Heute gibt es für euch den ersten Teil von meinem Großstadt-Ranking Südamerika!

Während meiner Südamerika-Rundreise habe ich sechs Großstädte besucht: São Paulo, Buenos Aires, Santiago de Chile, La Paz, Asunción und Rio de Janeiro. In dieser Reihenfolge habe ich sie besucht.

Ganz grundsätzlich bin ich alles andere als ein Großstadt-Fan. Klar liebe ich meine Heimatstadt Frankfurt (wobei das ja mit nicht mal 700.000 Einwohnern eine winzige Großstadt ist), meine zweite Heimatstadt Palermo und europäische Hauptstädte wie Rom, Wien, London oder Paris.

Aber richtig wohl fühle ich mich meistens eher in kleineren Städten mit um die 200.000 bis 300.000 Einwohnern wie Florenz in Italien oder Salamanca in Spanien.

Diese Erfahrung hat sich in Südamerika ganz klar wiederholt. Am wohlsten habe ich mich nämlich in der chilenischen Stadt Valparaíso (ca. 280.000 Einwohner) gefühlt.

Ich möchte die Gelegenheit für ein kleines Großstadt-Ranking Südamerika nutzen. Denn die Städte haben alle sehr unterschiedliche Eindrücke – von totaler Inspirationslosigkeit bis absolutem Hochgefühl war alles dabei – bei mir hinterlassen.

Hier nun mein ganz persönliches Ranking – damit es etwas spannender ist, ist es rückwärts und heute erst mal nur die Plätze 6 bis 4:

#6 São Paulo

São Paulo war mein erstes Ziel. Vielleicht hat mich diese Stadt auch deswegen schlichtweg erschlagen.

Der Temperaturunterschied zu Deutschland war recht groß (auch wenn das nichts im Vergleich zum Temperaturunterschied war, den ich erlebt habe, als ich von Brasilien weiter in die USA geflogen bin -> 40-50°C!), der Jetlag war mit drei Stunden Zeitverschiebung kaum zu spüren und das Wetter war mehr als wechselhaft: morgens überraschend kalt, im Laufe des Tages immer wärmer bis heiß und am späten Nachmittag zogen Gewitter auf, die Weltuntergangsszenarien glichen.

Das war alles ein bisschen viel für mich und so wollte ich eigentlich gleich am zweiten Tag weiterreisen. Dann lernte ich aber ein paar nette junge Leute kennen, sodass ich doch noch zwei weitere Nächte blieb, bis ich nach Iguaçu fuhr.

Klar hat die Stadt auch schöne Ecken:

  • Die Kathedrale da Sé:

Die Kuppel ist im Renaissance-Stil gebaut, während der Rest neugotisch ist. Die Türme erheben sich mit 92 Meter über das Zentrum

Catedral da Sé

  • Die Markthalle:

Exotisches Obst, knackiges Gemüse und frischer Fisch & Meeresfrüchte laden jeden Gourmet zum Schlendern und Probieren der Köstlichkeiten ein. Wer danach noch ein leckeren, frisch gepressten/gemixten Saft haben möchte, kann das für kleines Geld im Obergeschoss machen.

Mercado Municipal

  • Parque do Ibirapuera:

Der Stadtpark Parque do Ibirapuera ist auch ein kulturelles Zentrum von São Paulo und ist von seiner Bedeutung her mit dem Central Parks in New York zu vergleichen. Auf einer Fläche von zwei Quadratkilometern kann man schlendern, die Sonne genießen und sich an der Skyline im Hintergrund erfreuen.

Parque do Ibirapuera

#5 La Paz

La Paz ist die am höchsten liegende Hauptstadt der Welt. Auf fast 4.000 m spürt man die Höhe bei allem, was man tut. Man atmet schwer, selbst wenn man nichts tut.

Ich gebe zu, mein Aufenthalt in La Paz hat schlecht begonnen: Ich hatte mir im Salzsee von Uyuni arg die Unterlippe verbrannt. Über Nacht im Bus begann sie zu pulsieren und zu brennen und als ich am Morgen aufwachte, war sie extrem angeschwollen.

Dafür kann La Paz natürlich nichts… Ich bin selbst schuld, wenn ich keinen Lippensonnenschutz verwende. Aber es hat dafür gesorgt, dass ich keine Lust hatte, die Stadt zu erkunden und die Blicke der Menschen auf mich mit meiner Riesenlippe zu ziehen…

Dennoch habe ich mir – nachdem es im Laufe des Tages immer besser wurde – erst die Kathedrale angeschaut. Auf dem Bild sieht man, wie durch einen Spiegel gezeigt wird, wie der Kreuzgang vor seiner Zerstörung durch einen Brand ausgesehen hat. Interessant, oder?

Catedral La Paz

Danach bin ich mit einer der zwei Seilbahnen zu einem Aussichtspunkt gefahren, von wo ich den Sonnenuntergang beobachten konnte.

Der Ausblick war in der Tat wunderschön!

Aus der Standseilbahn in La Paz

La Paz bei Nacht

#4 Buenos Aires

Mit Buenos Aires bin ich einfach nicht warm geworden.

Das Problem ist nicht, dass die Stadt hässlich ist. Im Gegenteil: Buenos Aires hat eine Vielzahl wunderschöner Ecken, die ich selbst in 10 Tagen nicht geschafft habe, alle zu erkunden.

Eines der Probleme war allerdings auch, dass ich in den zehn Tagen fünfmal umgezogen bin: Ich habe bei vier verschiedenen Couchsurfing-Hosts und in einem Hostel übernachtet. Gefühlt habe ich einen Großteil meiner Zeit mit Packen und Umziehen verbracht… Ich bin also gar nicht richtig angekommen.

Ich denke, der Tag wird kommen, an dem ich diese Stadt nochmal neu kennenlernen werde. Dann in Ruhe und mit viel Zeit.

Bis dahin denke ich durchaus mit Freude immer wieder mal an die schönen Parkgelände, deren Bäume in voller Blüte standen, als ich dort war, an das hübsche Viertel Palermo mit den vielen kleinen Bars und italienischen Restaurants, die Casa Rosada (das roséfarbene Haus, das in meinen Augen nicht wirklich rosé ist) und die Kathedrale, die wie ein Tempel aussieht.

Catedral Buenos Aires

 

Blühende Bäume Buenos Aires

Das war Teil 1 von meinem Großstadt-Ranking Südamerika.

 

Was meinst du? Welche Stadt hat es auf Platz 1 geschafft? Im Rennen sind noch Santiago de Chile, Asunción und Rio de Janeiro… Eigentlich ganz leicht, wenn du regelmäßig meine Vlogs gesehen hast ;)

Hier geht es zu Teil 2 von meinem Großstadt-Ranking Südamerika!

Deine Barbara