Coboat – Eine einzigartige Erfahrung

von | 13/07/16 | Arbeiten auf Reisen, Reisen und Arbeiten | 6 Kommentare

Im Juni 2016 wurde ich spontan auf das Coboat eingeladen. Eine Woche sollte ich dort mit Gleichgesinnten verbringen. Aber der Reihe nach:

Coboat – Was ist das überhaupt?

Zum ersten Mal habe ich letztes Jahr auf der thailändischen Insel Koh Lanta vom Coboat erfahren. Dort habe ich einen der Gründer kennengelernt, der mir das Projekt gleich schmackhaft gemacht hat. Glauben konnte ich das ganze aber nicht so richtig: Ein Coworking Space (wenn du nicht weißt, was ein Coworking Space ist, klick hier!) auf einem Katamaran. Verrückt!

Coboat in Lesbos

Als ich vor zwei Wochen gesehen habe, dass für einzelne Wochen auf dem Coboat sogenannte Influencer gesucht werden, habe ich gleich eine Mail rausgeschickt. Influencer sind das, was man früher Meinungsträger (opinion leader) nannte. Sie suchten also Menschen mit einem großen Netzwerk.

Ich konnte mein Glück kaum fassen, als kurz später eine Zusage in mein E-Mail-Postfach flatterte. Einziges Problem: Ich sollte sechs Tage später in Griechenland sein.

Nach einer hektischen Flugsuche habe ich mich aber schnell entschieden zu buchen.

Eine Woche auf dem Coboat

Ich habe die ganze Woche, die ich auf dem Coboat verbracht habe, darüber nachgedacht, wie ich meine Zeit hier schön verpacken soll.

Fakt ist, es gibt vieles, was noch verbesserungswürdig ist. Vieles ist schief gelaufen. Es gibt einiges zu bemängeln.

ABER, bevor du jetzt auf das X bzw. den kleinen roten Ball klickst, um den Tab zu schließen: Es war eine einzigartige Erfahrung mit 10 Gleichgesinnten auf so engem Raum von Insel zu Insel zu segeln. Und erst jetzt, wo der letzte Abend gekommen ist und ich hier sitze und die Traurigkeit mich übermannt, verstehe ich, wie viel mir diese Woche bedeutet hat.

Diese Menschen haben mich inspiriert. Sie haben mich beeinflusst. Sie haben mich verändert, wie eine jede Reise mich ein Stück verändert.

Coboat Crew

Anca – die herzliche Eiskönigin

Da ist Anca, die dunkelhaarige Rumänin, die mit ihrem Freund hier ist und ungerne über Gefühle redet oder sie zeigt. Wir kennen uns bereits von der ersten NomadCruise, wo sie mich für Office2Travel auch interviewt hat. Sie sitzt mir gerade gegenüber und arbeitet an ihrem bunt beklebten Computer – der sogar bunter ist als meiner! Als ich nach dem IdeaIncubator, einer Art Brainstorming zu einer bestimmten Idee, vor Glücksgefühlen jemanden umarmen wollte, ging ich zu ihr. „I am not a good hugger!“, sagte sie noch und umarmte mich dennoch herzlich. Später gestand sie mir und den anderen Nomaden an Bord, dass sie auch schon mal den Spitznamen „Eiskönigin“ erhalten hat.

Kim – harte Schale, weicher Kern

Kim steht neben mir und tippt etwas in ihr Handy. Sie erschien mir am abweisendsten. Sie ist Texterin aus Hong Kong und arbeitet momentan auf dem Coboat. „Wenn etwas mit deiner Unterkunft in Athen ist, schreib mir und du kannst bei mir übernachten!“ Nicht nur eine so dahin gesagte nette Geste, sondern ein echtes Angebot.

Christian – Mein Retter in Delfinnot

Christian kenne ich bereits vom Strandtesten im vergangenen Sommer. Mittlerweile hat er die Facebook-Seite Strandtester gelauncht und sucht noch seinen Weg als digitaler Nomade. Als ich mich angeregt mit Jacob, dem Koch hier an Bord, unterhielt, kam er hereingerannt: „Barbara, Delfine!“ Ich sah gerade noch einen Delfinrücken kurz aus dem Wasser blitzen, bevor er verschwand. Aber ohne Christian, der den Delfin dadurch selbst verpasst hat, hätte ich ihn gar nicht gesehen.

Es geht um die Menschen!

Was ich damit sagen will: Es geht nicht darum, dass wir fast nicht arbeiten konnten, weil es während der Fahrt viel zu sehr geschaukelt hat. Oder dass das Internet nicht richtig funktioniert hat und wir nur ein sehr beschränktes Datenvolumen hatten.

Es geht um die Menschen. Es geht immer um die Menschen!

In meinem alten Leben ging es um die Sache. Es ging um meine Prüfungen, meinen Abschluss an der Uni und um die Arbeit, um Geld zu verdienen.

In meinem neuen Leben als digitale Nomadin geht es um mehr. Um etwas Tieferes. Etwas, das mich vor Ideen und Inspiration übersprudeln lässt.

Die Verbindung zwischen Menschen ist das, was zählt.

 

Deine Barbara

 

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