Im November 2015 fand die erste Nomad Cruise statt. Von Gran Canaria ging es acht Tage einmal quer über den Atlantik. An Bord waren 100 digitale Nomaden.

Tag 1 – Die Abfahrt

Am 18. November bin ich an Bord des Kreuzfahrtschiffes Sovereign gegangen.

Das Schiff fährt im Sommer im Mittelmeer und im Winter in Südamerika. Wenn es über den großen Teich muss, ist es eigentlich keine Kreuzfahrt im Sinne des Wortes. Denn diese Fahrten werden dazu genutzt, neue Crewmitglieder einzuarbeiten und allgemeine Reparaturen durchzuführen.

Deswegen werden die Tickets für diese sogenannten Repositioning-Fahrten sehr günstig angeboten. In diesem Fall hat eine Innenkabine, wenn man frühzeitig gebucht hat, 100 Euro plus Steuern gekostet.

Da kann man sagen, was man will: Für eine achttägige Schiffsfahrt ist das ein wahnsinnig guter Preis.

Ich habe mir sogar eine Außenkabine für 50 Euro mehr gegönnt. So werde ich jeden Morgen vom strahlenden Sonnenschein geweckt.

Abfahrt war von Gran Canaria, wo ich ja zufällig den September mit Strandtesten verbracht hatte.

Ich bin allerdings von Palermo, wo ich die fünf Wochen vor der Kreuzfahrt verbracht habe, nach Teneriffa geflogen, weil die Flüge dorthin günstiger waren und dann mit dem Schiff auf die Nachbarinsel.

Drei Tage habe ich dann noch auf Gran Canaria verbracht, bis der Tag der Abfahrt gekommen war.

Der Check-In war fast fünf Stunden geöffnet und es dauerte gute zwei Stunden, bis ich endlich an Bord war. Dann hieß es gleich: Mittagessen! Denn das Buffet hat bis 16 Uhr geöffnet und bietet eine vielfältige Auswahl an internationalen Gerichten sowie eine riesige Salatbar.

Wer zwischen 16:00 und 19:30 Uhr (dann öffnen das Buffet sowie das Restaurant fürs Abendessen) Appetit bekommt, kann an einer Grillstation Essen bekommen, die nahezu den ganzen Tag geöffnet hat.

Fürs Abendessen kann man zwischen dem Restaurant und dem Buffet wählen. Ich bin ins Restaurant gegangen, weiß aber nicht, ob ich das wieder so machen werde. Es dauert ziemlich lange, bis man das Essen bekommt und auch die Getränkebestellung funktioniert hier nicht einwandfrei. Am Buffet gibt es in diesen beiden Punkten logischerweise keinerlei Probleme.

Zum Ausklingen des Abends sind wir dann noch in die Bar gegangen, wo ich mit meinem Bändchen für das Getränkepaket – wie überall an Bord – alle Getränke umsonst bekomme.

Tag 2 – Der erste Tag auf See

Der Tag beginnt tatsächlich damit, dass mich die Sonne weckt. Ich wache pünktlich auf, um mich mit den Bloggermädels Melanie und Nina von Good morning world und Reisehappen zum Frühstück zu treffen.

Danach genießen wir die Sonne an Deck, bis sie hinter einigen Wolken verschwindet.

Wir beschließen ein wenig Sport zu machen und suchen das Fitnessstudio auf. Hier gibt es eigentlich alles, was es in jedem Fitnessstudio an Land auch gibt – Laufbänder, Stepper und Fahrräder, Geräte und Hanteln. Zusätzlich kann man Tennis oder Tischtennis spielen und an einer Kletterwand klettern üben.

Hier haben wir genug Platz, um mit meiner App Seven (lies hier nach, welche Apps ich fürs Reisen und Arbeiten verwende) au trainieren. Es tut gut an der frischen Luft und mit Blick aufs Meer Sport zu machen. Auch wenn es eine kleine Herausforderung ist, das Gleichgewicht zu halten.

Nach einer langen Dusche geht es schon wieder ans Buffet. Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass hier die ganze Zeit gegessen wird.

Aber das ist auch kein Wunder, denn wenn man möchte, ist das schließlich problemlos möglich.

So vergeht die Zeit an Bord wie im Fluge…

Aber es gibt ja auch noch einen bestimmten Grund, warum ich überhaupt dabei bin: Johannes von WebWorkTravel hat die Organisation von Workshops und einer kleinen Konferenz für digitale Nomaden übernommen, sodass über 100 Gleichgesinnte mit an Bord sind.

Die erste Nomad Cruise hatte begonnen.

Lies in Teil 2 weiter, wie das mit den Workshops und der Konferenz gelaufen ist.

Deine Barbara