kommt man mit dem KLIA Ekspres in rund 28 Minuten zum KL Sentral Bahnhof.

 

Fortbewegung vor Ort

KL hat ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrsnetz – MRT, LRT und Monorail decken die meisten Touristenattraktionen ab. Für alles andere: Grab funktioniert in KL hervorragend und ist günstig.

 

Unterkunft

Von günstigen Hostels bis zu Luxushotels ist in KL alles vorhanden. Besonders empfehlenswert: ein Apartment oder Condo mieten, wenn man länger bleibt – das ist oft günstiger als ein Hotel und komfortabler.

 

Beste Reisezeit

KL kann das ganze Jahr besucht werden. Die trockenste Zeit ist von Mai bis Juli und Januar bis Februar. Es kann aber jederzeit regnen – Regenschirm immer dabei haben.

 

Währung & Sprache

Bezahlt wird in Malaysischem Ringgit (MYR) – grober Richtwert: 5 MYR ≈ 1 Euro. Englisch wird in KL fast überall gesprochen.

 

Wie lange sollte man bleiben?

Für die wichtigsten Highlights reichen 3–5 Tage. Wer länger bleibt, entdeckt, dass KL auch als längere Basis wunderbar funktioniert – gute Infrastruktur, günstiges Leben, tolle Restaurants. Ich war zuletzt zwei Wochen dort und hätte problemlos länger bleiben können.

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Weiterreise nach deinem Besuch in Kuala Lumpur

Von KL aus hast du je nach Reiserichtung viele tolle Möglichkeiten zur Weiterreise. Wer in Malaysia bleiben möchte, hat einige spannende Ziele in der Nähe. Wer nach Singapur will, steigt einfach in einen Bus, und wer weiter nach Thailand will, ist von hier aus ebenfalls bestens aufgestellt:

  • Langkawi: Von Kuala Lumpur fliegt man besten nach Langkawi. Inlandsflüge sind recht günstig und kurzfristig zu bekommen. Du fliegst etwa eine Stunde und kannst von dort aus dann zum Beispiel auch mit der Fähre weiter nach Thailand reisen. So habe ich das im April 2026 gemacht.
  • Penang: Per Zug oder Bus rund 4 bis 5 Stunden oder per Flug in unter einer Stunde zu erreichen. Penang ist die nächste große Kulturstation auf einer Malaysia-Reise.
  • Kuching: Wer etwas ganz anderes sucht, sollte einen Blick auf Kuching auf Borneo werfen. Die Hauptstadt des Bundesstaates Sarawak ist charmant, überraschend entspannt und ein perfekter Ausgangspunkt für Dschungelabenteuer, Orang-Utan-Schutzprojekte und die einzigartige Natur Borneos.
  • Sumatra: Für alle, die Indonesien erkunden möchten, bietet sich Sumatra als nächste Station an. Von Kuala Lumpur kommst du schnell nach Medan im Norden Sumatras – der Toba-See, der größte Vulkansee der Welt, und das UNESCO-Erbe des Leuser-Nationalparks sind nur zwei der Highlights dieser faszinierenden Insel. Ich selbst war in Bukit Lawang bei einem Umwelt- und Naturschutzprojekt. Mehr dazu hier: Project Wings.
  • Thailand: Von Kuala Lumpur aus gelangt man auf dem Landweg schnell zur Grenze nach Südthailand – z.B. nach Hat Yai und dann nach Songkhla oder weiter auf die Inseln für Insel-Hopping in Thailand.

 

Ein Orang Utan im Regenwald von Sumatra

Ein Orang Utan im Regenwald von Sumatra

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

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Mein Fazit zu Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist eine Stadt, die oft unterschätzt wird und die einen dann überrascht. Die Mischung aus Moderne und Tradition, aus Hochhäusern und Tempelanlagen, aus internationaler Metropole und lokalem Marktflair ist schon toll.

Barbara in Kuala Lumpur

Barbara in Kuala Lumpur

Was mich immer wieder zurückzieht: der Komfort, die Infrastruktur und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ähnlich wie in Bangkok und Singapur fühle ich mich hier irgendwie heimisch.

Ich komme also wieder. Da bin ich mir sehr sicher.

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Auto mieten in Thailand: Führerschein, Versicherung & alle Tipps

Auto mieten in Thailand: Führerschein, Versicherung & alle Tipps

Auto mieten in Thailand: Führerschein, Versicherung & alle Tipps

Auto mieten in Thailand: Führerschein, Versicherung & alle Tipps

Diesen Monat habe ich zum ersten Mal in Thailand ein Auto gemietet und konnte Orte erkunden, die sonst eher nicht auf den Touristenpfaden liegen.

Ich stand zum Beispiel an einem Wasserfall in Surat Thani, einem Teil Thailands, den kaum ein ausländischer Tourist erkundet, und war der einzige Mensch weit und breit. Kein Reisebus, keine Selfie-Sticks, kein Gedränge. Nur ich, das Rauschen des Wassers und der Dschungel.

Dat Fa Wasserfall

Dat Fa Wasserfall

Am nächsten Morgen bin ich zum Sonnenaufgang zu einem Tempel in den Bergen gewandert. Ein paar Thais waren dort, aber von Touristen keine Spur. Normalerweise muss ich extrem aufpassen, wenn ich Fotos ohne Menschen machen möchte. Hier? Absolut kein Problem. War ja keiner da …

Khao Na Nai Luang Dharma Park

Khao Na Nai Luang Dharma Park

Weiter ging es zu einem Lost Place. Es sollte mal ein Tempel werden, aber irgendwann hörte das Bauprojekt einfach auf. Die Buddha-Statuen stehen jedoch noch immer und es kommt sogar jemand, der sich um Rasen und Bäume kümmert.

Buddhist Park

Buddhist Park

Das alles war nur möglich, weil ich mir ein Auto gemietet hatte.

Mit dem Bus oder einem organisierten Ausflug wäre ich niemals dort hingekommen. Der Mietwagen hat mir eine Art von Freiheit gegeben, die man in Thailand sonst kaum erlebt – abseits der ausgetretenen Pfade, im eigenen Tempo, vollkommen unabhängig.

Hier ist alles, was du wissen musst, bevor du in Thailand ein Auto mieten solltest.

Lohnt sich ein Mietwagen in Thailand?

Nicht immer, aber in bestimmten Situationen ist er unschlagbar.

Sinnvoll ist ein Mietwagen, wenn du…

  • Regionen abseits der Touristenpfade erkunden möchtest
  • mit Familie oder Gruppe reist und Flexibilität wichtig ist
  • längere Strecken auf eigene Faust fahren möchtest
  • Komfort und Klimaanlage bevorzugst

Weniger sinnvoll ist ein Mietwagen, wenn du…

  • in Bangkok oder einer anderen Großstadt unterwegs bist – dort ist der Verkehr wirklich nichts für schwache Nerven
  • hauptsächlich zwischen Inseln reist bzw. Insel-Hopping machen möchtest – dann miete einfach immer vor Ort einen Roller
  • noch nie im Linksverkehr gefahren bist und generell sehr unsicher bist

Führerschein – was gilt in Thailand?

Für das Autofahren in Thailand brauchst du deinen nationalen Führerschein und zusätzlich einen internationalen Führerschein. Beide Dokumente musst du immer dabei haben. Der nationale Führerschein allein ist in Thailand nicht gültig.

Den internationalen Führerschein beantragst du in Deutschland unkompliziert bei der zuständigen Führerscheinstelle. Kostet eine geringe Gebühr und ist in der Regel entweder direkt oder innerhalb weniger Tage fertig.

Außerdem verlangen die meisten Vermieter:

  • Ein Mindestalter von 21 Jahren (manche auch 23 oder 25)
  • Eine Kreditkarte für die Kaution (Bargeld reicht in der Regel nicht aus)
  • Deinen Reisepass

Ich habe übrigens einen thailändischen Führerschein gemacht. Und zwar 2025 in Chiang Mai und das habe ich keine Sekunde bereut. Den Autoführerschein konnte ich einfach überschreiben und mit 6 Euro für den Führerschein und ca. 20 Euro für die Dokumente und das Gesundheitszeugnis ist das jetzt auch keine krasse Investition. Wer plant, öfters oder länger in Thailand unterwegs zu sein, sollte das ernsthaft in Betracht ziehen.

Auto mieten in Thailand
Thailand Auto mieten

Wo und wie buche ich ein Auto?

Ich habe mein Auto online im Voraus über Agoda gebucht und es am Flughafen abgeholt. Das empfehle ich grundsätzlich: Online vorab buchen ist übersichtlicher, oft günstiger und man hat die Buchungsbestätigung schwarz auf weiß.

Alternativ gibt es Vergleichsportale wie Rentalcars oder Discover Cars, auf denen man verschiedene Anbieter direkt gegenüberstellen kann.

Internationale vs. lokale Anbieter: Große internationale Anbieter wie Hertz, Avis, Budget oder Europcar sind an den meisten Flughäfen vertreten. Sie sind oft etwas teurer, bieten aber zuverlässigeren Service, eine 24-Stunden-Notfallhotline und die Möglichkeit, das Auto an einer anderen Station zurückzugeben.

Lokale Anbieter sind günstiger, haben aber manchmal eingeschränkten Versicherungsschutz und weniger Service im Notfall. Wer lokal bucht, sollte die Versicherungsbedingungen besonders genau prüfen.

Was kostet ein Mietwagen in Thailand?

Die Preise variieren je nach Fahrzeugklasse, Anbieter und Saison:

  • Kleinwagen (z.B. Toyota Yaris, Honda Jazz, Nissan Almera – den hatte ich): ab ca. 25–40 Euro pro Tag
  • SUV oder größere Fahrzeuge (z.B. Ford Ranger): ab ca. 50–80 Euro pro Tag
  • Pro Woche: ab ca. 100–200 Euro für einen Kleinwagen

In der Hochsaison (November bis Februar) sind die Preise höher.

Dazu kommt eine Kaution, die auf der Kreditkarte blockiert wird. Das sind in der Regel zwischen 5.000 und 20.000 Baht, je nach Anbieter und Fahrzeugklasse.

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Versicherung – der vielleicht wichtigste Punkt

Das Thema Versicherung ist beim Auto mieten in Thailand mindestens genauso wichtig wie beim Rollerfahren. Und hier machen viele einen teuren Fehler.

 

Versicherung über Autovermietung

Die Grundversicherung ist zwar oft im Mietpreis enthalten, deckt aber häufig nur Personenschäden ab, nicht Schäden am Fahrzeug selbst. Wer im Schadensfall auf der sicheren Seite sein möchte, sollte unbedingt eine Vollkaskoversicherung dazubuchen. Die Haftpflichtdeckung sollte mindestens 1 Million Euro betragen.

Wichtig zu wissen: Der Versicherungsschutz erlischt unter anderem bei:

  • Fahren unter Alkoholeinfluss
  • Fahren auf unbefestigten Straßen
  • Fahren durch Wasser (Überflutungen!)
  • Nicht eingetragenem Fahrer am Steuer

 

Mietwagen-Versicherung über die Kreditkarte

Hier ein Tipp, den viele nicht kennen: Manche Kreditkarten bieten eine integrierte Mietwagenversicherung – und das kann einem eine Menge Geld sparen.

Die American Express Platinum* zum Beispiel bietet ihren Karteninhabern unter bestimmten Bedingungen Versicherungsschutz bei Mietwagen. Das bedeutet: Wer mit der richtigen Karte zahlt, kann unter Umständen auf die teure Zusatzversicherung des Vermieters verzichten.

Mein Tipp: Vor der Reise unbedingt die Versicherungsbedingungen der eigenen Kreditkarte prüfen – welche Länder sind abgedeckt, welche Fahrzeugklassen, und was genau ist im Schadensfall versichert. Das lohnt sich in vielen Fällen.

Fahrzeugübernahme – worauf achten?

Genauso wie beim Roller gilt: Dokumentiere alles, bevor du losfährst.

  • Das Auto von allen Seiten fotografieren und filmen – auch Unterseite, Felgen, Windschutzscheibe
  • Vorschäden im Übergabeprotokoll festhalten lassen
  • Ggf. Tankstand notieren und im Vertrag festhalten
  • Klären, ob das Auto vollgetankt zurückgegeben werden muss
  • Notrufnummer des Vermieters speichern

Niemals unter Zeitdruck unterschreiben, sondern lieber eine Minute länger prüfen.

Verkehrsregeln & Straßenverhältnisse

Thailand hat Linksverkehr und auch wenn man das weiß, braucht man am Anfang immer ein bisschen, um sich daran zu gewöhnen, wenn man sonst eher auf der rechten Straßenseite fährt. Besonders an Kreuzungen und Kreiseln kommt man durchaus kurz ins Grübeln.

Und dann ist da noch der Scheibenwischer. Den macht wirklich jeder an, der zum ersten Mal im Linksverkehr fährt, weil Blinker und Scheibenwischer im Vergleich zu deutschen Autos vertauscht sind. Also: Willkommen im Club …

Ein paar wichtige Dinge für das Fahren in Thailand:

  • Defensiv fahren: Andere Verkehrsteilnehmer halten sich nicht immer an Regeln. Rote Ampeln werden manchmal ignoriert, Überholmanöver können überraschend kommen. Rollerfahrer sind ÜBERALL!
  • Blitzer: Es gibt einige. Besonders auf Überlandstraßen. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen also lieber beachten.
  • Große Städte meiden: Bangkok ist für Mietwagenfahrer wirklich kein Spaß. Besser: das Auto außerhalb der Stadt anmieten und nutzen.
  • Navigation: Google Maps funktioniert in Thailand sehr gut.
  • Tanken: PTT und Shell sind die häufigsten Tankstellen. Benzin ist günstig – ca. 40–45 Baht pro Liter.

Honda Civic in Thailand Auto mieten

Honda Civic in Thailand Auto mieten

Was tun bei Unfall oder Panne?

  • Ruhig bleiben und die Unfallstelle sichern
  • Polizei rufen (191) und warten, bis sie eintrifft. Nie die Unfallstelle verlassen.
  • Vermieter sofort kontaktieren (die Notrufnummer bei Übergabe notieren)
  • Fotos von Unfallstelle, Schäden und allen beteiligten Fahrzeugen machen

Ohne gültigen Führerschein oder bei Verstoß gegen Versicherungsbedingungen gilt: im Zweifelsfall wird dem ausländischen Fahrer die Schuld gegeben

Praktische Infos auf einen Blick

  • Führerschein: Nationaler + internationaler Führerschein (beide mitführen!) oder thailändischer Führerschein
  • Mindestalter: 21 Jahre (manche Anbieter: 23 oder 25)
  • Buchung: Online im Voraus empfohlen (z.B. Agoda, Rentalcars, Discover Cars)
  • Versicherung: Vollkasko empfohlen, Haftpflicht mind. 1 Mio. Euro
  • Kreditkarte prüfen: Amex Platinum* bietet integrierte Mietwagenversicherung
  • Preis Kleinwagen: ab ca. 25–40 Euro/Tag
  • Verkehr: Linksverkehr – defensiv fahren!
  • Navigation: Google Maps funktioniert sehr gut
  • Notruf Polizei: 191
  • Benzinpreis: ca. 40–45 Baht/Liter

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

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Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Powered by 12Go system

Fazit

In Thailand ein Auto mieten ist nicht für jeden, aber wenn du einen Ort wirklich kennenlernen möchtest, kann das die beste Entscheidung sein. Abseits der Touristenpfade, im eigenen Tempo, vollkommen unabhängig.

Wichtig ist: mit dem richtigen Führerschein, der richtigen Versicherung und einer gesunden Portion Vorsicht im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Wenn das stimmt, steht einem unvergesslichen Roadtrip durch Thailand nichts im Weg.

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Barbara zum Sonnenaufgang am Strand in Koh Samui

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Bei Wat Chalom im Phuketurlaub

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Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Nachtzug durch Thailand – Zugfahrten, Strecken & 5 Tipps

Es gibt Momente auf Reisen, die brennen sich wegen ihrer stillen Schönheit ins Gedächtnis. Für mich gehört der Moment dazu, wenn ich morgens im Nachtzug aufwache, den Vorhang zur Seite schiebe und draußen die Landschaft Thailands im ersten Licht des Tages vorbeizieht. Reisfelder, Berge, kleine Dörfer – alles in diesem weichen, goldenen Morgenlicht, das man nur kurz nach Sonnenaufgang kennt.

Ich bin schon sehr oft mit dem Nachtzug in Thailand gefahren. Bangkok–Chiang Mai, Bangkok–Surat Thani, Bangkok–Ubon Ratchathani. Und jedes Mal wieder dieses Gefühl: langsam reisen, ankommen, bevor der Tag richtig beginnt.

Wenn du also überlegst, ob du den Nachtzug nehmen sollst – tu es. Aber lies vorher diesen Post.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Warum Nachtzug statt Flug?

Das ist die Frage, die sich viele stellen. Flüge innerhalb Thailands sind oft günstig und schnell – warum also stundenlang im Zug sitzen?

Weil der Nachtzug mehr ist als ein Transportmittel.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Du sparst eine Übernachtung. Du schläfst im Zug, sparst dir also ein Hotelzimmer – und das oft günstiger als beides einzeln.
  • Kein Flughafenstress. Kein frühes Aufstehen, kein Check-in zwei Stunden vorher, kein Gepäck aufgeben.
  • Du kommst ausgeruht an. Zumindest meistens – das hängt natürlich davon ab, wie gut du schläfst.
  • Es ist ein Erlebnis. Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge aus dem Zugfenster, das Rattern der Gleise, das langsame Versinken in den Schlaf – das ist Reisen im besten Sinne.
  • Es ist nachhaltiger. Im Vergleich zum Fliegen hat der Zug eine deutlich bessere CO₂-Bilanz.

Der einzige echte Nachteil: Es dauert länger. Bangkok–Chiang Mai sind rund 13–14 Stunden im Zug, per Flugzeug unter zwei Stunden. Wer Zeit hat – und die sollte man auf Reisen haben –, ist mit dem Nachtzug oft besser dran.

Mit dem Nachtzug durch Thailand

Die Sitze unten werden zu einem Bett zusammengeschoben

Die wichtigsten Nachtzugstrecken in Thailand

Bangkok – Chiang Mai

Die klassischste und beliebteste Nachtzugstrecke Thailands. Die Strecke ist rund 750 Kilometer lang, die Fahrt dauert ca. 12–14 Stunden – je nach Zug. Abfahrt in Bangkok ist am frühen Abend, Ankunft in Chiang Mai am nächsten Morgen. Perfekt, um keine Nacht im Hotel zu verlieren und ausgeruht in der nördlichen Hauptstadt anzukommen.

Ich bin diese Strecke am häufigsten gefahren und kann sie wärmstens empfehlen. Der Moment, wenn man morgens in Chiang Mai ankommt und die kühlere Luft des Nordens spürt – unbezahlbar.

Abfahrt: Bangkok Krung Thep Aphiwat Central Terminal (ehemals Hua Lamphong) Reisedauer: ca. 12–14 Stunden Preise ab: ca. 600–900 Baht (ca. 15–23 Euro) für 2nd Class Sleeping

 

Bangkok – Surat Thani

Wer auf die Inseln im Golf von Thailand möchte – Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao – der kommt am günstigsten und bequemsten über Surat Thani. Der Flughafen auf Koh Samui ist zwar wunderschön, aber teuer. Der Nachtzug nach Surat Thani mit anschließender Fähre ist die mit Abstand bessere Alternative.

Ich bin diese Strecke mehrmals gefahren und war jedes Mal froh darüber. In Surat Thani angekommen, gibt es Busse und Fähren direkt zu den Inseln – das ist gut organisiert und unkompliziert.

Abfahrt: Bangkok Krung Thep Aphiwat Central Terminal Reisedauer: ca. 10–12 Stunden Preise ab: ca. 700–1.000 Baht (ca. 18–26 Euro) für 2nd Class Sleeping

 

Bangkok – Ubon Ratchathani

Weniger bekannt, aber eine schöne Option für alle, die den Nordosten Thailands (Isan) erkunden möchten. Ich bin diese Strecke einmal gefahren – ruhiger, weniger touristisch, ein anderes Thailand als das, das die meisten kennen. Von Udon Thani aus lässt sich auch gut weiter nach Laos reisen.

Abfahrt: Bangkok Krung Thep Aphiwat Central Terminal Reisedauer: ca. 10–11 Stunden Preise ab: ca. 500–800 Baht (ca. 13–20 Euro) für 2nd Class Sleeping

Im Nachtzug in Thailand
Im Nachtzug in Thailand
Im Nachtzug in Thailand

Klassen im Überblick

Im thailändischen Nachtzug gibt es grundsätzlich drei Klassen:

 

1st Class (Erste Klasse)

Private Abteile mit zwei Betten, Klimaanlage, abschließbarer Tür. Deutlich mehr Privatsphäre – und entsprechend teurer. Auf manchen Zügen gibt es sogar eine kleine Dusche. Ich selbst bin noch nie 1st Class gefahren, aber für alle, die Wert auf Privatsphäre legen, sicher eine Option. Wenn du das möchtest, solltest du sehr früh buchen.

 

2nd Class Sleeping (Zweite Klasse Schlafwagen)

Das ist meine Empfehlung und die Wahl der meisten Reisenden. Liegeabteile mit Klimaanlage oder Ventilator, je zwei Betten übereinander, Vorhang zur Seite des Ganges. Sauber, komfortabel, günstig. Für die meisten Strecken völlig ausreichend.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

 

3rd Class (Dritte Klasse)

Sitzwagen, keine Liegeplätze. Für kurze Strecken okay, für Nachtfahrten eher nicht zu empfehlen, außer man ist sehr reisehart oder sehr sparsam. Tagsüber bin ich schon einmal dritter Klasse gefahren. Und zwar von Bangkok nach Udon Thani. Es war die coolste Zugfahrt meines Lebens: nur Thais, alle waren extrem herzlich und haben geplaudert, Essen geteilt, etc. Es war super schön!

Upper Berth vs. Lower Berth – was lohnt sich?

Kurze Antwort: Lower Berth, wenn verfügbar. Aber da muss man schnell sein. Kurzfristig gibt es oft nur noch Upper Berths.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Das untere Bett hat ein Fenster – und das macht den ganzen Unterschied. Sonnenuntergang, Sonnenaufgang, die Landschaft, die vorbeizieht – all das erlebt man nur von unten. Das untere Bett ist außerdem etwas breiter und man muss nicht die Leiter hinaufklettern. Ein meiner Meinung nach großer Vorteil ist außerdem, dass es unten dunkler ist, da der Vorhang des oberen Bettes die Lücke am oberen Ende des unteren Vorhangs schließt.

Der Nachteil: Das untere Bett ist bis zum Umbau zu Betten auch Sitzplatz für die Passagiere des oberen Bettes. Außerdem besteht unter ein geringes Risiko, beklaut zu werden. Ich habe das bisher weder selbst erlebt noch mitbekommen. Aber ich habe gehört, dass das durchaus passieren kann. Also muss man unten größere Vorsicht walten lassen.

Das obere Bett ist außerdem etwas günstiger und man hat mehr Privatsphäre, weil man höher liegt und die Mitreisenden weniger in Sichtkontakt hat. In manchen Zügen hat man oben auch direkt das Gepck in greifbarer Nähe, was ziemlich praktisch ist.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Mein Rat: Immer zuerst nach einem Lower Berth schauen. Falls nicht mehr verfügbar, ist das Upper Berth aber auch völlig in Ordnung.

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Tickets buchen

Wo kann man die Tickets buchen?

Tickets für den Nachtzug in Thailand kann man direkt am Bahnhof kaufen. Das habe ich früher immer gemacht. Was ich heutzutage klar empfehle, ist jedoch, vorab online über 12go.asia* zu buchen.

Der Vorteil: Man muss nicht erst an den Bahnhof fahren und hat die Buchungsbestätigung direkt auf dem Handy.

 

Wie weit im Voraus buchen?

  • Nebensaison: Oft reicht es, wenige Tage vorher zu buchen
  • Hauptsaison (Mitte Dezember bis Mitte Februar): Mindestens 2 bis 4 Wochen vorher
  • Songkran (April) und andere Feiertage: So früh wie möglich – die beliebten Züge sind schnell ausgebucht und im schlimmsten Fall bleibt nichts anderes als der Flieger
  • Allgemein gilt: Der Ticketverkauf öffnet 90 Tage vor Abfahrt. Wer sicher gehen möchte, bucht gleich am ersten Tag.

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia*. Die Preise dort unterscheiden sich nicht oder nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Powered by 12Go system

Was du einpacken solltest

Der Nachtzug in Thailand ist grundsätzlich gut ausgestattet: Bettwäsche und ein kleines Kissen werden gestellt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ich immer dabeihabe:

  • Reisedecke: Die Klimaanlage kann sehr kalt sein. Das ist der häufigste Kritikpunkt am thailändischen Nachtzug und er ist berechtigt. Einen Pullover oder eine Reisedecke immer einpacken.
  • Ohrstöpsel: Nur so kann ich im Zug schlafen.
  • Schlafmaske: Wer empfindlich auf Licht reagiert, ist damit gut beraten.
  • Evtl. Schloss für das Gepäck: Großes Gepäck kommt unter das untere Bett oder in die Gepäckablage. Ein kleines Schloss kann ein gutes Gefühl geben.
  • Snacks und Wasser: Im Zug kannst du nichts kaufen, also lieber mehr mitnehmen als zu wenig.
  • Powerbank: Steckdosen gibt es im Zug, aber nicht immer und nicht immer zuverlässig.

Essen & Trinken im Zug

Ich esse ehrlich gesagt nie im Zug – ich esse immer vorher und nehme mir Snacks mit. Das empfehle ich auch dir.

Auf manchen Zügen (z.B. dem Special Express Bangkok–Chiang Mai) gibt es einen Speisewagen oder einen Service, der Essen ans Bett bringt – einfache Reisgerichte, Currys, Suppen. Das ist durchaus okay, aber nicht das Highlight der Reise.

Mein Tipp: Vor der Abfahrt am Bahnhof oder in der Nähe essen – am Hauptbahnhof in Bangkok gibt es gute Food-Optionen – und für die Nacht Wasser und ein paar Snacks einpacken.

WLAN & Arbeiten unterwegs

Es gibt kein WLAN im Zug. Das muss man wissen und akzeptieren.

Ich arbeite im Nachtzug trotzdem: mit dem Hotspot meines Handys mit lokaler Simkarte. Das funktioniert auf den meisten Strecken gut, auch wenn es zwischendurch mal schwächelt – gerade in den Bergen zwischen Bangkok und Chiang Mai.

Alternativ: Serien oder Filme vorab herunterladen. Netflix, Disney+, YouTube Premium – alles lässt sich offline nutzen. Alternativ höre ich auch total gerne Hörbücher. Ich mag es eh gerne, den Nachtzug eher als Auszeit vom Bildschirm zu betrachten, aber das muss jeder selbst entscheiden.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Meine persönlichen Tipps & Erfahrungen

Nach vielen Nachtzugfahrten in Thailand habe ich einiges gelernt:

 

Lower Berth ist besser als Upper Berth

Immer Lower Berth buchen – das Fenster ist es wert. Den Sonnenaufgang über den Reisfeldern zu sehen, während alle anderen noch schlafen: das ist einer meiner liebsten Reisemomente überhaupt.

 

Früh da sein

Sei früh genug am Bahnhof, vor allem in Bangkok. Der Hauptbahnhof Krung Thep Aphiwat ist riesig, eher wie ein Flughafen als ein Bahnhof. Es gibt außerdem viele Stände, an denen du noch essen kannst oder dir etwas für die Zugfahrt kaufen kannst. Also lieber etwas früher da sein, das richtige Gleis finden und noch ein bisschen futtern, bevor es losgeht.

 

Zwiebellook einplanen

Pack mindestens eine Jacke ein. Ich kann es nicht oft genug sagen: Die Klimaanlage ist gnadenlos kalt. Für mich persönlich sind daher die Wagons mit Ventilator besser, weil ich in denen mit Klimaanlage extrem friere.

 

Alles griffbereit haben

Pack am besten so, dass du alles, was du während der Zugfahrt brauchst, in Reichweite hast. Je nach Zug ist es möglich, dass du nicht gut an deinen Koffer kommst. Also pack deinen Kulturbeutel und Kleidung für den Zwiebellook, falls es zu kalt wird, in einen Tagesrucksack, den du mit ins Bett nehmen kannst.

 

Schlafmaske & Ohropax

Schließ den Vorhang und genieß die Fahrt. Wenn du schlafen möchtest, setz dir einfach die Schlafmaske auf und mach dir Ohropax rein. Ich schlaf dann bei dem Geruckel immer wie ein Baby. Der Nachtzug ist eine der ruhigsten und schönsten Arten zu reisen. Als: Handy weglegen, Vorhang schließen, dem Rattern lauschen und einschlafen.

Im Nachtzug in Thailand

Im Nachtzug in Thailand

Praktische Infos auf einen Blick

Tickets buchen12go.asia*
Hauptbahnhof BangkokKrung Thep Aphiwat
Beste Ziele für die Fahrt mit dem NachtzugChiang Mai, Surat Thani, Ubon Ratchathani
Empfohlene Klasse2nd Class Sleeping
Empfohlener PlatzLower Berth für mehr Platz, bessere Abdunklung und Blick nach draußen
Preis Bangkok-Chiang Maiab 22 Euro
Preis Bangkok-Surat Thaniab 23 Euro
Preis Bangkok Ubon-Ratchathaniab 28 Euro
RestaurantIch habe schon erlebt, dass jemand herumgegangen ist und Essen verkauft hat, aber nicht immer!
WLANLeider nicht vorhanden
KlimaanlageGibt es, muss man aber bei der Buchung drauf achten

 

Empfohlene Gadgets für den Nachtzug

Reisedecke*
Ohrstöpsel*
Schlafmaske*
Powerbank*

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Fazit: Mit dem Nachtzug durch Thailand

Mit dem Nachtzug durch Thailand zu fahren, ist für mich immer auch ein Erlebnis. Langsam reisen, aus der Lower Berth die Landschaft erleben, morgens mehr oder weniger ausgeruht ankommen. Wer einmal damit gefahren ist, versteht, warum so viele Reisende immer wieder gerne darauf zurückgreifen.

Der alte Schlagwagon

Der alte Schlagwagon

Meine klare Empfehlung: Mindestens einmal ausprobieren. Am besten auf der Strecke Bangkok–Chiang Mai.

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Chiang Mai Geheimtipp: Reisfeld im Sonnenuntergang am Farmstay in Chiang Mai

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Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Roller fahren in Thailand: Alles was du wissen musst

Als ich 2015 auf meiner Weltreise war, hat es mich unter anderem auf die kleine Insel Koh Lanta verschlagen. Etwa sechs Wochen vorher hatte ich mir den Fuß verstaucht und war auf die Insel gekommen, um zur Ruhe zu kommen und zu warten, bis ich wieder richtig laufen konnte. Um meinen Fuß zu schonen, hatte ich mir zum ersten Mal in meinem Leben einen Roller gemietet.

Fast jeden Morgen bin ich damit zu einer kleinen Beach Bar gefahren, habe dort den ganzen Tag gearbeitet. Hin und wieder habe ich damit die Insel erkundet. Ich bin immer einfach losgefahren, wohin ich wollte, wann ich wollte.

Das Freiheitsgefühl, das ich damals zum ersten Mal gespürt habe, hat mich bis heute nicht losgelassen.

Seitdem fahre ich in Thailand eigentlich immer mit dem Roller. Was ich dabei alles gelernt habe und was du wissen solltest, bevor du dich auf einen schwingst, erfährst du in diesem Post.

Roller fahren in Thailand – lohnt sich das?

Kurze Antwort: Ja. Zumindest für alle, die etwas Fahrerfahrung mitbringen.

Ein Roller ist in Thailand das flexibelste, günstigste und oft auch schnellste Fortbewegungsmittel. Du bist unabhängig von Fahrplänen, Taxipreisen und Touristenströmen. Du kannst anhalten, wo du willst, spontan abbiegen und Orte entdecken, die du vom Songthaew (auch Bath Bus genannt) – den großen Pickups mit zwei Bänken hinten drauf – aus nie gesehen hättest.

Für wen es sich besonders eignet:

  • Alle, die schon mal Roller oder Motorrad gefahren sind
  • Alle, die länger an einem Ort bleiben und flexibel sein wollen
  • Alle, die abseits der Touristenpfade unterwegs sein möchten

Für wen ich es eher nicht empfehlen würde:

  • Wer noch nie Roller gefahren ist (Thailand ist nicht unbedingt ein guter Ort zum Üben)
  • Wer in Großstädten wie Bangkok unterwegs ist, denn dort ist der Verkehr wirklich nichts für schwache Nerven

Brauche ich einen Führerschein?

Die ehrliche Antwort: Ja, du brauchst einen Führerschein. Und zwar den richtigen.

Konkret bedeutet das: Du benötigst einen internationalen Führerschein mit gültiger Motorradklasse (A1 oder A). Ein normaler Autoführerschein (Klasse B) reicht nicht. Auch nicht, wenn du damit in Deutschland 125ccm fahren darfst. In Thailand gibt es praktisch keine Roller unter 100ccm, die Standardmodelle haben 110 bis 125ccm, und für die brauchst du die Motorradklasse.

Ohne gültigen Führerschein:

  • Riskierst du ein Bußgeld von mindestens 500 Baht (ca. 12 Euro) bei einer Kontrolle
  • Verlierst du im Falle eines Unfalls deinen kompletten Versicherungsschutz
  • Wirst du im Zweifel als schuldig eingestuft, unabhängig davon, was wirklich passiert ist

Ich bin selbst jahrelang ohne Führerschein gefahren. Ich sage das offen, aber ich rate ausdrücklich davon ab. Das Risiko ist es einfach nicht wert. Nicht wegen des Bußgelds, sondern wegen der Konsequenzen bei einem Unfall.

Meinen thailändischen Führerschein habe ich 2025 in Chiang Mai gemacht und das habe ich keine Sekunde bereut. Der Prozess ist zwar ein wenig zeitraubend, aber machbar. Wer plant, öfters oder länger in Thailand unterwegs zu sein, sollte das ernsthaft in Betracht ziehen.

Barbara auf Honda Wave
Mit Honda Wave

Welchen Roller mieten?

Das Standardmodell in Touristengegenden ist die Honda Click, ein Automatikroller mit 125 oder 160 ccm. Zuverlässig, leicht zu fahren, für die meisten Strecken völlig ausreichend. Mir persönlich ist die Honda Click allerdings zu hoch. Als kleiner Mensch, der gerne mit den Füßen beim Fahren auf den Boden kommt, ist mir ein Scoopy, Fino oder Fazzio deutlich lieber. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Worauf beim Abholen achten:

  • Den Roller vor Übernahme von allen Seiten fotografieren und filmen. Zeig dem Vermieter, dass du das tust. Das schützt dich vor falschen Schadensansprüchen beim Zurückgeben. Allerdings muss ich ehrlich sein: Ich hatte da noch nie Probleme.
  • Bremsen, Lichter, Hupe und Reifen kurz prüfen
  • Tankstand gegebenfalls notieren
  • Niemals den Pass als Pfand hinterlassen, das das illegal ist. Ein Pfand in Form von Bargeld oder eine Kopie des Passes sollten als akzeptable Alternativen akzeptiert werden.

Was kostet ein Roller in Thailand?

Die Preise variieren je nach Ort, Saison, Anmietdauer und Rollertyp:

  • Pro Tag: ca. 200–350 Baht (ca. 6–10 Euro)
  • Pro Woche: ca. 1.000–1.500 Baht (ca. 26–40 Euro)
  • Pro Monat: ca. 3.000–4.500 Baht (ca. 80–120 Euro)

An touristischen Hotspots und in der Hauptsaison ist es natürlich tendenziell teurer.

Zusätzlich wird oft eine Kaution von 1.000 bis 3.000 Baht verlangt, die du beim Zurückgeben zurückbekommst, wenn der Roller unbeschädigt ist.

Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:

Versicherung – was viele nicht wissen

Jeder Roller in Thailand sollte über eine gesetzliche Pflichtversicherung verfügen: erkennbar an einem rosa Dokument unter dem Sitz oder am Kennzeichen. Aber: Die Deckungssummen dieser Versicherung sind sehr niedrig. Im Ernstfall reicht das kaum.

Was außerdem viele nicht wissen: Wenn du ohne gültigen Führerschein unterwegs bist und einen Unfall hast, greift auch deine private Auslandskrankenversicherung unter Umständen nicht. Das kann dich im schlimmsten Fall Zehntausende Euro kosten.

Was du tun solltest:

  • Gültigen Führerschein dabeihaben (s.o.)
  • Deine Reisekrankenversicherung vorab prüfen, ob Motorradfahrten abgedeckt sind
  • Bei Unsicherheit: lieber kein Roller

Verkehrsregeln & Straßenverhältnisse

Thailand hat ein paar Besonderheiten, an die man sich als Europäer erst gewöhnen muss:

  • Linksverkehr: In Thailand wird links gefahren. Das klingt simpel, kann aber besonders an Kreuzungen und in Kreiseln am Anfang verwirrend sein.
  • Links abbiegen: Links abbiegen ist immer erlaubt! Natürlich  muss man nach dem Verkehr schauen, aber prinzipiell ist es wie bei uns mit dem Grünpfeil beim Rechtsabbiegen.
  • Ampeln: Bei großen Kreuzungen sieht man die eigene Ampel zusätzlich auf der gegenüberliegenden Seite. Also auf der anderen Seite der Kreuzung. Das ist zum Roller fahren super praktisch, weil Roller meist weiter vorn an der Kreuzung stehen, um dann, sobald es grün wird, schnell davonzusausen. Als ich das erste Mal an so einer riesigen Kreuzung rechts abgebogen bin, hat mich diese Ampel jedoch verwirrt, weil ich dachte, dass sie für mich gilt. Dem war aber nicht so, sodass ich dann die gesamte Zeit der nächsten Grünphase sehr dumm im Weg des Gegenverkehrs stand. Aber wie die Thais eben sind: keiner hat sich beschwert, keiner hat gehupt. Sie sind einfach um mich herumgefahren. Und ich hatte dazugelernt!
  • Flexible Verkehrsregeln: Rote Ampeln werden manchmal ignoriert, Gegenverkehr auf der eigenen Spur ist keine Seltenheit, und Einbahnstraßen werden vor allem von Rollerfahrern gerne in beide Richtungen benutzt. Klingt chaotisch und das ist es auch. Der Trick: defensiv fahren und immer damit rechnen, dass etwas Unerwartetes passiert.
  • Straßenzustand: In Touristengegenden und auf den Hauptstraßen meist gut. Auf kleineren Inseln oder abgelegenen Wegen kann es aber rutschig, sandig oder holprig werden – besonders nach Regen.
  • Geschwindigkeit: Tempolimits werden kaum beachtet, aber gerade auf unbekannten Strecken: lieber langsam und ankommen als schnell und bereuen.

Helm & Sicherheit

Seit Juni 2025 wird die Helmpflicht in Thailand verschärft durchgesetzt. Geldstrafe bei Verstoß: 500 Baht.

Aber darum geht es eigentlich nicht. Es geht darum, dass ein Helm im Ernstfall Leben rettet. Die Helme, die manche Verleihstationen anbieten, sind oft von zweifelhafter Qualität. Wer öfter fährt oder längere Strecken plant, sollte über einen eigenen Helm nachdenken.

Was ich immer dabei habe:

  • Motorradhandschuhe bei längeren Fahrten (gerade tagsüber, da man sonst ganz schnell Sonnenbrand auf dem Handrücken bekommt)
  • Geschlossene Schuhe – keine Flip Flops! Ich weiß, das sage ich, nachdem ich auf Koh Adang mit Flip Flops gewandert bin. Beim Roller fahren ist das aber wirklich eine schlechte Idee.
  • Lange Klamotten und einen Schal zum Fahren (just in case, falls ich doch einen Unfall baue, aber auch, um keinen Sonnenbrand zu bekommen)
  • Einen Regenponcho, falls man von einem Schauer überrascht wird

Den Helm kannst du übrigens im Normalfall am Roller hängen lassen. In seltenen Fällen lege ich ihn in das Sitzfach, aber das ist auch nicht immer groß genug. Du kannst ihn auf im Sitz einklemmen (also den Verschluss), wenn du Angst hast, dass er geklaut wird. Aber pass auf, dass er nicht so hängt, dass es reinregnet, falls es anfängt.

Außerdem checke ich IMMER die Innenseite des Helms, bevor ich ihn wieder aufsetze. Man weiß nie, ob es sich ein Tier darin gemütlich gemacht hat. Und selbst ein Ameise kann einen ganz schön ablenken, wenn sie plötzlich auf dem Kopf rumkrabbelt. Von größeren Tieren will ich mal gar nicht anfangen. Also lieber Vorsicht als Nachsicht!

Tanken in Thailand

An den meisten größeren Straßen gibt es reguläre Tankstellen. In Thailand sind PTT, PT, Bangchak oder Shell die besonders bekannten. Benzin ist recht günstig: ca. 35 Baht pro Liter (also rund 1 Euro).

Der Tankdeckel ist unterm Sitz. Du musst also an die Zapfsäule heranfahren, den Motor ausschalten, den Sitz öffnen und dann kann getankt werden. Es sind eigentlich immer Angestellte da, die das dann übernehmen und bei denen du am Ende auch bezahlst. Du musst als normalerweise nicht nochmal reingehen und irgendeine Zapfsäulennummer sagen.

Eine Tankfüllung an der Tankstelle kostet aktuell (2026) zwischen 100 und 150 Baht.

Auf kleineren Inseln oder in abgelegenen Gegenden gibt es oft keine klassischen Tankstellen. Stattdessen findest du kleine Läden oder Straßenstände, die Benzin in Glasflaschen oder an Mini-Zapfsäulen verkaufen. Das ist oft etwas teurer, aber praktisch. Auf den Inseln und außerhalb von Städten immer ein Auge auf den Tankstand haben und nicht darauf vertrauen, dass gleich eine Tankstelle kommt.

Was tun bei Unfall oder Panne?

Bei einer Panne: Die meisten Verleiher helfen bei Pannen vor Ort. Frag beim Anmieten nach einer Telefonnummer für Notfälle. Kleine Reifenpannen lassen sich auf den meisten Inseln günstig und schnell reparieren.

Bei einem Unfall:

  • Ruhig bleiben
  • Polizei rufen (191) und warten, bis sie eintrifft und nie die Unfallstelle verlassen, bevor alles dokumentiert ist
  • Fotos von der Situation machen
  • Vermieter informieren
  • Versicherung kontaktieren

Wichtig: In Thailand wird bei Unfällen ohne gültigen Führerschein fast immer dem ausländischen Fahrer die Schuld gegeben, unabhängig vom tatsächlichen Hergang.

Meine persönlichen Erfahrungen & Lieblingsorte zum Roller fahren

Roller fahren macht nicht überall gleich viel Spaß. Meine persönlichen Favoriten:

Koh Lanta – meine erste Rollerinsel und bis heute eine meiner liebsten. Die Straße entlang der Westküste, die kleinen Abzweigungen ins Inselinnere … Mit dem Roller entdeckt man Koh Lanta ganz anders.

Chiang Mai – für alle, die auch mal in den Bergen fahren wollen. Die Mae Hong Son Loop oder kürzere Ausflüge in die umliegenden Dörfer sind mit dem Roller unvergesslich. Hier habe ich auch meinen thailändischen Führerschein gemacht.

Weniger empfehlenswert: Bangkok, Pattaya oder Phuket-Stadt. Dort gibt es zu viel Verkehr, zu viel Chaos für alle, die nicht wirklich geübt sind.

Spannend finde ich übrigens, dass ich mit dem thailändischen Motorradführerschein auch große Maschinen fahren darf …

Barbara auf Harley

Barbara auf Harley

Praktische Infos auf einen Blick

  • Führerschein Internationaler Führerschein, Klasse A1 oder A (Motorrad) oder thailändischer Führerschein
  • Preis pro Tag 200–350 Baht
  • Preis pro Woche 1.000–1.500 Baht
  • Preis pro Monat 3.000–4.500 Baht
  • Benzinpreis ca. 35 Baht/Liter
  • Helmpflicht: Ja, seit Juni 2025 verschärft durchgesetzt
  • Notruf Polizei 191
  • Kaution 1.000–3.000 Baht, in bar
  • Pass niemals als Pfand hinterlassen

Empfohlene Ausrüstung:

  • (Eigener) Helm
  • Motorradhandschuhe
  • Regenponcho (Pflicht in der Regenzeit!)

Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.

Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!

Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.

Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.

Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.

Powered by 12Go system

Fazit

Roller fahren in Thailand ist eine der schönsten Arten, das Land zu erleben. Die Freiheit, spontan abzubiegen, anzuhalten, wo es einem gefällt … Das lässt sich mit nichts anderem vergleichen.

Aber: Tu es richtig. Mit Führerschein, mit Helm, mit Vorsicht. Thailand verzeiht Fehler weniger gnädig als manche anderen Länder und ein Unfall ohne die richtigen Papiere kann dich finanziell ruinieren.

Ich bin mit dem Roller in ganz Thailand gefahren und habe es keine Sekunde bereut. Du wirst es bestimmt auch nicht, wenn du vorbereitet bist.

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