Wat Pa Tam Wua Forest Monastery – Vipassana in Thailand

Wat Pa Tam Wua Forest Monastery – Vipassana in Thailand

Wat Pa Tam Wua Forest Monastery – Vipassana in Thailand

Die einen machen es, um zu sich zu finden. Die anderen machen es, um einfach mal abzuschalten. Für mich selbst waren die vier Tage im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery eine Mischung aus beidem.

Nach dem Tod meiner Mutter war mir so einiges in meinem Leben einfach zu viel. Ich hatte außerdem einiges verändert, um in den letzten Monat in ihrer Nähe sein zu können. Nun wusste ich nicht mehr, wo mein Platz eigentlich ist. Freunde fragten, warum ich nicht einfach da anknüpfen könne, wo ich im Jahr zuvor alles stehen und liegen gelassen habe. Am Anfang wusste ich nicht, wie ich darauf antworten sollte. Ich wusste nur, dass es sich falsch anfühlte.

Und daher wollte ich ein paar Tage in Stille verbringen. Nur mit meinen Gedanken begleitet vom Sprechchor der Mönche und anderen Teilnehmer.

Zwei Sachen vorneweg: Erstens kannst du zwischen zwei und zehn Tagen so lange bleiben, wie du möchtest. Du kannst ohne Ankündigung oder „Buchung“ einfach hinfahren. Ich weiß, das hört sich etwas scary an, ist aber wirklich kein Problem. Ich wollte ursprünglich fünf Nächte dort bleiben, habe dann aber auf vier verkürzt, wie du im Folgenden lesen wirst.

Die Anreise zum Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Die Reise mit dem Minivan dauert etwa vier Stunden von Chiang Mai. Buch eine Fahrt nach Mae Hong Son (ca. 250 Baht) und sag dem Fahrer, dass du am Wat Pa Tam Wua Forest Monastery rausgelassen werden möchtest.

Die Strecke ist kurvenreich und kann ganz schön auf den Magen gehen. Ich habe sie mehrmals zurückgelegt und muss sagen, dass das abhängig von meiner Tagesform zu sein scheint. Manchmal wird mir extrem übel, manchmal kann ich ganz entspannt die Landschaft betrachten. Vielleicht liegt es aber auch am Fahrstil des entsprechenden Fahrers…

Wer nicht gleich alle Kurven auf einmal nehmen möchte, kann einen Zwischenstopp in dem bekannten Hippie-Dorf Pai machen. Dieses liegt etwa auf halber Strecke zwischen Chiang Mai und Mae Hong Son Stadt. In der gleichnamigen Provinz bist du hier bereits und kannst dort das besondere Flair des Dorfes auf dem Night Market der Hauptstraße auf dich wirken lassen.

Alternativ kannst du übrigens auch direkt mit dem Bus aus Bangkok nach Mae Hong Son fahren und von dort den Minivan Richtung Pai bzw. Chiang Mai nehmen. Von dort dauert die Fahrt etwa eine Stunde.

 

Ankunft im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Das Gelände des Wat Pa Tam Wua Forest Monastery ist paradiesisch und relativ groß. Versuch auf jeden Fall, es ein wenig zu erkunden und vielleicht mal in Ruhe an dem idyllisch vor sich hin plätschernden Bach oder dem großen Teich zu sitzen.

Das Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Der für dich wichtigste Ort ist die Dharma Hall. Hier finden die Meditationen statt bzw. im Falle der Walking Meditation (die verschiedenen Meditationen erkläre ich im Folgenden) ist dies der Ausgangspunkt. Männer und Frauen sitzen übrigens getrennt, woran einen die Voluntäre immer wieder erinnern, falls man es mal vergisst. Es gibt einen Bereich mit Sitzkissen und am Rande stehen Stühle, falls du nicht so lange knien möchtest oder kannst, ist das also absolut kein Problem. Du kannst auch während der Meditation vom Sitzkissen auf den Stuhl wechseln, falls du Schmerzen hast.

Die Dharma Hall von außen – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Die Dharma Hall – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Hier befindet sich auch die „Rezeption“, also deine erste Anlaufstelle und dein Dreh- und Angelpunkt, falls du Fragen haben solltest.

Neben der Rezeption wartet eine kleine Bibliothek, in der du zahlreiche Bücher zum Buddhismus findest, sowie das Buch Walk to the Knower, das sozusagen eine Hilfestellung für deine Zeit im Vipassana in Thailand ist.

Library – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Gegenüberliegend an der Wand steht rund um die Uhr Tee, Kaffee und manchmal Pulver für heiße Schokolade.

Auf der anderen Seite der Regale stehen Tische, an den man tagsüber lesen kann und zu den entsprechenden Zeit verwandelt sich dieser Bereich in das Esszimmer.

 

Weiße Kleidung

Als ich dort ankam, bekam ich meine weiße Kleidung. Du kannst entweder deine eigene weiße Kleidung mitbringen oder dir vor Ort welche leihen. Das ist kostenlos und du kannst jederzeit in das Häuschen mit der Kleidung, falls du mal ein neues T-Shirt oder eine neue Hose brauchen solltest. Direkt nebenan ist ein Häuschen mit einer Wäscherei. Dort kannst du gebrauchte Kleidung abgeben.

Ich im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

 

Kuti vs Schlafsaal

Dann wurde mir ein Kuti – eine kleine Hütte – zugewiesen. Ich hatte das Glück, ein eigenes Kuti zu bekommen. Denn es gibt dort auch Schlafsäle, in denen Dutzende von Menschen schlafen.

Mir persönlich war es wichtig, dass ich in Stille mit mir allein bin. In einem Schlafsaal wäre ich wohl nicht sehr glücklich geworden.

Ob Schlafsaal oder Kuti, deine Bleibe ist sehr einfach: Du bekommst eine Matte, die du auf den Boden legst, eine Decke und ein Kissen. Mir persönlich ist nachts sehr kalt geworden, obwohl ich noch eine eigene Decke hatte und mit langer Kleidung geschlafen habe. Ich denke, dass die Kälte einfach durch das Holz geht. Zum Glück reise ich auch immer mit Wärmflasche, sodass es erträglich war. Aber wirklich warm war mir nachts nie.

Mein Kuti im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Auch wenn du ein Einzelkuti hast, befindet sich nichts weiter in dem Zimmer. Es ist ein kleines Bad angeschlossen. Heißes Wasser gibt es jedoch nicht und auch Spiegel suchst du im ganzen Kloster vergeblich.

Kutis im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

 

Silent Badge

Im Wat Pa Tam Wua herrscht keine Schweigepflicht so wie das bei anderen Vipassana-Einrichtungen die Regel ist. Daher plauderten und lachten 90 Prozent der anderen Besucher. Das ist nicht besonders angenehm und erschwert es extrem, wenn man selbst schweigen möchte! Solltest du dich im Schweigen probieren wollen, kannst du jederzeit ein Silent Badget vom Empfang nehmen und es dir anstecken.

Silent Badges im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Ich versuchte, mich so weit wie möglich von den sprechenden Leuten fernzuhalten, aber das ist nicht immer möglich.

Außerdem hatte ich wahnsinnig viele Fragen in meinem Kopf herumschwirren. Und ich spreche nicht von den Fragen, die mich zum Schweigen brachten und Ruhe brauchten, um beantwortet zu werden. Ich spreche von Fragen für die man reden muss, da man die Antwort nicht in sich selbst findet, wie „Wo ist der Klosterladen bzw. das Café?“ oder „Wie komme ich zu den Höhlen und wie weit sind sie entfernt?“ Außerdem begannen viele Fragen über Meditation oder den Buddhismus im Allgemeinen in meinem Kopf aufzutauchen. Mir fiel es schwer, mich auf die Meditation zu konzentrieren, wo ich doch wissen wollte, in welcher Sprache gebetet wurde, was denn nun Dhamma sei oder wieso die Gewänder von Mönchen braun/orange waren.

 

Die Abläufe im Kloster

Jeder Tag folgt dem gleichen Schema. Es gibt einen Zeitplan, der eingehalten werden muss. Als Gast verpflichtest du dich bei deiner Ankunft, mindestens an den fett gedruckten Aktivitäten immer teilzunehmen. Abwesenheit bedarf triftiger Gründe.

Der Zeitplan

  • 05:00 Morning meditation in your kuti.
  • 06:30 Rice offering to the monks.
  • 07:00 Breakfast.
  • 08:00 Morning Dharma talk, and meditation class.
  • 10:30 Food offering to the monks.
  • 11:00 Lunch.
  • 13:00 Afternoon Dharma talk and meditation class.
  • 16:00 Cleaning the area and helping in the monastery.
  • 17:00 Free time.
  • 18:00 Evening Chanting, meditation and Dharma talk.
  • 20:00 Meditation on your own, or have tea, coffee, hot chocolate & relax.
  • 22:00 Rest time.

 

Die Mahlzeiten

Buddhistische Mönche ernähren sich vegan. Daher wirst du hier im Kloster keinerlei tierische Produkte finden. Ob du willst oder nicht: Während deiner Zeit vor Ort musst auch du mit veganem Essen Vorlieb nehmen.

Um 6:30 Uhr findet in der Dharma Hall das Rice Offering statt. Alle Gäste reihen sich knieend auf, um jedem der Mönche einen Löffel Reis in eine Schüssel zu geben. Dies ist eine Tradition des Buddhismus, die man nicht nur in Klöstern und Tempeln, sondern auch in den Straßen Thailands und anderer buddhistischer Länder beobachten kann.

Rice Offering to the Monks – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Danach erst kannst du selbst zugreifen: Es gibt ein Buffet mit thailändischem Frühstück. Also findest du hier vor allem Reis, Reissuppe, Gemüse und vielleicht Wurzeln und Obst.

Mittagessen gibt es dann um 11:00 Uhr, das ebenfalls auf ein Offering folgt. Diesmal offerierst du den Mönchen aber nicht Reis, sondern allgemein die Speisen, die dann Teil des Buffets sind. Dies ist natürlich wieder vegan.

Das Mittagessen ist die letzte Mahlzeit des Tages. Danach gibt es noch ein bisschen Obst und sonst nur den kleinen Shop am anderen Ende des Geländes, in dem du Nudelsuppe, Chips oder Soft Drinks kaufen kannst.

 

Die Meditation

Es gibt drei obligatorische Meditationsrunden pro Tag. Dafür treffen sich erst einmal alle in der Dharma Hall und vor der Morgen- und Mittagsmeditation erläutert einer der Mönche buddhistische Themen. Danach geht es mit der 45-minütigen Walking Meditation erst richtig los. Dabei geht es vor allem darum, dass man beim Laufen meditiert, achtsam ist und sein Mantra mit dem Gang eins werden lässt. Das empfohlene Mantra lautet Bud (beim Einatmen) – dho (beim Ausatmen), aber du kannst im Prinzip auch dein eigenes Mantra finden. Mir persönlich war das wichtig, weil ich mit Bud-dho nichts anfangen konnte. Es klappte viel besser, als ich nach zwei Tagen mein eigenes Mantra gefunden hatte.

Walking Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Walking Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Nach der Walking Meditation geht es weiter mit 45 Minuten Sitting Meditation in der Dharma Hall und direkt im Anschluss 15 Minuten Lying Meditation. Theoretisch gibt es nach Buddhas Lehren noch die Standing Meditation, die aber in Wat Pa Tam Wua nicht Teil des Programms ist.

Lying Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Die Morgen- und Mittagsmeditation läuft in etwa gleich ab. Der einzige Unterschied ist, dass der betreuende Mönch nach der Meditation da bleibt und Fragen beantwortet. Auch dies war eine Situation, in der ich verunsichert war, ob ich das mit Silent Badge wahrnehmen soll und darf.

Die Abendmeditation unterscheidet sich ein wenig von den anderen Meditationen. Sie beginnt mit dem Chanting, ich glaube, im Deutschen passt das Wort Sprechchor am besten, da es für mich kein Beten ist und auch nicht als Singen bezeichnet werden kann. Dafür gibt es ein Chanting Book und die Mönche sagen an, welche Seite aufgeschlagen muss. Darauf folgt eine 40-minütige Lying Meditation und dann eine kurze Rede durch den leitenden Mönch.

Sitting Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Das Chanting findet in drei Sprachen statt: Thai und Englisch habe ich sofort erkannt, aber die dritte Sprache kannte ich nicht. Ich habe dann herausgefunden, dass es sich dabei um Pali handelt.

Auf den letzten Seiten des Chanting Books befindet sich eine FAQ-Sektion, von der ich leider erst an meinem letzten Tag erfahren habe. Dort werden sehr viele Fragen beantwortet und ich wünschte, ich hätte bereits ganz am Anfang meines Aufenthalts gewusst.

 

Putzen und Aufräumen

Dieser Punkt ist freiwillig, aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass zum Beispiel Laubfegen unheimlich meditativ sein kann. Das ist eine der Aufgaben, die täglich anfallen und mit der man quasi niemals fertig wird. Wichtig ist, dass du dich dabei theoretisch in Achtsamkeit üben sollst. Es ist also nicht Sinn der Sache, sich dabei mit anderen zu unterhalten. In der Praxis geschieht das aber natürlich und auch ich bin schuldig im Sinne der Anklage. Der Gruppenzwang war einfach zu stark und ich kann da leider nicht auf Durchzug schalten.

 

Freizeit

Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als hättest du viel Freizeit. Aber glaube mir, wenn ich dir sage: so viel Zeit für dich wirst du in Wat Pa Tam Wua gar nicht haben. Ich hatte zum Beispiel auch das Problem, dass ich für gewöhnlich frühestens um Mitternacht schlafen gehe. Das hat zum Beispiel auch was damit zu tun, dass Thailand fünf bzw. sechs Stunden vor Deutschland ist und Mitternacht in Thailand 18 Uhr in Deutschland ist. Damit habe ich bis spät abends noch Kontakt zu Freunden, Familie, Kunden. Auch meine Posts in den sozialen Medien gehen erst gegen 18 Uhr deutsche Zeit online.

Auch wenn ich in Wat Pa Tam Wua offline war, konnte ich mich nicht von jetzt auf gleich an diesen völlig anderen Rhythmus gewöhnen. Ich hatte Probleme vor Mitternacht zu schlafen und war dann am nächsten Tag völlig übermüdet. Dadurch bin ich bei den Meditationen oft eingeschlafen, was natürlich auch nicht Sinn des Ganzen ist.

Du solltest dir aber versuchen, die Zeit zu nehmen und das Gelände zu erkunden. Es ist wunderschön! Auch die Höhlen sind einen Ausflug wert. Plane etwa zwei Stunden dafür ein.

Caves – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Caves – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Caves – Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

 

Meine Erfahrungen und Gedanken

Zum Schweigen

Für mich war klar: Auch wenn es nicht obligatorisch ist, in Wat Pa Tam Wua zu schreiben, kommt für mich nichts anderes infrage.

Allerdings begann ich ziemlich schnell über das Schweigen nachzudenken. Darf ich mit mir selbst reden, wenn ich alleine bin? Darf ich kurze Fragen stellen wie „Wo ist die Toilette?“? Was steckt hinter dem Schweigen?

Ich kam zu dem Schluss, dass das Schweigen nichts mit dem körperlichen Zustand des Nicht-Redens zu tun hat, sondern mit der Tatsache, dass man mit seinen Gedanken allein bleibt. Meiner Meinung nach ist es also in Ordnung, mit sich selbst zu reden, auch wenn man das Silent Badge trägt. Aber andererseits ist es nicht ok, Gesprächen zuzuhören und irgendwie passiv dabei zu sein, auch wenn man nicht spricht und aktiv am Gespräch teilnimmt. Denn so wäre man ja nicht mehr mit seinen Gedanken allein, sondern denkt über die Gespräche nach.

Am zweiten Tag habe ich das Laub vor meinem Kuti gefegt. Nach etwa zehn Minuten kam ein Mädchen und fragte, ob sie mir helfen könne. Ich nickte. Weitere 5 Minuten später kam ein anderes Mädchen zu uns. Und dann noch eins. Alle drei hatten sie kein Silent Badge und plauderten fröhlich über die Meditation und den Sinn des achtsamen Aufräumens. So dauerte es nicht lange, bis ich beschloss, dass es keinen Sinn machte, zu schweigen, wenn ich ihren Gesprächen gedanklich folgte und mit ihnen lachte, auch ohne zu antworten. Denn nach meiner Definition hatte ich das Schweigen IN MEINEM KOPF bereits gebrochen… Also legte ich mein Silent Badge zur Seite.

Lange Rede, kurzer Sinn: Obwohl ich es schaffte, einige Stunden am Tag zu schweigen und wirklich bei mir zu bleiben, schaffte ich es nicht, ganz zu schweigen. Hätte ich das wirklich durchziehen wollen, hätte ich in so einer Situation wie beim Laubfegen woanders hingehen müssen, um weiter ungestört und achtsam fegen zu können.

 

Zum Offlinesein

ABER… ja, es gibt ein Aber. Ich ging aus einem bestimmten Grund ins Wat Pa Tam Forest Monastery. Ich wollte die Antwort auf eine brennende Frage, die ich in der Stille zu finden suchte. Und ich fand sie! Überraschenderweise fand ich sie nicht in der Stille, obwohl ich glaube, dass die Antwort bereits in mir selbst lag. Aber aus irgendeinem Grund konnte ich sie nicht sehen. Ich konnte sie nur sehen, als ich mit den Menschen sprach, die ich im Kloster traf und mich mit ihnen über meine Frage unterhielt!

Dann kam mir ein Gedanke:

Vielleicht fand ich sie trotzdem in der Stille. Nicht in der Stille meiner Stimme und meiner Gedanken, sondern in der Stille der modernen Welt. Ohne all den „Lärm“, den Telefone und Computer in uns erzeugen… Denn auch wenn ich es nicht geschafft habe, schweigsam zu bleiben, habe ich es sehr wohl geschafft, offline zu bleiben. Auch dass ist hier nämlich kein Muss. Es gab also keinen Lärm von sozialen Medien oder irgendetwas anderem aus der Außenwelt. Ich bin mir sicher, dass diese „Stille“ einen großen Einfluss hatte und viel wichtiger war als nicht zu reden!

Als ich das alles verstanden und meine Antwort gefunden hatte, beschloss ich, das Kloster früher als geplant zu verlassen. Obwohl ich den Aufenthalt genoss und meine Antwort ein großer Erfolg war, merkte ich auch, dass es nicht gut für meine Gesundheit war, im Kloster zu bleiben:

Mir war immer kalt (ich bin einfach nicht dafür gemacht, ständig barfuß zu gehen, und in meinem kleinen Kuti fror ich Tag wie Nacht), ich war immer hungrig (zwischen 11 Uhr und 6:30 nichts zu essen, ist nichts für mich) und immer müde (wie bereits erwähnt entsprechen die Zeiten einfach nicht meinem Biorhythmus und ich konnte mich nicht gut eingewöhnen). Zudem war gefühlt die Hälfte er Besucher krank, trugen dicke Schals, tranken Tee, husteten und nahmen Medikamente aus dem öffentlich zugänglichen Medikamenteschrank.

Ich war daher auch nicht überrascht, als ich am selben Tag, an dem ich ging, Halsschmerzen bekam und dann eine ziemlich schlimme Erkältung bekam, die mich vier Wochen lang hartnäckig begleitete.

 

Mein Fazit

Ich habe zu Beginn geschrieben, dass ich nicht wusste, warum ich nicht da anknüpfen konnte, wo ich im Jahr zuvor aufgehört hatte. Nach meiner Zeit im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery wusste ich es: Ich bin nicht mehr derselbe Mensch.

Walking Meditation im Wat Pa Tam Wua Forest Monastery

Wir verändern uns alle ununterbrochen. Im Normalfall merken wir das gar nicht so, weil wir unsere Entscheidungen ebendiesen Veränderungen kontinuierlich anpassen. Zumindest soweit wir das können. Nun war ich aber acht Monate in der Situation, dass ich meine Entscheidungen nicht meinen Vorlieben angepasst habe, sondern einzig der Nähe zu meiner Familie. Das prägt und danach kann man nicht zurück, als wäre nie etwas gewesen.

Natürlich ändert die Zeit im Kloster nicht die Realität. Ich war und bin weiterhin stark damit beschäftigt, den Tod meiner Mutter zu verarbeiten, und ich weiß immer noch nicht genau, wer diese neue Barbara eigentlich ist, die so viel mehr in Deutschland und Europa verankert ist als die alte Barbara.

Dennoch bin ich dankbar für die Tage der mehrschichtigen Stille, für die Stunden der Meditation, für die wertvollen Einblicke in das Leben buddhistischer Mönche. Diese Erfahrung möchte ich keinesfalls missen!

Deine Barbara

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MEA HONG SON

Mae Hong Son – Das Dschungel-Paradies im Norden Thailands

Mae Hong Son – Das Dschungel-Paradies im Norden Thailands

Mae Hong Son – Das Dschungel-Paradies im Norden Thailands

Mae Hong Son ist ein wahres Paradies mitten im thailändischen Dschungel:

Berge.

Wasserfälle.

Seen.

Und sonst weit und breit vor allem eins: Dschungel. Der hohe Norden Thailands ist ein grünes Paradies und ich konnte es kaum erwarten, diesen Ort zu erkunden, an den sich verhältnismäßig wenige Touristen hinwagen.

Die Anreise nach Mae Hong Son

Die Anreise dauert von Chiang Mai etwa fünf Stunden mit einem Minivan, der 1.864 Kurven zurücklegen muss, um ans Ziel zu kommen. Alternativ könntest du von Chiang Mai fliegen, aber die Fahrt hat durchaus auch etwas für sich. Außerdem gibt es einen Bus von bzw. nach Bangkok: Für etwa 30 Euro kommst du mehrmals täglich von der thailändischen Hauptstadt hierher bzw. zurück. So schwierig ist es also gar nicht! Und du wirst es nicht bereuen, auch wenn du eventuell eine Tablette einwerfen oder Anti-Übelkeitspflaster auf die Haut kleben musst, um die Kurven wohlbehalten zu überstehen.

Wer nicht gleich alle Kurven auf einmal nehmen möchte, kann einen Zwischenstopp in dem bekannten Hippie-Dorf Pai machen. Dieses liegt etwa auf halber Strecke zwischen Chiang Mai und Mae Hong Son Stadt. In der gleichnamigen Provinz bist du hier bereits und kannst dort das besondere Flair des Dorfes auf dem Night Market der Hauptstraße auf dich wirken lassen.

 

Was gibt es in Mae Hong Son eigentlich zu sehen?

Mae Hong Son hat tatsächlich für so ziemlich jeden Geschmack etwas zu bieten. Das einzige, was fehlt, ist das Meer…

Naturliebhaber finden sich in einem grünen Dickicht, das gelegentlich den Blick in atemberaubende Täler, auf rauschende Wasserfälle oder weitläufige Seen freigibt. Du liebst die thailändische Kultur? Dann bietet Mae Hong Son dir zahlreiche Tempel und Klöster, in denen du diese hautnah erleben kannst. Und auch entspannen kannst du hier. Ob in einer Hot Spring, einem Mud Spa oder bei einer typisch thailändischen Massage… Gönne deinem Körper doch etwas Gutes!

 

Natur

Hände hoch, wenn du auch ein Wasserfall-Fan bist! Dann bist du in Mae Hong Son genau richtig…

Coole Wasserfälle

Ich habe mir den 10 Meter hohen Pha Sua Waterfall angeschaut, der über Stege sehr einfach und schnell zu erreichen ist. Du musst also nicht groß auf Wanderschaft gehen, um ihn dir anzuschauen und ein paar Fotos machen zu können. Er ist etwa eine Dreiviertelstunde von Mae Hong Son Stadt entfernt und liegt im Tham Phla Namtok Pha Suea Nationalpark, der neben diesem Wasserfall noch mehr zu bieten.

Pha Sua Waterfall

Weitere Wasserfälle sind der Huay Pong-on und Mae Sa-nga Klang oder in die andere Richtung, also südlich von Mae Hong Son, Mae Surin Waterfall.

Idyllische Seen

Ich bin danach jedoch direkt weiter zum Wasserreservoir Pang Ung gefahren. Dieses ist ein Royal Project, also ein Projekt, das von der königlichen Familie ins Leben gerufen wurde. Diese Projekte sollen die lokale Bevölkerung unterstützen. Bald gibt es hier mehr zu diesem Thema zu lesen.

Pang Ung

Der See ist ein wunderbares Ausflugsziel und am besten bringst du gleich ein bisschen Zeit mit. Denn hier kannst du sogar übernachten. Es gibt sowohl Campingplätze, wenn du mir Seeblick einschlafen und aufwachen willst, als auch Pensionen. Das ist der perfekte Ort, um zu entspannen und einfach abzuschalten.

Camping Pang Ung

Ein verirrtes Sonnenblumenfeld

Mein wahrscheinlich größtes Highlight war ein kleines Naturspektakel. Denn einmal im Jahr blühen 80 Kilometer südlich von Mae Hong Son Sonnenblumen, die Anfang November den ganzen Berg für zwei Wochen in grün und gelb erstrahlen lassen. Die Anreise mit dem Scooter dauert zwar zwei ganze Stunden, lohnt sich aber!

Die Sonnenblumen von Mae Hong Son

Die Sonnenblumen von Mae Hong Son

 

Kultur

Ban Rak Thai – Ein chinesisches Dorf in Mae Hong Son

Zum einen kann ich dir das Dort Ban Rak Thai ans Herz legen. Es ist zwar chinesisch und nicht thai, aber es ist nun einmal Teil der örtlichen Geschichte. Die Gründung geht nämlich zurück auf die Zeit, in der die chinesischen Soldaten Kuomintangs das kommunistisch gewordene China ins exil verließen. Noch heute spricht die Mehrheit hier Mandarin.

Ban Rak Thai

Hier kannst du nicht nur wunderschöne Fotos von dem See machen, an dem Ban Rak Thai liegt, sondern auch in die Themen Teeanbau und Jadeimport eintauchen, die wesentlichen Bestandteile der Geschichte der Region sind.

Buddhistische Tempel in Mae Hong Son

Ansonsten ist natürlich wie im Rest Thailands auch hier der Buddhismus ein wichtiger Teil der Kultur. Die Tempel und Klöster solltest du dir also nicht entgehen lassen. Hier meine Empfehlungen:

In der Stadt Mae Hong Son selbst kannst du dir die zwei Tempel Wat Chon Klang und Wat Chong Kham anschauen, die beide direkt am See Chonh Kham liegen. Rund um den See findet auch der Nachtmarkt statt, den ich dir mindestens an einem Abend zum Schlendern und Abendessen ans Herz lege.

Wat Chon Klang und Wat Chong Kham

Mae Hong Son Nachtmarkt

Den Sonnenuntergang solltest du wenigstens einmal über den Dächern der Stadt erleben – nämlich am Kloster Phrat That Doi Kong Mu. Dieses liegt auf einem Berg, sodass du gleichzeitig den Ausblick genießen und dir das Kloster anschauen kannst.

Etwas außerhalt der Stadt – etwa 15 Minuten mit dem Scooter von Mae Hong Son – wartet ein weiterer Tempel: Wat Su Thong Pae throngt auf einem Hügel über einem Reisfeld und ist durch eine 500 Meter lange Bambusbrücke mit dem nächsten Dorf Kung May Sak verbunden. Der Tempel ist wundervoll und bietet viele Fotomotive sowie die Möglichkeit, einen Wunsch auf einem Holzstück geschrieben an den Tempel anzubringen. Das Highlight ist für mich jedoch die Brücke, die das idyllische Tal wie in zwei Teile teilt.

Su Thong Pae Bridge

Wünsche Wat Su Thong Pae

Vipassana im Wat Pha Tam Wua Forest Monastery

Und als letzten Punkt des Bereichs Kultur empfehle ich dir das Wat Pha Tam Wua Forest Monastery. Dort habe ich einen mehrtägigen Aufenthalt für ein Vipassana gemacht. Denn auch Meditation gehört beim Buddhismus einfach dazu. Wenn du also mehr zu diesen Themen erfahren möchtest, solltest du einen Aufenthalt in diesem Kloster in Erwägung ziehen.

Wat Pha Tam Wua Forest Monastery

 

Wellness

Wenn du dir und deinem Körper etwas Gutes tun möchtest, habe ich zwei coole Tipps für dich:

Mud Spa für das besondere Spaerlebnis

Warst du schon einmal in einem Mud Spa? Ganz in der Nähe des Pha Sua Wasserfalls gibt es nämlich eine natürliche Schlammquelle, die reich an Mineralstoffen ist, die gut für die Haut sind und den Kreislauf anregen.

Mud Spa

Für etwa 1000 Baht bekommst du hier eine Schlammbehandlung. Es gibt aber auch heiße Quellen und die Möglichkeit, eine klassische Thaimassage zu bekommen oder am Pool mit Blick auf die Reisfelder zu entspannen.

Hot Springs fürs schmale Portemonnaie

Alternativ kannst du zu den Pha Bong Hot Springs fahren. Diese sind etwa 15 Minuten südlich von Mae Hong Son und für nur 20 Baht (also etwas mehr als 50 Cent) kannst du hier den wohlich warmen Pool genießen. Der Hauptpool ist wirklich sehr heiß und baden ist hier verboten. Die Füße darfst du reinhalten, aber selbst das ist schon fast eine Tortur. Ich habe daher gleich nur mit dem normalen Schwimmbecken vorlieb genommen, das einfach nur angenehm ist.

Pha Bong Hot Springs Mae Hong Son

Pha Bong Hot Springs Mae Hong Son

 

Tipps für deinen Aufenthalt in Mae Hong Son

Hotel in Mae Hong Son

Übernachtet habe ich im Tee Nont Guesthouse, das von einem jungen, thailändischen Ehepaar betrieben wird, die unheimlich sympathisch sind und sich große Mühe geben, das Guesthouse zu führen. Zum Frühstück wartet zum Beispiel jeden Morgen eine kleine Basttasche außen an deiner Tür, die mit lokalen Köstlichkeiten wie Teigtaschen und Kokosreis in Bananenblättern gefüllt ist.

Das Guesthouse ist zwar einfach und Luxus kannst du hier nicht erwarten, aber dafür eine familiäre Atmosphäre und ganz viel Hilfe, wenn du deinen Tag planst.

Zur Buchung bei Booking geht es hier entlang: Tee Nont Guesthouse*

Hier kannst du allgemein nach Unterkünften in der Stadt schauen: Hotels in Mae Hong Son*

 

Scooter in Mae Hong Son

Im Tee Nont Guesthouse wurde mir KTY Motorbike ans Herz gelegt. Dort gibt es gepflegte Scooter für 250 Baht am Tag. Außerdem musst du eine Kaution von 1500 Baht hinterlassen. Mir persönlich ist das jedoch lieber, als meinen Pass da zu lassen, wie das vor allem im Süden regelmäßig gehandhabt wird.

Wenn du dir zutraust, mit einem Scooter zu fahren oder gar Erfahrung hast, ist das definitiv die beste Wahl, um die Region auf eigene Faust zu erkunden.

 

Mein Fazit

Ich habe jede Minute in Mae Hong Son genossen und war am Ende etwas enttäuscht, nur vier Tage dort gewesen zu sein. Ich hätte mindestens doppelt so lange bleiben können – vielleicht auch noch länger. Die Region ist groß und bietet so viel wundervolle Natur, in der man sich verlieren kann, dass ich hier wahrscheinlich sogar einen ganzen Monat hätte bleiben können. Denn langweilig wird es hier mit den zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten so schnell nicht.

Warst du schon einmal in Mae Hong Son oder planst du eine Reise dorthin?

Deine Barbara

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WAT PA TAM WUA FOREST MONASTERY

Red Lotus Lake – Ein Ausflug an Thailands schönsten See

Red Lotus Lake – Ein Ausflug an Thailands schönsten See

Red Lotus Lake – Ein Ausflug an Thailands schönsten See

Manchmal reicht ein kurzer Moment, um eine Entscheidung zu treffen. So war es für mich, als ich ein Foto vom Red Lotus Lake gesehen habe. Ich sah das rosafarbene Blütenmeer und wusste: Da will ich hin! Also schaute ich direkt auf einer Karte nach, wo denn dieses Udon Thani überhaupt liegt, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte. Da ich den Post im Dezember sah und für Januar eine weitere Reise nach Januar plante, schloss ich Udon Thani und den Red Lotus Lake in meine Planung mit ein.

Udon Thani – Was, wie, wo?

Udon Thani ist eine Provinz und zugleich Provinzhauptstadt in der nordöstlichen Region Isaan, der größten Region Thailands. Der Mekong trennt sie vom Nachbarland Laos.

Das ist dein Ausgangspunkt, wenn du den Red Lotus Lake besuchen möchtest. Mehr zu der Stadt selbst und was es dort zu sehen gibt, wirst du bald in einem eigenständigen Beitrag lesen können. Du kannst aber auf jeden Fall locker ein bis zwei Tage für Sightseeing einplanen.

Von Bangkok kannst du zwar fliegen, aber Bus oder Zug sind grüner und günstiger, sodass ich dir eines der beiden Vekehrsmittel ans Herz lege. Ich selbst bin mit dem Zug in der dritten Klasse angereist und habe dafür 250 Baht bezahlt.

In Udon Thani habe ich dann einen Scooter für 300 Baht am Tag gemietet und bin am nächsten Morgen ganz früh aufgebrochen, um zum Sonnenaufgang am Red Lotus Lake zu sein.

 

Der Red Lotus Lake

Vor allem einheimische, aber auch einige ausländische Touristen strömen zum Red Lotus Lake ca. 40 Kilometer entfernt von der Stadt Udon Thani. Sein richtiger Name lautet Nong Han-See. Er ist etwa acht Kilometer lang und drei Kilometer breit eine wichtige Wasserquelle in der Region. Er gibt einer Vielzahl von Fischen, Vögeln und Pflanzen eine Heimat. Der See mündet in den Lam Pao-Fluss, einen für die Bewohner der Provinz wichtigen Wasserweg.

Jedes Jahr ereignet sich hier im Dezember und Januar ein unglaubliches Naturschauspiel. Wenn die Lotusblüten blühen, wird der See zu einem rosafarben leuchtenden Blütenmeer.

Red Lotus Lake

 

Du willst die rosafarbene Pracht sehen? So geht’s!

Als ich etwa zur Zeit des Sonnenaufgangs am See ankam, war ich enttäuscht: Keine Lotusblumen in Sicht. Ich hatte zwar Boote auf den Fotos gesehen, wusste aber nicht, dass die Blumen vom Ufer aus nicht sichtbar sind. Also bin ich gut 15 Minuten weiter den See entlang Richtung Norden gefahren, bis ich an die Stelle kam, an der die Boote ablegen: in Ban Diam.

Boote am Red Lotus Lake

Red Lotus Lake

Hier kannst du entweder ein kleines Boot für 300 Baht für zwei Personen buchen (das nächste Foto zeigt ein kleines Boot). Alternativ warten große Boote, in die mehr Leute passen und die 500 Baht kosten. Die Tour dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden.

Red Lotus Lake

Da ich eine Stunde auf ein kleines Boot hätte warten müssen, habe ich mich für ein großes Boot entschieden. Dies war jedoch gar nicht so schlecht, wie sich hinterher herausstellte, da ich so für Equipment und Co. genügend Platz hatte und im Boot sogar aufstehen konnte.

Dann kletterst du an Bord und nach etwa zwanzig Minuten gelangst du in das Herz des Nong Han-Sees. Dort beginnt sich die Szenerie zu verändern. Und plötzlich kannst du das ‚Talay Bua Daeng‘ sehen… das Meer aus Lotusblüten.

Red Lotus Lake

 

Lotusblume oder Seerose?

Einheimische sagen, dass die rosafarbenen Blumen eigentlich tropische Seerosen sind. Sie ähneln den Blüten der Lotusblume und können so leicht verwechselt werden. Die Blätter und Blüten der Lotusblume ragen für gewöhnlich ein paar Zentimeter über die Wasseroberfläche hinaus, während die Blätter und Blüten der Seerose normalerweise direkt auf der Wasseroberfläche schwimmen. Tropische Seerosen bilden dabei jedoch eine Ausnahme, da ihre Blätter zwar auf der Oberfläche schwimmen, aber ihre Blüten etwa 15 Zentimeter über das Wasser hinausragen. Genau dies ist beim Red Lotus Lake der Fall.

Lotusblume

Lotusblume

Barbara macht ein Foto von den Lotusblumen

Ich weiß nur eins: Ob Lotus oder Seerose… Die Blüten sind unbeschreiblich schön!

 

Die Bewohner des Red Lotus Lake

Wie bereits erwähnt, ist der Red Lotus Lake der natürliche Lebensraum von vielen Vögeln. Ein Traum für Ornithologen! Aber auch ich konnte nicht anders, als mit großem Mund dazusitzen, als ich das erste Mal einen der zahlreichen Reiher seine Flügel habe öffnen sehen. Zuzuschauen, wie er sich in die Lüfte schwingt und über das rosarote Meer dahingleitet, ist atemberaubend schön.

Reiher im Red Lotus Lake

Reiher im Red Lotus Lake

 

Nach der Tour

Wenn du nach eineinhalb Stunden zurückkehrst, kannst du das Erlebte in einem der Caffés erst einmal sacken lassen und deine Fotos zum ersten Mal durchgehen. Bei meiner Ankunft am frühen Morgen waren sie noch geschlossen, aber als ich gegen 10 Uhr zurück kam, war alles geöffnet.

Außerdem gibt es kleine Stände, an denen du zum Beispiel gegrillte Bananen oder gegrillten Sticky Rice kaufen kannst.

Local Frühstück

Kaffeehaus

 

Mein Fazit zum Red Lotus Lake

Für mich war der Ausflug an den Red Lotus Lake ein perfekter Auftakt ins neue Jahr 2020. Wenn du meinen Reisen und Abenteuern schon eine Weile folgst, weißt du, dass 2019 nicht wirklich mein Jahr war. Meine Mutter ist nach einer schweren Krebserkrankung ein mehreren Monaten im Krankenhaus verstorben. Das hat einen dunklen Schleier über das gesamte Jahr gelegt. Der See mit seiner atemberaubenden Pracht war für mich ein Lichtblick, dass die Trauerzeit langsam vorüber ist. Dass es noch wundervolle Dinge zu entdecken gibt. Dass ich mit einem Lächeln auf weitere Entdeckungstouren gehen kann und möchte.

Photo of a photo

Neben diesem sehr persönlichen Grund, warum das eine besonders magische Stunde für mich war, kann ich aber auch sagen, dass es objektiv gesehen einfach ein zauberhafter Ort ist. Wenn du also an einen weniger touristischen Ort möchtet und einmal ein ganz anderes Thailand erleben möchtest, als du es vielleicht aus Bangkok, Koh Samui oder Chiang Mai kennst, kann ich dir Udon Thani und den Red Lotus Lake wärmstens empfehlen.

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Lumphini, Chatuchak & Co. – 5 Parks und Grünanlagen in Bangkok

Lumphini, Chatuchak & Co. – 5 Parks und Grünanlagen in Bangkok

Lumphini, Chatuchak & Co. – 5 Parks und Grünanlagen in Bangkok

Die Parks und Grünanlagen in Bangkok wie Lumphini und Chatuchak Park sind eine willkommene Wohltat im Großstadtdschungel. Wenn du schon einmal in der thailändischen Hauptstadt warst, weißt du, wie erdrückend sie sein kann. Hupende Autos und Roller sowie die teils sengende Hitze können einem schon zu schaffen machen. Kein Wunder also, dass es hier einige Rückzugsorte gibt, an denen man zur Ruhe kommen und den Rummel der Großstadt hinter sich lassen kann. Daher möchte ich dir in diesem Post 5 Parks und Grünanlagen in Bangkok vorstellen:

Lumphini Park

Der Lumphini Park ist einer der schönsten und bekanntesten Parks Bangkoks. Er ist der ideale Ort zum Entspannen, für ein Picknick oder um ein bisschen Sport zu treiben. Der Park erstreckt sich über 500.000 km² und beherbergt zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sowie einen See mit einem Bootsverleih. Eines der Schwanenboote zu mieten, kostet 40 Baht (also etwas mehr als einen Euro) für 30 Minuten.

Lumphini Park Bangkok

Die Wege rund um den Park mit einer Gesamtlänge von ca. 2,5 km sind werde vor allem am Morgen und Abend von Joggern aufgesucht. Offiziell ist das Radfahren nur tagsüber zwischen 10:00 bis 15:00 Uhr erlaubt. Im gesamten Park besteht Rauchverbot und Hunde sind nicht erlaubt.

Der Lumphini Park wurde in den 1920er Jahren von König Rama VI. auf königlichem Boden angelegt und nach Lumbini, dem Geburtsort des Buddha in Nepal, benannt. Zur Zeit der Entstehung befand sich der Park am Rande der Stadt. Heute liegt er im Herzen des Hauptgeschäftsviertels und im Lumphini Sub-Distrikt, auf der Nordseite der Rama IV Road, zwischen Ratchadamri Road und Witthayu Road.

Lumphini Park Bangkok

Im Park wirst du auf eine Statue von König Rama VI antreffen, die 1942 zur Erinnerung an den Bau des Lumphini-Parks errichtet wurde.

Jeden letzten Sonntag im Monat von 7:00 bis 9:00 gibt es Aktivitäten, die den Lehren Buddhas dem Dharma – folgen. Diese finden zusammen mit buddhistischen Mönchen statt und beinhalten zum Beispiel die Darreichung von Reis an die Mönche und Vorträge zu den verschiedenen Lehren.

Musik-Festival – Ein westliches Musik- und Thai-Musik-Festival im Park findet sonntags, von Januar bis April, von 17:30-20:00 Uhr statt.

 

Sri Nakhon Khueang Khan Park and Botanical Garden

Um in diesen Park zu gelangen, musst du den Chao Phraya überqueren. Dazu nimmst du dir am besten ein Taxi zum Khlong Toei Pier. Von dort kannst du für nur 10 Baht mit einem kleinen Boot auf die andere Seite gelangen. Da es keine festen Zeiten gibt, zu denen das Boot fährt, kannst du einfach hingehen, wann immer es dir passt.

Khlong Toei Pier

Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten und gestattet dir einen hervorragenden Blick auf Bangkok.

Auf der anderen Seite angekommen, kannst du dir in einem kleinen Shop eine Erfrischung gönnen. Hier warten Soft Drinks und kleine Snacks. Außerdem kannst du dir ein Fahrrad mieten, wenn du den Park nicht zu Fuß erkunden möchtest. Da dieser Teil Bangkoks kaum besiedelt ist, dafür aber umso mehr Natur bietet, kannst du auch eine Rundfahrt außerhalb des Parks in Betracht ziehen.

Sri Nakhon Khueang Khan Park and Botanical Garden

Da ich gerne Fotos mache, ist es angenehmer, wenn ich nicht auf zwei Rädern unterwegs bin und für jedes Foto absteigen muss.

Wenn du an der ersten Biegung links läufst, kommst du nach etwa 200 Metern an den oberen Rand des Parks und zu einem weiteren kleinen Shop, an dem ich mir eine kühle Cola gegönnt habe. Eine weitere Möglichkeit, etwas zum Essen oder Trinken zu kaufen, habe ich nicht gesehen. Vergiss nicht, wie einem die Hitze zu Schaffen machen kann und trink lieber zu viel als zu wenig.

Sri Nakhon Khueang Khan Park and Botanical Garden

Sri Nakhon Khueang Khan Park and Botanical Garden

Sri Nakhon Khueang Khan Park and Botanical Garden

Der Rundgang durch den Sri Nakhon Khueang Khan Park hat etwa zwei Stunden gedauert. Dabei bin ich auch auf den Bird Watching Tower hinauf, der auf der Karte so aussieht, als wäre er außerhalb des Parks gelegen, aber vor Ort nicht den Anschein macht. Folge einfach den Schildern, wenn du auch dort hoch willst.

Bird Watch Tower Sri Nakhon Khueang Khan Park and Botanical Garden

Wenn du danach den Rundgang weiterläufst, kommst du nach etwa 20 Minuten an einige Häuser. Dort gibt es die einzigen Toiletten, die ich in dem Park gesehen habe.

Sri Nakhon Khueang Khan Park and Botanical Garden

 

Chatuchak Park

Der Chatuchak Park ist ein langgezogener Park entlang der MRT- (Chatuchak Park) und BTS-Linie (Mo Chit) mit einer Fläche von 0,304 Quadratkilometern. Er liegt, wie der Name vermuten lässt, direkt am beliebten Chatuchak Weekend Market. Es gibt Tennis- und Fußballplätze im Freien sowie Outdoor Gyms, die bei Locals und Expats sehr beliebt sind.

Chatuchak Park

Er ist einer der ältesten öffentlichen Parks in Bangkok. Der Bau begann 1975 auf einem Gelände, das von der thailändischen Staatsbahn zur Verfügung gestellt wurde. Der Chatuchak Park wurde am 4. Dezember 1980 eröffnet. Später wurde er um den Queen Sirikit Park und den Wachirabenchathat Park erweitert, die durch die Kampaeng Phet 3 Road vom Chatuchak Park getrennt sind.

Chatuchak Park

Chatuchak Park

Chatuchak Park

Chatuchak Park

Persönlich würde ich die bereits erwähnten nebengelegenen Parks, die ich im folgenden beschreibe, bevorzugen, da sie ruhiger sind. Der Chatuchak Park ist länglich und entlang einer viel besfahrenen Straße angelegt, sodass man dem Rummel der Großstadt nicht so gut entfliehen kann wie in den anderen Parks. Wenn man aber den Besuch beim Chatuchak Weekend Market mit einem Picknick oder einem Spaziergang im Grünen in Bangkok verbinden möchte, eignet sich dieser Park am besten.

 

Wachirabenchathat Park

Der Wachirabenchathat Park wurde Mitte 2002 eröffnet und vom Prinz Maha Vajiralongkorn benannt. Vor seiner Umwandlung in einen öffentlichen Park war er ein Golfplatz im Besitz der thailändischen Staatsbahn.

Wachirabenchathat Park

Wachirabenchathat Park

Er grenzt an den Queen Sirikit Park und den Chatuchak Park und ist mit 0,6 Quadratkilometern der größte Park des Komplexes. Er ist einer der beliebtesten Parks in Bangkok – dank der drei Kilometer langen Wege vor allem bei Radfahrern. Ein Fahrrad kann bei Bedarf im Park gemietet werden.

Wachirabenchathat Park

Wachirabenchathat Park

Auf einem künstlich angelegten See können Tretboote ausgeliehen werden. So kannst du den Park aus einer ganz anderen Perspektive erkunden.

Es gibt außerdem einen Schmetterlingsgarten und ein Insektarium.

Butterfly Garden Wachirabenchathat Park

Butterfly Garden Wachirabenchathat Park

Butterfly Garden Wachirabenchathat Park

Butterfly Garden Wachirabenchathat Park

Wie die meisten anderen Parks, warten auch im Wachirabenchathat Park Outdoor Gyms, zahlreiche Kinderspielplätze und Tennis- bzw. Basketballfelder. Außerdem kannst du zahllose Eichhörnchen beobachten, die an Menschen gewöhnt und daher alles andere als scheu sind.

Wachirabenchathat Park

Wachirabenchathat Park

Über eine Brücke gelangst du in den angrenzenden Queen Sirikit Park.

Wachirabenchathat Park Brücke zum Queen Sirikit Park

 

Queen Sirikit Park

Der Queen Sirikit Park ist ein botanischer Garten im Chatuchak Distrikt und bildet eine Einheit mit dem Chatuchak Park und dem Wachirabenchathat Park. Mit einer Fläche von 0,22 Quadratkilometern ist er der kleinste der drei Parks und wird von vielen als Teil des Wachirabenchathat Park angesehen. Er ist mein persönlicher Favorit auf dieser Seite des Chao Phraya, weil die Wege breiter und majestätischer sind und Pflanzenvielfalt deutlich stärker ist.

Queen Sirikit Park

Queen Sirikit Park

Queen Sirikit Park

Er wurde 1992 erbaut und zu Ehren ihres 60. Geburtstags nach der thailändischen Königin Sirikit benannt. Er enthält viele Brunnen und Teiche, in denen Lotusblumen blühen.

Der Park ist sehr gut gepflegt und die verschiedenen Pflanzen findest du hier nicht ohne Grund: Bestimmte Bereiche des Parks sind bestimmten Pflanzenarten gewidmet, die für die thailändische Kultur wichtig sind. In der Nähe der Mitte des Parks gibt es eine große Fläche von Lotus-Teichen, während sich auf der Nordseite ein großer Palmenhain befindet. Auf der östlichen Seite in der Nähe des Kindermuseums befindet sich ein Bambushain, der einige kleine Reisfelder umfasst. Dabei erfährst du dann auch, dass Reis und Bambus derselben Familie angehören.

Im Gegensatz zum benachbarten Wachirabenchathat Park, der explizit für Radfahrer ausgelegt wurde, sind Zweiräder im Queen Sirikit Park nicht erlaubt. Lass dein Fahrrad also am Eingang stehen und hole es ab, nach du deine Erkundungstour zu Fuß beendet hast.

 

Mein Fazit

Ich liebe es, mich in den grünen Lungen einer Stadt zu verlieren, durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen. Dort entstehen zudem oft die schönsten Fotos.

Ich habe vor allem zwei Favoriten: den Queen Sirikit Park, der sich mit seiner Schönheit, Eleganz und Artenvielfalt von den anderen Parks absetzt. Das hat mir gut gefallen und ich würde wahrscheinlich diesen Park wählen, wenn ich in Zukunft zum Abschalten in Bangkok ins Grüne wollen würde.

Außerdem hat mir der Sri Nakhon Khueang Khan Park sehr gut gefallen. Allerdings ist er deutlich weiter abgelegen und mit der Flussüberquerung musst du ein bisschen mehr Zeit für den Ausflug einplanen.

Alles in allem bin ich dankbar für die kleinen Oasen wie dem Lumphini oder dem Chatuchak Park, die Bangkok mit diesen Parks bietet, sodass man dem Großstadtdschungel wenigstens gelegentlich ein wenig entfliehen kann.

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Geschichten aus Thailand – Rezension

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WERBUNG

Diesen Monat hatte ich eine Kooperation der anderen Art: Ich freue mich, dir heute Geschichten aus Thailand vorstellen zu dürfen. Das Buch beziehungsweise Hörbuch ist im HELLER VERLAG erschienen und von dem mittlerweile verstorbenen Bauingenieur Günther Ruffert geschrieben worden. Die bereits vierte Auflage ist nach seinem Tod erschienen und wurde von Susi Heller überarbeitet, damit jene Details, die nicht zeitlos sind, sondern sich mittlerweile geändert haben, dennoch stimmig sind. Den humorvollen Ton hat sie beibehalten können, sodass der Lese- bzw. Hörspaß erhalten bleibt.

Der Autor Günther Ruffert

1927 in Essen geboren, kam Günther Ruffert in den 60er-Jahren nach Thailand. Er war Bauingenieur und beschäftigte sich während seiner Aufenthalte stark mit seinen Gastgebern. Er studierte ihre Art zu Leben und zu denken und lernte Thai. Als er das Rentenalter erreichte, machte er das Land des Lächelns zu seiner Heimat und lebte fortan in einem Dort im Nordosten des Landes an der Grenze zu Kambodscha in einer Region namens Isan.

Neben Büchern über Thailand (Geschichten aus Thailand ist nur eines seiner Bücher) hat er in Magazinen über seine Erfahrungen mit Land und Leuten berichtet. Auch in seiner Kolumne „Ein Fenster zum Isan“ kannst du erkennen, wie er mit Witz und Charme, aber auch Verständnis über die Thais und ihre Eigenarten schreibt. Seine Themen umfassen alles, was mit Leben, Alltag und Kultur ganz allgemein zu tun haben.

2010 verstarb er im Alter von 82 Jahren in seiner Wahlheimat.

 

Das Buch Geschichten aus Thailand

In 34 Kapiteln und auf 184 Seiten beschreibt Günther Ruffert die Mentalität der Thais anhand verschiedener kleiner Anekdoten aus seinen vier Jahrzehnten in Thailand. Schon beim Lesen des Textes auf dem Buchrücken wird klar, dass wir uns bei der Lektüre darauf einstellen können, viel zu schmunzeln, zu lächeln, aber auch herzhaft zu lachen:

Kein Thai wird je verstehen, warum sich diese verrückten Europäer möglichst nackt in die pralle Sonne legen, wo doch in Thailand jedes kleine Kind schon lernt, dass man sich der sengenden Tropensonne so wenig wie möglich aussetzt. Umgekehrt fällt es den Europäern schwer, die für Thais so selbstverständlichen und allgegenwärtigen Geister zu begreifen, die doch ganz wesentlich alle Geschicke der Menschen beeinflussen. Man muss sich gut mit ihnen stellen, ihnen opfern und vor allem – sie ernst nehmen!
Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt der Autor in mehreren Kurzgeschichten diese und andere Differenzen zwischen östlicher und westlicher Welt sowie Stärken, Schwächen, Sitten, Gebräuche und Mentalität der Thais.

„Thais leben für das Heute, nicht für das Morgen und schon gar nicht für das Jenseits.“

Es fällt mir richtig schwer zu sagen, welche Kapitel mir am besten gefallen haben. Wahrscheinlich die mit den lustigsten Anekdoten wie zum Beispiel jene, wo die thailändische Frau eines deutschen Barbesitzers, die den Geist des verstorbenen Geschäftspartners ihres Ehemannes mit Leberwurst besänftigen wollte. Ärger auf jeder nur denkbaren Seite war hier vorprogrammiert. Dennoch konnte ich als Leser nicht anders als beinahe Tränen zu lachen.

 

Das Hörbuch Geschichten aus Thailand

Solltest du – wie ich – lieber zum Hörbuch greifen wollen, um zum Beispiel deine Augen zu schonen, kannst du dir Günther Rufferts Bestseller auch in 290 Minuten zu Gemüte führen. Leider ist das eine gekürzte Version. Das Hörbuch ist auf vier CDs aufgeteilt worden und hat mir meine letzte Fahrt nach Palermo versüßt.

Gelesen wird Geschichten aus Thailand von Henk Flemming, der es versteht, den Worten Leben einzuhauchen. Hörproben gibt es auf der Seite von My Thai Books. Alternativ kannst du auch gleich hier in eine der Geschichten reinhören:

Mein Fazit

Geschichten aus Thailand ist spannend geschrieben und als Hörbuch lebendig gesprochen. Ich habe mich köstlich amüsiert und wie nebenbei auch noch ganz viel über Thais und Thailand gelernt. Auch nach mittlerweile gut sechs Monaten, die ich im Land des Lächelns verbracht habe, war mir vieles neu. Bei einigen Anekdoten war ich mir nicht sicher, ob das so auch im heutigen Chiang Mai passieren würde, da seine Erfahrungen vor allem auf seinem Leben im ländlichen Thailand beruhen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie die Kultur und Mentalität der Thais widerspiegeln.

Ich werde es mir nun zum Beispiel zweimal überlegen, ob ich im 7/11 oder im Restaurant immer und immer wieder den Wai mache – das ehrwürdige Zusammenfalten der Hände – und demütig khop khun-kah sage, so häufig die Worte meinen Mund nur verlassen können. Mir war nicht bewusst, dass das für Thais unheimlich befremdlich ist. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass sich die 7/11-Mitarbeiter in Bangkok, Chiang Mai oder Koh Samui bereits an die mit strahlendem Lächeln Danke sagenden Touristen gewöhnt haben, die unheimlich stolz sind, dass sie sich drei Worte auf Thai merken können – da schließe ich meine Wenigkeit übrigens mit ein.

Alles in allem war es also ein erhellendes und amüsantes Hörvergnügen, das ich Thailand-Liebhabern und solchen, die es werden wollen, uneingeschränkt empfehlen kann.

Deine Barbara

PS: 

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Koh Samui Sehenswürdigkeiten – Meine Highlights auf Koh Samui

Koh Samui Sehenswürdigkeiten – Meine Highlights auf Koh Samui

Koh Samui Sehenswürdigkeiten – Meine Highlights auf Koh Samui

Im Januar diesen Jahres ging es für mich nach Koh Samui, wo ich mit einem Freund, der ebenfalls digitaler Nomade ist, eine Woche verbracht habe. Die Insel liegt im Golf von Thailand und ist sehr beliebt bei Touristen. Langweilig wird es hier nicht so schnell, dafür sorgen die Sehenswürdigkeiten in Koh Samui…

Koh Samui – Das Paradies für Reisende jeden Alters

Koh Samui ist eine Insel vor der Ostküste Thailands, am Kra Isthmus. Die Insel gehört zur Provinz Surat Thani, obwohl Koh Samui seit 2012 einen kommunalen Status hat und damit selbstverwaltet ist. Es ist nach Phuket die zweitgrößte Insel des Landes.

Die Herkunft des Namens Samui ist unbekannt. Die Theorie, die mir persönlich am besten gefällt, besagt, dass sie von frühen hainanesischen Händlern stammt. Angeblich hat es Ähnlichkeit mit dem Hainanesischen Wort für „erste Insel“ oder „Tür“. Da die Händler als erstes auf Samui trafen, wenn sie nach Thailand segelten, wurde dieses Wort zu ihrem Namen. Koh (oder Ko) ist das thailändische Wort für „Insel“.

Bis Ende des 20. Jahrhunderts war Koh Samui eher eine isolierte Gemeinschaft. Noch bis Anfang der 1970er Jahre gab es kaum befestigte Straßen, und die 15 km von einer Seite der Insel zur anderen musste zu Fuß zurückgelegt werden – durch den bergigen Dschungel.

Heute ist Koh Samui stark vom erfolgreichen Tourismus abhängig. Aber auch der Export von Kokosnüssen und Gummi sind primäre Einkommensquellen.

Koh Samui ist beliebt bei Reisenden jeden Alters. Die Infrastruktur ist heute sehr gut, es gibt gleich vier Krankenhäuser auf der Insel und die Bewohner sind auf die Touristen eingestellt. Dies spiegelt sich in der hohen Anzahl Hotels und Restaurants wider. Nicht zuletzt ist die Insel beliebt, weil sie einfach viel zu bieten hat. Atemberaubende Wasserfälle und Strände rund um die Insel sind ein Touristenmagnet.

 

Koh Samui – Die Anreise

Wenn du nicht bereits im Land bist, führt dich die Reise nach Koh Samui im Normalfall erstmal nach Bangkok. Von dort gibt es dann drei Möglichkeiten nach Koh Samui zu reisen:

  • Mit dem Flugzeug: Koh Samui hat als einzige Insel im Golf von Thailand einen eigenen Flughafen. Allerdings gehört dieser Bangkok Airways. Durch die Monopol-Stellung sind die Flüge entsprechend teuer. Wenn du bereit bist, für den Komfort um die 100 Euro für einen inländischen Flug zu zaheln, ist dies eine Option. Alternativ kannst du Surat Thani anfliegen und von dort mit Bus und Fähre weiterreisen.
  • Mit dem Bus und der Fähre: Du günstigste Möglichkeit ist der Bus. Bei meiner ersten Reise nach Koh Samui im Jahr 2015 habe ich mich hierfür entschieden. Alles in allem habe ich damals 30 Euro bezahlt. Dies ist zwar wohl der günstigste, aber auch mit Abstand der am wenigsten komfortable Weg.
  • Mit dem Zug und der Fähre: Ich bin ein großer Fan der Züge in Thailand, seit ich 2017 das erste Mal einen Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok genommen habe. Daher habe ich mich auch im Januar für diesen Weg entschieden und habe es nicht bereut. Von Bangkok nach Koh Samui zahlst du 1400 bis 1500 Baht (also um die 40 Euro), kannst aber in Ruhe im Liegeabteil schlafen und kommst daher am frühen Morgen ausgeschlafen in Surat Thani an, von wo es mit dem Bus zur Fährstation und dann mit der Fähre nach Koh Samui geht. Bei der Buchung solltest du darauf achten, dass du ein „Lower Berth“, also das untere Liegeabteil nimmst. Vertrau mir: Du wirst es nicht bereuen!

 

Koh Samui – Sehenswürdigkeiten

Koh Samui hat so einiges zu bieten. Auf Naturfreunde warten Wasserfälle, Hikes und wunderschöne Strände. Wenn du dich mit der thailändischen Kultur aus einander setzen möchtest, kannst du Tempel besichtigen und über die Märkte schlendern. Ich empfehle eine gute Mischung aus beidem, um die Insel besser kennenzulernen!

 

Wasserfälle

Es gibt unwahrscheinlich viele Wasserfälle auf Koh Samui. Die bekanntesten sind die Namuang Waterfalls, von denen es zwei gibt und die gemeinhin ganz einfach als „Waterfall 1“ und „Waterfall 2“ bezeichnet werden.

Waterfall 1 ist ganz easy mit dem Roller zu erreichen und nicht mal fünf Minuten vom Parkplatz entfernt.

Waterfall 2 hingegen ist etwas tricky. Zunächst muss du vom Parkplatz zum Eingang zum Wasserfall gelangen. Entweder du läufst den Kilometer oder du nimmst einen der Jeeps. Die Wagen fahren alle 15 Minuten ab und fungieren quasi als Shuttles.

Jeep Tour Koh Samui

Waterfall 2 Koh Samui

Hier wartet dann ein kleiner Hike von etwa einer halben Stunde auf dich, bei dem es steil bergauf geht. Ich habe zwar immer wieder auch Traveler mit Flip Flops gesehen, aber ich rate dir dringend zu festen Schuhen. Bring außerdem genug Wasser mit (eine kleine Flasche gibt es bei Bezahlung der 200 Baht für Parkeintritt und Jeepkosten), da der Aufstieg bei der thailändischen Hitze sehr anstrengend ist und du leicht dehydrieren kannst.

Oben angekommen erwartet dich ein traumhafter Ausblick:

Waterfall 2 Koh Samui

Wer ein bisschen Nervenkitzel haben will, sollte einen Tagesausflug zum Tartain Waterfall machen. Der Wasserfall selbst ist eher unspektakulär und der Hike von rund 20 Minuten nicht sonderlich anstrengend. Aber die Fahrt mit dem Roller hat es durchaus in sich. Die Straße im Landesinnern ist nicht gerade in gutem Zustand und es geht streckenweise extrem steil bergab.

Es lohnt sich meiner Meinung nach dennoch, denn neben dem Fluss und den Wasserfällen wartet ein natürlicher Pool – ein winziges Wellnessparadies, das mitten im Nirgendwo das Gefühl gibt, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. Der Eintritt kostet 200 Baht und dazu gibt es einen Soft Drink deiner Wahl.

Tartain Wasserfall Koh Samui

Auf dem Rückweg geht es dementsprechend steil hinauf, was deutlich weniger beängstigend ist und ich habe mich tatsächlich gefragt, warum ich auf dem Hinweg vor Angst geschwitzt habe.

Du kommst außerdem auf dem Weg zum Tartain Waterfall am Tar Nim Waterfall & Magic Garden vorbei. Der Eintritt kostet 80 Baht und auch wenn die Wasserfälle klein sind, fand ich den kurzen Halt sehr nett.

Tar Nim Magic Garden Koh Samui

Im Osten der Insel gibt es zudem den Hin Lad Waterfall oder den Wanorn Waterfall. Leider habe ich es dort nicht mehr hin geschafft.

Strände

Wenn du Strände magst, findest du auf Koh Samui bestimmt einen, der dir gefallen wird. Auch wenn die Klassiker die langen, touristischen Strände von Chaweng und Lamai im Osten der Insel sind, haben mir die einsameren, schmalen Sandflächen im Westen besser gefallen. Allerdings sind die Strände hier auch dreckiger, da die Bewohner nur die Strände aufräumen, an denen sich Touristen tummeln.

Strand Koh Samui

Auch die Strände im Norden sind sehenswert. Maenam und Bophut – wo ich bei meinem ersten Koh Samui-Aufenthalt vor vier Jahren eine Unterkunft hatte – sind deutlich weniger touristisch als Chaweng und Lamai. Es würde sich anbieten, den Strandspaziergang mit dem Besuch des Nachtmarkts zu verbinden. Denn zwischen beiden liegt nur eine Häuserreihe. Du kannst entweder zwischen den Häusern hindurch oder aber durch ein Restaurant oder Massagestudio – ideal um sich für eine Stunde verwöhnen zu lassen.

 

Buddhistische Tempel

Buddhistische Tempel sind ein wichtiger Teil der thailändischen Kultur. Egal wohin du in diesem Land reist, dich werden unzählige Tempel erwarten. So auch hier auf Koh Samui. Besonders bekannt sind der Big Buddha am Tempel Wat Phra Yai, den man bei Ankunft oder Abreise mit der Fähre Richtung Koh Phangan auf seiner kleinen Halbinsel thronen sehen kann, oder Wat Plai Laem. Diese Anlage, bei der die Götterstatuen auf Plattformen in einem künstlich angelegten See warten, liegt nur rund 2 km vom Big Buddha, sodass du einen Besuch bei beiden Tempel sehr gut mit einander verbinden kannst.

Wat Plai Laem Koh Samui

Wat Plai Laem Koh Samui

Im Süden gibt es ebenfalls Tempel. In Wat Khunaram kannst du zum Beispiel einen mumifizierten Mönch bestaunen. Die Laem Sor Pagode ist von dort nicht weit entfernt und liegt direkt am Meer. Ebenfalls in der Nähe liegt Wat Rattanakosin.

 

Aussichtspunkte

Auf Koh Samui gibt es zahlreiche Aussichtspunkte die einen wundervollen Ausblick auf die Insel und das Meer bieten. Ich wollte mir ein paar offizielle Viewpoints anschauen, bin aber jedes Mal wieder umgedreht. Ich sehe es nicht ein, für einen einfach Viewpoint Eintritt zu zahlen, wenn ich einen mindestens genauso schönen Blick völlig kostenfrei von einem Wasserfall oder von der Straße habe.

Solltest du die offiziellen Aussichtspunkte besuchen wollen, schau dir die folgenden an:

  • Samui Viewpoint
  • Lamai Viewpoint
  • Jungle Club Viewpoint
  • Lat Ko Viewpoint
  • Wat Phra Yai Viewpoint

 

Hin Ta und Hin Yai

Diese zwei Felsen, der Grandmother’s und Grandfather’s Rock, heißen auf Thai Hin Ta und Hin Yai und haben die Form eines männlichen und weiblichen Geschlechtsorgans.

Der Legende zufolge erleidete hier ein älteres Ehepaar Schiffbruch und versteinerte an der Küste, um auf ewig vereint zu sein. Auch wenn es sich hierbei um eine Touristenattraktion handelt, sind Hin Ta und Hin Yai vor allem bei Locals sehr beliebt. Ein Besuch soll die Fruchtbarkeit erhöhen und den Kinderwunsch in Erfüllung gehen lassen.

 

Walking Streets und Märkte

Walking Streets und Märkte gehören zu Thailand genauso dazu wie Tempel und dürfen bei keinem Aufenthalt im Land des Lächelns fehlen. In jedem Ort gibt es einen Nachtmarkt. Am besten fragst du in deiner Unterkunft, wann dieser in der Gegend stattfindet. Wir waren in der Nähe des Lamai Beach untergekommen, wo er jeden Sonntag Reisende aus aller Welt anzieht. Ich war zweimal am Bophut Beach auf dem Markt. Am größten ist er freitags.

Was auf so einem Markt gibt? Angefangen bei thailändischen Leckerein, mit denen du dir für kleine Beträge den Magen vollschlagen kannst, bis du fast platzt, über Kleidung, Dekoartikel und Souvenirs bis hin zu Elektroware.

 

Koh Samui – Rollertour

Wenn du dich auf zwei motorisierten Rädern sicher fühlst, gibt es meiner Meinung nach nichts schöneres, als Koh Samui mit dem Roller zu erkunden. So bist du flexibel und kannst alle von mir genannten Orte ganz einfach abfahren. In den meisten Unterkünften kannst du einen Roller mieten. Dafür solltest du mit 150 bis 250 Baht pro Tag rechnen – je nach Modell und Ausleihdauer. Zudem gibt es für gewöhnlich Sonderpreis bei Wochen- bzw. Monatsanmietung. Ich habe meinen Roller direkt bei einem Rollerverleih gemietet, da es im Hotel keinen Wochenpreis gab.

Falls du Angst hast, dich zu verfahren: Die Orientierung auf Koh Samui ist denkbar einfach. Es gibt eine Hauptstraße, die einmal um die Insel herum führt. Von dieser gehen dann kleine Straßen ab, die entweder Richtung Meer oder ins Landesinnere führen. Wenn du nicht mehr weißt, wo du bist, fährst du einfach zurück zur Hauptstraße.

Tanken kannst du entweder an einer der wenigen echten Tankstellen oder du hältst an, wenn du siehst, dass vor einem Haus ein Gestell mit Glasflaschen steht, das eine gelbliche Flüssigkeit – Benzin – enthält.

Besonders schön fand ich den ruhigen Süden der Insel, wo du eine Weil direkt am Meer fahren kannst.

Rollertour Koh Samui

 

Koh Samui – Spots für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Wenn du mir schon eine Weile folgst (zum Beispiel auch auf meinem Instagram-Account von Barbaralicious) weißt du, wie sehr ich Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge liebe. Für mich gibt es nichts schöneres, als zu beobachten, wie die große, gelbe Scheibe ihre wärmenden Strahlen über das Meer ausbreitet bzw. die letzten Sekunden zu verfolgen, bis sie hinter dem Horizont verschwunden ist. Daher waren die folgenden Orte meine persönlichen Highlights…

Beryl Bar

An der westlichen Spitze der nördlichen Küste gelegen, wartet Beryl Bar mit einem außergewöhnlichen Blick auf den Sonnenuntergang. Dadurch, dass die Insel hier noch einen kleinen Schlenker macht, geht die Sonne nicht über dem Meer unter, sondern über den Felsen von Koh Samui. Sei also am besten mindestens eine Stunde vor der angegebenen Sonnenuntergangszeit da, um auch wirklich was zu sehen. Ich wusste das nämlich nicht und kam gerade noch rechtzeitig, um die letzten Strahlen zu fotografieren, bevor sie hinter dem Felsen verschwanden.

Beryl Bar Koh Samui

Das Essen ist super lecker und für Koh Samui sehr günstig, die Portionen sind riesig, sodass auch Vielesser auf ihre Kosten kommen. Das ist in Thailand ja nicht immer leicht.

Bei Ebbe solltest du überlegen noch früher zu kommen. Dann kannst du durch Beryl Bar hindurch gehen und die Felsen umwandern. Nach etwa 400 Metern gelangst du an einen Tempel in einer Höhle, in der gelgentlich sogar Mönche leben. Ich möchte dich an dieser Stelle jedoch um Mäßigung bitten! Ein Tempel ist immer ein Ort der Andacht, ein Heiligtum. Zieh dich entsprechend an und verhalte dich demütig, wie es in jedem anderen Tempel zurecht gefordert wird.

 

Samui Sunset Garden

Der Samui Sunset Garden ist nicht ganz so ein Geheimtipp wie Beryl Bar. Hier solltest du früh da sein, um noch einen Sitzplatz oder gar einen Bean Bag zu erhaschen. Der Ausblick ist genial, aber das Essen… Naja, sagen wir, die Bar hat es nicht nötig mit der Qualität der Speisen zu punkten. Abgesehen davon ist es touristisch-teuer und der Service ließ leider auch zu wünschen übrig, als ich dort war. Teile der Bestellung wurden vergessen oder falsch gebracht. Am besten planst du hier nur einen Cocktail zum Sonnenuntergang zu genießen und gehst zum Essen in ein anderes Restaurant.

Sunset Garden Koh Samui

 

Four Seasons

Jetzt wird es noch eine gute Ecke teurer…

Nachdem ich tolle Bilder vom Four Seasons auf Koh Samui auf Instagram gesehen hatte, dachte ich, ich fahre mal vorbei und schaue, ob ich reinkomme. Die Bar mit Pool und Meerblick ist öffentlich, auch wenn du dich an der Rezeption anmelden musst und dann mit einem Buggy dorthin gebracht wirst (das Hotelgelände scheint riesig zu sein!). Das allein ist es ehrlich gesagt wert. Die Hügel bei angenehmen Fahrtwind mit dem Buggy rauf- und wieder runterzufahren und die Holzbungalows rechts und links zu sehen, das Personal am Straßenrand Platz machen mit gefalteten Händen und einem fröhlichen „Sawadee Kha“…

Am Pool angekommen, kannst du schön relaxen. Leider steht der Pool nur für Hotelgäste zur Verfügung (oder gegen eine Gebühr), aber wenn du mit dem Anblick zufrieden bist, kannst du hier ein paar erholsame Stunden verbringen. Mein alkoholfreier Saft hat 400 Baht gekostet. Mein Kumpel hatte einen Cocktail für 650 Baht. Die Preise haben es also für thailändische Verhältnisse richtig in sich. Aber an einem Nachmittag kann man sich das ruhig gönnen, finde ich.

Four Seasons Koh Samui

 

Lamai Beach

Und nun kommt noch mein Tipp für die Frühaufsteher: Unser Hotel war direkt am Lamai Beach und dieser hat sich als perfekt für Fotos zum Sonnenaufgang herausgestellt. Für mich hat sich das frühe Aufstehen richtig gelohnt und ich würde es jederzeit wieder tun.

 

Koh Samui – Unterkunft

Ich bin mit meinem Kumpel im Beluga Boutique Hotel* untergekommen. Dieses liegt direkt am Grandfather und Grandmother Rock auf der Ostseite von Koh Samui. Mir persönlich hat vor allem das leckere Frühstück mit Meerblick sowie die Freundlichkeit des Personals sehr gut gefallen. Ich habe mich wie zuhause gefühlt!

Beluga Boutique Hotel Koh Samui

Du möchtest dir andere Unterkünfte anschauen? Dann schau doch mal bei Booking*Tripadvisor*Airbnb* oder Hostelworld* vorbei!

 

Koh Samui – Weiterreise

Wenn du aus Bangkok gekommen bist, bietet es sich an, weiter den Süden des Landes zu erkunden. Mögliche Ziele wären:

  • Chumphon: Chumphon ist eine angrenzende Provinz, die sich wunderbar eignet, wenn du schnorcheln gehen möchtest, die Natur im Mangroven-Wald bestaunen willst oder von super Fotospots Aufnahmen machen magst. Es gibt auch eine Fähre zwischen Chumphon und Koh Tao, falls du noch eine weitere Insel im Golf von Thailand besuchen möchtest, bevor du wieder aufs Festland zurückkehrst.
  • Ranong: Ranong ist eine Provinz, die an Chumphon grenzt. Sie eignet sich wunderbar, wenn du einsame Strände erkunden und die Seele in heißen Quellen und Spas baumeln lassen möchtest. Von dort kannst du auch ganz einfach nach Myanmar weiterreisen.
  • Phuket: Auch nach Phuket sind es von Ranong noch gute sechs Stunden mit dem Auto bzw. Bus. Dennoch lohnt es sich weiter in den Süden zu fahren. Die Region um Phuket mit Krabi und den Inseln Koh Lanta und Koh Phi Phi ist eine bei digitalen Nomaden beliebte Region.

Chumphon

 

Koh Samui – Fazit

Ich finde Koh Samui sehr schön. Mir persönlich ist die Insel etwas zu groß mit zu weiten Strecken, wenn man zwischen den Enden hin und her fahren möchte, um zum Beispiel Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang anzuschauen. Vielleicht wäre eine Unterkunft oben an der Insel strategisch besser gewesen, sodass man in der Mitte ist und zu den Seiten nicht so lange braucht. Von unserem Hotel, das auf der Ostseite lag und damit ideal für Sonnenaufgang war, dauert es bis zum nächsten Sunset Spot eine gute Stunde mit dem Roller. Mir hätte es besser gefallen, die Zeit an den entsprechenden Orten zu verbringen, anstatt mehrere Stunden pro Tag auf dem Roller zu sitzen, um von A nach B zu kommen. Zumal man von der Straße selten Meerblick hat, der die Fahrt sicher angenehmer gemacht hat.

Dennoch hat mir die Insel gut gefallen und ich kann sie nur empfehlen, wenn du Lust auf  Wasseerfälle, Tempel und unglaubliche Sonnenuntergänge hast!

PS: Die mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate Links.

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