7 Poduktivitätshacks für Laptop-Krieger

von | Aug 7, 2018 | Digitales Nomadentum, Work-Life-Balance | 0 Kommentare

GASTBEITRAG VON ROB ÜBER 7 PRODUKTIVITÄTSHACKS FÜR LAPTOP-KRIEGER, ÜBERSETZT VON BARBARA RIEDEL

Ich will ehrlich zu dir sein: Ich bin kein „digitaler Nomade“ im klassischen Sinne. Ich habe ein Zuhause, ich verbringe die meiste Zeit meines Jahres dort und die längste Zeit, die ich woanders gelebt habe, waren zwei Monate auf Bali (I love ya).

Als Indie-Entwickler bin ich jedoch frei, überall zu arbeiten, wo mein Laptop ist, und so nutze ich oft den digitalen Nomaden-Lebensstil, wähle ein Ziel, buche einen Flug, finde einen Coffee-Shop – Job erledigt. Dieses Jahr habe ich bisher Toronto, Montreal, Mexico City, Ubud, Bangkok & Chiang Mai besucht und während dieser Zeit habe ich an einer App gearbeitet, um all jenen unter uns zu helfen, die besten Coffeeshops und Cafés zu finden, die das Glück haben, nur mit unseren Laptops von überall zu arbeiten.

Jetzt würde mich selbst zwar als produktiv bezeichnen, aber wenn die einzige Person, der gegenüber du dich verantworten musst, du selbst bist, und dein Büro ein Café ist und du selbst bestimmen kannst, wann du arbeitest, dann ist es wirklich schnell geschehen, dass man eben doch nicht arbeitet….

Da kommen die folgenden Hacks ins Spiel. So kannst du weiter produktiv von deinem Laptop aus arbeiten, wo immer du gerade bist.

Routine ist wichtig

Ich mag es, nach dem Aufwachen, normalerweise 5 Uhr morgens, bis mindestens zur Mittagszeit zu arbeiten. So ziemlich alles, was ich danach mache, ist ein Bonus. Du kannst natürlich andere Zeiten haben, vielleicht bist du eine Nachteule und deine bevorzugte Arbeitszeit ist von 22 Uhr bis 3 Uhr (been there, done that, loved it). Der Schlüssel liegt schlicht darin sich und seinen Körper darauf einzustellen, zu einer bestimmten Zeit zu arbeiten. Wir sind vielleicht nicht die größten Fans (Untertreibung?) des 9-to-5, aber es bietet eben doch gewisse Vorteile Dazu gehört eine konsistente Routine mit einer festen Anzahl Arbeitsstunden pro Woche, während derer man produktiv ist (oder zumindest vorgibt, produktiv zu sein).

Nutze den Flow!

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich mich entschieden habe, etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tun, dann mache ich das auch. Der Nachteil dieses Persönlichkeitsmerkmals ist jedoch, dass ich oft einen Flow habe – weißt du, wo alles, was du schreibst, programmierst, erstellst, entwickelst usw., einfach aus dir herausfällt, mühelos, ohne ein Ende in Sicht zu haben – aber trotzdem höre ich auf zu arbeiten, weil ich ja etwas anderes zu einem bestimmten Zeitpunkt geplant hatte. Mein Rat: Streich das! Wenn du im Flow bist, bist du super produktiv, kannst richtig viel von deiner ToDo-Liste erledigen. Das passiert nicht täglich, also vergeude die kostenbaren Stunden nicht. Nutze den Flow und verschiebe, was auch immer du noch machen wolltest, auf einen anderen Zeitpunkt.

Arbeite nicht dort, wo du spielst!

Okay, das ist ein kitschiges Wortspiel des bekannten Satzes, den ich hier nicht wiederholen werde, aber der Tipp ist einfach: Erlaube deinem Gehirn, dein Wohnzimmer, Schlafzimmer, Lieblingsrestaurant usw. mit Entspannung, Spaß, Freizeit und allem, was nichts mit Arbeit zu tun hat, in Verbindung zu bringen. Und du möchtest, dass es Arbeit mit deinem Lieblingscafé oder wo auch immer du gerne arbeitest verbindet. Wenn es eine physische und nicht nur mentale Verbindung zur Arbeit gibt, fällt es dir leichter, abzuschalten.

Mach mal frei!

Ich habe es gehasst, unproduktive Tage zu haben. Okay, stimmt nicht, das tue ich immer noch. Aber ich habe es in gewisser Weise überwunden, um an den Tagen, an denen ich arbeite, produktiver zu sein. Wie? Mit bewusst gewählten „freien Tagen“. Jene Tage, an denen du aufwachst und gerade alles tun möchtest, nur nicht arbeiten. Kämpf nicht gegen das Gefühl an, die Welt geht nicht unter, wenn du diese E-Mail nicht sofort sendest. Geh schwimmen, wandern, schau dir Desperate Housewives an, wenn das dein Ding ist. Du willst genießen, was du tust und dich dazu zu zwingen, könnte am Ende das Gegenteil bewirken. Also, wenn dich das nächste Mal dieses Gefühl überkommt, nimm dir einen freien Tag.

Mach einen Plan!

Ich habe vor kurzem jemanden sagen hören, wenn du dazu neigst, „zu improvisieren“, sollst du mal alles aufschreiben, „was du heute tun musst, um dein Ziel zu erreichen – dann merkst du, dass du keine Ahnung hast, was du tust“. Vielleicht ist das ein bisschen hart, aber ist es falsch?

Wenn du jemand bist, der alles im Kopf haben möchte, fällt es dir vielleicht schon schwer, dich auf den Weg zum Ziel zu konzentrieren. Das macht es schwer zu sehen, wie viel du bis zum Ende des Tages gemacht haben, weil du Dinge vergisst, die du erledigt hast, und das wiederum macht es schwer, nach vorne zu schauen, was als nächstes zu tun ist.

Im Gegensatz helfen Pläne, dass du dich konzentrierst und organisiert arbeitest. Außerdem weißt du so ganz genau, was du erreicht hast und was als nächstes zu tun ist. Denk daran, dass das menschliche Gehirn immer nur vier Dinge im Arbeitsspeicher halten kann, ein Plan ist nur eine.

Hab noch einen Side Hustle!

Ich weiß… Du bist mit deinem Business schon bis zu 24 Stunden am Tag busy und jetzt plädiere ich für ein weiteres….! Verdammt richtig. Warum?

Manchmal (nur manchmal) habe ich einen akuten Anfall von Aufschieberitis. Die Krankheit lässt mich auf YouTube gehen, oder auf Facebook durch meinen Feed scrollen, dann habe ich das Bedürfnis bei Amazon einzukaufen, ich mache dann 101 Dinge, die ich nicht tun sollte. Daher bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es ein Heilmittel für die Krankheit gibt – und da kommt der Side Hustle ins Spiel.

Die Krankheit interessiert sich nicht dafür, was du sonst noch tust, es zählt nur, dass du nicht mehr das tust, was du eigentlich tun solltest. Wenn die Aufschieberitis ausbricht, weigert sich mein Gehirn, an der anstehenden Aufgabe weiterzuarbeiten, egal wie sehr ich mich bemühe – also ignoriere ich meine Hauptaufgabe und kümmere mich um meinen anderen Job. Ich kuriere so nicht nur die Krankheit aus, sondern ich bin auch produktiv, während ich es tue. Win-Win.

Schluck die bittere Pille (oder feiere kleine Gewinne)

Entscheide, was die wichtigste Aufgabe des Tages ist, auf die du absolut keinen Bock hast – und mach das zuerst.  Wenn das erledigt ist, erscheint alles andere viel leichter und angenehmer. Aber wenn du die Pille einfach nicht schlucken möchtest, gibt es immer Plan B – feiere kleine Gewinne. Wähle drei bis fünf der kleinsten, einfachsten Aufgaben, die du gleich erledigen kannst, und mach die zuerst. Schreib sie auf eine Liste, streich sie durch, wenn du fertig bist und bei der fünften Aufgabe kannst du auf das zurückblicken, was du schon erledigt hast. Jetzt mach weiter!

Und das waren meine Top-7-Tipps, um produktiv zu bleiben, wenn die einzige Person, vor der du dich verantworten musst, du selbst bist.

PS: Headerfoto von Nathan Dumlao auf Unsplash. Danke!

Über den Autor

Seit dem Launch seiner ersten App im Jahr 2012 hat Rob persönlich über 20 Apps mit mehr als 300.000 Downloads veröffentlicht, wurde auf Lifehacker und sogar BBC News vorgestellt und hat sich dabei eine Work-Life-Balance geschaffen, die ein einfaches Umschalten zwischen Arbeiten, Schaffen und Reisen ermöglicht. Er hat gerade seine erste App speziell für digitale Nomaden – Coffee Working ist dabei, sein erstes App Dev Bootcamp in Bali mit @codingnomads zu starten. Folge ihm auf @lowcarbrob.

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