Arbeiten auf Reisen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Arbeiten auf Reisen – Welche Möglichkeiten gibt es?

 

Arbeiten auf Reisen? Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten!

Zunächst solltest du versuchen, herauszufinden, ob es wirklich etwas für dich ist, auf Reisen zu arbeiten. Wie ich das überhaupt mache? Das kannst du hier nachlesen.

Du brauchst auf jeden Fall Disziplin und Durchhaltevermögen. Außerdem ist es wichtig, dass du verstehst, was deine Talente sind und wie du sie auf Reisen einsetzen kannst, um damit Geld zu machen.

Arbeite gegen Kost und Logis

Wenn du auf einer Farm, in einem Hostel oder in einer Familie leichte Arbeiten gegen Kost und Logis verrichten möchtest, empfehle ich dir, dich bei einem der folgenden drei Portale anzumelden: WorkAway, HelpX, Wwoofing.

Die Anmeldung ist schnell gemacht, kostet nur 23 € für zwei Jahre und dann kannst du sofort loslegen und dich bei Gastgebern in deiner Wunschregion bewerben.

Noch als ich in San Francisco war, habe ich mich für die nächste Etappe in Neuseeland auf WorkAway angemeldet und bei ein paar Familien beworben.

Das hat wunderbar geklappt! Ich hatte nach nicht mal einem Tag meine erste Unterkunft in Auckland.

Insgesamt habe ich dadurch in Neuseeland und Australien bestimmt 1500 € sparen können.

Unterrichte

Du kannst tauchen oder surfen und machst das schon seit Jahren? Klasse! Mache deinen Instructor und gehe mit den Touristen baden…

Du kannst tanzen, machst Yoga oder Pilates? Super! Ich bin Zumba® Instructor und liebe es, wenn ich auf Reisen ein paar Stunden geben kann… Die Ausbildung dauert nur ein Wochenende und ist recht erschwinglich. Dafür hast du in kürzester Zeit eine weitere Möglichkeit, Geld zu verdienen…

Du sprichst mehrere Sprachen oder beherrschst deine Muttersprache, auch wenn es um grammatikalische Feinheiten geht? Wunderbar! Dann kannst du entweder vor Ort oder sogar über Skype Sprachkurse geben…

Arbeite online

Ich als digitale Nomadin arbeite zumeist online: ich blogge und verdiene über Affiliate-Marketing und gesponserte Artikel Geld, ich schreibe und verkaufe E-Books bzw. Bücher und arbeite als Übersetzerin, Dolmetscherin und Korrektorin.

Andere Möglichkeiten sind (Web-) Design, Programmierung/Entwicklung, Fotografieren, Virtuelle Assistenz, Coaching und alles andere, was man auch vom Computer aus machen kann.

Such dir vor Ort einen Job

Nutze die vorhandenen Möglichkeiten, um an deinem Zielort zu arbeiten. In Hostels wird eigentlich immer nach einer helfenden Hand gesucht. Auch im Supermarkt oder im Restaurant um die Ecke von deiner Unterkunft lohnt es sich, zumindest zu fragen, vor allem wenn du die Landessprache flüssig beherrschst. Allerdings heißt es dann: Klinken putzen!

Außerdem kannst du darüber nachdenken, ob du Hotels oder, wie ich in Spanien und Portugal, Strände testen möchtest.

Du bist nicht der Typ für die Selbstständigkeit? Auch das ist kein Problem! Es gibt einige Jobs, bei denen du als Angestellter viel rumkommst:

Als Angestellter durch die Welt

Der bekannteste Beruf, bei dem du viel reist, ist der des Flugbegleiters. Natürlich ist das harte Arbeit und du bist auch nicht lange an einem Ort. Da will ich dir keine großen Hoffnungen machen. Aber nach Langstreckenflügen muss man eine gewisse Zeit am Zielort bleiben und sich bis zum Rückflug ausruhen. In der Zeit kann man durchaus auch etwas von der Stadt sehen, in der man gelandet ist.

Eine weitere Möglichkeit ist, auf einem Schiff anzuheuern. Dort werden Leute für verschiedenste  Jobs gesucht: Animateure, Köche, Dolmetscher, Reisebegleiter für Landgänge,… Für jeden dürfte hier was passendes dabei sein.

Als Animateur oder Reisebegleiter kann man zudem auch an Land durchaus einen Job finden. Dabei kann man entweder bei der organisierenden Firma angestellt sein oder auf freiberufliche Basis abrechnen.

Auch als AuPair (übrigens gibt es auch Granny AuPairs) kannst du in einem fernen Land Geld verdienen. Zugegeben: Du reist dabei nicht unbedingt und Unmengen Geld gibt es auch nicht. Aber du kannst einen dir fremden Ort bis ins Detail entdecken und alle Einkünfte sparen, da alle „normalen Ausgaben“ übernommen werden.

Falls du einen Job hast, bei dem du ausschließlich am Computer arbeitest, kannst du auch deinen Chef fragen, ob er/sie etwas dagegen hat, wenn du eine Zeit lang remote arbeitest. Also nicht vom Büro, sondern deinem Laptop aus. Um ihn/sie an den Gedanken zu gewöhnen und zu beweisen, dass die Qualität deiner Arbeit nicht darunter leidet, schlage vor, erst mal aus dem Home Office zu arbeiten.

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Artikel anregen, kreativ zu werden. Nur, weil du momentan Arbeiten und Reisen nicht verbindest, heißt das nicht, dass das so bleiben muss. Vorausgesetzt du möchtest ;)

Denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Oder was meinst du?

Deine Barbara

 

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10 Apps zum Reisen und Arbeiten

10 Apps zum Reisen und Arbeiten

Heutzutage hat fast jeder, vor allem jeder digitale Nomade, ein Smartphone. Und das hat noch deutlich mehr Vorteile, als nur bei facebook und Whats App erreichbar zu sein. Im Laufe meiner Weltreise habe ich eine Handvoll Apps zum Reisen und Arbeiten teilweise neu kennen und vor allem schätzen gelernt.

Reisen

#1 Triposo

Triposo ist ein interaktiver Reiseführer. Du hast die Möglichkeit, die Reiseführer (du kannst zwischen, Städten, Regionen und ganzen Ländern entscheiden) im Voraus herunterzuladen. Du kannst aber auch warten, bis du vor Ort bist, die App öffnen und dann erscheint sofort eine Meldung, die zum Beispiel so aussieht: „Willkommen in Auckland! Möchten Sie die Informationen downloaden?“ Dann konnte ich zwischen dem Reiseführer für Auckland, für die Nordinsel oder für ganz Neuseeland wählen. Bei Triposo bekommt man Informationen zum historischen und kulturellen Background, Tipps zu Sightseeing & andere Aktivitäten (inklusive Touren mit Preisen), Nationalparks und Nightlife, ein kleines Reisewörterbuch mit Beispielen, die auf der Überblicksseite eingeblendet werden, die Ortszeit und die Wettervorhersage, sowie den aktuellen Wechselkurs (gerade bei den aktuellen Schwankungen äußerst praktisch!). Und fast hätte ich es vergessen: In den Reiseführern sind Stadtpläne hinterlegt, die auch offline funktionieren, den aktuellen Standort anzeigen und anhand von Symbolen zeigen, wo sich Bars, Museen oder sonstige Sehenswürdigkeiten befinden.   #2 Skyscanner Skyscanner ist so ziemlich die bekannteste Suchmaschine für Flüge. Das Gute daran? Man kann Flüge beobachten und einen Price Alert einstellen. Dann wirst du automatisch informiert, wenn sich am Preis etwas ändert. Das kann durchaus praktisch sein, wenn dir ein Flug eigentlich zu teuer ist. Sobald der Preis runtergeht, kannst du zuschlagen. Andernfalls kannst du den Price Alert irgendwann einfach rauslöschen.   #3 Couchsurfing Couchsurfing ist mittlerweile ziemlich bekannt. Dabei stellen Mitglieder ihre Couch oder auch ein Bett kostenfrei für andere Mitglieder zur Verfügung. Das tolle daran ist in erster Linie nicht, dass du dir das Geld für das Hostel sparst, sondern dass du sehr schnell Locals kennenlernst. Meistens bieten sich dadurch einmalige Erfahrungen. Auch wenn man nicht bei fremden Menschen übernachten möchte, kann man bei Couchsurfing auch einfach nach Events suchen, um schneller mit Locals und/oder anderen Travellern in Kontakt zu kommen, oder Gleichgesinnte finden, um zum Beispiele gemeinsame Ausflüge zu machen und sich das Geld für einen Mietwagen zu teilen.   #4 Hostelbookers Hostelbookers ist die beste App, um dich im Voraus nach den Preisen für Hostels zu erkundigen. Ehrlich gesagt, habe ich über die App noch nie etwas gebucht. Aber für einen schnellen Check, wenn ich mich zum Beispiel entscheiden muss, in welche Stadt ich als nächstes reise und dafür die allgemeine Preislage kennen möchte, gibt es nichts besseres.

Organisation

#5 Trello Die Trello-App besteht aus Listen. Man kann sich beliebig viele Ordner und Listen in den Ordnern erstellen. Ich habe zum Beispiel meinen allgemeinen Ordner mit der ToDo oder meinen Ordner mit allen Projekten, die so anstehen. In jedem Ordner sind drei Listen vorinstalliert: ToDo, Doing und Done. Kennst du das Gefühl, wenn du aus einer Papier-ToDo-Liste Punkte rausstreichst, weil du sie erledigt hast? So ist das bei Trello, wenn du die Punkte aus der ToDo-Liste erst zu Doing und dann zu Done verschieben kannst. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, was man getan hat. Und ganz ehrlich? Ich finde ToDo-Listen aus Papier super! Ich liebe es, sie neben mir liegen zu haben und Punkte durchzustreichen. Aber auf Reisen ist das einfach unpraktisch! Papier ist schwer, bekommt Eselsohren und wellt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit. Deswegen bin ich froh, dass ich jetzt meine verschiedenen ToDo-Listen und Projekte in der App im Auge behalten kann.    #6 Google Drive Google Drive ist so etwas wie die Dropbox, die du sicher kennst. Man kann Dateien, Bilder und Videos speichern, von verschiedenen Endgeräten abrufen oder mit Freunden teilen. Ich habe dort zum Beispiel Scans von meinen wichtigen Ausweisen hinterlegt: meinen Pass, den Impfpass sowie meine Unterlagen für die Reise. Allerdings hast du im Vergleich zur Dropbox bei Google Drive deutlich mehr Speicher kostenfrei zur Verfügung.

Gesundheit

#7 Seven

Du kennst das Problem bestimmt: Auf Reisen vernachlässigen wir alle den Sport. Dabei wäre es doch so einfach, eine Runde joggen zu gehen, mal in einem Fitnessstudio vorbeizuschauen (viele bieten Tages- oder Wochenkarten) oder die öffentlichen Trainingsanlagen zu nutzen, die es mittlerweile in vielen Ländern in Südamerika und Asien gibt. Um den inneren Schweinehund zu besiegen, brauchst du jetzt aber nicht mal mehr dein Hostelzimmer zu verlassen. Seven ist eine Art Zirkeltraining, das sieben Minuten dauert. Jede Übung wird 30 Sekunden gemacht. Nach einer kurzen Pause geht es zur nächsten. Man kann sich auch eigene Trainings zusammenstellen, die länger oder kürzer dauern und die Länge der Intervalle beliebig anpassen. Die App ist kostenfrei, auch wenn man dann nur ein Programm hat. Weitere werden entweder freigeschaltet, wenn man eine bestimmte Zeit jeden Tag trainiert, oder können hinzugekauft werden.   #8 Headspace Viele digitale Nomaden sind sogenannte Scanner-Persönlichkeiten. Das heißt, sie haben eine neue Idee nicht mal zu Ende gedacht, da haben sie schon die nächste. Sie können sich kaum auf nur eine Sache konzentrieren und die Gefahr ist hoch, dass dann nichts davon richtig gemacht wird. Ich oute mich: Genauso bin ich! Um im Kopf ein bisschen Ordnung zu schaffen und sich mal Ruhe zu gönnen, ist Headspace sehr gut geeignet. Die App führt dich an Meditation heran und hilft dir, auch im Alltag zu dir zurückzufinden, wenn mal wieder zu viel in deinem Kopf herumgeistert. Einziger Nachteil: Nach 10 Testtagen wird die App kostenpflichtig. Sie kostet knapp 5 Euro im Monat, wenn man sie für ein Jahr abonniert.

Freizeit

#9 Audible* Ich liebe lesen! Früher habe ich jedes Buch in kürzester Zeit verschlungen, das in meine Reichweite gelangt ist. Irgendwann fehlte dann die Zeit und ich habe immer weniger und weniger gelesen. Das hat mich frustriert und mir auch etwas genommen, wobei ich mich wohl gefühlt habe und mich zurückziehen konnte. Dann habe ich Audible entdeckt! Audible gehört zu Amazon und bietet Hörbücher. Anfangs habe ich nur im Auto gehört, um die Fahrtzeit für etwas Sinnvolles zu nutzen. Nach und nach habe ich immer mehr auch in meiner Freizeit gehört. Seit ich auf Weltreise bin, habe ich Hörbücher nur noch mehr schätzen gelernt. Denn so kann ich parallel aus dem Bus die Landschaft genießen oder nach einem anstrengenden Tag auch mal die Augen schließen. Ohne die Audible-App, mit der jedes gekaufte Hörbuch sofort zum Download in meiner Mediathek bereit steht, würde mir auf jeden Fall etwas fehlen!   #10 Kindle* Und wenn ich doch mal wieder Sehnsucht nach dem Lesen selbst habe, gibt es zum Glück die Kindle-Leseapp. Ich habe sogar einen Kindle, aber ich muss zugeben, dass ich ihn auf meiner Weltreise höchstens zweimal genutzt habe. Die App ist einfach praktischer, weil ich mein iPad sowieso die ganze Zeit in meiner Nähe habe, während ich meinen Kindle immer erst suchen muss (und das obwohl ich so leicht reise).   Das sind meine 10 Apps, auf die ich auf keiner Reise mehr verzichten möchte. War für dich die ein oder andere mit dabei? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Deine Barbara PS: Die mit einem Sternchen (*) markierten Links sind Affiliate-Links. Wenn du dort etwas kaufst, bekomme ich eine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten!

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Mein Fazit: Reisen und Arbeiten in Südamerika

Mein Fazit: Reisen und Arbeiten in Südamerika

Die ersten drei Monate meiner Weltreise sind vorbei und es ist Zeit für ein Fazit zum Thema Reisen und Arbeiten in Südamerika.

Zur Erinnerung: Meine Route führte mich von Brasilien runter ins argentinische Patagonien, in Argentinien wieder rauf und dann über die Anden nach Chile. In Chile bin ich bis zur Atacamawüste gefahren, wo ich die Grenze zu Bolivien überquert habe. Am Titicacasee entlang ging es dann nach Peru. Von dort bin ich querfeldein durch Bolivien und Paraguay, wo mich der Travel Blues erwischt hat, mit verschiedenen Bussen zurück nach Brasilien gefahren.

Es gibt mit Sicherheit einige Hotspots in Südamerika, an denen du sehr gut arbeiten und Arbeiten und Reisen problemlos verbinden kannst.

Dazu gehören natürlich die Großstädte wie Buenos Aires, Santiago de Chile und Rio de Janeiro. Orte, an denen es Coworking Spaces und genügend Restaurants mit WLAN zum Ausweichen gibt, falls das im Ho(s)tel verfügbare Internet versagt oder du schlichtweg deine Arbeitsumgebung mal ändern möchtest.

WIFI

Sehr gute Erfahrungen habe ich im Coworking Space in Valparaíso gemacht: Mir wurde ein richtig guter Preis angeboten und ich konnte zwei Wochen in einer fast schon familiären Umgebung in Ruhe arbeiten.

Fakt ist aber, dass ich auf meiner Reise durch den Süden Südamerikas auch den besser entwickelten Ländern wie Argentinien und Chile immer wieder tagelang schlechtes Internet hatte, sodass ich entweder gar nicht arbeiten konnte oder aber im Schneckentempo vorankam.

Das hat mir bisweilen wirklich den letzten Nerv geraubt!

Am schlimmsten war es aber in den weniger entwickelten Ländern Bolivien und Peru.

Als ich meine Reise dorthin plante, rechnete ich mit schlechtem Internet. Dass ich aber meistens gar kein Internet haben würde, war mir nicht klar.

Am schlimmsten war es in Santa Cruz in Bolivien:

Mein Hostel hatte gar kein Internet! Ich habe in allen umliegenden Hostels gefragt und immer die gleiche Antwort erhalten: Aquí no hay Wifi! – Hier gibt es kein WLAN!

Ich ging ins Internetcafé, aber auch dort gab es kein WLAN und ein fremder Computer ohne meine Programme und meine Archive bringt mir relativ wenig.

Am Ende habe ich alle Hotels in der Umgebung abgeklappert. Die Antwort war zwar eine andere als in den Hostels, aber trotzdem in allen Hotels die gleiche: Wir vergeben das WLAN-Passwort nur an unsere Gäste. Ausnahmen werden nicht gemacht. Leider lag die Nacht im 4-Sterne-Hotel über meinem Budget.

Deswegen meine Tipps, wenn du dir dieses wunderschöne Fleckchen Erde nicht entgehen lassen und wie ich Reisen und Arbeiten in Südamerika verbinden möchtest:

#1 Informiere dich über Coworking Spaces!

Versuch im Voraus herauszufinden, ob es an dem Ort, zu dem es dich hinzieht, einen Coworking Space gibt. Selbst wenn du das Geld lieber sparen oder in einer Art Home Office aus dem Ho(s)tel arbeiten möchtest, ist es Gold wert, eine Ausweichmöglichkeit zu haben, wenn das Internet plötzlich weg ist oder im schlimmsten Fall von Anfang an nicht funktioniert.

Ich glaube nicht, dass ich nochmal einen längeren Aufenthalt in einer Stadt planen werde, in der ich nicht weiß, was ich machen soll, wenn der Notfall eintritt. Ich habe bei dieser Reise schon viel zu viele Stunden mit Warten und dem Suchen nach Lösungen (was selten zu etwas geführt hat) verbracht.

#2 Bleibe dort!

Wenn du einen Ort gefunden hast, an dem du dich wohl fühlst und gut arbeiten kannst, halte ihn fest! Bleibe dort, arbeite und genieße das Leben und das ortsunabhängige Arbeiten – bis es dich zum nächsten Ort zieht. Diese Art zu Leben ist viel zu schön, als dass wir unsere Zeit und unsere Nerven beim Warten verschwenden, und wir sollten jeden Moment auskosten.

Wenn du das Land, in dem Du Dich befindest, erkunden willst (was du unbedingt tun solltest), habe ich zwei Möglichkeiten:

  1. Du nutzt den Ort als eine Art Home Base und machst von dort (Wochenend-) Ausflüge in andere Städte oder Länder – je nach Lage.
  2. Du arbeitest eine gewisse Zeit am Stück, in der du auch so viel wie möglich vorarbeitest, und hängst am Ende eine gewisse Zeit dran, in der du das Reisen in den Mittelpunkt stellst.

Beide Alternativen finde ich persönlich durchaus sympathisch und ich würde von verschiedenen Faktoren abhängig machen, welche ich wähle.

Zum einen sollte man die Größe des Landes in Betracht ziehen.

Hast du dir zum Beispiel Rio de Janeiro – eine meiner absoluten Lieblingsstädte – ausgesucht, macht Variante 2 deutlich mehr Sinn, da Brasilien ein so großes Land ist, dass man Ausflüge über eine kurze Zeit eigentlich nur mit dem Flugzeug machen kann. Die Reise mit dem Bus dauert nämlich schon fast immer mindestens einen Tag.

Ein weiterer Punkt ist die Lage der Stadt bzw. der Städte oder Länder, die du bereisen möchtest.

Ich wollte zum Beispiel eigentlich während meiner Weltreise Inselhopping durch die Karibik machen. Da ich mein Round the World Ticket aber als Prämie fürs Meilensammeln bekommen habe, war ich von den verfügbaren Kontingenten abhängig und es gab keine Flüge in die Karibik.

Deswegen plane ich nun einen längeren Aufenthalt in Cancun zum Arbeiten und darauffolgend das Inselhopping. Dabei wird dann das Reisen im Vordergrund stehen.

Klingt das nach einem Plan?

Wenn du meine Tipps beachtest, steht auch dir nichts mehr im Wege und du kannst Reisen und Arbeiten in Südamerika problemlos verbinden!

Wie sieht es bei dir aus? Erzähl mir von deinen Plänen!

Deine Barbara

Gruß aus dem Coworking Space in Valparaíso

Gruß aus dem Coworking Space in Valparaíso

Mittlerweile bin ich seit zwei ganzen Wochen in Valparaíso und Du fragst Dich sicher schon, was ich die ganze Zeit so mache…

Ich bin im Coworking Space in Valparaíso

 

Unter der Woche verbringe ich meistens den ganzen Tag hier im Coworking Space UrbanWork. Du weißt nicht, was ein Coworking Space ist? Dann lies hier nach.

Die Zeit vergeht hier irgendwie wie im Flug

 

So schnell kann ich gar nicht arbeiten, da ist der Tag schon rum :D Aber ich bin sehr froh, dass ich diese Möglichkeit habe, vor allem weil es dann weiter nach Bolivien und Peru geht, wo ich mit Sicherheit größere Probleme mit dem Internet haben werde.

Im heutigen Vlog bekommst du einen Einblick, wie der Coworking Space in Valparaíso und damit mein aktueller Arbeitsplatz aussieht. Hier geht es zum Youtube-Video: Gruß aus dem Coworking Space in Valparaíso!

 

Deine Barbara

 

Reisen und Arbeiten verbinden – Wie mache ich das?

Reisen und Arbeiten verbinden – Wie mache ich das?

Wie Du wahrscheinlich weisst, bin ich selbstständige Übersetzerin und möchte nun, nach Ende meines Studiums als digitale Nomadin leben, also Reisen und Arbeiten verbinden.

Seit nun mehr drei Wochen bin ich auf meiner Weltreise. Und wie durch ein Wunder trudeln seit meiner Abreise die Aufträge nur so ein, dass ich mich kaum retten kann. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet, denn ich habe auch nicht mehr Werbung für mich gemacht, als das bisher der Fall war.

Und weißt du was? Das ist alles ganz schön stressig!

Reisen und Arbeiten zu verbinden, ist nämlich alles andere als einfach.

Du musst dir darüber im Klaren sein, dass das Reisen an zweiter Stelle steht und man deswegen auch gezwungen ist, viel langsamer zu reisen. Ich möchte immer alles sofort sehen und entdecken, wenn ich an einen neuen Ort komme! Das kann ich so momentan nicht machen… Im Vordergrund stehen zu jeder Zeit meine Aufträge und meine Kunden.

Wenn man Reisen und Arbeiten verbinden möchte, empfinde ich es zunächst einmal als wichtig, Abstriche zu machen und das zu akzeptieren. So schwer es auch ist. Man kann nicht den ganzen Tag arbeiten und trotzdem viel Sightseeing machen.

Verstehe mich bitte nicht falsch! Mit Sightseeing meine ich in diesem Fall richtige Touren, Ausflüge und Exkursionen. Morgen fahre ich zum Beispiel von hier in Puerto Madryn (ca. 1300km südlich von Buenos Aires) auf die 100km entferne Halbinsel Valdés, von der man Wale sehen kann und auf der Pinguine und Seelöwen leben. Ich werde um 8:00 Uhr im Hostel abgeholt und etwa um 19 Uhr zurück im Hostel sein. Ich werde morgen ziemlich sicher nicht zum Arbeiten kommen. Das ist auch in Ordnung, weil das so eingeplant ist.

Allerdings hast du in den letzten Tagen vielleicht selbst gemerkt, dass es etwas ruhig hier geworden ist. Das Übersetzen, den Blog und das Reisen zu verbinden ist mir in Buenos Aires nämlich sehr schwer gefallen. Noch dazu habe ich eine weitere Zumba® Lizenz gemacht.

In Foz do Iguaçu habe ich von einer Woche vor Ort nur zwei Tage Sightseeing gemacht, mir die brasilianische und argentinische Seite der Wasserfälle angeschaut und den Vogelpark besucht, dafür aber etwa fünf Tage gearbeitet. Gerne hätte ich mehr gesehen, aber dann hätte ich meine Übersetzungsaufträge vernachlässigen müssen und das kam für mich nicht in Frage.

Einfacher sieht die Situation aus, wenn du beschließt, längere Zeit an einem Ort zu bleiben. Wenn du den Ort schon kennst, hast du nicht mehr das dringende Bedürfnis ihn so kennenzulernen, wie das in einer völlig neuen und fremden Stadt der Fall ist.

Da ich auch nach meiner Weltreise auf diese Weise leben und arbeiten möchte, stellt sich mir also täglich die Frage, wie ich das sinnvoll und angenehm verbinden kann. Auf dieser Reise liegt der Schwerpunkt insgesamt deutlich mehr auf dem Reisen. Das wird sich nach der Weltreise verschieben und die Arbeit wird in den Mittelpunkt rücken.

Ich denke also, dass ich dann immer mindestens vier Wochen an einem Ort verbringen werde, bevor ich weiterziehe. Vielleicht bleibe ich auch mal einen ganzen Winter lang an nur einem Ort.

Wenn du auch ortsunabhängig arbeiten und das mit dem Reisen verbinden willst, solltest du für dich folgende Fragen beantworten:

1. Kann ich dort arbeiten, wo andere Urlaub machen und lasse mich nicht ständig von den Verlockungen in Versuchung führen?

Barbara arbeitet am Pool

In Iguaçu habe ich an einem Tag am Pool arbeiten wollen. Das lief sogar ganz gut, bis ich merkte, dass mein Netbook ziemlich heiß wurde. Ich habe mich dann an die Bar verzogen. Auf Koh Phangan hat das dank Schatten spendender Bäume besser geklappt – wie man auf dem Foto sehen kann. Trotz allem sind das die Orte, an denen andere entspannt einen Cocktail trinken, ein Buch lesen oder einfach vor sich hin dösen. Damit müsstest du dann umzugehen lernen. Viele setzen sich zum Beispiel auch in Bars mit WLAN. Das ist ebenfalls eine gute Möglichkeit. Aber auch dort wirst du vielen Urlaubern begegnen, die dich aus dem Konzept bringen könnten.

2. Kann ich an ungewöhnlichen Orten arbeiten, auch wenn es laut und hektisch zugeht?

Jetzt gerade sitze ich in meiner Hostellobby, weil das Internet in meinem Zimmer nicht geht. Leider scheint der Hostelmitarbeiter taub zu sein, denn der Fernseher ist so laut, dass mir die Ohren wegfliegen. In Iguaçu habe ich auch sehr viel aus der Lobby gearbeitet, da ich auf meinem Zimmer der Versuchung des Bettes nicht widerstehen konnte und immer wieder zwischendrin eingenickt bin! Dieses Problem hatte ich in der Lobby nicht, dafür herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Man wird angesprochen und gefragt, was man tut (klar, wenn man Stunden vor seinem Netbook sitzt, anstatt im Pool seine Runden zu drehen), wo man herkommt, usw. Wenn man damit nicht umgehen kann und ewig bracht, um wieder reinzukommen, dann ist das wohl keine Option. Gerade in diesem Moment kam jemand an die Eingangstür und da der Hostelmitarbeiter nicht da war, musste ich öffnen… Eine Ablenkung nach der anderen.

3. Bin ich bereit mit den Widrigkeiten umzugehen, die das ständige Arbeiten im Ausland mit sich bringt?

Not macht erfinderisch!

Als digitaler Nomade muss man manchmal sehr erfinderisch sein! Vor zwei Tagen musste ich eine fertige Übersetzung liefern und gerade da war das Internet im Hostel ausgefallen. Ich wartete eine halbe Stunde, fragte, aber es tat sich nichts. Also blieb mir nichts anderes übrig, als die nächste Bar mit WLAN zu finden, was in Buenos Aires zum Glück nicht schwer war.

Außerdem musst du bedenken, dass die Zeitverschiebung manchmal unangenehme Auswirkungen haben kann. Eine Anfrage kam letztens um 8:00 Uhr deutsche Zeit rein, als ich ihn um 8:30 Uhr argentinische Zeit sah, war in Deutschland schon Mittagspausenzeit. Ich konnte die Datei nicht öffnen und somit kein Angebot machen, das ich aber bis 16 Uhr deutsche Zeit schicken sollte. Am Ende hat alles geklappt, aber im ersten Moment war das ziemlicher Stress. Und das nur wegen eines Angebots…

 

WIFI im Restaurant

Wenn du alle drei Fragen ohne zu zögern mit „Ja“ beantwortest, steckt vielleicht auch in dir ein digitaler Nomade.

Was meinst du?

Deine Barbara

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Warum ich Coworking Space Fan bin

Warum ich Coworking Space Fan bin

Du hast dich bestimmt schon gefragt, wie ich auf der Weltreise gedenke, regelmäßig Blogbeiträge hochzuladen und zu arbeiten. Immerhin ist meine Arbeit als Übersetzerin ein bedeutender Teil dieses Blogs, der bisher noch ein bisschen zu kurz gekommen ist.

Die Antwort lautet: Coworking Spaces!

Vielleicht hast du schon mal von Coworking Spaces gehört. Das sind Büros, in denen man einen Arbeitsplatz oder ein Zimmer tage-, wochen- oder monatsweise mieten kann. Sie haben stabiles Internet und dort gibt es außerdem Drucker (manchmal sogar 3D-Drucker) und alle möglichen Büromaterialien, die man so gebrauchen kann, sowie Konferenzräume, in denen man zum Beispiel Kunden empfangen kann.

Natürlich dürfen auch Aufenthaltsräume mit Rückzugsmöglichkeit nicht fehlen.

RückzugCoKöEine weitere Möglichkeit, die Coworking Spaces für gewöhnlich bieten, ist ideal für all diejenigen, die nicht unbedingt ihre private Adresse als Firmensitz haben möchten – Stichwort „Impressumspflicht“ und „jeder kann online meine Adresse“ rausfinden. Man kann den Firmensitz auf eine Coworking Space Adresse anmelden. Man bekommt einen Briefkasten und eine Telefonnummer und hat damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Meine Idee war also, einmal pro Woche einen halben oder auch ganzen Tag – je nach Auftragslage gerne mehr –  in solch einem Coworking Space zu verbringen. Es gibt sie nämlich mittlerweile wirklich auf der ganzen Welt!

Weil mich das Konzept von Coworking reizte, seit ich das erste Mal davon gehört habe, dachte ich, ich probiere das schon mal hier in Deutschland aus!

Letzte Woche habe ich einen geselligen und arbeitsreichen Tag im Coworking Space Königstein verbracht.

Herangetastet habe ich mich bereits in der Woche davor auf einem Meet Up, einer Art Stammtisch.

Dabei habe ich mich von Anfang wohl gefühlt und obwohl ich keine einzige Person kannte, kam ich sehr schnell mit den anderen ins Gespräch.

Teil des Programmes der Meet Ups im Coworking Space Königstein sind kleinere Vorträge. An diesem Abend erzählte Tom Noedig etwas zum Thema Networking und Empfehlungsmarketing.

Der ganze Abend war so angenehm, dass ich direkt mit dem Besitzer des Coworkings Spaces einen Termin ausmachte, an dem ich die Arbeitsumgebung live erkunden konnte.

Ich musste einfach erfahren, wie es sich anfühlt, unter diesen Menschen nicht nur einen netten Abend zu verbringen, sondern mit ihnen zu arbeiten.

Und meine Erwartungen wurden alles andere als enttäuscht!

Die Atmosphäre im Raum hat dafür gesorgt, dass ich konzentriert arbeiten konnte, mich aber austauschen konnte, wenn das nötig war.

Außerdem waren wir als Gruppe Mittagessen. Dieses gemeinsame „kurz-vor-die Tür-gehen“, über was ganz anderes reden und den Kopf an der frischen Luft frei kriegen war ein mir bisher unbekanntes Erlebnis!

Ich glaube, dieser Tag hat meiner Arbeit und meiner Work-Life-Balance sehr gut getan.

Wir Übersetzer sitzen meistens allein an unserem Schreitisch und haben im besten Fall Facebook, um uns auszutauschen.

Das ist in einem Coworking Space ganz anders: Man dreht sich einfach um und redet mit seinen „Kollegen“. Natürlich in einem begrenzten Maß! Es soll ja gearbeitet werden ;)

Es gibt drei Möglichkeiten, unterwegs in Coworking Spaces zu arbeiten:

1. Tageskarte

Einfach hingehen, Tageskarte kaufen und arbeiten. Kurz und schmerzlos und fast immer möglich. Auch wenn man sich möglichst anmelden sollte. Aber das ist ja vielleicht gerade noch drin. Eine Tageskarte kostet je nach Land zwischen 15€ und 30€.

2. Coworking Visa

Coworking Visa bedeutet, dass du eine Mitgliedschaft in einem teilnehmenden Coworking Space hast und in allen Coworking Spaces auf der ganzen Welt, die an diesem Programm teilnehmen, mindestens einen Tag kostenfrei einen Tisch bekommst. Dafür ist es sinnvoll auszurechnen, was man für Kosten hat. Gehe ich zum Beispiel auf meiner Reise jede Woche – also viermal pro Monat – in einer anderen Stadt in ein Coworking Space, kostet mich das zwischen 60€ und 120€. Ein Tisch für einen Monat im Coworking Space Königstein kostet 90€. Schon bei vier Besuchen im Monat kann sich das Coworking Visa also schon lohnen.

3. Copass

Copass funktioniert ähnlich wie das Coworking Visa. Es gibt Spaces, die daran teilnehmen und in die du dann günstiger kannst. Außerdem hast du eine gewisse Anzahl von freien Tagen. Im Schnitt kostet ein Coworking Space Besuch mit dem Copass 15€ und ein paar Zerquetschte. Also an der unteren Grenze des vorher genannten Tagestarifs. Allerdings glaube ich, dass man da eine Jahresgebühr zahlt. Leider wurde die Seite gerade umgestellt und ich finde diese Information nicht mehr. Ich habe mich aber angemeldet und es hieß, dass mich das erst mal nichts kostet. Wenn ich mich recht erinnere, hat man drei Monate kostenfreie Testzeit. Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich dazu Neues erfahre.

Hast du schon Erfahrungen mit einem Coworking Space gemacht? Ich freue mich, wenn du mir davon berichtest!

 

Deine Barbara