Cadiz – Ein Photo Walk durch eine Stadt zum Schlendern

Cadiz – Ein Photo Walk durch eine Stadt zum Schlendern

Cadiz macht nicht den besten ersten Eindruck: Es riecht nach Meer. Stark nach Meer und Fisch. Fast schon unangenehm. Aber davon lasse ich mir die Lust auf meinen Photo Walk nicht verderben!

Ich habe etwa zwei Stunden Zeit, bis ich weiterfahren muss: Es geht nach Sevilla und da liegt Cadiz ja auf dem Weg. Von Tarifa dauerte die Autofahrt gute zwei Stunden. Zwei Stunden in denen es durchgängig geregnet hat. Daher wahrscheinlich auch der Geruch, der alles aufgespült hat.

Ein Glück, dass jetzt die Sonne scheint!

Zwei Stunden in einer Stadt sind nicht mal annähernd genug, um sie zu verstehen. Aber es reicht, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen! Deswegen möchte ich heute gar nicht so viel schreiben, sondern dich genauso durch die Stadt wandeln lassen, wie ich es getan habe: Ohne einen echten Plan, sondern einfach nur aufzunehmen, was man so beim Schlendern sieht.

Los geht’s:

Dann kam ich an eine wundervolle Strandpromenade, die – wie ich später feststellte – um halb Cadiz führt.

 

Einmal kurz nach rechts abbiegen und plötzlich war ich unerwarteterweise direkt im Herzen der Altstadt und an der Kathedrale von Cadiz.

 

Und schon war die Zeit fast um! Ich überlegte noch, ob ich auf eine nahegelegenen Turm Torre de Tavira gehen sollte, von dem man einen hervorragenden Ausblick haben soll. Laut Tourist Information versteht sich. Aber ein Eintrittspreis von 6 Euro war mir zu hoch.

So fiel die Entscheidung auf den Strand: Ein letztes Mal in Andalusien wollte ich ans Meer, bevor es zurück ins kalte Deutschland ging!

Auch wenn ich Cadiz mit diesem kurzen Spaziergang vielleicht Unrecht getan habe, da sie es bestimmt verdient, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie zu verstehen: Ich habe es genossen, mal einfach gedankenverloren durch die Straßen zu schlendern!

Hast du sowas auch schon einmal getan? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

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Die Dünen von Tarifa
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Metropol Parasol Sevilla
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Puente Viejo in Ronda
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Ein Tag in Sevilla

Ein Tag in Sevilla

Vorfreude

Ich habe mich riesig auf Sevilla gefreut!

2009 war ich während meines Auslandssemesters schon einmal dort und war damals etwas enttäuscht, nicht mehr Zeit zu haben. Deswegen stand Sevilla mehr oder weniger auf Platz der Orte, die ich mir anschauen wollte, als ich in Tarifa war.

Mit einem Zwischenstopp in Cádiz ging es also in die feurige Stadt des Flamenco.

Als ich ankam, war es bereits dunkel. Vom Tag im Auto mit Regen und dem zweistündigen Ausflug in Cádiz war die Luft raus und ich wollte einfach nur noch ins Bett. Dahin zu kommen gestaltete sich jedoch als schwierig. Denn die gebuchte Pension war – wohl Fluch und Segen gleichzeitig – im Herzen der Innenstadt, in der Fußgängerzone.

Ich glaube, ich habe fast eine Stunde lang nach einem freien Parkhaus (für knapp 20 Euro pro Tag) gesucht, bis ich endlich das Auto parken konnte und mich auf den Weg zur Pension machen konnte.

Diese sah auf den ersten Blick ziemlich cool aus:

Atrium Nuevo Suizo Sevilla

Imposant erhob sich das Treppenhaus über meinem Kopf.

Den Abend habe ich auf meinem Zimmer verbracht und bin schon vor 22 Uhr eingeschlafen.

Ab in die Kathedrale? Heute nicht!

Am nächsten Morgen wollte ich die Stadt erkunden. Außer der Kathedrale hatte ich bei meinem ersten Besuch nichts gesehen.

Es kam mir fast ironisch vor, dass genau an diesem Morgen in einer Prozession eine Statue von der Kathedrale in eine andere Kapelle durch die halbe Stadt getragen werden sollte. Die Konsequenz? Um die Kathedrale war es so überfüllt, dass ich nicht mal in die Nähe des Eingangs gekommen bin. Ich wollte auf dem Rückweg nochmal rein, aber abends war ich wieder viel zu müde.

Ich genoss es einfach durch die Straßen zu schlendern und die sonntägliche Atmosphäre zu genießen.

Flamenco-Tänzerinnen Sevilla

Brunnen Sevilla

Überdachung Sevilla

Aber nach einer Weile wollte ich doch ein paar der Highlights der Stadt sehen. Als machte ich mich zu Fuß in Richtung Plaza España, dem angeblich schönsten Platz der Stadt.

 

Plaza España und Maria Luisa Park

Zuerst kam ich in den Maria Luisa Park, in dem ganz schön viel los war. Entlang der Bäche und Teiche bummelten die Sevillanos und Touristen durch den grünen Park. Auch Kutschen fuhren.

Spiegelung im Teich

Im Park in Sevilla

Kutsche im Park in Sevilla

Direkt dahinter liegt der Plaza España!

Der Platz ist riesig groß und in einem Halbkreis gebaut, an den mehrere imposante Gebäude angrenzen. Ein Flüsschen wurde kreisförmig angelegt, an dem man auf einem Boot seine Runden ziehen kann. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Brunnen.

Plaza de Espana durch Gelaender

Boote Plaza de Espana

Brunnen Plaza de Espana

Danach ging es zum Guadalquivir, dem Fluss, der durch Sevilla fließt.

An seinem Ufer kann man wahrscheinlich Stunden lang spazieren gehen. Ich habe mich an die bekannte Triana-Brücke gesetzt, die hinüber ins Szeneviertel der Stadt führt. An den Bars hatte ich nicht wirklich Interesse, aber in der Sonne zu sitzen und die Aussicht zu genießen, war einfach wunderbar.

Bruecke ueber Guadalquivir Sevilla

Barbara am Guadalquivir

Guadalquivir Sevilla

Obwohl es noch nicht spät war, bin ich dann nur noch am Guadalquivir langgelaufen und danach zurück in die Pension.

Auf dem Weg kam ich an dieser riesigen Holzkonstruktion namens „Metropol Parasol“ vorbei, die 2011 vom deutschen Architekten Jürgen Mayer gebaut wurde.

Holzkonstruktion Sevilla

Barbara haelt Holzkonstruktion

Auch wenn ich nicht so viel gesehen habe, wie ich gerne hätte, bin ich trotzdem froh, dass ich nicht noch mehr durchgeprügelt habe. So konnte ich meinen Tag in Sevilla genießen und am nächsten Morgen entspannt nach Ronda fahren.

Deine Barbara

The Tarifa Guide for Digital Nomads

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Baelo Claudia – Eine römische Ausgrabungsstätte in Andalusien

Baelo Claudia – Eine römische Ausgrabungsstätte in Andalusien

Nur knapp 20 Kilometer von Tarifa entfernt, liegt eine römische Ausgrabungsstätte – Baelo Claudia.

Im 2. Jahrhundert vor Christus erbaut, wurde der Ort, der für die Verarbeitung von Fisch und vor allem Thunfisch im ganzen Römischen Reich bekannt war, nur 400 Jahre später verlassen. Wegen regelmäßiger Erdbeben verlor Baelo Claudia den Reiz für seine Bewohner.

Weitere 500 Jahre später begann hier die Eroberung Andalusiens durch die Mauren, die zu einer Blütezeit der Region führte.

Die Highlights von Baelo Claudia

Baelo Claudia hat drei Highlights: ein Aquädukt, ein Theater und eine Basilika.

Du gelangst durch ein zweistöckiges Museum hindurch zum Außenbereich. Der Weg leitet dich zunächst zum Aquädukt. Dies ist das einzige erhaltene von einst drei Aquädukten, die die Stadt mit Wasser versorgten.

Aquaedukt Baelo Claudia

Danach hat mich das Theater irgendwie magisch angezogen, auch wenn der Weg eigentlich zunächst zur Basilika führt. Das Theater ist ziemlich gut erhalten und du kommst fast schon rein.

Theater Bealo Claudia

Theater Baelo Claudia von vorne

Danach bin ich in Richtung Meer gelaufen. Baelo Claudia liegt nämlich direkt am bekannten Strand Bolonia. Als ich dort war, war sogar ein Kiter auf dem Wasser.

Kiter in Baelo Claudia

An den Thermen vorbei führt der Weg zur Basilika. Dort steht eine Statue des römischen Kaisers Trajan, der zwischen 98 und 117 römischer Kaiser war. Die Statue ist erstaunlich gut erhalten ist.

Basilika Baelo Claudia

Den Ausblick genießen

Am Ende saß ich einfach da und habe den Ausblick aufs Meer genossen. Die Ruinen zum größten Teil hinter mir, zum Teil aber auch vor mir konnte ich nicht anders, als aufs Meer zu blicken und mir – wie immer, wenn ich an solchen geschichtsträchtigen Orten bin – vorzustellen, wie es vor 2000 Jahren hier gewesen sein muss.

Therme Baelo Claudia

Fenster zum Meer Baelo Claudia

Wie war es, in die Therme zu gehen? Welche Theaterstücke wurden hier wohl aufgeführt? Und was haben die Bewohner über die Trajanstatue gedacht?

Mein Fazit?

Baelo Claudia bietet eine tolle Möglichkeit für einen Halbtagesausflug. Ich war überrascht, wie groß und gut erhalten die Ausgrabungsstätte ist. Da ich bereits im Internet gelesen hatte, dass der Eintritt für EU-Bürger kostenfrei ist, hatte ich nicht viel erwartet. Im Vergleich dazu war die Ausgrabungsstätte in Marsala, die Eintritt kostete, ein einziger Witz!

Das Museum ist sehr liebevoll und ein wenig interaktiv eingerichtet, sodass es sich auch da lohnt, ein bisschen genauer hinzuschauen und in die Geschichte einzutauchen!

Also, Baelo Claudia: Daumen hoch! Oder was meinst du?

Deine Barbara

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In den Duenen von Tarifa

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Ronda – Wo eine Brücke über eine Schlucht zwei Stadtteile verbindet

Ronda – Wo eine Brücke über eine Schlucht zwei Stadtteile verbindet

Ronda war mein letzter Stopp dieses Trips durch den tiefsten Süden Spaniens und Europas. Ein Monat in Tarifa lag hinter mir. Nach einem Wochenende in Cádiz und Sevilla lag Ronda auf dem Weg nach Málaga, von wo mein Rückflug nach Deutschland ging.

Schon als ich letztes Jahr in Andalusien Strände getestet habe, wurde ich auf Ronda aufmerksam. Zeitlich hat es damals leider nicht geklappt, sodass der kleine Ort dieses Mal ganz oben auf meiner Wish List stand.

Nach zwei Stunden Fahrt und einem Zwischenstopp auf der Finca Vegana, wo meine Blogger-Kollegen und –Freunde von Minimalisch schon seit einer Weile leben und arbeiten, kam ich am frühen Nachmittag in Ronda an. Ich hatte ein klares Ziel: Puente Nuevo! Die Brücke aus dem 17. Jahrhundert ist eine von drei Brücken, die über die Schlucht El Tajo führt. Sie ist etwa 120 Meter hoch und verbindet die Altstadt mit dem neueren Stadtteil Mercadillo.

Ruine Villa Apolo

Auf der Suche nach einem Aussichtspunkt gelangte ich plötzlich etwas außerhalb der Stadt an einen ziemlich verlassen wirkenden Ort und wollte bereits umdrehen. Dann sah ich in etwa 100 Metern Entfernung eine Ruine.

Als würde sie mich magisch anziehen, verließ ich mein Auto und näherte mich dem heruntergekommenen Gebäude. Der Putz abgebröckelt, ganze Wände eingerissen, Böden eingestürzt – hier hatte sich außerdem der ein oder andere „Grafitti-Künstler“ versucht zu verewigen.

Ruine Ronda

Die Sonne schien zwar, aber es war mit 10 Grad bitter kalt, nachdem ich einen Monat den andalusischen Spätsommer in Tarifa genießen durfte. Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen, hineinzugehen, und auch innen ein paar Fotos zu schießen.

Ruine Ronda innen

Ruine oberer Teil

Als ich mich umdrehte, konnte ich einen Jauchzer der Entzückung nicht unterdrücken: Da war die berühmte Brücke. Leider war sie ziemlich weit weg.

Ruine Blick auf Ronda

Zuhause angekommen, machte ich mich auf die Suche nach dem namenlosen Ort. Und siehe da! Ich wurde fündig:

Die Ruine ist Villa Apolo und es ranken sich viele Legenden um sie. Eine davon ist folgende:

Hier hat einst eine ganz normale Familie gelebt. Die Idylle hatte eine Ende, als die 8-jährige Tochter der Familie ermordet in einer Blutlache gefunden wurde. Seitdem soll dieser Ort von Geistern heimgesucht werden und das kleine Mädchen sei mehrmals weinend gesichtet worden sein.

Gut… Ich glaube nicht wirklich an paranormale Aktivitäten. Trotzdem bin ich froh, dass ich diese Geschichte nicht kannte, als ich dort war.

Puente Nuevo

So fuhr ich zurück in die Stadt, um mich auf die Suche nach dem besten Blick auf die Brücke zu machen.

Brücke von oben

Diesen hast du von einem kleinem natürlichen Aussichtspunkt, der zu Fuß zu erreichen ist. Du siehst ihn, wenn du von der Brücke in Richtung Tal blickst.

Von dort kannst du auch ganz gut einschätzen, wo der Zugang zu dem kleinen Weg, der dorthin führt, liegen muss. Ausgeschildert ist er leider nicht.

Er ist etwa drei Minuten Fußweg von der Brücke entfernt. Und zwar links von ihr, wenn du auf ihr stehst und ins Tal schaust.

Arkaden Ronda

Ronda a los Viajeros Romanticos

Hast du den Zugang erreicht, geht es eine Art Treppe mit sehr langen, flachen Stufen hinab. Der letzte Teil der Strecke ist aus Erde.

Unten angekommen, hast du einen fantastischen Blick.

Barbara vor der Brücke Ronda

Deswegen habe ich diesen Moment auch genutzt, um mal wieder ein Live-Vlog bei Periscope zu machen. Schau mal hier:

Barbaralicious live in Ronda

Dreist in Ronda

Zum Abschluss möchte ich dir noch erzählen, was mir auf dem Weg zum Aussichtspunkt passiert ist. Als ich so durch die schönen Straßen lief und meine Fotos machte, kam ich an einer offen stehenden Eingangstür vorbei. Es standen zwar Leute daneben, aber es wirkte auf mich wie ein Hoteleingang. Dahinter lag eine Terrasse mit einem Ausblick, der mir den Atem raubte.

Blick ins Haus vom Poeten in Ronda

„Was kann schon passieren?“, fragte ich mich und huschte hinein.

Ich war nicht mal an dem Geländer angekommen, als eine Stimme hinter mir sagte: „Sorry, young lady, but this is my home!“

Leicht verlegen, aber auch mit der Hoffnung noch die Erlaubnis für ein paar Fotos zu bekommen, entschuldigte mich in meinem höflichsten Spanisch und sagte, dass ich bei diesem wundervollen Anblick, den seine Terrasse biete, einfach nicht widerstehen hatte können.

„Oh, du sprichst Spanisch?!“, sagte der Mann amüsiert und irgendwie beeindruckt, bevor er hinzufügte: „Dann komm rein, sei mein Gast und trink einen Wein mit mir!“

Also… Das ist so eine typische Reise-Story, die unbedingt in den Nachfolger von Meine Weltreise muss, sobald ich dazukomme, das Buch zu schreiben.

Er bat mich hinein und erzählte mir, dass er die Weine selbst produziere: ökologisch und biologisch.

Obwohl ich keinen Alkohol trinke, konnte ich mich dieser Weinprobe nicht entziehen. Und siehe da: Der Wein, der 15 Euro pro Flasche kostet, sagt sogar meinem Gaumen zu.

Er fing an zu erzählen, dass er Poet sei und versuche, die Poesie in seinen Weinen zum Leben zu erwecken. Dann las er mir in den imposanten Hallen seines Hauses ein paar seiner Gedichte vor – über die Liebe, über das Sein und Freiheit.

Am Ende fragte er mich, wo ich denn lebe. Als ich sagte, „nirgendwo und überall – ich bin Nomadin“, war er einfach entzückte und gab zurück: „Deswegen verstehst du mich! Deswegen erreichen dich meine Gedichte: Du lebst die Freiheit, die ich in meinen Werken sprechen lassen möchte.

Wir verabschiedeten uns herzlich und als die Tür ins Schloss gefallen war, bemerkte ich, dass ich ihn nicht einmal nach seinem Namen gefragt und auch kein einziges Foto gemacht hatte.

So wird mir Ronda nicht nur als wunderschön in Erinnerung bleiben, ich werde auch immer an meinen namenlosen Freund denken, der mir mehr als nur ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Hast du auch ein besonderes Ronda -Erlebnis gemacht? Berichte mir davon in den Kommentaren!

Deine Barbara

Ronda Ronda Ronda Ronda

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7 MAYA-RUINEN IN MEXIKO UND GUATEMALA

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Tarifa – In der europäischen Hochburg für digitale Nomaden

Tarifa – In der europäischen Hochburg für digitale Nomaden

Tarifa ist bekannt dafür, dass sich hier allerlei Ortsunabhängige und Expats rumtreiben – gelegentlich fällt auch das Wort „Hippie“. Schon lange wollte ich mir diesen Ort mal selbst anschauen und mir ein eigenes Bild machen. Nun bin ich seit drei Wochen hier, sodass es Zeit für ein Resümee ist.

Tarifa für digitale Nomaden

Bekannt als die Nomaden-Hochburg Europas, hat mich die südlichste Stadt auf dem europäischen Festland nicht enttäuscht: Viele digitale Nomaden, die ich von der Nomad Cruise oder anderen Nomaden-Veranstaltungen kennen, tummeln sich um diese Jahreszeit – also zwischen September und November – hier herum.

Ein bisschen enttäuscht hat mich die Internetverbindung, die dafür, dass so viele Menschen zum Web-Arbeiten hierher kommen, eher schlecht und instabil ist. Bei mir „Zuhause“ muss ich regelmäßig den Router neustarten. Angeblich gibt es hier aber schnelles Internet. Warum das nirgendwo verfügbar ist, wurde mit der Aussage beantwortet: „Weil es von den Locals hier niemanden interessiert“.

Auch das sonst recht coole Coworking-Hostel La Cocotera scheint da zu Wünschen übrig zu lassen. Allerdings haben die Betreiber vorgesorgt und ein portables Modem für wichtige Fälle in der Schublade. Solltest du also dort arbeiten und das WLAN nicht richtig funktionieren, kannst du dir das Modem abholen. Kostenpunkt für einen Tag Arbeit dort, wenn du nicht auch dort untergekommen bist: 15 Euro. Dafür gibt es die Dachterrasse mit super Ausblick kostenfrei mit dazu!

 

NOMADEN-SAISON:

Die Saison für Nomaden stimmt nicht mit der Feriensaison überein. Wir suchen ja keine touristisch überlaufenen Orte, sondern wollen in Ruhe arbeiten und unser Nomaden-Leben genießen. Dementsprechend beginnt „unsere Saison“ erst im September und geht bis Anfang November.

EVENTS:

Es gibt jede Menge Events und Meet Ups, die Stadt ist förmlich bevölkert von Nomaden und es gibt immer was zu tun. In der Saison gibt es da zum Beispiel das Dienstags-Meet Up. Während ich da war, fand es immer in der Beach Bar Waikiki statt. Diese liegt am Rande der Innenstadt direkt am Strand und bietet daher ein phänomenalen Blick auf den Sonnenuntergang.

Tarifa für Wassersportfans

Der Wind weht dir die Haare ins Gesicht und der Himmel ist voll mit bunten Kites. Blaue, rote, gelbe, grüne… Keine Farbe darf am Himmel fehlen!

Kites in Tarifa

In Tarifa endet das Mittelmeer und der Atlantik beginnt. Du kannst dich direkt an die Stelle stellen, an der sich Meer und Ozean die Hand geben. Diese Lage führt zu optimalen Bedingungen für Wind-Wassersportarten, Wind- und Kitesurfer sind hier also genau richtig. Tarifa ist der wohl beste Spot dafür in ganz Europa. Es gibt unzählige Schulen, in denen man Unterricht nehmen oder Equipment leihen bzw. kaufen kann.

Valdevaqueros

Kite hinter den Dünen

Johannes Völkner schreibt in seinem WebWorkTravel Guide für OnlineWorkers:

„Tarifa is widely accepted to be Europe´s best kite surfing spot offering an unbeatable mix of good winds and perfect beaches, all backed up by a full complement of training schools and cutting edge kit. Head south from Tarifa for a number of alternative beach spots, each offering equally favourable conditions.“

Kiten gilt mittlerweile als Trendsportart digitaler Nomaden. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber es gibt wohl mehrere Gründe:

  • Du musst dich besonders konzentrieren, sodass du dabei wunderbar von deiner Arbeit abschalten kannst
  • Getreu nach dem Sprichwort „Mens sana in corpore sano“ (gesunder Geist in gesundem Körper) passt das Kiten als Training für den ganzen Körper perfekt zum Liftstyle des digitalen Nomadentums
  • Durch den ortsunabhängigen Lebensstil kannst du an den besten Kitespots der Welt arbeiten und so Hobby und Job mit einander verbinden.

Für viele digitale Nomaden und darunter auch Miri vom Kite-Blog Wake Up Stoked zum Beispiel ist es die absolute Erfüllung, mit dem unabhängigen Lifestyle von den Kitespots dieser Welt arbeiten zu können.

 

WASSERSPORT-SAISON:

Grundsätzlich ist die Saison hier ganzjährig. Die beiden Winde, Levante und Poniente, wehen das ganze Jahr mehr oder weniger stark. Die besten Konditionen herrschen allerdings zwischen Mai und Oktober. Ab Oktober kann es dann auch regnerisch werden, was das Kiten nicht unmöglich macht, aber erschwert. Auch sinkende Temperaturen können abschrecken.

EVENTS:

Nicht umsonst ist Tarifa Veranstaltungsort von Events bei denen Lifestyle und Hobby verbunden werden sollen. Elmar Haker veranstaltet zum Beispiel mehrmals im Jahr Workations namens Flaks bei denen neben Arbeiten und Netzwerken für Online Entrepreneurs auch das Kiten im Vordergrund steht.

Tarifa für Naturfreunde

In und um Tarifa gibt es einige Wanderwege und Pfade. Ich selbst bin leider nur ein einziges Mal auf Wanderschaft gegangen. Der von mir gewählte Wanderweg ist nur 800 Meter lang und führt über Wiesen und felsiges Gebiet.

Aufstieg Wanderweg La Pena

Gipfel Wanderweg La Pena

Er liegt zwischen den beiden Stränden Valdevaqueros und Los Lances, sodass man von dem Aussichtspunkt am Ende des Weges einen genialen Ausblick auf beide Strände hat.

Blick nach Valdevaqueros

Mirador La Pena

Auf dem Weg nach oben kannst du freilaufenden Kühen, Stieren und Pferden begegnen. Ein bisschen komisch fühlte sich das schon an, als der Stier plötzlich vor mir stand.

Stier 2 Wanderweg

Pferd Wanderweg La Pena

Aber nach kurzem Augenkontakt hat er zum Glück friedlich weiter gegrast und mich überhaupt nicht mehr beachtet.

Am Ende habe ich einfach oben gesessen und den Ausblick genossen! Unglaublich, dass man in so kurzer Zeit so tolle Orte erreicht!

Barbara auf dem Mirador La Pena

Allgemeine Infos

Wenn mal kein Wind weht und du daher nicht zum Kiten an den Strand kannst und du auch keine Wanderung unternehmen möchtest, rate ich dir zu einem Spaziergang über die Kopfsteinpflaster der Altstadt.

Sträßchen in Tarifa

Die engen Gassen und die alten Gebäude erzeugen eine ganz spezielle Atmosphäre, die typisch mediterran ist.

Enge Gasse in Tarifa

Genieß ein erfrischendes Getränk in einem von über 100 Lokalen. An Cafés und Restaurants mangelt es absolut nicht.

Wenn du zum Sonnenuntergang in eine Strandbar möchtest, empfehle ich dir das Waikiki: Tolle Location, freundliches Personal und super Preise für eine Beach Bar.

Waikiki Tarifa

Vom Waikiki sind es zu Fuß keine fünf Minuten zur Insel von Tarifa. Über eine Straße, die (zumindest als ich rübergelaufen bin) nicht von Autos befahren werden darf, gelangt man auf die Insel. Leider war das Tor geschlossen und ich konnte nicht wirklich auf die Insel.

La Isla de Tarifa

Fenster La Isla de Tarifa

Mein Fazit?

Tarifa ist meiner Meinung nach für digitale Nomaden genauso ein Muss wie Chiang Mai in Thailand oder Medellín in Kolumbien. Deswegen bin ich sehr froh, dass ich mir nun ein eigenes Bild von dieser interessanten Stadt machen konnte.

Ich persönlich sitze aber lieber am Wasser und genieße den Ausblick beim Arbeiten. Hier in Tarifa ist das aber wegen des starken Windes für längere Zeit fast unmöglich, sodass ich einen Großteil meiner Zeit drinnen verbracht. Das ist schade und traurig. Ich denke also, dass es mich so schnell – obwohl ich mich sonst durchaus wohl gefühlt habe – nicht wieder in die europäische Nomaden-Hochburg ziehen wird. Aber es gibt ja auch noch andere Städte zu testen, die immer beliebter bei digitalen Nomaden werden.

Warst du schon einmal in Tarifa? Dann berichte mir doch in den Kommentaren von deinen Erfahrungen!

 

Deine Barbara

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Affe in Gibraltar

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Straßenbahn in Lissabon

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Gruß aus Lanzarote

Gruß aus Lanzarote

Lanzarote ist ein Traum von einer Insel. Ok… Wenn gutes Wetter ist ;)

Damit hatte ich nämlich während der drei Wochen dort nicht wirklich Glück.

Die Vulkaninsel, die bereits vor 36 Millionen Jahren zu entstehen begann und vor 15,5 Millionen Jahren aus der Meeresoberfläche herauswuchs, besteht zu einem Großteil aus erkalteter Lava. Die scharfen, pechschwarzen Felsen beherrschen vor allem im Süden und in der Mitte der Insel das Landschaftsbild.

Lanzarote

Nationalpark Timanfaya

Dort liegt der Nationalpark Timanfaya, der auch Montañas del Fuego (Feuerberge) genannt wird, da durch vulkanische Aktivität Temperaturen zwischen 100 und 600 Grad unter der Oberfläche herrschen. Eine Straße führt direkt am Nationalpark entlang, sodass ich einen Blick drauf werfen konnte. Allerdings kann man da keine Fotos machen, weil man nirgendwo halten kann. Und es waren immer Autos hinter mir. Wer in den Timanfaya möchte, kann für 9 Euro Eintritt eine Bustour machen, die ich mir aber nicht gegönnt habe.

Viele Strände in der Gegend – also im Südwesten von Lanzarote – haben schwarzen Sand, der mal weich und mal grobkörnig ist.

Schwarzer Strand Lanzarote

Auch die Lagune Charco de los Clicos ist für ihren schwarzen Sand bekannt. Vor allem aber ist sie durch den Farbkontrast in aller Munde, der zwischen der smaragdgrünen Lagune, dem dunklen Sand und den roten umliegenden Felsen mit dem tiefblauen Wasser der Brandung besteht.

Charco de los Clicos 2

Der Balkon des Rubicón

Auch im Süden liegt der „Balkon des Rubicón“ – der Ebene, auf die man vom Balkon hinab blickt: der süße kleine Ort Femés. Er liegt auf 450 Metern und man hat einen fantastischen Ausblick auf die Berghänge und das Meer in der Ferne. Neben dem Ausblick kann man hier die strahlend weiße Wallfahrtskirche bewundern.

Femés

Paragliden mit Lanzarote Tandemflights

Im Norden ist es deutlich grüner. Dort habe ich die Insel (und La Graciosa) auch von oben betrachten können. Ich war nämlich in der Nähe von Órzola beim Paragliden!

Das war ein Erlebnis, sag ich dir! Das Team von Lanzarote Tandemflights hat es möglich gemacht, dass ich mir diesen Wunsch erfüllen konnte. Ok… Ich gebe zu: Allein wäre ich wahrscheinlich nicht mutig genug gewesen! Auch währenddessen durfte ich nicht daran denken, dass ich nur an ein paar wenigen Schnüren hin. Auch wenn jedes einzelne mehr tragen kann, als ich wiege. Das spielt in dem Moment keine Rolle.

Beim Paragliden

Aber wir waren ja im Team dort und da gab es eben kein Zurück mehr. Und am Ende hat es so unglaublich viel Spaß gemacht, dass ich mich am liebsten gleich wieder in die Lüfte geschwungen hätte. Ich fand es einfach nur genial. Sieht man, oder?

Nach dem Paragliden

Lanzarote Coworking

Wenn ich mal keine Strände erhoben habe und nicht paragliden war, bin ich in den Lanzarote Coworking, einen Coworking Space in Puerto del Carmen gegangen. Eigentlich brauchte ich nur einmal kurz stabiles Internet, um ein schnelles Interview zu führen, aber es hat mir so gut gefallen, dass ich noch mehrmals dort war.

Der Ausblick von dort ist einfach fantastisch und die Leute, die dort arbeiten, sind wahnsinnig nett. Ich wurde direkt zum Cerveza TechChat eingeladen, einem informellen Treffen mit kleinem Vortrag zum Thema Social Media. Das war eine super Gelegenheit, um neue Leute kennenlernen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie ich selbst.

Zum Beispiel habe ich André Gussekloo, einen der Autoren von Digital Nomads: How to Live, Work and Play Around the World getroffen.

André und ich

Und natürlich habe ich dir auch einen Videogruß geschickt. Diesmal habe ich es fast nicht mehr geschafft, weil es so windig war, dass man mich bei meinen ersten Versuchen kaum gehört hat. Also musste ich die Aufnahme vertagen und am Ende blieb mir nur noch, das Video am Pool unserer Unterkunft zu drehen.

Gruß aus Lanzarote

Was sagst du? Ist Lanzarote nicht beeindruckend?

Deine Barbara

PS: ***WERBUNG*** Dieser Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von Lanzarote Tandemflights und Lanzarote Coworking entstanden. Vielen Dank!

 

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