Gibraltar – Von dichtem Nebel, einem bekannten Felsen und Affen

von | 26/10/16 | Europa | 12 Kommentare

Durch die Passkontrolle geht es auf britisches Hoheitsgebiet von Spanien nach Gibraltar. Es ist mein erstes Mal hier und ich freue mich auf den Tag.

Obwohl ich erfreulicherweise auf der rechten Seite weiterfahren kann, kommt es mir so vor, als hätte ich vollkommen den Überblick über den Verkehr verloren. Die Verkehrsführung ist wirr, es folgt Kreisel auf Kreisel und ich möchte am liebsten anhalten und einmal tief durchatmen. Aber es gibt keine Parkplätze und auch nicht so etwas wie einen Seitenstreifen. Also erstmal weiterfahren und die Augen offen halten!

 

Gibraltar im Nebel

Nach etwa zehn Minuten komme ich am anderen Ende von Gibraltar an, dem sogenannten Europa Point. Hier wird nun auch das Ausmaß des Wetters klar: Der Nebel ist dicht und macht es teilweise schwer, weiter als 100 Meter zu blicken.

leuchtturm-am-europa-point

Nebel über dem Europa Point

Nach einer kurzen Erkundungstour eines der südlichsten Punkte des europäischen Festlandes, warte ich im Auto auf besseres Wetter. Als nach über einer Stunde keine Besserung in Sicht ist, beschließe ich mit dem Bus in die Altstadt zu fahren. Ein Tagesticket für den Bus kostet nur 3 Euro.

 

Die Altstadt

Ich kann es kaum glauben, aber die Stadt mit 29.000 Einwohnern sieht tatsächlich aus wie eine britische Stadt und erinnert überhaupt nicht an Spanien.

Royal Mail Gibraltar

Telephone Gibraltar

Gibraltar ist übrigens eine Duty Free Zone! Es lohnt sich also durchaus dort vorbeizuschauen, wenn man tanken muss oder neue Elektroware benötigt. Ich habe mir direkt mal ein neues Handy gegönnt, nachdem mich meines schon den ganzen Sommer über immer wieder hat hängen lassen und der Handykauf dementsprechend schon länger auf dem Plan steht.

Die lange Hauptstraße der Altstadt – eine Fußgängerzone – bietet viele Einkaufsmöglichkeiten und führt nach etwa 500 Metern auf den Hauptplatz, der mit Restaurants auf Hungrige wartet.

In der Altstadt Gibraltar

Der Rock of Gibraltar

Wohl einer der bekanntesten Felsen weltweit und sofort an seiner Form erkennbar… Leider kann ich aufgrund des Nebels immer noch nicht wirklich viel davon sehen. Trotzdem entscheide ich mich nach dem Mittagessen, dass ich nicht einfach so zurück nach Tarifa fahren kann. Ich bahne mir meinen Weg durch die Gassen hinauf.

Ich komme immer höher und langsam aber sicher wird der Ausblick deutlich besser.

Herz im Baum

Blick auf Gibraltar

Und ich habe Glück: Der Nebel verzieht sich und die Sonne strahlt mit jedem Schritt, den ich gehe, mehr.

Endlich komme ich am Eingang an. Ich kann zwischen drei Ticketsorten wählen:

  1. Walking Ticket für 1 Euro
  2. Höhlenbesichtigung für 12 Euro
  3. volles Ticket inklusive Besichtigung der Anlagen aus den Weltkriegen für 21 Euro

Allein schon wegen der Uhrzeit – es ist schon nach 15 Uhr – entscheide ich mich für das Walking Ticket. Alles andere macht für mich keinen Sinn.

Kurz darauf sehe ich den ersten Affen des Tages. Er sitzt ganz gemütlich auf einer Kanone und scheint es offensichtlich zu genießen, dass er von den vielen Reisenden fotografiert wird.

Affe auf Kanone Gibraltar

Barbara mit einem Affen in Gibraltar

Es geht immer weiter bergauf und ich fühle mich durchaus an meine Pilgerwanderung auf den Adam’s Peak erinnert. Auch wenn das natürlich noch eine Ecke krasser war.

Die Affen von Gibraltar

An einem der höchsten Punkte angekommen, lassen die berühmten Makake-Affen nicht lange auf sich warten. Sie spielen, raufen und lausen sich gegenseitig – eigentlich genau so, wie man es sich eben vorstellt.

Affen in Gibraltar

Ich finde sie mega süß… Werde allerdings ein bisschen ausgebremst, als einer sich plötzlich an meinem Rucksack zu schaffen macht, den ich abgesetzt hatte, um das Objektiv zu wechseln. Kurz habe ich Angst, dass er mich angreift, denn er findet es so gar nicht lustig, dass ich nicht möchte, dass er sich an meinen anderen Objektiven zu schaffen macht. Am Ende geht die Situation aber glimpflich aus und ich will nicht nachtragend sein.

Hier noch ein paar Aufnahmen von den uns Menschen so ähnlichen Tieren, an denen man in Gibraltar einfach nicht vorbeikommt (einfach auf die Pfeile rechts oder links klicken, die im Bild erscheinen):

 

Der Abstieg

Es fällt mir echt schwer, mich von den Affen zu trennen. Vor allem die Babyaffen sind einfach wahnsinnig süß und ich kann kaum aufhören, im Sekundentakt Fotos zu schießen.

Dann wird es allerdings doch Zeit, sich auf den Rückweg zu machen. Denn die Sonne steht bereits sehr tief. Über eine Treppe vermeide ich dieses Mal die Serpentinen und mache mich auf geradem Weg bergab.

Treppe Rock of Gibraltar

Eine Hängebrücke, die erst letztes Jahr eröffnet wurde, will ich mir aber nicht entgehen lassen.

Hängebrücke Rock of Gibraltar

Hängebrücke von vorn

Danach ist es aber endgültig Zeit, zum Auto zurückzukehren, und mit schmerzenden Beinen erreiche ich etwa 30 Minuten, nachdem die Sonne hinter dem Berg verschwunden ist, die Bushaltestelle. Ich habe sogar Glück und nur zehn Minuten später kommt der richtige Bus, der mich zurück zum Europa Point bringt.

Du möchtest mehr als nur Fotos?

Dann schau dir das Video von Chris Spiegl an:

Gibraltar 2016 Revisiting the Apes

Mein Fazit?

Gibraltar ist durchaus einen Tagesausflug wert. Auch die 45 Minuten Autofahrt aus Tarifa habe ich gern auf mich genommen – vor allem, weil ich den Tank für 2/3 des spanischen Preises füllen konnte.

Ich denke, man sieht mir auch an, dass ich ganz happy war, oder?

Barbara macht ein Foto mit dem Handy

Mehr als einen Tag würde ich hier aber wohl eher nicht verbringen wollen. Wenn du einen Tagesausflug planst, schau dir unbedingt die Wettervorhersage an. Ich bin schon ein wenig enttäuscht, dass mir ein halber Tag verloren gegangen ist, nur weil es so neblig war.

Warst du schon einmal in Gibraltar? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

Melde dich zu meinem Newsletter an, in dem ich dich über mein Leben auf Reisen und als digitale Nomadin informiere! So verpasst du keinen neuen Blogpost, kein neues E-Book oder wohin mich meine Reisen bringen. Langweilig wird es sicher nicht!

 

Pin Gibraltar – Von dichtem Nebel, einem bekannten Berg und Affen
Pin Gibraltar – Von dichtem Nebel, einem bekannten Berg und Affen
Pin Gibraltar – Von dichtem Nebel, einem bekannten Berg und Affen
Camp de Mar

EUROPA

GRUß AUS CAMP DE MAR

Lissabon

EUROPA

LISSABON

O Algar

EUROPA

O ALGAR