Langkawi: Sehenswürdigkeiten, Tipps & praktische Infos für deinen Besuch
Langkawi: Sehenswürdigkeiten, Tipps & praktische Infos für deinen Besuch

Langkawi war für mich eigentlich nur ein Durchgangsstopp auf dem Weg nach Thailand. Ich war davor in Singapur für einen House Sit und wollte weiter zum Insel-Hopping in der Andamanensee – und Langkawi lag quasi auf dem Weg. Da ich noch nie dort gewesen war und wusste, dass Inlandsflüge in Malaysia wirklich günstig sind, habe ich den Umweg bewusst eingebaut. Der Flug von Johor Bahru nach Langkawi hat mich gerade mal 30 Euro gekostet. Kein Witz!
Was als pragmatische Zwischenstation geplant war, hat mich am Ende allerdings doch sehr überrascht. Langkawi hat mehr zu bieten, als ich erwartet hatte und ich werde definitiv wiederkommen. Dann aber länger und wahrscheinlich wie in Penang einen Monat bleiben.
Aber zurück zum Thema: Wer nicht wie ich nur einen Zwischenstopp hier plant, sondern richtig Urlaub machen möchte, dem würde ich mindestens drei Tage empfehlen, einzuplanen, besser eine Woche.

Blick auf die Mittelstation
Ankunft auf Langkawi: Plaza Premium Lounge mit Priority Pass
Am Flughafen Langkawi bin ich nicht direkt raus zum Pickup Point für Grab, sondern erstmal in die Plaza Premium Lounge. Da ich ja an dem Morgen aus Singapur abgereist war und auf dem Landweg nach Johor Bahru in Malaysia gereist bin, war ich ganz schön fertig, als ich endlich in Langkawi angekommen war. Daher war ich dankbar, als ich in der App gesehen habe, dass es eine Plaza Premium Lounge gibt.
Die Kette unterscheidet sich nämlich von vielen anderen Business Lounges in einem wichtigen Punkt: Sie erlauben oft auch, dass man bei Ankunft in die Lounge kommt. Die meisten erlauben es nur vor dem Abflug.
Im Falle der Lounge in Langkawi war es aber sogar so, dass sie landseitig war, also im öffentlich zugänglichen Bereich des Flughafens. Wenn man vor dem Abflug dorthin will, ist das eher nervig, weil man nie weiß, wie viel Zeit man dann noch für die Security Kontrolle und so braucht. Aber in diesem Fall war ich ganz dankbar und habe mich gefreut, dass ich in Ruhe ankommen konnte.
Ich habe dort gegessen, mich sortiert und kurz durchgeatmet, bevor der nächste Reiseabschnitt begann.
Zugang bekomme ich übrigens über den Priority Pass, der in meiner American Express Platinum* Karte inkludiert ist. Wer viel reist und regelmäßig Lounges nutzen möchte: Die Amex Platinum zahlt sich durch genau solche Vorteile schnell aus. Der Priority Pass gibt Zugang zu über 1.300 Lounges weltweit und ist oft Gold wert.



Sunset, Parasailing und Feuershow am Strand
Nach einer halben Stunde in der Lounge habe ich mir ein Grab (das hiesige Uber, unbedingt im Voraus die App laden!) gerufen und bin in meine Unterkunft, das Salsa Resort* gefahren, kurz eingecheckt, umgezogen – und dann direkt weiter zum Strand.
Mein Ziel: das Hidden Langkawi am Pantai Tengah, eine Bar, die jeden Abend eine Feuershow veranstaltet. Ich war rechtzeitig da, um noch den Sonnenuntergang zu erleben und er war wirklich atemberaubend. Langkawi ist bekannt für seine Sonnenuntergänge und dieser hat gehalten, was versprochen wird.

Sonnenuntergang am Pantai Tengah
Am Strand selbst war das Treiben spannend: Überall konnte man Parasailing und Jetski buchen und der Himmel war gespickt mit Parasailern. Zum Sonnenuntergang bestimmt ein besonderes Erlebnis. Das habe ich mir für den nächsten Besuch vorgemerkt.

Sonnenuntergang am Pantai Tengah 2
Die Feuershow am Abend war dann absolut großartig. Professionell, beeindruckend, unterhaltend und mit toller Musik. Wer in Langkawi ist, sollte das nicht verpassen. Aber Vorsicht: Es wird ganz schön heiß und wenn man vorne sitzt, trifft einen durchaus mal ein Funke!
Außerdem ein ehrlicher Hinweis: Die Getränke und das Essen im Hidden Langkawi sind recht teuer. Das sollte man einkalkulieren, aber die Atmosphäre und die Show machen es wett.



Cable Car, SkyWalk und SkyBridge – Langkawis Wahrzeichen
Am nächsten Morgen ging es früh los, denn meine Fähre ging um 15 Uhr und man muss bei internationalen Fahrten 1,5 Stunden vorher da sein. Da ich unbedingt mit dem Cable Car in die Berge wollte, musste ich früh los, auschecken und mein gesamtes Gepäck mitnehmen. Praktisch zu wissen: An der Talstation gibt es Schließfächer, sodass man sein Gepäck dort lassen kann. Das hat mir den Morgen deutlich erleichtert. Denn die Marina liegt ganz in der Nähe der Talstation und es hätte keinen Sinn gemacht, nochmal zurück ins Hotel zu müssen.
Meine Tickets hatte ich vorab online über GetYourGuide* gekauft und kann das nur empfehlen, weil man damit die lange Warteschlange umgeht. Gerade in der Hochsaison kann das einen großen Unterschied machen.
Das SkyCab
Die Seilbahn, genannt SkyCab, verbindet das Oriental Village am Fuß des Berges mit dem Gipfel des Gunung Machinchang. Die Fahrt zur Bergstation dauert rund 15 Minuten. Dann gelangt man zur Mittelstation, an der der SkyWalk Eagle’s Nest wartet.

Im SkyCab Langkawi

Blick vom SkyCab auf den SkyWalk
Eagle’s Nest SkyWalk
Einer der Höhepunkte oben ist der Eagle’s Nest SkyWalk, eine Glasplattform, die weit über den Abgrund hinausragt. Mit Überziehern, die man am Eingang zur Plattform für die Schuhe erhält, läuft man über den Glasrundweg. Da bleibt einem schon mal die Luft weg, wenn man in den Abgrund unter einem blickt.

Auf der Glasplattform des SkyWalks Langkawi
Weiter geht’s zurück zur Mittestation zum zweiten Abschnitt des CableCars, der einen auf 708 Meter hinaufbringt. Es hatte ziemlich zugezogen, während ich auf dem SkyWalk war, aber zum Glück waren es nur Wolken und kein Regen.
SkyGlide
Von der Bergstation gelangt man mit dem SkyGlide – einer kleinen Standseilbahn – zur SkyBridge. Die Warteschlange dort war lang, aber ich habe gewartet. Auf dem Rückweg habe ich jedoch den Fußweg genommen, was ich im Nachhinein empfehlen kann: Der Weg durch den Dschungel ist echt schön, wenn auch etwas anstrengend. Außerdem kostet der SkyGlide extra und ich finde, das Geld kann man sich auch sparen.

Blick auf SkyGlide und SkyCab

Blick aus dem SkyGlide
Mein Tipp: Wer keine langen Warteschlangen mag, sollte möglichst früh morgens starten – dann ist es erfahrungsgemäß am ruhigsten.
SkyBridge
Ob mit dem SkyGlide oder zu Fuß: Am Ende kommt man dann zum Highlight: der SkyBridge, einer geschwungenen Hängebrücke, die 125 Meter lang ist und 100 Meter über dem Dschungel schwebt

Auf der SkyBridge

Auf der SkyBridge
Touren und Tickets kannst du ganz einfach über Get Your Guide* buchen. So mache ich es auch und bin damit sehr zufrieden. Schau mal hier, was es für Touren gibt:
Praktische Infos
Anreise
- Mit dem Flugzeug: Langkawi hat einen Flughafen. Günstige Inlandsflüge innerhalb Malaysias gibt es z.B. mit AirAsia ab Kuala Lumpur oder Johor Bahru. Die Preise sind teilweise wirklich unschlagbar. Ich habe für meinen Flug ab Johor Bahru nur 30 Euro bezahlt.
- Mit der Fähre vom malayischen Festland: Fähren fahren von Kuala Perlis (ca. 60–75 min) und Kuala Kedah (ca. 90 min) nach Langkawi. Tickets am besten vorab über 12go.asia* buchen.
- Mit der Fähre aus Thailand: Von Koh Lipe aus ist Langkawi zweimal täglich gut per Schnellboot erreichbar. Die Überfahrt dauert rund 1,5 Stunden. Achtung: Diese Verbindung gibt es nur in der Hochsaison, etwa von Mitte Oktober bis Ende Mai. Auch hier: Tickets über 12go.asia*.
- Hinweis: Die direkte Fähre von Penang nach Langkawi ist seit der Pandemie eingestellt. Von Penang aus geht es daher nur per Flug oder über das Festland weiter.
Fortbewegung vor Ort
Das beliebteste Transportmittel auf Langkawi ist der Roller – günstig, flexibel und perfekt, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden.
Wer keinen Roller mieten möchte, ist mit Grab (der asiatischen Uber-Alternative) gut bedient. Die App funktioniert auf Langkawi zuverlässig und ist günstiger als klassische Taxis.
Unterkunft
Langkawi bietet für jedes Budget etwas – von günstigen Guesthouses ab ca. 15–30 Euro bis zu Luxusresorts. Das touristischste und lebendigste Gebiet ist Pantai Cenang im Westen der Insel. Wer es ruhiger mag, schaut sich den Norden an (z.B. Tanjung Rhu). Unterkünfte vergleichen lohnt sich. Ich habe das Salsa Resort* für 16 Euro pro Nacht gebucht.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Langkawi ist von Dezember bis April. Dann ist es trocken, sonnig und das Meer ruhig. Ab Mai beginnt die Regenzeit, wobei es selten den ganzen Tag regnet. In der Nebensaison sind Unterkünfte und Aktivitäten günstiger und es ist deutlich weniger los.

Herzen an einer Brücke in den Bergen Langkawis
Währung & Sprache
Bezahlt wird in Malaysischem Ringgit (MYR) – grober Richtwert: 5 MYR ≈ 1 Euro. Geldautomaten gibt es ausreichend, vor allem rund um Pantai Cenang und in Kuah. Kreditkarten werden in vielen Hotels und Restaurants akzeptiert, bei kleineren Anbietern (Rollerverleih, Streetfood) lieber Bargeld dabeihaben. Mit Englisch kommt man auf Langkawi ganz gut klar, obwohl die lokale Bevölkerung in der Regel Bahasa Melayu, also Malayisch spricht.
Seit 2024 fliege ich zwischen Europa und Asien bzw. auf der Langstrecke generell nur noch Business Class und zahle dafür weniger als das, was der Economy-Sitz kostet. Denn ich buche Prämienflüge und setze dafür meine gesammelten Punkte und Meilen ein. Auch meine Weltreise habe ich mit Meilen bezahlt und für insgesamt acht Flüge einmal um die Welt nur noch eine Zuzahlung von 800 Euro leisten müssen.

Deine Meilen. Deine Punkte. Deine Luxus-Reisen.
Über dieses Thema habe ich sogar ein Buch geschrieben. Wenn du also wissen möchtest, wie ich mehrmals im Jahr in der Business und manchmal sogar in der First Class um die Welt fliege und wie du das auch kannst: Das Buch gibt es als E-Book und Taschenbuch!
Weiterreise nach deinem Besuch in Langkawi
Von Langkawi aus hast du je nach Reiserichtung viele tolle Möglichkeiten zur Weiterreise. Wer in Malaysia bleiben möchte, hat einige spannende Ziele in der Nähe. Wer weiter nach Thailand will, ist von hier aus ebenfalls bestens aufgestellt:
- Koh Lipe: Die erste thailändische Insel auf dem Weg nach Norden und eine der schönsten überhaupt. Die Fähre von Langkawi nach Koh Lipe dauert rund 1,5 Stunden und ist nur in der Hochsaison (ca. Mitte Oktober bis Mitte Mai) in Betrieb. Das bietet sich auch hervorragend an, wenn man dann Insel-Hopping in Thailand machen möchte.
- Penang: Penang ist neben Langkawi die bekannteste Insel Malaysias und das aus gutem Grund. Die Hauptstadt George Town ist UNESCO-Weltkulturerbe, bekannt für Street Art, koloniale Architektur und vor allem: für eines der besten Street Food-Angebote ganz Südostasiens.
- Kuala Lumpur: Die malaysische Hauptstadt ist ein klassisches Stopover-Ziel und mehr als das. Die Petronas Towers, lebhafte Märkte, eine pulsierende Food-Szene und gute Fluganbindungen in alle Welt machen KL zu einem lohnenswerten Ziel, auch wenn man nur ein paar Tage hat.
- Kuching: Wer etwas ganz anderes sucht, sollte einen Blick auf Kuching auf Borneo werfen. Die Hauptstadt des Bundesstaates Sarawak ist charmant, überraschend entspannt und ein perfekter Ausgangspunkt für Dschungelabenteuer, Orang-Utan-Schutzprojekte und die einzigartige Natur Borneos.
- Sumatra: Für alle, die Indonesien erkunden möchten, bietet sich Sumatra als nächste Station an. Von Langkawi aus ist die Nordspitze Sumatras nicht weit – der Toba-See, der größte Vulkansee der Welt, und das UNESCO-Erbe des Leuser-Nationalparks sind nur zwei der Highlights dieser faszinierenden Insel. Ich selbst war in Bukit Lawang bei einem Umwelt- und Naturschutzprojekt. Mehr dazu hier: Project Wings.

Ein Orang Utan im Regenwald von Sumatra
Alle Tickets für die Fähren, Busse und Züge in Südostasien kaufe ich bequem über 12go.asia. Die Preise dort unterscheiden sich nicht und nur unwesentlich von denen, die zahlst, wenn du direkt vor Ort ein Ticket kaufst. Ich habe auch schon weniger bezahlt, als mir vor Ort angeboten wurde.
Außerdem hast du beim Onlinekauf die Sicherheit, dass du ein Ticket bekommst, während du vor Ort auch Pech haben kannst, weil alles ausgebucht ist.
Über 12go.asia kannst du auch generell checken, wie du von A nach B kommen kannst.
Mein Fazit zu Langkawi
Langkawi hat mir wirklich gut gefallen. Für einen Zwischenstopp habe ich in kurzer Zeit wirklich viel mitgenommen: einen atemberaubenden Sonnenuntergang, eine großartige Feuershow, eine beeindruckende Seilbahn und Aussichten, die ich so schnell nicht vergesse.
Wer mehr Zeit hat als ich, kann noch einiges mehr entdecken: den Telaga Tujuh Wasserfall (Sieben Brunnen), Mangroventouren durch die Wälder der Insel, Schnorcheln und Tauchen in der Andamanensee oder einfach die Strände genießen.
Ich komme bestimmt wieder. Dann mit mehr Zeit.
Warst du schon mal auf Langkawi?
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