Bettchen wechsel dich: Als Nomade an einen neuen Schlafplatz gewöhnen

von | Okt 24, 2017 | Alles und nichts, Digitales Nomadentum, Work-Life-Balance | 2 Kommentare

GASTBEITRAG „BETTCHEN WECHSEL DICH: ALS NOMADE AN EINEN NEUEN SCHLAFPLATZ GEWÖHNEN“ VON SARAH CUMMINGS, ÜBERSETZT VON BARBARA RIEDEL

 

Deine Freunde zu Hause denken vielleicht, du döst in Wahrheit nur an einem Strand, während du so tust, als würdest du „arbeiten“ … Aber wir alle wissen, dass das Nomadendasein nicht immer ein Zuckerschlecken ist.

Ständig unterwegs, mit neuen Lebensmitteln konfrontiert, mit neuen Gewohnheiten umgehen und insbesondere neue Schlafumgebungen bewältigen; das kann anstrengend für beides – Körper und Geist – sein. Darunter leidet oft unser Schlaf.

Und darunter wiederum leidet unsere Arbeit. Ein müder Nomade arbeitet langsamer, macht mehr Fehler, trifft schlechtere Entscheidungen.

Mittlerweile habe ich in mehr Ländern schlaflose Nächte verbracht, als ich ich zählen kann. Aber zum Glück habe ich im Laufe der Zeit Bewältigungsstrategien entwickelt, die ich gerne im Folgenden teile. Achtung: Einige könnten dir missfallen …

 

#1 Verschiebe die Abschiedsparty

Frage: Morgen fliegst du zu deinem nächsten Ziel. Was machst du heute Abend?

Antwort: Natürlich gehe ich aus und auf eine Party. Es wäre schließlich eine Schande, wenn ich mich nicht von meinen neuen Freunden angemessen verabschieden würde. Richtig?!

Falsch! Ja, heute wäre das wahrscheinlich ein genialer Abend. Aber morgen folgt die Katastrophe auf dem Fuße. Du wirst an deinem neuen Zuhause völlig erschöpft ankommen, dein Biorhythmus völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Damit beginnst du das neue Kapitel gleich mit dem falschen Fuß.

Pro-Tipp: Verschiebe die Abschiedsparty um eine Woche. So kannst du mit deinen Peeps die Nacht durchtanzen und kommst dennoch ausgeschlafen an deinem neuen Ziel an.

 

#2 Bekämpfe den Jetlag

Hast du Lost in Translation? Bill Murray und Scarlett Johansson wandern durch Tokyos Hotels und sehen dabei aus wie Zombies, da sie kein Auge zu kriegen… Kommt dir bekannt vor?

Wir alle wissen, dass Jetlag ein Arschloch ist. Und auch wenn er meistens nicht zu vermeiden ist, gibt es ein paar Tipps, die dir dabei helfen, die Auswirkungen zu minimieren.

Ein paar Tage vor deinem Flug kannst du bereits anfangen, deine Schlafzeiten langsam anzupassen, sodass sie mit deinem neuen Ziel übereinstimmen; eine Stunde pro Tag kann dabei bereits helfen. An Bord kannst du dann einfach deine Uhr umstellen und deine Nickerchen so machen, dass du am neuen Ort entspannt ankommst.

Und – es tut mir echt leid – vermeide Alkohol und Koffein auf dem Flug. Ich weiß, ich weiß…es kostet nichts. Aber beide haben alles andere als positive Auswirkungen auf deinen Schlafrhythmus.

Wo wir gerade dabei sind…

 

#3 Vermeide Koffein und Alkohol. Punkt.

‘Arrrgh, du Biest! Was heißt das denn jetzt? Das sind meine einzige Gründe zu leben!’

Ruhig Blut! Ich sage nicht, dass das ein Abschied für immer sein muss. (Das war nur ein temporärer Punkt.) Ich meine nur, du solltest in den ersten Tagen, an denen du dich an deinen neuen Schlafplatz gewöhnst, darauf verzichten, bis du dich akklimatisiert hast.

Kaffee hält dich auf Trapp. Und unabhängig von dem, was du vielleicht aus dem Fernsehen zu wissen meinst, sind Bier und Wein keine Helferlein bei Einschlafproblemen.

Vielleicht kann ein Bier auch mal bei ersten Einschlafen helfen, aber Alkohol trägt sicher nicht zu einem erholsamen Schlaf bei. Eher im Gegenteil, ehrlich gesagt.

 

#4 Erstell dir eine Routine und bleib dabei

Ich weiß, beim Reisen geht es ja gerade darum, aus Routinen auszubrechen. Aber wenn es darum geht, dein Gehirn in Schlafmodus zu bringen, ist Routine dein bester Freund. Frag ruhig auch mal einen Experten.  

Das muss auch gar nichts Kompliziertes sein – ein paar Gewohnheiten können sehr hilfreich sein.

Meine beinhaltet zum Beispiel schlichtweg, dass ich eine Stunde vor dem Insbettgehen offline gehe (also den Laptop zuklappe und mein Handy ausmache), einen Kräutertee trinke (eine Auswahl, die ich immer wieder auffülle, wenn ich muss), dusche, mir die Haare kämme, ein Buch lese und dann zu Bett gehe.

Siehst du? Nichts Ungewöhnliches. Und ich kann sie durchführen, ob ich in einem Hostel in Prag bin, in einer Strandhütte in Myanmar oder beim House Sitting in Tokyo.

 

#5 Mach dir keine Sorgen darum, wo du schläfst

Das habe ich gleich zu Beginn gelernt. Früher habe ich nämlich viel zu viel  von meinem Hostel- oder Hotelbett gearbeitet. Das hat mir nicht nur Nackenschmerzen bereitet, sondern auch Schlafstörungen. Denn für mich bedeutet mein Bett Arbeit und nicht Schlaf.

Nimm also deinen Laptop und geh aktiv an einen Ort, der dann für dich mit Arbeit assoziert wird – finde ein nettes Café, einen Coworking Space, eine Parkbank, egal. Dort bist du dann während deiner Arbeitszeiten und in deinem Bett nur zum Schlafen.

 

#6 Ausstattung ist alles

Neue Stadt, neues Bett – das bedeutet, man muss sich mit ungewohnten Geräuschen auseinandersetzen.

Vielleicht kräht um 2 Uhr morgens ein verwirrter Hahn. Oder im Schlafsaal hallt ein nervendes Schnarchen aus einem der anderen Betten. Was auch immer es ist, die Lösung ist einfach: Ohropax.

Auch eine Schlafmaske sollte beim Packen nicht fehlen. Nichts hilft besser, wenn der betrunkene Bettnachbar das Licht anmacht oder die Sonne um 6 Uhr morgens das Zimmer erhellt.

Zwei Kleinigkeiten, die deinen Schlaf deutlich verbessern werden… und damit dein Leben als Nomade.

 

An paar letzte Gedanken zur Frage, wie du dich als Nomade an einen neuen Schlafplatz gewöhnen kannst

Dies waren meine sechs Tipps, die helfen, dass du dich besser als Nomade an einen neuen Schlafplatz gewöhnen kannst.

Auch wenn einige von ihnen wie Spaßverderber wirken können, mach dir keinen Stress – es sind nur temporäre Helferlein. Nach ein paar Tage, an denen du einen erholsamen Schlaf hattest, kannst du wieder zum Partytier werden.

Ich wünsche dir süße Träume, lieber Nomade!

Über die Gastautorin

Hi, ich bin Sarah – ein kalifornisches Mädchen, das sich mit dem Thema Schlafmangel und -verbesserung auseinander gesetzt hat, nachdem es an der UCLA einen Abschluss gemacht hat. Momentan ist mein Ziel, Menschen dabei zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern, indem sie besser schlafen.

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