Madeira junge Leute? Warum die Blumeninsel nicht nur was für Rentner ist

von | 28/09/14 | Alles und nichts, Europa, Reisen | 8 Kommentare

Madeira junge Leute? Passt das zusammen?

Letztes Jahr wollte ich unbedingt vor Beginn des neuen Semesters, also im April, noch in den Urlaub fahren.

In den Süden! Auf eine Insel, die ich noch nicht kenne! Aber nicht zu teuer!

Das waren meine Kriterien. Die Kanaren fielen preislich weg, Italien fiel weg, Griechenland war mir im April wettertechnisch noch zu unsicher, auf Zypern war ich im Herbst davor, auf die Balearen hatte ich keine Lust. Was blieb also?

Die Blumeninsel Madeira!

Gesagt, getan, gebucht … Auch wenn ich mir über den Vorwurf bewusst war, dass Madeira eine Rentner-Insel sei. Aber davon wollte ich mich selbst überzeugen.

Erst nach meiner Buchung erfuhr ich, dass Madeira so gut wie keine Strände hat – zumindest keine Sandstrände – und es dort im Vergleich zu den Kanaren eher etwas frischer ist.

So kam es, dass ich in der einen Woche vor Ort täglich um die 20 Grad hatte – plus Wind. Für viele mag das reichen, für mich nicht. Ich war sehr enttäuscht und dachte, ich würde den Urlaub auf meinem Hotelzimmer mit Heizung verbringen. Ich hatte wenigstens einen tollen Blick aufs Meer.

Während meines Aufenthalts in Madeira bin ich in diesem Hotel untergekommen: Dom Pedro Garajau*. Für mich war es ok. Die Bushaltestelle ist direkt vor der Tür, ich hatte einen wundervollen Blick auf den Ozean und mein Zimmer war super. Ich habe sogar einmal gebadet!

Allerdings liegt es gute 20 Minuten mit dem Bus von der Hauptstadt Funchal entfernt und ist daher nicht geeignet für dich, wenn du mitten im Geschehen sein möchtest!

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Da ist für jedes Budget etwas dabei!

Aber zurück zum Thema!

Dann sah ich an der Rezeption die vielen kleinen Flyer mit den möglichen Kurztrips. Ich nahm von jedem einen mit auf mein Zimmer, breitete sie auf meinem riesigen Bett aus und überlegte, worauf ich Lust hätte und was im Budget wäre. Wenn du dir gleich online einen Überblick über mögliche Aktivitäten verschaffen möchtest: Schau doch mal bei GetYourGuide* vorbei!

Am Ende habe ich täglich einen Ausflug gemacht: einen Tag in der Hauptstadt Funchal, einmal an die nördlichste Spitze über Porto Moniz und über die Westküste zurück, ins Landesinnere, eine Tour in den Osten der Insel, eine Katamaranfahrt, eine Fahrt mit einem Piratenboot. Wenn du noch weitere Tipps brauchst, schaue mal bei Christian vorbei, der über fünf Ideen für deinen Madeira-Aufenthalt geschrieben hat!

Was genau davon mein persönliches Highlight war, kann ich gar nicht genau sagen, weil wirklich alles einfach toll war.

Denn diese winzige Insel ist einfach ein Traum!

An jeder Ecke erblühen die Blumen und man kann von fast überall das Meer sehen. Wenn nicht, kann man es immer riechen und schmecken und spüren. Für mich als absoluter Meerfan war das grandios! Ich kann stundenlang einfach nur dasitzen, das Meer betrachten, der Brandung lauschen und vor mich her träumen.

Und ich habe mal wieder Delfine in freier Wildbahn gesehen! Deswegen war ich auch nach der Fahrt mit dem Katamaran ein zweites Mal mit dem Piratenboot auf dem Meer. Ich wollte nochmal Delfine sehen und wenigstens die Chance haben, noch einen Wal zu Gesicht zu bekommen. Das hat aber leider nicht geklappt.

Da ich kein Fan der vielen, leeren Worte bin, möchte ich heute ausnahmsweise mal Bilder sprechen lassen!

In Funchal, der malerischen Hauptstadt der Vulkaninseln. Die Seilbahn (ich liebe Seilbahnen!) bringt einen direkt zum botanischen Garten:

Im botanischen Garten in Funchal:

Auf dem Weg nach in den Norden in einem pittoresken, kleinen Örtchen namens Câmara de Lobos, in dem Winston Churchill, bekennender Madeira-Fan, selbst zum Pinsel griff, weil er so begeistert war:

Weiter Richtung Norden:

Porto Moniz, eine Stadt im Nordwesten, die für ihre natürlichen „Schwimmbecken“ bekannt ist:

Über den Wolken! Der höchste Punkt Madeiras:

So haben Häuser früher auf Madeira ausgesehen. Ein Blick in das traditionelle Madeira:

Auf dem Weg zu Jesus:

Madeira hat einfach nur traumhaft schöne Ecken:

Mein Fazit?

Es ist wahr, dass es auf Madeira nicht sonderlich warm ist. Vor allem durch den Wind ist es teilweise ganz schön frisch! Und das Vorurteil, dass Madeira eine Insel für Rentner ist, ist auch nicht ganz falsch. Die meisten Touristen, denen ich auf meiner Reise begegnet bin, sind definitiv über 65 Jahre alt.

Madeira junge Leute? Passt also wirklich nicht? DOCH!

Denn: Madeira ist einfach nur wunderschön! Ich habe mich extrem wohl gefühlt, hatte nie Angst um meine Sicherheit (was ja als allein reisende Frau auch immer eine wichtige Frage ist) und hatte eine richtig angenehme Urlaubswoche. Ich habe viel Schönes gesehen und eine erholsame und stressfreie Woche gehabt.

Wer also mal kein Abenteuer erleben, sondern entschleunigen, runterkommen, gut essen und sich dabei entspannen möchte:

Der ist auf Madeira genau richtig!

Warst du auch schon auf Madeira? Erzähl mir deine Geschichte!

 

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Du möchtest noch mehr über diese Trauminsel lesen?

Dann schau mal bei meinem Bloggerkollegen Olaf vorbei: Wieso sich Madeira für Inselmuffel lohnt!

 

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