7 Maya-Ruinen in Mexiko und Guatemala

von | 22/05/16 | Nordamerika, Reisen | 22 Kommentare

Ich habe den gesamten April und Mai in Mexiko, Belize und Guatemala verbracht. Dabei wollte ich mir die Maya-Ruinen natürlich nicht entgehen lassen und habe einige gesehen. Die Reihenfolge hier ist chronologisch. Ein Ranking zu machen, fällt mir unheimlich schwer, weil ich alle auf ihre eigene Weise ganz besonders fand. Zu den Ruinen in Guatemala, Tikal und Yaxhá, bin ich von Martsam eingeladen worden.

Die Maya-Ruinen von Tulúm 

Die Ruinen von Tulúm liegen direkt am Meer. Es muss unheimlich beeindruckend gewesen sein, als die spanischen Eroberer an diesen imposanten Tempeln ankamen, die in den Regenwald eingebettet am Strand lagen. Heute ist die Anlage eine der beliebtesten Touristenattraktionen des kleinen Ortes Tulúm. Die Anlage am Meer ist imposant, aber wohl nur, wenn man noch nicht bei den großen Pyramiden Mexikos und Guatemalas war.

FAZIT: Wunderbar für Maya-Ruinen-„Einsteiger“ und Strandliebhaber geeignet.

Barbara vor den Maya-Ruinen in Tulum

Die Maya-Ruinen von Cobá

Cobá liegt rund 45 Kilometer nordwestlich von Tulúm und kann von dem Küstenort mit einem Taxi, einem Colectivo (das sind Minivans, die wie Busse bestimmte Strecken abfahren) oder mit einer Tour besichtigt werden. Ich habe dort für eine Nacht in einem Hotel eingecheckt, weil mir gesagt wurde, dass ich am besten gleich um acht Uhr morgens dort sein solle, da es später am Tag wahnsinnig voll würde. Und es stimmt. Als ich das Gelände verließ, war es kaum mehr möglich, ein Bild von einer Ruine ohne Menschen zu machen. Das kann ich also jedem nur empfehlen. Die Ruinen selbst liegen im Regenwald verteilt und sind durch Wege mit einander verbunden, die du entweder ablaufen kannst oder du mietest dir ein Fahrrad. Ich habe mit dem Fahrrad zwei Stunden gebraucht, um alles anzuschauen.

FAZIT: Für mich hatte Cobá das beste Preis-Leistungs-Verhältnis! Die Anlage ist riesig und der Preis dafür klein.

Pyramide der Maya-Ruinen in Cobá

Die Maya-Ruinen von Chichén Itzá

Chichén Itzá ist eines der 7 Weltwunder und dementsprechend gut besucht. Jeder möchte ein Foto mit der Hauptpyramide der Anlage machen. Ich rate dir daher auch hier so früh wie möglich da zu sein. Ab 11 Uhr kommen die großen Touristenbusse mit ihren Touren an. Um 8 Uhr hingegen hast du die Anlage noch fast für dich allein. Ein weiterer Vorteil: Die Verkäufer, die mit ihren Ständen nur darauf warten, dir irgendwelchen Ramsch anzudrehen, sind noch am Aufbauen und lassen dich eher in Ruhe.

Wenn du dir alle Ruinen ansehen und auch mal die ein oder andere Pause im Schatten einlegen möchtest, solltest du einen ganzen Vormittag einplanen. Gönnst du dir außerdem ein Hotel in der direkten Umgebung von Chichén Itzá, kannst du dir die Lichtshow nach Sonnenuntergang anschauen. Dabei wird auf der Hauptpyramide die Geschichte der Maya, der Conquista (Eroberung) und der Moderne anhand von Bildern und Musik gezeigt. Ich habe das leider nicht gesehen, weil ich in Valladolid untergekommen war. Allerdings gibt es dort ebenfalls eine Lichtshow (am Kloster etwas außerhalb der Stadt), sodass du dir hier einen Eindruck verschaffen kannst, wie das ungefähr ist.

FAZIT: Chichén Itzá gehört einfach dazu, wenn man sich ein bisschen für Kultur, Geschichte und Archäologie interessiert. Aber es ist überteuert und die Verkäufer sind sehr aufdringlich.

Chichén Itzá Pyramide

Die Maya-Ruinen von Ek Balam

Ek Balam ist eine fast schon enttäuschend kleine Anlage, die aus kaum mehr als einem Platz besteht, um den alle Ruinen herum verteilt sind. Zumindest was den bisherigen Ausgrabungsstand betrifft. Dafür ist der Preis mit etwa 200 Pesos (10 Euro ohne Filmerlaubnis – die kostet extra) ganz schön prall. Einen Besuch ist Ek Balam meines Erachtens dennoch wert, denn der Ausblick von den Gebäuden, auf die man hinauf kann, ist fantastisch. Die Anlage liegt mitten im Regenwald und man sieht weit und breit nichts als Bäume und Wald. Von Valladolid kommt man ganz einfach mit einem Sammeltaxi dorthin. Das kostet nicht viel, allerdings muss man warten, bis es voll ist, bevor es losfährt.

FAZIT: Klein, aber fein!

Ek Balam

Die Maya-Ruinen von Tikal

Die Maya-Ruinen von Tikal in Guatemala haben mich wahrscheinlich am meisten beeindruckt. Die Anlage ist noch größer als die in Cobá. So kam es mir zumindest vor, allerdings hatte ich in Tikal auch kein Fahrrad, sondern war in einer Gruppe mit einem Tourguide unterwegs. Die vom Tour Operator Martsam organisierte Tour hat vier bis fünf Stunden gedauert. Für die harten Frühaufsteher empfehle ich die Tour zum Sonnenaufgang. Mir persönlich war es jedoch zu früh, um drei Uhr abgeholt zu werden.

Außerdem war Tikal der Ort mit den höchsten Maya-Ruinen. Auf mehrere kann man zudem hinauf, sodass das nochmal ein ganz anderer Eindruck ist, als wenn du einfach nur davor stehst. Beim Rundgang kannst du im Normalfall Spinnen- bzw. Brüllaffen beobachten und mit etwas Glück auch Tukane und andere interessante Vögel sehen.

FAZIT: Tikal gehört auf jeden Fall auf deine Liste, wenn du dich für Tempelanlagen interessierst.

Der Tempel des Großen Jaguar

Die Maya-Ruinen von Yaxhá

Die Ruinen von Yaxhá werden von Reisenden häufig stiefmütterlich behandelt. Tikal steht im Vordergrund und viele möchten nicht unbedingt „noch eine Maya-Stätte“ sehen. Was mir persönlich aber richtig gut gefallen hat, war auf der einen Seite, dass in Yaxhá so wenig los war, dass die Tiere viel aktiver waren und sich nicht so versteckt haben. Zum Beispiel hat ein Brüllaffe vor meinen Füßen aus einer Pfütze am Boden Wasser getrunken und zwei Rudel Brüllaffen haben um ihr Territorium gekämpft. Der lautere Alpha-Affe gewinnt… Zum anderen ist die Maya-Stadt direkt an einer Lagune gewesen, auf die man vom höchsten Tempel, dem Tempel 216, einen hervorragenden Blick hat. Der Sonnenuntergang hier soll wundervoll sein.

FAZIT: Wer Maya-Ruinen abseits der Touristenmassen mal ganz für sich allein haben möchte, ist hier richtig!

Maya-Ruinen und Pyramiden in Yaxhá

Die Maya-Ruinen von Palenque

Wer meint, dass alle Maya-Ruinen gleich aussehen, sollte sich Palenque nicht entgehen lassen. Die Anlage ist auf Terrassen angeordnet. Nur die höchsten Terrassen haben freigelegte Ruinen. Kommt man in die tiefer gelegenen Terrassen sind die Tempel noch mit Urwald überwachsen, wenn auch teilweise freigelegt. Dort gibt es kleine Wasserfälle und Bäche, die einem mit ihrem friedlichen Plätschern das Gefühl vermitteln, dass man gerade eine Zeitreise gemacht hat. Ich hätte dort einen ganzen Tag verbringen können.

FAZIT: Für mich die Maya-Ruinen, die mich am meisten zum „Zeitreisen in Gedanken“ angeregt haben.

Maya-Ruine in Palenque

Puh, auf der einen Seite kommt mir das ganz schön viel vor! Auf der anderen Seite weiß ich, dass es noch so viele Maya-Ruinen für mich zu entdecken gibt.

Was meinst du? Welche muss ich unbedingt noch sehen? Welche hat dir am besten gefallen?

Deine Barbara

PS: ***WERBUNG*** Dieser Teil über Guatemala ist entstanden, weil Martsam so freundlich war, mich in ihr Heimatland einzuladen und mich bei der Planung und Umsetzung der Reise zu unterstützen.

 

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