Endlich sehen dank ReLEx Smile – Meine Erfahrungen beim Augenlasern

von | Apr 1, 2018 | Alles und nichts, Anderes | 2 Kommentare

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich mit 15 Jahren wochenlangen Kopfschmerzen hatte und daher nach verschiedenen Arztbesuchen auch zum Augenarzt ging. Das Problem sei meine Sehkraft, sagte die Ärztin. Sie sagte mir auch, dass es die Möglichkeit gäbe, eine Laseroperation vorzunehmen… eines Tages zumindest! Denn zuerst müssten die Augen aufhören, sich zu verändern, was – so sagte sie mir – im Alter von etwa 30 Jahren geschieht.

Ich konnte es nicht glauben und fühlte mich, als sei ich gerade verdammt worden. 30 Jahre! Das erschien mir wie eine Ewigkeit! Nun … Das war es für eine 15-Jährige auch. Aber dennoch, die Jahre vergingen und als ich dieses Jahr 31 Jahre alt wurde und meine Augen sich bereits drei Jahre nicht verändert hatten, entschied ich, dass es Zeit war, herauszufinden, ob ich für die Operation überhaupt infrage käme.

 

Mein Leben mit Brille

Aber nochmal zurück zu meinem Leben mit Brille.

Als ich 15 war, weigerte ich mich, meine Brille zu tragen. Ich trug sie bestenfalls zuhause, wenn meine Eltern da waren, aber nie in der Schule oder vor meinen Freunden. Nach einer Weile habe ich sie verloren. Erst als ich meinen Führerschein machte, kam ich nicht mehr um das notwendige Übel herum. Ich hasste sie. Sie war mir peinlich. Ich fühlte mich hässlich. Also habe ich sie weiterhin nicht in der Schule getragen.

Als ich dann mit der Uni anfing, änderten sich die Dinge ein wenig und die Brille ließ mich – das kleine Blondchen – wenigstens schlauer wirken. Außerdem hatten sich meine Augen so sehr verschlechtert, dass es langsam nicht mehr ohne ging. Ich war damals 20 oder 21.

Irgendwie schloss ich dann mit meiner Brille Frieden und hasste sie nicht mehr.

Gerade als ich meinen Uni-Abschluss gemacht hatte, kaufte ich ein Ticket für die DNX – die Digitale Nomade Konferenz. Ich war bereit, mein Leben zu verändern, Nomadin zu werden, auf Reisen zu gehen und zu leben. Die Konferenz fand in Berlin statt und ich hatte in der Facebook-Gruppe zum Event gefragt, ob noch jemand aus Frankfurt und Umgebung kommen würde, der mit mir mitfahren wollte. Das Auto war voll und so fuhr ich mit vier Passagieren im Oktober 2014 in die deutsche Hauptstadt.

Als ich zum Tanken rausgefahren war, nahm ich meine Brille ab, um sie zu putzen. Ich sprach mit einem der Mitfahrer und da sagte er plötzlich: „Wow! Ohne Brille siehst du ja richtig gut aus!“

Jap, das hat er wirklich so gesagt. Und von einem Moment auf den anderen begann ich wieder, meine Brille zu hassen und mich zu schämen.

Es wurde schlimmer, als ich auf Weltreise war und merkte, dass das Reisen mit Brille ganz eigene Herausforderungen birgt, auf die ich nicht vorbereitet war. In drei Jahren als Nomadin, ist meine Brille zum Beispiel dreimal kaput gegangen!

Das erste Mal passierte es in Rio. Meine Eltern konnten mir das Ersatzteil bei Fielmann besorgen und mir zu meinem nächsten Ziel New York schicken. Das war nervig, aber funktionierte wenigstens reibungslos.

Das zweite Mal geschah es auf Koh Lanta, nur wenige Monate später. Da wir nicht wussten, wie lange ein Versand von Deutschland auf die thailändische Insel dauern würde und ich keine Adresse für die Wochen danach hatte, ließ ich mir dort eine neue anfertigen. Das ist aber irgendwie schrecklich schief gelaufen und ich hatte für den Rest meiner Weltreise wirklich starke Kopfschmerzen. Ich habe nie herausgefunden, was genau das Problem war.

Barbara with glasses

Dann hatte ich eine Weile Glück. Denn das dritte Mal war erst jetzt im November. Ich war in Saigon am Salsa-Tanzen, was ich normalerweise nie mache, weil ich eigentlich nur Kizomba tanze. Mein Tanzpartner drehte mich, führte aber meine Hand zu früh nach unten. Ich war quasi noch nicht komplett gedreht, so dass unsere Hände direkt in meine Nase krachten und meine Brille dabei in der Mitte brach. Meine 5-monatige Reise durch Südostasien hatte gerade erst begonnen und ich hatte wieder keine Adresse, an die meine Eltern das Ersatzteil hätten schicken können. Es gab also keinen Weg um meine Ersatzbrille herum, die mir jedoch ebenfalls Kopfschmerzen bereitete, da die Beschichtung im Laufe der Zeit abgegangen war.

Der Termin – Augenlasern mit ReLEx Smile

In diesem Moment traf ich die Entscheidung! Ich telefonierte direkt am nächsten Morgen mit meinen Eltern, weil ich selbst das Geld zum Augenlasern nicht hatte, und wir machten einen Termin in einer Augenklinik in Frankfurt. Sie sagten, wenn meine Augen die Kriterien erfüllten, würden sie noch am selben Tag operieren. Perfekt! Ich habe immer einen straffen Zeitplan und ein kleines Zeitfenster, wenn ich in Deutschland bin, also hatte ich keine Zeit zu verlieren, um auf einen Folgetermin nach den Tests zu warten.

Ich flog von Singapur nach Deutschland, um die OP zum Augenlasern mit der ITB (der weltgrößten Tourismusmesse) in Berlin zu verbinden.

Ich kam morgens um 8 Uhr in der Klinik an, super müde, aber vor allem total aufgeregt. Sie haben erst die typischen Tests mit mir gemacht, um meine Sehkraft, die Hornhaut und wer weiß was noch zu überprüfen.

Nach etwa 90 Minuten konnte ich endlich den operierenden Arzt sehen. Er erklärte mir, dass meine Augen geeignet seien, dass meine Hornhaut mehr als dick genug sei und ich am Nachmittag operiert werden könne. Er zählte die verschiedenen Techniken auf, unterstrich aber, dass die neue flapless Methode ReLEx Smile die beste sei: ein viel kleinerer Schnitt (4mm statt 40mm – bei mir waren sogar nur 2,9mm notwendig), geringeres Infektionsrisiko, schnellere Genesung und geringere Chance, dass während oder nach der OP Schmerzen auftreten. Der Preis war jedoch dementsprechend hoch: 3.200 Euro.

Ich dachte trotzdem nicht lange nach… Ich wollte die beste Methode mit dem geringsten Risiko von was auch immer. Und zwar sofort! ReLEx Smile sollte es also sein. Um 14 Uhr.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Eltern bedanken, die mir diese Operation ermöglicht haben. Alleine hätte ich die finanizelle Zusatzbelastung nicht stemmen können.

Augenlasern mit ReLEx Smile – Die Operation

Ich wurde gebeten, nach Hause zu gehen und etwas zu essen. Die Operation sollte 5 Stunden später sein. Also machte ich ein paar letzte Selfies für Instagram und bereitete mich darauf vor, für ein paar Tage offline zu gehen. Auch wenn der Arzt sagte, mit ReLEx Smile verheile das Auge so schnell, dass ich schon am nächsten Morgen wieder am Computer arbeiten könne.

Als ich 30 Minuten vor der OP zum Augenlasern dort ankam, bekam ich Beruhigungstabletten. Um ehrlich zu sein, war ich so nervös, dass sie mir wahrscheinlich drei Tabletten hätten geben müssen, um ein bisschen runterzukommen. Aber es gab keinen Weg zurück.

Als ich den Raum mit dem riesigen Laser betrat, bereitete ich mich im Geiste darauf vor, mein Sehvermögen zu verlieren. Ich weiß, dass es verrückt ist. Deer Arzt hatte mir gesagt, dass es unmöglich ist, durch die Laseroperation zu erblinden. Du kannst durch eine Infektion als Ergebnis der Operation blind werden. Aber nicht von der Operation selbst und schon gar nicht vom Augenlasern mit ReLEx Smile mit dem winzigen Schnitt.

Ein junger Arzt zeigte mir, wo und wie ich mich hinlegen sollte und gab mir Anweisungen für die Operation: Ich durfte mich nicht bewegen. Nicht meinen Körper, nicht meine Augen, nichts. Ich bekam Augentropfen und meine Sicht verschwamm. Dann sah ich nur ein grünes Licht näher kommen und alles um mich herum wurde dunkler, bis nichts mehr da war außer Schwärze. Die Dunkelheit dauerte 29 Sekunden (!!!) pro Auge. Ich spürte allerdings gar nichts. Danach wurde ich auf meiner Liege auf die andere Seite des Lasers gedreht und etwas anderes wurde getan. Um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung, was genau das war. Und das ist auch gut so. Ich muss die Details nicht kennen, solange das Ergebnis das ist, was ich erwarte. Und so war es. Es dauerte noch etwa zwei Minuten bis sie schließlich fertig waren.

Nach dem Augenlasern mit ReLEx Smile

Der junge Arzt half mir aufzustehen. Und ich konnte alles sehen! Meine Sicht war ein bisschen getrübt, wie durch ein Milchglas, aber ich konnte alles sehen. Mir wurde gesagt, ich solle so schnell wie möglich schlafen gehen und am nächsten Morgen zur Nachuntersuchung kommen.

Ich war begeistert, dass ich sehen konnte und keinerlei Schmerzen hatte. Ich war überhaupt nicht müde und wollte eigentlich an diesem Abend Kizomba tanzen gehen, um all meinen Freunden mein neues, brillenloses Ich zu präsentieren.

Aber als ich nach Hause kam und mich kurz hinlegte, war ich weg. Ich wachte ein paar Stunden später auf, als mein Vater etwas zu essen brachte, das ich im Halbschlaf aß. Aber dann schlief ich wieder ein und wachte erst am frühen Morgen wieder auf.

Bei der Nachuntersuchung machten sie nochmal einen Test: Ich hatte 100% Sehvermögen. Nicht mal 24 Stunden nach dem Augenlasern mit ReLEx Smile. Es fühlte sich wie ein Wunder an.

Die Arzthelferinnen informierten mich, wie ich die Augentropfen zu nehmen hatte: Es gab drei verschiedene Tropfen, die ich für eine Woche, zwei Wochen und drei Monate nehmen musste. Die Tropfen, damit die Augen nicht trocken werden, muss ich auch jetzt, einen Monat nach dem Augenlasern, noch nehmen. Die anderen beiden waren dafür da, dass es nicht zu einer Infektion kommt. Die Tropfen waren eigentlich das schlimmste an dem Ganzen: In der ersten Woche musste ich die Tropfen bestimmt mehr als 20 mal pro Tag nehmen, im Prinzip klingelte mein Wecker mindestens einmal pro Stunde, teilweise alle 10 Minuten.

Aber sonst war alles super. Ich hatte zwar eine Sonnenbrille bekommen, aber ich musste sie nicht unbedingt tragen. Weder zum Schlafen noch draußen. Die erste Nacht schlief ich trotzdem damit, weil ich Angst hatte, mir die Augen zu reiben. Ich hatte keine Schmerzen, nicht einmal für eine Sekunde. Ich konnte von Anfang an sehen und hatte nur eine verschwommene Sicht, wenn ich zu lange vor dem Bildschirm gesessen hatte – das habe ich leider bis heute. Es ist aber normal, dass das bis zu sechs Wochen dauert, bis es sich vollkommen normalisiert hat. Es gab nur ein paar Regeln: Kein Wasser in meinen Augen für mindestens 24 Stunden bzw nicht duschen. Die Augen für mindestens eine Woche nicht reiben. Für einen Monat kein Schwimmbad und keine Sauna.

Das wars.

Auf Barbaralicous‘ Instagram kannst du die Fotos sehen, mit denen ich die Zeit vor, während und nach der OP dokumentiert habe.

Mein Fazit – Augenlasern mit ReLEx Smile

Ich lese und höre sehr häufig: Ich bereue nur, dass ich mir die Augen nicht schon vorher habe lasern lassen.

Barbara Happy in Chiang Mai

Nein, ich glaube, es ist alles so gelaufen, wie es sein sollte. Ich liebe mein neues Leben. Ich liebe mein neues Ich. Ich liebe, dass ich morgens meine Augen öffne und sofort sehen kann. Ich liebe, dass ich Kizomba tanzen kann, meine Stirn an der Stirn meines Tanzpartners ohne darauf achten zu müssen, ihn nicht mit meiner Brille zu verletzen. Ich liebe es, dass ich mir einfach einen Pulli oder ein Kleid anziehen kann, ohne vorher meine Brille abzusetzen. Ich liebe, dass nichts beschlägt, wenn ich aus der Kälte kommend einen warmen Raum betrete. Ich liebe es, dass ich endlich eine schöne Sonnenbrille tragen kann.

Und ich liebe es definitiv, dass ich jetzt in den Spiegel schaue und denke: „Ja, ich sehe gut aus.“

PS: Das Titelbild und das letzte Foto sind von Shelly von Shellygraphy. Herzlichen Dank für die wundervollen Fotos, meine Liebe!

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