Kenia Rundreise – 10 Tage zwischen Safari & Strand
Kenia Rundreise – 10 Tage zwischen Safari & Strand

Eine Kenia Rundreise wollte ich schon ewig machen. Im November war es dann endlich soweit! Ich habe mir dafür zehn Tage genommen und bewusst weniger gearbeitet als sonst. Nicht, weil ich plötzlich zur Pauschalurlauberin geworden bin – sondern weil Kenia ein Land ist, das ich wirklich erleben wollte, ohne ständig aufs Handy zu schauen bzw. am Laptop zu sitzen. Nairobi als Start, dann die Masai Mara mit zwei Nächten im Zelt mitten in der Natur und danach Mombasa am Meer, wo wir die Reise ruhig ausklingen lassen haben. Eine Route, die sich perfekt anfühlt, wenn man Safari, Abenteuer und ein paar Tage Strand miteinander verbinden möchte, ohne dass es sich wie ein durchgetakteter Marathon anfühlt. Die Reise habe ich übrigens mit Steffi von ReiseLife gemacht.
Kenia-Rundreise im Überblick
Unsere Kenia Rundreise haben wir bewusst so aufgebaut, dass sie in relativ kurzer Zeit einen guten Mix aus Stadt, Safari und Küste bietet. Wenn du wie wir zum ersten Mal nach Kenia reist oder nur begrenzt Zeit hast, ist genau diese Kombination ein sehr stimmiger Einstieg.
Route: Nairobi – Masai Mara – Mombasa
Dauer: 10 Tage
Reiseart: Individualreise mit organisierter Safari
Unterwegs mit: Flugzeug, Jeep-Safari und Zugfahrt quer durchs Land*
Der Startpunkt war Nairobi, wo wir nach der Ankunft erst einmal in Ruhe angekommen sind. Von dort ging es mit einem Offroad-Jeep für drei Tage in die Masai Mara, inklusive zwei Übernachtungen in einem Zeltcamp mitten in der Natur. Nach der Rückkehr nach Nairobi sind wir mit dem Zug weiter nach Mombasa gefahren und haben dort vier Nächte verbracht – mit Strand, etwas Remote-Arbeit und viel Zeit zum Durchatmen.



Die Route
Auf dieser Reise habe ich eine ganz klassische Touristenroute eingeschlagen. Here we go:
Nairobi
Nairobi war für mich in erster Linie ein Startpunkt – eine Stadt, die man nicht unbedingt wegen ihrer Sehenswürdigkeiten bereist, sondern weil hier viele Reisen durch Kenia beginnen. Nach der Landung merkt man schnell, dass Nairobi eine ganz eigene Energie hat: laut, lebendig, manchmal chaotisch, und gleichzeitig voller Kontraste zwischen modernen Vierteln und ganz einfachen Straßen.
Ich fand Nairobi spannend, aber es war kein Ort, an dem ich unbedingt lange bleiben wollte. Vielleicht lag es daran, dass ich wusste, was noch vor uns lag – die Masai Mara war für mich der eigentliche Höhepunkt der Reise. Trotzdem lohnt es sich, sich ein wenig Zeit zu nehmen, um anzukommen, sich an die Atmosphäre zu gewöhnen und nicht direkt weiterzureisen.
Wir haben die erste Nacht in einem Hotel verbracht, bevor wir am nächsten Morgen früh von einem Offroad-Jeep abgeholt wurden. Der Moment, wenn das Fahrzeug vorfährt und man weiss, dass es jetzt wirklich losgeht Richtung Safari, hat sich fast ein bisschen surreal angefühlt. Plötzlich verlässt man die Großstadt, der Verkehr wird weniger, die Landschaft weiter – und mit jedem Kilometer verändert sich das Gefühl von „Reise“ zu „Abenteuer“.

Barbara auf dem Rooftop in Nairobi
Wenn du deine Route ähnlich planst, würde ich Nairobi eher als kurzen Zwischenstopp sehen: genug Zeit, um anzukommen und dich zu orientieren, aber den Fokus klar auf die Naturerlebnisse legen, die danach folgen.
Masai Mara
Die Fahrt von Nairobi in die Masai Mara war schon ein Erlebnis für sich. Je weiter wir die Stadt hinter uns gelassen haben, desto weiter wurde die Landschaft, die Straßen holpriger und die Farben intensiver. Einen ersten Stopp machten wir am Great Rift Valley, was ein schöner erster Fotospot ist. Hier gibt es auch einen Souvenirshop. Wenn du noch einen Sonnenhut brauchst, bekommst du den theoretisch hier. Allerdings kostet er hier fast zehnmal so viel wie bei den Straßenverkäufern beim nächsten Stopp.

Barbara am Great Rift Valley
Einige Stunden später sahen wir auch schon die ersten Tiere, Zebras und Giraffen. Das war eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Von da an suchten meine Augen immer die Landschaft ab. Man weiß nie, was sich im Gras verbrigt.
Nach sieben langen Stunden kamen wir endlich an: Unsere Unterkunft bestand aus einem Zeltcamp, wobei „Zelt“ eigentlich das falsche Wort ist. Es war eher Glamping als Camping: ein festes Bett, ein eigenes Bad und trotzdem das Gefühl, mitten in der Natur zu sein. Morgens aufzuwachen und zuerst die Geräusche der Tiere zu hören, bevor man überhaupt die Augen richtig geöffnet hat, war etwas ganz Besonderes.

Zelt in der Masai Mara

Bett im Zelt in der Masai Mara
Die Game Drives, wie man die Pirschfahrten auf Englisch nennt, waren natürlich das Herzstück dieser Tage. Ich habe zwar nicht alle Big Five gesehen – Nashörner und Leoparden haben sich bei uns leider nicht blicken lassen – aber dafür Momente erlebt, die ich nie vergessen werde. Ein Gepard, der eine Gazelle verspeiste. Elefantenherden, darunter ein Baby, das laut unserem Guide gerade einmal eine Woche alt war. Und eine Giraffe mit einem winzigen Jungtier, das noch etwas wackelig auf den Beinen stand und wohl erst ein bis zwei Tage zuvor geboren war.
Die Big Five sind übrigens Löwe, Leopard, Elefant, Büffel, Nashorn

Löwe in der Masai Mara
Nicht alle Eindrücke waren leicht. Einmal haben wir beobachtet, wie ein Zebra-Baby von großen Aasvögeln angegriffen wurde – vermutlich Marabus, die man auch zu den sogenannten „Ugly Five“ zählt. Das war ein Moment, der gezeigt hat, wie roh und ehrlich Natur sein kann. Safari bedeutet eben nicht nur schöne Postkartenmotive, sondern auch, dass man das Leben so sieht, wie es wirklich ist.
Die Ugly Five sind übrigens Gnu, Warzenschwein (armer Pumba!), Geier, Hyäne, Marabou-Storch

Zwei der Ugly Five: Marabous und Geier
Genau diese Mischung aus Schönheit und Realität hat die Masai Mara für mich so intensiv gemacht. Jeder Tag begann früh, oft noch vor Sonnenaufgang, und trotzdem hatte ich nie das Gefühl von Stress. Dafür war mein Herz zu sehr gefüllt mit Staunen … Darüber, wie nah man den Tieren kommt und wie klein man sich gleichzeitig in dieser Landschaft fühlt.



Die Safari habe ich übrigens über Get Your Guide gebucht und war sehr zufrieden damit. Schau mal hier, was es für Touren gibt:
Mit dem Zug von Nairobi nach Mombasa
Nach den intensiven Tagen in der Masai Mara ging es für uns zurück nach Nairobi und von dort am nächsten Morgen weiter Richtung Küste. Statt zu fliegen haben wir uns bewusst für den Zug nach Mombasa* entschieden, weil wir das Land auch unterwegs erleben wollten. Rückblickend war genau diese Zugfahrt ein unerwartetes Highlight der Reise.

Nairobi Terminus

Kenia Rundreise Zugfahrt Nairobi Mombasa
Der Zug verbindet Nairobi und Mombasa in wenigen Stunden und gilt als eine der bequemsten Möglichkeiten, quer durchs Land zu reisen. Es gibt verschiedene Klassen, die sich vor allem im Sitzkomfort unterscheiden. Wir haben die mittlere Kategorie, die First Class, gebucht. Dort sind die Sitze breiter und die Bestuhlung ist deutlich angenehmer als in der Economy Class, wo man enger sitzt. Die teuerste Klasse erinnert eher an eine Business-Class im Flugzeug und heißt Premium Class. Die First Class war für uns ein sehr guter Kompromiss aus Komfort und Preis.

Barbara im Zug von Nairobi nach Mombasa
Während der Fahrt verändert sich die Landschaft ständig: weite Ebenen, kleine Dörfer, manchmal Tiere in der Ferne. Gerade nach einer Safari ist es spannend, Kenia einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen – nicht im Jeep auf staubigen Wegen, sondern entspannt im Zug mit Blick aus dem Fenster. Für mich war das ein schöner Übergang vom Abenteuer der letzten Tage hin zu dem ruhigeren Teil der Reise an der Küste.
Wenn du deine Kenia Rundreise planst, kann ich die Zugfahrt von Nairobi nach Mombasa wirklich empfehlen. Sie nimmt etwas Tempo aus der Reise, fühlt sich gleichzeitig authentisch an und verbindet die beiden völlig unterschiedlichen Welten von Nairobi und Mombasa auf eine sehr besondere Art.
Mombasa
Nach der Ankunft in Mombasa hat sich die Stimmung der Reise spürbar verändert. Während die Masai Mara voller Bewegung, früher Morgenstunden und intensiver Eindrücke war, ging es hier deutlich ruhiger zu. Wir haben nicht direkt auf der Insel selbst gewohnt, sondern ein Stück nördlich davon, in einer Gegend, in der auch viele wohlhabendere Locals leben. Unser Guesthouse lag etwa fünfzehn Minuten zu Fuß vom Meer entfernt – ruhig, angenehm und genau richtig, um nach der Safari erst einmal anzukommen.
Mombasa hat mir überraschend gut gefallen. Die Mischung aus tropischem Klima, Meer und entspannter Atmosphäre war ein schöner Kontrast zu den vorherigen Tagen. Wir haben viel Zeit damit verbracht, einfach spazieren zu gehen, kleine Restaurants auszuprobieren und das Gefühl zu genießen, dass die Reise jetzt langsamer wird.

Kreuzung in Mombasa

Barbara in Mombasa
Ein besonderes Highlight war ein Day Pass in einem Hotel, bei dem wir gefrühstückt haben und anschließend den Pool- und Loungebereich nutzen konnten. Dort habe ich auch ein wenig gearbeitet – allerdings deutlich weniger als sonst auf meinen Reisen. Für mich war Kenia eher eine Reise zum Erleben als zum Durcharbeiten, aber genau solche Orte eignen sich gut, wenn man eine Rundreise mit einer kurzen Workation verbinden möchte. Stabiles WLAN, entspannte Umgebung und trotzdem das Meer direkt in der Nähe – das hat überraschend gut funktioniert.
Wenn du die Route deiner Kenia Rundreise ähnlich planst, lohnt es sich meiner Meinung nach, den letzten Teil bewusst ruhiger zu gestalten. Nach den intensiven Safaritagen ist die Küste ein idealer Ort, um alles ein bisschen sacken zu lassen, bevor es wieder zurückgeht.

Die berühmten Stoßzähne von Mombasa


Zurück nach Nairobi
Nach vier Nächten an der Küste ging es für uns schließlich wieder mit dem Zug zurück nach Nairobi. Die Rückfahrt fühlte sich ganz anders an als die Hinfahrt: ruhiger, ein bisschen nachdenklicher, fast so, als würde man die Reise innerlich noch einmal Revue passieren lassen. Nach all den Eindrücken aus der Masai Mara und den entspannten Tagen am Meer war es schön, die Landschaft noch einmal langsam vorbeiziehen zu sehen. Und dann kam noch ein Highlight: Wir haben tatsächlich kurz vor unserer Ankunft in der Hauptstadt noch Nashörner im Nairobi Nationalpark gesehen, durch den man quasi durchfährt.
Unser letzter Tag in Kenia stand dann ganz im Zeichen eines entspannten Abschlusses. Wir haben das Giraffe Center besucht, etwas außerhalb von Nairobi – ein Ort, der uns wirklich überrascht hat. Dort kann man den Rothschild-Giraffen sehr nah kommen, sie füttern und gleichzeitig mehr über den Schutz dieser Tiere erfahren. Nach den Begegnungen in der freien Wildbahn war es eine ganz andere, ruhigere Art, Giraffen zu erleben, und ein schöner letzter Moment, bevor die Reise zu Ende ging. Für mich war das Giraffe Center ein unerwartet emotionaler Abschluss, der die Reise auf eine sehr besondere Weise abgerundet hat.

Im Giraffe Center in Nairobi


Workation-Potenzial
Auch wenn ich mir bei dieser Reise bewusst mehr Zeit zum Erleben genommen habe und weniger gearbeitet habe als sonst, habe ich schnell gemerkt, dass sich Kenia durchaus mit einer Workation kombinieren lässt – vor allem im Küstenbereich rund um Mombasa.
Gerade nach einer intensiven Rundreise kann es sehr angenehm sein, nicht direkt wieder abzureisen, sondern noch ein oder zwei Wochen an einem festen Ort zu bleiben. In unserem Fall haben wir das schon ein wenig getestet: Das Guesthouse, in dem wir gewohnt haben, war ruhig genug zum Arbeiten, und mit Day Passes in Hotels lassen sich unkompliziert Orte finden, an denen man gutes WLAN, angenehme Arbeitsplätze und gleichzeitig ein bisschen Urlaubsgefühl hat.

Barbara am Macbook in Kenia
Wenn du also darüber nachdenkst, eine Kenia Rundreise nicht nur als klassischen Urlaub zu sehen, sondern als Kombination aus Abenteuer und Remote-Life, lässt sich das gut umsetzen. Besonders die Küstenregion bietet sich dafür an, weil man hier schneller in einen ruhigeren Rhythmus kommt als während der Safaritouren im Landesinneren. Statt jeden Tag weiterzureisen, kann man sich bewusst Zeit nehmen, länger an einem Ort zu bleiben – sei es in einem Guesthouse, einem Co-Living oder einer Unterkunft, die sich für längere Aufenthalte eignet.
Genau diese Mischung aus intensiver Rundreise und anschließendem „Ankommen“ an einem Ort kann eine Reise nicht nur entspannter machen, sondern auch nachhaltiger. Für mich ist das eine Art zu reisen, die sich natürlicher anfühlt als ein reiner Urlaub oder eine reine Workation – irgendwo dazwischen.
Ehrliche Tipps & Learnings aus meiner Kenia-Rundreise
Rückblickend gibt es ein paar Dinge, die ich aus dieser Reise mitgenommen habe und die ich heute genauso oder bewusst anders machen würde. Genau diese Learnings sind oft das, was bei der Planung am meisten hilft.
Ich würde mir für Nairobi weiterhin nicht zu viel Zeit einplanen. Als Start- und Endpunkt ist die Stadt völlig in Ordnung, vor allem wegen der guten Anbindung und Orte wie dem Giraffe Center. Für einen längeren Aufenthalt hat sie mich persönlich aber nicht genug abgeholt.
Für die Safari würde ich immer wieder eine organisierte Tour wählen. Selbst zu fahren würde dem Erlebnis für mich viel nehmen. Die Guides kennen die Gegend, wissen, wo Tiere gesichtet wurden, und erklären unglaublich viel unterwegs. Gerade bei einer ersten Safari macht das einen riesigen Unterschied.
Was viele unterschätzen, ist die Intensität der Eindrücke in der Masai Mara. Früh aufstehen, lange Game Drives, viele Erlebnisse in kurzer Zeit – das ist wunderschön, aber auch anstrengend. Genau deshalb fand ich die Kombination mit mehreren Tagen am Meer danach so perfekt.

Nyali Beach
Und ganz ehrlich: Nicht jede Safari ist ein „Big Five Bingo“. Dass wir keine Leoparden oder Nashörner gesehen haben, hat die Reise für mich nicht weniger besonders gemacht. Im Gegenteil. Die Begegnungen mit dem Geparden, den Elefanten und den Jungtieren waren emotional so stark, dass ich keinen Moment das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben.
Weitere mögliche Stops für eine Kenia-Rundreise
Auch wenn meine eigene Route aus Nairobi, der Masai Mara und Mombasa bestand, lässt sich eine Kenia-Rundreise problemlos erweitern. Ein sehr beliebter zusätzlicher Stopp ist zum Beispiel der Tsavo Nationalpark, der sich gut zwischen Nairobi und der Küste einbauen lässt. Dort kann man noch einmal ganz andere Landschaften erleben und die Safari-Erfahrung vertiefen, ohne den Fokus komplett zu verschieben.
Je nach verfügbarer Zeit und Interesse lassen sich solche Add-ons gut in eine individuelle Planung integrieren. Für mich war die kürzere Route genau richtig, aber wenn du mehr Zeit hast, lohnt es sich definitiv, über zusätzliche Stationen nachzudenken.
Diese Route auf Barbaralicious-Art erleben
Nach meiner Kenia Rundreise haben mich immer wieder Fragen erreicht, ob man diese Route ähnlich planen und erleben kann. Genau deshalb ist es mir wichtig, meine Erfahrungen nicht nur zu teilen, sondern sie auch zugänglich zu machen.
Die Kenia Rundreise, wie ich sie gemacht habe, lässt sich individuell planen – mit Safari, Zugfahrten, Küste und der Möglichkeit, die Reise bei Bedarf mit einer Workation zu kombinieren. Die Organisation der Rundreise selbst erfolgt über einen erfahrenen Reiseanbieter, während ich meine persönlichen Erfahrungen, Routenvorschläge und Ideen für eine mögliche Verlängerung einbringe.
Wenn du Lust hast, Kenia Rundreise auf eine ähnliche Weise zu erleben – mit Raum für Abenteuer, Erholung und eigener Gestaltung – kannst du dich gern bei mir melden. Ich stelle dann den Kontakt her und helfe dir dabei, die Reise so zusammenzustellen, dass sie zu deinem Reisestil passt.
Beste Reisezeit für eine Kenia Rundreise
Die Frage nach der besten Reisezeit hängt in Kenia stark davon ab, was du erleben möchtest. Grundsätzlich gelten die trockeneren Monate als ideal für Safaris, weil die Tiere sich häufiger an Wasserstellen aufhalten und die Vegetation niedriger ist – dadurch sind Sichtungen oft einfacher.
Eine der besten Zeiten ist etwa von Juli bis September, wenn in der Masai Mara die Great Migration stattfindet. Dann ziehen riesige Gnu- und Zebraherden durch die Savanne, was für viele Reisende ein absolutes Highlight ist. Wenn du besonders viele Tierbeobachtungen machen möchtest, kann dieser Zeitraum sehr spannend sein.
Januar bis März gilt außerdem als gute Phase, wenn du mit etwas Glück viele Jungtiere sehen möchtest, vor allem Löwenbabys. Genau das macht Safaris zu dieser Zeit besonders emotional, weil die Natur voller Bewegung ist.

Baby Giraffe, etwa eine Woche alt
Ich selbst war zu einer Zeit unterwegs, die nicht als klassische Hauptsaison gilt – und trotzdem war die Erfahrung intensiv und beeindruckend. Für mich hat sich gezeigt: Kenia funktioniert nicht nur zu „perfekten“ Reisezeiten. Jede Saison hat ihre eigene Stimmung, und oft sind weniger überlaufene Monate sogar angenehmer, wenn du die Landschaft ruhiger erleben möchtest.
Wenn du deine Reise planst, lohnt es sich also, zuerst zu überlegen, was dir wichtiger ist: spektakuläre Tierwanderungen, viele Jungtiere oder eine etwas entspanntere Atmosphäre mit weniger Trubel. Genau danach würde ich die Reisezeit auswählen.
Anreise nach Kenia
Die Anreise nach Kenia lässt sich gut planen – sowohl aus Europa als auch, wenn du wie ich bereits länger unterwegs bist und verschiedene Flüge miteinander kombinierst. Mein Startpunkt war Nairobi, denn der Jomo Kenyatta International Airport (NBO) ist das wichtigste Drehkreuz des Landes und ideal, um eine Rundreise zu beginnen.
Ich bin mit Ethiopian Air geflogen, einer Airline der Star Alliance. Den Flug habe ich komplett über Miles & More Punkte als Award Flight in der Business Class gebucht. Gerade für eine längere Strecke nach Ostafrika lohnt es sich meiner Erfahrung nach, Meilen zu sammeln, weil der Komfortunterschied enorm ist und man deutlich entspannter ankommt – was sich vor allem bei einer Reise mit frühen Safaristarts auszahlt.
Nach Kenia ging es für mich später weiter nach Riad, ebenfalls in der Business Class. Diesen Flug habe ich über Rewards Points von American Express gebucht. Genau solche Kombinationen aus verschiedenen Bonusprogrammen nutze ich gern, um lange Strecken komfortabler zu gestalten, ohne den regulären Ticketpreis zahlen zu müssen. Wenn du dich für Punkte- und Meilensammeln interessierst, kann es sich also lohnen, Flüge strategisch zu planen und verschiedene Programme miteinander zu kombinieren.



Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, nach Nairobi zu reisen. Viele internationale Airlines fliegen die Stadt mit einem Umstieg an, zum Beispiel über Addis Abeba, Doha, Dubai oder Istanbul. Direktflüge aus Europa sind ebenfalls verfügbar, je nachdem, von wo du startest.
Nach der Landung hast du mehrere Optionen, um zu deiner Unterkunft zu kommen:
- Taxi oder Uber: Die einfachste Variante, gerade nach einem langen Flug. Die Fahrzeit ins Zentrum hängt stark vom Verkehr ab. Für die Nutzung von Uber solltest du eine lokale Simkarte oder eine eSIM organisieren.
- Privater Transfer: Viele Hotels oder Guesthouses bieten einen Abholservice an, was besonders nach einer späten Ankunft angenehm ist.
- Organisierte Abholung: Wenn du wie ich eine Safari planst, kannst du dich direkt von deinem Anbieter am Flughafen abholen lassen und musst dich um nichts kümmern.
Wenn deine Kenia Rundreise ähnlich aufgebaut ist wie meine, lohnt es sich, Nairobi vor allem als praktischen Start- und Endpunkt zu sehen. Von hier aus erreichst du sowohl die Nationalparks als auch die Küste problemlos – und kannst die Anreise entspannt beginnen, bevor das eigentliche Abenteuer startet.
Hotels & Unterkünfte in Kenia
Die Unterkünfte waren ein wichtiger Teil dieser Reise, weil sie jeweils ganz unterschiedliche Facetten von Kenia widerspiegeln. Vom Stadthotel in Nairobi über ein Zeltcamp in der Masai Mara bis hin zu einem ruhigen Guesthouse nahe der Küste – genau diese Mischung hat für mich den Reiz der Kenia Rundreise ausgemacht.
In Nairobi haben wir uns bewusst für Hotels entschieden, das vor allem praktisch gelegen waren, da wir dort nur jeweils eine Nacht vor und nach der Safari sowie am Ende vor der Abreise verbracht haben. Vor allem kann ich das Woodmeere Hotel* empfehlen.

Unterkunft in Nairobi
In der Masai Mara war das Zeltcamp eines der Highlights. Auch wenn man „Zelt“ hört, darf man sich das nicht wie klassisches Camping vorstellen. Es war eher Glamping: ein richtiges Bett, ein eigenes Bad und gleichzeitig das Gefühl, mitten in der Natur zu sein. Abends die Geräusche der Savanne zu hören und morgens mit Blick ins Grüne aufzuwachen, war für mich eine der intensivsten Erfahrungen der ganzen Reise. Gerade bei Safaris lohnt es sich meiner Meinung nach, in ein gutes Camp zu investieren, weil die Unterkunft ein großer Teil des Erlebnisses ist.
An der Küste bei Mombasa haben wir ein kleines Guesthouse gewählt, das etwa fünfzehn Minuten zu Fuß vom Meer entfernt lag. Diese Art von Unterkunft hat gut zu unserem Reisestil gepasst: persönlicher, ruhiger und ideal, um nach den intensiven Safaritagen runterzukommen. Gleichzeitig haben wir uns bewusst auch einen Day Pass in einem Hotel gegönnt, um dort zu frühstücken, zu arbeiten und den Poolbereich zu nutzen. Diese Mischung aus Guesthouse und gelegentlichen Hotelaufenthalten fand ich perfekt, wenn man sowohl authentisch reisen als auch zwischendurch ein bisschen Komfort genießen möchte.
Wenn du deine eigene Rundreise planst, würde ich empfehlen, die Unterkünfte nicht alle gleich zu wählen, sondern sie an die jeweilige Station anzupassen. In Nairobi eher praktisch, in der Masai Mara erlebnisorientiert und an der Küste entspannt – genau diese Abwechslung hat die Reise für mich besonders stimmig gemacht.
Kenia mit anderen Ländern kombinieren
Wenn du ohnehin eine längere Anreise nach Ostafrika planst, kann es sich lohnen, Kenia mit einem weiteren Reiseziel zu kombinieren. Viele internationale Verbindungen führen über Drehkreuze im Nahen Osten oder in Ostafrika, sodass sich Stopover oder Anschlussreisen relativ unkompliziert einbauen lassen.
Eine naheliegende Kombination ist zum Beispiel Tansania – vor allem, wenn du noch mehr Safari erleben möchtest oder Orte wie die Serengeti oder Sansibar auf deiner Liste stehen. Auch Uganda ist für Reisende interessant, die sich zusätzlich für Gorilla-Trekking oder eine andere Landschaftsperspektive interessieren. Wenn du eher einen Kontrast suchst, kannst du Kenia auch gut mit einem Stopover in einer modernen Metropole verbinden, etwa in Doha, Dubai oder Riad, je nachdem, über welchen Hub du fliegst.

Sonnenaufgang im Sansibar-Urlaub
Für mich persönlich spielen bei solchen Kombinationen oft auch Punkte- und Meilenstrategien eine Rolle. Viele Flugverbindungen lassen sich so planen, dass du nicht nur komfortabel reist, sondern gleichzeitig mehrere Ziele in einer Reise verbindest – ohne dass es sich wie ein zusätzlicher Stressfaktor anfühlt. Gerade wenn du ohnehin länger unterwegs bist oder eine Rundreise mit einer Workation kombinieren möchtest, kann eine solche Multi-Stop-Route eine spannende Möglichkeit sein, noch mehr aus der Reise herauszuholen.
Mein Reise-Equipment
Da ich auch immer wieder gefragt werde, wie und mit was ich auf Reisen gehe, habe ich dir noch eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Teile meiner Ausrüstung gemacht:
Rucksäcke und Koffer
Mittlerweile habe ich zahlreiche Rucksäcke und Koffer, aus denen ich jeweils für die Reise den passenden wählen kann. Am liebsten reise ich mit meinem Equipment von Osprey. Auch auf unseren Reisen nach Thailand hatten wir den Osprey Sojourn 60* und den Transporter 90* dabei.
Mein Hauptrucksack ist seit einiger Zeit der Nordace Siena. Der ist mit 19 Litern nicht so riesig, gefällt mir optisch sehr gut und hat allerlei Fächer, auch versteckte für zb. den Pass, sowie einen USB-Ladeport, was ich sehr praktisch finde.
Kamera
Ich würde dir außerdem Schutz für dein Handy empfehlen. Ich habe mir einen schönen Kratzer eingefangen, als ich in der Margarethenschlucht unterwegs war. Und das, obwohl mein Handy weder runtergefallen noch irgendwo angestoßen ist. Zumindest nicht bewusst. Daher habe ich nun mit einer Outdoorhülle vorgesorgt: Outdoor Case iPhone*.
Meine Fotos mache ich übrigens mit einer Sony Alpha 6600*. Ich wechsle meistens zwischen meinen zwei Lieblingsobjektiven: einem 10-18mm Weitwinkelobjektiv* und einer 30mm Festbrennweite*. Falls du dich schon gewundert hast, wie ich Fotos von mir mache, obwohl ich viel allein unterwegs bin: Ich habe ein Rollei Stativ*.
Mein Fazit – Kenia als Rundreise erleben
Wenn ich heute an diese zehn Tage unserer Kenia Rundreise zurückdenke, fühlt sich Kenia für mich wie eine Reise voller Kontraste an. Nairobi als lebendiger Startpunkt, die Masai Mara mit ihrer wilden, manchmal rauen Schönheit und schließlich Mombasa mit diesem entspannten Küstengefühl, das alles wieder ein bisschen erdet. Genau diese Mischung hat die Reise für mich so besonders gemacht.
Was mir an dieser Route besonders gefallen hat, ist die Balance. Du hast intensive Momente auf Safari, in denen jeder Tag neue Eindrücke bringt – und gleichzeitig genug Zeit, um am Ende wieder runterzukommen. Für mich war das die perfekte Art, Kenia kennenzulernen, ohne das Gefühl zu haben, ständig weiterziehen zu müssen.
Auch wenn ich auf dieser Reise weniger gearbeitet habe als sonst, habe ich gemerkt, wie gut sich eine solche Rundreise mit einer längeren Auszeit oder einer Workation verbinden lässt. Gerade die Tage an der Küste bieten Raum, die Erlebnisse zu verarbeiten und gleichzeitig wieder langsam in einen eigenen Rhythmus zu finden.
Kenia ist kein Reiseziel, das sich wie ein klassischer Strandurlaub anfühlt. Es ist intensiver, manchmal auch emotionaler – aber genau das macht den Reiz aus. Wenn du offen bist für Natur, Begegnungen und eine Reise, die nicht nur aus perfekten Postkartenmomenten besteht, dann kann diese Route ein unglaublich schöner Einstieg sein, um das Land kennenzulernen.

PS: Alle mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate Links!
Hat dir dieser Blogpost gefallen?
Dann teile ihn in deinen sozialen Netzwerken!
Newsletter









