Almaty Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights & meine 8 Tipps
Almaty Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights & meine 8 Tipps

Mitte August 2026 bin ich zum ersten Mal nach Zentralasien gereist – und meine erste Station war Almaty. Der Anlass: die TBEX Asia, eine Konferenz für Reiseblogger, die in diesem Jahr in Almaty stattgefunden hat. Geflogen bin ich mit Lufthansa direkt ab Frankfurt, in der Business Class und komplett mit Miles & More Meilen bezahlt. Nach rund sieben Stunden war ich da.
Erlebt habe ich Almaty als junge, moderne Stadt mit einem richtig coolen Vibe. Überhaupt nicht altbacken oder irgendwie stehen geblieben – und genau das möchte ich dir in diesem Artikel zeigen.
Weil ich vor allem für die Konferenz in der Stadt war, habe ich weniger klassisches Sightseeing gemacht als sonst auf einer Städtereise. Deshalb trenne ich in diesem Artikel ganz bewusst: Zuerst kommen die Orte, die ich selbst erlebt habe, mit meiner ehrlichen Einschätzung. Danach findest du Sehenswürdigkeiten, die ich nicht geschafft habe zu besuchen, aber beim nächsten Besuch unbedingt auf meinem Plan stehen müssen. So weißt du immer, woran du bist.

Die Zentralmoschee mit ihren goldenen Kuppeln in Almaty.
Meine Almaty-Reise im Überblick
Almaty war der Startpunkt meiner Reise durch Zentralasien. Aufgeteilt habe ich meine Zeit so:
- Ankunft: eine Nacht in einem Airbnb in Almaty
- Abstecher nach Kirgisistan: mit dem Bus auf dem Landweg nach Karakol, dort war ich vier Tage
- Zurück nach Almaty: wieder auf dem Landweg und dann fünf Nächte im selben Airbnb
Das Airbnb lag etwas außerhalb der Innenstadt, aber noch in Almaty. Fortbewegt habe ich mich meistens mit Yandex – dazu weiter unten mehr.
Die TBEX Asia 2026 fand vom 20. bis 23. August im Ritz-Carlton Almaty statt. Übrigens war das nicht meine erste TBEX: Ich war unter anderem schon in Stockholm und bei der TBEX Asia in Phuket dabei.
Wie Almaty in meine gesamte Route passt, erzähle ich dir bald in eigenen Artikeln über meine Kasachstan Rundreise und meine Stan-Rundreise durch Zentralasien.
Hallo Almaty!
Almaty ist mit rund 2,3 Millionen Einwohnern die größte Stadt Kasachstans. Bis 1993 hieß sie Alma-Ata, und bis 1997 war sie die Hauptstadt des Landes. Danach wurde der Regierungssitz nach Astana verlegt. Die Stadt liegt auf etwa 650 bis 950 Metern Höhe direkt am Fuß des Ile-Alatau, einem Gebirgszug des Tian Shan. Die Berge siehst du von vielen Ecken der Stadt aus, und genau das macht für mich einen großen Teil des Reizes aus.
Was für mich den Charakter der Stadt ausmacht, ist die Atmosphäre: Almaty fühlt sich jung und modern an, mit einem coolen, urbanen Vibe.

Abends zeigt sich Almaty von seiner modernen Seite – wie hier auf einem beleuchteten Spazierweg.
Almaty als Stopover zwischen Europa und Asien
Für mich ist Almaty unter anderem eine richtig gute Stopover-Destination auf dem Weg von Europa nach Asien. Wenn du zum Beispiel nach Bangkok, Kuala Lumpur oder Singapur willst und keine Lust auf einen sehr langen Flug am Stück hast, kannst du die Reise in Almaty unterbrechen und daraus gleich einen mehrtägigen Citytrip machen.
Von Frankfurt aus fliegt Lufthansa nonstop in gut sieben Stunden nach Almaty. Auch Air Astana fliegt die Strecke nonstop. Von Almaty aus gibt es zum Beispiel Nonstop-Flüge mit Air Astana nach Bangkok. Nonstop-Verbindungen nach Kuala Lumpur oder Singapur habe ich bei meiner Recherche aktuell nicht gefunden. Dafür musst du nach jetzigem Stand umsteigen (Stand Oktober 2026).
Air Astana hat außerdem ein eigenes Stopover-Programm, mit dem man einen Zwischenstopp in Kasachstan einplanen kann. Die genauen Bedingungen solltest du direkt bei der Airline prüfen, weil sie sich ändern können.

Raumfüllende Kunst im Almaty Museum of Arts.
Mit Miles & More in der Business Class nach Almaty
Meinen Flug Frankfurt–Almaty bin ich in der Lufthansa Business Class geflogen und habe ihn komplett mit Miles & More Meilen bezahlt. Für längere Strecken mache ich das gerne so, denn der Komfortunterschied ist enorm. Genauso habe ich es übrigens schon bei meiner Kenia Rundreise gemacht.
Wie ich Meilen sammle und welche Strategie dahintersteckt, habe ich dir in meinem Artikel Meilen sammeln – Reise smart mit Punkten und Meilen ausführlich aufgeschrieben. Und welche Karten sich für Vielreisende lohnen, liest du in meinem Vergleich der besten Kreditkarten für Reisende.
Almaty Sehenswürdigkeiten: Meine persönlichen Highlights
Diese Orte habe ich selbst besucht. Hier bekommst du meine ehrliche Einschätzung – inklusive dem, was ich beim nächsten Mal anders machen würde.
Panfilov-Park und Christi-Himmelfahrt-Kathedrale
Eine meiner wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Almaty war die Christi-Himmelfahrt-Kathedrale im Park der 28 Panfilowzy, kurz Panfilov-Park. Die russisch-orthodoxe Kathedrale wurde zwischen 1904 und 1907 nach Plänen des Architekten Andrei Senkow aus Holz errichtet und hat sogar das schwere Erdbeben von 1911 weitgehend unbeschadet überstanden. Mit ihren hellgelben Türmen ist sie ein echter Blickfang.
Ich habe sie mir allerdings nur von außen angeschaut. Danach bin ich durch den Park gelaufen und das war für mich auch ein Highlight.
Ein Stadtpark ist für mich normalerweise mit großen Rasenflächen verbunden. Der Panfilov-Park wirkt dagegen stellenweise fast wie ein dichter Wald. Bei meinem Besuch war es sehr heiß, und der viele Schatten und die spürbare Kühle unter den Bäumen waren eine richtige Wohltat. Gerade im Sommer ist der Park deshalb ein guter Ort, um der Hitze in der Stadt zu entkommen.

Die Christi-Himmelfahrt-Kathedrale liegt mitten im grünen Panfilov-Park in Almaty.

Hohe Nadelbäume rahmen die bunten Kuppeln der Christi-Himmelfahrt-Kathedrale ein.

Dichte Bäume statt großer Rasenflächen: der Park der 28 Panfilowzy in Almaty.
Arasan Wellness & SPA: Massage im historischen Badehaus
Ein Ort, den ich dir wirklich ans Herz legen kann, ist das Arasan Wellness & SPA. Der große Badekomplex wurde Anfang der 1980er-Jahre gebaut und ist heute eine Mischung aus traditionellem Badehaus und modernem Spa mit orientalischen, russischen und finnischen Bädern.
Ich habe dort eine ganz normale einstündige Ganzkörpermassage gemacht. Empfehlen kann ich das Arasan vor allem für Massagen und kosmetische Behandlungen. Mein Tipp: Plane mindestens einen langen Abend oder sogar einen halben Tag ein. Hetzen macht hier keinen Sinn.
Gut zu wissen (laut offizieller Website, Stand Oktober 2026):
- Adresse: Tulebaev-Straße 78, Ecke Aiteke Bi
- Geöffnet täglich von 6:00 bis 23:30 Uhr
- Abgerechnet wird nach Zeit (1, 2 oder 3 Stunden), wer überzieht, zahlt pro Minute nach
- Frauen- und Männerbereich sind getrennt
- Im Pool darfst du nur ohne Kleidung oder mit Einwegwäsche baden
Almaty Museum of Arts: moderne Kunst mit Bergblick
Außerdem war ich im Almaty Museum of Arts, einem privaten Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das im September 2025 eröffnet hat. Das Gebäude und Teile des Erlebnisses haben mich an das Guggenheim-Museum in Bilbao erinnert, das ich vorher besucht hatte.

Das Almaty Museum of Arts ist auch abends von außen ein Hingucker.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Raum mit Spiegeln und Lichtern, den man nur für ungefähr 30 Sekunden betreten durfte: Yayoi Kusamas Infinity Mirror Room „LOVE IS CALLING“, der zur Sammlung des Museums gehört. Sehr schön fand ich auch den Blick auf Almaty durch die großen Fenster – einzelne Räume des Museums, etwa die Alatau Hall, öffnen sich mit großen Fenstern zum Panorama des Ile-Alatau.

Yayoi Kusamas Infinity Mirror Room „LOVE IS CALLING“ im Almaty Museum of Arts.

Abends reicht der Blick vom Almaty Museum of Arts über beleuchtete Hochhäuser der Stadt.
Meine ehrliche Einschätzung: Die Ausstellung ist insgesamt sehr modern. Wenn du moderne Kunst magst, wirst du hier glücklich. Wenn nicht, könntest du dich durchaus langweilen.

Architektur und Kunst im Inneren des Almaty Museum of Arts.

Eine Videoinstallation im Almaty Museum of Arts.
Praktische Infos (offizielle Website, Stand Oktober 2026):
- Al-Farabi-Avenue 28, Haupteingang an der Nazarbayev-Avenue
- Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 11 bis 21 Uhr, letzter Einlass eine Stunde vor Schluss, montags geschlossen.
- Eintritt 3.000 Tenge, ermäßigt 500 Tenge.
Die Metro von Almaty: eine Sehenswürdigkeit für sich
Fortbewegt habe ich mich zwar meistens mit Yandex, aber ab und zu auch mit der Metro. Und die ist definitiv einen eigenen Abschnitt wert: Einige Stationen sind architektonisch und gestalterisch richtig sehenswert.
Hier meine recherchierte Empfehlung, welche Stationen als besonders schön gelten:
- Zhibek Zholy: Thema Seidenstraße, mit Mustern, die an das Gitter einer Jurte erinnern, und goldenen Mosaiken
- Almaly: bekannt für ein großes Glasbild eines Apfelbaums und Muster, die an kasachische Filz- und Teppichkunst angelehnt sind
- Abai: Mosaiken und Bronzereliefs des Dichters Abai, außerdem die tiefste Station des Netzes
- Baikonur: Raumfahrt-Thema, passend zum berühmten Weltraumbahnhof
- Auezov: Steinreliefs mit Szenen aus dem traditionellen kasachischen Leben und elegante Kronleuchter
- Alatau: Mosaiken der kasachischen Bergketten
Die Metro hat nur eine Linie mit elf Stationen, du kannst also problemlos ein paar Stationen hintereinander abfahren. Eine Fahrt kostet 120 Tenge, bezahlen kannst du unter anderem mit Token, Transportkarte oder deiner Kreditkarte direkt am Terminal. Die Metro fährt täglich von 6:20 Uhr bis Mitternacht (laut offizieller Website, Stand Oktober 2026).

Kronleuchter und Bögen: eine der Metrostationen in Almaty.

Liebe zum Detail: Wandgestaltung in einer Metrostation in Almaty.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Almaty
Die folgenden Orte habe ich selbst nicht erlebt. Sie gehören aber zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, deshalb möchte ich sie dir nicht vorenthalten.
Grüner Basar: zweimal knapp verpasst
Den Grünen Basar wollte ich unbedingt sehen. Ich habe es zweimal versucht und beide Male die Öffnungszeiten knapp verpasst bzw. wurde nicht mehr reingelassen, weil es zu nah an der Schließzeit war. Komm also rechtzeitig, wenn du über den Basar schlendern möchtest!
Drinnen war ich also am Ende nicht, empfehlen möchte ich ihn dir trotzdem, denn er gilt als einer der traditionsreichsten Märkte der Stadt, mit Obst, Gemüse, Gewürzen, Fleisch und Trockenfrüchten. Gehandelt wird an diesem Ort schon seit dem 19. Jahrhundert.
Der Basar liegt an der Zhibek-Zholy-Straße 53 (Metrostation Zhibek Zholy), ist montags geschlossen und an den übrigen Tagen ab 9 Uhr bis etwa 18 bzw. 19 Uhr geöffnet (laut Google-Eintrag und lokalen Quellen, Stand Oktober 2026). Geh lieber früher am Tag hin. Oder mindestens 1,5 Stunden vor Schließzeit, damit du nicht wie ich abgewiesen wirst.
Kök-Töbe und die Seilbahn
Eigentlich wollte ich mit der Seilbahn auf den Kök-Töbe fahren und mir von dort oben den Sonnenuntergang anschauen. Geschafft habe ich es leider nicht. Der 1.130 Meter hohe Hausberg der Stadt gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte über Almaty, oben gibt es einen Freizeitpark mit verschiedenen Attraktionen.
Laut offizieller Preisliste kostet die Seilbahn für Erwachsene 6.000 Tenge für eine Fahrt und 10.000 Tenge für Hin- und Rückfahrt (Stand Oktober 2026). Laut Google-Eintrag fährt sie bis in den späten Abend – für den Sonnenuntergang also gut machbar. Geführte Stadttouren mit Kök-Töbe findest du auch bei GetYourGuide*.
Medeu und Shymbulak
Ebenfalls nicht selbst besucht, aber in fast jeder Liste der Almaty-Sehenswürdigkeiten ganz oben: das Hochgebirgs-Eisstadion Medeu und das Bergresort Shymbulak oberhalb der Stadt. Beides liegt in den Bergen des Ile-Alatau und bietet sich an, wenn du nach der Stadt noch etwas Bergluft schnuppern möchtest.
Charyn Canyon und Kolsai Lakes: meine ehrliche Erfahrung
Außerhalb von Almaty habe ich einen organisierten Tagesausflug zum Charyn Canyon und zu den Kolsai Lakes gemacht. Der Ausflug war Teil des TBEX-Programms, ich habe ihn also nicht selbst gebucht. Insgesamt waren wir ungefähr 16 Stunden unterwegs.
Meine wichtigste Erkenntnis: Beide Ziele sind sehr sehenswert, aber die Kombination als Tagesausflug ist etwas zu gehetzt.
Charyn Canyon
Besonders der Charyn Canyon hat mich extrem beeindruckt. Auf unserer Tour hatten wir dort meiner Meinung nach deutlich zu wenig Zeit. Wenn du sowohl oben am Canyon als auch unten in der Schlucht entlanggehen möchtest – und genau das halte ich für besonders lohnenswert –, solltest du mindestens etwa vier Stunden einplanen.

Schon der Blick von oben in den Charyn Canyon ist beeindruckend.
Eckdaten: Der Canyon liegt rund 200 Kilometer östlich von Almaty, die Fahrt dauert etwa drei bis vier Stunden. Der bekannteste Weg führt durch das sogenannte Tal der Schlösser bis hinunter zum Fluss. Die Shuttle-Gebühren (wenn du das in Anspruch nimmst) werden in bar bezahlt. Du kannst das Shuttle entweder one way oder nur zurück buchen, wenn du hinlaufen, aber nicht bergauf zurücklaufen möchtest.

Unten in der Schlucht führt der Weg zwischen rötlichen Felsformationen hindurch.

Unten am Fluss im Charyn Canyon.
Tipp: Die Wanderung in der Schlucht ist anspruchsvoll, aber für einen durchschnittlich trainierten Menschen mehr als machbar. Das Schlimmste ist eigentlich die Hitze. Bring also vor allem genug Wasser mit!
Kolsai Lakes
Auch an den Kolsai Lakes hatten wir zu wenig Zeit. Die Seenkette liegt im Nationalpark Kolsai-Seen, rund 300 Kilometer südöstlich von Almaty. Nächster Ort ist das Dorf Saty, wo es einfache Gästehäuser gibt. Zum nahen Kaindy-See führt nach meiner Recherche eine Piste, die du nur mit einem Allradfahrzeug oder einem Fahrzeug mit viel Bodenfreiheit fahren solltest. Geldautomaten gibt es dort nicht, nimm also genug Bargeld mit.

Von oben sieht man, wie sich der Kolsai-See zwischen die bewaldeten Berge schmiegt.

Unten am Ufer spiegeln sich die Wolken im Kolsai-See.
Meine Empfehlung: lieber zwei Tage einplanen
Rückblickend würde ich für Canyon und Seen eher zwei Tage einplanen, statt beide Ziele in einen einzigen Tag zu pressen. Mit einer Übernachtung in Saty oder in der Nähe der Seen hast du am Canyon genug Zeit für oben und unten und kannst die Seen ohne Stress genießen.
Wenn du das organisiert machen möchtest: Bei GetYourGuide gibt es Zwei-Tages-Touren, zum Beispiel die 2-Tages-Tour zu den Kolsai- und Kaindy-Seen und zum Charyn Canyon* oder diese 2-Tage-Tour mit Übernachtung*. Diese Touren habe ich selbst nicht gemacht, sie entsprechen aber genau dem Tempo, das ich dir nach meiner Erfahrung empfehlen würde. Lies dir vor der Buchung die Leistungen und aktuellen Bewertungen durch.
Wenn du nur einen Tag Zeit hast, gibt es natürlich auch Tagestouren zum Charyn Canyon und zu den Kolsay- und Kaindy-Seen*. Stell dich dann aber auf einen sehr langen Tag ein: Die angebotenen Tagestouren dauern laut Beschreibung 15 bis 17 Stunden – ganz ähnlich wie meine TBEX-Tour.
Alternative: mit dem Mietwagen zu Canyon und Seen
Eine Alternative, die ich spannend finde, ist ein Mietwagen. Damit kannst du die Ziele deutlich entspannter und individueller besuchen und selbst bestimmen, wie lange du wo bleibst. Ich selbst bin nicht mit dem Mietwagen gefahren, das hier ist also meine Recherche:
- Führerschein: Laut Auswärtigem Amt brauchst du in Kasachstan entweder den internationalen Führerschein oder eine amtlich beglaubigte Übersetzung deines Führerscheins ins Kasachische und Russische.
- Straßen: Die Straßen außerhalb der großen Städte sind oftmals wenig erschlossen und schwierig befahrbar. Die Straße bis zu den Kolsai-Seen ist weitestgehend asphaltiert, für den Kaindy-See brauchst du dagegen ein Allradfahrzeug. Wir waren mit einem Reisebus unterwegs und hatten keine Probleme. Also sollte es ein normales Auto eigentlich auch tun.
- Fahrzeiten: Almaty–Charyn etwa drei bis vier Stunden, vom Canyon weiter bis Saty noch einmal zwei bis drei Stunden.
- Übernachtung: Gästehäuser im Dorf Saty eignen sich gut als Basis für die Seen.
Almaty Tipps: Praktische Infos für deine Reise
Anreise und Einreise
Von Frankfurt fliegen Lufthansa und Air Astana nonstop nach Almaty, die Flugzeit liegt bei gut sieben Stunden. Deutsche Staatsangehörige können bis zu 30 Tage visumfrei nach Kasachstan einreisen. Dein Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Prüf die Einreisebestimmungen vor deiner Reise immer noch einmal aktuell beim Auswärtigen Amt.
Fortbewegung vor Ort: Yandex und Metro
In Almaty war ich hauptsächlich mit Yandex unterwegs, also mit der Taxi-App Yandex Go, und ab und zu mit der Metro. Gerade weil mein Airbnb etwas außerhalb lag, war Yandex für mich das wichtigste Verkehrsmittel. Allerdings war der Verkehr teilweise wirklich sehr zäh und die Fahrten haben tagsüber relativ lange gedauert, auch wenn sie sonst als schnell angezeigt wurden.
Ein paar Hinweise zu Yandex Go: Die Registrierung per SMS klappt am zuverlässigsten mit einer lokalen Nummer, und nicht jede ausländische Kreditkarte wird in der App akzeptiert. Hab deshalb immer etwas Bargeld in kleinen Scheinen dabei. Bei mir hat allerdings alles ganz einfach geklappt: Die Registrierung aus Deutschland mit deutscher Nummer und auch die Zahlung mit Apple Pay.
Als Alternative wird häufig die App inDrive genutzt.
Internet
Für Yandex und Co. brauchst du mobiles Internet. Welche Möglichkeiten es mit eSIMs, lokalen SIM-Karten und Pocket-WLAN gibt, habe ich dir in meinem Artikel Mobiles Internet für unterwegs zusammengefasst. Auf dieser Reise hatte ich eine eSim, die in allen Stans gültig war. Ich habe sie über Trip.com gekauft.
Geld und Bezahlen
Die Währung in Kasachstan ist der Tenge (KZT). In den großen Städten kannst du gut mit Karte zahlen und Geld abheben, für entlegenere Regionen – zum Beispiel rund um die Kolsai-Seen – solltest du zur Sicherheit Bargeld dabeihaben. Meiner Erfahrung nach konnte ich in Kasachstan aber wirklich ziemlich flächendeckend mit Kreditkarte zahlen. Einzige Ausnahme: Eine Toilette beim Busstopp.
Welche Kreditkarten ich auf Reisen nutze, liest du in meinem Artikel über die besten Kreditkarten für Reisende.
Unterkunft
Ich habe in einem Airbnb etwas außerhalb der Innenstadt gewohnt, aber noch in Almaty. Mit Yandex war das kein Problem. Wenn du lieber ins Hotel gehst, schau gerne mal hier:
Beste Reisezeit
Ich war Mitte August in Almaty, und es war sehr heiß. Das passt zu den Klimadaten: Im Juli und August liegen die durchschnittlichen Tageshöchstwerte bei rund 30 Grad, dafür regnet es im Spätsommer vergleichsweise wenig.
Im September liegen die Höchstwerte im Schnitt bei etwa 24 bis 25 Grad, im April und Mai ist es milder, aber deutlich regnerischer (Klimadaten 1991–2020). Laut diesen Daten ist der September ein guter Kompromiss, wenn du die große Sommerhitze vermeiden möchtest.
Bedenke zudem, dass die Stans eine sehr trockene Region sind. Nimm also am besten Bodylotion mit, um deine Haut immer wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Zeitverschiebung
Seit März 2024 gilt in ganz Kasachstan einheitlich die Zeitzone UTC+5. Während der deutschen Sommerzeit ist Almaty uns drei Stunden voraus, im Winter vier Stunden.
Wie lange solltest du bleiben?
Ich selbst war insgesamt sechs Nächte in Almaty – eine vor und fünf nach meinem Abstecher nach Karakol – und habe wegen der Konferenz trotzdem nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Ich würde zu absolut mindestens vier vollen Tagen vor Ort raten.
Wenn du Charyn Canyon und Kolsai Lakes so besuchen möchtest, wie ich es dir rate, plane dafür zusätzlich zwei Tage ein.
Weiterreise von Almaty: mit dem Bus nach Karakol
Von Almaty aus bin ich mit dem Bus auf dem Landweg nach Karakol in Kirgisistan gefahren. Abgefahren bin ich am Busbahnhof Sairan, Abfahrt war um 10 Uhr, und gegen 18 Uhr waren wir in Karakol. Nach meiner Erinnerung waren das ungefähr sechs Stunden Fahrt plus etwa zwei Stunden für den Grenzübertritt.
Laut offiziellem Fahrplan des Busbahnhofs Sairan fährt die Linie 424 täglich um 10:00 Uhr von Almaty über Shelek und Kegen nach Karakol. Tickets kannst du online auf der Website des Busbahnhofs kaufen. An der Grenze steigst du aus und gehst mit deinem Gepäck zu Fuß durch die Kontrolle. Für Kirgisistan gilt für Deutsche gleichermaßen wie in Kasachstan: bis zu 30 Tage visumfrei.
Wie es mir in Karakol ergangen ist, erzähle ich dir in einem eigenen Artikel.
Mein Reise-Equipment
Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht. Eine ausführliche Liste findest du außerdem in meiner Packliste für digitale Nomaden.
Rucksäcke und Koffer
Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey.
Mein Hauptrucksack ist seit einiger Zeit der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte für z. B. den Pass, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.
Wanderschuhe
Für den Charyn Canyon und die Kolsai Lakes ist festes Schuhwerk sinnvoll.
Kamera
Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.
Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6600*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.
Mein Fazit zu Almaty
Für mich ist Almaty eine junge, moderne Stadt mit einem richtig coolen Vibe. Sie ist überhaupt nicht altbacken oder stehen geblieben. Dazu kommen die Berge direkt vor der Haustür, die Natur rund um die Stadt und Orte wie der waldartige Panfilov-Park, das Arasan oder das Almaty Museum of Arts.
Aus meiner Sicht lohnt sich Almaty besonders
- als mehrtägiger Stopover auf dem Weg von Europa nach Asien,
- als eigenständiger Citytrip,
- als Ausgangspunkt für Naturerlebnisse wie Charyn Canyon und Kolsai Lakes – dann aber bitte mit zwei Tagen statt einem,
- und natürlich als Teil einer größeren Kasachstan- oder Stan-Rundreise.

Rosenbeete vor der Christi-Himmelfahrt-Kathedrale im Panfilov-Park.
Hab ich dir jetzt ordentlich Lust auf Almaty gemacht? Schreib mir gerne einen Kommentar, worauf du am meisten Lust hättest!
Transparenz: Diese Reise war nicht gesponsert. Flug, Unterkunft und mein TBEX-Konferenzticket habe ich selbst bezahlt. Lediglich der Ausflug zum Charyn Canyon und zu den Kolsai Lakes war Teil des TBEX-Programms und wurde darüber organisiert.
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