Israel für digitale Nomaden

von | 22/03/16 | Destinationen | 0 Kommentare

Ich hatte Israel ehrlich gesagt nicht wirklich auf dem Schirm. Ich muss gestehen, ich wollte vor drei Jahren, als ich das erste Mal dort landete, eigentlich nach Thailand. Allerdings hatte ich die Gelegenheit für einen günstigen Flug verpasst, sodass ich mich nach näheren Alternativen umschaute. Und plötzlich stand Israel im Raum. Meine Entscheidung war schnell gefallen und ich buchte einen Flug nach Tel Aviv. Ich sollte drei Wochen bleiben und in den darauffolgenden Jahren immer für jeweils drei bis vier Wochen wiederkommen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein drittes Mal nicht das letzte war. Aber nun zum eigentlichen Thema: Israel für digitale Nomaden:

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Fakten über Israel

Israel liegt am Mittelmeer und grenzt an die Staaten Jordanien, Syrien, den Libanon, das Westjordanland und Gaza. Es wurde 1948 als repräsentative Demokratie proklamiert. Geografisch gehört es zu Vorderasien, während es geologisch noch ein Teil von Afrika ist.  Man findet verschiedene Einteilungen der Regionen Israel, aber meine Info, die vom israelischen Tourismusbüro stammt lautet: Es gibt acht Regionen, und zwar die Golanhöhen, Galiläa, Haifa & die Nordküste, Tel Aviv, Jerusalem, das Tote Meer, die Negevwüste und Eilat.

Israel ist zweifelsohne eine tolles Land. Obwohl ich schon häufiger gelesen habe, dass es ein gutes Land zum Einstieg für Backpacker sein soll, würde ich das nicht so unterschreiben. Was zum Beispiel das Reisen erschwert, ist, dass nicht immer alles auch in Englisch auf den Schildern steht. Man ist also darauf angewiesen zu fragen, da bei der hebräischen Schrift auch kein Wörterbuch hilft. Zum Glück spricht hier wirklich fast jeder Englisch. Außerdem finde ich es für den Anfang ziemlich einschüchternd, dass viele junge Leute in Militäruniformen durch die Gegend laufen und viele sogar ihr Maschinengewehr umhängen haben. Zudem ist die Infrastruktur zwar in Ordnung, aber für Backpacker nicht unbedingt gut geeignet. Man muss oft umsteigen und lange Wartezeiten in Kauf nehmen, wo man wieder das Problem mit den hebräischen Schriftzeichen hat.

Für die digitale Nomaden, die an einem Ort bleiben, sobald sie sich irgendwo wohl fühlen, sieht das jedoch ganz anders aus. Ich kann mir sehr gut vorstellen, die inspirierende Weite der Golanhöhen für Wochen oder gar Monate zu genießen, täglich durch die Multikulti-Stadt Jerusalem zu schlendern oder meinen Platz in der Hitze der Wüste zu finden.

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Einreisebestimmungen für Israel

Die Ein- und Ausreise ist auf gut Deutsch zwar super nervig, da wirklich ALLES aus den Taschen herausgenommen und kontrolliert wird, führt aber im Normalfall nicht zu Problemen. Es heißt also: Zeit mitbringen und warten.

UPDATE: Die problemlose Einreise hatte ich leider nur bei meinem ersten Besuch. Beim zweiten und dritten Mal wurde ich jeweils für mehrere Stunden befragt. Es gibt zwar schlimmeres, da ich am Ende ja einreisen durfte. Aber lustig ist es nicht. 

Israel hat mit zahlreichen Ländern eine Vereinbarung zur Visumsbefreiung. Das heißt, dass du bis zu 90 Tage im Land sein darfst, ohne ein Visum beantragen zu müssen. Du bekommst dann bei der Einreise eine kleine Karte, die du bis zu deiner Ausreise im Pass behalten musst. Beim Check-in in Hotels musst du diese normalerweise vorzeigen. Zumindest musste ich das bei meinen Check-ins in den Abraham Hostels. Also am besten immer Griffbereit haben.

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Sicherheit in Israel

Ich habe mich während meiner Zeit in Israel immer sicher und wohl gefühlt. Ich möchte aber nicht verbergen, dass das nicht heißt, dass es nicht auch zu Gefahrensituationen kommen kann. In Jerusalem zum Beispiel kommt es leider nicht selten zu Übergriffen bzw. Attentaten. Im Süden Israels solltest du dich zudem von der Grenze zu Gaza fernhalten, wenn du auf Nummer Sicher gehen willst. Dort kommt es häufiger zu Raketenangriffen. Allerdings haben die Israels ein gutes Raketenabfangsystem und es leben auch Menschen in den gefährdeten Gebieten.

Geld und Währung in Israel

In Israel zahlt man mit dem Schekel. Die Abkürzung NIS ist auf den englischen Begriff New Israeli Sheqel zurückzuführen. 1 Euro entspricht etwa 4,3 Schekel. Ein Schekel ist unterteilt in 100 Agorot. Auch wenn es Münzen im Wert von einem und fünf Agorot geben soll, habe ich bisher immer nur 10 Agorot-Münzen gesehen.

In den meisten Hostels und Hotels ist es üblich, freies WLAN anzubieten. Die Geschwindigkeit variiert, wie das in den meisten Ländern der Fall ist. Im Normalfall sollte sie jedoch für einfach Recherche und Skypecalls völlig ausreichen. Im Notfall sollte die SIM-Karte ausreichend Datenvolumen bieten, um auch über ein paar Tage ohne WLAN zurecht zu kommen (wie bei mir in Clil, wo ich leider drei Tage ohne WLAN zurechtkommen musste).

Zudem bietet so gut wie jedes Café in Tel Aviv und Jerusalem freies WLAN. Locals sagten mir, dass es hier üblich sei, aus Cafés zu arbeiten. Du wirst also wahrscheinlich immer viele Menschen mit Laptops sehen. Allerdings habe ich auch häufiger Schilder gesehen, dass an Wochenenden kein WLAN angeboten wird.

    Mobiles Internet

    Das einfachste ist, wenn du dir eine SIM-Karte von DealSim besorgst. Die kannst du im Voraus bestellen und dir entweder an deinen Aufenthaltsort oder direkt zu deiner ersten Unterkunft in Israel schicken lassen. Mich hat bei meinem ersten Aufenthalt in Israel meine Sim-Karte mit 3 GB im Hostel erwartet und mir drei Wochen wunderbare Dienste geleistet. Das Netz war überall, selbst in den Golanhöhen oder der Negevwüste gut. Allerdings ist diese Option alles andere als günstig. Vor allem, wenn du länger als ein paar Tage in Israel bleibst. Für einen Monat mit 10 GB Datenvolumen zahlst du 65 USD.

    Bei meinem letzten Aufenthalt habe ich im Abraham Hostel, meiner Unterkunft, eine neue Simkarte gekauft. Das kannst du ganz einfach am ‚Traveler Desk‘ machen, wo auch die Touren verkauft werden. Ich habe 83 Schekel bezahlt, also rund 20 Euro, und dafür eine Flatrate, unbegrenzte SMS und 20 GB Datenvolument erhalten.

    MiFi

    Eine andere Möglichkeit ist ein MiFi-Gerät, mit dem du dir dein WLAN selbst kreierst. Ich habe GlocalMe getestet und empfand es als eine Bereicherung meines Reiseequipments. Neben der Hauptfunktion als mobiler Router mit eigenen Paketen kannst du auch bis zu zwei SIM-Karten in das Gerät stecken (sehr gut, wenn du mit mobilen Tans arbeitest, auf deiner Nummer erreichbar sein möchtest oder die sozialen Netzwerke mit Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt) oder es als Powerbank mit  6000 mAh nutzen.

    In Israel als digitaler Nomade leben

    Die Lebenshaltungskosten sind in Israel im Vergleich zu vielen anderen Ländern eher hoch. Miete, Einkäufe im Supermarkt, Restaurantbesuche oder Kosten zum Ausgehen sind hier vergleichbar mit dem, was du in der westlichen Welt zahlen würdest oder sogar höher.

    Zur Fortbewegung hast du in Israel mehrere Möglichkeiten:

    • Innerorts gibt es Busse und Sheruts (das sind israelische Sammeltaxis) bzw. in Jerusalem gibt es auch eine Straßenbahnund
    • Von Stadt zu Stadt kannst du mit dem Zug, dem Bus oder Sheruts fahren

    Das einige Problem ist, dass jegliche öffentliche Verkehrsmittel an Shabbat nicht fahren. Wann genau Shabbat ist, hängt von der Uhrzeit des Sonnenuntergangs ab und müsstest du erfragen, wenn du in Israel bist. Einzig Taxis und Sheruts fahren auch am Shabbat.

    Uber gibt es in Israel auch, allerdings ist die App mit den normalen Taxis verbunden und es macht preislich keinen Unterschied.

    Dafür zeigt zum Beispiel Tel Aviv ein wirklich vorbildliches Verhalten, wenn es um WLAN-Hotspots geht. Internetabdeckung ist ein Punkt, über den man in Israel nicht klagen kann. 

    Auch wenn es um Coworking Spaces oder Cafés mit WLAN geht, wirst du zumindest in den Großstädten keine Probleme haben.

    Blogposts über Israel

    Mittlerweile war ich schon dreimal in Israel und habe das Land von Norden bis Süden bereist. Ich hätte deutlich mehr Blogposts schreiben können, aber keine Angst: Es werden noch einige folgen!

    12 wichtige Worte/Sätze auf Hebräisch

    HalloShalom (Freitags und Samstags: Shabbat Shalom)
    JaKen
    NeinLo
    Danke Tudah
    BitteBewakascha
    Entschuldigung…

     Slicha...

     Wo ist …?Eifo …?
    Ich heiße …Kor-im li
    Ich spreche (kein) Hebräisch.Ani lo modvr / modvrt evrit.
    Ich bin Deutscher.Ani esrach germani.
    Ich hätte gern …Ani rutseh bewakascha / ani rutsah bewakascha …
    Was kostet das?Kam auleh?

    Die Zahlen auf Hebräisch

    1akhat
    2shtaym
    3shalosh
    4arba
    5khamesh
    6shesh
    7sheva
    8shmunhy
    9teysha
    10eshir

     

    Israel ist ein wunderschönes Land. Es gibt einen Grund, warum ich dreimal dort war und insgesamt drei Monat dort verbracht habe. Es gibt zwar einige Situationen, die ein wenig tricky sind, aber im Großen und Ganzen empfinde ich Israel als einen Ort, der ideal für das Nomadenleben ist und eine tolle Mischung aus coolen Plätzen zum Arbeiten und genialen Ausflugszielen bietet. So gelingt es mit der Work-Life-Balance!

     

    The Tel Aviv Guide for Digital Nomads

    Tel Aviv Guide for Digital Nomads

    Live Like a Local

    Du suchst noch nach einem coolen Spot für digitale Nomaden im Nahen Osten? Dann solltest du dir Tel Aviv nicht entgehen lassen!

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