Strand, Sonne und Berge – Zwei Tage in Da Nang

Strand, Sonne und Berge – Zwei Tage in Da Nang

Wie viel hatte ich schon von dem Küstenort Da Nang gehört… Und nie hat es geklappt, mir die kleine Stadt selbst anzuschauen. Dies wollte ich unbedingt ändern, also bin ich bei meinem letzten Aufenthalt in Vietnam von Hanoi nach Da Nang geflogen.

Die Anreise nach Da Nang

Inlandsflüge sind in Asien zum Glück relativ günstig, sodass du für maximal 60 Euro selbst kurzfristig von Orten wie Hanoi oder Saigon anreisen kannst. Am häufigsten fliegen Jetstar Airlines und VietJetAir.

Ich bin schon mit beiden Airlines geflogen und hatte nicht so gute Erfahrungen mit VietJetAir.

Klick, wenn du meinen kurzen Erfahrungsbericht lesen möchtest:

Meine Erfahrung mit VietJetAir

Leider habe ich nach meiner Buchung über deren Website keine Bestätigungsmail bekommen und natürlich das, was ich sonst IMMER tue, nicht gemacht: Einen Screenshot meiner Buchung. So hatte ich keinen Buchungscode, keinen Beweis, dass ich gebucht hatte. Ich hatte ehrlich gesagt dennoch nicht damit gerechnet, dass das so Probleme geben würde, aber leider war es so. Am Flughafen fand man zwar nach einigem hin und her meine Buchung, mir wurde aber nicht bescheinigt, dass ich einen Hin- und Rückflug gebucht hatte. Als ich in Vietnam angekommen war, musste ich einen neuen Flug buchen, da ich keinen Beweis für die Ausreise hatte. Ich würde daher nicht mehr VietJetAir fliegen, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Wenn du nicht fliegen möchtest, kannst du auch mit dem Bus fahren. Es gibt Nachtbusse, in denen du bequem liegen kannst. Allerdings muss ich hier darauf hinweisen, dass diese langen Busfahrten in Vietnam nicht ungefährlich sind. Ich weiß nicht genau, ob es an den schlechten Straßen, den teils rücksichtslosen Autofahrern oder an den übermüdeten und überarbeiteten Busfahrern selbst liegt. Aber es verunglücken viel zu häufig Langstreckenbusse. Ich habe bis jetzt nur eine Fahrt dieser Art unternommen und das waren 7 Stunden von Saigon nach Da Lat.

Als letzte Alternative möchte ich noch hinzufügen, dass Vietnam ein beliebtes Land für Motorradfahrer ist. Ich kenne viele Reisende, die sich hier ein Motorrad gekauft  und einmal das S-förmige Land durchquert haben. Auch das ist nicht ungefährlich, aber wahrscheinlich das bekannteste Land in Südostasien für solch lange Roadtrips mit dem Zweirad.

 

Die Unterkunft in Da Nang

Normalerweise mache ich ja House Sitting* oder miete ein Airbnb*, um so zu leben wie die Locals. Aber in Da Nang hatte ich ausnahmsweise ein Hotel gebucht, weil ich mit einem Freund unterwegs war, der kein digitaler Nomade ist. Unsere Wahl fiel auf das Aria Hotel in zweiter Reihe vom Strand inklusive Meerblick von der Dachterrasse.

Beeindruckend war die Freundlichkeit des Personals, das wirklich versucht hat, uns jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Das Zimmer war etwas beengt, obwohl wir schon die größere Version gewählt hatten. Aber sonst war es sehr hübsch und auch das Bad klein aber fein. Spannend fand ich, dass es im Bad eine Jalousie gab, um die Fensterscheibe zum Schlafszimmer zu ver- oder enthüllen. Das scheint aktuell mega im Trend zu sein.

Auch die Lage war ideal: Wie bereits erwähnt, stand es in zweiter Reihe vom Mehr und innerhalb von drei Minuten bist du an der langen Strandpromenade, die zum Schlendern einlädt. In erster Reihe gibt es zahlreiche Restaurants und auch Hotels mit Roof Tops, wenn du den Ausblick über das Meer genießen willst.

 

Was kann man in Da Nang unternehmen?

Ich muss gestehen, dass es mich zunächst an einen Ort außerhalb Da Nangs zog: Ich wollte zu einer Brücke, die von riesigen Händen getragen wird. Ich hatte sie schon häufig auf Instagram gesehen und mir war klar: Das ist mein Must See in Da Nang. Im Hotel vergewissern wir uns nochmal, dass wir den richtigen Ort ansteuern. Er ist nämlich in den Bergen und komischerweise können wir die Brücke selbst auf Google Maps nicht finden. Im Hotel wird uns gesagt, dass der Ort korrekt sei und wir 700.000 Dong Eintritt zahlen müssten. Wir schauen uns irritiert an. Knapp 30 Euro, um eine Brücke anzusehen? Wir winken ab und sagen, dass wir ja nur zur Brücke wollen und uns nichts anderes interessiert.

Wir fahren mit unserem Mietroller los und brauchen mit kurzer Tankpause fast eine Stunde, bis wir da sind. Die Fahrt ist idyllisch, durch kleine Dörfer, an einem Fluss entlang, durch den Wald. Erst gegen Ende geht es plötzlich merklich bergauf. Als wir ankommen, verstehen wir, was es mit dem Eintrittsgeld auf sich hat: Die Brücke liegt in einer Art Vergnügungspark.

Gut, jetzt sind wir so weit gefahren… Also zahlen wir und gehen rein.

Das SunWorld

Zunächst soll es mit einem Cable Car in luftige Höhen gehen. Leichter gesagt, als getan. Denn es gibt drei Cable Car Linien und die, die wir nehmen wollten, war geschlossen. Also folgten wir den Schildern zum nächsten. Irgendwie sind wir da aber an der falschen Stelle abgebogen, sodass wir eine Rolltreppe nach der anderen nehmen.

Irgendwann haben wir es aber geschafft: Wir sitzen endlich in der Gondel. Ich mache wie wild Fotos. Besonders toll finde ich den Glasboden! Es geht immer höher und höher und nach gut 15 Minuten fahren wir plötzlich in die Wolken hinein. Es wird alles weiß und die Stimmung ist ganz schön mystisch. Dann brechen wir wieder durch die Wolkendecke durch und fahren darüber weiter.

Die gesamte Fahrt dauert eine gute halbe Stunde. Oben angekommen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Der Vergnügungspark soll wohl Paris darstellen. Winterlich geschmückt, erheben sich eine barocke Kirche und das Moulin Rouge vor uns. Es wirkt ein bisschen, als wären wir im falschen Film gelandet. Zudem sind wir mehr oder weniger die einzigen Westler, die sich hierher verirrt haben.

Wir laufen umher und suchen nach den Attraktionen. Enttäuscht müssen wir feststellen, dass es nur eine gibt: eine Sommerrodelbahn. Also stellen wir uns in die Schlange und warten. Und warten. Und warten. Nach einer knappen Stunde haben wir uns 10m bewegt und geben auf.

Dann bleibt nur noch eins: Wir suchen endlich die Brücke mit den Händen. Dafür müssen wir erneut mit dem Cable Car fahren. Die Linie, die außer Betrieb war, hätte nämlich auf halber Höhe gehalten und uns direkt zur Brücke gebracht.

Ein weiteres Mal fahren wir durch die Wolken und kaum sind wir hindurch, sehen wir auch schon den Teil des Parks, zu dem die Brücke gehört.

Wir steigen aus und sehen sie direkt. Die Suche ist vorbei. Und ja, sie ist schön! Wirklich schön. Musst du 700.000 VND Eintritt bezahlen, weil man sie unbedingt gesehen haben muss? Ich würde mal ganz vorsichtig ‚nein’ sagen.

Ein letztes Mal fahren wir mit dem Cable Car und zum Abschluss bieten uns myriaden von Farbtönen zum Sonnenuntergang den herrlichsten Ausblick des Tages.

Auch Wasserfälle sehen wir zwischen den Hängen dahinplätschern.

Unten angekommen, schlendern wir noch durch die schönen chinesischen Gärten des Parks.

Als wir wieder am Eingang sind, ist gerade die Sonne verschwunden. Also machen wir uns in der Abenddämmerung auf den Weg zurück ins Hotel.

 

Lady Buddha at the Linh Ung Pagoda

Am nächsten Tag entscheiden wir uns für eine kleine Rollertour entlang der Küste. Vom Strand aus sieht man eine weibliche Buddhastatue auf der anderen Seite der Bucht und auf Google Maps sehen wir, dass man da gut hinkommt. Eigentlich ist es sogar eine Halbinsel mit dem Namen Son Tra Peninsula.

Die Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde und als wir die lange Strandpromenade hinter uns lassen, geht es aufwärts. Links von uns der Dschungel, rechts von uns das Meer haben wir einen fantastischen Ausblick.

Immer wieder gibt es Haltebuchten, die dazu einladen, das Panorama zu genießen. Wir machen nur kurze Stopps, weil wir leider nicht mehr viel Zeit haben, bis unser Flieger weiter nach Saigon geht, und wir uns vorher noch die Kathedrale und die Drachenbrücke anschauen wollen.

 

Die Kathedrale

Die Kathedrale im Herzen Da Nangs wurde im Jahre 1923 von dem französischen Priester Louis Vallet erbaut. Auch wenn sie nicht ganz so strahlend pink ist wie ihre Schwester in Saigon (hier ist ein Foto von mir auf Instagram von der pinkfarbenen Kathedrale in Saigon), aber dennoch ist sie bekannt für ihre besondere Farbe. Auf dem Kirchturm befindet sich die Statue eines Hahns, wodurch sie auch den Beinamen Con Ga Church (Hahnenkirche) trägt.

 

Die Drachenbrücke

Die ikonische Drachenbrücke verbindet das Stadtzentrum von Da Nang und die Halbinsel mit der Strandpromenade. Sie ist 666 Meter lang und ist eine sechsspurige Autostraße. Sie ist definitiv ein Highlight und wenn du übers Wochenende in Da Nang sein solltest, kannst du den Drachen sogar Feuer spucken sehen. Dies tut er jeden Samstag und Sonntag um 21 Uhr.

 

Hoi An

Für einen Besuch in Hoi An hat unsere Zeit leider nicht gereicht. Wenn du es irgendwie einrichten kannst, solltest du dort aber auf jeden Fall vorbeischauen. Ich habe nur gute Dinge darüber gehört und allein die Fahrt ist es angeblich wert, den Ausflug zu machen.

 

Mein Fazit zu Da Nang

Da ich zuvor nur die Großstädte Saigon und Hanoi kannte, war Da Nang eine willkommene Abwechslung von den vietnamesischen Großstädten. Der Verkehr ist deutlich weniger aggressiv, es wird so gut wie gar nicht gehupt, der gelegentliche Ausblick aufs Meer ist Balsam für die Seele und auch für Vegetarier hat Da Nang einiges zu bieten. Ich werde daher sicher wiederkommen und der Stadt ein wenig mehr Zeit schenken.

Warst du schon mal dort?

Deine Barbara

PS: Alle mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate Links.

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Cu Chi Tunnel – Halbtagstour zu Saigons Kriegsmuseum im Untergrund

Cu Chi Tunnel – Halbtagstour zu Saigons Kriegsmuseum im Untergrund

Bei meinem letzten Besuch in Saigon standen einige touristische Highlights auf meiner Liste. So habe ich zum Beispiel eine Halbtagstour zu den Cu Chi Tunneln unternommen. Da ich mich bis zu diesem Zeitpunkt ein bisschen um das Thema gedrückt hatte, war es allerhöchste Zeit, mich damit auseinander zu setzen.

Denn der Vietnamkrieg oder Amerikakrieg, wie er hierzulande genannt wird, ist vor allem im Süden Vietnams ziemlich präsent. Bei meinem Tagesausflug ins Mekong Delta war ich zum Beispiel überrascht, dass er immer wieder zur Sprache kam. Aber ich hatte ja bereits in Ho Chi Minh City wahrgenommen, wie wichtig dieses Thema bis heute ist. So ist das bekannteste Museum der Stadt das War Remnants Museum.

Also buchte ich in einem Hotel die Halbtagstour zu den Cu Chi Tunneln. Im Preis von 314.000 VND (knapp 12 Euro) enthalten, war die Fahrt zu den Tunneln und wieder zurück sowie der Eintrittspreis von 110.000 VND inklusive einer Führung. Auf dem Gelände gibt es auch eine Kleinigkeit zu essen und Tee.

Cu Chi – Ein idyllischer Rückzugsort wird zum Kriegsgebiet

Cu Chi war ein Ort der Sommerfrische der Bewohner Saigons. Am Wochenende und während der Schulferien sammelten Familien hier unvergessliche Erinnerungen: Sie verbrachten ihre Zeit auf weiten Feldern, im Wald, am See.

Als der Vietnamkrieg ausbrach, hatte dies jedoch ein Ende. Was viele nicht wissen: Nicht nur die Guerrilla-Kämpfer selbst versteckten sich in Tunneln, deren Eingänge im Wald unter Laub und Zweigen nahzu unsichtbar waren, sondern auch Tausende Bewohner von Cu Chi und der Umgebung. Sie bauten ein Tunnelsystem und brachten die Bevölkerung unter Tage in Sicherheit. Das Tunnelsystem enthielt Schlafräume, Lagerräume, eine Krankenstation und sogar ein Küche, um ihr Leben unter der Erde fortsetzen zu können.

Cu Chi Tunnel – Die Halbtagstour

Zu Beginn wurde ich in meinem Hotel abgeholt. Mit dem Minibus und etwa 20 anderen Reisenden ging es dann Richtung Nordwesten. Die Fahrt dauerte circa 90 Minuten.

Nach einer guten Stunde haben wir einen Stopp eingelegt und uns eine Behindertenwerkstatt angeschaut, in der Dekoartikel hergestellt und lackiert werden. Ein Teil der Muster wird in Mosaiktechnik mit zerbrochenen Eierschalen hergestellt. Die kleinen Eierschalenstücke werden so angeordnet, dass sie Figuren darstellen. Danach wird alles lackiert und blitzblank poliert.

Faszinierend! Und alles Handarbeit…

Nach einer weiteren halben Stunde kamen wir dann am Eingang an. Der Guide bezahlte für unsere Tickets als Gruppe, sodass wir uns nicht in die Schlange stellen mussten. In meinem Preis war das Ticket mit inbegriffen, aber andere im Bus mussten dein Eintritt vor Ort zahlen. Schlussendlich sind sie damit sogar etwas günstiger weggekommen. Sie haben insgesamt nur 260.000 VND bezahlt.

Danach wurden wir in den Wald geführt. Auf einer Lichtung blieben wir stehen und ich hatte kaum Zeit zu überlegen, was es hier zu sehen gibt, da öffnete unser Guide bereits ein Loch im Boden, das von Blättern bedeckt und nicht zu sehen gewesen war. Ein Mitarbeiter war sofort zur Stelle, um uns zu zeigen, um was genau es sich handelte: Es war ein Versteck im Boden für die Guerrilla-Kämpfer.

Cu Chi Tunnels

Entschuldige bitte, dass das Bild verwackelt ist. Ich hatte keine Zeit meine Kamera auf das geringe Licht einzustellen, so schnell war der Mitarbeiter im Boden verschwunden und wieder draußen.

Wir wunderten uns, wie sich die Menschen die genauen Standorte dieser Verstecke merken konnten, aber den ehemaligen Städtern blieb nichts anderes übrig als sich nahezu jeden Baum im Wald einzuprägen. Da zeigt sich, dass der Mensch zu Außergwöhnlichem fähig ist, wenn es um Leben oder Tod geht.

Wir liefen weiter. Vorbei an unscheinbaren Hügeln, die nur durch kleine Löcher, die als Belüftungssystem dienten, erkennen ließen, dass sich darunter viel mehr verbarg, als es aus unserer Perspektive den Anschein machte.

Cu Chi Tunnels

Durch Laub bedeckt, waren auch die Löcher nicht sichtbar. Ein ausgeklügeltes System sorgte zudem dafür, dass Schlangen, Ratten und Regen abgehalten wurden. Durch Gewürze und Chilischoten, die an den Löchern verteilt wurden, wurden Spürhunde von der Fährte abgebracht.

Als nächstes gingen wir zu den Fallen. Angeblich dienten sie vor allem der Abschreckung und nicht dazu, den Feind in Massen zu töten. Verschiedene Vorrichtungen, die mich an Indiana Jones erinnerten, sollten den eindringenden Amerikaner aufspießen.

Cu Chi Tunnels

Während wir jede einzelne Falle erklärt bekamen, hörten wir die Schüsse immer deutlicher. Ich konnte mir bereits denken, was als nächstes kommen sollte: uns erwartete ein Schießfeld, auf dem man in sicherem Umfeld die Gewehre, die im Vietnamkrieg verwendet wurden, testen konnte. 600.000 VND (etwa 27 Euro) kostete ein Magazin und die Schlange war erschreckend lang.

Ich habe weder geschossen, noch konnte ich näher rangehen, um ein Foto zu machen. Aber ich finde, es gibt Dinge, die muss man auch nicht fotografieren. Wir warteten also bei ständigen und etwas nervenden Schüssen darauf, dass wir endlich weitergingen.

Als nächstes kam das Highlight: Wir durften in einen der Tunnel. Damals war er noch enger, aber er wurde erweitert, damit heute auch Touristen durchpassen. Die Menschen im Krieg haben sich auf dem Bauch robbend durch die Tunnel bewegt. Aber ich muss sagen, es war auch so schon beklemmend genug. Man konnte etwa alle 20 Meter aussteigen, was einige der anderen Gruppenmitglieder auch dankend annahmen, aber ich bin die ganzen 100 Meter durchgegangen. Sofern  man das tatsächlich gehen nennen kann.

Cu Chi Tunnels

Cu Chi Tunnels

Ich leide wirklich nicht unter Klaustrophobie, aber der Gedanke, in diesem Tunnelsystem gefangen zu sein, war wirklich beängstigend. Ich war mehr als froh, nach einer gefühlten Ewigkeit die stickige, heiße Enge hinter mir zu lassen. Selten habe ich so geschwitzt und ich bin sicher, dass es nicht an der Hitze lag.

Danach gab es einen kleinen „Snack“. Natürlich nicht irgendwas, sondern Tapioca-Wurzeln. Davon ernährten sich die Menschen aus Cu Chi tagelang, um nicht zu verhungern. Die Wurzeln und der Tee wurde für uns sogar in einer unterirdischen Küche zubereitet, wo dies auch die Guerrilla-Kämpfer taten.

Zum Abschluss wurde uns ein Film gezeigt, der nochmal die Hintergründe beleuchtete.

Cu Chi Tunnels

Danach endete der Halbtagstour und wir kehrten nach Saigon zurück. Wir kamen gegen 19 Uhr zurück und wurden vor der Benh Thanh Food Street abgesetzt.

Cu Chi Tunnel – Mein Fazit

Es ist ein unangenehmes Thema. Ich persönlich setze mich nicht gerne mit Kriegen aus einander – das gebe ich zu. Aber es ist ein wichtiger Teil der Geschichte und Kultur Vietnams und ich finde es wichtig sich dem gegenüber nicht zu verschließen. Und wenn es nur aus Respekt den Vietnamesen gegenüber geschicht. Daher bin ich froh, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und mir diesen Ort mit eigenen Augen angesehen habe.

Deine Barbara

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Das Mekong Delta – Ein Tagesausflug zu Vietnams bekanntester Sehenswürdigkeit

Das Mekong Delta – Ein Tagesausflug zu Vietnams bekanntester Sehenswürdigkeit

Der Tagesausflug ins Mekong-Delta beginnt um 7:45 Uhr, als mich der Reiseleiter in der Lobby in einem Hotel in der Innenstadt von Saigon abholt.

Ich schlafe sofort ein, nachdem ich meinen Sitzplatz im Kleinbus gewählt habe. Die Fahrt dauert etwa 90 Minuten und obwohl ich immer wieder kurz wach werde, döse ich gleich wieder weg und höre so den Reiseleiter kaum, als er über die Geschichte der Region spricht.

Das Mekong Delta

Der Fluss ist 4.220 km lang. Er entspringt der tibetischen Hochebene und fließt durch China, Laos, Myanmar, Thailand, Kambodscha und Vietnam, wo er ins Südchinesische Meer mündet. Er ist der 12. längste Fluss der Welt und der größte in Südostasien.

Das Mekong Delta hat rund 40.000 Quadratkilometer und 17 Millionen Einwohner, was einem Fünftel der Gesamtbevölkerung des Landes entspricht. Es ist das bevölkerungsreichste Gebiet Vietnams. Da der Fluss eine große Wasserquelle darstellt, gibt es in seiner Umgebung viele Reisfelder, sodass das Land einer der weltweit führenden Exporteure von Reis ist. Das Mekong Delta ist daher entscheidend für die Wirtschaft Vietnams.

Der Guide spricht über den Krieg und darüber, dass das Mekong Delta Schauplatz von Guerillaangriffen war und für den Transport von Waffen und Lebensmitteln genutzt wurde.

Tagestrip ins Mekong Delta

Als wir an der Bootsstation My Tho ankommen, werfe ich einen ersten Blick auf den Fluss – er ist breit und hat tief braunes Wasser, durch das man nicht hindurchsehen kann. Zuerst nehmen wir ein Motorboot und sehen vier Inseln: Dragon, Unicorn, Tortoise und Phoenix.

Day Trip Mekong Delta

Day Trip Mekong Delta

Wir halten auf einer der Inseln, wo wir einige lokale Köstlichkeiten probieren dürfen: Royal Jelly (ein Honigbienensekret), Erdnussbonbons und Früchte wie die vietnamesische Birne. Der Reiseleiter erklärt, wie Royal Jelly hergestellt wird und zeigt uns eine Wabe. Gleichzeitig schlürfen wir den köstlichen Grünen Tee mit viel leckerem und gesundem Honig. Einheimische Frauen laufen umher und verkaufen den Tee, den Honig, das Royal Jelly und die Süßigkeiten.

Wir gehen weiter und nehmen wieder das Motorboot, um an einen anderen Ort zu gelangen. Von der Anlegestelle aus nehmen andere Gruppen ein von Pferden gezogenes Tuk Tuk. Ich bin froh, dass unser Reiseleiter motorisierte Tuk Tuks organisiert hat. Er sagt, dass die Pferde in einem schlechten Zustand und zu schwach sind, um Wagen mit vier Personen über die steinige Insel zu ziehen. Da kann ich ihm leider nur beipflichten.

Day Trip Mekong Delta

Day Trip Mekong Delta

Day Trip Mekong Delta

Auf der anderen Seite erwarten uns bereits Ruderboote. Einer nach dem anderen steigen wir in die kleinen Boote, die bis zu sieben Personen aufnehmen können. Dann beginnt der berühmteste Teil und wir gleiten langsam und lautlos durch das friedliche Wasser. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies noch vor wenigen Jahrzehnten der Schauplatz eines blutigen Krieges war.

Day Trip Mekong Delta

Day Trip Mekong Delta

Ich halte Ausschau nach Krokodilen, obwohl uns gesagt wurde, dass es keine mehr gebe. Aber ich kann nicht anders und vermute sie in Palmenblättern und im Schatten liegend. Zu gut würden sie in diese Umgebung passen.

Day Trip Mekong Delta

Aber die einzigen Krokodile, die noch übrig sind, sitzen in tiefen Becken auf der Insel, um ihre wilde und rohe Natur zu demonstrieren. Eigentlich sehen sie aus, als seien sie gar nicht echt. Sie liegen unbeweglich in der Sonne. Kaum wird ein Fisch in das Becken gehalten, beweisen sie jedoch ihre Stärke und ihren „Biss“. Ich schwanke zwischen Angst, Demut und Mitleid.

Die Urzeitechsen sind Teil von einer Art Minizoo, in dem Tiere gezeigt werden, die früher im Mekong Delta lebten: Krokodile, Frösche und Schlangen. Ich mag die Praxis nicht, Tiere in Gefangenschaft zu halten, also nutze ich die Zeit lieber, um mit den anderen Leuten in meiner Gruppe ins Gesrpäch zu kommen. Dann geht es wieder auf das Motorboot, das uns zurück zum Festland bringt, wo unser Minibus bereits auf unsere Rückkehr wartet.

Day Trip Mekong Delta

Day Trip Mekong Delta

Der letzte Halt ist ein Geschenk. Zumindest sagt das unser Reiseleiter. Ich habe keine Ahnung, ob andere Gruppen ihren Tagesausflug ins Mekong Delta auch hier beenden. Aber er sagt, dass kein anderer Guide die Leute dorthin bringt. Es handelt sich um eine Pagode mit mehreren Buddha-Statuen – ein schöner Ort, der den perfekten Abschluss eines wunderbaren Tages bildet.

Vinh Trang pagoda

Vinh Trang pagoda

Vinh Trang pagoda

Wenn du die Chance hast, an der Vinh Trang Pagode vorbeizuschauen, dann tu es!

 

Wie kommst du ins Mekong Delta?

Der einfachste Weg ist, eine Tour zu buchen. Da ich mit einem Freund aus Deutschland unterwegs war, haben wir uns für diese Option entschieden. Du kannst zwischen einer 1-, 2-, oder 3-tägigen Tour wählen. Ich war auf einem Tagesausflug ins Mekong Delta, der 500.000 VND gekostet hat, etwa 20 Euro.

Im Preis enthalten waren:

Die Fahrt im Minibus mit einer Gruppe von maximal 20 Leuten

Die Fahrt mit dem Motorboot von My Tho zu den vier Inseln

Die Fahrt mit dem Ruderboot durch die kleinen Nebenarme des Mekong Delta

Das Mittagessen aus lokalen Gerichten (auf Anfrage aus vegetarischen Speisen)

Wie bereits erwähnt, dauert die Fahrt nur 90 Minuten. Wenn der Fahrer die Nationalstraße statt der Autobahn nimmt, sind es zwei Stunden pro Strecke. Anscheinend sieht man die Reisfelder jedoch nur auf dem langsameren Weg, so dass es sich lohnen könnte, die Nationalstraße zu nehmen.

Alternativ kannst du auch eine eigene Reise organisieren und zum Beispiel mit dem Motorrad fahren. Dann kannst du die Reisfelder genießen und so lange im Mekong Delta bleiben, wie du möchtest.

 

Mein Fazit

Das Mekong Delta steht schon seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste und ich bin wirklich froh, dass ich es endlich geschafft habe, den Tagesausflug zu machen. Es war interessant, den Fluss mit seinen kleineren Armen, mit den Inseln und mit seiner Geschichte mit meinen eigenen Augen zu sehen.

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